Title:
OTA-Einleitungsverfahren für ein Telematiksystem in einem 2G-GSM / 3G-WCDMA-Netz
Kind Code:
B4


Abstract:

Verfahren zum Schaffen einer drahtlosen Konfiguration für eine Telematikeinheit (114), die sich in einem Fahrzeug (102) befindet, wobei das Verfahren umfasst:
a) Senden einer Ortsaktualisierung von der Telematikeinheit (114), wenn eine vorbestimmte Bedingung eintritt, wobei die vorbestimmte Bedingung mindestens eine der Folgenden ist:
i) eine vorbestimmte Menge an Zeit ist in der Telematikeinheit (114) abgelaufen; und
ii) Detektion einer Notfallsituation;
b) Feststellen, dass die Mobilfunkdienstinformationen, die der Telematikeinheit (114) entsprechen, in eine Heimatdatei (HLR) im Netz programmiert sind, durch das Callcenter (108); und
c) in Ansprechen darauf und wenn eine Ortsaktualisierung empfangen wurde: Einleiten einer drahtlosen Konfigurationssitzung (OTA-Konfigurationssitzung) mit der Telematikeinheit (114) am Callcenter (108) und Benachrichtigen der Telematikeinheit (114), dass die Mobilfunkdienstinformationen, die der Telematikeinheit (114) entsprechen, in eine Heimatdatei (HLR) im Netz programmiert wurden.




Inventors:
Yi, Ki Hak (Ontario, East Windsor, CA)
Madhavan, Sethu K., Pa. (Erie, US)
Cepuran, Lawrence D., Mich. (Northville, US)
Holt, David A., Mich. (Rochester Hills, US)
Application Number:
DE102012205358A
Publication Date:
07/21/2016
Filing Date:
04/02/2012
Assignee:
General Motors LLC (Mich., Detroit, US)



Foreign References:
200300275812003-02-06
200601296382006-06-15
201100395332011-02-17
Other References:
3GPP TS 23.012 V10.0.0
3GPP TS 23.112 V10.0.3
Attorney, Agent or Firm:
Manitz, Finsterwald & Partner GbR, 80336, München, DE
Claims:
1. Verfahren zum Schaffen einer drahtlosen Konfiguration für eine Telematikeinheit (114), die sich in einem Fahrzeug (102) befindet, wobei das Verfahren umfasst:
a) Senden einer Ortsaktualisierung von der Telematikeinheit (114), wenn eine vorbestimmte Bedingung eintritt, wobei die vorbestimmte Bedingung mindestens eine der Folgenden ist:
i) eine vorbestimmte Menge an Zeit ist in der Telematikeinheit (114) abgelaufen; und
ii) Detektion einer Notfallsituation;
b) Feststellen, dass die Mobilfunkdienstinformationen, die der Telematikeinheit (114) entsprechen, in eine Heimatdatei (HLR) im Netz programmiert sind, durch das Callcenter (108); und
c) in Ansprechen darauf und wenn eine Ortsaktualisierung empfangen wurde: Einleiten einer drahtlosen Konfigurationssitzung (OTA-Konfigurationssitzung) mit der Telematikeinheit (114) am Callcenter (108) und Benachrichtigen der Telematikeinheit (114), dass die Mobilfunkdienstinformationen, die der Telematikeinheit (114) entsprechen, in eine Heimatdatei (HLR) im Netz programmiert wurden.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die drahtlose Konfigurationssitzung umfasst:
Versehen der Telematikeinheit (114) mit einem Teilnehmerkennungsmodul (SIM), einer Nummer eines dienstintegrierenden digitalen Fernmeldenetzes für den Mobilfunkteilnehmer (MSISDN), einer lokale Zugangsnummer und/oder einer internationale Mobilfunkteilnehmerkennung (IMSI).

3. Körperliches, nichtflüchtiges computerlesbares Medium, das Teil einer Telematikeinheit (114) in einem mit Telematik ausgestatteten Fahrzeug (102) ist und auf dem computerausführbare Befehle zum Senden von Ortsaktualisierungen gespeichert sind, wobei die computerausführbaren Befehle umfassen:
Befehle, keine Ortsaktualisierungen zu senden, bis eine vorbestimmte Bedingung eintritt,
wobei die vorbestimmte Bedingung mindestens eine der Folgenden ist:
eine vorbestimmte Menge an Zeit ist abgelaufen; und
Detektion einer Notfallsituation;
Befehle zum Senden einer Ortsaktualisierung über ein Netz auf der Basis dessen, ob die vorbestimmte Bedingung eingetreten ist; und
Befehle zum Verbinden in Ansprechen darauf mit einem Callcenter (108) und/oder einem Mobilfunkanbieter über das Netz, um eine drahtlose Konfigurationssitzung (OTA-Konfigurationssitzung) durchzuführen.

Description:
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Telematikeinheiten innerhalb mobiler Fahrzeuge stellen für Teilnehmer Konnektivität mit einem Telematikdienstanbieter (TSP) bereit. Der TSP versieht den Teilnehmer mit einer Reihe von Diensten im Bereich von Notrufbearbeitung und Wiedergewinnung von gestohlenen Fahrzeugen bis zur Diagnoseüberwachung und Turn-by-Turn-Navigation. Telematikeinheiten werden häufig an einer Verkaufsstelle bereitgestellt und aktiviert, wenn ein Teilnehmer ein mit Telematik ausgestattetes Fahrzeug erwirbt. Bei der Aktivierung kann die Telematikeinheit verwendet werden, um einen Teilnehmer mit den Telematikdiensten zu versehen.

Telematikeinheiten werden herkömmlich mit Mobilfunkdienstinformationen, wie z. B. einer MSISDN (Nummer eines dienstintegrierenden digitalen Fernmeldenetzes für den Mobilfunkteilnehmer), IMSI (internationale Mobilfunkteilnehmerkennung) oder anderen Anbieterinformationen, vorgeladen. Das Vorladen von Telematikeinheiten mit Mobilfunkdienstinformationen ist jedoch insofern nachteilig, als es erfordert, dass der Hersteller der Telematikeinheit (der derselbe Hersteller wie der Hersteller des Fahrzeugs sein kann oder nicht) mit einem Mobilfunkanbieter zusammenarbeitet und die Programmierung von Telefonnummern und anderen Informationen in die Telematikeinheit managt. Außerdem kann dies zu unnötigem Netzverkehr für einen Mobilfunkanbieter führen, da mit Telematik ausgestattete Fahrzeuge versuchen können, sich beim Mobilfunknetz zu registrieren, bevor ein SIM-Profil (Teilnehmerkennungsmodul-Profil) in eine HLR (Heimatdatei) des Mobilfunknetzes programmiert ist.

Aus der US 2011/0039533 A1 ist ein Verfahren zur drahtlosen Konfiguration für ein mit einer Telematikeinheit ausgestattetes Fahrzeug bekannt, bei dem die Telematikeinheit bei fehlender Aktivierung eines Teilnehmerkennungsmoduls (SIM) mittels einer Ortsaktualisierung feststellt, ob Mobilfunkdienstinformationen, die der Telematikeinheit entsprechen, in eine Heimatdatei (HLR) im Netz programmiert sind. Ist dies der Fall, wird eine drahtlose Konfigurationssitzung (OTA-Konfigurationssitzung) eingeleitet.

In der US 2003/0027581 A1 ist ein Verfahren zum Detektieren eines Mobilfunkgeräts im Netz und zum Einleiten einer drahtlosen Konfigurationssitzung beschrieben. Die US 2006/0129638 A1 beschreibt ein ähnliches Verfahren.

In 3GPP TS 23.012 V10.0.0 und 3GPP TS 23.112 V10.3.0 ist die Standardisierung der 3GPP-Gremien bezüglich Location Management Prozeduren dargelegt.

Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren und ein Medium zum Steuern von netzbezogenen Operationen von mit Telematik ausgestatteten Fahrzeugen zu schaffen, um den unnötigen Verbrauch von Netzressourcen zu verringern.

KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch ein Medium mit den Merkmalen des Anspruchs 3.

Die Erfindung schafft ein System und ein Verfahren zum Bereitstellen einer Funktionalität zur drahtlosen Konfiguration für ein mit Telematik ausgestattetes Fahrzeug durch Mobilfunkanbieter und TPSs. Die Telematikeinheit eines mit Telematik ausgestatteten Fahrzeugs kann Ortsaktualisierungen über ein Netz zu einem MSC (Mobilvermittlungszentrum) auf dem Netz (das ein 2G-GSM/3G-WCDMA-Netz sein kann) senden und das MSC kann in Abhängigkeit davon, ob eine vorbestimmte Bedingung oder ein vorbestimmter Auslöser aufgetreten ist, die Ortsaktualisierungen anhalten oder sie verarbeiten. In einer Implementierung können Ortsaktualisierungen, die von einer Telematikeinheit gesendet werden, angehalten werden, bis das MSC feststellt, dass Mobilfunkdienstinformationen (wie z. B. SIM, MSISDN, IMSI oder lokale Zugangsnummer) in eine HLR im Netz programmiert wurden. Die vorbestimmte Bedingung kann auch sein, dass der TSP bestimmt oder angibt, dass die Telematikeinheit bereit ist, mit Mobilfunkdienstinformationen versehen zu werden.

Nachdem durch das MSC festgestellt ist, dass die Bedingung erfüllt wurde, kann der Mobilfunkanbieter eine OTA-Konfigurationssitzung mit der Telematikeinheit einleiten, um die Telematikeinheit mit Mobilfunkdienstinformationen zu versehen oder sie mit Software- oder Firmwareaktualisierungen zu versehen. Der Mobilfunkanbieter kann ferner feststellen, ob die OTA-Konfigurationssitzung vollendet wurde.

In einer anderen Implementierung der beschriebenen Prinzipien kann eine Steuerung über das Senden von Ortsaktualisierungen und die OTA-Konfiguration an der Telematikeinheit implementiert werden, wie z. B. durch Befehle oder Anweisungen, die vom TSP zur Telematikeinheit gesendet werden. Der TSP kann die Telematikeinheit anweisen, keine Ortsaktualisierungen bis zum Auftreten von bestimmten Bedingungen oder Auslösern, wie z. B. eine Menge an Zeit, die abläuft, das Empfangen einer Eingabe, die angibt, dass Ortsaktualisierungen gesendet werden sollten, und die Detektion einer Noffallsituation, zu senden. Nachdem die Bedingung aufgetreten ist, kann der TSP eine OTA-Konfigurationssitzung mit der Telematikeinheit über ein Netz einleiten, um die Telematikeinheit mit Mobilfunkdienstinformationen zu versehen oder um die Telematikeinheit mit Software- oder Firmwareaktualisierungen zu versehen. Der TSP kann ferner feststellen, ob die OTA-Konfigurationssitzung vollendet wurde.

In noch einer weiteren Implementierung der beschriebenen Prinzipien können die hier beschriebenen Prozesse als Befehle auf einem körperlichen, nichtflüchtigen computerlesbaren Medium an der Telematikeinheit gespeichert werden, einschließlich beispielsweise Befehlen zum Steuern des Sendens von Ortsaktualisierungen und Durchführen von OTA-Konfigurationssitzungen.

Weitere Aufgaben und Vorteile der Erfindung werden beim Lesen der folgenden ausführlichen Beschreibung und bei der Bezugnahme auf die Zeichnungen ersichtlich.

KURZBESCHREIBUNG DER VERSCHIEDENEN ANSICHTEN DER ZEICHNUNGEN

1 ist ein schematisches Diagramm einer Betriebsumgebung für ein mobiles Fahrzeugkommunikationssystem, das in Implementierungen der beschriebenen Prinzipien verwendbar ist;

2 ist ein Diagramm, das herkömmliche Kommunikationen zwischen einem Fahrzeug und Mobilvermittlungszentren in einem Mobilfunknetz gemäß der durch 1 dargestellten Betriebsumgebung darstellt;

3 ist ein Ablaufplan, der einen Prozess für die OTA-Konfiguration gemäß einer Implementierung der beschriebenen Prinzipien darstellt; und

4 ist ein Ablaufplan, der einen weiteren Prozess für die OTA-Konfiguration gemäß einer Implementierung der beschriebenen Prinzipien darstellt.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Vor der Erörterung der Details der Erfindung und der Umgebung, in der die Erfindung verwendet werden kann, wird ein kurzer Überblick gegeben, um den Leser zu führen. In allgemeinen Worten, nicht mit der Absicht, die Ansprüche zu begrenzen, ist die Erfindung auf ein System und ein Verfahren zum Schaffen einer drahtlosen Konfiguration für ein mit Telematik ausgestattetes Fahrzeug durch Mobilfunkanbieter und TSPs gerichtet. In Bezug auf mit Telematik ausgestattete Fahrzeuge, die nicht mit Mobilfunkinformationen vorgeladen sind, kann der TSP eine OTA-Konfigurationssitzung mit einem Fahrzeug initialisieren, so dass es für einen Mobilfunkdienst ausgestattet wird, und der TSP kann ferner die Mobilfunkdienstinformationen, die für das Fahrzeug vorgesehen werden, zu einem Mobilfunkanbieter für die Speicherung im Netz des Mobilfunkanbieters (z. B. in einer HLR) liefern.

Ungeachtet dessen, ob ein mit Telematik ausgestattetes Fahrzeug für einen Mobilfunkdienst vorgesehen wurde oder nicht, können der TSP und der Mobilfunkanbieter eine unerwünschte Ortsaktualisierung vom Fahrzeug beispielsweise durch Festlegen von bestimmten Auslösern oder Bedingungen an der Telematikeinheit, bevor Ortsaktualisierungen verarbeitet werden, die von der Telematikeinheit geliefert werden, steuern. Diese Auslöser oder Bedingungen können auch in die Telematikeinheit programmiert werden, ob durch eine OTA-Konfigurationssitzung oder während der Herstellung vorgeladen. Die Telematikeinheit sendet Ortsaktualisierungen, um sich bei einem MSC, das dem Ort der Telematikeinheit entspricht, zu ”registrieren” oder diesem ”anzuschließen”.

In einigen Implementierungen kann sich die OTA-Konfigurationssitzung auf das Einrichten der Telematikeinheit für einen Mobilfunkdienst beziehen und kann beinhalten, dass der Mobilfunkanbieter oder TSP Informationen zu der und von der Telematikeinheit sendet und empfängt, so dass ein Benutzer die Telematikeinheit für Telematikdienste über das Netz verwenden kann. In anderen Implementierungen kann sich die OTA-Konfigurationssitzung auf die Aktualisierung von Software oder Firmware in der Telematikeinheit beziehen und dem Benutzer der Telematikeinheit kann ferner die Option gegeben sein, nicht kritische Aktualisierungen abzulehnen.

In Anbetracht dieses Überblicks wird nachstehend eine beispielhafte Umgebung, in der die Erfindung arbeiten kann, beschrieben. Es ist zu erkennen, dass die beschriebene Umgebung ein Beispiel ist und keine Begrenzung hinsichtlich der Verwendung von anderen Umgebungen zur Ausführung der Erfindung impliziert. Mit Bezug auf 1 ist ein Beispiel eines Kommunikationssystems 100 gezeigt, das beim vorliegenden Verfahren und System verwendet werden kann, und im Allgemeinen ein Fahrzeug 102, ein Mobilfunkanbietersystem 104 und ein Festnetz 106 und ein Callcenter 108 umfasst. Es sollte erkannt werden, dass die gesamte Architektur, Einrichtung und Operation sowie die individuellen Komponenten eines Systems wie z. B. des hier gezeigten im Allgemeinen auf dem Fachgebiet bekannt sind. Folglich schaffen die folgenden Absätze einfach einen kurzen Überblick über ein solches beispielhaftes Informationssystem 100; andere Systeme, die hier nicht gezeigt sind, könnten jedoch das vorliegende Verfahren ebenso verwenden.

Das Fahrzeug 102 ist vorzugsweise ein mobiles Fahrzeug wie z. B. ein Motorrad, ein Auto, ein Lastwagen, ein Wohnmobil (RV), ein Boot, ein Flugzeug usw. und ist mit geeigneter Hardware und Software ausgestattet, die ermöglicht, dass es über das System 100 kommuniziert. Einiges der Fahrzeughardware 110 ist in 1 allgemein gezeigt, einschließlich einer Telematikeinheit 114, eines Mikrophons 116, eines Lautsprechers 118 und Tasten und/oder Bedienelementen 120, die mit der Telematikeinheit 114 verbunden sind. Eine Netzverbindung oder ein Fahrzeugbus 122 ist wirksam mit der Telematikeinheit 114 gekoppelt. Beispiele von geeigneten Netzverbindungen umfassen ein Controllerbereichsnetz (CAN), eine medienorientierte Systemübertragung (MOST), ein lokales Verbindungsnetz (LIN), ein Ethernet und andere geeignete Verbindungen wie z. B. jene, die bekannten ISO-, SAE- und IEEE-Standards und -Spezifikationen entsprechen, um einige zu nennen.

Die Telematikeinheit 114 ist eine Bordvorrichtung, die eine Vielfalt von Diensten durch ihre Kommunikation mit dem Callcenter 108 bereitstellt, und umfasst im Allgemeinen eine elektronische Verarbeitungsvorrichtung 128, einen oder mehrere Typen eines elektronischen Speichers 130, einen Mobilfunkchipsatz/eine Mobilfunkkomponente 124, ein drahtloses Modem 126, eine Doppelantenne 160 und eine Navigationseinheit, die einen GPS-Chipsatz/eine GPS-Komponente 132 enthält. In einem Beispiel besteht das drahtlose Modem 126 aus einem Computerprogramm und/oder einem Satz von Softwareroutinen, die innerhalb der Verarbeitungsvorrichtung 128 ausgeführt werden. Der Mobilfunkchipsatz/die Mobilfunkkomponente 124 und das drahtlose Modem 126 können Netzzugangsvorrichtung (NAD) der Telematikeinheit 114 genannt werden.

Die Telematikeinheit 114 stellt zu viele Dienste bereit, um sie alle aufzulisten, aber einige Beispiele umfassen: Turn-by-Turn-Anweisungen und andere auf Navigation bezogene Dienste, die in Verbindung mit dem Chipsatz/der Komponente 132 auf GPS-Basis bereitgestellt werden; Luftsackentfaltungsbenachrichtigung und andere auf einen Notfall oder auf Pannenhilfe bezogene Dienste, die in Verbindung mit verschiedenen Unfall- und/oder Kollisionssensor-Schnittstellenmodulen 156 und Sensoren 158, die im ganzen Fahrzeug angeordnet sind, bereitgestellt werden.

Auf Infotainment bezogene Dienste, bei denen Musik, Webseiten, Filme, Fernsehprogramme, Videospiele und/oder anderer Inhalt durch ein Infotainmentcenter 136 heruntergeladen werden, das mit der Telematikeinheit 114 über einen Fahrzeugbus 122 und Audiobus 112 wirksam verbunden ist. In einem Beispiel wird heruntergeladener Inhalt für die momentane oder spätere Wiedergabe gespeichert.

Wiederum sind die vorstehend aufgelisteten Dienste keineswegs eine erschöpfende Liste aller Fähigkeiten der Telematikeinheit 114, wie vom Fachmann auf dem Gebiet erkannt werden sollte, sondern sind einfach eine Darstellung von einigen der Dienste, die die Telematikeinheit 114 anbieten kann. Es wird erwartet, dass die Telematikeinheit 114 eine Anzahl von bekannten Komponenten zusätzlich zu den vorstehend aufgelisteten umfasst.

Fahrzeugkommunikationen verwenden vorzugsweise Funkübertragungen, um einen Sprachkanal mit dem Mobilfunkanbietersystem 104 aufzubauen, so dass sowohl Sprach- als auch Datenübertragungen über den Sprachkanal gesendet und empfangen werden können. Fahrzeugkommunikationen werden über den Mobilfunkchipsatz/die Mobilfunkkomponente 124 für Sprachkommunikationen und ein drahtloses Modem 126 für die Datenübertragung ermöglicht.

Um eine erfolgreiche Datenübertragung über den Sprachkanal zu ermöglichen, wendet das drahtlose Modem 126 einen gewissen Typ von Codierung oder Modulation an, um die digitalen Daten umzusetzen, so dass es über einen Vocoder oder Sprachcodec, der in den Mobilfunkchipsatz/die Mobilfunkkomponente 124 eingebaut ist, kommunizieren kann. Irgendeine geeignete Codierungs- oder Modulationstechnik, die eine annehmbare Datenrate und einen annehmbaren Bitfehler bereitstellt, kann beim vorliegenden Verfahren verwendet werden. Die Doppelmodusantenne 160 bedient den GPS-Chipsatz/die GPS-Komponente und den Mobilfunkchipsatz/die Mobilfunkkomponente.

Das Mikrophon 116 versieht den Fahrer oder einen anderen Fahrzeuginsassen mit einem Mittel zum Eingeben von verbalen oder anderen akustischen Befehlen und kann mit einer eingebetteten Sprachverarbeitungseinheit unter Verwendung einer Mensch/Maschine-Schnittstellen-Technologie (HMI-Technologie), die auf dem Fachgebiet bekannt ist, ausgestattet sein. Dagegen schafft der Lautsprecher 118 eine verbale Ausgabe für die Fahrzeuginsassen und kann entweder ein eigenständiger Lautsprecher sein, der spezifisch für die Verwendung mit der Telematikeinheit 114 zweckgebunden ist, oder kann ein Teil einer Fahrzeugaudiokomponente 154 sein. In beiden Fällen ermöglichen das Mikrophon 116 und der Lautsprecher 118, dass die Fahrzeughardware 110 und das Callcenter 108 mit den Insassen durch die hörbare Sprache kommunizieren.

Die Fahrzeughardware umfasst auch eine oder mehrere Tasten oder Bedienelemente 120 zum Ermöglichen, dass ein Fahrzeuginsasse eine oder mehrere der Fahrzeughardwarekomponenten 110 aktiviert oder einschaltet. Eine der Tasten 120 kann beispielsweise eine elektronische Drucktaste sein, die verwendet wird, um eine Sprachkommunikation mit dem Callcenter 108 (ob es sich um einen lebendigen Berater 148 oder um ein automatisches Anrufbeantwortungssystem handelt) einzuleiten. In einem Beispiel kann eine der Tasten 120 verwendet werden, um Notdienste einzuleiten.

Die Audiokomponente 154 ist mit dem Fahrzeugbus 122 und dem Audiobus 112 wirksam verbunden. Die Audiokomponente 154 empfängt analoge Informationen, die sie als Schall wiedergibt, über den Audiobus 112. Digitale Informationen werden über den Fahrzeugbus 122 empfangen. Die Audiokomponente 154 sieht AM- und FM-Radio-, CD-, DVD-, und Multimediafunktionalität unabhängig vom Infotainmentcenter 136 vor. Die Audiokomponente 154 kann ein Lautsprechersystem enthalten oder kann den Lautsprecher 118 über Zuteilung auf dem Fahrzeugbus 122 und/oder Audiobus 112 verwenden.

Die Fahrzeugunfall- und/oder Fahrzeugkollisionsdetektionssensor-Schnittstelle 156 ist mit dem Fahrzeugbus 122 wirksam verbunden. Die Unfallsensoren 158 liefern Informationen zur Telematikeinheit 114 über die Unfall- und/oder Kollisionsdetektionssensor-Schnittstelle 156 hinsichtlich der Schwere einer Fahrzeugkollision wie z. B. den Aufprallwinkel und die Menge an erlittener Kraft.

Fahrzeugsensoren 162, die mit verschiedenen Sensorschnittstellenmodulen 134 verbunden sind, sind mit dem Fahrzeugbus 122 wirksam verbunden. Beispielfahrzeugsensoren umfassen Gyroskope, Beschleunigungsmesser, Magnetometer, Emissionsdetektions- und/oder Emissionskontrollsensoren und dergleichen, ohne jedoch darauf begrenzt zu sein. Beispiel-Sensorschnittstellenmodule 134 umfassen eine Antriebsstrangsteuerung, eine Klimaregelung und eine Karosseriesteuerung, um nur einige zu nennen.

Das Mobilfunkanbietersystem 104 ist vorzugsweise ein Mobiltelefonsystem oder irgendein anderes geeignetes drahtloses System, das Signale zwischen der Fahrzeughardware 110 und dem Festnetz 106 überträgt. Gemäß einem Beispiel umfasst das Mobilfunkanbietersystem 104 einen oder mehrere Mobilfunkmasten 138, Basisstationen und/oder Mobilvermittlungszentren (MSCs) 140 sowie beliebige andere Vernetzungskomponenten, die erforderlich sind, um das drahtlose System 104 mit dem Festnetz 106 zu verbinden. Eine Komponente im Mobilvermittlungszentrum kann einen entfernten Datenserver umfassen.

Wie vom Fachmann auf dem Gebiet erkannt wird, sind verschiedene Mobilfunkmast/Basisstation/MSC-Anordnungen möglich und könnten bei dem drahtlosen System 104 (hier auch als ”Mobilfunknetz” bezeichnet) verwendet werden. Eine Basisstation und ein Mobilfunkmast könnten beispielsweise gemeinsam am gleichen Ort angeordnet sein oder sie könnten entfernt angeordnet sein und eine einzelne Basisstation könnte mit verschiedenen Mobilfunkmasten gekoppelt sein oder verschiedene Basisstationen könnten mit einem einzelnen MSC gekoppelt sein, um nur einige der möglichen Anordnungen zu nennen. Vorzugsweise ist ein Sprachcodec oder Vocoder in eine oder mehrere der Basisstationen eingebaut, aber in Abhängigkeit von der speziellen Architektur des drahtlosen Netzes könnte er in ein Mobilvermittlungszentrum oder gewisse andere Netzkomponenten ebenso eingebaut sein.

Das Festnetz 106 kann ein herkömmliches Telekommunikationsnetz auf Landbasis sein, das mit einem oder mehreren Festnetztelefonen verbunden ist und das Mobilfunkanbieternetz 104 mit dem Callcenter 108 verbindet. Das Festnetz 106 kann beispielsweise ein öffentliches Fernsprechwählnetz (PSTN) und/oder ein Internetprotokoll-Netz (IP-Netz) umfassen, wie vom Fachmann auf dem Gebiet erkannt wird. Ein oder mehrere Segmente des Festnetzes 106 können natürlich in Form eines verdrahteten Standardnetzes, eines Faser- oder anderen optischen Netzes, eines Kabelnetzes, anderer drahtloser Netze implementiert werden, wie z. B. drahtlose lokale Netze (WLANs) oder Netze, die einen drahtlosen Breitbandzugriff (BWA) schaffen, oder irgendeine Kombination davon.

Das Callcenter (OCC) 108 ist dazu ausgelegt, die Fahrzeughardware 110 mit einer Anzahl von verschiedenen nachgeschalteten Systemfunktionen zu versehen, und umfasst gemäß dem hier gezeigten Beispiel im Allgemeinen einen oder mehrere Verteiler 142, Server 144, Datenbanken 146, lebendige Berater 148 sowie eine Vielfalt von anderer Telekommunikations- und Computerausrüstung 150, die dem Fachmann auf dem Gebiet bekannt ist. Diese verschiedenen Callcenter-Komponenten sind vorzugsweise über eine Netzverbindung oder einen Bus 152 wie z. B. den vorher in Verbindung mit der Fahrzeughardware 110 beschriebenen miteinander gekoppelt. Der Verteiler 142, der ein Nebenstellenanlagen-Verteiler (PBX-Verteiler) sein kann, leitet eingehende Signale so, dass Sprachübertragungen gewöhnlich zu entweder dem lebendigen Berater 148 oder einem automatischen Antwortsystem gesendet werden, und Datenübertragungen zu einem Modem oder einem anderen Teil der Ausrüstung 150 für die Demodulation und weitere Signalverarbeitung weitergeleitet werden.

Das Modem 150 umfasst vorzugsweise einen Codierer, wie vorher erläutert, und kann mit verschiedenen Vorrichtungen wie z. B. einem Server 144 und einer Datenbank 146 verbunden sein. Die Datenbank 146 könnte beispielsweise dazu ausgelegt sein, Teilnehmerprofildatensätze, Teilnehmerverhaltensmuster oder irgendwelche anderen sachdienlichen Teilnehmerinformationen zu speichern. Obwohl das dargestellte Beispiel beschrieben wurde, als ob es in Verbindung mit einem bemannten Callcenter 108 verwendet werden würde, ist zu erkennen, dass das Callcenter 108 eine beliebige zentrale oder entfernte Einrichtung, bemannt oder unbemannt, mobil oder feststehend sein kann, mit der es erwünscht ist, Sprache und Daten auszutauschen.

Mit weiterem Bezug auf die Architektur von 1 und mit spezieller Zuwendung zu 2 ist ein Diagramm 200 dargestellt, das ein Beispiel einer Ortsaktualisierung zeigt, die durch ein mit Telematik ausgestattetes Fahrzeug 240 durchgeführt wird. In einer Implementierung ist das drahtlose Netz ein 2G-GSM/3G-WCDMA-(globales 2G-System für Mobilkommunikationen/3G-Breitband-Codemultiplex-Vielfachzugriff) Netz und die Telematikeinheit des Fahrzeugs 240 wurde bereits mit Mobilfunkdienstinformationen versehen. Die IMSI- oder SIM-Informationen und die MSISDN oder lokale Zugangsnummer, die dem Fahrzeug zugeordnet sind, sind in einer HLR 212 gespeichert, die mit einem ersten MSC 210 verbunden ist, dem das Fahrzeug zugewiesen ist.

Wenn das Fahrzeug 240 in den Bereich 201 einfährt, der von einem zweiten MSC 220 bedient wird, aktualisiert das Fahrzeug 240 seinen Ort 204 bei der VLR (Besucherdatei) 221, die mit dem zweiten MSC 220 verbunden ist, und das zweite MSC 220 aktualisiert die HLR 212 am ersten MSC 210 mit dem neuen Fahrzeugort. Wenn das Fahrzeug 240 zum Bereich 202 fährt 203, der von einem dritten MSC 230 bedient wird, aktualisiert das Fahrzeug 240 ebenso die VLR 231, die mit dem dritten MSC 230 verbunden ist, das ferner die ersten zwei MSCs 210, 220 hinsichtlich des neuen Orts des Fahrzeugs aktualisieren kann.

In einer anderen Implementierung kann die Fahrzeugtelematikeinheit noch nicht mit Mobilfunkdienstinformationen versehen sein und das Fahrzeug 240 kann Ortsaktualisierungen auf der Basis einer Gerätekennung – wie z. B. einer Mobilgerätekennung (MEID), einer elektronischen Seriennummer (ESN), einer internationalen Mobilgerätekennung (IMEI), einer Kennung einer integrierten Schaltungskarte (ICCID) oder anderer Typen von Gerätekennungen – und einer allgemeinen MIN (Mobil-ID-Nummer), MDN (Mobilverzeichnisnummer), Ortsbereichsnummer, MSISDN oder IMSI, die inaktiven oder deaktivierten Telematikeinheiten zugeordnet sind, senden.

Es kann unerwünscht sein, Ortsaktualisierungen von Telematikeinheiten zu verarbeiten, die nicht mit Mobilfunkdienstinformationen versehen wurden, bis die Telematikeinheit versehen werden soll. Wenn beispielsweise ein Kunde ein mit Telematik ausgestattetes Fahrzeug erwirbt und nicht sofort einen eine Teilnahme erfordernden Mobilfunkdienst erwirbt, sind alle Ortsaktualisierungen, die durch das erworbene Fahrzeug gesendet werden, unnötig, da der TSP und der Mobilfunkanbieter den Ort des Fahrzeugs nicht kennen müssen, bis der TSP oder Mobilfunkanbieter das Fahrzeug damit versehen muss (z. B. wenn der Kunde bestimmte TSP-Dienste erwirbt).

Diese unnötigen Ortsaktualisierungen verschwenden Netzressourcen und können durch Implementieren einer Steuerung über die Ortsaktualisierungsverarbeitung am MSC durch Anhalten von unerwünschten Ortsaktualisierungsmeldungen von Fahrzeugen, die noch nicht ausgestattet wurden, vermieden werden. Alternativ kann die Telematikeinheit des Fahrzeugs auch derart programmiert werden, dass sie das Aussenden von Ortsaktualisierungen erst beginnt, wenn es erforderlich ist (z. B. wenn sie eine Eingabe empfängt, die angibt, dass sie ausgestattet wird).

Es ist zu erkennen, dass der TSP und der Mobilfunkanbieter über den ganzen Lebenszyklus einer SIM-Teilnahme steuern können, wie und wann die Ortsaktualisierung angehalten werden soll, ob durch die MSCs oder durch die Telematikeinheit, und dass sie in einer Vielfalt von Weisen gesteuert werden kann. Der TSP sendet beispielsweise einen Befehl zu einer Telematikeinheit, um die Telematikeinheit anzuweisen, keine Ortsaktualisierungen für eine festgelegte Zeitdauer zu senden (z. B. bis eine bestimmte Menge an Zeit abläuft), oder beim Auftreten eines anderen Auslösers oder einer anderen Bedingung (z. B. Detektion eines Notfallereignisses wie z. B. eines Unfalls oder Diebstahls oder Empfang einer Eingabe, die sie anweist, das Senden von Ortsaktualisierungen wieder aufzunehmen).

Mit weiterem Bezug auf die Architektur von 1 und 2 und mit speziellerer Zuwendung zu 3 ist ein Prozess 300 dargestellt, der einen Prozess zu Einleiten einer OTA-Konfiguration für ein mit Telematik ausgestattetes Fahrzeug darstellt, um es mit Mobilfunkdienstinformationen zu versehen. Die Verarbeitung von Ortsaktualisierungen kann zuerst von einem anfänglichen Flag abhängen, das vom Mobilfunkanbieter oder TSP an den MSCs oder Telematikeinheiten gesetzt wird. Ein Flag-Wert kann beispielsweise bis zum Auftreten eines vorbestimmten Auslösers 301 auf ”falsch” gesetzt werden, und bis dieser Auslöser 301 auftritt, findet keine Ortsaktualisierungsverarbeitung für ein spezielles Fahrzeug statt.

Der Auslöser kann beispielsweise sein, dass der TSP den Mobilfunkanbieter informiert, dass das spezielle Fahrzeug bereit ist, ausgestattet zu werden, oder kann die Zuweisung von bestimmten Mobilfunkinformationen zum Fahrzeug sein (wie z. B. einer IMSI oder eines SIM und einer MSISDN oder lokalen Zugangsnummer). In einer Implementierung kann eine Ortsaktualisierung, selbst wenn ein Auslöser auftritt, nicht verarbeitet werden, bis ein Profil, das dem Fahrzeug entspricht, in eine HLR im Mobilfunkanbieternetz (z. B. ein SIM-Profil) programmiert wird. Wenn der Mobilfunkanbieter oder TSP durch die Telematikeinheit oder MSCs bestimmt, dass kein SIM-Profil in der HLR vorhanden ist 303, kann der Mobilfunkanbieter oder TSP die Ortsaktualisierung verbieten und kann verbieten, dass die OTA-Konfiguration eingeleitet wird. Nachdem der Mobilfunkanbieter oder TSP feststellt, dass das SIM-Profil in die HLR 303 programmiert wurde, kann dann zugelassen werden, dass die Ortsaktualisierung und Einleitung der OTA-Konfiguration ablaufen.

Nach dem Auftreten eines Auslösers kann der TSP oder der Mobilfunkanbieter die OTA-Konfiguration (d. h. eine drahtlose Programmiersitzung) einleiten, um das Fahrzeug mit Mobilfunkdienstinformationen zu versehen und die Telematikeinheit zu konfigurieren, um einem Benutzer zu ermöglichen, auf TSP-Dienste über das Mobilfunknetz zuzugreifen. Es ist zu erkennen, dass die Einleitung der OTA-Konfiguration das Verarbeiten einer Ortsaktualisierung beinhalten kann, um den Ort des Fahrzeugs im Netz zu bestimmen. Dann kann der TSP oder der Mobilfunkanbieter oder beide Bereitstellungsinformationen zum Fahrzeug senden und prüfen 307, ob das Fahrzeug erfolgreich ausgestattet wurde.

In einer Implementierung kann der TSP oder der Mobilfunkanbieter beispielsweise einen Testbefehl zur Telematikeinheit senden, der ihr befiehlt, eine Ortsaktualisierung durchzuführen, um zu prüfen, ob sie korrekt konfiguriert wurde. Wenn die Ausstattung nicht erfolgreich vollendet wurde 307, kann der TSP oder Mobilfunkanbieter weiterhin versuchen, sie zu vollenden. Bei der Feststellung, dass die Ausstattung vollendet ist 307, kann die Telematikeinheit eine Meldung 309 für den Benutzer anzeigen oder wiedergeben, die die Vollendung der OTA angibt, und kann ferner die MSISDN oder lokale Zugangsnummer angeben, die der Telematik zugewiesen ist.

In einer weiteren Implementierung kann, wenn der TSP die Mobilfunkdienstinformationen festgelegt hat, die der Telematikeinheit zugewiesen werden sollen, die Telematikeinheit oder der Mobilfunkanbieter (oder beide) ferner eine Bestätigung der Mobilfunkdienstinformationen, die tatsächlich der Telematikeinheit zugewiesen wurden, die die MSISDN oder lokale Zugangsnummer umfassen können, zum TSP senden 311. In noch einer anderen weiteren Implementierung kann, wenn der Mobilfunkanbieter die Mobilfunkdienstinformationen, die der Telematikeinheit zugewiesen werden sollen, festgelegt hat, die Telematikeinheit oder der Mobilfunkanbieter (oder beide) ferner eine Aktualisierung zum TSP senden, die den TSP über die Mobilfunkdienstinformationen informiert, die der Telematikeinheit zugewiesen wurden 311. Nachdem der TSP eine Bestätigung oder Aktualisierung von der Telematikeinheit oder vom Mobilfunkanbieter (oder beiden) empfangen hat, kann der TSP ferner versuchen, mit der Telematikeinheit unter Verwendung der zum TSP gelieferten Mobilfunkdienstinformationen zu verbinden, um sicherzustellen, dass die Telematikeinheit korrekt ausgestattet wurde. Es ist zu erkennen, dass die Telematikeinheit an irgendeinem Ort im Netz ausgestattet werden kann, ungeachtet dessen, welcher HLR des MSC die IMSI und MSISDN der Telematikeinheit zugewiesen sind.

Mit weiterem Bezug auf die Architektur von 1 und den Prozess von 2 und mit speziellerer Zuwendung zu 4 ist ein Prozess 400 dargestellt, der einen weiteren Prozess zum Einleiten einer OTA-Konfiguration für ein mit Telematik ausgestattetes Fahrzeug in anderen Anwendungen darstellt, wie z. B. Vorsehen von Software- und Firmwareaktualisierungen und Versehen von Benutzern mit einer Option, eine zusätzliche Funktionalität herunterzuladen und zu installieren. In einer Implementierung kann beispielsweise ein TSP, ein Mobilfunkanbieter oder eine Telematikeinheit auf der Basis der Entwicklung einer neuen Software- oder Firmwareversion eines Programms in der Telematikeinheit feststellen, dass ein Auslöser aufgetreten ist 401. In einem anderen Beispiel könnte der Auslöser 401 auf eine Menge an Zeit gesetzt sein, die abgelaufen ist, seitdem die Software oder Firmware in der Telematikeinheit zuletzt aktualisiert wurde (z. B. könnte die Telematikeinheit einmal im Jahr auf die neueste Version aktualisieren).

Nach der Feststellung, dass der Auslöser oder die Bedingung erfüllt wurde, leitet der TSP, der Mobilfunkanbieter oder die Telematikeinheit die OTA-Konfiguration 403 durch Aufbauen einer Verbindung zwischen der Telematikeinheit und dem TSP oder zwischen der Telematikeinheit und dem Mobilfunkanbieter über das drahtlose Netz ein und die Telematikeinheit kann Software- oder Firmwareaktualisierungen drahtlos empfangen. In einer Implementierung kann die Aktualisierung ein optionales Merkmal sein und der Benutzer der Telematikeinheit kann wählen, die OTA-Konfigurationssitzung abzulehnen oder zu bewilligen 405. Wenn sie bewilligt wird, kann der TSP oder der Mobilfunkanbieter feststellen, ob der Download oder die Aktualisierung erfolgreich war 407. Die Telematikeinheit kann beispielsweise eine Prüfung oder Hash-Funktion an den empfangenen Daten durchführen und sie zum TSP oder Mobilfunkanbieter zurück übertragen, um auf Vollständigkeit zu prüfen.

Wenn der TSP oder Mobilfunkanbieter bestätigt hat, dass der Download oder die Aktualisierung vollständig ist, kann die Telematikeinheit eine Meldung 409 für den Benutzer anzeigen oder wiedergeben, die die Vollendung der OTA angibt. In einer weiteren Implementierung kann die OTA-Konfigurationssitzung einfach eine Anwendung heruntergeladen haben, die ausgeführt oder installiert werden muss, und die Telematikeinheit kann eine Meldung 409 anzeigen, die die Bewilligung vom Benutzer anfordert, um die Anwendung auszuführen oder zu installieren, oder kann einfach für den Benutzer angeben, dass die Anwendung ausgeführt oder installiert wird.

Für den Fachmann auf dem Gebiet ist zu erkennen, dass die Ausführung der verschiedenen durch Maschinen implementierten Prozesse und Schritte, die hier beschrieben sind, über die computerisierte Ausführung von computerausführbaren Befehlen stattfinden kann, die auf einem körperlichen computerlesbaren Medium gespeichert sind, wie z. B. RAM, ROM, PROM, flüchtig, nichtflüchtig oder eines anderen elektronischen Speichermechanismus. Folglich können die von der Telematikeinheit durchgeführten Operationen beispielsweise gemäß gespeicherten Befehlen oder Anwendungen ausgeführt werden, die in der Telematikeinheit gespeichert sind, und Operationen, die an den MSCs durchgeführt werden, können gemäß gespeicherten Befehlen und Anwendungen ausgeführt werden, die an den MSCs installiert sind. Ferner ist zu erkennen, dass Kommunikationen zwischen der Telematikeinheit und dem TSP, die hier angeführt sind, durch das TSP-Callcenter ausgeführt werden können, und Kommunikationen zwischen der Telematikeinheit und dem Mobilfunkanbieter durch Komponenten des Netzes des Mobilfunkanbieters ausgeführt werden.

Es ist zu erkennen, dass das beschriebene System und Verfahren die Ausstattung einer Telematikeinheit in einem mit Telematik ausgestatteten Fahrzeug mit Mobilfunkdienstinformationen ohne Vorladen der Mobilfunkdienstinformationen während der Herstellung des Fahrzeugs oder der Telematikeinheit ermöglichen. Es ist jedoch auch zu erkennen, dass die vorangehenden Verfahren und Implementierungen lediglich Beispiele der Erfindungsprinzipien sind und dass diese nur bevorzugte Techniken darstellen.