Title:
Kühl- und/oder Gefriergerät
Kind Code:
A1


Abstract:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kühl- und/oder Gefriergerät mit wenigstens einem Korpus und mit wenigstens einem in dem Korpus befindlichen gekühlten Innenraum zur Aufnahme von Kühl- bzw. Gefriergut, wobei das Kühl- und/oder Gefriergerät wenigstens einen Sensor aufweist oder mit wenigstens einem Sensor in einer Datenverbindung steht, wobei der wenigstens eine Sensor derart ausgebildet ist, wenigstens eine Eigenschaft eines Lebensmittels und/oder wenigstens eine Eigenschaft der Atmosphäre zu ermitteln, die das oder die Lebensmittel umgibt.




Inventors:
Ertel, Thomas (88299, Leutkirch, DE)
Gindele, Thomas (88299, Leutkirch, DE)
Application Number:
DE102014006650A
Publication Date:
11/12/2015
Filing Date:
05/07/2014
Assignee:
Liebherr-Hausgeräte Ochsenhausen GmbH, 88416 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102012018357A1N/A2014-03-20
DE102011115146A1N/A2012-12-27
DE102011100507A1N/A2012-10-31
DE102009046831A1N/A2011-05-19
DE10060629A1N/A2002-06-13



Attorney, Agent or Firm:
Lorenz Seidler Gossel Rechtsanwälte Patentanwälte Partnerschaft mbB, 80538, München, DE
Claims:
1. Kühl- und/oder Gefriergerät mit wenigstens einem Korpus und mit wenigstens einem in dem Korpus befindlichen gekühlten Innenraum zur Aufnahme von Kühl- bzw. Gefriergut, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühl- und/oder Gefriergerät wenigstens einen Sensor aufweist oder mit wenigstens einem Sensor in einer Datenverbindung steht, wobei der wenigstens eine Sensor derart ausgebildet ist, wenigstens eine Eigenschaft eines Lebensmittels und/oder wenigstens eine Eigenschaft der Atmosphäre zu ermitteln, die das oder die Lebensmittel umgibt.

2. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor in dem gekühlten Innenraum oder außerhalb des gekühlten Innenraums angeordnet ist und/oder dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor fest oder entnehmbar in oder an dem Kühl- und/oder Gefriergerät angeordnet ist.

3. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine vorzugsweise optische und/oder akustische Anzeigeeinrichtung vorgesehen ist, die wenigstens zeitweise mit dem Sensor in einer Datenverbindung steht und die derart ausgebildet ist, dass auf dieser die von dem Sensor erfassten Daten oder davon abgeleitete Daten wiedergebbar sind.

4. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigeeinrichtung einen Bestandteil des Sensors bildet und/oder dass die Anzeigeeinrichtung durch ein Anzeigemittel des Kühl- und/oder Gefriergerätes gebildet wird und/oder dass die Anzeigeeinrichtung einen Bestandteil eines vorzugsweise tragbaren externen Gerätes bildet, das keinen Bestandteil des Kühl- und/oder Gefriergerätes darstellt.

5. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühl- und/oder Gefriergerät wenigstens ein Verschlusselement aufweist, mittels dessen der gekühlte Innenraum verschließbar ist und dass die Anzeigeeinrichtung an dem Verschlusselement oder an dem Korpus und vorzugsweise in einem Bereich des Korpus angeordnet ist, der bei geschlossenem Verschlusselement durch das Verschlusselement verdeckt oder durch das Verschlusselement hindurch sichtbar ist.

6. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor derart ausgebildet ist, dass er die Eigenschaft des Lebensmittels durch eine oder mehrere physikalische Messmethoden und/oder durch Spektroskopie und/oder durch Gasanalyse und/oder durch optische Erfassung und/oder durch die Erfassung der Keimzahl bestimmt.

7. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor derart angeordnet ist, dass dieser die Eigenschaft der sich in dem gekühlten Innenraum befindlichen Atmosphäre bestimmt.

8. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühl- und/oder Gefriergerät über wenigstens eine Steuerungs- oder Regelungselektronik verfügt, die derart ausgebildet ist, dass mit dieser der Betrieb des Kühl- und/oder Gefriergerätes gesteuert oder geregelt wird, wobei der Sensor kabelgebunden oder kabellos mit der Steuerungs- oder Regelungselektronik in Datenverbindung steht oder wobei der Sensor unmittelbar auf der Steuerungs- oder Regelungselektronik angeordnet ist.

9. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Auswerteeinrichtung vorgesehen ist, mit der der Sensor in Verbindung steht, wobei die Auswerteeinrichtung derart ausgebildet ist, dass diese die von dem Sensor ermittelten Daten auswertet, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die Auswerteeinrichtung derart ausgebildet ist, dass sie ein Signal ausgibt, wenn eine gemessene Eigenschaft einen Grenzwert übersteigt.

10. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung derart ausgebildet ist, dass diese in Abhängigkeit der von dem Sensor gemessenen Eigenschaft eine Empfehlung zum Lagerort der Ware ausgibt.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kühl- und/oder Gefriergerät mit wenigstens einem Korpus und mit wenigstens einem in dem Korpus befindlichen gekühlten Innenraum zur Aufnahme von Kühl- bzw. Gefriergut.

Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, Lebensmittel durch Analysegeräte auf ihre Beschaffenheit hin zu untersuchen. Aus der DE 10 2011 100 507 A1 ist ein mobiles optisches Analysegerät bekannt, das eine Vielzahl unterschiedlicher Analysemethoden zur Untersuchung organischer Proben bereitstellt. Die DE 10 2009 046 831 A1 betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung einer elektromagnetischen Strahlung mit einer einstellbaren spektralen Zusammensetzung.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kühl- und/oder Gefriergerät der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass das Lebensmittelmanagement für einen Nutzer vereinfacht ist.

Diese Aufgabe wird durch ein Kühl- und/oder Gefriergerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Danach ist vorgesehen, dass das Kühl- und/oder Gefriergerät wenigstens einen Sensor aufweist oder mit wenigstens einem Sensor in einer Datenverbindung steht, wobei der wenigstens eine Sensor derart ausgebildet ist, wenigstens eine Eigenschaft eines Lebensmittels oder wenigstens eine Eigenschaft der Atmosphäre zu ermitteln, die das oder die Lebensmittel umgibt. Erfindungsgemäß ist somit vorgesehen, dass das Kühl- und/oder Gefriergerät zumindest einen Sensor aufweist oder mit zumindest einem Sensor in Verbindung steht, der dazu in der Lage ist, wenigstens eine Eigenschaft eines Lebensmittels, wie beispielsweise den Reifegrad, oder wenigstens eine Eigenschaft der Atmosphäre, wie beispielsweise die Gaszusammensetzung, zu ermitteln, in der sich die Lebensmittel befinden.

Die Lebensmittel können sich dabei in dem gekühlten Innenraum, vor dem Gerät oder auch an anderer Stelle, z. B. in der Küche etc. befinden.

Der wenigstens eine Sensor kann in dem gekühlten Innenraum oder außerhalb des gekühlten Innenraums angeordnet sein. Befindet sich der Sensor außerhalb des gekühlten Innenraums, ist es denkbar, dass dieser an der Tür oder Klappe oder an einem sonstigen Verschlusselement oder am Korpus angeordnet ist.

Mögliche Anordnungen sind die Stirnseite oder die Seitenwand oder die Front des Korpus und/oder des Verschlusselementes.

Der Sensor kann in das Verschlusselement bzw. in dem Korpus aufgenommen sein oder auch auf der Oberfläche aufsitzen. Dies gilt für eine Anordnung am oder im Innenbehälter entsprechend.

Denkbar ist es beispielsweise, den Sensor mittels einer Magnethalterung zu positionieren.

Auch eine Anordnung des Sensors an der Querverbindung des Kühl- und/oder Gefriergerätes ist denkbar und von der Erfindung mit umfasst. So ist es möglich, den Sensor derart auszurichten, dass dieser die Waren erfasst, die oberhalb der Querverbindung und/oder unterhalb der Querverbindung in das bzw. aus dem Kompartiment eingelegt bzw. aus diesem entnommen werden.

Der Sensor kann fest oder entnehmbar, d. h. lösbar in oder an dem Kühl- und/oder Gefriergerät angeordnet sein. Vorzugsweise ist ein „loser” Sensor vorgesehen, der an unterschiedlichen Positionen des Gerätes angeordnet werden kann und vorzugsweise beliebig positionierbar ist.

Die Stromversorgung des Sensors kann über das Kühl- und/oder Gefriergerät und/oder über eine eigene Stromversorgung des Sensors, z. B. mittels eines Akkus oder einer Batterie erfolgen.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist wenigstens eine Anzeigeeinrichtung vorgesehen, die dauerhaft oder zeitweise mit dem Sensor in einer Datenverbindung steht und die derart ausgebildet ist, dass auf dieser die von dem Sensor erfassten Daten oder davon abgeleitete Daten wiedergebbar sind.

So ist es denkbar, dass die Anzeigeeinrichtung als Display ausgebildet ist. Dieses kann beispielsweise am Gerätekorpus und/oder an einem Verschlusselement des Gerätes angeordnet sein. Denkbar ist beispielsweise eine Anordnung des Displays an der Tür des Gerätes.

Somit kann die Anzeigeeinrichtung an dem Verschlusselement oder auch an dem Korpus und vorzugsweise in einem Bereich des Korpus angeordnet sein, der bei geschlossenem Verschlusselement durch das Verschlusselement verdeckt oder durch das Verschlusselement hindurch sichtbar ist. Die Anzeigeeinrichtung kann beispielsweise an dem Korpus angeordnet sein und durch eine Aussparung oder durch ein Sichtfenster hindurch von einem vor der Tür stehenden Nutzer erkennbar sein.

Die Anzeigeneinrichtung kann auch in einem tragbaren Gerät, wie beispielsweise in einem Smartphone, Tablet, in einer Datenbrille etc. angeordnet sein.

Auch ist es denkbar, dass die Anzeigeeinrichtung einen Bestandteil des Sensors bildet bzw. an dem Sensor angeordnet ist.

Die Anzeigeeinreichung kann grundsätzlich beispielsweise als optische und/oder akustische Einrichtung ausgebildet sein.

Der Sensor kann derart ausgebildet sein, dass er die Eigenschaft des Lebensmittels durch eine oder mehrere physikalische Messmethoden, wie z. B. durch die Messung des Widerstandes, der Leitfähigkeit, des pH-Wertes etc. misst. Dabei können Inhaltsstoffe, wie Wasser, Fett, Kohlenhydrate, Zucker oder der Gehalt bzw. die Anwesenheit sonstiger Stoffe quantitativ und/oder qualitativ bestimmt werden. Dies gilt selbstverständlich nicht nur für diese Messmethode, sondern grundsätzlich für alle Messmethoden, mit denen derartige Parameter messbar sind.

Auch die Methode der Spektroskopie ist von der Erfindung mit umfasst. In Betracht kommen beispielsweise VIS, d. h. die Spektroskopie im sichtbaren Bereich, IR-(Infrarot), FarIR-(Ferninfrarot) und UV-Spektroskopie (Ultraviolett). Mit diesen Methoden lassen sich beispielsweise Verderbsprozesse, wie die Gärung, Fäulnis, ein Schimmelbefall qualitativ oder quantitativ feststellen. Auch Inhaltsstoffe, wie Wasser, Fett, Kohlenhydrate, Zucker oder der Gehalt bzw. die Anwesenheit sonstiger Stoffe kann auf diese Weise quantitativ und/oder qualitativ bestimmt werden.

Der oder die Sensoren können des Weiteren derart ausgebildet sein, dass mikrobiologische Verfahren zur Anwendung kommen, wie beispielsweise eine Vorgehensweise zur Ermittlung der Keimzahl. Auch mit dieser Vorgehensweise lassen sich Verderbsprozesse, wie die Gärung, Fäulnis, ein Schimmelbefall qualitativ oder quantitativ feststellen.

Der oder die Sensoren können auch derart ausgebildet sein, dass eine Analyse mittels Gasanalyse erfolgt. In Betracht kommt beispielsweise der Einsatz einer „elektronischen Nase”, d. h. eine Mehrzahl von Gassensoren, deren Signale üblicherweise durch mathematische Methoden im Sinne einer Mustererkennung verarbeitet werden. Auch eine Ermittlung der qualitativen oder quantitativen Gaszusammensetzung durch Gaschromatographie ist denkbar und von der Erfindung mit umfasst.

Auch durch eine Gasanalyse lässt sich die Zusammensetzung der Lebensmittel und/oder Verderbsprozesse, wie die Gärung, Fäulnis, ein Schimmelbefall qualitativ oder quantitativ feststellen. Eine Gasanalyse eignet sich insbesondere auch zur Feststellung des Reifegrades der Lebensmittel, beispielsweise durch Messung des Gasgehaltes und insbesondere des Ethylen-Gehaltes.

Von der Erfindung ist auch die optische Erfassung einer oder mehrerer Eigenschaften des Lebensmittels umfasst. In Betracht kommt der Einsatz einer Kamera oder eines sonstigen Erfassungsgerätes, das in der Lage ist, einen Strichcode oder einen QR-Code zu erfassen. Durch die Erfassung dieses Codes lassen sich Eigenschaften der damit versehenen Lebensmittel feststellen, wie z. B. die Inhaltsstoffe gemäß Herstellerangaben, wie z. B. der Gehalt an Fett, Kohlenhydraten, Zucker etc.

Die optische Erfassung kann auch in einer bildlichen Erfassung des Lebensmittels selbst bestehen. So ist es beispielsweise möglich, einen Apfel dahingehend zu erfassen, ob dieser Flecken bzw. „braune Stellen” aufweist, was auf einen fortgeschrittenen Reifegrad oder eine längere Lagerdauer schließen lässt.

Grundsätzlich können die mit dem oder den Sensoren erfassten Bilder oder sonstigen Daten mit Referenzdaten verglichen werden, die beispielsweise erfasst wurden, als das Lebensmittel eingelagert wurde oder die bereits geräteseitig hinterlegt sind. Durch diesen Vergleich lassen sich Rückschlüsse auf Veränderungen, wie z. B. den Alterungsprozess ziehen.

Der Sensor kann eine oder mehrere Eigenschaften des Lebensmittels selbst und/oder eine oder mehrere Eigenschaften der Atmosphäre bestimmen, in der sich die Lebensmittel befinden. Denkbar ist eine Erfassung der Atmosphäre in dem gekühlten Innenraum oder in einem Teilbereich von diesem.

Das Kühl- und/oder Gefriergerät kann über wenigstens eine Steuerungs- oder Regelungselektronik verfügen, die derart ausgebildet ist, dass mit dieser der Betrieb des Kühl- und/oder Gefriergerätes gesteuert oder geregelt wird, wobei vorgesehen sein kann, dass der Sensor kabelgebunden oder kabellos mit der Steuerungs- oder Regelungselektronik in Datenverbindung steht oder dass der Sensor unmittelbar auf der Steuerungs- oder Regelungselektronik angeordnet ist. Ist zur Verarbeitung der durch den Sensor erfassten Daten eine Rechenleistung notwendig, kann diese durch die Steuerungs- oder Regelungselektronik des Gerätes bereitgestellt werden.

Grundsätzlich kann der Sensor unabhängig davon ob es sich um einen integralen Bestandteil des Gerätes oder um einen externen Sensor, d. h. um einen Sensor handelt, der keinen integralen Bestandteil des Gerätes darstellt, mit einem Kabel oder drahtlos, beispielsweise über eine Funkverbindung mit der Steuerungs- oder Regelungselektronik des Gerätes in Verbindung stehen. Der Sensor und/oder das Kabel kann eingeschäumt sein oder sich im nicht eingeschäumten Bereich befinden.

Der Sensor kann beispielsweise an dem Innenbehälter, am Korpus oder am Verschlusselement durch Kleben oder Klipsen befestigt sein.

Er kann in ein externes Gerät, d. h. in ein Gerät (z. B. Sensordrone oder Smartphone etc.) eingebaut sein, das keinen Bestandteil des Kühl- und/oder Gefriergerätes darstellt.

Auch ist es denkbar, dass die Fixierung des Sensors mittels eines Magnethalters erfolgt, wobei der Magnet am Sensor und das Metall am/im Kühl- und/oder Gefriergerät oder umgekehrt der Magnet am/im Kühl- und/oder Gefriergerät und das Metall am Sensor angeordnet sein kann.

Von der Erfindung ist auch der Fall umfasst, dass der Sensor auf der Steuerungs- oder Regelungselektronik des Kühl- und/oder Gefriergerätes angeordnet ist und über eine geeignete Verbindung zu dem Lebensmittel bzw. der Atmosphäre wenigstens eine Eigenschaft des Lebensmittels oder der Atmosphäre erfassen kann. Dies Verbindung kann beispielsweise über ein Sichtfenster (z. B. aus Glas oder PE), z. B. zur Erfassung der IR-Strahlung, oder über einen Lichtleiter, z. B. zur Erfassung des sichtbaren Lichtes (z. B. für VIS) oder auch durch elektrische Kontakte, z. B. zur Messung des elektrischen Widerstands realisiert werden.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist wenigstens eine Auswerteeinrichtung vorgesehen, mit der der Sensor in Verbindung steht, wobei die Auswerteeinrichtung derart ausgebildet ist, dass diese die von dem Sensor ermittelten Daten auswertet.

Dies Auswerteeinrichtung kann derart ausgebildet sein, dass sie ein Signal ausgibt, wenn eine gemessene Eigenschaft einen Grenzwert übersteigt. So kann dem Nutzer beispielsweise mitgeteilt werden, dass ein Lebensmittel nun verbraucht werden sollte oder dass einer weiteren Einlagerung nichts im Wege steht etc.

Grundsätzlich ist es auch denkbar, dass der oder die Sensoren und/oder die genannte Auswerteeinrichtung mit einer Software verknüpft ist, die Diätprogramme, eine Diabetiker-App. etc. enthält oder aus diesen besteht. Dabei ist es denkbar, dass diese Programme bzw. Apps. auf der Grundlage der seitens des oder der Sensoren erfassten Daten Ernährungsempfehlungen ausgibt.

Auch ist es denkbar, dass die Auswerteeinrichtung oder die Anzeigeeinrichtung in Form einer Ampel ausgestaltet ist, wobei z. B. grün anzeigt, dass das Lebensmittel noch weiterhin gelagert werden kann, wobei z. B. gelb anzeigt, dass das Lebensmittel demnächst verbraucht werden sollte und wobei z. B. rot anzeigt, dass ein sofortiger Verzehr empfehlenswert ist.

Die Auswerteeinrichtung kann des Weiteren derart ausgebildet sein, dass diese in Abhängigkeit der von dem Sensor gemessenen Eigenschaft eine Empfehlung zum Lagerort der Ware ausgibt.

Der Sensor bzw. eine damit in Verbindung stehende Auswerteeinheit kann kalibrierbar ausgebildet sein, so dass definierbar ist, wann das Lebensmittel als verdorben gilt etc.

Des Weiteren kann das Kühl- und/oder Gefriergerät und/oder der Sensor oder eine damit in Verbindung stehende Einheit wenigstens eine Schnittstelle aufweisen, über die das Kühl- und/oder Gefriergerät und/oder Sensor mit einem Update versorgt werden kann, wie beispielsweise mit einem neuen Algorithmus.

Hinsichtlich der Bedienung des Sensors ist es denkbar, dass der Sensor zu dem zu untersuchenden Lebensmittel gebracht wird oder dass das zu untersuchende Lebensmittel an den Sensor gehalten wird.

Auch ist es möglich, dass der Sensor automatisch oder auf Aufforderung Daten aus der Atmosphäre, wie z. B. aus dem gekühlten Innenraum aufnimmt.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand eines im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Das Kühl- und/oder Gefriergerät gemäß dem Ausführungsbeispiel weist einen Korpus und eine diesen verschließende Tür auf, die einen gekühlten Innenraum begrenzen.

In dem gekühlten Innenraum befindet sich ein Sensor, der als „elektronische Nase” kontinuierlich oder in Zeitabständen z. B. über Luftkonvektion Messwerte aufnimmt und diese an eine Auswerteeinrichtung überträgt. Bei diesen Messwerten kann es sich beispielsweise um den Ethylengehalt handeln.

Die Auswerteeinrichtung vergleicht den gemessenen Wert mit einem Grenz- oder Sollwert und gibt eine optisch oder akustisch wahrnehmbare Meldung an den Nutzer aus, sofern eine Grenzwertüberschreitung vorliegt. Der Nutzer kann dann entsprechend handeln und die reife Ware aus dem gekühlten Innenraum entnehmen und diese verbrauchen.

Alternativ oder zusätzlich dazu kann vorgesehen sein, dass ein Sensor derart angeordnet ist, dass er im Bereich der Türöffnung befindliche Lebensmittel erfasst und dann über eine Auswerteeinrichtung z. B. auf einem Display oder akustisch eine Lagerempfehlung ausgibt, wie beispielsweise die, dass das Lebensmittel in dem Kaltlagerfach aufbewahrt werden soll etc.

Der Sensor kann auch in einem externen, vorzugsweise tragbaren Gerät angeordnet sein und beispielsweise über eine drahtlose Verbindung mit dem Gerät kommunizieren und die gemessenen Daten an das Kühl- und/oder Gefriergerät übertragen. Dort kann dann eine Auswertung stattfinden und das Ergebnis der Auswertung kann dann beispielsweise an dem Kühl- und/oder Gefriergerät und/oder nach entsprechender Übertragung an dem externen Gerät angezeigt werden. Auf diese Weise kann ein Nutzer eine Kaufentscheidung eines Lebensmittels treffen, da ihm noch im Supermarkt etc. z. B. auf seinem Smartphone die Zusammensetzung des Lebensmittels oder sonstige Eigenschaften angezeigt werden können.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 102011100507 A1 [0002]
  • DE 102009046831 A1 [0002]