Title:
Detektion von Wild und Ausgabe eines Warnhinweises an den Fahrer eines Kraftfahrzeugs
Kind Code:
A1


Abstract:

Zur Bereitstellung eines schnellen und kostengünstigen Verfahrens zur Detektion von Wild und der Ausgabe eines entsprechenden Warnhinweises an den Fahrer eines ersten Kraftfahrzeugs, ist erfindungsgemäß vorgesehen, ein zweites Kraftfahrzeug mit einem Wilderkennungs-System zur Erkennung von in der Nähe des zweiten Fahrzeugs befindlichen Wilds zu versehen und eine von dem Wilderkennungs-System ausgesandte Wildwarnungs-Nachricht an ein erstes, nachfolgendes Kraftfahrzeug in erfindungsgemäß vorteilhafter Weise weiter zu leiten.




Inventors:
Skowronek, Alexander (83620, Feldkirchen-Westerham, DE)
Application Number:
DE102013226648A
Publication Date:
06/25/2015
Filing Date:
12/19/2013
Assignee:
Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft, 80809 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102011102759A1N/A2012-01-05
DE102011102760A1N/A2012-01-05
DE102004050597B4N/A2009-02-12
DE19758155A1N/A1999-07-01
DE3830508C2N/A1990-09-20



Claims:
1. Verfahren zur Detektion von Wild und Ausgabe eines Warnhinweises an den Fahrer eines ersten Kraftfahrzeugs, gekennzeichnet durch folgende Schritte:
– ein zweites Kraftfahrzeug weist ein Wilderkennungssystem zur Erkennung von in der Nähe des Fahrzeugs befindlichen Wilds auf,
– das Wilderkennungssystem des zweiten Kraftfahrzeugs generiert eine Wildwarnungs-Nachricht, die von dem zweiten Kraftfahrzeug über eine im zweiten Kraftfahrzeug vorgesehene zweite Kommunikations-Vorrichtung zur Warnung des Fahrers des ersten Kraftfahrzeugs und zur Warnung der Fahrer weiterer Kraftfahrzeuge mittels eines im Fahrzeug vorgesehenen Wildwarnungs-Systems ausgesandt wird, und
– die Wildwarnungs-Nachricht wird in der vom zweiten Fahrzeug ausgesandten oder einer modifizierten Form an eine im ersten Fahrzeug vorgesehene erste Kommunikations-Vorrichtung datentechnisch übertragen und dem Fahrer des ersten Fahrzeugs visuell und/oder akustisch durch eine Warnmeldungs-Ausgabevorrichtung ausgegeben.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragung der Wildwarnungs-Nachricht des zweiten Fahrzeugs über eine fahrzeugexterne Datenverarbeitungs-Vorrichtung, insbesondere einen Backend-Computer, zum ersten Fahrzeug erfolgt.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverarbeitungs-Vorrichtung die in der Nähe des zweiten Fahrzeugs befindlichen ersten Fahrzeuge registriert und bevorzugt deren Fahrtrichtung ermittelt.

4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverarbeitungs-Vorrichtung vor in Fahrtrichtung des ersten Fahrzeuges befindlichem Wild durch eine an die ersten Fahrzeuge ausgesandte Wildwarnungs-Nachricht warnt.

5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragung der Wildwarnungs-Nachricht des zweiten Fahrzeugs unmittelbar zu mindestens einem in der Nähe befindlichen ersten Fahrzeugs erfolgt, vorzugsweise über einen entsprechend reichweitigen Kommunikationskanal, wie WLAN.

6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wildwarnungs-Nachricht des zweiten Fahrzeugs von der Datenverarbeitungs-Vorrichtung und/oder einem zweiten Fahrzeug, erforderlichenfalls in modifizierter Form, zu einer Signal-Vorrichtung übertragen wird, die sich im Bereich des zweiten oder der zweiten Fahrzeuge befindet.

7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alternativ oder ergänzend zu dem Wilderkennungssystem im zweiten Fahrzeug ein Fahrbahn-Wilderkennungssystem am Rand einer Fahrbahn, insbesondere eine Landstraße, die durch einen Wald verläuft, vorgesehen ist und das Fahrbahn-Wilderkennungssystem eine Wildwarnungs-Nachricht zu den ersten Fahrzeugen und/oder zur Datenverarbeitungs-Vorrichtung überträgt.

8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrbahn-Wilderkennungssystem durch eine Lichtschranke gebildet wird.

9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wilderkennungssystem im zweiten Fahrzeug durch ein Infrarot-Nachtsicht-System mit einer Mustererkennungsfunktion zur Erkennung von vierbeinigen Lebewesen gebildet wird.

10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wildwarnungs-Nachricht mit einem Zeitstempel und/oder GPS-Daten des Orts der Erkennung von Wild und/oder mit einem Hinweis der Art des potenziellen Hindernisses, wie Mensch, Tier oder Objekt, versehen wird.

11. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wilderkennungssystem zur Erkennung von potenziellen Hindernissen, vorzugsweise Radar-Strahlen, Lichtschranken, Ultraschallsensoren, Infrarotsensoren, Kamerasysteme oder Kombinationen hieraus verwendet.

12. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikation zwischen den ersten und zweiten Fahrzeugen und/oder zwischen den Fahrzeugen bzw. der Warnmeldungs-Ausgabevorrichtung und der Datenverarbeitungs-Vorrichtung über Mobilfunk oder WLAN erfolgt.

13. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Warnmeldungs-Ausgabevorrichtung sich zur Ausgabe der visuellen und/oder akustischen Warnung eines Head-Up-Displays, eines Lautsprechers, oder eines blinkenden Verkehrszeichens bedient.

14. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Warnmeldungs-Ausgabevorrichtung eine Geschwindigkeitsbegrenzung, insbesondere in den ersten Fahrzeugen, aktiviert.

15. Fahrzeug mit einem Wilderkennungs- und/oder Wildwarnungs-System, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere der Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche in dem Fahrzeug ausgeführt werden.

16. Wilderkennungs- und/oder Wildwarnungs-System, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere der Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche in dem Wilderkennungs- und/oder Wildwarnungs-System ausgeführt werden.

17. Computerprogrammprodukt zur Steuerung der Funktionen eines Wilderkennungs- und/oder Wildwarnungs-Systems in einem Kraftfahrzeug, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Wilderkennungs- und/oder Wildwarnungs-System ein oder mehrere der Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche ausgeführt werden.

Description:

Die Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren zur Detektion von Wild und die Ausgabe eines Warnhinweises an den Fahrer eines ersten Kraftfahrzeugs gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Zusammenstöße von Wild mit Kraftfahrzeugen stellen ein erhebliches Unfallrisiko dar.

Aufgabe der Erfindung ist insbesondere ein Verfahren zur Detektion von Wild und die Ausgabe eines Warnhinweises.

Die Aufgabe der Erfindung wird verfahrensmäßig durch ein Verfahren zur Detektion von Wild und die Ausgabe eines Warnhinweises an den Fahrer eines Kraftfahrzeugs mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Detektion von Wild und die Ausgabe eines Warnhinweises an den Fahrer eines ersten Kraftfahrzeuges weist die folgenden Schritte auf. Ein zweites Kraftfahrzeug ist mit einem Wilderkennungs-System zur Erkennung von in der Nähe des zweiten Fahrzeugs befindlichen Wilds versehen. Das Wilderkennungs-System des zweiten Kraftfahrzeugs generiert eine Wildwarnungs-Nachricht, die von dem zweiten Kraftfahrzeug über eine im zweiten Kraftfahrzeug vorgesehene zweite Kommunikations-Vorrichtung zur Warnung des Fahrers des ersten Kraftfahrzeugs und zur Warnung der Fahrer weiterer Kraftfahrzeuge mittels des im zweiten Fahrzeug vorgesehenen Wildwarnungs-Systems ausgesandt wird. Die Wildwarnungs-Nachricht wird in der vom zweiten Fahrzeug ausgesandten oder einer modifizierten Form an eine im ersten Fahrzeug vorgesehene erste Kommunikations-Vorrichtung datentechnisch übertragen und dem Fahrer des ersten Fahrzeugs visuell und/oder akustisch durch eine Warnmeldungs-Ausgabevorrichtung ausgegeben.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird bevorzugt in vorteilhafter Weise von zweiten Kraftfahrzeugen Gebrauch gemacht, die nicht nur in der Nähe des zweiten Fahrzeugs befindliches Wild, sondern Menschen, andere Tiere oder Objekte erkennen können. Diese Fahrzeuge senden nach entsprechender Erkennung eine Wildwarnungs-Nachricht aus, die erfindungsgemäß von anderen, insbesondere dem Ort der Erkennung nahenden Fahrzeugen, empfangen und zur Warnung des Fahrers in dem nahenden Fahrzeug ausgegeben werden. Dies erlaubt eine kurzfristige Warnung nach dem Auftreten entsprechender potenzieller Hindernisse.

Bei einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Übertragung der Wildwarnungs-Nachricht des zweiten Fahrzeugs über eine fahrzeugexterne Datenverarbeitungs-Vorrichtung zum ersten Fahrzeug erfolgt, wie insbesondere ein Backend-Computer bzw. Daten-Server oder kurz Server, der vorzugsweise vom Hersteller des Fahrzeugs oder einer öffentlichen Stelle bereitgestellt wird.

An dieser Vorgehensweise ist vorteilhaft, dass die Daten fahrzeugextern zur Verfügung stehen und an andere, in der Nähe befindliche Fahrzeuge oder Warnstellen weitergeleitet werden können. Ebenso lässt sich in datentechnisch einfacher Weise ermitteln, wo sich auf den Straßen besonders gefährdete Bereiche befinden, die bspw. weitere Maßnahmen erfordern, wie Schutzzäune und dgl. Insgesamt lässt sich also auf diese Weise recht einfach erkennen, wo Probleme wann und wie häufig vorliegen, um zielgerichtet und in kostengünstiger Weise Abhilfe zu schaffen. Hierdurch ist es insbesondere möglich, in kostengünstiger Weise die Priorität von erforderlichen Maßnahmen ermitteln zu können.

Bei einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Datenverarbeitungs-Vorrichtung die in der Nähe des zweiten Fahrzeugs befindlichen ersten Fahrzeuge registriert und bevorzugt auch deren Fahrtrichtung ermittelt.

Hierdurch ist ermöglicht, dass nur die tatsächlich betroffenen Fahrzeuge gewarnt werden und eine unnötige, ablenkende Warnung, die nicht erforderlich ist, unterbleibt. Dies ermöglicht eine hohe Akzeptanz des erfindungsgemäßen Verfahrens, weil unnötige oder fehlerhafte Warnungen weitgehend vermieden werden.

Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Datenverarbeitungs-Vorrichtung vor in Fahrtrichtung des ersten Fahrzeugs befindlichem Wild durch eine an die ersten Fahrzeuge ausgesandte Wildwarnungs-Nachricht warnt.

Bei einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass alternativ oder ergänzend die Übertragung der Wildwarnungs-Nachricht des zweiten Fahrzeugs unmittelbar zu mindestens einem in der Nähe befindlichen ersten Fahrzeugs erfolgt, vorzugsweise über einen Kommunikationskanal mit entsprechend kurzer Reichweite zur Warnung nachfolgender Fahrzeuge, wie WLAN.

Entsprechend einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Wildwarnungs-Nachricht des zweiten Fahrzeugs von der Datenverarbeitungs-Vorrichtung und/oder von dem zweiten Fahrzeug, erforderlichenfalls in modifizierter Form, zu einer Signal-Vorrichtung zur Warnung nachfolgender Fahrzeuge übertragen wird, wie insbesondere ein datentechnisch schaltbares Warnschild mit elektrischer Beleuchtung.

Bei einer solchen Signal-Vorrichtung kann es sich insbesondere um ein blinkendes Warnschild handeln, das Wildwechsel signalisiert. Die erfindungsgemäße Ausführungsform ermöglicht eine kurzfristige Warnung der Fahrer von Fahrzeugen, die in die Richtung des Warnschildes oder der Signal-Vorrichtung fahren.

Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird alternativ oder ergänzend zu dem Wilderkennungs-System im zweiten Fahrzeug ein Fahrbahn-Wilderkennungs-System am Rand einer Fahrbahn, insbesondere einer Landstraße, die durch einen Wald verläuft, vorgesehen. Das Fahrbahn-Wilderkennungs-System überträgt eine Wildwarnungs-Nachricht unmittelbar zu den sich ihm nähernden ersten Fahrzeugen und/oder zur Datenverarbeitungs-Vorrichtung.

Insbesondere durch eine Kombination von Wilderkennungs-Systemen jeweils im ersten Fahrzeug und einem Fahrbahn-Wilderkennungs-System am Rand der Fahrbahn, lässt sich eine frühzeitige und zuverlässige Erkennung von Wild bzw. Wildwechsel über die Straße hinweg zuverlässig erkennen, so dass frühzeitig auf das Risiko eines Zusammenstoßes hingewiesen werden kann.

Bei einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Fahrbahn-Wilderkennungs-System durch eine Lichtschranke gebildet wird. Solche Wilderkennungs-Systeme sind in kostengünstiger Weise an der Fahrbahn auch für längere Wegstrecken realisierbar.

Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Wilderkennungs-System im zweiten Fahrzeug durch ein Infrarot-Nachtsicht-System gebildet wird, bevorzugt mit einer Mustererkennungsfunktion zur Erkennung von vierbeinigen Tieren.

Durch entsprechende Systeme lassen sich auch bei Dunkelheit in zuverlässiger Weise Wild oder andere wärmeabstrahlende Objekte erkennen. Die Mustererkennungsfunktion des Infrarot-Nachtsicht-Systems ermöglicht zudem bevorzugt die Erkennung, ob es sich um Wild, Menschen oder sonstige potenzielle Hindernisse handelt. Zudem ist es möglich, die Fahrbahnränder zu erfassen und zu ermitteln, ob sich die Tiere, Menschen oder Objekte am Rand der Straße, bereits auf der Straße oder in einer weiteren Entfernung von der Straße befinden.

Zur Schaffung dieser Funktionalität kann in vorteilhafter Weise auf bereits in Premium-Fahrzeugen vorhandene Infrarot-Nachtsicht-Systeme zurückgegriffen werden, deren Funktion dann kostengünstig meist lediglich in programmtechnischer Weise erweitert werden muss.

Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Wildwarnungs-Nachricht mit einem Zeitstempel und/oder GPS-Daten des Orts der Erkennung von Wild und/oder mit einem Hinweis auf die Art des potenziellen Hindernisses versehen wird, wie Wild, Mensch, Tier oder Objekt.

Durch eine solche Zusatzinformation zur Wildwarnungs-Nachricht ist leicht erkennbar, ob es sich um eine aktuelle Nachricht handelt, wo sich die potenzielle Gefahrenquelle befindet und welcher Art das potenzielle Hindernis ist.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Warnungs- oder Wild-Warnungs-Nachricht mit einer Prioritäts-Information versehen. Eine hohe Priorität führt bevorzugt zu einer schnelleren Weiterleitung und/oder zu einer besonders markanten Warnung. Wird bspw. erkannt, dass sich Menschen auf der Fahrbahn befinden, so kann die entsprechende Warnungs-Nachricht besonders hoch priorisiert werden, d.h. sie wird besonders schnell und/oder vor anderen Warnungs-Nachrichten an die sich in der Nähe der Gefahrenstelle befindenden Kraftfahrzeuge oder an ein Warnschild zur Warnung nachfolgenden Verkehrs übermittelt.

Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass das Wilderkennungs-System zur Erkennung von potenziellen Hindernissen vorzugsweise Radar-Strahlen, Lichtschranken, Ultraschallsensoren, Infrarotsensoren, Kamerasysteme oder Kombinationen hieraus verwendet.

Insbesondere durch eine Kombination solcher, unterschiedlicher Sensoren kann eine hohe Zuverlässigkeit bei der Erkennung von potenziellen Hindernissen erreicht werden.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die unmittelbare Kommunikation zwischen den ersten und den zweiten Fahrzeugen über WLAN und/oder zwischen den Fahrzeugen und der Datenverarbeitungs-Vorrichtung über Mobilfunk erfolgt.

Da diese Kommunikationskanäle in heutigen Fahrzeugen bereits oft zur Verfügung stehen oder in einfacher kostengünstiger Weise bereitgestellt werden können, bedarf es keines großen Aufwands, um das erfindungsgemäße Verfahren zur Verfügung stellen zu können.

Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Warnmeldungs-Ausgabevorrichtung sich zur Ausgabe der visuellen und/oder akustischen Warnung eines Head-Up-Displays, eines Lautsprechers, oder eines blinkenden Verkehrszeichens bedient.

Solche Warnmeldungs-Ausgabevorrichtungen stehen bereits zur Verfügung, so dass auf diese mit wenigen programmtechnischen Änderungen die Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ermöglicht werden kann.

Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Warnmeldungs-Ausgabevorrichtung eine Geschwindigkeitsbegrenzung aktiviert, insbesondere in den ersten Fahrzeugen, d.h. in den Fahrzeugen, die eine Warnmeldungs-Nachricht zur Warnung des Fahrers empfangen.

Dies kann eine geeignete Maßnahme sein, um kurzfristig das Risiko von Zusammenstößen zu verringern.

Ferner schlägt die Erfindung ein Fahrzeug mit einem Wilderkennungs- und/oder Wildwarnungs-System vor, wobei ein oder mehrere der beschriebenen, erfindungsgemäßen Verfahren in dem Fahrzeug ausgeführt werden.

Es versteht sich, dass unter Fahrzeug insbesondere Kraftfahrzeuge, zweirädrig und vierrädrig, verstanden werden.

Die Erfindung schlägt zudem ein Wilderkennungs- und/oder Wildwarnungs-System vor, bei dem ein oder mehrere der vorgenannten Verfahren in dem Wilderkennungs-und/oder Wildwarnungs-System ausgeführt werden.

Schließlich schlägt die Erfindung ein Computerprogrammprodukt zur Steuerung der Funktionen eines Wilderkennungs- und/oder Wildwarnungs-Systems in einem Kraftfahrzeug vor, in dem ein oder mehrere der zuvor beschriebenen Verfahren ausgeführt werden.

Die beschriebenen Geräte und Systemkomponenten werden insbesondere mit Computerprogrammen gesteuert und können dazu weitere, an sich bekannte Elemente von Computern und digitalen Steuerungseinrichtungen, wie ein Mikroprozessor, flüchtige und nicht flüchtige Speicher, Schnittstellen usw. aufweisen. Die Erfindung kann deshalb auch ganz oder teilweise in Form eines Computerprogrammprodukts realisiert werden, das beim Laden und Ausführen auf einem Computer einen erfindungsgemäßen Ablauf ganz oder teilweise bewirkt. Es kann bspw. in Form eines Datenträgers, wie einer CD / DVD, bereitgestellt werden oder auch in Form einer oder mehrerer Dateien auf einem Server, von dem das Computerprogramm herunterladbar ist.