Title:
Stromwandler
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Ein Stromwandler (3) mit einem Isolierstoffgehäuse (27) wird beschrieben, dass eine Leiterdurchführungsöffnung (5) und eine benachbart zu der Leiterdurchführungsöffnung (5) angeordnete Stromabgriffwicklung (4) und mit der Stromabgriffwicklung (4) elektrisch leitend verbundene Stromabgriffwicklungs-Anschlusskontakte hat.
Erfindungsgemäß ragt eine Kontaktzunge (12) von dem Isolierstoffgehäuse (27) ab. Die Kontaktzunge (12) ist parallel zu einem durch die Leiterdurchführungsöffnung (5) hindurchgeführten elektrischen Leiter (6) ausgerichtet und zum Anschluss an einer Leiteranschlussklemme (1) vorgesehen.





Inventors:
Meyer, Michael (32479, Hille, DE)
Application Number:
DE102015113646A
Publication Date:
02/23/2017
Filing Date:
08/18/2015
Assignee:
WAGO Verwaltungsgesellschaft mbH, 32423 (DE)
International Classes:
H01F38/30; H01R9/26; G01R15/18
Domestic Patent References:
DE10231727A1N/A2004-01-22
Foreign References:
200701360102007-06-14
200901865042009-07-23
Attorney, Agent or Firm:
Gramm, Lins & Partner Patent- und Rechtsanwälte PartGmbB, 30173, Hannover, DE
Claims:
1. Stromwandler (3) mit einem Isolierstoffgehäuse (27), das eine Leiterdurchführungsöffnung (5) und eine benachbart zu der Leiterdurchführungsöffnung (5) angeordnete Stromabgriffwicklung (4) und mit der Stromabgriffwicklung (4) elektrisch leitend verbundene Stromabgriffwicklung-Anschlusskontakte hat, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kontaktzunge (12) von dem Isolierstoffgehäuse (27) abragt, wobei die Kontaktzunge (12) parallel zu einem durch die Leiterdurchführungsöffnung (5) hindurchgeführten elektrischen Leiter (6) ausgerichtet ist und zum Anschluss an einer Leiteranschlussklemme (1) vorgesehen ist.

2. Stromwandler (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktzunge (12) mit einem Spannungsabgriff-Anschlusskontakt (17) elektrisch leitend verbunden ist.

3. Stromwandler (3) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktzunge (12) angrenzend an die Stromabgriffwicklung (4) angeordnet ist.

4. Stromwandler (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktzunge (12) eine benachbart zu der Stromabgriffwicklung (4) angeordnete Kontaktfläche (15) hat und eine Sicherung (14) auf der Kontaktfläche (15) auflagerbar ist, die zur elektrisch leitenden Verbindung der Kontaktfläche (15) mit dem Spannungsabgriff-Anschlusskontakt (17) vorgesehen ist.

5. Stromwandler (3) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannungsabgriff-Anschlusskontakt (17) elektrisch leitend mit einer Sicherungshaube (16) verbindbar ist, die gegenüberliegend zur Kontaktfläche (15) der Kontaktzunge (12) auf die Sicherung (14) aufsetzbar ist und eine von einem ersten Kontaktbereich der Sicherungshaube (16) zur Kontaktierung der Sicherung (14) zu einem zweiten Kontaktbereich der Sicherungshaube (16) zur Kontaktierung des Spannungsabgriff-Anschlusskontaktes (17) führenden elektrischen Leiter hat.

6. Stromwandler (3) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannungsabgriff-Anschlusskontakt (17) eine Durchführungsöffnung (25) zur Aufnahme der Sicherung (14) hat, und dass der zweite Kontaktbereich der Sicherungshaube (16) an dem die Durchführungsöffnung (25) begrenzenden Bereich zur elektrischen Kontaktierung anliegt.

7. Stromwandler (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromabgriff-Anschlusskontakte und der Spannungsabgriff-Anschlusskontakt (17) in einer gemeinsamen Leiteranschlussklemme an dem Stromwandler (3) integriert sind.

8. Stromwandler (3) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiteranschlussklemme eine Steckbuchse zur Aufnahme eines Steckverbinders oder ein Steckverbinder mit Anschlusskontakten zum Anschluss elektrischer Leiter ist.

9. Stromwandler (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromabgriff-Anschlusskontakte mit einer Kurzschlussbrücke verbindbar sind und die Kurzschlussbrücke einen beweglichen Schaltkontakt hat, der zum Trennen der Verbindung der Kurzschlussbrücke mit den Stromabgriff-Anschlusskontakten ausgebildet ist, wenn Gegenkontakte an den Stromabgriff-Anschlusskontakten angeschlossen sind.

10. Stromwandler (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromabgriffwicklung (4) vollumfänglich die Leiterdurchführungsöffnung (5) umgebende Wicklungen hat oder als Rogowskispule ausgeführt ist.

11. Stromwandler (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stromwandler (3) an eine auf eine Tragschiene (2) aufsetzbare Reihenklemme angepasst ist, insbesondere angepasst an die Kontur des Isolierstoffgehäuses wobei die Reihenklemme eine Leitereinführungsöffnung (19) und benachbart hierzu eine Brückeröffnung (13) hat und die Kontaktzunge (12) zum Einführen in die Brückeröffnung (13) und ein durch die Leiterdurchführungsöffnung (5) hindurchgeführter elektrischer Leiter (6) zum Einführen in die Leitereinführungsöffnung (19) vorgesehen ist.

Description:

Die Erfindung betrifft einen Stromwandler mit einem Isolierstoffgehäuse, das eine Leiterdurchführungsöffnung und eine benachbart zu der Leiterdurchführungsöffnung angeordnete Stromabgriffwicklung und mit der Stromabgriffwicklung elektrisch leitend verbundene Stromabgriff-Anschlusskontakte hat.

DE 10 2011 102 978 A1 zeigt einen Strommessumformer zum Messen eines durch ein elektrisches Kabel fließenden Stroms mit einem Sondenring. Der Sondenring ist in einen Basisringabschnitt und zumindest einen beweglichen Ringabschnitt unterteilt, sodass dieser zum Einlegen eines elektrischen Kabels geöffnet werden kann.

US 3,208,021 A beschreibt einen Kurzschlussmechanismus für einen Stromwandler. Dabei sind die Wicklungen zu Anschlusskontakten an der Außenseite des Stromwandlers (Strommessumformers) geführt und können dort mit einer Kurzschlussbrücke kurzgeschlossen werden.

US 7,955,102 B2 offenbart einen Stromwandler mit einem Steckkontaktanschluss und einem in den Steckkontaktanschluss integrierten Kurzschlussschalter. Auf den Steckkontaktanschluss kann ein Steckverbinder aufgesetzt werden, der den Kurzschlussschalter mit einer vorstehenden Nase verlagert und den Kurzschluss zwischen den Stromabgriff-Anschlusskontakten aufhebt. Bei nicht aufgesetztem Steckverbinder sind die Stromabgriff-Anschlusskontakte elektrisch leitend miteinander verbunden, um so einen Leerlauf der Stromabgriffwicklungen zu verhindern.

DE 10 2007 107 279 A1 offenbart einen Stromwandler mit einer Kurzschlusswicklung, die in ein den Stromwandler umgebendes Gehäuse integriert ist.

Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Stromwandler zu schaffen, bei dem zugleich das an dem elektrischen Leiter anliegende Spannungspotential mit abgegriffen werden kann.

Die Aufgabe wird mit dem Stromwandler mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Es wird vorgeschlagen, dass der Stromwandler eine Kontaktzunge hat, die von dem Isolierstoffgehäuse abragt. Die Kontaktzunge ist parallel zu einem durch eine Leiterdurchführungsöffnung hindurchgeführten elektrischen Leiter, d.h. parallel zu der Achse der Leiterdurchführungsöffnung ausgerichtet und zum Anschluss an einer Leiteranschlussklemme vorgesehen.

Damit kann der Stromwandler an eine Leiteranschlussklemme angeschlossen werden, sodass der durch die Leiterdurchführungsöffnung hindurchgeführte elektrische Leiter parallel über die Leiteranschlussklemme mit der Kontaktzunge und dem damit verbundenen Spannungsabgriff-Anschlusskontakt elektrisch leitend verbunden ist.

Die Kontaktzunge kann dabei mit einem Spannungsabgriff-Anschlusskontakt des Stromwandlers elektrisch leitend verbunden sein, über den das Spannungspotential des elektrischen Leiters abgreifbar ist.

Die Leiteranschlussklemme kann bspw. eine Reihenklemme sein, die auf eine Tragschiene aufsetzbar ist. Der Stromwandler wird dann auf die Leiteranschlussklemme aufgesetzt, indem die Kontaktzunge in eine zu einem Klemmanschluss führende Öffnung der Leiteranschlussklemme eingesteckt wird. Die Kontaktzunge wird dann über den Klemmanschluss mit einem Leiterklemmanschluss der Leiteranschlussklemme elektrisch leitend verbunden, die zum Anklemmen eines elektrischen Leiters dient. Hierzu wird der zu überprüfende elektrische Leiter durch die Leiterdurchführungsöffnung hindurchgeführt und an die hierfür vorgesehene Klemmstelle der Leiteranschlussklemme angeklemmt. Der Stromwandler bildet so eine Einheit mit der zugeordneten Leiteranschlussklemme, wobei die Leiterdurchführungsöffnung mit Hilfe der in die Leiteranschlussklemme eingesteckten Kontaktzunge zur Leiteranschlussklemme positioniert ist. Der Abstand der Kontaktzunge zum Mittelpunkt der Leiterdurchführungsöffnung des Stromwandlers entspricht dabei im Wesentlichen dem Abstand der Öffnung zur Aufnahme der Kontaktzunge in der Leiteranschlussklemme zu dem Mittelpunkt der Leitereinführungsöffnung der Leiteranschlussklemme.

Denkbar ist aber auch, dass der Stromwandler zunächst über einen elektrischen Leiter geschoben oder auf einen bereits an die Leiteranschlussklemme angeklemmten elektrischen Leiter aufgesteckt wird. Der elektrische Leiter ist dabei vor dem Andocken des Stromwandlers an die Leiteranschlussklemme in eine entsprechende Leitereinführungsöffnung der Leiteranschlussklemme eingeführt und an die Leiteranschlussklemme angeklemmt.

Die Kontaktzunge des Stromwandlers kann angrenzend zur Stromabgriffwicklung angeordnet sein. Damit wird ein sehr kompakter Aufbau möglich, bei der die Kontaktzunge neben der durch die Leiterdurchführungsöffnung der Stromabgriffwicklung definierten Leitereinführungsachse positioniert wird.

Die Kontaktzunge kann eine benachbart zu der Stromabgriffwicklung angeordnete Kontaktfläche haben. Dann ist eine Sicherung auf der Kontaktfläche auflagerbar, die zur elektrisch leitenden Verbindung der Kontaktfläche mit dem Spannungsabgriff-Anschlusskontakt vorgesehen ist. Auf diese Weise wird der Spannungsabgriff bzw. die an dem Spannungsabgriff angeschlossenen oder nachgelagerten elektrischen Bauteile vor einer Überlastung durch zu hohen Stromfluss geschützt. Eine solche Sicherung kann bspw. eine Schmelzsicherung mit zylinderförmigen Glas- oder Keramikkörper und Metallkappen an den einander gegenüberliegenden Enden sein. Eine solche Sicherung kann dann mit einer Metallkappe auf die Kontaktfläche aufgesetzt werden.

In diesem Zusammenhang kann eine Sicherungshaube vorgesehen sein. Der Spannungsabgriff-Anschlusskontakt ist dabei elektrisch leitend mit der Sicherungshaube verbindbar. Die Sicherungshaube ist gegenüberliegend zur Kontaktfläche der Kontaktzunge auf die Sicherung aufsetzbar. Sie hat einen von einem ersten Kontaktbereich der Sicherungshaube zur Kontaktierung der Sicherung zu einem zweiten Kontaktbereich der Sicherungshaube zur Kontaktierung des Spannungsabgriff-Anschlusskontaktes führenden elektrischen Leiter. Dieser elektrische Leiter kann als Drahtleiter oder als Blechteil oder als aufgedampfte Leiterbahn ausgeführt sein.

Bei einem solchen Stromwandler kann der Spannungsabgriff-Anschlusskontakt eine Durchführungsöffnung zur Aufnahme der Sicherung haben. Der zweite Kontaktbereich der Sicherungshaube liegt dann an dem die Durchführungsöffnung begrenzenden Bereich zur elektrischen Kontaktierung an. Mit Hilfe dieser Durchführungsöffnung des Spannungsabgriff-Anschlusskontaktes wird eine Halterung für die Sicherung bereitgestellt, sodass die Sicherung in die Durchführungsöffnung eingesteckt und auf der Kontaktfläche der Kontaktzunge aufgelagert wird.

Die Stromabgriff-Anschlusskontakte und der Spannungsabgriff-Anschluss-Kontakt können in einer gemeinsamen Leiteranschlussklemme an dem Stromwandler integriert sein. Dies hat den Vorteil, dass der Anschluss eines Messgerätes sehr schnell und einfach über die gemeinsame Leiteranschlussklemme erfolgen kann.

Die Leiteranschlussklemme kann dabei als Steckbuchse zur Aufnahme eines Steckverbinders ausgeführt sein. Denkbar ist aber auch, dass die Leiteranschlussklemme einen Steckverbinder mit Anschlusskontakten zum Anklemmen elektrischer Leiter hat. Ein solcher Steckverbinder kann bspw. Federkraftanschlussklemmen haben, an die Messleitungen angeklemmt werden. Die Messleitungen werden dabei in Leitereinführungsöffnungen des Steckverbinders eingeführt und zu den zugeordneten Federkraftklemmen geleitet.

Die Stromabgriff-Anschlusskontakte können mit einer Kurzschlussbrücke verbindbar sein. Die Kurzschlussbrücke hat dabei einen beweglichen Schaltkontakt, der zum Trennen der Verbindung der Kurzschlussbrücke mit den Stromabgriff-Anschlusskontakten ausgebildet sind, wenn Gegenkontakte an den Stromabgriff-Anschlusskontakten angeschlossen sind. Damit wird durch die Integration einer Kurzschlussbrücke in den Bereich der Stromabgriff-Anschlusskontakte ein Schutzmechanismus bereitgestellt, welcher die Stromabgriffwicklung vor einem schädlichen Leerlauf bei offenen Wicklungsenden und Stromfluss durch den gemessenen elektrischen Leiter schützt.

Die Stromabgriffwicklung kann vollumfänglich die Leiterdurchführungsöffnung umgebende Wicklungen haben. Denkbar ist aber auch, dass die Stromabgriffwicklung als Rogowskispule, d.h. als toroidförmige Luftspule ausgeführt ist. Eine Rogowskispule besteht dabei aus einem Leiterdraht, der um einen mindestens teilkreisförmig gebogenen Stab aus einem nicht leitenden und nicht ferromagnetischen Werkstoff gewickelt ist. Dabei ist der Leiterdraht der Luftspule um den Ring des Spulenkörpers so gewickelt, dass die Anschlussenden des Leiterdrahtes nebeneinander liegen. Mit einer solchen toroidförmigen Luftspule ist es möglich, dass diese den elektrischen Leiter nur teilkreisförmig umgibt, sodass der elektrische Leiter in eine Öffnung der Rogowskispule eingelegt werden kann.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit den beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:

1 – perspektivische Ansicht einer Leiteranschlussklemme mit darauf aufgesetztem Stromwandler;

2 – Seitenansicht des Stromwandlers aus 1;

3 – perspektivische Teilschnittansicht der Leiteranschlussklemme mit darauf aufgesetztem Stromwandler;

4 – Seiten-Teilschnittansicht des Stromwandlers aus 1 bis 3;

5 – Seitenansicht des Stromwandlers;

6 – Ansicht des Stromwandlers aus 5 von unten;

7 – perspektivische Frontansicht des Stromwandlers;

8 – perspektivische Rückseitenansicht des Stromwandlers;

9 – Seitenansicht der Leiteranschlussklemme mit darauf aufgesetztem Stromwandler und dem durchgeführten und angeklemmten elektrischen Leiter.

1 lässt eine perspektivische Ansicht einer Leiteranschlussklemme 1 in Form einer auf eine Tragschiene 2 aufgesetzten Reihenklemme erkennen. Auf diese Leiteranschlussklemme 1 ist an einer Schmalseitenfront ein Stromwandler 3 aufgesetzt. Dieser Stromwandler 3 ist im Teilschnitt dargestellt. Die Leiteranschlussklemme 1 ist zum besseren Verständnis teiltransparent dargestellt.

Der Stromwandler 3 hat eine Stromabgriffwicklung 4, die mindestens über einen Teil seines Umfangs eine Leiterdurchführungsöffnung 5 begrenzt. Ein elektrischer Leiter 6 kann auf diese Weise durch die Leiterdurchführungsöffnung 5 hindurchgeführt und an einer Klemmstelle an die Leiteranschlussklemme 1 angeklemmt werden. Bei einem Stromfluss durch den elektrischen Leiter 6 wird ein Strom in der Stromabgriffwicklung 4 induziert, der dann gemessen werden kann. Auf diese Weise ist eine berührungslose Messung des im elektrischen Leiter 6 fließenden elektrischen Stroms möglich. Derartige Stromwandler 3 sind an sich hinlänglich bekannt.

Die Stromabgriffwicklung 4 ist an Steckkontakte eines Steckverbinders 7 geführt. Der Steckverbinder 7 ist als Stiftleiste mit einem Isolierstoffgrundkörper und darin eingebauten Lötstiften als Steckkontakte ausgeführt. Auf diesem Steckverbinder 7 kann ein Gegensteckverbinder 8 z.B. in Form einer Federleiste mit Federkraftklemmanschlüssen zum Anklemmen elektrischer Leiter, die in zugeordneten Leitereinführungsöffnungen 9 des Gegensteckverbinders 8 eingeführt werden, ausgeführt werden. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel hat der Gegensteckverbinder 8 eine Griffleiste 10, die zugleich als Leiterhalterung dienen kann.

Der Steckverbinder 7 ist in ein Isolierstoffgehäuse 11 des Stromwandlers 3 integriert.

Der Stromwandler 3 hat eine Kontaktzunge 12, die von dem Isolierstoffgehäuse 11 abragt und in eine zugeordnete Öffnung, wie beispielsweise eine Brückeröffnung 13 der Leiteranschlussklemme 1 eingeführt wird. Dort wird die Kontaktzunge 12 elektrisch leitend beispielsweise mit Hilfe eines Federkraftklemmanschlusses mit dem Klemmanschluss der Leiteranschlussklemme 1 zum Anklemmen des elektrischen Leiters 6 verbunden. Damit liegt an der Kontaktzunge 12 das am elektrischen Leiter 6 vorhandene elektrische Spannungspotential an. Dieses wird über die Kontaktzunge zu einem Steckkontakt im Steckverbinder 7 geführt, indem die Kontaktzunge 12 elektrisch leitend mit dem zugeordneten Steckkontakt des Steckverbinders 7 verbunden ist.

In dem dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt die elektrisch leitende Verbindung mit Hilfe einer Sicherung 14. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine zylinderförmige Schmelzsicherung vorgesehen, die auf einer benachbart zur Stromabgriffwicklung 4 angeordnete Kontaktfläche 15 der Kontaktzunge 12 aufliegt. Die gegenüberliegende Seite der Sicherung 14 ist über eine Sicherungshaube 16 elektrisch leitend mit dem Spannungsabgriff-Anschlusskontakt 17 verbunden. Hierzu liegt die Sicherungshaube 16 auf einem plattformartigen Bereich auf, der eine Durchführungsöffnung zur Aufnahme der Sicherung 14 hat und mit dem an die Durchführungsöffnung angrenzenden Bereich eine Kontaktfläche für die Sicherungshaube 16 bereitstellt.

2 lässt die Anordnung aus 1 in der Seitenansicht erkennen. Hier wird nochmals deutlicher, dass die Kontaktzunge 12 in den Innenraum der Leiteranschlussklemme 1 hineingeführt ist und benachbart zum abisolierten Ende des elektrischen Leiters 6 liegt. Dort kann dann eine elektrisch leitende Verbindung zwischen der Kontaktzunge 12 und dem elektrischen Leiter 6 durch einen Federkraftklemmanschluss in an sich bekannter Weise erfolgen. Die Kontaktzunge 12 wird dabei bevorzugt in eine Brückerschachtöffnung 13 der Leiteranschlussklemme 1 eingeführt und mit einer Stromschiene der Leiteranschlussklemme 1 elektrisch leitend verbunden. Der elektrische Leiter 6 wird an der gegenüberliegenden Seite der Leiteranschlussklemme 1 mit einem dort einführbaren weiteren elektrischen Leiter zur Strom-/Spannungszugführung verbunden. Dies ist an sich bekannt und nicht dargestellt.

Aus dieser Darstellung wird deutlich, dass der Steckkontakt (Lötstift) des Steckverbinders 7 in einen Spannungsabgriff-Anschlusskontakts 17 übergeht und die Sicherung 14 durch die Plattform des Spannungsabgriff-Anschlusskontaktes 17 hindurchgeführt ist. Die Sicherungshaube 16 ist auf die Sicherung 14 aufgesetzt und steht in elektrisch leitendem Kontakt mit dem Spannungsabgriff-Anschlusskontakt 17. Damit wird die in den Innenraum der Sicherungshaube 16 eintauchende Sicherung 14 elektrisch leitend über eine der Sicherungshaube 16 vorhandene Leiterbahn mit dem Spannungsabgriff-Anschlusskontakt 17 elektrisch leitend kontaktiert.

3 lässt eine perspektivische Ansicht der Anordnung aus 1 und 2 erkennen. Hier sind die Steckkontakte 18 des Steckverbinders 7 sichtbar, die in Form von Lötstiften ausgeführt und in den Isolierstoffrahmen der Federleiste eingebaut sind. Ein Paar dieser Steckkontakte 18 sind elektrisch leitend mit den beiden Wicklungsenden der Stromabgriffwicklung 4 verbunden. Auf diese Weise kann durch Aufstecken des Gegensteckverbinders 8 ein Messgerät über einen Gegensteckverbinder 8 angeschlossene Messleitung mit der Stromabgriffwicklung 4 verbunden und der durch den elektrischen Leiter 6 fließende Strom gemessen werden.

Die Kontaktzunge 12 ist in eine Brückeröffnung 13 der Leiteranschlussklemme 1 eingeführt. Die Brückeröffnung 13 ist angrenzend an eine Leitereinführungsöffnung 19 der Leiteranschlussklemme zum Einführen eines elektrischen Leiters 6 angeordnet. Auf diese Weise werden die Kontaktzunge 12 und das abisolierte elektrische Ende des eingeführten elektrischen Leiters 6 benachbart zueinander in der Leiteranschlussklemme 1 positioniert und können über einen Federkraftklemmanschluss der Leiteranschlussklemme 1 elektrisch leitend miteinander verbunden werden. Das an der Kontaktzunge 12 anliegende elektrische Spannungspotential des elektrischen Leiters wird dann zu einem weiteren Steckkontakt 18 des Steckverbinders 7 geführt. Dies erfolgt wie beschrieben in diesem Ausführungsbeispiel über eine zusätzliche, aber grundsätzlich optionale Sicherung 14, wie beispielsweise einer Glasschmelzsicherung.

4 lässt eine Seiten-Teilschnittansicht des Stromwandlers 3 erkennen. Hier wird nochmals deutlich, dass die Kontaktzunge 12 aus dem Stromwandler 3 herausragt. Die Sicherung 14 liegt auf einer benachbart zur Stromabgriffwicklung 4 angeordnete Kontaktfläche 15 auf. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel hat die Kontaktzunge 12 ausgehend von der Kontaktfläche 15 beidseits von der Ebene der Kontaktfläche 15 in Richtung Leiterdurchführungsöffnung 5 bzw. elektrischen Leiter heruntergebogene Zungenabschnitte 20. Diese sind an den Klemmkontakt in der Brückeröffnung 13 der Leiteranschlussklemme 1 angepasst.

Erkennbar ist weiterhin, dass der Spannungsabgriff-Anschlusskontakt 17 einen in Richtung der Kontaktzunge 12 abragenden Kragen 21 hat. Mit Hilfe dieses Kragens 21 wird ein Innengewinde für das Anschrauben der Sicherungshaube 16 bereitgestellt. Der Kragen 21 begrenzt eine Durchführungsöffnung, in die die Sicherung 14 eingesteckt wird.

Deutlich wird, dass die Sicherung 14 an einander gegenüberliegenden Enden jeweils einen Metallkontakt 22a, 22b und einen dazwischenliegenden Sicherungskörper beispielsweise aus Glas oder Keramik hat. Ein solcher Aufbau von Schmelzsicherungen ist hinlänglich bekannt.

Weiterhin ist erkennbar, dass die Leiterdurchführungsöffnung 5 durch eine Führungshülse 23 begrenzt wird, die von der Stromwicklung 4 umgeben ist und sich parallel zur Kontaktzunge 12 in dieselbe Richtung erstreckt. Diese Führungshülse 23 ist von ihrer Kontur an die frontseitige Kontur der zugeordneten Leiteranschlussklemme 1 angepasst, so dass der Stromwandler 3 passgenau auf die Leiteranschlussklemme 1 aufgesetzt werden kann.

5 lässt eine Seitenansicht des Stromwandlers 3 im Teilschnitt ohne Isolierstoffgehäuse erkennen. Der Stromwandler 3 hat eine Leiterplatte 24 als zentrales Element. Die Steckkontakte 18 (Lötstifte) des Steckverbinders 7 sind in diese Leiterplatte 24 eingesteckt und daran angelötet. Auf diese Weise wird der als Stiftleise ausgeführte Steckverbinder 7 fest mit der Leiterplatte 24 verbunden. Über die Leiterplatte 24 sind dann die Wicklungsenden der Stromabgriffwicklung 4 elektrisch leitend mit den zugeordneten Steckkontakten 18 des Steckverbinders 7 verbunden (verlötet).

Ebenso ist der Spannungsabgriff-Anschlusskontakt 17 an die Leiterplatte 24 angelötet und mit dem zugeordneten Steckkontakt 18 verbunden. Die Leiterplatte 24 mit den daran angelöteten weiteren Elementen ist dann in ein in dieser Darstellung nicht gezeigtes Isolierstoffgehäuse eingebaut.

6 lässt eine Draufsicht auf den Stromwandler 3 erkennen. Hier wird deutlich, dass der Spannungsabgriff-Anschlusskontakt 17 eine z.B. rechteckförmige Grundplatte mit einer Durchführungsöffnung 25 zur Aufnahme einer Sicherung hat. Der Spannungsabgriff-Anschlusskontakt 17 ist dabei elektrisch leitend mit einem zugeordneten Steckkontakt 18 (Lötstift) des Steckverbinders 7 verbunden.

7 lässt eine perspektivische Frontansicht des Stromwandlers 3 erkennen. Der Steckverbinder 7 hat vier Steckkontakte 18 (Lötstifte), von denen nur drei genutzt werden. Zwei dieser Steckkontakte 18 sind mit den Wicklungsenden der Stromabgriffwicklung 4 verbunden. Ein vorzugsweise äußerer, von den beiden Stromabgriffkontakten entfernter Steckkontakt 18 ist mit der Kontaktzunge 12 elektrisch leitend verbunden.

8 lässt eine perspektivische Rückseitenansicht des Stromwandlers 3 erkennen. Dabei wird deutlich, dass die Wicklungsenden 26 der Stromabgriffwicklung 4 an der Leiterplatte 24 verlötet und elektrisch leitend mit einem jeweils zugeordneten Steckkontakt 18 des Steckverbinders 7 verbunden sind. Der Spannungsabgriff-Anschlusskontakt 17 ist ebenfalls in die Leiterplatte 24 geführt und mit dem angrenzend hieran verlöteten Steckkontakt 18 (Lötstift) des Steckverbinders 7 elektrisch leitend verbunden.

Deutlich wird weiterhin, dass die Sicherung 14 auf der Kontaktfläche 15 der Kontaktzunge 12 aufliegt. Hierbei wird nochmals deutlicher, dass von der Kontaktzunge 12 aus der Ebene der Kontaktfläche 15 seitlich und frontseitig Kontaktebenen 20 abgebogen sind (z.B. durch Tiefziehen oder Stanzen).

9 lässt eine Seitenansicht der Leiteranschlussklemme 1 mit einem darauf aufgesetztem Stromwandler 3 erkennen. Die Leiteranschlussklemme 1 ist dabei in an sich bekannter Weise auf eine Tragschiene 2 aufgerastet. Der Stromwandler 3 ist mit der Kontur seines Isolierstoffgehäuses 27 an die frontseitige Kontur des Isolierstoffgehäuses der Leiteranschlussklemme 1 angepasst. Erkennbar ist, dass die Steckkontakte des Steckkontaktes 7 zum einfachen Anklemmen eines Messgerätes bereitgestellt werden. Hierzu kann einfach ein Gegensteckverbinder 8 in den Steckverbinder 7 eingesteckt werden und die mit dem Gegensteckverbinder 8 angeschlossenen Messleitungen (nicht dargestellt) können zu einem Messgerät (ebenfalls nicht dargestellt) geführt werden.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102011102978 A1 [0002]
  • US 3208021 A [0003]
  • US 7955102 B2 [0004]
  • DE 102007107279 A1 [0005]