Title:
MOTORKLANGVERBESSERUNG AUF DER BASIS EINES VON EINEM FAHRZEUG GEWÄHLTEN MODUS
Kind Code:
A1


Abstract:

Es ist ein Steuersystem für ein Fahrzeug vorgesehen, welches einen Motor aufweist, der zwischen einem aktivierten Modus und einem deaktivierten Modus wechselt. Das Steuersystem umfasst einen Fahrzeugbus, der ein Signal überträgt, welches einen von dem Fahrzeug gewählten Modus, und ob der Motor in einem von dem aktivierten Modus und dem deaktivierten Modus arbeitet, anzeigt. Das Steuersystem umfasst auch ein Motorklangverbesserungs-Modul („ESE”-Modul, vom engl. engine sound enhancement), welches ausgestaltet ist, um das Signal zu empfangen. Das ESE-Modul ist ausgestaltet, um zumindest einen ESE-Ton und einen Satz von Zusatztönen zu wählen, welche einem oder mehreren von dem deaktivierten Modus, dem aktivierten Modus und einem Aktivierungswechsel zugeordnet sind. Das ESE-Modul wählt eine spezifische Art von Zusatztönen auf der Basis des von dem Fahrzeug gewählten Modus.




Inventors:
Barlow, Roger C., Mich. (Brighton, US)
Reilly, Scott M., Mich. (Davisburg, US)
Klug, Dennis, Mich. (West Bloomfield, US)
Valeri, Frank C., Mich. (Novi, US)
Application Number:
DE102014109250A
Publication Date:
01/15/2015
Filing Date:
07/02/2014
Assignee:
Bose Corporation (Mass., Framingham, US)
GM Global Technology Operations LLC (n. d. Ges. d. Staates Delaware) (Mich., Detroit, US)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Manitz, Finsterwald & Partner GbR, 80336, München, DE
Claims:
1. Steuersystem für ein Fahrzeug, wobei das Fahrzeug einen Motor aufweist, der zwischen einem aktivierten Modus und einem deaktivierten Modus wechselt, umfassend:
einen Fahrzeugbus, der ein Signal überträgt, wobei das Signal einen von dem Fahrzeug gewählten Modus, und ob der Motor in dem aktivierten Modus oder in dem deaktivierten Modus arbeitet, anzeigt; und
ein Motorklangverbesserungs-Modul („ESE-Modul”), welches ausgestaltet ist, um das Signal zu empfangen, wobei das ESE-Modul ausgestaltet ist, um zumindest einen ESE-Ton und einen Satz von Zusatztönen zu wählen, wenn der Motor in dem deaktivierten Modus arbeitet, wobei das ESE-Modul eine spezifische Art von Zusatztönen auf der Basis des von dem Fahrzeug gewählten Modus wählt.

2. Steuersystem nach Anspruch 1, wobei die spezifische Art von Zusatztönen einen oder mehrere von: einem Ton halber Ordnung, einem Ton geradzahliger Ordnung und einem Ton ungeradzahliger Ordnung umfasst.

3. Steuersystem nach Anspruch 1, wobei der ESE-Ton eine dominante Ordnung emuliert, die von dem Motor in dem aktivierten Modus erzeugt wird, und das ESE-Modul ausgestaltet ist, um den ESE-Ton auf der Basis des von dem Fahrzeug gewählten Modus zu steigern.

4. Steuersystem nach Anspruch 1, wobei der ESE-Ton ausgestaltet ist, um einen Klang zu verdecken, der von dem Motor während eines Aktivierungswechsels erzeugt wird, wobei der Aktivierungswechsel repräsentiert, dass der Motor von dem deaktivierten Modus in den aktivierten Modus wechselt.

5. Steuersystem nach Anspruch 4, wobei einer oder mehrere Töne des Satzes von Zusatztönen nach dem Aktivierungswechsel auf der Basis einer Motordrehzahl entfernt und hinzugefügt wird/werden.

6. Steuersystem nach Anspruch 1, wobei der von dem Fahrzeug gewählte Modus anzeigt, dass ein leistungsstarkes Fahrerlebnis gewählt ist, und sich der für das leistungsstarke Fahrerlebnis gewählte Satz von Zusatztönen von dem deaktivierten Modus über einen Aktivierungswechsel bis zu dem aktivierten Modus fortsetzt.

7. Steuersystem nach Anspruch 6, wobei das ESE-Modul eine Vielzahl von Zusatztönen wählt, welche Töne halber Ordnung und Töne ganzzahliger Ordnung sind, wenn der von dem Fahrzeug gewählte Modus das leistungsstarke Fahrerlebnis anzeigt, wobei die Töne halber Ordnung ausgestaltet sind, um mit den Tönen ganzzahliger Ordnung in Wechselwirkung zu treten, um einen Klang zu erzeugen, der einen leistungsstarken Motorzustand anzeigt.

8. Steuersystem nach Anspruch 6, wobei einer oder mehrere Töne des Satzes von Zusatztönen nach dem Aktivierungswechsel auf der Basis der Motordrehzahl entfernt wird/werden.

9. Steuersystem nach Anspruch 6, wobei eine dominante Ordnung größte Amplitudenänderungen bei dem Aktivierungswechsel aufweist.

10. Steuersystem nach Anspruch 6, wobei das ESE-Modul einen oder mehrere Töne des Satzes von Zusatztönen auf der Basis des von dem Fahrzeug gewählten Modus steigert.

Description:
GEBIET DER ERFINDUNG

Exemplarische Ausführungsformen der Erfindung betreffen ein Steuersystem für ein Fahrzeug und im Spezielleren ein Steuersystem, welches eine Motorklangverbesserung für einen Motor vorsieht, der zwischen einem aktivierten Modus und einem deaktivierten Modus des Motors wechselt, während ein von dem Fahrzeug gewählter Modus verwendet wird.

HINTERGRUND

Einige Arten von Motorsteuersystemen können einen Teil der Zylinder eines Motors unter spezifischen Niedriglast-Betriebsbedingungen deaktivieren. Es kann beispielsweise ein Achtzylindermotor unter bestimmten Arten von Niedriglastbetriebsbedingungen unter Verwendung von vier Zylindern betrieben werden, um die Kraftstoffökonomie zu verbessern. Der Betrieb unter Verwendung aller Motorzylinder wird als ein aktivierter Modus bezeichnet, und ein deaktivierter Modus bezieht sich auf einen Betrieb unter Verwendung von weniger als allen Motorzylindern.

Ein von einem Fahrzeug gewählter Modus bezieht sich auf einen wählbaren Fahrmodus eines Fahrzeuges. Wenn er gewählt ist, wird der von dem Fahrzeug gewählte Modus den Betrieb verschiedener Systeme des Fahrzeuges wie z. B., aber nicht beschränkt auf, eines Fahrzeuglenksystems, einer Fahrzeugfederung und eines Fahrzeug-Audiosystems modifizieren. Einige Beispiele für von einem Fahrzeug gewählte Modi umfassen, sind aber nicht beschränkt auf, Renn-, Luxus-, Normal-, Langsam-, Stadt-, Sport- und Sparmodus. Beispielsweise werden im Sportmodus (oder jedem anderen Modus, der ein leistungsstarkes Fahren verbessert) verschiedene Betriebsparameter des Fahrzeuges modifiziert, um die Beschleunigung wie auch das gesamte Fahrerlebnis zu verbessern (das Fahrzeug-Audiosystem kann z. B. einen aggressiven oder leistungsstarken Antriebsklang an die Fahrzeuginsassen bereitstellen). Der verbesserte Geräuschpegel, der von dem Fahrzeug-Audiosystem auf der Basis des gewählten Fahrmodus bereitgestellt wird, kann als ein Klangqualitätsmodus bezeichnet werden.

Wenngleich das Deaktivieren eines Teils der Zylinder des Motors die Kraftstoffökonomie verbessern kann, wird die Klangqualität in allen von dem Fahrzeug gewählten Modi beeinflusst. Beispielsweise kann der von dem Fahrzeug-Audiosystem im Sportmodus bereitgestellte leistungsstarke Antriebsklang diskontinuierlich oder in scharfem Gegensatz zu dem Motorklang sein, der von dem Motor in dem deaktivierten Modus erzeugt wird, was für die Insassen des Fahrzeuges wahrnehmbar ist. Außerdem kann, wenn der Motor von dem aktivierten Modus in den deaktivierten Modus wechselt, dies einen Wechselklang erzeugen, der für die Insassen des Fahrzeuges wahrnehmbar ist. Es ist demzufolge wünschenswert, eine Klangverbesserung vorzusehen, welche die wechselnden Klänge von dem Motor maskiert oder mischt.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

In einer exemplarischen Ausführungsform der Erfindung ist ein Steuersystem für ein Fahrzeug vorgesehen, welches einen Motor aufweist, der zwischen einem aktivierten Modus und einem deaktivierten Modus wechselt. Das Steuersystem umfasst einen Fahrzeugbus, der ein Signal überträgt, welches einen von dem Fahrzeug gewählten Modus, und ob der Motor in einem von dem aktivierten Modus und dem deaktivierten Modus arbeitet, anzeigt. Das Steuersystem umfasst auch ein Motorklangverbesserungs-Modul („ESE”-Modul, vom engl. engine sound enhancement), welches ausgestaltet ist, um das Signal zu empfangen. Das ESE-Modul ist ausgestaltet, um zumindest einen ESE-Ton und einen Satz von Zusatztönen zu wählen, wenn der Motor in dem deaktivierten Modus arbeitet. Das ESE-Modul wählt eine spezifische Art von Zusatztönen auf der Basis des von dem Fahrzeug gewählten Modus.

In einer anderen exemplarischen Ausführungsform der Erfindung ist ein Steuersystem für ein Fahrzeug vorgesehen, welches einen Motor aufweist, der in einem von einem aktivierten Modus und einem deaktivierten Modus arbeitet. Das Steuersystem umfasst einen Fahrzeugbus, der ein Signal eines von dem Fahrzeug gewählten Modus und ein Signal überträgt, welches eine Vielzahl von Betriebsbedingungen anzeigt. Ein Wechselbestimmungsmodul ist ausgestaltet, um das Signal zu empfangen und ein Wechselsignal auf der Basis der Vielzahl von Betriebsbedingungen zu bestimmen. Das Wechselsignal zeigt an, dass der Motor dabei ist, einen Wechsel zwischen dem aktivierten Modus und dem deaktivierten Modus zu erfahren. Ein Motorklangverbesserungs-Modul („ESE”-Modul) ist ausgestaltet, um das Wechselsignal und das Signal des von dem Fahrzeug gewählten Modus zu empfangen. Das ESE-Modul ist ferner ausgestaltet, um zumindest einen ESE-Ton und einen Satz von Zusatztönen zu wählen, wenn das Wechselsignal empfangen wird. Das ESE-Modul wählt eine spezifische Art von Zusatztönen auf der Basis des von dem Fahrzeug gewählten Modus.

Die oben stehenden Merkmale und Vorteile und weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung der Erfindung in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen ohne weiteres verständlich.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden rein beispielhaft aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung von Ausführungsformen ersichtlich, wobei sich die detaillierte Beschreibung auf die Zeichnungen bezieht, in denen:

1 ein schematisches Diagramm eines exemplarischen Steuersystems in einem Fahrzeug ist;

2 ein Datenflussdiagramm eines in 1 gezeigten Steuermoduls ist;

3 eine Illustration eines exemplarischen Graphen ist, welcher eine von dem Steuermodul in 2 bereitgestellte Motorklangverbesserung illustriert;

4 ein Datenflussdiagramm einer alternativen Ausführungsform des in 1 gezeigten Steuermoduls ist; und

5 eine Illustration eines exemplarischen Graphen ist, welcher eine von dem Steuermodul in 4 bereitgestellte Motorklangverbesserung illustriert.

BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSFORMEN

Die nachfolgende Beschreibung ist rein beispielhaft und soll die vorliegende Offenbarung, ihre Anwendung oder Verwendungen nicht einschränken. Es sollte einzusehen sein, dass in den Zeichnungen entsprechende Bezugsziffern durchweg gleiche oder entsprechende Teile und Merkmale bezeichnen.

Gemäß einer exemplarischen Ausführungsform der Erfindung zeigt 1 ein Steuersystem 10 zum Bereitstellen einer Motorklangverbesserung für ein Fahrzeug 18. Das Steuersystem 10 umfasst einen Fahrzeugbus 22, ein Steuermodul 24, einen Verstärker 26, einen Umwandler 28 und einen Motor 30. Das Steuersystem 10 ist ausgestaltet, um spezifische Töne oder Klänge, die von dem Motor 30 abgegeben werden, auf der Basis verschiedener Betriebsparameter des Fahrzeuges 18 zu verbessern. Der Fahrzeugbus 22 steht in Verbindung mit dem Steuermodul 24, einem Modul 32 für einen von dem Fahrzeug gewählten Modus und einem Motorsteuermodul („ECM”, vom engl. engine control module) 34. Wenngleich 1 das Steuermodul 24, das Modul 32 für einen von dem Fahrzeug gewählten Modus und das ECM 34 als separate Steuermodule illustriert, sollte verständlich sein, dass die Module ebenso gut miteinander kombiniert werden können.

Der Motor 30 ist ein Mehrzylinder-Verbrennungsmotor, der eine beliebige Anzahl von Zylindern umfasst (der Motor 30 kann z. B. zwei, drei, vier, fünf, sechs, acht, zehn, zwölf oder sechzehn Zylinder umfassen). Der Motor 30 kann gesteuert werden, um einen Betrieb eines oder mehrerer Zylinder (nicht gezeigt) selektiv zu aktivieren und zu deaktivieren, um Änderungen des Leistungsbedarfes des Fahrzeuges 18 zu bewerkstelligen. Ein Wechsel von einem partiellen Zylinderbetrieb zu einem Zylinder-Vollbetrieb kann als ein Aktivierungswechsel bezeichnet werden. Der Motor 30 kann z. B. ein Achtzylindermotor sein, der auf der Basis eines erhöhten Leistungsbedarfes von einem Betrieb mit vier zündenden Zylindern zu einem Betrieb mit acht zündenden Zylindern wechselt. Der Wechsel von einem Zylinder-Vollbetrieb zu einem partiellen Zylinderbetrieb kann als ein Deaktivierungswechsel bezeichnet werden. Der Motor 30 kann z. B. gesteuert werden, um auf der Basis eines verringerten Leistungsbedarfes von einem Betrieb mit acht zündenden Zylindern zu einem Betrieb mit vier zündenden Zylindern zu wechseln. Ein Betrieb unter Verwendung aller Zylinder des Motors 30 wir als ein aktivierter Modus bezeichnet, und ein deaktivierter Modus bezieht sich auf einen Betrieb unter Verwendung von weniger als allen Zylindern.

Das Modul 32 für einen von dem Fahrzeug gewählten Modus ist ausgestaltet, um den Betrieb verschiedener Systeme des Fahrzeuges 18 auf der Basis eines von dem Fahrzeug gewählten Modus zu modifizieren. Der von dem Fahrzeug gewählte Modus ist eine maßgeschneiderte Einstellung des Fahrzeuges 18, die eine spezifische Art des Fahrens durch Modifizieren eines oder mehrerer Fahrzeugsysteme verbessert. Einige Beispiele des von dem Fahrzeug gewählten Modus umfassen, sind aber nicht beschränkt auf, Luxus-, Rennstrecken-, Normal-, Langsam, Stadt-, Sport- und Sparmodus. Einige Beispiele von Fahrzeugsystemen, die auf der Basis des von dem Fahrzeug gewählten Modus modifiziert werden können, umfassen, sind aber nicht beschränkt auf, ein Fahrzeuglenksystem (nicht gezeigt), eine Fahrzeugfederung (nicht gezeigt), ein Fahrzeug-Abgassystem (nicht gezeigt) und das Steuersystem 10 (welches den Verstärker 26 und den Umwandler 28 umfasst). Insbesondere kann das Steuersystem 10 spezifische Töne oder Klänge, die von dem Motor 30 abgegeben werden, auf der Basis des von dem Fahrzeug gewählten Modus verbessern, wie nachfolgend in näherem Detail erläutert ist. Beispielsweise kann das Steuersystem 10 im Luxus-Modus einen ruhigen, volltönenden Motorklang über den Umwandler 28 abgeben, der den Fahrzeuginsassen den Eindruck eines kultivierten Antriebes vermittelt. Hingegen kann das Steuersystem 10 im Sportmodus (oder jedem anderen Modus, der ein leistungsstarkes Fahrerlebnis bereitstellt) einen klanglichen oder rauen Motorklang über den Umwandler 28 abgeben, der den Fahrzeuginsassen den Eindruck eines relativ leistungsstarken Motors vermittelt.

Das Steuermodul 24 steht in funktioneller Verbindung mit dem Fahrzeugbus 22 und dem Verstärker 26. Der Verstärker 26 empfängt ein Steuersignal von dem Steuermodul 24. Der Verstärker 26 wandelt das Steuersignal in ein elektrisches Signal um, das verwendet wird, um den Umwandler 28 anzusteuern. Wenngleich 1 das Steuermodul 24 und den Verstärker 26 als separate Komponenten illustriert, ist verständlich, dass das Steuermodul 24 und der Verstärker 26 ebenso gut zu einer einzigen Einheit integriert werden können. In einem exemplarischen Ansatz ist der Umwandler 28 ein Lautsprecher, der ausgestaltet ist, um ein Audiosignal abzugeben, welches sich mit den Tönen kombiniert oder mischt, die von dem Motor 30, einem Abgassystem (nicht illustriert) und einem Lufteinlasssystem (nicht gezeigt) des Fahrzeuges 18 abgegeben werden. In einer Ausführungsform kann der Umwandler 28 Teil eines Infotainment-Systems des Fahrzeuges 18 sein. Während in 1 nur ein einziger Umwandler 28 gezeigt ist, wird verständlich sein, dass mehrere Umwandler 28 von dem Verstärker 26 angesteuert werden können, um eine Klangverbesserung vorzusehen, wie hierin beschrieben.

Nunmehr Bezug nehmend auf 2 illustriert ein Datenflussdiagramm eine exemplarische Ausführungsform des Steuermoduls 24 von 1, das verwendet wird, um wechselnde Klänge zu mischen, welche von dem Motor 30 während entweder des Aktivierungswechsels oder des Deaktivierungswechsels erzeugt werden. Das Steuermodul 24 wird typischerweise in Fahrzeuganwendungen verwendet, bei denen ein relativ niedriger Geräuschpegel von dem Motor 30 abgegeben wird. Das Steuermodul 24 kann insbesondere in Luxusfahrzeuganwendungen verwendet werden, wo von den Fahrzeuginsassen in der Regel kultiviertere Motorklänge erwartet werden. In verschiedenen Ausführungsformen kann das Steuermodul 24 ein oder mehrere Submodule und Datenspeicher umfassen. Wie hierin verwendet, beziehen sich die Begriffe Modul und Submodul auf eine Verarbeitungsschaltung, die einen anwendungsspezifischen integrierten Schaltkreis (ASIC), einen elektronischen Schaltkreis, einen Prozessor (mehrfach genutzt, dediziert oder Gruppe) und Speicher, der ein oder mehrere Software- oder Firmwareprogramme ausführt, oder eine kombinatorische Logikschaltung umfassen kann. Wie einzusehen ist, können die in 2 gezeigten Submodule kombiniert und/oder weiter untergliedert sein.

In der exemplarischen Ausführungsform, wie in 2 gezeigt, umfasst das Steuermodul 24 ein Wechselbestimmungsmodul 36 und ein Motorklangverbesserungs-Modul („ESE”-Modul) 38. Das Wechselbestimmungsmodul 36 empfängt als Eingang eine Vielzahl von Betriebsbedingungen von dem Fahrzeugbus 22, die anzeigen, ob der Motor 30 dabei ist, einen Wechsel zu erfahren. In einer Ausführungsform kann die Vielzahl von Betriebsbedingungen ein Motordrehmomentsignal 40, ein Motordrehzahlsignal 42 und ein Motoraktivierungs/deaktivierungssignal 44 umfassen. Das Motoraktivierungs/deaktivierungssignal 44 zeigt an, ob der Motor 30 (1) in dem aktivierten Modus oder dem deaktivierten Modus arbeitet. Dann kann das Wechselbestimmungsmodul 36 ein Wechselsignal 50 auf der Basis der Eingänge bestimmen. Das Wechselsignal 50 zeigt an, ob der Motor 30 (1) dabei ist, von entweder einem partiellen Zylinderbetrieb zu einem Zylinder-Vollbetrieb oder von einem Zylinder-Vollbetrieb zu einem partiellen Zylinderbetrieb zu wechseln. Anders ausgedrückt bestimmt das Wechselsignal 50, ob der Aktivierungswechsel oder der Deaktivierungswechsel bevorsteht (z. B. dabei ist, in wenigen Sekunden stattzufinden).

Das ESE-Modul 38 empfängt als Eingang das Wechselsignal 50 von dem Wechselbestimmungsmodul 36 und ein Modussignal 52 von dem Fahrzeugbus 22. Das Modussignal 52 zeigt den von dem Fahrzeug gewählten Modus (z. B. Renn-, Normal-, Langsam-, Stadt-, Sport- oder Sparmodus) an. Das ESE-Modul 38 empfängt als Eingang auch eine Vielzahl von Motorordnungsparametern von einer Datenbank 60. Die Motorordnungsparameter entsprechen jeweils einer Rotationsfrequenz einer Kurbelwelle (nicht gezeigt) des Motors 30 (in 1 gezeigt). Die Motorordnungsparameter können für einen spezifischen Antrieb wie auch die Art von Fahrzeug (z. B. ein sportliches Auto, eine mittelgroße Limousine, ein Luxusfahrzeug etc.) eindeutig sein. Insbesondere können in einer exemplarischen Ausführungsform die Motorordnungsparameter von Faktoren wie z. B., aber nicht beschränkt auf, der Anzahl von Zylindern des Motors 30, dem Motorhubraum, der Motoratmung (z. B. normal angesaugt vs. Aufladung), der Motorkalibrierung, dem von dem Fahrzeug gewählten Modus, der Nockensteuerung oder einem Abgassystem (nicht gezeigt) des Fahrzeuges 18 abhängen. Jede Motorordnung produziert einen Ton einer spezifischen Frequenz.

Das ESE-Modul 38 umfasst eine Logik zum Bestimmen spezifischer ESE-Töne, die verwendet werden, um wechselnde Klänge zu mischen, welche von dem Motor 30 entweder während des Aktivierungswechsels oder des Deaktivierungswechsels erzeugt werden. Im Speziellen bestimmt das ESE-Modul 38 die Art, die Frequenz, den zeitlichen Ablauf und die Dauer von ESE-Tönen, die erforderlich sind, um von dem Motor 30 erzeugte wechselnde Klänge zu mischen. Das ESE-Modul 38 kann in funktioneller Verbindung mit einer Datenbank 62 stehen, welche eine Vielzahl von vorprogrammierten Tönen enthält. Das ESE-Modul 38 wählt spezifische vorprogrammierte Töne auf der Basis der spezifischen ESE-Töne, die notwendig sind, um von dem Motor 30 während entweder des Aktivierungswechsels oder des Deaktivierungswechsels erzeugte wechselnde Klänge zu mischen. In einer alternativen Ausführungsform umfasst das ESE-Modul 38 eine Steuerlogik zum Berechnen der Töne, die notwendig sind, um wechselnde Klänge zu mischen.

Die vorprogrammierten Töne werden zu dem Verstärker 26 gesendet. Der Verstärker 26 wandelt die vorprogrammierten Töne in ein elektrisches Signal um, das verwendet wird, um den Umwandler 28 anzusteuern. In einem Ansatz ist der Umwandler 28 ein Lautsprecher, der ein Audiosignal abgibt, welches sich mit dem von dem Motor 30 abgegebenen Klang kombiniert 1). Insbesondere wird das von dem Lautsprecher abgegebene Audiosignal mit dem von dem Motor 30 abgegebenen Klang gemischt und erzeugt Klänge, die von dem Motor 30 (z. B. während entweder des Aktivierungswechsels oder des Deaktivierungswechsels) erzeugte wechselnde Klänge überbrücken.

3 ist ein exemplarischer Klang-Graph, der einen Betrieb des Fahrzeugs 18 illustriert, wobei der Motor 30 (1) von einem deaktivierten Modus 70 zu einem aktivierten Modus 72 wechselt. Die x-Achse stellt die Zeit (in Sekunden) dar und die y-Achse stellt eine Ordnung des Motors 30 dar. Der Aktivierungswechsel (bei dem der Motor 30 zwischen dem deaktivierten Modus 70 und dem aktivierten Modus 72 wechselt) ist durch die Bezugsziffer 74 bezeichnet. Der Motor 30 (1) gibt einen Satz dominanter Ordnungen 76a und 76b ab. Die dominanten Ordnungen stellen eine oder mehrerer Motorordnungen dar, die während eines Betriebes ausgeprägt sind. Der Ausdruck „dominante Ordnung” kann auch als „dominante Zündordnung” bezeichnet werden, die auf der Basis einer dominanten Zündfolge des Motors 30 variieren kann (z. B. ist ein Klang zweiter Ordnung dominant für vier Zylinder; ein Klang dritter Ordnung ist dominant für sechs Zylinder; ein Klang vierter Ordnung ist dominant für acht Zylinder etc.). Die von dem Motor 30 abgegebene dominante Ordnung (oder Ordnungen) ändert sich, wenn der Motor 30 von dem deaktivierten Modus 70 zu dem aktivierten Modus 72 wechselt. Beispielsweise ist in der Ausführungsform, wie in 3 gezeigt, in dem deaktivierten Modus 70 die dominante Ordnung 76a ein Wert zweiter Ordnung. Nachdem der Aktivierungswechsel 74 stattgefunden hat und der Motor 30 in dem aktivierten Modus 72 arbeitet, ändert sich der Wert der dominanten Ordnung 76a zu der dominanten Ordnung 76b. Die dominante Ordnung 76b ist in diesem Beispiel ein Wert vierter Ordnung.

Bezug nehmend auf sowohl 2 als auch 3 wählt das ESE-Modul 38, unmittelbar bevor der Aktivierungswechsel 74 stattfindet (der durch das Aktivierungssignal 50 in 2 bestimmt wird) einen ESE-Ton 80 (in Strichlinie gezeigt), der von dem Umwandler 28 abgegeben wird. Insbesondere ist, sobald das ESE-Modul 38 das Aktivierungssignal 50 empfängt, dies ein Hinweis darauf, dass der Aktivierungswechsel 74 bevorsteht oder dabei ist, stattzufinden. Dann kann das ESE-Modul 38 den ESE-Ton 80 aus der Datenbank 62 (2) wählen. Der ESE-Ton 80 emuliert oder ahmt die dominante Ordnung 76b (z. B. die dominante Ordnung des Motors 30 in dem aktivierten Modus 72) nach. Der ESE-Ton 80 wird allmählich eingeführt und mischt sich mit der dominanten Ordnung 76a (z. B. der natürlichen dominanten Ordnung, die von dem Motor 30 während des deaktivierten Modus 70 erzeugt wird). Außer dass der ESE-Ton 80 mit der dominanten Ordnung 76a gemischt wird, wählt das ESE-Modul 38 auch einen ESE-Ton 82 (ebenfalls in Strichlinie gezeigt), unmittelbar nachdem der Aktivierungswechsel 74 stattgefunden hat. Der ESE-Ton 82 emuliert die dominante Ordnung 76a (z. B. die dominante Ordnung des Motors 30 in dem deaktivierten Modus). Der ESE-Ton 82 wird durch das ESE-Modul 38 allmählich herausgenommen, nachdem der Motor 30 (1) den Aktivierungswechsel 74 erfahren hat.

Zusätzlich zu den ESE-Tönen 80 und 82 kann das ESE-Modul 38 vor dem Aktivierungswechsel 74 auch einen Satz von Zusatztönen einführen. Der Satz von Zusatztönen hebt natürliche Motorklänge hervor, die von dem Motor 30 im deaktivierten Modus 70 produziert werden. Der Satz von Zusatztönen kann von dem ESE-Modul 38 vor dem Aktivierungswechsel 74 allmählich eingeführt oder eingebracht werden und wird allmählich herausgenommen, nachdem der Aktivierungswechsel 74 stattgefunden hat. In der exemplarischen Ausführungsform, wie in 3 gezeigt, kann der Satz von Zusatztönen Töne halber Ordnung (z. B. einer halben Ordnung 90a, einer eineinhalbfachen Ordnung 90b, einer zweieinhalbfachen Ordnung 90c und/oder einer dreieinhalbfachen Ordnung 90d, die alle in Strichlinie gezeigt sind), wie auch Töne ungeradzahliger Ordnung (z. B. einen Ton dritter Ordnung 92a, einen Ton fünfter Ordnung 92b und/oder einen Ton siebter Ordnung 92c, die alle in Strichlinie gezeigt sind) umfassen. Außer den Tönen halber Ordnung und den Tönen ungeradzahliger Ordnung kann der Satz von Zusatztönen auch Töne geradzahliger Ordnung (z. B. einen Ton sechster Ordnung 94a und/oder einen Ton achter Ordnung 94b, die alle in Strichlinie gezeigt sind) umfassen. Der Satz von Zusatztönen kann mit den ESE-Tönen 80 und 82 gemischt werden, um einen realistischeren Motorklang zu erzeugen.

Die Töne halber Ordnung 90a90d treten sowohl mit den Tönen ungeradzahliger Ordnung 92a92c als auch den Tönen geradzahliger Ordnung 94a94b in Wechselwirkung, um schlagende Klänge zu produzieren. Insbesondere wird die Wechselwirkung zwischen den Tönen halber Ordnung 90a90d mit sowohl den Tönen ungeradzahliger Ordnung 92a92c als auch den Tönen geradzahliger Ordnung 94a94b von Fahrzeuginsassen in der Regel als ein rauer oder brummender Klang wahrgenommen. Der brummende Klang ist allgemein als ein Klang definiert, den der Motor 30 (1) produziert, während er gesteuert oder aufgefordert wird, Leistung relativ schnell zu liefern (z. B. ein leistungsstarker Motorzustand).

Um den Aktivierungswechsel 74 herum werden, um ein leiser und nahtloser klingendes Fahrzeugerlebnis zu erreichen, spezielle Töne mit entsprechenden Amplituden gewählt, um einen natürlich gemischten, volltönenden Gesamtklang zu produzieren, während die durch den Umwandler 28 von 2 hinzugefügte Klangmenge minimiert wird. Außerdem werden die leistungsstarken Klänge (typischerweise bei höheren Drehzahlbereichen) dem Fahrzeugklang nach dem Aktivierungswechsel 74 hinzugefügt. Einer oder mehrere Töne 96 des Satzes von Zusatztönen können in dem aktivierten Modus 72 nach dem Aktivierungswechsel 74 auf der Basis des Motordrehzahlsignals 42 von 2 entfernt und hinzugefügt werden. In dem Beispiel von 3 zerstreuen sich Töne, die durch den Aktivierungswechsel 74 eingeschlossen sind, und werden von dem Audio-Ausgang des Umwandlers 28 von 2 nach einer relativ kurzen Zeitspanne entfernt. Wenn das Motordrehzahlsignal 42 von 2 einen kontinuierlichen Drehzahlanstieg anzeigt, können leistungsstarke Klänge zu einem späteren Zeitpunkt in dem aktivierten Modus 72 hinzugefügt werden, da der eine oder die mehreren Töne 96 das Klangprofil bei höheren Motordrehzahlen weiter verbessert bzw. verbessern. Dies kann selbst der Fall sein, wenn in einem Luxus-Modus gearbeitet wird.

Das ESE-Modul 38 wählt die spezifischen Arten von Zusatztönen (z. B. die Töne halber Ordnung 90a90d, ungeradzahliger Ordnung 92a92c und geradzahliger Ordnung 94a94b), die auf dem von dem Fahrzeug gewählten Modus basieren können. Wenn der von dem Fahrzeug gewählte Modus z. B. anzeigt, dass ein Fahrer ein leistungsstarkes Fahrerlebnis erwartet (z. B. der Sport-Modus gewählt ist), kann das ESE-Modul 38 einen Satz von Zusatztönen wählen, die den brummenden Motorklang produzieren. Insbesondere kann das ESE-Modul 38 einen oder mehrere Töne halber Ordnung (z. B. einen oder mehrere der Töne halber Ordnung 90a90d) einsetzen, welcher bzw. welche mit einem oder mehreren der Töne ganzzahliger Ordnung (die Tönen ganzzahliger Ordnung sind die Töne ungeradzahliger Ordnung 92a92c oder die Töne geradzahliger Ordnung 94a94b) in Wechselwirkung tritt bzw. treten, um den rauen Motorklang zu produzieren. Gleichermaßen kann dann, wenn der von dem Fahrzeug gewählte Modus anzeigt, dass ein gleichmäßiger, volltönender Motorklang erwünscht ist (z. B. der Luxus-Modus gewählt ist), die von dem ESE-Modul 38 gewählte Anzahl der Töne halber Ordnung reduziert werden.

Das ESE-Modul 38 kann den Satz von Zusatztönen ebenso gut auch auf der Basis der Art des Wechsels wählen. Der Motor 30 neigt dazu, verglichen mit dem aktivierten Modus 72 einen raueren Motorklang zu produzieren, wenn er in dem deaktivierten Modus 70 arbeitet. Wenn der Motor 30 daher den Aktivierungswechsel (z. B. von dem deaktivierten Modus 70 zu dem aktivierten Modus 72) erfährt, kann das ESE-Modul 38 im Vergleich dazu, wenn der Motor 30 den Deaktivierungswechsel (z. B. von dem aktivierten Modus 72 zu dem deaktivierten Modus 70) erfährt, mehrere Töne halber Ordnung einbringen.

Das ESE-Modul 38 kann auch einen oder mehrere der Zusatztöne oder der dominanten Ordnung auf der Basis des von dem Fahrzeug gewählten Modus steigern oder verstärken. Wenn der von dem Fahrzeug gewählte Modus z. B. anzeigt, dass ein leistungsstarkes Fahrerlebnis erwartet wird (z. B. der Sport-Modus gewählt ist), kann das ESE-Modul 38 spezifische Zusatztöne verstärken, die einen knurrenden oder niederfrequenten Klang produzieren. Der knurrende Klang wird durch einen Satz von niederfrequenten Tönen erzeugt, der allgemein zwischen dem Ton eineinhalbfacher Ordnung 90b und dem Ton fünfter Ordnung 92b liegt. Beispielsweise kann das ESE-Modul 38 in der in 3 gezeigten Ausführungsform einen Teil der halben Ordnungen (z. B. die halbe Ordnung 90a, die eineinhalbfache Ordnung 90b, die zweieinhalbfache Ordnung und die dreieinhalbfache Ordnung 90d) und einen Teil der Töne ungeradzahliger Ordnung (z. B. den Ton dritter Ordnung 92a und den Ton fünfter Ordnung 92b) verstärken, um den knurrenden Klang während des deaktivierten Modus 70 zu produzieren

Ein summender oder trillernder Ton kann in Kombination mit natürlichen Antriebsordnungen über die Erhöhung der Ordnungen durch den Umwandler 28 erzeugt werden, um dem knurrenden Klang gerecht zu werden. Der trillernde Ton oder Klang ist allgemein als ein zitternder oder unruhiger Klang definiert. Trillernde Töne können durch Verstärken einer oder mehrerer Motorordnungen, welche über der dominanten Ordnung 76b liegt bzw. liegen, produziert werden. Beispielsweise kann der trillernde Klang in der Ausführungsform, wie in 3 gezeigt, durch Verstärken einer der ungeradzahligen Ordnungen (z. B. des Tones siebter Ordnung 92c) und einer der geradzahligen Ordnungen (z. B. der achten Ordnung 94b) produziert werden. In einem anderen Beispiel können trillernde Töne zwischen zehn und zwanzig Ordnungen über der dominanten Ordnung 76b liegen.

Wenn der von dem Fahrzeug gewählte Modus anzeigt, dass ein gleichmäßiger, volltönender Motorklang erwünscht ist (z. B. der Luxus-Modus gewählt ist), kann das ESE-Modul 38 die während des aktivierten Modus 72 erzeugte dominante Ordnung (z. B. die dominante Ordnung 76b) verstärken oder steigern. Beispielsweise würde in der Ausführungsform, wie in 3 gezeigt, die dominante Ordnung 76b verstärkt werden, bevor der Motor 30 (1) den Aktivierungswechsel 74 erfährt. Zusätzlich zum Verstärken der während des aktivierten Modus 72 erzeugten dominanten Ordnung kann das ESE-Modul 38 auch einen spezifischen Teilsatz von Motorordnungen verstärken und auch ein Aktivierungswechsel-Ausblenden anwenden. Dieser Teilsatz von Ordnungen kann abhängig von dem/der gewünschten Charakter oder Rauigkeit des erwünschten verbesserten Klanges eine Kombination von halben oder ganzen Ordnungen sein.

4 ist eine alternative Ausführungsform eines Steuermoduls 124. Das Steuermodul 124 wird verwendet, um wechselnde Klänge zu maskieren oder zu verdecken, die von dem Motor 30 (1) während entweder des Aktivierungswechsels oder des Deaktivierungswechsels erzeugt werden. Das Steuermodul 124 wird typischerweise in Fahrzeuganwendungen verwendet, wo ein von dem Motor 30 abgegebener relativ hoher Geräuschpegel zugelassen wird oder sogar erwünscht ist, da dies auf einen leistungsstarken Motor hinweist. Das Maskieren oder Verdecken der von dem Motor 30 erzeugten wechselnden Klänge produziert einen höheren Geräuschpegel verglichen mit dem Mischen der wechselnden Klänge. Somit wird das Steuermodul 124 typischerweise in einer Sportwagenanwendung verwendet, wo ein lauterer, leistungsstärkerer Motorklang erwartet wird. Hingegen wird das Steuermodul 24, wie in 2 beschrieben, welches allgemein wechselnde Klänge mischt, typischerweise in Luxusfahrzeuganwendungen eingesetzt. Dies deshalb, da Luxusfahrzeuganwendungen allgemein leisere, kultiviertere Motorklänge erfordern.

In der exemplarischen Ausführungsform, wie in 4 gezeigt, umfasst das Steuermodul 124 ein ESE-Modul 138. Das ESE-Modul 138 empfängt als Eingang ein Motordrehmomentsignal 140, ein Motordrehzahlsignal 142, ein Motoraktivierungs/deaktivierungssignal 144 und ein Modussignal 152 von dem Fahrzeugbus 22. Das ESE-Modul 138 empfängt als Eingang auch eine Vielzahl von Motorordnungsparametern von einer Datenbank 160.

In der Ausführungsform, wie in 4 gezeigt, umfasst das ESE-Modul 138 eine Logik zum Bestimmen spezifischer ESE-Töne, die verwendet werden, um wechselnde Klänge zu maskieren oder zu verdecken, welche von dem Motor 30 während des Aktivierungswechsels oder des Deaktivierungswechsels erzeugt werden (beispielsweise gibt ein Umwandler oder Lautsprecher 128 Audiosignale ab, welche den von dem Motor 30 wechselnden Klang nach Verstärkung durch einen Verstärker 126 verdecken oder maskieren). Im Speziellen bestimmt das ESE-Modul 138 die Art, die Frequenz, den zeitlichen Ablauf und die Dauer von ESE-Tönen, die erforderlich sind, um von dem Motor 30 erzeugte wechselnde Klänge zu maskieren. Das ESE-Modul 138 kann in funktioneller Verbindung mit einer Datenbank 162 stehen, welche eine Vielzahl von vorprogrammierten Tönen enthält. Das ESE-Modul 138 wählt spezifische vorprogrammierte Töne auf der Basis der spezifischen ESE-Töne, die notwendig sind, um von dem Motor 30 während entweder des Aktivierungswechsels oder des Deaktivierungswechsels erzeugte wechselnde Klänge zu maskieren. In einer alternativen Ausführungsform umfasst das ESE-Modul 138 eine Steuerlogik zum Berechnen der Töne, die notwendig sind, um wechselnde Klänge zu maskieren.

5 ist ein exemplarischer Klang-Graph, der einen Betrieb des Fahrzeugs 18 illustriert, wobei das Steuermodul 124 von 4 Töne bestimmt, um von dem Motor 30 (1) erzeugte wechselnde Klänge zu maskieren oder zu verdecken. In der Ausführungsform, wie gezeigt, wechselt der Motor 30 von einem deaktivierten Modus 170 zu einem aktivierten Modus 172. Die x-Achse stellt die Zeit (in Sekunden) dar und die y-Achse stellt eine Ordnung des Motors 30 dar. Der Aktivierungswechsel (bei dem der Motor 30 von dem deaktivierten Modus 170 zu dem aktivierten Modus 172 wechselt) ist durch die Bezugsziffer 174 bezeichnet. Der Motor 30 (1) gibt einen Satz dominanter Ordnungen 176a und 176b ab. In dem deaktivierten Modus 170 ist die dominante Ordnung 176a ein Wert zweiter Ordnung. Nachdem der Aktivierungswechsel 174 stattgefunden hat und der Motor 30 in dem aktivierten Modus 172 arbeitet, erhöht sich der Wert der dominanten Ordnung 176a zu der dominanten Ordnung 176b, die in dem Beispiel von 5 ein Wert vierter Ordnung ist.

Bezug nehmend auf sowohl 4 als auch 5 wählt das ESE-Modul 138 einen ESE-Ton 180 (in Strichlinie gezeigt), der den von dem Motor 30 während des Aktivierungswechsels 174 erzeugten Klang allgemein maskiert oder verdeckt. Der ESE-Ton 180 wird von dem Umwandler 128 abgegeben, wenn der Motor in dem deaktivierten Modus 170 arbeitet. Der ESE-Ton 180 kann aus der Datenbank 162 (4) gewählt werden, welche die Vielzahl von vorprogrammierten Tönen enthält. Der ESE-Ton 180 emuliert oder ahmt die dominante Ordnung 176b (z. B. die dominante Ordnung des Motors 30 in dem aktivierten Modus) nach. Somit wird die dominante Ordnung 176b von den Insassen des Fahrzeuges 18 (1) immer gehört, selbst wenn der Motor 30 in dem deaktivierten Modus 170 arbeitet. Deshalb bemerken die Insassen des Fahrzeuges 18, wenn der Aktivierungswechsel 174 stattfindet, im Allgemeinen nicht, dass der Motor 30 von dem deaktivierten Modus 170 zu dem aktivierten Modus 172 gewechselt hat. Anders ausgedrückt maskiert oder verdeckt das ESE-Modul 138 den wechselnden Klang, indem es den Fahrzeuginsassen den Eindruck vermittelt, dass der Motor 30 konstant in dem aktivierten Modus 172 arbeitet. Sobald der Motor 30 den Aktivierungswechsel 174 erfahren hat, wird der ESE-Ton 180 durch das ESE-Modul 138 herausgenommen.

Zusätzlich zu dem ESE-Tonen 180 kann das ESE-Modul 138 auch einen Satz von Zusatztönen wählen, die von dem Umwandler 128 abgegeben werden, wenn der Motor 30 in dem deaktivierten Modus 170 arbeitet. Der Satz von Zusatztönen kann mit dem ESE-Ton 180 gemischt werden, um einen realistischeren Motorklang zu erzeugen. Ähnlich der Ausführungsform, wie in 3 gezeigt, kann der Satz von Zusatztönen Töne halber Ordnung (z. B. einer halben Ordnung 190a, einer eineinhalbfachen Ordnung 190b, einer zweieinhalbfachen Ordnung 190c und/oder einer dreieinhalbfachen Ordnung 190d, die alle in Strichlinie gezeigt sind), Töne ungeradzahliger Ordnung (z. B. einen Ton dritter Ordnung 192a, einen Ton fünfter Ordnung 192b und/oder einen Ton siebter Ordnung 192c, die alle in Strichlinie gezeigt sind) und Töne geradzahliger Ordnung (z. B. den Ton sechster Ordnung 194a und/oder den Ton achter Ordnung 194b, die alle in Strichlinie gezeigt sind) umfassen.

Das ESE-Modul 138 wählt den Satz von Zusatztönen (z. B. die halben Ordnungen 190a190d, die ungeradzahligen Ordnungen 192a192c und die Töne geradzahliger Ordnung 194a194b), die auf dem Modussignal 152 (4) basieren können, welches den von dem Fahrzeug gewählten Modus anzeigt. Die Ordnungen, die gewählt werden, um spezielle Zusatztöne zu bilden, werden auf der Basis erwünschter Klänge für spezielle Bedingungen gewählt, und können mit dem von dem Fahrzeug gewählten Modus in Einklang stehen. Wenn der von dem Fahrzeug gewählte Modus z. B. anzeigt, dass ein Fahrer ein speziell leistungsstarkes Fahrerlebnis erwartet (z. B. der Rennstrecken-, der Sport- oder der Renn-Modus gewählt ist), kann das ESE-Modul 138 einen Satz von Zusatztönen wählen, die einen rauen oder brummenden Motorklang produzieren. Insbesondere kann das ESE-Modul 138 einen oder mehrere Töne halber Ordnung (z. B. einen oder mehrerer der Töne halber Ordnung 190a190d) einsetzen, um den rauen Motorklang zu produzieren. Gleichermaßen kann dann, wenn der von dem Fahrzeug gewählte Modus anzeigt, dass ein relativ gleichmäßiger Motorklang (z. B. Spar-, Tour-, Normal-, Wetter-Modus und dergleichen) erwünscht ist, die von dem ESE-Modul 138 gewählte Anzahl der Töne halber Ordnung reduziert werden.

Das ESE-Modul 138 kann den Satz von Zusatztönen ebenso gut auch auf der Basis der Art des Wechsels wählen. Der Motor 30 neigt dazu, verglichen mit dem aktivierten Modus 172 einen raueren Motorklang zu produzieren, wenn er in dem deaktivierten Modus 170 arbeitet. Wenn der Motor 30 daher den Aktivierungswechsel (z. B. von dem deaktivierten Modus 170 zu dem aktivierten Modus 172) erfährt, kann das ESE-Modul 138 im Vergleich dazu, wenn der Motor 30 den Deaktivierungswechsel (z. B. von dem aktivierten Modus 172 zu dem deaktivierten Modus 170) erfährt, mehrere Töne halber Ordnung einbringen.

Das ESE-Modul 138 kann auch einen oder mehrere der Zusatztöne oder der dominanten Ordnung auf der Basis des von dem Fahrzeug gewählten Modus steigern oder verstärken. Wenn der von dem Fahrzeug gewählte Modus z. B. anzeigt, dass ein speziell leistungsstarkes Fahrerlebnis erwünscht ist (z. B. der Rennstrecken-, der Sport- oder der Renn-Modus gewählt ist), kann das ESE-Modul 138 einen Satz von Zusatztönen wählen, die einen knurrenden Klang produzieren. In einer Ausführungsform können die knurrenden Klänge durch Wählen relativ niederfrequenter Ordnungen (die niederfrequenten Ordnungen liegen z. B. allgemein in einem Bereich von der eineinhalbfachen Ordnung 190b bis zu dem Ton fünfter Ordnung 192b). In einer Ausführungsform kann ein summender oder trillernder Ton oder Klang verwendet werden, um dem knurrenden Klang gerecht zu werden. Trillernde Töne können durch Verstärken von Motorordnungen, welche z. B. um zehn bis zwanzig Ordnungen über der dominanten Ordnung liegen, produziert werden. Als ein anderes Beispiel kann der trillernde Klang durch Verstärken einer der ungeradzahligen Ordnungen (z. B. des Tons siebter Ordnung 192c) und einer der geradzahligen Ordnungen (z. B. der achten Ordnung 194b) produziert werden.

Wenn ein leistungsstarkes Fahrerlebnis gewählt ist, setzt sich der für das leistungsstarke Fahrerlebnis gewählte Satz von Zusatztönen von dem deaktivierten Modus 170 über den Aktivierungswechsel 174 bis zu dem aktivierten Modus 172 fort. Ein oder mehrere Töne 196 des Satzes von Zusatztönen setzt/en sich in dem aktivierten Modus 172 fort, während ein oder mehrere Töne 198 nach dem Aktivierungswechsel 174 auf der Basis des Motordrehzahlsignals 142 von 4 entfernt werden kann bzw. können. In dem Beispiel von 5 ist bzw. sind der eine oder die mehreren Töne 198, welche ausblenden, niedrigeren Ordnungen zugeordnet, w. z. B. die halbe Ordnung 10a der zweieinhalbfachen Ordnung 190c, während der eine oder die mehreren Töne 196, welche bleiben, höheren Ordnungen wie z. B. der dritten Ordnung 192a bis zu der achten Ordnung 194b zugeordnet ist bzw. sind. Um einen leistungsstarken Klang vor und nach dem Aktivierungswechsel 174 aufrechtzuerhalten, wird die dominante Ordnung als die höchsten Amplitudenänderungen an dem Aktivierungswechsel 174 aufweisend hervorgehoben. Eine hervorgehobene Ordnung in 5 ist z. B. die dominante Ordnung 176a in dem deaktivierten Modus 170 und ist die dominante Ordnung 176b in dem aktivierten Modus 172, wobei in dem Beispiel von 5 die dominante Ordnung 176b das Doppelte der dominanten Ordnung 176a beträgt.

Wenn der von dem Fahrzeug gewählte Modus anzeigt, dass ein relativ gleichmäßiger Motorklang erwünscht ist (z. B. der Tour-Modus gewählt ist), kann das ESE-Modul 138 den ESE-Ton 180 (der die dominante Ordnung 176b in dem aktivierten Modus 172 nachahmt) verstärken oder steigern. Zusätzlich zum Verstärken der während des aktivierten Modus 172 erzeugten dominanten Ordnung kann das ESE-Modul 138 ebenso gut auch einen spezifischen Teilsatz von Motorordnungen verstärken. Der Teilsatz kann eine Kombination von Motorklang-Obertönen wie z. B. eine Kombination von 2., 4., 6. und 8. Ordnungen für eine Achtzylinder-Ausführungsform des Motors 30 oder eine Kombination von 1,5., 3., 4,5 und 6. Ordnungen für eine Sechszylinder-Ausführungsform des Motors sein. Wiederum überspannen die Ordnungen zum Produzieren einer relativ gleichmäßigen Motorklangspanne den Aktivierungswechsel 174 und können sich fortsetzen, wenn das Motordrehzahlsignal 142 von 4 höhere Drehzahlen anzeigt.

Allgemein Bezug nehmend auf die 15 sehen die Ausführungsformen, wie oben beschrieben, einen Ansatz vor, um entweder den von dem Motor 30 (z. B. dem Steuermodul 24, wie in den 23 beschrieben) erzeugten wechselnden Klang zu mischen, oder um den von dem Motor 30 (z. B. dem Steuermodul 124, wie in den 45 beschrieben) erzeugten wechselnden Klang zu maskieren. Zusätzlich zum Mischen des von dem Motor 30 erzeugten wechselnden Klanges kann das Steuermodul 24 einen Satz von Zusatztönen (z. B. die Töne halber Ordnung 90a90d, die ungeradzahliger Ordnung 92a92c und die geradzahliger Ordnung 94a94b) auf der Basis des von dem Fahrzeug gewählten Modus wählen. Gleichermaßen kann das Steuermodul 124 einen Satz von Zusatztönen auf der Basis des von dem Fahrzeug gewählten Modus wählen. Der Satz von Zusatztönen wird verwendet, um den von dem ESE-System erzeugten Klang auf der Basis des von dem Fahrzeug gewählten Modus zu verbessern. Insbesondere kann der Satz von Zusatztönen abhängig von dem spezifischen von dem Fahrzeug gewählten Modus maßgeschneidert werden.

Während die Erfindung mit Bezugnahme auf exemplarische Ausführungsformen beschrieben wurde, wird für Fachleute einzusehen sein, dass verschiedene Änderungen vorgenommen und Elemente davon durch Äquivalente ersetzt sein können, ohne von dem Schutzumfang der Erfindung abzuweichen. Überdies können zahlreiche Abwandlungen vorgenommen werden, um eine bestimmte Situation oder ein bestimmtes Material an die Lehren der Erfindung anzupassen, ohne von deren wesentlichem Schutzumfang abzuweichen. Die Erfindung soll daher nicht auf die speziellen offenbarten Ausführungsformen beschränkt sein, sondern die Erfindung wird alle Ausführungsformen einschließen, die in den Schutzumfang der Anmeldung fallen.