Title:
Verbindergehäuse, Verfahren zum Konfektionieren eines Kabels sowie konfektioniertes elektrisches Kabel
Kind Code:
B4


Abstract:

Verbindergehäuse (40) für einen elektrischen Verbinder (1), wobei
das Verbindergehäuse (40) zwei Gehäuseabschnitte (400, 410) aufweist, und die zwei Gehäuseabschnitte (400, 410) gegeneinander verschwenkbar ausgebildet und/oder gegeneinander verschwenkt sind (S => W), dadurch gekennzeichnet, dass
sich innerhalb des Verbindergehäuses (40), von dem als Verbindungsgehäuse (400) ausgebildeten Gehäuseabschnitt (400) zu dem als Kabelschwenkgehäuse (410) ausgebildeten Gehäuseabschnitt (410) eine Dichtung (30) erstreckt, wobei
innerhalb der Dichtung (30) im Bereich des Verbindungsgehäuses (400) ein Kontaktgehäuse (20) für eine elektrische Kontakteinrichtung (210) und im Bereich des Kabelschwenkgehäuses (410) ein elektrisches Kabel (610) der Kontakteinrichtung (210) aufnehmbar sind. embedded image




Inventors:
Hotea, Gabriel (63065, Offenbach, DE)
Ripper, Hartmut (64287, Darmstadt, DE)
Mumper, Günther (63329, Egelsbach, DE)
Application Number:
DE102012208775A
Publication Date:
06/14/2018
Filing Date:
05/24/2012
Assignee:
TE Connectivity Germany GmbH, 64625 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE202006009663U1N/A2006-08-24



Foreign References:
200702248882007-09-27
Attorney, Agent or Firm:
Wilhelm & Beck, 80639, München, DE
Claims:
Verbindergehäuse (40) für einen elektrischen Verbinder (1), wobei
das Verbindergehäuse (40) zwei Gehäuseabschnitte (400, 410) aufweist, und die zwei Gehäuseabschnitte (400, 410) gegeneinander verschwenkbar ausgebildet und/oder gegeneinander verschwenkt sind (S => W), dadurch gekennzeichnet, dass
sich innerhalb des Verbindergehäuses (40), von dem als Verbindungsgehäuse (400) ausgebildeten Gehäuseabschnitt (400) zu dem als Kabelschwenkgehäuse (410) ausgebildeten Gehäuseabschnitt (410) eine Dichtung (30) erstreckt, wobei
innerhalb der Dichtung (30) im Bereich des Verbindungsgehäuses (400) ein Kontaktgehäuse (20) für eine elektrische Kontakteinrichtung (210) und im Bereich des Kabelschwenkgehäuses (410) ein elektrisches Kabel (610) der Kontakteinrichtung (210) aufnehmbar sind.

Verbindergehäuse (40) gemäß vorhergehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Gehäuseabschnitte (400, 410) mittels eines Dreh- oder Schwenkgelenks zueinander verschwenkbar vorgesehen sind.

Verbindergehäuse (40) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Gehäuseabschnitte (400, 410) derart ausgebildet sind, dass sie in einer Winkelstellung (W) oder einer Mehrzahl von Winkelstellungen (W) des Verbindergehäuses (40) aneinander arretierbar sind.

Verbindergehäuse (40) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsgehäuse (400) und das Kabelschwenkgehäuse (410) separat voneinander ausgebildet sind, oder das Verbindungsgehäuse (400) und das Kabelschwenkgehäuse (410) zusammen einstückig, stofflich einstückig oder integral ausgebildet sind.

Verbindergehäuse (40) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (30) in einem Übergangsabschnitt (340) vom Verbindungsgehäuse (400) zum Kabelschwenkgehäuse (410) derart ausgelegt ist, dass die Dichtung (30) ohne eine Beschädigung aus einer Streckstellung (S) in eine Winkelstellung (W) abwinkelbar ist.

Verbindergehäuse (40) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass:
• die zwei Gehäuseabschnitte (400, 410) mittels eines Filmscharniers oder durch ein Aufbrechen einer Sollbruchstelle gelenkig miteinander ausgebildet sind bzw. werden; und/oder
• die Dichtung (30) als eine Mattendichtung (30), mit einer Kabel-Mattendichtung (360) und einer Radial-Gehäusedichtung (320), ausgebildet ist.

Verbindergehäuse (40) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass:
• die Dichtung (30) innerhalb des Verbindungsgehäuses (400) derart ausgebildet ist, dass mittels der Dichtung (30) das Kontaktgehäuse (20) gegenüber einem Gegenverbindergehäuse abdichtbar ist; und/oder
• die Dichtung (30) im Bereich des Kabelschwenkgehäuses (410) derart ausgebildet ist, dass mittels der Dichtung (30) das Kabel (610) abdichtbar ist.

Verfahren zum Konfektionieren eines vorkonfektionierten elektrischen Kabels (60; 210, 610) mit einem Verbindergehäuse (40), wobei
ein mit einer elektrischen Kontakteinrichtung (210) versehenes elektrisches Kabel (610) als vorkonfektioniertes elektrisches Kabel (60; 210, 610) von einer Stirnseite (10, 12) des Verbindergehäuses (40) kommend in/an diesem montiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass
das vorkonfektionierte Kabel (60; 210, 610) in und im Wesentlichen durch eine Dichtung (30) des Verbindergehäuses (40) vorbewegt wird, und die Kontakteinrichtung (210) in einer Kontaktkammer (200) des Verbindergehäuses (40) verrastet, und
in einem zeitlichen Anschluss daran, ein Gehäuseabschnitt (400, 410) des Verbindergehäuses (40) gegenüber einem anderen Gehäuseabschnitt (410, 400) dieses Verbindergehäuses (40) verschwenkt wird (S => W).

Konfektionierverfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das vorkonfektionierte Kabel (60; 210, 610) mit der Kontakteinrichtung (210) voran von einer Rückseite (12) des Verbindergehäuses (40) kommend in und im Wesentlichen durch die Dichtung (30) des Verbindergehäuses (40) vorbewegt wird, wobei die Kontakteinrichtung (210) in der Kontaktkammer (200) des Verbindergehäuses (40) verrastet.

Konfektionierverfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass:
• eine Montage der Kontakteinrichtung (210) in der Kontaktkammer (200) in einer Streckstellung (S) des Verbindergehäuses (40) erfolgt; und/oder
• die Kontakteinrichtung (210) in der Kontaktkammer (200) eines Kontaktgehäuses (20) verrastet.

Konfektionierverfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass:
• zeitlich nach dem gegenseitigen Verschwenken der beiden Gehäuseabschnitte (400, 410) ein Gehäuseabschnitt (400, 410) am anderen Gehäuseabschnitt (410, 400) verrastet; und/oder
• zeitlich nach oder zeitlich vor einer Montage der Kontakteinrichtung (210) in der Kontaktkammer (200), eine Sekundärverrastung (220) am/im Verbindergehäuse (40) vorgesehen wird.

Konfektioniertes elektrisches Kabel dadurch gekennzeichnet, dass
das konfektionierte Kabel (6) ein Verbindergehäuse (40) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 umfasst, und/oder
das konfektionierte Kabel (6) nach einem der Ansprüche 8 bis 11 hergestellt ist.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verbindergehäuse für einen elektrischen Verbinder, insbesondere einen elektrischen Steckverbinder für den Kraftfahrzeugbereich. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Konfektionieren eines elektrischen Kabels mit einem elektrischen Verbinder, insbesondere einem elektrischen Steckverbinder. Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein konfektioniertes elektrisches Kabel.

In der Elektrotechnik und der Elektronik sind eine große Anzahl von elektrischen Verbindungen, insbesondere Steckverbindungen, bekannt, die dazu dienen, elektrische Ströme, Spannungen und/oder Signale mit einer größtmöglichen Bandbreite von Strömen, Spannungen, Frequenzen und/oder Datenraten zu übertragen. Insbesondere im Kraftfahrzeugbereich müssen solche Verbindungen in verunreinigten, feuchten und/oder chemisch aggressiven Umgebungen kurzfristig nach ggf. einer langen Zeitdauer oder dauerhaft eine einwandfreie Übertragung von elektrischer Leistung, Signalen und/oder Daten gewährleisten. Aufgrund einer großen Bandbreite von Anwendungen für Verbindungen ist eine große Anzahl von speziell ausgestalteten Verbindern, insbesondere Steckverbinder, bekannt.

Solche Verbinder bzw. deren (Steck-)Verbindergehäuse können an einem elektrischen Kabel, z. B. einer Leitung, einem Kabelbaum, oder an/in einer elektrischen Einrichtung eines elektrischen, elektronischen oder elektrooptischen Geräts verbaut sein. Befindet sich der Verbinder an einem Kabel, so spricht man meist von einem (fliegenden) Steck- und/oder Buchsenverbinder bzw. einem Stecker oder einer Kupplung, befindet sich der Verbinder an/in einer elektrischen oder elektronischen Einrichtung, so spricht man meist von einer Einbaukontakteinrichtung oder einer Einbaubuchse.

Die DE 20 2006 009 663 U1 offenbart eine Kabelführung, insbesondere für einen Steckverbinder, wobei die Kabelführung eine Eintrittsöffnung und eine Austrittsöffnung für ein elektrisches Kabel aufweist und eine Winkellage einer Längsmittelachse der Eintrittsöffnung zu einer Längsmittelachse der Austrittsöffnung variabel ist. Hierbei weist die Kabelführung zwei gegeneinander verdrehbare Elemente auf, wobei an dem einen Element die Eintrittsöffnung und an dem zweiten Element die Austrittsöffnung ausgebildet ist und eine gemeinsame Drehachse senkrecht zu den Längsmittelachsen der Eintrittsöffnung und der Austrittsöffnung steht. Ferner ist ein Winkel zwischen der Längsmittelachse der Eintrittsöffnung der Kabelführung und der Längsmittelachse der Austrittsöffnung der Kabelführung von 0° bis 90° variabel.

Es sind ständig Bestrebungen im Gange, diese Verbinder bzw. deren Verbindergehäuse zu verbessern, wobei eine Integration einer Mehrzahl von Funktionalitäten in ein einzelnes Verbindergehäuse, eine Reduktion der beteiligten Komponenten und/oder eine Kostenersparnis tragende Rollen spielen. Insbesondere durch die Integration einer Mehrzahl von Funktionalitäten in ein einzelnes Verbindergehäuse lassen sich aufgrund einer erhöhten Produktionszahl von Verbindergehäusen für eine erhöhte Anzahl von Anwendungen Kostenvorteile erzielen. So ist z. B. bei gewinkelten elektrischen Verbindungen für einen jeden Winkel ein spezielles Verbindergehäuse, wenigstens jedoch ein spezielles Gehäuseteil notwendig. Ferner ergeben sich durch die Reduktion einer Anzahl der Komponenten des Verbindergehäuses Kostenvorteile. Darüber hinaus ergeben sich durch vereinfachte Konfektionierverfahren Kosteneinsparungen.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Verbindergehäuse für einen elektrischen Verbinder, insbesondere einen elektrischen Steckverbinder für den Kraftfahrzeugbereich anzugeben. Hierbei soll es mittels des Verbindergehäuses möglich sein, eine Mehrzahl von gewinkelten elektrischen Verbindungen zu realisieren, wobei ferner eine einfache Montage des Verbindergehäuses an einem vorkonfektionierten Kabel möglich sein soll. Ferner ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Konfektionieren eines vorkonfektionierten Kabels mit einem Verbindergehäuse, insbesondere einem Steckverbindergehäuse für den Kraftfahrzeugbereich anzugeben. Des Weiteren ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein konfektioniertes elektrisches Kabel insbesondere für den Kraftfahrzeugbereich anzugeben.

Die Aufgabe der Erfindung ist mittels eines Verbindergehäuses für einen elektrischen Verbinder, insbesondere einen elektrischen Steckverbinder für den Kraftfahrzeugbereich; durch ein Verfahren zum Konfektionieren eines vorkonfektionierten elektrischen Kabels mit einem Verbindergehäuse, insbesondere einem Steckverbindergehäuse für den Kraftfahrzeugbereich; und mittels eines konfektionierten elektrischen Kabels, insbesondere für den Kraftfahrzeugbereich, gemäß den unabhängigen Ansprüchen gelöst. - Vorteilhafte Weiterbildungen, zusätzliche Merkmale und/oder Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und der folgenden Beschreibung.

Das erfindungsgemäße Verbindergehäuse umfasst zwei Gehäuseabschnitte, wobei die zwei Gehäuseabschnitte gegeneinander verschwenkbar ausgebildet und/oder im Fall eines elektrischen Verbinders gegeneinander verschwenkt sind, und sich innerhalb des Verbindergehäuses, von dem als Verbindungsgehäuse ausgebildeten Gehäuseabschnitt zu dem als Kabelschwenkgehäuse ausgebildeten Gehäuseabschnitt eine Dichtung erstreckt, wobei innerhalb der Dichtung im Bereich des Verbindungsgehäuses ein Kontaktgehäuse für eine elektrische Kontakteinrichtung und im Bereich des Kabelschwenkgehäuses ein elektrisches Kabel der Kontakteinrichtung aufnehmbar sind. Die Dichtung kann in einem Übergangsabschnitt vom Verbindungsgehäuse zum Kabelschwenkgehäuse derart ausgelegt sein, dass sie vergleichsweise einfach und ohne eine Beschädigung aus einer Streckstellung in eine Winkelstellung bringbar ist.

Hierbei kann das erfindungsgemäße Verbindergehäuse Bestandteil eines Verbindergehäuses oder eines anderen Gehäuses sein. Ferner kann das erfindungsgemäße Verbindergehäuse bereits eine elektrische Kontakteinrichtung aufweisen, sodass das Verbindergehäuse Bestandteil eines elektrischen Verbinders ist. Die zwei Gehäuseabschnitte können mittels eines Dreh- oder Schwenkgelenks zueinander verschwenkbar vorgesehen sein. Hierfür kann der eine Gehäuseabschnitt einen Gelenkzapfen und der andere Gehäuseabschnitt eine zum Gelenkzapfen hauptsächlich oder im Wesentlichen komplementäre Gelenkausnehmung aufweisen.

In Ausführungsformen sind die zwei Gehäuseabschnitte derart ausgebildet, dass sie in wenigstens einer Winkelstellung oder einer Mehrzahl von Winkelstellungen des Verbindergehäuses aneinander arretierbar, insbesondere aneinander verrastbar sind. In ersterem Fall ist das Verbindergehäuse in einer Streckstellung und einer Winkelstellung verwendbar, in zweiterem Fall in der Streckstellung und einer Mehrzahl von Winkelstellungen. Das Verbindungsgehäuse und das Kabelschwenkgehäuse können separat voneinander ausgebildet sein, oder das Verbindungsgehäuse und das Kabelschwenkgehäuse sind einstückig, insbesondere stofflich einstückig oder integral ausgebildet.

Vorzugsweise ist die Dichtung als eine Mattendichtung ausgebildet, wobei die Dichtung vorzugsweise einstückig, insbesondere stofflich einstückig oder integral ausgebildet ist. Hierbei kann die Dichtung eine Kabel-Mattendichtung und eine Radial-Gehäusedichtung aufweisen. Ferner kann die Dichtung innerhalb des Verbindungsgehäuses derart ausgebildet sein, dass mittels der Dichtung das Kontaktgehäuse gegenüber einem Gegenverbindergehäuse abdichtbar ist. Darüber hinaus kann die Dichtung im Bereich des Kabelschwenkgehäuses derart ausgebildet sein, dass mittels der Dichtung das Kabel abdichtbar ist. Des Weiteren kann die Dichtung im Bereich ihres Übergangsabschnitts vergleichsweise dünnwandig und/oder tailliert ausgebildet sein, damit ein Biegen der Dichtung ohne Beschädigung möglich ist.

Statt einer drehgelenkigen Verbindung der zwei Gehäuseabschnitte des Verbindergehäuses, können die zwei Gehäuseabschnitte auch mittels eines Filmscharniers oder durch ein Aufbrechen einer Sollbruchstelle „gelenkig“ miteinander ausgebildet sein bzw. werden. In letzterem Fall übernimmt die Dichtung eine Gelenkfunktion. - Für den Fall einer Drehgelenkverbindung kann der Gelenkzapfen an einer Gelenklasche und/oder die Gelenkausnehmung in einer Gelenklasche vorgesehen sein. Ferner kann zusätzlich oder alternativ der Gelenkzapfen am Gehäuseabschnitt selbst und/oder die Gelenkausnehmung im Gehäuseabschnitt selbst vorgesehen sein.

In Ausführungsformen kann das Verbindergehäuse derart ausgebildet sein, dass die zwei Gehäuseabschnitte aus der Streckstellung des Verbindergehäuses um ca. 30°, ca. 45°, ca. 60°, ca. 75°, ca. 90°, ca. 105°, ca. 120° und/oder ca. 135° gegeneinander verschwenkt werden können. Ferner kann das Verbindergehäuse derart ausgebildet sein, dass die elektrische Kontakteinrichtung direkt im Verbindergehäuse vorsehbar ist. Das erfindungsgemäße Verbindergehäuse eignet sich ferner zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein mit einer elektrischen Kontakteinrichtung versehenes elektrisches Kabel als vorkonfektioniertes elektrisches Kabel von einer Stirnseite eines Verbindergehäuses kommend in/an diesem montiert, wobei das vorkonfektionierte Kabel in und im Wesentlichen durch eine Dichtung des Verbindergehäuses vorbewegt wird, und die Kontakteinrichtung in einer Kontaktkammer des Verbindergehäuses verrastet. In einem zeitlichen Anschluss daran wird ein Gehäuseabschnitt des Verbindergehäuses gegenüber einem anderen Gehäuseabschnitt dieses Verbindergehäuses verschwenkt. Es wird also eine gewinkelte Stellung für eine elektrische Winkelverbindung eingenommen.

Das Verbindergehäuse kann dabei wie ein erfindungsgemäßes Verbindergehäuse ausgebildet sein. In Ausführungsformen wird das vorkonfektionierte Kabel mit der Kontakteinrichtung voran von einer Rückseite des Verbindergehäuses kommend in und hauptsächlich oder im Wesentlichen durch die Dichtung des Verbindergehäuses hindurch vorbewegt, wobei die Kontakteinrichtung in der Kontaktkammer des Verbindergehäuses verrastet.

In Ausführungsformen erfolgt eine Montage der Kontakteinrichtung in der Kontaktkammer in einer Streckstellung des Verbindergehäuses. Hierbei verrastet die Kontakteinrichtung bevorzugt in der Kontaktkammer eines Kontaktgehäuses, insbesondere eines vorderen Gehäuseabschnitts des Verbindergehäuses. Bevorzugt ist ein Abschnitt der Dichtung zwischen dem Kontaktgehäuse und dem vorderen Gehäuseabschnitt vorgesehen. Ferner kann ein Abschnitt der Dichtung zwischen dem Kabel und einem hinteren Gehäuseabschnitt des Verbindergehäuses vorgesehen sein. Eine Kontakteinrichtung einer Leitung des Kabels kann z. B. eine Buchsenkontakteinrichtung, eine Flachsteckhülse oder eine Pin- bzw. Stiftkontakteinrichtung sein. Hierbei kann die betreffende Kontakteinrichtung als eine Crimpkontakteinrichtung ausgebildet sein.

Eine Einnahme einer Winkelstellung des Verbindergehäuses erfolgt zeitlich nach einer Montage des vorkonfektionierten Kabels am/im Verbindergehäuse. Beim Verschwenken der beiden Gehäuseabschnitte wird ein Gehäuseabschnitt auf den anderen Gehäuseabschnitt zubewegt, bzw. werden beide Gehäuseabschnitte gleichzeitig aufeinander zubewegt. Zeitlich nach dem Verschwenken der beiden Gehäuseabschnitte kann ein Gehäuseabschnitt am anderen Gehäuseabschnitt arretiert, insbesondere verrastet, werden. Zeitlich nach oder zeitlich vor einer Montage der Kontakteinrichtung in der Kontaktkammer kann eine Sekundärverrastung am/im Verbindergehäuse vorgesehen werden. Hierbei kann die Sekundärverrastung von einer Vorderseite des Verbindergehäuses kommend am/im Verbindergehäuse montiert werden.

In Ausführungsformen ist es möglich, mit einem einzigen Verbindergehäuse eine Mehrzahl von unterschiedlichen Winkelstellungen für gewinkelte elektrische Verbindungen zur Verfügung zu stellen. D. h. es müssen nicht spezielle Verbindergehäuse bzw. spezielle Gehäuseteile vorrätig gehalten werden. Ferner ist eine nicht gewinkelte Position realisierbar, für welche das Verbindergehäuse ebenfalls Rasteinrichtungen zur Beibehaltung der Streckstellung aufweisen kann. Durch die einzige Dichtung des Verbindergehäuses kann wenigstens eine Dichtung eingespart werden, was ferner zu einem Kostenvorteil der Erfindung führt. Durch das einfache Konfektionierverfahren können wiederum Kosten bei der Montage eingespart werden, wobei sich ferner ein Ausschuss reduziert.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert. In den Figuren (Fig.) der Zeichnung zeigen:

  • 1 in einer dreidimensionalen Explosionsansicht eine beispielhafte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verbindergehäuses zeitlich vor einer Montage der einzelnen Komponenten des Verbindergehäuses;
  • 2 eine in einem Bereich einer Kontaktkammer geschnitten dargestellte Perspektivansicht eines montierten Verbindergehäuses aus 1 in einer Streckstellung zeitlich vor einer Montage eines vorkonfektionierten elektrischen Kabels am/im Verbindergehäuse; und
  • 3 in einer zur 2 analogen Perspektivansicht das Verbindergehäuse mit dem daran/darin montierten vorkonfektionierten Kabel in einer Winkelstellung des Verbindergehäuses bzw. eines elektrischen Verbinders.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand einer Ausführungsform eines Steckverbindergehäuses für ein dreiadriges Kabel näher erläutert. Die Erfindung ist natürlich nicht auf solche Anwendungen beschränkt, sondern kann prinzipiell auf alle Steckverbindergehäuse für Kabel oder Verbindergehäuse für Einrichtungen bzw. Vorrichtungen (in der Zeichnung nicht dargestellt) angewendet werden. - Wenigstens zwei hauptsächliche Merkmale charakterisieren die Erfindung, einerseits das in sich schwenkbare Verbindergehäuse und andererseits die stofflich einstückige Dichtung, die sowohl gegenüber einem Gegenverbinder als auch gegenüber dem an das Verbindergehäuse anschließbare elektrische Kabel fluiddichten kann. Im Folgenden werden ausgehend von einer allgemeinen Beschreibung des Verbindergehäuses im Wesentlichen die beiden hauptsächlichen Merkmale die Erfindung sowie ein Montageverfahren eines vorkonfektionierten elektrischen Kabels am/im Verbindergehäuse näher erläutert.

Die Zeichnung zeigt beispielhaft eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verbindergehäuses 40, das in einer einfachen Ausbildung zwei Gehäuseabschnitte 400, 410, einen ersten oder vorderen Gehäuseabschnitt 400 und einen zweiten oder hinteren Gehäuseabschnitt 410 umfasst. Hierbei ist der Gehäuseabschnitt 400 auch als Gehäuseteil 400, Verbindungsgehäuse 400 oder Basiselement 400 des Verbindergehäuses 40, und der Gehäuseabschnitt 410 als Gehäuseteil 410, Kabelschwenkgehäuse 410 oder Schwenkelement 410 des Verbindergehäuses 40 bezeichenbar. Die beiden Gehäuseabschnitte 400, 410 sind gemäß der Erfindung derart mechanisch gekoppelt, dass sich die beiden Gehäuseabschnitte 400, 410, ggf. ausschließlich unter zu Hilfenahme einer Dichtung 30, gegeneinander verschwenken, verkippen oder im Wesentlichen elastisch verbiegen lassen (siehe unten).

Innerhalb der mechanisch gekoppelten Gehäuseabschnitte 400, 410 ist die insbesondere als eine Mattendichtung 30 ausgebildete Dichtung 30 vorsehbar. Die Dichtung 30 ist dabei bevorzugt die einzige Dichtung 30 des Verbindergehäuses 40, d. h. sämtliche fluiddichtende Aufgaben für das Verbindergehäuse 40 bzw. einen späteren elektrischen Verbinder 1 (siehe 3) werden von der einstückigen, insbesondere stofflich einstückigen oder integral ausgebildeten Dichtung 30 übernommen (siehe unten). Der Verbinder 1 kann z. B. als ein Buchsenverbinder, ein Pin- oder Stiftverbinder oder ein Hermaphrodit ausgebildet sein. In Ausführungsformen der Erfindung kann der Verbinder 1 als ein Steckverbinder 1 ausgebildet sein.

In einem vorderen Dichtabschnitt 320 der Dichtung 30 ist in einer Kontaktgehäuseaufnahme 322 der Dichtung 30 ein Kontaktgehäuse 20 für eine elektrische Kontakteinrichtung 210 aufnehmbar. Die Kontakteinrichtung 210 ist innerhalb einer Kontaktkammer 200 des Kontaktgehäuses 20 verrastbar, wofür das Kontaktgehäuse 20 im Bereich der Kontaktkammer 200 und die Kontakteinrichtung 210 zueinander komplementäre Rasteinrichtungen 202, 212 aufweisen. Bevorzugt umfasst die Rasteinrichtung 202 der Kontaktkammer 200 eine Rastschulter 202 oder eine Rastlasche 202 und die Rasteinrichtung 202 der Kontakteinrichtung 210 eine Rastausnehmung 212 oder eine Rastschulter 212.

In einem hinteren Dichtabschnitt 360 für ein elektrisches Kabel 610 bzw. eine Leitung 610 weist die Dichtung 30 einen Kabeldichtbereich 362 auf, mittels welchem das Kabel 600 gegenüber eindringender Feuchtigkeit gedichtet ist, sodass die Feuchtigkeit nicht von einer hinteren Stirnseite 12 bzw. einer Rückseite 12 des Verbindergehäuses 40 in den Verbinder 1 eindringen kann. Hierfür weist der Kabeldichtbereich 362 je Leitung 612 des Kabels 610, welche eine elektrisch leitende Ader und eine elektrische Isolierung aufweist, wenigstens eine, bevorzugt jedoch eine Mehrzahl von innen vollständig umlaufenden Dichtlippen auf. Ferner befindet sich eine Abdeckung 420 im hinteren Gehäuseabschnitt 410 vor der Dichtung 30 bzw. vor deren hinteren Dichtabschnitt 360.

Mittels des vorderen Dichtabschnitts 320 der Dichtung 30 ist das Verbindergehäuse 40 bzw. der Verbinder 1 gegenüber einem elektrischen Gegenverbinder bzw. ein Gegenverbindergehäuse (in der Zeichnung nicht dargestellt) gegenüber eindringende Feuchtigkeit abdichtbar. Hierfür weist der Dichtabschnitt 320 außen wenigstens eine, bevorzugt jedoch eine Mehrzahl von vollständig umlaufenden Dichtlippen auf. - Ein Übergangsabschnitt 340 bzw. Mittenabschnitt 340 der Dichtung 30 verbindet die beiden Dichtabschnitte 320, 360 bzw. die Kontaktgehäuseaufnahme 322 mit dem Kabeldichtbereich 362 (siehe unten). Der Gegenverbinder weist z. B. einen Header mit einem Kragen auf.

Von einer vorderen Stirnseite 10 bzw. einer Vorderseite 10 des Verbindergehäuses 40 kommend ist zeitlich vor oder bevorzugt zeitlich nach einer Montage eines bevorzugt vorkonfektioniertes Kabels 60 am/im Verbinder 1 eine Sekundärverrastung 220 (TPA = Terminal Position Assurance) am Kontaktgehäuse 20 vorsehbar, welche die Kontakteinrichtungen 210 innerhalb des Verbindergehäuses 40 zusätzlich sichert. Das vorkonfektionierte Kabel 60 umfasst dabei eine oder eine Mehrzahl von Kontakteinrichtungen 210 am Kabel 610 bzw. der Leitungen 612 des Kabels 610. Ist das vorkonfektionierte Kabel 60 mit dem Verbindergehäuse 40 verheiratet, so ergibt sich ein erfindungsgemäßes konfektioniertes elektrisches Kabel 6 (siehe 3).

Die Kontakteinrichtung 210 ist bevorzugt als eine Crimpkontakteinrichtung 210 ausgebildet. Hierbei kann die Kontakteinrichtung 210 als eine Buchsenkontakteinrichtung 210, eine Flachsteckhülse 210 oder eine Pin- oder Stiftkontakteinrichtung 210 ausgebildet sein. - Eine Steckrichtung St des Verbinders 1 bzw. Steckverbinders 1 ist in den 2 und 3 durch jeweils einen Pfeil verdeutlicht. - Ferner kann das erfindungsgemäße Verbindergehäuse 40 Bestandteil eines anderen Gehäuses bzw. eines anderen (Steck-)Verbindergehäuses (beides in der Zeichnung nicht dargestellt) sein.

Das Verbindergehäuse 40 bzw. der Verbinder 1 weist in einer Längserstreckung L im Wesentlichen drei voneinander funktional unterscheidbare Abschnitte 2, 3, 4 (siehe 2) auf. Zunächst einen vorderen Abschnitt 2 mit einem Steckgesicht. Dieser vordere Abschnitt 2 kann auch als Kontaktaufnahme 2 bezeichnet werden. Ferner einen hinteren Abschnitt 4, der auch als Kabelabgang 4 bezeichnet werden kann, und einen mittleren Abschnitt 3, der die Kontaktaufnahme 2 mit dem Kabelabgang 4 verbindet. Diese Abschnitte 2, 3, 4 erstrecken sich in allen Stellungen S, W (siehe unten und 2 und 3) des Verbindergehäuses 40 bzw. des Verbinders 1 in der Längserstreckung L, welche auch eine Längserstreckung L des Kontaktgehäuses 20, der Dichtung 30, der Kontakteinrichtung 210, der Sekundärverrastung 220, des Verbindungsgehäuses 400, des Kabelschwenkgehäuses 410 und des Kabels 610 ist.

Die Kontaktaufnahme 2 und der Kabelabgang 4 des Verbinders 1 bzw. die beiden Gehäuseabschnitte 400, 410 des Verbindergehäuses 40 sind derart miteinander verbunden, dass die Kontaktaufnahme 2 gegenüber dem Kabelabgang 4 bzw. die beiden Gehäuseabschnitte 400, 410 gegeneinander verschwenkt werden können. D. h. der Verbinder 1 bzw. das Verbindergehäuse 40 ist aus einer in 2 dargestellten Streckstellung S in eine in der 3 dargestellte Winkelstellung W bringbar. In der Streckstellung S sind die Längserstreckungen L beiden Gehäuseabschnitte 400, 410 in einer Linie angeordnet oder liegen parallel zueinander. In der Winkelstellung W nehmen die beiden Gehäuseabschnitte 400, 410 einen bestimmten Winkel z. B. einen rechten Winkel, wie in der 3 zu sehen, zueinander ein. Andere Winkel sind natürlich anwendbar.

Es ist bevorzugt, dass die beiden Gehäuseabschnitte 400, 410 wenigstens in einer Winkelstellung W miteinander verrasten. Hierfür weisen die beiden Gehäuseabschnitte 400, 410 zueinander komplementäre Arretier- oder Rasteinrichtungen auf (in der Zeichnung nicht dargestellt), die bei einem oder einer Mehrzahl von Winkeln zwischen den beiden Gehäuseabschnitten 400, 410 miteinander verrasten. Auch für die Streckstellung S können die beiden Gehäuseabschnitte 400, 410 derart ausgebildet sein, dass diese aneinander arretieren bzw. verrasten. - Hierbei sind Winkel zwischen 0° (Streckstellung S) und 90° bevorzugt; es können jedoch auch Schwenkwinkel über 90° angewendet werden.

Eine Verschwenkbarkeit der beiden Gehäuseabschnitte 400, 410 ist z. B. durch ein zwischen den beiden Gehäuseabschnitten 400, 410 ausgebildetes Filmscharnier (in der Zeichnung nicht dargestellt) realisierbar, wofür die beiden Gehäuseabschnitte 400, 410 insbesondere stofflich einstückig miteinander ausgebildet sein können. In diesem Fall ergibt sich eine Rückstellkraft zwischen den beiden Gehäuseabschnitten 400, 410 aufgrund von Elastizitäten der beteiligten Bauteile, nämlich dem Filmscharnier und dem Übergangsabschnitt 340 der Dichtung 30.

Ferner ist eine Verschwenkbarkeit durch eine Sollbruchstelle (ebenfalls in der Zeichnung nicht dargestellt) zwischen den beiden Gehäuseabschnitten 400, 410 realisierbar, wobei die beiden Gehäuseabschnitte 400, 410 ebenfalls insbesondere stofflich einstückig miteinander ausgebildet sein können. In diesem Fall ergibt sich eine Rückstellkraft zwischen den beiden Gehäuseabschnitten 400, 410 lediglich aufgrund einer Elastizität des Übergangsabschnitts 340 der Dichtung 30 zeitlich nach einem Aufbrechen der Sollbruchstelle.

Darüber hinaus kann zwischen den beiden Gehäuseabschnitten 400, 410 ein Dreh- bzw. Schwenkgelenk, wie es z. B. in der 1 explodiert dargestellt ist, angewendet werden. In einer Montagestellung des bevorzugt separat vom Gehäuseabschnitt 400 hergestellten Gehäuseabschnitts 410, greifen zueinander jeweils komplementär ausgebildete Schwenkeinrichtungen 403, 413 derart ineinander, dass eine Verdreh- bzw. Verschwenkbarkeit der beiden Gehäuseabschnitte 400, 410 gegeben ist. Hierbei ist wenigstens eine Schwenkeinrichtung 403 am/im Gehäuseabschnitt 400 und die dazu komplementär ausgebildete Schwenkeinrichtung 413 am/im Gehäuseabschnitt 400 vorgesehen. Bevorzugt sind jeweils zwei Schwenkeinrichtungen 403, 403; 403, 413; 413, 413 am betreffenden Gehäuseabschnitt 400, 410 vorgesehen.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weisen beide Gehäuseabschnitte 400, 410, jeweils zwei Gelenklaschen 402, 412 auf, wobei eine betreffende Gelenklasche 402, 412 die jeweilige Schwenkeinrichtung 403, 413 aufweist. So ist z. B. die Schwenkeinrichtung 403 der Gelenklasche 402 des Gehäuseabschnitts 400 ein Gelenkzapfen 403, wohingegen die Schwenkeinrichtung 413 der Gelenklasche 412 des Gehäuseabschnitts 410 eine Gelenkausnehmung 413 ist. Es ist natürlich möglich, dies umzukehren bzw. eine Mischform davon anzuwenden. Statt eine Schwenkeinrichtung 403, 413 an einer Gelenklasche 402, 412 vorzusehen, ist es auch möglich, eine Schwenkeinrichtung 403, 413 oder beide Schwenkeinrichtungen 403, 413 direkt am/im jeweiligen Gehäuseabschnitt 400, 410 vorzusehen.

Die einzige Dichtung 30 des Verbinders 1 bzw. des Verbindergehäuses 40 ist wie oben schon erwähnt, bevorzugt als eine Mattendichtung 30 ausgebildet. D. h. mittels der Dichtung 30 ist es möglich, eine Mehrzahl von Leitungen 612 des Kabels 610 bzw. das vorkonfektionierte Kabel 60 und eine Mehrzahl von Kontakteinrichtungen 210 vor in den Verbinder 1 eindringende Feuchtigkeit zu schützen. Daher auch eine Bezeichnung Familiendichtung mit integrierter peripherer Dichtung, da es mittels einer solchen Dichtung 30 möglich ist, eine Mehrzahl von Leitungen 612 und eine Mehrzahl von Kontakteinrichtungen 210 zu dichten.

Die Dichtung 30 ist in der 1 von außen und in den 2 und 3 geschnitten dargestellt. Hierbei ist zu sehen, dass die Dichtung 30 in ihrem Übergangsabschnitt 340 vom vorderen Dichtabschnitt 320 zum hinteren Dichtabschnitt 360 bevorzugt tailliert und in einer betreffenden Leitungsaufnahme 342 des Übergangsabschnitts 340, in welchen eine einzelne Leitung 612 des Kabels 610 aufnehmbar ist, vergleichsweise dünnwandig ausgebildet ist. Dies erleichtert das Schwenken der beiden Gehäuseabschnitte 400, 410 zueinander und/oder verhindert eine Beschädigung der Dichtung 30 in ihrem Übergangsabschnitt 340.

Die Dichtung 30 ist bevorzugt derart ausgebildet, dass für eine einzelne Leitung 612 jeweils eine Dichtkammer eingerichtet ist, wobei die Dichtkammern der Dichtung 30, abgesehen von jeweils einer vorderen und hinteren Öffnung, nicht in einer Fluidkommunikation untereinander stehen. Eine jeweilige Dichtfunktion der Dichtung 30 ist im hinteren Dichtabschnitt 360 nach innen gegenüber dem Kabel 610 und im vorderen Dichtabschnitt 320 gegenüber dem Gegenverbinder ausübbar. D. h. entsprechende Dichtlippen befinden sich in ersterem Fall nach innen in den Kabeldichtbereich 362 des hinteren Dichtabschnitts 360 hineinstehend, und in letzterem Fall nach außen von einem vorderen Rand des vorderen Dichtabschnitts 320 wegstehend.

Die Dichtung 30 ist bevorzugt als integrale bzw. stofflich einstückige Radial-Gehäuse- 320 und Kabel-Mattendichtung (340), 360 ausgebildet. Die Radial-Gehäusedichtung 320 ist dabei durch den vorderen Dichtabschnitt 320 oder einen Bereich davon konstituiert. Die Kabel-Mattendichtung (340), 360 ist ggf. durch den Übergangsabschnitt 340 und den hinteren Dichtabschnitt 360 oder einen Bereich davon konstituiert. Hierbei kann der Übergangsabschnitt 340 fehlen. Die Radial-Gehäusedichtung 320 dient einer Dichtung vom Verbinder 1 bzw. Steckverbinder 1 zum Gegenverbinder bzw. zu einem Gegensteckverbinder (in der Zeichnung nicht dargestellt). Die Kabel-Mattendichtung (340), 360 dient entsprechend einer Dichtung bezüglich des Kabels 610.

In einem montierten Zustand erstreckt sich die Dichtung 30 mit dem Übergangsabschnitt 340 von einem hinteren Längsendabschnitt des vorderen Gehäuseabschnitts 400 zu einem vorderen Längsendabschnitt des hinteren Gehäuseabschnitts 410. D. h. die Dichtung 30 überbrückt mit ihrem Übergangsabschnitt 340 eine Dreh- bzw. Schwenkverbindung der beiden Gehäuseabschnitte 400, 410. Beim Verschwenken der beiden Gehäuseabschnitte 400, 410 bildet die Dichtung 30 im Übergangsabschnitt 340 und auch das Kabel 610 einen Bogen aus (vgl. 2 nach 3).

Im Folgenden ist eine Montage des vorkonfektionierten Kabels 60 am/im zusammengesetzten Verbindergehäuse 40 näher erläutert. Das vorkonfektionierte Kabel 60 weist dabei bevorzugt eine Mehrzahl von Kontakteinrichtungen 210 an den Leitungen 612 des Kabels 610 auf. Es wird im Folgenden jedoch nur auf eine einzelne Kontakteinrichtung 210 mit ihrer Leitung 612 Bezug genommen, wobei das Gesagte auch auf die anderen Kontakteinrichtungen 210 des vorkonfektionierten Kabels 60 anwendbar ist. - Ausgangspunkt ist die 2, wobei die Sekundärverrastung 220 von vorne kommend schon am Kontaktgehäuse 20 montiert sein kann, oder erst nach einem Verrasten der Kontakteinrichtung 210 in der Kontaktkammer 200 des Kontaktgehäuses 20 ebenfalls von vorne kommend am Kontaktgehäuse 20 montiert wird. Letzteres kann auch erst nach einem Verschwenken der beiden Gehäuseabschnitte 400, 410 erfolgen.

Die Kontakteinrichtung 210 wird von der Rückseite 12 des Verbindergehäuses 40 durch den hinteren Dichtabschnitt 360 und den Übergangsabschnitt 340 der Dichtung 30 in die Kontaktkammer 200 vorbewegt, bis die Kontakteinrichtung 210 im Kontaktgehäuse 20 verrastet. Dies erfolgt in der Streckstellung S des Verbinders 1 bzw. des Verbindergehäuses 40 - Es ist natürlich auch möglich, dies umzukehren; d. h. zunächst die Leitung 612 von der Vorderseite 10 aus kommend durch die Kontaktkammer 200 des Kontaktgehäuses 20, den Übergangsabschnitt 340 und den hinteren Dichtabschnitt 360 der Dichtung 30 zu fädeln, bis die Kontakteinrichtung 210 in der Kontaktkammer 200 verrastet.

In einem zeitlichen Anschluss daran werden die beiden Gehäuseabschnitte 400, 410 des Verbindergehäuses 20, d. h. das Verbindungsgehäuse 400 und das Kabelschwenkgehäuse 410, gegeneinander verschwenkt. Hierbei kann das Verbindungsgehäuse 400 auf das Kabelschwenkgehäuse 410 und/oder das Kabelschwenkgehäuse 410 auf das Verbindungsgehäuse 400 zubewegt werden (vgl. 2 nach 3). In der gewünschten Winkelstellung W ist es in Ausführungsformen der Erfindung möglich, dass das Kabelschwenkgehäuse 410 am Verbindungsgehäuse 400 verrastet. Hierdurch wird ein konfektioniertes elektrisches Kabel 6 umfassend das vorkonfektionierte Kabel 60 und das Verbindergehäuse 40 bzw. das Kabel 610 und der elektrische Verbinder 1 erhalten.

Beim Verschwenken der beiden Gehäuseabschnitte 400, 410 gegeneinander wird der Übergangsabschnitt 340 der Dichtung 30 und ein Abschnitt des Kabels 610 gebogen. Für den Fall eines Filmscharniers zwischen den beiden Gehäuseabschnitten 400, 410 wird dieses ebenfalls gebogen. Kommt eine Sollbruchstelle zu Anwendung, so wird diese aufgebrochen. Für den Fall eines als Drehgelenk ausgebildeten Schwenkgelenks, verdreht bzw. verschwenkt sich der gesamte Gehäuseabschnitt 400, 410 gegenüber dem anderen Gehäuseabschnitt 410, 400. D. h. es ergibt sich erfindungsgemäß ein flexibler, schwenkbarer bzw. drehbarer Kabelabgang 4 für ein Verbindergehäuse 40, einen elektrischen Verbinder 1 bzw. ein konfektioniertes elektrisches Kabel 6.

In bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung ist das Kabelschwenkgehäuse 410 am Verbindungsgehäuse 400 gelagert, insbesondere gelenkig gelagert. Hierfür stellen das Verbindungsgehäuse 400 und das Kabelschwenkgehäuse 410 zueinander komplementäre Lagereinrichtungen zur Verfügung. Mittels der gemeinsamen Lagerung oder durch die gemeinsame Lagerung ist es möglich, das Kabelschwenkgehäuse 410 gegenüber dem Verbindungsgehäuse 400 zu bewegen, insbesondere rotatorisch zu verlagern.