Title:
Durchflussmessgeräte und Verfahren zur Positionsbestimmung eines Durchflussmessgerätes
Kind Code:
A1
Abstract:

Ein Durchflussmessgerät mit einem Transponder, welcher dazu ausgelegt ist anhand eines Anregungssignals ein Antwortsignal auszusenden, das eine Positionsbestimmung des Durchflussmessgerätes im Erdreich ermöglicht und ein Verfahren zur Positionsbestimmung des Durchflussmessgerätes.



Inventors:
Rupp, Stefan (79227, Schallstadt, DE)
Application Number:
DE102013112873A
Publication Date:
06/03/2015
Filing Date:
11/21/2013
Assignee:
Endress + Hauser Flowtec AG (Reinach, CH)
Domestic Patent References:
DE102013108117A1N/A2015-02-05
DE102007024006A1N/A2008-11-27
DE102006026495A1N/A2007-12-13
Foreign References:
64562282002-09-24
57450491998-04-28
WO2011126444A12011-10-13
JPH7287027A
JPH07287027A1995-10-31
Other References:
DIN EN 12944
Attorney, Agent or Firm:
Winkler, Uwe, Dipl.-Chem. Diplôme d'ing. ECPM, 79576, Weil am Rhein, DE
Claims:
1. Durchflussmessgerät, dadurch gekennzeichnet, dass das Durchflussmessgerät (1) einen Transponder (14) aufweist, welcher dazu ausgelegt ist anhand eines Anregungssignals ein Antwortsignal auszusenden, das eine Positionsbestimmung des Durchflussmessgerätes (1) im Erdreich oder in Gewässern ermöglicht.

2. Durchflussmessgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Transponder (14) keine eigene Stromversorgung aufweist.

3. Durchflussmessgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Transponder (14) innerhalb eines Gehäusesegments des Durchflussmessgerätes (1) angeordnet ist und dass der Transponder (14) eine Antenne (15), vorzugsweise eine flexible Antenne, aufweist, welche aus dem Gehäuse des Durchflussmessgerätes (1) herausragt.

4. Durchflussmessgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Durchflussmessgerät (1) ein Anschlusselement für Kabel zum Datenaustausch oder zur Energieversorgung (7, 8) aufweist, welche Kabel bei bestimmungsgemäßer Anordnung des Durchflussmessgerätes (1) im Erdreich angeordnet sind.

5. Verfahren zur Positionsbestimmung eines Durchflussmessgerätes, nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Transponder (14) mittels eines durch ein externes Gerät (16) ausgesandtes elektromagnetisches Anregungssignal veranlasst wird, ein Antwortsignal auszusenden, wobei das externe Gerät (16) in Abhängigkeit von der Intensität des Antwortsignals eine Positionsbestimmung des Durchflussmessgerätes (1) ermöglicht.

6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Antwortsignal ein Positionssignal ist, wobei das Positionssignal eine alphanumerische Information bezüglich der Position des Durchflussmessgerätes (1) umfasst.

7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Antwortsignal ein Ortungssignal ist, welches eine Peilung des Durchflussmessgerätes (1) ermöglicht.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das externe Gerät (16) ein Handgerät ist.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Antwortsignal gegenüber dem Anregungssignal frequenzverdoppelt ist.

10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Durchflussmessgerät (1) erdvergraben ist.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Durchflussmessgerät nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren zur Positionsbestimmung eines Durchflussmessgerätes nach dem Oberbegriff des Anspruchs 5.

Ein weitverbreitetes Anwendungsgebiet sind erdvergrabene Rohrleitungen. Diese Rohrleitungen werden einerseits aus Platzgründen vergraben und um eine Erwärmung des Messmediums durch Sonneneinstrahlung zu verringern. Hier besteht der Bedarf und die Notwendigkeit der Durchflussmessung. Erdvergrabene Durchflussmessgeräte können beispielsweise zur Messung des Wasser/Abwasserverbrauchs in Privathaushalten, Städten und allgemein Ballungszentren genutzt werden. Sie können allerdings auch bei Leitungen mit über hunderte Kilometer Länge genutzt werden. Hier wird allerdings die Auffindbarkeit der Durchflussmessgeräte im seltenen Fall eines Ausfalls schwierig. Im Stadtbereich können größere Schachtungsarbeiten zu längeren Verkehrsausfällen führen. Auf dem Land ist die Wiederfindung aufgrund der großen Abstände sehr ungenau.

Die im Rahmen der vorliegenden Durchflussmessgeräte sind insbesondere Coriolis-, Ultraschall-, Vortex-, thermischen und/oder magnetisch induktiven Durchflussmessgeräte. Am gebräuchlichsten werden im erdvergrabenen Bereich die magnetisch-induktiven Durchflussmessgeräte aufgrund ihres robusten und ihrer zuverlässigen Messmethode eingesetzt. Allerdings können auch andere Messgeräte und Messprinzipien im erdvergrabenen Bereich eingesetzt werden.

Durchflussmessgeräte sind insbesondere in der Prozessmesstechnik weit verbreitet und bekannt. Beispielhaft nutzen magnetisch-induktive Durchflussmessgeräte für die volumetrische Strömungsmessung das Prinzip der elektrodynamischen Induktion aus und sind aus einer Vielzahl von Veröffentlichungen bekannt. Senkrecht zu einem Magnetfeld bewegte Ladungsträger des Mediums induzieren eine Messspannung in im Wesentlichen senkrecht zur Durchflussrichtung des Mediums und senkrecht zur Richtung des Magnetfeldes angeordneten Messelektroden. Die in die Messelektroden induzierte Messspannung ist proportional zu der über den Querschnitt des Messrohres gemittelten Strömungsgeschwindigkeit des Mediums, also proportional zum Volumenstrom. Ist die Dichte des Mediums bekannt, lässt sich der Massestrom in der Rohrleitung bzw. in dem Messrohr bestimmen. Die Messspannung wird üblicherweise über ein Messelektrodenpaar abgegriffen, das bezüglich der Koordinate entlang der Messrohrachse in dem Bereich maximaler Magnetfeldstärke angeordnet ist und wo folglich die maximale Messspannung zu erwarten ist.

Ausgehend von der vorgenannten Vorbetrachtung ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung die Auffindbarkeit eines Durchflussmessgerätes, insbesondere in erdvergrabenen Anwendungen, zu verbessern.

Die vorliegende Erfindung löst diese Aufgabe mit einem Durchflussmessgerät mit den Merkmalen das Anspruchs 1 oder durch Bereitstellung eines Verfahrens mit den Merkmalen des Anspruchs 5.

Ein erfindungsgemäßes Durchflussmessgerät weist einen Transponder auf, welcher dazu ausgelegt ist anhand eines Anregungssignals ein Antwortsignal auszusenden, das eine Positionsbestimmung des Durchflussmessgerätes im Erdreich oder in Gewässern ermöglicht.

Transponder sind an sich bekannt, um lawinenverschüttete Personen ausfindig zu machen. Der vorliegenden Erfindung liegt die Idee zugrunde mit Hilfe eines Transponders die Auffindbarkeit eines Durchflussmessgerätes im Erdreich oder in Unterseepipelines zu verbessern.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindungen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Anders als bei Lawinenverschütteten, bei welchen eine schnelle Hilfe notwendig ist, sind Durchflussmessgeräte mehrere Jahre, vereinzelt 10 oder 20 Jahre im Erdreich. Eine gesonderte Energieversorgung des Transponders wäre unter diesen Umständen aufwendig, da Energie von der Primärenergieversorgung des Durchflussmessgerätes abgezweigt werden müsste. Daher ist es von Vorteil, wenn der Transponder ohne zusätzliche Stromversorgung betrieben werden kann.

Der Transponder kann vorteilhaft innerhalb eines Gehäusesegments, beispielsweise in einem Sensorgehäusesegment, einem Transmittergehäusesegment oder einem dazwischen befindlichen Überführungsstück des Durchflussmessgerätes angeordnet sein und dadurch vor Umwelteinflüssen geschützt sein. Es ist zudem von Vorteil, wenn der Transponder eine Antenne, vorzugsweise eine flexible Antenne, aufweist, welche aus dem Gehäuse des Durchflussmessgerätes herausragt. Diese Antenne kann in Richtung der Erdoberfläche ausgerichtet sein, so dass die Erdschicht, welche ein Signal, insbesondere ein Anregungssignal und/oder ein Antwortsignal, durchdringen muss, wesentlich verringert wird.

Zum Schutz vor Ausfall oder Manipulation ist es von Vorteil, wenn das Durchflussmessgerät ein Anschlusselement für Kabel zum Datenaustausch oder zur Energieversorgung aufweist, welche Kabel bei bestimmungsgemäßer Anordnung des Durchflussmessgerätes im Erdreich angeordnet sind.

In einem erfindungsgemäßes Verfahren zur Positionsbestimmung eines Durchflussmessgerätes, nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wird der Transponder mittels eines durch ein externes Gerät ausgesandtes elektromagnetisches Anregungssignal veranlasst, ein Antwortsignal auszusenden, wobei das externe Gerät in Abhängigkeit von der Intensität des Antwortsignals eine Positionsbestimmung des Durchflussmessgerätes ermöglicht.

Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens sind Gegenstand der Unteransprüche.

Das Antwortsignal kann beispielsweise ein Positionssignal sein, wobei das Positionssignal eine alphanumerische Information bezüglich der Position des Durchflussmessgerätes umfasst. Dadurch wird dem Nutzer bereits eine direkte Ortsangabe zur Verfügung gestellt. Hierzu kann das externe Gerät auch zunächst anhand eines GPS-Signals die Position des Nutzers bestimmen und anhand des Antwortsignals eine genaue Abstands- und Richtungsangabe ausgehend von der Position des Nutzers in Abgleich mit der Position des Nutzers ermöglichen.

Alternativ oder zusätzlich kann das Antwortsignal als ein Ortungssignal ausgestaltet sein, welches eine Peilung des Durchflussmessgerätes ermöglicht. Diese Peilung kann durch ein visuelles oder akustisches Signal angezeigt werden.

Das Antwortsignal kann vorteilhaft gegenüber dem Anregungssignal frequenzverdoppelt sein. Die Frequenzverdoppelung wird durch den Transponder vorgenommen.

Bei Unterseepipelines ist lediglich die Auffindbarkeit erleichtert. Die positionsgenaue Auffindung des Durchflussmessgerät bei erdvergrabenen Anwendungen hingegen bedeutet einen deutlich verringerten Arbeitsaufwand für die Wartung – insbesondere für das Freilegen des Durchflussmessgerätes.

Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Einige davon sollen hier kurz anhand der nachfolgenden Figuren anhand eines magnetisch-induktiven Durchflussmessgerätes exemplarisch näher erläutert werden. Andere Feldgeräte sind dadurch jedoch nicht ausgeschlossen. Gleiche Elemente sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen.

1 schematisch vereinfachte Darstellung eines ersten magnetisch-induktiven Durchflussmessgerätes als Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Durchflussmessgerätes;

2 schematisch vereinfachte Darstellung Überführungsstück zwischen der Sensoreinheit eines magnetisch-induktiven Durchflussmessgerätes und einer Auswerteeinheit; und

3 schematische Darstellung einer bekannten Signalübertragung nach dem Stand der Technik;

4 schematische Darstellung einer Signalübertragung zum Auffinden eines erdvergrabenen Durchflussmessgerätes.

Die vorliegende Erfindung betrifft einen speziellen Anwendungsbereich von Durchflussmessgeräten nämlich die erdvergrabene Anwendung. Üblicherweise werden in diesem Anwendungsbereich magnetisch-induktive Durchflussmessgeräte eingesetzt, aufgrund ihrer wartungsarmen und zuverlässigen Bauweise. Die vorliegende Erfindung lässt sich auch auf andere Durchflussmessgeräte mit unterschiedlichen Messprinzipien übertragen, es sind aber derzeit lediglich magnetisch-induktive Durchflussmessgeräte für dieses Anwendungsgebiet bekannt, da diese Messtechnik sehr robust und ausfallsicher ist.

Der Aufbau und das Messprinzip eines magnetisch-induktiven Durchflussmessgerätes ist grundsätzlich bekannt. Gemäß dem Faraday‘schen Induktionsgesetz wird in einem Leiter, der sich in einem Magnetfeld bewegt, eine Spannung induziert. Beim magnetisch-induktiven Messprinzip entspricht der fließende Messstoff dem bewegten Leiter. Ein Magnetfeld mit konstanter Stärke wird durch zwei Feldspulen zu beiden Seiten eines Messrohres erzeugt. Senkrecht dazu befinden sich an der Rohrinnenwand des Messrohres zwei Messelektroden, welche die beim Durchfließen des Messstoffes erzeugte Spannung abgreifen. Die induzierte Spannung verhält sich proportional zur Durchflussgeschwindigkeit und damit zum Volumendurchfluss. Das durch die Feldspulen aufgebaute Magnetfeld wird durch einen getakteten Gleichstrom wechselnder Polarität erzeugt. Dies gewährleistet einen stabilen Nullpunkt und macht die Messung unempfindlich gegenüber Einflüssen durch Mehrphasenstoffe, Inhomogenitäten in der Flüssigkeit oder geringer Leitfähigkeit. Es sind magnetisch-induktive Durchflussmessgeräte mit Spulenanordnungen mit mehr als zwei Feldspulen bekannt und anderer geometrischer Anordnung bekannt.

Üblicherweise besteht ein magnetisch-induktives Durchflussmessgerät über ein Messrohr welches in ein bestehendes Rohrsystem integrierbar ist. In der vorliegenden Erfindung handelt es sich vorzugsweise um ein Kunststoffmessrohr. Um das Kunststoff-Messrohr sind diametral zueinander zwei oder mehr Magnetsysteme angeordnet, welche ein möglichst homogenes Magnetfeld über den Rohrquerschnitt des Kunststoffmessrohres aufbauen. Umfangsverteilt etwa im Winkel von 90° zum Magnetsystem sind Messelektroden angeordnet, welche eine Spannung in Abhängigkeit von der Durchflussgeschwindigkeit abgreifen.

Selbstverständlich sind auch andere Anordnungen von Magnetsystemen und Messelektroden möglich. Allerdings wird zum Verständnis der Erfindung auf einzelne konstruktive Varianten von Durchflussmessgeräten – insbesondere von magnetisch-induktiven Durchflussgeräten – verzichtet.

3 zeigt eine bekannte Methode zur Signalübertragung bei einem magnetisch-induktives Durchflussmessgerät 1, welches im erdvergrabenen Anwendungsbereich eingesetzt werden kann. Wie man unschwer erkennt, ist dabei das Messgerät jedoch nicht mit Erde umgeben, so dass dieses Messgerät nicht nach Definition der vorliegenden Erfindung den erdvergrabenen Messgeräten zugeordnet werden kann. Dieses Messgerät ist in einem Schacht angeordnet, wobei ein Datensignalkabel zu einer Übertragungseinheit am Schachtdeckel führt. Diese überträgt Messwerte an einen Satelliten und von dort zu einer Empfangseinheit, z.B. einem Computer. Im seltenen Fall eines Ausfalls des Messgerätes wird eine Ortung nicht notwendig sein, da der Schachtdeckel bereits die Position des Messgerätes anzeigt. Die Zugänglichkeit ist ebenfalls gewährleistet. Interessant ist, dass dieses Messgerät absolut wasserdicht ausgestaltet sein muss, da bei Wassereinbruch, z.B. bei Regen, der gesamte Schacht unter Wasser steht.

4 stellt in schematischer Art und Weise die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabenstellung dar. Eine andere Möglichkeit basiert auf der Idee, den Signalaustausch und die Energieversorgung von erdvergrabenen Durchflussmessgeräte über ebenfalls erdvergrabenen Signal- und Energieversorgungskabel zu gewährleisten. Neueste Entwicklungen beruhen auf der Möglichkeit die bereits im Erdreich verlegten Daten- und Energiekabel z.B. bestehende Haus- und Industrieanschlüsse zur Datenübertragung und zur Energieversorgung zu nutzen. Eine solche Technologie wird u.a. in der Patentanmeldung DE 10 2013 108 117.7 beschrieben, auf welche hiermit Bezug genommen wird.

Wiederum andere Messgeräte nutzen Batterien und sind somit nur auf eine Datenübertragungsleitung angewiesen.

Diese Messgeräte sind im Unterschied zur Variante der 1 tatsächlich im Erdreich vergraben und nicht in einem Schacht angeordnet.

Üblicherweise wird das Messgerät beim Verlegen der Versorgungsleitungen mit vergraben. Es verbleibt dort über Jahrzehnte und liefert zuverlässige Werte über den Durchfluss des Messmediums.

Beim seltenen Fall eines Ausfalls eines Durchflussmessgerätes oder gegen Ende seines Lebenszyklus oder zum Austausch einer Langzeit-Batterie besteht allerdings zur Wartung und ggf. zum Austausch dieses Messgerätes das Bedürfnis dieses Gerät wiederzufinden. Zwar geben Pläne über die verlegten Versorgungsleitungen einen guten Anhaltspunkt sich das Messgerät in etwa befindet, allerdings sind auch bei Eingrenzung des Suchgebietes noch aufwendige Schachtungsarbeiten notwendig, um das Messgerät ausfindig zu machen.

Um diese überflüssige Arbeit zu erleichtern, soll das Messgerät auffindbar ausgestaltet werden. Hierzu weist es einen Transponder auf. Anders als in 1 – dient dieser Transponder nicht zu einer Datenübertragung bis hin zu einem Satelliten, sondern er ist eher zur Detektion im Nahbereich durch das Erdreich hindurch gedacht.

Geeignete Transponder sind aus anderen Anwendungsbereichen bekannt, beispielsweise bei der Auffindung von Opfern von Schnee- oder Erdlawinen, sogenannten Muren.

Transponder, welche eine hinlängliche Intensität besitzen, um eine Signalübertragung durch das Erdreich von bis zu 1 m, vorzugsweise von bis zu 3 m Tiefe zu erreichen sind aus der US 6,456,228 B1 und aus der WO 2011/126444 A1 bekannt. Diese Druckschriften zeigen Schaltungen für einen entsprechenden Transponder. Diese Schaltungen können bequem auf einer Leiterplatte aufgebracht werden.

Der Transponder ist dabei ein inaktives Element, welches erst durch ein Anregungssignal aktiviert wird und/oder ein Antwortsignal ausgibt. Das Anregungssignal kann von einem externen Gerät 16, vorzugsweise einem Handgerät, beispielsweise einem Handy oder einem speziell dafür konzipiertes Funkgerät gesendet werden. Ebenso kann das Antwortsignal des Transponders 14 von demselben Handgerät empfangen werden.

Typischerweise wird das Antwortsignal durch den Transponder unter Frequenzverdoppelung des Anregungssignals erzeugt.

Als Antwortsignal kann entweder ein konkretes Positionssignal ausgegeben werden, welches beispielsweise die Koordinaten des Durchflussmessgerätes in Bezug auf die eigene Position angibt. Hierfür kann ein zusätzliches GPS-Signal, welches vom Handgerät ermittelt und bereitgestellt wird, genutzt werden.

Alternativ oder zusätzlich kann das Antwortsignal auch als Ortungssignal ausgegeben werden. Dieses erlaubt eine Peilung des Durchflussmessgerätes, beispielsweise durch akustische Signale.

Nachfolgend soll in 1 und 2 ein spezielles Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Es handelt sich dabei um eine bevorzugte Variante eines Durchflussmessgerätes. Selbstverständlich sind auch andere Anordnungen durch den Gegenstand der Erfindung umfasst.

1 zeigt zwar das Gehäuse dieses magnetisch-induktiven Durchflussmessgerätes, die Wirkweise und der Grundaufbau eines derartigen Gerätes ist allerdings seit langem bekannt und wird u.a. von der Anmelderin seit vielen Jahren beispielsweise unter der Bezeichnung Promag W 400 (erdvergraben mit Korrosionsschutz DIN EN 12944) verkauft.

Das Gehäuse 2 des magnetisch-induktiven Durchflussmessgerätes kann zweiteilig mit einem Transmittergehäuseabschnitt 5 und einem Sensorgehäuseabschnitt 3a ausgebildet sein oder auch einstückig ausgebildet sein. Es kann abschnittsweise oder vollständig aus einem Metallgehäuse mit einer korrosionsbeständigen Kunststoffbeschichtung bestehen oder alternativ aus einem Kunststoffgehäuse, vorzugsweise einem Formteil- und/oder einem Vergussgehäuse aus Kunststoff, insbesondere aus PE oder PVC. Seitlich in das Gehäuse 2 hinein und aus dem Gehäuse 2 hinaus führt ein Messrohrabschnitt 22, welcher aus Metall oder Kunststoff gefertigt ist.

Das in 1 dargestellte Gehäuse 2 des Durchflussmessgerätes 1 weist einen quaderförmigen Transmittergehäuseabschnitt 5 auf, welcher einstückig mit einem das Messrohr 3 umgreifenden Sensorgehäuseabschnitt 4 des Gehäuses 2 verbunden ist.

In den Transmittergehäuseabschnitt 5 hinein oder aus dem Transmittergehäuseabschnitt 5 hinaus führt ein Datenkabel 7 und ein Energieversorgungskabel 8. Die vorgenannten Kabel sind vorzugsweise ebenfalls im Erdreich verlegt.

Zwischen dem Transmittergehäuseabschnitt 5 und dem Sensorgehäuseabschnitt 3a ist ein Überführungsstück 6 angeordnet. Dieses Überführungsstück 6 ist in 2 näher dargestellt.

Es ist ein separates Bauteil und kann daher bei bereits bestehenden Durchflussmessgeräten nachgerüstet werden. Je nach Kundenwunsch kann daher das Durchflussmessgerät mit oder ohne diesem Überführungsstück 6 ausgeliefert werden. Je nach Transmittertyp können die Überführungsstücke unterschiedliche – Anschlussnennweiten aufweisen.

Das Überführungsstück 6 der 2 weist eine Manschette 9 und einen Einsatz 10 auf, welche ineinandergesteckt sind. Die Manschette 9 weist ein Innengewinde 13 auf, das an einem Anschlussstutzen des Sensorgehäuseabschnittes 3a angreifen kann. Der Einsatz 10 weist ein Außengewinde 11 auf, auf welchem ein Anschlussstutzen des Transmittergehäuseabschnitts 5 aufschraubbar ist. Selbstverständlich sind auch andere Verbindungsmöglichkeiten, z.B. ein Bajonettverschuss, denkbar.

Der Einsatz 10 weist dabei einen endständigen Flanschabschnitt auf, welcher im montierten Zustand in Richtung der Innenseite der Manschette 9 gedrückt wird.

Zwischen der Manschette 9 und dem Flanschabschnittes des Einsatzes 10 ist eine Dichtung 12 angeordnet, welche im vorliegenden Fall ein O-Dichtring sein kann.

An dem Flanschabschnitt des Einsatzes 10 liegt ein ringförmiger Transponder auf. Dieser enthält die Transponder-Schaltung und wurde anschließend zu der dargestellten Ringform vergossen.

Optional kann unterhalb des Transponders noch ein weiterer flexibler Ring angeordnet sein, welcher den Druck durch die Auflage des Sensorgehäuseabschnitts 3a aufnimmt.

Das Vergussmaterial des Transponders kann vorzugsweise aus PE oder Silikon bestehen.

Der Transponder weist in der Mitte ein Loch auf, zur Durchführung der Signal und/oder Stromversorgungskabel des Sensors zum Transmitter. Alternativ kann das Loch auch randseitig angeordnet sein.

Zudem weist das Überführungsteil eine Dichtlippe auf, um das Innenleben und insbesondere den Transponder vor Feuchtigkeit zu schützen.

Üblicherweise verfügt der Transponder über eine Antenne 15. Diese kann auf der Leiterplatte angeordnet sein oder für einen besseren Empfang und eine größere Reichweite vom restlichen Transponderkörper hervorstehen.

Der Transponder in 2 weist zudem ein Antennenkabel mit einer Antenne auf. Dieses Antennenkabel kann beliebig lang sein, so dass die Detektion des Durchflussmessgerätes unabhängig von der Eingrabtiefe des Messgerätes erfolgen kann. So kann das Antennenkabel mehrere Zentimeter unterhalb der Erdoberfläche enden, während das eigentliche Durchflussmessgerät 3–5 m tief vergraben ist. Zur Verhinderung eines oxidativen Angriffs des Antennenkabels kann dieses teilweise oder vollständig mit einer Kunststoffummantelung, beispielsweise aus Polyethylen, versehen sein.

Insgesamt ermöglicht der Transponder ein einfacheres Auffinden des Durchflussmessgerätes und vereinfacht somit den Schachtungsaufwand für ein Serviceteam.

Weitere mögliche Einsatzmöglichkeiten sind auch bei Durchflussmessgeräten welche bei Untersee-Pipelines eingesetzt werden können. Hierfür kann die Antenne zusätzlich einen Schwimmer aufweisen, welcher der Antenne Auftrieb verleiht. Zudem kann das Gehäuse des Durchflussmessgerätes vollständig mit einer wasserbeständigen – insbesondere salzwasserbeständigen – Polymerbeschichtung ummantelt sein.

Bezugszeichenliste

1
Durchflussmessgerät
2
Gehäuse
3
Messrohr
4
Sensorgehäuseabschnitt
5
Transmittergehäuseabschnitt
6
Überführungsstück
7
Datenkabel
8
Energieversorgungskabel
9
Manschette
10
Einsatz
11
Außengewinde
12
Dichtring
13
Innengewinde
14
Transponder
15
Antenne (Transponderantenne)

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 102013108117 [0029]
  • US 6456228 B1 [0036]
  • WO 2011/126444 A1 [0036]

Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • DIN EN 12944 [0042]