Title:
Beleuchtungsvorrichtung und Scheinwerfer
Kind Code:
A1
Abstract:

Die Anmeldung betrifft eine Beleuchtungsvorrichtung, mit einem Gehäuse, einer flächigen Anordnung von Leuchtmitteln, die in dem Gehäuse angeordnet sind, und einer Platteneinrichtung, die an dem Gehäuse aufgenommen ist, wobei mit der Platteneinrichtung eine Gehäuserückwand gebildet ist, die Platteneinrichtung eine Leiterplatte aufweist, auf der eine den Leuchtmitteln zugeordnete elektrische Beschaltung angeordnet ist, und die Platteneinrichtung für eine passive Kühlung eine Kühlkörpereinrichtung aufweist, der mit Stiftkühlelementen gebildet ist. Weiterhin betrifft die Anmeldung einen Scheinwerfer. (1)



Inventors:
Yellin, David (10439, Berlin, DE)
Polaczek, Ralf (10439, Berlin, DE)
Application Number:
DE102012104779A
Publication Date:
12/05/2013
Filing Date:
06/01/2012
Assignee:
Sumolight GmbH, 10439 (DE)
International Classes:
Attorney, Agent or Firm:
BOEHMERT & BOEHMERT, 28209, Bremen, DE
Claims:
1. Beleuchtungsvorrichtung, mit
– einem Gehäuse,
– einer flächigen Anordnung von Leuchtmitteln, die in dem Gehäuse angeordnet sind, und
– einer Platteneinrichtung, die an dem Gehäuse aufgenommen ist, wobei
– mit der Platteneinrichtung eine Gehäuserückwand gebildet ist,
– die Platteneinrichtung eine Leiterplatte aufweist, auf der eine den Leuchtmitteln zugeordnete elektrische Beschaltung angeordnet ist, und
– die Platteneinrichtung für eine passive Kühlung eine Kühlkörpereinrichtung aufweist, der mit Stiftkühlelementen gebildet ist.

2. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtmittel jeweils als LED-Leuchte ausgeführt sind.

3. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlkörpereinrichtung eine Basisplatte aufweist, an der die Stiftkühlelemente rückseitig angeordnet sind.

4. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Basisplatte getrennt von der Leiterplatte gebildet und in der Platteneinrichtung zur Leiterplatte rückseitig angeordnet ist.

5. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte die Basisplatte bildet.

6. Beleuchtungsvorrichtung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stiftkühlelemente wenigstens einer der folgenden Bauformen entsprechend ausgeführt sind: geklebte Stiftelemente, geschweißte Stiftelemente, gelötete Stiftelemente und eingepresste Stiftelemente.

7. Beleuchtungsvorrichtung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte einen Kühlkern aus Metall aufweist.

8. Beleuchtungsvorrichtung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine aktive Kühleinrichtung, die geeignet ist, einen erzwungenen Fluidstrom durch die Stiftkühlelemente zu bewirken.

9. Beleuchtungsvorrichtung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung von Leuchtmitteln konfiguriert ist, Licht mit einem Farbwiedergabeindex von wenigstens etwa 90, bevorzugt von wenigstens etwa 95 abzugeben.

10. Beleuchtungsvorrichtung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anordnung von Leuchtmitteln eine Dimmeinrichtung zugeordnet ist, mit der die Leuchtmittel analog dimmbar sind.

11. Beleuchtungsvorrichtung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anordnung von Leuchtmitteln eine Temperaturmesseinrichtung zugeordnet ist, mit der eine Betriebstemperatur der Leuchtmittel erfasst wird.

12. Beleuchtungsvorrichtung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Gehäuseabschnitte, die benachbart zu den Stiftkühlelementen angeordnet sind, Wärmeabführöffnungen aufweisen.

13. Beleuchtungsvorrichtung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse vorderseitig eine Funktionsrahmen angeordnet ist, der konfiguriert ist, ein oder mehrere Funktionseinrichtungen am Gehäuse haltend aufzunehmen.

14. Beleuchtungsvorrichtung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse eine Befestigungseinrichtung zum lösbaren Befestigen einer Softbox gebildet ist.

15. Beleuchtungsvorrichtung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse eine Schnellverschlusseinrichtung gebildet ist.

16. Scheinwerfer, insbesondere für eine Film- oder Fotoaufnahme, mit einer Beleuchtungsvorrichtung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungsvorrichtung sowie einen Scheinwerfer, insbesondere Scheinwerfer für eine Film- oder Fotoaufnahme.

Hintergrund

Beleuchtungseinrichtungen dienen regelmäßig zum Be- oder Ausleuchten von Gegenständen, Räumen oder dergleichen. Sie verfügen üblicherweise über ein Gehäuse und in dem Gehäuse aufgenommene Leuchtmittel, die beim Anlegen einer elektrischen Spannung Licht abgeben.

Eine besondere Form von Beleuchtungseinrichtungen sind Film- oder Fotoscheinwerfer, die als Beleuchtungseinrichtungen konfiguriert sind, Licht für Foto- oder Filmaufnahmen bereitzustellen. An derartige Scheinwerfer stellen sich regelmäßig besondere Anforderungen, um die für die Foto- oder Filmaufnahmen notwendigen Lichtbedingungen zu erfüllen. So muss einerseits das Licht eine ausreichende Lichtstärke aufweisen. Auch sollen die Scheinwerfer Langzeitaufnahmen ermöglichen. Bekannte Beleuchtungsvorrichtungen genügen den vielgestalteten Anforderungen in den unterschiedlichen Nutzungssituationen nur ungenügend.

Zusammenfassung der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Beleuchtungsvorrichtung anzugeben, die in unterschiedlichen Nutzungssituationen flexibel einsetzbar ist, insbesondere auch für mobile Anwendungen. Hierzu soll der mechanische und der elektrische Aufbau der Beleuchtungsvorrichtung optimiert werden. Die Beleuchtungsvorrichtung soll insbesondere für eine Nutzung bei Foto- und Filmaufnahmen geeignet sein.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Beleuchtungsvorrichtung nach dem unabhängigen Anspruch 1 gelöst. Weiterhin ist ein Scheinwerfer nach dem unabhängigen Anspruch 16 geschaffen. Bevorzugte Ausgestaltungen sind Gegenstand von abhängigen Unteransprüchen.

Es ist eine Beleuchtungsvorrichtung mit einem Gehäuse, einer flächigen Anordnung von Leuchtmitteln, die in dem Gehäuse angeordnet sind, und einer Platteneinrichtung geschaffen, die an dem Gehäuse aufgenommen ist. Mit der Platteneinrichtung ist eine Gehäuserückwand gebildet. Die Platteneinrichtung verfügt über eine Leiterplatte, auf der eine den Leuchtmitteln zugeordnete elektrische Beschaltung angeordnet ist. Des Weiteren weist die Platteneinrichtung für eine passive Kühlung eine Kühlkörpereinrichtung auf, die mit Stiftkühlelementen gebildet ist.

Des Weiteren ist ein Scheinwerfer, insbesondere für eine Film- oder Fotoaufnahme, mit einer solchen Beleuchtungsvorrichtung geschaffen.

Die Beleuchtungsvorrichtung verfügt über eine funktionsoptimierte Gehäuseausbildung. So ist mit der Platteneinrichtung ein multifunktionales Bauelement der Beleuchtungseinrichtung geschaffen, welches mehrere Funktionen bereitstellend ausgeführt ist. Einerseits ist mit der Platteneinrichtung die Rückwand für das Gehäuse gebildet. Des Weiteren weist die Platteneinrichtung eine Leiterplatte auf, auf der eine elektrische Schaltungsanordnung für die Leuchtmittel angeordnet ist. Schließlich stellt die Platteneinrichtung noch eine Kühlfunktion bereit, indem sie für eine passive Kühlung eine Kühlkörpereinrichtung aufweist.

Bevorzugt erstreckt sich die Leiterplatte in der Ebene der Platteneinrichtung, wobei die Leiterplatte im Wesentlichen die gesamte Fläche der die Gehäuserückwand bildenden Platteneinrichtung erfassen kann.

Elektrische Bedienelemente der Beleuchtungsvorrichtung, zum Beispiel ein oder mehrere Schalter und/oder eine Dimmeinrichtung, können teilweise oder vollständig auf der Vorderseite der Leiterplatte mit den Leuchtmitteln untergebracht sein. Dies unterstützt einen möglichst ungehinderter Luftfluss auf der Rückseite. Ein Teil der Bedienelemente kann durch die Leiterplatte mit den Leuchtmitteln hindurch ragen und so von Rückseite bedient werden. Zumindest ein Teil der elektrischen Bedienelemente kann auf der Leiterplatte mit den Leuchtmitteln untergebracht sein. Hierzu kann die Leiterplatte als mehrlagige Leiterplatte ausgeführt sein.

Die Stiftkühlelemente bilden eine flächige Anordnung von Kühlelementen, wobei die Stiftkühlelemente einer Gleichverteilung entsprechend über die Fläche verteilt sein können. Es kann vorgesehen sein, dass sich die Stiftkühlelemente im Wesentlichen über den gesamten Rückwandbereich erstrecken. Die Kühlkörpereinrichtung bildet insoweit eine passive Kühleinrichtung ganz oder teilweise.

Mit den Stiftkühlelementen kann einen konvektive Stiftanordnung gebildet sein, die gebildet ist, eine konvektive Wärmeableitung bereitzustellen. Es kann vorgesehen sein, dass die Stiftkühlelemente freiliegend angeordnet sind, also nicht von den Gehäuseteilen gegenüber der Umgebung abgeschirmt sind, insbesondere auf der Rückseite des Gehäuses.

Eine bevorzugte Weiterbildung sieht vor, dass die Leuchtmittel jeweils als LED-Leuchte ausgeführt sind. Es kann vorgesehen sein, dass die Leiterplatte mit den LED-Leuchten und/oder anderen Leuchtmitteln bestückt ist. In einer Ausgestaltung umfasst die Anordnung der Leuchtmittel wenigstens 60 LED-Leuchten, die zum Beispiel eine Leistung von zumindest etwa 3 Watt aufweisen. Bei einer Ausführung umfasst die Anordnung von Leuchtmitteln LED-Leuchten wenigstens einer ersten LED-Leuchtenart und einer zweiten LED-Leuchtenart, wobei sich die erste und die zweite LED-Leuchtenart hinsichtlich wenigstens eines Betriebsparameters unterscheiden. So kann zum Beispiel vorgesehen sein, Tageslicht-LED-Leuchten sowie Kunstlicht-LED-Leuchten in die Anordnung der Leuchtmittel aufzunehmen. Das Licht der unterschiedlichen LED-Leuchtenarten mischt sich dann im Betrieb. Es kann vorgesehen sein, den Beitrag der unterschiedlichen LED-Leuchtenarten zur Lichtabgabe in einer bestimmten Betriebssituation stufenlos zu regeln. Auf diese Weise kann beispielsweise der Kunstlicht- und der Tageslichtanteil in Abhängigkeit von der Anwendungssituation eingestellt werden. Vorzugsweise werden Weißlicht-LEDs genutzt. Zur Lichterzeugung kann vorgesehen sein, blaue LED-Leuchten mit einer hiervor angeordneten Phosphorplatte zur Lichtfarbenwandlung zu verwenden. Auch können LED-Leuchten zum Einsatz kommen, bei denen die lichtwandelnde Phosphorschicht Bestandteil der LED-Leuchte selbst ist. In einer Ausgestaltung weist die Beleuchtungsvorrichtung eine mobile Energieversorgung auf, mit der ein Batteriebetrieb ermöglicht ist.

Bei einer zweckmäßigen Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Kühlkörpereinrichtung eine Basisplatte aufweist, an der die Stiftkühlelemente rückseitig angeordnet sind. Die Stiftkühlelemente stehen mit der Basisplatte thermisch leitend in Verbindung, so dass an der Basisplatte auftretende Wärme an die Stiftkühlelemente übertragbar und von diesen dann an die Umgebung abgebbar ist.

Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass die Basisplatte getrennt von der Leiterplatte gebildet und in der Platteneinrichtung zur Leiterplatte rückseitig angeordnet ist. Bei dieser Ausführungsform bildet die Basisplatte eine Art Tragplatte für die Stiftkühlelemente. Es kann vorgesehen sein, dass die Basisplatte mittels Kleben an der Platteneinrichtung angebracht ist, beispielsweise auf der Rückseite der Leiterplatte, wobei die Basisplatte direkt oder indirekt über eine oder mehrere Zwischenschichten thermisch an die Leiterplatte koppelt.

Bevorzugt sieht eine Fortbildung vor, dass die Leiterplatte die Basisplatte bildet. Bei dieser Ausführungsform sind die Stiftkühlelemente an der Leiterplatte selbst angeordnet. Vorzugsweise koppeln die Stiftkühlelemente thermisch an einen Kühlkern der Leiterplatte.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Stiftkühlelemente wenigstens einer der folgenden Bauformen entsprechend ausgeführt sind: geklebte Stiftelemente, geschweißte Stiftelemente, gelötete Stiftelemente und eingepresste Stiftelemente. Bei der Ausführung der Stiftkühlelemente als geklebte Stiftelemente wird vorzugsweise ein hitzebeständiger Kleber genutzt, um die Stiftkühlelemente in der Kühlkörpereinrichtung zu befestigen. Als Kleber kann ein Wärmeleitkleber verwendet werden. Ein solcher Wärmeleitkleber kann auch genutzt werden, um die oben erläuterte Tragplatte mit den Stiftkühlelementen in der Platteneinrichtung klebend aufzunehmen. Die Stiftkühlelemente ihrerseits können unterschiedliche Querschnittsformen aufweisen, wozu runde oder eckige Querschnittsformen gehören. Die Stiftkühlelemente verfügen über einen Stiftfuß, der dann auf die Basisplatte oder in eine zugeordnete Ausnehmung in der Basisplatte angeordnet ist. In einer Ausführungsform ist der Stiftfuß von gleichem Umfang wie der darüber angeordnete Stiftkörper. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass der Stiftfuß eine größere oder geringere Querschnittsfläche wie der darüber angeordnete Stiftkörper aufweist. Vorzugsweise ist der Stiftfuß formschlüssig in einer zugeordneten Ausnehmung in der Basisplatte aufgenommen. Die Stiftkühlelemente können beispielsweise eine Stiftlänge zwischen etwa 30 mm und etwa 40 mm, vorzugsweise von etwa 35 mm aufweisen. Der Durchmesser der Stiftkühlelemente beträgt vorzugsweise zwischen etwa 2,5 mm und etwa 3,5 mm, vorzugsweise etwa 3 mm. Der gegenseitige Abstand zwischen benachbarten Kühlstiftelementen kann beispielsweise etwa 9 mm bis etwa 10 mm, vorzugsweise etwa 9,5 mm betragen.

Eine Weiterbildung kann vorsehen, dass die Leiterplatte einen Kühlkern aus Metall aufweist. Die Stiftkühlelemente koppeln thermisch an den Kühlkern. In dieser oder anderen Ausführungen kann vorgesehen sein, dass die Leiterplatte an ihren Seiten so abgekantet oder umgebogen ist, dass die abgekanteten Bereiche der Leiterplatte teilweise oder ganz gleichzeitig einen Gehäuseabschnitt bilden. Beispielsweise kann eine Aluminiumleiterplatte zum Einsatz kommen, die über einen Kühlkern aus Aluminium verfügt. Die Kühlstiftelemente können an der Leiterplatte so aufgenommen sein, dass sie direkt oder indirekt an den Kühlkern thermisch koppeln. Es kann vorgesehen sein, dass zwischen den Kühlstiftelementen und dem Kühlkern ein direkter Berührungskontakt besteht.

Eine bevorzugte Weiterbildung sieht eine aktive Kühleinrichtung vor, die geeignet ist, einen erzwungenen Fluidstrom durch die Stiftkühlelemente zu bewirken. Die aktive Kühleinrichtung kann seitliche der Anordnung der Kühlstiftelemente angeordnet sein, vorzugsweise auf der Rückseite der Platteneinrichtung. Zur aktiven Kühlung können ein oder mehrere Lüfter eingesetzt werden. Die aktive Kühleinrichtung kann auf der Leiterplatte angeordnet sein. Vorzugsweise kommen ein oder mehrere Lüfter zum Einsatz, die geeignet sind, einen erzwungenen Fluidstrom, insbesondere Luftstrom, durch die Stiftkühlelemente mit hohem Luftvolumen und geringem Luftdruck zu erzeugen. Derartige Lüfter sind insoweit volumenoptimierte Lüfter. Ein Lüfter kann einen oder mehrere der folgenden technischen Parameter aufweisen: 700 rpm (rpm – „Rotation per Minute”), 60 kubikmeter/h, 6,8 db und ein statischer Druck 0,44 mmH2O. Es kann ein hoch optimierter „Impeller” mit „Bevelled Blade Tips” zum Einsatz kommen.

Bei einer zweckmäßigen Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Anordnung von Leuchtmitteln konfiguriert ist, Licht mit einem Farbwiedergabeindex von wenigstens etwa 90, bevorzugt von wenigstens etwa 95 abzugeben. Der Farbwiedergabeindex (CRI – „Color Rendering Index”) ist eine fotometrische Größe, mit der die Qualität der Farbwiedergabe von Lichtquellen gleicher korrelierter Farbtemperatur beschrieben wird. Als Referenz zur Beurteilung der Wiedergabequalität dient hierbei bis zu einer Farbtemperatur von 5000 K das Licht, das von einem schwarzen Strahler der entsprechenden Farbtemperatur abgegeben wird. Über 5000 K wird gegenüber einer Tageslicht ähnlichen Spektralverteilung referenziert. Der Farbwiedergabeindex ist nicht von einer bestimmten Farbtemperatur abhängig. Jede Lichtquelle, die das Spektrum eines schwarzen Strahlers gleicher (korrelierter) Farbtemperatur im Bereich der sichtbaren Wellenlänge korrekt nachbildet, erreicht einen Farbwiedergabeindex von 100. Spektralanteile außerhalb des sichtbaren Lichtes bleiben unbeachtet.

Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass der Anordnung von Leuchtmitteln eine Dimmeinrichtung zugeordnet ist, mit der die Leuchtmittel analog dimmbar sind. Eine analoge Dimmung stellt eine stufenlose Regelbarkeit zur Verfügung. Die Dimmeinrichtung kann zumindest teilweise Teil der elektrischen Beschaltung der Leuchtmittel auf der Leiterplatte sein.

Bevorzugt sieht eine Fortbildung vor, dass der Anordnung von Leuchtmitteln eine Temperaturmesseinrichtung zugeordnet ist, mit der eine Betriebstemperatur der Leuchtmittel erfasst wird. Die Temperaturmesseinrichtung kann an eine Regeleinrichtung koppeln, die in Abhängigkeit von der erfassten Betriebstemperatur der Leuchtmittel die Spannungsversorgung für die Leuchtmittel regelt. Beispielsweise kann vorgesehen sein, die Spannung runter zu regeln, wenn ein Schwellwert für die Betriebstemperatur überschritten wird, beispielsweise zur Vermeidung einer Schädigung des Leuchtmittels. Die Temperaturmesseinrichtung und/oder die Regeleinrichtung können zumindest teilweise Teil der elektrischen Beschaltung auf der Leiterplatte sein.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass Gehäuseabschnitte, die benachbart zu den Stiftkühlelementen angeordnet sind, Wärmeabführöffnungen aufweisen. Wärmeabführöffnungen können beispielsweise in den die Anordnung von Stiftkühlelementen seitlich umgebenden Gehäuseabschnitten gebildet sein. Die Wärmeabführöffnungen unterstützen die Ableitung der Wärme von der Kühlkörpereinrichtung. Die Wärmeabführöffnungen können von beliebiger Querschnittsform sein, zum Beispiel mit einer Dreiecks- oder Sechseckform gebildet sein.

Eine Weiterbildung kann vorsehen, dass an dem Gehäuse vorderseitig ein Funktionsrahmen angeordnet ist, der konfiguriert ist, ein oder mehrere Funktionseinrichtungen am Gehäuse haltend aufzunehmen. Der Funktionsrahmen kann mit seitlich vorstehenden Gehäuseabschnitten gebildet sein. Beispielsweise verfügt der Funktionsrahmen über Einschubelemente, so dass lösbar (wechselbar) Funktionseinrichtungen am Gehäuse aufgenommen werden können. Zu den Funktionseinrichtungen kann eine Lichtstreu- oder Lichtleitplatte gehören, beispielsweise eine Linsenplatte. Es können so den Leuchtmittel wechselbare Optiken vorgeschaltet werden. Die wechselbare Lichtstreu- und/oder Lichtleiteinrichtung beeinflusst die Lichtabgabe der Beleuchtungsvorrichtung, beispielsweise zur Streulichterzeugung. Die Linsenplatte kann als eine einteilige Spritzgussplatte aus Kunststoff hergestellt sein. Die an dem Funktionsrahmen aufzunehmenden Funktionseinrichtungen sind zum Beispiel als flächige Elemente ausgeführt, die den gesamten Lichtabgabebereich der Beleuchtungsvorrichtung erfassen. Mit Hilfe der Funktionseinrichtungen kann auch eine teilweise Abschattung des Lichtabgabebereiches erfolgen. Bei der Nutzung blauer LED-Leuchten kann die hiervor angeordnete Phosphorplatte an dem Funktionsrahmen aufgenommen sein.

Ein lästiger Effekt bei der Verwendung von bekannten Scheinwerfern mit mehr als einer Leuchte, insbesondere mehreren LED-Leuchten, sind Mehrfachschatten, die insbesondere beim Film unerwünscht sind. Der Effekt der Mehrfachschatten wird reduziert je mehr und dichter die Leuchten bzw. zugeordnete Optiken angeordnet sind. Es ist optisch vorteilhaft, eher viele Leuchten, zum Beispiel viele LED-Leuchten, mit vergleichsweise geringer Leistung zu verwenden, als wenige sehr starke. Zum Beispiel können 216 LED-Leuchten mit einer Maximalleistung von 3 W zum Einsatz kommen. Diese können mit nur etwa 1.2 W betrieben werden, da die Lichtausbeute pro Watt dann wesentlich höher ist und weniger Kühlleistung erforderlich ist. Um die notwendige Kühlung zu reduzieren, ist es also vorteilhaft, die LED-Leuchten an ihrem Effizienzmaximum zu betreiben, statt mit ihrer maximal möglichen Leistung. Kommt eine Linsenplatte zum Einsatz, ist eine leichte Überlappung der Optiken vorteilhaft, um diesen Effekt noch mehr zu reduzieren. Die Verwendung einer einzigen Linsenplatte reduziert zudem die Kosten erheblich.

Eine bevorzugte Weiterbildung sieht vor, dass an dem Gehäuse eine Befestigungseinrichtung zum lösbaren Befestigen einer Softbox gebildet ist. Bei einer Ausführung umfasst die Befestigungseinrichtung Druckknöpfe, die an dem Gehäuse umlaufend gebildet sind, um die Softbox hieran lösbar zu befestigen. Bevorzug ist der Bestandteil des Druckknopfs ohne Feder am Gehäuse angeordnet, wodurch ungewünschte Geräusche vermieden sind, die die lose im Druckknopf aufgenommene Feder sonst beim Bewegen der Beleuchtungsvorrichtung verursachen könnte. Die Druckknöpfe können am Gehäuse wenigsten teilweise versenkt in einer zugeordneten Vertiefung. Dieses ermöglicht eine möglichst enge Anordnung der Beleuchtungsvorrichtung nebeneinander. Die Softbox ist zum Beispiel mit Seitenwänden aus flexiblem Material, beispielsweise aus einem Textil, hergestellt, die auf der Vorderseite der Beleuchtungsvorrichtung dann einen räumlichen Lichtabgabebereich ein oder mehrseitig umgeben. Zur Aussteifung der Seitenwände der Softbox können flexibel biegbare Stabelemente vorgesehen sein, die in zugeordnete Aufnahmetaschen eingeführt sind. Hierbei kann vorgesehen sein, dass zu dem Gehäuse proximale Abschnitte der Stabelemente in zugeordnete Schlitzaufnahmen an dem Gehäuse und/oder dem Funktionsrahmen angeordnet sind, insbesondere gebogene Abschnitte der Stabelemente. Eine derart ausgeführte Softbox ist nicht nur mit der hier beschriebenen Beleuchtungsvorrichtung sondern auch mit Beleuchtungsvorrichtungen anderer Art nutzbar und stellt eine flexibel einsetzbare sowie eine hohe Gebrauchsfähigkeit bereitstellende Softbox dar. Die Stabelemente bilden eine mögliche Ausführungsform von Spannelementen, die in zugeordnete Aufnahmetaschen in den Seitenabschnitten der Softbox aus flexiblem Material zu deren Aussteifung aufgenommen sind. Die Spannelemente stellen bevorzugt eine Spannkraft in der Fläche der Seitenwände zur Verfügung.

Bei einer zweckmäßigen Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass an dem Gehäuse eine Schnellverschlusseinrichtung gebildet ist. Die Schnellverschlusseinrichtung ermöglicht eine flexible und zeitsparende Befestigung der Beleuchtungsvorrichtung an einer beliebigen Halteeinrichtung, beispielsweise einem Ständer. Es kann vorgesehen sein, dass die Schnellverschlusseinrichtung lösbar an dem Gehäuse befestigt ist. An einer Ausführung ist eine Arretiervorrichtung vorgesehen, die die Schnellverschlusseinrichtung in einer Montagestellung an dem Gehäuse sichert und so gegen unbeabsichtigtes Lösen sperrt. Beispielsweise greift bei der Arretiervorrichtung ein Stiftelement in eine zugeordnete Öffnung, wobei das Arretierelement gegen ein Herausnehmen aus der Öffnung vorgespannt ist. Bei einer Ausführung ist die Schnellverschlusseinrichtung mit einer Kugelkopfkupplung gebildet, um die Beleuchtungsvorrichtung auf einem Kugelkopf zu montieren. Die Kugelkopfkupplung kann eine lösbare Spanneinrichtung aufweisen, um die Schnellverschlusseinrichtung auf dem Kugelkopf zu befestigen und hiervon zu lösen.

Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen

Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen unter Bezugnahme auf Figuren einer Zeichnung erläutert. Hierbei zeigen:

1 eine perspektivische Darstellung einer Beleuchtungsvorrichtung von vorn,

2 eine perspektivische Darstellung der Beleuchtungsvorrichtung aus 1 von hinten,

3 eine weitere perspektivische Darstellung der Beleuchtungsvorrichtung aus

1 von hinten,

4A bis 4E schematische Darstellungen einer Schnellverschlusseinrichtung, die auf einem Kugelkopf montiert ist,

5 eine perspektivische Darstellung einer Softbox von vorn und

6 eine weitere perspektivische Darstellung der Softbox aus 5.

1 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Beleuchtungsvorrichtung 1 von schräg vorn. Die gezeigte Beleuchtungsvorrichtung 1 ist als Scheinwerfer für Foto- oder Filmaufnahmen ausgeführt. In einem Gehäuse 2 ist eine Platteneinrichtung oder -anordnung 3 aufgenommen. Auf einer in der Platteneinrichtung 3 angeordneten Leiterplatte 4 sind mehrere Leuchtmittel 5 aufgebracht, wobei im gezeigten Beispiel eine regelmäßige Anordnung gebildet ist. Bei den Leuchtmitteln 5 handelt es sich in der gezeigten Ausführungsform um LED-Leuchten (LED – lichtemittierende Diode).

Das Gehäuse 2 ist mit Seitenwänden 6 hergestellt, in denen Wärmeabführöffnungen 7 gebildet sind. Das Gehäuse 2 ist beispielsweise aus einem Aluminiummaterial, was gewichtsoptimierend ist.

Vorderseitig ist an dem Gehäuse 2 ein Funktionsrahmen 8 gebildet, der zwei einander gegenüberliegende Rahmenteile 8a, 8b aufweist, die innenseitig über Führungen 9 verfügen, die zur Aufnahme von Funktionseinrichtungen (nicht dargestellt) dienen, beispielsweise einer Linsenplatte und/oder einer Streuplatte.

Auf der Leiterplatte 4 ist eine Schaltungsanordnung bereitgestellt, die der elektrischen Beschaltung der Leuchtmittel 5 dient.

Die 2 und 3 zeigen perspektivische Darstellungen der Beleuchtungsvorrichtung 1 von schräg hinten. Es ist eine Kühlkörpereinrichtung 10 mit einer Basisplatte 11 sowie einer Anordnung von Stiftkörperelementen 12 gebildet, die der Abführung der im Betrieb der Leuchtmittel 5 entstehenden Wärme dient. Die Anordnung von Stiftkörperelementen 12 ist seitlich von den Seitenwänden 6 begrenzt. Bei der gezeigten Ausführungsform sind die Stiftkörperelemente 12 einer regelmäßigen Anordnung entsprechend auf der Rückseite der Basisplatte 11 angeordnet. Die Stiftkörperelemente 12 können mit Hilfe unterschiedlicher Verbindungstechnologien an der Basisplatte 11 befestigt werden, wozu das Schweißen, Löten, Einpressen und/oder das Kleben gehören.

Bei der gezeigten Ausführungsform ist die Basisplatte 11 mit Hilfe der Leiterplatte 4 als Bestandteil der Platteneinrichtung 3 gebildet. Gleichzeitig dient die Platteneinrichtung 3 mit der Leiterplatte 4 als Rückwand des Gehäuses 2.

Wie sich am besten aus 2 ergibt, ist in die Anordnung der Kühlstiftelemente 12 eine Aufnahme 13 integriert, um dort eine schnelle Verschlusseinrichtung 14 lösbar zu montieren, die in den 4a bis 4e gezeigt ist.

Gemäß 2 sind Anschlusseinrichtungen 14 vorgesehen, um beispielsweise eine Energieversorgung und/oder Daten- oder Steuerleitungsverbindungen anzuschließen.

Die 4a bis 4e zeigen verschiedene Darstellungen einer Schnellverschlusseinrichtung 15 mit einer Grundplatte 16, an der ein Schnellverschluss 17 angeordnet ist, der bei der gezeigten Ausführungsform auf einem Kugelkopf 18 montiert ist. Der Schnellverschluss 17 verfügt über eine Spanneinrichtung 19, um den Schnellverschluss 17 zu öffnen und zu schließen. An der Grundplatte 16 ist eine Arretiereinrichtung 20 vorgesehen, welche die Schnellverschlusseinrichtung 15 gegen ein unbeabsichtigtes Lösen sperrt, wenn die Grundplatte 16 im Bereich der Aufnahme 13 montiert ist. Hierzu greift ein vorgespannter Stift in eine zugeordnete Aufnahme.

Die 5 und 6 zeigen jeweils eine perspektivische Darstellung einer Softbox 30, die im Bereich von Seitenwänden 31 Befestigungsmittel 32 aufweist, die einer Druckknopf-Befestigung an zugeordneten Befestigungsmitteln 33 am Gehäuse 2 (vgl. 1 bis 3) dienen. In den Seitenwänden 32 sind Spannelemente 34 vorgesehen, die mit Hilfe von biegsamen Stäben gebildet sind, welche ihrerseits in zugeordneten Aufnahmetaschen oder Laschen an den Seitenwänden 31 aus flexiblem Material, beispielsweise einem Textilmaterial, aufgenommen sind.

Aus 1 ergibt sich, dass der Funktionsrahmen 8 Schlitze 35 aufweist, in welche gebogene Abschnitte 36 der Spannelemente 34 eingreifen, wenn die Softbox 30 am Gehäuse 2 angebracht ist.

Die in der vorstehenden Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungen von Bedeutung sein.