Title:
Führungssystem für Schiebetüren
Kind Code:
B4


Abstract:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Führungssystem (1) für Schiebetüren (3), mit einer Laufschiene (5) zur Führung einer Laufrolle (8) einer Türführung (10) mit einem Antriebssystem (13) mit einer Antriebsvorrichtung (15), und mit einem sich in Längsrichtung der Laufschiene (5) erstreckenden Verfahrraum (6) der Türführung (10). Der Verfahrraum (6) ist zumindest teilweise von der Laufschiene (5) begrenzt. Die Antriebsvorrichtung (15) ist in Längsrichtung der Laufschiene (5) in Fortführung des Verfahrraums (6) angeordnet und über eine Befestigungsvorrichtung (19) in der Laufschiene (5) befestigt.




Inventors:
Willach, Jens, Dr. (53783, Eitorf, DE)
Schmitz, Stefan (53819, Neunkirchen-Seelscheid, DE)
Application Number:
DE102012211018A
Publication Date:
01/02/2014
Filing Date:
06/27/2012
Assignee:
Gebr. Willach GmbH, 53809 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE19842567A1N/A1999-04-15



Foreign References:
CH686840A51996-07-15
CH688691A51998-01-15
Attorney, Agent or Firm:
dompatent von Kreisler Selting Werner - Partnerschaft von Patentanwälten und Rechtsanwälten mbB, 50667, Köln, DE
Claims:
1. Führungssystem (1) für Schiebetüren (3), mit einer Laufschiene (5) zur Führung einer Laufrolle (8) einer Türführung (10) mit einem Antriebssystem (13) mit einer Antriebsvorrichtung (15), und mit einem sich in Längsrichtung der Laufschiene (5) erstreckenden Verfahrraum (6) der Türführung (10), wobei der Verfahrraum (6) zumindest teilweise von der Laufschiene (5) begrenzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (15) in Längsrichtung der Laufschiene (5) in Fortführung des Verfahrraums (6) angeordnet und über eine Befestigungsvorrichtung (19) in der Laufschiene (5) befestigt ist.

2. Führungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschiene (5) eine Führungsbahn (11) für die Laufrolle (8) der Türführung (10) aufweist, wobei die Befestigungsvorrichtung (19) in die Führungsbahn (11) der Laufschiene (5) eingreift.

3. Führungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschiene (5) eine der Führungsbahn (11) gegenüberliegende Wand (23) aufweist, wobei die Befestigungsvorrichtung zwischen der Wand (23) und der Führungsbahn (11) klemmend eingreift.

4. Führungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der Laufschiene (5) eine Blende (7) befestigt ist, wobei zwischen der Blende (7) und der Laufschiene (5) ein Hohlraum (33) gebildet ist, in dem das Antriebssystem (13) angeordnet ist und wobei sich der Verfahrraum (6) in dem Hohlraum (33) befindet.

5. Führungssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Blende (7) die Antriebsvorrichtung (15) in einer auf eine Hauptfläche (7a) der Blende (7) orthogonale Richtung optisch verdeckt.

6. Führungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebssystem (13) einen Riementrieb (17) zum Antrieb einer Schiebetür (3) aufweist.

7. Führungssystem nach dem Oberbegriff von Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Laufschiene (5) eine Blende (7) befestigt ist, wobei zwischen der Blende (7) und der Laufschiene (5) ein Durchlass (9) für eine Schiebetür (3) gebildet ist, wobei an oder in dem Durchlass (9) ein Bedienpanel (35) für das Antriebssystem (13) angeordnet ist.

8. Führungssystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienpanel (35) von einer Unterseite (5a) der Laufschiene (5) aus bedienbar ist.

9. Führungssystem nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienpanel (35) bündig mit der Laufschiene (5) und/oder der Blende (7) abschließt.

10. Führungssystem nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschiene (5) eine erste Nut (43) aufweist und die Blende eine zweite Nut (47) aufweist, die der ersten Nut (43) gegenüberliegend angeordnet ist, wobei das Bedienpanel (35) in die erste und die zweite Nut (43, 47) eingreift.

11. Führungssystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Nut (43) in einer ersten Stirnfläche (41) der Laufschiene (5) und die zweite Nut (47) in einer zweiten Stirnfläche (45) der Blende (7) eingebracht ist, wobei die erste und die zweite Stirnfläche (41, 45) den Durchlass (9) begrenzen.

12. Führungssystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Stirnfläche (41) an die Führungsbahn (11) angrenzt.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Führungssystem für Schiebetüren.

Zur Führung von Schiebetüren, insbesondere Glasschiebetüren, existieren Führungssysteme, die eine Laufschiene zur Führung einer Laufrolle einer Türführung aufweisen, wobei die Laufschiene eine Führungsbahn für die Laufrolle aufweist.

Es existieren ferner Führungssysteme, bei denen die Schiebetür über ein Antriebssystem angetrieben ist. Bekannte Antriebssysteme weisen beispielsweise einen Riementrieb auf, der die Türflügel antreibt, wobei ein Motor des Riementriebs im Bereich eines aus zwei Laufschienen mit Führungsbahn bestehenden Trägerprofils angeordnet ist. Ein derartiges Führungssystem ist beispielsweise aus der DE 198 42 567 A1 vorbekannt. Bei dem vorbekannten Führungssystem ist in dem Trägerprofil ein Hohlraum gebildet, der sich oberhalb des Hohlraums, in dem sich ein Laufwagen eines Türflügels bewegt, befindet. In dem oberen Hohlraum ist der Motor des Antriebssystems angeordnet.

Ein weiteres System ist aus CH 688 691 A5 bekannt, bei dem die Laufschiene zwischen zwei Wandelementen angeordnet ist. Das Antriebssystem ist oberhalb der Laufschiene in einem zwischen den Wandelementen gebildeten Raum angeordnet.

CH 686 840 A5 beschreibt ein Verfahren zur Steuerung eines motorischen Antriebs einer Tür.

Das vorbekannte System besitzt einen relativ komplizierten Aufbau, da das Trägerprofil aus zwei Laufschienen und einem Versteifungsprofil sowie einer Vielzahl weiterer Teile besteht. Darüber hinaus besitzt das Trägerprofil des vorbekannten Führungssystems relativ große Abmaße, um ausreichend Raum zur Aufnahme des Laufwagens und des oberhalb des Laufwagens angeordneten Hohlraums zur Aufnahme des Motors bereitstellen zu können.

Bei dem vorbekannten Führungssystem ist ferner keine Möglichkeit gegeben, den Motor im eingebauten Zustand von außen zu steuern.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Führungssystem für Schiebetüren zu schaffen, das einen einfachen und kompakten Aufbau besitzt.

Dabei soll möglichst eine Steuerung des Antriebssystems auf einfache Art und Weise möglich sein.

Die Erfindung ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 definiert.

Bei dem erfindungsgemäßen Führungssystem für Schiebetüren, vorzugsweise Glasschiebetüren, mit einer Laufschiene zur Führung einer Laufrolle einer Türführung, vorzugsweise eines an einem Türflügel angeordneten Laufwagens, und mit einem Antriebssystem mit einer Antriebsvorrichtung, vorzugsweise einem Elektromotor und mit einem sich in Längsrichtung der Laufschiene erstreckenden Verfahrraum der Türführung, wobei der Verfahrraum zumindest teilweise von der Laufschiene begrenzt ist, beispielsweise seitlich, d. h. in eine Richtung orthogonal zu der Längsrichtung, ist vorgesehen, dass die Antriebsvorrichtung in Längsrichtung der Laufschiene in Fortführung des Verfahrraums angeordnet und über eine Befestigungsvorrichtung in der Laufschiene befestigt ist.

Der Verfahrraum der Türführung ist der sich in Längsrichtung des Verfahrweges der Türführung erstreckende Raum, den die Türführung beim Verfahren durchfährt.

Das erfindungsgemäße Führungssystem kann somit sehr kompakt ausgestaltet sein, da die Antriebsvorrichtung in einem Raum angeordnet ist, der sich in Längsrichtung der Laufschiene an den Raum, in dem die Türführung verfahren wird, direkt oder indirekt anschließt. Dadurch kann die Laufschiene des erfindungsgemäßen Führungssystems von relativ geringer Höhe ausgebildet sein. Die Antriebsvorrichtung ist insbesondere vollständig im Bereich der Laufschiene angeordnet und steht in Längsrichtung nicht über die Laufschiene hinaus ab.

Das erfindungsgemäße Führungssystem kann vorsehen, dass die Laufschiene eine Führungsbahn für die Laufrolle der Türführung aufweist, wobei die Befestigungsvorrichtung der Antriebsvorrichtung in die Führungsbahn der Laufschiene eingreift.

Das erfindungsgemäße Führungssystem kann von sehr einfacher Konstruktion gestaltet sein, da die Antriebsvorrichtung in der Führungsbahn der Laufschiene befestigt ist und somit bereits in der Laufschiene für die Türführung vorhandene Einrichtungen der Laufschiene nutzt. Da die Führungsbahn einer Laufschiene während der Montage für das Einhängen der Schiebetür über die Türführung gut zugänglich ist, lässt sich auch die Antriebsvorrichtung auf einfache Art und Weise in der Laufschiene montieren.

Dadurch, dass die Antriebsvorrichtung in der Führungsbahn der Laufschiene befestigt ist, lässt sich beispielsweise ein Antriebssystem auch in vorteilhafter Weise bei bereits vorhandenen Systemen nachrüsten. Zumeist kann dabei sogar die bereits montierte Laufschiene an ihrem Platz verbleiben und es ist lediglich notwendig, dass die Antriebsvorrichtung in die Laufschiene eingesetzt und befestigt wird.

Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Laufschiene eine der Führungsbahn gegenüberliegende Wand aufweist, wobei die Befestigungsvorrichtung zwischen der Wand und der Führungsbahn klemmend eingreift. Eine derartige Konstruktion hat den Vorteil, dass die Befestigungsvorrichtung nicht nur auf einfache Art und Weise in der Laufschiene befestigbar ist, sondern durch den klemmenden Eingriff ist die Befestigungsvorrichtung und somit die Antriebsvorrichtung auch auf einfache Art und Weise in Längsrichtung der Schiene verschiebbar, indem die Befestigungsvorrichtung gelöst wird. Dadurch lässt sich die Antriebsvorrichtung bei der Montage des erfindungsgemäßen Führungssystems in vorteilhafter Weise an der gewünschten Position befestigen.

Es kann vorgesehen sein, dass an der Laufschiene eine Blende befestigt ist, wobei zwischen der Blende und der Laufschiene ein Hohlraum gebildet ist, wobei das Antriebssystem in dem Hohlraum angeordnet ist. Dabei befindet sich der Verfahrraum der Türführung in dem Hohlraum. Über die Blende lässt sich die Antriebsvorrichtung und das gesamte Antriebssystem in vorteilhafter Weise gegenüber einem Betrachter verdecken, wodurch das erfindungsgemäße Führungssystem ein ästhetisch ansprechendes Äußeres erhält. In dem zwischen der Blende und der Laufschiene gebildeten Hohlraum ist ausreichend Platz geschaffen, um die Antriebsvorrichtung und das gesamte Antriebssystem, das beispielsweise einen Riementrieb aufweisen kann, aufzunehmen. Dadurch wird das gesamte Antriebssystem verdeckt und gegenüber Einflüssen von außen geschützt. Die Antriebsvorrichtung, vorzugsweise das Antriebssystem, kann somit in einer auf eine Hauptfläche der Blende orthogonalen Richtung durch die Blende optisch verdeckt werden.

In einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass das Antriebssystem einen Riementrieb zum Antrieb einer Schiebetür aufweist. Auf diese Weise lässt sich die Schiebetür in besonders vorteilhafter Weise antreiben. Der Riementrieb kann beispielsweise in dem von der Laufschiene gebildeten Raum, in dem die Antriebsvorrichtung angeordnet ist, angeordnet sein, wodurch der Riementrieb ebenfalls auf einfache Art und Weise montierbar und zugänglich ist, was Wartungseingriffe vereinfacht. Darüber hinaus können weitere Teile des Antriebssystems, beispielsweise eine Umlenkrolle des Riementriebs, ebenfalls in die Führungsbahn der Laufschiene eingreifend befestigt sein.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, die jedoch auch selbstständige Bedeutung hat, ist an der Laufschiene eine bzw. die Blende befestigt, wobei zwischen der Blende und der Laufschiene ein Durchlass für die Schiebetür gebildet ist, wobei an oder in dem Durchlass ein Bedienpanel für das Antriebssystem angeordnet ist. Mit anderen Worten: Das Bedienpanel ist im zwischen der Laufschiene und der Blende gebildeten Spalt oder oberhalb des zwischen der Laufschiene und der Blende gebildeten Spalt angeordnet, wodurch das Bedienpanel in vorteilhafter Weise zugänglich ist und darüber hinaus eine optisch ansprechende Kombination aus Laufschiene, Blende und Bedienpanel geschaffen werden kann.

Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass das Bedienpanel von der Unterseite der Laufschiene aus bedienbar ist. Auf diese Weise lässt sich das Antriebssystem in vorteilhafter Weise von außen steuern, indem von der üblicherweise frei zugänglichen Unterseite der Laufschiene auf das Bedienpanel zugegriffen werden kann.

Es kann vorgesehen sein, dass das Bedienpanel bündig mit der Laufschiene und/oder der Blende abschließt, wodurch zwischen dem Bedienpanel und einem oder beiden angrenzenden Teilen des Führungssystems eine optisch ansprechende, weitestgehend durchgängige Fläche gebildet wird.

Am Ausführungsbeispiel der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Laufschiene eine erste Nut und die Blende eine zweite Nut aufweist, wobei die zweite Nut der ersten Nut gegenüberliegend angeordnet ist, und wobei das Bedienpanel in die erste und die zweite Nut eingreift. Auf diese Weise lässt sich das Bedienpanel in besonders vorteilhafter Weise an der Laufschiene und der Blende befestigen, wobei durch das Vorsehen der Nuten das Bedienpanel bei der Positionierung in vorteilhafter Weise entlang der Längsrichtung der Laufschiene verschoben werden kann. Die erste und die zweite Nut verlaufen in Längsrichtung der Laufschiene bzw. der Blende, wodurch diese fertigungstechnisch auf einfache Art und Weise durch Extrusion hergestellt werden können.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die erste Nut in einer ersten Stirnfläche der Laufschiene und die zweite Nut in einer zweiten Stirnfläche der Blende eingebracht ist, wobei die erste und die zweite Stirnfläche den Durchlass für die Schiebetür begrenzen. Das Bedienpanel kann somit in vorteilhafter Weise in dem Durchlass angeordnet werden, wobei gleichzeitig die erste und die zweite Nut beispielsweise zur Aufnahme einer Bürstendichtung geeignet ist. Die Bürstendichtungen können beispielsweise an ein in dem Durchlass angeordnetes Bedienpanel angrenzend angeordnet sein, so dass der zwischen Laufschiene und Blende gebildete Hohlraum gegenüber durch den Durchlass dringende Umwelteinflüsse, wie beispielsweise Staub, geschützt wird.

In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass die erste Stirnfläche an die Führungsbahn angrenzt. Dadurch kann die Laufschiene und somit das gesamte Führungssystem sehr kompakt ausgestaltet werden.

Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die nachfolgenden Figuren die Erfindung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine schematische Perspektivdarstellung des erfindungsgemäßen Führungssystems,

2 eine schematische Seitenansicht des erfindungsgemäßen Führungssystems ohne Blende,

3 eine schematische Schnittdarstellung der Laufschiene des erfindungsgemäßen Führungssystems,

4 eine schematische Schnittdarstellung entlang des Schnittes III-III in 2 und

5 eine schematische Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen Führungssystems mit Blende.

In den Figuren ist das erfindungsgemäße Führungssystem 1 für Schiebetüren 3 schematisch mit und ohne Blende dargestellt.

Das dargestellte Führungssystem 1 besteht aus einer Laufschiene 5 und einer die Laufschiene verdeckenden Blende 7. Zwischen Laufschiene 5 und der Blende 7 ist ein Durchlass 9 gebildet, der von der Schiebetür 3 durchdrungen wird.

Die Laufschiene 5 dient zur Führung einer Laufrolle 8 einer Türführung 10, beispielsweise eines an dem Türflügel der Schiebetür 3 angeordneten Laufwagens. Die Türführung 10 ist in 3 dargestellt.

Wie am besten aus den 3 und 4 ersichtlich ist, weist die Laufschiene 5 eine Führungsbahn 11 für die Laufrolle 8 der Türführung 10 auf.

Die Türführung 10 kann in Längsrichtung der Laufschiene 5 verfahren werden, wobei die Laufrolle 8 auf der Führungsbahn 11 abrollt. Die Längsrichtung der Laufschiene 5 ist in 2 durch einen Pfeil dargestellt. Das erfindungsgemäße Führungssystem 1 bildet dabei einen Verfahrraum 6, der sich entlang des Verfahrweges der Türführung 10 und somit in Längsrichtung der Laufschiene 5 erstreckt. Der Verfahrraum 6 ist der Raum, in dem sich die Türführung 10 während des Verfahrens befindet. Der Verfahrraum 6 wird zumindest teilweise durch die Laufschiene 5 begrenzt.

In der Laufschiene 5 ist ferner ein Antriebssystem 13 für die Schiebetür 3 angeordnet, wobei das Antriebssystem 13 aus einer Antriebsvorrichtung 15, beispielsweise einem Elektromotor, und einem von diesem angetriebenen Riementrieb 17 besteht. Der Riementrieb 17 kann beispielsweise mit der Türführung 10 zum Antrieb der Schiebetür 3 verbunden sein.

Die Antriebsvorrichtung 15 weist eine Befestigungsvorrichtung 19 auf, über die die Antriebsvorrichtung 15 in der Laufschiene 5 befestigt ist. Die Antriebsvorrichtung 15 ist in Längsrichtung der Laufschiene 5 in Fortführung des Verfahrraums 6 angeordnet, wobei zwischen der Antriebsvorrichtung 15 und dem Verfahrraum 6 ein Anschlag 51 für die Türführung 10 angeordnet ist. Der Anschlag kann auch Teil der Antriebsvorrichtung 15 sein, so dass diese dann direkt an den Verfahrraum 6 angrenzt. Zur Befestigung der Antriebsvorrichtung 15 greift die Befestigungsvorrichtung 19 in die Führungsbahn 11 ein. Die Befestigungsvorrichtung 19 weist dafür einen Formstein 21 auf, der an die Kontur der Führungsbahn 11 angepasst ist. Die Laufschiene 5 weist ferner eine der Führungsbahn 11 gegenüberliegende Wand 23 auf, wobei die Befestigungsvorrichtung 19 zwischen der Wand 23 und der Führungsbahn 11 klemmend eingreift. Dazu weist die Befestigungsvorrichtung 19 eine Schraube 27 auf, die gegen die Wand 23 drückt. Um zu verhindern, dass die Antriebsvorrichtung aus der Laufschiene 5 zu kippen droht, kann die Wand 23 ferner eine sich in Längsrichtung der Laufschiene 5 erstreckende Rippe 29 aufweisen, die mit der Schraube 27 zusammenwirkt. Alternativ kann die Befestigungsvorrichtung einen Klemmstein, beispielsweise einen Kulissenstein, aufweisen, der gegen die Wand 23 mittels der Schraube 27 gedrückt wird. Eine in dem Klemmstein angeordnete Nut kann dann die Rippe 29 umgreifen.

An der Laufschiene 5 ist die Blende 7 derart befestigt, dass zwischen der Blende 7 und der Laufschiene 5 ein Hohlraum 33 gebildet ist. In dem Hohlraum 33 ist das gesamte Antriebssystem 13 angeordnet und wird dabei in seitlicher Draufsicht auf die Hauptfläche 7a der Blende 7 für den Betrachter vollständig von der Blende 7 verdeckt.

In dem Durchlass 9, der zwischen der Blende 7 und der Laufschiene 5 gebildet ist, ist ein Bedienpanel 35 angeordnet, das von einer Unterseite 5a der Laufschiene 5 aus bedienbar ist. Mit anderen Worten: Das Bedienpanel 35 weist verschiedene Bedienknöpfe 37 und beispielsweise ein Display 39 auf, die von einem unter der Laufschiene 5 befindlichen Benutzer erreichbar sind. Auf diese Weise kann das in der Laufschiene 5 angeordnete Antriebssystem 13 auf besonders einfache Art und Weise bedient werden. Beispielsweise kann ein Ausschalten des Antriebssystems 13 oder eine Umprogrammierung des Antriebssystems 13 erfolgen, ohne dass das Antriebssystem 13 direkt zugänglich gemacht werden muss.

Wie am besten aus 1 ersichtlich ist, schließt das Bedienpanel 35 bündig mit der Laufschiene 5 und der Blende 7 ab, wobei lediglich einige der Bedienteile über die von der Unterseite der Blende 7 und der Laufschiene 5 gebildete Ebene hervorstehen. Dadurch ist das erfindungsgemäße Führungssystem 1 optisch ansprechend gestaltet.

Zur Befestigung des Bedienpanels 35 an der Laufschiene 5 und der Blende 7 weist die Laufschiene 5 eine erste Stirnfläche 41 auf, in der eine erste Nut 43 eingebracht ist. Die erste Stirnfläche 41 grenzt an die Führungsbahn 11 an. Die Blende 7 weist ferner eine zweite Stirnfläche 45 auf, in die eine zweite Nut 47 eingebracht ist. Im an die Laufschiene 5 befestigten Zustand der Blende 7 liegt die zweite Stirnfläche 45 und somit die zweite Nut 47 der ersten Stirnfläche 41 und somit der ersten Nut 43 gegenüber. Zwischen der ersten Stirnfläche 41 und der zweiten Stirnfläche 45 ist der Durchlass 9 gebildet. Das Bedienpanel 35 greift mit Federn 36 in die erste Nut 43 und die zweite Nut 47 ein und wird somit an der Laufschiene 5 und der Blende 7 befestigt.

Die erste und die zweite Nut 43, 47 können beispielsweise auch zur Aufnahme von Bürstendichtungen dienen, die benachbart zu dem befestigten Bedienpanel 35 angeordnet werden können und verhindern, dass Umwelteinflüsse wie beispielsweise Staub in den zwischen Blende 7 und Laufschiene 5 gebildeten Hohlraum 33 dringen. Dadurch wird das Antriebssystem 13 vor Umwelteinflüssen geschützt.

Sowohl das Antriebssystem 13 als auch das Bedienpanel 35 lassen sich auf besonders einfache Art und Weise in der Laufschiene bzw. der Laufschiene 5 und der Blende 7 befestigen.

Beispielsweise kann die Laufschiene 5 zunächst an dem Montageort befestigt werden, bevor dann das Antriebssystem 13, insbesondere die Antriebsvorrichtung 15, in die Führungsbahn 11 eingesetzt und an dieser befestigt wird. Anschließend kann das Bedienpanel 35 in die erste Nut 43 eingesetzt werden. Über eine Datenverbindung 49 können die Antriebsvorrichtung 15 und das Bedienpanel 35 verbunden werden. Anschließend wird die Blende 7 an der Laufschiene 5 befestigt, wobei das Bedienpanel 35 in die zweite Nut 47 eingreift. Durch die Konstruktion des erfindungsgemäßen Führungssystems 1 lässt sich das Antriebssystem 13 auf einfache Art und Weise an der Laufschiene 5 befestigen und auch auf einfache Art und Weise warten, da lediglich die Blende 7 von der Laufschiene 5 abgenommen werden muss, um sämtliche Teile des Antriebssystems 13 zu erreichen.

In ähnlicher Weise wie die Antriebsvorrichtung 15 lassen sich auch andere Teile des Antriebssystems 13 oder des Führungssystems 1 in der Laufschiene 5 befestigen. Beispielsweise kann eine Umlenkrolle für den Riementrieb 17 ebenfalls in die Führungsbahn 11 eingreifend befestigt werden. Auch ein Anschlag 51 für die Türführung 10 kann in die Führungsbahn 11 eingesetzt werden und durch ein Verklemmen zwischen der Führungsbahn 11 und der Wand 23 befestigt werden.

Das erfindungsgemäße Führungssystem 1 hat darüber hinaus den Vorteil, dass das Antriebssystem 13 bzw. die Antriebsvorrichtung 15 und/oder das Bedienpanel 35 in Längsrichtung der Laufschiene 5 verschoben werden können und somit eine Anpassung beim Einbau erfolgen kann. Darüber hinaus ist eine besonders kompakte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Führungssystems 1 möglich. Durch die Verwendung von bereits vorhandenen Einrichtungen, wie beispielsweise der Führungsbahn 11, ist darüber hinaus eine sehr einfache Konstruktion des erfindungsgemäßen Führungssystems 1 verwirklicht.