Title:
Kameramodul für ein Kraftfahrzeug
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Kameramodul (1) für ein Kraftfahrzeug mit einer Karosserie (3), wobei das Kameramodul (1) mindestens eine Kameraeinheit (4) mit einem Gehäuse (6) und eine Antriebseinheit (7) für die Kameraeinheit (4) umfasst, wobei die Kameraeinheit (4) mit der Antriebseinheit (7) gekoppelt ist und die Kameraeinheit (4) durch die Antriebseinheit (7) in mindestens zwei Stellungen bewegbar ist, insbesondere in eine aktive Stellung zur bildlichen Erfassung des Außenbereichs und in eine inaktiven Stellung, und die Karosserie (3) einen Abschnitt aufweist, der mit einer Öffnung (2) versehen ist, welche dem Kameramodul (1) zugeordnet ist.





Inventors:
Bierenfeld, Andre (42579, Heiligenhaus, DE)
Application Number:
DE102015113725A
Publication Date:
02/23/2017
Filing Date:
08/19/2015
Assignee:
Huf Hülsbeck & Fürst GmbH & Co. KG, 42551 (DE)
International Classes:
B60R11/04; G03B17/00
Claims:
1. Kameramodul (1) für ein Kraftfahrzeug mit einer Karosserie (3), wobei das Kameramodul (1) mindestens eine Kameraeinheit (4) mit einem Gehäuse (6) und eine Antriebseinheit (7) für die Kameraeinheit (4) umfasst, wobei die Kameraeinheit (4) mit der Antriebseinheit (7) gekoppelt ist und die Kameraeinheit (4) durch die Antriebseinheit (7) in mindestens zwei Stellungen bewegbar ist, insbesondere in eine aktive Stellung zur bildlichen Erfassung des Außenbereichs und in eine inaktiven Stellung, und die Karosserie (3) einen Abschnitt aufweist, der mit einer Öffnung (2) versehen ist, welche dem Kameramodul (1) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass in der inaktiven Stellung der Kameraeinheit (4) die Öffnung (2) durch das Kameramodul (1) verschließbar ist.

2. Kameramodul (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Karosserie (3) und/oder am Kameramodul (1) mindestens ein Dichtelement (12) zum Abdichten der Öffnung (2) angeordnet ist, wenn die Kameraeinheit (4) die inaktive und/oder aktive Stellung aufweist.

3. Kameramodul (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kameramodul (1) die Kameraeinheit (4) umfasst und die Öffnung (2) durch die Kameraeinheit (4), insbesondere durch das Gehäuse (6) der Kameraeinheit (4), verschließbar ist.

4. Kameramodul (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Kameramodul (1) die Antriebseinheit (7) umfasst und die Öffnung (7) durch die Antriebseinheit (7) verschließbar ist.

5. Kameramodul (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Außenbereich des Kraftfahrzeugs vor der Öffnung (2) ein Abdeckelement (19) angeordnet ist, wobei die Öffnung (2) durch das vor der Öffnung (2) angeordnete Abdeckelement, insbesondere wasserdicht und/oder staubdicht, verdeckbar ist.

6. Kameramodul (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement (19) als Emblem ausgebildet ist.

7. Kameramodul (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (7) zumindest einen Elektromotor (8), und eine Zahnstange (10) umfasst, wobei vorzugsweise die Zahnstange (10) am Gehäuse (6) der Kameraeinheit (4) oder an der Karosserie (3) angeordnet ist.

8. Kameramodul (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (7) zumindest einen Elektromotor (8) und einen Exzenter (14) umfasst, wobei das Gehäuse (6) der Kameraeinheit (4) als Exzenter (14) ausgebildet ist oder das Gehäuse (6) der Kameraeinheit (4) auf oder in dem Exzenter (14) angeordnet ist.

9. Kameramodul (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass am Exzenter (14) ein, insbesondere angespritztes, Zahnrad (9) angeordnet ist, welches von dem Elektromotor (8) antreibbar ist und zur Bewegung der Kameraeinheit (4) dient.

10. Kameramodul (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Exzenter (15) versehene Kameraeinheit (4) in ihrer aktiven Stellung zumindest teilweise außerhalb der Öffnung (2) angeordnet ist.

11. Kameramodul (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (7), insbesondere der Exzenter (14), das Abdeckelement (19) von der geschlossenen Stellung, in welcher das Abdeckelement (19) die Öffnung (2) verdeckt, in eine geöffnete Stellung bewegt, in welcher das Abdeckelement (19) zumindest teilweise von der Öffnung (2) beabstandet angeordnet ist.

12. Kameramodul (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass an der Karosserie (3) und/oder am Kameramodul (1) ein Reinigungselement (13) angeordnet ist, welches beim Bewegen der Kameraeinheit (4) zum Reinigen der Kameraeinheit (4), insbesondere einer Linse (5) der Kameraeinheit (4), dient.

13. Kameramodul (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungselement (13) als Pinsel ausgebildet ist.

14. Kameramodul (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass an der Karosserie (3) und/oder am Kameramodul (1) ein Anschlag (14, 17), insbesondere ein Vorsprung oder eine Ausnehmung, angeordnet ist, welche den Verfahrweg der Kameraeinheit (4) begrenzt.

15. Kameramodul (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (2) an einer Klappe und/oder Tür, insbesondere an einer Frontklappe und/oder an einer Heckklappe Kraftfahrzeugs angeordnet ist.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Kameramodul für ein Kraftfahrzeug mit einer Karosserie, wobei das Kameramodul mindestens eine Kameraeinheit mit einem Gehäuse und eine Antriebseinheit für die Kameraeinheit umfasst, wobei die Kameraeinheit mit der Antriebseinheit gekoppelt ist und die Kameraeinheit durch die Antriebseinheit in mindestens zwei Stellungen bewegbar ist, insbesondere in eine aktive Stellung zur bildlichen Erfassung des Außenbereichs und in eine inaktiven Stellung, und die Karosserie einen Abschnitt aufweist, der mit einer Öffnung versehen ist, welche dem Kameramodul zugeordnet ist.

Aus dem Stand der Technik sind Kameramodule bekannt, welche in einer Karosserie eines Kraftfahrzeugs angeordnet sind. Die Kameramodule weisen eine komplizierte und kostspielige Mechanik auf. Des Weiteren entstehen bei der Bewegung der Kameraeinheit unerwünschte Geräusche.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, ein Kameramodul bereitzustellen, welches eine einfache und kostengünstige Konstruktion aufweist.

Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass in der inaktiven Stellung der Kameraeinheit die Öffnung durch das Kameramodul verschließbar ist. Das Kameramodul, welches zumindest die Antriebseinheit und die Kameraeinheit umfasst, dient gleichzeitig zum Verschließen der Öffnung. Die Konstruktion des Kameramoduls ist sehr einfach, weil lediglich die Karosserie mit einer Öffnung versehen werden muss. Bei der Konstruktion des Kameramoduls kann auf weitere Klappen oder Deckelelemente, welche wiederum mit Scharnieren am Gehäuse der Kameraeinheit befestigt werden müsse, verzichtet werden, weil das Kameramodul mindestens einen Abschnitt aufweist der die Öffnung bei der inaktiven Stellung der Kameraeinheit verschließt. Des Weiteren kann die Erfindung bei verschiedenen Einbauvarianten verwendet werden, insbesondere im Heckbereich und/oder Frontbereich des Kraftfahrzeugs.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform des Kameramoduls ist vorgesehen, dass an der Karosserie und/oder am Kameramodul mindestens ein Dichtelement zum Abdichten der Öffnung angeordnet ist, wenn die Kameraeinheit die inaktive und/oder aktive Stellung aufweist. Dieses Dichtelement sorgt in vorteilhafterweise dafür, dass in der inaktiven und/oder in der aktiven Stellung der Kameraeinheit ein Eindringen von Staub oder Flüssigkeit durch die Öffnung in einen inneren Raum hinter der Karosserie verhindert wird.

Das Dichtelement kann dabei an der Karosserie angeordnet sein und kontaktiert in der inaktiven Stellung und/oder aktiven Stellung der Kameraeinheit das Kameramodul, insbesondere die Kameraeinheit bzw. das Gehäuse der Kameraeinheit. Das Dichtelement kann aber auch alternativ oder zusätzlich am Kameramodul angeordnet sein, insbesondere an der Kameraeinheit bzw. am Gehäuse der Kameraeinheit und/oder an der Antriebseinheit.

In diesen Fällen kontaktiert in der inaktiven Stellung und/oder aktiven Stellung der Kameraeinheit das Dichtelement die Karosserie des Kraftfahrzeugs und verhindert, dass Flüssigkeit oder Staub durch die Öffnung in den inneren Raum hinter der Karosserie gelangen.

Sehr einfach und kostengünstig ist die Konstruktion des Kameramoduls, wenn das Kameramodul die Kameraeinheit umfasst und die Öffnung durch die Kameraeinheit, insbesondere durch das Gehäuse der Kameraeinheit, verschließbar ist. Dabei dient das Gehäuse einerseits zur Aufnahme der Kameraeinheit, und andererseits als Wandung zum Verschließen der Öffnung, wenn sich die Kameraeinheit in ihrer inaktiven Stellung befindet.

Sehr einfach und kostengünstig ist die Konstruktion des Kameramoduls, wenn das Kameramodul die Antriebseinheit umfasst und die Öffnung durch die Antriebseinheit verschließbar ist. Dabei dient die Antriebseinheit einerseits zum Bewegen der Kameraeinheit, und andererseits als Element zum Verschließen der Öffnung, wenn sich die Kameraeinheit in ihrer inaktiven Stellung befindet.

Um das Kameramodul vor Verschmutzungen zu schützen, ist im Außenbereich des Kraftfahrzeugs vor der Öffnung ein Abdeckelement angeordnet, wobei die Öffnung durch das vor der Öffnung angeordnete Abdeckelement, insbesondere wasserdicht und/oder staubdicht, verdeckbar ist.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Kameramoduls ist vorgesehen, dass das Abdeckelement als Emblem ausgebildet ist. Das Abdeckelement kann in vorteilhafterweise mit der Markenabbildung des Automobilherstellers versehen werden. So dient das Abdeckelement zum einen als Werbefläche und zum anderen als Schutzelement für das Kameramodul, indem es die Öffnung verdeckt.

Platzsparend ist die Konstruktion des Kameramoduls, wenn die Antriebseinheit zumindest einen Elektromotor, und eine Zahnstange umfasst, wobei vorzugsweise die Zahnstange am Gehäuse der Kameraeinheit oder an der Karosserie angeordnet ist.

Sehr einfach und kostengünstig ist die Konstruktion, wenn die Antriebseinheit zumindest einen Elektromotor und einen Exzenter umfasst, wobei das Gehäuse der Kameraeinheit als Exzenter ausgebildet ist oder das Gehäuse der Kameraeinheit auf oder in dem Exzenter angeordnet ist.

Die Kosten der Konstruktion des Kameramoduls können weiter reduziert werden, wenn am Exzenter ein, insbesondere angespritztes, Zahnrad angeordnet ist, welches von dem Elektromotor antreibbar ist und zur Bewegung der Kameraeinheit dient.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Kameramoduls ist vorgesehen, dass die mit dem Exzenter versehene Kameraeinheit in ihrer aktiven Stellung zumindest teilweise außerhalb der Öffnung angeordnet ist. Durch diese Maßnahme gelingt es, die Kameraeinheit so zu positionieren, dass ein größeres Feld im Nahbereich außerhalb des Kraftfahrzeugs bildlich erfasst werden kann.

Auf eine zusätzlichen Antriebseinheit für das Abdeckelement kann in vorteilhafterweise verzichtet werden, wenn die Antriebseinheit, insbesondere der Exzenter, das Abdeckelement von der geschlossenen Stellung, in welcher das Abdeckelement die Öffnung verdeckt, in eine geöffnete Stellung bewegt, in welcher das Abdeckelement zumindest teilweise von der Öffnung beabstandet angeordnet ist. Somit werden die Kosten für die Konstruktion des Kameramoduls weiter reduziert.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Kameramoduls ist vorgesehen, dass an der Karosserie und/oder am Kameramodul ein Reinigungselement angeordnet ist, welches beim Bewegen der Kameraeinheit zum Reinigen der Kameraeinheit, insbesondere einer Linse der Kameraeinheit, dient. Dadurch wird in vorteilhafterweise sichergestellt, dass die Kameraeinheit, insbesondere die Linse, beim Bewegen der Kameraeinheit gesäubert wird. Es wird verhindert, dass der Benutzer die Kameraeinheit selbstständig per Hand reinigen muss. Dadurch wird folglich der Komfort für den Benutzer des Kraftfahrzeugs erhöht. Das Feld im Nahbereich wird eindeutig von der Kameraeinheit erfasst und kann klar und deutlich mittels eines Bildschirms, welcher im Kraftfahrzeug angeordnet ist oder auf einem Mobiltelefon-Bildschirm angeordnet ist oder einem Tabletbildschirm angeordnet ist, visualisiert werden.

Sehr einfach und kostengünstig ist die Konstruktion des Kameramoduls, wenn das Reinigungselement als Pinsel ausgebildet ist.

Um die Kameraeinheit stets an dieselbe Position zu bewegen, ist an der Karosserie und/oder am Kameramodul ein Anschlag, insbesondere ein Vorsprung oder eine Ausnehmung, angeordnet, welche den Verfahrweg der Kameraeinheit begrenzt.

Es ist sehr vorteilhaft für die Visulisierung des Außenbereichs, wenn die Öffnung an einer Klappe und/oder Tür, insbesondere an einer Frontklappe und/oder an einer Heckklappe Kraftfahrzeugs angeordnet ist.

Die Erfindung wird anhand von vier Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Die Figuren zeigen:

1a ein erfindungsgemäßes Kameramodul gemäß einer ersten Ausführungsform in der Draufsicht von oben,

1b das erfindungsgemäße Kameramodul gemäß der ersten Ausführungsform in der Ansicht von hinten

2a ein erfindungsgemäßes Kameramodul gemäß einer zweiten Ausführungsform in der Draufsicht von oben,

2b einen Exzenter und eine Antriebseinheit in der Seitenansicht gemäß der zweiten Ausführungsform

3a ein erfindungsgemäßes Kameramodul in einer inaktiven Stellung gemäß einer dritten Ausführungsform in der Draufsicht von oben,

3b das erfindungsgemäßes Kameramodul in einer aktiven Stellung gemäß der dritten Ausführungsform in der Draufsicht von oben,

3c einen Exzenter und eine Antriebseinheit in der Seitenansicht gemäß der dritten Ausführungsform

4a ein erfindungsgemäßes Kameramodul in einer inaktiven Stellung gemäß einer vierten Ausführungsform in der Draufsicht von oben,

4b das erfindungsgemäßes Kameramodul in einer aktiven Stellung gemäß der vierten Ausführungsform in der Draufsicht von oben,

4c einen Exzenter und eine Antriebseinheit in der Seitenansicht gemäß der vierten Ausführungsform.

In der 1a und der 1b ist ein Kameramodul 1 für ein Kraftfahrzeug gemäß einer ersten Ausführungsform gezeigt. Das nicht näher dargestellte Kraftfahrzeug weist eine Öffnung 2 auf, welche an einer Karosserie 3, insbesondere an einer Heckklappe des Kraftfahrzeugs, angeordnet ist. Alternativ ist es ebenfalls möglich, das Kameramodul 1 an anderen Klappen des Kraftfahrzeugs anzuordnen, wie beispielsweise an Türen, insbesondere Seitentüren oder an einer Frontklappe. Weiterhin ist es alternativ denkbar, dass das Kameramodul 1 seitlich, hinter, in, oder unter an am Kraftfahrzeug angeordneten Anbauteilen, insbesondere an Türgriffen, Zierleiesten, Lüftungsgittern und dergleichen angeordnet ist. Das Kameramodul 1 umfasst zumindest eine Kameraeinheit 4 und eine Antriebseinheit 7. Die Kameraeinheit 4 umfasst ein Gehäuse 6 und eine Kamera 20 zur bildlichen Erfassung des Außenbereichs. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel gemäß der 1a und 1b weist die Antriebseinheit 7 einen Elektromotor 8, ein Zahnrad 9 und eine Zahnstange 10 auf, wobei die Zahnstange 10 an dem Gehäuse 6 der Kameraeinheit 4 angeordnet, insbesondere einteilig angespritzt ist. Um die Kameraeinheit 4 von einer inaktiven Stellung (1a), in welcher die Kameraeinheit 4 geschützt hinter der Karosserie, insbesondere hinter einem Fahrzeugblech, angeordnet ist, in eine aktive Stellung, in welcher die Kameraeinheit den Außenbereich bildlich erfasst, zu bewegen, ist die Kameraeinheit 4 mit der Antriebseinheit 7 gekoppelt. Dabei wird beispielsweise durch ein Einlegen eines Rückwärtsgangs im Kraftfahrzeug der Elektromotor 8 aktiviert und treibt das Zahnrad 9 an, welches wiederum die Zahnstange 10 das Gehäuse 6 in Bewegung versetzt. Die Zahnstange 10, welche mit dem Gehäuse 6 verbunden ist, bewegt dann die in dem Gehäuse 6 angeordnete Kameraeinheit 4 von einer inaktiven Stellung in eine aktive Stellung, oder umgekehrt von einer aktiven Stellung in eine inaktive Stellung. In der aktiven Stellung befindet sich die Kameraeinheit 4 vor der Öffnung 2 und kann den Außenbereich bildlich erfassen. Die Visualisierung erfolgt dann auf einem im Fahrzeug angeordneten Bildschirm oder auf einem Bildschirm eines Mobiltelefons oder auf einem Bildschirm eines Tablets. In der inaktiven Stellung der Kameraeinheit 4 wird die Öffnung 2 durch das Gehäuse 6, insbesondere durch einen Gehäuseabschnitt 11, verschlossen. Um den Bereich hinter der Karosserie 3 vor Feuchtigkeit und Staub zu schützen, ist ein Dichtelement 12, vorzugsweise ein aus einem Elastomer ausgebildeter Dichtring an der Karosserie 3 angeordnet. Das Dichtelement 12 liegt sowohl in der inaktiven Stellung als auch in der aktiven Stellung der Kameraeinheit 4 an dem Gehäuse 6 der Kameraeinheit 4 an. Während die Kameraeinheit von der einen Stellung zur anderen Stellung bewegt wird, sorgt ein als Pinsel ausgebildetes Reinigungselement 13 dafür, dass eine Linse 5 der Kameraeinheit 4 gesäubert wird. Das Reinigungselement 13 ist dabei vorzugsweise an der Karosserie 2 angeordnet. Des Weiteren ist an der Karosserie 3 ein Anschlag 14 angeordnet, welcher dafür dient, die Kameraeinheit 4 zu stoppen, wenn diese ihre aktive Stellung erreicht hat. Der Anschlag 14 könnte zusätzlich mit einem Mikroschalter versehen werden, welcher bei einer Betätigung durch das Gehäuse 6 oder der Zahnstange 10 der Antriebseinheit 7 signalisiert, dass die Antriebseinheit 7 deaktiviert werden muss. Somit ist immer sichergestellt, dass in der aktiven Position die Antriebseinheit 7, insbesondere der Elektromotor 8 abgeschaltet wird. Wenn der Benutzer vom Rückwärtsgang in einen anderen Gang wechselt, beispielsweise in einen ersten Vorwärtsgang, dann wird die Antriebseinheit 7 wieder aktiviert und die Antriebseinheit 7 bewegt die Kameraeinheit 4 wieder zurück in ihre inaktive Stellung, in welcher das Gehäuse 6 die Öffnung 2 verschließt. Es ist ebenfalls alternativ denkbar, dass ein mechanischer Kraftspeicher vorgesehen ist, welcher die Kameraeinheit 4 ohne die Aktivierung der Antriebseinheit 7, insbesondere des Elektromotors 8, zurück in ihre inaktive Stellung bewegt.

Der beispielsweise als Federelement ausgebildete Kraftspeicher wird beim Bewegen der Kameraeinheit 4 von der inaktiven Stellung in die aktive Stellung, insbesondere durch das Gehäuse 6, zusammengedrückt. Wenn die Kameraeinheit 4 wieder zurück in die inaktive Stellung bewegt werden soll, wird die Antriebseinheit 7 deaktiviert und der Kraftspeicher entspannt sich, wodurch die Kameraeinheit 4 wieder zurück in die inaktive Stellung bewegt wird.

Ebenfalls ist es denkbar, dass die Antriebseinheit 7 der Kameraeinheit 4 zugeordnet ist, wobei der Elektromotor 8 und das Zahnrad 9 in oder an dem Gehäuse 6 der Kameraeinheit 4 angeordnet sind. In diesem Fall ist die Zahnstange 10 fest, beispielsweise mit der Karosserie 3, verbunden und beabstandet sowie getrennt von dem Gehäuse 6 angeordnet. Wenn der Rückwärtsgang des Kraftfahrzeugs durch den Benutzer eingelegt wird, wird der Elektromotor 8 aktiviert und treibt das Zahnrad 9 an. Dabei rollt das Zahnrad 9 auf der relativ zum Gehäuse 6 fest angeordneten Zahnstange 10 ab und bewegt das Gehäuse 6 aufweisend die Kameraeinheit 4 in die aktive Stellung.

In der 2a und der 2b ist ein Ausführungsbeispiel gemäß einer zweiten Ausführungsform gezeigt. Bauteile im zweiten Ausführungsbeispiel, welche im ersten Ausführungsbeispiel bereits beschrieben sind, erhalten dieselben Bezugszeichen wie im ersten Ausführungsbeispiel.

Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich vom ersten Ausführungsbeispiel dadurch, dass im zweiten Ausführungsbeispiel eine Öffnung 2 in einer inaktiven Stellung einer Kameraeinheit 4 durch eine Antriebseinheit 7 verschlossen wird. Die Antriebseinheit 7 umfasst zumindest einen Elektromotor 8, einen Exzenter 15 und ein an den Exzenter 15 angespritztes Zahnrad 21, welches mit dem Elektromotor 8, insbesondere mit einer Antriebswelle 22, in Wirkverbindung steht und von dieser angetrieben wird. Im vorliegenden Fall dient der Exzenter 15 als Gehäuse 6 für die Kameraeinheit 4.

Selbstverständlich ist es auch denkbar, ein Gehäuse 6 der Kameraeinheit 4 auf dem Exzenter 15 anzuordnen, in welchem die Kameraeinheit 4 angeordnet ist. Es ist ebenfalls möglich, das Gehäuse 6 der Kameraeinheit 4 separat in dem Exzenter 15 anzuordnen. An dem Exzenter 15 ist ein Anschlag 17 angeordnet, welcher den Verfahrweg des Exzenters 15 begrenzt, wobei der Anschlag 17 einteilig mit einem Grundkörper 16 des Exzenters 15 ausgebildet ist.

Wie in 2a zu erkennen ist, liegt bei der inaktiven Stellung der Kameraeinheit 4 der Anschlag 17 an einer Karosserie 3 des Kraftfahrzeugs an. Um ein Durchströmen von Flüssigkeit durch die Öffnung 2 in einen Raum hinter der Karosserie 3 zu verhindern, ist ein Dichtelement 12 an der Karosserie 3 angeordnet, welche in der inaktiven bzw. aktiven Stellung mit dem Exzenter 15, insbesondere mit dem Anschlag 17 und dem Gehäuse 6, in Kontakt ist.

In der 3a, 3b und der 3c ist ein Ausführungsbeispiel gemäß einer dritten Ausführungsform gezeigt. Bauteile im dritten Ausführungsbeispiel, welche im ersten bzw. zweiten Ausführungsbeispiel bereits beschrieben sind, erhalten dieselben Bezugszeichen wie im ersten bzw. zweiten Ausführungsbeispiel.

Das dritte Ausführungsbeispiel offenbart einen Exzenter 15 aufweisend einen Grundkörper 16 und einen Anschlag 17, wobei der Anschlag 17 einteilig mit dem Grundkörper 16 ausgebildet ist. Ein im Wesentlicher ovalförmigen Exzenter 15 weist einen Abschnitt 18 auf, in welchem eine Kameraeinheit 4 angeordnet ist. In der 3a befindet sich die Kameraeinheit 4 in ihrer inaktiven Stellung. In dieser Stellung wird die Öffnung 2 durch die Antriebseinheit 7, insbesondere durch dem der Antriebseinheit 7 zugeordneten Exzenter 15, verschlossen. Dabei liegt der Exzenter 15 mit seinem Grundkörper 16 und dem Anschlag 17 an einem an einer Karosserie 3 angeordneten Dichtelement 12 an. Somit ist die Öffnung 2 staubdicht und wasserdicht gegenüber der Umwelt verschlossen. Wird die Kameraeinheit 4 in die aktive Stellung bewegt, dann wird anders als im zweiten Ausführungsbeispiel der Abschnitt 18 aus der Öffnung 2 herausgeführt, so dass sich ein Teil der Kameraeinheit 4, insbesondere die Linse 5 vor der Karosserie 3 befindet. Dadurch ist es möglich, mit einer Kamera 20 einen größeren Bereich hinter oder vor dem Kraftfahrzeug bildlich zu erfassen.

Des Weiteren ist ein als Pinsel ausgebildetes Reinigungselement 13 an der Karosserie 3 angeordnet, welches beim Bewegen der Kameraeinheit 4 die Linse 5 der Kamera 20 reinigt.

In der 4a, in der 4b und in der 4c ist ein Ausführungsbeispiel gemäß einer vierten Ausführungsform dargestellt. Bauteile im vierten Ausführungsbeispiel, welche in den Ausführungsbeispielen eins bis drei bereits beschrieben sind, erhalten dieselben Bezugszeichen wie in den ersten drei Ausführungsbeispielen.

Das vierte Ausführungsbeispiel baut auf dem dritten Ausführungsbeispiel auf. Im vierten Ausführungsbeispiel wird zusätzlich eine Karosserie 3 mit einem als Emblem ausgebildeten Abdeckelement 19 versehen. Das Abdeckelement 19 überdeckt bzw. verschließt die Öffnung 2, welche in der Karosserie 3 angeordnet ist. Wenn die Kameraeinheit 4 durch den Elektromotor 8 in die aktive Stellung bewegt wird, stößt der Exzenter 15 mit einem Abschnitt 18 an das Abdeckelement 19 und drückt dieses in eine geöffnete Stellung, in welcher das Abdeckelement 8 beabstandet zu der Karosserie 3 angeordnet ist. Dem Abdeckelement 19 ist ein nicht gezeigter Kraftspeicher, insbesondere ein Federlement, zugeordnet, welcher das Abdeckelement 19 wieder in seine geschlossene Stellung zurückbewegt, wenn die Kameraeinheit 4 wieder zurück in ihre inaktive Stellung bewegt wird. Ferner ist wie im dritten Ausführungsbeispiel an dem Exzenter 15 ein Anschlag 17 angeordnet, welcher den Verfahrweg der Kameraeinheit 4 begrenzt. Des Weiteren ist ein als Pinsel ausgebildetes Reinigungselement 13 an der Karosserie angeordnet, welches beim Bewegen der Kameraeinheit 4 die Linse 5 reinigt.

Grundsätzlich kann jede der hier beschriebenen Ausführungsformen ein Emblem gemäß der vierten Ausführungsform umfassen, welches die Öffnung 2 verdeckt. Des Weiteren kann alternativ das Dichtelement 12 auch am Kameramodul 1 angeordnet sein. Das Reinigungselement 13 kann anstatt eines Pinsels auch als Düse ausgebildet sein, welche die Linse 5 mit Flüssigkeit bespritzt.

Bezugszeichenliste

1
Kameramodul
2
Öffnung
3
Karosserie
4
Kameraeinheit
5
Linse
6
Gehäuse
7
Antriebseinheit
8
Elektromotor
9
Zahnrad
10
Zahnstange
11
Gehäuseabschnitt
12
Dichtelement
13
Reinigungselement
14
Anschlag an der Karosserie 3
15
Exzenter
16
Grundkörper
17
Anschlag des Exzenters 14
18
Abschnitt des Exzenters
19
Abdeckelement
20
Kamera
21
angespritztes Zahnrad
22
Antriebswelle