Title:
Installationsdose
Kind Code:
A9


Abstract:

Bei einer Installationsdose zur Montage eines Leuchtelements (10) in einer Wand- oder Deckenfläche, wobei die Installationsdose aus einer Seitenwand sowie einem Dosenboden (4) gebildet ist, ist an dem Dosenboden (4) mindestens ein Permanentmagnet (6) angeordnet, so dass ein ferromagnetisches Material enthaltendes Leuchtelement (10) durch den Permanentmagnet (6) in einer Montageposition in der Installationsdose gehalten werden kann.




Inventors:
gleich Anmelder
Application Number:
DE102014112793A
Publication Date:
09/10/2015
Filing Date:
09/05/2014
Assignee:
Kraus, Jürgen H., 80339 (DE)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Waller, Stefan, Dipl.-Phys. Univ., 80637, München, DE
Claims:
1. Installationsdose zur Montage eines Leuchtelements (10) in einer Wand- oder Deckenfläche, wobei die Installationsdose (1) aus einer Seitenwand (5) sowie einem Dosenboden (4) gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Dosenboden (4) mindestens ein Permanentmagnet (6) angeordnet ist, so dass ein ferromagnetisches Material enthaltendes Leuchtelement (10) durch den Permanentmagnet (6) in einer Montageposition in der Installationsdose (1) gehalten werden kann.

2. Installationsdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Permanentmagnet (6) ein flächiges Element ist, insbesondere eine Magnetfolie.

3. Installationsdose nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Installationsdose (1) aus Kunststoffspritzguss besteht.

4. Installationsdose nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Permanentmagnet (6) zumindest teilweise mit Kunststoff im Spritzguss verbunden ist.

5. Installationsdose nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Permanentmagnet (6) mit dem Dosenboden (4) verklebt ist.

6. Installationsdose nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Dosenbodens (4) ferromagnetisches Material angeordnet ist und der Permanentmagnet (6) über die Magnetkraft mit dem Dosenboden (4) verbunden ist

7. Installationsdose nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausrichtung des Leuchtelements (10) zwischen Permanentmagnet (6) und Leuchtelement (10) Unterlegscheiben aus ferromagnetischem Material, insbesondere Blechunterlegscheiben, angeordnet sind.

8. Installationsdose nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtelement (10) ein LED-Leuchtelement (13) ist.

9. Installationsdose nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Dosenboden (4) an seiner Rückseite Verankerungselemente (9) aufweist.

10. Installationsdose nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Montageabdeckung (7) mit Distanzhaltern (8) vorgesehen ist.

11. Installationsdose nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fangschnur die Installationsdose mit dem Leuchtelement verbinden kann.

12. Installationsdose nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangschnur einen Karabinerhaken aufweist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Installationsdose zur Montage eines Leuchtelements in einer Wand- oder Deckenfläche. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Installationsdose zur Montage eines Leuchtelements in einer Wand- oder Deckenfläche, wobei die Installationsdose aus einer Seitenwand sowie einem Dosenboden gebildet ist.

Für die Unterputzmontage von Elektroinstallationen sind Installationsdosen bekannt, die in Ausnehmungen von Mauerwerk eingelassen, im Falle von Betonbau bei Erstellung der Betonfläche eingegossen oder in eine Öffnung in einer Hohlwand eingesetzt werden. Neben Elektroinstallationselementen wie Schaltern und Steckdosen sowie Steckverbindungen für Kommunikations- und Datenleitungen werden auch Leuchtelemente in solchen Installationsdosen montiert, um aus gestalterischen Gründen ein möglichst bündig mit einer Wand- oder Deckenfläche abschließendes Leuchtelement erreichen zu können. Dabei ist bekannt, in übliche Installationsdosen für beispielsweise eine Steckdose eine Leuchtelementeinheit einzusetzen, die über mechanische Befestigungsmittel befestigt wird.

Nachteilig an diesem Stand der Technik ist, dass die Tiefe dieser üblichen Installationsdosen relativ groß ist. Insbesondere bei Montage in einer aus Beton gegossenen Deckenfläche können dadurch Probleme auftauchen, da die Überdeckung der Armierungen nicht ausreichend ist für die Bautiefe der Installationsdosen.

Bekannt sind weiterhin flache Installationsdosen zur Montage in Decken, insbesondere Betondecken, die eine geringere Tiefe aufweisen. Nachteilig an diesen Installationsdosen ist jedoch, dass sie eine zu geringe Tiefe aufweisen, um mechanische Befestigungselemente für Leuchtelemente vorzusehen.

Neben Halogenstrahlern als Leuchtelemente werden zunehmend auch LED-Leuchtelemente eingesetzt. Insbesondere gibt es LED-Leuchtelemente als relativ großflächige und flache Bauteile. Im Regelfall weisen dabei diese Bauteile zumindest in Teilen ein metallisches Gehäuse oder einem metallischen Trägerrahmen auf, der zumeist aus magnetisierbarem Material, insbesondere Eisenblech besteht.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Installationsdose für Leuchtelemente zur Verfügung zu stellen, mit der die oben genannten Nachteile vermieden werden können und die eine leichte und einfache Montage der Leuchtelemente bei geringer Tiefe der Installationsdose ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch eine Installationsdose mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass bei einer Installationsdose zur Montage eines Leuchtelements in einer Wand- oder Deckenfläche, wobei die Installationsdose aus einer Seitenwand sowie einem Dosenboden gebildet ist, an dem Dosenboden mindestens ein Permanentmagnet angeordnet ist, so dass ein ferromagnetisches Material enthaltendes Leuchtelement durch den Permanentmagnet in einer Montageposition in der Installationsdose gehalten werden kann.

Dadurch ist eine sehr einfache Montage der Leuchtelemente möglich, ohne dass weiteres Material zur Befestigung erforderlich wäre. Es ergibt sich eine sehr geringe Einbautiefe bzw. Tiefe der Installationsdose, da keine weiteren Befestigungselemente wie etwa Klemmelementen, Schnappelemente oder Verschraubungen für das oder die Leuchtelemente erforderlich sind, die zusätzliche Bauhöhe erfordern. Insbesondere bei einer Verwendung der erfindungsgemäßen Installationsdose an einer Decke eines Raumes ist dies vorteilhaft, da dort oftmals nur eine sehr dünne Verputzschicht für die Aufnahme der Installationsdose zur Verfügung steht. Bei einem Eingießen der Installationsdose in eine Stahlbetondecke kommt es zu keinen Problemen mit den Armierungen, da die Installationsdose vollständig in der Überdeckungsschicht angeordnet werden kann. Alle Leuchtelemente, die insbesondere in ihrer rückseitigen Abdeckung bzw. in zumindest Teilen eines Gehäuses oder in einem Tragrahmen ferromagnetisches bzw. magnetisierbares Material aufweisen, können einfach in die Installationsdose eingesetzt werden und werden durch den Permanentmagnet bzw. eine Anordnung aus mehreren solchen Permanentmagneten gehalten. Dabei kann der Permanentmagnet vollflächig ausgeführt sein oder es können verteilt über die Fläche des Dosenbodens eine Mehrzahl von Permanentmagneten angeordnet werden. Die Seitenwand, wie auch der Dosenboden der Installationsdose bestehen im Regelfall aus einem vollflächig ausgebildeten Material, das das Eindringen von beispielsweise flüssigem Beton beim Gießen verhindert. Es ist jedoch auch denkbar, dass die Seitenwand und/oder der Dosenboden Öffnungen aufweisen und eher als Rahmen ausgebildet sind, beispielsweise, wenn die Installationsdose für eine Verwendung in einer Hohlwand vorgesehen ist.

Vorteilhaft ist der Permanentmagnet ein flächiges Element, insbesondere eine Magnetfolie.

Dies ermöglicht eine sehr geringe Tiefe der Installationsdose und gleichzeitig eine großflächige Verteilung der Haltekraft für das Leuchtelement.

In einer günstigen Weiterbildung besteht die Installationsdose aus Kunststoffspritzguss.

Vorteilhaft kann der Permanentmagnet zumindest teilweise mit Kunststoff im Spritzguss verbunden sein.

Indem der Permanentmagnet beim Spritzgießen mit dem Kunststoff verbunden wird, etwa indem er formschlüssig zum Großteil umschlossen wird mit Kunststoff, kann eine sichere und dauerhafte Verbindung mit der Installationsdose gewährleistet werden.

Der Permanentmagnet kann mit dem Dosenboden verklebt sein.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist im Bereich des Dosenbodens ferromagnetisches Material angeordnet und der Permanentmagnet über die Magnetkraft mit dem Dosenboden verbunden.

Dadurch wird der Permanentmagnet selbst in der Installationsdose durch die magnetische Kraft gehalten und hält wiederum das Leuchtelement.

Zur Ausrichtung des Leuchtelements können zwischen Permanentmagnet und Leuchtelement Unterlegscheiben aus ferromagnetischem Material, insbesondere Blechunterlegscheiben, angeordnet werden.

Soweit eine Ausrichtung des Leuchtelement gewünscht ist, etwa ein bündiger, ebener Abschluss mit der Oberkante der Installationsdose, aber auch etwa eine Ausrichtung in eine festgelegte Richtung, kann durch solche Unterlegscheiben eine Ausrichtung erfolgen.

In günstiger Ausführungsform ist das Leuchtelement ein LED-Leuchtelement.

LED-Leuchtelemente stehen als großflächige Leuchtelemente mit hoher Lichtleistung zur Verfügung. Zugleich ergibt sich bei LED-Leuchtelementen nur eine sehr geringe Erwärmung, beispielsweise weniger als 30 °C, auch im Dauerbetrieb. Dies ermöglicht es, ein solches Leuchtelement allein mit magnetischer Haltekraft in einer Installationsdose auch an einer Decke eines Raumes anzuordnen. Vorteilhaft kommt es allgemein bei Leuchtelementen mit wenig thermischer Verlustleistung, insbesondere beispielsweise LED-Leuchtelementen, nicht dazu, dass durch einen Hitzestau die Curie-Temperatur überschritten werden und eine Entmagnetisierung des Permanentmagnet erfolgen könnte.

Der Dosenboden kann an seiner Rückseite Verankerungselemente aufweisen.

Diese sorgen für einen guten Halt im umgebenden Baumaterial, beispielsweise Beton.

Es kann eine Montageabdeckung mit Distanzhaltern vorgesehen sein.

Dadurch wird das Innere der Installationsdose in einer Schalung beim Gießen von Beton oder beim Verputzen einer Wand geschützt.

Vorteilhaft kann eine Fangschnur die Installationsdose mit dem Leuchtelement verbinden.

Die Fangschnur kann aus einem dünnen, elastischen Draht, einem dünnen Drahtseil oder einer sonstigen geeigneten Schnur wie etwa einer Nylonschnur bestehen. Durch diese kann beim Einbau das Leuchtelement mit der Installationsdose so verbunden werden, dass bei einem Versagen der magnetischen Haltekraft das Leuchtelement nur eine beschränkte, kurze Strecke herabfällt und durch die Fangschnur gehalten wird.

Die Fangschnur kann einen Karabinerhaken aufweisen.

Dabei kann entweder die Fangschnur der Installationsdose zugeordnet sein und einen Karabinerhaken aufweisen, der in eine geeignete Öse des Leuchtelements bei der Montage eingehängt wird. Alternativ ist es auch denkbar, dass die Fangschnur dem Leuchtelement zugeordnet ist und die Installationsdose eine entsprechende Öse aufweist.

Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der in den schematischen Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Hierbei zeigt

1 eine erfindungsgemäße Installationsdose an einer eingeschalten Betonfläche im Querschnitt,

2 die Installationsdose der 1 mit einem eingesetzten Leuchtelement im Querschnitt und

3 den mit III bezeichneten Detailausschnitt der 2.

Die 1 zeigt eine erfindungsgemäße Installationsdose 1 in eine Schalung 2 eingeschaltem Beton 3 im Querschnitt in der Situation des Einbaus in den Beton 3. Die Installationsdose 1 weist einen Dosenboden 4 sowie Seitenwände 5 auf. Flächig ausgeführte Permanentmagnete 6 sind auf den Dosenboden 4 aufgeklebt. Eine Montageabdeckung 7 mit Distanzhaltern 8 verhindert das Eindringen von Beton 3 in das Innere der Installationsdose 1 während des Gießens und stützt die Installationsdose 1 gegen den Druck des Betons 3 ab. Verankerungselemente 9 an der Rückseite des Dosenbodens 4 werden von Beton 3 umschlossen.

Die 2 zeigt die Installationsdose 1 der 1 mit einem eingesetzten Leuchtelement 10 im Querschnitt. Auf dem Dosenboden 4 sind die flächig ausgeführten Permanentmagnete 6 aufgeklebt und an der Rückseite des Dosenbodens 4 sind die Verankerungselemente 9 von Beton 3 umschlossen angeordnet. Optional, aber nicht notwendig ist bei dem hier geschilderten Ausführungsbeispiel ein zusätzlicher Installationsraum 11 vorgesehen, in dem beispielsweise Leerrohre in die Installationsdose 1 hineingeführt werden und Verdrahtungen erfolgen können. Die Installationsdose 1 ist bevorzugt in Kunststoffspritzguss ausgeführt.

Die 3 zeigt den mit III bezeichneten Detailausschnitt der 2. Die Installationsdose 1 mit dem Dosenboden 4 weist die Seitenwand 5 auf. Der Permanentmagnet 6 ist über eine Kleberschicht 12 verklebt und hält das Leuchtelement 10, das als LED-Leuchtelement 13 ausgeführt ist, in seiner Montageposition in der Installationsdose 1. Ein zusätzlicher Abdeckrahmen 14 dient der optischen Gestaltung. Über die Verankerungselemente 9 wird die Installationsdose 1 in dem Beton 3 gehalten

Das Leuchtelement 10 weist dabei an seiner Rückseite eine Abdeckung 15 auf, die aus ferromagnetischem Material besteht und durch den Permanentmagnet 6 angezogen wird. Dadurch kann das Leuchtelement 10 bei der Montage einfach in die Installationsdose 1 eingesetzt werden und sind keine zusätzlichen Befestigungsmittel erforderlich. Es ergibt sich die in der Figur zu erkennende geringe Bautiefe der Installationsdose 1. Falls erforderlich, ist es denkbar, den Installationsraum 11 sowie die Verankerungselemente 9 entfallen zu lassen, um eine nochmals verringerte Bautiefe zu erreichen.