Title:
Übertragungsverfahren
Kind Code:
B4


Abstract:

Verfahren zum zyklischen Übertragen von Datentelegrammen in einem Datenübertragungsnetzwerk (1, 30), das eine Mehrzahl von Sende- und/oder Empfangseinheiten aufweisende Teilnehmer-Einrichtungen (10 bis 14) hat, mit den Schritten:
a) Festlegen eines individuellen Daten-Empfangszeitraumes (21 bis 24) für jede Datentelegramme empfangende Teilnehmer-Einrichtung (11 bis 14),
b) Aussenden der Datentelegramme von einer Master-Teilnehmer-Einrichtung (10) an jede zu der Master-Teilnehmer-Einrichtung (10) zugeordneten Teilnehmer-Einrichtung (11 bis 14) zu einem jeweiligen Sendezeitpunkt, der mit dem festgelegten Daten-Empfangszeitraum (21 bis 24) der Teilnehmer-Einrichtung (11 bis 14), an die das jeweilige Datentelegramm adressiert ist, korrespondiert,
c) Festlegen eines gemeinsamen Sync-Empfangszeitraumes (SYNC) für alle der Master-Teilnehmer-Einrichtung (10) zugeordneten Teilnehmer-Einrichtungen (11 bis 14), wobei der gemeinsame Sync-Empfangszeitraum (SYNC) von den individuellen Daten-Empfangszeiträumen (21 bis 24) der Teilnehmer-Einrichtungen (11 bis 14) verschieden ist, und
d) Aussenden eines einen Zeitstempel enthaltenen Synchronisationstelegramms von der Master-Teilnehmer-Einrichtung (10) an alle der Master-Teilnehmer-Einrichtung (10) zugeordneten Teilnehmer-Einrichtungen (11 bis 14) zu einem Sendezeitpunkt, der mit dem festgelegten Sync-Empfangszeitraum (SYNC) der Teilnehmer-Einrichtungen (11 bis 14) korrespondiert,
gekennzeichnet durch Festlegen der individuellen Daten-Empfangszeiträume in Abhängigkeit von einer Adresse der jeweiligen empfangenden Teilnehmer-Einrichtung und des Zeitpunktes des vorherigen Daten-Empfangszeitraumes der jeweiligen empfangenden Teilnehmer-Einrichtung und Festlegen des gemeinsamen Sync-Empfangszeitraumes in Abhängigkeit von einer Adresse der Master-Teilnehmer-Einrichtung und des Zeitpunktes des vorherigen Sync-Empfangszeitraumes und Festlegen der Dauer eines Daten-Empfangszeitraumes in Abhängigkeit von der Dauer des Synchronisationstelegramm-Sendezyklus.




Inventors:
Flick, Holger (26835, Holtland, DE)
Reemts, Lars (26817, Rhauderfehn, DE)
Application Number:
DE102012100331A
Publication Date:
07/18/2013
Filing Date:
01/16/2012
Assignee:
eQ-3 Holding GmbH, 26789 (DE)
Domestic Patent References:
DE102006034063A1N/A2008-01-24



Foreign References:
69444462005-09-13
201002719962010-10-28
Attorney, Agent or Firm:
Gramm, Lins & Partner Patent- und Rechtsanwälte PartGmbB, 30173, Hannover, DE
Claims:
1. Verfahren zum zyklischen Übertragen von Datentelegrammen in einem Datenübertragungsnetzwerk (1, 30), das eine Mehrzahl von Sende- und/oder Empfangseinheiten aufweisende Teilnehmer-Einrichtungen (10 bis 14) hat, mit den Schritten:
a) Festlegen eines individuellen Daten-Empfangszeitraumes (21 bis 24) für jede Datentelegramme empfangende Teilnehmer-Einrichtung (11 bis 14),
b) Aussenden der Datentelegramme von einer Master-Teilnehmer-Einrichtung (10) an jede zu der Master-Teilnehmer-Einrichtung (10) zugeordneten Teilnehmer-Einrichtung (11 bis 14) zu einem jeweiligen Sendezeitpunkt, der mit dem festgelegten Daten-Empfangszeitraum (21 bis 24) der Teilnehmer-Einrichtung (11 bis 14), an die das jeweilige Datentelegramm adressiert ist, korrespondiert,
c) Festlegen eines gemeinsamen Sync-Empfangszeitraumes (SYNC) für alle der Master-Teilnehmer-Einrichtung (10) zugeordneten Teilnehmer-Einrichtungen (11 bis 14), wobei der gemeinsame Sync-Empfangszeitraum (SYNC) von den individuellen Daten-Empfangszeiträumen (21 bis 24) der Teilnehmer-Einrichtungen (11 bis 14) verschieden ist, und
d) Aussenden eines einen Zeitstempel enthaltenen Synchronisationstelegramms von der Master-Teilnehmer-Einrichtung (10) an alle der Master-Teilnehmer-Einrichtung (10) zugeordneten Teilnehmer-Einrichtungen (11 bis 14) zu einem Sendezeitpunkt, der mit dem festgelegten Sync-Empfangszeitraum (SYNC) der Teilnehmer-Einrichtungen (11 bis 14) korrespondiert,
gekennzeichnet durch Festlegen der individuellen Daten-Empfangszeiträume in Abhängigkeit von einer Adresse der jeweiligen empfangenden Teilnehmer-Einrichtung und des Zeitpunktes des vorherigen Daten-Empfangszeitraumes der jeweiligen empfangenden Teilnehmer-Einrichtung und Festlegen des gemeinsamen Sync-Empfangszeitraumes in Abhängigkeit von einer Adresse der Master-Teilnehmer-Einrichtung und des Zeitpunktes des vorherigen Sync-Empfangszeitraumes und Festlegen der Dauer eines Daten-Empfangszeitraumes in Abhängigkeit von der Dauer des Synchronisationstelegramm-Sendezyklus.

2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Festlegen der Empfangszeiträume mit einer Funktion zur Erzeugung einer Pseudo-Zufallszahl.

3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zyklisches Aussenden eines Ortungstelegramms von mindestens einer Datentelegramme empfangenden Teilnehmer-Einrichtung an mindestens eine Master-Teilnehmer-Einrichtung und Zuweisen einer Kommunikationsverbindung zu einer Master-Teilnehmer-Einrichtung in Abhängigkeit von dem empfangenden Ortungstelegramm.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Einschalten der Empfangseinheit der jeweiligen Teilnehmer-Einrichtung zum Zeitpunkt des Beginns des für die Teilnehmer-Einrichtung festgelegten Empfangszeitraumes und Ausschalten der Empfangseinheit am Ende des für die Teilnehmer-Einrichtung festgelegten Empfangszeitraumes.

5. Kommunikationssystem (1) zum zyklischen Übertragen von Datentelegrammen mit einer Mehrzahl von Sende- und/oder Empfangseinheiten aufweisende Teilnehmer-Einrichtungen, wobei jede Datentelegramme empfangende Teilnehmer-Einrichtungen zum Festlegen eines individuellen Daten-Empfangszeitraumes zum Empfang eines Datentelegramms eingerichtet ist und eine Master-Teilnehmer-Einrichtung vorgesehen ist, die zum Aussenden von Datentelegrammen an jede dieser Master-Teilnehmer-Einrichtung zugeordneten Teilnehmer-Einrichtung zu einem jeweiligen Sendezeitpunkt eingerichtet ist, der mit dem festgelegten Daten-Empfangszeitraum der Teilnehmer-Einrichtung, an die das jeweilige Datentelegramm adressiert ist, korrespondiert, und wobei die der Master-Teilnehmer-Einrichtung zugeordneten Teilnehmer-Einrichtungen zum Festlegen eines gemeinsamen Sync-Empfangszeitraumes eingerichtet sind und die Master-Teilnehmer-Einrichtung zum Aussenden eines einen Zeitstempel enthaltenen Synchronisationstelegramms an alle der Master-Teilnehmer-Einrichtung zugeordneten Teilnehmer-Einrichtungen zu einem Sendezeitpunkt ausgebildet ist, der mit dem festgelegten, gemeinsamen Sync-Empfangszeitraum der Teilnehmer-Einrichtungen korrespondiert, dadurch gekennzeichnet, dass die Datentelegramme empfangenden Teilnehmer-Einrichtungen zum Festlegen ihrer individuellen Daten-Empfangszeiträume in Abhängigkeit von einer Adresse der jeweiligen Teilnehmer-Einrichtung und des Zeitpunktes des vorherigen Daten-Empfangszeitraumes und zum Festlegen des gemeinsamen Sync-Empfangszeitraumes in Abhängigkeit von einer Adresse der Master-Teilnehmer-Einrichtung und des Zeitpunktes des vorherigen Sync-Empfangszeitraumes sowie zum Festlegen der Dauer eines Daten-Empfangszeitraumes in Abhängigkeit von der Dauer des Synchronisationstelegramm-Sendezyklus eingerichtet sind.

6. Kommunikationssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Datentelegramme empfangende Teilnehmer-Einrichtung zum zyklischen Aussenden eines Ortungstelegramms an mindestens eine Master-Teilnehmer-Einrichtung eingerichtet ist, wobei mindestens eine der Master-Teilnehmer-Einrichtungen zum Zuweisen einer Kommunikationsverbindung zu einer der Master-Teilnehmer-Einrichtungen in Abhängigkeit von dem empfangenden Ortungstelegramm ausgebildet ist.

7. Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Datentelegramme empfangenden Teilnehmer-Einrichtungen zum Einschalten der Empfangseinheit zum Zeitpunkt des Beginns des für die jeweilige Teilnehmer-Einrichtung festgelegten Empfangszeitraumes und zum Ausschalten der Empfangseinheit am Ende des für die jeweilige Teilnehmer-Einrichtung festgelegten Empfangszeitraumes ausgebildet sind.

8. Funkbasiertes Kommissioniersystem (30) mit einem Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei die Datentelegramme empfangenden Teilnehmer-Einrichtungen zum Extrahieren von in den empfangenden Datentelegrammen enthaltenen Kommissionierinformationen eingerichtet sind und jeweils ein Display (31) zur Anzeige der Kommissionierinformationen aufweisen, und wobei die mindestens eine Master-Teilnehmer-Einrichtung mit einem Lagerverwaltungssystem (32) verbunden ist.

9. Funkbasiertes Kommissioniersystem (30) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Datentelegramme empfangenden Teilnehmer-Einrichtungen zum Aussenden eines eine Kommissionierbestätigungsinformation enthaltenen Datentelegramms an die Master-Teilnehmer-Einrichtung eingerichtet ist, wobei die Master-Teilnehmer-Einrichtung zum Extrahieren der Kommissionierbestätigungsinformation und zum Übertragen der Kommissionierbestätigungsinformation an das Lagerverwaltungssystem eingerichtet ist.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum zyklischen Übertragen von Datentelegrammen in einem Datenübertragungsnetzwerk, das eine Mehrzahl von Sende- und/oder Empfangseinheiten aufweisende Teilnehmer-Einrichtungen hat. Die Erfindung betrifft ebenso ein Kommunikationssystem sowie ein funkbasiertes Kommissioniersystem hierzu.

Die Übertragung von Datentelegrammen in einem Datenübertragungsnetzwerk, insbesondere einem funkbasierten Netzwerk, zwischen verschiedenen Teilnehmer-Einrichtungen ist aus dem Stand der Technik in vielfältigster Art und Weise bekannt. Gerade bei funkbasierten Datenübertragungsnetzwerken, bei denen sich die Teilnehmer-Einrichtungen des Netzwerkes ein gemeinsames Übertragungsmedium teilen müssen, ist es wichtig, dass sich die einzelnen Teilnehmer-Einrichtungen untereinander derart abstimmen, dass jede Teilnehmer-Einrichtung zumindest für einen gewissen Zeitraum das Übertragungsmedium exklusiv für sich nutzen kann.

So sind beispielsweise Zeitschlitzverfahren bekannt, bei denen jede Teilnehmer-Einrichtung mindestens einen Zeitschlitz in einem Übertragungszyklus zugewiesen bekommt, in dem die sendende Teilnehmer-Einrichtung mindestens ein Datentelegramm aussenden darf. Innerhalb des Zeitschlitzes ist das Übertragungsmedium dann für die sendende Teilnehmer-Einrichtung exklusiv reserviert, so dass Störungen bei der Datenübertragung aufgrund von Kollisionen zwischen Telegrammen verschiedenster Teilnehmer-Einrichtungen vermieden werden können.

Aus der DE 10 2006 034 063 A1 ist es beispielsweise bekannt, dass die Sendezeiten für das zyklischen Absenden von Datentelegrammen in einzelnen sendenden Teilnehmer-Einrichtungen derart zugewiesen werden, dass die Zeiten zwischen jeweils zwei aufeinanderfolgenden Sendezeitpunkten eines Zyklus für jede sendende Teilnehmer-Einrichtung ständig variiert. Durch diese berechenbare Varianz wird die Wahrscheinlichkeit von Paketkollisionen auf dem gemeinsam genutzten Datenübertragungsmedium reduziert und somit der Nettodatendurchsatz erhöht.

Aus der US 2010/0271996 A1 ist ein Verfahren zur Reduzierung des Stromverbrauches bei mobilen Teilnehmereinrichtungen bekannt, bei dem die mobile Teilnehmereinrichtung zu einem ersten Zeitpunkt in einen Schlafmodus versetzt, zu einem zweiten Zeitpunkt die Hardware der mobilen Teilnehmereinrichtung hochgefahren und die mobile Teilnehmereinrichtung dann zu einem dritten Zeitpunkt empfangsbereit ist, wobei der Abstand zwischen den Zeitpunkten einem Frame im TDMA-Verfahren entspricht.

Aus der US 6,944,446 B1 ist des Weiteren ein Verfahren zum Übertragen von Daten mittels des TDMA-Verfahrens bekannt, bei dem zwischen den einzelnen Timeslots des TDMA-Verfahrens Minislots vorgesehen sind, mit denen kurze Statusnachrichten der Teilnehmereinrichtungen übertragen werden können.

Ein weiteres Problem in diesem Zusammenhang besteht bei mobilen Teilnehmer-Einrichtungen darin, dass die Länge und Anzahl der Empfangs-Zeitschlitze bei den empfangenden Teilnehmer-Einrichtungen sich direkt auf die Batterielebensdauer auswirkt, da gerade die Aufrechterhaltung der Empfangsbereitschaft einen hohen Energiebedarf hat. Je länger und häufiger nun der dem empfangenden Teilnehmer zugewiesene Zeitschlitz ist, desto höher ist die für den Betrieb der Teilnehmer-Einrichtung benötigte Energie.

Insbesondere bei mobilen Teilnehmer-Einrichtungen, die eine autarke Stromversorgung, beispielsweise mit Hilfe von Batterien, aufweisen, wirkt sich dieser Punkt negativ aus. Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Übertragungsverfahren zum zyklischen Übertragen von Datentelegrammen anzugeben, mit dem der Energieverbrauch für das Empfangen von Datentelegrammen gesenkt werden kann, um so beispielsweise die Batterielebensdauer von mobilen Teilnehmer-Einrichtungen zu verlängern.

Die Aufgabe wird mit dem Übertragungsverfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß gelöst mit den Schritten:

  • a) Festlegen eines individuellen Daten-Empfangszeitraumes für jede Datentelegramme empfangende Teilnehmer-Einrichtung,
  • b) Aussenden der Datentelegramme von einer Master-Teilnehmer-Einrichtung an jede zu der Master-Teilnehmer-Einrichtung zugeordneten Teilnehmereinrichtung zu einem jeweiligen Sendezeitpunkt, der mit dem festgelegten Daten-Empfangszeitraum der Teilnehmer-Einrichtung, an die das jeweilige Datentelegramm adressiert ist, korrespondiert,
  • c) Festlegen eines gemeinsamen Sync-Empfangszeitraumes für alle der Master-Teilnehmer-Einrichtung zugeordneten Teilnehmer-Einrichtungen, wobei der gemeinsame Sync-Empfangszeitraum von den individuellen Daten-Empfangszeiträumen der Teilnehmer-Einrichtungen verschieden ist, und
  • d) Aussenden eines einen Zeitstempel enthaltenen Synchronisationstelegramms von der Master-Teilnehmer-Einrichtung an alle der Master-Teilnehmer-Einrichtung zugeordneten Teilnehmer-Einrichtungen zu einem Sendezeitpunkt, der mit dem festgelegten gemeinsamen Sync-Empfangszeitraum der Teilnehmereinrichtungen korrespondiert.

Die individuellen Daten-Empfangszeiträume werden in Abhängigkeit von einer Adresse der jeweiligen empfangenen Teilnehmer-Einrichtung und des Zeitpunktes des vorherigen Daten-Empfangszeitraumes der jeweiligen empfangenden Teilnehmer-Einrichtung festgelegt. Dadurch kann sichergestellt werden, dass sich die individuellen Daten-Empfangszeiträume zwischen verschiedenen Teilnehmer-Einrichtungen immer unterscheiden, um so Kollisionen zu vermeiden.

Die Festlegung des Synchronisations-Empfangszeitraumes erfolgt in Abhängigkeit von einer Adresse der Master Teilnehmer-Einrichtung und des Zeitpunktes des vorherigen Sync-Empfangszeitraumes.

Die Dauer eines Daten-Empfangszeitraumes wird in Abhängigkeit einer Dauer des Synchronisationstelegramms-Sendezyklus festgelegt. Denn je öfter ein entsprechendes Synchronisationstelegramm mit einem Zeitstempel zur Synchronisation der Zeitgeber der Teilnehmer-Einrichtungen ausgesendet wird, desto genauer sind die Zeitgeber aufeinander synchronisiert, so dass die Empfangszeiträume ohne großen Offset zur Kompensation von zeitlichen Asynchronitäten zwischen Sender und Empfänger festgelegt werden können.

So haben die Erfinder beispielsweise festgestellt, dass ein Empfangszeitraum von 10 bis 14 Millisekunden, ausreichend ist, wenn in einem Zyklusabstand von 1 bis 5 Minuten, vorzugsweise 2 bis 3 Minuten, ein entsprechendes Synchronisationstelegramm an alle Teilnehmer-Einrichtungen von der Master-Teilnehmer-Einrichtung ausgesendet wird.

Erfindungsgemäß wird somit vorgeschlagen, dass für jede zum Empfang von Datentelegrammen vorgesehene, d. h. empfangende Teilnehmer-Einrichtung ein Daten-Empfangszeitraum individuell festgelegt wird, und die Datentelegramme dann durch eine Master-Teilnehmer-Einrichtung zu einem Sendezeitpunkt ausgesendet werden, der mit dem jeweiligen Empfangszeitraum der Teilnehmer-Einrichtung, an die das Datentelegramm adressiert ist, korrespondiert. Die Teilnehmer-Einrichtungen, welche entsprechende Datentelegramme empfangen möchten, wechseln erst zum Zeitpunkt ihres festgelegten Daten-Empfangszeitraumes in die Empfangsbereitschaft und beenden diese am Ende des Empfangszeitraumes wieder.

Des Weiteren wird für alle einer Master-Teilnehmer-Einrichtung zugeordneten Teilnehmer-Einrichtungen ein gemeinsamer Synchronisations-Empfangszeitraum festgelegt, innerhalb dessen die Master-Teilnehmer-Einrichtung ein Synchronisationstelegramm aussendet, das einen Zeitstempel zur Synchronisation der internen Zeitgeber der einzelnen Teilnehmer-Einrichtungen enthält, wobei der gemeinsame Synchronisations-Empfangszeitraum von den individuellen Daten-Empfangszeiträumen der Teilnehmer-Einrichtungen verschieden ist.

Durch die regelmäßige Synchronisation des internen Zeitgebers der Teilnehmer-Einrichtungen mit dem Zeitgeber der Master-Teilnehmer-Einrichtung kann die Zeitdauer der benötigten Empfangsbereitschaft der einzelnen Teilnehmer-Einrichtungen auf ein Minimum reduziert werden, da die einzelnen Teilnehmer-Einrichtungen sehr präzise dann in die Empfangsbereitschaft schalten können, wenn das Datentelegramm von der Master-Teilnehmer-Einrichtung ausgesendet wird. Ein hierfür notwendiger zeitlicher Overhead, ist hierbei nicht erforderlich, so dass der Energiebedarf reduziert und die Batterielebensdauer von mobilen Teilnehmer-Einrichtungen stark verlängert werden kann.

Vorteilhafterweise werden die Empfangszeiträume mit einer Funktion zur Erzeugung einer Pseudo-Zufallszahl festgelegt, so dass die Empfangszeiträume der einzelnen Teilnehmer-Einrichtungen eine Varianz aufweisen, dennoch aber eindeutig berechenbar bleiben.

Vorteilhafterweise werden von den empfangenden Teilnehmer-Einrichtungen zyklisch Ortungstelegramme an die Master-Teilnehmer-Einrichtung ausgesendet, damit bei sich bewegenden Teilnehmer-Einrichtungen bei mehr als einer Master-Teilnehmer-Einrichtung eine neue Zuordnung definiert werden kann, und so die Empfangsqualität möglichst optimal zu halten. So kann beispielsweise die Zuweisung der Teilnehmereinrichtung zu einer Master-Teilnehmer-Einrichtung in Abhängigkeit der Signalstärke bzw. Empfangsqualität zu der jeweiligen Master-Teilnehmer-Einrichtung erfolgen.

Das Aussenden der Ortungstelegramme durch die Teilnehmer-Einrichtungen erfolgt dabei vorteilhafterweise zu Zeitpunkten, die von dem Daten-Empfangszeitraum und/oder Sync-Empfangszeitraum verschieden sind.

Die Festlegung der Empfangszeiträume erfolgt dabei vorteilhafterweise durch die Teilnehmer-Einrichtungen selber, so dass jede Teilnehmer-Einrichtung ihren nächsten individuellen Empfangszeitraum, beispielsweise anhand ihrer Adresse und des Zeitpunktes des letzten Empfangszeitraumes, selbstständig festlegen und berechnen kann.

Darüber hinaus wird die Aufgabe auch mit einem Kommunikationssystem zum zyklischen Übertragen von Datentelegrammen gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 5 mit einer Mehrzahl von Sende- und/oder Empfangseinheiten aufweisende Teilnehmer-Einrichtungen, wobei jede Datentelegramme empfangende Teilnehmer-Einrichtung zum Festlegen eines individuellen Daten-Empfangszeitraumes zum Empfang eines Datentelegramms eingerichtet ist und eine Master-Teilnehmer-Einrichtung vorgesehen ist, die zum Aussenden von Datentelegrammen an jede dieser Master-Teilnehmer-Einrichtung zugeordneten Teilnehmer-Einrichtung zu einem jeweiligen Sendezeitpunkt eingerichtet ist, der mit dem festgelegten Daten-Empfangszeitraum der Teilnehmer-Einrichtung, an die das jeweilige Datentelegramm adressiert ist, korrespondiert und wobei die der Master-Teilnehmer-Einrichtung zugeordneten Teilnehmer-Einrichtungen zum Festlegen eines gemeinsamen Sync-Empfangszeitraums eingerichtet sind und die Master-Teilnehmer-Einrichtung zum Aussenden eines einen Zeitstempel enthaltenen Synchronisationstelegramms an alle der Master-Teilnehmer-Einrichtung zugeordneten Teilnehmer-Einrichtungen zu einem Sendezeitpunkt ausgebildet ist, das mit dem festgelegten gemeinsamen Sync-Empfangszeitraum der Teilnehmer-Einrichtungen korrespondiert.

Vorteilhafte Ausgestaltungen des Kommunikationssystems finden sich in den entsprechenden Unteransprüchen.

Die Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnung beispielhaft näher erläutert. Es zeigen:

1 – schematische Darstellung eines Datenübertragungsnetzwerkes mit Teilnehmer-Einrichtungen;

2 – Zeitstrahl mit verschiedenen Empfangszeiträumen;

3 – funkbasiertes Kommissioniersystem mit einem erfindungsgemäßen Kommunikationsnetzwerk.

1 zeigt ein Datenübertragungsnetzwerk 1 mit mehreren Teilnehmer-Einrichtungen 10 bis 14. Die Teilnehmer-Einrichtung 10 ist hierbei eine Master-Teilnehmer-Einrichtung, die zu jeder zum Empfang von jeder Datentelegrammen vorgesehenen (empfangenden) Teilnehmer-Einrichtung 11 bis 14 eine direkte Kommunikationsverbindung hat. Jede Datentelegramm empfangende Teilnehmer-Einrichtung 11 bis 14 ist somit genau einer Master-Teilnehmer-Einrichtung 10 zugeordnet und kommuniziert mit dieser.

2 zeigt einen Zeitstrahl mit verschienen Empfangszeiträumen 21 bis 24. Der Daten-Empfangszeitraum 211 wurde dabei individuell für die Teilnehmer-Einrichtung 11 festgelegt, so dass zum Beginn des Daten-Empfangszeitraumes 211 die Teilnehmer-Einrichtung 11 in die Datenempfangsbereitschaft wechselt und Datentelegramme beispielsweise für 5 Millisekunden empfangen kann. Anschließend wird die Empfangsbereitschaft wieder ausgeschaltet, um Energie einzusparen. Daran schließt sich im Beispiel der 2 der Daten-Empfangszeitraum 221 der Teilnehmer-Einrichtung 12 an. Diese Liste fortsetzend folgt dann der Daten-Empfangszeitraum 231 für die Teilnehmer-Einrichtung 13 sowie der Daten-Empfangszeitraum 241 für die Teilnehmer-Einrichtung 14.

Am Ende dieses Daten-Empfangszyklus wird ein gemeinsamer Synchronisations-Empfangszeitraum Sync1 festgelegt, bei dem alle Teilnehmer-Einrichtungen 11 bis 14 in die Empfangsbereitschaft wechseln und ein entsprechendes von der Master-Teilnehmer-Einrichtung 10 ausgesendetes Synchronisationstelegramm empfangen können. Der Daten-Empfang und die Synchronisation sind somit unabhängig voneinander. Das Synchronisationstelegramm enthält dabei den Zeitstempel der Master-Teilnehmer-Einrichtung 10, so dass die internen Zeitgeber der Teilnehmer-Einrichtungen 11 bis 14 auf den Zeitgeber der Master-Teilnehmer-Einrichtung hochgenau synchronisiert werden können. Anschließend erfolgt ein neuer Übertragungszyklus mit dem Daten-Empfangszeiträumen 212 bis 214 für die Teilnehmer-Einrichtungen 11 bis 14, in denen Datentelegramme von den Teilnehmer-Einrichtungen entsprechend empfangbar sind.

Die Master-Teilnehmer-Einrichtung sendet darüber hinaus die Datentelegramme zu dem jeweiligen Sendezeitpunkt, der mit dem Daten-Empfangszeitraum 21 bis 24 für die jeweilige Teilnehmer-Einrichtung korrespondiert. Soll beispielsweise an die Teilnehmer-Einrichtung 13 ein Datentelegramm versendet werden, so wird dieses Datentelegramm zum Zeitpunkt des festgelegten Daten-Empfangszeitraumes 23 an die Teilnehmer-Einrichtung 13 ausgesendet.

Weil jede Teilnehmer-Einrichtung eine individuelle Netzwerkadresse hat, können die Daten-Empfangszeiträume anhand der individuellen Adresse des jeweiligen Teilnehmers sowie des vorherigen Zeitpunktes des Empfangszeitraumes festgelegt werden. So wird beispielsweise der Daten-Empfangszeitraum 212 anhand der Teilnehmeradresse der Teilnehmer-Einrichtung 11 sowie des Zeitpunktes des Daten-Empfangszeitraumes 211 und einer pseudo zufälligen Zufallszahl festgelegt.

Darüber hinaus senden die Teilnehmer-Einrichtungen 11 bis 14 in regelmäßigen Abständen Ortungstelegramme an die Master-Teilnehmer-Einrichtung 10, damit bei mehr als einer Master-Teilnehmer-Einrichtung in dem Datenübertragungsnetzwerk 1 eine entsprechende Zuordnung der Teilnehmer-Einrichtung zu der entsprechenden Master-Einrichtung vorgenommen werden kann. Eine Synchronisation der Ortungstelegramme mit der Master-Teilnehmer-Einrichtung ist hierbei in der Regel nicht notwendig, da die Master-Teilnehmer-Einrichtung permanent in Empfangsbereitschaft steht. Vorteilhafterweise sollte die Aussendung des Ortungstelegramms Ot jedoch zu einem Zeitpunkt erfolgen, der von den Daten-Empfangszeiträumen sowie des Synchronisations-Empfangszeitraumes verschieden ist, um Kollisionen innerhalb des Datenübertragungsnetzwerkes zu vermeiden.

3 zeigt schematisch ein Kommissioniersystem 30 mit einem Access Point 10 als Master-Teilnehmer-Einrichtung und entsprechenden Teilnehmer-Komponenten 11 bis 14. Jede Teilnehmer-Einrichtung 11 bis 14 weist ein Display 31 auf, auf dem ein entsprechender Kommissioniervorgang angezeigt werden kann. Die hierfür notwendigen Kommissionierinformationen werden von dem Access Point als Datentelegramm an die jeweilige Teilnehmer-Einrichtung 11 bis 14 übertragen.

Herkömmliche Pick-by-light Kommissioniersysteme, die aus dem Stand der Technik bekannt sind, weisen eine Verkabelung der einzelnen Einrichtungen auf, was einen hohen Installationsaufwand mit sich bringt. Soll das Lager erweitert werden, so müssten hierfür notwendigerweise zusätzliche Verkabelungsinstallationen durchgeführt werden, so dass ein kabelgebundenes Kommissioniersystem starr und unflexibel ist. Durch die Verwendung eines drahtlosen Pick-by-light-Systems zum Kommissionieren kann dieses Problem gelöst werden, da nunmehr eine dynamische Erweiterung ohne großen Aufwand möglich ist. Allerdings müssen die einzelnen Pick-by-light-Einheiten (Teilnehmer-Einrichtungen) eine autarke Stromversorgung, beispielsweise mittels Batterien, aufweisen, so dass deren Lebensdauer begrenzt ist. In einem Lager mit mehr als 1000 verschiedenen Gegenständen, die kommissioniert werden können, ist ein Batteriewechsel bei allen Einheiten kostenintensiv, so dass ein Bedarf daran besteht, die Batterielebensdauer von Pick-by-light-Einheiten eines derartigen Kommissioniersystems soweit wie möglich auszudehnen.

Mit dem vorliegenden Verfahren zum Übertragen von Datentelegrammen kann dies erreicht werden, da nunmehr die einzelnen Pick-by-light-Einheiten (Teilnehmer-Einrichtungen) 11 bis 14 nur an einem sehr kurzen Zeitraum in den Empfangsmodus wechseln müssen, da aufgrund der hochgenauen Synchronisation mit der den einzelnen Teilnehmer-Einrichtungen 11 bis 14 zugeordneten Access Point 10 der Empfangszeitraum ohne großen Offset eingestellt werden kann.

Bevorzugterweise arbeitet das funkbasierte Kommissioniersystem im 868 MHz Band.

Durch den sehr kleinen Empfangszeitraum und der Minimierung der Telegrammlänge kann ein vorgegebenen Duty Cycle pro Funkdisplay von 1% oder 36 Sekunden pro Stunde für jeden Teilnehmer gewährleistet werden.

Der Access Point 10 des funkbasierten Kommissioniersystems 30 ist darüber hinaus mit einem Lagerverwaltungssystem 32 verbunden, von dem aus die Kommissionieraufträge verwaltet und über den Access Point 10 an die Pick-by-light-Einheiten 11 bis 14 übertragen werden. Wurde ein Kommissioniervorgang an einer Teilnehmereinrichtung abgeschlossen, so wird dies durch Drücken eines Betätigungselementes 33 an der Pick-by-light-Einheit bestätigt und über den Access Point 10 an das Lagerverwaltungssystem 32 übertragen.