Title:
Elektrische Spule sowie Verschaltungsteil für eine elektrische Spule
Kind Code:
A1


Abstract:

Die elektrische Spule (2) umfasst eine Flachbandleitung (4) mit mehreren in einer Ebene nebeneinander angeordneten elektrischen Leitern (10, 10a, 10b) die in einem Isolationsmantel (12) eingebettet sind. Die Flachbandleitung (4) weist zwei gegenüberliegende Stirnenden (6) auf. Die einzelnen Leiter (10, 10a, 10b) sind an den Stirnenden (6) mittels eines Verschaltungsmusters (14) derart miteinander verschaltet, dass hierdurch eine Spulenwicklung mit durch die Leiter (10, 10a, 10b) gebildeten Wicklungsabschnitten ausgebildet ist. Hierdurch ist ein neuer Typ an elektrischer Spule (2) bereitgestellt, zu deren Herstellung auf eine herkömmliche Flachbandleitung (4) zurückgegriffen wird.




Inventors:
Köppendörfer, Erwin (91126, Schwabach, DE)
Application Number:
DE102014206272A
Publication Date:
10/08/2015
Filing Date:
04/02/2014
Assignee:
Leoni Kabel Holding GmbH, 90402 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE19929344A1N/A2000-12-28
DE19519736A1N/A1995-12-07
DE7918869U1N/A1980-10-09



Foreign References:
84215742013-04-16
WO1996008054A11996-03-14
JPS57186802A1982-11-17
Attorney, Agent or Firm:
FDST Patentanwälte Freier Dörr Stammler Tschirwitz Partnerschaft mbB, 90411, Nürnberg, DE
Claims:
1. Elektrischen Spule (2) umfassend eine Flachbandleitung (4) mit mehreren in einer Fläche nebeneinander angeordneten elektrischen Leitern (10, 10a, 10b), die in einem Isolationsmantel (12) eingebettet sind, wobei die Flachbandleitung (4) zwei gegenüberliegende Stirnenden (6) aufweist und die einzelnen Leiter (10, 10a, 10b) an den Stirnenden (6) mittels eines Verschaltungsmusters (14) derart miteinander verschaltet sind, so dass hierdurch eine Spulenwicklung mit durch die Leiter (10, 10a, 10b) gebildeten Wicklungsabschnitten ausgebildet ist.

2. Spule (2) nach Anspruch 1, bei dem die Flachbandleitung (4) einen zentralen Leiter (10a) sowie einen äußeren Leiter (10b) aufweist, wobei eines der Enden des zentralen Leiters (10a) ein erstes zentrales Wicklungsende (22a) und eines der Enden des äußeren Leiters(10b) ein äußeres Wicklungsende (22b) bildet und die weiteren Enden der Leiteradern (10, 10a, 10b) über das Verschaltungsmuster (14) derart miteinander verbunden sind, dass zwischen den beiden Wicklungsenden (22a, 22b) eine durchgehende spiralförmig verlaufende Leiterbahn (16) ausgebildet ist.

3. Spule (2) nach Anspruch 1 oder 2, bei dem an den beiden gegenüberliegenden Stirnenden (6) der Flachbandleitung (4) unterschiedliche Verschaltungsmuster (14) ausgebildet sind.

4. Spule (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Leiter (10, 10a, 10b) in einem gemeinsamen extrudierten Isolationsmantel (12) eingebettet sind.

5. Spule (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Flachbandleitung (4) als eine Rasterstegleitung ausgebildet ist, bei der die einzelnen von dem Isolationsmantel (12) umgebenen Leiter (10, 10a, 10b) über Stege (13) des Isolationsmantels (12) verbunden sind.

6. Spule (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der ein magnetisches oder magnetisierbares Material angeordnet ist.

7. Spule (2) nach Anspruch 6, bei der das magnetisierbare oder magnetische Material in den Isolationsmantel (12) eingebettet ist und/oder seitlich auf die Flachbandleitung (4) aufgebracht ist.

8. Spule (2) nach Anspruch 6 oder 7, bei dem es sich bei dem magnetisierbaren oder magnetischen Material um verteilte einzelne Partikel (34) handelt.

9. Spule (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem zur Verschaltung der Leiter (10, 10a, 10b) an den Stirnenden (6) ein separates Verschaltungsteil (8a, 8b) ausgebildet ist, an dem die Flachbandleitung (4) elektrisch kontaktierend angeschlossen ist.

10. Spule (2) nach Anspruch 9, bei dem das Verschaltungsteil (8a, 8b) das Verschaltungsmuster (14) sowie eine Anzahl von Kontaktanschlüssen (30) zur elektrischen Kontaktierung der Leiter (10, 10a, 10b) aufweist.

11. Spule (2) nach Anspruch 9 oder 10, bei dem das Verschaltungsteil (8a, 8b) als Aufsteckteil ausgebildet ist.

12. Spule (2) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, bei dem das Verschaltungsteil (8a, 8b) nach Art eines Steckers (18) ausgebildet ist und Kontaktstifte (30) umfasst, über die die einzelnen Leiter (10, 10a, 10b) direkt kontaktiert sind.

13. Spule (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Verschaltungsmuster (14) auf einer Platine (28) ausgebildet ist.

14. Verschaltungsteil (8a, 8b) für eine elektrische Spule (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welches ein Verschaltungsmuster (14) sowie eine Anzahl von Kontaktanschlüssen (30) zur elektrischen Kontaktierung von Leitern (10, 10a, 10b) einer Flachbandleitung (4) zur Ausbildung der elektrischen Spule (2) aufweist.

15. Verschaltungsteil (8a, 8b) nach Anspruch 14, das einen externen Anschluss (20a, 20b), insbesondere Steckanschluss zur Kontaktierung eines Wicklungsendes (22a, 22b) der Spule (2) aufweist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine elektrische Spule sowie ein Verschaltungsteil für eine derartige elektrische Spule.

Elektrische Spulen werden für unterschiedlichste Zwecke eingesetzt und in verschiedensten Ausgestaltungen bereitgestellt. Sie finden zunehmend auch Einsatz für eine drahtlose, induktive Stromübertragung zwischen zwei Komponenten, beispielsweise auch bei Haushaltsgeräten wie Zahnbürsten etc. Unter anderem sind hierbei insbesondere auch sogenannte Flachspulen bekannt, bei denen eine Spulenwicklung innerhalb einer Ebene und etwa spiralförmig aufgebaut ist.

Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine elektrische Spule, insbesondere Flachspule anzugeben, die einfach herzustellen ist.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine elektrische Spule mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie weiterhin durch ein Verschaltungsteil für eine derartige elektrische Spule. Die elektrische Spule weist als zentrales Element eine herkömmliche Flachbandleitung auf, die mehrere in zumindest einer Fläche nebeneinander angeordnete elektrische Leiter aufweist, die in einem Isolationsmantel eingebettet sind. Die Leiter sind innerhalb der Fläche in einer Reihe nebeneinander angeordnet. Grundsätzlich kann die Fläche gekrümmt sein. Bevorzugt sind die Leiter jedoch in einer Ebene angeordnet. Die Flachbandleitung weist zwei gegenüberliegende Stirnenden auf, wobei die einzelnen Leiter an diesen Stirnenden mittels eines speziellen Verschaltungsmusters derart miteinander verschaltet sind, dass hierdurch eine Spulenwicklung mit durch die Leiter gebildeten Wicklungsabschnitten ausgebildet ist. Durch die Verwendung der Leiter der Flachbandleitung verlaufen daher die durch diese gebildeten Wicklungsabschnitte parallel zueinander. Es handelt sich daher bei der Spule quasi um eine sehr lang gestreckte Spule mit parallel zueinander verlaufenden Wicklungsabschnitten, wobei diese im Betrieb zwei Gruppen bilden, die gegenläufig vom Strom durchflossen sind. Dies wird durch die spezielle Verschaltung der Leiterenden am jeweiligen Stirnende der Flachbandleitung erreicht.

Durch die Verwendung der Flachbandleitung als Kernstück der Spule ist insgesamt eine einfache Herstellmöglichkeit gegeben, ohne dass spezielle aufwendige Maßnahmen zur Spulenwicklung erforderlich sind. Dabei ist es auch möglich, die Flachbandleitungen unterschiedlich zu skalieren, um beispielsweise unterschiedliche Flächen mit der Spule abzudecken.

Zur Ausbildung der elektrischen Spule weist die Flachbandleitung zweckdienlicherweise einen zentralen etwa mittig angeordneten Leiter sowie einen äußeren Leiter auf. Eines der beiden Enden des zentralen Leiters bildet ein zentrales Wicklungsende und eines der Enden des äußeren Leiters bildet ein äußeres Wicklungsende. D.h. den Enden dieser Leiter ist daher jeweils die Funktion eines Wicklungsendes zugeordnet. Über diese beiden Wicklungsenden ist die elektrische Spule angeschlossen. Die weiteren Enden der Leiter sind über das Verschaltungsmuster dann derart miteinander verbunden, dass zwischen den beiden Wicklungsenden eine durchgehende, spiralförmig verlaufende Leiterbahn ausgebildet ist.

Zur Ausbildung dieser spiralförmigen Leiterbahn ist hierzu insbesondere vorgesehen, dass das dem zentralen Wicklungsende gegenüberliegende Ende des zentralen Leiters unmittelbar mit einem benachbarten Ende eines benachbarten Leiters verbunden ist und alle übrigen Enden der verbleibenden Leiteradern jeweils paarweise von innen nach außen miteinander verbunden sind.

Insgesamt ist hierdurch ein Spiralmuster ausgebildet, sodass also im Betrieb zwei Gruppen von Leitern gebildet sind, die im Betrieb in unterschiedlichen Richtungen also gegenläufig vom Strom durchflossen sind. Die beiden Gruppen sind dabei in einer Querrichtung der Flachbandleitung nebeneinander angeordnet. Die Leiter der einen Hälfte der Flachbandleitung werden daher ausschließlich in einer Längsrichtung und die Leiteradern der anderen Hälfte der Flachbandleitung werden auf parallel hierzu durchflossen. Durch diesen Aufbau ist daher eine herkömmliche spiralförmige, langgestreckte Spule in einfacher Weiße nachgebildet.

Weiterhin ist hierzu vorgesehen, dass an den beiden gegenüberliegenden Stirnenden der Flachbandleitung unterschiedliche Verschaltungsmuster ausgebildet sind. Dies wird nicht zuletzt durch die Anforderung eines spiralförmigen Leiterbahnmusters bestimmt und der Anordnung der beiden Wicklungsenden als Anschlüsse der Spule.

Im Hinblick auf eine möglichst einfache Herstellung der Flachbandleitung handelt es sich bei dieser zweckdienlicherweise um eine extrudierte Flachbandleitung, bei der also die Leiter in einem gemeinsamen, extrudierten Isolationsmantel eingebettet sind. Bei den einzelnen Leiter handelt es sich bevorzugt um massive Drähte oder auch um Litzendrähte.

Weiterhin ist zweckdienlicherweise vorgesehen, dass die Flachbandleitung als eine sogenannte Rasterstegleitung ausgebildet ist, bei der die einzelnen von dem Isolationsmantel umgebenen Leiter über Stege des Isolationsmantels miteinander verbunden sind. Üblicherweise weist die Flachbandleitung dabei im Bereich der Leiter eine größere Dicke als im Bereich der Stege auf. Bei den Stegen handelt es sich daher üblicherweise um lediglich dünne Materialbrücken.

Um die elektrischen Eigenschaften der Spule zu verbessern ist in bevorzugter Weiterbildung insbesondere zwischen den Leitern magnetisches oder magnetisierbares Material angeordnet. Hierdurch wird also quasi eine Art Spulenkern nachgebildet zur Erhöhung der Induktivität der Spule. Bei dem magnetischen oder magnetisierbaren Material handelt es sich insbesondere um ferromagnetisches Material, beispielsweise um Eisen.

Im Hinblick auf eine einfache Herstellung dieses „Spulenkerns“ wird dieses magnetisierbare oder magnetische Material zweckdienlicherweise in den Isolationsmantel als Pulver mit eingebettet. Im Falle einer extrudierten Flachleitung geschieht dies in einfache Weise beim Extrusionsvorgang.

Alternativ hierzu wird das Material seitlich angeordnet und beispielsweise auf einer Seite der Flachbandleitung insbesondere nach deren Extrusion angebracht. Dadurch wird eine Belastung der Extrusionswerkzeuge durch abrasive Pulverpartikel vermieden. Das insbesondere pulverförmige Material wird beispielsweise auf die Flachbandleitung aufgeklebt, aufgespritzt oder in sonstiger Weise aufgebracht.

Um diesen Prozess sicher zu gestalten handelt es sich bei dem magnetisierbaren oder magnetischen Material zweckdienlicherweise um einzelne Partikel, beispielsweise eines Pulvers aus einem ferromagnetischen Werkstoff, insbesondere Eisenpulver.

Um eine einfache Herstellung der Spule insgesamt zu ermöglichen ist in bevorzugter Ausgestaltung zur Verschaltung der Leiteradern an den Stirnenden der Flachbandleitung ein separates Verschaltungsteil angeordnet, an dem die Flachbandleitung elektrisch kontaktierend angeschlossen ist. Über dieses Verschaltungsteil erfolgt die Verschaltung der einzelnen Leiter zur Ausbildung der Spule mit dem gewünschten spiralförmigen Leiterbahnmuster.

Zweckdienlicherweise ist daher in das Verschaltungsteil das Verschaltungsmuster integriert sowie ergänzend weiterhin eine Anzahl von Kontaktanschlüssen zur elektrischen Kontaktierung der Leiter. Bei dem Verschaltungsteil handelt es sich daher insbesondere um ein vorgefertigtes eigenständiges Bauteil, welches zur Befestigung an den Stirnenden der Flachbandleitung ausgebildet ist. Im Hinblick auf eine einfache Montage ist dabei vorgesehen, dass das Verschaltungsteil als ein Aufsteckteil ausgebildet ist, welches durch Aufstecken oder Aufpressen auf die Stirnenden der Flachbandleitung mit dieser verbunden ist. Zweckdienlicherweise erfolgt dabei beim Aufsteckvorgang automatisch auch die Kontaktierung der einzelnen Leiter.

Hierzu ist das Verschaltungsteil zweckdienlicherweise nach Art eines Steckers, insbesondere eines sogenannten Pfostensteckers ausgebildet. Das Verschaltungsteil umfasst hierbei eine Mehrzahl von einzelnen Kontaktstiften als Kontaktanschlüsse, die insbesondere nebeneinander angereiht eine Stiftleiste bilden. Die Kontaktstifte sind dabei insbesondere als Schneid- oder Piercing-Kontakte ausgebildet, welche also allgemein den Isolationsmantel der Flachbandleitung beim Aufstecken durchdringen und dadurch eine elektrisch leitende Verbindung mit dem jeweiligen Leiter ausbilden. Die Anzahl der Kontaktstifte entspricht dabei vorzugsweise der Anzahl der Leiter der Flachbandleitung. Der Postenstecker umfasst dabei typischerweise zwei Gehäusebauteile und wird insbesondere seitlich, also senkrecht zur Längsrichtung der Leiteradern auf die Flachbandleitung aufgepresst.

Im Hinblick auf eine möglichst einfache Ausgestaltung des Verschaltungsmusters ist dieses vorzugsweise auf einer Platine ausgebildet. Es kann daher zur Ausbildung des Verschaltungsmusters auf herkömmliche Herstellungsmethoden für die Ausbildung von Leiterbahnen auf einem Träger (Platine) zurückgegriffen werden. Die Platine ist dabei zweckdienlicherweise unmittelbar in das Verschaltungsteil integriert.

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, zur Erhöhung der Induktivität, mehrere Lagen an Flachbandleitungen übereinander anzuordnen. Es werden in diesem Fall dann mehrere Ebenen an spiralförmigen Leiterbahnen übereinander angeordnet. Diese sind dabei korrespondierend zu der ersten Ebene entsprechend zu verschalten und untereinander zu verbinden.

Die Erfindung wird erfindungsgemäß weiterhin gelöst durch ein Verschaltungsteil für eine derartige elektrische Spule mit den Merkmalen des Anspruchs 14. Die im Hinblick auf die Spule angeführten Vorteile und bevorzugten Ausgestaltungen, insbesondere soweit sie das Verschaltungsteil betreffen, sind sinngemäß auch auf das Verschaltungsteil als solches zu übertragen.

Insbesondere ist das Verschaltungsteil dabei als ein (Pfosten-)Stecker mit integrierten und vorzugsweise auf einer Platine ausgebildetem speziellen Verschaltungsmuster ausgebildet, der zusätzlich Kontaktstifte zur unmittelbaren Kontaktierung der einzelnen Leiteradern aufweist.

Vorzugsweise sind dabei zwei Typen von Verschaltungsteilen ausgebildet, nämlich für die beiden gegenüberliegenden Stirnenden einer jeweiligen Flachbandleitung, da an diesen Enden unterschiedliche Verschaltungsmuster ausgebildet sind.

Im Hinblick auf ein besonders einfaches Anschließen der Spule ist weiterhin in das Verschaltungsteil ein externer Anschluss, insbesondere ein Steckanschluss integriert, über den ein Wicklungsende der Spule elektrisch kontaktierbar ist. Dieser externe Anschluss ist daher mit einem der beiden erwähnten Wicklungsende im zusammengebauten Zustand verbunden. Der Anschluss dient daher als Spuleneingang beziehungsweise Spulenausgang.

Eine Ausführungsvariante der Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren näher erläutert. Diese zeigen jeweils in vereinfachten Darstellungen:

1 Eine Spule in einer Aufsicht, welche gebildet ist durch eine Flachbandleitung und zwei gegenüberliegend angeordneten Verschaltungsteilen.

2 Eine etwas vergrößerte ausschnittsweise Explosions-Darstellung der Spule gemäß 1.

3 Eine Schnittansicht durch die Flachbandleitung mit einer Illustration der beiden unterschiedlichen Verschaltungsmuster an den gegenüberliegenden Stirnenden.

4A Eine stark vereinfachte schematisierte Aufsicht auf eine Platine mit integriertem Verschaltungsmuster und daran befestigten Kontaktstiften zur Ausbildung eines Steckers, insbesondere Pfostensteckers sowie

4B eine stark vereinfachte Schnittansicht durch einen derartigen Pfostenstecker.

In den Figuren sind gleichwirkende Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

Die in der 1 dargestellte elektrische Spule 2 umfasst als zentrales Element eine Flachbandleitung 4 sowie zwei an deren gegenüberliegenden Stirnenden 6 angeordnete Verschaltungsteile, nämlich ein erstes Verschaltungsteil 8a sowie ein zweites Verschaltungsteil 8b. Die beiden Verschaltungsteile (8a, 8b) sind wie nachfolgend noch näher erläutert wird unterschiedlich ausgebildet.

Die Flachbandleitung 4 als solche weist mehrere innerhalb einer Ebene nebeneinander angeordnete Leiter 10 auf, welche in einem gemeinsamen Isolationsmantel 12 eingebettet sind. Weitere Ebenen mit Leitern 10 sind nicht vorgesehen. Es können jedoch auch mehrere Lagen an solchen Ebenen ausgebildet sein. Die einzelnen Leiteradern 10 sind dabei in einem definierten Rasterabstand mit einem Rastermaß a zueinander angeordnet.

Bei der Flachbandleitung 4 handelt es sich insbesondere um eine extrudierte Rasterstegleitung. Bei dieser sind die einzelnen Leiter 10 in dem definierten Rastermaß a gehalten und über Stege 13 miteinander verbunden, wie dies insbesondere anhand 3 ersichtlich ist.

Die einzelnen Leiter 10 sind über die beiden Verschaltungsteile 8a, 8b derart mit Hilfe eines Verschaltungsmusters 14 miteinander verschaltet, also miteinander elektrisch kontaktiert, dass insgesamt durch das Zusammenwirken der Flachbandleitung 4 mit den beiden Verschaltungsteilen 8a, 8b eine Spulenwicklung ausgebildet ist, welche durch eine spiralförmig verlaufende Leiterbahn 16 gebildet ist. Diese Leiterbahn 16 setzt sich dabei zusammen aus den einzelnen Leiter 10 der Flachbandleitung 4 sowie den beiden Verschaltungsmustern 14 in den Verschaltungsteilen 8a, 8b.

Die beiden Verschaltungsteile 8a, 8b sind als separate Module ausgebildet und zwar nach Art eines (Kontakt-)Steckers 18, der auf die Flachbandleitung 4 aufsteckbar ist. Sie weisen neben dem Verschaltungsmuster 14 auch jeweils einen externen Anschluss 20a, 20b auf, über den jeweils ein Wicklungsende 22, nämlich entweder ein zentrales Wicklungsende 22a oder ein äußeres Wicklungsende 22b der ausgebildeten elektrischen Spule 2 kontaktiert und anschließbar ist. Die elektrische Spule 2 ist insgesamt abschließend gebildet durch die Flachbandleitung 4 mit den beiden Verschaltungsteilen 8a, 8b.

Die spezielle Verschaltung der einzelnen Leiter 10 zur Ausbildung der elektrischen Spule 2 wird nachfolgend anhand der 2 und 3 näher erläutert. Die Flachbandleitung 4 weist einen zentralen Leiter 10a auf, der etwa mittig der Flachbandleitung 4 angeordnet ist. Das eine Ende, im Ausführungsbeispiel der 2 auf der rechten Bildhälfte, bildet dabei das bereits erwähnte zentrale Wicklungsende 22a. Weiterhin weist die Flachbandleitung 4 einen äußeren Leiter 10b auf. Eines der beiden Enden dieses äußeren Leiters 10b bildet das äußere Wicklungsende 22b. Über das Verschaltungsmuster 14 wird nunmehr in geeigneter Weise der spiralförmige Verlauf der Leiterbahn 10a ausgebildet, so dass also von der zentralen Leiterbahn 16 jeweils einzelnen Spiralwindungen sukzessive nach außen geführt werden, bis letztendlich das äußere Wicklungsende 22b erreicht ist. Durch das Verschaltungsmuster 14 ist dabei gewährleistet, dass alle Leiter 10, die auf der einen Seite des zentralen Leiters 10a angeordnet sind in der gleichen Richtung vom Strom durchflossen sind, sodass also die Flachbandleitung 4 etwa in der Mitte in zwei Teilbereiche unterteilt ist, die im Betrieb antiparallel von Strom durchflossen sind.

Das Verschaltungsmuster 14 weist hierzu insgesamt eine Vielzahl von Verbindungsbrücken 24 auf. Diese weisen üblicherweise jeweils eine Breite auf, welche das doppelte des Rastermaßes a oder ein Vielfaches hiervon beträgt. Lediglich eine erste Verbindungsbrücke 24a, welche das dem zentralen Wicklungsende 22a gegenüberliegende Ende des zentralen Leiters 10a mit einem benachbarten Ende eines benachbarten Leiters 10 verbindet, weist lediglich die Breite des Rastermaßes a auf. Die einzelnen Verbindungsbrücken 24 sind – wie insbesondere anhand der 3 zu entnehmen ist – ineinander verschachtelt angeordnet. Eine innere Verbindungsbrücke 24 wird dabei jeweils von einer nächstliegenden äußeren Verbindungsbrücke 24 umgeben. Dabei werden jeweils Enden der Leiter 10 paarweise miteinander kontaktiert. Die erste Verbindungsbrücke 24a verbindet daher die Enden zweier mittigen Leiter 10, die nächste Verbindungsbrücke 24 verbindet die Enden der hierzu benachbarten Leiter 10, die nächste weiter außenliegende Verbindungsbrücke 24 verbindet dann wiederum die nächsten benachbarten Enden der Leiter 10 usw. In gleicher Weise ist auch das Verschaltungsmuster 14 auf der gegenüberliegenden Seite (in 3 obere Bildhälfte) aufgebaut, mit dem Unterschied, dass hier die innerste Verbindungsbrücke 24 bereits eine Breite im doppelten Rastermaß a aufweist und die beiden Enden der zum zentralen Leiter 10a benachbarten Leiter 10 miteinander verbindet. Insoweit sind daher die beiden Verschaltungsmuster 14 an den gegenüberliegenden Stirnenden 6 unterschiedlich ausgebildet.

Wie bereits erwähnt handelt es sich bei den Verschaltungsteilen 8a, 8b insbesondere um vorgefertigte Module, die als Stecker 18 ausgebildet sind. Wie aus den 4a, 4b zu entnehmen ist, ist in einem solchen Stecker 18 eine Platine 28 integriert, auf der das jeweilige Verschaltungsmuster 14 durch entsprechende Leiterbahnen 16 ausgebildet ist. Die einzelnen Leiterbahnen 16 bilden die Verbindungsbrücken 24 und sind jeweils endseitig mit Kontaktstiften 30 verbunden, die insbesondere nach Art von Schneid- oder Piercingkontakten ausgebildet sind. In der 4a ist beispielhaft die Platine 28 des zweiten Verschaltungsteils 8b mit dem externen Anschluss 20b für das äußere Wicklungsende 22b dargestellt. Dieser externe Anschluss 20b ist dabei insbesondere ebenfalls unmittelbar auf der Platine 28 integriert, ebenso wie die Kontaktstifte 30, die mechanisch an der Platine 28 befestigt sind, die daher nach Art einer Trägerplatte ausgebildet ist.

Die Platine 28 mit den darauf angebrachten Kontaktstiften 30, dem externen Anschluss 20b sowie dem Verschaltungsmuster 14 ist üblicherweise in einem Steckergehäuse 32 eingehaust, welches zu einer Stirnseite hin offen ist, über die das jeweilige Stirnende 6 der Flachbandleitung 4 eingeführt werden kann. Das Steckergehäuse 32 ist üblicherweise zweischalig ausgebildet und weist eine Trennungsebene parallel zu der Ebene der Flachbandleitung 4 auf. Bei geöffnetem Steckergehäuse 32 kann daher die Flachbandleitung 4 mit den Stirnenden 6 entweder von oben eingelegt oder auch stirnseitig in Längsrichtung eingeschoben werden. Anschließend werden die beiden Gehäuseteile des Steckergehäuses 32 gegeneinander verpresst, sodass automatisch die Kontaktstifte 30 den Isolationsmantel 12 durchdringen und die einzelnen Leiteradern 10 kontaktieren, sodass automatisch beim Aufsteckend des Steckers 26 die gewünschte Verschaltung der Leiter 10 erzielt wird.

Zur Erhöhung der Induktivität der Spule 2 ist weiterhin vorgesehen, dass in den Isolationsmantel 12 magnetisches oder magnetisierbares Material vorzugsweise in Form von darin eingebetteten Partikeln 34 integriert ist. Bei diesen Partikeln 34 handelt es sich insbesondere um Eisenpartikel, insbesondere um pulverförmige Partikel 34. Diese werden vorzugsweise in einfacher Weise beim Extrusionsprozess des Isolationsmantels 12 mit beigefügt und sind in diesem insbesondere homogen verteilt.

Bezugszeichenliste

2
elektrische Spule
4
Flachbandleitung
6
Stirnende
8a
erstes Verschaltungsteil
8b
zweites Verschaltungsteil
10
Leiterader
10a
zentrale Leiterader
10b
äußere Leiterader
12
Isolationsmantel
14
Verschaltungsmuster
16
Leiterbahn
18
(Kontakt-)Stecker
20a, 20b
externer Anschluss
22a
zentrales Wicklungsende
22b
äußeres Wicklungsende
24
Verbindungsbrücke
24a
erste Verbindungsbrücke
28
Platine
30
Kontaktstift
32
Steckergehäuse
34
Partikel
a
Rastermaß