Title:
Kamera für ein Kraftfahrzeug mit induktiver Heizeinrichtung, Kameraanordnung sowie Kraftfahrzeug
Kind Code:
A1
Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Kamera (4) für ein Kraftfahrzeug (1), mit einer Gehäuseanordnung (8) und mit einer Linseneinrichtung (11), welche zumindest eine Linse umfasst und welche zumindest bereichsweise aus einem elektrisch leitfähigen Material gebildet ist, wobei die Gehäuseanordnung (8) eine Durchgangsöffnung aufweist, in welcher die Linseneinrichtung (11) zumindest bereichsweise angeordnet ist, wobei die Kamera (4) eine induktive Heizeinrichtung (17) zum induktiven Heizen der Linseneinrichtung (11) aufweist.



Inventors:
Daujotas, Tomas (County Galway, Tuam, IE)
Application Number:
DE102015111281
Publication Date:
01/19/2017
Filing Date:
07/13/2015
Assignee:
Connaught Electronics Ltd., County Galway (Tuam, IE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE19847338C1N/A2000-08-24
DE3343712C2N/A1992-10-08
DE1052232BN/A1959-03-05
Attorney, Agent or Firm:
Jauregui Urbahn, Kristian, Dr. rer. nat., 74321, Bietigheim-Bissingen, DE
Claims:
1. Kamera (4) für ein Kraftfahrzeug (1), mit einer Gehäuseanordnung (8) und mit einer Linseneinrichtung (11), welche zumindest eine Linse umfasst und welche zumindest bereichsweise aus einem elektrisch leitfähigen Material gebildet ist, wobei die Gehäuseanordnung (8) eine Durchgangsöffnung aufweist, in welche die Linseneinrichtung (11) zumindest bereichsweise eingebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamera (4) eine induktive Heizeinrichtung (17) zum induktiven Heizen der Linseneinrichtung (11) aufweist.

2. Kamera (4) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die induktive Heizeinrichtung (17) eine Wicklung (18) aufweist, welche die Linseneinrichtung (18) zumindest bereichsweise umgibt.

3. Kamera (4) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Linseneinrichtung (11) einen ersten Bereich (15), welcher innerhalb der Gehäuseanordnung (8) angeordnet ist, und einen zweiten Bereich (16), welcher außerhalb der Gehäuseanordnung (8) angeordnet ist, aufweist, wobei die Wicklung (18) in dem ersten Bereich (15) und/oder dem zweiten Bereich (16) angeordnet ist.

4. Kamera (4) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Linseneinrichtung (11) in zumindest einem der Wicklung (18) zugeordneten Heizbereich (19) eine Beschichtung (20) aus einem ferromagnetischen Material aufweist.

5. Kamera (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseanordnung (8) aus Aluminium gefertigt ist.

6. Kamera (4) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wicklung (18) einen vorbestimmten Abstand zu der Linseneinrichtung (11) aufweist.

7. Kamera (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamera (4) eine Kraftfahrzeug-Befestigungseinrichtung zur Befestigung der Kamera (4) an dem Kraftfahrzeug (1) aufweist.

8. Kameraanordnung (2) mit zumindest einer Kamera (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und mit einer Steuereinrichtung (3) zum Steuern der induktiven Heizeinrichtung (17).

9. Kameraanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kameraanordnung (2) einen Temperatursensor (22) zum Erfassen einer Temperatur in einem Umgebungsbereich (7) des Kraftfahrzeugs (1) aufweist und die Steuereinrichtung (3) dazu ausgelegt ist, die induktive Heizeinrichtung (17) in Abhängigkeit von der erfassten Temperatur zu steuern.

10. Kraftfahrzeug (1) mit einer Kameraanordnung (2) nach Anspruch 8 oder 9.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kamera für ein Kraftfahrzeug mit einer Gehäuseanordnung und mit einer Linsenseinrichtung, welche zumindest eine Linse umfasst und welche zumindest bereichsweise aus einem elektrisch leitfähigen Material gebildet ist, wobei die Gehäuseanordnung eine Durchgangsöffnung aufweist, in welche die Linseneinrichtung zumindest bereichsweise eingebracht ist. Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung eine Kameraanordnung mit zumindest einer derartigen Kamera. Schließlich betrifft die vorliegende Erfindung ein Kraftfahrzeug mit einer solchen Kameraanordnung.

Das Interesse richtet sich vorliegend insbesondere auf Kameras für Kraftfahrzeuge. Derartige Kameras können beispielsweise Teil eines Fahrerassistenzsystems des Kraftfahrzeugs sein, mit dem ein Umgebungsbereich des Kraftfahrzeugs erfasst werden kann. Der mit den Kameras erfasste Umgebungsbereich des Kraftfahrzeugs kann dem Fahrer beispielsweise auf einer entsprechenden Anzeigeeinrichtung dargestellt werden.

Die Kameras umfassen eine Gehäuseanordnung, die üblicherweise aus zwei Teilen gebildet ist, nämlich einem Frontgehäuse und einem Rückgehäuse. Das Frontgehäuse dient zum Halten einer Linseneinrichtung der Kamera und kann auch als Linsengehäuse bezeichnet werden. Das Frontgehäuse weist eine Durchgangsöffnung auf, in welche die Linseneinrichtung zumindest bereichsweise eingebracht ist. Das Frontgehäuse und das Rückgehäuse können beispielsweise mittels einer Schraubverbindung verbunden werden. In einem Innenraum der Gehäuseanordnung ist üblicherweise eine Leiterplatte der Kamera angeordnet. Auf dieser Leiterplatte kann eine Mehrzahl von elektronischen Bauteilen angeordnet sein.

Die Linseneinrichtung umfasst zumindest eine Linse, mittels welcher Licht aus dem Umgebungsbereich des Kraftfahrzeugs auf einen Bildsensor der Kamera projiziert werden kann. Ferner ist die Linseneinrichtung zumindest bereichsweise aus einem elektrisch leitfähigen Material gebildet. Beispielsweise kann ein Gehäuse oder eine Hülle der Linseneinrichtung aus Aluminium gebildet sein. Die Kameras, die an Kraftfahrzeugen eingesetzt werden, sind üblicherweise außen am Kraftfahrzeug angeordnet. Hier kann es beispielsweise der Fall sein, dass sich insbesondere bei Umgebungstemperaturen unter dem Gefrierpunkt Eis und/oder Schnee an der Linseneinrichtung ablagern kann. Um dies zu verhindern, sind beispielsweise Kameras bekannt, bei denen vor der Linseneinrichtung eine Glasscheibe angeordnet wird, welche entsprechend beheizt werden kann. Hierzu können beispielsweise entsprechende Heizelemente auf die Glasscheibe aufgebracht werden.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Lösung aufzuzeigen, wie eine Kamera für ein Kraftfahrzeug der eingangs genannten Art insbesondere bei niedrigen Umgebungstemperaturen zuverlässiger betrieben werden kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Kamera, durch eine Kameraanordnung sowie durch ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen gemäß den jeweiligen unabhängigen Ansprüchen gelöst. Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche, der Beschreibung und der Figuren.

Eine erfindungsgemäße Kamera für ein Kraftfahrzeug umfasst eine Gehäuseanordnung und eine Linseneinrichtung. Die Linseneinrichtung umfasst zumindest eine Linse und ist zumindest bereichsweise aus einem elektrisch leitfähigen Material gebildet. Die Gehäuseanordnung weist eine Durchgangsöffnung auf, in welche die Linseneinrichtung zumindest bereichsweise eingebracht ist. Ferner weist die Kamera eine induktive Heizeinrichtung zum induktiven Heizen der Linseneinrichtung auf.

Die Kamera kann an einem Kraftfahrzeug angeordnet werden. Insbesondere kann die Kamera an einer Außenseite des Kraftfahrzeugs angeordnet werden. Die Kamera kann beispielsweise Teil eines Fahrerassistenzsystems des Kraftfahrzeugs sein. Mit der Kamera kann ein Umgebungsbereich des Kraftfahrzeugs erfasst werden. Die Kamera umfasst eine Gehäuseanordnung, die ein Frontgehäuse und ein Rückgehäuse aufweisen kann. Innerhalb der Gehäuseanordnung kann eine Leiterplatte der Kamera angeordnet sein, auf der eine Mehrzahl von elektronischen Bauteilen angeordnet ist. Diese elektronischen Bauteile können beispielsweise ein Bildsensor, eine Bildverarbeitungseinheit, Teile der Spannungsversorgung der Kamera oder dergleichen sein. Darüber hinaus umfasst die Kamera eine Linseneinrichtung, welche zumindest eine Linse umfasst. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Linseneinrichtung eine Mehrzahl von Linsen umfasst. Zumindest eine Linse dient dazu, Licht aus dem Umgebungsbereich auf den Bildsensor der Kamera zu projizieren. Die Linseneinrichtung kann ein Gehäuse bzw. eine Wandung aufweisen, die aus einem elektrisch leitfähigen Material, beispielsweise Aluminium, gebildet ist. Die Gehäuseanordnung weist eine Durchgangsöffnung auf, durch welche die Linseneinrichtung zumindest bereichsweise geführt ist. Die Linseneinrichtung kann beispielsweise im Bereich der Durchgangsöffnung mittels eines Klebstoffs an der Gehäuseanordnung befestigt sein. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Linseneinrichtung mittels eines entsprechenden Linsenhalters an der Gehäuseanordnung gehalten ist.

Erfindungsgemäß ist es nun vorgesehen, dass die Kamera eine induktive Heizeinrichtung zum induktiven Heizen der Linseneinrichtung aufweist. Die induktive Heizeinrichtung kann dazu ausgelegt sein ein magnetisches Wechselfeld zu erzeugen. Dieses magnetische Wechselfeld induziert in dem elektrisch leitfähigen Material der Linseneinrichtung Wirbelströme. Diese Wirbelströme führen zu einer Erwärmung des elektrisch leitfähigen Materials. Die Erwärmung entsteht dabei in dem elektrisch leitfähigen Körper selbst. Somit kann die Heizung der Linseneinrichtung auf einfache Weise gesteuert werden. Mit einer derartigen induktiven Heizeinrichtung kann verhindert werden, dass sich Wasserdampf oder Eis auf der Linse ablagert. Damit kann ein zuverlässiger Betrieb der Kamera ermöglicht werden.

Bevorzugt weist die induktive Heizeinrichtung eine Wicklung auf, welche die Linseneinrichtung zumindest bereichsweise umgibt. Die Wicklung kann beispielsweise aus einem Draht gebildet sein und als Luftspule ausgebildet sein. Die Wicklung kann derart zu der Linseneinrichtung angeordnet sein, dass die Wicklung die Linseneinrichtung zumindest bereichsweise umgibt. Die Wicklung bzw. die Spule kann entsprechende Anschlüsse aufweisen, um die Wicklung mit einem Wechselstromgenerator zum Einprägen von Wechselstrom in die Wicklung elektrisch zu verbinden. Somit kann auf einfache und kostengünstige Weise die induktive Heizeinrichtung zum Heizen der Linseneinrichtung bereitgestellt werden.

Gemäß einer Ausführungsform weist die Linseneinrichtung einen ersten Bereich, welcher innerhalb der Gehäuseanordnung angeordnet ist, und einen zweiten Bereich, welcher außerhalb der Gehäuseanordnung angeordnet ist, auf, wobei die Wicklung in dem ersten und/oder dem zweiten Bereich angeordnet ist. Die Linseneinrichtung kann einen ersten Bereich aufweisen, welcher im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet ist. Dieser kann durch die Durchgangsöffnung der Gehäuseanordnung geführt sein und somit in einem Innenraum der Gehäuseanordnung angeordnet sein. Der sich an den ersten Bereich angrenzende zweite Bereich der Linseneinrichtung kann im Vergleich zum ersten Bereich einen größeren Außendurchmesser aufweisen. Ferner kann der zweite Bereich eine vorbestimmte Krümmung aufweisen. Dieser zweite Bereich ist außerhalb der Gehäuseanordnung angeordnet. Dabei kann die induktive Heizeinrichtung bzw. die Wicklung in dem Innenraum der Gehäuseanordnung angeordnet sein. Dies weist den Vorteil auf, dass die Wicklung äußeren Umwelteinflüssen nicht ausgesetzt ist. Alternativ dazu kann die induktive Heizeinrichtung bzw. die Wicklung außerhalb der Gehäuseanordnung angeordnet sein. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass beispielsweise die Bauteile auf der Leiterplatte nicht durch die induktive Heizeinrichtung beeinflusst werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Linseneinrichtung in zumindest einem der Wicklung zugeordneten Heizbereich eine Beschichtung aus einem ferromagnetischen Material auf. Der Heizbereich, welcher mittels der induktiven Heizeinrichtung erwärmt werden soll, und welcher zumindest bereichsweise von der Wicklung umgeben ist, ist aus einem ferromagnetischen Material gebildet. Das ferromagnetische Material kann beispielsweise als Beschichtung auf die Linseneinrichtung aufgebracht sein. Die Beschichtung kann aus einem Material gefertigt sein, die rostfreien Stahl, Eisen, Nickel, Cobalt oder sonstige ferromagnetische Werkstoffe umfasst. Bei ferromagnetischen Materialien treten zudem Ummagnetisierungsverluste auf, wodurch eine effektive Heizung der Linseneinrichtung ermöglicht werden kann.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist die Gehäuseanordnung aus Aluminium gefertigt. Die Beschichtung, die auf die Linseneinrichtung aufgebracht ist, bzw. das elektrisch leitfähige Material der Linseneinrichtung ist bevorzugt so ausgebildet, dass es eine größere elektrische Leitfähigkeit aufweist. Damit kann erreicht werden, dass die Beschichtung bzw. das elektrisch leitfähige Material mittels der induktiven Heizeinrichtung geheizt wird. Das Gehäuse, das aus Aluminium gefertigt ist, wird nur geringfügig von der induktiven Heizeinrichtung erwärmt. Weiterhin kann erreicht werden, dass die Leiterplatte, die beispielsweise Kupfer umfasst, aufgrund der geringen elektrischen Leitfähigkeit von Kupfer nur geringfügig mittels der induktiven Heizeinrichtung erwärmt wird. Somit kann verhindert werden, dass die elektronischen Bauteile, die sich ohnehin im Betrieb der Kamera erwärmen, zusätzlich durch die induktive Heizeinrichtung erwärmt werden. Damit kann ein sicherer und zuverlässiger Betrieb der Kamera ermöglicht werden. Weiterhin wird durch die induktive Heizeinrichtung die Funktion der Linseneinrichtung nicht beeinflusst. Beispielsweise kann die Linse weiterhin kalibriert werden.

Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Wicklung einen vorbestimmten Abstand zu der Linseneinrichtung aufweist. Mit anderen Worten kann die Wicklung beabstandet zu der Linseneinrichtung angeordnet sein. Beispielsweise kann die Wicklung einen größeren Durchmesser als den Außendurchmesser der Linseneinrichtung aufweisen. Dabei kann die Kamera ein Halteelement aufweisen, welches dazu dient, die Wicklung in einer vorbestimmten relativ zu der Linseneinrichtung zu halten. Somit kann auf einfache Weise eine elektrische Isolierung zwischen der Wicklung und der Beschichtung bzw. dem elektrisch leitfähigen Material ermöglicht werden. Alternativ dazu kann es vorgesehen sein, dass zwischen der Linseneinrichtung und der Wicklung ein elektrisch isolierendes Material angeordnet ist.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist die Kamera eine Kraftfahrzeug-Befestigungseinrichtung zur Befestigung der Kamera an dem Kraftfahrzeug auf. Die Kraftfahrzeug-Befestigungseinrichtung kann beispielsweise in einer entsprechenden Aufnahmeeinrichtung an dem Kraftfahrzeug angeordnet werden. Insbesondere kann die Kamera außen an dem Kraftfahrzeug angeordnet werden.

Eine erfindungsgemäße Kameraanordnung umfasst zumindest eine erfindungsgemäße Kamera und eine Steuereinrichtung zum Steuern der Heizeineinrichtung. Die Steuereinrichtung kann beispielsweise durch ein elektronisches Steuergerät des Kraftfahrzeugs bereitgestellt sein. Alternativ dazu kann die Steuereinrichtung durch die Elektronik der Kamera, die beispielsweise auf der Leiterplatte angeordnet ist, bereitgestellt werden. Mit der Steuereinrichtung kann insbesondere ein elektrischer Stromfluss durch die Wicklung gesteuert werden.

Bevorzugt weist die Kameraanordnung einen Temperatursensor zum Erfassen einer Temperatur in einem Umgebungsbereich des Kraftfahrzeugs auf und die Steuereinrichtung ist dazu ausgelegt, die induktive Heizeinrichtung in Abhängigkeit von der erfassten Temperatur zu steuern. Der Temperatursensor kann beispielsweise ein Temperatursensor des Kraftfahrzeugs oder ein Temperatursensor der Kamera sein. In Abhängigkeit von der mit dem Temperatursensor erfassten Temperatur kann die Steuereinrichtung die Heizeinrichtung ansteuern. Hierzu kann die Steuereinrichtung mit dem Temperatursensor zur Datenübertragung verbunden sein. Beispielsweise kann es vorgesehen sein, dass die induktive Heizeinrichtung mittels der Steuereinrichtung zu vorbestimmten Zeitpunkten für eine vorbestimmte zeitliche Dauer aktiviert wird. Die zeitliche Dauer kann dabei in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur eingestellt werden.

Ein erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug umfasst eine erfindungsgemäße Kameraanordnung. Das Kraftfahrzeug ist insbesondere als Personenkraftwagen ausgebildet.

Die mit Bezug auf die erfindungsgemäße Kamera vorgestellten bevorzugten Ausführungsformen und deren Vorteile gelten entsprechend für die erfindungsgemäße Kameraanordnung sowie für das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der Figurenbeschreibung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind somit auch Ausführungen von der Erfindung als umfasst und offenbart anzusehen, die in den Figuren nicht explizit gezeigt und erläutert sind, jedoch durch separierte Merkmalskombinationen aus den erläuterten Ausführungen hervorgehen und erzeugbar sind. Es sind auch Ausführungen und Merkmalskombinationen als offenbart anzusehen, die somit nicht alle Merkmale eines ursprünglich formulierten unabhängigen Anspruchs aufweisen.

1 ein Kraftfahrzeug gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, welches ein Fahrerassistenzsystem mit vier Kameras aufweist;

2 eine Kamera gemäß einer ersten Ausführungsform in einer Perspektivansicht; und

3 eine Linseneinrichtung und eine induktive Heizeinrichtung der Kamera in einer geschnittenen Seitenansicht.

In den Figuren werden gleiche und funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

1 zeigt ein Kraftfahrzeug 1 gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in einer Draufsicht. Das Kraftfahrzeug 1 ist in dem vorliegenden Fall als Personenkraftwagen ausgebildet. Das Kraftfahrzeug 1 umfasst eine Kameraanordnung 2. Die Kameraanordnung 2 umfasst wiederum eine Steuereinrichtung 3, die beispielsweise durch ein elektronisches Steuergerät des Kraftfahrzeugs 1 gebildet sein kann. Darüber hinaus umfasst die Kameraanordnung 2 zumindest eine Kamera 4.

In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel umfasst die Kameraanordnung 2 vier Kameras 4, die verteilt an dem Kraftfahrzeug 1 angeordnet sind. Vorliegend ist eine der Kameras 4 in einem Heckbereich 5 angeordnet, eine der Kameras 4 ist in einem Frontbereich des Kraftfahrzeugs 1 angeordnet und die übrigen zwei Kameras 4 sind in einem jeweiligen Seitenbereich 6, insbesondere in einem Bereich der Seitenspiegel, angeordnet. Die Anzahl und Anordnung der Kameras 4 des Fahrerassistenzsystems 2 ist vorliegend rein beispielhaft zu verstehen. Zudem umfasst die Kameraanordnung 2 einen Temperatursensor 22, mit dem eine Temperatur in dem Umgebungsbereich 7 erfasst werden kann. Der Temperatursensor 22 ist mit der Steuereinrichtung 3 zur Datenübertragung verbunden.

Mit den Kameras 4 kann der Umgebungsbereich 7 des Kraftfahrzeugs 1 erfasst werden. Die vier Kameras 4 sind bevorzugt baugleich ausgebildet. Insbesondere kann eine Bildsequenz oder Videodaten mit den Kameras 4 bereitgestellt werden, welche den Umgebungsbereich 7 beschreiben. Diese Videodaten können von den Kameras 4 an die Steuereinrichtung 3 übertragen werden. Mittels der Steuereinrichtung 3 kann eine hier nicht dargestellte Anzeigeeinrichtung des Kraftfahrzeugs 1 angesteuert werden, so dass dem Fahrer die Videodaten der Kameras 4 angezeigt werden können. Das Fahrerassistenzsystem 2 dient somit zum Unterstützen des Fahrers des Kraftfahrzeugs 1 beim Führen des Kraftfahrzeugs 1. Das Fahrerassistenzsystem 2 kann beispielsweise ein sogenannter elektronischer Rückspiegel sein.

2 zeigt eine der Kameras 4 gemäß einer ersten Ausführungsform. Die Kamera 4 umfasst eine Gehäuseanordnung 8, die wiederum ein Frontgehäuse 9 und ein Rückgehäuse 10 umfasst. Das Frontgehäuse 9 kann auch als Linsengehäuse bezeichnet werden. An dem Frontgehäuse 9 ist eine Linseneinrichtung 11 der Kamera 4 angeordnet. Darüber hinaus ist in dem Frontgehäuse 9 ein Ventil 12 angeordnet. Das Frontgehäuse 9 und das Rückgehäuse 10 können aus Aluminium gebildet sein und mittels eines Druckgussverfahrens hergestellt sein. Das Frontgehäuse 9 und das Rückgehäuse 10 sind mittels Schrauben 13 miteinander verbunden. Darüber hinaus weist die Kamera 4 eine Schnittstelleneinrichtung 14 auf. Über die Schnittstelleneinrichtung 14 kann eine Datenübertragung von der Kamera 4 zu dem Kraftfahrzeug 1 erfolgen. Auf diese Weise können die mit der Kamera 4 bereitgestellten Bildsequenzen beziehungsweise Videodaten auf einer Anzeigeeinrichtung des Kraftfahrzeugs 1 dargestellt werden.

3 zeigt die Linseneinrichtung 11 in einer geschnittenen Seitenansicht. Die Linseneinrichtung 11 weist zumindest eine hier nicht dargestellte Linse auf. Die Linseneinrichtung 11 weist einen ersten Bereich 15 auf, welcher innerhalb der Gehäuseanordnung 8 angeordnet ist. Dieser erste Bereich 15 ist im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet. Darüber hinaus umfasst die Linseneinrichtung 11 einen zweiten Bereich 16, welcher außerhalb der Gehäuseanordnung 8 angeordnet ist. Darüber hinaus weist die Kamera 4 eine induktive Heizeinrichtung 17 auf, welche dazu dient, die Linseneinrichtung 11 zumindest bereichsweise zu heizen. Die induktive Heizeinrichtung 17 weist eine Wicklung 18 auf, die vorliegend in einem Heizbereich 19 angeordnet ist. Der Heizbereich 19 stellt den Bereich dar, der mit der induktiven Heizeinrichtung 17 geheizt werden soll. Vorliegend entspricht der Heizbereich 19 dem ersten Bereich 15 der Linseneinrichtung 11. Dies bedeutet, dass in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel die induktive Heizeinrichtung 17 bzw. die Wicklung 18 innerhalb der Gehäuseanordnung 8 angeordnet ist. Es kann auch vorgesehen sein, dass die induktive Heizeinrichtung 17 bzw. die Wicklung außerhalb der Gehäuseanordnung 8 also an dem zweiten Bereich 16 angeordnet ist.

Die Linseneinrichtung 11 weist zudem in dem Heizbereich 19 eine Beschichtung 20 auf, die aus einem elektrisch leitfähigen Material gebildet ist. Beispielsweise kann die Beschichtung 20 aus einem ferromagnetischen Material gebildet sein. Auf diese Weise kann die Beschichtung 20 mittels der induktiven Heizeinrichtung 17 erwärmt werden. Insbesondere ist die Beschichtung 20 derart ausgebildet, dass deren Material eine höhere elektrische Leitfähigkeit aufweist als das Material, aus dem die Gehäuseanordnung 8 und/oder eine Leiterplatte gefertigt ist. Somit kann erreicht werden, dass bevorzugt die Beschichtung 20 mittels der induktiven Heizeinrichtung 17 geheizt wird. Die Wicklung 18 ist vorliegend derart zu der Linseneinrichtung 11 angeordnet, dass sich zwischen der Wicklung 18 und der Linseneinrichtung 11 bzw. dem ersten Bereich 15 ein vorbestimmter Abstand ergibt. Damit kann auf einfache Weise eine elektrische Isolation zwischen der Wicklung 18 und der Linseneinrichtung 11 bzw. der Beschichtung 20 erreicht werden.

Die Wicklung umfasst entsprechende Anschlüsse 21, die beispielsweise mit einem Wechselstromgenerator verbunden werden können. Auf diese Weise kann in die Wicklung 18 ein Wechselstrom eingeprägt werden und somit die Linseneinrichtung 11 geheizt werden. Dabei kann es auch vorgesehen sein, dass das Versorgen der Wicklung 18 mit elektrischer Energie mittels der Steuereinrichtung 3 gesteuert wird. Es kann auch vorgesehen sein, dass zur Steuerung der Versorgung der Wicklung 18 mit elektrischer Energie eine Elektronik der Kamera 4 genutzt wird. Zur Steuerung der Bereiche der induktiven Heizeinrichtung 17 können zudem die Daten des Temperatursensors 22 herangezogen werden, welche die Temperatur in der Umgebung 7 beschreiben. Somit kann zuverlässig verhindert werden, dass sich Eis oder Schnee an der Linseneinrichtung 11 bzw. dem ersten Bereich 16 der Linseneinrichtung ablagern. Dies ermöglicht einen sicheren und zuverlässigen Betrieb der Kamera 4.