Title:
Flachbandkabel
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Flachbandkabel (10) mit mehreren parallel zueinander angeordneten, von einander elektrisch isolierten Leitern (11, 12), wobei die Leiter (11, 12) in wenigstens zwei übereinander verlaufenden und voneinander isolierten Leiterbahnschichten (15, 16) angeordnet sind.




Inventors:
Schwarz, Viktoria (74321, Bietigheim-Bissingen, DE)
Intini, Onofrio (74321, Bietigheim-Bissingen, DE)
Application Number:
DE102014105187A
Publication Date:
10/15/2015
Filing Date:
04/11/2014
Assignee:
Valeo Schalter und Sensoren GmbH, 74321 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE19882022B4N/A2010-05-06
DE10331710A1N/A2005-02-10
DE19604797A1N/A1996-08-14



Foreign References:
GB1357186A1974-06-19
63466762002-02-12
Claims:
1. Flachbandkabel (10), insbesondere für eine Wickelfeder, mit mehreren parallel zueinander angeordneten, von einander elektrisch isolierten Leitern (11, 12), dadurch gekennzeichnet, dass die Leiter (11, 12) in wenigstens zwei übereinander verlaufenden und voneinander isolierten Leiterbahnschichten (15, 16) angeordnet sind.

2. Flachbandkabel (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachbandkabel wenigstens zwischen zwei Leiterbahnschichten (15, 16) eine Isolierschicht (13) aufweist, wobei sich die Isolierschicht (13) vorzugsweise über nahezu eine gesamte Länge des Flachbandkabels (10) erstreckt und insbesondere eine Isolierfolie (13) ist.

3. Flachbandkabel (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine oberste Leiterbahnschicht (15) und/oder eine unterste Leiterbahnschicht (16) von einer Isolierschicht (13) abgedeckt sind, wobei sich die Isolierschicht (13) vorzugsweise über nahezu eine gesamte Länge des Flachbandkabels (10) erstreckt und insbesondere eine Isolierfolie (13) ist.

4. Flachbandkabel (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine oberste und/oder eine unterste Isolierschicht (13) und die zwischen den Leiterbahnschichten (15, 16) angeordneten Isolierschichten (13) jeweils eine fensterförmige Öffnung (14) aufweisen, wobei die fensterförmigen Öffnungen (14) derart übereinander angeordnet und ausgebildet sind, dass die Leiter (11, 12) wenigstens zweier Leiterbahnschichten (15, 16) durch die Öffnungen (14) hindurch elektrisch kontaktierbar sind, wobei die Öffnungen (14) vorzugsweise wenigstens in einem Endbereich des Flachbandkabels (10) angeordnet sind, insbesondere in beiden Endbereichen.

5. Flachbandkabel (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Leiter (11, 12) unterschiedlicher Leiterbahnschichten (15, 16) zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, seitlich versetzt übereinander angeordnet verlaufen.

6. Flachbandkabel (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachbandkabel (10) wenigstens einen Stecker zur elektrischen Kopplung des Flachbandkabels (10) mit anderen elektrischen Komponenten aufweist, wobei in dem Stecker die Leiter (11, 12) von wenigstens zwei Leiterbahnschichten (15, 16) zusammengeführt sind, wobei der Stecker vorzugsweise durch fensterförmige Öffnungen (14) in den Isolierschichten (13) mit den Leitern (11, 12) kontaktiert ist.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Flachbandkabel, insbesondere ein Flachbandkabel für eine Wickelfeder, mit mehreren parallel zu einander angeordneten, von einander elektrisch isolierten Leitern.

Flachbandkabel an sich sind aus dem Stand der Technik allgemein bekannt, beispielsweise aus der DE 198 82 022 B4 oder der DE 196 04 797 A1. Derartige Flachbandkabel werden häufig in sogenannten Wickelfedern eingesetzt, wie sie beispielsweise in Lenkeinrichtungen eines Fahrzeugs verbaut werden, um eine elektrische Verbindung zwischen einem Lenkrad als Rotor und der Lenksäule bzw. dem Fahrzeug als Stator zu ermöglichen.

Das Flachbandkabel ist dabei in der Regel spiralförmig in einem Wickelfedergehäuse aufgewickelt und mit einem Ende am Lenkrad bzw. am Rotor und mit dem anderen Ende am Stator bzw. dem Fahrzeug verbunden. Durch die spiralförmige Aufwicklung entsteht eine federnde, flexible und damit ausgleichende Kabelverbindung.

Für jedes zu übertragende Signal ist dabei in der Regel ein Leiter im Flachbandkabel vorgesehen. Ist eine größere Anzahl von Signalen zu übertragen ist entweder ein breiteres Flachbandkabel erforderlich, was in der Regel ein größeres Wickelfedergehäuse erfordert, oder wenigstens ein weiteres Flachbandkabel, welches jeweils über separate Stecker zu verbinden ist, die ebenfalls zusätzlichen Bauraum erfordern.

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Flachbandkabel bereitzustellen, mit welchem eine größere Anzahl von Signalen übertragen werden kann, insbesondere ohne dass sich der Bauraumbedarf für das Flachbandkabel nennenswert erhöht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Flachbandkabel gelöst bei dem die Leiter in wenigstens zwei übereinander, vorzugsweise parallel, verlaufenden und voneinander isolierten Leiterbahnschichten angeordnet sind. Durch die Anordnung der Leiter in mehreren Leiterbahnschichten übereinander und nicht nebeneinander, insbesondere durch eine Anordnung in übereinander angeordneten Leiterbahnebenen, kann die Anzahl der Leiter des Flachbandkabels und damit die Anzahl der übertragbaren Signale auf einfache Art und Weise erhöht werden, ohne dass sich der Bauraumbedarf des Flachbandkabels nennenswert erhöht, insbesondere ohne dass das Flachbandkabel breiter wird oder dass zusätzliche Kontaktierungselemente erforderlich sind.

Dies ist insbesondere bei Flachbandkabeln für Wickelfedern vorteilhaft, denn die Höhe des Wickelfedergehäuses und damit der für das Wickelfedergehäuse erforderliche Bauraum sind maßgeblich von der Breite des darin angeordneten, spiralförmig aufgewickelten Flachbandkabels abhängig.

In einer bevorzugten Ausgestaltung weist das Flachbandkabel wenigstens zwischen zwei Leiterbahnschichten eine Isolierschicht auf, wobei sich die Isolierschicht vorzugsweise über nahezu eine gesamte Länge des Flachbandkabels erstreckt und insbesondere eine Isolierfolie ist. Dadurch kann eine erforderliche elektrische Isolierung der Leiter sichergestellt werden.

Bevorzugt sind alternativ oder zusätzlich eine oberste Leiterbahnschicht und/oder eine unterste Leiterbahnschicht von einer Isolierschicht abgedeckt, wobei sich die Isolierschicht vorzugsweise über nahezu eine gesamte Länge des Flachbandkabels erstreckt und insbesondere eine Isolierfolie ist.

In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung weisen dabei wenigstens eine oberste und/oder eine unterste Isolierschicht und die zwischen den Leiterschichten angeordneten Isolierschichten jeweils eine fensterförmige Öffnung auf, wobei die fensterförmigen Öffnungen derart übereinander angeordnet und ausgebildet sind, dass die Leiter wenigstens zweier Leiterbahnschichten durch die Öffnungen hindurch elektrisch kontaktierbar sind, beispielsweise mit einem Stecker oder dergleichen. Dies ermöglicht eine einfache Kontaktierung der Leiter, insbesondere an einer beliebigen Position des Flachbandkabels. Ferner ermöglichen die Aussparungen in den Isolierschichten ein problemloses Verschweißen oder Verlöten der Leiter mit anderen elektrischen Komponenten. Bevorzugt sind die fensterförmigen Öffnungen bzw. Aussparungen dabei wenigstens in einem Endbereich des Flachbandkabels angeordnet, insbesondere in beiden Endbereichen.

In einer bevorzugten Ausgestaltung sind wenigstens zwei Leiter unterschiedlicher Leiterbahnschichten zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, seitlich versetzt übereinander angeordnet bzw. verlaufen seitlich versetzt übereinander. Dadurch kann eine einfache Kontaktierung mit allen Leitern des Flachbandkabels erreicht werden. Insbesondere wenn entsprechende Aussparungen, wie beispielsweise die vorbeschriebenen fensterförmige Öffnungen, in den Isolierschichten vorgesehen sind.

Zur elektrischen Kopplung des Flachbandkabels mit anderen elektrischen Komponenten weist das Flachbandkabel bevorzugt wenigstens einen Stecker auf, in dem die Leiter von wenigstens zwei Leiterbahnschichten zusammengeführt sind. Besonders bevorzugt ist der Stecker dabei durch die fensterförmigen Öffnungen in den Isolierschichten hindurch mit den Leitern kontaktiert.

Durch die Anordnung der Leiter in mehreren Leiterschichtbahnen können mehr Leiter in ein erfindungsgemäßes Flachbandkabel integriert werden als in ein aus dem Stand der Technik bekanntes Flachbandkabel vergleichbarer Breite. Somit kann mit einem erfindungsgemäßen Flachbandkabel eine größere Anzahl von Signalen übertragen werden, ohne dass nennenswert mehr Bauraum für ein breiteres Flachbandkabel erforderlich ist.

Gegenüber der Verwendung mehrerer einzelner Flachbandkabel hat das erfindungsgemäße Flachbandkabel den Vorteil, dass die Leiterbahnschichten in einem gemeinsamen Stecker zusammengeführt werden können und nicht für jede Leiterbahnschicht ein separater Stecker erforderlich ist.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Figuren und der Figurenbeschreibung. Alle vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder aber in Alleinstellung verwendbar.

Die Erfindung wird nun anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

1a schematisch ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Flachbandkabels in Draufsicht,

1b schematisch in vergrößerter Darstellung einen Ausschnitt des in 1a gezeigten, erfindungsgemäßen Flachbandkabels und

2 schematisch einen Ausschnitt des erfindungsgemäßen Flachbandkabels aus den 1a und 1b in Schnittdarstellung entlang der Schnittebene A-A‘.

1a zeigt in schematischer Darstellung ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Flachbandkabels 10 in Draufsicht. Das Flachbandkabel 10 weist mehrere parallel verlaufende Leiter 11 und 12 aus Kupfer auf, die jeweils elektrisch voneinander isoliert sind. Die Leiter 11 sind dabei in einer ersten Leiterbahnschicht bzw. Leiterbahnebene 16 angeordnet und die Leiter 12 in einer zweiten, parallel zu der ersten Leiterbahnschicht 16 verlaufenden Leiterbahnebene 15, siehe 2, die einen Schnitt entlang der Schnittebene A-A‘ durch das in 1a dargestellte Flachbandkabel 10 zeigt.

Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Leiter 11 und 12 dabei jeweils vollständig seitlich versetzt zueinander übereinander angeordnet, d.h. nicht überlappend. Zwischen den einzelnen Leiterbahnschichten 15 und 16 mit den Leitern 11 bzw. 12 ist nahezu über eine gesamte Länge des Flachbandkabels 10 eine Isolierschicht 13 aus einer Isolierfolie 13 aus Kunststoff eingebracht, um die Leiter 11 und 12 entsprechend voneinander elektrisch zu isolieren. Ferner sind die oberste Leiterbahnschicht 16 sowie die unterste Leiterbahnschicht 15 ebenfalls mit einer Isolierschicht 13 in Form einer Isolierfolie versehen.

Bei diesem Flachbandkabel weisen die Isolierschichten 13 jeweils an den Enden des Flachbandkabels 10 fensterförmige Öffnungen 14 bzw. Aussparungen auf, welche ebenfalls übereinander angeordnet sind, siehe auch 1b. Dadurch sind die Leiter 11 und 12 in diesen Bereichen jeweils freigelegt und können somit mit anderen Komponenten elektrisch kontaktiert werden, beispielsweise mit einem Stecker. Da die Isolierschichten 13 in einem Kontaktbereich ausgespart sind, kann problemlos durch Schweißen oder Löten eine elektrische Kontaktierung mit anderen Komponenten hergestellt werden.

Da alle drei Isolierschichten 13 jeweils eine entsprechende fensterförmige Öffnung 14 Bereichen aufweisen, und diese übereinander angeordnet sind, können die Leiter 11 und 12 der beiden Leiterbahnschichten 15 und 16 auch problemlos gemeinsam in einem einzigen, hier nicht dargestellten Stecker zusammengeführt und kontaktiert werden. Somit ermöglicht ein erfindungsgemäßes Flachbandkabel 10 nicht nur die Übertragung einer größeren Anzahl von Signalen, sondern mehrere Leiterbahnschichten 15, 16 können auf einfache Art und Weise in einem Stecker zusammengeführt werden. Somit kann gegenüber der Verwendung zweier herkömmlicher Flachbandkabel jeweils ein Stecker entfallen.

Selbstverständlich ist eine Vielzahl konstruktiver Abwandlungen zu dem erläuterten Ausführungsbeispiel möglich, ohne den Inhalt der Patentansprüche zu verlassen.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 19882022 B4 [0002]
  • DE 19604797 A1 [0002]