Title:
Tool guiding unit for guiding tool along predetermined path, has two modules, of which one module has anchor element at axial end
Kind Code:
A1


Abstract:
The tool guiding unit (1) has two modules (18a,18b), of which one module has an anchor element at an axial end. The traction forces are exerted on the anchor element by a tensioning element that supports the latter module attached to the former module. The latter module is connected with the former module and the former module is extendable by the latter module. The tool guiding unit also has a guide unit (10) for guiding a tool (2).



Inventors:
Hartmann, Wilfried (71229, Leonberg, DE)
Application Number:
DE102011114375A
Publication Date:
03/28/2013
Filing Date:
09/23/2011
Assignee:
Maschinenfabrik Otto Baier GmbH, 71679 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102008042084A1N/A2010-03-18
DE102008002159A1N/A2009-12-03
DE102006057951A1N/A2008-06-12
DE8905442U1N/A1989-06-15
DE393587CN/A1924-04-05



Attorney, Agent or Firm:
Bartels & Partner, Patentanwälte, 70174, Stuttgart, DE
Claims:
1. Werkzeug-Führungseinrichtung (1) zum Führen eines Werkzeuges (2) entlang einer durch die Führungseinrichtung (1) vorgebbaren Bahn, wobei die Führungseinrichtung (1) mindestens zwei Module (18a bis 18f) aufweist, von denen ein erstes Modul (18a) an einem ersten axialen Ende ein Ankerelement (22) aufweist, auf das mittels eines sich an einem an das erste Modul (18a) anschließenden zweiten Modul (18b) abstützenden Spannelements (30) Zugkräfte ausübbar sind und dadurch das zweite Modul (18b) mit dem ersten Modul (18a) verbindbar ist und das erste Modul (18a) durch das zweite Modul (18b) verlängerbar ist, und wobei die Führungseinrichtung (1) ein Führungsmittel (10) zum Führen des Werkzeuges (2) aufweist.

2. Werkzeug-Führungseinrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (22) des ersten Moduls (18a) in eine Öffnung im zweiten Modul (18b) einsetzbar ist, insbesondere in eine sich in Längsrichtung (26) des zweiten Moduls (18b) erstreckende und vorzugsweise zentrische Öffnung in einem dem ersten Modul (18a) zugewandten Endabschnitt des zweiten Moduls (18b) einsetzbar ist.

3. Werkzeug-Führungseinrichtung (1) nach Anspruch 1 oder einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (22) eine schräg und vorzugsweise quer zur Längsachse (26) des ersten Moduls (18a) verlaufende Öffnung (28) aufweist, in die das Spannelement (22) in einer schräg und insbesondere quer zur Längsachse (26) des ersten Moduls (18a) verlaufenden Richtung einsetzbar ist.

4. Werkzeug-Führungseinrichtung (1) nach Anspruch 1 oder einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Modul (18b) mittels des Spannelements (30) mit dem Ankerelement (22) verkeilbar ist, insbesondere dass das Spannelement (30) und/oder eine Öffnung (28) im Ankerelement (22), in welche das Spannelement (30) einsetzbar ist, mindestens abschnittsweise keilförmig ist.

5. Werkzeug-Führungseinrichtung (1) nach Anspruch 1 oder einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (22) in das erste Modul (18a) einschraubbar ist, insbesondere in ein erstes Hülsenelement (44) einschraubbar ist, das in dem ersten Modul (18a) festgelegt ist.

6. Werkzeug-Führungseinrichtung (1) nach Anspruch 1 oder einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Öffnung im zweiten Modul (18b), in die das Ankerelement (22) beim Zusammensetzen der beiden Module (18a, 18b) eingreift, durch ein zweites Hülsenelement (54) gebildet ist, das in dem zweiten Modul (18b) festgelegt ist, vorzugsweise in das zweite Modul (18b) eingeschraubt ist.

7. Werkzeug-Führungseinrichtung (1) nach Anspruch 1 oder einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsmittel (10) zum Führen des Werkzeuges (2) durch eine Außenfläche des Moduls (18a bis 18f) gebildet ist, insbesondere durch ein Führungselement (34), das in eine Öffnung (36) einer Profilstange (20) eingesetzt ist, die einen Grundkörper des Moduls (18a bis 18f) bildet.

8. Werkzeug-Führungseinrichtung (1) nach Anspruch 1 oder einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und zweite Modul (18a, 18b) eine auch an der Übergangsstelle vom ersten Modul (18a) zum zweiten Modul (18b) fortlaufende Verzahnung (40) aufweisen, mittels welcher das Werkzeug (2) entlang der Module (18a bis 18f) bewegbar ist.

9. Werkzeug-Führungseinrichtung (1) nach Anspruch 1 oder einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnung (40) durch eine Zahnstange (38) des ersten und zweiten Moduls (18a, 18b) gebildet ist, wobei vorzugsweise die Zahnstange (38) in eine Öffnung einer einen Grundkörper des ersten und zweiten Moduls (18a, 18b) bildenden Profilstange (20) eingesetzt ist oder die Zahnstange (38) in ein Aufnahmeelement eingesetzt ist, das in eine Öffnung (36) der Profilstange (20) eingesetzt ist.

10. Werkzeug-Führungseinrichtung (1) nach Anspruch 1 oder einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Modul (18a) an seinem ersten axialen Ende ein oder vorzugsweise mehrere und insbesondere zwei Positionierungselemente (32) aufweist, die in passgenaue Öffnungen (60) des angrenzenden zweiten Moduls (18b) eingreifen und dadurch eine Flucht der beiden Module (18a, 18b) gewährleisten.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Werkzeug-Führungseinrichtung zum Führen eines Werkzeuges entlang einer durch die Führungseinrichtung vorgebbaren Bahn.

Eine solche Führungseinrichtung kann beispielsweise dazu verwendet werden, ein Werkzeug entlang einer zu bearbeitenden Oberfläche zu führen, beispielsweise um eine oberflächennahe Schicht einer Wand, eines Fußbodens oder einer Decke abzufräsen.

Die Montage der Führungseinrichtung ist zeitaufwendig und beispielsweise bei einer Deckenmontage auch problematisch, insbesondere werden hierfür in der Regel mehrere Personen benötigt, die einerseits die Führungseinrichtung in der zu montierenden Position halten und andererseits die Befestigungsmittel anbringen.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Werkzeug-Führungseinrichtung bereitzustellen, welche die Nachteile des Standes der Technik überwindet. Insbesondere soll die Führungseinrichtung einfach montierbar und vielseitig einsetzbar sein.

Diese Aufgabe ist durch die im Anspruch 1 bestimmte Werkzeug-Führungseinrichtung gelöst. Besondere Ausführungsarten der Erfindung sind in den Unteransprüchen bestimmt.

In einer Ausführungsart weist die Führungseinrichtung mindestens zwei Module auf, von denen ein erstes Modul an einem ersten axialen Ende ein Ankerelement aufweist, auf das mittels eines Spannelements, das sich an einem an das erste Modul anschließenden zweiten Modul abstützt, Zugkräfte ausübbar sind. Dadurch ist das zweite Modul mit dem ersten Modul verbindbar, und das erste Modul ist durch das zweite Modul verlängerbar. Die Führungseinrichtung weist ein Führungsmittel zum Führen des Werkzeugs auf. Das Werkzeug kann manuell oder motorisch entlang den Führungsmitteln bewegbar sein.

Die Module weisen vorzugsweise jeweils eine Profilstange auf, die den Grundkörper für das jeweilige Modul bildet. Hierzu können beispielsweise handelsübliche Aluminiumprofile verwendet werden. Die Module können im Wesentlichen gleichartig aufgebaut sein und sich beispielsweise lediglich in ihrer Länge unterscheiden. In der Art eines Baukastens können beispielsweise gleichartig aufgebaute Module eine Länge von 0,5 m, 1 m oder 2 m aufweisen. Das Führungsmittel zum Führen des Werkzeuges kann durch eine Oberfläche des Moduls, insbesondere der zugehörigen Profilstange, gebildet sein. Entlang des Führungsmittels können beispielsweise Rollen eines das Werkzeug tragenden Schlittens in Anlage sein.

Die von dem Spannelement auf das erste Modul ausgeübten Zugkräfte wirken in Richtung auf das zweite Modul, insbesondere in Längsrichtung des ersten Moduls. Im montierten Zustand der Führungseinrichtung fluchten die Längsrichtungen der beiden Module. Die Zugkräfte bringen das erste axiale Ende des ersten Moduls in Anlage an ein axiales Endes des zweiten Moduls, vorzugsweise an eine Stirnfläche eines Endabschnitts des zweiten Moduls. Durch die von dem Spannelement ausgeübte Zugkraft und die zugehörige Reaktionskraft kommt das zweite Modul in eine klemmende Anlage an das erste Modul, insbesondere an einen Endabschnitt des ersten Moduls, vorzugsweise an eine durch den Endabschnitt des ersten Moduls gebildete Stirnfläche. Der Übergang vom ersten Modul zum zweiten Modul ist im montierten Zustand der Führungseinrichtung bündig, insbesondere im Wesentlichen spaltfrei.

Die Verbindung der beiden Module ist mechanisch stabil, vorzugsweise aber lösbar. Dadurch ist die Führungseinrichtung einfach demontierbar. Mehrere und vorzugsweise alle Module können an ihrem ersten axialen Ende ein Ankerelement aufweisen und an ihrem zweiten axialen Ende eine Öffnung für das Einführen des Ankerelements eines angrenzenden Moduls. Dadurch bilden die Module eine Art Baukastensystem, das einfach transportierbar ist und vor Ort flexibel einsetzbar.

In einer Ausführungsart ist das Ankerelement des ersten Moduls in eine Öffnung im zweiten Modul einsetzbar, insbesondere in eine sich in Längsrichtung des zweiten Moduls erstreckende und vorzugsweise zentrische Öffnung in einem dem ersten Modul zugewandten Endabschnitt des zweiten Moduls. Dadurch ist eine gleichmäßige Verteilung der Zugkraft gewährleistet.

In einer Ausführungsart weist das Ankerelement eine schräg und vorzugsweise quer zur Längsachse des ersten Moduls verlaufende Öffnung auf, in die das Spannelement in einer schräg und insbesondere quer zur Längsachse des ersten Moduls verlaufenden Richtung einsetzbar ist. Die Öffnung kann beispielsweise die Form eines Schlitzes haben. Die Öffnung ist über eine zugehörige weitere Öffnung im Modul von außen zugänglich, insbesondere über eine zugehörige weitere Öffnung in einer einen Grundkörper des Moduls bildenden Profilstange.

In einer Ausführungsart ist das zweite Modul mittels des Spannelements mit dem Ankerelement verkeilbar, insbesondere ist das Spannelement und/oder eine Öffnung im Ankerelement, in welche das Spannelement einsetzbar ist, mindestens abschnittsweise keilförmig. Auf diese Weise können mit vergleichsweise geringen Betätigungskräften hohe Klemmkräfte zum Sichern des Zusammenbaus der beiden Module aufgebracht werden. Dies vereinfacht die Montage und auch die Demontage der Führungseinrichtung, Insbesondere ist die Montage und/oder Demontage von einer einzigen Bedienperson durchführbar.

In einer Ausführungsart ist das Ankerelement in das erste Modul einschraubbar, insbesondere in ein erstes Hülsenelement einschraubbar, das in dem ersten Modul festgelegt ist. Während der Werkstoff der den Grundkörper des Moduls bildenden Profilstange aus einem Leichtmetall bestehen kann, kann die Hülse und/oder das Ankerelement aus einem Werkstoff mit höherer Festigkeit hergestellt sein, beispielsweise aus Stahl. Es sind auch Anwendungen denkbar, in denen das Ankerelement einstückig von dem ersten Modul ausgebildet ist, insbesondere einstückig mit einer einen Grundkörper des ersten Moduls bildenden Profilstange. Die Profilstange kann eine zentrische Öffnung aufweisen, in welche das Ankerelement vorzugsweise lösbar eingesetzt ist. Auf diese Weise können Standardprofilstangen verwendet werden, die durch Einsetzen des Ankerelements und/oder der Hülse erfindungsgemäß modifizierbar sind.

In einer Ausführungsart ist eine Öffnung im zweiten Modul, in die das Ankerelement beim Zusammensetzen der beiden Module eingreift, durch ein zweites Hülsenelement gebildet, das in dem zweiten Modul vorzugsweise lösbar festgelegt ist, insbesondere in das zweite Modul eingeschraubt ist. Alternativ hierzu kann das zweite Hülsenelement ebenso wie das erste Hülsenelement oder auch das Ankerelement selbst auf andere Weise fest mit dem ersten bzw. zweiten Modul verbunden sein, beispielsweise auch eingepresst sein. Auch das zweite Hülsenelement ist vorzugsweise aus einem hochfesten Werkstoff wie beispielsweise Stahl hergestellt.

In einer Ausführungsart ist das Führungsmittel zum Führen des Werkzeuges durch eine Außenfläche des Moduls gebildet, insbesondere durch ein Führungselement, das in eine Öffnung einer Profilstange eingesetzt ist, die einen Grundkörper des Moduls bildet. Dadurch können Standardprofilstangen verwendet werden, die durch das Einsetzen eines Führungselementes erfindungsgemäß modifiziert sind.

In einer Ausführungsart weist das erste und das zweite Modul eine auch an der Übergangsstelle vom ersten zum zweiten Modul fortlaufende Verzahnung auf, mittels welcher das Werkzeug entlang der Module bewegbar ist. In die Verzahnung kann beispielsweise ein motorisch antreibbares Zahnrad eingreifen, mit dem das Werkzeug oder ein das Werkzeug tragender Schlitten bewegbar ist.

In einer Ausführungsart ist die Verzahnung durch eine Zahnstange des ersten und zweiten Moduls gebildet. Vorzugsweise ist die Zahnstange in eine Öffnung einer einen Grundkörper des ersten und zweiten Moduls bildenden Profilstange eingesetzt. Alternativ hierzu ist die Zahnstange in ein Aufnahmeelement eingesetzt, das seinerseits in eine Öffnung der Profilstange eingesetzt ist. Das Aufnahmeelement für die Zahnstange kann gleichzeitig auch das Führungsmittel bilden.

In einer Ausführungsart weist das erste Modul an seinem ersten axialen Ende ein oder vorzugsweise mehrere und insbesondere zwei Positionierungselemente auf, die in passgenaue Öffnungen des angrenzenden zweiten Moduls eingreifen und dadurch eine Flucht der beiden Module gewährleisten. Die Positionierungselemente können dabei einen geringeren Überstand über das axiale Ende des ersten Moduls aufweisen als das Ankerelement, insbesondere kann der Überstand der Positionierungselemente weniger als 60%, insbesondere weniger als 45% und vorzugsweise weniger als 30% des Überstandes des Ankerelements betragen; dadurch ist die Montage und Demontage weiter vereinfacht. Die Positionierungselemente können lösbar an den jeweiligen Modul, insbesondere an der jeweiligen Profilstange, festgelegt sein, insbesondere eingeschraubt sein.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen mehrere Ausführungsbeispiele im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.

1 zeigt in schematisierter Darstellung ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Werkzeug-Führungseinrichtung,

2 zeigt eine perspektivische Ansicht auf einen Endabschnitt eines ersten Moduls der Führungseinrichtung,

3 zeigt den teilweise zusammengesetzten Zustand zweier Module der Führungseinrichtung,

4 zeigt den vollständig zusammengesetzten Zustand zweier Module der Führungseinrichtung,

5 zeigt eine teilweise aufgebrochene Draufsicht auf die Verbindungsstelle zwischen zwei Modulen,

6 zeigt eine Ansicht auf die Stirnfläche des ersten Moduls, und

7 zeigt einen Schnitt entsprechend VII-VII der 6 durch die Verbindungsstelle zwischen zwei Modulen.

Die 1 zeigt in schematisierter Darstellung ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Werkzeug-Führungseinrichtung 1 zum Führen eines Werkzeuges 2 entlang einer durch die Führungseinrichtung 1 vorgebbaren Bahn. Das Werkzeug 2 ist dabei mittels der Führungseinrichtung 1 entlang einer geradlinigen Bahn entsprechend dem ersten Doppelpfeil 4 bewegbar. Das Werkzeug 2 kann beispielsweise eine Scheibenfräse 6 sein, insbesondere eine Diamantfräse, mittels welcher ein Schlitz 8 in eine zu bearbeitende Oberfläche gefräst werden kann. Die Scheibenfräse 6 kann auch durch mehrere nebeneinander angeordnete diamantbesetzte Scheiben gebildet sein, so dass in einem einzigen Bearbeitungsgang eine Breite eines stegfreien Schlitzes 8 von mehr als 15 mm, insbesondere zwischen 25 und 100 mm oder sogar bis zu 500 mm herstellbar ist.

Die Führungseinrichtung 1 weist Führungsmittel 10 auf, die durch eine Außenfläche einer Profilstange 20 gebildet sein kann, auf der beispielsweise Rollen eines das Werkzeug 2 tragenden Schlittens abrollen können. Nach Durchlaufen einer Bearbeitungsbahn entsprechend dem ersten Doppelpfeil 4 kann das Werkzeug 2 entsprechend dem zweiten Doppelpfeil 12 entlang der Führungseinrichtung 1 bewegt werden und anschließend eine weitere Bearbeitungsbahn entsprechend dem ersten Doppelpfeil 4 durchfahren werden. Auf diese Weise lässt sich schrittweise ein große zusammenhängende Fläche bearbeiten, beispielsweise kann eine mit Giftstoffen und/oder radioaktiv kontaminierte Wand, Decke oder Bodenfläche mittels des Werkzeuges 2 abgetragen werden.

Die Bewegung des Werkzeuges 2 entlang der Führungseinrichtung 1 kann dabei auch manuell erfolgen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist dagegen für die Bewegung des Werkzeuges 2 entlang der Bahn des ersten Doppelpfeils 4 ein erster Motor 14 als Antrieb vorgesehen und für die Bewegung entlang dem zweiten Doppelpfeil 12 ein zweiter Motor 16. Bei dem Werkzeug 2 handelt es sich im Ausführungsbeispiel um ein elektromotorisch angetriebenes Werkzeug. Alternativ hierzu können auch andere Antriebsarten für das Werkzeug 2 vorgesehen werden, beispielsweise ein Antrieb mit einem Verbrennungsmotor. Entsprechendes gilt für den ersten Motor 14 und/oder den zweiten Motor 16, die im Ausführungsbeispiel ebenfalls durch Elektromotoren gebildet sind.

Die Tiefenzustellung bzw. Zustellung in der z-Achse des Werkzeuges 2 kann manuell oder ebenfalls motorisch erfolgen, beispielsweise über eine Gewindespindel. In einer Ausführungsart kann ein Werkzeugeingriff in die zu bearbeitende Oberfläche von mehr als 50 mm erfolgen, insbesondere mehr als 100 mm und vorzugsweise mehr als 200 mm, beispielsweise bis zu 500 mm.

Die Führungseinrichtung 1 ist aus Modulen 18a bis 18f zusammengesetzt, wobei jedes Modul als Grundkörper eine Profilstange 20 aufweist. Das erste Modul 18a ist mit dem zweiten Modul 18b fest verbunden und bildet ein durchgehendes Führungsmittel 10 für das Werkzeug 2. Die schräg und insbesondere quer hierzu verlaufenden Module 18c und 18d sind ebenfalls fest miteinander verbunden, genauso wie die ebenfalls schräg und insbesondere quer verlaufenden Module 18e und 18f. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das erste Modul 18a und 18b in vertikaler Richtung verlaufend ausgerichtet, während die weiteren Module 18c bis 18f im Wesentlichen horizontal verlaufend ausgerichtet sind und beispielsweise an einer zu bearbeitenden Gebäudewand festlegbar sind.

Die 2 zeigt eine perspektivische Ansicht auf einen Endabschnitt des ersten Moduls 18a im noch nicht mit dem zweiten Modul 18b zusammengesetzten Zustand. Der Grundkörper des ersten Moduls 18a ist durch eine Profilstange 20 gebildet, die im Ausführungsbeispiel eine Länge von 1 m aufweist. An einem ersten axialen Ende weist das erste Modul 18a ein Ankerelement 22 auf, das in einer zentrischen Öffnung der Profilstange 20 festgelegt ist. Das Ankerelement 22 ragt über eine endseitige Stirnfläche 24 der Profilstange 20 über, wobei der Überstand mindestens das Zweifache, insbesondere mindestens das Vierfache und vorzugsweise mindestens das Sechsfache des Durchmessers des Ankerelements 22 beträgt.

In dem überstehenden Bereich weist das Ankerelement 22 eine schräg und vorzugsweise quer zur Längsachse 26 des ersten Moduls 18a verlaufende Öffnung 28 auf, in die ein Spannelement 30 in einer schräg und insbesondere quer zur Längsrichtung 26 verlaufenden Richtung einsetzbar ist. Durch das Einsetzen des Spannelements 30 in die Öffnung 28 und ein Abstützen des Spannelements 30 an dem zweiten Modul 18b können Zugkräfte auf das Ankerelement 22 und damit auf das erste Modul 18a ausgeübt werden, durch die das zweite Modul 18b mit dem ersten Modul 18a verbindbar ist und dadurch das erste Modul 18a durch das zweite Modul 18b verlängerbar ist. Das Spannelement 30 und/oder die Öffnung 28 im Ankerelement 22 ist vorzugsweise mindestens abschnittsweise keilförmig, so dass hohe Zugkräfte bereitstellbar sind.

Auf einander gegenüberliegenden Seiten in Bezug auf das Ankerelement 22 ragen über die Stirnfläche 24 zwei Positionierungselemente 32 vor, die in passgenaue Öffnungen des angrenzenden zweiten Moduls 18b (3) eingreifen und dadurch eine passgenaue Flucht der beiden Module 18a, 18b gewährleisten.

Das Führungsmittel 10 zum Führen des Werkzeuges 2 ist durch eine Außenfläche des Moduls 18a gebildet, im Ausführungsbeispiel durch ein Führungselement 34, das in eine durchgehende Öffnung 36 der Profilstange 20 eingesetzt ist. Das Führungselement 34 bildet im Ausführungsbeispiel gleichzeitig ein Aufnahmeelement für eine durch eine Zahnstange 38 gebildete Verzahnung 40, mittels welcher das Werkzeug 2 entlang der durch das Führungsmittel 10 vorgegebenen Bahn motorisch angetrieben bewegbar ist.

Die 3 zeigt den teilweise zusammengesetzten Zustand zweier Module an der Übergangsstelle des ersten Moduls 18a zum zweiten Modul 18b in einer perspektivischen Ansicht. Die 4 zeigt den vollständig zusammengesetzten Zustand mit eingesetztem Spannelement 30. Im zweiten Modul 18b ist an oder nahe dem Endabschnitt auf der Außenseite eine Öffnung 42 in die Profilstange eingebracht, die einen Zugang zu der im Ankerelement 22 angebrachten Öffnung 28 bildet, um an dieser Stelle das Spannelement 30 einsetzen zu können. Die Zahnstangen 38 schließen endseitig jeweils bündig mit der Stirnfläche 24 der Profilstange 20 ab oder sind geringfügig zurückversetzt, so dass sich im vollständig zusammengesetzten Zustand der beiden Module 18a, 18b eine durchgehende und insbesondere sprungfreie Verzahnung 40 ergibt.

Die 5 zeigt eine teilweise aufgebrochene Draufsicht auf die Verbindungsstelle zwischen dem ersten Modul 18a und dem zweiten Modul 18b, die 6 zeigt eine Ansicht auf die Stirnfläche 24 des ersten Moduls 18a, und die 7 zeigt einen Schnitt entsprechend VII-VII der 6 durch die Verbindungsstelle zwischen dem ersten Modul 18a und dem zweiten Modul 18b.

Das Ankerelement 22 ist im ersten Modul 18a mittels eines ersten Hülsenelements 44 eingeschraubt. Das erste Hülsenelement 44 weist hierzu ein Außengewinde 46 auf, mittels dem das erste Hülsenelement 44 in eine zentrische Öffnung 48 in die Profilstange 20 einschraubbar ist. Außerdem weist das erste Hülsenelement 44 ein Innengewinde 50 auf, mit dem das Ankerelement 22 mit seinem in diesem Bereich angeordneten Außengewinde verschraubbar ist. Zum Einschrauben des ersten Hülsenelementes 44 weist dieses an seinem Endabschnitt, insbesondere auf seiner Stirnfläche, Werkzeugangriffsflächen 52 auf, insbesondere zwei einander in Bezug auf die Längsachse 26 gegenüberliegende Sacklöcher.

Die Öffnung im zweiten Modul 18b, in die das Ankerelement 22 beim Zusammensetzen der beiden Module 18a, 18b eingreift, ist durch ein zweites Hülsenelement 54 gebildet, das in dem zweiten Modul 18b mittels eines Außengewindes 56 eingeschraubt ist, insbesondere in eine zentrische Bohrung in der Profilstange des zweiten Moduls 18b. Das Ankerelement 22 sowie das erste Hülsenelement 44 und das zweite Hülsenelement 54 sind aus einem Werkstoff hergestellt, beispielsweise aus Stahl, der eine höhere Festigkeit aufweist als der Werkstoff der Profilstangen 20 des ersten Moduls 18a bzw. zweiten Moduls 18b.

In dem Abschnitt, der im zusammengesetzten Zustand der beiden Module 18a, 18b im Bereich der Öffnung 42 in der Profilstange 20 des zweiten Moduls 18b zu liegen kommt, weist das Ankerelement 22 die Öffnung 28 auf, in welche das Spannelement 30 mit seinem keilförmigen Abschnitt einsetzbar ist. Das Spannelement 30 stützt sich beim Einsetzen in die Öffnung 28 des Ankerelements 22 an dem zweiten Hülsenelement 54 ab, so dass durch das Einsetzen des Spannelements 30 die beiden Module 18a, 18b aufeinander zu bewegt werden und in feste Anlage zueinander gebracht werden. Das Spannelement 30 weist eine Werkzeugangriffsfläche 58 auf, mittels welcher das Spannelement 30 aus der klemmenden Verbindung lösbar ist. Im Ausführungsbeispiel ist die Werkzeugangriffsfläche 58 durch eine Bohrung gebildet, in die beispielsweise ein Stift oder Haken einsetzbar ist.

Wie im aufgebrochenen Bereich der 5 sichtbar, greift das Positionierungselement 32 in eine passgenaue Öffnung in der Profilstange des zweiten Moduls 18b ein. Das Positionierungselement 32 ist dabei durch eine Schraube gebildet, die in die Stirnseite der Profilstange 20 des ersten Moduls 18a eingeschraubt ist und deren Kopfbereich eine Nadelhülse 62 trägt. Dadurch ist eine Flucht der beiden Module 18a, 18b im zusammengesetzten Zustand gewährleistet und damit auch eine sprunglose Verzahnung 40 sowie eine stufenlose Flucht der Führungsmittel 10.