Title:
Verfahren zur Projektion eines virtuellen Raumes aus mehreren Bildbereichen mit Hilfe von mehreren Projektionseinheiten
Kind Code:
A1


Abstract:

Bei einem Verfahren wird mit einem mehrere Projektionseinheiten (3) umfassenden Projektionssystem (2) ein virtueller Raum (7) projiziert, der aus mindestens drei Begrenzungsflächen (9) besteht. Das Projektionssystem (2) wird von einer Steuereinheit gesteuert. Jede Projektionseinheit (3) projiziert mindestens einen Bildbereich (8) einer Begrenzungsfläche (9) auf eine Projektionsebene, wobei die Projektionseinheiten (3) derart zueinander angeordnet sind, dass die Projektionen der Bildbereiche (8) kombiniert als virtueller Raum (7) dargestellt werden.




Inventors:
gleich Anmelder
Application Number:
DE102015118409A
Publication Date:
05/04/2017
Filing Date:
10/28/2015
Assignee:
Hoffmann, Jürgen, 61200 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102006030923B4N/A2009-04-09



Foreign References:
200300989572003-05-29
201301819012013-07-18
201403208252014-10-30
58822041999-03-16
WO2006111699A12006-10-26
WO2015036501A22015-03-19
Attorney, Agent or Firm:
Patentanwälte Krämer Meyer, 61231, Bad Nauheim, DE
Claims:
1. Verfahren zur Projektion eines virtuellen Raumes (7), der aus mindestens drei Begrenzungsflächen (9) besteht, mit einem mehrere Projektionseinheiten (3) umfassenden Projektionssystem (2), das von einer Steuereinheit gesteuert wird, wobei jede Projektionseinheit (3) mindestens einen Bildbereich (8) einer Begrenzungsfläche (9) auf eine Projektionsebene projiziert und die Projektionseinheiten (3) derart zueinander angeordnet sind, dass die Projektionen der Bildbereiche (8) kombiniert als virtueller Raum (7) dargestellt werden.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Projektionseinheiten (3) derart zueinander angeordnet sind, dass die Bildbereiche (8) mindestens teilweise überlagernd auf einer Projektionsebene dargestellt werden.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Projektionseinheiten (3) Lichtquellen (4) umfassen, deren Lichtstrahlen (5) zu Bildpunkten eines Bildbereichs (8) vereint werden.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Begrenzungsfläche (9) als eine Wand, eine Decke oder ein Boden dargestellt wird.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungsfläche (9) in Originalgröße dargestellt wird.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Projektionseinheiten (3) von der Steuereinheit unabhängig voneinander gesteuert werden.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Begrenzungsflächen (9) von einer Projektionseinheit (3) dargestellt werden.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit die Projektionseinheiten (3) derart steuert, dass die Projektion eines Bildbereichs (8) von einer Projektionsebene auf eine andere Projektionsebene verschoben wird.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Projektionssystem (2) Intensität und/oder Richtung der von den Lichtquellen (4) ausgehenden Lichtstrahlen (5) mit Hilfe von optischen Mitteln verändert.

10. System zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 9, mit einem mehrere Projektionseinheiten (3) umfassenden Projektionssystem (2), das datenaustauschend mit einer Steuereinheit verbunden ist, die über eine Anzeigeeinheit verfügt oder mit einer solchen verbindbar ist, und jede Projektionseinheit (3) mindestens eine Lichtquelle (4) zur Projektion von Bildpunkten eines Bildbereichs (8) aufweist, wobei die Projektionseinheiten (3) derart zueinander angeordnet sind, dass die von den Projektionseinheiten (3) projizierten Bildbereiche (9) kombiniert als virtueller Raum (7) mit drei Begrenzungsflächen (9) darstellbar sind.

11. Computerprogrammprodukt mit Programmcode zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wenn das Computerprogrammprodukt auf einer Vorrichtung ausgeführt wird.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Projektion eines virtuellen Raumes, der aus mindestens drei Begrenzungsflächen besteht und mit einem mehrere Projektionseinheiten umfassenden Projektionssystem dargestellt wird. Ferner betrifft die Erfindung ein System zur Durchführung des Verfahrens. Außerdem betrifft die Erfindung ein Computerprogrammprodukt mit Programmcode zur Durchführung des Verfahrens.

Ein Fertighaus bezeichnet ein Haus, das zumindest in Teilen werksseitig vorgefertigt an die Baustelle geliefert und dort endmontiert wird. Die exakte Ausstattung des Hauses wird in einer Bemusterung festgelegt, die als Zusammenkunft zwischen Lieferant und Hauskäufer stattfindet. Gleiches findet bei der Planung eines Massivhauses statt. Üblicherweise werden dem Hauskäufer bei der Bemusterung Materialproben oder Kataloge vorgelegt, aus denen eine Auswahl der gewünschten Ausstattung getroffen werden kann. Es ist auch möglich, ein sogenanntes Musterhaus zu besichtigen, dessen Räumlichkeiten mit unterschiedlicher zur Verfügung stehender Ausstattung ausgestattet ist, so dass der Hauskäufer das Musterhaus als Vorlage zur Ausstattung seines Hauses nutzen kann. Zudem kann eine Visualisierung des noch nicht gebauten Hauses an einem Computer erfolgen. Der Hauskäufer kann sich während der Bemusterung ein Bild von den Räumen machen und hierauf basierend die Ausstattung wählen. Solche komplexen und kostenintensiven Programme greifen außerdem auf die von Herstellern oder Lieferanten zur Verfügung gestellten Kataloge zu und können so – in gewissem Rahmen – eine gewünschte Ausstattung in einem Raum darstellen.

Nachteilig hierbei ist jedoch, dass sich der Käufer eines Hauses, zum Beispiel eines Fertig- oder Massivhauses, kein reales Bild über die Größe der Räumlichkeiten und deren Aufteilung im Haus machen kann und die von den Programmen dargestellten Räume oftmals idealisiert sind und keine wirkliche Abbildung des erworbenen Hauses darstellen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Darstellung und die Begehung eines Raumes oder sogar mehrerer Räume des Hauses zu ermöglichen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen und durch ein System gemäß Anspruch 10 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens und des Systems sind in den Unteransprüchen angegeben.

Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur Projektion eines virtuellen Raumes bereitgestellt, der aus mindestens drei Begrenzungsflächen besteht, mit einem mehrere Projektionseinheiten umfassenden Projektionssystem, das von einer Steuereinheit gesteuert wird, wobei jede Projektionseinheit mindestens einen Bildbereich einer Begrenzungsfläche auf eine Projektionsebene projiziert und die Projektionseinheiten derart zueinander angeordnet sind, dass die Projektionen der Bildbereiche, insbesondere der Begrenzungsflächen kombiniert als virtueller Raum dargestellt werden. Die Projektionseinheiten projizieren Bildbereiche einer Begrenzungsfläche. Es kann auch vorteilhaft sein, dass jeweils eine Projektionseinheit einen Bildbereich auf eine Projektionsebene projiziert, wobei der Bildbereich bereits vollständig eine Begrenzungsfläche darstellt. Ferner wird vorgeschlagen, dass mehrere Projektionseinheiten eine Begrenzungsfläche auf eine Projektionsebene projizieren, so dass eine Begrenzungsfläche von mehreren Bildbereichen gebildet wird, die von mehreren Projektionseinheiten auf eine Projektionsebene projiziert werden. Weiterhin kann vorteilhafterweise jede Projektionseinheit mehrere Bildbereiche auf mehrere, verschiedene Projektionsebenen projizieren.

Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es nunmehr möglich, dass ein Abbild eines Raum eines von einem Hauskäufer erworbenen Hauses dargestellt wird. Jedoch ist das Verfahren nicht hierauf beschränkt. Selbstverständlich ist es auch beispielsweise möglich, Räume eines zu renovierenden Hauses oder einer Wohnung zu projizieren.

Ein Hohlkörper, wie beispielsweise ein Raum umfasst Begrenzungsflächen, die die Begrenzungen des Körpers definieren. Eine Begrenzungsfläche ist insbesondere ein Element oder eine Komponente, aus denen in der Summe ein Bauwerk zusammengesetzt ist. Bei einer Begrenzungsfläche handelt es sich insbesondere um eine geometrisch zusammenhängende Fläche, wie eine Wand, eine Decke oder ein Boden. Als Projektionsebene, die ebenfalls im Sinne der Erfindung als Projektionsfläche bezeichnet werden kann, wird jene Fläche oder Ebene bezeichnet, auf die ein Bildbereich abgebildet oder geworfen wird.

Das Verfahren ermöglicht die Projektion der Begrenzungsflächen des virtuellen Raumes mit Hilfe des Projektionssystems bzw. der Projektionseinheiten, wobei die Projektionseinheiten derart zueinander angeordnet sind, dass die Begrenzungsflächen, bzw. die Bildbereiche als Ganzes betrachtet den virtuellen Raum abbilden. Dadurch, dass es sich um einen projizierten virtuellen Raum handelt, kann dieser von dem Hauskäufer betreten werden. Der Hauskäufer kann also in den virtuellen Raum eintreten und sich ein Bild über die Gestaltung und Größe des Raumes machen. Hierdurch wird ihm die Entscheidung über die Ausstattung des Raumes wesentlich vereinfacht. Der virtuelle Raum bzw. die Begrenzungsflächen werden bevorzugt in Originalgröße dargestellt. Hierfür kann auf die bekannten Originalmaße des Raumes zurückgegriffen werden. Es kann jedoch auch bevorzugt sein, dass die Maße des Raumes geändert werden, um beispielsweise eine Änderung der Raumaufteilung zu illustrieren.

Jede Projektionseinheit projiziert auf eine Projektionsebene mindestens einen Teil einer Begrenzungsfläche des Raumes darstellenden Bildbereich, so dass die Projektionen der Projektionseinheiten in der Summe den virtuellen Raum darstellen. Die Projektionsebenen liegen insbesondere in einem Winkel von 90° zueinander, so dass ein rechteckiger oder quadratischer virtueller Raum dargestellt wird. Selbstverständlich können auch Begrenzungsflächen dargestellt werden, die in einem anderen Winkel zueinander angeordnet sind, wie zum Beispiel Dachschrägen.

Mit dem Verfahren ist auch die Darstellung mehrerer Räume möglich, die nebeneinander oder übereinander angeordnet sind, indem eine Vielzahl von Projektionseinheiten miteinander verschaltet werden.

Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass die Projektionseinheiten derart zueinander angeordnet sind, dass die Bildbereiche mindestens teilweise überlagernd auf einer Projektionsebene dargestellt werden. Gerade für die Projektion komplexer Abbildungen kann dies vorteilhaft sein, das so komplexe und mehrschichtige Begrenzungsflächen dargestellt werden können, die beispielsweise noch Überstände oder Absätze enthalten. Es kann jedoch auch vorteilhaft sein, dass die Bildbereiche sich nicht überschneiden. Hierdurch kann eine Interferenz der Projektionseinheiten bzw. der von den Projektionseinheiten dargestellten Bildbereiche vermieden werden.

Jede Projektionseinheit umfasst mindestens eine Lichtquelle, die als Laser- oder LED-Lichtquelle ausgestaltet sein kann. Vorteilhafterweise können die Intensität oder Richtung der von der Lichtquelle abstrahlenden Lichtstrahlen mit Hilfe einer Optik, bzw. mit optischen Mitteln verändert werden. Als Optik oder optische Mittel dienen beispielsweise Spiegel, Linsen, Platten, Prismen, Gitter, Blenden, Kondensor, Objektiv und ähnliche. Es kann vorteilhaft sein, dass die Projektionseinheiten Lichtquellen umfassen, deren Lichtstrahlen zu Bildpunkten eines Bildbereichs vereint werden. Das heißt, die Erfindung verwendet insbesondere bekannte Lichtquellenanordnungen oder -Vorrichtungen, mit denen Begrenzungsflächen auf Projektionsebenen projiziert werden können, so dass ein virtueller Raum dargestellt werden kann.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Projektionseinheiten von der Steuereinheit unabhängig voneinander gesteuert werden. Hierdurch ist es beispielsweise möglich, dass eine Projektionseinheit vollständig oder teilweise abgeschaltet wird, um einen Durchgang in den virtuellen Raum darzustellen. Ferner ist die unabhängige Steuerung der Projektionseinheit dann vorteilhaft, wenn mehrere Räume virtuell dargestellt und als Wände dargestellte Begrenzungsflächen entfernt oder hinzugefügt werden sollen.

Vorzugsweise werden mehrere Begrenzungsflächen von einer Projektionseinheit dargestellt. Eine Projektionseinheit kann mehrere, untereinander verschaltete oder unabhängig voneinander gesteuerte Lichtquellen umfassen. Hierdurch ist es beispielsweise möglich, dass eine Projektionseinheit eine Begrenzungsfläche auf eine Projektionsebene projiziert, aber zusätzlich noch mindestens einen Teilbereich eines Bildbereichs einer weiteren Begrenzungsfläche auf eine weitere Projektionsebene projiziert. Diesbezüglich ist es vorteilhaft, dass die Steuereinheit die Projektionseinheiten derart steuert, dass die Projektion eines Bildbereichs von einer Projektionsebene auf eine andere Projektionsebene verschoben wird. Der von einer Projektionseinheit dargestellte Bildbereich kann einfach von einer weiteren Projektionseinheit dargestellt werden, wenn die erste Projektionseinheit abgeschaltet und die weitere Projektionseinheit den Bildbereich weiterhin projiziert.

In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein System zur Durchführung des Verfahrens, mit einem mehrere Projektionseinheiten umfassenden Projektionssystem, das datenaustauschend mit einer Steuereinheit verbunden ist, die über eine Anzeigeeinheit verfügt oder mit einer solchen verbindbar ist, und jede Projektionseinheit mindestens eine Lichtquelle zur Projektion von Bildpunkten eines Bildbereichs aufweist, wobei die Projektionseinheiten derart zueinander angeordnet sind, dass die von den Projektionseinheiten projizierten Bildbereiche kombiniert als virtueller Raum mit drei Begrenzungsflächen darstellbar sind. Das System kann in einfacher Weise in einem Objekt, beispielsweise einem Raum installiert werden. Hierbei können die einzelnen Projektionseinheiten fest in dem Objekt montiert oder beweglich zueinander angeordnet sein. Die oben genannten bevorzugten Ausgestaltungen des Verfahrens können ebenfalls auf das System angewendet werden.

Weiterhin betrifft die Erfindung ein Computerprogrammprodukt mit Programmcode zur Durchführung des Verfahrens, wenn das Computerprogrammprodukt auf einer Vorrichtung ausgeführt wird. Das Computerprogrammprodukt mit Programmcode kann auf einem maschinenlesbaren Träger wie einem Halbleiterspeicher, einem Festplattenspeicher oder einem optischen Speicher gespeichert sein und zur Durchführung des Verfahrens nach einer der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen verwendet werden, wenn das Programmprodukt auf einem Computersystem oder einer entsprechenden Vorrichtung ausgeführt wird.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels der Erfindung näher erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigt

1 eine eindimensionale Darstellung eines mit einem Projektionssystem dargestellten virtuellen Raumes und

2 eine mehrdimensionale Darstellung eines virtuellen Raumes.

In einem Objekt ist ein System zur Projektion eines virtuellen Raumes installiert, das zur Durchführung des Verfahrens herangezogen werden kann. Das Objekt kann beispielsweise ein Raum 1 oder eine Halle sein, wobei der Raum 1 auch durch einen Container oder Anhänger eines LKWs oder Sattelschlepper bereitgestellt werden kann. Der Raum 1 wäre hierdurch transportabel, wobei der Raum 1 in der Breite und Länge veränderbar ist, indem beispielsweise Wände des Anhängers oder Containers ausziehbar sind. Das hat den Vorteil, dass das System im Wesentlichen an jedem Ort genutzt werden kann.

Das System umfasst ein Projektionssystem 2, das wiederum mehrere Projektionseinheiten 3 aufweist. Jede Projektionseinheit 3 besitzt aufgenommen in eine entsprechende Aufnahme mindestens eine Lichtquelle 4, die Lichtstrahlen 5 aussendet. Die Lichtquellen 4 können unterschiedlich in der Projektionseinheit 3 angeordnet sein. In 1 ist schematisch eine reihenförmige Anordnung mehrerer Lichtquellen 4 dargestellt, wobei auch sonstige Anordnungen der Lichtquellen 4 oder weniger Lichtquellen 4 möglich sind. Die Strahlungsrichtung der Lichtquellen 4 kann gleich sein. Jede Projektionseinheit 3 weist ferner Mittel auf, mit denen eine Stromversorgung und eine Regelung der Lichtquelle 4 möglich sind. Die hierfür notwendigen Kabel und Regeleinrichtungen können nicht sichtbar in der Projektionseinheit 3 angeordnet sein. Die Lichtquelle 4 kann als Laserlichtquelle oder LED-Lichtquelle ausgestaltet sein. Ferner kann jede Projektionseinheit 3 bekannte Optiken oder optische Mittel aufweisen, mit denen die Intensität oder die Richtung der Lichtstrahlen 5 verändert werden kann. Die optischen Mittel sind über die Regeleinrichtung steuerbar.

Um eine Projektionseinheit 3 in dem Raum 1 zu montieren, kann die Projektionseinheit 3 Befestigungsmittel, wie beispielsweise Haken aufweisen, mit denen eine schnelle und sichere Montage erreicht werden kann. Ferner kann die Projektionseinheit 3 auch mittels Schrauben in dem Raum 1 montiert werden. Die Projektionseinheit 3 kann direkt an einer Wand, einer Decke oder einem Boden des Raumes 1 befestigt werden. Es kann jedoch auch vorteilhaft sein, die Projektionseinheit 3 beispielsweise über Trägerelemente 6 an der Wand der Decke oder dem Boden zu montieren. Weiterhin kann die Projektionseinheit 3 an einem nicht dargestellten Ständer montiert sein, der flexibel im Raum 1 platziert werden kann, so dass es auch möglich ist, das Projektionssystem 2 im Freien zu installieren. Ferner kann es vorteilhaft sein, wenn die Projektionseinheit 3 auf einem Schlitten angeordnet ist, der auf in dem Raum 1 angeordneten Schienen verfahrbar ist, so dass die Projektionseinheit 3 flexibel verschiebbar und positionierbar ist.

Die Projektionseinheit 3 kann schwenkbar ausgestaltet sein, indem die Projektionseinheit 3 Mittel zur Verschwenkung wie beispielsweise Gelenke aufweist, die manuell oder automatisch beispielsweise durch einen Stellmotor verschwenkbar sind.

Die einzelnen Projektionseinheiten 3 sind als Projektionssystem 2 mit einer nicht gezeigten Steuereinheit verbunden, wobei die Steuereinheit die Projektionseinheiten 3 unabhängig voneinander steuern kann und über die Optik, beziehungsweise die Regeleinrichtung die Intensität und Richtung der von den Lichtquellen 4 ausgesandten Lichtstrahlen 5 reguliert.

Die Steuereinheit kann als Computereinheit ausgestaltet sein und über eine Anzeigeeinheit verfügen oder aber mit einer solchen verbindbar sein. Eine Anzeigeeinheit ist im Sinne der Erfindung ein Bildschirm, Display oder Monitor, die als Anzeigegerät oder Peripheriegerät genutzt wird. Eingaben können über ein mit der Steuereinheit verbundenes Eingabemittel vorgenommen werden. Die Steuereinheit und die Anzeigeeinheit können Bestandteil eines mobilen Endgerätes sein, das datenaustauschend mit dem Projektionssystem 2 verbunden ist. Hierbei kann eine kabelfreie oder kabelgebundene Verbindung mit dem Projektionssystem vorteilhaft sein. Beispielsweise kann die Steuereinheit mit dem Projektionssystem 2 über eine W-Lan Verbindung verbunden sein. Das mobile Endgerät kann ein Smartphone, ein Tablett-Rechner oder ein Notebook sein. Die Anzeigeeinheit kann als berührungssensitive Anzeigeeinheit, d.h. als Touchscreen, ausgestaltet sein.

Das Verfahren eignet sich für die Darstellung von virtuellen Räumen 7 im Allgemeinen und kann bei der Sanierung eines Altbaus oder bei der Bemusterung eines neu erworbenen Hauses dazu genutzt werden, Räume 7 virtuell darzustellen, so dass beispielsweise anhand der Darstellung weitere Entscheidungen über die Aufteilung der Räume 7 oder deren Ausstattung und Gestaltung getroffen werden können. Die Maße eines darzustellenden Raumes 7 sind bekannt, wobei ein Raum 7 insbesondere im Originalmaßstab dargestellt wird. Selbstverständlich kann ein Raum 7 auch in einem sonstigen Größenverhältnis dargestellt werden.

Der darzustellende virtuelle Raum 7 wird ausgewählt. Falls es aufgrund der Ausmaße des Raumes 7 notwendig sein sollte, kann die Position und Strahlungsrichtung der Projektionseinheiten geändert werden. Über die Steuereinheit, die beispielsweise als Tablet-Rechner ausgestaltet ist, werden die Maße des Raumes 7 eingegeben und die Projektionseinheiten 3 gesteuert. Jede Projektionseinheit 3 projiziert mindestens einen Bildbereich 8, der mindestens einen Teil einer Begrenzungsfläche 9 des virtuellen Raumes 7 darstellt, wobei die Lichtstrahlen 5 der Lichtquelle 4 der Projektionseinheit 3 zu Bildpunkten eines Bildbereichs 8 vereint werden. Beispielhafte Bildbereiche 8 sind schematisch in 1 dargestellt. Die Summe aller Bildbereiche 8 in einer Projektionsebene formen somit eine Begrenzungsfläche 9. Die Projektionsebene liegt insbesondere in einer Ebene mit einer Achse der Projektionseinheit 3, beziehungsweise der Richtung der Lichtstrahlen 5. Um den Effekt der von den Lichtquellen 4 ausgestrahlten Lichtstrahlen 5 zu verstärken, können diese auf einer Projektionsebene abgebildet werden, die beispielsweise aus Nebel, Wasser oder einer Leinwand besteht. Dies ist jedoch nicht zwangsläufig erforderlich, da die Lichtstrahlen 5 auch in Luft abgebildet werden können.

In Abhängigkeit der Größe der Begrenzungsfläche 9 kann diese von einer oder mehreren Projektionseinheiten 3 dargestellt werden. Eine Projektionseinheit 3 kann auch mehrere Bildbereiche 8 auf verschiedene Projektionsebenen projizieren. Eine Begrenzungsfläche 9 kann mehrschichtig aufgebaut sein, so dass mehrere übereinander und insbesondere parallel zueinander angeordnete Projektionsebenen vorhanden sein können. Hierdurch ist es auch möglich, eine Oberfläche der Begrenzungsfläche 9 beispielsweise wellig in Form einer Tapete darzustellen. Auch kann eine Erhebung oder ein Durchgang wie ein Fenster oder eine Tür in einer Begrenzungsfläche 9 dargestellt werden.

Die Darstellungen der Bildbereiche 8 durch die Projektionseinheiten 3 ergibt in der Summe den virtuellen Raum 7. Der virtuelle Raum 7 kann im Sinne der Erfindung auch als Hohlkörper oder Hohlraum bezeichnet werden, der mindestens durch drei Begrenzungsflächen 9 definiert wird. Die Projektionseinheiten 3 sind vorteilhafterweise derart zueinander angeordnet, dass die Begrenzungsflächen 9 in einem Winkel von 90° zueinander stehen und so ein rechteckiger oder quadratischer Raum erzeugbar ist. Jedoch können die Begrenzungsflächen 3 auch in einem sonstigen Winkel zueinander angeordnet sein, wenn beispielsweise ein virtueller Raum 7 in einem Dachgeschoss dargestellt wird und somit eine die Wand darstellende Begrenzungsfläche 9 zu einer weiteren das Dach darstellenden Begrenzungsfläche 9 in einem Winkel von mehr als 90° angeordnet ist.

Ferner ist es möglich, dass Bauteile von den Projektionseinheiten 3 auf den Begrenzungsflächen 9, beziehungsweise den Projektionsebenen dargestellt werden. So ist es möglich, neben Wänden und Decken auch Böden oder weitere Bauteile des Raumes wie Armaturen, Möbel, Fenster oder Türen darzustellen. Auch Bestandsmöbel, wie eine Küche oder ein Wohnzimmer können dargestellt werden. Hierfür können die Projektionseinheiten 3 unterschiedlich gesteuert werden, wobei durch die Überlappung der Lichtstrahlen 5 mehrschichtige und komplexe Bauteile realisierbar sind.

Selbstverständlich ist es im Rahmen der Erfindung auch möglich, mehrere Räume oder sogar Etagen eines Hauses darzustellen, indem mehrere Projektionseinheiten 3 hintereinander geschaltet werden. Bei Bedarf können dargestellte Räume 7 auch verschoben oder deren Darstellung abgeschaltet werden. Beispielsweise könnte eine Hausbemusterung in der unteren Etage des Hauses beginnen und somit die auf dieser Etage angeordneten Räume dargestellt werden. Sobald die Bemusterung beendet ist, werden dann die Räume der nächsten Etage dargestellt und die der Räume der ersten Etage ausgeschaltet. Durch das System ist eine Verschiebung der Räume und Änderung derer Aufteilung (zum Beispiel Verschieben einer Wand) ohne weiteres möglich. Bei der Bemusterung eines erworbenen Haues kann der Hauskäufer sich in dem virtuellen Raum 7 bewegen und dort die Anordnung der Wände über die Zuschaltung bzw. Abschaltung einzelner Projektionseinheiten verändern. Auch die Lage von Bauteilen zueinander, wie z.B. einer Tür oder ein Fenster in einer Wand, kann geändert werden. Der virtuelle Raum 7 wird insbesondere vierdimensional dargestellt.