Title:
Adapter zum Anbringen einer Visiereinrichtung an einem optischen Gerät
Kind Code:
A1
Abstract:

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Adapter, mittels dem sich eine Visiereinrichtung wie beispielsweise ein Reflex- bzw. Leuchtpunktvisier leicht und flexibel an einer Kamera, einem Spektiv oder einem anderen optischen Gerät befestigen lässt. Der Adapter weist einen ersten Abschnitt 10, 20 auf, der sich an dem bei optischen Geräten ohnehin vorhandenen Stativanschluss anschrauben lässt. Eine Justiereinrichtung ermöglicht ein Verkippen eines zweiten Adapterabschnitts 30, 40, an dem die Visiereinrichtung befestigt ist, so dass die optischen Achsen der Visiereinrichtung und des optischen Geräts im Wesentlichen parallel zueinander stehen.



Inventors:
gleich Anmelder
Application Number:
DE102015114996A
Publication Date:
03/09/2017
Filing Date:
09/07/2015
Assignee:
Jakele, Andreas, 87480 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102012111730A1N/A2014-06-05
Foreign References:
201500229062015-01-22
38748231975-04-01
59300361999-07-27
Attorney, Agent or Firm:
Strehl Schübel-Hopf & Partner mbB Patentanwälte European Patent Attorneys, 80538, München, DE
Claims:
1. Adapter zum Anbringen einer Visiereinrichtung, insbesondere eines Reflex- bzw. Leuchtpunktvisiers, an einem optischen Gerät, insbesondere einem Spektiv oder einer Kamera, mit
einem ersten Adapterabschnitt (10, 20), mit dem der Adapter an dem optischen Gerät, vorzugsweise einem Stativanschluss des optischen Geräts, befestigbar ist,
einem vorzugsweise an einer Verbindungsachse (50) mit dem ersten Adapterabschnitt (10, 20) verbundenen zweiten Adapterabschnitt (30, 40), an dem die Visiereinrichtung befestigbar ist, und
einer Justiereinrichtung, mittels der der zweite Adapterabschnitt (30, 40) relativ zu dem ersten Adapterabschnitt (10, 20) so verstellbar ist, dass die optischen Achsen der Visiereinrichtung und des optischen Geräts zueinander im Wesentlichen parallel sind.

2. Adapter nach Anspruch 1, wobei
die Justiereinrichtung ein oder mehrere Stellglieder aufweist, deren Betätigung ein stufenloses Verkippen des zweiten Adapterabschnitts (30, 40) relativ zu dem ersten Adapterabschnitt (10, 20) ermöglicht, und
die Stellglieder vorzugsweise Schraubelemente, besonders vorzugsweise Madenschrauben, sind, die jeweils in ein Gewindebohrloch (23, 24) des ersten Adapterabschnitts (10, 20) oder in ein Gewindebohrloch (42) des zweiten Adapterabschnitts (30, 40) eingreifen.

3. Adapter nach Anspruch 2, wobei die Stellglieder quer zu der Verbindungsachse (50) verstellbar sind, an der der erste (10, 20) und der zweite Adapterabschnitt (30, 40) miteinander verbunden sind, und die Stellglieder durch Vorschub in Richtung der Verbindungsachse (50) in Druckkontakt gegen diese bringbar sind, um die Verbindungsachse (50) relativ zu dem ersten Adapterabschnitt (10, 20) und damit zur optischen Achse des optischen Geräts zu verkippen.

4. Adapter nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei
der erste Adapterabschnitt (10, 20) einen winkelförmigen Basiskörper (10) und ein an einer ersten Schenkel-Seitenwand (11) des Basiskörpers (10) angeflanschtes oder angeformtes Wippenelement (20) aufweist, das insbesondere gabelförmig ausgebildet ist, und
das Wippenelement (20) zur Halterung der Verbindungsachse (50) ausgelegt ist, an der der erste (10, 20) und der zweite Adapterabschnitt (30, 40) schwenkbar miteinander verbunden sind.

5. Adapter nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der zweite Adapterabschnitt (30, 40) einen drehbar um die Verbindungsachse (50) gelagerten Ringabschnitt (30) und einen mit dem Ringabschnitt (30) fest verbundenen Befestigungsklotz (40) aufweist, an dem die Visiereinrichtung befestigbar ist.

6. Adapter nach der vorstehenden Ansprüche, wobei
die Verbindungsachse (50) einen im Wesentlichen zylindrischen Grundkörper (51) aufweist, und
der Grundkörper (51) vorzugsweise eine Ringnut (52) aufweist, in die eine Stellschraube einschiebbar ist, um eine axiale Bewegbarkeit der Verbindungsachse (50) einzuschränken und/oder den zweiten Adapterabschnitt (30, 40) in einer definierten Schwenkposition zu arretieren.

7. Adapter nach Anspruch 6, wobei der Grundkörper (51) an seinem einen axialen Ende beweglich an einem ersten Zinken (21) des gabelförmig ausgebildeten Wippenelements (20) gelagert ist und am anderen axialen Ende des Grundkörpers (51) stirnseitig ein Kugelkopfelement (53) befestigt oder angeformt ist, das in eine pfannenförmige Aushöhlung (55) eines Befestigungselements (54), insbesondere einer Spannschraube, eingreift, die lösbar an dem zweiten Zinken (22) des Wippenelements (20) befestigt ist.

8. Adapter nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei
der Basiskörper (10) des ersten Adapterabschnitts Bohrlöcher (14) aufweist, die so angeordnet sind, dass eine zweite Schenkel-Seitenwand (12) des Basiskörpers (10) an ihrer Vorderseite eine Schraub- bzw. Steckverbindung mit entsprechenden Anschlusselementen des Stativanschlusses des optischen Geräts und an ihrer Rückseite eine Schraub- bzw. Steckverbindung mit entsprechenden Anschlusselementen eines Stativs oder einer Schnellwechselplatte für ein Stativ ermöglichen, und
die Anschlusselemente insbesondere eine Verbindungsschraube und ein Sicherungs- oder Videopin zur verdrehsicheren Montage des Stativs oder der Stativ-Schnellwechselplatte an dem optischen Gerät sind.

9. Adapter nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei
ein Befestigungsklotz (40) des zweite Adapterabschnitts (30, 40) dazu ausgelegt ist, eine Magnetkraft auf einen Sockel der Visiereinrichtung auszuüben, und/oder
an dem Befestigungsklotz (40) des zweiten Adapterabschnitts (30, 40) mehrere Vertiefungen (41) vorgesehen sind, deren Abstand und Größe so bemessen sind, dass von dem Sockel der Visiereinrichtung hervorstehende Stifte darin einrasten können.

10. Optisches Beobachtungssystem mit
einem Adapter nach einem der vorstehenden Ansprüche,
einer an dem zweiten Adapterabschnitt (30, 40) befestigten Visiereinrichtung, insbesondere einem Reflex- bzw. Leuchtpunktvisier, und
einem an einer Vorderseite des ersten Adapterabschnitts (10, 20) befestigten optischen Gerät, insbesondere einem Spektiv oder einer Kamera,
wobei der zweite Adapterabschnitt (30, 40) mittels der Justiereinrichtung relativ zu dem ersten Adapterabschnitt (10, 20) so positioniert ist, dass die optischen Achsen der Visiereinrichtung und des optischen Geräts im Wesentlichen parallel zueinander sind,
wobei das Beobachtungssystem ferner optional ein Stativ oder eine Schnellwechselplatte für ein Stativ aufweist, das an einer Rückseite des ersten Adapterabschnitts (10, 20) befestigt ist.

Description:

Optische Geräte, insbesondere Kameras oder Spektive, wie sie beispielsweise zur Tierbeobachtung verwendet werden, arbeiten in der Regel mit einem starken Teleobjektiv zur vergrößerten Aufnahme bzw. Beobachtung weit entfernter Objekte. Ferner haben solche Geräte standardmäßig einen Anschluss für ein Stativ bzw. eine Schnellwechselplatte für ein Stativ. Bei Winkelspektiven ist der Stativanschluss beispielsweise an einem Drehring, der sogenannten Objektivschelle, angeordnet, um die sich das Spektiv zur Änderung der Position für den Schrägeinblick drehen lässt.

Die Anvisierung des Zielobjekts durch das Teleobjektiv ist grundsätzlich schwierig, weil für den Beobachter durch das Teleobjektiv wegen der starken Vergrößerung nur ein kleiner Bildausschnitt seines Gesamtsichtfelds beobachtbar ist. Das Objekt ist so nur schwer zu lokalisieren, insbesondere wenn es sich um ein bewegtes Objekt handelt.

Wünschenswert wäre daher eine zusätzliche Visiereinrichtung als optisches Schnellsuchelement, das es dem Beobachter erlaubt, einfach und schnell mit bloßem Auge festzustellen, auf welchen Ausschnitt seines gesamten Blickfelds das Teleobjektiv momentan eingestellt ist. Auch wäre es für die Nachführung einer Kamera leichter, bewegte Objekte (beispielsweise während einer Videoaufnahme durch ein Teleobjektiv) durch die Visiereinrichtung nachzuverfolgen.

Einrichtungen zur Schnellvisierung existieren beispielsweise in Form sogenannter Reflex- oder Leuchtpunktvisiere und werden bei Schusswaffen zum Anvisieren eines Zielobjekts eingesetzt. Diese Leuchtpunktvisiere weisen eine spezielle Linsenoptik auf, bei der ein (meist rot) leuchtender Zielpunkt durch einen halbdurchlässigen Spiegel parallel zur optischen Achse in das Auge des Beobachters reflektiert wird und so ein Anvisieren des Zielobjekts durch Ausrichten des Leuchtpunkts auf die Mitte des durch die Linsenoptik erfassten Sichtfelds ermöglicht.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Möglichkeit der oben beschriebenen Schnellvisierung auch für optische Geräte im Allgemeinen, insbesondere solche mit einem Stativanschluss, zu ermöglichen.

Die Lösung dieser Aufgabe gelingt durch den im Anspruch 1 definierten Adapter. Die Unteransprüche betreffen bevorzugte Ausführungsbeispiele davon bzw. ein Beobachtungssystem mit diesem Adapter.

Der erfindungsgemäße Adapter ist eine Halterung mit einem ersten Abschnitt, der sich an dem Stativanschluss des optischen Geräts befestigen lässt, einem zweiten Abschnitt, der mit dem ersten Adapterabschnitt verbunden ist und an dem sich die Visiereinrichtung befestigen lässt, und einer Justiereinrichtung, mittels der die beiden Abschnitte relativ zueinander verkippbar sind, um so die Linsenachsen der Visiereinrichtung und des optischen Geräts aufeinander auszurichten. Wichtig für das Funktionieren der Schnellvisierung ist nämlich, dass die optische Achse des Beobachtungsgeräts, also insbesondere der Objektivlinse einer Kamera oder eines Spektivs, mit der optischen Achse der Schnell-Visiereinrichtung im Wesentlichen parallel steht bzw. sich parallel stellen lässt. Die Justiereinrichtung ist vorzugsweise durch ein oder mehrere Madenschrauben realisiert, die in entsprechende Gewindebohrlöcher im ersten und/oder zweiten Adapterabschnitt eingreifen und durch Ausüben eines Druckkontakts die beiden Abschnitte gegeneinander verkippen können.

Gemäß einer speziellen Weiterbildung der Erfindung sind der erste und der zweite Adapterabschnitt relativ zueinander um eine gemeinsame Verbindungsachse schwenkbar. Die Justiereinrichtung erlaubt es, diese gemeinsame Verbindungsachse durch entsprechende Stellglieder, insbesondere die bereits erwähnten Madenschrauben, genau auf die optische Achse des optischen Geräts einzustellen. Dem Beobachter ist es dadurch möglich, den zweiten Adapterabschnitt mit der daran befestigten Visiereinrichtung um die Verbindungsachse zu schwenken und damit an momentan für ihn günstige Beobachtungsverhältnisse anzupassen, ohne dass ein Nachjustieren erforderlich wäre. Letzteres deshalb, weil der zweite Adapterabschnitt so geformt ist, dass die optische Achse der Visiereinrichtung bauseitig vorzugsweise bereits parallel zu der Verbindungsachse steht. Auch wenn dies nicht der Fall ist, können die optischen Achsen durch die erfindungsgemäße Justiereinrichtungen in jeder Schwenkposition leicht parallelisiert werden.

Der erste Adapterabschnitt ist aus einem winkelförmigen Basiskörper und einem an einer ersten Schenkel-Seitenwand des Basiskörpers angeflanschten oder angeformten Wippenelement aufgebaut, das zur Aufnahme der Verbindungsachse ausgelegt ist. Der zweite Adapterabschnitt weist wiederum einen Ringabschnitt auf, durch den die Verbindungsachse gesteckt wird, sowie einen an dem Ringabschnitt angeformten Befestigungsklotz zur flächigen Aufnahme der Visiereinrichtung. Der Befestigungsklotz weist eine Aufnahmefläche für die Visiereinrichtung auf. In dieser Aufnahmefläche sind Vertiefungen zur Aufnahme entsprechender Befestigungsstifte vorgesehen, wie sie in der Regel von der Sockelunterseite handelsüblicher Visiereinrichtungen hervorstehen. Die Aufnahmefläche ist vorzugsweise magnetisch. Die Visiereinrichtung kann daher abnehmbar und verdrehsicher an der Aufnahmefläche angebracht werden kann, indem sie mit ihrem Sockel magnetisch an dieser anhaftet und die Befestigungsstifte in die dafür vorgesehenen Vertiefungen einrasten.

Der winkelförmige Basiskörper weist an seiner zweiten Schenkelseitenwand vorzugsweise Bohrlöcher auf, die auf den üblichen Standard für Stativanschlüsse an Kameras oder Spektiven angepasst sind, also insbesondere ein 1/4-Zoll-Gewindeloch und ein Steckloch für den Video-Pin in standardisiertem Abstand aufweisen. Vorteilhafterweise ist die gleiche Mimik auch auf der Rückseite dieser zweiten Schenkelseitenwand vorhanden, so dass sich daran ein Stativ oder eine Schnellwechselplatte für ein Stativ befestigen lassen. Das optische Gerät bleibt somit trotz Anbringung des erfindungsgemäßen Adapters noch dazu ausgelegt, mit einem Beobachtungsstativ verbunden zu werden.

Gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Verbindungsachse aus einem zylindrischen Grundkörper aufgebaut, an dessen einem axialen Ende vorzugsweise ein Kugelkopfelement angeformt oder angebracht ist. Dieses Kugelkopfelement passt in eine entsprechende pfannen- bzw. hohlkugelförmige Ausnehmung einer axial gegenüberliegend dazu angeordneten Spann- oder Klemmschraube. Aufgrund der Lagerung des Kugelkopfelements in der pfannenförmigen Vertiefung bleibt der Grundkörper selbst dann längs einer definierten Achsrichtung gelagert, wenn er durch quer zur axialen Richtung verlaufende Stellschrauben der Justiereinrichtung verkippt wird. Zusätzlich weist der Grundkörper eine Ringnut auf, in die ein entsprechender Befestigungsstift eingreift, um ein axiales Herausfallen des Grundkörpers bei justierter Verbindungsachse zu verhindern und ein Feststellen des zweiten Adapterabschnitts in einer definierten Schwenkposition zu ermöglichen.

Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen im Detail erläutert. Darin zeigt:

1 eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Adapters in einer ersten Schwenkposition,

2A eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Adapters in einer zweiten Schwenkposition,

2B eine weitere perspektivische Ansicht des Adapters in der zweiten Schwenkposition,

3A eine perspektivische Ansicht des Basiskörpers des ersten Adapterabschnitts,

3B eine Seitenansicht des Basiskörpers,

3C eine Ansicht der zweiten Schenkelseitenwand des Basiskörpers,

3D eine Seitenansicht der ersten Schenkelseitenwand des Basiskörpers,

4A eine perspektivische Ansicht des Wippenelements des ersten Adapterabschnitts,

4B bis 4D Seitenansichten des Wippenelements,

5A eine perspektivische Ansicht des zweiten Adapterabschnitts der vorliegenden Erfindung,

5B bis 5D Seitenansichten des zweiten Adapterabschnitts,

6A und 6B Seitenansichten des Grundkörpers der Verbindungsachse,

7A eine perspektivische Ansicht des Kugelkopfelements der Verbindungsachse,

7B eine perspektivische Ansicht der Spannschraube der Verbindungsachse und

7C eine Seitenansicht der Spannschraube.

1 zeigt den erfindungsgemäßen Adapter in einer Übersichtsdarstellung. Der winkelförmige Basiskörper 10 weist zwei Schenkel 11, 12 auf. An einer Seitenwand des ersten Schenkels 11 ist das gabelförmige Wippenelement 20 angeschraubt. An dem zweiten Schenkel 12 sind auf der Oberseite Bohrlöcher 14 zu sehen, deren Größe und Positionierung auf den Kamera- bzw. Spektivstandard für Stativanschlüsse angepasst ist. Dadurch lässt sich das winkelförmige Basiselement 10 am Stativanschluss des optischen Geräts befestigen. An der Rückseite des zweiten Schenkels 12 sind entsprechende Bohrlöcher vorhanden, insbesondere weil zumindest einige der gezeigten Bohrlöcher 14 Durchgangslöcher sind. Dadurch lässt sich an der im Bild nicht zu sehenden Rückseite ein Stativ oder eine Stativ-Schnellwechselplatte mit den üblichen Standardbemaßungen anbringen.

Das gabelförmige Wippenelement 20 lagert die feststehende und verkippbare Verbindungsachse 50, um die der zweite Adapterabschnitt schwenkbar ist. Dieser setzt sich aus einem Ringabschnitt 30 und einem Befestigungsklotz 40 zusammen, an dem Vertiefungen 41 zur Aufnahme von Befestigungsstiften vorhanden sind. Die Größe und Positionierung der Vertiefungen 41 ist an die Standardmaße von Befestigungsstiften angepasst, wie sie üblicherweise auf einem Sockel einer handelsüblichen Visiereinrichtung vorhanden sind. Ferner dargestellt sind ein Gewindebohrloch 23 im Wippenelement 20 und ein Gewindebohrloch 42 im zweiten Adapterabschnitt (d. h. im Ringabschnitt 30 und im Befestigungsklotz 40), die jeweils zur Aufnahme von Madenschrauben (nicht gezeigt) ausgelegt sind. Diese Madenschrauben dienen als Stellglieder zum Justieren und Arretieren der Verbindungsachse 50.

Die 2A und 2B zeigen jeweils den Adapter gemäß dem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel in einer zweiten Schwenkposition. Die 2A zeigt den Adapter in der zweiten Schwenkposition von schräg oben, also von der Seite, die mit dem Stativanschluss des optischen Geräts zu verbinden ist. In der 2A und (deutlicher) in der 2B sind die innenliegenden Strukturen gestrichelt dargestellt, um einen verständlichen Gesamteindruck der Funktionsweise des erfindungsgemäßen Adapters zu geben. Diese Strukturen werden später anhand der 3 bis 7 im einzelnen erläutert.

In der 2B ist die Unterseite des winkelförmigen Basiskörpers 10 zu sehen. Von den vier Vertiefungen 41 sind drei als Durchgangslöcher ausgebildet, so dass an der gezeigten Rückseite des Basiskörpers 10 ein Stativ oder eine Schnellwechselplatte für ein Stativ befestigt werden kann. Ferner dargestellt sind die beiden radialen Gewindebohrlöcher 23, 24 in dem ersten ringförmigen Zinken 21 des insgesamt gabelförmigen Wippenelements 20. In den Gewindebohrlöcher 23, 24 sind jeweils Stellschrauben (nicht gezeigt) drehbar aufgenommen. Durch Verdrehen der Stellschrauben lässt sich ein Druckkontakt auf die in dem Wippenelement 20 gelagerte Verbindungsachse 50 ausüben und so die Verbindungsachse verkippen und im Wesentlichen parallel zur optischen Achse des optischen Geräts justieren. Ferner zu sehen ist das Gewindebohrloch 42, das durch den Verbindungsklotz 40 und den Ringabschnitt 30 verläuft und zur Aufnahme einer weiteren Stellschraube zur Justierung und Arretierung der Verbindungsachse 50 ausgelegt ist.

3A zeigt den winkelförmigen Basiskörper 10 in einer perspektivischen Ansicht, während die 3B bis 3D Seitenansichten davon zeigen. An dem ersten Schenkel 11 des Basiskörpers 10 sind zwei Verbindungslöcher 13 eingebracht, die eine Schraubbefestigung des Wippenelements 20 erlauben. Der zweite Schenkel 12 weist auf seiner Oberseite und seiner Unterseite verschiedene Bohrlöcher 14 auf, die in ihrer Positionierung und Größe an übliche Stativanschlussstandards optischer Geräte angepasst sind. Der Basiskörper 10 ist ebenso wie die übrigen Bauteile des erfindungsgemäßen Adapters aus Metall, insbesondere einem Leichtmetall wie Aluminium, oder aus hochwertigem Kunststoff hergestellt.

4A zeigt eine perspektivische Ansicht des gabelförmigen Wippenelements 20. Die 4B bis 4D zeigen jeweils Seitenansichten davon. Das Wippenelement 20 setzt sich aus einer Grundplatte 25 und zwei daran angeformten Zinken 21, 22 zusammen. In der Grundplatte 25 sind zwei Bohrlöcher 26 vorgesehen, deren Größe und Positionierung an die Bohrlöcher 13 des ersten Schenkels 11 des winkelförmigen Basiskörpers 10 angepasst sind und zur Schraubbefestigung des Wippenelements 20 an dem Basiskörper 10 dienen. Die beiden Zinken 21, 22 sind jeweils ringförmig ausgebildet und weisen miteinander fluchtende Ringlöcher 21A, 22A auf, die zur Aufnahme bzw. Lagerung der Verbindungsachse 50 ausgelegt sind. An dem ersten Zinken 21 sind zwei radial, also quer zur Verbindungsachse 50 verlaufende Gewindebohrlöcher 23, 24 vorgesehen.

Die Gewindebohrlöcher 23, 24 eignen sich zur Aufnahme der bereits erwähnten Madenschrauben (nicht gezeigt), die durch Schraubendrehung in Druckkontakt mit der Verbindungsachse gebracht werden können, um diese zu verkippen und so in Parallelstellung zur optischen Achse des optischen Geräts zu justieren. Die Gewindebohrlöcher 23, 24 verlaufen senkrecht zueinander, weil die Verkippung der Verbindungsachse 50 so besonders effektiv einstellbar ist. Der Grundkörper 51 kann durch Federelemente zusätzlich in Richtung der Gewindebohrlöcher 23, 24 vorgespannt sein.

Der in den 5A bis 5D gezeigte zweite Adapterabschnitt setzt sich aus einem Ringabschnitt 30 zur Aufnahme der Verbindungsachse 50 und einem daran geformten Befestigungsklotz 40 zusammen, der mehrere Vertiefungen 41 zur Aufnahme entsprechender Befestigungsstifte am Sockel der Visiereinrichtung (nicht gezeigt) aufweist. Wenn die Verbindungsachse 50 durch die Ringöffnung 31 des Ringabschnitts 30 geschoben ist, lässt sich diese mittels einer durch das Gewindebohrloch 42 verlaufenden Stellschraube justieren und gegen axiales Verschieben arretieren, wie genauer unter Bezugnahme auf die 6A und 6B beschrieben wird.

Die Verbindungsachse 50 weist den in der Seitenansicht der 6A gezeigten Grundkörper 51 auf, der im Wesentlichen die Form eines Kreiszylinders mit einer Ringnut 52 hat. In diese Ringnut 52 greift die bereits erwähnte Stellschraube (nicht gezeigt) ein, die durch das Gewindebohrloch 42 des zweiten Adapterabschnitts verläuft. Weil der zylindrische Grundkörper 51 außerhalb der Ringnut 52 einen größeren Außendurchmesser hat, kann die Stellschraube den Grundkörper 51 schon dann axial fixieren, wenn sie ein Stück weit in die Ringnut 52 hineinragt ohne den Nutboden zu berühren. In dieser Stellung kann die Verbindungsachse 50 dann über die Stellschrauben in den Gewindebohrlöchern 23, 24 des Wippenelements 20 justiert werden, ohne dass sie noch Bewegungen in axialer Richtung ausführen kann.

Nach erfolgter Justage, d. h. wenn die Verbindungsachse 50 im Wesentlichen parallel zur optischen Achse steht, bleibt die Stellschraube in dem Gewindebohrloch 42 in der genannten Stellung, um weiterhin ein Verschwenken der an dem Befestigungsklotz 40 befestigten Visiereinrichtung um die Verbindungsachse 50 zu erlauben. Will man aber auch die Schwenkposition fixieren, so dreht man die Stellschraube in dem Gewindebohrloch 42 weiter, bis sie einen Klemmkontakt mit der Ringnut 52 bildet. Auf diese Weise ist auch die Schwenkposition der Visiereinrichtung auf einen für den Beobachter vorteilhaften Drehwinkel fixierbar.

Der Grundkörper 51 weist auf dem in der Zeichnung linken axialen Ende, an dem er zur Lagerung in dem ersten Zinken 21 des Wippenelements 20 ausgelegt ist, eine Sechskantvertiefung 51A in der axialen Stirnwand auf. In dieser Vertiefung 51A lässt sich der Grundkörper 51 während der Montage und Justierung mittels eines Sechskantschlüssels halten. Auf dem gegenüberliegenden axialen Endabschnitt weist der Grundkörper 51 eine axiale Gewindebohrung 51B auf, in die sich das in der 7A gezeigte Kugelkopfelement 53 einschrauben lässt. Das Kugelkopfelement 53 weist einen Außengewindeabschnitt 53A auf, der in die Gewindebohrung 51B bis zum Anschlag hineingeschraubt wird.

Der Kugelabschnitt 53B des Kugelkopfelements 53 wird (wie im gestrichelten Bereich der 2B genauer zu sehen ist) in einer hohlkugelförmige Ausnehmung 54A der in den 7B und 7C gezeigten Spannschraube 54 gelagert. Diese Spannschraube 54 ist vorzugsweise aus Messing hergestellt und weist ein Außengewinde auf, mittels dem es sich in ein entsprechendes Innengewinde des Ringlochs 22A im zweiten ringförmigen Zinken 22 des gabelförmigen Wippenelements 20 von außen einschrauben lässt. Dazu dient wiederum eine sechskantförmige Vertiefung 54B an der axial außen liegenden Stirnfläche der Spannschraube 54.

Die Lagerung des Grundkörpers 51 in der ringförmigen Ausnehmung 21A des ersten Zinkens 21 hat ausreichend Spiel (typischerweise einen radialen Abstand von einigen Millimetern), um ein Verkippen der Verbindungsachse 50 durch die in den Gewindebohrlöchern 23, 24 verlaufenden Stellschrauben zu ermöglichen. Das Kugelkopfelement 53 in der pfannenförmigen Aushöhlung 54A der Spannschraube 54 ermöglicht wiederum eine sichere Lagerung des entgegengesetzten axialen Endabschnitts des Grundkörpers 51 unabhängig von der durch die Stellschrauben erzielten Kippposition. Auf diese Weise lässt sich eine zuverlässige und genaue Justierung der Verbindungsachse 50 erzielen, die genau auf das mit dem Adapter zu verwendende optische Gerät angepasst ist und für die Benutzungsdauer mit dem gleichen Gerät beibehalten werden kann. Soll der Adapter jedoch mit einem anderen optischen Gerät verwendet werden, lässt sich die Justierung leicht erneut vornehmen.

Zusammenfassend betrifft die vorliegende Erfindung einen Adapter, mittels dem sich eine Visiereinrichtung wie beispielsweise ein Reflex- bzw. Leuchtpunktvisier leicht und flexibel an einer Kamera, einem Spektiv oder einem anderen optischen Gerät befestigen lässt. Der Adapter weist einen ersten Abschnitt 10, 20 auf, der sich an dem bei optischen Geräten ohnehin vorhandenen Stativanschluss anschrauben lässt. Eine Justiereinrichtung ermöglicht ein Verkippen eines zweiten Adapterabschnitts 30, 40, an dem die Visiereinrichtung befestigt ist, so dass die optischen Achsen der Visiereinrichtung und des optischen Geräts im Wesentlichen parallel zueinander stehen.

Bezugszeichenliste

10
winkelförmiger Basiskörper
11
erster Schenkel
12
zweiter Schenkel
13
Verbindungslöcher
14
Bohrlöcher
20
gabelförmiges Wippenelement
21
erster Zinken
21A
erstes Ringloch
22
zweiter Zinken
22A
zweites Ringloch
23, 24
Gewindebohrlöcher
25
Grundplatte
26
Verbindungslöcher
30
Ringabschnitt
31
Ringöffnung
40
Befestigungsklotz
41
Vertiefungen
42
Gewindebohrloch
50
Verbindungsachse
51
Grundkörper
51A
Sechskantvertiefung
51B
Gewindebohrung
52
Ringnut
53
Kugelkopfelement
53A
Gewindeabschnitt
53B
Kugelabschnitt
54
Spannschraube
54A
pfannenförmige Aushöhlung
54B
Sechskantvertiefung