Title:
Verfahren zum Bereitstellen von Filtermodulen, Computerprogrammprodukt und Vorrichtung zur Prozessführung
Kind Code:
A1


Abstract:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bereitstellen von Filtermodulen (46) für eine Oberflächenbehandlungsanlage (12), wobei mittels einer Datenverarbeitungseinrichtung (4) Eingangsdaten (130) erfasst werden, wobei als Eingangsdaten (130) zumindest Applikationsdaten (122) der Oberflächenbehandlungsanlage (12) verwendet werden, und wobei unter Verwendung der Eingangsdaten (130) ein oder mehrere Ausgangsdaten (132) ermittelt werden, welche die Bereitstellung mindestens eines Filtermoduls für die Oberflächenbehandlungsanlage (12) betreffen. Die Erfindung betrifft auch ein Computerprogrammprodukt mit Programmcodemitteln zur Durchführung des Verfahrens, wenn das Computerprogrammprodukt auf einem computerlesbaren Datenträger gespeichert ist oder auf einer Datenverarbeitungseinrichtung (4) abläuft, sowie eine Vorrichtung (2) zur Prozessführung mit einer Datenverarbeitungseinrichtung (4), welche zur Durchführung des Verfahrens ausgebildet ist. Die Erfindung ermöglicht es, den Prozess des Bereitstellens von Filtermodulen (46) und den Prozess der Oberflächenbehandlung von Gegenständen (14) hinsichtlich der Prozesssteuerung miteinander zu verknüpfen, wodurch die Effizienz und die Qualität in beiden Prozessen verbessert werden kann.




Inventors:
Schulze, Herbert, Dipl.-Ing. (71134, Aidlingen, DE)
Vetter, Svenja, Dr. (72149, Neustetten, DE)
Application Number:
DE102015015234A
Publication Date:
06/01/2017
Filing Date:
11/25/2015
Assignee:
Eisenmann SE, 71032 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102013011107A1N/A2014-08-07
DE102012004704A1N/A2013-09-12
DE102011117667A1N/A2013-05-08
DE102011108631A1N/A2013-01-31
DE102008005808A1N/A2009-08-13



Attorney, Agent or Firm:
Ostertag & Partner, Patentanwälte mbB, 70597, Stuttgart, DE
Claims:
1. Verfahren zum Bereitstellen von Filtermodulen (46) für eine Oberflächenbehandlungsanlage (12),
dadurch gekennzeichnet, dass
(a) mittels einer Datenverarbeitungseinrichtung (4) Eingangsdaten (130) erfasst werden, dass
(b) als Eingangsdaten (130) zumindest Applikationsdaten (122) der Oberflächenbehandlungsanlage (12) verwendet werden, und dass
(c) unter Verwendung der Eingangsdaten (130) ein oder mehrere Ausgangsdaten (132) ermittelt werden, welche die Bereitstellung mindestens eines Filtermoduls (46) für die Oberflächenbehandlungsanlage (12) betreffen.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Eingangsdaten (130) gespeichert werden, wobei zumindest Teile der gespeicherten Eingangsdaten (130) zum Ermitteln von prädiktiven Ausgangsdaten (132) verwendet werden.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Eingangsdaten (130) Bereitstellungsdaten (120) verwendet werden, welche die Bereitstellung von ein oder mehreren zur Verwendung in der Oberflächenbehandlungsanlage (12) bestimmte Filtermodulen (46) betreffen.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Eingangsdaten (130) Aufbereitungsdaten (124) einer Aufbereitungsanlage (70) für beladene Filtermodule (64) verwendet werden.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Ausgangsdaten (132) ermittelt werden, die einen Applikationsprozess in mindestens einer Behandlungskabine (10) der Oberflächenbehandlungsanlage (12) betreffen.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Ausgangsdaten (132) ermittelt werden, welche den Zeitpunkt der Bereitstellung eines Filtermoduls (46) für eine Behandlungskabine (10) in der Oberflächenbehandlungsanlage (12) vorgeben.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Ausgangsdaten (132) ermittelt werden, die an eine Fertigungsanlage (80) für Filtermodule (46) übermittelt werden.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass Ausgangsdaten (132) ermittelt werden, die an eine Entsorgungseinrichtung übermittelt werden.

9. Computerprogrammprodukt mit Programmcodemitteln zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wenn das Computerprogrammprodukt auf einem computerlesbaren Datenträger gespeichert ist oder auf einer Datenverarbeitungseinrichtung (4) abläuft.

10. Vorrichtung (2) zur Prozessführung für das Bereitstellen von Filtermodulen (46) für eine Oberflächenbehandlungsanlage (12) mit einer Datenverarbeitungseinrichtung (4), welche zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8 ausgebildet ist.

11. Vorrichtung (2) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Messvorrichtung vorhanden ist, mittels welcher Betriebsparameter der Oberflächenbehandlungsanlage (12) ermittelt werden.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bereitstellen von Filtermodulen für eine Oberflächenbehandlungsanlage.

Die Erfindung betrifft auch ein Computerprogrammprodukt mit Programmcodemitteln zur Durchführung eines solchen Verfahrens.

Weiterhin betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Prozessführung für das Bereitstellen von Filtermodulen für eine Oberflächenbehandlungsanlage.

Beispielsweise bei der manuellen oder automatischen Applikation von Lacken auf Gegenstände wird ein Teilstrom des Lackes, der im Allgemeinen sowohl Festkörper und/oder Bindemittel als auch Lösemittel enthält, nicht auf den Gegenstand appliziert. Dieser Teilstrom wird in der Fachwelt ”Overspray” genannt. Im Weiteren werden die Begriffe Overspray, Overspraypartikel oder Oversprayfeststoffe im Sinne eines dispersen Systems, wie einer Emulsion oder Suspension oder einer Kombination daraus, verstanden. Der Overspray wird von einem Luftstrom in einer Behandlungskabine, z. B. eine Lackierkabine, erfasst und einer Abscheidung zugeführt, so dass die Luft nach einer geeigneten Konditionierung wieder in die Behandlungskabine zurückgeleitet werden kann. Gegebenenfalls kann diese konditionierte Luft mit Frischluft vermischt werden.

Insbesondere bei Anlagen mit größerem Lackverbrauch, beispielsweise bei Anlagen zum Lackieren von Fahrzeugkarosserien, kommen in bekannter Weise bevorzugt Nassabscheidesysteme einerseits oder elektrostatisch arbeitende Trockenabscheider andererseits zum Einsatz. Bei bekannten Nassabscheidern wird verhältnismäßig viel Energie zur Umwälzung der erforderlichen, recht großen Wassermengen benötigt. Die Aufbereitung des Spülwassers ist durch den hohen Einsatz an Lack bindenden und entklebenden Chemikalien und durch die Lackschlammentsorgung kostenintensiv. Weiterhin nimmt die Luft durch den intensiven Kontakt mit dem Spülwasser sehr viel Feuchtigkeit auf, was im Umluftbetrieb wiederum einen hohen Energieverbrauch für die Luftaufbereitung zur Folge hat. Bei elektrostatisch arbeitenden Trockenabscheidern muss der Lack-Overspray kontinuierlich von den Abscheideflächen entfernt werden, was meist mit baulich recht aufwendigen Maßnahmen verbunden ist und entsprechend störanfällig sein kann. Zudem ist der Energieaufwand bei solchen Abscheidern verhältnismäßig hoch.

Als Alternative zu gängigen, stationären Nass- und Trockenabscheidesystemen, die auch elektrostatisch arbeiten können, kommen auch Systeme mit austauschbaren Einweg-Abscheideeinheiten zum Einsatz, die nach Erreichen einer Grenzbeladung mit Overspray gegen unbeladene Filtermodule ausgetauscht und entsorgt oder gegebenenfalls recycelt werden. Die Aufbereitung und/oder Entsorgung von derartigen Abscheideeinheiten kann energetisch und auch im Hinblick auf die erforderlichen Ressourcen verträglicher sein als der Aufwand bei einem Nassabscheider oder einer elektrostatisch arbeitenden Abscheidevorrichtung.

Aus der DE 10 2012 004 704 A1 ist eine Vorrichtung zum Abführen von mit Overspray beladener Prozessluft bekannt, bei welcher im Strömungsweg der mit Overspray beladenen Prozessluft wenigstens ein austauschbares Durchströmungsmodul mit einer Eingangsöffnung und einer Ausgangsöffnung anordenbar ist, an dessen Innenflächen sich Overspray niederschlagen kann, wobei Mittel vorhanden sind, durch welche das wenigstens eine Durchströmungsmodul nach Erreichen einer Grenzbeladung mit Overspray gegen ein unbeladenes Durchströmungsmodul austauschbar ist. Die DE 10 2012 004 704 A1 beschreibt auch eine Anlage zum Beschichten von Gegenständen mit einer solchen Vorrichtung.

Die DE 10 2011 117 667 A1 offenbart ein Filtermodul zum Abscheiden von Overspray aus der mit Overspray beladenen Kabinenluft von Beschichtungsanlagen, insbesondere von Lackieranlagen, mit einem Filtergehäuse, welches einen Filterraum begrenzt, durch welchen mit Overspray beladene Kabinenluft in einer Hauptströmungsrichtung leitbar ist. In dem Filterraum ist eine Vielzahl von Abscheideelementen aus einem für die Kabinenluft durchlässigen Abscheidematerial derart angeordnet, dass zwischen den Abscheideelementen ein Strömungslabyrinth ausgebildet ist. Außerdem sind in der DE 10 2011 117 667 A1 eine Abscheidevorrichtung und eine Anlage zum Beschichten von Gegenständen mit einem solchen Filtermodul angegeben.

Die DE 10 2013 011 107 A1 beschreibt ein Verfahren zum Betreiben einer Oberflächenbehandlungsanlage, bei welchem Overspray, der in einer oder mehreren Beschichtungskabinen entsteht, von einem Luftstrom aufgenommen und zu wenigstens einer Einweg-Abscheideeinheit geführt wird, in der Overspray abgeschieden wird und welche nach Erreichen einer Grenzbeladung mit Overspray als beladene Einweg-Abscheideeinheit gegen eine leere Einweg-Abscheideeinheit ausgetauscht wird.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren zum Bereitstellen von Filtermodulen für eine Oberflächenbehandlungsanlage anzugeben.

Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren der eingangs genannten Art, wobei mittels einer Datenverarbeitungseinrichtung Eingangsdaten erfasst werden, wobei als Eingangsdaten zumindest Applikationsdaten der Oberflächenbehandlungsanlage verwendet werden, und wobei unter Verwendung der Eingangsdaten ein oder mehrere Ausgangsdaten ermittelt werden, welche die Bereitstellung mindestens eines Filtermoduls für die Oberflächenbehandlungsanlage betreffen. Derart können die Filtermodule abhängig von der Art der Oberflächenbehandlung und dem Bedarf bereitgestellt werden. Ein wechselseitiges Abstimmen der Prozesse wird ermöglicht, wodurch die Effizienz in beiden Prozessen gesteigert werden kann

Um die Effizienz insgesamt weiter zu steigern können Eingangsdaten gespeichert werden, wobei zumindest Teile der gespeicherten Eingangsdaten zum Ermitteln von prädiktiven Ausgangsdaten verwendet werden.

Mit Vorteil können als Eingangsdaten Bereitstellungsdaten verwendet werden, welche die Bereitstellung von ein oder mehreren zur Verwendung in der Oberflächenbehandlungsanlage bestimmten Filtermodulen betreffen.

Vorzugsweise können als Eingangsdaten Aufbereitungsdaten einer Aufbereitungsanlage für beladene Filtermodule verwendet werden.

Beispielsweise um die Prozesse in der Oberflächenbehandlungsanlage zu verbessern, kann es von Vorteil sein, wenn Ausgangsdaten ermittelt werden, die einen Applikationsprozess in mindestens einer Behandlungskabine der Oberflächenbehandlungsanlage betreffen.

Es kann zweckmäßig sein, wenn Ausgangsdaten ermittelt werden, welche den Zeitpunkt der Bereitstellung eines Filtermoduls für eine Behandlungskabine in der Oberflächenbehandlungsanlage vorgeben.

Beispielsweise im Hinblick auf eine bedarfsgerechte Bereitstellung der Filtermodule kann es günstig sein, wenn Ausgangsdaten ermittelt werden, die an eine Fertigungsanlage für Filtermodule übermittelt werden.

Mit Vorteil können Ausgangsdaten ermittelt werden, die an eine Entsorgungseinrichtung übermittelt werden.

Die Aufgabe der Erfindung wird auch gelöst durch ein Computerprogrammprodukt mit Programmcodemitteln zur Durchführung eines Verfahrens gemäß der Erfindung oder einer ihrer Ausgestaltungen, wenn das Computerprogrammprodukt auf einem computerlesbaren Datenträger gespeichert ist oder auf einer Datenverarbeitungseinrichtung abläuft. Die entsprechenden Vorteile ergeben sich analog zu denen des Verfahrens.

Die Aufgabe der Erfindung wird auch gelöst durch eine Vorrichtung zur Prozessführung für das Bereitstellen von Filtermodulen für eine Oberflächenbehandlungsanlage, wobei die Vorrichtung eine Datenverarbeitungseinrichtung aufweist, welche zur Durchführung eines Verfahrens gemäß der Erfindung oder einer ihrer Ausgestaltungen ausgebildet ist.

Es ist günstig, wenn eine Messvorrichtung vorhanden ist, mittels welcher Betriebsparameter der Oberflächenbehandlungsanlage ermittelt werden.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung. Dabei werden Ausführungsbeispiele der Erfindung, ohne hierauf beschränkt zu sein, anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in vereinfachter, schematischer Darstellung:

1 eine Lackierkabine mit einer Abscheidevorrichtung für Overspray;

2 ein Übersichtsschema zur Verwendung von Filtermodulen für eine Oberflächenbehandlungsanlage und zur Entsorgung beladener Filtermodule;

3 eine Vorrichtung zur Prozessführung für der Versorgung und Entsorgung von Filtermodulen.

1 zeigt eine Behandlungskabine 10 einer Oberflächenbehandlungsanlage 12 für Gegenstände 14, wobei die die Behandlungskabine 10 beispielsweise als Beschichtungskabine zum Beschichten von Gegenständen 14 ausgebildet sein kann. Im gezeigten Beispiel ist die Beschichtungskabine als Lackierkabine für Gegenstände 14 ausgebildet, wobei in der Lackierkabine beispielsweise Fahrzeugkarosserien 14a oder Teile davon lackiert werden.

Die als Beschichtungskabine ausgebildete Behandlungskabine 10 hat einen Beschichtungstunnel 24 mit einer Decke 26, die in üblicher Weise als untere Begrenzung eines Luftzuführraumes 28 mit Filterdecke 30 ausgebildet sein kann. Der Beschichtungstunnel 24 ist oberhalb eines Anlagenbereichs 40 angeordnet.

Die Gegenstände 14 werden mit einem im Beschichtungstunnel 24 angeordneten Fördersystem 32 von der Eingangsseite des Beschichtungstunnels 24 zu dessen Ausgangsseite transportiert. So können beispielsweise Fahrzeugkarosserien 14a mittels eines und an und für sich bekannten Fördersystems 32 in einer kontinuierlichen oder intermittierenden Bewegung durch den Innenraum des Beschichtungstunnels 24 gefördert werden.

Im Inneren des Beschichtungstunnels 24 sind Applikationseinrichtungen 34 angeordnet, die beispielsweise in Form von mehrachsigen Applikationsrobotern 36 ausgebildet sein können, wie sie ebenfalls an und für sich bekannt sind. Mittels der Applikationsroboter 36 können die zu behandelnden Gegenstände 14, im gezeigten Beispiel die Fahrzeugkarosserien 14a, mit einem entsprechenden Material beschichtet werden.

Während des Beschichtungsvorgangs strömt Luft aus dem Luftzuführraum 28 durch den Beschichtungstunnel 24 hindurch zu dem Anlagenbereich 40, wobei die Luft im Beschichtungstunnel 24 vorhandenen Overspray, z. B. Lack-Overspray, aufnimmt und mit sich führt.

Im gezeigten Beispiel wird der Boden des Beschichtungstunnels 24 im Wesentlichen durch einen begehbaren Gitterrost 38 gebildet. Der Beschichtungstunnel 24 ist über den Gitterrost 38 nach unten zu dem darunter angeordneten Anlagenbereich 40 hin offen. Derart kann die Luft aus dem Beschichtungstunnel 24 in den darunter angeordneten Anlagenbereich 40 strömen, in welchem von der Kabinenluft mitgeführte Partikel, insbesondere Overspray, von der Kabinenluft getrennt werden.

Diese mit Overspray beladene Luft wird mit Hilfe einer Luftleiteinrichtung 42 zu ein oder mehreren Einweg-Abscheideeinheiten 44 geleitet, welche beim vorliegenden Ausführungsbeispiel in Form von ein oder mehreren Einweg-Filtermodulen 46 ausgebildet sind. Nachstehend wird auf Filtermodule Bezug genommen, wobei die Ausführungen hierzu sinngemäß entsprechend allgemein und auch für Einweg-Abscheideeinheiten 44 gelten, die anders als die beschriebenen Filtermodule 46 ausgebildet sein können.

Im Betrieb ist jedes Filtermodul 46 strömungstechnisch und lösbar mit der Luftleiteinrichtung 42 verbunden. Die Kabinenluft durchströmt in dem Filtermodul 46 eine in der Zeichnung nicht näher dargestellte Filtereinheit, an der sich der Lack-Overspray abscheidet. Das Filtermodul 46 kann zum Beispiel als Abscheidefilter oder als Trägheitsfilter oder auch als eine Kombination davon ausgebildet sein kann. Insgesamt ist jede Einweg-Abscheideeinheit 44 als austauschbare Baueinheit ausgebildet.

Die zumindest weitgehend von Overspraypartikeln befreite Kabinenluft strömt aus dem Filtermodul 46 in einen Kanal 50, über den sie in einen Sammelströmungskanal 52 gelangt.

Die Kabinenluft wird über den Sammelströmungskanal 52 einer weiteren Aufbereitung und Konditionierung zugeführt und im Anschluss daran in einem hier nicht eigens gezeigten Kreislauf wieder in den Luftzuführraum 28 geleitet, aus dem sie wieder in den Beschichtungstunnel 24 einströmt. Falls die Kabinenluft durch die vorhandenen Filtermodule 46 noch nicht ausreichend von Overspray befreit ist, können den Filtermodulen 46 noch weitere Filterstufen nachgelagert sein, denen die Kabinenluft zugeführt wird und in denen beispielsweise Vliesfilter oder auch elektrostatisch arbeitende Abscheidefilter eingesetzt werden, wie sie an und für sich bekannt sind. Gegebenenfalls können eine oder mehrere solcher weiteren Filterstufen auch in das Filtermodul 46 integriert sein.

Das Filtermodul 46 ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel in seiner Betriebsstellung auf einer Waage 54 angeordnet. Es ist mittels einer Verriegelungseinrichtung 56 in seiner Betriebsstellung arretiert. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel kann das Filtermodul 46 strömungstechnisch mit der Luftleiteinrichtung 42 verbunden oder von dieser gelöst werden, indem es in horizontaler Richtung bewegt wird. Allgemein hängt die Koppel- und Entkoppelbewegung jedoch von dem Zusammenspiel der Komponenten ab.

Jedes Filtermodul 46 ist für die Aufnahme einer maximalen Lackmenge, d. h. für eine Grenzbeladung mit Overspray, ausgelegt, die von der Bauart des Filtermoduls 46 und den für dieses verwendeten Materialien abhängt. Die bereits aufgenommene Lackmenge kann unter Zuhilfenahme der Waage 54 erfasst werden. Alternativ kann die Grenzbeladung beispielsweise mittels einer Differenzdruckbestimmung ermittelt werden. Je größer die Beladung des Filtermoduls 46 ist, desto größer ist der durch das Filtermodul 46 aufgebaute Luftwiderstand.

Wenn ein Filtermodul 46 seine maximale Aufnahmekapazität erreicht, wird die Verriegelungseinrichtung 56 gelöst und das voll beladene Filtermodul 46 aus dem unteren Anlagenbereich 40 der Behandlungskabine 10 herausgefahren. Dies kann beispielsweise mit Hilfe eines Hubwagens 58 erfolgen, der von einem Werker 60 bedient wird. Hierzu kann der Bodenbereich des Filtermoduls 46 in seiner Geometrie und seinen Abmessungen als standardisierte Tragstruktur und beispielsweise nach Vorgabe einer so genannten Euro-Palette ausgebildet sein.

Zuvor wird die Strömungsverbindung des auszutauschenden Filtermoduls 46 mit der Luftleiteinrichtung 42 mittels nicht eigens gezeigter Sperrschieber verschlossen. Nachdem dann ein beladenes Filtermodul 46 entfernt wurde, wird ein leeres Filtermodul 46 in die Betriebsstellung geschoben, in der dieses strömungsdicht mit der Luftleiteinrichtung 42 verbunden ist, worauf die Verriegelungseinrichtung 54 wieder arretiert wird. Der Sperrschieber der Luftleiteinrichtung 42 wird wieder in eine Offenstellung gebracht, so dass das neu positionierte Filtermodul 46 von der Kabinenluft durchströmt wird.

Anstelle eines leeren Filtermoduls 46 kann auch ein teilbeladenes Filtermodul 46 aus einem Randbereich der Lackierkabine 12, in dem weniger Overspray anfällt, zur Austauschstelle umgesetzt werden.

In der Oberflächenbehandlungsanlage 12 können Messeinrichtungen zu Erfassung von Betriebsparametern vorhanden sein. Hierzu zählen beispielsweise der Luftdruck, die Temperatur, die Feuchte und die Luftsinkgeschwindigkeit bzw. die Strömungsgeschwindigkeit der Kabinenluft.

2 veranschaulicht beispielhaft die Bereitstellung und Verwendung von Filtermodulen 46 für eine Oberflächenbehandlungsanlage 12 und die Entsorgung beladener Filtermodule 64.

Die Filtermodule 46 bzw. Einzelteile von diesen werden in einer oder mehreren Fertigungsanlagen 80 hergestellt, von denen nur eine gezeigt ist. Vorzugsweise sind die Filtermodule 46 als Einweg-Filtermodule ausgebildet, wobei ein Filtermodul 46 insgesamt, einschließlich seiner nicht näher dargestellten Filtereinheit, beispielsweise aus einem nassfesten Recyclingmaterial gefertigt sein kann. Allgemein ausgedrückt können eine Komponente, mehrere Komponenten oder alle Komponenten des Filtermoduls 46 aus einem nassfesten Recyclingmaterial gefertigt sein. Hierfür kommen beispielsweise Cellulosematerialien wie gegebenenfalls behandelte Papier- und Pappmaterialien, Wellkarton, Kartone mit stehender Welle, Kartone mit Wabenstruktur oder Wickelkartone, aber auch anderer Materialien wie z. B. MDF-Materialien in Frage. Der Bodenbereich des Filtermoduls 46 kann auch separat durch eine Euro-Palette aus Holz gebildet sein. Auch Kunststoffe wie insbesondere Polyethylen oder Polypropylen kommen in Frage.

Zur Verwendung in einer Oberflächenbehandlungsanlage 12 werden die Filtermodule mittels geeigneter Transportmittel 82 von der Fertigungsanlage 80 zur Oberflächenbehandlungsanlage 12 geliefert. Dabei kann das Filtermodul 46 selbst als modularer Bausatz 62 in Einzelteilen geliefert werden und vor seiner Verwendung, beispielweise am Ort der Oberflächenbehandlungsanlage 12, zusammengebaut werden. Alternativ kann das Filtermodul 46 auch aufgebaut oder teilweise aufgebaut geliefert werden. Beispielsweise kann ein Filtermodul 46 auch so konzipiert sein, dass es aus einer zusammengefalteten Konfiguration entfaltet werden kann.

Ein Bausatz 62 eines Filtermoduls 46 hat ein Volumen, das beträchtlich kleiner sein kann als das Volumen des entfalteten oder aufgebauten Filtermoduls 46. Es können beispielsweise Filtermodul-Bausätze 62 oder bereits einsatzfähige Filtermodule 46 zur Oberflächenbehandlungsanlage 12 bzw. zu derjenigen Beschichtungskabine 10 (siehe 1) verbracht werden, in der die Filtermodule 46 eingesetzt werden sollen. Im Falle der Filtermodul-Bausätze 62 werden daraus vor Ort die Filtermodule 46 hergestellt. Die Filtermodule 46 können dann beispielsweise in der in Zusammenhang mit 1 beschriebenen Art und Weise in einer Oberflächenbehandlungsanlage 12 verwendet werden.

Eine Oberflächenbehandlungsanlage 12 kann ein oder mehrere Beschichtungsstationen 18, 20, 22 aufweisen, die jeweils mit ein oder mehreren Behandlungskabinen 10 (siehe 1) ausgestattet sein können. Die in 2 schematisch skizzierte Oberflächenbehandlungsanlage 12, in der beispielsweise Fahrzeugkarosserien 14a oberflächenbehandelt werden, weist eine erste Beschichtungsstation 18 zum Aufbringen von Primer bzw. Füller, eine zweite Beschichtungsstation 20 zum Aufbringen von Basislack bzw. Grundlack und eine dritte Beschichtungsstation 22 zum Aufbringen von Decklack bzw. Klarlack auf.

In den Beschichtungskabinen 10 der Beschichtungsstationen 18, 20, 22 wird das jeweilige Beschichtungsmaterial auf die Gegenstände 14, z. B. die Fahrzeugkarosserien 14a, appliziert (siehe 1). Bevor die zu lackierende Gegenstände 14 zu einer solchen Beschichtungskabine 10 gelangen, können sie in einer nicht näher dargestellten Vorbehandlungsstationen z. B. gereinigt und/oder entfettet werden bzw. einer anders ausgestalteten Vorbehandlung unterzogen werden.

Nach Erreichen der Grenzbeladung werden die dann beladenen Filtermodule 64, beispielsweise wie in Zusammenhang mit 1 beschrieben, aus der jeweiligen Behandlungskabine 10 entnommenen und entsorgt, wobei unterschiedliche Arten der Verwertung möglich sind. So sind z. B. die beladenen Filtermodule 64 abhängig davon, aus welcher Behandlungskabine 10 sie stammen, mit unterschiedlichen Arten von Overspray beladen.

Nach Beendigung der Gebrauchsphase der Filtermodule 46, d. h. nach ihrer Verwendung in der Oberflächenbehandlungsanlage 12, beginnt die Verwertungsphase, in welcher die beladenen Filtermodule 64 entsorgt werden.

Die beladenen Filtermodule 64 können in einer Aufbereitungsanlage 70 einer Aufbereitungsbehandlung unterzogen werden, um ein Aufbereitungsmaterial 100 zu erzeugen, welches später einer Verwertungsanlage 90 bzw. einer Deponie 92 zugeführt werden kann. Die Aufbereitungsanlage 70 kann am Ort oder in der Nähe der Oberflächenbehandlungsanlage 12 vorhanden sein oder sich auch davon entfernt befinden.

In der Aufbereitungsanlage 70 können die beladenen Filtermodule 64 getrocknet werden. Mit Trocknen sind dabei alle Vorgänge gemeint, bei denen der aufgenommene Overspray zum Aushärten gebracht werden kann, sei dies nun durch Austreiben von Lösemitteln oder durch Vernetzung der Beschichtungssubstanz. Hierzu kann der Overspray beispielsweise mit elektromagnetischer Strahlung behandelt und/oder z. B. mittels Gebläsen mit warmer Luft temperiert werden.

Alternativ oder zusätzlich kann in der Aufbereitungsanlage 70 ein Zerkleinern der Filtermodule 64 erfolgen, wobei diese z. B. grob zerkleinert oder verkleinert werden können. Dies kann beispielsweise durch eine Schneideinrichtung erfolgen, in der die einzelnen Filtermodule in kleinere Filterteile zerschnitten werden. Alternativ oder zusätzlich können die Filtermodule 64 beispielsweise in einer Presseinrichtung zu einem kleineren Filterpaket zusammengepresst werden.

Die Aufbereitungsanlage 70 kann alternativ oder zusätzlich eine Schredderstation aufweisen, in welcher die Filterteile und/oder die Filterpakete mit Hilfe ein oder mehrerer Schreddereinrichtungen zu Schreddermaterial verarbeitet werden. Dabei können Zusätze zugemischt werden, um die Konsistenz des Schreddermaterials oder dessen Eigenschaften, insbesondere dessen Heizwert, zu verändern und zu beeinflussen. So können zum Beispiel Stein- und Holzmaterialien in Form von Mehlen, Pulvern oder Stäuben sowohl als Bindemittel als auch zur Erhöhung des Heizwertes zugegeben werden. Auch kann das Material der beladenen Filtermodule 64 als Trägermaterial für Pasten oder Flüssigkeiten genutzt werden, die andernorts als Abfallprodukte anfallen und entsorgt oder verbrannt werden sollen und bei denen die weitere Behandlung auf Grund ihrer Konsistenz, z. B. pastös oder flüssig, erschwert ist.

In der Aufbereitungsanlage 70 können weitere und/oder andere hier nicht näher erläuterte Aufbereitungshandlungen erfolgen. Abhängig von der Ausgestaltung der beladenen Filtermodulen 64 und abhängig beispielsweise von Art und Menge des aufgenommenen Overspray, können einige oder auch nur eine einzige Aufbereitungshandlung durchlaufen werden.

Mittels der Aufbereitungsanlage 70 wird ein Aufbereitungsmaterial 100 erhalten, welches gegenüber dem Ausgangsmaterial in Form der beladenen Filtermodule 64 andere physikalische Eigenschaften haben kann. Beispielsweise können durch ein oder mehrere Aufbereitungshandlungen das Volumen, die Dichte, die Struktur, die Konsistenz und/oder die Feuchte und dergleichen verändert und gegebenenfalls gezielt eingestellt werden. Auch die chemischen Eigenschaften des Aufbereitungsmaterials 100 können gegenüber den beladenen Filtermodulen 64 verändert werden. Insbesondere sind hier Eigenschaften wie Brennbarkeit, Flammpunkt, pH-Wert, Adhäsionsvermögen und dergleichen zu nennen.

In der Aufbereitungsanlage 70 können die beladenen Filtermodule 64 unabhängig davon, mit welcher Art Overspray sie beladen sind, einer gemeinsamen Behandlung unterzogen. Bei einer derartigen Aufbereitung ist es unerheblich, aus welcher Beschichtungsstation 18, 20, 22 die beladenen Filtermodule 64 stammen.

Es ist auch eine sortenreine Aufbereitung möglich, wobei in der Aufbereitungsanlage 70 jeweils solche beladenen Filtermodule 64 gemeinsam aufbereitet werden, die von ein und derselben oder von artgleichen Beschichtungskabinen 10 stammen, so dass die Filtermodule 64 mit Overspray der gleichen Art beladen sind.

Die Aufbereitungsanlage 70 kann zumindest teilweise der Oberflächenbehandlungsanlage 12 angegliedert sein. Es ist auch möglich, dass die Aufbereitungsanlage 70 zumindest teilweise von der Oberflächenbehandlungsanlage 12 ausgegliedert ist.

In der Aufbereitungsanlage 70 kann auch eine Auftrennung und Isolierung der Einzelbestandteile erfolgen, so dass geeignete Bestandteile der beladenen Filtermodule 64 einem Wertstoffkreislauf zugeführt werden können. Die verbleibenden und nicht wieder- oder weiterverwertbaren Bestandteile können einer Deponie 92 zugeführt bzw. thermisch verwertet werden.

Das Aufbereitungsmaterial 100 kann vor der Bereitstellung zur weiteren Entsorgung sortiert, gesammelt/und oder zwischengelagert werden. Das entsorgungsbereite Aufbereitungsmaterial 102 wird vorzugsweise mittels geeigneter Transportmittel 84 einer Verwertungsanlage 90 bzw. einer Deponie 92 zugeführt.

In der Verwertungsanlage 90 erfolgt eine energie- und ressourcenschonende Materialverwertung, durch thermische Verwertung und/oder durch Zuführen von Aufbereitungsmaterial 100, 102 in anschließende Fertigungsprozesse. In der Verwertungsanlage 90 gewonnene Energie kann z. B. zum Betrieb der Oberflächenbehandlungsanlage 12 und/oder zum Betrieb der Aufbereitungsanlage 70 genutzt werden. Energie kann beispielsweise durch eine thermische Verwertung, z. B. mittels eines Verbrennungsprozesses gewonnen werden. Eine Verwertung von Aufbereitungsmaterial 100, 102 kann auch durch seine Verwendung bei der Herstellung neuer Filtermodule 46, z. B. in einer Fertigungsanlage 80, erfolgen. Das Aufbereitungsmaterial 100, 102 kann auch in anderen Prozessen, ggf. nach entsprechender Vorbehandlung, verwendet werden.

In der Deponie 92 kann Aufbereitungsmaterial 100, 102 abgelagert werden. Bei einer Deponie zuzuführendem Aufbereitungsmaterial 100, 102 können ggf. andere Stoffe mit aufbereitet werden, die so leichter und umweltschonender entsorgt werden können.

Mit Hilfe einer Datenverarbeitungseinrichtung 4 werden Daten zur Bereitstellung, Verwendung und/oder Entsorgung der Filtermodule 46 bzw. der beladenen Filtermodule 64 gesammelt und verarbeitet.

Der Datenverarbeitungseinrichtung 4 können beispielsweise Bereitstellungsdaten 120 zugeführt werden, die den Umfang der zur Verwendung in der Oberflächenbehandlungsanlage 12 bereitgestellten Filtermodulen 46 betreffen. Derartige Bereitstellungsdaten 120 können insbesondere die Anzahl der bereitgestellten Filtermodule 46 betreffen. Die Bereitstellungsdaten 120 können auch Typ, Zustand und/oder Bereitstellungsort der Filtermodule 46 betreffen. Derartige Bereitstellungsdaten 120 können auch die Zuordnung der bereitgestellten Filtermodule 46 zu einer Beschichtungsstation 18, 20, 22 betreffen. Die Bereitstellungsdaten 120 können sich auch auf Filtermodule 46 in Form von Bausätzen 62 beziehen.

Der Datenverarbeitungseinrichtung 4 können beispielsweise auch Daten betreffend die ein oder mehreren Fertigungsanlagen 80 bzw. Daten zu in Fertigung befindlichen und/oder gefertigten Filtermodulen 46, ggf. auch zu entsprechenden Bausätzen 62, zugeführt werden. Dies ist der besseren Übersicht halber in 2 nicht näher dargestellt.

Der Datenverarbeitungseinrichtung 4 können von einer oder mehreren Beschichtungsstationen 18, 20, 22 beispielsweise Applikationsdaten 122 zugeführt werden. Applikationsdaten 122 können Daten sein, die den Applikationsvorgang in der Beschichtungsstation 18, 20, 22 betreffen, z. B. betreffend die verwendete Art von Lack und/oder die Lackfarbe. Applikationsdaten 122 können auch die Art bzw. den Typ des zu beschichtenden Gegenstands 14 (siehe 1) betreffen und beispielsweise einen Fahrzeugtyp bzw. eine Variante eines Fahrzeugtyps bezeichnen. Applikationsdaten 122 können auch die tatsächliche Standzeit bzw. die Verwendungsdauer eines Filtermoduls 46 in einer Beschichtungsstation 18, 20, 22 betreffen. Beispielsweise kann auch der tatsächliche Beladungsgrad eines Filtermoduls 46 beispielsweise unter Zuhilfenahme einer Waage 54 (siehe 1) gemessen werden. Den Beladungsgrad betreffende Angaben können als Applikationsdaten 122 der Datenverarbeitungseinrichtung 4 zugeführt werden.

Die Übermittlung von Applikationsdaten 122 kann von einer oder mehreren Beschichtungsstationen 18, 20, 22 und/oder anderen Teilen der Oberflächenbehandlungsanlage 12 zur Datenverarbeitungseinrichtung 4 erfolgen. Dies ist in 2 der besseren Übersicht halber beispielhaft nur für die dritte Beschichtungsstation 22 angedeutet.

Der Datenverarbeitungseinrichtung 4 können beispielsweise Aufbereitungsdaten 124 zugeführt werden, die den Umfang und die Art der Aufbereitung der beladenen Filtermodule 64 betreffen. Aufbereitungsdaten 124 können Mengenangaben zu beladenen Filtermodule 64 und/oder zu Aufbereitungsmaterial 100, 102 in der Aufbereitungsanlage 70 betreffen. Aufbereitungsdaten 124 können auch physikalische und/oder chemische Eigenschaften des Aufbereitungsmaterials 100, 102 und/oder der beladenen Filtermodule 64 betreffen. Aufbereitungsdaten 124 können auch Prozesszustände von einem oder mehreren Aufbereitungsvorgängen und/oder Messdaten, insbesondere physikalische Messdaten, betreffen.

Der Datenverarbeitungseinrichtung 4 können beispielsweise auch Daten betreffend die ein oder mehreren Verwertungsanlagen 90 und/oder betreffend die ein oder mehreren Deponien 92 zugeführt werden. Dies ist der besseren Übersicht halber in 2 nicht näher dargestellt.

Der Datenverarbeitungseinrichtung 4 können beispielsweise auch Daten betreffend die Transportmittel 82, 84 zugeführt werden. Dies ist der besseren Übersicht halber in 2 ebenfalls nicht näher dargestellt.

In der Datenverarbeitungseinrichtung 4 können die zugeführten Daten gespeichert und verarbeitet werden. Beispielsweise kann in der Datenverarbeitungseinrichtung 4 durch Auswertung von Applikationsdaten 122 über bestimmte Zeitabschnitte, z. B. von der Einbringung eines Filtermoduls 46 bis zu seiner Entnahme, die Zunahme des Beladungsgrads eines Filtermoduls 46 in Abhängigkeit von ein/oder mehreren Applikationsdaten 122 bestimmt werden. In der Datenverarbeitungseinrichtung 4 kann beispielsweise eine von einem Lacktyp und/oder einer Lackfarbe abhängige Standzeit eines Filtermoduls 46 bestimmt werden. Die Standzeit eines Filtermoduls 46 kann ggf. auch in Abhängigkeit von Daten bestimmt werden, die sich z. B. auf einen Fahrzeugtyp beziehen.

Die Datenverarbeitungseinrichtung 4 kann zum Austausch von Ist-Daten 112 und Soll-Daten 114 mit einem Produktionsplanungsystem 110 ausgebildet sein, wobei das Produktionsplanungsystem 110 als Teil eines sogenannten ERP-Systems ausgebildet sein kann.

Die Datenverarbeitungseinrichtung 4 kann Vorgaben für die Oberflächenbehand- lungsanlage 12 ermitteln. Von der Datenverarbeitungseinrichtung 4 können derartige Vorgaben als Vorgabedaten 126 an die Oberflächenbehandlungsanlage 12 übermittelt werden. Derartige Vorgaben können beispielsweise den Austauschzeitpunkt eines Filtermoduls 46 in einer Beschichtungsstation 18, 20, 22 der Oberflächenbehandlungsanlage 12 betreffen. Der besseren Übersicht halber ist die Übermittlung von Vorgabedaten 126 an die Oberflächenbehandlungsanlage 12 beispielhaft nur für die dritte Beschichtungsstation 22 angedeutet.

Die Datenverarbeitungseinrichtung 4 kann Bedarfsdaten 128 ermitteln, welche z. B. die Fertigung von Filtermodulen 46 betreffen können. Die Bedarfsdaten 128 können beispielsweise an eine Recheneinrichtung 88 der Fertigungsanlage 80 übermittelt werden. Derart können beispielsweise Filtermodule 64 und/oder Bausätze 62 für Filtermodule zur Bereitstellung angefordert und/oder deren Produktion beeinflusst werden.

Die Datenverarbeitungseinrichtung 4 kann Entsorgungsdaten 129 ermitteln, welche z. B. die Entsorgung von beladenen Filtermodulen 64 betreffen können. Die Entsorgungsdaten 129 können beispielsweise an eine Recheneinrichtung 98 einer Entsorgungseinrichtung, beispielsweise eine Verwertungsablage 90 oder eine Deponie 92, übermittelt werden. Derart können beispielsweise Entsorgungskapazitäten angefordert werden und/oder die Zufuhr von Aufbereitungsmaterial 100, 102 angekündigt werden. Es ist möglich, dass unter Zuhilfenahme von Entsorgungsdaten 129 in der Verwertungsablage 90 ablaufende Prozesse beeinflusst werden.

3 zeigt in stark vereinfachter Darstellung eine Vorrichtung 2 zur Prozessführung für das Versorgen einer Oberflächenbehandlungsanlage 12 mit Filtermodulen 46. Diese Vorrichtung 2 kann auch zur Prozessführung für die Entsorgung von Filtermodulen 46 bzw. beladener Filtermodule 64 ausgebildet sein.

Der in 3 gezeigten Vorrichtung 2 werden Eingangsdaten 130 zugeführt, die z. B. in der Datenverarbeitungseinrichtung 4 (siehe auch 2) zumindest teilweise gespeichert werden können. In der Datenverarbeitungseinrichtung 4 können Eingangsdaten 130 und/oder Teile davon verarbeitet werden. Die gezeigte Vorrichtung 2 stellt Ausgangsdaten 132 bereit, wobei diese Ausgangsdaten 132 zumindest teilweise von der Datenverarbeitungseinrichtung 4 ermittelt werden. Zum Ermitteln von Ausgangsdaten 132 kann die Datenverarbeitungseinrichtung 4 ein oder mehrere Eingangsdaten 130 und/oder ggf. weitere Daten verwenden.

Eingangsdaten 130 können beispielsweise im Zusammenhang mit 2 beschriebene Applikationsdaten 122 sein, die der Datenverarbeitungseinrichtung 4 von der Oberflächenbehandlungsanlage 12 zugeführt werden. Dementsprechend können Eingangsdaten 130 die Art und/oder Ausgestaltung des in einer Oberflächenbehandlungsanlage 12 zu behandelnden Gegenstands 14 betreffen. Eingangsdaten 130 können auch die Art und/oder Ausgestaltung eines Beschichtungsmaterials bezeichnen, z. B. einen Lacktyp und/oder eine Lackfarbe. Eingangsdaten 130 können auch die Menge an Overspray betreffen, welcher in einem oder mehreren bestimmten Filtermodulen 46 in einer Oberflächenbehandlungsanlage 12 vorliegt. Eingangsdaten 130 können auch ein oder mehrere Applikationsparameter der Oberflächenbehandlung sein, wie z. B. Temperatur, Druck, Feuchte, Applikationsdauer.

Eine Oberflächenbehandlungsanlage 12 umfasst auch Komponenten, die entfernt von der eigentlichen Behandlungskabine angeordnet sind. Im Falle einer Lackieranlage sind dies beispielsweise Komponenten der Lackversorgung, wie Lackbehälter, Fördermittel für Medien und dergleichen. Auch diese Komponenten können mit Messeinrichtungen ausgestattet sein, die dem System entsprechende Betriebsparameter übermitteln können.

Eingangsdaten 130, die der Vorrichtung 2 zur Prozessführung von der Oberflächenbehandlungsanlage 12 und/oder von anderen Anlagen und/oder Anlagenteilen zugeführt werden, können beispielsweise auch Prozesse betreffen, die den Prozessen in der Oberflächenbehandlungsanlage 12 vor oder nachgeordnet sind. Für das Beispiel des Lackierprozesses einer Fahrzeugkarosserie 14a, die in einer Lackierkabine einer Oberflächenbehandlungsanlage 12 lackiert wird, kann ein vorgeordneter Prozess beispielsweise den Karosseriebau betreffen, ein nachgeordneter Prozess kann beispielsweise die Montage von Interieur- bzw. Exterieur Teilen und/oder die Fahrwerksmontage betreffen.

Mit Hilfe der Datenverarbeitungseinrichtung 4 kann beispielsweise ein zu erwartendes Standzeitende eines Filtermoduls 46 ermittelt werden. Alternativ oder zusätzlich kann z. B. auch ein optimales Standzeitende eines Filtermoduls 46 bestimmt werden. Dementsprechend können Informationen und/oder Vorgaben in Form von Ausgangsdaten 132 bereitgestellt werden.

Die Vorrichtung 2 zur Prozessführung kann beispielsweise Ausgangsdaten 132 betreffend die Fertigung, die Bereitstellung und/oder den Transport von Filtermodulen 46 ausgeben. Die Filtermodule 46 können dabei ggf. auch in Form von Bausätzen vorliegen. Derartige Ausgangsdaten 132 können beispielsweise in einer Fertigungsanlage 80 zur Prozesssteuerung und/oder Planung verwendet werden.

Ausgangsdaten 132 der Vorrichtung 2 zur Prozessführung können auch die Bereitstellung von Filtermodulen 46 innerhalb einer Oberflächenbehandlungsanlage 12 betreffen und zur diesbezüglichen Prozesssteuerung und/oder Planung verwendet werden. Dies bedeutet beispielsweise, dass dem System bekannt ist, wieviele Filtermodule in welchem Beladungszustand in der Anlage vorhanden sind. Ausgehend von diesen Kenntnissen kann die geplante Behandlungsreihenfolge von Gegenständen mit der Kapazität der Filtermodule korreliert werden, so dass die Behandlungsreihenfolge geändert werden kann, damit einerseits die Kapazität eines Filtermoduls weitgehend genutzt wird und andererseits ein anstehender Austausch von einem oder mehreren Filtermodulen beispielsweise in Zeiträumen stattfinden kann, in denen eine produktionsbedingte Behandlungspause vorliegt. Auch nachfolgende Produktionsschritte werden bei der Planung berücksichtigt. Alternativ die Planung auch zu dem Ergebnis führen, dass ein oder mehrere Filtermodule vor Erreichen der vollen Beladung ausgetauscht werden, um einen effektiven Durchsatz der Oberflächenbehandlungsanlage zu gewährleisten.

Ausgangsdaten 132 der Vorrichtung 2 zur Prozessführung können den Applikationsprozess in der Oberflächenbehandlungsanlage 12 betreffen und zur diesbezüglichen Prozesssteuerung und/oder Planung verwendet werden. Ausgangsdaten 132, die sich auf den Applikationsprozess in der Oberflächenbehandlungsanlage 12 beziehen können beispielsweise Eigenschaften eines verwendeten Applikationsmittels betreffen.

Ausgangsdaten 132 der Vorrichtung 2 zur Prozessführung können auch die Entsorgung von beladenen Filtermodulen 64 betreffen. Derartige Ausgangsdaten 132 können beispielsweise in einer Aufbereitungsanlage 70 verwendet werden, beispielsweise zur Prozesssteuerung und/oder Planung. Möglich ist auch die Verwendung derartiger Ausgangsdaten 132 in einer Verwertungsanlage 90. Weiterhin möglich ist auch die Verwendung derartiger Ausgangsdaten 132 in einer Deponie. Ausgangsdaten 132, welche die Entsorgung von beladenen Filtermodulen 64 betreffen können in den genannten Fällen z. B. zur Kapazitätsplanung verwendet werden.

Die Vorrichtung 2 zur Prozessführung mit der Datenverarbeitungseinrichtung 4 kann spezifische Randdaten der Oberflächenbehandlung mit Daten verknüpfen, welche die Filtermodule 46 betreffen. Die zu verknüpfenden Daten können der der Datenverarbeitungseinrichtung 4 als Eingangsdaten 130 zugeführt werden, in der Datenverarbeitungseinrichtung 4 gespeichert sein, dieser anderweitig zugeführt und/oder in der Datenverarbeitungseinrichtung 4 ermittelt werden. Durch eine Verknüpfung der Daten werden hinsichtlich der Bereitstellung, Logistik und/oder Entsorgung von Filtermodulen 46 Möglichkeiten zur Prozessoptimierung geschaffen. Es können Vorgaben und/oder Vorhersagen abgeleitet werden, welche in Form von Ausgangsdaten 132 ausgegeben werden können.

Spezifische Randdaten der Oberflächenbehandlung können beim Lackieren einer Fahrzeugkarosserie 14a beispielsweise Fahrzeugtyp, Farbton und/oder Lackart sein. Die Filtermodule 46 betreffende Daten können beispielsweise die Ausführung und/oder die Standzeit von Filtermodulen 46 betreffen. Zusätzlich zum Verknüpfen von spezifischen Randdaten der Oberflächenbehandlung mit Daten, welche die Filtermodule 46 betreffen, können in der Vorrichtung 2 zur Prozessführung auch weitere Daten, beispielswiese Vorgaben eines Fertigungsprozesses, z. B. der Fahrzeugproduktion, miteinbezogen werden. Die Ausgangsdaten 132 können genutzt werden, um den Fertigungsprozess zu optimieren und können z. B. zur Steuerung des Fertigungsprozesses genutzt werden.

Die in der Datenverarbeitungseinrichtung 4 ermittelten Daten, beispielsweise ein oder mehrere Ausgangsdaten 132, können die Bereitstellung eines Filtermoduls 46 für die Oberflächenbehandlungsanlage 12 betreffen. Derartige Ausgangsdaten 132 können auch vorausschauend bzw. prädiktiv ermittelt werden, wobei z. B. in der Datenverarbeitungseinrichtung 4 gespeicherte Daten ausgewertet werden können. Zum Ermitteln von prädiktiven Ausgangsdaten 132 können beispielsweise statistische Methoden verwendet werden. Es ist möglich prädiktive Ausgangsdaten 132 mittels Verfahren der künstlichen Intelligenz, z. B. neuronale Netzwerke, zu ermitteln.

Auf der Grundlage von Ausgangsdaten 132 kann z. B. ein auf einen Lackierprozess in der Oberflächenbehandlungsanlage 12 abgestimmtes Filtermodul 46 zeitgerecht für den Wechsel bereitgestellt werden. Derartige Ausgangsdaten 132 können z. B. als Vorgabedaten 126 (siehe 2) der Oberflächenbehandlungsanlage 12 zugeführt und dort ggf. verwendet werden. Mit Hilfe der Datenverarbeitungseinrichtung 4 ist es möglich die Lagerung und/oder die Beschaffung der Filtermodule 46 zu steuern bzw. darauf bezogene Daten zu speichern. Es ist auch möglich die Entsorgung eines beladenen Filtermoduls 64 unter Verwendung derartiger Ausgangsdaten 132 zu planen bzw. zu veranlassen.

Ergänzend werden nachfolgend beispielhaft Gruppen von Daten beschrieben, die als Eingangsdaten 130 und/oder als Ausgangsdaten 132 verwendet werden können.

Eine Gruppe von Daten, die als Eingangsdaten 130 und/oder als Ausgangsdaten 132 verwendet werden können, betrifft die Bereitstellung von Filtermodulen 46, wobei solche Daten beispielsweise einen Typ, eine Mengenangabe bzw. einen Zeitpunkt beschreiben können. Solche Daten können beispielsweise den Bestand und/oder den Bedarf an Filtermodulen 46 beschreiben. Derartige Daten können beispielsweise für eine bedarfsgerechte Bereitstellung und/oder zur Optimierung der Lagerhaltung verwendet werden.

Eine weitere Gruppe von Daten, die als Eingangsdaten 130 und/oder als Ausgangsdaten 132 verwendet werden können, betrifft die Oberflächenbehandlung, wobei solche Daten beispielsweise den Overspray betreffen können, z. B. Menge von Overspray pro Gegenstand 14, z. B. pro Fahrzeugkarosserie 14a (siehe auch 1). In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass eine Gewichtszunahme des verwendeten Filtermoduls 46 bzw. eine Änderung des oben erwähnten Differenzdruckes Rückschlüsse auf anfallenden Overspray ermöglicht. Den Overspray betreffende Daten können zum Einstellen von Lackierparametern genutzt werden. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass aus den Overspray betreffenden Daten beispielsweise besonders günstige oder ungünstige Lackierparameter identifiziert werden können und/oder beispielsweise Rückschlüsse auf die Qualität von Lackchargen möglich sind. Dies kann zu einer verbesserten Steuerung der Oberflächenbehandlungsanlage 12 genutzt werden.

Eine weitere Gruppe von Daten, die als Eingangsdaten 130 und/oder als Ausgangsdaten 132 verwendet werden können, betrifft die Entsorgung von beladenen Filtermodulen 64. Solche Daten können zur Optimierung, beispielsweise zur zeitlichen Optimierung, des Abtransports beladener Filtermodule 64 und/oder Planung von Aufbereitung und/oder Verwertung genutzt werden. Die in der Datenverarbeitungseinrichtung 4 ermittelten und/oder gespeicherten Daten können zur Verbesserung des Entsorgungsablaufs verwendet werden. Beispielsweise kann sichergestellt werden, dass für eine Verwertungsanlage 90, in der beladene Filtermodulen 64 bzw. deren Aufbereitungsmaterial 100, 102 als Ausgangsmaterial für einen Verwertungsprozess verwendet werden, das Ausgangsmaterial in der erforderlichen Qualität bereitgestellt wird. Voraussetzung hierfür kann beispielsweise sein, dass das Ausgangsmaterial in konstanter Zusammensetzung für den Verwertungsprozess bereitgestellt wird.

Als Teil der Entsorgung von beladenen Filtermodulen 64 kann auch das Trennen, Sammeln und/oder Lagern von Aufbereitungsmaterial 100, 102 verstanden werden.

Ein Gedanke, welcher der Erfindung zugrunde liegt, lässt sich wie folgt zusammenfassen: Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bereitstellen von Filtermodulen 46 für eine Oberflächenbehandlungsanlage 12, wobei mittels einer Datenverarbeitungseinrichtung 4 Eingangsdaten 130 erfasst werden, wobei als Eingangsdaten 130 zumindest Applikationsdaten 122 der Oberflächenbehandlungsanlage 12 verwendet werden, und wobei unter Verwendung der Eingangsdaten 130 ein oder mehrere Ausgangsdaten 132 ermittelt werden, welche die Bereitstellung mindestens eines Filtermoduls für die Oberflächenbehandlungsanlage 12 betreffen. Die Erfindung betrifft auch ein Computerprogrammprodukt mit Programmcodemitteln zur Durchführung des Verfahrens, wenn das Computerprogrammprodukt auf einem computerlesbaren Datenträger gespeichert ist oder auf einer Datenverarbeitungseinrichtung 4 abläuft, sowie eine Vorrichtung 2 zur Prozessführung mit einer Datenverarbeitungseinrichtung 4, welche zur Durchführung des Verfahrens ausgebildet ist. Die Erfindung ermöglicht es, den Prozess des Bereitstellens von Filtermodulen 46 und den Prozess der Oberflächenbehandlung von Gegenständen 14 hinsichtlich der Prozesssteuerung miteinander zu verknüpfen, wodurch die Effizienz und die Qualität in beiden Prozessen verbessert werden kann.

Alle gewonnen Daten können in einem Netzwerk verwaltet werden, so dass auch die aus Oberflächenbehandlungsanlagen an unterschiedlichen Standorten mit verschiedenen Betriebsparametern und verwendeten Behandlungsmedien miteinander verglichen und statistisch erfasst werden können.

Durch den Datenaustausch innerhalb der Anlage ist es möglich, das Gesamtsystem vorausschauend zu betreiben. So kann ein anstehender Wechsel eines Filtermoduls 46 frühzeitig optisch und/oder akustisch angezeigt werden, so dass ein Werker rechtzeitig mit den erforderlichen Vorbereitungsmaßnahmen beginnen kann. Bei einer automatisch oder zumindest halbautomatisch arbeitenden Anlage können die entsprechend automatisiert ablaufenden Vorgänge frühzeitig initiiert werden.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 102012004704 A1 [0007]
  • DE 102011117667 A1 [0008]
  • DE 102013011107 A1 [0009]