Title:
Kamera mit einem Dichtelement und Kraftfahrzeug
Kind Code:
A1
Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Kamera (11) für ein Kraftfahrzeug (10), welche ein Kameragehäuse (14) und einen in dem Kameragehäuse (14) angeordneten und dazu separaten Objektivhalter (15) umfasst, wobei der Objektivhalter (15) benachbart zu einer Öffnung (23) in dem Kameragehäuse (14) angeordnet ist, und ein Dichtelement (16) zwischen einer Innenseite (22) des Kameragehäuses (14) und dem Objektivhalter (15) angeordnet ist, welches das Innere (17) des Kameragehäuses (14) gegen Fluideintritt (35) durch die Öffnung (23) abdichtet, wobei das Dichtelement (16) auf seinem der Öffnung (23) des Kameragehäuses (14) zugewandten Ende eine nutartige Vertiefung (25) aufweist.



Inventors:
Cleary, Brian (Galway, Tuam, IE)
Application Number:
DE102015115013A
Publication Date:
03/09/2017
Filing Date:
09/08/2015
Assignee:
Connaught Electronics Ltd., County Galway (Tuam, IE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102013111224A1N/A2014-04-10
DE102009056200A1N/A2010-07-08
Attorney, Agent or Firm:
Jauregui Urbahn, Kristian, Dr. rer. nat., 74321, Bietigheim-Bissingen, DE
Claims:
1. Kamera (11) für ein Kraftfahrzeug (10), welche ein Kameragehäuse (14) und einen in dem Kameragehäuse (14) angeordneten und dazu separaten Objektivhalter (15) umfasst, wobei der Objektivhalter (15) benachbart zu einer Öffnung (23) in dem Kameragehäuse (14) angeordnet ist, und ein Dichtelement (16) zwischen einer Innenseite (22) des Kameragehäuses (14) und dem Objektivhalter (15) angeordnet ist, welches das Innere (17) des Kameragehäuses (14) gegen Fluideintritt (35) durch die Öffnung (23) abdichtet, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (16) auf seinem der Öffnung (23) des Kameragehäuses (14) zugewandten Ende eine nutartige Vertiefung (25) aufweist.

2. Kamera (11) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (16) einen Holzylinder (26) umfasst, welcher sich in einem Freiraum (24) zwischen der Innenseite (22) des Kameragehäuses (14) und dem Objektivhalter (15) erstreckt und in welchem die nutartige Vertiefung (25) ausgebildet ist.

3. Kamera (11) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die nutartige Vertiefung (25) vollständig umlaufend um den Objektivhalter (15) im Dichtelement (16) ausgebildet ist.

4. Kamera (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die nutartige Vertiefung (25) begrenzende Seitenwände (31, 32) mit zumindest einer Querstrebe (29) verbunden sind.

5. Kamera (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die nutartige Vertiefung (25) über die Öffnung (23) des Kameragehäuses (14) nach außen freiliegend angeordnet ist.

6. Kamera (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die nutartige Vertiefung (25) mit einer Tiefe von zumindest 1,5 mm, insbesondere zumindest 2 mm, ausgebildet ist.

7. Kamera (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeraum des Dichtelements (16) zwischen dem Kameragehäuse (14) und dem Objektivhalter (15) zur Öffnung (23) des Kameragehäuses (14) hin verjüngt ausgebildet ist.

8. Kamera (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das vordere der Öffnung (23) des Kameragehäuses (14) zugewandte Ende (33) der Vertiefung (25) gegenüber einer Außenseite (34) des Kameragehäuses (14), welche die Öffnung (23) des Kameragehäuses (14) begrenzt, zurückversetzt angeordnet ist.

9. Kraftfahrzeug (10) mit einer Kamera (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Kamera für ein Kraftfahrzeug, welche ein Kameragehäuse und einen in dem Kameragehäuse angeordneten und dazu separaten Objektivhalter umfasst. Der Objektivhalter ist benachbart zu einer Öffnung in dem Kameragehäuse angeordnet. Weiterhin ist ein Dichtelement zwischen einer Innenseite des Kameragehäuses und dem Objektivhalter angeordnet. Das Dichtelement dichtet das Innere des Kameragehäuses gegen Fluideintritt durch die Öffnung ab. Die Erfindung betrifft auch ein Kraftfahrzeug mit einer Kamera.

Kameras für Kraftfahrzeuge mit einem Kameragehäuse und einem in dem Kameragehäuse angeordneten Objektivhalter sind aus dem Stand der Technik bekannt. So ist üblicherweise ein Dichtelement zwischen einer Innenseite des Kameragehäuses und dem Objektivhalter angeordnet. Durch das Dichtelement wird das Innere des Kameragehäuses üblicherweise gegen Fluideintritt durch eine Öffnung in dem Kameragehäuse abgedichtet.

Vorliegend gilt das Interesse insbesondere dem Dichtelement. Das Dichtelement kann üblicherweise durch einen Wasserstrahl von außerhalb des Kameragehäuses getroffen werden. Hält das Dichtelement nicht dicht, so dringt beispielsweise Wasser in das Innere des Kameragehäuses.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Kamera sowie ein Kraftfahrzeug bereitzustellen, bei welcher beziehungsweise bei welchem die Kamera durch ein Dichtelement zwischen einer Innenseite des Kameragehäuses und dem Objektivhalter mit größerer abdichtender Wirkung gegen Fluideintritt bereitgestellt werden kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Kamera sowie durch ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen gemäß den jeweiligen unabhängigen Ansprüchen gelöst.

Eine erfindungsgemäße Kamera für ein Kraftfahrzeug umfasst ein Kameragehäuse und einen in dem Kameragehäuse angeordneten und dazu separaten Objektivhalter. Der Objektivhalter ist benachbart zu einer Öffnung in dem Kameragehäuse angeordnet. Weiterhin ist ein Dichtelement zwischen einer Innenseite des Kameragehäuses und dem Objektivhalter angeordnet. Das Dichtelement dichtet das Innere des Kameragehäuses gegen Fluideintritt durch die Öffnung ab. Als ein wesentlicher Gedanke der Erfindung ist vorgesehen, dass das Dichtelement auf seinem der Öffnung des Kameragehäuses zugewandten Ende eine nutartige Vertiefung aufweist.

Durch die nutartige Vertiefung kann das Innere des Kameragehäuses besser gegen Fluideintritt durch die Öffnung geschützt werden. Die größere abdichtende Wirkung des Dichtelements mit der nutartigen Vertiefung kommt insbesondere dann zur Geltung, wenn beispielsweise ein Wasserstrahl mit hohem Druck auf das Dichtelement auftrifft. Der Wasserstrahl dringt dann auch in die nutartige Vertiefung ein. Durch das Eindringen des Wasserstrahls in die nutartige Vertiefung wird dann ein Druck von den Seitenwänden der Vertiefung auf das Dichtelement ausgeübt. Der Druck wird also quasi von dem Inneren des Dichtelements nach außen weitergegeben. Als Folge der von innen nach außen wirkenden Kraft wird das Dichtelement zum einen stärker an die Innenseite des Kameragehäuses gepresst und zum anderen wird das Dichtelement stärker an den Objektivhalter gepresst. Dadurch wird ein Eindringen von Fluid, beispielsweise Wasser, zwischen dem Dichtelement und der Innenseite des Kameragehäuses sowie zwischen dem Dichtelement und dem Objektivhalter erschwert.

Die nutartige Vertiefung ist also insbesondere derart ausgebildet, dass beispielsweise ein Wasserstrahl, welcher von außen auf das Objektiv der Kamera in dem Objektivhalter gerichtet ist, eindringen kann und das Dichtelement von der nutartigen Vertiefung betrachtet nach außen pressen kann. Das Dichtelement wird also durch die Kraft des Wasserstrahls im an die Vertiefung angrenzenden Bereich auseinander gedrückt.

Der Wasserstrahl kann beispielsweise bei einem Reinigungsvorgang des Kraftfahrzeugs, insbesondere der Kamera, auf das Dichtelement einwirken. So kann ein Nutzer des Kraftfahrzeugs dieses beispielsweise mit einem Hochdruckwasserstrahler oder einem Hochdruckdampfstrahler reinigen. Beispielsweise kann der Nutzer in diesem Fall mit dem Reinigungsgerät sehr nahe an die Kamera kommen, wodurch der Druck, welcher auf das Dichtelement wirkt, weiter erhöht wird. Zudem kann der Wasserstrahl auch mit einer hohen Temperatur auf das Dichtelement einwirken. Durch die hohe Temperatur kann das Dichtelement beispielsweise leichter verformt werden. Somit könnte die abdichtende Wirkung eines Dichtelements ohne die nutartige Vertiefung weiterhin in Mitleidenschaft gezogen werden.

Vorzugsweise ist es vorgesehen, dass das Dichtelement einen Hohlzylinder umfasst, welcher sich in einem Freiraum zwischen der Innenseite des Kameragehäuses und dem Objektivhalter erstreckt und in welchem die nutartige Vertiefung ausgebildet ist. Durch den Hohlzylinder kann der Objektivhalter zum einen von dem Dichtelement aufgenommen werden und zum anderen kann durch den Hohlzylinder eine höhere Dichtwirkung erzielt werden, da sich das Dichtelement über eine größere Fläche sowohl an die Innenseite des Kameragehäuses als auch an den Objektivhalter anschmiegt. Somit kann auch eine größere Fläche des Dichtelements aufgrund des Wasserdrucks in der nutartigen Vertiefung gegen die Innenseite des Kameragehäuses und/oder den Objektivhalter gedrückt werden. Das Innere des Kameragehäuses kann somit also effektiver und sicherer abgedichtet werden.

Insbesondere ist es vorgesehen, dass die nutartige Vertiefung vollständig umlaufend um den Objektivhalter im Dichtelement ausgebildet ist. Dadurch, dass die nutartige Vertiefung vollständig umlaufend ausgebildet ist, kann das Dichtelement auch vollständig umlaufend an die Innenseite des Kameragehäuses und/oder an den Objektivhalter gepresst werden, wenn ein Wasserstrahl in die nutartige Vertiefung eintritt. Somit kann die abdichtende Wirkung des Dichtelements mit der nutartigen Vertiefung weiterhin erhöht werden.

Weiterhin ist es vorzugsweise vorgesehen, dass die nutartige Vertiefung begrenzende Seitenwände mit zumindest einer Querstrebe verbunden sind. Die Querstrebe verläuft insbesondere radial bezüglich einer Längsachse des Holzylinders des Dichtelements. So können beispielsweise vier oder mehr Querstreben vorgesehen sein, um die Seitenwände miteinander zu verbinden. Durch die Querstrebe wird ein Abrollen des Dichtelements bei der Montage verhindert. So wird ein Abrollen des Dichtelements auf der Seite der nutartigen Vertiefung, welche dem Objektivhalter zugewandt ist, wenn der Objektivhalter in den Hohlzylinder des Dichtelements gesteckt wird, erschwert beziehungsweise verhindert. Ebenso wird auch ein Abrollen des Dichtelements auf der der Innenseite des Kameragehäuses zugewandten Seite des Dichtelements bei dem Zusammenführen des Dichtelements und des Kameragehäuses verhindert. Durch die Querstrebe kann also beispielsweise die Montage des Dichtelements effektiver und komplikationsärmer durchgeführt werden.

Weiterhin ist es insbesondere vorgesehen, dass die nutartige Vertiefung über die Öffnung des Kameragehäuses nach außen freiliegend angeordnet ist. So kann die nutartige Vertiefung aufgrund der freiliegenden Anordnung durch beispielsweise einen Wasserstrahl von außerhalb des Kameragehäuses getroffen werden. Insbesondere kann der Wasserstrahl dann auch in die nutartige Vertiefung eindringen und die die Vertiefung begrenzenden Seitenwände aufgrund des dem Wasserstrahl inhärenten Wasserdrucks mit Kraft beaufschlagen. Vorteilhaft an der nach außen freiliegenden nutartigen Vertiefung ist, dass der Fluideintritt günstiger für eine Kraftbeaufschlagung des Dichtelements von innen heraus, also über die Vertiefung, erfolgen kann.

In einer weiteren Ausführungsform kann es vorgesehen sein, dass die nutartige Vertiefung mit einer Tiefe von zumindest 1,5 Millimeter, insbesondere zumindest 2 Millimeter, ausgebildet ist. Dadurch kann der Druck, den das Fluid, insbesondere der Wasserstrahl, auf die Seitenwände der Vertiefung ausübt, effektiv auf das Dichtelement übertragen werden, so dass der Anpressdruck des Dichtelements an die Innenseite des Kameragehäuses und/oder den Objektivhalter höher ist, als wenn das Dichtelement ohne die nutartige Vertiefung ausgebildet wäre. Bei einer zu kurzen nutartigen Vertiefung kann die Kraft von dem Wasserstrahl, welche auf die Seitenwände der Vertiefung ausgeübt wird, nicht effektiv weitergegeben werden, da das Dichtelement in sich selbst noch zu starr ist. Somit ist die nutartige Vertiefung von zumindest 1,5 Millimeter vorteilhaft und führt zu einer höheren abdichtenden Wirkung des Dichtelements.

Weiterhin kann es vorgesehen sein, dass der Aufnahmeraum des Dichtelements zwischen dem Kameragehäuses und dem Objektivhalter zur Öffnung des Kameragehäuses hin verjüngt ausgebildet ist. So nimmt der Durchmesser des Hohlzylinders des Dichtelements also beispielsweise in Richtung der Öffnung des Kameragehäuses ab. Vorteilhaft ist dies, weil dadurch für das Fluid, insbesondere den Wasserstrahl, grundsätzlich nur eine kleinere Auftrefffläche beziehungsweise Angriffsfläche auf dem Dichtelement bereitsteht. Die Dichtheit des Kameragehäuses kann dadurch also weiterhin erhöht werden.

In einer weiteren Ausführungsform ist es vorzugsweise vorgesehen, dass das vordere der Öffnung des Kameragehäuses zugewandte Ende der Vertiefung gegenüber einer Außenseite des Kameragehäuses, welche die Öffnung des Kameragehäuses begrenzt, zurückversetzt angeordnet ist. Durch das zurückversetzte Anordnen der Vertiefung trifft nur der in das Innere der nutartigen Vertiefung gerichtete Wasserstrahl auf das Dichtelement. Ein nicht auf die nutartige Vertiefung gerichteter Wasserstrahl kann somit beispielsweise schon durch das Kameragehäuse oder den Objektivhalter von einem Auftreffen auf das Dichtelement gehindert werden, da sowohl das Kameragehäuse als auch der Objektivhalter in diesem Fall vorversetzt bezüglich der Vertiefung angeordnet sind. Die Dichtheit des Kameragehäuses kann dadurch also weiterhin erhöht werden.

Ein erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug umfasst eine erfindungsgemäße Kamera. Das Kraftfahrzeug kann beispielsweise auch mehrere der erfindungsgemäßen Kameras umfassen.

Mit Angaben „oben“, „unten“, „vorne“, „hinten“, „horizontal“, „vertikal“ etc. sind die bei bestimmungsgemäßem Gebrauch und bestimmungsgemäßem Anordnen der Kamera gegebenen Positionen und Orientierungen angegeben.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der Figurenbeschreibung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind somit auch Ausführungen von der Erfindung als umfasst und offenbart anzusehen, die in den Figuren nicht explizit gezeigt und erläutert sind, jedoch durch separierte Merkmalskombinationen aus den erläuterten Ausführungen hervorgehen und erzeugbar sind. Es sind auch Ausführungen und Merkmalskombinationen als offenbart anzusehen, die somit nicht alle Merkmale eines ursprünglich formulierten unabhängigen Anspruchs aufweisen.

Die Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert.

Dabei zeigen:

1 eine schematische ausschnittsweise Darstellung einer bekannten Kamera;

2 eine schematische Detaildarstellung eines bekannten Dichtelements der bekannten Kamera;

3 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs mit einer Kamera;

4 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Kamera mit einem Kameragehäuse, einem Objektivhalter und einem Dichtelement;

5 eine schematische Darstellung des Kameragehäuses, des Objektivhalters und des Dichtelements; und

6 eine schematische Detaildarstellung des Dichtelements mit einer nutartigen Vertiefung.

In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

In 1 ist schematisch ein Ausschnitt einer bekannten Kamera 1 gezeigt. Die bekannte Kamera 1 umfasst ein bekanntes Kameragehäuse 2, einen bekannten Objektivhalter 3 und ein bekanntes Dichtelement 4. Das bekannte Kameragehäuse 2 weist eine Öffnung 5 auf. Benachbart zu der Öffnung 5 des bekannten Kameragehäuses 2 ist der bekannte Objektivhalter 3 angeordnet. Das bekannte Dichtelement 4 ist zwischen einer Innenseite 6 des bekannten Kameragehäuses 2 und dem bekannten Objektivhalter 3 angeordnet. Durch das bekannte Dichtelement 4 wird ein Inneres 7 des bekannten Kameragehäuses 2 gegen Fluideintritt durch die Öffnung 5 abgedichtet. Der bekannte Objektivhalter 3 hält ein Objektiv 8 der bekannten Kamera 1. 1 ist eine Schnittdarstellung.

2 zeigt eine Detailansicht des bekannten Dichtelements 4. Das bekannte Dichtelement 4 ist zwischen dem bekannten Kameragehäuse 2 und dem bekannten Objektivhalter 3 angeordnet. Falls ein Wasserstrahl 9 auf das bekannte Dichtelement 4 trifft, so kann es sein, dass Wasser zwischen dem bekannten Dichtelement 4 und dem bekannten Kameragehäuse 2 und/oder zwischen dem bekannten Dichtelement 4 und dem bekannten Objektivhalter 3 hindurch dringt und somit in das Innere 7 des bekannten Kameragehäuses 2 eindringt.

3 zeigt eine schematische Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug 10. Das Kraftfahrzeug 10 umfasst eine Kamera 11. Die Kamera 11 ist gemäß dem Ausführungsbeispiel an einem Heck 12 des Kraftfahrzeugs 1 angeordnet. Die Anordnung der Kamera 11 ist jedoch vielfältig möglich, vorzugsweise allerdings so, dass ein Umgebungsbereich 13 des Kraftfahrzeugs 10 zumindest teilweise erfasst werden kann.

Die Kamera 11 kann also beispielsweise auch in einem Seitenspiegel des Kraftfahrzeugs 10 oder an einer Front des Kraftfahrzeugs 10 angeordnet sein. Zudem kann das Kraftfahrzeug 10 auch mehrere Kameras 11 umfassen.

4 zeigt eine Schnittdarstellung der Kamera 11. Die Kamera 11 umfasst ein Kameragehäuse 14, einen Objektivhalter 15 und ein Dichtelement 16. In einem Inneren 17 des Kameragehäuses 14 sind beispielsweise eine Leiterplatte 18 und ein Bildsensor 19 angeordnet. Weiterhin umfasst die Kamera 11 eine Schnittstelle 20 zur Verbindung der Kamera 11 mit der Bordelektronik des Kraftfahrzeugs 10.

In dem Objektivhalter 15 ist ein Objektiv 21 angeordnet, welches von dem Objektivhalter 15 gehalten wird. Der Objektivhalter 15 kann auch eine Objektivanordnung mit mehreren Objektiven 21 umfassen. Das Dichtelement 16 ist zwischen einer Innenseite 22 des Kameragehäuses 14 und dem Objektivhalter 15 angeordnet. Durch das Dichtelement 16 wird das Innere 17 des Kameragehäuses 14 gegen Fluideintritt, insbesondere Wasser, durch eine Öffnung 23 in dem Kameragehäuse 14 abgedichtet.

Durch die Öffnung 23 erstreckt sich also der Objektivhalter 15 mitsamt des Objektivs 21 im Ausführungsbeispiel bereichsweise auch nach außen, um insbesondere den Umgebungsbereich 13 zumindest teilweise mit der Kamera 11 zu erfassen. Damit ein Wassereintritt durch die Öffnung 23 verhindert werden kann, wird ein um den Objektivhalter 15 umlaufender Freiraum 24 mit dem Dichtelement 16 nach außen hin abgedichtet. Das Dichtelement 16 weist eine im Weiteren näher beschriebene, nach außen freiliegende nutartige Vertiefung 25 auf.

5 zeigt einen Teil des Kameragehäuses 14, den Objektivhalter 15 und das Dichtelement 16. Gemäß 5 sind die Bauteile der Kamera 11 in einer Explosionsdarstellung gezeigt. So wird bei der Montage beispielsweise der Objektivhalter 15 in das Dichtelement 16 gesteckt und das wiederum in das Kameragehäuse 14, so dass das Objektiv 21 für den Einfall von Licht durch die Öffnung 23 ausgerichtet ist.

Das Dichtelement 16 weist einen Hohlzylinder 26 auf. Durch den Hohlzylinder 26 wird der Objektivhalter 15 vollständig von dem Dichtelement 16 umfasst. Weiterhin weist das Dichtelement 16 gemäß dem Ausführungsbeispiel seitlich umlaufende Erhebungen 27 auf. Durch die Erhebungen 27 kann das Dichtelement 16 fester an die Innenseite 22 des Kameragehäuses 14 gepresst werden. Die Erhebungen 27 können auch auf der Innenseite des Hohlzylinders 26 angeordnet sein, so dass das Dichtelement 16 auch fester an den Objektivhalter 15 gepresst werden kann. Weiterhin weist das Dichtelement 16 einen plattenartigen Fuß 28 auf, auf welchem der Hohlzylinder 26 angeordnet ist. In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Dichtelement 16 ohne den plattenartigen Fuß 28 ausgebildet. Das Dichtelement 16 umfasst dann nur noch den Hohlzylinder 26.

Auf dem dem plattenartigen Fuß 28 abgewandten Ende des Hohlzylinders 26 ist die nutartige Vertiefung 25 angeordnet. Die nutartige Vertiefung 25 ist gemäß dem Ausführungsbeispiel vollständig umlaufend um den Objektivhalter 15 ausgebildet. Die nutartige Vertiefung 25 befindet sich also in dem Dichtelement 17 als Rinne beziehungsweise vollständig umlaufende Einkerbung.

Die Vertiefung 25 begrenzende Seitenwände sind mit zumindest einer Querstrebe 29, insbesondere mehrere Querstreben 29, verbunden. Die Querstrebe 29 erstreckt sich gemäß dem Ausführungsbeispiel radial bezüglich einer Längsachse 30 des Hohlzylinders 26.

Das Dichtelement ist beispielsweise als Elastomer ausgebildet. So kann das Dichtelement 16 beispielsweise aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM) gefertigt sein. Das Dichtelement 16 weist vorzugsweise eine Shore-Härte von 45A bis 65A gemäß dem Durometer-Verfahren auf.

Gemäß dem Ausführungsbeispiel von 5 sind vier Querstreben 29 in gleichmäßigen Abständen in der Vertiefung 25 angeordnet. Hierdurch kann ein Umstülpen einer äußeren Seitenwand 31 der Vertiefung 25 und/oder einer inneren Seitenwand 32 der Vertiefung 25 bei der Montage des Dichtelements 16 verhindert werden.

6 zeigt einen Teil des Dichtelements 16 in einer Detaildarstellung. Das Dichtelement 16 ist zwischen der Innenseite 22 des Kameragehäuses 14 und dem Objektivhalter 15 angeordnet. Der Hohlzylinder 26 des Dichtelements 16 befindet sich somit in dem Freiraum 24. Das Dichtelement 16 weist auch die Erhebungen 27 auf, welche an der Innenseite 22 oder an dem Objektivhalter 15 anliegen, falls das Dichtelement 16 – wie in 6 gezeigt – im montierten Zustand vorliegt.

Weiterhin ist die Vertiefung 25 gezeigt. Die Vertiefung 25 wird von einer äußeren Seitenwand 31 und von einer inneren Seitenwand 32 begrenzt. Die Seitenwände 31, 32 können beispielsweise parallel oder gemäß einer nach außen auseinander gehenden V-Form ausgerichtet sein. Die Vertiefung 25 hat beispielsweise eine Tiefe von 1,5 bis 2 Millimeter.

Weiterhin ist ein vorderes, der Öffnung 23 zugewandtes Ende 33 der Vertiefung 25 gegenüber einer Außenseite 34 des Kameragehäuses 14, welche die Öffnung 23 begrenzt, zurückversetzt angeordnet.

Die grundsätzliche Auswirkung der Vertiefung 25 kann nun wie folgt beschrieben werden. Dringt Wasser oder ein Fluid beispielsweise in Form eines Wasserstrahls 35 in die Vertiefung 25 ein, so werden die äußere Seitenwand 31 und die innere Seitenwand 32 von der Mitte der Vertiefung 25 weggepresst. Durch den Wasserstrahl 35 wird also eine Kraft auf die äußere Seitenwand 31 und/oder die innere Seitenwand 32 ausgeübt, so dass das Dichtelement 16 stärker an die Innenseite 22 und/oder den Objektivhalter 15 gedrückt wird als dies vor der Einwirkung des Wasserstrahls 35 der Fall war. Durch das stärkere Drücken des Dichtelements 16 gegen die Innenseite 22 und/oder den Objektivhalter 15 wird die abdichtende Wirkung des Dichtelements 16 gegenüber Fluideintritt durch die Öffnung 23 erhöht.

Vielmehr hat die Wirkung des Wasserstrahls 35 sogar die Auswirkung, dass je höher der Druck des Wasserstrahls 35 ist, desto mehr Kraft wird in der Vertiefung 25 an die Seitenwände 31, 32 übertragen und somit wird das Dichtelement 16 umso stärker an die Innenseite 22 und/oder den Objektivhalter 15 gepresst. Die abdichtende Wirkung des Dichtelements 16 gegen Fluideintritt, insbesondere Wassereintritt, in das Innere 17 des Kameragehäuses 14 wird also bei höherem Druck des Wasserstrahls 35 zusätzlich erhöht.

Die Wirkung der Kraft des Wasserstrahls 35 ist in 6 mit Kraftrichtungspfeilen 36 beschrieben. Durch die Kraftrichtungspfeile 36 wird die Richtung der durch den Wasserstrahl 35 abgegebenen Kraft auf das Dichtelement 16 beschrieben. Durch die Vertiefung 25 wird die Kraft des Wasserstrahls 35 also derart auf das Dichtelement 16 übertragen, dass diese nun auch seitlich wirkt und nicht nur frontal in Richtung der ursprünglichen Wasserstrahlrichtung des Wasserstrahls 35.

Der Wasserstrahl 35 kann beispielsweise durch einen Hochdruckreiniger im Rahmen eines Reinigungsvorgangs des Kraftfahrzeugs 10 erzeugt werden. Der Wasserstrahl 35 liegt dadurch also insbesondere mit einem hohen Druck und beispielsweise mit einer höheren Temperatur als die Umgebungstemperatur vor. Durch den höheren Druck steigt die Wahrscheinlichkeit bei dem bekannten Dichtelement 4, dass Wasser aus dem Wasserstrahl 9 in das Innere 17 eindringt. Durch die Vertiefung 25 wird das Dichtelement 16 dagegen stärker gegen die Innenseite 22 und/oder den Objektivhalter 15 gepresst, wodurch das Eindringen von Wasser aus dem Wasserstrahl 35 vermieden werden kann.

So ist es beispielsweise möglich, dass ein Reinigungsgerät, insbesondere ein Hochdruckreiniger, näher an die Kamera 11 gehalten wird, als dies ursprünglich vorgesehen ist und somit die Auswirkungen des Drucks des Wasserstrahls 35 größer sind als geplant. Durch die Vertiefung 25 kann dann wie bereits beschrieben die zusätzliche Kraft des Wasserstrahls 35 genutzt werden, um das Dichtelement 16 stärker an die Innenseite 22 und/oder den Objektivhalter 15 zu pressen und somit auch gegenüber dem Wasserstrahl 35 mit erhöhtem Druck eine abdichtende Wirkung aufrecht zu erhalten.