Title:
Taschenlampe
Kind Code:
A1
Abstract:

Gegenstand der Erfindung ist eine Taschenlampe, enthaltend ein Gehäuse und ein Akkumodul, das in das Gehäuse eingebracht ist, wobei das Akkumodul wenigstens einen Akku sowie eine Ladeeinheit zum Laden des wenigstens einen Akkus umfasst, wobei das Akkumodul über eine Fixiereinrichtung am Gehäuse lösbar befestigt ist, wobei die Ladeeinheit einen Anschluss umfasst, an den ein Kabel angeschlossen werden kann, wobei das Gehäuse einen Schacht bildet, der derart bemessen ist, dass im eingebrachten/fixierten Zustand des Akkumoduls das Gehäuse den Anschluss bedeckt und das Akkumodul nach Lösen der Fixierung relativ zum Gehäuse entlang des Schachtes bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine zwischen Akkumodul und Schacht wirkende Führung vorhanden ist, die eine Komponente in Richtung des Schachtes aufweist und die Führung derart lang bemessen ist, dass im herausgezogenen Zustand des Akkumoduls der Anschluss von außen zugänglich ist und andererseits derart kurz bemessen ist, dass eine vollständige Trennung von Gehäuse und Akkumodul nicht stattfindet.



Inventors:
Ruf, Eduard (97959, Assamstadt, DE)
Deißler, Christoph (97959, Assamstadt, DE)
Application Number:
DE102014110910A
Publication Date:
02/04/2016
Filing Date:
07/31/2014
Assignee:
ANSMANN AG, 97959 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102010031816A1N/A2012-01-26
DE102007032003A1N/A2009-01-15
DE10315411B4N/A2007-01-11
DE2413016A1N/A1974-10-03
Other References:
DIN ISO 3601
Attorney, Agent or Firm:
Pöhner, Wilfried, Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., 97070, Würzburg, DE
Claims:
1. Taschenlampe, enthaltend ein Gehäuse (1) und ein Akkumodul, das in das Gehäuse (1) eingebracht ist,
– wobei das Akkumodul wenigstens einen Akku (2) sowie eine Ladeeinheit (3) zum Laden des wenigstens einen Akkus (2) umfasst,
– wobei das Akkumodul über eine Fixiereinrichtung am Gehäuse (1) lösbar befestigt ist,
– wobei die Ladeeinheit (3) einen Anschluss (4) umfasst, an den ein Kabel angeschlossen werden kann,
– wobei das Gehäuse (1) einen Schacht (7) bildet, der derart bemessen ist, dass im eingebrachten/fixierten Zustand des Akkumoduls das Gehäuse (1) den Anschluss (4) bedeckt
– und das Akkumodul nach Lösen der Fixierung relativ zum Gehäuse (1) entlang des Schachtes (7) bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass eine zwischen Akkumodul und Schacht (7) wirkende Führung (8) vorhanden ist, die eine Komponente in Richtung des Schachtes (7) aufweist und die Führung (8) derart lang bemessen ist, dass im herausgezogenen Zustand des Akkumoduls der Anschluss (4) von außen zugänglich ist und andererseits derart kurz bemessen ist, dass eine vollständige Trennung von Gehäuse (1) und Akkumodul nicht stattfindet.

2. Taschenlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Begrenzung der Führung (8) ein Anschlag angebracht ist.

3. Taschenlampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag soweit verschiebbar ist, dass das Akkumodul vollständig aus dem Gehäuse (1) herausziehbar ist.

4. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (8) in azimutaler Richtung am Anschlag vorbei und in axialer Richtung bis zur Stirnseite des Schachtes (7) verlängert ist.

5. Taschenlampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Akkumodul ein Griffstück (5) umfasst.

6. Taschenlampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich am Übergang zwischen Gehäuse (1) und dem Akkumodul eine Dichtung befindet.

7. Taschenlampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Akkumodul aus einem Stück besteht.

8. Taschenlampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Akkumodul aus mehreren kleineren Teilmodulen besteht, wobei diese Teilmodule mechanisch miteinander fest, lösbar oder lose verbunden sind.

9. Taschenlampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Akkuladungsanzeige vorgesehen ist, die entweder permanent oder zumindest nach dem Freilegen des Anschlusses (4) sichtbar ist.

10. Taschenlampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Anschluss (4) um eine USB-Anschlussbuchse, vorzugsweise um eine Mikro-USB-Buchse handelt.

11. Taschenlampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Akkumodul zusätzliche Ladekontakte aufweist.

12. Taschenlampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Akkumodul und das Gehäuse (1) über ein Schraubgewinde kämmen.

13. Taschenlampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (8) zwischen dem Schacht (7) des Gehäuses (1) und dem Akkumodul wenigstens eine Kulissenführung, bestehend aus Nuten und darin eingreifenden Kulissensteinen ist.

14. Taschenlampe nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die den Kulissenstein führende Nut als Anschlag einen Knick aufweist.

15. Taschenlampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Führung (8) von Gehäuse (1) und Akkumodul ein Bajonettverschluss vorgesehen ist.

16. Taschenlampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag ein O-Ring ist.

Description:

Die Erfindung bezieht sich auf eine Taschenlampe, enthaltend ein Gehäuse und ein Akkumodul, das in das Gehäuse eingebracht ist, wobei das Akkumodul wenigstens einen Akku sowie eine Ladeeinheit zum Laden des wenigstens einen Akkus umfasst, wobei das Akkumodul über eine Fixiereinrichtung am Gehäuse lösbar befestigt ist, wobei die Ladeeinheit einen Anschluss umfasst, an den ein Kabel angeschlossen werden kann, wobei das Gehäuse einen Schacht bildet, der derart bemessen ist, dass im eingebrachten/fixierten Zustand des Akkumoduls das Gehäuse den Anschluss bedeckt und das Akkumodul nach Lösen der Fixierung relativ zum Gehäuse entlang des Schachtes bewegbar ist.

Eine Taschenlampe ist eine kleine, mobile Lichtquelle mit eigener Energieversorgung. Sie dient als Umgebung für das eigentliche Leuchtmittel (Lampe).

Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere eine Taschenlampe enthaltend ein Gehäuse und ein Batterie- bzw. Akkumodul. Bei einem Batteriemodul handelt es sich im einfachsten Fall um eine Vorrichtung zum Aufnehmen von wenigstens einer Batterie.

Taschenlampen sind üblicherweise aus einer Vielzahl von Einzelteilen zusammengesetzt, wobei die einzelnen Komponenten unterschiedliche Lebensdauern aufweisen. Insbesondere die inneren Komponenten von Taschenlampen, wie zum Beispiel die Kontakte und der Schalter, müssen regelmäßig ausgewechselt werden, da diese durch Oxidation und Verschmutzungen, wie zum Beispiel Auslaufen der Batterie, an Leitfähigkeit verlieren.

Zur besseren Austauschbarkeit der Kontakte, insbesondere der Kontaktfeder, sieht die DE 103 15 411 B4 beispielsweise vor, die Batterien in einer Batteriekartusche zu halten. Bei verschmutzten Kontakten oder ausgeleierten Kontaktfedern ist es dann möglich, durch einfaches Austauschen der Batteriekartusche die Funktionalität der Taschenlampen wieder herzustellen.

Hochwertige Taschenlampen verfügen in der Regel über ein sehr stabiles und damit teures Gehäuse, an dessen Endseite oftmals ein Endstück angebracht ist, in dem ein Druck- oder Tastschalter zur Betätigung der Taschenlampe integriert ist. Auch die Taschenlampe, die in der DE 103 15 411 B4 offenbart ist, weist einen solchen endseitig angebrachten Druckschalter auf.

Nachteilig am Stand der Technik ist, dass bei einem Austausch des Druckschalters auch gleichzeitig ein Teil des hochwertigen Gehäuses mit ausgetauscht werden muss, was erhebliche Kosten verursacht. Darüber hinaus ist der Austausch von Kontakten mühselig, da diese an schwer erreichbaren Stellen innerhalb des Taschenlampengehäuses angeordnet sind

DE 10 2007 032 003 A1 offenbart eine Batteriekartusche zum abnehmbaren Halter von mindestens einer Batterie, wobei die Batteriekartusche einen Schalter aufweist. Der Tast- oder Druckschalter kann durch einen einfachen Druckknopf, der in einem Teil des Taschenlampengehäuses eingebaut ist, betätigt werden. Vorzugsweise ist der Druck- oder Tastschalter endseitig an der Batteriekartusche vorgesehen und der zur Betätigung erforderliche Druckknopf ist in einer Endkappe des Taschenlampengehäuses integriert. Nachteilig an der Taschenlampe nach DE 10 2007 032 003 A1 ist jedoch, dass sie nicht wasserdicht ist.

Wasserdichte Taschenlampen werden jedoch häufig im Outdoor-Bereich benötigt, wo die Anforderungen bezüglich einer staub- und wasserdichten Ausgestaltung der Taschenlampe hoch sind, da das Material während der bestimmungsgemäßen Verwendung stark beansprucht wird. Bei allen Arten von Rettungskräften, Sicherheitskräften, Feuerwehr und Polizei gehören Taschenlampen zur Grundausstattung.

In der DE 24 13 016 A1 wird eine wasserdichte Taschenlampe offenbart, die einen im Gehäuse angeordneten Druckschalter besitzt. Dieser Druckschalter besitzt eine Schalterabdeckung aus Gummi, wobei ein zusätzlicher Dichtring zwischen der Schalterabdeckung und dem Gehäuse angeordnet ist. Zur Betätigung des Druckschalters muss die elastische Schalterabdeckung lediglich nach unten gedrückt werden.

DE 10 2010 031 816 A1 offenbart eine Taschenlampe mit einem Gehäuse, einer darin gelagerten Batteriekartusche, die endseitig einen Druckschalter aufweist, sowie einer Endkappe mit einem Druckknopf, der mit dem Druckschalter in Wirkverbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Druckknopf und dem Druckschalter ein Dichtelement angeordnet ist.

Weiterhin wäre es wünschenswert, die Taschenlampen mit wiederaufladbaren Batterien (Akkus) zu betreiben und diese auf möglichst einfache Art z. B. auch unterwegs wiederaufladen zu können.

Bei Smartphones und Tablet PCs sind üblicherweise Ladeanschlüsse vorgesehen, die es ermöglichen, den Geräteakku an einer Ladestation oder mittels eines geeigneten Ladekabels aufzuladen. Zum mobilen Aufladen sind Kfz-Ladekabel erhältlich. Um die Ladeanschlüsse zugänglich zu machen, sind Öffnungen am Gehäuse des Geräts vorhanden, in die die Ladeanschlüsse eingelassen sind. Allerdings ist bekannt, dass Smartphones und Tablet PCs in der Regel nicht wasserdicht sind. Dies hängt auch mit den vorhandenen Anschlüssen u. a. dem Ladeanschluss zusammen. Für den zuvor erwähnten Outdoor-Einsatz, bei dem die Geräte Nässe, Staub und Schmutz ausgesetzt sind, sind sie wenig praktikabel.

Somit steht eine analoge Lösung für Taschenlampen, die im Einsatz stark beansprucht werden, nicht zur Verfügung. Ein weiterer Gesichtspunkt ist, dass die Taschenlampen unter schwierigen Bedingungen nämlich im Outdoor-Einsatz oder bei Verwendung in Notfällen eine möglichst einfache Handhabung unter schwierigen Umwelt- und Lichtbedingungen möglich sein muss. Hierzu zählt auch das Aufladen der Taschenlampe.

Die Erfindung hat sich deshalb zur Aufgabe gestellt, die bekannten Taschenlampen dahingehend zu verbessern, dass auch unter schwierigen Umwelt- und Lichtbedingungen das Laden der Taschenlampe möglichst einfach und bei einem Minimum an Fehlerquellen vornehmbar wird.

Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Taschenlampe, bei der eine zwischen Akkumodul und Schacht wirkende Führung vorhanden ist, die eine Komponente in Richtung des Schachtes aufweist und die Führung derart lang bemessen ist, dass im herausgezogenen Zustand des Akkumoduls der Anschluss von außen zugänglich ist und andererseits derart kurz bemessen ist, dass eine vollständige Trennung von Gehäuse und Akkumodul nicht stattfindet.

Im Betriebszustand ist das Akkumodul im Gehäuse, genauer in dem hierdurch beschriebenen Schacht, untergebracht und fixiert und somit auch der Anschluss der Ladeeinheit vor äußeren Einwirkungen geschützt. Eine separate Abdichtung des Ladeanschlusses, die erforderlich wäre, wenn der Ladeanschluss radial von außen zugänglich am Gehäuse angebracht wäre, ist nach der vorliegenden Erfindung nicht mehr nötig.

Durch teilweises Lösen der Fixiereinrichtung lässt sich das Akkumodul freilegen. Insbesondere ermöglicht dies ein Freilegen des Ladeanschlusses der Ladeeinheit, um den wenigstens einen Akku zu laden, indem ein geeignetes Ladekabel bzw. Netzteil angeschlossen wird. Dabei ist es möglich, den wenigstens einen Akku zu laden, während sich das Akkumodul wenigstens teilweise noch im Gehäuse der Taschenlampe befindet. Somit ist zur Durchführung eines Ladevorganges eine komplette Entnahme des Akkumoduls bzw. des Akkus aus dem Gehäuse nicht nötig. Akkumodul und Gehäuse bleiben demzufolge unverlierbar miteinander verbunden.

Es ist ein wesentlicher Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung, dass das Akkumodul aus dem Gehäuse nur teilweise d. h. nicht vollständig herausgezogen werden kann. Zu diesem Zweck findet sich eine zwischen Gehäuse und dem Akkumodul wirkende Führung, deren bauliche Realisierung im Rahmen der Erfindung weitgehend beliebig ist. Deren Aufgabe ist es, die Relativbewegung zwischen Gehäuse bzw. Schacht und Akkumodul in der Weise zu erlauben, das zumindest eine Bewegungskomponente in Einschubrichtung verläuft, also in jener Richtung, in welche das Akkumodul in den Schacht eingeschoben und auch wieder herausziehbar ist. Am bekanntesten sind Taschenlampen, bei denen Batterien und Akkus in einem als Zylindermantel geformten Griff untergebracht sind und somit selbst als Vollzylinder ausgebildet sind. In einer solchen baulichen Gestaltung verläuft die Einschubrichtung koaxial zur Achse von Gehäuse bzw. auch von Batterie oder Akkumodul. Die Führung des Akkumoduls relativ zum Gehäuse wird zum einen dadurch definiert, dass die Bewegungsstrecke zumindest soweit bemessen sein muss, dass der Ladeanschluss von außen zugänglich wird. Zum anderen jedoch in seiner maximalen Bewegung und seiner Bewegungsstrecke dadurch begrenzt wird, dass eine vollständige Trennung zwischen Gehäuse und Akkumodul nicht stattfindet. Bei einer Relativbewegung des Akkumoduls gegenüber dem Gehäuse in Einschubrichtung, genau bei vektorieller Betrachtung entgegen der Einschubrichtung, wird durch die Führung sichergestellt, dass es nicht zu einer Trennung kommt, sondern dass mit Erreichen des Endpunkts der Bewegungsstrecke das Akkumodul gegen einen Anschlag aufläuft. Bei einer einfachen eindimensionalen Bewegung, wie es beim Herausziehen des Akkumoduls aus dem Gehäuse der Fall wäre ist sichergestellt, dass das Akkumodul nicht vollständig aus dem Gehäuse herausgezogen werden kann. Diese Maßnahme gewährleisten die Unverlierbarkeit von Gehäuse und Akkumodul während der Vorbereitung und Durchführung des Aufladeprozesses. Dies bedeutet eine erhebliche Erleichterung der Handhabung, da ausgeschlossen ist, das Gehäuse und/oder Akkumodul bzw. deren einzelne Elemente verloren werden und außer Bezug zueinander gesetzt werden können. Mit Sicherheit wird vermieden, dass ein „Zusammensuchen“ der einzelnen Teile der Taschenlampen vorgenommen werden muss, was sich unter ungünstigen Umweltbedingungen oder Lichtverhältnissen als schwierige Aufgabe herausstellt.

Klarzustellen ist, dass der Begriff „dass eine vollständige Trennung bei Bewegung in Einschubrichtung nicht stattfindet“, grundsätzlich nicht ausschließt, dass in möglichen Ausführungsformen eine vollständige Trennung von Gehäuse und Akkumodul dann stattfinden kann, wenn das Akkumodul abweichend von der Einschubrichtung eine Relativbewegung vollführt, beispielsweise eine Drehbewegung um die Einschubrichtung. Dabei erfolgt zum einen die Bewegung in Einschubrichtung und zum anderen die Drehbewegung in chronologischer Hinsicht nacheinander. D. h. dass in der ersten Phase die Bewegung in Einschubrichtung mit einer einzigen flüssigen translatorischen Bewegung erfolgt, damit dann optional in der daran sich anschließenden Phase die Drehbewegung vorgenommen wird, um Gehäuse und Akkumodul vollständig zu trennen.

Als konkrete Realisierung der baulichen Ausgestaltungen sind verschiedene Möglichkeiten denkbar. So besteht die Möglichkeit darin, dass ein Schraubgewinde zwischen dem Gehäuse und dem Akkumodul vorgesehen ist. Die Drehbewegung hat zur Folge, dass zum einen Relativbewegung des Akkumoduls zum Gehäuse in Einschubrichtung aber gleichzeitig auch eine Rotationsbewegung um diese Einschubrichtung stattfindet. Im allgemeinsten Fall ist das Gewinde so bemessen, dass es bei entsprechender Anzahl an Umdrehungen den Ladeanschluss freigibt, zum anderen jedoch nach wie vor eine Verbindung zwischen dem Akkumodul und dem Gehäuse auch in dieser Phase gewährleistet bleibt.

Die optional mögliche vollständige Trennung erfolgt dann in der Weise, dass das Schraubgewinde bis zur Stirnseite geführt und demzufolge das Akkumodul vollständig aus dem Gehäuse herausgeschraubt werden kann.

Eine andere Möglichkeit der baulichen Realisierung besteht darin, dass die Bewegung des Akkumodul mit Erreichen der gewünschten Endposition d. h. der Schaffung eines Zuganges zum Ladeanschluss, gegen einen Anschlag fährt, durch den die vollständige Trennung von Gehäuse und Akkumodul verhindert wird. Auch hier ist eine vollständige Trennung möglich, indem der Anschlag gelöst oder auf eine andere Art und Weise außer Kraft gesetzt wird.

Eine Alternative der baulichen Realisierung der Führung besteht in der Verwendung einer Kulissenführung. Hierzu sind an der Innenwandung des Gehäuses Schlitze und Nuten angebracht, in welchem Kulissensteine zwangsgeführt sind, die ihrerseits mit dem Akkumodul in Verbindung stehen. Durch entsprechende räumliche Anordnung des Verlaufes von Schlitzen oder Nuten ist eine relativ zum Gehäuse stattfindende Bewegung des Akkumoduls in Einschubrichtung möglich, ohne hierbei zwangsläufig eine Rotationsbewegung auszuführen. Mit Erreichen der gewünschten maximalen Bewegungsstrecke läuft der Kulissenstein entgegen einen Anschlag d. h. es endet dort der Schlitz oder die Nut. Die soeben beschriebene Kulissenführung lässt sich gleichermaßen dann realisieren, wenn der Kulissenstein an der Innenwandung des Gehäuses angebracht ist und in entsprechende Schlitze und Nuten an der Oberfläche des Akkumoduls eingreift. Auch im Falle einer Kulissenführung lässt sich eine vollständige Trennung von Gehäuse und Akkumodul bei entsprechender Führung des Kulissensteines vornehmen. In einem solchen Fall wird die Nut mit Erreichen der maximalen Bewegungsstrecke dahingehend weiter geführt, dass sie vom bisherigen in Einschubrichtung verlaufenden Weg nach einem Knick z. B. in azimutaler Richtung weiter und dann nach außen geführt wird. Die Aufgabe des „Knickes“ besteht darin, dass der Benutzer nicht ohne weiteres in der Lage ist, in einer „durchgehenden Bewegung“ die vollständige Trennung durchzuführen. Vielmehr wird die translatorische Bewegung entgegen der Einschubrichtung einen Anschlag erfahren, sodass sichergestellt ist, dass beim Freilegen des Ladeanschlusses nicht in unbeabsichtigter Weise bereits eine vollständige Trennung von Gehäuse und Akkumodul erfolgt. Dabei ist im allgemeinsten Fall der durch den „Knick“ beschriebene Winkel beliebig und könnte beispielsweise einen rechten Winkel beschreiben. Im speziellen Fall beschreibt dann die Nut und damit die Bewegung des Kulissensteines einen Z-förmigen Weg, der einer Trennung des Akkumoduls vom Gehäuse dadurch erlaubt, dass eine relative Drehbewegung mit Erreichen des Knickes noch vorgenommen werden muss, um die beabsichtigte vollständige Trennung zu erreichen. Zur vollständigen Trennung ist wichtig, dass die Nut und demzufolge der Kulissenstein vollständig d. h. bis nach außen hin geführt ist.

Eine weitere bauliche Realisierung könnte nach Art eines Bajonettverschlusses erfolgen, der in seinem grundsätzlichen Wirkprinzip der vorbeschriebenen Kulissenführung stark ähnelt.

In bevorzugter Ausgestaltung umfasst das Akkumodul den wenigstens einen Akku, die Ladeeinheit und das Griffstück. Vorzugweise ist am Akkumodul ein Schalter eingelassen. Der Schalter kann sich jedoch auch an anderer Stelle zum Beispiel im Gehäuse befinden. Vorzugweise ist der Schalter am Griffstück eingelassen, also mit dem Griffstück fest verbaut.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind Akku, Ladeeinheit und Griffstück fest miteinander verbaut oder gar einstückig. Damit besteht die Taschenlampe aus zwei Bauteilen, nämlich dem Gehäuse und dem Akkumodul. Dies erleichtert das Handling. Zudem besteht weniger die Gefahr, beim Einsatz im Freien einzelne Bauteile zu verlieren. Falls der wenigstens ein Akku ausgetauscht werden muss, wird in diesem Fall das gesamte Akkumodul ausgewechselt.

Der Ladeanschluss kann radial oder axial an der Ladeeinheit angebracht sein. Dies ist möglich, falls Akku und Ladeeinheit fest miteinander verbaut sind, das Griffstück jedoch von diesen getrennt ist, da in diesem Fall die Ladeinheit sowohl radial (seitlich) als auch axial (stirnseitig) zugänglich ist. In diesem Fall ist es besonders bevorzugt, wenn der Ladeanschluss stirnseitig an der Ladeeinheit angebracht ist. Sind die einzelnen Bauteile des Akkumoduls – also auch das Griffstück – fest miteinander verbaut, ist der Ladeanschluss vorzugweise seitlich an der Ladeeinheit angebracht.

Vorzugweise handelt es sich bei dem Ladeanschluss um eine USB-Anschlussbuchse. Besonders bevorzugt ist es, wenn es sich um eine Micro-USB-Buchse handelt, geeignet um ein Ladekabel bzw. ein Netzteil mit einem Micro-USB Stecker zum Laden des wenigstens einen Akkus zu verwenden.

Jene Micro-USB Ladekabel sind vor allem bei Smartphones und Tablet PCs gebräuchlich. Damit können jene meist bereits vorhanden Ladekabel auch zum Laden des Taschenlampenakkus benutzt werden.

Vorzugweise ist eine Akkuladungsanzeige vorgesehen, die entweder permanent oder zumindest beim Freilegen des Ladeanschlusses sichtbar wird. Eine solche Akkuladungsanzeige zeigt die Restkapazität des wenigstens einen Akkus an. Ebenso zeigt sie während des Ladevorganges den Akkuladungszustand an.

Besonders bevorzugt ist ein Bajonettverschluss, da dieser eine besonders schnell herstell- und lösbare mechanische Verbindung zwischen Gehäuse und Griffstück ermöglicht. Dabei werden Gehäuse und Akkumodul ineinander gesteckt und durch entgegengesetztes Drehen verbunden und so auch wieder getrennt.

Am Übergang zwischen Akkumodul und dem Gehäuse wird eine Dichtung angebracht. Bei der Dichtung handelt es sich vorzugsweise um einen O-Ring, also um ein ringförmiges Dichtelement nach DIN ISO 3601.

Um die Möglichkeit der externen, d. h. außerhalb des Gehäuses mögliche Aufladung umsetzen zu können, ist bevorzugt am Akkumodul zusätzliche Ladekontakte vorzusehen.

Um Lampen mit einem höheren Lichtstrom einsetzen zu können, werden vorzugsweise mehrere Akkus, insbesondere 2 oder 4, in Reihe geschaltet. Bei mehreren Akkus empfiehlt sich diese Teilmodule bündelartig durch entsprechende bauliche Maßnahmen bevorzugt vorübergehend zusammen zu fassen.

Was die zusätzlichen üblichen Bauteile der Taschenlampe wie Kontaktierungen und Lampe bzw. Leuchtmittel angeht, kommen grundsätzlich alle im Stand der Technik bekannten Ausführungen in Betracht.

Die erfindungsgemäße Taschenlampe weist gegenüber vergleichbaren Modellen mehrere Vorteile auf.

Die Taschenlampe bietet optimalen Schutz vor Feuchtigkeit, Staub und Schmutz und ist zugleich in der Konstruktion einfach. Im Design und im äußeren Aufbau entspricht sie Vergleichsmodellen. Es sind Kosteneinsparungen realisierbar, da keine zusätzliche Abdichtung des Ladeanschlusses notwendig ist. Es ist ein direktes Laden der Akkus möglich, ohne die Taschenlampe aufwändig zerlegen zu müssen. Die Minimierung der Anzahl der voneinander lösbaren Bauteile fördert die Unverlierbarkeit beim Zerlegen und/oder Laden der Taschenlampe unter schwierigen Lichtverhältnissen und Umgebungsbedingungen.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Es zeigen:

1 den Aufbau einer erfindungsgemäßen Taschenlampe in zusammengesetztem Zustand

2 die Taschenlampe gemäß 1 im Ladezustand

3 die Taschenlampe gemäß 1 in vollständiger Trennung

Die Figuren zeigen in schematischer Darstellung den Aufbau und die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen, vorgeschlagenen Taschenlampe. Die Funktion wird im Vergleich der Figuren miteinander besonders deutlich, wobei in 1 die Taschenlampe in zusammengesetztem, d. h. zur Benutzung bereit stehenden Zustand wiedergegeben ist. Mit einem Gehäuse 1 von üblichem Aufbau hier z. B. von der Gestalt eines Hohlzylinders ist von der unteren Stirnseite her der Akku 2 in einen entsprechend dimensionierten als Hohlraum ausgebildeten Schacht 7 eingeschoben. An den Akku 2 schließt sich nach unten zu die Ladeeinheit 3 an, die hier mit einem als Quadrat angedeuteten Ladeanschluss 4 ausgerüstet ist. Nach unten zu folgt als nächstes das Griffstück 5, welches in der Regel zur Befestigung am Gehäuse 1 dient. In dem in 1 geschlossenen Zustand wird die Außenfläche ausschließlich durch das Gehäuse 1 und das Griffstück 5 gebildet. In der prinzipienhaften Darstellung erkennt man nicht, dass am Akku 2 radial nach außen stehende Nocken 8.1 vorhanden sind, die in entsprechende schlitzförmige Aussparungen des Gehäuses 8.2 eingreifen. Diese Aussparungen sind von einer gewissen Länge und bilden in Richtung auf das Griffstück 5 zu einen Anschlag, wenn der Akku 2 in axialer Richtung verschoben wird. Das Zusammenwirken von Nocken und Aussparung bilden eine Führung 8, die eine begrenzte Relativbewegung zwischen Gehäuse und Nocke zulassen.

In 2 ist der geöffnete Zustand gezeigt und es lässt sich deutlicher erkennen, worin das Wesen vorliegender Erfindung liegt. Durch die axiale Bewegung des Akkus 2 nach außen kommt es zu einer Anlage an einem Anschlag und damit zu einer Verhinderung einer weiteren axialen Bewegung. Der Kern der Erfindung besteht nun darin, dass diese axiale Bewegung nach außen den Ladeanschluss 4 freisetzt, sodass in diesem Zustand ein Aufladen des Akkus möglich wird. Wichtig in dieser Phase ist, dass bei einstückigem Aufbau und starrer Verbindung von Akku 2, Ladeeinheit 3 und Griffstück 5 nach wie vor eine unverlierbare Verbindung sämtlicher Bauelemente der Taschenlampe vorliegen. Durch Einschieben des Griffstücks 5 und dessen Verbindung mit dem Gehäuse 1 lässt sich die Taschenlampe wieder in den nutzungsfähigen Zustand überführen.

In 3 ist eine spezielle Ausgestaltung wiedergegeben, in der eine vollständige Trennung des Akkus 2, der Ladeeinheit 3 und des Griffstücks 5 vom Gehäuse 1 möglich ist. Dies hat zur Voraussetzung, dass entsprechende Maßnahmen vorzusehen sind, die die Wirkungen des Anschlags außer Kraft setzen. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, was anhand der Zeichnung nicht zu erkennen, aber leicht nachvollziehbar ist, dass das Akkumodul 2 um seine Längsachse gedreht wird, um über eine weitere, in der Zeichnung nicht dargestellte Aussparung, die zwingend bis zur Stirnfläche des Gehäuses 1 geführt ist, dennoch nach außen zu gelangen. Diese Ausgestaltungen sind zur Umsetzung des Erfindungsgedankens nicht erforderlich, haben jedoch den Vorteil, dass sie ein vollständiges Austauschen von Akku 2, und/oder Ladeeinheit 3 und/oder Griffstück 5 und/oder auch die Durchführung von Reparaturmaßnahmen möglich machen.

Im Ergebnis erhält man eine Taschenlampe, die unter schwierigen äußeren Bedingungen eingesetzt werden und auch aufgeladen werden kann.

Bezugszeichenliste

1
Gehäuse
2
Akku
3
Ladeeinheit
4
Anschluss
5
Griffstück
6
Akkumodul
7
Schacht
8
Führung
8.1
Nocken der Führung
8.2
Gehäuse der Führung

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 10315411 B4 [0005, 0006]
  • DE 102007032003 A1 [0008, 0008]
  • DE 2413016 A1 [0010]
  • DE 102010031816 A1 [0011]

Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • DIN ISO 3601 [0033]