Title:
Vorrichtung zum Montieren einer Stütz- und Dehnmuffe für Rohrleitungen
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Montieren einer Stütz- und Dehnmuffe für axial zu verbindende Rohrenden (7, 17) in senkrechter Einbaulage.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Montagevorrichtung für axial zu verbindende Rohrenden eine Stütz- und Dehnmuffe bereitzustellen, mit der die axiale Einschubtiefe der Rohrenden in die Muffe, der Abstand und die Lage der Fixpunkte für die Halterung an der Wand unter gleichzeitiger Vermeidung von Montagefehlern einfacher und kostengünstiger ist.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, dass ein mit einem Einführ- und Zentrierbereich (25) versehener, auf das untere Rohrende (7) aufschiebbarer Adapterkörper (24) vorgesehen ist, der zum Ermitteln der Einschubtiefe (E1) einen Anschlag (40) aufweist, welcher in einem der Einschubtiefe (E1) entsprechenden axialen Abstand (A) vom Einführ- und Zentrierbereich (25) zugewandten unteren Rand (41) des Adapterkörpers (24) angeordnet ist, und der zum Ermitteln der Fixpunkte (P) an der Wand (22) an seiner dem Einsteck- und Zentrierbereich (25) abgewandten Seite mit einem senkrecht und mittig zur Längsachse (LA) des Adapterkörpers (24) angeordneten hohlen Führungsprofil (32) versehen ist, in welchem ein eine Markierungsschablone (36) tragender Schubstab (34) längsverschieblich geführt ist.




Inventors:
Krügel, Meinfried (15526, Bad Saarow, DE)
Application Number:
DE102013018439A
Publication Date:
05/07/2015
Filing Date:
11/05/2013
Assignee:
CTA Anlagenbau GmbH, 15517 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE1788179UN/A1959-05-06



Foreign References:
CH590423A51977-08-15
FR2857739A12005-01-21
200502118512005-09-29
201100795842011-04-07
19043301933-04-18
EP11889782005-10-05
WO1994016174A11994-07-21
Other References:
Geberit-Entwässerungssysteme-Baustellenanweisung, S. 28ff, 2013
Attorney, Agent or Firm:
COHAUSZ HANNIG BORKOWSKI WIßGOTT, 12489, Berlin, DE
Claims:
1. Vorrichtung zum Montieren einer Stütz- und Dehnmuffe für axial zu verbindende Rohrenden (7, 17) in senkrechter Einbaulage, wobei die Stütz- und Dehnmuffe (1) ein zylinderrohrförmiges Gehäuse (2) aufweist, in dessen erster axialer Einschuböffnung (3) das untere Rohrende (7) in einer ersten Einstecktiefe (E1) axial abgedichtet und radial fixiert und in dessen zweiter axialer Einschuböffnung (13) das obere Rohrende (17) zum Ausgleich axialer Längenänderungen in einer zweiten Einschubtiefe (E2) axial abgedichtet angeordnet sind, wobei das Gehäuse (2) mit einem eine Spannschelle (19) tragenden Haltearm (20) und Halteplatte (21) zum Abstützen in von den Einschubtiefen (E1, E2) abhängigen Fixpunkten (P) an einer Wand (22) durch Verschraubung befestigt sind, dadurch gekennnzeichnet, dass ein mit einem Einführ- und Zentrierbereich (25) versehener, auf das untere Rohrende (7) aufschiebbarer Adapterkörper (24) vorgesehen ist, der zum Ermitteln der Einschubtiefe (E1) einen Anschlag (40) aufweist, welcher in einem der Einschubtiefe (E1) entsprechenden axialen Abstand (A) vom Einführ- und Zentrierbereich (25) zugewandten unteren Rand (41) des Adapterkörpers (24) angeordnet ist, und der zum Ermitteln der Fixpunkte (P) an der Wand (22) an seiner dem Einsteck- und Zentrierbereich (25) abgewandten Seite mit einem senkrecht und mittig zur Längsachse (LA) des Adapterkorpers (24) angeordneten hohlen Führungsprofil (32) versehen ist, in welchem ein eine Markierungsschablone (36) tragender Schubstab (34) längsverschieblich geführt ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (40) aus mindestens drei Stegblechen (27) gebildet ist, die senkrecht am inneren Zylindermantel (26) des Adapterkörpers (24) gleichmäßig entlang seines Umfangs verteilt befestigt sind und jeweils einen zur Längsachse (LA) stufenartig ausgebildeten Absatz (44) für den Anschlag (40) und einen vom Absatz (44) axial in Richtung Längsachse (LA) aufragenden, vom inneren Zylindermantel (26) beabstandeten Schenkel (42) für den Einführ- und Zentrierbereich (25) aufweisen.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stegbleche (27) an einem im Adapterkörper (24) eingesetzten Haltekörper (29) befestigt sind, dessen Längsachse mit der Längsachse (LA) des Adapterkörpers (24) übereinstimmt.

4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser (ID) des Adapterkörpers (24) gegenüber dem Außendurchmesser des Rohrendes (7) so angepasst ist, dass der Einschub- und Zentrierbereich (25) auf das Rohrende (7) schiebbar ist, und dass die Lange (L) des Adapterkörpers (24) mit der Länge der Stütz- und Dehnmuffe (1) übereinstimmt.

5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schubstab (34) durch eine Klemmung im Führungsprofil (32) feststell- und wieder lösbar ist.

6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schubstab (34) mit einer Messskala (46) zum Bestimmen der Länge des Haltearms (20) versehen ist und das Führungsprofil (32) ein Fenster (47) zum Ablesen der Länge aufweist.

7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stegbleche (27) einerseits am inneren Zylindermantel (26) des Adapterkörpers (24) und andererseits mit dem Haltekörper (29) sowie das Führungsprofil (32) mit dem oberen Rand (30, 31) von Adapterkörper (24) und Haltekörper (29) stoffschlüssig durch Schweißen verbunden sind.

8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass alle Bauteile der Vorrichtung aus Metall, vorzugsweise Stahl, oder aus Kunststoff bestehen.

9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für Stütz- und Dehnmuffen (1) mit unterschiedlich großen Nennweiten die Adapterkörper (24) entsprechend an die Längen und Durchmesser der Stütz- und Dehnmuffen (1) angepasst sind.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Montieren einer Stutz- und Dehnmuffe für axial zu verbindende Rohrenden in senkrechter Einbaulage, wobei die Stütz- und Dehnmuffe ein zylinderrohrförmiges Gehäuse aufweist, in dessen erster axialer Einschuböffnung das untere Rohrende in einer ersten Einstecktiefe axial abgedichtet und radial fixiert und in dessen zweiter axialer Einschuböffnung das obere Rohrende zum Ausgleich axialer Längenänderungen in einer zweiten Einschubtiefe axial abgedichtet angeordnet sind, wobei das Gehäuse mit einem eine Spannschelle tragenden Haltearm und Halteplatte zum Abstützen in von den Einschubtiefen abhängigen Fixpunkten an einer Wand durch Verschraubung befestigt sind.

Stand der Technik

Die Entwässerung von mehrgeschossigen Gebäuden erfolgt bekanntlich durch Fallleitungen, die aus einzelnen Rohrabschnitten zusammengesetzt sind, welche miteinander durch an der Wand befestigte Stütz- und Dehnmuffen verbunden sind (siehe Geberit-Entwässerungssysteme-Baustellenanweisung, S. 28ff, 2013). Diese Stütz- und Dehnmuffen sind aus der CH 590 423 A5 bzw. EP 1 188 978 B1 hinlänglich bekannt. Sie erfordern bezüglich der zu verbindenden Rohrenden der Fallleitung eine exakte Lage, um einerseits die Einstecktiefen der Rohrenden in die Muffe zur Aufnahme der Längenänderungen und andererseits den vorgegebenen Stützabstand zur Wand einzuhalten sowie zur Aufnahme des Eigengewichtes der Leitung und des Mediengewichtes zu gewährleisten. Die in den Stütz- und Dehnmuffen eingesetzten Zahnringe erlauben eine axiale Zentrierung der Leitung bei ihrem Einschub in die Muffe. Eine nachträgliche Änderung oder Korrektur der Lage der Leitung infolge von Montagefehlern ist daher gar nicht möglich. Die Fixpunkte für die Befestigung der die Stütz- und Dehnmuffen haltenden Spann- oder Rohrschellen müssen vor der Montage rechnerisch ermittelt und bezüglich Lage der Rohrenden auf die Wand übertragen werden. Die lagegerechte Ermittlung der Fixpunkte vor der Montage ist zeitaufwändig und verursacht oftmals zu Montagefehlern, welche zu einem völligen Versagen der Muffe und damit der Verbindungsstellen führt. Die Montage wird außerdem dadurch erschwert, dass die Fixpunkte für die Befestigung des Halteblechs senkrecht übereinander in Flucht der Fallleitung liegen, so dass die Montagekräfte oftmals versuchen, das bereits montierte Rohr mit der aufgeschobenen Stütz- und Dehnmuffe seitlich wegzudrücken, um die Bohrungen für die Fixpunkte in die Wand einzubringen.

Aufgabenstellung

Bei diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Montieren einer Stutz- und Dehnmuffe für axial zu verbindende Rohrenden bereitzustellen, mit der die axiale Einschubtiefe der Rohrenden in die Muffe, der Abstand und die Lage der Fixpunkte für die Halterung an der Wand ohne rechnerische Ermittlung unter gleichzeitiger Vermeidung von Montagefehlern einfacher und kostengünstiger möglich.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind den Unteransprüchen entnehmbar.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass ein mit einem Einführ- und Zentrierbereich versehener, auf das untere Rohrende aufschiebbarer Adapterkörper vorgesehen ist, der zum Ermitteln der Einschubtiefe einen Anschlag aufweist, welcher in einem der Einschubtiefe entsprechenden axialen Abstand von dem Einführ- und Zentrierbereich zugewandten unteren Rand des Adapterkörpers angeordnet ist, und der zum Ermitteln der Fixpunkte an der Wand an seiner dem Einsteck- und Zentrierbereich abgewandten Seite mit einem senkrecht und mittig zur Längsachse des Adapterkörpers angeordneten hohlen Führungsprofil versehen ist, in welchem ein eine Markierungsschablone tragender Schubstab längsverschieblich geführt ist.

In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist Anschlag aus mindestens drei Stegblechen gebildet ist, die senkrecht am inneren Zylindermantel des Adapterkörpers gleichmäßig entlang seines Umfangs verteilt befestigt sind und jeweils einen zur Längsachse stufenartig ausgebildeten Absatz für den Anschlag und einen vom Absatz axial in Richtung Längsachse aufragenden, vom inneren Zylindermantel beabstandeten Schenkel für den Einführ- und Zentrierbereich (aufweisen.

Von besonderem Vorteil ist weiterhin, dass die Stegbleche an einem im Adapterkörper eingesetzten Haltekörper befestigt sind, dessen Längsachse mit der Längsachse des Adapterkörpers übereinstimmt. Dies ermöglicht, die notwendige Versteifung des Hohlzylinders trotz eines geringen Gewichtes zu erreichen. Zweckmäßigerweise werden die Stegbleche am inneren Zylindermantel und mit dem Haltezylinder stoffschlüssig, beispielsweise im Falle einer Metallausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung durch Schweißen verbunden. Es gehört natürlich auch zu der Erfindung, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung in Kunststoff ausgeführt werden kann.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Innendurchmesser des Adapterkörpers gegenüber dem Außendurchmesser des Rohrendes so angepasst, dass der Einschub- und Zentrierbereich des Adapterkörpers leicht auf Rohrende geschoben werden kann und der Anschlag auf den Rand des Rohrendes aufsetzt. Die Länge des Adapterkörpers ist so gewählt, dass diese mit der Länge der Stütz- und Dehnmuffe übereinstimmt, so dass der Adapter eine Lage einnehmen kann, die der Lage einer auf das Rohrende aufgesetzten Stutz- und Dehnmuffe entspricht und die Fixpunkte für die Bohrungen an der Wand durch ein Verschieben der Schubstab mit der Markierschablone an die Wand exakt markiert und die Länge des Halterarmes ermittelt werden können. Hierzu hat der Schubstab eine Messskala mit Millimetereinteilung zum Bestimmen der Länge des Haltearms und das Führungsprofil ein Fenster zum Ablesen der Länge.

Bei einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung weisen die Adapterkörper für Stütz- und Dehnmuffen mit unterschiedlich großen Nennweiten entsprechend angepasste Längen und Durchmesser auf.

Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen.

Ausführungsbeispiel

Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.

Es zeigen

1 eine perspektivische Darstellung einer Stütz- und Dehnmuffe nach dem Stand der Technik,

2 einen Schnitt entlang der Linie A-A der 1,

3 eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung,

4 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung,

5 einen Schnitt entlang der Linie B-B der 4 und

6 eine Draufsicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Die 1 und 2 zeigen den üblichen Aufbau einer Stütz- und Dehnmuffe 1 zum axialen Verbinden eines unteren Rohrendes 7 und eines oberen Rohrendes 17 nach dem Stand der Technik. Diese Stütz- und Dehnmuffe 1 weist ein zylinderrohrförmiges Gehäuse 2 aus, dessen erste axiale Einschuböffnung 3 mit einer nahe ihres äußeren Randes 4 innenseitig umlaufende Nut 5 versehen ist, in der eine Dichtungsmanschette 6 zum Abdichten des in das Gehäuse 1 eingeschobenen unteren Rohrendes 7 angeordnet ist. Hinter der Dichtmanschette 6 liegt des Weiteren ein Zahnring 8 in der Nut 5 ein, dessen Zähne 9 radial nach innen ragen. In Einschubrichtung des Rohrendes 7 ist in einer vorbestimmten Abstand vom Rand 4 ein auf der inneren Zylinderwand 10 ein mit mindestens einer Lücke 11 versehener Steg 12 angeformt, der eine erste Einschubtiefe E1 des Rohrendes 7 in das Gehäuse 1 bestimmt. Beim Einschieben des Rohrendes 7 werden die radial aufragenden Zähne 9 in Einschubrichtung bewegt und fixieren das Rohrende 7 in axialer Richtung entgegen der Einschubrichtung, so dass ein Lösen des Rohrendes 7 aus dem Gehäuse 1 nicht mehr möglich ist. Das Rohrende 7 ist somit am Steg 12 in der Einschubtiefe E1 axial und radial fixiert. Die zweite axiale Einschuböffnung 13 des Gehäuses 1 hat ebenfalls nahe ihres äußeren Randes 14 eine innen umlaufende Nut 15, in die eine Dichtmanschette 16 zum Abdichten des in das Gehäuse 1 einschiebbaren oberen Rohrendes 17 eingebracht ist. An der inneren Zylinderwand 10 ist mindestens ein Nocken 18 angeformt, der vom Rand 14 eine zweite Einschubtiefe E2 für das andere Rohrende 17 definiert. Der Nocken 18 hat vom Steg 12 einen axialen Abstand, der der maximalen Längenänderung infolge der axialen Dehnung des Rohres entspricht. Bei Längenänderung bewegt sich das Rohrende 17 gegen den Nocken, schert diesen ab und drückt ihn in die Lücke 11 des Steges 12. Die Stütz- und Dehnmuffe 1 ist von einer Spannschelle 19 gehalten, die ihrerseits mit einem Haltearm 20 und einer Halteplatte 21 in an einer Wand 22 eingebrachten Fixpunkten P befestigt. Üblicherweise sind diese Fixpunkte P Bohrungen, welche in die Wand eingebracht werden. Die Befestigung erfolgt durch Verschraubung der Halteplatte 21 an der Wand 22, wobei die Fixpunkte P in Flucht der zu montierenden Rohleitung liegen. Die Fixpunkte P müssen in Bezug auf die Einschubtiefen E1 und E2 der Rohrenden 7 und 17 vom Monteur vor der Montage durch zeitaufwändiges Messen und Rechnen exakt ermittelt werden, damit keine zusätzlichen Kräfte auf die Verbindung der Rohrenden in die Stütz- und Dehnmuffe 1 eingebracht werden, die den Sitz und die Dichtheit der Verbindung beinträchtigen können.

Die 3 bis 6 verdeutlichen den grundsätzlichen Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung 23, die im Wesentlichen einen zylinderrohrförmigen Adapterkörper 24 umfasst, dessen Länge L an die Länge der Stütz- und Dehnmuffe 1 und dessen Innendurchmesser ID an den Außendurchmesser der Rohrenden 7 und 17 angepasst ist. Dieser Adapterkörper 24 besitzt einen Einführ- und Zentrierbereich 25, welcher entlang des Umfangs des inneren Zylindermantels 26 ausgebildet ist und ein Aufschieben des Adapterkörpers 24 auf das untere Rohrende 7 erlaubt. Am inneren Zylindermantels 26 sind drei radial in Richtung Längsachse LA des Adapterkörpers 24 senkrecht aufragende Stegbleche 27 befestigt, die über den Umfang verteilt voneinander gleichmäßig beabstandet sind, so dass eine Dreipunktzentrierung für das Rohrende 7 entsteht. Die Stegbleche 27 sind an ihrer dem Zylindermantel 26 abgewandten Stirnseite 28 mit einem in den Adapterkörper 24 eingefügten rohrförmigen Haltekörper 29 stoffschlüssig verbunden, dessen Achse mit der Längsachse LA des Adapterkörpers 24 übereinstimmt. Der obere Rand 30 des Haltekörpers 29 liegt bündig zum oberen Rand 31 des Adapterkörpers 24, so dass ein hohles kastenförmiges Führungsprofil 32 quer und mittig zur Längsachse LA des Adapterkörpers 24 die Ränder 29 und 31 übergreifend angeordnet werden kann. Das Führungsprofil 32 ist mit den Rändern 30 und 31 von Adapterkörper 24 und Haltekörper 29 an seinem jeweiligen Auflagebereich 33 durch eine Schweißung verbunden. In das Führungsprofil 32 ist eine Schubstange 34 eingeschoben, welche im Führungsprofil 32 entlang der Führungsachse FA längsverschieblich angeordnet ist und durch eine Arretierungsschraube 39 und einen Betätigungshebel 45 betätigt werden kann. Hierzu ist im Führungsprofil 32 eine entlang der Führungsachse FA nicht weiter dargestellte schlitzartige Ausnehmung vorgesehen. Die Schubstab 34 trägt an ihrem der Wand 22 zugewandten Ende 35 eine Markierungsschablone 36, in der zwei Bohrungen 37 für die Markierung der Fixpunkte P an der Wand 22 angeordnet sind. In das Führungsprofil 32 ist etwa mittig zur Längsachse LA ein Gewindeloch 38 eingebracht, in die die auf die Schubstange 34 drückende Arretierungschraube 39 verdrehbar eingebracht ist. Mit dieser Arretierungsschraube 39 lässt sich die Schubstange 34 in ihrer jeweiligen Lage klemmen und wieder lösen. Die Schubstab 34 ist des Weiteren mit einer Messskala 46 mit einer Millimeterteilung von 0,00 mm bis 100,00 mm versehen, die durch ein im Führungsprofil 32 eingeschnittenes Fenster 47 abgelesen werden kann. Das abgelesene Maß stellt das jeweilige direkte Zuschnittsmaß für den Haltearm 20 zum Einbau der Stütz- und Dehnmuffe 1 dar.

Wie insbesondere aus den 4 und 5 hervorgeht, bilden die Stegbleche 27 einen gemeinsamen Anschlag 40 für das eingeschobene Rohrende 7. Jedes Stegblech 27 besitzt dazu einen Absatz 44, der sich vom inneren Zylindermantel 26 senkrecht in Richtung Längsachse LA des Adapterkörpers 24 erstrecht. Dieser Absatz 44 hat vom unteren Rand 41 des Adapterkörpers 24 einen Abstand A, der der ersten Einstecktiefe E1 für das Rohrende 7 in die axiale Einschuböffnung 3 der entsprechenden Stütz- und Dehnmuffe 1 entspricht und eine Breite B, welche gegenüber der Rohrdicke D des unteren Rohrendes 7 etwas größer ist, so dass am Stegblech 27 ein stufenartig abgesetzter Schenkel 42 entsteht, welcher koaxial zur Längsachse LA in Richtung des unteren Randes 41 verläuft. Dadurch entsteht zwischen innerem Zylindermantel 26 und dem Schenkel 42 eine Aussparung 43, die das untere Rohrende 7 beim Aufschieben des Adapterkörpers 24 leicht aufnehmen kann. Das untere Rohrende 7 gelangt an den Absatz 44 bzw. den Anschlag 40 und erreicht somit die durch die Stütz- und Dehnmuffe 1 vorgegebene Einschubtiefe E1. Da die Längen der Stütz- und Dehnmuffe 1 und des Adapterkörpers 24 übereinstimmen, kommt das Führungsprofil 32 mit darin geführtem Schubstab 34 und Markierungsschablone 36 in eine Lage, die exakt der geforderten Lage der Fixpunkte P an der Wand 22 für die Befestigung der Stütz- und Dehnmuffe 1 entspricht. Die Fixpunkte P werden markiert und der Adapterkörper 24 vom unteren Rohrende 7 abgezogen. Anschließend werden die markierten Fixpunkte P mit den Befestigungsbohrungen versehen und die Halteplatte 22 mit Haltearm 20 für die Spannschelle 19 an diesen durch Verschraubung befestigt. Die Stütz- und Dehnmuffe 1 wird damit von der Spannschelle 19 in einer Lage gehalten, die den geforderten Einstecktiefen E1 und E2 entsprechen.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung 23 ist einfach im Aufbau und erlaubt eine exakte Montage der Stütz- und Dehnmuffen in kurzer Zeit entsprechend der vorgegebenen Einstecktiefen der Rohrenden ohne nachteilige Kräfte auf die Stütz- und Dehnmuffe 1 aufzubringen. Des Weiteren kann die erfindungsgemäße Vorrichtung 23 einen Montagesatz für Stütz- und Dehnmuffen 1 mit unterschiedlich großen Nennweiten und Abmessungen bilden. Hierzu werden in Länge der Stütz- und Dehnmuffen 1 und Durchmesser der Rohrenden entsprechend angepasste Adapterkörper 24 eingesetzt.

Mit dem Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung entsteht eine ganze Reihe von Vorteilen:

  • – Die Montage der Stütz- und Dehnmuffen vereinfacht sich und Fehlerquellen werden weitgehend ausgeschaltet,
  • – Die Stütz- und Dehnmuffe wird keinen zusätzlichen unerwünschten Kräften bei der Montage ausgesetzt, wodurch die Funktion der Stütz- und Dehnmuffe gewährleistet bleibt,
  • – Die jeweiligen Einstecktiefen werden fehlerfrei gewährleistet,
  • – Die Montagezeit reduziert sich aufgrund des Wegfalls von aufwändigen Messvorgängen.

Bezugszeichenliste

1
Stütz- und Dehnmuffe
2
Gehäuse von 1
3
Erste axiale Einschuböffnung
4
Äußerer Rand von 3
5
Nut
6
Dichtungsmanschette
7
Unteres Rohrende
8
Zahnring
9
Zähnevon 8
10
Innere Zylinderwand von 2
11
Lücke in 12
12
Steg
13
Zweite axiale Einschuböffnung
14
Äußerer Rand von 13
15
Nut
16
Dichtungsmanschette
17
Oberes Rohrende
18
Nocken
19
Spannschelle
20
Haltearm von 19
21
Halteplatte
22
Wand
23
Erfindungsgemäße Vorrichtung
24
Adapterkörper
25
Einführ- und Zentrierbereich von 24
26
Innerer Zylindermantel von 24
27
Stegblech
28
Stirnseite von 27
29
Haltekörper
30
Oberer Rand von 29
31
Oberer Rand von 24
32
Hohles Führungsprofil
33
Auflagebereich von 32
34
Schubstab
35
Ende von 34
36
Markierungsschablone
37
Bohrungen in 36
38
Gewindeloch in 32
39
Arretierungsschraube
40
Anschlag
41
Unterer Rand von 24
42
Schenkel an 27
43
Aussparung
44
Absatz von 27
45
Betätigungshebel
46
Messskala
47
Fenster in 31
A
Abstand des Anschlags 40 von 41
AD
Außendurchmesser von 7, 17
B
Breite des Anschlags 40
D
Rohrwanddicke
E1
Erste Einschubtiefe
E2
Zweite Einschubtiefe
FA
Führungsachse von 32
ID
Innendurchmesser von 24
L
Länge von 24
LA
Längsachse von 24
P
Fixpunkte

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • CH 590423 A5 [0002]
  • EP 1188978 B1 [0002]

Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • Geberit-Entwässerungssysteme-Baustellenanweisung, S. 28ff, 2013 [0002]