Title:
Methode zur Bestimmung der Reinigungsleistung von Formulierungen
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Methode zur Bestimmung der Reinigungsleistung einer Formulierung. Bei der Methode wird
a) die Formulierung bereitgestellt,
b) ein Testkörper mit der Formulierung in Kontakt gebracht, wobei der Testkörper mit einer proteinhaltigen Testverschmutzung verunreinigt ist,
c) der verunreinigte Testkörper in Kontakt mit der Formulierung belassen, um den verunreinigten Testkörper zu reinigen,
d) der gereinigte Testkörper gespült,
e) gegebenenfalls der gespülte Testkörper getrocknet,
f) gegebenenfalls die auf dem Testkörper verbliebene Testverschmutzung qualitativ bewertet und
g) die auf dem Testkörper verbliebene Testverschmutzung quantitativ analysiert, wobei die quantitative Analyse der verbliebenen Testverschmutzung das Ablösen der verbliebenen Testverschmutzung von dem Testkörper einschließt.
Mit der Methode wird die Bewertung der Reinigungsleistung von Formulierungen für die maschinelle Reinigung von harten Oberflächen, insbesondere von medizinischen Geräten erleichtert, und zwar in Bezug auf proteinhaltige Verunreinigungen.




Inventors:
Heidel, Judith (25421, Pinneberg, DE)
Steinhauer, Katrin, Dr. (22459, Hamburg, DE)
Jordan, Heike (24558, Henstedt-Ulzburg, DE)
Application Number:
DE102013218448A
Publication Date:
03/19/2015
Filing Date:
09/13/2013
Assignee:
Schülke & Mayr GmbH, 22851 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE112006000047T5N/A2007-10-11
DE102006006765A1N/A2007-08-16
DE10065941A1N/A2001-09-13



Foreign References:
200201791282002-12-05
200300649102003-04-03
200601112652006-05-25
201102918302011-12-01
WO1997027482A11997-07-31
Other References:
Bradford, M., (1976) Anal. Biochem. 72:248-254. Niess, U., (2004) J Bacteriol. 186:3640-3648
Attorney, Agent or Firm:
Uexküll & Stolberg, 22607, Hamburg, DE
Claims:
1. Methode zur Bestimmung der Reinigungsleistung einer Formulierung, bei der
a) die Formulierung bereitgestellt wird,
b) ein Testkörper mit der Formulierung in Kontakt gebracht wird, wobei der Testkörper mit einer proteinhaltigen Testverschmutzung verunreinigt ist,
c) der verunreinigte Testkörper in Kontakt mit der Formulierung belassen wird, um den verunreinigten Testkörper zu reinigen,
d) der gereinigte Testkörper gespült wird,
e) gegebenenfalls der gespülte Testkörper getrocknet wird,
f) gegebenenfalls die auf dem Testkörper verbliebene Testverschmutzung qualitativ bewertet wird und
g) die auf dem Testkörper verbliebene Testverschmutzung quantitativ analysiert wird, wobei die quantitative Analyse der verbliebenen Testverschmutzung das Ablösen der verbliebenen Testverschmutzung von dem Testkörper einschließt.

2. Methode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontakt c) ein statischer oder ein dynamischer Kontakt zwischen der Formulierung und dem verunreinigten Testkörper ist.

3. Methode nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Testverschmutzung des Testkörpers eine synthetische Testverschmutzung ist, wobei die synthetische Testverschmutzung vorzugsweise mindestens zwei verschiedene Proteinbestandteile umfasst, besonders bevorzugt mindestens drei verschiedene Proteinbestandteile.

4. Methode nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Proteinbestandteil ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Fibrin, einer Fibrinvorstufe, Hämoglobin und Albumin.

5. Methode nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Spülen d) das Spülen mit Wasser einschließt, wobei das Spülen d) vorzugsweise das Spülen mit Wasser ist.

6. Methode nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trocknen e) stattfindet und bei einer Temperatur im Bereich von 10 bis 40°C erfolgt, vorzugsweise im Bereich von 15 bis 30°C, insbesondere bei etwa 25°C.

7. Methode nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die qualitative Bewertung der auf dem Testkörper verbliebenen Testverschmutzung f) stattfindet und eine optische Bewertung auf einer Skala mit mindestens 10 Stufen einschließt, vorzugsweise mindestens 12 Stufen, insbesondere mindestens 16 Stufen.

8. Methode nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Bewertung der auf dem Testkörper verbliebenen Testverschmutzung eine Bewertung in 4 groben Stufen ist und die 4 groben Stufen jeweils vier feine Stufen haben, und wobei der nicht gereinigte Testkörper mit der proteinhaltigen Testverschmutzung eine weitere Stufe darstellt und der Testkörper ohne proteinhaltige Testverschmutzung ebenfalls eine weitere Stufe darstellt.

9. Methode nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die qualitative Bewertung f) das Fotografieren der auf dem Testkörper verbliebenen Testverschmutzung einschließt.

10. Methode nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die qualitative Bewertung f) keine chemische Nachweisreaktion einschließt.

11. Methode nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die auf dem Testkörper verbliebene Testverschmutzung bei der quantitativen Analyse g) nach dem Ablösen der Testverschmutzung fotometrisch quantifiziert wird, wobei vorzugsweise in der auf dem Testkörper verbliebenen Testverschmutzung enthaltenes und abgelöstes Protein fotometrisch quantifiziert wird, und wobei besonders bevorzugt die fotometrische Bestimmung von in der auf dem Testkörper verbliebenen Testverschmutzung enthaltenem und abgelöstem Protein in gepufferter Lösung bei einem pH-Wert von 5 bis 9 erfolgt, vorzugsweise bei einem pH-Wert von 6 bis 8.

12. Methode nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ablösen der auf dem Festkörper verbliebenen Testverschmutzung das Abspülen der verbliebenen Testverschmutzung von dem Testkörper mittels einer oder mehrerer wässrigen Lösungen einschließt.

13. Methode nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Abspülen verwendeten wässrigen Lösungen eine basische und eine saure wässrige Lösung sind, wobei die verbliebene Testverschmutzung in Schritt g) vorzugsweise mit einer basischen wässrigen Lösung abgespült wird und dann mit einer sauren wässrigen Lösung abgespült wird, um eine im Wesentlichen neutrale Lösung der auf dem Testkörper verbliebenen Testverschmutzung zu erhalten.

14. Methode nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ablösen der auf dem Festkörper verbliebenen Testverschmutzung eine mechanische Reinigung einschließt.

15. Methode nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Indikator für die fotometrische Quantifizierung ein Triphenylmethanfarbstoff ist, vorzugsweise Coomassie-Brillant-Blau G-250.

16. Methode nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Formulierung eine wässrige Formulierung ist.

17. Kit für die Durchführung der Methode gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, der umfasst
(i) eine Gebrauchsanleitung mit der Beschreibung der Methode,
(ii) eine oder mehrere Lösungen zum Ablösen der verbliebenen Verschmutzung,
(iii) ein oder mehrere mechanische Mittel zum Ablösen der verbliebenen Verschmutzung, wobei bevorzugte Mittel Glasperlen sind, und
(iv) gegebenenfalls eine Standardreihe gereinigter Testkörper für die qualitative Bewertung f), oder eine Abbildung der Standardreihe.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Methode zur Bestimmung der Reinigungsleistung von Formulierungen in Bezug auf proteinhaltige Verschmutzungen.

Gemäß Stand der Technik sind Methoden zur Bewertung der Leistung von Formulierungen bei der Entfernung von proteinhaltigen Verschmutzungen bekannt (vgl. unter anderem DE 10 2006 006 765 A1). Ferner offenbart die WO 97/27482 A1 eine synthetische Testanschmutzung zum Überprüfen der Wirksamkeit maschineller Reinigungsverfahren.

Die Testanschmutzung der WO 97/27482 A1 enthält Fibrin und/oder eine Fibrinvorstufe. Die Testanschmutzung gerinnt und kann zur Überprüfung der Wirksamkeit von Reinigungsverfahren im Hinblick auf Blutanschmutzungen verwendet werden. Nachdem der Prüfkörper den zu prüfenden Reinigungsverfahren unterzogen wurde, werden gemäß der Lehre derWO 97/27482 A1 Reste der Testanschmutzung auf dem Prüfkörper nachgewiesen, beispielsweise durch eine optische Bewertung. Die optische Bewertung ist typischerweise ein Anfärben von auf den Prüfkörper vorhandenen Proteinresten mittels einer Nachweisreaktion. Alternativ wird in der WO 97/27482 A1 vorgeschlagen, am Prüfkörper haftende Proteine zu hydrolysieren und die als Hydrolyseprodukte resultierenden Aminosäuren zu analysieren. Für einen quantitativen Nachweis wird letztendlich vorgeschlagen, in die Proteine der Testanschmutzung radioaktive Tracer wie beispielsweise 99mTc einzuschließen und dann die von dem Prüfkörper ausgehende Gammastrahlung zu messen.

Die Methoden gemäß WO 97/27482 sind aufwendig, potentiell mit einer Gesundheitsgefährdung (Radioaktivität) verbunden und auch nicht ausreichend zuverlässig.

Demzufolge bestand die Aufgabe, eine Methode zur Verfügung zu stellen, mit deren Hilfe auf einfache Weise und ohne potentielle Gesundheitsgefährdung die Reinigungsleistung von verschiedenen Formulierungen bewertet werden kann, und zwar sowohl quantitativ als auch qualitativ, und ferner so zuverlässig, dass man auch zwischen sehr gut reinigenden Formulierungen reproduzierbar unterscheiden kann.

Es hat sich nun überraschend herausgestellt, dass diese Aufgabe durch eine Methode gelöst wird, bei der

  • a) die Formulierung bereitgestellt wird,
  • b) ein Testkörper mit der Formulierung in Kontakt gebracht wird, wobei der Testkörper mit einer proteinhaltigen Testverschmutzung verunreinigt ist,
  • c) der verunreinigte Testkörper in Kontakt mit der Formulierung belassen wird, um den verunreinigten Testkörper zu reinigen,
  • d) der gereinigte Testkörper gespült wird,
  • e) gegebenenfalls der gespülte Testkörper getrocknet wird,
  • f) gegebenenfalls die auf dem Testkörper verbliebene Testverschmutzung qualitativ bewertet wird und
  • g) die auf dem Testkörper verbliebene Testverschmutzung quantitativ analysiert wird, wobei die quantitative Analyse der verbliebenen Testverschmutzung das Ablösen der verbliebenen Testverschmutzung von dem Testkörper einschließt.

Die erfindungsgemäße Methode löst die o. g. Aufgabe und zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass zuverlässig zwischen sehr gut reinigenden Formulierungen, deren Leistung bei der Entfernung von Protein sich im Detail jedoch noch unterscheidet, reproduzierbar differenziert werden kann.

Bei der erfindungsgemäßen Methode wird in Schritt a) die Formulierung bereitgestellt, und zwar typischerweise als wässrige Lösung eines Konzentrats.

Dann wird in Schritt b) ein Testkörper mit der Formulierung in Kontakt gebracht, wobei der Testkörper mit einer proteinhaltigen Testverschmutzung verunreinigt ist. Derartige mit proteinhaltigen Verschmutzungen verunreinigte Testkörper sind bekannt. Vorzugsweise handelt es sich bei der Testverschmutzung um eine synthetische Testverschmutzung, vorzugsweise um eine Testverschmutzung, die einen oder mehrere Bestandteile ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Fibrin, einer Fibrinvorstufe, Hämoglobin und Albumin umfasst.

Vorzugsweise handelt es sich bei der proteinhaltigen Testverschmutzung um eine synthetische Testverschmutzung, bevorzugter um eine synthetische Testverschmutzung, die mindestens zwei verschiedene Proteinbestandteile umfasst, vorzugsweise mindestens drei verschiedene Proteinbestandteile.

Dabei ist es bevorzugt, dass die Proteinbestandteile der synthetischen Testverschmutzung wie erwähnt ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Fibrin, einer Fibrinvorstufe, Hämoglobin und Albumin.

Mit „synthetisch“ ist gemeint, dass die Testverschmutzung kein einziges Vollblut ist.

Es ist also in einer Ausführungsform möglich, Vollblut von mindestens zwei verschiedenen Säugetieren miteinander zu mischen, um eine synthetische Testverschmutzung zu erhalten. In einer weiteren Alternative wird eine synthetische Testverschmutzung eingesetzt, die durch Mischen von mindestens zwei verschiedenen (d.h. vorher isolierten) Blutbestandteilen erhalten worden ist, wobei dieses Blut dann nicht notwendigerweise von verschiedenen Säugetieren stammen muss.

Typischerweise sind die Festkörper aus Metall gefertigt, d.h. nicht aus Glas; dies ermöglicht besonders gute reproduzierbare Ergebnisse bei der Quantifizierung g).

Der verunreinige Testkörper wird in Schritt c) in Kontakt mit der Formulierung belassen, um den verunreinigten Testkörper zu reinigen. Der Kontakt c) kann beispielsweise ein statischer oder ein dynamischer Kontakt zwischen der Formulierung und dem verunreinigten Testkörper sein, d. h. die Formulierung wird in Kontakt mit dem verunreinigten Testkörper entweder stehen gelassen oder bewegt.

Nachdem der verunreinigte Testkörper in Kontakt mit der Formulierung belassen und damit zumindest teilweise gereinigt wurde, wird der gereinigte Testkörper in Schritt d) gespült, wobei das Spülen vorzugsweise ein Spülen mit Wasser einschließt und besonders bevorzugt ein Spülen mit Wasser ist.

Nach dem Spülen d) wird der gespülte Testkörper gegebenenfalls (und bevorzugt) getrocknet, wobei das Trocknen e) vorzugsweise bei einer Temperatur im Bereich von 10 bis 40°C erfolgt, vorzugsweise im Bereich von 15 bis 30°C, insbesondere bei etwa 25°C. Besonders bevorzugt ist ein Trocknen bei Umgebungstemperatur in Luft.

Nach optionalem Trocknen e) wird die auf dem Testkörper verbliebene Testverschmutzung gegebenenfalls qualitativ bewertet. Diese Bewertung ist vorzugsweise eine optische Bewertung auf einer Skala mit mindestens 10 Stufen, vorzugsweise mindestens 12 Stufen, insbesondere mindestens 16 Stufen.

Schritte e) und f) sind also jeweils optional.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform, die auch im Zusammenhang mit Methode I in den Beispielen näher erläutert ist, wird so vorgegangen, dass eine Reinigungsstandardreihe erstellt wird und dann die optische Bewertung dadurch erfolgt, dass mit dieser Reinigungsstandardreihe direkt und/oder mit Fotos dieser Standardreihe verglichen wird.

Insbesondere handelt es sich bei dieser optischen Bewertung der auf dem Festkörper verbliebenen Testverschmutzung um eine Bewertung in vier groben Stufen, wobei die vier groben Stufen jeweils vier feine Stufen haben, und wobei der nicht gereinigte Testkörper mit der proteinhaltigen Testverschmutzung eine weitere Stufe darstellt und der Testkörper ohne proteinhaltige Testverschmutzung ebenfalls eine weitere Stufe darstellt (d. h. insgesamt hat eine solche Standardreihe 18 Stufen).

Vorzugsweise wird bei der qualitativen Bewertung f) die auf dem Festkörper verbliebene Testverschmutzung optisch bewertet und fotografiert.

Anzumerken ist noch, dass die optionale qualitative Bewertung f) in allen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Methode vorzugsweise keine chemische Nachweisreaktion einschließt, d. h. die proteinhaltige Testverschmutzung wird direkt bewertet und zusätzlich fotografiert, und zwar so, wie sie durch Kontakt mit der Formulierung abgereinigt wurde und auf dem Testkörper nach Spülen und Trocknen verblieben ist.

Nach der optionalen qualitativen Bewertung f) erfolgt bei der erfindungsgemäßen Methode eine quantitative Analyse der verbliebenen Testverschmutzung g), wobei die quantitative Analyse der verbliebenen Testverschmutzung das Ablösen der verbliebenen Testverschmutzung von dem Testkörper einschließt.

Vorzugsweise wird die verbliebene Testverschmutzung bei der quantitativen Analyse g) nach dem Ablösen der Testverschmutzung fotometrisch quantifiziert. Besonders bevorzugt ist es, speziell das bei der erfindungsgemäßen Methode in der Testverschmutzung enthaltene und abgelöste Protein als Teil der Testverschmutzung fotometrisch zu quantifizieren.

Alternativ schließt die quantitativen Analyse g) eine Gelelektrophorese ein, wie SDS-Page.

In allen Ausführungsformen der Erfindung ist es bevorzugt, dass die genannte fotometrische Bestimmung von in der Testverschmutzung enthaltenem und abgelöstem Protein in gepufferter Lösung bei einem pH-Wert von 5 bis 9 erfolgt, insbesondere bei einem pH-Wert von 6 bis 8.

Bei dem beschriebenen Ablösen der auf dem Festkörper verbliebenen Testverschmutzung wird vorzugsweise so vorgegangen, dass dieses Ablösen das Abspülen der verbliebenen Testverschmutzung von dem Festkörper einschließt, und zwar mittels einer oder mehrerer wässriger Lösungen.

Vorzugsweise sind die zum Abspülen verwendeten wässrigen Lösungen sowohl eine basische als auch eine saure wässrige Lösung. Dabei ist es bevorzugt, dass die auf dem Testkörper verbliebene Testverschmutzung in Schritt g) zuerst mit einer basischen wässrigen Lösung abgespült wird und dann mit einer sauren wässrigen Lösung abgespült wird, um letztendlich eine im Wesentlichen pH-neutrale Lösung der auf dem Testkörper verbliebenen Testverschmutzung zu erhalten.

In allen Ausführungsformen der Erfindung ist es bevorzugt, dass das Ablösen der auf dem Festkörper verbliebenen Testverschmutzung in Schritt g) eine mechanische Reinigung einschließt. Beispielsweise kann man so vorgehen, dass man die Testkörper mit der darauf verbliebenen Testverschmutzung mit Glasperlen in Kontakt bringt (und vorzugsweise schüttelt), insbesondere während der Testkörper mit der verbliebenen Testverschmutzung mit der einen oder den mehreren wässrigen Lösungen beim Ablösen in Kontakt gebracht wird.

Bevorzugt ist ferner, dass die fotometrische Quantifizierung des in der verbliebenen Testverschmutzung enthaltenen und abgelösten Proteins mit einem Triphenylmethanfarbstoff durchführt. Als Triphenylmethanfarbstoff ist Coomassie-Brillant-Blau G-250 bevorzugt. Besonders bevorzugt handelt es sich bei der fotometrischen Quantifizierung um eine Quantifizierung nach Bradford. Tests für eine derartige Quantifizierung sind im Markt erhältlich (z. B. der Test Roti-Nanoquant der Firma Carl Roth GmbH + Co. KG, Karlsruhe, Bundesrepublik Deutschland).

Ferner betrifft die Erfindung einen Kit für die Durchführung der erfindungsgemäßen Methode, der umfasst

  • (i) eine Gebrauchsanleitung mit der Beschreibung der Methode,
  • (ii) eine oder mehrere Lösungen zum Ablösen der verbliebenen Verschmutzung,
  • (iii) ein oder mehrere mechanische Mittel zum Ablösen der verbliebenen Verschmutzung, wobei bevorzugte Mittel Glasperlen sind, und
  • (iv) gegebenenfalls eine Standardreihe gereinigter Testkörper für die qualitative Bewertung f), oder eine Abbildung der Standardreihe.

Die Vorteile der Erfindung, insbesondere die verbesserte reproduzierbare Differenzierung zwischen verschiedenen Reinigungsformulierungen, ergeben sich insbesondere aus den folgenden Beispielen. Mengenangaben beziehen sich, wenn nicht anders angegeben, auf das Gewicht.

BeispieleMethode IBestimmung der Reinigungsleistung mittels TOSI-Prüfkörpern und quantitativer Proteinbestimmung nach Bradford

Die Methode dient zur Ermittlung der Reinigungsleistung von Reinigungslösungen zur Aufbereitung von medizinischen Instrumenten (IDM = Instrumentendesinfektionsmittel). Als Testkörper werden TOSI (Test Object Surgical Instruments) verwendet, deren Testanschmutzung Humanblut korreliert.

Der Versuch kann als statischer Versuch durchgeführt werden, um das Verhalten der manuellen Aufbereitung von Instrumenten zu simulieren, oder als dynamischer Versuch, um das Reinigungsvermögen in der maschinellen Aufbereitung darzustellen.

Der visuellen Auswertung nach dem Reinigungsversuch folgt bei dieser Methode die quantitative Bestimmung des auf dem Testkörper verbliebenen Proteinfilms mit dem Reagenz Roti-Nanoquant. Basierend auf der Proteinbestimmung nach Bradford [Bradford, M., (1976) Anal. Biochem. 72:248-254. Niess, U., (2004) J Bacteriol. 186:3640-3648] werden hierbei die Proteine mit dem Farbstoff Coomassie Brilliant Blau G 250 nachgewiesen.

Die Wahl der Konzentration der Reinigungslösung, die eingesetzte Wasserqualität (entmineralisiert, enthärtet, Leitungswasser o.ä.), die Dauer des Reinigungsversuches und die Versuchstemperatur werden jeweils nach dem Einsatz des Produktes in der Praxis gewählt.

Benötigte Materialien, Chemikalien und Geräte

  • • Magnetrührer, gegebenenfalls mit angeschlossenem Wasserbad
  • • Thermostat
  • • Bechergläser, hohe Form, 250 ml und 100 ml
  • • Magnetrührstab
  • • Gewichtringe
  • • Nabelschnurklemme
  • • Vorrichtung zum Aufhängen der Nabelschnurklemme
  • • Eppendorf Pipette P5000 und P1000 mit entsprechenden Pipettenspitzen
  • • pH-Meter
  • • Röhrchen 15 ml mit Deckel
  • • Schüttler
  • • Pinzette
  • • 400 ml Becherglas mit entmineralisiertem Wasser
  • • Digitalkamera
  • • TOSI-Prüfkörper (Best. Nr. 8302, BAG Health Care, Lich, Deutschland)
  • • Wecker
  • • Glasperlen
  • • Einmalküvetten
  • • Küvettenpaddel (zum Durchmischen)
  • • Einmalpipetten
  • • NaOH-Lösung, 0,5 mol/l
  • • HCl-Lösung, 0,5 mol/l
  • • Puffer pH 7,00 (Merck)
  • • Albumine Serum Fraction V (Serva)
  • • Roti-Nanoquant (Roth)
  • • Photometer (590 nm und 450 nm)

Von der Roti-Nanoquant-Lösung wird eine 20%ige Lösung in entmineralisiertem Wasser hergestellt. Diese Verdünnung ist eine Woche im Kühlschrank haltbar.

Durchführung der Reinigungsversuchea) Statischer Reinigungsversuch

Die Bechergläser (100 ml, hohe Form) werden schaumfrei mit ca. 100 ml der zu testenden Prüflösung befüllt. Die TOSI-Prüfkörper werden mit einer Pinzette mit der Testschmutzschicht nach oben in die Lösung gestellt. Nach dem Ende der Testzeit werden die TOSI-Prüfkörper mit der Pinzette aus der Lösung entnommen und durch Eintauchen und Schwenken in VE-Wasser gespült. Die TOSI-Prüfkörper trocknen anschließend senkrecht stehend an der Luft.

Anschließend erfolgt eine optische Bewertung der TOSI-Prüfkörper nach Gruppen und gegebenenfalls Untergruppen im Vergleich zu den vorher festgelegten Vergleichs-TOSI-Prüfkörpern (Standard). Für die Dokumentation werden die TOSI-Prüfkörper mit einer Digitalkamera fotografiert. Die Bilder werden später in die Auswertungsbögen kopiert. Jeder TOSI-Prüfkörper kann nun analytisch mit der Bradford-Methode ausgewertet werden.

b) Dynamischer Reinigungsversuch

Die Bechergläser (250 ml, hohe Form) werden mit 200 ml der zu testenden Reinigungslösung gefüllt, mit einem Magnetrührstab versehen. Bei Verwendung eines Wasserbades werden die Bechergläser mit einem Bleiring beschwert. Anschließend werden sie auf den Rührer (üblicherweise Stufe 3) bei Raumtemperatur oder auf den Rührer in das auf Versuchstemperatur temperierte Wasserbad gestellt.

Zu Versuchsbeginn werden die TOSI-Prüfkörper aus der Verpackung und aus der Plastikhalterung entnommen, in eine geeignete Halterung (z.B. Nabelschnurklemme) verbracht und zentrisch ins Becherglas mit der Reinigungslösung gehängt. Nach dem Ende der Testzeit werden die TOSI-Prüfkörper mit der Pinzette aus der Lösung entnommen und durch Eintauchen und Schwenken in VE-Wasser gespült. Die TOSI-Prüfkörper trocknen anschließend senkrecht stehend an der Luft.

Anschließend erfolgt eine optische Bewertung der TOSI-Prüfkörper nach Gruppen und/oder Untergruppen im Vergleich zu den relevanten und vor Versuchsbeginn definierten Standard-TOSI-Prüfkörpern. Für die Dokumentation werden die TOSI-Prüfkörper mit einer Digitalkamera fotografiert. Die Bilder werden später in die Auswertungsbögen kopiert. Jeder TOSI-Prüfkörper kann danach analytisch mit der Bradford-Methode ausgewertet werden.

Festlegung der Reinigungsstandardreihe für die qualitative Bewertung

Für die reproduzierbare optische Bewertung der TOSI-Prüfkörper wurde eine Reinigungsstandardreihe erstellt. Dafür wurden gereinigte Prüfkörper in Gruppen und Untergruppen eingeteilt.

Mit einer 0,5 %igen Lösung eines handelsüblichen alkalischen enzymatischen Reinigers wurde eine Reinigungsreihe mit unterschiedlichen Entnahmezeitpunkten der TOSI-Prüfkörper durchgeführt: Die Entnahmezeitpunkte waren nach 10 s, 20 s, 30 s, 40 s, 50 s, 60 s, 70 s, 80 s, 90 s, 100 s, 110 s, 120 s, 240 s, 270 s, 330 s, 360 s und 600 s.

Zur eindeutigen Nachvollziehbarkeit des Aussehens wurden mehrere Untergruppen gebildet (siehe Tabelle 1 und 1). Tabelle 1

Gruppe UntergruppeA (keine Rückstände) 0B (wenige Rückstände) 1–4C (fast kompletter Bereich mit Rückständen) 5–8D (kompletter Bereich mit Rückständen, leicht gelblich)9–12E (fast komplette Rückstände, samtiger Belag) 13–16F (nicht gereinigter Prüfkörper mit der Testanschmutzung) 17

Aus der subjektiven Beurteilung wird durch die Reinigungsstandardreihe eine sehr gute qualitative Bewertung, welche somit, unabhängig von der beurteilenden Person, immer gleich ausfällt und damit sehr gut vergleichbar ist.

Quantitative Proteinbestimmung mit Roti-Nanoquant nach Bradford

Jeweils 5 ml 0,5 M NaOH-Lösung mit ca. 10–15 Glasperlen werden in ein 15 ml-Röhrchen gegeben, die verschlossenen Röhrchen bei ca. 55°C im Wasserbad temperiert, je ein TOSI-Prüfkörper in ein Röhrchen gegeben und mit dem Schüttler so kräftig geschüttelt, bis alle Rückstände in Lösung sind.

5 ml 0,5 M HCl-Lösung werden in die jeweiligen Röhrchen mit der 0,5 M NaOH-Lösung, dem TOSI-Prüfkörper und den Glasperlen dazugegeben, und zwar wird der TOSI-Prüfkörper mit den 5 ml 0,5 M HCl-Lösung abgespült; der Prüfkörper wird dann aus dem Röhrchen entnommen und entsorgt.

Die Lösung aus dem Röhrchen wird durch Zugabe von 5 ml Pufferlösung pH 7,0 auf pH 7,0 ± 0,1 eingestellt. Für den Blindwert werden in einem 30 ml Glas 5 ml 0,5 M NaOH-Lösung, 5 ml 0,5 M HCl-Lösung und 5 ml Pufferlösung pH 7,0 gemischt und auf pH-Wert 7,0 ± 0,1 eingestellt.

Dann werden 400 µl der eingestellten Lösung (bzw. des Blindwertes) und 1600 µl der 20 %igen Roti-Nanoquant-Lösung in eine Küvette gegeben und vermischt. Nach 5 min Reaktionszeit werden die Proben fotometrisch gemessen. Dazu wird zunächst bei 590 nm ein Nullabgleich mit Wasser durchgeführt, dann werden Blindwert und Probe ebenfalls bei 590 nm gemessen. Anschließend werden bei 450 nm der Nullabgleich und die Messungen durchgeführt.

Auswertung:

  • Protein µg/ml = (EProbe590nm/EProbe450nm – EBlindwert590nm/EBlindwert450nm)/Anstieg der Geraden

Kalibrierung der Quantifizierung von Protein

Zur Erstellung einer Kalibriergeraden werden verschiedene BSA-Konzentrationen verwendet (BSA: Bovines Serum Albumin). Dazu wird eine Stammlösung mit einer Konzentration von 400 µg/ml BSA in VE-Wasser angesetzt. Hieraus werden Lösungen mit einer Konzentration von 10 µg/ml und 100 µg/ml hergestellt. Aus diesen beiden Lösungen wird die Verdünnungsreihe hergestellt (siehe Tabelle 2). Tabelle 2

BSA [µg/ml] µl aus BSA-Verdünnung µl vollentsalztes Wasser0 - 4001 40 µl aus 10 µg/ml 3602,5 100 µl aus 10 µg/ml 3005 200 µl aus 10 µg/ml 20010 40 µl aus 100 µg/ml 36025 100 µl aus 100 µg/ml 30050 200 µl aus 100 µg/ml 20075 300 µl aus 100 µg/ml 100100 200 µl aus 400 µg/ml 600

Die Herstellung der Kalibrierlösungen wird in einer Küvette durchgeführt. Dazu werden jeweils 400 µl der entsprechenden BSA-Konzentrationslösung (siehe Tabelle 2) mit 1600 µl der 20 %igen Roti-Nanoquant-Lösung versetzt und mit einem Küvettenpaddel vermischt.

Nach 5 min Reaktionszeit in der Küvette wird am Fotometer zunächst bei 590 nm ein Nullabgleich mit Wasser durchgeführt und anschließend werden die Kalibrierlösungen vermessen. Die Kalibrierlösungen und auch der Nullabgleich mit Wasser werden ebenfalls bei der Wellenlänge 450 nm vermessen.

Der Quotient der beiden Extinktionen (590 nm/450 nm) wird gebildet, und mit dem Quotienten wird die Kalibriergerade erstellt.

Methode II Reinigungsversuch mit koaguliertem SchafsblutZiel und Anwendungsbereich

Diese Vergleichsmethode dient zur Ermittlung der Reinigungsleistung von Reinigungs- und Desinfektionslösungen gegenüber koaguliertem Schafsblut als Testanschmutzung.

Bezug und Herstellung der Testanschmutzung

Schafsblut in Na-Heparin, enthemmt

  • • Schafsblut in Na-Heparin 10 i.E./ml, Fiebig Nährstofftechnik (Idstein, Bundesrepublik Deutschland)
  • • Protaminsulfat ME, 1000 i.E/ml, MEDA, 5 ml Ampullen
  • • Herstellung
    9 ml Schafsblut werden mit 1 ml VE-Wasser und 0,15 ml Protaminsulfat in einem kleinen Becherglas mit einem Magnetrührstäbchen verrührt. Die Auftragzeit beträgt ca. 7 Minuten, anschließend gerinnt das Blut.

Benötigte MaterialienAllgemein:

  • • Objektträger aus Glas mit Mattrand
  • • Messzylinder, 100 ml, mit Aceton befüllt
  • • Messzylinder, 100ml, mit Petrolether befüllt, zwei Stück
  • • Pinzette
  • • Analysenwaage mit einer Genauigkeit von mind. ± 0,1mg
  • • Exsikkator mit Kieselgel
  • • Stoppuhr
  • • Bechergläser, hohe Form, 100 ml

DurchführungVorbereitung der Objektträger

Die Objektträger werden nummeriert und gereinigt. Anschließend erfolgt das Auswiegen auf der Analysenwaage.

Auftragen der Blutanschmutzung

Die gereinigten Objektträger werden nebeneinander ausgelegt. Es werden ca. 55–60 µl Blut aufpipettiert und mit einem getränkten und am Glasrand abgestriffenen Pinsel verstrichen.

Nach einer Antrocknungszeit von ca. 1 Stunde bei RT werden die Objektträger zur vollkommenen Nachtrocknung der Probekörper über Nacht im Exsikkator über Kieselgel aufbewahrt.

Menge Blutanschmutzung

Nach der Trocknung über Nacht werden nur solche Objektträger für den weiteren Versuch ausgewählt, die einen gleichmäßigen Film der Blutanschmutzung aufweisen. Die Objektträger werden ausgewogen. Die Gewichtsdifferenz zu den leeren Objektträgern ergibt die Menge der Testanschmutzungen. Folgende Mengen an Blutanschmutzung pro Objektträger werden angestrebt:

BlutMenge Ø 10,0 mgMenge min. (–20%) 8,0 mgMenge max. (+20%) 12,0 mg

Testbedingungen

Die angegebenen Konzentrationen (1% und 1,5%) der Prüflösungen wurden in Leitungswasser hergestellt und nach den angegebenen Einwirkzeiten (5, 10, 15 min) untersucht. Die Experimente wurden bei Raumtemperatur durchgeführt. Folgende handelsübliche Präparate wurden in die Untersuchung einbezogen (2 bis 5):

  • • Reiniger A: Bodedex forte (Bode Chemie, Hamburg, Bundesrepublik Deutschland)
  • • Reiniger B: Mucodont Zymaktiv (Merz Hygiene GmbH, Frankfurt, Bundesrepublik Deutschland)
  • • IDM A: Sekusept plus (Ecolab Germany GmbH, Düsseldorf, Bundesrepublik Deutschland)
  • • IDM B: Mucocit T (Merz Hygiene GmbH, Frankfurt, Bundesrepublik Deutschland)
  • • gigazyme X-tra (Schülke & Mayr GmbH, Hamburg, Bundesrepublik Deutschland)

Durchführung

Die 100 ml Bechergläser werden mit ca. 100 ml der zu prüfenden Lösung befüllt. Die Objektträger werden mit der Pinzette vorsichtig mit der Testschmutzschicht nach oben in die Lösung gestellt. Nach dem Ende der Testzeit werden die Objektträger vorsichtig mit der Pinzette aus der Lösung entnommen und durch vorsichtiges Eintauchen und Schwenken in VE-Wasser gespült. Die Objektträger trocknen anschließend senkrecht an der Luft. Nach ca. 1 Stunde werden die Objektträger zur Nachtrocknung über Nacht im Exsikkator über Kieselgel aufbewahrt. Danach folgt die erneute Wägung.

Auswertung und Dokumentation

Bei der gravimetrischen Auswertung, wird aus den ermittelten Gewichtsdifferenzen die Reinigungsleistung in % errechnet. Zusätzlich erfolgen eine optische Beurteilung der Objektträger und eine Beurteilung der Prüflösung (im Vergleich zu einer frisch angesetzten). Fehlerbereich

BlutWägefehler ±0,3 mgMenge Ø 10,0 mgFehler (bez. auf Menge Ø) ±3%Menge min. (–20%)8,0 mgFehler (bez. auf Menge min) ±3,8%

Ergebnisse

2 zeigt den Vergleich der Reinigungsleistung verschiedener Instrumentendesinfektionsmittel gem. Methode II (heparinisiertes Schafsblut). Die verschiedenen Formulierungen wurden gemäß der empfohlenen Anwendungskonzentrationen von 1% (IDM B; gigazyme X-tra) bzw. 1,5% (IDM A) nach den angegebenen Einwirkzeiten (5, 10, 15 Min.) untersucht. Die Kombination von IDM B + Reiniger B wurde bei einer Einsatzkonzentration von jeweils 1% der beiden Komponenten nach den angegebenen Einwirkzeiten (5, 10, 15 Min.) untersucht. Die Reinigungsleistung ist in % angegeben, wobei 100% das beste Reinigungsergebnis darstellt, bei dem nahezu keine Restverschmutzung mehr nachgewiesen werden kann, was einer 100%igen Abreinigung des koagulierten Blutes vom Objektträger bedeutet. Die Untersuchungen wurden bei Raumtemperatur als statischer Versuch durchgeführt.

3 zeigt einen Vergleich der Reinigungsleistung verschiedener Reiniger zur manuellen Reinigung von medizinischen Instrumenten gemäß Methode II (heparinisiertes Schafsblut). Die verschiedenen Formulierungen wurden gem. der empfohlenen Anwendungskonzentrationen von 1% (Reiniger A; Reiniger B; gigazyme X-tra). Die Kombination von IDM B + Reiniger B wurde bei einer Einsatzkonzentration von jeweils 1% nach den angegebenen Einwirkzeiten (5, 10, 15 min) untersucht. Die Reinigungsleistung ist in % angegeben, wobei 100% das beste Reinigungsergebnis darstellt, bei dem nahezu keine Restverschmutzung mehr nachgewiesen werden kann, was einer 100%igen Abreinigung des koagulierten Blutes vom Objektträger bedeutet. Die Untersuchungen wurden bei Raumtemperatur als statischer Versuch durchgeführt.

4 zeigt einen Vergleich der Reinigungsleistung verschiedener Instrumentendesinfektionsmittel gemäß Methode I (TOSI-Methode). Die verschiedenen Formulierungen wurden gemäß der empfohlenen Anwendungskonzentrationen von 1% (Reiniger A; Reiniger B; gigazyme X-tra) nach den angegebenen Einwirkzeiten (5, 10, 15 Min.) untersucht. Die Kombination von IDM B + Reiniger B wurde bei einer Einsatzkonzentration von jeweils 1% nach den angegebenen Einwirkzeiten (5, 10, 15 min) untersucht. Die nachgewiesene Restverschmutzung auf den TOSI-Prüfkörpern nach den angegebenen Einwirkzeiten ist in µg/ml angegeben. Dabei bedeutet eine hohe Restverschmutzung ein schlechtes Reinigungsergebnis und ein niedriger Wert eine geringe Restverschmutzung. Die Untersuchungen wurden bei Raumtemperatur als dynamischer Versuch durchgeführt.

5 zeigt einen Vergleich der Reinigungsleistung verschiedener Reiniger zur manuellen Reinigung von medizinischen Instrumenten gemäß Methode I (TOSI-Methode). Die verschiedenen Formulierungen wurden gem. der empfohlenen Anwendungskonzentrationen von 1% (Reiniger A; Reiniger B; gigazyme Xtra) nach den angegebenen Einwirkzeiten (5, 10, 15 min) untersucht. Die Kombination von IDM B + Reiniger B wurde bei einer Einsatzkonzentration von jeweils 1% nach den angegebenen Einwirkzeiten (5, 10, 15 min) untersucht. Die nachgewiesene Restverschmutzung auf den TOSI-Prüfkörpern nach den angegebenen Einwirkzeiten ist in µg/ml angegeben. Dabei signalisiert eine hohe Restverschmutzung ein schlechtes Reinigungsergebnis und ein niedriger Wert eine geringe Restverschmutzung. Die Untersuchungen wurden bei Raumtemperatur als dynamischer Versuch durchgeführt.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102006006765 A1 [0002]
  • WO 97/27482 A1 [0002, 0003, 0003, 0003]
  • WO 97/27482 [0004]

Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • Bradford, M., (1976) Anal. Biochem. 72:248-254. Niess, U., (2004) J Bacteriol. 186:3640-3648 [0036]