Title:
Flachleiter-Bandkabel
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Flachleiter-Bandkabel mit einer ersten Gruppe von Flachleitern (4), die parallel zueinander verlaufen und voneinander beabstandet sind, einer zweiten Gruppe von Flachleitern (5), die parallel zueinander verlaufen und voneinander beabstandet sind, einer Trennfolie (2) aus einem isolierenden Material, die zwischen der ersten Gruppe von Flachleitern (4) und der zweiten Gruppe von Flachleitern (5) angeordnet ist, und äußeren Folien (7, 8) aus einem isolierenden Material. Dabei ist vorgesehen, dass die Flachleiter (4, 5) der ersten und zweiten Gruppe an zumindest einer Stirnseite des Flachleiter-Bandkabels freiliegen und die freiliegenden Enden der Flachleiter (4) der ersten Gruppe von den freiliegenden Enden der Flachleiter (5) der zweiten Gruppe abgespreizt sind, wodurch ein Versatz (d7) zwischen den Flachleitern (4) der ersten Gruppe und den Flachleitern (5) der zweiten Gruppe an deren freiliegenden Enden ausgebildet ist.




Inventors:
Röder, Jürgen (34393, Grebenstein, DE)
Application Number:
DE102014103707A
Publication Date:
09/24/2015
Filing Date:
03/18/2014
Assignee:
SUMIDA flexible connections GmbH, 01454 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE10331710B4N/A2008-05-08
DE10054155A1N/A2001-06-21
DE102008048784C1N/A



Foreign References:
44906901984-12-25
45250201985-06-25
43103651982-01-12
41490261979-04-10
WO2001062551A12001-08-30
Attorney, Agent or Firm:
Riechelmann & Carlsohn GbR, 01219, Dresden, DE
Claims:
1. Flachleiter-Bandkabel mit einer ersten Gruppe von Flachleitern (4), die parallel zueinander verlaufen und voneinander beabstandet sind, einer zweiten Gruppe von Flachleitern (5), die parallel zueinander verlaufen und voneinander beabstandet sind, einer Trennfolie (2) aus einem isolierenden Material, die zwischen der ersten Gruppe von Flachleitern (4) und der zweiten Gruppe von Flachleitern (5) angeordnet ist, und äußeren Folien (7, 8) aus einem isolierenden Material, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachleiter (4, 5) der ersten und zweiten Gruppe an zumindest einer Stirnseite des Flachleiter-Bandkabels freiliegen und die freiliegenden Enden der Flachleiter (4) der ersten Gruppe von den freiliegenden Enden der Flachleiter (5) der zweiten Gruppe abgespreizt sind, wodurch ein Versatz (d7) zwischen den Flachleitern (4) der ersten Gruppe und den Flachleitern (5) der zweiten Gruppe an deren freiliegenden Enden ausgebildet ist.

2. Flachleiter-Bandkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Trennfolie (2) und der zweiten Gruppe von Flachleitern (5) eine erste Klebstoffschicht (3) ausgebildet ist, an der die Flachleiter (5) der zweiten Gruppe mit einer Flächenseite anliegen, wobei die Flachleiter (4) der ersten Gruppe mit einer Flächenseite an der Trennfolie (2) anliegen.

3. Flachleiter-Bandkabel nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachleiter (4) der ersten Gruppe, bezogen auf die Dickenrichtung (y) des Flachleiter-Bandkabels (1), derart versetzt zu den Flachleitern (5) der zweiten Gruppe angeordnet sind, dass sich die Flachleiter (4) der ersten Gruppe und die Flachleiter (5) der zweiten Gruppe nicht gegenüberliegen.

4. Flachleiter-Bandkabel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den äußeren Folien (7, 8) und den Flächenseiten der Flachleiter (4, 5) der ersten Gruppe und der zweiten Gruppe, die der Trennfolie (2) abgewandt sind, jeweils eine zweite Klebstoffschicht (6) ausgebildet ist.

5. Flachleiter-Bandkabel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachleiter (4) der ersten Gruppe eine andere Breite aufweisen als die Flachleiter (5) der zweiten Gruppe.

6. Flachleiter-Bandkabel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachleiter (4) der ersten Gruppe eine andere Dicke aufweisen als die Flachleiter (5) der zweiten Gruppe oder die Dicke der Flachleiter (4) der ersten Gruppe der Dicke der Flachleiter (5) der zweiten Gruppe entspricht.

7. Flachleiter-Bandkabel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachleiter (4) der ersten Gruppe und die Flachleiter (5) der zweiten Gruppe denselben Querschnitt aufweisen.

8. Flachleiter-Bandkabel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachleiter (4) der ersten Gruppe und die Flachleiter (5) der zweiten Gruppe aus demselben Material bestehen.

9. Flachleiter-Bandkabel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachleiter (4) der ersten Gruppe aus einem anderen Material als die Flachleiter (5) der zweiten Gruppe bestehen.

10. Flachleiter-Bandkabel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausdehnung (d1) der Flachleiter (4) der ersten Gruppe in Breitenrichtung (x) des Flachleiter-Bandkabels (1) dem Abstand (d2) zwischen den Flachleitern (5) der zweiten Gruppe entspricht.

11. Flachleiter-Bandkabel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die äußeren Folien (7, 8) eine erste äußere Folie (7) und eine zweite äußere Folie (8) umfassen, wobei die Flachleiter (4) der ersten Gruppe zwischen der ersten äußeren Folie (7) und der Trennfolie (2) und die Flachleiter (5) der zweiten Gruppe zwischen der zweiten äußeren Folie (8) und der Trennfolie (2) angeordnet sind, wobei das Flachleiter-Bandkabel (1) zumindest einen Bereich (9) aufweist, an dem die Flachleiter (4, 5) der ersten Gruppe und der zweiten Gruppe freiliegen und an dem die Trennfolie (2) und die zweite äußere Folie (8), bezogen auf die Längenrichtung (z) des Flachleiter-Bandkabels (1), über die erste äußere Folie (7) unter Ausbildung eines Versatzes (14) hinausragen.

12. Flachleiter-Bandkabel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich (9) an einer Stirnseite des Flachleiter-Bandkabels (1) ausgebildet ist.

13. Verwendung eines Flachleiter-Bandkabels (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12 für eine Wickelfederkassette.

14. Wickelfederkassette mit einem Flachleiter-Bandkabels (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Flachleiter-Bandkabel. Sie betrifft insbesondere ein Flachleiter-Bandkabel zur Verwendung in Wickelfederkassetten, insbesondere für Kraftfahrzeuge.

Aus WO 01/62551 A1 ist eine Wickelfeder für Kraftfahrzeuge bekannt, deren Stator und Rotor über eine flexible Leiterplatte miteinander verbunden sind. Die flexible Leiterplatte besteht aus einer Trägerfolie, auf deren Vorder- und Rückseite Leiterbahnen aufgebracht sind, die einander gegenüberliegend angeordnet sind. Auf diese Weise soll eine möglichst große Zahl von Leiterbahnen für die Stromübertragung bei geringem Platzbedarf bereitgestellt werden. Die flexible Leiterplatte wird durch beidseitiges Bedrucken der Trägerfolie mit einer Metallschicht und anschließend selektives Ätzen hergestellt. In einer Ausführungsform der flexiblen Leiterplatte sind auf einer Seite der Trägerfolie Leiterbahnen mit größerem Querschnitt als auf der anderen Seite der Trägerfolie aufgebracht.

Aus DE 103 31 710 B4 ist ein Bandkabel bekannt, dass eine Trägerfolie aufweist, die auf ihrer Vorder- und Rückseite Leiterbahnen trägt, die einander gegenüberliegend angeordnet sind. An den Außenseiten des Bandkabels sind Folien auf die Leiterbahnen aufgebracht, die die Leiterbahnen nach außen und gegeneinander isolieren. Die Leiterbahnen können Flachleiter oder Rundleiter sein.

US 4,149,026 offenbart ein mehrleitriges Kabel, das aus zwei Schichten aus Isoliermaterial besteht, in das Rundleiter eingebettet sind. Die Schichten sind miteinander so verbunden, dass die Rundleiter in der ersten Schicht versetzt zu den Rundleitern in der zweiten Schicht angeordnet sind. Die versetzte Anordnung der Rundleiter soll eine weitere Verringerung des kapazitiven Nebensprechens ermöglichen.

Ein weiteres Flachbandkabel für Telefonanwendungen ist aus US 4,310,365 bekannt. Beschrieben werden zwei Ebenen von Flachleitern, die geringfügig zueinander versetzt angeordnet sind. Die beiden Ebenen der Flachleiter sind durch einen zentralen Film voneinander getrennt. Die dem zentralen Film abgewandten Seiten der Flachleiter sind jeweils mit einer Klebstoffschicht beschichtet, auf die dann ein äußerer Isolationsfilm aufgebracht ist. Der zentrale Film ist auf seinen beiden Flächenseiten nicht mit einer Klebstoffschicht beschichtet. Vielmehr werden die äußeren Isolationsfilme mittels der Klebstoffschichten, die die außenliegende Flächenseite der Flachleiter kontaktieren, mit dem zentralen Film verklebt. Die Flachleiter befinden sich demnach nur auf einer ihrer Flachseiten in Kontakt mit einer Klebstoffschicht. Auf diese Weise soll ein exakter Versatz der Flachleiter erreicht werden, der erforderlich ist, um das Nebensprechen zu verringern.

In allen Fällen ist die Kontaktierung der Leiter eines Bandleiters mit Leitern, die in zwei Ebenen angeordnet sind, schwierig. Sollen die Leiter beider Ebenen von einer Seite kontaktiert werden, so behindern die Leiter der ersten Ebene den Zugang zu den Leitern der zweiten Ebene, weil erstere die letzteren ganz oder teilweise überdecken. Selbst wenn die Leiter beider Ebenen vollständig versetzt zueinander angeordnet werden würden, bestünde die Gefahr eines Kurzschlusses insbesondere an den Stirnseiten der Kabel, an denen die Leiter aus den isolierenden Folien austreten. Flachleiterbandkabel sind derartig flach, dass die Flachleiter an den Stirnseiten sehr leicht miteinander in elektrischen Kontakt gelangen können. Ein solcher elektrischer Kontakt muss jedoch sicher verhindert werden. Das wird jedoch erheblich erschwert, wenn das Kabel in einer Wickelfeder eingesetzt werden soll, in der es einer ständigen Bewegung und damit Veränderung seiner Lage ausgesetzt ist. Die in WO 01/62551 A1 vorgeschlagene flexible Leiterplatte weist aus diesem Grund spezielle Fortsätze auf, die es ermöglichen sollen, die Leiterbahnen der Leiterplatte mit elektrischen Leitungen zu kontaktieren. Die elektrischen Leitungen werden dann zu einem Steckverbinder geführt. Der Einsatz von geätzten Leiterplatten anstelle von Bandleiterkabeln, die unter Verwendung von Klebstoffschichten hergestellt werden, hat sich überdies in der Praxis nicht durchgesetzt, weil die Herstellung der flexiblen Leiterplatte verhältnismäßig kompliziert und damit aufwendig ist. Anderseits ist auch der Einsatz herkömmlicher Flachleiter-Bandkabel mit Nachteilen verbunden, weil auch die Kontaktierung der Flachleiter schwierig ist, wenn das Kabel Flachleiter in mehreren Ebenen aufweist.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile nach dem Stand der Technik zu beseitigen. Es soll insbesondere ein Flachleiter-Bandkabel angegeben werden, das für den Einsatz in Wickelfedern geeignet ist und eine verbesserte Kontaktierung erlaubt.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1, 13 und 14 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindungen ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche.

Nach Maßgabe der Erfindung ist ein Flachleiter-Bandkabel mit einer ersten Gruppe von Flachleitern, die parallel zueinander verlaufen und voneinander beabstandet sind, einer zweiten Gruppe von Flachleitern, die parallel zueinander verlaufen und voneinander beabstandet sind, einer Trennfolie aus einem isolierenden Material, die zwischen der ersten Gruppe von Flachleitern und der zweiten Gruppe von Flachleitern angeordnet ist, und äußeren Folien aus einem isolierenden Material vorgesehen. Dabei liegen die Flachleiter der ersten und zweiten Gruppe an zumindest einer Stirnseite des Flachleiter-Bandkabels frei. Die freiliegenden Enden der Flachleiter der ersten Gruppe sind von den freiliegenden Enden der Flachleiter der zweiten Gruppe abgespreizt, wodurch ein Versatz zwischen den Flachleitern der ersten Gruppe und den Flachleitern der zweiten Gruppe an deren freiliegenden Enden ausgebildet ist. Dabei ist es bevorzugt, dass die freiliegenden Enden der Flachleiter der ersten Gruppe von den freiliegenden Enden der Flachleiter der zweiten Gruppe in Dickenrichtung des Flachleiter-Bandkabels abgespreizt sind. Der Versatz zwischen den freiliegenden Enden der Flachleiter der zweiten Gruppe und den davon abgespreizten freiliegenden Enden der Flachleiter der ersten Gruppe sollte, bezogen auf die Dickenrichtung des Flachleiter-Bandkabels, so gewählt sein, dass eine Kurzschluss sicher vermieden wird. Der Versatz hängt dabei auch von den gewählten Spannung ab, die von den Flachleitern der ersten Gruppe und der zweiten Gruppe übertragen werden.

Es kann vorgesehen sein, dass die Flachleiter der ersten Gruppe, bezogen auf die Dickenrichtung des Flachleiter-Bandkabels, derart versetzt zu den Flachleitern der zweiten Gruppe angeordnet sind, dass sich die Flachleiter der ersten Gruppe und die Flachleiter der zweiten Gruppe nicht gegenüberliegen. Da die Flachleiter der ersten Gruppe nicht von den Flachleitern der zweiten Gruppe verdeckt werden und umgekehrt, wird die Kontaktierung der Flachleiter der einen Gruppe durch die Flachleiter der anderen Gruppe nicht behindert. Die Kontaktierung der Flachleiter beider Gruppen erfolgt zweckmäßigerweise von der Flächenseite des Flachleiter-Bandkabels, der die Flachleiter der ersten Gruppe am nächsten liegen, da hier die ersten Flachleiter nicht mit der Trennfolie verklebt sind. Ein solcher Versatz ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Es ist ebenso möglich, dass die Flachleiter der ersten Gruppe den Flachleitern der zweiten Gruppe gegenüberliegen, dass die Flachleiter der einen Gruppe überlappend zu den Flachleitern der anderen Gruppe angeordnet sind oder dass einem Flachleiter der einen Gruppe zwei oder mehr Flachleiter der anderen Gruppe gegenüberliegen. Im letzteren Fall können beispielsweise jeweils zwei Flachleiter der zweiten Gruppe einem Flachleiter der ersten Gruppe gegenüberliegen. Dabei kann der Abstand zwischen zwei benachbarten Flachleitern der ersten Gruppe jeweils dem Abstand zwischen zwei benachbarten Flachleitern der zweiten Gruppe betragen. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass der Abstand B zwischen benachbarten Flachleitern der zweiten Gruppe, die ein und demselben Flachleiter der ersten Gruppe gegenüberliegen, kleiner oder größer, bevorzugt kleiner, ist als der Abstand A zwischen benachbarten Flachleitern der zweiten Gruppe, die verschiedenen Flachleitern der ersten Gruppe gegenüberliegen. Vorzugsweise entspricht Abstand A dem Abstand zwischen benachbarten Flachleitern der ersten Gruppe. Die Ausdehnung L1 eines Flachleiters der ersten Gruppe, bezogen auf die Breitenrichtung des Flachleiter-Bandkabels, kann in einer Variante folgender Bedingung genügen: L1 = 2 L2 + B, wobei L2 die Ausdehnung eines Flachleiters der zweiten Gruppe, bezogen auf die Breitenrichtung des Flachleiter-Bandkabels, ist. Die Abstände A sind dabei vorzugsweise jeweils gleich groß. Ebenso sollten die Abstände B jeweils gleich groß sein.

Es kann vorgesehen sein, dass die Flachleiter der ersten Gruppe, der zweiten Gruppe oder beider Gruppen, bezogen auf die jeweilige Gruppe, gleichmäßig voneinander beabstandet sind. Es kann ferner vorgesehen sein, dass der Abstand zwischen benachbarten Flachleitern der ersten Gruppe dem Abstand zwischen benachbarten Flachleitern der zweiten Gruppe entspricht.

Vorzugsweise ist zwischen der Trennfolie und der zweiten Gruppe von Flachleitern eine erste Klebstoffschicht ausgebildet, an der die Flachleiter der zweiten Gruppe mit einer Flächenseite anliegen, wobei die Flachleiter der ersten Gruppe mit einer Flächenseite an der Trennfolie anliegen. Weist das erfindungsgemäße Flachleiter-Bandkabel eine solche erste Klebstoffschicht, d. h. eine Klebstoffschicht zwischen den Flachleitern der zweiten Gruppe und der Trennfolie, nicht aber eine Klebstoffschicht zwischen den Flachleitern der ersten Gruppe und der Trennfolie auf, so sorgt diese Klebstoffschicht – gemeinsam mit der Trennfolie, den äußeren Folien sowie, falls vorhanden, weiteren Klebstoffschichten, die zwischen den äußeren Folien und den diesen zugewandten Flächenseiten der Flachleiter angeordnet sind – für die notwendige Stabilität des Flachleiter-Bandkabels. Das Fehlen einer Klebstoffschicht zwischen den Flachleitern der ersten Gruppe und der Trennfolie erleichtert zum einen den Zugang von einer Flächenseite des Flachleiter-Bandkabels zu den Flachleitern der ersten Gruppe als auch den Flachleitern der zweiten Gruppe. Zum anderen ermöglicht das Fehlen dieser Klebstoffschicht das Abspreizen oder Kröpfen freiliegender Enden der Flachleiter der ersten Gruppe an den Stirnseiten des Flachleiter-Bandkabels, weil die Flachleiter der ersten Gruppe – im Gegensatz zu den Flachleitern der zweiten Gruppe – nicht mit der Trennfolie verbunden sind und daher leicht von der Trennfolie abgelöst werden können. Unter dem Begriff „Abspreizen“ wird dabei insbesondere das Wegbiegen der freiliegenden Enden der Flachleiter der ersten Gruppe von den freiliegenden Enden der Flachleitern der zweiten Gruppe an zumindest einer Stirnseite des Flachleiter-Bandkabels verstanden, wodurch die freiliegenden Enden der Flachleiter der ersten Gruppe von den freiliegenden Enden der Flachleiter der zweiten Gruppe fortgeführt werden. Auf diese Weise ist es möglich, vergleichsweise einfache Steckverbinder einzusetzen. Die Kontaktierung der Leiter dieser Steckverbinder wird dadurch vereinfacht.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass zwischen den äußeren Folien und den Flächenseiten der Flachleiter der ersten Gruppe und der zweiten Gruppe, die der Trennfolie abgewandt sind, jeweils zumindest eine zweite Klebstoffschicht ausgebildet ist.

Es kann vorgesehen sein, dass die Flachleiter der ersten Gruppe alle denselben Querschnitt aufweisen. Ebenso kann vorgesehen sein, dass die Flachleiter der zweiten Gruppe alle denselben Querschnitt aufweisen, das ist jedoch nicht zwingend erforderlich. In einer Ausführungsform der Erfindung weisen die Flachleiter der ersten Gruppe und die Flachleiter der zweiten Gruppe denselben Querschnitt auf. Die Flachleiter der ersten Gruppe können aber auch einen anderen Querschnitt als die Flachleiter der zweiten Gruppe haben. Selbst innerhalb einer Gruppe können die Flachleiter unterschiedliche Querschnitte aufweisen. Es kann vorgesehen sein, dass die Flachleiter der ersten Gruppe eine andere Breite aufweisen als die Flachleiter der zweiten Gruppe. Es kann ferner vorgesehen sein, dass die Flachleiter der ersten Gruppe eine andere Dicke aufweisen als die Flachleiter der zweiten Gruppe oder dass die Dicke der Flachleiter der ersten Gruppe der Dicke der Flachleiter der zweiten Gruppe entspricht.

Die Flachleiter der ersten Gruppe und die Flachleiter der zweiten Gruppe können aus demselben Material bestehen. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass die Flachleiter der ersten Gruppe aus einem anderen Material als die Flachleiter der zweiten Gruppe bestehen.

Die Flachleiter sind vorzugsweise Leiterbahnen. Vorzugsweise bestehen sie aus Kupfer oder Aluminium, wobei Kupfer bevorzugt ist. Die Flachleiter haben vorzugsweise einen in etwa rechteckigen Querschnitt. Der Ausdruck "in etwa rechteckiger Querschnitt" der Flachleiter soll sowohl Flachleiter mit rechteckigem Querschnitt als auch Flachleiter mit einem Querschnitt bezeichnen, der von einem idealen rechteckigen Querschnitt abweicht, indem er beispielsweise abgerundete Ecken besitzt. Die Dicke der Flachleiter beträgt vorzugsweise 10 oder mehr Mikrometer, beispielsweise 35 Mikrometer. Die Flachleiter sind vorzugsweise von den Längsrändern der Trennfolie und der äußeren Folien beabstandet. Die Flachleiter können an einer Stirnseite des Flachleiterkabels freiliegen, um eine Kontaktierung der Flachleiter zu vereinfachen.

Der Abstand zwischen zwei benachbarten Flachleitern einer Gruppe wird vorzugsweise in Abhängigkeit von der Ausdehnung des Widerstandes in Querrichtung zur Längsrichtung der Flachleiter bestimmt. Ferner muss der Umstand berücksichtigt werden, falls die Flachleiter der einen Gruppe nicht den Flachleitern der anderen Gruppe gegenüberliegen sollen. Beispielsweise kann die Ausdehnung der Flachleiter der ersten Gruppe in Breitenrichtung des Flachleiter-Bandkabels dem Abstand zwischen den Flachleitern der zweiten Gruppe entsprechen.

Die erste Gruppe an Flachleitern sollte zumindest zwei Flachleiter, bevorzugt zumindest drei Flachleiter umfassen. Die zweite Gruppe an Flachleitern sollte zumindest zwei Flachleiter, bevorzugt zumindest drei Flachleiter umfassen. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die erste Gruppe aus n Flachleitern besteht und die zweite Gruppe aus n + 1 Flachleitern, wobei die Flachleiter der ersten Gruppe jeweils den Zwischenräumen zwischen benachbarten Flachleitern der zweiten Gruppe gegenüberliegen. Die Zahl n ist vorzugsweise größer oder gleich 2, bevorzugt größer oder gleich 3.

Die äußeren Folien können eine erste äußere Folie und eine zweite äußere Folie umfassen, wobei die Flachleiter der ersten Gruppe zwischen der ersten äußeren Folie und der Trennfolie und die Flachleiter der zweiten Gruppe zwischen der zweiten äußeren Folie und der Trennfolie angeordnet sind. Dabei kann vorgesehen sein, dass das Flachleiter-Bandkabel zumindest einen Bereich aufweist, an dem die Flachleiter der ersten Gruppe und der zweiten Gruppe freiliegen und an dem die Trennfolie und die zweite äußere Folie, bezogen auf die Längenrichtung des Flachleiter-Bandkabels, über die erste äußere Folie hinausragen. Auf diese Weise wird ein Versatz zwischen der ersten äußeren Folie und der Trennfolie erhalten. Aufgrund des Versatzes zwischen der ersten äußeren Folie und der Trennfolie liegen die Flachleiter der ersten Gruppe in einem Abschnitt frei, in dem die Trennfolie die Flachleiter der zweiten Gruppe bedeckt. Ebenso liegt in diesem Abschnitt die Trennfolie mit ihrer den Flachleitern der zweiten Gruppe abgewandten Flächenseite frei, soweit sie nicht von den Flachleitern der ersten Gruppe bedeckt ist. Die Ausdehnung des Versatzes liegt, bezogen auf die Längenrichtung des Flachleiter-Bandkabels, vorzugsweise zwischen einem Zehntel und dem Fünffachen der Breite der Fachleiter der ersten Gruppe.

Die erste äußere Folie ist vorzugsweise kürzer ausgebildet als die Trennfolie, damit in Abhängigkeit von der Breite zwischen benachbarten Flachleitern der ersten Gruppe und Flachleitern der zweiten Gruppe eine Luftstrecke gebildet wird, so dass eine entsprechend hohe Spannung angelegt werden kann.

Zweckmäßigerweise ist ein solcher Bereich an einer Stirnseite des Flachleiter-Bandkabels ausgebildet. Ein weiterer solcher Bereich kann an der anderen Stirnseite des Flachleiter-Bandkabels ausgebildet sein. Der Versatz ermöglicht es, die freiliegenden Enden der Flachleiter der ersten Gruppe von dem Flachleiter-Bandkabel bereits in einem Abschnitt wegzuführen, in dem die Trennfolie die Flachleiter der zweiten Gruppe noch bedeckt. Das vermindert die Kurzschlussgefahr zwischen Leitern der ersten Gruppe und Leitern der zweiten Gruppe an den Stirnseiten des Flachleiter-Bandkabels.

Die Trennfolie und die äußeren Folien sind vorzugsweise bahn- oder streifenförmig. Vorzugsweise bestehen sie, unabhängig voneinander, aus handelsüblichen Materialien, wie sie im Stand der Technik für die Herstellung von FFCs (engl. für „flat flex cables, dt. Flachbandkabel) bekannt sind. Bevorzugte Materialien sind Polyethylenterephthalat (PET), Polyaramidpapier, Polyethylennaphthalat (PEN), Polyamid (PA) oder Polyimid (PI), wobei Polyethylenterephthalat oder Polyaramidpapier besonders bevorzugt sind. Polyaramidpapier ist beispielsweise unter dem Handelszeichen „Nomex“ kommerziell erhältlich. Vorzugsweise bestehen die Trennfolie und die äußeren Folien aus dem gleichen Material. Die Dicke der Trennfolie und der äußeren Folien beträgt vorzugsweise 10 oder mehr Mikrometer. Beispielsweise kann die Trennfolie eine Dicke von 20 Mikrometer aufweisen und die beiden äußeren Folie eine Dicke von jeweils 20 Mikrometer.

Bei dem Klebstoff der Klebstoffschicht(en) handelt es sich vorzugsweise um einen Schmelzklebstoff oder einen Permanentklebstoff. Es können bekannte handelsübliche Schmelzklebstoffe bzw. Permanentklebstoffe eingesetzt werden. Bei dem Schmelzklebstoff kann es sich um eine klebende Masse auf Basis von Polyethylen, Polyester-Elastomeren, Polyurethan-Elastomeren und/oder Ethylenvinylacetat-Copolymeren handeln. Bei dem Permanentklebstoff kann es sich um eine klebende Masse auf Acrylatbasis handeln. Die Dicke der Klebstoffschichten liegt vorzugsweise zwischen 10 und 80 Mikrometer, beispielsweise bei 20 Mikrometer. Vorzugsweise werden die zweiten Klebstoffschichten vollflächig auf eine Flächenseite der äußeren Folien und die erste Klebstoffschicht vollflächig auf eine Flächenseite der Trennfolie aufgebracht, dies ist jedoch nicht erforderlich. Vorzugsweise haben die erste Klebstoffschicht und die zweiten Klebstoffschichten die gleiche Dicke.

Die Dicke und Breite der Trennfolie, der äußeren Folien, der Flachleiter und der ersten und zweiten Klebstoffschichten kann der Fachmann beispielsweise auf Basis seiner Kenntnis aus der Herstellung von FFC (engl. für „flat flex cable“, dt. Flachbandkabel) bestimmen. Ebenso können die aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen Flachleiter-Bandkabels eingesetzt werden. Vorzugsweise werden die Trennfolien, die äußeren Folien, die Flachleiter und die ersten und zweiten Klebstoffschichten durch Laminieren miteinander verbunden.

Das erfindungsgemäße Flachleiter-Bandkabel kann insbesondere für Wickelfederkassetten, wie sie beispielsweise in Kraftfahrzeugen eingesetzt werden, verwendet werden. Eine erfindungsgemäße Wickelfederkassette besitzt einen Rotor, der dem Lenkrad zugeordnet ist und gemeinsam mit diesem drehbar ist, einen Stator, der einer stationären Baugruppe des Kraftfahrzeuges zugeordnet ist, und das erfindungsgemäße Flachleiter-Bandkabel, das vom Rotor zum Stator verläuft und beim Drehen des Lenkrades je nach Drehrichtung auf ein Wickelelement aufwickelbar oder von diesem abwickelbar ist. Die erfindungsgemäße Wickelfederkassette kann, abgesehen vom dort beschriebenen Flachleiter-Bandkabel, der in DE 10 2008 048 784.8 C1 beschriebenen Wickelfederkassette entsprechen.

In der erfindungsgemäßen Ausführungsform ist ein Flachleiter-Bandkabel mit einer ersten Gruppe von Flachleitern, die parallel zueinander verlaufen und gleichmäßig voneinander beanstandet sind, einer zweiten Gruppe von Flachleitern, die parallel zueinander verlaufen und gleichmäßig voneinander beabstandet sind, einer Trennfolie aus einem isolierenden Material, die zwischen der ersten Gruppe von Flachleitern und der zweiten Gruppen von Flachleitern angeordnet ist, und äußeren Folien aus einem isolierenden Material vorgesehen. Die Flachleiter der ersten Gruppe sind, bezogen auf die Dickenrichtung des Flachleiter-Bandlabels, derart versetzt zu den Flachleitern der zweiten Gruppe angeordnet, dass sich die Flachleiter der ersten Gruppe und die Flachleiter der zweiten Gruppe nicht gegenüberliegen. Ferner ist zwischen der Trennfolie und der zweiten Gruppe von Flachleitern eine erste Klebstoffschicht ausgebildet, an der die Flachleiter der zweiten Gruppe mit einer Flächenseite anliegen, wobei die Flachleiter der ersten Gruppe mit einer Flächenseite an der Trennfolie anliegen.

Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen, die die Erfindung nicht einschränken sollen, unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen

1 eine Querschnittsdarstellung einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Flachleiter-Bandkabels;

2 eine perspektivische Darstellung eines Steckers zur elektrisch leitenden Verbindung mit der in 1 gezeigten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Flachleiter-Bandkabels;

3 eine perspektivische Darstellung der in 1 gezeigten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Flachleiter-Bandkabels in elektrisch leitender Verbindung mit dem in 2 gezeigten Stecker;

4 eine erste schematische Darstellung der elektrisch leitenden Verbindungen zwischen den Enden von Flachleitern und Kontaktstiften des Steckers;

5 eine zweite schematische Darstellung der elektrisch leitenden Verbindungen zwischen den Enden von Flachleitern und Kontaktstiften des Steckers; und

6 eine Schnittdarstellung einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Flachleiter-Bandkabels.

Die in 1 gezeigte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Flachleiter-Bandkabels 1 weist eine Trennfolie 2 auf, die aus Kunststoff besteht. Die Flachleiter 4 der ersten Gruppe liegen mit ihren Flächenseiten unmittelbar an einer Flächenseite der Trennfolie 2 an. Die andere Flächenseite der Trennfolie 2 ist mit einer ersten Klebstoffschicht 3 beschichtet, an die die Flachleiter 5 der zweiten Gruppe mit ihren Flächenseiten angrenzen. Die Flachleiter 4 der ersten Gruppe sind, bezogen auf die Dickenrichtung y des Flachleiter-Bandlabels 1, derart versetzt zu den Flachleitern 5 der zweiten Gruppe angeordnet, dass sich die Flachleiter 4 der ersten Gruppe und die Flachleiter 5 der zweiten Gruppe nicht gegenüberliegen. Die Ausdehnung d1 der Flachleiter 4 der ersten Gruppe in Breitenrichtung x des Flachleiter-Bandkabels 1 entspricht dem Abstand d2 zwischen den Flachleitern 5 der zweiten Gruppe. Die Flachleiter 4 der ersten Gruppe sind in einer ersten Ebene angeordnet, während die Flachleiter 5 der zweiten Gruppe in einer zweiten Ebene angeordnet sind, die von der ersten Ebene beabstandet und durch die Trennfolie 2 und die erste Klebstoffschicht 3 getrennt ist. Die Flachleiter 4 der ersten Gruppe verlaufen parallel zueinander und sind gleichmäßig voneinander beabstandet. Ebenso verlaufen die Flachleiter 5 der zweiten Gruppe parallel zueinander und sind gleichmäßig voneinander beabstandet.

An die Flächenseiten der Flachleiter 4 der ersten Gruppe, die der Trennfolie 2 abgewandt sind, grenzt eine zweite Klebstoffschicht 6 und an diese eine erste äußere Folie 7 an. Die zweite Klebstoffschicht 6 liegt dabei zwischen den Flachleitern 4 der ersten Gruppe an der Trennfolie 2 an.

An die Flächenseiten der Flachleiter 5 der zweiten Gruppe, die der Trennfolie 2 abgewandt sind, grenzt eine weitere zweite Klebstoffschicht 6 und an diese eine zweite äußere Folie 8 an. Die zweite Klebstoffschicht 6 liegt dabei zwischen den Flachleitern 5 der zweiten Gruppe an der ersten Klebstoffschicht 3 an.

2 zeigt einen Stecker 11 mit Kontaktstiften 12, die aus einem leitfähigen Material bestehen und in zwei Reihen angeordnet sind. Der Stecker 11 ermöglicht den Anschluss des Flachleiter-Bandkabels 1 an elektrische Einrichtungen. Die, bezogen auf die Darstellung, obere Reihe von Kontaktstiften 12 ermöglicht eine elektrisch leitende Verbindung mit den Flachleitern 4 der ersten Gruppe der in 1 gezeigten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Flachleiter-Bandkabels. Die, bezogen auf die Darstellung, untere Reihe von Kontaktstiften 12 ermöglicht eine elektrisch leitende Verbindung mit den Flachleitern 5 der zweiten Gruppe der in 1 gezeigten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Flachleiter-Bandkabels (siehe 3). Die Flachleiter 4, 5 des Flachleiter-Bandkabels 1 können mit dem Kontaktstiften 12 beispielsweise durch Löten oder Schweißen verbunden werden, wobei auch andere aus der FFC-Technik bekannte Verbindungsverfahren eingesetzt werden können. Es ist in 2 zu erkennen, dass die Kontaktstifte 12 der oberen Reihe versetzt zu den Kontaktstiften 12 der unteren Reihe angeordnet sind. Dies entspricht dem Versatz zwischen den Flachleitern 4 der ersten Gruppe und den Flachleitern 5 der zweiten Gruppe des Flachleiter-Bandkabels 1. Allerdings ist der Abstand d4 zwischen den Kontaktstestiften 12 der oberen Reihe und den Kontaktstiften 12 der unteren Reihe größer als der Abstand d5 zwischen den Flachleitern 4 der ersten Gruppe und den Flachleitern 5 der zweiten Gruppe, bezogen auf die Dickenrichtung y des Flachleiter-Bandkabels, abgesehen von den an den Stirnseiten des Kabels 1 freiliegenden Enden der Flachleiter 4, 5. Abstand d5 entspricht dabei der Dicke der Trennfolie 2 und der Dicke der ersten Klebstoffschicht 3.

Aus dem Stecker 11 kann mit weiteren elektrischen Einrichtungen (nicht gezeigt) verbunden sein, die über das erfindungsgemäße Flachleiter-Bandkabel (1) mit Strom, elektrischen Signalen oder beidem versorgt werden.

In den 3 und 4 ist zu erkennen, dass an der gezeigten Stirnseite des Flachleiter-Bandkabels 1 ein Bereich 9 ausgebildet ist, in dem die Flachleiter 4, 5 der ersten und zweite Gruppe freiliegen. Dabei gibt es einen Versatz 14, in dem die Trennfolie 2 und die zweite äußere Folie 8, bezogen auf die Längenrichtung z des Flachleiter-Bandkabels 1, über die erste äußere Folie 7 hinausragen. Dieser Versatz 14 zwischen der ersten äußeren Folie 7 und der Trennfolie 2 sorgt dafür, dass die Flachleiter 4 der ersten Gruppe in einem Abschnitt freiliegen, in dem die Flachleiter 5 der zweiten Gruppe von der Trennfolie 2 bedeckt sind. Der Versatz 14 und damit der Abschnitt haben die Ausdehnung d3, bezogen auf die Längenrichtung z des Kabels 1. Aufgrund dieses Versatzes 14 ist es möglich, das freiliegende Ende der Flachleiter 4 bereits in dem Abschnitt, der dem Versatz 14 entspricht, von den Flachleitern 5 wegzubiegen oder zu kröpfen, wodurch ein Kurzschluss sicher ausgeschlossen werden kann. 5 veranschaulicht, dass aufgrund des Abstandes d4 zwischen den Kontaktstiften 12 und der versetzten Anordnung zwischen den Flachleitern 4 der ersten Gruppe und den Flachleitern 5 der zweiten Gruppe eine breite, mit Luft gefüllte Isolationszone 13 mit der Ausdehnung d6 entsteht. Durch das Wegbiegen oder Kröpfen der freiliegenden Enden der Flachleiter 4 der ersten Gruppe von den freiliegenden Enden der Flachleitern 5 der zweiten Gruppe wird ein Versatz d7 in Dickenrichtung y zwischen den Flachleitern 4 der ersten Gruppe und den Flachleitern 5 der zweiten Gruppe an deren freiliegenden Enden und damit an der Stirnseite der Flachleiter-Bandkabels 1 ausgebildet.

Die in 6 gezeigte zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Flachleiter-Bandkabels entspricht der in 1 gezeigten Ausführungsform, außer dass die Flachleiter 4 der ersten Gruppe einen anderen Querschnitt aufweisen als die Flachleiter der zweiten Gruppe 5 und dass die Flachleiter 4 der ersten Gruppe nicht versetzt zu den Flachleitern 5 der zweiten Gruppe angeordnet sind. Stattdessen liegen jeweils einem Flachleiter 4 der ersten Gruppe zwei Flachleiter 5 der zweiten Gruppe gegenüber. Der Abstand B zwischen benachbarten Flachleitern 5 der zweiten Gruppe, die ein und demselben Flachleiter 4 der ersten Gruppe gegenüberliegen, ist kleiner als der Abstand A zwischen benachbarten Flachleitern 5 der zweiten Gruppe, die verschiedenen Flachleitern der ersten Gruppe gegenüberliegen. Dabei entspricht Abstand A dem Abstand d1 zwischen benachbarten Flachleitern der ersten Gruppe. Die Ausdehnung L1 eines Flachleiters 4 der ersten Gruppe, bezogen auf die Breitenrichtung x des Flachleiter-Bandkabels 1, genügt damit folgender Bedingung: L1 = 2 L2 + B, wobei L2 die Ausdehnung eines Flachleiters der zweiten Gruppe, bezogen auf die Breitenrichtung x des Flachleiter-Bandkabels 1, ist. Die Abstände A sind dabei jeweils gleich groß. Ebenso sind die Abstände B jeweils gleich groß. Die Ausdehnung L1 eines Flachleiters 4 der ersten Gruppe ist in 1 als d1 bezeichnet.

Bezugszeichenliste

1
Flachleiter-Bandkabel
2
Trennfolie
3
erste Klebstoffschicht
4
Flachleiter der ersten Gruppe
5
Flachleiter der zweiten Gruppe
6
zweite Klebstoffschicht
7
erste äußere Folie
8
zweite äußere Folie
9
Bereich
11
Stecker
12
Kontaktstift
13
Isolationszone
14
Versatz zwischen erster äußerer Folie und Trennfolie

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • WO 01/62551 A1 [0002, 0006]
  • DE 10331710 B4 [0003]
  • US 4149026 [0004]
  • US 4310365 [0005]
  • DE 102008048784 C1 [0025]