Title:
Fahrzeugtelematik-Suchratensteuerung
Kind Code:
A1


Abstract:

Es werden ein Verfahren und ein System zum Steuern einer PLMN-Suchrate (PCR) in einer Fahrzeugtelematikeinheit bereitgestellt. Das Verfahren, das durch das System ausgeführt wird, umfasst die Schritte, dass: (a) ein Leistungszustand ermittelt wird, der einen mit Leistung versorgten Modus, einen nicht mit Leistung versorgten Modus und einen DRx-Modus umfasst; (b) ermittelt wird, ob die Telematikeinheit ein oder mehrere Heimnetze oder ein oder mehrere Besuchernetze sucht; und (c) die PCR auf der Grundlage des ermittelten Leistungszustands und des ermittelten Netzes festgelegt wird, was umfasst, dass: (c1) in dem mit Leistung versorgten Modus und bei einem Suchen eines Besuchernetzes die PCR auf eine erste Suchrate festgelegt wird; (c2) in dem mit Leistung versorgten Modus und bei einem Suchen eines Heimnetzes die PCR auf eine zweite Suchrate festgelegt wird, die langsamer als die erste Rate ist; und (c3) in dem DRx-Modus die PCR auf eine dritte Suchrate festgelegt wird, die langsamer als die zweite Rate ist.




Inventors:
Lei, Yao Hui (Ontario, Windsor, CA)
Macdonald, Andrew J., Mich. (Warren, US)
Application Number:
DE102015101044A
Publication Date:
08/06/2015
Filing Date:
01/26/2015
Assignee:
General Motors LLC (Mich., Detroit, US)
International Classes:



Other References:
IEEE 802.11-Protokolle
Attorney, Agent or Firm:
Manitz, Finsterwald & Partner GbR, 80336, München, DE
Claims:
1. Verfahren zum Steuern einer Suchrate eines öffentlichen landgestützten Mobilfunknetzes (PLMN) in einer Fahrzeugtelematikeinheit, das die Schritte umfasst, dass:
(a) an der Telematikeinheit ein Leistungszustand ermittelt wird, der einen mit Leistung versorgten Modus, einen nicht mit Leistung versorgten Modus und einen Modus eines diskontinuierlichen Empfangs (DRx) umfasst;
(b) an der Telematikeinheit ermittelt wird, ob die Telematikeinheit ein oder mehrere Heimnetze oder ein oder mehrere Besuchernetze sucht; und
(c) die PLMN-Suchrate für die Telematikeinheit auf der Grundlage des ermittelten Leistungszustands und des ermittelten Netzes festgelegt wird, wobei:
(c1) wenn sich die Telematikeinheit in dem mit Leistung versorgten Modus befindet und wenn die Telematikeinheit ein Besuchernetz sucht, die PLMN-Suchrate auf eine erste Suchrate festgelegt wird;
(c2) wenn sich die Telematikeinheit in dem mit Leistung versorgten Modus befindet und wenn die Telematikeinheit ein Heimnetz sucht, die PLMN-Suchrate auf eine zweite Suchrate festgelegt wird, die langsamer als die erste Rate ist; und
(c3) wenn sich die Telematikeinheit in dem DRx-Modus befindet, die PLMN-Suchrate auf eine dritte Suchrate festgelegt wird, die langsamer als die zweite Rate ist.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die zweite Rate eine NORMALE Suchrate ist, die einem Teilnehmeridentitätsmodul (SIM) der Telematikeinheit zugehörig ist.

3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei eine Liste des einen oder der mehreren Besuchernetze in der Telematikeinheit gespeichert wird.

4. Verfahren nach Anspruch 3, das ferner umfasst, dass an der Telematikeinheit eine aktualisierte Liste von Besuchernetzen zum Ersetzen der vorherigen Liste von einem Call Center oder einem entfernten Computer oder einem Servicecenter empfangen wird.

5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei die aktualisierte Liste ferner einen Wert der ersten Suchrate und einen Wert der dritten Suchrate umfasst.

6. Verfahren nach Anspruch 4,
das ferner umfasst, dass, wenn die an der Telematikeinheit empfangene aktualisierte Liste beschädigt ist, an der Telematikeinheit die folgenden Schritte durchgeführt werden:
Ignorieren der aktualisierten Liste;
Festlegen der ersten und dritten Suchrate gleich der zweiten Suchrate; und
Entfernen jeglicher des einen oder der mehreren Besuchernetze an der vorherigen Liste.

7. Verfahren nach Anspruch 1, das ferner umfasst, dass die Schritte (a), (b) und (c) wiederholt werden, nachdem die Telematikeinheit den DRx-Modus verlässt oder nachdem die Telematikeinheit den nicht mit Leistung versorgten Modus verlässt.

8. Verfahren zum Steuern einer Suchrate eines öffentlichen landgestützten Mobilfunknetzes (PLMN) in einer Fahrzeugtelematikeinheit, das die Schritte umfasst, dass:
(a) ein PLMN, das durch die Telematikeinheit gesucht wird, ermittelt wird;
(b) eine PLMN-Suchrate der Telematikeinheit festgelegt wird, wobei:
(b1) wenn das gesuchte PLMN in einer vorbestimmten PLMN-Liste umfasst ist, die Suchrate auf eine erste Suchrate festgelegt wird; und
(b2) wenn das PLMN nicht in der vorbestimmten PLMN-Liste umfasst ist, die Suchrate auf eine zweite Suchrate festgelegt wird, die langsamer als die erste Suchrate ist;
(c) nach dem Festlegen der ersten Suchrate oder der zweiten Suchrate ermittelt wird, ob das gesuchte PLMN gewechselt wurde, wobei:
(c1) wenn das gesuchte PLMN gewechselt wurde, Schritt (b) für das aktuell gesuchte PLMN wiederholt wird; und
(c2) wenn das gesuchte PLMN nicht gewechselt wurde, ermittelt wird, ob sich die Telematikeinheit in einem mit Leistung versorgten Modus, einem nicht mit Leistung versorgten Modus oder in einem Modus eines diskontinuierlichen Empfangs (DRx) befindet, wobei:
(c2.1) wenn sich die Telematikeinheit in einem mit Leistung versorgten Modus befindet, Schritt (c) wiederholt wird;
(c2.2) wenn sich die Telematikeinheit in dem nicht mit Leistung versorgten Modus befindet, die Schritte (a), (b) und (c) wiederholt werden, wenn die Telematikeinheit wieder mit Leistung versorgt wird; und
(c2.3) wenn sich die Telematikeinheit in dem DRx-Modus befindet, die Suchrate auf eine dritte Suchrate festgelegt wird, die langsamer als die zweite Suchrate ist.

9. Verfahren zum Aktualisieren von Suchratendaten eines öffentlichen landgestützten Mobilfunknetzes (PLMN) für eine Fahrzeugtelematikeinheit, das die Schritte umfasst, dass:
(a) Suchratendaten an einer Fahrzeugtelematikeinheit mit einer ersten Suchrate und einer zweiten, langsameren Suchrate empfangen werden, wobei die zweite Suchrate einem zellularen Chipsatz der Telematikeinheit zugehörig ist, wobei die Suchratendaten eine aktualisierte erste Suchrate umfassen;
(b) ermittelt wird, ob die Suchratendaten beschädigt sind;
(c) wenn Schritt (b) ermittelt, dass die Suchratendaten nicht beschädigt sind, die erste Suchrate durch die aktualisierte erste Suchrate ersetzt wird; und
(d) wenn Schritt (b) ermittelt, dass die Suchratendaten beschädigt sind, der Wert der ersten Suchrate auf die zweite Suchrate festgelegt wird.

10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Telematikeinheit ferner eine dritte Suchrate, die langsamer als die zweite Suchrate ist, und eine schnelle Liste von Besucher-PLMNs aufweist, wobei die Suchratendaten ferner eine aktualisierte dritte Suchrate und eine aktualisierte schnelle Liste umfassen.

Description:
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Steuern einer PLMN-Suchrate einer Fahrzeugtelematikeinheit.

HINTERGRUND

Mobile oder zellulare Einrichtungen können öffentliche landgestützte Mobilfunknetze (PLMNs) wechseln, wenn die mobile Einrichtung ihren Standort wechselt oder wenn sich die Signalstärke ändert. Beispielsweise kann sich die mobile Einrichtung zwischen zwei geographischen Regionen bewegen. Somit kann das Wechseln von PLMNs in einigen Fällen ein Roaming ermöglichen – z. B. ermöglichen eines zellularen Diensts außerhalb der Reichweite eines Heim-PLMN (oder eines Nicht-Roaming-PLMN).

ZUSAMMENFASSUNG

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird ein Verfahren zum Steuern einer Suchrate eines öffentlichen landgestützten Mobilfunknetzes (PLMN) in einer Fahrzeugtelematikeinheit bereitgestellt. Das Verfahren umfasst, dass: (a) an der Telematikeinheit ein Leistungszustand ermittelt wird, der einen mit Leistung versorgten Modus, einen nicht mit Leistung versorgten Modus und einen Modus eines diskontinuierlichen Empfangs (DRx) umfasst; (b) an der Telematikeinheit ermittelt wird, ob die Telematikeinheit ein oder mehrere Heimnetze oder ein oder mehrere Besuchernetze sucht; und (c) die PLMN-Suchrate für die Telematikeinheit auf der Grundlage des ermittelten Leistungszustands und des ermittelten Netzes festgelegt wird. Schritt (c) kann umfassen, dass: (c1) wenn sich die Telematikeinheit in dem mit Leistung versorgten Modus befindet, und wenn die Telematikeinheit ein Besuchernetz sucht, die PLMN-Suchrate auf eine erste Suchrate festgelegt wird; (c2) wenn sich die Telematikeinheit in dem mit Leistung versorgten Modus befindet und wenn die Telematikeinheit ein Heimnetz sucht, die PLMN-Suchrate auf eine zweite Suchrate festgelegt wird, die langsamer als die erste Suchrate ist; und (c3) wenn sich die Telematikeinheit in dem DRx-Modus befindet, die PLMN-Suchrate auf eine dritte Suchrate festgelegt wird, die langsamer als die zweite Suchrate ist.

Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird ein Verfahren zum Steuern einer Suchrate eines öffentlichen landgestützten Mobilfunknetzes (PLMN) in einer Fahrzeugtelematikeinheit bereitgestellt. Das Verfahren umfasst, dass: (a) ein durch die Telematikeinheit gesuchtes PLMN ermittelt wird; und (b) eine PLMN-Suchrate der Telematikeinheit festgelegt wird. Schritt (b) kann umfassen, dass: (b1) wenn das gesuchte PLMN in einer vorbestimmten PLMN-Liste umfasst ist, die Suchrate auf eine erste Suchrate festgelegt wird; und (b2) wenn das PLMN nicht in der vorbestimmten PLMN-Liste umfasst ist, die Suchrate auf eine zweite Suchrate festgelegt wird, die langsamer als die erste Suchrate ist. Das Verfahren kann ferner umfassen, dass: in Schritt (c) nach dem Festlegen der ersten Suchrate oder der zweiten Suchrate ermittelt wird, ob das gesuchte PLMN gewechselt wurde. Schritt (c) kann umfassen, dass: (c1) wenn das gesuchte PLMN gewechselt wurde, Schritt (b) für das aktuell gesuchte PLMN wiederholt wird; und (c2) wenn das gesuchte PLMN nicht gewechselt wurde, ermittelt wird, ob sich die Telematikeinheit in einem mit Leistung versorgten Modus, einem nicht mit Leistung versorgten Modus oder in einem Modus eines diskontinuierlichen Empfangs (DRx) befindet, wobei: (c2.1) wenn sich die Telematikeinheit in einem mit Leistung versorgten Modus befindet, Schritt (c) wiederholt wird; (c2.2) wenn sich die Telematikeinheit in dem nicht mit Leistung versorgten Modus befindet, die Schritte (a), (b) und (c) wiederholt werden, wenn die Telematikeinheit wieder mit Leistung versorgt wird; und (c2.3) wenn sich die Telematikeinheit in dem DRx-Modus befindet, die Suchrate auf eine dritte Suchrate festgelegt wird, die langsamer als die zweite Suchrate ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird ein Verfahren zum Aktualisieren von Daten einer Suchrate eines öffentlichen landgestützten Mobilfunknetzes (PLMN) für eine Fahrzeugtelematikeinheit bereitgestellt. Das Verfahren umfasst, dass: (a) Suchratendaten an einer Fahrzeugtelematikeinheit mit einer ersten Suchrate und einer zweiten, langsameren Suchrate empfangen werden, wobei die zweite Suchrate einem zellularen Chipsatz der Telematikeinheit zugehörig ist, wobei die Suchratendaten eine aktualisierte erste Suchrate umfassen; (b) Ermittelt wird, ob die Suchratendaten beschädigt sind; (c) wenn Schritt (b) ermittelt, dass die Suchratendaten nicht beschädigt sind, die erste Suchrate durch die aktualisierte erste Suchrate ersetzt wird; und (d) wenn Schritt (b) ermittelt, dass die Suchratendaten beschädigt sind, der Wert der ersten Suchrate auf die zweite Suchrate festgelegt wird.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Hierin nachfolgend werden eine oder mehrere Ausführungsformen der Erfindung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen beschrieben, wobei gleiche Bezugszeichen gleiche Elemente bezeichnen, und wobei:

1 ein Blockdiagramm ist, das eine Ausführungsform eines Kommunikationssystems zeigt, das das hierin offenbarte Verfahren verwenden kann;

2 ein Flussdiagramm ist, das eine Realisierung eines Steuerns einer Suchrate eines öffentlichen landgestützten Mobilfunknetzes (PLMN) für eine Fahrzeugtelematikeinheit darstellt;

3A eine graphische Darstellung einer ersten Suchrate ist;

3B eine graphische Darstellung einer zweiten Suchrate ist;

3C eine graphische Darstellung einer dritten Suchrate ist; und

4 ein Flussdiagramm ist, das eine Realisierung zum Aktualisieren von Suchratendaten an der Telematikeinheit darstellt.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER DARGESTELLTEN AUSFÜHRUNGSFORM(EN)

Das nachstehend beschriebene Verfahren betrifft allgemein das Steuern der Suchrate in einer Fahrzeugtelematikeinheit für ein öffentliches landgestütztes Mobilfunknetz (PLMN von public land mobile network). Wenn die Telematikeinheit EIN-geschaltet wird, kann sie sich in einen kein-Anruf-Modus begeben und ein PLMN suchen. Die nachstehende Beschreibung beschreibt ein Ändern der Suchrate auf der Grundlage des verwendeten PLMN und eines Leistungszustands der Telematikeinheit. Beispielsweise kann die Suchrate eine normale Suchrate, wenn die Telematikeinheit ein Heim-PLMN (HPLMN vom home PLMN) in einem mit Leistung versorgten Modus sucht, und eine schnellere Suchrate sein, wenn die Telematikeinheit ein Besucher-PLMN (VPLMN von visitor PLMN) in dem mit Leistung versorgten Modus sucht. Oder die Suchrate kann beispielsweise langsamer sein, wenn die Telematikeinheit entweder das HPLMN oder das VPLMN in einem Modus eines diskontinuierlichen Empfangs (DRx) (z. B. in LTE-Netzen) sucht. Das Ermöglichen, dass die Telematikeinheit in VPLMNs schneller sucht, kann der Telematikeinheit ein schnelleres erneutes Verbinden mit oder Zurückkehren zu ihrem HPLMN ermöglichen, wodurch der Umfang an jeglichen angefallenen Roaming-Gebühren beschränkt wird.

Das System und die verschiedenen Verfahren, die durch das System ausgeführt werden, werden nachstehend ausführlicher beschrieben. Ferner wird die Betriebsumgebung nachstehend beschrieben.

Kommunikationssystem –

Bezug nehmend auf 1 ist eine Betriebsumgebung gezeigt, die ein Mobilfahrzeugkommunikationssystem 10 umfasst und die verwendet werden kann, um das hierin offenbarte Verfahren zu realisieren. Das Kommunikationssystem 10 umfasst allgemein ein Fahrzeug 12, ein oder mehrere drahtlose Trägersysteme 14, ein Bodenkommunikationsnetz 16, einen Computer 18 und ein Call Center 20. Es ist zu verstehen, dass das offenbarte Verfahren mit jeder Anzahl von verschiedenen Systemen verwendet werden kann und nicht speziell auf die hier gezeigte Betriebsumgebung beschränkt ist. Auch sind die Architektur, die Konstruktion, der Aufbau und der Betrieb des Systems 10 sowie seine einzelnen Komponenten in der Technik allgemein bekannt. Somit liefern die folgenden Absätze lediglich einen kurzen Überblick über ein derartiges Kommunikationssystem 10; andere Systeme, die hier nicht gezeigt sind, könnten jedoch auch das offenbarte Verfahren einsetzen.

Das Fahrzeug 12 ist bei der dargestellten Ausführungsform als ein Personenkraftwagen gezeigt, es sei jedoch angemerkt, dass auch jedes andere Fahrzeug verwendet werden kann, das Motorräder, Lastwagen, Geländewagen (SUVs von sports utility vehicles), Wohnmobile (RVs von recreational vehicles), Schiffe, Luftfahrzeuge etc. umfasst. Ein Teil der Fahrzeugelektronik 28 ist in 1 allgemein gezeigt und umfasst eine Telematikeinheit 30, ein Mikrofon 32, einen oder mehrere Druckknöpfe oder andere Steuereingabeeinrichtungen 34, ein Audiosystem 36, eine visuelle Anzeige 38 und ein GPS-Modul 40 sowie eine Anzahl von Fahrzeugsystemmodulen (VSMs von vehicle system modules) 42. Einige dieser Einrichtungen können direkt mit der Telematikeinheit verbunden sein, wie beispielsweise das Mikrofon 32 und der Druckknopf/die Druckknöpfe 34, wohingegen andere indirekt unter Verwendung einer oder mehrerer Netzverbindungen, wie beispielsweise eines Kommunikationsbusses 44 oder eines Unterhaltungsbusses 46, verbunden sind. Beispiele geeigneter Netzverbindungen umfassen ein Controller Area Network (CAN), einen Media Oriented System Transfer (MOST), ein Local Interconnection Network (LIN), ein Local Area Network (LAN) und andere geeignete Verbindungen, wie beispielsweise Ethernet oder andere, die den bekannten ISO-, SAE- und IEEE-Standards und -Spezifikationen entsprechen, nur um einige zu nennen.

Die Telematikeinheit 30 kann eine OEM-Einrichtung (eingebettet) oder eine Nachrüsteinrichtung sein, die in dem Fahrzeug eingebaut ist und die eine drahtlose Sprach- und/oder Datenkommunikation über das drahtlose Trägersystem 14 und über einen drahtlosen Netzbetrieb ermöglicht. Dies ermöglicht dem Fahrzeug, mit dem Call Center 20, anderen telematikfähigen Fahrzeugen oder einer anderen Entität oder Einrichtung zu kommunizieren. Die Telematikeinheit verwendet vorzugsweise Funkübertragungen, um einen Kommunikationskanal (einen Sprachkanal und/oder einen Datenkanal) mit dem drahtlosen Trägersystem 14 herzustellen, sodass Sprach- und/oder Datenübertragungen über den Kanal gesendet und empfangen werden können. Durch Bereitstellen von sowohl einer Sprach- als auch einer Datenkommunikation ermöglicht die Telematikeinheit 30 dem Fahrzeug, eine Anzahl von verschiedenen Diensten anzubieten, die jene umfassen, die mit Navigation, Telefonie, Notfallunterstützung, Diagnose, Infotainment etc. in Beziehung stehen. Die Daten können entweder über eine Datenverbindung, wie beispielsweise über eine Paketdatenübertragung über einen Datenkanal, oder über einen Sprachkanal unter Verwendung von in der Technik bekannten Techniken gesendet werden. Für kombinierte Dienste, die sowohl eine Sprachkommunikation (z. B. mit einem menschlichen Berater oder einer Sprachausgabeeinheit an dem Call Center 20) als auch eine Datenkommunikation (z. B. um GPS-Ortsdaten oder Fahrzeugdiagnosedaten für das Call Center 20 bereitzustellen) umfassen, kann das System einen einzelnen Anruf über einen Sprachkanal verwenden und nach Bedarf zwischen einer Sprach- und einer Datenübertragung über den Sprachkanal umschalten, und dies kann unter Verwendung von Fachleuten bekannten Techniken erfolgen.

Gemäß einer Ausführungsform verwendet die Telematikeinheit 30 eine zellulare Kommunikation gemäß entweder GSM- oder CDMA- oder LTE-Standards und umfasst sie somit eine Netzzugriffseinrichtung (NAD von network access device) 48, die einen oder mehrere standardisierte zellulare Chipsätze 50 für Sprachübermittlungen wie Freisprechanrufe umfassen kann, ein Drahtlosmodem für eine Datenübertragung, eine elektronische Verarbeitungseinrichtung 52, eine oder mehrere digitale Speichereinrichtungen 54 und eine Dualantenne 56. Es sei angemerkt, dass das Modem entweder durch eine Software realisiert sein kann, die in der Telematikeinheit gespeichert ist und durch den Prozessor 52 ausgeführt wird, oder dass es eine separate Hardwarekomponente sein kann, die sich in der Telematikeinheit 30 oder außerhalb dieser befindet. Das Modem kann unter Verwendung jeder Anzahl von verschiedenen Standards oder Protokollen arbeiten, wie beispielsweise EVDO, CDMA, GPRS und EDGE. Ein drahtloser Netzbetrieb zwischen dem Fahrzeug und anderen vernetzten Einrichtungen kann auch unter Verwendung der Telematikeinheit 30 ausgeführt werden. Zu diesem Zweck kann die Telematikeinheit 30 ausgestaltet sein, um gemäß einem oder mehreren drahtlosen Protokollen, wie beispielsweise einem beliebigen der IEEE 802.11-Protokolle, WiMAX oder Bluetooth, drahtlos zu kommunizieren. Bei einer Verwendung für eine paketvermittelte Datenkommunikation, wie beispielsweise TCP/IP, kann die Telematikeinheit mit einer statischen IP-Adresse konfiguriert sein oder kann sie aufgebaut sein, um automatisch eine zugeordnete IP-Adresse von einer anderen Einrichtung an dem Netzwerk, wie beispielsweise einem Router, oder von einem Netzadressenserver zu empfangen.

Der Prozessor 52 kann jeder Typ von Einrichtung sein, der elektronische Anweisungen verarbeiten kann, und kann Mikroprozessoren, Mikrocontroller, Host-Prozessoren, Controller, Fahrzeugkommunikationsprozessoren und anwendungsspezifische integrierte Schaltkreise (ASICs von application specific integrated circuits) umfassen. Er kann ein dedizierter Prozessor sein, der nur für die Telematikeinheit 30 verwendet wird, oder er kann von anderen Fahrzeugsystemen gemeinsam genutzt werden. Der Prozessor 52 führt verschiedene Typen von digital gespeicherten Anweisungen aus, wie beispielsweise Software- oder Firmwareprogramme, die in dem Speicher 54 gespeichert sind und der Telematikeinheit ermöglichen, eine große Vielzahl von Diensten bereitzustellen. Beispielsweise kann der Prozessor 52 Programme ausführen oder Daten verarbeiten, um mindestens einen Teil des hierin erläuterten Verfahrens auszuführen.

Die Telematikeinheit 30 kann verwendet werden, um einen vielseitigen Bereich von Fahrzeugdiensten bereitzustellen, die eine drahtlose Übermittlung zu und/oder von dem Fahrzeug umfassen. Solche Dienste umfassen: Turn-by-Turn-Anweisungen und andere navigationsbezogene Dienste, die in Verbindung mit dem GPS-basierten Fahrzeugnavigationsmodul 40 bereitgestellt werden; eine Airbag-Einsatzbenachrichtigung und andere Notfall- oder Pannenhilfedienste, die in Verbindung mit einem oder mehreren Kollisionssensorschnittstellenmodulen bereitgestellt werden, wie beispielsweise einem Karosseriesteuermodul (nicht gezeigt); eine Diagnoseberichterstattung unter Verwendung eines oder mehrerer Diagnosemodule; und Infotainment-bezogene Dienste, bei denen Musik, Webseiten, Filme, Fernsehprogramme, Videospiele und/oder andere Informationen durch ein Infotainment-Modul (nicht gezeigt) heruntergeladen werden und für eine sofortige oder spätere Wiedergabe gespeichert werden. Die oben aufgelisteten Dienste sind keineswegs eine vollständige Liste aller Fähigkeiten der Telematikeinheit 30, sondern sind lediglich eine Aufzählung einiger der Dienste, die die Telematikeinheit anbieten kann. Ferner sei angemerkt, dass mindestens einige der zuvor genannten Module in Form von Softwareanweisungen realisiert sein könnten, die innerhalb oder außerhalb der Telematikeinheit 30 gespeichert sind, dass sie Hardwarekomponenten sein könnten, die sich innerhalb oder außerhalb der Telematikeinheit 30 befinden, oder dass sie miteinander oder mit anderen Systemen, die sich in dem Fahrzeug befinden, integriert sein könnten und/oder von diesen gemeinsam genutzt werden könnten, nur um einige Möglichkeiten zu nennen. In dem Fall, dass die Module als VSMs 42 realisiert sind, die außerhalb der Telematikeinheit 30 angeordnet sind, könnten sie den Fahrzeugbus 44 verwenden, um Daten und Befehle mit der Telematikeinheit auszutauschen.

Das GPS-Modul 40 empfängt Funksignale von einer Konstellation 60 von GPS-Satelliten. Aus diesen Signalen kann das Modul 40 die Fahrzeugposition ermitteln, die verwendet wird, um dem Fahrer des Fahrzeugs Navigations- und andere positionsbezogene Dienste bereitzustellen. Eine Navigationsinformation kann an der Anzeige 38 (oder an einer anderen Anzeige innerhalb des Fahrzeugs) dargestellt werden oder kann verbal dargestellt werden, wie es bei einem Bereitstellen einer Turn-by-Turn-Navigation der Fall ist. Die Navigationsdienste können unter Verwendung eines dedizierten fahrzeuginternen Navigationsmoduls (das Teil des GPS-Moduls 40 sein kann) bereitgestellt werden, oder es können einige oder alle Navigationsdienste über die Telematikeinheit 30 ausgeführt werden, wobei die Positionsinformation zu Zwecken des Bereitstellens von Navigationskarten, Kartenanmerkungen (Punkte von Interesse, Restaurants etc.), Routenberechnungen und dergleichen für das Fahrzeug an einen entfernten Ort gesendet wird. Die Positionsinformation kann dem Call Center 20 oder einem anderen entfernten Computersystem, wie beispielsweise einem Computer 18, zu anderen Zwecken, wie beispielsweise einer Flottenverwaltung, bereitgestellt werden. Es können auch neue oder aktualisierte Kartendaten von dem Call Center 20 über die Telematikeinheit 30 auf das GPS-Modul 40 heruntergeladen werden.

Abgesehen von dem Audiosystem 36 und dem GPS-Modul 40 kann das Fahrzeug 12 andere Fahrzeugsystemmodule (VSMs) 42 in Form von elektronischen Hardwarekomponenten umfassen, die an dem Fahrzeug angeordnet sind und typischerweise einen Eingang von einem oder mehreren Sensoren empfangen und den erfassten Eingang verwenden, um Diagnose-, Überwachungs-, Steuerungs-, Berichterstattungs- und/oder andere Funktionen durchzuführen. Jedes der VSMs 42 ist vorzugsweise durch den Kommunikationsbus 44 mit den anderen VSMs sowie mit der Telematikeinheit 30 verbunden und kann programmiert sein, um Fahrzeugsystem- und -teilsystemdiagnosetests auszuführen. Beispielsweise kann ein VSM 42 ein Motorsteuermodul (ECM von engine control module) sein, das verschiedene Aspekte des Motorbetriebs steuert, wie beispielsweise Kraftstoffzündung und Zündzeitpunkt, kann ein anderes VSM 42 ein Antriebsstrangsteuermodul sein, das den Betrieb einer oder mehrerer Komponenten des Fahrzeugantriebsstrangs reguliert, und kann ein anderes VSM 42 ein Karosseriesteuermodul sein, das verschiedene elektrische Komponenten überwacht, die sich an dem Fahrzeug befinden, wie beispielsweise die Zentralverriegelung und die Scheinwerfer des Fahrzeugs. Gemäß einer Ausführungsform ist das Motorsteuermodul mit fahrzeugeigenen Diagnosemerkmalen (OBD-Merkmalen von onboard diagnostic features) ausgestattet, die eine Vielzahl von Echtzeitdaten bereitstellen, wie beispielsweise die, die von verschiedenen Sensoren einschließlich Fahrzeugemissionssensoren empfangen werden und eine standardisierte Reihe von Diagnosefehlercodes (DTCs von diagnostic trouble codes) bereitstellen, die einem Ingenieur ermöglichen, Fehlfunktionen in dem Fahrzeug schnell zu identifizieren und zu beheben. Fachleute werden erkennen, dass die oben erwähnten VSMs nur Beispiele einiger der Module sind, die in dem Fahrzeug 12 verwendet werden können, da auch zahlreiche andere möglich sind.

Die Fahrzeugelektronik 28 umfasst auch eine Anzahl von Fahrzeugbenutzerschnittstellen, die Fahrzeuginsassen ein Mittel zum Bereitstellen und/oder Empfangen einer Information bereitstellen und das Mikrofon 32, den Druckknopf/die Druckknöpfe 34, das Audiosystem 36 und die visuelle Anzeige 38 umfassen. Wie hierin verwendet umfasst der Begriff ”Fahrzeugbenutzerschnittstelle” breit jede geeignete Form von elektronischer Einrichtung, die sowohl Hardware- als auch Softwarekomponenten umfasst und sich an dem Fahrzeug befindet und einem Fahrzeugbenutzer ermöglicht, mit einer oder über eine Komponente des Fahrzeugs zu kommunizieren. Das Mikrofon 32 stellt einen Audioeingang für die Telematikeinheit bereit, um dem Fahrer oder einem anderen Insassen zu ermöglichen, Sprachbefehle bereitzustellen und über das drahtlose Trägersystem 14 Freisprechanrufe auszuführen. Zu diesem Zweck kann es mit einer fahrzeugeigenen automatisierten Sprachverarbeitungseinheit verbunden sein, die eine in der Technik bekannte Mensch-Maschine-Schnittstellentechnologie (HMI-Technologie von human-machine interface technology) verwendet. Der Druckknopf/die Druckknöpfe 34 ermöglicht/ermöglichen eine manuelle Benutzereingabe in die Telematikeinheit 30, um drahtlose Telefonanrufe zu initiieren und andere Daten, eine Antwort oder einen Steuereingang bereitzustellen. Es können separate Druckknöpfe verwendet werden, um im Gegensatz zu regulären Dienstunterstützungsanrufen an das Call Center 20 Notrufe zu initiieren. Das Audiosystem 36 stellt einen Audioausgang für einen Fahrzeuginsassen bereit und kann ein dediziertes, unabhängiges System oder ein Teil des primären Fahrzeugaudiosystems sein. Gemäß der bestimmten hier gezeigten Ausführungsform ist das Audiosystem 36 funktional mit sowohl dem Fahrzeugbus 44 als auch dem Unterhaltungsbus 46 gekoppelt und kann es eine AM-, FM- und Satellitenradio-, CD-, DVD- und eine andere Multimediafunktionalität bereitstellen. Diese Funktionalität kann in Verbindung mit oder unabhängig von dem oben beschriebenen Infotainment-Modul bereitgestellt werden. Die visuelle Anzeige 38 ist vorzugsweise eine Graphikanzeige, wie beispielsweise ein berührungsempfindlicher Bildschirm an dem Armaturenbrett, oder eine Head-Up-Anzeige, die an der Windschutzscheibe reflektiert wird, und kann verwendet werden, um eine Vielzahl von Eingabe- und Ausgabefunktionen bereitzustellen. Es können auch verschiedene andere Fahrzeugbenutzerschnittstellen verwendet werden, da die Schnittstellen von 1 nur ein Beispiel einer bestimmten Realisierung sind.

Das drahtlose Trägersystem 14 ist vorzugsweise ein Mobiltelefonsystem, das mehrere Mobilfunkmasten 70 (nur einer gezeigt), eine oder mehrere Mobilfunkvermittlungsstellen (MSCs von mobile switching centers) 72 sowie beliebige andere Netzkomponenten umfasst, die erforderlich sind, um das drahtlose Trägersystem 14 mit dem Bodennetz 16 zu verbinden. Jeder Mobilfunkmast 70 umfasst sendende und empfangende Antennen und eine Basisstation, wobei die Basisstationen von unterschiedlichen Mobilfunkmasten entweder direkt oder über ein Zwischengerät, wie beispielsweise einen Basisstations-Controller, mit der MSC 72 verbunden sind. Das Zellularsystem 14 kann jede geeignete Kommunikationstechnologie realisieren, die beispielsweise analoge Technologien, wie beispielsweise AMPS, oder die neueren digitalen Technologien, wie beispielsweise CDMA (z. B. CDMA2000) oder GSM/GPRS oder LTE, umfasst. Fachleute werden erkennen, dass verschiedene Mobilfunkmast/Basisstation/MSC-Anordnungen möglich sind und mit dem drahtlosen System 14 verwendet werden könnten. Beispielsweise könnten die Basisstation und der Mobilfunkmast zusammen an dem gleichen Ort angeordnet sein, oder sie könnten entfernt voneinander angeordnet sein, könnte jede Basisstation für einen einzelnen Mobilfunkmast verantwortlich sein oder könnte eine einzelne Basisstation verschiedene Mobilfunkmasten bedienen und könnten verschiedene Basisstationen mit einer einzelnen MSC gekoppelt sein, nur um einige der möglichen Anordnungen zu nennen.

Abgesehen von einem Verwenden des drahtlosen Trägersystems 14 kann ein anderes drahtloses Trägersystem in Form einer Satellitenkommunikation verwendet werden, um eine unidirektionale oder bidirektionale Kommunikation mit dem Fahrzeug bereitzustellen. Dies kann unter Verwendung eines oder mehrerer Kommunikationssatelliten 62 und einer Uplink-Übertragungsstation 64 erfolgen. Eine unidirektionale Kommunikation kann beispielsweise Satellitenfunkdienste umfassen, bei denen Programminhalt (Nachrichten, Musik, etc.) durch die Übertragungsstation 64 empfangen wird, für ein Hochladen verpackt wird und dann an den Satelliten 62 gesendet wird, der die Programme an Teilnehmer rundsendet. Eine bidirektionale Kommunikation kann beispielsweise Satellitentelefoniedienste umfassen, die den Satelliten 62 verwenden, um Telefonverkehr zwischen dem Fahrzeug 12 und der Station 64 weiterzuleiten. Bei einer Verwendung kann diese Satellitentelefonie entweder zusätzlich zu dem drahtlosen Trägersystem 14 oder anstatt dieses verwendet werden.

Das Bodennetz 16 kann ein herkömmliches bodenbasiertes Telekommunikationsnetz sein, das mit einem oder mehreren Festnetztelefonen verbunden ist und das drahtlose Trägersystem 14 mit dem Call Center 20 verbindet. Beispielsweise kann das Bodennetz 16 ein Fernsprechnetz (PSTN von public switched telephone network) umfassen, wie beispielsweise jenes, das verwendet wird, um eine Festnetztelefonie, paketvermittelte Datenkommunikationen und die Internet-Infrastruktur bereitzustellen. Ein oder mehrere Segmente des Bodennetzes 16 könnten durch die Verwendung eines standardisierten drahtgebundenen Netzes, eines Faser- oder anderen optischen Netzes, eines Kabelnetzes, von Hochspannungsleitungen, anderen drahtlosen Netzen, wie beispielsweise Wireless Local Area Networks (WLANs), oder Netzen, die einen drahtlosen Breitbandzugriff (BWA von broadband wireless access) bereitstellen, oder jeder Kombination hiervon realisiert sein. Ferner muss das Call Center 20 nicht über das Bodennetz 16 verbunden sein, sondern könnte es ein Drahtlostelefoniegerät umfassen, sodass es direkt mit einem drahtlosen Netz, wie beispielsweise dem drahtlosen Trägersystem 14, kommunizieren kann.

Der Computer 18 kann einer einer Anzahl von Computern sein, auf die über ein privates oder öffentliches Netz, wie beispielsweise das Internet, zugegriffen werden kann. Jeder solche Computer 18 kann für einen oder mehrere Zwecke, wie beispielsweise einen Web-Server, verwendet werden, auf den durch das Fahrzeug über die Telematikeinheit 30 und den drahtlosen Träger 14 zugegriffen werden kann. Andere solche Computer 18, auf die zugegriffen werden kann, können beispielsweise umfassen: einen Service Center-Computer, an dem Diagnoseinformationen und andere Fahrzeugdaten von dem Fahrzeug über die Telematikeinheit 30 hochgeladen werden können; einen Client-Computer, der durch den Fahrzeughalter oder einen anderen Teilnehmer zu Zwecken wie beispielsweise Zugreifen auf oder Empfangen von Fahrzeugdaten oder Einstellen oder Konfigurieren von Teilnehmervorlieben oder Steuern von Fahrzeugfunktionen verwendet wird; oder einen dritten Speicher, für den oder von dem Fahrzeugdaten oder andere Informationen geliefert werden, entweder durch Kommunizieren mit dem Fahrzeug 12 oder dem Call Center 20 oder beiden. Ein Computer 18 kann auch zum Bereitstellen einer Internet-Konnektivität, wie beispielsweise von DNS-Diensten, oder als ein Netzadressenserver, der DHCP oder ein anderes geeignetes Protokoll verwendet, um dem Fahrzeug 12 eine IP-Adresse zuzuordnen, verwendet werden.

Das Call Center 20 ist entworfen, um der Fahrzeugelektronik 28 eine Anzahl von verschiedenen System-Backend-Funktionen bereitzustellen und umfasst gemäß der hier gezeigten beispielhaften Ausführungsform allgemein eine(n) oder mehrere Schalter 80, Server 82, Datenbanken 84, menschliche Berater 86 sowie ein automatisiertes Sprachausgabesystem (VRS von voice response system) 88, die alle in der Technik bekannt sind. Diese verschiedenen Call Center-Komponenten sind vorzugsweise über ein drahtgebundenes oder drahtloses lokales Netz 90 miteinander gekoppelt. Der Schalter 80, der ein Telekommunikationsanlagenschalter (PBX-Schalter von private branch exchange switch) sein kann, leitet eingehende Signale derart weiter, dass Sprachübertragungen für gewöhnlich entweder durch ein normales Telefon an den menschlichen Berater 86 oder unter Verwendung von VoIP an das automatisierte Sprachausgabesystem 88 gesendet werden. Das Telefon des menschlichen Beraters kann auch VoIP verwenden, wie es durch die gestrichelte Linie in 1 gezeigt ist. VoIP und andere Datenkommunikationen über den Schalter 80 werden über ein Modem (nicht gezeigt) realisiert, das zwischen dem Schalter 80 und dem Netz 90 verbunden ist. Die Datenübertragungen werden über das Modem an den Server 82 und/oder die Datenbank 84 weitergeleitet. Die Datenbank 84 kann eine Kontoinformation, wie beispielsweise eine Teilnehmerauthentifizierungsinformation, Fahrzeugidentifikatoren, Profilaufzeichnungen, Verhaltensmuster und andere entsprechende Teilnehmerinformationen, speichern. Datenübertragungen können auch durch drahtlose Systeme, wie beispielsweise 802.11x, GPRS und dergleichen, ausgeführt werden. Obwohl die gezeigte Ausführungsform als in Verbindung mit einem mit Personal besetzten Call Center 20 unter Verwendung des menschlichen Beraters 86 verwendet beschrieben wurde, sei angemerkt, dass das Call Center stattdessen das VRS 88 als einen automatisierten Berater verwenden kann oder eine Kombination aus dem VRS 88 und dem menschlichen Berater 86 verwendet werden kann.

Verfahren –

Vor dem Herstellen eines Sprach- oder Datenanrufs kann die Fahrzeugtelematikeinheit 30 das oben beschriebene Kommunikationssystem 10 verwenden und öffentliche landgestützte Mobilfunknetze (PLMNs) suchen; z. B. wie zuvor beschrieben sowohl Heim-PLMNs (HPLMNs) als auch Besucher-PLMNs (VPLMNs). Ein Suchen eines verfügbaren PLMNs kann intermittierend oder kontinuierlich erfolgen – z. B. wenn die Telematikeinheit 30 versucht, das geeignetste PLMN für eine Kommunikation festzulegen. Ferner kann die Entscheidung zu suchen (oder nicht zu suchen) durch einen geeigneten Standard (z. B. den 3GPP-Standard) vorgeschrieben sein. Das Suchen von PLMNs kann einen wesentlichen Prozentsatz des Leistungsbudgets einer Telematikeinheit ausmachen. Die nachstehend beschriebenen Verfahren können verwendet werden, um den Leistungsbedarf der Telematikeinheit zu minimieren sowie jegliche resultierenden Roaming-Gebühren oder -Kosten beim Suchen von VPLMNs zu minimieren.

Wie es in 2 gezeigt ist, stellt ein Flussdiagramm eine Realisierung eines Verfahrens 200 zum Steuern einer PLMN-Suchrate für die Telematikeinheit 30 dar. Das Verfahren beginnt mit Schritt 204, in dem sich die Fahrzeugtelematikeinheit (VTU von vehicle telematics unit) in einem ”nicht mit Leistung versorgten Modus” befindet – d. h. die VTU wird nicht mit Leistung versorgt oder befindet sich in einem AUS-Modus oder -Status oder -Zustand.

Aus Schritt 204 kann das Verfahren mit Schritt 208 fortfahren, in dem die VTU den Leistungsmodus der VTU 30 ermitteln kann. Genauer gesagt kann Schritt 208 ermitteln, ob sich die VTU in einem ”mit Leistung versorgten Modus” befindet – z. B. in einem Modus mit voller Leistung oder einem Voll-EIN-Modus (oder EIN-Status oder -Zustand). Das Wechseln von dem nicht mit Leistung versorgten Modus zu dem mit Leistung versorgten Modus kann zum Zeitpunkt des Fahrzeugstarts oder in verschiedenen anderen geeigneten Fällen erfolgen. Beispielsweise können Umstände vorliegen, unter denen das Fahrzeug mit Leistung versorgt wird; wobei sich jedoch die VTU 30 in dem nicht mit Leistung versorgten Modus befindet und ein Fahrzeugbenutzer oder das Call Center 20 die VTU in den mit Leistung versorgten Modus auslösen kann. Wenn in Schritt 208 ermittelt wird, dass sich die VTU nicht in dem mit Leistung versorgten Modus befindet, kann das Verfahren wieder mit Schritt 208 fortfahren. Diese Schleife kann wiederholt durchgeführt werden, wenn ermittelt wird, dass sich die VTU nicht in dem mit Leistung versorgten Modus befindet.

Wenn in Schritt 208 jedoch ermittelt wird, dass sich die VTU in dem mit Leistung versorgten Modus befindet, kann das Verfahren 200 mit Schritt 212 fortfahren, in dem die VTU 30 ermitteln kann, welches spezifische PLMN aktuell gesucht wird. In Schritt 212 kann das aktuell gesuchte PLMN mit einer schnellen Liste oder Auflistung von vorbestimmten PLMNs verglichen werden, die in dem Speicher 54 der VTU 30 gespeichert sind.

Die in der schnellen Liste bereitgestellten PLMNs können einer ersten oder SCHNELLEN PLMN-Suchrate (ersten PCR von first PLMN scan rate) der VTU 30 zugehörig sein. Beispielsweise kann die schnelle Liste ein oder mehrere VPLMNs oder Besuchernetze umfassen. Die VPLMNs auf der schnellen Liste können auf der Grundlage des Orts des Fahrzeugs 12 und von allgemeinen Fahrgewohnheiten eines Fahrzeugbenutzers (z. B. wie weit der Benutzer typischerweise fährt oder andere Orte, die typischerweise von dem Benutzer besucht werden) ermittelt werden oder diesen zugehörig sein. Die Quantität (Q) von PLMNs auf der schnellen Liste kann variieren; bei einer Realisierung ist jedoch 0 ≤ Q ≤ 20. Wie nachstehend beschrieben kann die schnelle Liste von Zeit zu Zeit aktualisiert werden.

Wenn das aktuell gesuchte PLMN in Schritt 212 mit einem der PLMNs auf der schnellen Liste übereinstimmt, kann das Verfahren 200 mit Schritt 216 fortfahren; wenn das aktuell gesuchte PLMN jedoch nicht mit einem der PLMNs auf der schnellen Liste übereinstimmt, kann das Verfahren mit Schritt 220 fortfahren.

In Schritt 216 kann das Verfahren die Suchrate der VTU 30 auf die erste PLMN-Suchrate festlegen und dann mit Schritt 224 fortfahren. Die erste Suchrate kann von Speicher 54 der VTU 30 empfangen werden.

In Schritt 220 kann das Verfahren die Suchrate der VTU 30 auf eine zweite oder NORMALE PLMN-Suchrate (zweite PCR von second PLMN scan rate) festlegen. Die zweite Suchrate kann durch die VTU 30 unter Verwendung des Teilnehmeridentitätsmoduls (SIM von subscriber identity module) der Netzzugriffseinrichtung (NAD) 48 ermittelt werden. Beispielsweise kann der zellulare Chipsatz 50 der NAD eine zugehörige Standardsuchrate aufweisen, wie es Fachleuten bekannt ist. Bei zumindest einigen Ausführungsformen kann die zweite Suchrate langsamer sein als die erste Suchrate. Und die zweite Suchrate kann die Suchrate sein, die dem Heimnetz der VTU zugehörig ist; z. B. ein spezifisches oder primäres Heimnetz, das der bestimmten VTU zugehörig ist, sowie jegliche äquivalenten Heim-PLMNs (oder EHPLMNs von equivalent home PLMNs). Aus Schritt 220 kann das Verfahren 200 auch mit Schritt 224 fortfahren.

In Schritt 224 kann die VTU 30 ermitteln, ob sich das durch die VTU gesuchte PLMN seit der letzten Ermittlung in Schritt 212 geändert hat. Somit kann das Verfahren 200 das PLMN von Schritt 212 mit dem aktuell gesuchten PLMN vergleichen. Wenn sich das PLMN geändert hat, kann das Verfahren mit Schritt 212 fortfahren und kann es die Schritte 212, 216 oder 220 und 224 wiederholen. Wenn sich das PLMN nicht geändert hat, kann das Verfahren mit Schritt 228 fortfahren.

In Schritt 228 kann das Verfahren 200 wieder den Leistungsmodus der VTU 30 ermitteln. In Schritt 228 kann der Leistungsmodus sowohl den mit Leistung versorgten Modus als auch den nicht mit Leistung versorgten Modus umfassen. Ferner kann der Leistungsmodus in LTE-Systemen einen Modus eines diskontinuierlichen Empfangs (DRx) umfassen. Wie es Fachleuten bekannt ist, kann sich die VTU 30, sobald sie sich in dem mit Leistung versorgten Modus befindet, in einen leerlaufähnlichen Modus begeben, der als der DRx-Modus bekannt ist (z. B. wenn aktuell kein Netzverkehr vorhanden ist). Bei einigen Realisierungen des DRx-Modus kann sich die VTU 30 für eine Zeitdauer im Leerlauf befinden (oder schlafen) und dann kurz aufwachen, um einen Netzverkehr zu überprüfen, und sich dann wieder in den Leerlauf begeben, wenn kein Verkehr vorhanden ist. Es können andere DRx-Modusrealisierungen existieren, die Fachleuten bekannt sind.

Somit kann das Verfahren 200 in Schritt 228 ermitteln, ob sich die VTU 30 in dem mit Leistung versorgten Modus, dem nicht mit Leistung versorgten Modus oder dem DRx-Modus befindet. Wenn die VTU 30 in dem mit Leistung versorgten Modus verbleibt, kann das Verfahren 200 mit Schritt 224 fortfahren, wobei die Schritte 224 und 228 wiederholt werden. Wenn die VTU 30 in dem nicht mit Leistung versorgten Modus gewechselt hat, kann das Verfahren 200 mit Schritt 208 fortfahren, wobei die Schritte 208, 212, 216 oder 220, 224 und 228 wiederholt werden. Und wenn die VTU 30 in den DRx-Modus gewechselt hat, kann das Verfahren 200 mit Schritt 232 fortfahren.

In Schritt 232 kann das Verfahren die Suchrate der VTU 30 auf eine dritte oder DRx-PLMN-Suchrate (dritte PCR von third PLMN scan rate) festlegen. Die dritte Suchrate kann von Speicher 54 der VTU empfangen werden, und die dritte Suchrate kann bei zumindest einigen Ausführungsformen langsamer sein als die zweite Suchrate. Nach dem Ändern der Suchrate in die dritte Suchrate kann das Verfahren mit Schritt 208 fortfahren, wobei die Schritte 208, 212, 216 oder 220, 224 und 228 wiederholt werden. Natürlich wird das Verfahren 200 in Schritt 212, wenn die VTU 30 in dem DRx-Modus bleibt (der nicht der ”mit Leistung versorgte Modus” ist), den Leistungsmodus der VTU (während sie im DRx-Modus verbleibt) wiederhalt erneut bewerten – wobei erst mit Schritt 212 fortgefahren wird, wenn sich die VTU 30 in dem mit Leistung versorgten Modus befindet. Es sei auch angemerkt, dass die VTU 30 von dem DRx-Modus in den nicht mit Leistung versorgten Modus wechseln kann (und das Verfahren 200 erst jenseits Schritt 208 fortfährt, wenn die VTU in den mit Leistung versorgten Modus wechselt).

Das Verfahren 200 kann durch die Telematikeinheit 30 verbrauchte Leistung einsparen, da schnellere Suchraten typischerweise mehr Leistung verbrauchen als langsamere Suchraten. 3A, 3B und 3C zeigen drei verschiedene graphische Darstellungen, in denen die unabhängige Variable die Zeit ist (x-Achse) und die abhängige Variable der Betrag ist (y-Achse). Jeder Graph zeigt eine einzelne Suchperiode der Telematikeinheit 30 (z. B. 310a, 310b bzw. 310c). In 3A ist die erste PLMN-Suchrate als mehrere Impulse 320a gezeigt. In 3B ist die zweite PLMN-Suchrate als mehrere Impulse 320b gezeigt. In 3C ist die dritte PLMN-Suchrate als mehrere Impulse 320c gezeigt. Zusätzlich ist jeder der Impulse 320a, 320b, 320c als den gleichen Betrag aufweisend gezeigt. In 3A ist die Quantität an Impulsen 320a größer als die Quantität an Impulsen 320b (3B); und die Quantität an Impulsen 320b (3B) ist größer als die Quantität an Impulsen 320c (3C) – Verdeutlichung: dritte Suchrate (320c) < zweite Suchrate (320b) < erste Suchrate (320a). Somit kann die dritte Suchrate bei zumindest einer Realisierung weniger Leistung verbrauchen als die zweite Suchrate; und können die zweite und die dritte Suchrate weniger Leistung verbrauchen als die erste Suchrate. Ferner kann, während die erste Suchrate mehr Leistung verbrauchen kann, die erste Suchrate auch das größte Suchleistungsvermögen (z. B. die größte Ansprechempfindlichkeit) bereitstellen – somit kann die Telematikeinheit, während sie sich in einem VPLMN befindet, am schnellsten suchen, wobei versucht wird, zu ihrem HPLMN oder einem Äquivalent zurückzukehren.

Es sei angemerkt, dass 3A, 3B und 3C lediglich erläuternd sind; die Anzahl von Impulsen, die verwendet werden, und der Betrag hiervon werden lediglich verwendet, um einen relativen Leistungsverbrauch der Telematikeinheit darzustellen. Es sind andere Realisierungen möglich.

Bezug nehmend auf 4 ist ein Flussdiagramm gezeigt, das ein Verfahren 400 zum Aktualisieren von Suchratendaten oder Parametern in der Telematikeinheit darstellt. Wie zuvor erläutert können die erste und dritte Suchrate und die schnelle Liste in dem Speicher 54 der Telematikeinheit 30 gespeichert sein. Das Verfahren 400 beginnt in Schritt 404, wobei neue oder aktualisierte Suchratendaten an der Telematikeinheit 30 über eine Konfigurationsdatei empfangen werden. Die Konfigurationsdatei kann von dem Call Center 20, einem entfernten Computer oder Server 18, einem Fahrzeug-Servicecenter etc. empfangen werden – zusätzlich kann die Konfigurationsdatei über eine drahtgebundene oder drahtlose Kommunikation empfangen werden (z. B. kann eine drahtlose Kommunikation eine zellulare Kommunikation und eine drahtlose Nahbereichskommunikation umfassen).

Die Suchratendaten, die in der Konfigurationsdatei umfasst sind, können eine aktualisierte erste Suchrate (einen aktualisierten Wert), eine aktualisierte dritte Suchrate (einen aktualisierten Wert) und eine aktualisierte schnelle Liste (z. B. 0–20 neue vorbestimmte PLMNs) umfassen. In einigen Fällen können diese Daten zumindest teilweise die gleichen sein wie die zuvor gespeicherten. Ferner können die erste und dritte Suchrate Multiplikatoren sein – ermittelbar unter Verwendung der zweiten Suchrate. Beispielsweise kann die Konfigurationsdatei einen ersten Suchratenmultiplikator von 1,2 und einen dritten Suchratenmultiplikator von 0,8 bereitstellen; somit kann die neue erste Suchrate 1,2 * zweite Suchrate (erlangt von dem SIM der NAD 48) sein, und kann die neue dritte Suchrate 0,8 * zweite Suchrate sein. Dies sind lediglich einige Beispiele; es existieren andere Realisierungen.

Das Verfahren 400 kann von Schritt 404 mit Schritt 408 fortfahren; und in Schritt 408 kann die Telematikeinheit ermitteln, ob die Konfigurationsdatei beschädigt ist. Beschädigte Dateien können jene, die funktionsunfähig, nicht lesbar oder nicht verwendbar sind; jene, die teilweise heruntergeladen oder empfangen werden; jene mit Werten, die außerhalb eines vorbestimmten oder vernünftigen Bereichs liegen; etc. umfassen. Somit kann die Telematikeinheit 30 beispielsweise ermitteln, dass keine erste Suchrate größer sein kann als das 10-fache der zweiten Suchrate (oder dass keine dritte Suchrate kleiner sein kann als das 10-fache der zweiten Suchrate). Der Faktor 10× ist lediglich ein Beispiel; es sind andere vorbestimmte vernünftige Bereiche möglich. Bei einem anderen Beispiel kann die Konfigurationsdatei als beschädigt ermittelt werden, wenn sich mehr als 20 PLMNs in der aktualisierten schnellen Liste befinden.

In einigen Fällen kann die Konfigurationsdatei verschlüsselt oder auf andere Weise gesichert sein. Somit kann beispielsweise, wenn die Konfigurationsdatei während der Entschlüsselung (z. B. an der Telematikeinheit 30) nicht authentifizierbar ist, die Konfigurationsdatei auch als beschädigt ermittelt werden. Fachleute kennen andere verschiedene Mittel zum Ermitteln, ob die Konfigurationsdatei beschädigt ist.

Wenn die Konfigurationsdatei als nicht beschädigt ermittelt wird, kann das Verfahren 400 mit Schritt 412 fortfahren – Aktualisieren der ersten und dritten Suchrate; d. h. Ersetzen oder Überschreiben der alten ersten und dritten Suchrate im Speicher 54 durch die aktualisierte erste und dritte Suchrate.

Nach Schritt 412 kann das Verfahren die schnelle Liste in Schritt 416 aktualisieren, indem die alte schnelle Liste durch die aktualisierte schnelle Liste ersetzt oder überschrieben wird. Schritt 416 kann vor, nach oder während Schritt 412 erfolgen. Danach kann das Verfahren 400 enden.

Wenn ermittelt wird, dass die Konfigurationsdatei beschädigt ist, kann die Konfigurationsdatei ignoriert werden (z. B. Ignorieren der aktualisierten ersten und dritten Suchrate und der aktualisierten schnellen Liste). Beispielsweise kann das Verfahren 400 mit Schritt 420 fortfahren – Festlegen der ersten und dritten Suchrate gleich der zweiten Suchrate (im Gegensatz zu einem Überschreiben mit der aktualisierten ersten und dritten Suchrate); d. h. Ersetzen oder Überschreiben der alten ersten und dritten Suchrate durch den Wert der zweiten Suchrate im Speicher 54.

Nach Schritt 420 kann das Verfahren (in Schritt 424) die Quantität (Q) der PLMNs in der schnellen Liste auf Null festlegen (im Gegensatz zu einem Verwenden der aktualisierten schnellen Liste); d. h. durch Ersetzen oder Überschreiben der alten schnellen Liste durch die aktualisierte schnelle Liste mit null PLMNs. Schritt 424 kann vor, nach oder während Schritt 420 stattfinden. Danach kann das Verfahren 400 enden.

Das Verfahren 400 kann die Integrität der PLMN-Suchfunktion in der Telematikeinheit 30 vor böswilligen Angriffen bewahren. Natürlich kann das Verfahren 200 gleichzeitig mit Verfahren 400 arbeiten – somit kann in dem Verfahren 200 das Festlegen der ersten und/oder dritten Suchrate in den Schritten 216 und 232 in Echtzeit durchgeführt werden, da die aktualisierte erste und/oder dritte Suchrate über das Verfahren 400 empfangen und validiert werden. Ähnlich kann jede Ermittlung, dass sich das aktuelle PLMN in der schnellen Liste befindet (Schritt 212 von Verfahren 200) in Echtzeit erfolgen, während die aktualisierte schnelle Liste über Verfahren 400 validiert wird.

Es ist zu verstehen, dass das Vorstehende eine Beschreibung einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung ist. Die Erfindung ist nicht auf die hierin offenbarte(n) bestimmte(n) Ausführungsform(en) beschränkt, sondern ist lediglich durch die nachstehenden Ansprüche definiert. Ferner beziehen sich die in der vorangehenden Beschreibung enthaltenen Aussagen auf bestimmte Ausführungsformen und sollen sie nicht als Einschränkungen des Schutzumfangs der Erfindung oder der Definition von Begriffen betrachtet werden, die in den Ansprüchen verwendet werden, außer, wenn ein Begriff oder eine Phrase oben ausdrücklich definiert ist. Verschiedene andere Ausführungsformen und verschiedene Änderungen und Abwandlungen der offenbarten Ausführungsform(en) werden für Fachleute ersichtlich. Alle anderen Ausführungsformen, Änderungen und Abwandlungen sollen innerhalb des Schutzumfangs der beigefügten Ansprüche liegen.

Wie in dieser Beschreibung und den Ansprüchen verwendet, sollen die Begriffe ”z. B.”, ”zum Beispiel”, ”beispielsweise”, ”wie beispielsweise” und ”wie” und die Verben ”umfassen”, ”aufweisen”, ”einschließen” und ihre anderen Verbformen, wenn sie in Verbindung mit einer Auflistung einer oder mehrerer Komponenten oder anderer Elemente verwendet werden, jeweils als ein offenes Ende aufweisend betrachtet werden, was bedeutet, dass die Auflistung nicht als andere, zusätzliche Komponenten oder Elemente ausschließend betrachtet werden soll. Andere Begriffe sollen unter Verwendung ihrer breitesten vernünftigen Bedeutung betrachtet werden, wenn sie nicht in einem Kontext verwendet werden, der eine andere Interpretation erfordert.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • IEEE 802.11-Protokolle [0018]