Title:
Bergmännische Kopflampe
Kind Code:
A1
Abstract:

Eine bergmännische Kopflampe umfasst ein Gehäuse, ein in oder an dem Gehäuse vorgesehenes Leuchtmittel und einen Akkumulator, wobei in das Gehäuse eine Kommunikationseinrichtung integriert ist.



Inventors:
Reuter, Martin (85221, Dachau, DE)
Koenig, Johannes (86152, Augsburg, DE)
Application Number:
DE102014108677A
Publication Date:
12/24/2015
Filing Date:
06/20/2014
Assignee:
Marco Systemanalyse und Entwicklung GmbH, 85221 (DE)
International Classes:
Foreign References:
200901802792009-07-16
201303149042013-11-28
CN1955538A2007-05-02
CN202215949U2012-05-09
Attorney, Agent or Firm:
Manitz, Finsterwald & Partner GbR, 80336, München, DE
Claims:
1. Bergmännische Kopflampe, umfassend
ein Gehäuse (14), ein in oder an dem Gehäuse (14) vorgesehenes Leuchtmittel (18) und einen Akkumulator (16),
dadurch gekennzeichnet, dass
in das Gehäuse (14) eine Kommunikationseinrichtung mit einem Lautsprecher (20) und einem Mikrofon (22) integriert ist.

2. Kopflampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (14) ein Anschluss für eine kabelgebundene Kommunikationseinheit vorgesehen ist.

3. Kopflampe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (14) eine Steuerelektronik vorgesehen ist, mit der zumindest die Kommunikationseinrichtung ansteuerbar ist.

4. Kopflampe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (14) ein Bewegungssensor vorgesehen ist, mit dem Funktionen der Kopflampe aktivierbar und deaktivierbar sind.

5. Kopflampe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (14) eine Steuerelektronik (34) vorgesehen ist, mit der eine Datenübertragung und eine Sprachübertragung von der Kopflampe zu einer Leitstelle steuerbar ist.

6. Kopflampe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in das Gehäuse eine RFID-Einrichtung (26) integriert ist, mit der eine Personenortung erfolgen kann.

7. Kopflampe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (14) ein Lichtdurchtrittsfenster (28) für Licht des Leuchtmittels (18) vorgesehen ist, das als Touch-Panel ausgebildet ist, um Funktionen der Kopflampe zu aktivieren.

8. Kopflampe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (14) ein als Steckeinschub ausgebildeter Gassensor (24) vorgesehen ist.

9. Kopflampe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese einen Notlichtschalter (36) aufweist, mit dem unter Abschaltung sonstiger Funktionen ein Notlichtbetrieb aktivierbar ist.

10. Kopflampe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberseite des Gehäuses (14) zumindest ein Schaltelement (30) vorgesehen ist, mit dem das Leuchtmittel und/oder die Kommunikationseinrichtung schaltbar sind.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft eine bergmännische Kopflampe mit einem Gehäuse, einem in oder an dem Gehäuse vorgesehenen Leuchtmittel und einem Akkumulator.

Derartige Kopflampen sind aus dem Stand der Technik bekannt und werden bereits teilweise als Stromversorgung für verschiedene zusätzliche Komponenten eingesetzt.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kopflampe zu schaffen, die universell einsetzbar ist.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruchs 1 und insbesondere dadurch, dass in das Gehäuse eine Kommunikationseinrichtung mit einem Lautsprecher und einem Mikrofon integriert ist. Auf diese Weise ist der Bergmann ohne eine störende Zusatzausrüstung wie beispielsweise ein Headset stets in der Lage, über die Kommunikationseinrichtung mit einer Leitstelle oder anderen Personen unter Tage oder über Tage zu sprechen. Im Falle eines Notfalls oder Unglücks kann der Bergmann somit wesentlich mehr Informationen weiterleiten, als dies mit einer einfachen Notsignaleinrichtung möglich wäre. Der in der Kopflampe ohnehin vorhandene Akkumulator kann dabei auf vorteilhafte Weise zur Stromversorgung der Kommunikationseinrichtung herangezogen werden.

Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in der Beschreibung, der Zeichnung sowie den Unteransprüchen beschrieben.

Nach einer ersten vorteilhaften Ausführungsform kann an dem Gehäuse ein Anschluss für eine kabelgebundene Kommunikationseinheit vorgesehen sein. Für Personen mit hohem Kommunikationsbedarf, beispielsweise für Walzenfahrer, kann man ein Headset an die Kopflampe anschließen, das dann bei Einstecken in den Anschluss die integrierte Kommunikationseinrichtung abschaltet.

Es kann vorteilhaft sein, in dem Gehäuse einen Bewegungssensor vorzusehen, mit dem Funktionen der Kopflampe aktivierbar und deaktivierbar sind. Auf diese Weise lässt sich eine Vielzahl elektrischer Funktionen der Kopflampe abschalten, wenn diese nicht getragen, d.h. nicht bewegt wird.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist in dem Gehäuse eine Steuerelektronik vorgesehen, mit der sowohl eine Datenübertragung wie auch eine Sprachübertragung von der Kopflampe zu einer Leitstelle steuerbar ist. Beispielsweise können Sprachsignale oder aber Daten einer Gassensorik oder auch Personenortungsdaten von der Kopflampe drahtlos an innerhalb eines Strebs vorgesehene Steuergeräte weitergeleitet werden, wobei die Weiterleitung durch die Steuerelektronik koordiniert wird.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann in das Gehäuse der Kopflampe eine RFID-Einrichtung integriert sein, mit der eine Personenortung erfolgen kann. Hierdurch lässt sich auf einfachste Weise feststellen, wo sich eine bestimmte Person unter Tage befindet und von welcher Person beispielsweise ein Notruf abgesetzt worden ist. Mit Hilfe der Personenortung kann jederzeit festgestellt werden, welcher Bergmann spricht und wo sich die jeweilige Person befindet.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann an dem Gehäuse ein Lichtdurchtrittsfenster für Licht des Leuchtmittels vorgesehen sein, das als Touch-Panel ausgebildet ist, um Funktionen der Kopflampe zu aktivieren. Beispielsweise kann mit Hilfe des Touch-Panels die Kommunikationseinrichtung ein- und ausgeschaltet werden, das Leuchtmittel kann aktiviert werden oder es kann ein Notruf abgesetzt werden. Hierbei kann es vorteilhaft sein, wenn das Absetzen des Notrufs dann aktiviert wird, wenn ein zentraler Bereich des Touch-Panels großflächig berührt wird.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann in dem Gehäuse ein Gassensor vorgesehen sein, der als Steckeinschub ausgebildet ist. Auf diese Weise lässt sich der Gassensor einfach und schnell austauschen, wenn dieser defekt ist oder neu kalibriert werden muss.

Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Kopflampe einen Notlichtschalter auf, mit dem unter Abschaltung sonstiger Funktionen ein Notlichtbetrieb aktivierbar ist. Hierdurch kann beispielsweise bei einer Störung der Steuerelektronik die Kopflampe in jedem Fall ihren Betrieb aufrechterhalten.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann an der Oberseite des Gehäuses zumindest ein Schaltelement vorgesehen sein, mit dem das Leuchtmittel und/oder die Kommunikationseinrichtung schaltbar ist bzw. sind. Eine solche Anordnung bietet den Vorteil, dass der Helm des Bergmanns, an dem sich Kopflampe befindet, bei Betätigung des Schaltelementes nicht oder nur geringfügig verrutscht.

Die erfindungsgemäße intelligente Kopflampe ermöglicht es, RFID, Gassensor, Datenübertragung und Sprachübertragung zu integrieren. Die Kopflampe kann mit integriertem Akkumulator, mit RFID, Gassensorik (vorwiegend CH4, aber auch CO), sowie Mikrofon und kleinem Lautsprecher sowie einer Sprechtaste ausgerüstet werden. Die Kommunikationsfähigkeit-Sprachfähigkeit lässt sich über eine zusätzliche Anzeige sowie eine kleine Tastatur erweitern. Diese weiteren Elemente kommunizieren beispielsweise über Bluetooth und können Handhelds oder am Arm oder Gürtel gebundene Geräte sein.

Der Betrieb der Lampe mit RFID und Kommunikation kann durch das Netzwerk der Steuerung im Bergwerk organisiert sein. In der Zentrale über Tage wird die Kommunikation überwacht. Der Walzenfahrer ist beispielsweise kontinuierlich mit seinem Headset mit der Zentrale über Tage verbunden. Die Rücker der Schilde benutzen kein Headset, sie können aber einzelnen erreicht werden. In der Zentrale ist bekannt wer sich wo befindet. Bei Gefahren kann jeder Bergmann eine klare Beschreibung abgeben. Die Sprachübertragung leistet hier mehr als eine Taste für Notruf.

Nachfolgend wir die vorliegende Erfindung rein beispielhaft anhand einer vorteilhaften Ausführungsform und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.

Es zeigen:

1 eine Schnittansicht durch eine bergmännische Kopflampe; und

2 einen Schemaplan der in der Kopflampe enthaltenen Elektronik.

1 zeigt einen Schutzhelm 10, an dem über eine Befestigung 12 mit Neigungsverstellung eine bergmännische Kopflampe angebracht ist, die ein Gehäuse 14 aufweist, in dem sich ein Akkumulator 16 und ein Leuchtmittel 18 mit Reflektor und Elektronik befinden. An der Unterseite des Gehäuses ist in dieses eine Kommunikationseinrichtung integriert, die einen Lautsprecher 20 und ein Mikrofon 22 umfasst. Weiterhin ist in dem Gehäuse 14 ein als Steckeinschub ausgebildeter Gassensor 24 vorgesehen, der über eine in dem Gehäuse vorgesehene Steuerelektronik den Kohlenmonoxidgehalt und/oder den Methangehalt unter Tage überwachen kann.

Weiterhin ist in das Gehäuse 14 eine RFID-Einrichtung 26 integriert, mit der eine Personenortung erfolgen kann.

An der Vorderseite des Gehäuses 14 ist ein Lichtdurchtrittsfenster 28 vorgesehen, durch das Licht des Leuchtmittels 18 hindurchstrahlen kann, wobei das Lichtdurchtrittsfenster 28 als Touch-Panel ausgebildet sein kann, um bestimmte Funktionen der Kopflampe zu aktivieren.

Schließlich ist an der Oberseite des Gehäuses 14 ein Schaltelement 30 vorgesehen, mit dem das Leuchtmittel 18 und/oder die Kommunikationseinrichtung 20, 22 schaltbar sind.

2 zeigt eine Schemadarstellung der in die Kopflampe von 1 integrierten elektrischen bzw. elektronischen Komponenten. Es bezeichnen: 30 eine Ladeschaltung für den Akkumulator 16 und 32 einen Baustein, der eine Bewegung des Bergmanns detektiert und so erkennt, ob die Kopflampe abgelegt ist oder verwendet wird. Abhängig davon wird ein Controller 34 die einzelnen Funktionen einschalten. Falls diese Logik versagt, hat das System einen Not-Schalter 36 und eine Notleuchte 38, die mit geringer Beleuchtung aber sehr lange (mehrere Tage) für eine Notbeleuchtung sorgen.

Der Controller (Steuerrechner) 34 koordiniert die unterschiedlichen Funktionen und Eigenschaften des Geräts. 18 bezeichnet die eigentliche Lampe, die mehrere LEDs umfasst, welche mehr oder weniger fokussiertes Licht über den Reflektor abgeben.

26 bezeichnet eine RFID-Einheit zur Entfernungsmessung, Lokalisierung und zur digitalen Kommunikation mit einer oder mehreren Empfangsstationen.

28 ist ein transparentes oder transluzentes Touch-Panel zur Befehlseingabe verbunden mit einer Schutzscheibe der Lampe. 40 bezeichnet eine zusätzliche LED als Statusanzeige.

Der Gassensor 24 ist ebenfalls mit dem Controller 34 verbunden und als Steckeinschub ausgebildet, der über einen Steckverbinder 25 verbunden werden kann, damit der Sensor einfach gegen einen frisch kalibrierten getauscht werden kann.

20 bezeichnet den fest eingebauten kleinen Lautsprecher und 22 das eingebaute Mikrofon. Über eine Steckbuchse 44 ist ein externes Headset 42 anschließbar, das an einem Schwanenhals in günstiger Position zur Sprachaufnahme ein Mikrofon aufweisen kann.

Mit dem Bezugszeichen 17 ist ein Hauptschalter bezeichnet, damit die Kopflampe auch ohne Stromverbrauch transportiert werden kann.

Mit dem Notlichtschalter 36 ist auch bei Ausfall des Systems bzw. einer Systemkomponente noch Licht möglich. Das RFID-Modul kann dabei aber im Stromsparmodus in Betrieb bleiben und die Position und den Zustand melden.