Title:
Kamera für ein Kraftfahrzeug mit verbesserter Abschirmung sowie Kraftfahrzeug
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Kamera (4) für ein Kraftfahrzeug (1), mit einer Gehäuseanordnung (9), welche ein Frontgehäuse (11) und ein Rückgehäuse (10) aufweist, welche zumindest bereichsweise aus einem elektrisch leitfähigen Material gebildet sind, wobei das Frontgehäuse (11) und das Rückgehäuse (10) jeweils eine im Wesentlichen rechteckige Querschnittsfläche aufweisen und in Bereichen (16, 17) der jeweiligen Ecken elektrisch miteinander verbunden sind, wobei das Frontgehäuse (11) und/oder das Rückgehäuse (10) eine Mehrzahl von Kontakteinrichtung (19, 25) zum elektrischen Verbinden des Frontgehäuses (11) und des Rückgehäuses (10) aufweist, wobei die Mehrzahl von Kontakteinrichtungen (19, 25) in jeweiligen Bereichen des Frontgehäuses und/oder des Rückgehäuses angeordnet ist, welche Seitenwänden (20, 26) des Frontgehäuses (11) und/oder des Rückgehäuses (10) in einem Verbindungsbereich (33) zwischen dem Frontgehäuse (11) und dem Rückgehäuse (10) zugeordnet sind.




Inventors:
Sharman, Lloyd Anthony (Bohola, IE)
Birch, Steven (Boyle, IE)
McFadden, Sean (Westport, IE)
Tadle, Richard (Tuam, IE)
Application Number:
DE102015118183A
Publication Date:
04/27/2017
Filing Date:
10/26/2015
Assignee:
Connaught Electronics Ltd., County Galway (Tuam, IE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102014118175A1N/A2016-06-09
DE102013017095A1N/A2015-04-16



Attorney, Agent or Firm:
Jauregui Urbahn, Kristian, Dr. rer. nat., 74321, Bietigheim-Bissingen, DE
Claims:
1. Kamera (4) für ein Kraftfahrzeug (1), mit einer Gehäuseanordnung (9), welche ein Frontgehäuse (11) und ein Rückgehäuse (10) aufweist, welche zumindest bereichsweise aus einem elektrisch leitfähigen Material gebildet sind, wobei das Frontgehäuse (11) und das Rückgehäuse (10) jeweils eine im Wesentlichen rechteckige Querschnittsfläche aufweisen und in Bereichen (16, 17) der jeweiligen Ecken elektrisch miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Frontgehäuse (11) und/oder das Rückgehäuse (10) eine Mehrzahl von Kontakteinrichtung (19, 25) zum elektrischen Verbinden des Frontgehäuses (11) und des Rückgehäuses (10) aufweist, wobei die Mehrzahl von Kontakteinrichtungen (19, 25) in jeweiligen Bereichen des Frontgehäuses und/oder des Rückgehäuses angeordnet ist, welche Seitenwänden (20, 26) des Frontgehäuses (11) und/oder des Rückgehäuses (10) in einem Verbindungsbereich (33) zwischen dem Frontgehäuse (11) und dem Rückgehäuse (10) zugeordnet sind.

2. Kamera (4) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakteinrichtungen (16, 25) des Frontgehäuses (11) und/oder des Rückgehäuses (10) derart ausgebildet sind, das Frontgehäuse (11) und das Rückgehäuse (10) entlang einer Umfangsrichtung in dem Verbindungsbereich (33) der Gehäuseanordnung (9) elektrisch miteinander verbunden sind.

3. Kamera (4) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweiligen Kontakteinrichtungen (16, 25) des Frontgehäuses (11) und/oder des Rückgehäuses (10) eine Mehrzahl von Erhebungen (21, 27) aufweisen.

4. Kamera (4) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweiligen Kontakteinrichtungen (25) des Frontgehäuses (11) und die jeweiligen Kontakteinrichtungen (16) des Rückgehäuses (10) eine Mehrzahl von Erhebungen (21, 27) mit dazwischen liegenden Ausnehmungen (22, 28) aufweisen, wobei die Erhebungen (27) der jeweiligen Kontakteinrichtungen (25) des Frontgehäuses (11) in den Ausnehmungen (22) der jeweiligen Kontakteinrichtungen (16) des Rückgehäuses (10) angeordnet sind.

5. Kamera (4) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückgehäuse (10) ein Abdeckelement (23) aufweist, welches in einem Bereich einer Innenwand (29) des Frontgehäuses (11) angeordnet ist.

6. Kamera (4) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamera (4) ein Dichtungselement (30) aufweist, welches zwischen den Erhebungen (21, 27) der jeweiligen Kontakteinrichtungen (19, 25) des Frontgehäuses (11) und/oder des Rückgehäuses (10) sowie des Abdeckelements (23) angeordnet ist.

7. Kamera (4) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweiligen Kontakteinrichtungen (25) des Frontgehäuses (11) jeweils eine Erhebung (32) aufweisen, welche sich entlang der Seitenwand (26) erstreckt und die jeweiligen Kontakteinrichtungen (19) der Rückgehäuse (10) zu den Erhebungen (32) korrespondierende Aussparungen (31) aufweisen, in denen die Erhebungen (32) zumindest bereichsweise angeordnet sind.

8. Kamera (4) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamera (4) ein Dichtungselement (30) aufweist, welches in den jeweiligen Aussparungen (31) angeordnet ist.

9. Kamera (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamera (4) eine Kraftfahrzeug-Befestigungseinrichtung zur Befestigung der Kamera (4) an dem Kraftfahrzeug (1) aufweist.

10. Kraftfahrzeug (1) mit zumindest einer Kamera (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kamera für ein Kraftfahrzeug mit einer Gehäuseanordnung, welche ein Frontgehäuse und ein Rückgehäuse aufweist, welche zumindest bereichsweise aus einem elektrisch leitfähigen Material gebildet sind, wobei das Frontgehäuse und das Rückgehäuse jeweils eine im Wesentlichen rechteckige Querschnittfläche aufweisen und in Bereichen der jeweiligen Ecken elektrisch miteinander verbunden sind. Die Erfindung betrifft ferner ein Kraftfahrzeug mit zumindest einer solchen Kamera.

Das Interesse richtet sich vorliegend insbesondere auf Kameras für Kraftfahrzeuge. Derartige Kameras können beispielsweise Teil eines Fahrerassistenzsystems des Kraftfahrzeugs sein, mit dem ein Umgebungsbereich des Kraftfahrzeugs erfasst werden kann. Der mit den Kameras erfasste Umgebungsbereich des Kraftfahrzeugs kann dem Fahrer beispielsweise auf einer entsprechenden Anzeigeeinrichtung dargestellt werden.

Die Kameras umfassen eine Gehäuseanordnung, die üblicherweise aus zwei Teilen gebildet ist, nämlich einem Frontgehäuse und einem Rückgehäuse. Das Frontgehäuse dient zum Halten einer Linseneinrichtung der Kamera und kann auch als Linsengehäuse bezeichnet werden. Das Frontgehäuse und das Rückgehäuse können beispielsweise mittels einer Schraubverbindung verbunden werden. In dem Innenraum der Gehäuseanordnung ist zumindest eine Leiterplatte der Kamera angeordnet. Auf dieser Leiterplatte ist üblicherweise eine Mehrzahl von elektronischen Bauteilen angeordnet, welche im Betrieb der Kamera elektromagnetische Strahlung erzeugen können und somit elektromagnetische Störungen hervorrufen können. Das Frontgehäuse und das Rückgehäuse können beispielsweise aus Aluminium gebildet sein. Da das Frontgehäuse und das Rückgehäuse zumindest bereichsweise aus einem elektrisch leitfähigen Material gebildet sind, können durch die Gehäuseanordnung die von dem zumindest einen elektronischen Bauteil erzeugten elektromagnetischen Störungen abgeschirmt werden.

Aus dem Stand der Technik sind Gehäuseanordnungen bekannt, die im Wesentlichen eine rechteckförmige Querschnittsfläche aufweisen. Dabei können das Frontgehäuse und das Rückgehäuse im Bereich der jeweiligen Ecken elektrisch miteinander verbunden sein. Falls das Frontgehäuse und das Rückgehäuse eine Beschichtung aus einem elektrisch isolierenden Material aufweisen, kann diese Beschichtung im Bereich der jeweiligen Ecken des Frontgehäuses und des Rückgehäuses entfernt sein.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Lösung aufzuzeigen, wie eine Kamera für ein Kraftfahrzeug der eingangs genannten Art zuverlässiger betrieben werden kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Kamera sowie durch ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen gemäß den jeweiligen unabhängigen Ansprüchen gelöst. Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche, der Beschreibung und der Figuren.

Eine erfindungsgemäße Kamera für ein Kraftfahrzeug umfasst eine Gehäuseanordnung, welche ein Frontgehäuse und ein Rückgehäuse aufweist. Das Frontgehäuse und das Rückgehäuse sind zumindest bereichsweise aus einem elektrisch leitfähigen Material gebildet. Ferner weisen das Frontgehäuse und das Rückgehäuse jeweils eine im Wesentlichen rechteckige Querschnittsfläche auf und sind in Bereichen der jeweiligen Ecken elektrisch miteinander verbunden. Darüber hinaus weist das Frontgehäuse und das Rückgehäuse eine Mehrzahl von Kontakteinrichtungen zum elektrischen Verbinden des Frontgehäuses und des Rückgehäuses auf, wobei die Mehrzahl von Kontakteinrichtungen in jeweiligen Bereichen des Frontgehäuses und/oder des Rückgehäuses angeordnet sind, welche den Seitenwänden des Frontgehäuses und/oder des Rückgehäuses in einem Verbindungsbereich zwischen dem Frontgehäuse und dem Rückgehäuse zugeordnet sind.

Die Kamera kann an oder in einem Kraftfahrzeug angeordnet werden. Die Kamera kann beispielsweise Teil eines Fahrerassistenzsystems des Kraftfahrzeugs sein. Beispielsweise kann mit der Kamera ein Umgebungsbereich des Kraftfahrzeugs erfasst werden. Die Kamera umfasst die Gehäuseanordnung, die wiederum das Frontgehäuse und das Rückgehäuse aufweist. Das Frontgehäuse und/oder das Rückgehäuse können beispielsweise einen elektrisch leitfähigen Grundkörper aufweisen, der beispielsweise aus Aluminium gebildet ist. Zudem kann es vorgesehen sein, dass das Frontgehäuse und/oder das Rückgehäuse eine Beschichtung aus einem elektrisch isolierenden Material aufweisen. Diese Beschichtung kann beispielsweise durch eine Anodisierung erreicht werden. In dem Innenraum der Gehäuseanordnung ist zumindest eine Leiterplatte angeordnet, auf welcher sich elektronische Bauteile befinden. Diese elektronischen Bauteile können beispielsweise ein Bildsensor, eine Bildverarbeitungseinheit, Teile der Spannungsversorgung der Kamera oder dergleichen sein. Im Betrieb der Kamera kann das zumindest eine elektronische Bauteil elektromagnetische Störungen erzeugen. Diese elektromagnetischen Störungen können sich auf andere Komponenten des Kraftfahrzeugs negativ auswirken. Diese Komponenten des Kraftfahrzeugs können beispielsweise ein satellitengestütztes Positionsbestimmungssystem oder ein Radio sein. Um die elektromagnetische Verträglichkeit zu gewährleisten, ist es notwendig, die elektromagnetischen Störungen abzuschirmen. Dabei werden die elektromagnetischen Störungen zum Teil von dem Frontgehäuse und/oder dem Rückgehäuse abgeschirmt. Das Frontgehäuse und das Rückgehäuse können beispielsweise in den Bereichen der jeweiligen Ecken elektrisch miteinander verbunden sein. In den Ecken, insbesondere an zwei gegenüberliegenden Ecken, können das Frontgehäuse und das Rückgehäuse miteinander mittels der Schraubverbindung verbunden sein. In diesen Bereichen kann die Beschichtung von dem Grundkörper des Frontgehäuses und des Rückgehäuses entfernt sein.

Erfindungsgemäß ist es nun vorgesehen, dass an dem Frontgehäuse und/oder dem Rückgehäuse eine Mehrzahl von Kontakteinrichtungen vorgesehen ist. Diese Kontakteinrichtungen sind jeweils in dem Bereich der Seitenwände des Frontgehäuses und/oder des Rückgehäuses in dem Verbindungsbereich zwischen dem Frontgehäuse und dem Rückgehäuse angeordnet. Der Verbindungsbereich stellt insbesondere den Bereich dar, in dem sich das Frontgehäuse und das Rückgehäuse berühren. Mit den Kontakteinrichtungen kann somit auch in den Bereichen, die den Seitenwänden des Frontgehäuses und/oder des Rückgehäuses zugeordnet sind, eine elektrische Verbindung zwischen dem Frontgehäuse und dem Rückgehäuse bereitgestellt werden. Damit kann erreicht werden, dass zusätzlich zu dem Eckbereichen auch im Bereich der Seitenwände eine zuverlässige Abschirmung der elektromagnetischen Strahlen erreicht wird. Damit kann eine Beeinflussung der elektronischen Komponenten des Kraftfahrzeugs durch die Kamera verhindert werden.

Bevorzugt sind die Kontakteinrichtungen des Frontgehäuses und/oder des Rückgehäuses derart ausgebildet, dass das Frongehäuse und das Rückgehäuse entlang einer Umfangsrichtung in dem Verbindungsbereich der Gehäuseanordnung elektrisch miteinander verbunden sind. Die jeweiligen Kontakteinrichtungen können an dem Frontgehäuse oder an dem Rückgehäuse angeordnet sein. Es kann auch vorgesehen sein, dass die jeweiligen Kontakteinrichtungen sowohl an dem Frontgehäuse als auch an dem Rückgehäuse angeordnet sind. Dadurch, dass mit den jeweiligen Kontakteinrichtungen eine elektrische Verbindung im Bereich der jeweiligen Seitenwände bereitgestellt wird, kann entlang der gesamten Umfangsrichtung der Gehäuseanordnung eine elektrische Verbindung zwischen dem Frontgehäuse und dem Rückgehäuse bereitgestellt werden. Somit können die elektromagnetischen Störungen, die im Innenraum der Gehäuseanordnung erzeugt werden, zuverlässig durch die elektrisch leitfähige Gehäuseanordnung abgeführt werden.

In einer Ausführungsform weisen die jeweiligen Kontakteinrichtungen des Frontgehäuses und/oder des Rückgehäuses eine Mehrzahl von Erhebungen auf. In den jeweiligen Seitenwänden des Frontgehäuses und/oder des Rückgehäuses, die in dem Verbindungsbereich angeordnet sind, können entsprechende Erhebungen ausgebildet sein. Diese Erhebungen können elektrisch leitfähig ausgebildet sein. Mit anderen Worten kann beispielsweise im Bereich der Erhebungen die elektrisch isolierende Beschichtung entfernt sein. Somit kann auf einfache Weise eine elektrische Verbindung zwischen dem Frontgehäuse und dem Rückgehäuse bereitgestellt werden.

Bevorzugt weisen die jeweiligen Kontakteinrichtungen des Frontgehäuses und die jeweiligen Kontakteinrichtungen des Rückgehäuses eine Mehrzahl von Erhebungen mit dazwischen liegenden Ausnehmungen auf, wobei die Erhebungen der jeweiligen Kontakteinrichtungen des Frontgehäuses in den Ausnehmungen der jeweiligen Kontakteinrichtungen des Rückgehäuses angeordnet sind. Dabei kann es auch vorgesehen sein, dass die Erhebungen der jeweiligen Kontakteinrichtungen des Rückgehäuses in den Ausnehmungen der jeweiligen Kontakteinrichtungen des Frontgehäuses angeordnet sind. Dabei können die Erhebungen korrespondierend zu den Ausnehmungen ausgebildet sein. Insbesondere können die Erhebungen und die Ausnehmungen derart dimensioniert sein, dass sich zwischen den Erhebungen und den Ausnehmungen keine Spalte bzw. Spalte mit einer sehr geringen räumlichen Erstreckung ausbilden. Somit kann eine elektrische Verbindung zwischen dem Frontgehäuse und dem Rückgehäuse entlang der kompletten Umfangsrichtung der Gehäuseanordnung ermöglicht werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das Rückgehäuse ein Abdeckelement auf, welches in einem Bereich einer Innenwand des Frontgehäuses angeordnet ist. Alternativ dazu kann es vorgesehen sein, dass das Frontgehäuse ein Abdeckelement aufweist, welches in einem Bereich einer Innenwand des Rückgehäuses angeordnet ist. Mit anderen Worten kann das Rückgehäuse ein Abdeckelement aufweisen, welches sich entlang der Umfangsrichtung des Rückgehäuses erstreckt. Das Abdeckelement kann zumindest bereichsweise an der Innenwand des Frontgehäuses anliegen. Das Abdeckelement kann auch entsprechende Öffnungen aufweisen, die beispielsweise dazu dienen, die zumindest eine Leiterplatte der Kamera zu halten. Dabei können die Erhebungen der Kontakteinrichtung des Rückgehäuses im Bereich der Öffnungen des Abdeckelements angeordnet sein. Somit kann zuverlässig verhindert werden, dass elektromagnetische Strahlung von dem Innenraum der Gehäuseanordnung nach außen dringen kann.

Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Kamera ein Dichtungselement aufweist, welches zwischen den Erhebungen der jeweiligen Kontakteinrichtungen des Frontgehäuses und des Rückgehäuses sowie des Abdeckelements angeordnet ist. Das Abdeckelement kann beispielsweise durch einen entsprechenden Dichtungsring gebildet sein, der umlaufend in dem Verbindungsbereich zwischen dem Frontgehäuse und dem Rückgehäuse angeordnet ist. Dabei kann das Dichtungselement in einem Bereich bzw. in einer Ausnehmung angeordnet sein, die auf der einen Seite von den Erhebungen der jeweiligen Kontakteinrichtungen des Frontgehäuses und/oder des Rückgehäuses und auf der anderen Seite von dem Abdeckelement begrenzt ist. Somit kann das Dichtungselement zuverlässig zwischen dem Frontgehäuse und dem Rückgehäuse gehalten werden Mit Hilfe des Dichtungselements kann verhindert werden, dass Schmutz oder Flüssigkeiten von außen in den Innenraum der Gehäuseanordnung eindringen können.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weisen die jeweiligen Kontakteinrichtungen des Frongehäuses jeweils eine Erhebung auf, welche sich entlang der Seitenwand erstreckt und die jeweiligen Kontakteinrichtungen der Gehäuse weisen zu den Erhebungen korrespondierende Aussparungen auf, in denen die Erhebungen zumindest bereichsweise angeordnet sind. Alternativ dazu können die jeweiligen Kontakteinrichtungen des Rückgehäuses jeweils eine Erhebung aufweisen, welche sich entlang der Seitenwand erstreckt und die jeweiligen Kontakteinrichtungen der Frontgehäuse können zu den Erhebungen korrespondierende Aussparungen aufweisen, in denen die Erhebungen zumindest bereichsweise angeordnet sind. Die jeweiligen Kontakteinrichtungen des Rückgehäuses können eine Aussparung aufweisen, die die Form einer Nut aufweist. In dieser Nut kann dann die korrespondierende Erhebung der Kontakteinrichtung des Frontgehäuses angeordnet sein. Somit kann zuverlässig verhindert werden, dass elektromagnetische Strahlung von dem Innenraum der Gehäuseanordnung nach außen dringen kann.

Bevorzugt weist die Kamera ein Dichtungselement auf, welches in den jeweiligen Aussparungen angeordnet ist. Mit anderen Worten kann zwischen der Erhebung der jeweiligen Kontakteinrichtungen des Frontgehäuses und der korrespondierenden Aussparungen der Kontakteinrichtungen des Rückgehäuses ein Dichtungselement bzw. ein Dichtungsring angeordnet sein. Somit kann die Gehäuseanordnung zuverlässig abgedichtet werden.

Bevorzugt weist die Kamera eine Kraftfahrzeug-Befestigungseinrichtung zur Befestigung der Kamera an dem Kraftfahrzeug auf. Die Kamera kann insbesondere außen an dem Kraftfahrzeug angebracht werden. Hierzu kann an dem Kraftfahrzeug eine entsprechende Aufnahmeeinrichtung vorgesehen sein, an welcher die Kraftfahrzeug-Befestigungseinrichtung der Kamera angeordnet werden kann.

Ein erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug umfasst zumindest eine erfindungsgemäße Kamera. Dabei kann es auch vorgesehen sein, dass mehrere Kameras verteilt an dem Kraftfahrzeug angeordnet sind. Die Kameras können beispielsweise Teil eines Fahrerassistenzsystems des Kraftfahrzeugs sein, mit dem ein Umgebungsbereich des Kraftfahrzeugs erfasst werden kann. Das Kraftfahrzeug ist insbesondere als Personenkraftwagen ausgebildet.

Die mit Bezug auf die erfindungsgemäße Kamera vorgestellten bevorzugten Ausführungsformen und deren Vorteile gelten entsprechend für das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der Figurenbeschreibung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind somit auch Ausführungen von der Erfindung als umfasst und offenbart anzusehen, die in den Figuren nicht explizit gezeigt und erläutert sind, jedoch durch separierte Merkmalskombinationen aus den erläuterten Ausführungen hervorgehen und erzeugbar sind. Es sind auch Ausführungen und Merkmalskombinationen als offenbart anzusehen, die somit nicht alle Merkmale eines ursprünglich formulierten unabhängigen Anspruchs aufweisen.

Die Erfindung wird nun anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen sowie unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.

Dabei zeigen:

1 ein Kraftfahrzeug gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, welches ein Fahrerassistenzsystem mit vier Kameras aufweist;

2 eine Kamera, welche ein Frongehäuse und ein Rückgehäuse aufweist, in einer Perspektivansicht;

3 das Frongehäuse gemäß dem Stand der Technik in einer Perspektivansicht;

4 das Frongehäuse gemäß dem Stand der Technik in einer Perspektivansicht;

5 das Rückgehäuse gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in einer Perspektivansicht;

6 das Frontgehäuse gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in einer Perspektivansicht;

7 die Gehäuseanordnung in einer geschnittenen Seitenansicht;

8 die Gehäuseanordnung gemäß einer weiteren Ausführungsform in einer geschnittenen Seitenansicht; und

9 die Kamera gemäß einer weiteren Ausführungsform in einer Perspektivansicht.

In den Figuren werden gleiche und funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

1 zeigt ein Kraftfahrzeug 1 gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in einer Draufsicht. Das Kraftfahrzeug 1 ist in dem vorliegenden Fall als Personenkraftwagen ausgebildet. Das Kraftfahrzeug 1 umfasst ein Fahrerassistenzsystem 2. Das Fahrerassistenzsystem 2 umfasst wiederum eine Steuereinrichtung 3, die beispielsweise durch ein elektronisches Steuergerät des Kraftfahrzeugs 1 gebildet sein kann. Darüber hinaus umfasst das Fahrerassistenzsystem 2 zumindest eine Kamera 4. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel umfasst das Fahrerassistenzsystem 2 vier Kameras 4, die verteilt an dem Kraftfahrzeug 1 angeordnet sind. Vorliegend ist eine der Kameras 4 in einem Heckbereich 5 angeordnet, eine der Kameras 4 ist in einem Frontbereich 7 des Kraftfahrzeugs 1 angeordnet und die übrigen zwei Kameras 4 sind in einem jeweiligen Seitenbereich 6, insbesondere in einem Bereich der Seitenspiegel, angeordnet. Die Anzahl und Anordnung der Kameras 4 des Fahrerassistenzsystems 2 ist vorliegend rein beispielhaft zu verstehen.

Mit den Kameras 4 kann ein Umgebungsbereich 8 des Kraftfahrzeugs 1 erfasst werden. Die vier Kameras 4 sind bevorzugt baugleich ausgebildet. Insbesondere kann eine Bildsequenz oder Videodaten mit den Kameras 4 bereitgestellt werden, welche den Umgebungsbereich 8 beschreiben. Diese Videodaten können von den Kameras 4 an die Steuereinrichtung 3 übertragen werden. Mittels der Steuereinrichtung 3 kann eine hier nicht dargestellte Anzeigeeinrichtung des Kraftfahrzeugs 1 angesteuert werden, so dass dem Fahrer die Videodaten der Kameras 4 angezeigt werden können. Das Fahrerassistenzsystem 2 dient somit zum Unterstützen des Fahrers des Kraftfahrzeugs 1 beim Führen des Kraftfahrzeugs 1. Das Fahrerassistenzsystem 2 kann beispielsweise ein sogenannter elektronischer Rückspiegel sein.

2 zeigt eine der Kameras 4 gemäß einer ersten Ausführungsform. Die Kamera 4 umfasst eine Gehäuseanordnung 9, die wiederum ein Frontgehäuse 11 und ein Rückgehäuse 10 umfasst. Das Frontgehäuse 11 kann auch als Linsengehäuse bezeichnet werden. An dem Frontgehäuse 11 ist eine Linseneinrichtung 15 der Kamera 4 angeordnet, die zumindest eine Linse umfassen kann. Darüber hinaus ist in dem Frontgehäuse 11 ein Ventil 12 angeordnet. Das Frontgehäuse 11 und das Rückgehäuse 10 können aus Aluminium gebildet sein und mittels eines Druckgussverfahrens hergestellt sein. Zudem können das Frontgehäuse 11 und das Rückgehäuse 10 eine elektrisch isolierende Beschichtung aufweisen. Das Frontgehäuse 11 und das Rückgehäuse 10 sind mittels Schrauben 13 miteinander verbunden. Darüber hinaus weist die Kamera 4 eine Schnittstelleneinrichtung 14 auf. Über die Schnittstelleneinrichtung 14 kann eine Datenübertragung von der Kamera 4 zu dem Kraftfahrzeug 1 erfolgen. Auf diese Weise können die mit der Kamera 4 bereitgestellten Bildsequenzen beziehungsweise Videodaten auf einer Anzeigeeinrichtung des Kraftfahrzeugs 1 dargestellt werden.

3 zeigt ein Rückgehäuse 10 gemäß dem Stand der Technik in einer Perspektivansicht. Vorliegend ist zu erkennen, dass das Rückgehäuse 10 einen im Wesentlichen rechteckförmigen Querschnitt aufweist. In den Bereichen 16, die den jeweiligen Ecken des Rückgehäuses 10 zugeordnet sind, kann das Rückgehäuse 10 mit dem Frontgehäuse 11 elektrisch verbunden werden. In den Bereichen 16 kann beispielsweise die elektrisch isolierende Beschichtung entfernt sein. Ferner zeigt 4 das Frontgehäuse 11 gemäß dem Stand der Technik in einer Perspektivansicht. Auch das Frontgehäuse 11 weist im Wesentlichen einen rechteckförmigen Querschnitt auf. In Bereichen 17, welche den jeweiligen Ecken des Frontgehäuses 11 zugeordnet sind, kann die elektrische Verbindung mit dem Rückgehäuse 10 bereitgestellt werden. Hierzu weist das Frongehäuse 11 entsprechende Erhebungen 18 auf, die mit dem Rückgehäuse 10 elektrisch in Kontakt sind.

5 zeigt ein Rückgehäuse 10 gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in einer Perspektivansicht. Auch das hier dargestellte Rückgehäuse 10 kann in den Bereichen 16 bzw. in den Ecken mit dem Frontgehäuse 11 elektrisch verbunden werden. Darüber hinaus umfasst das Rückgehäuse 10 eine Mehrzahl von Kontakteinrichtungen 19. Die Kontakteinrichtungen 19 sind in jeweiligen Bereichen der Seitenwände 20 angeordnet. Die jeweiligen Kontakteinrichtungen 19 umfassen eine Mehrzahl von Erhebungen 21 und zwischen den Erhebungen 21 angeordnete Ausnehmungen 22. Vorliegend umfasst jede Kontakteinrichtung 19 drei Erhebungen 21 und zwei dazwischen angeordnete Ausnehmungen 22.

Darüber hinaus umfasst das Rückgehäuse 10 ein Abdeckelement 23, das zumindest bereichsweise entlang der Umfangsrichtung des Rückgehäuses 10 umlaufend ausgebildet ist. Das Abdeckelement 23 umfasst eine Mehrzahl von Öffnungen 24, die beispielsweise dazu dienen, eine Leiterplatte der Kamera 4 zu halten. Dabei sind die Erhebungen 21 der jeweiligen Kontakteinrichtungen 19 derart angeordnet, dass diese im Bereich der Öffnungen 24 des Abdeckelements 23 angeordnet sind. Somit kann verhindert werden, dass elektromagnetische Strahlung von dem Innenraum der Gehäuseanordnung 9 nach außen dringen kann.

6 zeigt ein Frontgehäuse 11 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung in einer Perspektivansicht. Auch hier sind in den Bereichen 17 bzw. in den Ecken die Erhebungen 18 angeordnet die zur elektrischen Kontaktierung des Frontgehäuses 11 mit dem Rückgehäuse 10 dienen. Auch das Frontgehäuse 11 umfasst eine Mehrzahl von Kontakteinrichtungen 25, die in einem jeweiligen Bereich der Seitenwände 26 des Frontgehäuses 11 angeordnet sind. Die Kontakteinrichtungen 25 umfassen Erhebungen 27, die zu den Ausnehmungen 22 der Kontakteinrichtungen 19 des Rückgehäuses 10 korrespondieren. Zudem umfassen die jeweiligen Kontakteinrichtungen 25 Ausnehmungen 28, die zu den Erhebungen 21 der Kontakteinrichtungen 19 des Rückgehäuses 10 korrespondieren. Somit kann entlang der kompletten Umfangsrichtung der Gehäuseanordnung 9 eine elektrische Verbindung zwischen dem Frontgehäuse 11 und dem Rückgehäuse 10 bereitgestellt werden.

7 zeigt die Gehäuseanordnung 9, die das Rückgehäuse 10 gemäß 5 und das Frontgehäuse 11 gemäß 6 umfasst. Das Frontgehäuse 11 und das Rückgehäuse 10 sind in einem Verbindungsbereich 33 miteinander verbunden. Ferner ist zu erkennen, dass das Abdeckelement 23 des Rückgehäuses 10 an einer Innenwand 29 des Frontgehäuses 11 angeordnet ist. Zudem ist ein Dichtungselement 30 vorgesehen, das zwischen den Erhebungen 21 des Rückgehäuses 10 und/oder den Erhebungen 27 des Frontgehäuses 11 einerseits und dem Abdeckelement 23 des Rückgehäuses 10 andererseits angeordnet ist. In der vorliegenden Schnittdarstellung ist das Dichtungselement 30 zwischen Erhebungen 27 des Frontgehäuses 11 und dem Abdeckelement 23 des Rückgehäuses 10 angeordnet. Mit dem Dichtungselement 30 kann verhindert werden, dass Verschmutzungen oder Flüssigkeit von außen in den Innenraum der Gehäuseanordnung 9 eindringen kann.

8 zeigt eine Gehäuseanordnung 9 gemäß einer weiteren Ausführungsform in einer geschnittenen Seitenansicht. Vorliegend weist die Kontakteinrichtung 19 des Rückgehäuses 10 eine Aussparung 31 auf. Die Kontakteinrichtung 25 des Frontgehäuses 11 weist eine Erhebung 32 auf, die in der Aussparung 31 angeordnet ist. Ferner ist in der Aussparung 31 das Dichtungselement 30 angeordnet. Die Aussparung 31 und die Erhebung 32 erstrecken sich bevorzugt entlang der gesamten Seitenwände 20, 26 des Frontgehäuses 11 und des Rückgehäuses 10.

9 zeigt eine Perspektivansicht einer Kamera gemäß einer weiteren Ausführungsform. Vorliegend weist die Kamera 4 das Frontgehäuse 11 und das Rückgehäuse 10 gemäß 8 auf. Hierbei ist zu erkennen, dass durch die Kontakteinrichtungen 19, 25 in dem Verbindungsbereich 33 eine elektrische Verbindung zwischen dem Frontgehäuse 11 und dem Rückgehäuse 10 bereitgestellt wird.