Title:
Verfahren zur induktiven Energieübertragung und Steuervorrichtung für mindestens eine zur induktiven Energieübertragung ausgelegte elektrische Vorrichtung
Kind Code:
A1
Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur induktiven Energieübertragung, wobei vor einem Beginn der induktiven Energieübertragung oder gleichzeitig mit dem Beginn der induktiven Energieübertragung mindestens ein Referenzsignal mittels mindestens eines Sensors (18) aufgenommen wird, welcher mindestens ein elektromagnetisches und/oder akustisches Signal (24) detektiert, welches zumindest durch einen Teilbereich einer Umgebung auf mindestens eine Detektionsfläche des mindestens einen Sensors (18) fällt, wobei mindestens einmal die Schritte ausgeführt werden: Aufnehmen mindestens eines Messsignals mittels des mindestens einen Sensors (18) während der fortgeführten induktiven Energieübertragung oder während eines Unterbrechens der induktiven Energieübertragung, und Vergleichen des mindestens einen Messsignals mit dem mindestens einen Referenzsignal, und wobei, sofern das mindestens eine Messsignal von dem mindestens einen Referenzsignal abweicht, die fortgeführte oder unterbrochene induktive Energieübertragung zumindest für eine vorgegebene Wartezeit ausgesetzt oder beendet wird. Ebenso betrifft die Erfindung eine Steuervorrichtung (10) für mindestens eine zur induktiven Energieübertragung ausgelegte elektrische Vorrichtung (14a).



Inventors:
Mayer, Markus (74076, Heilbronn, DE)
Malchow, Florian (70176, Stuttgart, DE)
Becker, Markus (71732, Tamm, DE)
Schumann, Philipp (70469, Stuttgart, DE)
Application Number:
DE102013220173A
Publication Date:
04/09/2015
Filing Date:
10/07/2013
Assignee:
Robert Bosch GmbH, 70469 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE202009009693U1N/A2010-11-25
Claims:
1. Verfahren zur induktiven Energieübertragung zwischen einer ersten elektrischen Vorrichtung (14a) und einer zweiten elektrischen Vorrichtung (16a) mit den Schritten:
Beginnen mit der induktiven Energieübertragung zwischen mindestens einer ersten Induktionseinrichtung (14) der ersten elektrischen Vorrichtung (14a) und mindestens einer zweiten Induktionseinrichtung (16) der zweiten elektrischen Vorrichtung (16a), wobei vor dem Beginn der induktiven Energieübertragung (S2) oder gleichzeitig mit dem Beginn der induktiven Energieübertragung (S2) mindestens ein Referenzsignal mittels mindestens eines Sensors (18) aufgenommen wird (S1), welcher mindestens ein elektromagnetisches und/oder akustisches Signal (24), welches zumindest durch einen Teilbereich einer Umgebung der ersten elektrischen Vorrichtung (14a) und/oder der zweiten elektrischen Vorrichtung (16a) auf mindestens eine Detektionsfläche des mindestens einen Sensors (18) fällt, detektiert; und
Mindestens einmaliges Ausführen der Schritte:
– Aufnehmen mindestens eines Messsignals mittels des mindestens einen Sensors (18) während der fortgeführten induktiven Energieübertragung oder während eines Unterbrechens der induktiven Energieübertragung (S31), und
– Vergleichen des mindestens einen Messsignals mit dem mindestens einen Referenzsignal (S32),
wobei, sofern das mindestens eine Messsignal von dem mindestens einen Referenzsignal abweicht, die fortgeführte oder unterbrochene induktive Energieübertragung zumindest für eine vorgegebene Wartezeit ausgesetzt oder beendet wird (S4).

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei nach dem Beginnen mit der induktiven Energieübertragung (S2) das Aufnehmen des mindestens einen Messsignals (S31) und das Vergleichen des mindestens einen Messsignals mit dem mindestens einen Referenzsignal (S32) mit einer vorgegebenen Frequenz ausgeführt werden.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei nach einem Ablauf der vorgegebenen Wartezeit erneut das mindestens eine Messsignal mittels des mindestens einen Sensors (18) festgelegt (S31) und mit dem mindestens einen Referenzsignal vergleichen (S32) wird, und wobei, sofern das mindestens eine Messsignal mit dem mindestens einen Referenzsignal übereinstimmt, die ausgesetzte induktive Energieübertragung fortgeführt wird.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das mindestens eine Referenzsignal und das mindestens eine Messsignal mittels mindestens eines für eine Signalaussendung des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals (24) und für einen Signalempfang des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals (24) ausgelegten Sensors (18) als dem mindestens einen Sensor (18) festgelegt werden.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das mindestens eine Referenzsignal und das mindestens eine Messsignal mittels mindestens eines für eine konfuse Signalaussendung des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals (24) und/oder für einen konfusen Signalempfang des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals (24) ausgelegten Sensors (18) als dem mindestens einen Sensor (18) festgelegt werden.

6. Steuervorrichtung (10) für mindestens eine zur induktiven Energieübertragung ausgelegte elektrische Vorrichtung (14a) mit:
einer Elektronikeinrichtung (12), welche dazu ausgelegt ist, die induktive Energieübertragung zwischen mindestens einer ersten Induktionseinrichtung (14) der elektrische Vorrichtung (14a) und mindestens einer extern von der elektrische Vorrichtung (14a) an und/oder in einer weiteren elektrischen Vorrichtung (16a) angeordneten zweiten Induktionseinrichtung (16) zu steuern, indem
mittels der Elektronikeinrichtung (12) unter Berücksichtigung einer Signalausgabe (18a) mindestens eines Sensors (18) zur Überwachung zumindest eines Teilbereichs einer Umgebung der elektrischen Vorrichtung (14a) und/oder der weiteren elektrische Vorrichtung (16a) mindestens ein Referenzsignal vor einem Beginn der induktiven Energieübertragung oder gleichzeitig mit dem Beginn der induktiven Energieübertragung festlegbar ist, und
während der fortgeführten induktiven Energieübertragung oder während eines Unterbrechens der induktiven Energieübertragung mindestens ein Messsignal unter Berücksichtigung einer weiteren Signalausgabe (18a) des mindestens einen Sensors (18) mittels der Elektronikeinrichtung (12) festlegbar ist,
wobei das mindestens eine Messsignal mit dem mindestens einen Referenzsignal mittels der Elektronikeinrichtung (12) vergleichbar ist,
und wobei, sofern das mindestens eine Sensorsignal von dem mindestens einen Referenzsignal abweicht, mittels der Elektronikeinrichtung (12) mindestens ein Steuersignal (28) zumindest an die elektrische Vorrichtung (14a) ausgebbar ist, mittels welchem zumindest die elektrische Vorrichtung (14a) so ansteuerbar ist, dass die fortgeführte oder unterbrochene induktive Energieübertragung zumindest für eine vorgegebene Wartezeit ausgesetzbar oder beendbar ist.

7. Überwachungsvorrichtung für mindestens eine zur induktiven Energieübertragung ausgelegte elektrische Vorrichtung (14) mit
einer Steuervorrichtung (10) nach Anspruch 6; und
dem mindestens einen Sensor (18), welcher derart angeordnet oder anordbar ist, dass mittels des mindestens einen Sensors (18) mindestens ein elektromagnetisches und/oder akustisches Signal (24), welches zumindest durch einen Teilbereich der Umgebung der elektrischen Vorrichtung (14a) und/oder der weiteren elektrische Vorrichtung (16a) auf mindestens eine Detektionsfläche des mindestens einen Sensors (18) fällt, detektierbar ist.

8. Überwachungsvorrichtung nach Anspruch 7, wobei der mindestens eine Sensor (18) für eine Signalaussendung des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals (24) und für einen Signalempfang des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals (24) ausgelegt ist.

9. Überwachungsvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, wobei der mindestens eine Sensor (18) für eine konfuse Signalaussendung des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals (24) und/oder für einen konfusen Signalempfang des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals (24) ausgelegt ist.

10. Ortsfestes Stromversorgungssystem zur induktiven Energieübertragung mit einer Fahrzeugbatterie-Ladeelektronik mit einer Steuervorrichtung (10) nach Anspruch 6 und/oder einer Überwachungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9.

11. Fahrzeugbatterie-Ladeelektronik zur induktiven Energieübertragung mit einem ortsfesten Stromversorgungssystem mit einer Steuervorrichtung (10) nach Anspruch 6 und/oder einer Überwachungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur induktiven Energieübertragung zwischen einer ersten elektrischen Vorrichtung und einer zweiten elektrischen Vorrichtung. Ebenso betrifft die Erfindung eine Steuervorrichtung für mindestens eine zur induktiven Energieübertragung ausgelegte elektrische Vorrichtung. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Überwachungsvorrichtung für mindestens eine zur induktiven Energieübertragung ausgelegte elektrische Vorrichtung, ein ortsfestes Stromversorgungssystem zur induktiven Energieübertragung mit einer Fahrzeugbatterie-Ladeelektronik und eine Fahrzeugbatterie-Ladeelektronik zur induktiven Energieübertragung mit einem ortsfesten Stromversorgungssystem.

Stand der Technik

In der DE 20 2009 009 693 U1 ist eine Vorrichtung zur induktiven Energieübertragung elektrischer Energie zwischen einer Stromversorgungseinheit einer Ladestation und einer fahrzeugeigenen Ladeelektronik beschrieben. Die Vorrichtung weist eine Sensoreinrichtung zur Detektion eines Vorhandenseins eines elektrisch leitfähigen Gegenstandes innerhalb eines vorbestimmten angrenzenden Raumes auf. Beispielsweise kann die Sensoreinrichtung eine Vielzahl von Messspulen umfassen, welche mit einer Impedanzmesseinrichtung verbunden sind, die an eine zentrale Auswerteeinrichtung angeschlossen ist. Auf diese Weise soll vor einem Beginn der induktiven Übertragung elektrischer Energie ein metallischer Gegenstand in dem angrenzenden Raum nachweisbar sein.

Offenbarung der Erfindung

Die Erfindung schafft ein Verfahren zur induktiven Energieübertragung zwischen einer ersten elektrischen Vorrichtung und einer zweiten elektrischen Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1, eine Steuervorrichtung für mindestens eine zur induktiven Energieübertragung ausgelegte elektrische Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 6, eine Überwachungsvorrichtung für mindestens eine zur induktiven Energieübertragung ausgelegte elektrische Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 7, ein ortsfestes Stromversorgungssystem zur induktiven Energieübertragung mit einer Fahrzeugbatterie-Ladeelektronik mit den Merkmalen des Patentanspruchs 10 und eine Fahrzeugbatterie-Ladeelektronik zur induktiven Energieübertragung mit einem ortsfesten Stromversorgungssystem mit den Merkmalen des Patentanspruchs 11.

Vorteile der Erfindung

Die vorliegende Erfindung realisiert Möglichkeiten zum Erkennen/Ermitteln mindestens eines nach Beginn der induktiven Energieübertragung in die Umgebung/den Zwischenspalt eingedrungenen unerwünschten Fremdobjekts. Dazu nutzt die Erfindung die Erkenntnis, dass ein Benutzer die induktive Energieübertragung zwischen elektrischen Vorrichtungen in der Regel nur startet, nachdem er sich überzeugt hat, dass sich kein unerwünschtes Fremdobjekt nahe an dem Übertragungspfad befindet. Oft unterschätzen Benutzer jedoch das Risiko eines neu hinzugekommenen Fremdobjekts während der laufenden induktiven Energieübertragung. Die vorliegende Erfindung behebt dieses Problem, indem sie Möglichkeiten zum Aussetzen oder Beenden der induktiven Energieübertragung bei einem Vorhandensein mindestens eines unerwünschten Fremdobjekts realisiert.

Mittels der vorliegenden Erfindung ist somit das Risiko eines unerwünschten Erhitzens des mindestens einen Fremdobjekts aufgrund der zur induktiven Energieübertragung generierten magnetischen Wechselfelder verlässlich behoben. Außerdem ist mittels der vorliegenden Erfindung sicherstellbar, dass das Fremdobjekt nicht durch von den magnetischen Wechselfeldern induzierte elektrische Wirbelströme beschädigt/zerstört wird. Die vorliegende Erfindung steigert somit die Personensicherheit und die Betriebssicherheit von benachbarten Geräten/Vorrichtungen (z.B. eines ortsfesten Stromversorgungssystems und eines Fahrzeugs mit einer Fahrzeugbatterie) während der induktiven Energieübertragung. Dazu wird bei einer Nutzung der vorliegenden Erfindung keine Limitierung der generierten magnetischen Wechselfelder vorausgesetzt.

Es wird auch darauf hingewiesen, dass bei einer Anwendung der vorliegenden Erfindung nicht nur ein metallischer Gegenstand als unerwünschtes Fremdobjekt erkennbar ist.

Stattdessen können auch ein durch die Umgebung/den Zwischenspalt laufendes Tier oder durch die Umgebung/den Zwischenspalt gewehtes Laub als mögliche Fremdobjekte erkannt werden. Auch in ähnlichen Situationen kann das plötzliche Vorliegen des unerwünschten Fremdobjekts im/nahe der Umgebung/dem Zwischenspalt rechtzeitig erkannt werden.

Die Gegenstände der vorliegenden Erfindung sind leicht realisierbar. Insbesondere können einfach aufgebaute Elektroniken zum Ausführen des erfindungsgemäßen Verfahrens, bzw. zum Realisieren der entsprechenden Steuervorrichtung, eingesetzt werden. Die vorliegende Erfindung schafft somit kostengünstige Möglichkeiten zum vorteilhaften Überwachen der induktiven Energieübertragung, welche zusätzlich vergleichsweise wenig Bauraum benötigen.

Einfach aufgebaute Sensoren können zum Ausführen der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden. Außerdem kann eine Vielzahl verschiedener Sensorsysteme für das Ausführen der Erfindung genutzt werden. Die von dem mindestens einen Sensor gelieferten Daten können durch das Ausführen einfacher Auswertealgorithmen verlässlich ausgewertet werden.

In einer vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens werden nach dem Beginnen mit der induktiven Energieübertragung das Aufnehmen des mindestens einen Messsignals und das Vergleichen des mindestens einen Messsignals mit dem mindestens einen Referenzsignal mit einer vorgegebenen Frequenz ausgeführt. Somit kann mit einer der vorgegebenen Frequenz entsprechenden Abfragerate zyklisch überprüft werden, ob zumindest der Teilbereich/der Zwischenraum noch fremdobjektfrei vorliegt.

Beispielsweise kann nach einem Ablauf der vorgegebenen Wartezeit erneut das mindestens eine Messsignal mittels des mindestens einen Sensors festgelegt und mit dem mindestens einen Referenzsignal verglichen werden, wobei, sofern das mindestens eine Messsignal mit dem mindestens einen Referenzsignal übereinstimmt, die ausgesetzte induktive Energieübertragung fortgeführt wird. Somit kann die induktive Energieübertragung nach einem Verschwinden des mindestens einen Fremdobjekts wieder automatisch fortgeführt werden. Auf diese Weise ist gewährleistbar, dass die gewünschte induktive Energieübertragung vollständig ausführbar ist, sobald die äußeren Umstände dies wieder erlauben.

Vorteilhafterweise können das mindestens eine Referenzsignal und das mindestens eine Messsignal mittels mindestens eines für eine Signalaussendung des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals und für einen Signalempfang des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals ausgelegten Sensors als dem mindestens einen Sensor festgelegt werden. Zum Ausführen des vorteilhaften Verfahrens können somit multifunktionale Sensoren eingesetzt werden. Durch die Verwendbarkeit derartiger Sensoren ist eine Minimierung eines Gesamtvolumens der Sensoren möglich.

Als Alternative oder als Ergänzung dazu können das mindestens eine Referenzsignal und das mindestens eine Messsignal mittels mindestens eines für eine konfuse Signalaussendung des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals und/oder für einen konfusen Signalempfang des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals ausgelegten Sensors als dem mindestens einen Sensor festgelegt werden. Somit können auch kostengünstige Sensortypen für den mindestens einen Sensor eingesetzt werden. Außerdem ist durch die Nutzung mindestens eines für die konfuse Signalaussendung und/oder für den konfusen Signalempfang ausgelegten Sensors ein Grad der Abdeckung bei der Überwachung des Teilbereichs/Zwischenspalts steigerbar.

Die oben ausgeführten Vorteile sind auch bei einer entsprechenden Steuervorrichtung für mindestens eine zur induktiven Energieübertagung ausgelegte elektrische Vorrichtung gewährleistet. Beispielsweise kann die Steuervorrichtung für ein ortsfestes Stromversorgungssystem und/oder für eine Fahrzeugbatterie-Ladeelektronik ausgelegt sein.

Auch eine derartige Überwachungsvorrichtung für mindestens eine zur induktiven Energieübertagung ausgelegte elektrische Vorrichtung gewährleistet die oben ausgeführten Vorteile.

In einer vorteilhaften Ausführungsform der Überwachungsvorrichtung ist der mindestens eine Sensor für eine Signalaussendung des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals und für einen Signalempfang des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals ausgelegt. Als Alternative oder als Ergänzung dazu kann der mindestens eine Sensor auch für eine konfuse Signalaussendung des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals und/oder für einen konfusen Signalempfang des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals ausgelegt sein. Somit kann auch die Überwachungsvorrichtung die oben beschriebenen Vorteile realisieren.

Des Weiteren sind die oben ausgeführten Vorteile auch gewährleistet bei einer Nutzung eines ortsfesten Stromversorgungssystems zur induktiven Energieübertragung mit einer Fahrzeugbatterie-Ladeelektronik mit einer entsprechenden Steuervorrichtung/Überwachungsvorrichtung oder einer Verwendung einer Fahrzeugbatterie-Ladeelektronik zur induktiven Energieübertragung mit einem ortsfesten Stromversorgungssystem mit einer derartigen Steuervorrichtung/ Überwachungsvorrichtung.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren erläutert. Es zeigen:

1 ein Flussdiagramm zum Erläutern einer Ausführungsform des Verfahrens zur induktiven Energieübertragung zwischen einer ersten elektrischen Vorrichtung und einer zweiten elektrischen Vorrichtung; und

2a bis 2c schematische Darstellungen einer Ausführungsform der Steuervorrichtung für mindestens eine zur induktiven Energieübertragung ausgelegte elektrische Vorrichtung.

Ausführungsformen der Erfindung

1 zeigt ein Flussdiagramm zum Erläutern einer Ausführungsform des Verfahrens zur induktiven Energieübertragung zwischen einer ersten elektrischen Vorrichtung und einer zweiten elektrischen Vorrichtung.

In der in 1 schematisch wiedergegebenen Ausführungsform umfasst das Verfahren einen optionalen Verfahrensschritt S0, in welchem durch einen Benutzer ein Startsignal ausgelöst wird, welches den Auftrag für eine induktive Energieübertragung zwischen der ersten elektrischen Vorrichtung und der zweiten elektrischen Vorrichtung vorgibt. Die vorgegebene induktive Energieübertragung kann beispielsweise zwischen einer ortsfesten ersten elektrischen Vorrichtung, insbesondere einem ortsfesten Stromversorgungssystem, und einer in Bezug zu der ersten elektrischen Vorrichtung verstellbaren/mobilen zweiten elektrischen Vorrichtung, z.B. einem mobilen Gerät (mit eigener Energiespeichereinheit/Batterie) oder einer Fahrzeugbatterie-Ladeelektronik, mittels des durch den Verfahrensschritt S0 gestarteten Verfahrens stattfinden. Unter der induktiven Energieübertragung kann in diesem Fall sowohl ein Aufladen einer Energiespeichereinheit/Batterie der verstellbaren/mobilen zweiten elektrischen Vorrichtung als auch ein Abgeben von Energie durch die Energiespeichereinheit/Batterie der verstellbaren/mobilen zweiten elektrischen Vorrichtung an die ortsfeste erste elektrische Vorrichtung verstanden werden. Die hier aufgezählten Beispiele für die erste elektrische Vorrichtung und die zweite elektrische Vorrichtung sind jedoch nur beispielhaft zu verstehen.

In einer möglichen Ausführungsform des Verfahrens kann der Benutzer in dem Verfahrensschritt S0 auch daran erinnert oder dazu aufgefordert werden, zu überprüfen, ob zumindest ein Teilbereich einer Umgebung der erste elektrischen Vorrichtung und/oder der zweiten elektrischen Vorrichtung, z.B. zumindest ein Zwischenspalt zwischen mindestens einer ersten Induktionseinrichtung (Spule) der ersten elektrischen Vorrichtung und mindestens einer zweiten Induktionseinrichtung (Spule) der zweiten elektrischen Vorrichtung, frei/fremdobjektfrei vorliegt. Als Alternative oder als Ergänzung dazu kann in dem Verfahrensschritt S0 auch überprüft werden, dass zumindest innerhalb des Teilbereichs der Umgebung der erste elektrischen Vorrichtung und/oder der zweiten elektrischen Vorrichtung kein unerwünschtes Fremdobjekt vorliegt. Dies kann mittels einer Vielzahl herkömmlicher Verfahren für eine initiale Fremdobjekterkennung untersucht werden. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass das Ausgeben einer Erinnerung/Aufforderung zur Überprüfung zumindest des Teilbereichs und das Ausführen eines Verfahrens für eine initiale Fremdobjekterkennung in der Regel überflüssig ist, da im Allgemeinen davon ausgegangen werden kann, dass der Benutzer das hier beschriebene Verfahren nur auslöst, wenn zumindest der Teilbereich frei/fremdobjektfrei vorliegt. Das Ausgeben einer Erinnerung/Aufforderung zur Überprüfung zumindest des Teilbereichs und das Ausführen eines derartigen Verfahrens zur initialen Fremdobjekterkennung können somit auch unterbleiben.

Das Verfahren weist einen Verfahrensschritt S1 auf, in welchem mindestens ein Referenzsignal mittels mindestens eines Sensors aufgenommen wird, welcher mindestens ein elektromagnetisches und/oder akustisches Signal, das zumindest durch den Teilbereich der Umgebung der erste elektrischen Vorrichtung und/oder der zweiten elektrischen Vorrichtung auf mindestens eine Detektionsfläche des mindestens einen Sensors fällt, detektiert. Man kann den in dem Verfahrensschritt S1 ausgeführten Vorgang auch als ein Erzeugen/Erstellen eines Referenzbildes von einer (Teil-)Umgebung der erste elektrischen Vorrichtung und/oder der zweiten elektrischen Vorrichtung, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit fremdobjektfrei vorliegt, umschreiben. Insbesondere von einem Zwischenspalt zwischen der mindestens einen ersten Induktionseinrichtung der ersten elektrischen Vorrichtung und der mindestens einen zweiten Induktionseinrichtung der zweiten elektrischen Vorrichtung kann auf diese Weise mindestens ein Referenzsignal/Referenzbild erstellt werden. Auf die Vielzahl der für den mindestens einen Sensor einsetzbaren Sensortypen wird unten genauer eingegangen.

Der Verfahrensschritt S1 wird vor einem Beginn der induktiven Energieübertragung oder gleichzeitig mit Beginn der induktiven Energieübertragung ausgeführt. Bei dem hier beschriebenen Verfahren wird die induktive Energieübertragung mit dem Verfahrensschritt S2 gestartet. Der Verfahrensschritt S1 wird somit vor oder gleichzeitig mit dem Verfahrensschritt S2 ausgeführt. Beispielsweise wird in dem Verfahrensschritt S2 mindestens eine Schaltung so gestellt, dass mindestens eine Induktionseinrichtung aus der Menge der mindestens einen ersten Induktionseinrichtung und der mindestens einen zweiten Induktionseinrichtung, welche vor dem Verfahrensschritt S2 unbestromt vorliegt, während/ab dem Verfahrensschritt S2 bestromt wird. Ausführungsbeispiele für die mindestens eine erste Induktionseinrichtung und die mindestens eine zweite Induktionseinrichtung sind unten beschrieben.

Zur induktiven Energieübertragung kann ein magnetisches Wechselfeld mit einer vorgegebenen Frequenz, beispielsweise ein hochfrequentes magnetisches Wechselfeld, genutzt werden. Die auf diese Weise übertragbare Leitung ist in der Regel linear mit der Frequenz. Typischerweise liegt die Frequenz in einem Bereich zwischen 30 kHz bis 150 kHz. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass das hier beschriebene Verfahren nicht auf eine induktive Energieübertragung mit einer bestimmten Frequenz oder auf einen bestimmten Frequenzbereich limitiert ist.

Beim Ausführen des Verfahrens wird mindestens einmal der Verfahrensschritt S3 ausgeführt, welcher die Teilschritt S31 und S32 umfasst. In dem Teilschritt S31 wird mindestens ein Messsignal mittels des mindestens einen Sensors während der fortgeführten induktiven Energieübertragung oder während eines (kurzzeitigen) Unterbrechens der induktiven Energieübertragung aufgenommen. In dem Teilschritt S32 erfolgt ein Vergleichen des mindestens einen Messsignals mit dem mindestens einen Referenzsignal. Vorzugsweise wird der Verfahrensschritt S3 mehrmals nach dem Beginn mit der induktiven Energieübertragung (Verfahrensschritt S2) ausgeführt. Insbesondere können das Aufnehmen des mindestens einen Messsignals (Verfahrensschritt S31) und das Vergleichen des mindestens einen Messsignals mit dem mindestens einen Referenzsignal (Verfahrensschritt S32) mit einer vorgegebenen Frequenz/Überwachungsfrequenz ausgeführt werden. Somit ist zumindest der Teilbereich der Umgebung mit einer gewünschten Überwachungsrate/Abfragerate hinsichtlich eines möglichen Auftauchens mindestens eines Fremdobjekts darin oder nahe daran untersuchbar. Alternativ kann jedoch auch der Verfahrensschritt S3 lediglich einmal ausgeführt werden.

Bei einem Feststellen (in dem Teilschritt S32), dass das mindestens eine Messsignal mit dem mindestens einen Referenzsignal übereinstimmt, kann mit einer hohen Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass zumindest der Teilbereich, wie z.B. der Zwischenspalt zwischen der mindestens einen ersten Induktionseinrichtung und der mindestens einen zweiten Induktionseinrichtung, weiterhin fremdobjektfrei vorliegt. Deshalb kann in diesem Fall das Verfahren mit einem Fortsetzen der fortgeführten oder unterbrochenen induktiven Energieübertragung weiter ausgeführt werden. Sofern gewünscht, kann in diesem Fall der Verfahrensschritt S3 zu einem späteren Zeitpunkt mindestens einmal wiederholt werden.

Sofern mittels des Vergleichs des Teilschritts S32 erkannt wird, dass das mindestens eine Messsignal von dem mindestens einen Referenzsignal abweicht, kann mit einer hohen Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass mindestens ein Fremdobjekt (nahe) an oder in dem Teilbereich (plötzlich) vorliegt. Beispielsweise kann das mindestens eine Fremdobjekt in den Zwischenspalt zwischen der mindestens einen ersten Induktionseinrichtung und der mindestens einen zweiten Induktionseinrichtung eingedrungen sein. Deshalb wird, sofern das mindestens eine Messsignal von dem mindestens einen Referenzsignal abweicht, ein Verfahrensschritt S4 ausgeführt, in welchem die fortgeführte oder unterbrochene induktive Energieübertragung zumindest für eine vorgegebene Wartezeit ausgesetzt oder beendet wird. Somit kann schnell auf das mindestens eine unerwünschte Fremdobjekt reagiert werden. Damit ist verlässlich verhindert, dass aufgrund einer trotz des Vorliegens des mindestens einen Fremdobjekts weitergeführten induktiven Energieübertragung ein unerwünschtes Erhitzen des mindestens einen Fremdobjekts mittels der generierten magnetischen Wechselfelder bewirkt wird. Das in 1 schematisch dargestellte Verfahren gewährleistet somit den vorteilhaften oben beschriebenen Sicherheitskomfort.

Vorteilhafterweise wird, sofern in dem Verfahrensschritt S4 die fortgeführte oder unterbrochene induktive Energieübertragung zumindest für die vorgegebene Wartezeit ausgesetzt wird, nach einem Ablauf der vorgegebenen Wartezeit erneut das mindestens eine Messsignal mittels des mindestens einen Sensor festgelegt (Teilschritt S32) und mit dem mindestens einen Referenzsignal verglichen (Teilschritt S32). Sofern das mindestens eine Messsignal in diesem Fall mit dem mindestens einen Referenzsignal übereinstimmt, wird vorzugsweise die ausgesetzte induktive Energieübertragung fortgeführt/erneut gestartet. Andernfalls können die Verfahrensschritt S4 und S3 mindestens einmal noch wiederholt werden. Als Alternative dazu kann jedoch auch, sofern das mindestens eine Messsignal von dem mindestens einen Referenzsignal abweicht, die induktive Energieübertragung beendet werden.

Als Ergänzung zu dem Verfahrensschritt S4 kann nach einem Feststellen des mindestens einen vorliegenden Fremdobjekts ein Warnsignal an einen Benutzer ausgegeben werden. Gegebenenfalls kann der Benutzer auch dazu ausgefordert werden, das mindestens eine Fremdobjekt zu entfernen.

Das Verfahren kann, sofern kein Fremdobjekt während der induktiven Energieübertragung auftritt, beendet werden, sobald die gewünschte Energiemenge induktiv übertragen ist. Auch wenn das mindestens eine erkannte Fremdobjekt nach einer (kurzen) Aussetzung der induktiven wieder verschwunden ist, kann nach einem Weiterfortsetzen der induktiven Energieübertragung das Verfahren entsprechend beendet werden. Auf das Einzeichnen eines derartigen Verfahrensschritts in 1 ist jedoch der besseren Übersichtlichkeit wegen verzichtet.

Es wird darauf hingewiesen, dass eine Ausführbarkeit des oben beschriebenen Verfahrens nicht auf die Verwendung eines bestimmten Sensortyps für den mindestens einen Sensor limitiert ist. Somit kann das Verfahren unter Verwendung verschiedener Sensortechnologien umgesetzt werden. Beispielsweise können das mindestens eine Referenzsignal und das mindestens eine Messsignal mittels mindestens eines für eine Signalaussendung des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals und für einen Signalempfang des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals ausgelegten Sensors als den mindestens einen Sensor festgelegt werden. Wahlweise kann auch mindestens ein für eine konfuse Signalaussendung des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals und/oder für einen konfusen Signalempfang des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals ausgelegter Sensor als der mindestens eine Sensor zum Festlegen des mindestens einen Referenzsignals und des mindestens einen Messsignals genutzt werden. Die Vorteile der hier beschriebenen Auslegungsmöglichkeiten des mindestens einen verwendeten Sensors werden unten noch beschrieben.

2a bis 2c zeigen schematische Darstellungen einer Ausführungsform der Steuervorrichtung für mindestens eine zur induktiven Energieübertragung ausgelegte elektrische Vorrichtung.

Die in 2a bis 2c schematisch wiedergegebene Steuervorrichtung 10 weist eine Elektronikeinrichtung 12 auf, welche dazu ausgelegt ist, eine induktive Energieübertragung zwischen mindestens einer ersten Induktionseinrichtung 14 der (eigenen) elektrischen Vorrichtung 14a und mindestens einer extern von der elektrischen Vorrichtung 14a an und/oder in einer weiteren elektrischen Vorrichtung 16a angeordneten zweiten Induktionseinrichtung 16 zu steuern. Die mindestens eine erste Induktionseinrichtung 14 kann beispielsweise mindestens eine erste Spule/Primärspule sein. Entsprechend ist auch für die mindestens eine zweite Induktionseinrichtung 16 mindestens eine zweite Spule/Sekundärspule einsetzbar. Die mindestens eine erste Induktionseinrichtung 14 und die mindestens eine zweite Induktionseinrichtung 16 können zusammen einen Transformator bilden. Mittels eines derart realisierten Transformators kann selbst ein vergleichsweise großer Zwischenspalt zwischen den Induktionseinrichtungen 14 und 16 zur gewünschten induktiven Energieübertragung überbrückt werden. Die Notwendigkeit einer Nutzung eines Ladekabels für die gewünschte Energieübertragung entfällt somit.

In der Ausführungsform der 2a bis 2c ist die Steuervorrichtung 10 zum (direkten) Zusammenwirken mit einer ortsfesten elektrischen Vorrichtung 14a ausgelegt. Insbesondere kann die Steuervorrichtung 10 in die ortsfeste elektrische Vorrichtung 14a integriert sein. Die ortsfeste elektrische Vorrichtung 14a kann z.B. ein ortsfestes Stromversorgungssystem sein, welches zur induktiven Energieübertragung mit der weiteren elektrischen Vorrichtung 16a ausgelegt ist. Die weitere elektrische Vorrichtung 16a ist vorzugsweise in diesem Fall mobil, verstellbar oder verfahrbar ausgelegt. Beispielsweise kann die weitere elektrische Vorrichtung 16a ein mobiles Gerät, wie z.B. ein Mobiltelefon oder ein tragbarer Computer, sein. Speziell in der Ausführungsform der 2a bis 2c ist die weitere elektrische Vorrichtung 16a eine Fahrzeugbatterie-Ladeelektronik. Um eine gute Ausführbarkeit der induktiven Energieübertragung zu realisieren, ist die mindestens eine erste Induktionseinrichtung 14 an/in eine Ladeplatte/Bodenplatte 20 des ortsfesten Stromversorgungssystems integriert oder in einen Straßenboden eingelassen. Die mindestens eine erste Induktionseinrichtung 14 kann mittels einer geeigneten Elektronik mit dem ortsfesten Stromversorgungssystem, beispielsweise mit dem ortsfesten Stromnetz, verbunden sein. Die mindestens eine zweite Induktionseinrichtung 16 ist in der Ausführungsform der 2a bis 2c fest in einem Fahrzeugunterboden 22 des mit der Fahrzeugbatterie-Ladeelektronik ausgestatteten Fahrzeugs montiert. Auch die mindestens eine zweite Induktionseinrichtung 16 kann über eine weitere geeignete Elektronik mit einer fahrzeugeigenen Energiespeichereinheit/Fahrzeugbatterie und/oder einer Steuerelektronik der Fahrzeugbatterie-Ladeelektronik verbunden sein. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die hier aufgezählten Beispiele für die mindestens eine erste Induktionseinrichtung 14 und die mindestens eine zweite Induktionseinrichtung 16 lediglich beispielhaft zu interpretieren sind. Da eine Anwendung der Steuervorrichtung 10 nicht auf eine bestimmte Ausbildung des ortsfesten Stromversorgungssystem oder der Fahrzeugbatterie-Ladeelektronik beschränkt ist, sind in den 2a bis 2c lediglich die Induktionseinrichtungen 14 und 16 als Komponenten des ortsfesten Stromversorgungssystem und der Fahrzeugbatterie-Ladeelektronik dargestellt.

Die Steuervorrichtung 10 kann auch zum (direkten) Zusammenwirken mit einer mobilen elektrischen Vorrichtung 16a, speziell als Untereinheit der mobilen elektrischen Vorrichtung 16a, ausgebildet sein. In diesem Fall ist die mobile elektrische Vorrichtung 16a vorzugsweise zur induktiven Energieübertragung mit einer weiteren mobilen oder ortsfesten elektrischen Vorrichtung 14a ausgelegt.

Außerdem ist die Steuervorrichtung 10 zum Zusammenwirken mit mindestens einem Sensor 18 zur Überwachung zumindest eines Teilbereichs einer Umgebung der (eigenen) elektrischen Vorrichtung 14a und/oder der weiteren elektrischen Vorrichtung 16a ausgelegt. Beispielsweise ist der mindestens eine Sensor 18 zur Überwachung zumindest eines Zwischenspalts zwischen der mindestens einen ersten Induktionseinrichtung 14 und der mindestens einen zweiten Induktionseinrichtung 16 ausgelegt. Mittels der Steuervorrichtung 10 ist zumindest eine Signalausgabe 18a des mindestens einen Sensors 18 auslesbar/empfangbar. In einer vorteilhaften Ausführungsform kann die Steuervorrichtung 10 speziell dazu ausgelegt sein, mit dem mindestens einen Sensor 18 zu kommunizieren.

Der mindestens eine Sensor 18 kann getrennt von der Steuervorrichtung 10 angeordnet sein. Als Alternative dazu kann die Steuervorrichtung 10 zusammen mit dem mindestens einen Sensor 18 in eine Überwachungsvorrichtung für mindestens eine zur induktiven Energieübertragung ausgelegte elektrische Vorrichtung 14a integriert sein. Insbesondere kann die Steuervorrichtung 10, bzw. die damit ausgestattete Überwachungsvorrichtung, baulich als Bestandteil eines ortsfesten Stromversorgungssystems zur induktiven Energieübertragung mit einer Fahrzeugbatterie-Ladeelektronik oder einer Fahrzeugbatterie-Ladeelektronik zur induktiven Energieübertragung mit einem ortsfesten Stromversorgungssystem ausgebildet sein. Durch die hier beschriebenen Möglichkeiten zur Integration der Steuervorrichtung 10 in andere Geräte kann eine Montage der Steuervorrichtung 10 erleichtert und ein von der Steuervorrichtung 10 beanspruchter Bauraum reduziert werden.

Mittels der Elektronikeinrichtung 12 ist unter Berücksichtigung der Signalausgabe 18a des mindestens einen Sensors 18 zur Überwachung zumindest des Teilbereichs mindestens ein Referenzsignal vor einem Beginn der (mittels der Steuervorrichtung 10 gesteuerten) induktiven Energieübertragung oder gleichzeitig mit dem Beginn der induktiven Energieübertragung festlegbar. In 2a ist der Fall schematisch dargestellt, dass zu einem Zeitpunkt t1 vor dem Beginn der induktiven Energieübertragung das mindestens eine Referenzsignal festgelegt/aufgenommen wird. Wahlweise kann vor dem Zeitpunkt t1 ein Benutzer, z.B. durch Verwendung eines Displays/Fahrzeugdisplays vor der Festlegung des mindestens einen Referenzsignals dazu aufgefordert werden, zu überprüfen, dass sich kein Fremdobjekt in dem Teilbereich/Zwischenspalt befindet. Insbesondere kann die Steuervorrichtung 10 so ausgelegt sein, dass sie ein Starten der induktiven Energieübertragung erst nach einer entsprechenden Freigabe des Benutzers erlaubt. Eine initiale Freihaltung des Teilbereichs/Zwischenspalts kann jedoch auch durch die Verwendung mindestens eines Besens gewährleistet werden.

Vorzugsweise ist der mindestens eine Sensor 18 derart angeordnet/anordbar, dass mindestens ein elektromagnetisches und/oder akustisches Signal 24, welches zumindest durch einen Teilbereich der Umgebung der elektrischen Vorrichtung 14a und/oder der weiteren elektrische Vorrichtung 16a auf mindestens eine Detektionsfläche des mindestens einen Sensors 18 fällt, mittels des mindestens einen Sensors 18 detektierbar ist. In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist der mindestens eine Sensor 18 nicht nur für einen Signalempfang des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals 24, sondern auch für eine Signalaussendung des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals ausgelegt. Eine Signalaussendeeinrichtung kann in diesem Fall eingespart werden. Als Alternative dazu kann der mindestens eine Sensor 18 jedoch auch mit mindestens einer Signalaussendeeinrichtung zusammenwirken, mittels welcher das mindestens eine elektromagnetische und/oder akustische Signal 24 emittierbar/aussendbar ist. Ebenso kann der mindestens eine Sensor 18 auch dazu ausgelegt sein, ein als das mindestens eine elektromagnetische und/oder akustische Signal 24 genutztes Sonnenlicht zu detektieren. Somit kann bei einer derartigen Ausbildung des mindestens einen Sensors 18 auf eine zusätzliche Signalsendeeinrichtung und auf eine Auslegung des mindestens einen Sensors 18 zur Signalaussendung verzichtet werden.

Vorzugsweise ist der mindestens eine Sensor 18, und, gegebenenfalls, die mindestens eine Signalaussendeeinrichtung mit einer geneigten Ausrichtung zu einer kontaktierten Fläche, beispielsweise mit einem Neigungswinkel zwischen 10°–30°, angeordnet. Bevorzugter Weise wird das mindestens eine elektromagnetische und/oder akustische Signal nach einem Aussenden durch den mindestens einen Sensor 18 oder durch die mindestens eine Signalaussendeeinrichtung und vor einem Auftreffen auf der Detektionsfläche des mindestens einen Sensors 18 mindestens einmal reflektiert. Dies gewährleistet eine vorteilhafte flächendeckende Abdeckung des Teilbereichs/Zwischenspalts bereits bei einer vergleichsweise geringen Anzahl des mindestens einen Sensors 18, bzw. der mindestens einen Signalaussendeeinrichtung. Eine Sensorposition, bzw. eine Position der mindestens einen Signalaussendeeinrichtung, welche mit einer Mehrfachreflektion des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals 24 vor dem Auftreffen auf der mindestens einen Detektorfläche des mindestens einen Sensors 18 verbunden ist, wird bevorzugt. Die Einsetzbarkeit der Steuervorrichtung 10 ist jedoch nicht auf eine bestimmte Anbringposition des mindestens einen Sensors 18 und/oder der mindestens einen Signalaussendeeinrichtung limitiert. Stattdessen können der mindestens eine Sensor 18 und die mindestens eine Signalaussendeeinrichtung mit einer vergleichsweise großen Wahlfreiheit angebracht werden.

Der mindestens eine Sensor 18, bzw. die mindestens eine Signalaussendeeinrichtung, können insbesondere an/in der Ladeplatte/Bodenplatte 20, dem Straßenboden und/oder dem Fahrzeugunterboden 22 montiert sein. In diesem Fall ist leicht gewährleistbar, dass das mindestens eine elektromagnetische und/oder akustische Signal 24 vor einem Auftreffen auf der Detektionsfläche des mindestens einen Sensors 18 mindestens einmal reflektiert wird. Außerdem können die Oberflächen der Induktionseinrichtungen 14 und 16, der Ladeplatte/Bodenplatte 20, des Straßenbodens und/oder des Fahrzeugunterbodens 22 so gestaltet sein, dass eine hohe Reflektivität für das mindestens eine elektromagnetische und/oder akustische Signal 24 vorliegt.

Mittels des mindestens einen Sensors 18 können ein Puls-Echo-Verfahren oder ein optisches Nachweisverfahren ausführbar sein. (Bei einem Puls-Echo-Verfahren können auch die verschiedenen Laufzeiten der ausgesendeten und wieder empfangenen Signale 24 aufgetragen und in einem Diagramm zum Vergleich herangezogen werden.) Sofern mehrere Sensoren 18 eingesetzt werden, können diese entweder alle gleichzeitig oder zu unterschiedlichen Zeiten senden. Der mindestens eine Sensor 18 kann beispielsweise ein Schallsensor, wie insbesondere ein Ultraschallsensor, ein elektromagnetischer Sensor, z.B. ein optischer Sensor, ein Radarsensor, ein Lidarsensor und/oder ein Infrarotsensor, eine Videokamera und/oder eine Wärmebildkamera sein. Somit sind eine Vielzahl von kostengünstigen und wenig Bauraum erfordernden Sensortypen für den mindestens einen Sensor 18 verwendbar. Die hier aufgezählten Sensortypen sind außerdem nur beispielhaft zu interpretieren. Auch für die mindestens eine Signalaussendeeinrichtung können eine Vielzahl bekannter kostengünstiger Elektronikeinrichtungen eingesetzt werden.

Vorzugsweise ist der mindestens eine Sensor 18 für einen konfusen Signalempfang des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals 24 ausgelegt. Entsprechend wird auch eine Auslegung des mindestens einen Sensors 18, bzw. der mindestens einen Signalaussendeeinrichtung, für eine konfuse Signalaussendung des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals 24 bevorzugt. Eine flächendeckende Abdeckung des Teilbereichs/Zwischenspalts durch die mindestens eine Signalaussendeeinrichtung und/oder den mindestens einen Sensor 18 kann mittels der Auslegung zur konfusen Signalaussendung und/oder zum konfusen Signalempfang verbessert werden.

Zu einem Zeitpunkt t2 (nach dem Zeitpunkt t1) wird, wie in 2b schematisch dargestellt, mit der induktiven Energieübertragung begonnen. Dabei kann die übertragene Energie induktiv sowohl von der mindestens einen ersten Induktionseinrichtung 14 an die mindestens eine zweite Induktionseinrichtung 16 als auch von der mindestens einen zweiten Induktionseinrichtung 16 an die mindestens eine erste Induktionseinrichtung 14 übermittelt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt t3 ist mittels der Elektronikeinrichtung 12 mindestens ein Messsignal unter Berücksichtigung einer weiteren Signalausgabe 18a des mindestens einen Sensors 18 festlegbar. Das Festlegen des mindestens einen Messsignals mittels der Elektronikeinrichtung 12 kann wahlweise während der fortgeführten induktiven Energieübertragung oder während eines Unterbrechens der induktiven Energieübertragung erfolgen. Das mindestens eine Messsignal ist mit dem mindestens einen Referenzsignal mittels der Elektronikeinrichtung 12 vergleichbar. Das Festlegen des mindestens einen Messsignals und das Vergleichen des mindestens einen Messsignals mit dem mindestens einen Referenzsignal kann während einer weitergeführten oder häufiger unterbrochenen induktiven Energieübertragung mehrmals ausgeführt werden.

In 2c ist eine Situation dargestellt, in welcher sich ein Fremdobjekt 26 innerhalb des Teilbereichs/Zwischenspalts befindet. Das in dieser Situation festgelegte Messsignal weicht somit von dem Referenzsignal ab. Es ist deshalb vorteilhaft, dass die Elektronikeinrichtung 12 dazu ausgelegt ist, sofern das mindestens eine Sensorsignal von dem mindestens einen Referenzsignal abweicht, mindestens ein Steuersignal 28 zumindest an die (eigene) elektrische Vorrichtung 14a auszugeben, mittels welchem zumindest die (eigene) elektrische Vorrichtung 14a derart ansteuerbar ist, dass die fortgeführte oder unterbrochene induktive Energieübertragung zumindest für eine vorgegebene Wartezeit aussetzbar oder beendbar ist. Somit ist auch mittels der Steuervorrichtung 10 sicherstellbar, dass nach einem unerwünschten Auftauchen des Fremdobjekts 26 die induktive Energieübertragung zumindest zwischenzeitlich nicht fortgeführt wird.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Detektion des mindestens einen Fremdobjekts 26 mittels der Steuervorrichtung 10 und des mindestens einen Sensors 18 kein Ermitteln einer bestimmten Lage des mindestens einen Fremdobjekts 26 unter Einhaltung einer bestimmten Genauigkeit erfordert. Dies gewährleistet eine zusätzliche Freiheit beim Anordnen des mindestens einen Sensors 18 und erleichtert das Anordnen des mindestens einen Sensors 18. Selbst bei einer vergleichsweise freien Anordnung des mindestens einen Sensors 18 sind Veränderungen im zeitlichen Verlauf des mindestens einen elektromagnetischen und/oder akustischen Signals 24 noch verlässlich erfassbar.

Die Elektronikeinrichtung 12 kann dazu ausgelegt sein, sofern das Abweichen des mindestens einen Messsignals von dem mindestens einen Referenzsignal lediglich ein Aussetzen der induktiven Energieübertragung für eine vorgegebene Wartezeit auslöst, nach einem Ablauf der vorgegebenen Wartezeit erneut das mindestens eine Messsignal festzulegen und mit dem mindestens einen Referenzsignal zu vergleichen. Sofern das mindestens eine Messsignal in diesem Fall mit dem mindestens einen Referenzsignal (wieder) übereinstimmt, kann die Elektronikeinrichtung 12 zumindest die eigene elektrische Vorrichtung 14a zur Wiederaufnahme der induktiven Energieübertragung ansteuern.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 202009009693 U1 [0002]