Title:
Beschlag für mindestens einen linear verfahrbaren Flügel und Möbel
Kind Code:
A1


Abstract:

Ein Beschlag für mindestens eine Schiebetür (3, 4), insbesondere für Möbel, umfasst eine Führungsschiene (10), die über mindestens einen Halter (6) an einem Korpus festlegbar ist, wobei der Halter (6) und die Führungsschiene (10) zumindest bereichsweise formschlüssig in Eingriff bringbar sind, und an der Führungsschiene (10) mittelbar oder unmittelbar ein Anschlagelement (9) festgelegt ist, das die Führungsschiene (10) in die Verfahrrichtung (Y) des Flügels (3, 4) sichert. Ferner kann an dem Halter (6) ein bewegbares Sicherungselement (7) geführt sein, das von einer Montageposition in eine Sicherungsposition bewegbar ist und in der Sicherungsposition die Führungsschiene (10) an dem Halter (6) sichert. Dadurch kann die Führungsschiene (10) in stabiler Weise an dem Korpus auf einfache Weise montiert werden.




Inventors:
Nolte, Frank (49086, Osnabrück, DE)
Hellmann, Jürgen (33619, Bielefeld, DE)
Application Number:
DE102015102087A
Publication Date:
08/18/2016
Filing Date:
02/13/2015
Assignee:
Hettich-Heinze GmbH & Co. KG, 32139 (DE)
International Classes:



Foreign References:
EP08385721998-04-29
Attorney, Agent or Firm:
Patent- und Rechtsanwälte Loesenbeck, Specht, Dantz, 33602, Bielefeld, DE
Claims:
1. Beschlag für mindestens einen linear verfahrbaren Flügel (3, 4), insbesondere für Möbel, mit einer Führungsschiene (10), die über mindestens einen Halter (6) an einem Korpus festlegbar ist, wobei der Halter (6) die Führungsschiene (10) in zwei unterschiedliche Raumrichtungen (X, Z) sichert, die sich senkrecht zur Verfahrrichtung (Y) des Flügels (3, 4) erstrecken, dadurch gekennzeichnet, dass an der Führungsschiene (10) mittelbar oder unmittelbar ein Anschlagelement (9) festgelegt ist, das die Führungsschiene (10) in die Verfahrrichtung (Y) des Flügels (3, 4) sichert.

2. Beschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Halter (6) und die Führungsschiene (10) zumindest teilweise formschlüssig in Eingriff bringbar sind.

3. Beschlag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (9) mit dem Halter (6) zusammenwirkt.

4. Beschlag für mindestens einen linear verfahrbaren Flügel (3, 4), insbesondere für Möbel, mit einer Führungsschiene (10), die über mindestens einen Halter (6) an einem Korpus festlegbar ist, wobei der Halter (6) und die Führungsschiene (10) zumindest bereichsweise formschlüssig in Eingriff bringbar sind, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Halter (6) ein bewegbares Sicherungselement (7) geführt ist, das von einer Montageposition in eine Sicherungsposition bewegbar ist und in der Sicherungsposition die Führungsschiene (10) an dem Halter (6) sichert.

5. Beschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (7) an dem Halter (6) verschiebbar gelagert ist.

6. Beschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (10) in eine erste Richtung auf den Halter (6) aufsteckbar ist und das Sicherungselement (7) in eine zweite Richtung relativ zu dem Halter (6) bewegbar ist, die zur ersten Richtung winklig ausgerichtet ist, vorzugsweise rechtwinklig.

7. Beschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (7) in der Sicherungsposition verrastbar ist.

8. Beschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (7) in der Montageposition verrastbar ist.

9. Beschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (6) winkelförmig ausgebildet ist.

10. Beschlag nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass beide Schenkel (30, 40) des Halters (6) an dem Korpus festlegbar sind.

11. Beschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (7) in der Sicherungsposition mit einem Sicherungsabschnitt (71) einen Steg (21) der Führungsschiene (10) hintergreift.

12. Beschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (7) an einem vertikalen Schenkel (40) des Halters (6) bewegbar gelagert ist.

13. Beschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Sicherungsposition ein Steg (31) des Halters (6) U-förmig von einem Abschnitt der Führungsschiene (10) oder ein Steg der Führungsschiene (10) U-förmig von dem Halter (6) umgriffen ist.

14. Beschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Anschlagelement (9) zwei Anschläge (60) und eine Verbindungsstange (61) umfasst, wobei die Anschläge (60) den mindestens einen Halter (6) umgreifen.

15. Möbel mit einem Beschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Führungsschiene (10) an der Unterseite eines Bodens (5) eines Schrankes festgelegt ist.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Beschlag für mindestens einen linear verfahrbaren Flügel, insbesondere für Möbel, mit einer Führungsschiene, die über mindestens einen Halter an einem Korpus festlegbar ist, wobei der Halter und die Führungsschiene zumindest bereichsweise formschlüssig in Eingriff bringbar sind, und ferner ein Möbel mit einem solchen Beschlag.

Die EP 838 572 offenbart einen Schiebebeschlag für Türen oder Fenster, bei dem eine Laufschiene über mehrere Halteelemente festgelegt wird. Die Halteelemente sind dabei als Befestigungsclips ausgebildet, die biegbare Befestigungsklappen aufweisen, die von Vorsprüngen an der Laufschiene hintergriffen werden. Dies vereinfacht die Montage der Laufschiene, die dann auf die Befestigungsclips aufgeschoben wird. Bei dem Verrasten der Laufschiene ist allerdings nachteilig, dass die Befestigungslaschen nur begrenzt Kräfte aufnehmen können, da diese aus einem biegbaren Material bestehen und bei stärkerer Belastung brechen können. Zudem wird die Schiene in Längsrichtung nicht arretiert.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Beschlag für mindestens einen linear verfahrbaren Flügel zu schaffen, der leicht zu montieren ist und eine stabile Befestigung der Führungsschiene ermöglicht.

Diese Aufgabe wird mit einem Beschlag mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Bei dem erfindungsgemäßen Beschlag ist an der Führungsschiene mittelbar oder unmittelbar ein Anschlagelement festgelegt, das die Führungsschiene in die Verfahrrichtung des Flügels sichert. Dadurch kann die Führungsschiene auch gegen ein Verschieben in Verfahrrichtung des linear verfahrbaren Flügels an dem Halter gesichert werden, was die Positionierung der Führungsschiene verbessert. Vorzugsweise ist ein Anschlagelement mit zwei Anschlägen an der Führungsschiene vorgesehen, wobei die Anschläge den Halter umgreifen, insbesondere im Wesentlichen formschlüssig umgreifen, so dass die Führungsschiene gegen eine Bewegung in Verfahrrichtung des linear verfahrbaren Flügels gesichert ist.

Gemäß einem weiteren erfindungsgemäßen Aspekt umfasst der Beschlag einen Halter, an dem eine Führungsschiene festlegbar ist, wobei an dem Halter ein bewegbares Sicherungselement geführt ist, das von einer Montageposition in eine Sicherungsposition bewegbar ist und in der Sicherungsposition die Führungsschiene an dem Halter sichert. Dadurch kann die Führungsschiene bei Belastung formschlüssig an dem Halter gesichert werden. Dadurch kann erreicht werden, dass die Führungsschiene keine Freiheitsgrade in den drei Raumrichtungen mehr besitzt. Zusätzlich kann verhindert werden, dass biegbare Raststege belastet werden. Das Sicherungselement kann die Führungsschiene in der Montageposition gegen eine Bewegung aus der Montageposition sichern, wobei die Führung des Sicherungselementes stabil ausgestaltet werden kann, so dass eine höhere Belastbarkeit der Verbindung zwischen Führungsschiene und Halter gewährleistet wird. Weiterhin wird durch das Sicherungselement eine einfache Demontage ermöglicht.

Vorzugsweise ist das Sicherungselement an dem Halter verschiebbar gelagert. Dabei können an dem Halter eine oder mehrere Führungsbahnen ausgebildet sein, entlang derer das Sicherungselement verschiebbar ist. Dabei kann die Führungsschiene in eine erste Richtung auf den Halter aufgesteckt werden und das Sicherungselement in eine zweite Richtung relativ zu dem Halter bewegt werden, die zur ersten Richtung winklig ausgerichtet ist, vorzugsweise rechtwinklig. Dadurch kann ein Abziehen der Führungsschiene in die erste Richtung verhindert werden, wobei die Kräfte zum Abziehen der Führungsschiene winklig auf das Sicherungselement wirken, insbesondere rechtwinklig, so dass hohe Haltekräfte bereitgestellt werden können.

Für eine einfache Montage kann das Sicherungselement in der Sicherungsposition verrastbar sein. Zusätzlich oder alternativ kann das Sicherungselement auch in der Montageposition verrastbar sein, so dass eine Vorfixierung des Sicherungselementes an dem Halter möglich ist.

Für eine stabile Befestigung des Halters kann dieser winkelförmig ausgebildet sein. Dabei können beide Schenkel des Halters mit dem Korpus verschraubt oder auf andere Weise mittelbar an dem Korpus festgelegt sein. Denkbar sind auch an dem Halter angeformte Vorsprünge wie zum Beispiel rundgeformte Zapfen, die in entsprechende Öffnungen am Korpus fassen und den Halter somit eindeutig positionieren.

Um die Führungsschiene in unterschiedliche Belastungsrichtungen belasten zu können und die Kräfte durch den Halter aufzunehmen, kann das Sicherungselement in der Sicherungsposition mit einem Sicherungsabschnitt einen Steg der Führungsschiene hintergreifen. In der Sicherungsposition kann dabei ein Steg des Halters U-förmig von einem Abschnitt der Führungsschiene oder ein Steg der Führungsschiene U-förmig von einem Halter umgriffen sein, so dass eine gute Kraftabtragung möglich ist.

Der erfindungsgemäße Beschlag kann insbesondere bei Möbeln, insbesondere Schränken mit linear verfahrbaren Flügeln, eingesetzt werden, aber auch ein Einsatz bei linear verfahrbaren Flügeln für Raumteiler oder Fenster ist möglich. Unter verfahrbare Flügel sind linear bewegbare Flügelelemente wie Schiebetüren, Faltschiebetüren, Drehschiebe- oder Schwenkschiebetüren oder dergleichen zu verstehen. Der Begriff Führungsschiene schließt zudem Laufschienen ein, an denen Last tragende Elemente wie Rollen oder Gleitelemente geführt sind.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht eines Möbels;

2 eine Detailansicht des Möbels der 1 mit einem erfindungsgemäßen Beschlag;

3A bis 3C mehrere Ansichten des erfindungsgemäßen Beschlages bei der Montage;

4 eine Seitenansicht des Beschlages an dem Möbel der 1 nach der Montage;

5A bis 5C mehrere Ansichten eines Halters des Beschlages;

6A bis 6C mehrere Ansichten des Halters in einer Montageposition;

7A bis 7C mehrere Ansichten des Halters in einer Sicherungsposition;

8A und 8B zwei Ansichten des Halters in der Sicherungsposition;

9A und 9B zwei Ansichten des Halters in der Montageposition;

10A und 10B zwei Ansichten des Halters mit dem Sicherungselement vor der Montageposition;

11A und 11B zwei Ansichten des Halters bei der Montage;

12A und 12B zwei Ansichten der Führungsschiene bei der Montage;

13A und 13B zwei Ansichten der Montage der Führungsschiene an dem Halter ohne den Möbelkorpus, und

14A und 14B zwei Ansichten der Demontage des Beschlages.

Die 1 zeigt ein Möbel 1, insbesondere ein Schrankmöbel, welches einen Korpus mit Seitenwänden 2 umfasst, wobei an der Vorderseite ein als vordere Schiebetür 3 ausgestalteter linear verfahrbarer Flügel und zwei als hintere Schiebetüren 4 ausgestaltete linear verfahrbare Flügel verschiebbar gelagert sind. Wie in 2 gezeigt ist, umfasst der Schrank einen Boden 5, an dessen Unterseite eine Führungsschiene 10 montiert werden soll. Die Führungsschiene 10 ist dabei an Haltern 6 fixierbar, die an dem Boden 5 und einem vertikalen Wandabschnitt 8 unterhalb des Bodens 5 fixiert sind. Über die Länge der Führungsschiene 10 sind dabei mehrere Halter 6 vorgesehen, wobei an jedem Halter 6 ein Sicherungselement 7 verschiebbar gelagert ist. Zur Führung der Schiebetüren 3 und 4 sind im oberen Bereich des Schrankmöbels Führungsschienen und Last aufnehmende Laufwagen vorgesehen, und im unteren Bereich dient die Führungsschiene 10 zur bodenseitigen Führung der Schiebetüren 3 und 4. Die Führungsschiene 10 weist hierfür zwei benachbarte Nuten 11 und 12 auf, an denen die in verschiedenen Ebenen bewegbaren Schiebetüren 3 und 4 geführt sind.

In einem X-, Y-, Z-Koordinatensystem symbolisiert hierbei die X-Koordinate die Tiefenrichtung, die Y-Koordinate die Verfahrrichtung des linear verfahrbaren Flügels, hier einer Schiebetür, und die Z-Koordinate die Höhenrichtung.

In den 3A bis 3C wird die Montage der Führungsschiene 10 an dem Halter 6 erläutert:
In 3A ist die Führungsschiene 10 beabstandet von dem Halter 6 dargestellt. Die Führungsschiene 10 weist an der Nut 11 einen Nutboden 13 auf, der an der Unterseite des Bodens 5 anlegbar ist. Die benachbart angeordnete Nut 12 ist weniger tief angeordnet als die Nut 11 und weist einen Nutboden 14 auf, der beabstandet von dem Boden 5 positioniert wird. Benachbart zu dem Nutboden 14 ist auf der zum Boden 5 gewandten Seite ein Steg 17 ausgebildet, der in Eingriff mit dem Halter 6 gebracht wird. Benachbart zu dem Nutboden 14 ist eine Nut 22 ausgebildet, die zur Montage eines Anschlagelementes 9 mit zwei Anschlägen 60 dient, das beispielsweise über Schrauben an der Führungsschiene 10 festgelegt wird. Die offene Seite der Nut 12 ist durch nach innen ragende Stege 16 zumindest teilweise verschlossen.

Die Führungsschiene 10 umfasst ferner einen vertikalen Abschnitt, der an einem vertikalen Schenkel 40 des Halters 6 festlegbar ist. Hierfür ist eine Nut 18 an der Führungsschiene 10 mit einem einen Hinterschnitt bildenden Steg 21 ausgebildet.

Der Halter 6 ist im Wesentlichen winkelförmig ausgebildet und umfasst einen ersten, horizontal ausgebildeten Schenkel 30, der an der Unterseite des Bodens 5 festlegbar ist. An dem Schenkel 30 ist ein nach vorne ragender Steg 31 ausgebildet, der in eine Aufnahme zwischen dem Steg 17 und dem Nutboden 14 einfügbar ist. Ferner weist der Halter 6 einen vertikalen Schenkel 40 auf, der an dem Wandabschnitt 8 festlegbar ist. An dem Schenkel 40 ist ferner ein Sicherungselement 7 verschiebbar gelagert.

Nachdem der Halter 6 an dem Boden 5 und dem Wandabschnitt 8 festgelegt ist, kann die Führungsschiene 10 entsprechend 3B auf den Halter 6 aufgeschoben werden, wobei die Führungsschiene 10 hierfür horizontal zu der Bodenwand 8 in X-Koordinatenrichtung bewegt wird, wie dies durch den Pfeil dargestellt ist. Beim Aufschieben der Führungsschiene 10 gelangt der Steg 31 in die Aufnahme zwischen dem Steg 17 und dem Nutboden 14 der Führungsschiene 10. An dem Steg 31 ist ein nach oben gerichteter Vorsprung 32 vorgesehen, der als Anschlag dient und den Schenkel 30 an der Unterseite des Bodens 5 abstützt. Dabei befindet sich das Sicherungselement 7 in einer Vorverrastungsposition, was einer Montageposition entspricht.

Wenn die Führungsschiene 10 horizontal in X-Koordinatenrichtung auf den Halter 6 aufgeschoben wird, wird die in 3C gezeigte Position erreicht. Nachdem die Führungsschiene 10 ihre Endposition in X-Koordinatenrichtung erreicht hat, kann das Sicherungselement 7, an dem Halter 6 geführt, vertikal in Z-Koordinatenrichtung bewegt werden. Hierbei wird ein Steg 71 des Sicherungselementes 7 in die Nut 18 eingefügt, die an einer Nutwand 19 der Nut 12 ausgebildet ist. An der Nut 18 ist an der Oberseite ein in die Nut 18 ragender Steg 21 vorgesehen, der sich in vertikaler Richtung nach unten erstreckt. Wenn das Sicherungselement 7 an dem Halter 6 in vertikaler Richtung nach oben verschoben wird, hintergreift der Steg 71 den Steg 21 an der Führungsschiene 10 und sichert somit die Führungsschiene 10 gegen ein Abziehen horizontal in X-Koordinatenrichtung. In Verfahrrichtung des linear verfahrbaren Flügels ist die Führungsschiene 10 durch ein Anschlagelement 9 mit Anschlägen 60 gesichert, das den Halter 6 umgreift.

In 4 ist gezeigt, wie an den Schiebetüren 3, 4 angeordnete Führungselemente, hier in Form von Rollen 50, mit der fertig montierten Führungsschiene 10 zusammenwirken. In der Nut 11 befindet sich eine Rolle 50 oder ein Gleiter, um eine der hinteren Schiebetüren 4 zu führen. Hierfür ist an den hinteren Schiebetüren 4 jeweils ein Führungshalter 52 festgelegt, an dem die Rolle 50 drehbar gelagert ist und an vertikalen Nutwänden der Nut 11 geführt ist. Auf ähnliche Weise ist die vordere Schiebetür 3 mit einen Führungshalter 51 verbunden, der eine Rolle 50 drehbar lagert, die in der Nut 12 in seitlicher Richtung geführt ist, wobei Kräfte von den Rollen 50 auf die Führungsschiene 10 und die Halter 6 übertragen werden.

In den 5A und 5B sind der Halter 6 und das Sicherungselement 7 in perspektivischen Explosionsdarstellungen mit Sicht auf die Vorder- und Rückseite gezeigt. Der Halter 6 umfasst einen horizontalen Schenkel 30, an dem ein hervorstehender Steg 31 ausgebildet ist, der in eine U-förmige Aufnahme der Führungsschiene 10 einfügbar ist. An einem vertikalen Schenkel 40 ist eine Aussparung 41 vorgesehen, die an gegenüberliegenden Seitenwänden Führungsleisten 42 für das Sicherungselement 7 ausbildet. Das Sicherungselement 7 wird in die Aussparung 41 eingefügt und weist an gegenüberliegenden Seiten Vorsprünge 74 auf, die an den Führungsleisten 42 geführt sind. An gegenüberliegenden Seiten ist jeweils ein federnder Raststeg 72 ausgebildet, der einen Rastvorsprung 73 aufweist. Der Rastvorsprung 73 kann in Rastaufnahmen 44 und 45 eingreifen, die an dem vertikalen Schenkel 40 des Halters 6 ausgebildet sind. Das Sicherungselement 7 umfasst ferner neben dem horizontalen Steg 71 einen zweiten parallelen Steg 70, die zwischen sich eine U-förmige Aufnahme ausbilden und einen Wandabschnitt des vertikalen Schenkels 40 in der Sicherungsposition umgreifen, so dass bei Querkräften auf den Steg 71 der Steg 70 Haltekräfte auf den Halter 6 überträgt. Das Sicherungselement 7 umfasst zudem an der unteren Seite einen Betätigungsabschnitt 75 mit einer Werkzeugaufnahme, so dass das Sicherungselement 7 von einer Montageposition in eine Sicherungsposition verschiebbar ist.

Ferner ist in den 5A und 5B gezeigt, dass der Halter 6 an dem vertikalen Schenkel 40 Öffnungen 46 für Befestigungsschrauben aufweist und auch an dem horizontalen Schenkel 30 eine Öffnung 46 für eine Befestigungsschraube vorgesehen ist. Für eine Montageerleichterung sind anstatt Öffnungen auch am Halter 6 angeformte Vorsprünge, beispielsweise in Form von rundgeformten Zapfen oder Dübeln, denkbar, die in entsprechende Öffnungen am Korpus greifen. Diese könnten auch hohl ausgebildet sein, um Befestigungsmittel wie Schrauben oder Nägel aufnehmen zu können.

Ferner umfasst der Halter 6 an dem vertikalen Schenkel 40 nach außen hervorstehende Arme 47, die auf dem Wandabschnitt 8 zur Anlage kommen. Dabei dienen die Arme 47 derjenigen Halter 6, die links und rechts an den Randlagen des Wandabschnitts 8 festgelegt werden, als Anschlagkanten an der Seitenwand 2. Neben den Armen 47 ist eine Anschlagfläche 49 ausgebildet, die mit einem Anschlag zur Begrenzung der Verschiebung in Bewegungsrichtung des Flügels, also in Y-Koordinatenrichtung, zusammenwirkt.

In den 6A bis 6C und 9A und 9B ist das Sicherungselement 7 an dem Halter 6 in einer Montageposition angeordnet. In dieser Position ist der Rastvorsprung 73 in der unteren Rastaufnahme 44 angeordnet. Die Kontur dieser Rastaufnahme 44 ist mit einem Rastwinkel α versehen, welcher derart gestaltet ist, dass er einen Winkel von gleich oder ungefähr 90° einnimmt und einen horizontalen Schenkel der Rastaufnahme 44 ausbildet, der annähernd in gleicher Linie liegt wie der Horizontalsteg des am Sicherungselement 7 ausgebildeten Rastvorsprungs 73. Somit ist wirksam verhindert, dass nach erstmaligem Einführen des Sicherungselementes 7 in den Halter 6 ein ungewolltes, vollständiges Lösen von Sicherungselement 7 und Halter 6 erfolgen kann. Eine Weiterbewegung des Sicherungselementes 7 in dem Halter 6 von der unteren Montageposition in die obere Sicherungsposition hingegen ist ohne weiteres ermöglicht.

Die Sicherungsposition ist in den 7A bis 7C und 8A und 8B dargestellt. Das Sicherungselement 7 wurde nach oben in Z-Koordinatenrichtung verschoben, wobei die an gegenüberliegenden Seiten angeordneten Rastvorsprünge 73 von der unteren Rastaufnahme 44 in die obere Rastaufnahme 45 verschoben wurden und durch die Bewegung der federnden Raststege 72 und der Rastvorsprünge 73 das Sicherungselement 7 in der Sicherungsposition einrastet. Die Rastkräfte bestimmen sich dabei durch die Anlaufschrägen β, die an den Seitenwänden 43 des Halters 6 zwischen den Rastaufnahmen 44 und 45 gebildet sind. Die Anlaufschrägen β ermöglichen ab einem gewissen Kraftaufwand ein Weiterbewegen des Sicherungselementes 7 in dem Halter 6 von der oberen Sicherungsposition in die untere Montageposition. Der Winkel der Anlaufschrägen β beträgt hierbei etwa 45° und liegt vorzugsweise in einem Bereich zwischen 30° und 60°.

In den 10A und 10B befindet sich das Sicherungselement 7 vor der Montageposition und wird gerade auf den Halter 6 aufgesteckt.

Wie in den 11A und 11B gezeigt ist, wird der Halter 6 zunächst durch Schrauben 48 fixiert, indem eine Schraube 48 an dem oberen Schenkel 30 und zwei Schrauben 48 an dem vertikalen Schenkel 40 des Halters 6 eingedreht werden. Das Sicherungselement 7 befindet sich während der Montage in der unteren Montageposition. Dabei sind diejenigen Halter 6, die links und rechts an den endseitigen Randlagen des Wandabschnitts 8 angeordnet sind, so positioniert, dass die Vertikalkanten der Arme 47 an die Seitenwände 2 stoßen.

Zur Vorbereitung der Montage wird ferner an der Führungsschiene 10 ein Anschlagelement 9 fixiert, wie dies in den 12A und 12B gezeigt ist. Das Anschlagelement 9 umfasst zwei Anschläge 60, die über eine Verbindungsstange 61 aneinander gehalten sind. Dadurch ist der Abstand zwischen den beiden blockförmigen Anschlägen 60 vorgegeben. In jedem Anschlag 60 ist eine Befestigungsöffnung 62 ausgebildet, in die eine Schraube 63 eingefügt werden kann. Das Anschlagelement 9 mit den Anschlägen 60 wird in eine Nut 22 an der Führungsschiene 10 eingefügt und dann über die Schrauben 63 fixiert. Vorzugsweise wird für die Festlegung der Führungsschiene 10 an dem Korpus nur ein Anschlagelement 9 benötigt, welches wahlweise links oder rechts an den endseitigen Randlagen der Führungsschiene 10 angeordnet wird.

Anschließend kann die Führungsschiene 10 an den Haltern 6 fixiert werden, wie dies in den 13A und 13B gezeigt ist, wobei der Möbelkorpus in diesen Figuren nicht dargestellt ist. Die Führungsschiene 10 wird, wie bereits beschrieben, horizontal in X-Koordinatenrichtung auf den Halter 6 aufgeschoben, so dass ein Steg 31 des Halters 6 U-förmig umgriffen wird. Gleichzeitig wird das Anschlagelement 9 mit den Anschlägen 60 um den Halter 6 aufgeschoben, so dass die Anschläge 60 benachbart zu seitlichen Anschlagflächen 49 an dem Halter 6 positioniert sind. Hierbei ist das Innenabstandsmaß zwischen den Anschlägen 60 gleich oder geringfügig größer als das Abstandsmaß der beiden seitlichen Anschlagflächen 49 zueinander. Durch die Positionierung der Anschläge 60 auf beiden Seiten des Halters 6 kann somit eine Bewegung der Führungsschiene 10 in Verfahrrichtung der Schiebetür verhindert werden. Nach der Montage der Führungsschiene 10 wird das Sicherungselement 7 nach oben in die Sicherungsposition verschoben, so dass die Führungsschiene 10 gegen ein Abziehen gesichert ist. Dadurch ist die Führungsschiene 10 somit wirkungsvoll formschlüssig in allen drei Raumrichtungen (X, Y, Z) am Korpus festgelegt und gegen ein nicht-beabsichtigtes Bewegen gesichert.

Um die Führungsschiene 10 wieder demontieren zu können, kann das Sicherungselement 7 aus der Sicherungsposition verschoben werden, wie dies in den 14A und 14B gezeigt ist. Ein Werkzeug 80, insbesondere ein Schraubendreher, greift mit einer Spitze in den Betätigungsabschnitt 75 an dem Sicherungselement 7 ein und zieht dieses nach unten, so dass der Steg 71 nach unten bewegt wird und den Steg 21 an der Führungsschiene 10 freigibt. Wenn bei allen Haltern 6 das Sicherungselement 7 nach unten verschoben wurde, kann die Führungsschiene 10 nach vorne von dem Möbelkorpus abgezogen werden.

Die Halter 6 dienen im Zusammenwirken mit den Sicherungselementen 7 zum einen der Positionierung der Führungsschiene, zum anderen sind sie dazu befähigt, Kräfte, die ansonsten in die Seitenwände 2 eingeleitet werden würden, aufzunehmen.

Der erfindungsgemäße Beschlag mit den Haltern 6 wird insbesondere bei Schrankmöbeln eingesetzt. Es ist aber auch möglich, den Beschlag bei anderen linear verfahrbaren Flügeln einzusetzen, beispielsweise für Raumteiler oder Fenster.

In dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird das Sicherungselement 7 an dem Halter 6 verschoben. Es ist natürlich auch möglich, das Sicherungselement 7 verschwenkbar an dem Halter 6 zu lagern. Beispielsweise kann das Sicherungselement dann hakenförmig ausgebildet sein und einen Steg der Führungsschiene 10 hintergreifen, wenn das verschwenkbare Sicherungselement in der Sicherungsposition angeordnet ist.

Bezugszeichenliste

1
Möbel
2
Seitenwand
3
Schiebetür
4
Schiebetür
5
Boden
6
Halter
7
Sicherungselement
8
Wandabschnitt
9
Anschlagelement
10
Führungsschiene
11
Nut
12
Nut
13
Nutboden
14
Nutboden
15
Kammer
16
Steg
17
Steg
18
Nut
19
Nutwand
21
Steg
22
Nut
30
Schenkel
31
Steg
32
Vorsprung
40
Schenkel
41
Aussparung
42
Führungsleiste
43
Seitenwand
44
Rastaufnahme
45
Rastaufnahme
46
Öffnung
47
Arm
48
Schraube
49
Anschlagfläche
50
Rolle
51
Führungshalter
52
Führungshalter
60
Anschlag
61
Verbindungsstange
62
Befestigungsöffnung
63
Schraube
70
Steg
71
Steg
72
Raststeg
73
Rastvorsprung
74
Vorsprung
75
Betätigungsabschnitt
80
Werkzeug
X
Koordinatenrichtung (Tiefe)
Y
Koordinatenrichtung (Verfahrrichtung linear verfahrbarer Flügel)
Z
Koordinatenrichtung (Höhe)
α
Rastwinkel
β
Anlaufschräge

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • EP 838572 [0002]