Title:
Impedanzanpassungssystem und Kontaktierungssystem mit solch einem Impedanzanpassungssystem
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Impedanzanpassungssystem und Kontaktierungssystem mit solch einem Impedanzanpassungssystem, wobei das Impedanzanpassungssystem 10 wenigstens eine Abschirmung 15 und wenigstens eine Signalleitung 20 umfasst, wobei die Signalleitung 20 ein erstes Kabel 21 und ein zweites Kabel 22 aufweist, wobei das erste Kabel 21 mit dem zweiten Kabel 21 in einem ersten Abschnitt 45 der Signalleitung 20 verdrillt ist, wobei in dem zweiten Abschnitt 50 der Signalleitung zumindest teilweise die Abschirmung 15 angeordnet ist und die Kabel 21, 22 unverdrillt angeordnet sind, wobei die Abschirmung 15 eine zumindest teilweise umfangsseitig die Signalleitung 20 umhüllende Abschirmungswandung 55 aufweist, wobei die Abschirmung 15 wenigstens eine Ausnehmung 60, 120, 135, 165 aufweist, wobei die Ausnehmung 60, 120, 135, 165 in der Abschirmungswandung 55 angeordnet ist, wobei die Ausnehmung 60, 120, 135, 165 und die Abschirmungswandung 55 derart aufeinander abgestimmt sind, dass ein Übergang zwischen dem ersten Abschnitt 45 und dem zweiten Abschnitt 50 einen vordefinierten Impedanzverlauf aufweist.




Inventors:
Knorre, Dietrich von (27777, Ganderkesee, DE)
Roderer, Götz (93053, Regensburg, DE)
Application Number:
DE102014102532A
Publication Date:
08/27/2015
Filing Date:
02/26/2014
Assignee:
S-Y Systems Technologies Europe GmbH, 93059 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE2418780A1N/A1974-10-31



Foreign References:
200800292992008-02-07
54142111995-05-09
JP2004071404A2004-03-04
Attorney, Agent or Firm:
Wilhelm & Beck, 80639, München, DE
Claims:
1. Impedanzanpassungssystem (10)
– mit wenigstens einer Abschirmung (15) und wenigstens einer Signalleitung (20),
– wobei die Signalleitung (20) ein erstes Kabel (21) und ein zweites Kabel (22) aufweist,
– wobei das erste Kabel (21) mit dem zweiten Kabel (21) in einem ersten Abschnitt (45) der Signalleitung (20) verdrillt ist,
– wobei in dem zweiten Abschnitt (50) der Signalleitung zumindest teilweise die Abschirmung (15) angeordnet ist und die Kabel (21, 22) unverdrillt angeordnet sind,
– wobei die Abschirmung (15) eine zumindest teilweise umfangsseitig die Signalleitung (20) umhüllende Abschirmungswandung (55) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
– die Abschirmung (15) wenigstens eine Ausnehmung (60, 120, 135, 165) aufweist,
– wobei die Ausnehmung (60, 120, 135, 165) in der Abschirmungswandung (55) angeordnet ist,
– wobei die Ausnehmung (60, 120, 135, 165) und die Abschirmungswandung (55) derart aufeinander abgestimmt sind, dass ein Übergang zwischen dem ersten Abschnitt (45) und dem zweiten Abschnitt (50) einen vordefinierten Impedanzverlauf aufweist.

2. Impedanzanpassungssystem (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
– die Abschirmung (15) eine erste dem ersten Abschnitt (45) der Signalleitung (20) zugewandte Stirnseite (125) und eine dem ersten Abschnitt (45) abgewandte zweite Stirnseite (130) aufweist,
– wobei sich die Ausnehmung (120, 135) von der ersten Stirnseite (125) in Richtung der zweiten Stirnseite (130) eine unterschiedliche Breite aufweist.

3. Impedanzanpassungssystem (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (120) sich von der ersten Stirnseite (125) in Richtung der zweiten Stirnseite (130) verjüngt.

4. Kabelabschirmungseinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, das wenigstens drei Ausnehmungen (60, 120, 135, 165) vorgesehen sind, wobei die Ausnehmungen (60, 120, 135, 165) in einem regelmäßigem Muster und/oder konstantem Abstand zueinander in der Abschirmungswandung (55) angeordnet sind.

5. Impedanzanpassungssystem (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (60) vollständig umschlossen durch ein Material der Abschirmungswandung (55) ist.

6. Impedanzanpassungssystem (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
– Der Abschirmungswandung (55) einen ersten Wandungsabschnitt (95) und einen zweiten Wandungsabschnitt (100, 110, 115) aufweist,
– wobei vorzugsweise der erste Wandungsabschnitt (95) dem ersten Abschnitt (45) zugewandt ist,
– wobei in dem ersten Wandungsabschnitt (95) eine Vielzahl von Ausnehmungen (60) und in dem zweiten Wandungsabschnitt (100, 110, 115) vorgesehen ist, wobei in dem ersten Wandungsabschnitt (95) eine erste Verteilungsdichte der Ausnehmungen (60) unterschiedlich zu einer zweiten Verteilungsdichte der Ausnehmungen (60)
– und/oder im zweiten Wandungsabschnitt (100, 110, 115) ist und/oder im ersten Wandungsabschnitt (95) eine Anzahl von Ausnehmungen größer ist als eine Anzahl von Ausnehmungen im zweiten Wandungsabschnitt (100, 110, 115).

7. Impedanzanpassungssystem (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (60) einen kreisförmigen Querschnitt oder einen elliptischen Querschnitt oder einen rechteckförmigen Querschnitt oder einen dreieckförmigen Querschnitt aufweist.

8. Impedanzanpassungssystem (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschirmung (15) wenigstens eines der folgenden Materialen aufweist:
– elektrisch leitende Materialien,
– Aluminium,
– Kupfer,
– elektrisch leitender Kunststoff,
– Ferrit,
– Ferrit gefüllter Kunststoff,
– gesinterter Ferrit,
– folienartig ausgebildetes Material,
– Material mit einer Permittivität er größer als 1, vorzugsweise größer als 1,5, insbesondere größer als 2, besonders vorteilhafterweise größer als 5, insbesondere größer als 10,
– Material mit einer Permittivität er kleiner als 1, insbesondere mit einer negativen Permittivität er,
– Material mit einer magnetischen Permeabilität μ von größer als 1,3, vorzugsweise größer als 1,5, insbesondere größer als 2, besonders vorteilhafterweise größer als 10, insbesondere größer als 100, Material mit einer Permeabilität μr kleiner als 1, insbesondere mit einer negativen Permeabilität μr,
– Metamaterial,
– flüssiger/pulverförmigen Beschichtungsstoff.

9. Impedanzanpassungssystem (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschirmung (15) folienartig ausgebildet ist.

10. Impedanzanpassungssystem (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Kabel (21, 22) einen
– elektrischen Leiter (25, 35) aufweist, wobei mittels des elektrischen Leiters (25, 35) ein elektrisches Signal mit einer Wellenlänge (2) übertragbar ist,
– wobei die Ausnehmung (60) eine Ausnehmungskontur (65) mit einer Umfangslänge aufweist,
– wobei ein Wert der Umfangslänge der Ausnehmungskontur (65) zumindest kleiner ist als ein Wert einer Hälfte der Wellenlänge (λ), vorzugsweise ein kleiner einem Zehntel der Wellenlänge (λ).

11. Impedanzanpassungssystem (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangslänge einen Wert aufweist, der kleiner als 1,5 mm, vorzugsweise kleiner 30 mm ist.

12. Kontaktierungssystem (200) mit Impedanzanpassungssystem (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, und einer Kontaktierungseinrichtung (205, 210),
– wobei die Kontaktierungseinrichtung (205, 210) ausgebildet ist, einen elektrischen Kontakt zu einer weiteren elektrischen Komponente bereitzustellen,
– wobei die Abschirmung (15) zumindest teilweise die Kontaktierungseinrichtung (205, 210) umgreift.

13. Kontaktierungssystem (200) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktierungseinrichtung (205, 210) wenigstens zwei Kontaktelemente (225, 240) und ein Gehäuse (230, 235) umfasst,
– wobei jeweils ein Kontaktelemente (225, 240) einem Ende eines elektrischen Leiters (25, 35) des Kabels (21, 22) befestigt ist,
– wobei die Kontaktelemente (225, 240) in dem Gehäuse (230, 235) angeordnet sind,
– wobei die Abschirmung (15) zwischen dem Kontaktelement (225, 240) und dem Gehäuse (230, 235) oder zumindest teilweise umfangsseitig des Gehäuses (230, 235) angeordnet ist.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Impedanzanpassungssystem gemäß Patentanspruch 1 und ein Kontaktierungssystem mit solch einem Impedanzanpassungssystem gemäß Patentanspruch 12.

Aus der JP 2004-71404 A ist ein Kontaktierungssystem für Twisted-Pair-Kabel bekannt. Das Twisted-Pair-Kabel weist einen ersten Abschnitt, in dem einzelne Kabel umeinander spiralförmig gewickelt sind, und einen zweiten Abschnitt, in dem die Kabel des Twisted-Pair-Kabels getrennt voneinander separat geführt sind, auf. Der zweite Abschnitt mündet in einem Gehäuse. Ferner ist im zweiten Abschnitt ein Haltesystem vorgesehen, um eine parallele Führung der Kabel im zweiten Abschnitt zwischen dem ersten Abschnitt und dem Kontaktgehäuse bereitzustellen. Durch die Verdrillung der beiden Kabel umeinander wird über den verdrillten Abschnitt eine Impedanz beim Twisted-Pair-Kabel im Wesentlichen konstant gehalten.

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Impedanzanpassungssystem sowie ein verbessertes Kontaktierungssystem bereitzustellen.

Diese Aufgabe wird mittels eines Abschirmungssystems gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass ein verbessertes Impedanzanpassungssystem dadurch bereitgestellt werden kann, dass das Impedanzanpassungssystem wenigstens eine Abschirmung und wenigstens eine Signalleitung aufweist. Die Signalleitung umfasst ein erstes Kabel und ein zweites Kabel. Das erste Kabel ist mit dem zweiten Kabel in einem ersten Abschnitt der Signalleitung verdrillt. In einem zweiten Abschnitt der Signalleitung ist zumindest teilweise die Abschirmung angeordnet und die Kabel unverdrillt angeordnet. Die Abschirmung umfasst eine zumindest teilweise umfangsseitig die Signalleitung umhüllende Abschirmungswandung. Ferner weist die Abschirmung wenigstens eine Ausnehmung auf, wobei die Ausnehmung in der Abschirmungswandung angeordnet ist. Die Ausnehmung und die Abschirmungswandung sind derart aufeinander abgestimmt, dass ein Übergang zwischen dem ersten Abschnitt und dem zweiten Abschnitt einen vordefiinerten Impedanzverlauf aufweist.

Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass eine Signalübertragung über die Signalleitung verbessert ist und störende Einflüsse, insbesondere im Bereich eines Anschlusses der Signalleitung, also wenn insbesondere die Kabel der Signalleitung unverdrillt geführt werden müssen, die Impedanz in diesem Bereich nicht schlagartig sich erhöht und zu einer Verschlechterung der Signalübertragung führt.

In einer weiteren Ausführungsform weist die Abschirmung eine erste dem ersten Abschnitt der Signalleitung zugewandte Stirnseite und eine dem ersten Abschnitt abgewandte zweite Stirnseite auf, wobei die Ausnehmung von der ersten Stirnseite in Richtung der zweiten Stirnseite eine unterschiedliche Breite aufweist. Dadurch kann eine Impedanz flexibel an eine Führung der Kabel der Signalleitung besonders exakt angepasst werden.

Besonders vorteilhaft ist hierbei, wenn die Ausnehmung sich von der ersten Stirnseite in Richtung der zweiten Stirnseite verjüngt.

In einer weiteren Ausführungsform sind wenigstens drei Ausnehmungen vorgesehen, wobei die Ausnehmungen in regelmäßigem Muster und/oder konstantem Abstand zueinander in der Abschirmungswandung angeordnet sind. Diese Ausgestaltung lässt sich besonders einfach herstellen.

In einer weiteren Ausführungsform ist die Ausnehmung vollständig durch ein Material der Abschirmungswandung umschlossen. Auf diese Weise kann eine besonders kostengünstige Abschirmung bereitgestellt werden, die besonders rissfest und somit fertigungstechnisch günstig zur Herstellung von Abschirmungssystemen ist.

In einer weiteren Ausführungsform weist die Abschirmungswandung einen ersten Wandungsabschnitt und einen zweiten Wandungsabschnitt auf. Vorzugsweise ist der erste Wandungsabschnitt dem ersten Abschnitt der Signalleitung zugewandt. In dem ersten Wandungsabschnitt ist eine Vielzahl von Ausnehmungen in dem ersten Wandungsabschnitt und dem zweiten Wandungsabschnitt vorgesehen. In dem ersten Wandungsabschnitt ist eine erste Verteilungsdichte der Ausnehmung unterschiedlich zu einer zweiten Verteilungsdichte der Ausnehmung im zweiten Wandungsabschnitt. Auch durch diese Ausgestaltung kann auf einfache Weise ein Impedanzsprung im Wellenwiderstand in der Signalleitung durch das Abschirmungssystem vermieden werden. Zusätzlich oder alternativ ist in dem ersten Wandungsabschnitt eine Anzahl von Ausnehmungen größer als eine Anzahl von Ausnehmungen im zweiten Wandungsabschnitt.

In einer weiteren Ausführungsform weist die Ausnehmung einen kreisförmigen Querschnitt oder einen elliptischen Querschnitt oder einen rechteckförmigen Querschnitt oder einen dreieckförmigen Querschnitt auf. Diese Ausgestaltungen haben sich als besonders einfach und kostengünstig zur Herstellung von Stanzwerkzeugen zur Herstellung der Ausnehmungen in der Abschirmungswandung herausgestellt.

Besonders vorteilhaft ist ferner, wenn die Abschirmung wenigstens eines der folgenden Materialien aufweist: elektrisch leitende Materialien, Aluminium, Kupfer, elektrisch leitenden Kunststoff, Ferrit, Ferrit gefüllten Kunststoff, gesinterten Ferrit, folienartig ausgebildetes Material, Metamaterial, flüssiger/pulverförmiger Beschichtungsstoff, Material mit einer Permittivität εr größer 1, vorzugsweise größer als 1,5, insbesondere größer als 2, besonders vorteilhafterweise größer als 5, insbesondere größer als 10, Material mit einer Permittivität εr kleiner als 1, insbesondere mit einer negativen Permittivität εr, Material mit einer magnetischen Permeabilität μ von größer als 1,3, vorzugsweise größer als 1,5, insbesondere größer als 2, besonders vorteilhafterweise größer als 10, insbesondere größer als 100, Material mit einer Permeabilität μr kleiner als 1, insbesondere mit einer negativen Permeabilität μr, Permittivität.

In einer weiteren Ausführungsform ist die Abschirmung folienartig ausgebildet. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass die Abschirmung besonders einfach mittels eines Wickelvorgangs um den zweiten Abschnitt der Signalleitung geführt werden kann und so besonders kostengünstig ein genau definiertes Impedanzanpassungssystem bereitgestellt werden kann.

In einer weiteren Ausführungsform weist jedes Kabel einen elektrischen Leiter auf, wobei mittels des elektrischen Leiters ein elektrisches Signal mit einer Wellenlänge übertragbar ist, wobei die Ausnehmung eine Ausnehmungskontur mit einer Umfangslänge aufweist, wobei ein Wert der Umfangslänge der Ausnehmungskontur zumindest kleiner ist als ein Bruchteil der Wellenlänge, vorzugsweise ein Wert kleiner einem Zehntel der Wellenlänge. Dadurch wird vermieden, dass durch die Öffnungen elektromagnetische Felder eingestrahlt oder abgestrahlt werden und somit die Abschirmung in ihrer Wirkung beeinträchtigt wäre.

Besonders vorteilhaft ist, wenn die Umfangslänge einen Wert aufweist, der kleiner als 150 mm, vorzugsweise kleiner 30 mm, ist. Bei diesen Umfangslängen wird gewährleistet, dass bei Signalen mit einer Frequenz von 100 MHz die oben beschriebenen Effekte nicht eintreten.

Die Aufgabe wird aber auch durch ein Kontaktierungssystem gemäß Patentanspruch 12 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass ein verbessertes Kontaktierungssystem mit einem Impedanzanpassungssystem dadurch bereitgestellt werden kann, dass das Impedanzanpassungssystem wie oben beschrieben ausgebildet ist und eine Kontaktierungseinrichtung vorgesehen ist. Die Kontaktierungseinrichtung ist ausgebildet, einen elektrischen Kontakt zu einer weiteren elektrischen Komponente bereitzustellen. Die Abschirmung umgreift dabei zumindest teilweise die Kontaktierungseinrichtung. Dadurch wird gewährleistet, dass sowohl ein Impedanzsprung im zweiten Abschnitt der Signalleitung vermieden werden kann als auch eine verbesserte Signalübertragung durch die Signalleitung und das Kontaktierungssystem bereitgestellt werden kann.

In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Kontaktierungseinrichtung zumindest zwei Kontaktelemente und ein Gehäuse, wobei jeweils ein Kontaktelement an einem Ende eines elektrischen Leiters des Kabels befestigt ist. Die Kontaktelemente sind in dem Gehäuse angeordnet. Die Abschirmung ist dabei zwischen den Kontaktelementen und dem Gehäuse oder zumindest teilweise umfangsseitig des Gehäuses angeordnet. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass die Abschirmung ungewollt nicht entfernt werden kann.

Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele, die im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert werden.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert.

Dabei zeigen:

1 eine schematische Seitenansicht eines Impedanzanpassungssystems;

2 eine Schnittansicht durch das in 1 gezeigte Impedanzanpassungssystem entlang einer in 1 gezeigten Schnittebene A-A;

3 eine Schnittansicht durch das in 1 gezeigte Impedanzanpassungssystem entlang einer in 1 gezeigten Schnittebene B-B;

4 ein Diagramm einer Impedanz, aufgetragen auf einer Länge zu dem in 1 gezeigten Impedanzanpassungssystem;

5 eine Abwicklung einer in 1 bis 3 gezeigten Abschirmung gemäß einer ersten Ausführungsform;

6 eine Abwicklung einer Abschirmung gemäß einer zweiten Ausführungsform;

7 eine Abwicklung einer Abschirmung gemäß einer dritten Ausführungsform;

8 eine Abwicklung einer Abschirmung gemäß einer vierten Ausführungsform,

9 eine Abwicklung einer Abschirmung gemäß einer fünften Ausführungsform;

10 eine Abwicklung einer Abschirmung gemäß einer sechsten Ausführungsform;

11 eine Abwicklung einer Abschirmung gemäß einer siebten Ausführungsform;

12 eine Abwicklung einer Abschirmung gemäß einer achten Ausführungsform;

13 eine Schnittansicht entlang einer in 12 gezeigten Schnittebene C-C durch die in 12 gezeigte Abschirmung;

14 eine Seitenansicht auf ein Kontaktierungssystem mit dem in 1 bis 3 gezeigten Impedanzanpassungssystem;

15 eine Schnittansicht durch das in 14 gezeigte Kontaktierungssystem entlang einer in 14 gezeigten Schnittebene D-D; und

16 ein Diagramm einer Impedanz Z, aufgetragen über einer Längserstreckung l des in 14 gezeigten Kontaktierungssystems.

1 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Impedanzanpassungssystems 10. 2 zeigt eine Schnittansicht durch das in 1 gezeigte Impedanzanpassungssystem 10 entlang einer in 1 gezeigten Schnittebene A-A und 3 zeigt eine Schnittansicht durch das in 1 gezeigte Impedanzanpassungssystem 10 entlang einer in 1 gezeigten Schnittebene B-B. Nachfolgend sollen die 1 bis 3 gemeinsam erläutert werden.

Das Impedanzanpassungssystem 10 weist eine Abschirmung 15 und eine Signalleitung 20 auf. Die Signalleitung 20 weist ein erstes Kabel 21 und ein zweites Kabel 22 auf. Das erste Kabel 21 weist einen ersten elektrischen Leiter 25 und einen ersten Isolator 30 auf. Der erste Isolator 30 ist umfangsseitig des ersten elektrischen Leiters 25 angeordnet und isoliert den elektrischen Leiter 25 elektrisch gegenüber der Umgebung. Das zweite Kabel 22 weist einen zweiten elektrischen Leiter 35 auf, der umfangsseitig durch einen zweiten Isolator 40 des zweiten Kabels 22 elektrisch gegenüber einer Umgebung isoliert ist. Die Signalleitung 20 dient zur Hochfrequenzübertragung von Signalen.

Die Signalleitung 20 weist einen ersten Abschnitt 45 und einen zweiten Abschnitt 50 auf. Der erste Abschnitt 45 ist dabei beispielhaft in 1 rechtsseitig des zweiten Abschnitts 50 angeordnet. Im ersten Abschnitt 45 ist die Signalleitung 20 als Twistet-Pair-Kabel ausgebildet, so dass das erste Kabel 21 verdrillt mit dem zweiten Kabel 22 ist. In dem zweiten Abschnitt 50 ist das erste Kabel 21 beabstandet mit einem Abstand d und unverdrillt zu dem zweiten Kabel 22 geführt. Diese Führung kann beispielsweise notwendig sein, wenn das erste Kabel 21 und das zweite Kabel 22 in ein Kontaktierungssystem 200 geführt werden, um einen elektrischen Kontakt, beispielsweise mit einer Leiterplatte oder anderen Signalleitungen, zu erhalten.

Die Abschirmung 15 ist im zweiten Abschnitt 50, wie in 2 gezeigt, vollständig um die Kabel 21, 22 umfangsseitig geführt. Ferner ist die Abschirmung 15 in einem Teilabschnitt des zweiten Abschnitts 50 angrenzend an den ersten Abschnitt 45 nur teilweise um die Signalleitung 20 geführt und somit, wie in 3 gezeigt, eine Seite der Signalleitung 20 durch die Abschirmung 15 bedeckt und die andere Seite von der Abschirmung 15 unbedeckt ist. Dabei ist auch denkbar, wie in den 2 und 3 gezeigt, dass diese vollständig umfangsseitige Abdeckung kombiniert mit einer teilweisen Abdeckung der Signalleitung 20 durch die Abschirmung 15 werden kann, um so einen im Wesentlichen konstanten Impedanzverlauf über die Länge l der Signalleitung 20 zu erreichen.

Selbstverständlich ist auch denkbar, dass die Abschirmung 15 über den gesamten zweiten Abschnitt 50 nur teilweise die Signalleitung 20 umgreift. Auch ist denkbar, dass die Abschirmung 15 über den gesamten zweiten Abschnitt 50 der Signalleitung 20 die Signalleitung 20 umfangsseitig vollständig umgreift.

4 zeigt ein Diagramm einer Impedanz Z, aufgetragen über einer Länge l der Signalleitung 20.

Durch die Ausgestaltung der in den 1 bis 3 gezeigten und in den verschiedenen Ausführungsformen gezeigte Abschirmung 15 kann im Wesentlichen ein konstanter Impedanzverlauf der Impedanz Z über die Länge l der Signalleitung 20 sowohl im verdrillten ersten Abschnitt 45 als auch im beabstandeten Abschnitt 50 bereitgestellt werden. Das Abschirmungssystem 10 weist somit keinen Impedanzsprung am Übergang zwischen dem ersten und dem zweiten Abschnitt 45, 50 auf. Unter konstantem Impedanzverlauf im Sinne der Anmeldung wird eine Impedanz Z verstanden, die über die Länge l der Signalleitung 20 von einem Mittelwert der Impedanz Z im ersten Abschnitt 45 um kleiner 20%, vorzugsweise kleiner 5 abweicht.

Das in den 1 bis 3 gezeigte Abschirmungssystem 10 weist zwar an einem Übergang zwischen dem ersten Abschnitt 45 und dem zweiten Abschnitt 50 eine Veränderung, die als kleiner Einbruch 89 im Impedanzverlauf ausgebildet ist auf, jedoch ist der Einbruch 89 kleiner 20% bezogen auf den Mittelwert der Impedanz Z im ersten Abschnitt 45, so dass der Impedanzverlauf gemäß der obrigen Definition im Wesentlichen konstant ist.

5 zeigt eine Abwicklung der in 1 gezeigten Abschirmung 15. Die Abschirmung 15 weist eine Abschirmungswandung 55 auf. Die Abschirmungswandung 55 ist beispielsweise folienartig ausgebildet. Dabei sind zahlreiche Ausnehmungen 60 vorgesehen, die als Durchgangsöffnungen ausgebildet sind. Die Ausnehmungen 60 sind dabei in einem regelmäßigen Muster und in konstantem Abstand zueinander in der Abschirmungswandung 55 angeordnet. Die Ausnehmungen 60 sind dabei vollständig umschlossen durch ein Material der Abschirmungswandung 55.

Die Abschirmungswandung 55 weist in der Ausführungsform wenigstens eines der folgenden Materialien auf: elektrisch leitende Materialien, Aluminium, Kupfer, elektrisch leitenden Kunststoff, Ferrit, Ferrit gefüllten Kunststoff, gesinterten Ferrit, Metamaterial, flüssigen/pulverförmigen Beschichtungsstoff, Material mit einer Permittivität εr größer 1, vorzugsweise größer als 1,5, insbesondere größer als 2, besonders vorteilhafterweise größer als 5, insbesondere größer als 10, Material mit einer Permittivität εr kleiner als 1, insbesondere mit einer negativen Permittivität εr, Material mit einer magnetischen Permeabilität μ von größer als 1,3, vorzugsweise größer als 1,5, insbesondere größer als 2, besonders vorteilhafterweise größer als 10, insbesondere größer als 100, Material mit einer Permeabilität μr kleiner als 1, insbesondere mit einer negativen Permeabilität μr, Pulver/pulverförmigen Beschichtungsstoff, folienartig ausgebildetes Material.

In der Ausführungsform sind die Ausnehmungen 60 mit einem kreisförmigen Querschnitt ausgebildet. Selbstverständlich ist auch denkbar, dass die Ausnehmungen einen elliptischen Querschnitt, einen rechteckförmigen Querschnitt oder einen dreieckförmigen Querschnitt aufweisen. Auch ist denkbar, dass die Ausnehmungen 60 eine andersartige Geometrie aufweisen. Jede Ausnehmung 60 weist eine Ausnehmungskontur 65 auf. Die Ausnehmungskontur 65 weist eine Umfangslänge lU auf.

Mittels der Signalleitung 20 können elektrische Signale, insbesondere Datensignale, übertragen werden. Die übertragenen Signale weisen eine entsprechend zur Übertragungsfrequenz korrespondierende Wellenlänge λ auf. In der Ausführungsform ist die Signalleitung 20 auf eine Übertragungsfrequenz von 100 MHz ausgelegt. Selbstverständlich sind mit der Signalleitung 20 auch andere Signale übertragbar, die eine andere Signalfrequenz aufweisen. Bei einer Signalfrequenz von 100 MHz ist die Wellenlänge des Signals etwa 3 m. Um einen wie in 5 gezeigten im Wesentlichen konstanten Impedanzverlauf über die beiden Abschnitte 45, 50 der Signalleitung 20 zu erreichen, ist die Umfangslänge lU der Ausnehmungskontur 65 kleiner gewählt, als ein Wert einer Hälfte der Wellenlänge des mittels der Signalleitung 20 zu übertragenden elektrischen Signals (lU < 2/2). Vorzugsweise ist ein Wert der Umfangslänge der Ausnehmungskontor 65 kleiner als ein Zehntel der Wellenlänge (lU < λ/10), das mit der Signalleitung 20 zu übertragen ist.

Dadurch ist bei einer Signalübertragung eines elektrischen Signals mit einer Signalfrequenz von 100 MHz besonders von Vorteil, wenn die Umfangslänge lU einen Wert aufweist, der kleiner als 150 mm, vorzugsweise kleiner 30 mm ist.

In der Ausführungsform sind die Ausnehmungen 60 in parallel zueinander verlaufenden ersten Reihen 70, 75 angeordnet (in 5 mittels strichlierter Kästen markiert) Ferner sind zweite Reihen 80, 85 durch die Ausnehmungen 60 ausgebildet, wobei die zweiten Reihen 80, 85 (in 5 mittels strichlierter Kästen markiert) rechtwinklig zu den ersten Reihen 70, 75 angeordnet sind. Selbstverständlich sind auch andere Anordnungsmuster denkbar.

Durch die Ausnehmungen 60 kann die Permittivität εr und/oder eine Permabilität μr lokal verändert werden, um so den im Stand der Technik auftretenden Impedanzsprung im Wellenwiderstand zwischen dem ersten Abschnitt 45 und dem zweiten Abschnitt 50 zu vermeiden.

Durch die Vermeidung von Impedanzsprüngen am Übergang vom ersten Abschnitt 45 der Signalleitung 20 zum zweiten Abschnitt 50 können Signalreflexionen innerhalb der Signalleitung erheblich vermindert werden 20 und somit eine zuverlässige Signalübertragung der elektrischen Signale mittels der Signalleitung 20 gewährleistet werden.

Durch die folienartige Ausgestaltung der Abschirmung 15 ist denkbar, dass die Abschirmung 15 mit einer innenseitig angeordneten Klebschicht 90 (vgl. 2) versehen ist, um so zuverlässig die Abschirmung 15 an der Signalleitung 20 zu befestigen. Dadurch kann auch eine selbstklebende Abschirmung 15 bereitgestellt werden. Auch ist denkbar, dass die Abschirmung 15 mehrfach in verschiedenen Lagen um die Signalleitung 20 im zweiten Abschnitt 50 beispielsweise als Wickel geführt ist.

6 zeigt eine Abwicklung der Abschirmung 15 gemäß einer zweiten Ausführungsform. Die Abschirmung 15 ist im Wesentlichen identisch zu der in 5 gezeigten Ausführungsform ausgebildet. Abweichend dazu weist die Abschirmung 15 einen ersten Wandungsabschnitt 95 und einen zweiten Wandungsabschnitt 100 auf. Der erste Wandungsabschnitt 95 ist auf einer dem ersten Abschnitt 45 der Signalleitung 20 abgewandten Seite angeordnet. Im ersten Wandungsabschnitt 95 sowie im zweiten Wandungsabschnitt 100 sind die bereits in der 6 gezeigten Ausnehmungen 60 vorgesehen. Abweichend dazu ist im ersten Wandungsabschnitt 95 eine Verteilungsdichte der Ausnehmungen 60 gegenüber einer Verteilungsdichte im zweiten Wandungsabschnitt 100 erhöht.

Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass die Abschirmung 15 flexibel auf den Abstand d der Kabel 21, 22 im zweiten Abschnitt 50 der Signalleitung 20 durch die Verteilungsdichte in dem jeweiligen Wandungsabschnitt 95, 100 angepasst werden kann, um einen im Wesentlichen konstanten Verlauf der Impedanz Z über der Länge l der Signalleitung 20 zu erreichen.

In der Ausführungsform ist dabei der erste Wandungsabschnitt 95 auf einer dem ersten Abschnitt 45 abgewandten Seite des zweiten Abschnitts 50 der Signalleitung 20 und der zweite Wandungsabschnitt 100 auf einer dem ersten Abschnitt 45 zugewandten Seite des zweiten Abschnitts 50 angeordnet. Durch die geringere Verteilungsdichte im zweiten Wandungsabschnitt 100 wird die Impedanz Z geringer reduziert als durch die erhöhte Verteilungsdichte im ersten Wandungsabschnitt 95. Dadurch kann der in 4 gezeigte Einbruch 89 vermieden.

Im zweiten Wandungsabschnitt 100 sind die Ausnehmungen 60 wie bereits in 5 erläutert angeordnet. Im zweiten Wandungsabschnitt 100 sind zusätzliche Reihen 105 zwischen den bereits erläuterten Reihen 70, 75, 80, 85 vorgesehen, sodass dadurch die Verteilungsdichte im ersten Wandungsabschnitt 95 erhöht wird. In der Ausführungsform sind die Ausnehmungen 60 identisch zueinander ausgebildet. Selbstverständlich ist auch denkbar, dass die Ausnehmungen 60 unterschiedlich in Abhängigkeit von den verschiedenen Wandungsabschnitten 95, 100 ausgebildet sind.

7 zeigt eine Abwicklung der Abschirmung 15 gemäß einer dritten Ausführungsform. Die Abschirmung 15 ist im Wesentlichen ähnlich zu der in 6 gezeigten Ausgestaltung ausgebildet. Abweichend dazu ist zusätzlich zu dem ersten Wandungsabschnitt 95 und dem zweiten Wandungsabschnitt 100 ein dritter Wandungsabschnitt 110 und ein vierter Wandungsabschnitt 115 vorgesehen. Dabei ist gegenüber der in 6 gezeigten Ausgestaltung der zweite Wandungsabschnitt 100 schmaler ausgebildet und grenzt direkt an den ersten Wandungsabschnitt 95 an. Rechtsseitig grenzt in 8 an den zweiten Wandungsabschnitt 100 der dritte Wandungsabschnitt 110 an. Rechtsseitig des dritten Wandungsabschnitts 110 ist der vierte Wandungsabschnitt 115 vorgesehen. Der zweite Wandungsabschnitt 100 und der dritte 115 weist die gleiche Verteilungsdichte von Ausnehmungen 60 auf. Die Verteilungsdichte des dritten Wandungsabschnitts 110 ist dabei erhöht gegenüber dem zweiten Wandungsabschnitt 100 beziehungsweise dem vierten Wandungsabschnitt 115. Der dritte Wandungsabschnitt 110 weist aber auch eine geringere Verteilungsdichte als der erste Wandungsabschnitt 95 auf.

Der dritte Wandungsabschnitt 110 und der vierte Wandungsabschnitt 115 weist eine im Wesentlichen hinsichtlich der reihenmäßigen Anordnung der Ausnehmung identische Ausgestaltung zu dem zweiten Wandungsabschnitt 100 auf. Auch in diesen beiden Wandungsabschnitten 110, 115 sind die Ausnehmungen im Wesentlichen parallel und orthogonal zueinander in Reihen 70, 75 angeordnet.

Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass die Abschirmung 15 flexibel an eine Kabelführung der Signalleitungen 20 im zweiten Abschnitt 50 angepasst werden kann, um so eine Impedanz der Signalleitung 20 über das Impedanzanpassungssystem 10 hinweg im Wesentlichen konstant zu halten.

Auch in der in 7 gezeigten Ausführungsform sind die Ausnehmungen 60 im Wesentlichen in den Wandungsabschnitten 95, 100, 110, 115 identisch zueinander angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass fertigungstechnisch die Ausnehmungen 60 besonders kostengünstig in die Abschirmungswandung 55 eingebracht werden können.

8 zeigte eine Abwicklung der Abschirmung 15 gemäß einer vierten Ausführungsform. Die Abschirmung 15 ist im Wesentlichen identisch zu der in 6 gezeigten Ausgestaltung ausgebildet. Abweichend dazu sind die Ausnehmungen 60 im Wesentlichen in diagonal verlaufenden Reihen 70, 75 (in 8 strichliert markiert) angeordnet. Wie auch in 6 sind die Ausnehmungen 60 identisch zueinander ausgebildet in der Abschirmungswandung 55 angeordnet. Selbstverständlich ist auch denkbar, dass die Ausnehmungen 60 andersartig und beispielsweise in unregelmäßigen Abständen zueinander angeordnet sind.

9 zeigt eine Abschirmung 15 gemäß einer fünften Ausführungsform. Die Abschirmung 15 weist bereits, wie in den 5 bis 8 erläutert, die Abschirmungswandung 55 auf. In der Abschirmungswandung 55 sind mehrere Ausnehmungen 120 vorgesehen, die im Wesentlichen keilförmig, in der Draufsicht dreiecksförmig ausgebildet sind. Die Abschirmung 15 weist dabei eine dem ersten Abschnitt 45 zugewandte erste Stirnseite 125 auf. Die erste Stirnseite 125 ist in 10 linksseitig angeordnet. Gegenüberliegend zur ersten Stirnseite 125 ist eine zweite Stirnseite 130 vorgesehen, die auf einer dem ersten Abschnitt 45 abgewandten Seite der Abschirmung 15 angeordnet ist. Die Ausnehmung 120 erstreckt sich von der ersten Stirnseite 125 in Richtung der zweiten Stirnseite 130. Aufgrund ihrer keilförmigen Ausgestaltung verjüngt sich die Ausnehmung 120 von der ersten Stirnseite 125 hin zur zweiten Stirnseite 130. Die Ausnehmung 120 erstreckt sich dabei über die gesamte Längserstreckung zwischen der ersten Stirnseite 120 zu der zweiten Stirnseite 130. Selbstverständlich ist auch denkbar, dass die Ausnehmung 120 eine kürzere Erstreckung aufweist, sodass die Ausnehmung 120 linksseitig der zweiten Stirnseite 130 endet und ein Abschnitt in der Abschirmungswandung 55 vorgesehen ist, in der keine Ausnehmung 120 verläuft.

Selbstverständlich ist auch denkbar, dass die Ausnehmung 120 von der zweiten Stirnseite 130 beginnend in Richtung der ersten Stirnseite 125 sich verjüngt.

Die in 9 gezeigte Ausgestaltung hat den Vorteil, dass durch den konstanten Anstieg eines Querschnitts der Abschirmungswandung 55 ein Impedanzsprung über die Länge des Impedanzanpassungssystems 10 vermieden wird und so insbesondere die Beabstandung der beiden Kabel 21, 22, wie in 1 gezeigt, ausgeglichen werden kann.

10 zeigt eine Abwicklung der Abschirmung 15 gemäß einer sechsten Ausführungsform. Die Abschirmung 15 ist ähnlich zu der in 10 gezeigten Ausbildung ausgestaltet. Abweichend dazu weist die Abschirmung 15 eine Ausnehmung 135 auf, die sich von der ersten Stirnseite 125 in Richtung der zweiten Stirnseite 130 in der Abschirmungswandung 55 erstreckt. Die Ausnehmung 135 weist einen wellenförmigen Querschnitt auf, der sich an seinem der zweiten Stirnseite 130 zugewandten Ende hin verjüngt. Der Querschnitt ändert bzw. vergrößert und verkleinert sich über die Längserstreckung von der ersten Stirnseite 125 hin zu der zweiten Stirnseite 130. Dadurch kann flexibel auf die Führung der Kabel 21, 22 der Signalleitung 20 im zweiten Abschnitt 50 eingegangen werden, um eine im Wesentlichen konstante Impedanz Z über die gesamte Längserstreckung der Signalleitung 20 zu gewährleisten.

Rechtsseitig eines Längsendes der Ausnehmung 135 ist ein Wandungsabschnitt 140 in der Abschirmungswandung 55 vorgesehen, in dem keine Ausnehmungen vorgesehen sind. Selbstverständlich ist auch denkbar, dass auf den Abschnitt 140 verzichtet wird und sich die Ausnehmungen 135, wie in 10 gezeigt, über die gesamte Längserstreckung der Abschirmung 15 erstrecken.

11 zeigt eine Abwicklung der Abschirmung 15 gemäß einer siebten Ausführungsform. Die Abschirmung 15 ist ähnlich zu der in 10 gezeigten Ausgestaltung der Abschirmung 15 ausgebildet. Abweichend dazu weist die Abschirmung 15 einen ersten Abschnitt 145 auf, der an die erste Stirnseite 125 angrenzend angeordnet ist. Ferner ist an der zweiten Stirnseite 130 ein zweiter Abschnitt 150 vorgesehen. Zwischen dem ersten Abschnitt 145 und dem zweiten Abschnitt 150 ist ein Mittelabschnitt 155 angeordnet. In dem ersten Abschnitt 145 und in dem zweiten Abschnitt 150 sind jeweils die bereits in 10 erläuterten Ausnehmungen 120 vorgesehen, wobei die Ausnehmungen 120 eine kürzere Längserstreckung aufweisen. Die Ausnehmungen 120 erstrecken sich dabei im ersten Abschnitt 145 von der ersten Stirnseite 125 in Richtung dem Mittelabschnitt 155. An dem Mittelabschnitt 155 enden die ersten Ausnehmungen 120. In dem Mittelabschnitt 155 selbst sind keine Ausnehmungen 120 vorgesehen. Die Ausnehmungen 120 erstrecken sich aber auch von der zweiten Stirnseite 130 hin zum Mittelabschnitt 155.

In der Ausführungsform sind die linksseitig im ersten Abschnitt 145 angeordneten Ausnehmungen 120 symmetrisch zu den im zweiten Abschnitt 150 angeordneten Ausnehmungen 120 bezogen auf eine im Mittelabschnitt 155 angeordnete Mittelachse 156. Selbstverständlich ist auch denkbar, dass eine unsymmetrische Anordnung der Ausnehmungen 120 zwischen dem ersten Abschnitt 145 und dem zweiten Abschnitt 150 vorgesehen ist. Auch ist denkbar, dass die Ausnehmungen 120 im ersten Abschnitt 145 zueinander eine unterschiedliche Längserstreckung oder bezogen auf die Ausnehmungen 120 im zweiten Abschnitt 150 eine unterschiedliche Längserstreckung aufweisen.

12 zeigt eine Draufsicht auf die Abschirmung 15 gemäß einer achten Ausführungsform und 13 zeigt eine Schnittansicht einer in 13 gezeigten Schnittebene C-C. Die Abschirmung 15 weist eine Trägerschicht 160 auf, die beispielsweise ein folienartig ausgebildetes Material aufweist, das eine Permittivität εr größer als 1, vorzugsweise größer als 1,5, insbesondere größer als 2, besonders vorteilhafterweise größer als 5, insbesondere größer als 10, und/oder Material mit einer Permittivität εr kleiner als 1, insbesondere mit einer negativen Permittivität εr und/oder Material mit einer magnetischen Permeabilität μ von größer als 1,3, vorzugsweise größer als 1,5, insbesondere größer als 2, besonders vorteilhafterweise größer als 10, insbesondere größer als 100, Material mit einer Permeabilität μr kleiner als 1, insbesondere mit einer negativen Permeabilität μr, aufweist. Insbesonders dabei ist denkbar, dass die Trägerschicht 160 aus einem elektrisch nicht leitendem Kunststoff ausgebildet ist. Oberseitig auf der Trägerschicht 160 ist die Abschirmungswandung 55 ausgebildet. Die Abschirmungswandung 55 ist beispielsweise auf der Trägerschicht 160 als weitere Schicht aufgedampft. Selbstverständlich ist auch denkbar, dass die Abschirmungswandung 55, insbesondere wenn die Abschirmungswandung 55 so ausgeformt ist, dass sie ein Metamaterial ausbildet und/oder neben einem Aufdampfen auch aufgedruckt, lasergesintert oder andersartig auf die, vorzugsweise folienartig ausgebildete, Trägerschicht 160 aufgebracht wird.

Die Abschirmungswandung 55 weist dabei die oben genannten Materialien auf. Zwischen den Abschirmungswandungen 55 sind Ausnehmungen 165 ausgebildet. Die Ausnehmungen 165 weisen eine unterschiedliche Längserstreckung auf und werden dabei durch in logarithmischen Muster angeordneten Streifen der Abschirmungswandung 55 begrenzt Die Ausnehmungen 165 sind somit in der Ausführungsform nicht als Durchgangsöffnungen sondern als materialfreie Zonen ohne das Material der Abschirmungswandung 55 ausgebildet.

Die Abschirmungswandung 55 weist dabei verschiedene Teilabschnitte 170 auf, die jeweils linienförmig ausgebildet sind. Die Teilabschnitte 170 weisen in Längserstreckung der Abschirmung 15 eine gleiche Breite auf. Selbstverständlich ist auch denkbar, dass die Teilabschnitte 170 eine unterschiedliche Breite aufweisen. Die Ausnehmungen 165 weisen jedoch in Längserstreckung eine unterschiedliche Breite auf. Selbstverständlich ist auch denkbar, dass die Ausnehmungen 165 in Längsrichtung die gleiche Breite aufweisen.

Die Abschirmungswandung 55 weist in einer Richtung quer zur Längserstreckung die gleiche Breite wie die Ausnehmungen 165 auf, sodass sozusagen die Ausnehmungen 165 sich über die volle Breite der Trägerschicht 160 erstrecken. Alternativ ist selbstverständlich auch denkbar, dass die unterschiedlichen Teilabschnitte 170 der Abschirmungswandung 55 in Längserstreckungsrichtung miteinander verbunden sind und so zumindest teilweise die Ausnehmungen 165 vollständig durch die Abschirmungswandung 55 umschlossen sind.

Selbstverständlich ist auch denkbar, dass die in den 5 bis 12 gezeigten Ausgestaltungen der Abschirmung 15 mit dem in den 12 und 13 Aufbau der Abschirmung hinsichtlich der Trägerschicht 160 und der Ausnehmungen 165 kombiniert werden.

14 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Kontaktierungssystems 200. 15 zeigt eine Schnittansicht durch das in 14 gezeigte Kontaktierungssystem 200 entlang einer in 15 gezeigten Schnittebene D-D.

Das Kontaktierungssystem 200 weist eine als erste Kontaktierungseinrichtung ausgebildete Buchseneinheit 205 und eine als zweite Kontaktierungseinrichtung ausgebildete Steckereinheit 210 auf. Die Buchseneinheit 205 ist mit einer ersten Signalleitung 215 verbunden. Die Steckereinheit 210 ist mit einer zweiten Signalleitung 220 verbunden. Die Signalleitungen 215, 220 sind korrespondierend zu der in 1 gezeigten Signalleitung 20 ausgebildet.

Die Buchseneinheit 205 umfasst mehrere als Kontaktelement ausgebildete Buchsenelemente 225, wobei jedes Buchsenelement mit jeweils einem Ende des Kabels 21, 22 bzw. des in dem Kabel 21, 22 angeordneten elektrischen Leiters 25, 35 der ersten Signalleitung 215 verbunden ist. Ferner umfasst die Buchseneinheit 205 ein Buchsengehäuse 230, in dem die beiden Buchsenelemente 225 angeordnet sind.

Die Steckereinheit 210 weist ein Steckergehäuse 235 auf, das in 14 linksseitig des Buchsengehäuses 230 angeordnet ist. In dem Steckergehäuse 235 sind als Kontaktelemente ausgebildete Steckelemente 240 vorgesehen, die an jeweils einem Längsende der Kabel 21, 22 der zweiten Signalleitung 220 bzw. des in dem Kabel 21, 22 angeordneten elektrischen Leiters 25, 35 verbunden sind. In montiertem Zustand greifen die Steckelemente 240 in die Buchsenelemente 225 ein und werden durch die Buchsenelemente 225 aufgenommen. Dadurch wird eine elektrische Verbindung zwischen dem Steckelement 240 und dem Buchsenelement 225 beziehungsweise zwischen der ersten Signalleitung 215 und der zweiten Signalleitung 220 bereitgestellt.

Um, wie bereits in den 1 bis 13 erläutert, einen Impedanzsprung in dem Kontaktierungssystem 200 zu vermeiden, ist ferner die Abschirmung 15 vorgesehen. Die Abschirmung 15 erstreckt sich dabei beispielhaft zwischen dem zweiten Abschnitt 50 der ersten Signalleitung 215 und dem zweiten Abschnitt 50 der zweiten Signalleitung 220. Die Abschirmung 15 ist dabei, wie in den 1 bis 13 erläutert, beispielhaft ausgebildet.

Das Buchsengehäuse 230 weist beispielhaft einen kreisförmigen Querschnitt auf. Selbstverständliche sind andere beliebige Querschnitte auch denkbar. Die Abschirmung 15 ist dabei innenseitig des Buchsengehäuses 230 angeordnet und schirmt die Buchsenelemente 225 beziehungsweise die in die Buchsenelemente 225 eingreifende Steckelemente 240 gegenüber einer Umgebung 245 ab. Die Abschirmung 15 kann dabei beispielhaft innerhalb des Buchsengehäuses 230 aufgedampft, aufgedruckt oder andersartig auf ein elektrisch nicht leitendes Material des Buchsengehäuses 230 aufgebracht werden.

In der Ausführungsform erstreckt sich das Buchsengehäuse 230 in Längsrichtung ferner über den gesamten zweiten Abschnitt 50 der ersten Signalleitung 215. Selbstverständlich ist auch denkbar, dass die Abschirmung 15 zweiteilig ausgeführt ist und beispielsweise im Bereich des Buchsengehäuses 230 an dem Buchsengehäuse 230 angeordnet ist und im Bereich des zweiten Abschnitts 50 folienartig ausgebildet ist und um den zweiten Abschnitt 50 der ersten Signalleitung 215 geführt ist.

Selbstverständlich ist auch denkbar, dass die Abschirmung 15 umfangsseitig außen zu dem Buchsengehäuse 230 angeordnet ist.

Es wird darauf hingewiesen, dass das für das Buchsengehäuse 230 in Zusammenhang mit der Abschirmung 15 Beschriebene ebenso für das Steckergehäuse 235 und der an dem Steckergehäuse 235 angeordneten Abschirmung 15 gilt. Auch ist denkbar, dass nach dem Verbinden der Buchseneinheit 205 mit der Steckereinheit 210 die Abschirmung 15 über die Buchseneinheit 205 und die Steckereinheit 210 gebracht wird und dabei gleichzeitig auch die zweiten Abschnitte 50 der Signalleitungen 215, 220 gegenüber der Umgebung 245 abgeschirmt werden.

16 zeigt ein Diagramm einer Impedanz Z aufgetragen über der Länge l des in 14 und 15 gezeigten Kontaktierungssystems 200. Durch die Anordnung des Impedanzanpassungssystems 10 sowohl im Bereich der nicht gewickelten Kabel 21, 22 und des Kontaktierungssystems 200 wird die Impedanz Z über die Länge l auch im Bereich des Kontaktierungssystems 200 im Wesentlichen konstant gehalten.

Dadurch kann eine verbesserte Signalübertragung zwischen den beiden Signalleitungen 215, 220 bereitgestellt werden und ein Übersprechen minimiert werden. Durch die verbesserte Signalübertragung können die Leitungslängen der Signalleitungen 215, 220 insgesamt verlängert werden und/oder die Anzahl von Kontaktierungssystem 200 zur Übertragung von Signalen zwischen zwei Punkten erhöht werden. Ferner kann auch die Datenrate durch die verbesserte Signalübertragung erhöht werden.

Üblicherweise wird die Abschirmung 15 in ihrer Impedanz im Wesentlichen auf die Impedanz der Signalleitung 20, 215, 220 abgestimmt. Selbstverständlich ist auch denkbar, dass die Signalleitung 20, 215, 220 eine andere Impedanz als das Impedanzanpassungssystem 10 aufweist. Dies hat insbesondere den Vorteil, dass auf einfache Weise eine Impedanz Z der Signalleitung 20 über das Impedanzanpassungssystem 10 angepasst werden kann. So ist beispielsweise denkbar, eine 50-Ohm-Signalleitung mittels der Abschirmung 15 kontinuierlich auf eine 100-Ohm-Signalleitungsanwendung durch eine entsprechende Anpassung des Impedanzanpassungssystems 10 zu adaptieren. Dies hat insbesondere den Vorteil, dass bei der Herstellung von Kabelbäumen, insbesondere für Kraftfahrzeuge, die Signalleitungen auf einfache Weise für verschiedene Anwendungen angepasst werden können und somit die Teilevielzahl verringert werden kann.

Es wird darauf hingewiesen, dass die in den Ausführungsformen beschriebenen Merkmale selbstverständlich miteinander kombiniert werden, um das Abschirmungssystem 10 an die jeweilige Anwendung entsprechend anzupassen. Obwohl die Erfindung im Detail durch das bevorzugte Ausführungsbeispiel näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • JP 2004-71404 A [0002]