Title:
Ermittlung aus der Ferne, ob ein erster Gegenstand in einem entfernt befindlichen ersten Kraftfahrzeug vorhanden ist
Kind Code:
A1
Abstract:

Die Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren zur Ermittlung aus der Ferne, ob ein erster Gegenstand in einem entfernt befindlichen ersten Kraftfahrzeug vorhanden ist. Um mit geringem Aufwand ermitteln zu können, ob ein bestimmter Gegenstand in einem entfernt befindlichen Kraftfahrzeug liegt, wird folgendes vorgeschlagen. Erfindungsgemäß wird zunächst ein erster Gegenstand mit einem ersten SensorTag versehen. Der mit dem ersten SensorTag versehene erste Gegenstand wird in das Kraftfahrzeug hineingegeben. Ein von dem ersten SensorTag ausgesandtes erstes Identifikationssignal wird von einer ersten Empfangsvorrichtung des ersten Kraftfahrzeugs empfangen. Das von der ersten Empfangsvorrichtung des ersten Kraftfahrzeugs empfangene erste Identifikationssignal oder ein hieraus abgeleitetes erstes Übermittlungssignal wird über eine erste Sendevorrichtung des ersten Kraftfahrzeugs an eine fahrzeugexterne erste Datenverarbeitungsvorrichtung weitergeleitet.



Inventors:
Birner, Ingo (85764, Oberschleißheim, DE)
Reimer, Martin (80809, München, DE)
Tokarz, Mario (89073, Ulm, DE)
Application Number:
DE102014200220A
Publication Date:
07/09/2015
Filing Date:
01/09/2014
Assignee:
Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft, 80809 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102007009741A1N/A2007-10-18
Foreign References:
EP14673052011-01-26
Claims:
1. Verfahren zur Ermittlung aus der Ferne, ob ein erster Gegenstand in einem entfernt befindlichen ersten Kraftfahrzeug vorhanden ist, gekennzeichnet durch die Schritte:
– Versehen des ersten Gegenstands mit einem ersten SensorTag,
– Hineingeben des mit dem ersten SensorTag versehenen ersten Gegenstands in das erste Kraftfahrzeug,
– Empfang eines von dem ersten SensorTag ausgesandten ersten Identifikationssignals von einer ersten Empfangsvorrichtung des ersten Kraftfahrzeugs, und
– Weiterleiten des von der ersten Empfangsvorrichtung des ersten Kraftfahrzeugs empfangenen ersten Identifikationssignals oder eines hieraus abgeleiteten ersten Übermittlungsignals über eine erste Sendevorrichtung des ersten Kraftfahrzeugs an eine fahrzeugexterne erste Datenverarbeitungsvorrichtung.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste fahrzeugexterne Datenverarbeitungsvorrichtung durch ein erstes Kommunikations-Endgerät, wie ein Smartphone, ein Tablet-Computer, ein PC oder ein Laptop, gebildet ist.

3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste fahrzeugexterne Datenverarbeitungsvorrichtung durch einen ersten Server-Computer gebildet ist, der mit einem ersten Kommunikations-Endgerät, wie ein Smartphone, ein Tablet-Computer, ein PC oder ein Laptop, kommuniziert.

4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Server-Computer, insbesondere ein sog. Backend-Computer, unter der Kontrolle des Fahrzeugherstellers des ersten Fahrzeugs betrieben wird.

5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine auf einem ersten Kommunikations-Endgerät, vorzugsweise ein mobiles Endgerät, wie ein Smartphone, ein Tablet-Computer, ein PC oder ein Laptop, installierte Programm-Applikation, eine sog. App, eine erste Abfragenachricht aussendet, die unmittelbar oder mittelbar über die erste fahrzeugexterne Datenverarbeitungsvorrichtung von einer zweiten Empfangsvorrichtung des ersten Kraftfahrzeugs empfangen wird.

6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfang der ersten Abfragenachricht des ersten Kommunikations-Endgeräts von der ersten Empfangsvorrichtung des ersten Kraftfahrzeugs die Übermittlung des ersten Identifikationssignals oder eines hieraus abgeleiteten ersten Übermittlungsignals des ersten SensorTags an das erste Kommunikations-Endgerät und die von dem ersten Kommunikations-Endgerät ausgeführte Programm-Applikation veranlasst.

7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfang der ersten Abfragenachricht des ersten Kommunikations-Endgeräts von dem ersten Server-Computer die Übermittlung des ersten Identifikationssignals oder eines hieraus abgeleiteten ersten Übermittlungsignals des ersten SensorTags an das erste Kommunikations-Endgerät und die von dem ersten Kommunikations-Endgerät ausgeführte Programm-Applikation veranlasst.

8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die von dem ersten Kommunikations-Endgerät ausgeführte Programm-Applikation dem Nutzer des Endgeräts über dessen Display anzeigt, ob sich der mit dem ersten SensorTag versehene erste Gegenstand im ersten Fahrzeug befindet.

9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in das erste Fahrzeug ein zweiter Gegenstand hineingegeben wird, der zweite Gegenstand mit einem zweiten SensorTag versehen wird und dessen zweites Identifikationssignal oder dessen zweites Übermittlungsignal über die erste Sendevorrichtung des ersten Kraftfahrzeugs an die fahrzeugexterne erste Datenverarbeitungsvorrichtung weitergeleitet wird.

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die von dem ersten Kommunikations-Endgerät ausgeführte Programm-Applikation dem Nutzer des Endgeräts über dessen Display anzeigt, ob sich der mit dem ersten SensorTag versehene erste Gegenstand und/oder ob sich der mit dem zweiten SensorTag versehene zweite Gegenstand im ersten Fahrzeug befindet.

11. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder zweite SensorTag eine RFID-Vorrichtung und/oder eine Bluetooth-Vorrichtung ist, die sich durch die Aussendung eines RFID- und/oder durch die Aussendung eines Bluetooth-Signals identifiziert.

12. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem ersten SensorTag bzw. dem ersten Identifikationssignal eine erste Eigenschaft und dem zweiten SensorTag bzw. dem zweiten Identifikationssignal eine zweite, von der ersten Eigenschaft unterschiedliche Eigenschaft zugewiesen wird.

13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass beim Fehlen eines ersten SensorTags mit der ersten Eigenschaft bzw. beim Fehlen eines vorbestimmten ersten SensorTags mit der ersten Eigenschaft im ersten Fahrzeug eine Benachrichtigung des Nutzers der Programm-Applikation erfolgt, die von dem ersten Kommunikations-Endgerät ausgeführt wird.

14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass beim Führen des Fahrzeugs mindestens ein erster SensorTag mit der ersten Eigenschaft im Fahrzeug vorhanden sein muss, um eine Benachrichtigung des Nutzers der Programm-Applikation dass der betreffende zugeordnete Gegenstand fehlt, zu verhindern.

15. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Verschließen des Fahrzeugs mindestens ein zweiter SensorTag mit der zweiten Eigenschaft nicht mehr im Fahrzeug vorhanden sein darf, um eine Benachrichtigung des Nutzers der Programm-Applikation dass der betreffende zugeordnete Gegenstand im Fahrzeug noch vorhanden ist, zu verhindern.

16. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeug regelmäßig den aktuellen und/oder den letzten Stand der im Fahrzeug vorhandenen ersten und/oder zweiten SensorTags an den Server-Computer übermittelt.

17. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenübermittlung zwischen Fahrzeug und Endgerät und zwischen Fahrzeug und Server-Computer bzw. zwischen Server-Computer und Endgerät über Mobilfunk, insbesondere per Datenfunk, wie LTE, 3G oder 4G, erfolgt.

18. Kraftfahrzeug, dadurch gekennzeichnet, dass im Kraftfahrzeug ein Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche ausgeführt wird.

19. SensorTag, dadurch gekennzeichnet, dass es in einem Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche verwendet wird.

20. Computerprogrammprodukt, dadurch gekennzeichnet, dass es den Programmablauf eines Mikroprozessors bei der Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorstehenden Ansprüche steuert.

Description:

Die Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren zur Ermittlung aus der Ferne, ob ein erster Gegenstand in einem entfernt befindlichen ersten Kraftfahrzeug vorhanden ist, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Es ist wünschenswert ermitteln zu können, ob ein bestimmter Gegenstand im Fahrzeug liegt.

Aufgabe der Erfindung ist es, mit geringem Aufwand ermitteln zu können, ob ein bestimmter Gegenstand in einem entfernt befindlichen Kraftfahrzeug liegt.

Die Aufgabe der Erfindung wird verfahrensmäßig durch ein Verfahren nach dem Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.

Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, ein Verfahren zur Ermittlung aus der Ferne, ob ein erster Gegenstand in einem entfernt befindlichen ersten Kraftfahrzeug vorhanden ist, durch die folgenden Schritte weiterzubilden.

Erfindungsgemäß wird zunächst ein erster Gegenstand mit einem ersten SensorTag versehen. Der mit dem ersten SensorTag versehene erste Gegenstand wird in das Kraftfahrzeug hineingegeben. Ein von dem ersten SensorTag ausgesandtes erstes Identifikationssignal wird von einer ersten Empfangsvorrichtung des ersten Kraftfahrzeugs empfangen. Das von der ersten Empfangsvorrichtung des ersten Kraftfahrzeugs empfangene erste Identifikationssignal oder ein hieraus abgeleitetes erstes Übermittlungssignal wird über eine erste Sendevorrichtung des ersten Kraftfahrzeugs an eine fahrzeugexterne erste Datenverarbeitungsvorrichtung weitergeleitet.

Durch die erfindungsgemäße Verwendung von bekannten SensorTags, wie RFID-Elementen (RFID für radio-frequency identification) oder sonstigen drahtlosen Identifikationselementen, z. B. in Form von Bluetooth-Identifikations-Elementen oder Funketiketten, lässt sich in der erfindungsgemäß angegebenen Weise in einfacher, kostengünstiger Weise ein Signal bzw. eine Nachricht erzeugen, die das Fahrzeug verlässt und anhand der erkennbar ist, ob ein bestimmter Gegenstand im Fahrzeug vorhanden ist.

Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die erste fahrzeugexterne Datenverarbeitungsvorrichtung durch ein erstes Kommunikations-Endgerät, wie ein Smartphone, ein Tablet-Computer, ein PC oder ein Notebook bzw. Laptop gebildet ist.

Solche fahrzeugexternen Datenverarbeitungsvorrichtungen sind bekannt und in kostengünstiger Weise verwendbar bzw. stehen bereits einer Vielzahl von Nutzern eines Kraftfahrzeugs ohnehin für andere Anwendungen zur Verfügung.

Bei einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die erste fahrzeugexterne Datenverarbeitungsvorrichtung durch einen ersten Server-Computer gebildet ist. Der erste Server-Computer kommuniziert mit einem ersten Kommunikations-Endgerät, wie ein Smartphone, ein Tablet-Computer, ein PC oder ein Laptop.

Solche Server-Computer sind ebenfalls bekannt und werden bereits vielfältig auch für andere Anwendungen genutzt. Somit bedarf es lediglich einer geringfügigen programmtechnischen Anpassung, um die Erfindung auszuführen.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der erste Server-Computer bevorzugt durch einen sog. Backend- bzw. Back-End-Computer gebildet wird. Dieser steht bevorzugt unter der Kontrolle des Fahrzeugherstellers des ersten Fahrzeugs. Bei Client-Server-Anwendungen wird das auf dem Client laufende Programm als Front-End und das auf dem Server laufende als Back-End bezeichnet.

Solche sog. Backend-Computer sind ebenfalls bekannt und werden auch bereits unter der Kontrolle des betreffenden Fahrzeugherstellers betrieben. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass die Kommunikation zwischen dem Backend-Computer und dem Fahrzeug unter der Kontrolle des Fahrzeugherstellers erfolgt und damit eine Manipulation der Software des Fahrzeugs vermieden werden kann.

Bei einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass eine auf einem ersten Kommunikations-Endgerät installierte Programm-Applikation, eine sog. App, eine erste Abfragenachricht aussendet. Die Abfragenachricht wird erfindungsgemäß bei diesem Ausführungsbeispiel unmittelbar oder mittelbar über die erste fahrzeugexterne Datenverarbeitungsvorrichtung von einer zweiten Empfangsvorrichtung des ersten Kraftfahrzeugs empfangen. Bei dem ersten Kommunikations-Endgerät handelt es sich vorzugsweise um ein mobiles Endgerät, wie ein Smartphone, ein Tablet-Computer, ein PC oder ein Laptop.

Alternativ oder ergänzend ist bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass der Empfang der ersten Abfragenachricht des ersten Kommunikations-Endgeräts von der ersten Empfangsvorrichtung des ersten Kraftfahrzeugs die Übermittlung des ersten Identifikationssignals oder eines hieraus abgeleiteten ersten Übermittlungssignals des ersten SensorTags an das erste Kommunikations-Endgerät und die von dem ersten Kommunikations-Endgerät ausgeführte Programm-Applikation veranlasst. Hieran ist vorteilhaft, dass der Nutzer des Endgeräts eine Abfragenachricht nach dem Vorhandensein und/oder dem Status des SensorTags bzw. der damit versehenen Gegenstände im Fahrzeug veranlassen kann.

Alternativ oder ergänzend ist bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass der Empfang der ersten Abfragenachricht des ersten Kommunikations-Endgeräts von dem ersten Server-Computer die Übermittlung des ersten Identifikationssignals oder eines hieraus abgeleiteten ersten Übermittlungssignals des ersten SensorTags an das erste Kommunikations-Endgerät und die von dem ersten Kommunikations-Endgerät ausgeführte Programm-Applikation veranlasst.

Bei dieser Ausführungsform der Erfindung wird in ebenfalls vorteilhafter Weise eine Abfrage des Vorhandenseins der SensorTags bzw. der betreffenden Gegenstände unter Zwischenschaltung eines Server-Computers veranlasst.

Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die von dem ersten Kommunikations-Endgerät ausgeführte Programm-Applikation dem Nutzer des Endgeräts über dessen Display anzeigt, ob sich der mit dem ersten SensorTag versehene erste Gegenstand im Fahrzeug befindet.

Die Verwendung von Programm-Applikationen bzw. Apps, wie Android- oder Apple-Apps, auf Kommunikations-Endgeräten ist dem Nutzer von solchen Endgeräten bekannt und ermöglicht in einfacher Weise auch die Bedienung einer Programm-Applikation entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren.

Alternativ oder ergänzend ist bei einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform vorgesehen, dass in das erste Fahrzeug ein zweiter Gegenstand hineingegeben wird, der mit einem zweiten SensorTag versehen wird. Dessen zweites Identifikationssignal bzw. dessen zweites Übermittlungssignal wird über die erste Sendevorrichtung des ersten Kraftfahrzeugs an die fahrzeugexterne erste Datenverarbeitungsvorrichtung weitergeleitet.

Es versteht sich, dass auch weitere SensorTags zur Identifizierung weiterer Gegenstände vorgesehen sein können. In vorteilhafter Weise lässt sich durch SensorTags, die unterschiedliche Identifikationssignale aussenden, erkennen, um welchen Gegenstand es sich handelt, wenn dem betreffenden Gegenstand das zugehörige Identifikationssignal des betreffenden SensorTags zugeordnet worden ist.

Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die von dem ersten Kommunikations-Endgerät ausgeführte Programm-Applikation dem Nutzer des Endgeräts über dessen Display anzeigt, ob sich der mit dem ersten SensorTag versehene erste Gegenstand und/oder ob sich der mit dem zweiten SensorTag versehene zweite Gegenstand im ersten Fahrzeug befindet.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass das erste und/oder zweite SensorTag eine RFID-Vorrichtung und/oder eine Bluetooth-Vorrichtung ist, die sich durch die Aussendung eines RFID- und/oder durch die Aussendung eines Bluetooth-Signals identifiziert.

In vorteilhafter Weise kann bei der erfindungsgemäßen Verwendung solcher bekannter SensorTags die Erfindung in kostengünstiger Weise realisiert werden.

Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass dem ersten SensorTag bzw. dem ersten Identifikationssignal eine erste Eigenschaft und dem zweiten SensorTag bzw. dem zweiten Identifikationssignal eine zweite, von der ersten Eigenschaft unterschiedliche Eigenschaft zugewiesen wird.

Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass beim Fehlen eines ersten SensorTags mit der ersten Eigenschaft bzw. beim Fehlen eines vorbestimmten ersten SensorTags mit der ersten Eigenschaft im Fahrzeug eine Benachrichtigung des Nutzers der Programm-Applikation erfolgt, wobei die Programm-Applikation bevorzugt von dem ersten Kommunikations-Endgerät ausgeführt wird.

In vorteilhafter Weise lässt sich also prüfen, ob Gegenstände mit bestimmten Eigenschaften im Fahrzeug vorhanden sind, die z. B. während der Fahrt benötigt werden.

Bei einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass beim Führen des Fahrzeugs mindestens ein erster SensorTag mit der ersten Eigenschaft im Fahrzeug vorhanden sein muss, um eine Benachrichtigung des Nutzers der Programm-Applikation bzw. App, dass der betreffende zugeordnete Gegenstand fehlt, verhindert wird.

Auch diese Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht eine gezielte Information an den Fahrer und ermöglicht dem Fahrer in einfacher Weise eine Prüfung nach vorbestimmten Kriterien. Beispielsweise kann es sich um die Brille oder Sonnenbrille des Fahrers handeln, die mit einem Sensortag versehen ist, und die er zum Führen des Fahrzeugs benötigt.

Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass nach dem Verschließen des Fahrzeugs mindestens ein zweiter SensorTag mit der zweiten Eigenschaft nicht mehr im Fahrzeug vorhanden sein darf, um eine Benachrichtigung des Nutzers der Programm-Applikation, dass der betreffende zugeordnete Gegenstand im Fahrzeug noch vorhanden ist, zu verhindern.

Hierdurch kann der Fahrer gezielt darauf aufmerksam gemacht werden, dass er einen von ihm vorbestimmten Gegenstand im Fahrzeug versehentlich belässt.

Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass das Fahrzeug bzw. dessen Sendevorrichtung regelmäßig den aktuellen und/oder den letzten Stand der im Fahrzeug vorhandenen ersten und/oder zweiten SensorTags an den Server-Computer übermittelt.

Diese Ausführungsform der Erfindung ermöglicht es in vorteilhafter Weise, dass die Programm-Applikation den Nutzer kurzfristig informieren kann, ohne dass das Fahrzeug bzw. dessen Bussystem bei einem möglicherweise abgestellten Fahrzeug erst „aufgeweckt” werden muss.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Datenübermittlung zwischen Fahrzeug und Endgerät und/oder zwischen Fahrzeug und Server-Computer bzw. zwischen Server-Computer und Endgerät über Mobilfunk, insbesondere per Datenfunk, wie LTE, 3G oder 4G erfolgt.

Diese Kommunikations-Standards sind bereits bekannt und können in vorteilhafter Weise auch zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ohne zusätzlichen Aufwand genutzt werden.

Die Erfindung schlägt zudem ein Kraftfahrzeug vor, in dem ein erfindungsgemäßes Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche ausgeführt wird.

Die Erfindung beansprucht ferner SensorTags bzw. drahtlose Identifikationselemente, die in einem erfindungsgemäßen Verfahren nach einem der Patentansprüche der Erfindung verwendet werden.

Schließlich schlägt die Erfindung ein Computerprogrammprodukt vor, das den Programmablauf eines Mikroprozessors bei der Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens nach einem der Patentansprüche steuert.

Die beschriebenen Geräte und Systemkomponenten werden insbesondere mit Computerprogrammen gesteuert und können dazu weitere, an sich bekannte Elemente von Computern und digitalen Steuerungseinrichtungen wie ein Mikroprozessor, flüchtige und nicht flüchtige Speicher, Schnittstellen usw. aufweisen. Die Erfindung kann deshalb auch ganz oder teilweise in Form eines Computerprogrammprodukts realisiert werden, das beim Laden und Ausführen auf einem Computer einen erfindungsgemäßen Ablauf ganz oder teilweise bewirkt. Es kann bspw. in Form eines Datenträgers wie einer CD/DVD bereitgestellt werden oder auch in Form einer oder mehrerer Dateien auf einem Server, von dem das Computerprogramm herunterladbar ist.