Title:
Tragbares Halteelement für ein nicht in bestimmungsgemäßem Gebrauch befindliches optisches Gerät, insbesondere Fotokamera, Teleobjektiv oder Videokamera
Document Type and Number:
Kind Code:
B3

Abstract:

Die Erfindung betrifft ein tragbares Halteelement für ein nicht in bestimmungsgemäßem Gebrauch befindliches optisches Gerät (z. B. Fotokamera, Teleobjektiv oder Videokamera). Während es Aufgabe der Erfindung ist, ein Halteelement vorzuschlagen, bei dem Wechselplatten unterschiedlicher Hersteller der UniQ/C-Initiative und denen, für die diese Vorgaben zutreffen, aber dennoch mehr oder weniger große Abweichungen in den Geometrien und Abmessungen aufweisen, an ein und demselben, mit einer Schwalbenschwanzführung versehenen Halteelement aufgenommen und sicher in und entgegen der Schwerkraftwirkung wirkungsvoll fixiert werden können, wird diese dadurch gelöst, dass das Halteelement (1) aus einem sich entlang einer Längsachse (5) erstreckenden Grundkörper (6) besteht, in dessen offenem Ende (7) ein verschiebbar im Grundkörper (6) gehaltener Klemmbacken (8) angeordnet sowie am gegenüberliegenden Ende des Grundkörpers (6) ein Boden (49) vorgesehen ist, der von einer Innenfläche (16), einer dazu parallel verlaufenden Stirnfläche (10) definiert und mit einer beide Flächen durchdringenden Bohrung (9) ausgestattet ist, am Grundkörper (6) sind zwei Querbohrungen (11) und am Klemmbacken (8) zwei Langlöcher (12) befindlich, durch welche sich quer zur Längsachse (5) ein Zylinderstift (13) erstreckt, durch die Bohrung (9) des Bodens (49) des Grundkörpers (6) verläuft ein buchsenförmiges Spindellager (14), dessen grundkörperseitig angeordneter Bund (15) mit seiner Innenfläche (46) an der Innenfläche (16) des Bodens (49) des Grundkörpers (6) anliegt, dabei ist auf dem Spindellager (14) ein Drehrad (18) vorgesehen, welches durch einen Querstift (19) drehfest mit dem Spindellager (14) verbunden ist, auf seiner dem Spindellager (14) zugekehrten Seite ist drehfest im Klemmbacken (8) ein koaxial zur Längsachse (5) verlaufender Gewindestift (35) mit Rechtsgewinde angeordnet, der andererseits zu seiner axialen Verstellung in einem Innengewinde (36) des Spindellagers (14) aufgenommen ist, wobei der Klemmbacken (8) am freien Ende mit einer axialverlaufenden Sackbohrung (37) versehen, in der eine vorspannbare Druckfeder (38) aufgenommen und vom Zylinderstift (13) gegen Herausfallen gesichert wird, letztlich wird die Schwalbenschwanzführung (4) von am Grundkörper (6) und Klemmbacken (8) vorgesehenen, seitlichen Klemmteilen (42) bzw. (44) gebildet.





Inventors:
Schulze, Holger (09619, Mulda, DE)
Fleischer, Wolfgang (09619, Mulda, DE)
Application Number:
DE102015013674A
Publication Date:
02/09/2017
Filing Date:
10/23/2015
Assignee:
Fleischer, Wolfgang, 09619 (DE)
International Classes:
F16M13/04; G03B17/56
Attorney, Agent or Firm:
Patentanwälte Findeisen & Neumann, 09112, Chemnitz, DE
Claims:
1. Tragbares Halteelement für ein nicht in bestimmungsgemäßem Gebrauch befindliches optisches Gerät, insbesondere Fotokamera, Teleobjektiv oder Videokamera, wobei am optischen Gerät eine Wechselplatte zur schnellen Befestigung an einer am Neiger eines Stativs angeordneten Kupplungsbasis ist und die Kupplungsbasis und die Wechselplatte die sogenannte, als Schwalbenschwanzführung ausgestaltete Schnellwechseleinrichtung bilden, und das Haltelement ebenfalls eine Schwalbenschwanzführung und eine Halterung zur Aufnahme eines Gurtes aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (1) aus einem sich entlang einer Längsachse (5) erstreckenden Grundkörper (6) besteht, in dessen offenem Ende (7) ein verschiebbar im Grundkörper (6) gehaltener Klemmbacken (8) angeordnet sowie am gegenüberliegenden Ende des Grundkörpers (6) ein Boden (49) vorgesehen ist, der von einer Innenfläche (16), einer dazu parallel verlaufenden Stirnfläche (10) definiert und mit einer beide Flächen durchdringenden Bohrung (9) ausgestattet ist, am Grundkörper (6) sind zwei Querbohrungen (11) und am Klemmbacken (8) zwei Langlöcher (12) befindlich, durch welche sich quer zur Längsachse (5) ein Zylinderstift (13) erstreckt, durch die Bohrung (9) des Bodens (49) des Grundkörpers (6) verläuft ein buchsenförmiges Spindellager (14), dessen grundkörperseitig angeordneter Bund (15) mit seiner Innenfläche (46) an der Innenfläche (16) des Bodens (49) des Grundkörpers (6) anliegt, dabei ist auf dem Spindellager (14) ein Drehrad (18) vorgesehen, welches durch einen Querstift (19) drehfest mit dem Spindellager (14) verbunden ist, auf seiner dem Spindellager (14) zugekehrten Seite ist drehfest im Klemmbacken (8) ein koaxial zur Längsachse (5) verlaufender Gewindestift (35) mit Rechtsgewinde angeordnet, der andererseits zu seiner axialen Verstellung in einem Innengewinde (36) des Spindellagers (14) aufgenommen ist, wobei der Klemmbacken (8) am freien Ende mit einer axialverlaufenden Sackbohrung (37) versehen, in der eine vorspannbare Druckfeder (38) aufgenommen und vom Zylinderstift (13) gegen Herausfallen gesichert wird, letztlich wird die Schwalbenschwanzführung (4) von am Grundkörper (6) und Klemmbacken (8) vorgesehenen, seitlichen Klemmteilen (42) bzw. (44) gebildet.

2. Halteelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Spindellager (14) an seinem dem Drehrad (18) überragenden Ende (20) eine längs- und rotationsbewegliche Gelenkkugel (21) aufweist und mittels einer Schraube (22) lagefixiert ist, wobei diese Gelenkkugel (21) von einer becherförmig ausgestalteten Abschlusskappe (23) umgriffen wird, so dass deren kreissegment- oder ellipsenförmige Innenaussparung (24) gemeinsam mit der Gelenkkugel (21) ein Kugelgelenk (25) bildet, dabei ist die Abschlusskappe (23) am Außenumfang (27) ihrer dem Drehrad (18) zugewandten Seite (28) mit einer verzahnungsähnlichen Profilierung 29 ausgestattet, deren Zähne (47) mit den Aussparungen (32) im Gegenprofil (30) am Innendurchmesser (31) mit dem am abschlusskappenseitigen Ende (33) des Drehrades (18) in oder außer Eingriff gebracht werden können.

3. Halteelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (1) hülsenförmig ausgestaltet ist.

4. Halteelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehrad (18) eine die Oberflächengriffigkeit erhöhende Rändelung (17) aufweist.

5. Halteelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querstift (19) zur drehfesten Verbindung des Drehrades (18) mit dem Spindellager (14) als Kegelstift ausgebildet ist.

6. Halteelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschlusskappe (23) aus zwei Kappenhäften (231, 232) besteht, die mittels einer Verschraubung (26) verbunden sind.

7. Halteelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraube (22) zur Befestigung der längs- und rotationsbeweglichen Gelenkkugel (21) am Ende (20) des Spindellagers (14) auf der Längsachse (5) verlaufend angeordnet ist.

8. Halteelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilierung (29) an der Abschlusskappe (23) und des Gegenprofil (30) am Drehrad (18) als eine Verzahnung ausgestaltet sind.

9. Halteelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Grundkörper (6) in Verbindung mit dem Klemmbacken (8) gebildete Schwalbenschwanzführung (4) gegenüber der Längsachse (5) um den Winkel (α) geneigt ausgebildet ist.

10. Halteelement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (6) und Klemmbacken (8) jeweils einen schrägverlaufenden, tangentialen Anschnitt (39) bzw. (40) aufweisen, der sich beim Grundkörper (6) abfallend vom Grund (41) des seitlichen Klemmteiles (42) zu seinem Ende (7) und beim Klemmbacken (8) ansteigend vom Grund (43) des seitlichen Klemmteiles (44) bis an dessen grundkörperseitiges Ende (45) erstreckt.

11. Halteelement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (α) 0° bis 30° beträgt.

Description:

Die Erfindung betrifft ein tragbares Halteelement für ein nicht in bestimmungsgemäßem Gebrauch befindliches optisches Gerät (z. B. Fotokamera, Teleobjektiv oder Videokamera), wobei am optischen Gerät eine Wechselplatte zur schnellen Befestigung an einer am Neiger eines Stativs angeordneten Kupplungsbasis ist und die Kupplungsbasis und die Wechselplatte die sogenannte, als Schwalbenschwanzführung ausgestaltete Schnellwechseleinrichtung bilden, und das Haltelement ebenfalls eine Schwalbenschwanzführung und eine Halterung zur Aufnahme eines Gurtes aufweist.

Zum bequemen, körpernahen Tragen einer nicht in bestimmungsgemäßem Gebrauch, aber Bereitschaftsstellung vorgehaltenen optisches Gerät in Form einer Kamera ist nach der Firma PEAK DESIGN, LLC, USA, ein tragbares Halteelement für eine an der Kamera befestigte Wechselplatte allgemein bekannt. Dabei wird das Haltelement an einem am Körper der Person getragenen Gurt befestigt, wobei der Gurt als den Körper umspannender Tragegurt, Taschengurt bzw. Gürtel oder Hosengürtel ausgestaltet sein kann. Das Halteelement besteht aus einer Grundplatte, an welcher eine Druckplatte schwenkbeweglich und mit Schraubelementen fixierbar angeordnet ist. Zwischen der Grundplatte und der Druckplatte ist der Gurt lagefixierend eingespannt. Auf ihrer Oberseite trägt die Druckplatte eine mit der Kamera verbundene Wechselplatte, wobei beide Platten mittels einer Schwalbenschwanzführung in Eingriff stehen. Dazu ist die mit der Kamera bestückte Wechselplatte seitlich in die Druckplatte einschiebbar. Damit die Wechselplatte mit der Kamera nicht ungewollt aus der Schwalbenschwanzführung herausgleiten kann, ist der Verfahrweg der Wechselplatte in Wirkungsrichtung der Schwerkraft mittels eines Anschlages blockiert. Im Bedarfsfall kann die Kamera mit der Wechselplatte schnell von der Druckplatte getrennt und in die am Neiger des Stativs angeordnete und ebenfalls eine Schwalbenschwanzführung aufweisende Kupplungsbasis eingeschoben und arretiert werden.

Der Nachteil dieser Lösung besteht darin, dass ausschließlich Wechselplatten mit einer Schwalbenschwanzführung am tragbaren Halteelement aufgenommen werden können, die in ihren Abmessungen und Ausgestaltungen der am Neiger des Stativs vorgesehenen schwalbenschwanzförmigen Kupplungsbasis entsprechen. Dies bedeutet, dass Wechselplatten verschiedener Hersteller, die regelmäßig unterschiedliche Geometrien und Abmessungen bezüglich der Schwalbenschwanzführung aufweisen, entweder nicht wirksam am Halteelement befestigt oder erst gar nicht in die Führung des Halteelementes eingeführt werden können. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Wechselplatte mit der verbundenen Kamera auch entgegen der Schwerkraft aus dem Halteelement entgleiten kann.

Unter der sogenannten UniQ/C-Initiative beteiligen sich mehrere Hersteller von Schnellwechselsystemen mit Schwalbenschwanzkupplungen, wobei UniQ/C für „Universal Quick Coupling” steht. Dadurch kann der Nutzer von Schwalbenschwanz-Schnellkupplungssystemen nach UniQ/C-Vorgaben durch die gegebene Kompatibilität die Wechselplatten eines anderen an UniQ/C beteiligten Unternehmen in seine Kupplungsbasis einsetzen und klemmen. Einzig die unterschiedlichen Sicherungssysteme, die ein ungewolltes Herausgleiten der Wechselplatte aus der Kupplungsbasis bei leichtgeöffneten Klemmbacken verhindern sollen, harmonieren mehr oder weniger gut.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein tragbares Halteelement vorzuschlagen, bei dem Wechselplatten unterschiedlicher Hersteller der UniQ/C-Initiative und denen, für die diese Vorgaben zutreffen, aber dennoch mehr oder weniger große Abweichungen in den Geometrien und Abmessungen aufweisen, an ein und demselben, mit einer Schwalbenschwanzführung versehenen Halteelement aufgenommen und sicher in und entgegen der Schwerkraftwirkung wirkungsvoll fixiert werden können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem gattungsgemäßen Halteelement mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, dass Wechselplatten unterschiedlicher Hersteller und denen, für die diese Vorgaben zutreffen, an ein und demselben, mit einer Schwalbenschwanzführung versehenen Halteelement aufgenommen und sicher in und entgegen der Schwerkraftwirkung wirkungsvoll fixiert werden können.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus Patentansprüchen 2 bis 11 hervor.

Dabei bewirkt die Ausgestaltung nach Patentanspruch 2, dass die Spannkraft zur gesteigerten sicheren Fixierung der Wechselplatte am Halteelement erhöht werden kann.

Durch die Ausgestaltungen nach den Patentansprüchen 3, 5, 6 und 7, wird ein besonders einfacher Aufbau der Haltevorrichtung erzielt.

Die Ausführungsform nach den Patentanspruch 4 bewirkt, dass über das Drehrad eine erhöhte Krafteinleitung erfolgen kann.

Eine wirksame Kopplung der Abschlusskappe mit dem Drehrad wird durch die Fortbildung durch Patenanspruch 8 erzielt.

Demgegenüber ermöglichen die Ausführungsformen nach den Patentansprüchen 9 bis 11, dass durch einen entsprechenden Freiraum eine ungehinderte Bedienung des Drehrades erfolgen kann.

Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel und zugehörigen Zeichnungen näher erläutert werden.

Es zeigen:

1 eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Halteelementes mit eingesetzter Wechselplatte und daran fixierter Kamera

2 eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Halteelementes, in der dieses mit der größtmöglichen Öffnungsbreite der Schwalbenschwanzführung für die Aufnahme der mit der Kamera bestückten Wechselplatte wiedergegeben ist

3 eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen Halteelementes entlang der Linie A-A gemäß 2

4 eine perspektivische Ansicht des Grundkörpers

5 eine weitere perspektivische Ansicht des Grundkörpers

6 eine perspektivische, teilweise aufgebrochene Ansicht des Klemmbackens

7 einen Horizontalschnitt des Klemmbackens in perspektivischen Darstellung gemäß 6

8 eine perspektivische Ansicht des Spindellagers mit Drehrad, u. a. unter Weglassung des Grundkörpers

9 eine weitere perspektivische Ansicht des Spindellagers mit Drehrad, u. a. unter Weglassung des Grundkörpers

10 eine perspektivische Ansicht der Abschlusskappe mit ösenförmiger Halterung für eine n Tragegurt

11 eine perspektivische Ansicht des Halteelements

12 eine Längsschnitt des mit der Wechselplatte bestückten Halteelementes

12a eine vereinfachte Schnittdarstellung des Halteelementes mit maximalem Spaltmaß S1

12b eine vereinfachte Schnittdarstellung des Halteelementes mit sich verringertem Spaltmaß S1

12c eine vereinfachte Schnittdarstellung des Halteelementes mit einem minimierten Spaltmaß S1'' = 0

12d eine vereinfachte Schnittdarstellung des Halteelementes mit dem Spaltmaß S2 und S3

12e eine Schnittdarstellung des Halteelementes mit den Spaltmaßen S2'' = 0 und S4'' = 0

12f eine vereinfachte Schnittdarstellung des Halteelementes mit den sich ändernden Spaltmaßen S4' und S3'

12g eine vereinfachte Schnittdarstellung des Halteelementes mit den Spaltmaßen S4 und S3 = 0

13 eine perspektivische Ansicht der Wechselplatte ohne Bestückung mit dem optischen Gerät

In der 1 ist ein Halteelement 1 dargestellt, an dem in einer Schwalbenschwanzführung 2 gehalten, ein mit einer Wechselplatte 3 verbundenes optisches Gerät in Gestalt einer Kamera 4 angeordnet ist.

Nach den 2 und 3 besteht das Halteelement 1 aus einem vorzugsweise hülsenförmig ausgebildeten und sich entlang einer Längsachse 5 erstreckenden Grundkörper 6, in dessen offenem Ende 7 ein verschiebbar im Grundkörper 6 gehaltener Klemmbacken 8 angeordnet ist. Ein Boden 49, am gegenüberliegenden Ende des Grundkörpers 6 ist definiert von einer Innenfläche 16, einer dazu parallel verlaufenden Stirnfläche 10 und ist mit einer Bohrung 9 versehen (siehe auch 4 und 5). Zur längsverschiebaren Lagerung des Klemmbackens 8 am Grundkörper 6 sind am Grundkörper 6 quer zur Längsachse 5 zwei Bohrungen 11 und am Klemmbacken 8 zwei Langlöcher 12 vorgesehen (siehe auch 6 und 7), durch die sich ein Zylinderstift 13 erstreckt. Durch die Bohrung 9 am Boden 49 des Grundkörpers 6 verläuft ein buchsenförmiges Spindellager 14, dessen grundkörperseitig angeordneter Bund 15 mit seiner Innenfläche 46 (siehe auch 8 und 9) an der Innenfläche 16 des Bodens 49 des Grundkörpers 6 anliegt. Auf dem Spindellager 14 ist ein, vorzugsweise mit einer die Oberflächengriffigkeit erhöhenden Rändelung 17 ausgestattetes Drehrad 18 befindlich, welches mittels eines beispielsweise als Kegelstift ausgeführten Querstifts 19 drehfest mit dem Spindellager 14 verbunden ist. An seinem dem Drehrad 18 überragenden Ende 20 des Spindellagers 14 ist eine längs- und rotationsbewegliche Gelenkkugel 21, die mittels einer auf der Längsachse 5 verlaufenden Schraube 22 in Endposition gehalten wird. Diese Gelenkkugel 21 wird von einer becherförmig ausgestalteten Abschlusskappe 23 umgriffen, so dass deren kreissegment- oder ellipsenförmige Innenaussparung 24 gemeinsam mit der Gelenkkugel 21 ein Kugelgelenk 25 bildet. Dazu wird die Abschlusskappe 23 in einer vorteilhaften Ausführungsform aus zwei Kappenhäften 231, 232 gebildet, die mit einer Verschraubung 26 verbunden sind. Dabei ist an die Abschlusskappe 23 am Außenumfang 27 ihrer dem Drehrad 18 zugewandten Seite 28 vorzugsweise mit einer verzahnungsähnlichen Profilierung 29 ausgestattet, deren Zähne 47 mit den Aussparungen 32 im Gegenprofil 30 am Innendurchmesser 31 mit dem am abschlusskappenseitigen Ende 33 des Drehrades 18 in oder außer Eingriff gebracht werden können (siehe auch 10).

Am freien Ende der Abschlusskappe 23 ist außerdem eine beispielsweise bewegliche, ösenförmige Halterung 34 zur Aufnahme eines nicht dargestellten Gurtes befindlich. Auf seiner dem Spindellager 14 zugekehrten Seite ist drehfest im Klemmbacken 8 ein koaxial zur Längsachse 5 verlaufender Gewindestift 35 angeordnet (siehe auch 6 und 7), der andererseits zu seiner axialen Verstellung in einem Innengewinde 36 des Spindellagers 14 aufgenommen ist. Außerdem ist der Klemmbacken 8 am freien Ende mit einer axialverlaufenden Sackbohrung 37 versehen, in der eine vorgespannte Druckfeder 38 befindlich, in ihrem Arbeitsraum F den durch Zylinderstift 13 begrenzt ist und beide sich in Wechselwirkung gegen Herausfallen sichern. Die vom Grundkörper 6 in Verbindung mit dem Klemmbacken 8 gebildete Schwalbenschwanzführung 4 verläuft vorteilhafterweise nicht parallel zur Längsachse 5, sondern ist im Winkel α in Richtung des Drehrades 18 ansteigend ausgestaltet, wobei durch den damit erzeugten größeren Freiraum zwischen Drehrad 18 und Kamera 4 ein verbesserter Zugriff der Finger der Bedienperson auf das zu betätigende, von der Kamera 4 partiell überragte Drehrad 18 gewährleistbar ist. Dieser Winkel α beträgt beispielhaft 5°. Dazu weisen der Grundkörper 6 und Klemmbacken 8 jeweils einen schrägverlaufenden, tangentialen Anschnitt 39 bzw. 40 auf, der sich beim Grundkörper 6 abfallend vom Grund 41 des seitlichen Klemmteiles 42 zu seinem Ende 7 und beim Klemmbacken 8 ansteigend vom Grund 43 des seitlichen Klemmteiles 44 bis an dessen grundkörperseitiges Ende 45 erstreckt. Ist andererseits ohnehin eine in den Figuren nicht gezeigte Dimensionierung der Bauteile des Halteelements 1 gegeben, bei der der Abstand zwischen Drehrad 18 und Kamera 4 für den ungehinderten Zugriff der Bedienperson auf das Drehrad ohnehin gewährleistet ist, dann kann auf die vorstehend beschriebene Abweichung der Schwalbenschwanzführung 2 um den Winkel α gegenüber der Längsachse 5 verzichtet werden, so dass die Schwalbenschwanzführung 2 parallel zur Längsachse 5 verlaufend ausgestaltet ist. Dementsprechend weisen der Grundkörper 6 und Klemmbacken 8 auch keinen schrägverlaufenden, tangentialen Anschnitt 39 bzw. 40 auf, sondern diese Anschnitte 39, 40 sind parallel zur Längsachse 5 verlaufend ausgebildet.

Die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Halteelementes ist folgende, wobei der Grundkörper 6 als feststehend zu betrachten ist:
Die 3 zeigt das Halteelement 1 in einer Stellung, in der dieses mit der größtmöglichen Öffnungsbreite der Schwalbenschwanzführung 2 für die Aufnahme der mit der Kamera 4 bestückten Wechselplatte 3 ausgestaltet ist. Diese Stellung ist dadurch hergestellt worden, dass das Drehrad 18 durch Linksdrehung gemäß Pfeil DL (siehe 11) über das Gewinde 36 im Spindellager 14 in Verbindung mit Gewindestift 35, welcher im Klemmbacken 8 drehfest verankert ist, den Klemmbacken 8 aus dem Grundkörper 6 axial ausfährt. Dies ist bedingt durch ein Widerlager, welches durch Abstützung der Innenfläche 46 des Bundes 15 des Spindellagers 14 an der Innenfläche 16 des Grundkörpers 6 gebildet wird. Dadurch entsteht sowohl zwischen Grundkörper 6 und Klemmbacken 8 ein Spaltmaß S1 (siehe auch 12a) als auch ein entsprechendes Spaltmaß S2 (siehe auch 12d) zwischen der Schwalbenschwanzführung 2 von Grundkörper 6 und Klemmbacken 8 und den damit korrespondierenden Flächen 31 und 32 an der Wechselplatte 3 (siehe auch 13). Damit sind die grundsätzlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass das Haltelement 1 die Wechselplatte 3 in seiner Schwalbenschwanzführung 2 aufnehmen kann. Gleichzeitig wird bei dieser Bewegung die in der Sackbohrung 37 des Klemmbackens 8 angeordnete und von im Grundkörper 6 gehaltenen Zylinderstift 13 lagegesicherte Druckfeder 38 weiter zusammengedrückt und damit der Arbeitsraum F' verkleinert. Dies wird durch die am Klemmbacken 8 angeordneten Langlöcher 12 in Verbindung mit dem Zylinderstift 13 ermöglicht, wodurch der Klemmbacken 8 am Grundkörper 6 längsverschiebar gelagert ist. Das maximale Spaltmaß S1 und damit auch die größtmögliche Vorspannung der Druckfeder 38 sind dann erreicht, wenn sich die der Druckfeder 38 zugewandten Flächen 121, 122 der Langlöcher 12 des Klemmbackens 8 an den Zylinderstift 13 anlegen (siehe 7 und 12c).

Wurde nunmehr die Wechselplatte 3 mit dem entsprechenden Spiel in die Schwalbenschwanzführung 2 des Halteelements 1 eingelegt (12d), erfolgt die Rechtsdrehung des Drehrades 18 gemäß Pfeil DR (siehe 11). Dadurch wird über das Gewinde 36 im Spindellager 14 in Verbindung mit dem Gewindestift 35 sowie unter Unterstützung durch die Federkraft der vorgespannten Druckfeder 38 der Klemmbacken 8 axial und unter Verringerung des Spaltmaßes von S1 nach S1' wieder in den Grundkörper 6 eingefahren (12b). Dieser Vorgang ist abgeschlossen, wenn das Spaltmaß S2''. auf Null geht (siehe 12e). Damit ist gleichzeitig einerseits der Flächenkontakt der Fläche 81 des Klemmbackens 8 mit der Fläche 31 der Wechselplatte 3 und andererseits der Kontakt zwischen den Fläche 61 mit der entsprechenden Fläche 32 an der Wechselplatte 3 hergestellt (siehe 5, 6, 12 und 13) und damit die Klemmung der Wechselplatte 3 am Halteelement 1 vollzogen.

Durch die weitere Rechtsdrehung des Drehrades 18 in Richtung des Pfeiles DR (siehe 11) wird die als Widerlager wirkende Abstützung der Innenfläche 46 des Bundes 15 des Spindellagers 14 an der Innenfläche 16 des Grundkörpers 6 aufgehoben, wodurch das Spaltmaß S4' entsteht (siehe 12f). In dieser Stellung sorgt einzig und allein die Druckfeder 18 für die klemmende Fixierung der Wechselplatte 3 am Halteelement 1. Entsprechend den Kennwerten der Druckfeder 18 wirkt somit eine definierte Klemmkraft auf die in Kontakt befindlichen Flächenpaare 81 und 31, 61 und 32 bzw. 82 und 33 sowie 34 von Klemmbacken 8 bzw. Grundkörper 6 mit der Wechselplatte 3 (5, 6, 12 und 13) und erzeugt die erforderliche Klemmkraft, so dass das mit der Wechselplatte 3 verbundene Fotoequipment auch dynamisch, d. h., in Bewegung, wo größere Kräfte anliegen als im statischen Fall) am Halteelement 1 gesichert werden kann.

Mit Bezugnahme auf die 12f befindet sich das Halteelement 1 im sogenannten Leerlauf. In dieser Stellung gilt die Beziehung Spaltmaß S3 = Spaltmaß S4 und Spaltmaß S3' + Spaltmaß S4' = Spaltmaß S3, sowie die Bedingung Spaltmaß S3' > 0 und Spaltmaß S4' > 0. In Abhängigkeit der Gewindesteigung des Gewindestifts 35 und Spaltmaß S2 ergibt sich der mögliche Verdrehungsbereich des Drehrades 18, der dabei ohne jegliche Kraftwirkung auf den Klemmbacken 8 bleibt.

Sobald das Spaltmaß S4 sein Maximum gemäß 12g erreicht hat, bildet die Stirnfläche 10 des Grundkörpers (4) und mit der Stirnfläche 48 (9) ein Widerlager. Ein weiteres Drehen des Drehrades 18 nach rechts (Pfeil DR (siehe 11) ist jetzt nur noch geringfügig möglich, da die auf das Drehrad 18 aufbringbare Bedienkraft und auch das Einbauspiel vom Klemmbacken 8 im Grundkörper 6 begrenzt sind. Sobald jedoch die Bedienkraft am Drehrad 18 geringfügig höher ist als die Federkraft der Druckfeder 38, vergrößert sich somit auch die Haftreibung der in Kontakt tretenden Flächenpaaren 81 und 31, 61 und 32 bzw. 82 und 33 sowie 34 von Klemmbacken 8 bzw. Grundkörper 6 mit der Wechselplatte 3 (5, 6, 13).

Zusätzlich ist eine weitere gesteigerte Bedienkraft und damit ein erhöhtes Drehmoment über das Drehrad 18 in das Halteelement 1 einleitbar, indem durch Herstellung des Formschlusses zwischen der mit Zähnen 47 ausgestatteten Profilierung 29 an der Abschlusskappe 23 im Eingriff mit den Aussparungen 32 am Innendurchmesser 31 des am Drehrad 18 befindlichen Gegenprofil 30 erfolgt. Dies wird dadurch ermöglicht, da der Außendurchmesser der Abschlusskappe 23 an dieser Stelle kleiner als der Außendurchmesser des Drehrades 18 ausgestaltet ist oder sich die ösenförmige Halterung 34 an der Abschlusskappe 23 radial über den Außendurchmesser des Drehrades 18 erstreckt, wodurch letztlich ein größeren Hebelarm für das Aufbringen der Bedienkraft zur Verfügung steht. Damit wird nochmalige Vergrößerungen der Haftreibung zwischen den Kontaktflächen vollzogen und somit die Wechselplatte 3 mit einer weiter gesteigerten Sicherheit am Halteelement 1 verklemmt.

Zum bestimmungsgemäßen Gebrauch des jeweiligen optischen Geräts (z. B. Fotokamera 4, Teleobjektiv oder Videokamera u. a. m.) und der damit möglichen Entnahme der mit diesem optischen Gerät bestückten Wechselplatte 3, wird mit Bezug auf das Drehrad 18 in Kopplung mit der Abschlusskappe 23 oder auch ohne eine derartig Verbindung mit einer Linksdrehung gemäß Pfeil DL vollzogen (11) und die einzelnen, der vorstehend beschriebenen Bewegungsabläufe verlaufen nun in umgekehrter Reihenfolge:
Aufhebung der Reibkraft am Widerlager zwischen den Stirnflächen 10 und 48, worauf sich der Leerlauf einstellt und letztlich die als Sicherungssystem benannte erforderliche Überwindung, der von der Druckfeder erzeugten Reibkraft am Widerlager zwischen den Innenflächen 16 und 46.

Dadurch fährt der Klemmbacken 8 axial aus dem Grundkörper 6 aus, wobei gleichzeitig der Kontakt zwischen den korrespondierenden Flächen 61, 81, 82, 31, 32, 33 und 34 der Schwalbenschwanzführung 2 von Grundkörper 6 und Klemmbacken 8 mit denen an der Wechselplatte 3 aufgehoben und damit die Klemmung der Wechselplatte am Halteelement 1 für deren Entnahme gelöst ist.

Bezugszeichenliste

1
Halteelement
2
Schwalbenschwanzführung
3
Wechselplatte
31
Fläche an 3
32
Fläche an 3
33
Fläche an 3
34
Fläche an 3
4
Kamera
5
Längsachse
6
Grundkörper
61
Fläche an 6
7
offenes Ende von 6
8
Klemmbacken
81
Fläche an 8
82
Fläche an 8
9
Bohrung in 6
10
Stirnfläche von 6
11
Querbohrung in 6
12
Langloch in 8
121
Fläche in 12
122
Fläche in 12
13
Zylinderstift
14
buchsenförmiges Spindellager
15
Bund 15 an 14
16
Innenfläche von 6
17
Rändelung an 18
18
Drehrad
19
Querstift
20
Ende an 14
21
Gelenkkugel
22
Schraube
23
becherförmige Abschlusskappe
231
Kappenhäfte
232
Kappenhäfte
24
Innenaussparung in 23
25
Kugelgelenk
26
Verschraubung
27
Außenumfang von 23
28
Seite von 23
29
verzahnungsähnlichen Profilierung an 23
30
Gegenprofil an 18
31
Innendurchmesser von 18
32
Aussparung in 18
33
abschlusskappenseitiges Ende von 18
34
ösenförmige Halterung an 23
35
axialverlaufender Gewindestift
36
Innengewinde in 14
37
axialverlaufende Sackbohrung in 8
38
Druckfeder in 8
39
tangentialer Anschnitt an 6
40
tangentialer Anschnitt an 8
41
Grund an 6
42
seitlichen Klemmteil an 6
43
Grund an 8
44
seitlichen Klemmteil an 8
45
grundkörperseitiges Ende von 8
46
Innenfläche von 15 an 14
47
Zahn an 23
48
Stirnfläche von 18
49
Boden an 6
α
Winkel
S1
maximales Spaltmaß
S1'
verringertes Spaltmaß
S1''
minimiertes Spaltmaß
S2
Spaltmaß
S2'
Spaltmaß
S2''
Spaltmaß
S3
Spaltmaß
S3'
Spaltmaß
S3''
Spaltmaß
S4
Spaltmaß
S4'
Spaltmaß
S4''
Spaltmaß
F1
Arbeitsraum von 38
F', F''
veränderter Arbeitsraum von 38