Title:
Ausgeschäumte Schlauchleitung, insbesondere für einen Staubsauger
Kind Code:
B4


Abstract:

Schlauchleitung, die aus einem helixförmig gewickelten Profilstrang (18) besteht, mit einer in Längsrichtung gewellten, Wellentäler (23) aufweisenden Wandung, insbesondere zur Verwendung als Saugschlauch (9) an einem Staubsauger (1), wobei im Bereich der Wellentäler (23) eine Barriere vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung innere Wellentäler aufweist und die Barriere zur pneumatischen und/oder hydraulischen Glättung der Schlauchleitung in Form eines das innere Wellental (23) füllenden, kompressiblen Schaums (24) vorgesehen ist. embedded image




Inventors:
Flegler, Alexander (97616, Bad Neustadt, DE)
Hasheminia, Mahbiz (97523, Schwanfeld, DE)
Schmitt, Florian (97702, Münnerstadt, DE)
Application Number:
DE102011084195A
Publication Date:
07/05/2018
Filing Date:
10/10/2011
Assignee:
BSH Hausgeräte GmbH, 81739 (DE)
Domestic Patent References:
DE202009009809U1N/A2010-11-25
DE1955393A1N/A1970-06-18



Foreign References:
47547811988-07-05
32524831966-05-24
EP14077072004-04-14
WO2010086819A12010-08-05
200400966162004-05-20
Claims:
Schlauchleitung, die aus einem helixförmig gewickelten Profilstrang (18) besteht, mit einer in Längsrichtung gewellten, Wellentäler (23) aufweisenden Wandung, insbesondere zur Verwendung als Saugschlauch (9) an einem Staubsauger (1), wobei im Bereich der Wellentäler (23) eine Barriere vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung innere Wellentäler aufweist und die Barriere zur pneumatischen und/oder hydraulischen Glättung der Schlauchleitung in Form eines das innere Wellental (23) füllenden, kompressiblen Schaums (24) vorgesehen ist.

Schlauchleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der kompressible Schaum (24) geschlossenporig ist.

Schlauchleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der kompressible Schaum (24) ein Polyurethan (PUR)-Schaum ist.

Schlauchleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der kompressible Schaum (24) aus einem thermoplastischen Kunststoff, insbesondere aus unter Verwendung eines Treibmittels geschäumtem Recyklat der Schlauchleitung, besteht.

Schlauchleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaum (24) flexible, vorzugsweise gleichfalls geschäumte Füllkörper enthält.

Schlauchleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Barriere zusätzlich eine das Wellental (23) zumindest teilweise abdeckende Zunge aufweist.

Schlauchleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Profilstrang (18) einen Schenkel (21) und eine Lasche (22) aufweist, wobei der Schenkel (21) einer Windung sich mit der Lasche (22) einer benachbarten Windung in Anlage befindet und mit dieser fest verbunden ist.

Verfahren zur Herstellung einer Schlauchleitung, wobei ein Profilstrang (18) zu einer Schlauchleitung gewickelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Profilstrang (18) mit mindestens einem U-förmigen, mit Schaum (24) gefüllten Bereich (20) extrudiert und der Profilstrang (18) nachfolgend zu einer Schlauchleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche gewickelt wird.

Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst ein Profilstrang (18) mit einem U-förmigen Bereich (20) extrudiert, nachfolgend der U-förmige Bereich (20) mit Schaum gefüllt (23) und anschließend der Profilstrang (18) zu einer Schlauchleitung gewickelt wird.

Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Profilstrang (18) beim Wickeln stoffschlüssig verbunden wird.

Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Stoffschluss durch Verkleben erfolgt.

Staubsauger (1) mit einer als Saugschlauch (9) dienenden Schlauchleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 7 oder gefertigt nach mit einem Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11.

Description:
Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Schlauchleitung mit einer in Längsrichtung gewellten, innere Wellentäler aufweisenden Wandung, insbesondere zur Verwendung als Saugschlauch an einem Staubsauger, wobei im Bereich der inneren Wellentäler zur pneumatischen oder hydraulischen Glättung der Schlauchleitung eine Barriere in Form eines das Wellental füllenden, kompressiblen Schaums vorgesehen ist, sowie ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Schlauchleitung und einen mit einer derartigen Schlauchleitung ausgestatteten Staubsauger.

Hintergrund der Erfindung

Staubsauger dienen der Aufnahme von Verschmutzungen von Bodenflächen, Möbeln oder dergleichen durch einen Saugluftstrom. Hierzu wird der Saugmund einer Saugdüse auf die zu reinigende Oberfläche aufgesetzt, so dass Staub oder andere Verschmutzungen vom Saugluftstrom angesaugt werden. Der Saugluftstrom wird durch ein Sauggebläse erzeugt, welches mit einer Staubabscheideeinrichtung, beispielsweise einem Fliehkraftabscheider oder einem Staubfilterbeutel, in Strömungsverbindung steht. Die von der Saugdüse aufgenommenen Schmutzpartikel werden in der Staubabscheideeinrichtung gesammelt, während die gereinigte Luft an die Umgebung abgegeben wird. Der Saugmund einer für die Bodenreinigung geeigneten Saugdüse weist üblicherweise eine rechteckige Gestalt auf und erstreckt sich quer zur Schieberichtung. Um die Leistung des Sauggebläses besonders wirksam nutzen zu können, ist ein möglichst geringer Druckverlust zwischen Saugmund und Sauggebläse vorteilhaft.

Das Sauggebläse und die Staubabscheideeinrichtung können beispielsweise an einem Schubrohr befestigt sein, das bei normalem Betrieb unmittelbar mit der Saugdüse verbunden ist und in der Regel auch einen Teil des Strömungskanals zwischen Saugdüse und Sauggebläse ausbildet (Stielstaubsauger). Bei solchen Staubsaugern kann als gesonderter Ausstattungsteil zur Bewältigung besonderer Saugaufträge temporär und stromauf des Sauggebläses anstelle der Saugdüse ein flexibler Saugschlauch angesetzt werden, beispielsweise zum Aussagen tiefer Spalte. Nach einer anderen üblichen Bauform sind das Sauggebläse und die Staubabscheideeinrichtung im Gehäuse eines gesonderten Aggregateträgers angeordnet, der mittels eines Fahrwerks über die Bodenfläche bewegt werden kann und mit dem in die Saugdüse eingesteckten Schubrohr durch einen flexiblen Saugschlauch strömungsverbunden ist (Kanisterstaubsauger). Bei dieser Ausbildung weist der Saugschlauch in der Regel eine Länge von 1 600 mm (Millimeter) bis 2 000 mm und einen äußeren Durchmesser von 30 mm bis 60 mm auf.

Die flexiblen Saugschläuche derartiger Staubsauger sind üblicherweise als Wellschläuche ausgeführt, die im Längsschnitt eine wellenförmige Kontur aufweisen, welche den Schläuchen in axialer Richtung sowie bei Biegung um ihre Längsachsen eine erhebliche Flexibilität verleihen kann.

Nach einem ersten üblichen Herstellverfahren werden derartige Wellschläuche aus Kunststoff dadurch gefertigt, dass zunächst mittels eines Extruders und einem entsprechenden Extrusionswerkzeug aus einer Kunststoffschmelze ein glattes Schlauchprofil geformt wird. Nachfolgend wird der noch heiße Schlauch in einen Korrugator eingeführt, der in Extrusionsrichtung bewegbare Ketten aufweist. Die Kettenglieder sind mit quer zur Extrusionsrichtung verlaufenden, wellenartigen Vertiefungen ausgestattet, in welchen die noch plastisch verformbare Kunststoffmasse des Schlauches durch Anlegen eines Überdrucks im Rohrinneren und/oder eines Unterdrucks im Bereich der Kettenglieder eingepresst wird. Nach dem Abkühlen wird diese Wellenkontur dauerhaft im Schlauch eingefroren, wodurch dieser im späteren Gebrauch seine gewünschte Biegsamkeit erhält.

Bei einem weiteren üblichen Herstellverfahren wird mittels eines Extruders und eines Extrusionswerkzeugs aus einer Kunststoffschmelze ein endloser, flacher Profilstrang ausgeformt, dessen Querschnitt einerseits eine wellenförmige Kontur und andererseits randseitig einen Verbindungsbereich aufweist. Dieser Profilstrang wird nachfolgend helixförmig zu einem Schlauch gewickelt, wobei der Verbindungsbereich am ersten Rand des Profilstrangs in einem Stossbereich stets mit dem Verbindungsbereich am gegenüberliegenden zweiten Rand des Profilstrangs verbunden wird. Die Verbindung kann beispielsweise formschlüssig durch Verrasten oder aber stoffschlüssig durch Verschweißen oder Verkleben erfolgen.

Grundsätzlich ist es auch möglich, den Wellschlauch aus einer Vielzahl vorgeformter, insbesondere spritzgegossener Ringelemente zusammenzusetzen, die im Längsschnitt eine wellenförmige Kontur und an ihren axialen Enden einen Verbindungsbereich aufweisen. Auch in diesem Fall kann die Verbindung beispielsweise formschlüssig durch Verrasten oder aber stoffschlüssig durch Verschweißen oder Verkleben erfolgen.

Wenn derartige Wellschläuche zur Strömungsführung von Fluiden eingesetzt werden, weisen sie grundsätzlich den Nachteil auf, dass die in ihre Innenwandung eingeformten Wellentäler Turbulenzen in der Fluidströmung erzeugen und damit einen erhöhten Druckverlust hervorrufen. Bei einem Staubsauger führt dies zu einer Verminderung des Saugluftvolumenstroms, die aus ergonomischen und ökonomischen Gründen nur bedingt durch eine Erhöhung der Gebläseleistung oder des Schlauchdurchmessers kompensiert werden kann. Da der Saugluftvolumenstrom in direktem Zusammenhang mit der gemessenen Staubaufnahme steht, wird das Saugverhalten durch diesen Druckverlust beeinträchtigt. Die Turbulenzen können ferner zu einer erhöhten Geräuschentwicklung führen. Darüber hinaus ist es möglich, dass sich in den Wellentälern Staub und andere Verschmutzungen ablagern, die mit vertretbarem Aufwand kaum mehr zu entfernen sind.

Eine Schlauchleitung der eingangs genannten Art wird in der Patentschrift US 4,754,781 offenbart. Sie besteht aus einem extrudierten, durch Verwendung eines Korrugators gewellten Schlauch, dessen innere Wellentäler mit einem flexiblen Schaum aus einem thermoplastischen Kunststoff gefüllt sind. Dieser Schaum kann beispielsweise aus einem Polyolefin, einem Polyurethan oder aus einem geschäumten Elastomer, insbesondere einem thermoplastischen Elastomer, bestehen. Eine derartige Schlauchleitung weist zwar eine gut hydraulische oder pneumatische Glätte auf und verhindert die Ablagerung von Staub und ähnlichen Verschmutzungen im Wellental zuverlässig, ist jedoch hinsichtlich ihrer Fertigung ungünstig.

Aus der internationalen Patentanmeldung WO 2010/086819 A1 ist ein weiterer flexibler Schlauch zur Verwendung als Saugschlauch bei Staubsaugern bekannt, durch dessen Einsatz diese Nachteile vermieden werden sollen. Dieser Saugschlauch wird in der zuvor beschriebenen Weise aus einem endlos extrudierten, schraubenförmig gewickelten Profilstrang gefertigt, wobei an dem Profilquerschnitt an einem Rand eine erste Zunge und am gegenüberliegenden Rand eine zweite Zunge vorgesehen ist, welche nach dem Aufwickeln des Profils gemeinsam eine Fluidbarriere vor dem Wellental der inneren Schlauchwandung erzeugen und dieses hydraulisch oder pneumatisch glätten sowie Staubablagerungen im Wellental entgegenwirken. Da die zusammenwirkenden Zungen nicht starr miteinander verbunden sind, sondern einander nur überlappen, wird die Flexibilität des Wellschlauchs durch diese Ausbildung nur unwesentlich beeinflusst. Die Zungen sind dabei beispielsweise zueinander derart komplementär keilförmig oder gekrümmt verlaufend ausgeformt, dass der Verschluss des Wellentals auch bei einer Biegung des Saugschlauchs im Wesentlichen aufrecht erhalten wird.

Der aus dem Stand der Technik bekannte Saugschlauch ist zwar hinsichtlich seiner hydraulischen oder pneumatischen Glätte verbessert, das Eindringen von Staub in die Wellentäler kann durch die aufeinander gleitenden Zungen bei längerem Gebrauch jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Die europäische Patentanmeldung EP 1 407 707 A2 offenbart einen ähnlichen gewickelten Saugschlauch mit gewellter Wandung, bei welchem die Barriere aber aus nur einer an den Profilstrang auskragend angeformten, dickwandigen Zunge besteht, die nachfolgend das Wellental nur teilweise abdeckt. Der Schlauch versteift sich infolge Biegung bei dieser Ausbildung sprunghaft, sobald die Zunge an die gegenüberliegende Wandung des Wellentals anstößt. Ferner ist diese Ausführung hinsichtlich pneumatischer Glätte und Staubablagerung weniger günstig.

In der deutschen Gebrauchsmusterschrift DE 20 2009 009 809 U1 wird ein Schlauch zum Fördern von gasförmigen oder flüssigen Medien beschrieben, der aus einem gewellten Außenschlauch und einem inneren, glatten und an den Wellenbergen des Außenschlauchs anliegenden Innenschlauch besteht. Durch diese Ausbildung werden zwar Turbulenzen in der Fluidströmung verringert, aber auch die Flexibilität des Schlauchs beeinträchtigt. Ferner erfordert das Einbringen und Befestigen des Innenschlauches einen gesonderten Fertigungsschritt.

In der Patentanmeldung US 2004/0096616 A1 wird ferner ein aus einem helixförmigen Profilstang gewickelter, gewellter Saugschlauch offenbart, bei welchem der Profilstang einen einstückig angeformten Hohlprofilbereich mit quadratischem Querschnitt aufweist. Die Wanddicke dieses Hohlprofilbereichs entspricht der relativ großen Wanddicke des übrigen Profilstangs und ist somit relativ steif. In den Hohlprofilbereich ist ferner ein diesen im Wesentlichen ausfüllendes elektrisches Kabel eingefügt, so dass dieser in mit Bezug auf die Längsachse des Saugschlauchs axialer Richtung praktisch keine Kompressibilität aufweist. Um die Flexibilität des Saugschlauch möglichst wenig zu beeinträchtigen, füllt der steife Hohlprofilbereich daher nur ein geringen Teil des inneren Wellentals aus und bewirkt damit keine nennenswerte pneumatische Glättung des Saugschlauchs, sondern dient nur der Übertragung elektrischer Energie zwischen beiden Enden des Saugschlauchs.

Der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schlauchleitung, insbesondere zur Verwendung als Saugschlauch für einen Staubsauger, bereitzustellen, die bei guter hydraulischer oder pneumatischer Glätte einfach herzustellen ist. Weiter liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein einfaches und für die Serienproduktion geeignetes Herstellungsverfahren für den Saugschlauch bereitzustellen. Schließlich liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Staubsauger bereitzustellen, der ein besseres Verhältnis von Saugleistung und Energieaufwand bietet.

Erfindungsgemäße Lösung

Die Bezugszeichen in sämtlichen Ansprüchen haben keine einschränkende Wirkung, sondern sollen lediglich deren Lesbarkeit verbessern.

Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt durch eine Schlauchleitung mit den Merkmalen des Anspruchs 1, durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 7 und durch einen Staubsauger mit den Merkmalen des Anspruchs 11.

Zur Lösung der Aufgabe ist somit eine Schlauchleitung mit einer in Längsrichtung gewellten, innere Wellentäler aufweisenden Wandung geeignet, bei welcher im Bereich der inneren Wellentäler zur pneumatischen und/oder hydraulischen Glättung der Schlauchleitung eine Barriere in Form eines das Wellental füllenden, kompressiblen Schaums vorgesehen ist, wobei die Schlauchleitung aus einem helixförmig gewickelten Profilstrang besteht. Hinsichtlich des Verfahrens zur Herstellung einer solchen Schlauchleitung erfolgt die Lösung dadurch, dass ein Profilstrang mit mindestens einem U-förmigen, mit Schaum gefüllten Bereich extrudiert und nachfolgend zu einer Schlauchleitung gewickelt wird. Zur Lösung der Aufgabe ist weiterhin geeignet ein Staubsauger mit einer derartigen, als Saugschlauch dienenden Schlauchleitung.

Es ist im Zusammenhang mit dieser Erfindung unerheblich, ob ein Merkmal auf ein oder mehrere Wellentäler und/oder Schaumfüllungen gerichtet ist, da die Anzahl der Wellentäler bei einer gewickelten Schlauchleitung von der Anzahl der Wellen im Profilstrang abhängt. Somit weist ein gewickelter Wellschlauch je nach Ausbildung des Profilstrangs nur ein helixförmiges Wellental oder aber wenige, ineinander schraubenförmig gewundene Wellentäler auf. Die Bezeichnung „Wellentäler“ umfasst im Sinne der Erfindung also auch den Spezialfall nur eines „Wellentals“.

Im vorliegenden Zusammenhang beinhaltet „füllend“ sowohl die Möglichkeit eines teilweise als auch die Möglichkeit eines vollständigen Füllens der Wellentäler. So umfasst die Erfindung z.B. auch Ausführungen, in denen wenigstens ein Teil der Wellentäler bezogen auf die Tiefe der Wellentäler nur teilweise mit dem kompressiblen Schaum ausgefüllt sind. Auch umfasst die Erfindung Ausführungen, bei denen der Profilstrang nicht durchgehend sondern nur abschnittsweise mit dem Schaum gefüllt ist. Vorzugsweise sind die Wellentäler allerdings durchgehend und auch über die gesamte Tiefe der Wellentäler vollständig mit dem Schaum befüllt.

Es ist ein erreichbarer Vorteil der Erfindung, dass das Einbringen des Schaums in das innere Wellental der Schlauchleitung erheblich vereinfacht wird, da der Schaum nicht in das Innere eines Hohlprofils, sondern nur von außen in eine Einwölbung eines im Übrigen flachen Profilstrangs eingebracht werden muss. Die aus diesem mit einer Schaumfüllung versehenen Profilstrang gewickelte Schlauchleitung weist eine gute hydraulische oder pneumatische Glätte auf, wobei Ablagerungen von Staub und dergleichen im Wellental vermieden werden. Weiter kann durch die Erfindung der Strömungswiderstand und damit der Druckverlust in der Schlauchleitung gesenkt werde. Bei einem Staubsauger lässt sich dadurch das Verhältnis von Saugleistung und Energieaufwand verbessern.

Bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung

Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen, welche einzeln oder in Kombination miteinander eingesetzt werden können, sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Um eine Abbremsung der Fluidströmung durch die Schaumoberfläche zu minimieren, sollte die zum Rohrinneren weisende Oberfläche des Schaums eine besonders gute hydraulische oder pneumatische Glätte aufweisen. Vorzugsweise hat der Schaum dazu an der Oberfläche eine überwiegend (d.h. zu mindestens 50%) geschlossene Porenstruktur, besonders vorzugsweise eine zu mindestens 90%, besonders vorzugsweise eine zu mindestens 99% geschlossene Porenstruktur. In einer Ausführung der Erfindung ist die Porenstruktur an der Oberfläche im Wesentlichen vollständig geschlossen. In einer anderen Ausführung ist die Porenstruktur an der Oberfläche zumindest noch in dem Maße offen, dass einen Luftaustausch zwecks Kompression und Expansion des Schaums beim Biegen des Schlauchs möglich ist. Durch die überwiegend oder sogar vollständig geschlossne Porenstruktur an der Oberfläche kann auch ein Eindringen von Staub in die Schaumstruktur vermieden werden. Die Schlauchleitung behält ihre Flexibilität somit auch bei langer Nutzungsdauer bei.

Ein erster vorteilhafter Werkstoff für den kompressiblen Schaum ist ein (vernetzender) Polyurethan (PUR)-Schaum, der eine besonders gute Kompressiblität aufweist. Nach einer anderen vorteilhaften Ausbildung der Erfindung besteht der kompressible Schaum aus einem thermoplastischen Kunststoff, insbesondere aus unter Verwendung eines Treibmittels geschäumtem Recyklat der Schlauchleitung, wodurch die stoffliche Wiederverwertbarkeit der Schlauchleitung erleichtert wird. Die Dichte des Schaums beträgt vorzugsweise weniger als 70%, besonders vorzugsweise weniger als 40%, besonders vorzugsweise weniger als 20%, besonders vorzugsweise weniger als 10%, besonders vorzugsweise weniger als 5% der Dichte des ungeschäumten Materials.

Um die Kompressibilität des Schaums weiter zu erhöhen, ist der Schaum vorzugsweise großporig mit einem mittleren Porendurchmesser von mehr als 0,1 mm, besonders vorzugsweise mehr als 0,3 mm, besonders vorzugsweise mehr als 0,5 mm, besonders vorzugsweise mehr als 1 mm, besonders vorzugsweise mehr als 2 mm. Der mittlere Porendurchmesser ist vorzugsweise kleiner als 5 mm, besonders vorzugsweise kleiner als 3 mm. Es kann vorgesehen werden, dass der Schaum zur Erhöhung der Flexibilität ihrerseits hochflexible, vorzugsweise gleichfalls geschäumte Füllkörper enthält. Weiterhin ist bevorzugt, dass die Barriere zusätzlich eine das Wellental zumindest teilweise abdeckende Zunge aufweist. Hierdurch wird, insbesondere bei der Verwendung sehr weicher Schäume, die Schaumstruktur vor mechanischen Beschädigungen geschützt.

Hinsichtlich des Verfahrens ist es von Vorteil, wenn zunächst unter Verwendung eines ersten Extruders ein Profilstrang mit einem U-förmigen Bereich extrudiert, nachfolgend der U-förmige Bereich unter Verwendung eines weiteren Extruders mit Schaum gefüllt und anschließend der Profilstrang zu einer Schlauchleitung gewickelt wird. Durch dieses Vorgehen können die Kontur des Profilstrangs und die Schaumfüllung des U-förmigen Bereichs besonders gut gesteuert werden. Ferner wird hierdurch die Auswahl möglicher Schaumwerkstoffe verbreitert. Grundsätzlich ist es zur Verringerung des apparativen Aufwands aber auch möglich, den Profilstrang und die Schaumfüllung in einem gemeinsamen Extrusionswerkzeug auszuformen, an welches zwei Extruder angeschlossen sind.

Weiterhin ist bevorzugt, dass der Profilstrang beim Wickeln stoffschlüssig verbunden wird, so dass eine zuverlässige Abdichtung des gewickelten Profilstrangs bewirkt wird. Nach einer vorteilhaften Ausführung des Verfahrens erfolgt der Stoffschluss durch Verkleben, insbesondere mittels eines von einem weiteren Extruder bereitgestellten Klebstoffs, z.B. eines Heißklebstoffs, oder durch Schweißen. Vorzugsweise wird, wenn der Profilstrang helixförmig zu einem Schlauch gewickelt wird, ein Verbindungsbereich am ersten Rand des Profilstrangs in einem Stoßbereich mit dem Verbindungsbereich am gegenüberliegenden zweiten Rand des Profilstrangs stoffschlüssig durch Schweißen oder Kleben verbunden. In einer bevorzugten Ausführung der erfindungsgemäßen Schlauchleitung weist der Profilstrang einen Schenkel und eine Lasche auf, wobei der Schenkel einer Windung sich mit der Lasche einer benachbarten Windung in Anlage befindet und mit dieser fest verbunden ist. Es ist jedoch bei einer entsprechenden Ausbildung des Profilstrangs und Auswahl des Schaumwerkstoffs auch möglich, dass bereits die Klebewirkung des Schaums für eine dichte und mechanisch belastbare Verbindung ausreicht. In diesem Fall müssen der U-förmige Bereich und die Schaumfüllung naturgemäß in der Verbindungszone des Profilstrangs angeordnet sein.

Durch die Erfindung wird eine Schlauchleitung, insbesondere zur Verwendung mit einem Staubsauger, geschaffen, die einen vergleichseise geringen Strömungswiederstand aufweist und dennoch einfach und preiswert herzustellen ist. Es wird außerdem ein Verfahren für die einfache und rationelle Herstellung der Schlauchleitung bereitgestellt. Beim Einsatz in einem Staubsauger kann der Druckverlust im Saugschlauch verringert und dadurch das Verhältnis von Saugleistung und Energieeinsatz verbessert werden.

Figurenliste

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden nachfolgend an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels, auf welche die Erfindung jedoch nicht beschränkt ist, näher beschrieben.

Es zeigen schematisch:

  • 1 die Darstellung eines erfindungsgemäß ausgestatteten Bodenstaubsaugers;
  • 2 eine zur Verwendung an dem Staubsauger vorgesehene, erfindungsgemäße Schlauchleitung in seitlicher Ansicht (2a), in seitlichem Schnitt (2b), in perspektivischer Ansicht (2c) und in einem vergrößerten Ausschnitt (2d);
  • 3 eine Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens;
  • 4 einen Abschnitt des Schlauchs der 2 in gekrümmter Form; und schließlich
  • 5 einen Ausschnitt aus 4.

Ausführliche Beschreibung anhand eines Ausführungsbeispiels

Bei der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder vergleichbare Komponenten.

Der in 1 dargestellte Staubsauger 1 ist als Bodenstaubsauger ausgebildet. Grundsätzlich ist die Erfindung jedoch auch bei anderen Bauformen, beispielsweise einem mit einer flexiblen Saugrohrverlängerung ausgestatteten Stielstaubsauger, mit Vorteil einsetzbar.

Der Staubsauger 1 nach 1 besteht aus einem gesonderten Aggregateträger 2, welcher mit einem Fahrwerk 3 ausgestattet ist und damit komfortabel über die zu reinigende Bodenfläche bewegt werden kann. Das Gehäuse 4 des Aggregateträgers 2 nimmt insbesondere ein Sauggebläse 5 und eine Staubabscheideeinrichtung 6 in Form eines Staubfilterbeutels 7 auf. Weitere, nicht gezeigt Komponenten des Aggregateträgers sind beispielsweise ein aufwickelbares Stromkabel zur elektrischen Verbindung mit einem Stromnetz, Stelleinrichtungen zum Einschalten und zur Leistungseinstellung, elektronische Regelungseinrichtungen und ein Staufach für Zubehör wie Saugbürsten oder dergleichen.

Stromauf der Staubabscheideeinrichtung 6 ist ein Anschluss 8 zum Anbringen eines biegsamen Saugschlauches 9 vorgesehen, welcher seinerseits mit einem telekopierbaren Schubrohr 10 strömungsverbunden ist. Das Schubrohr 10 ist gedichtet in einen Anschlussstutzen 11 der Saugdüse 12 eingeschoben. Stromauf des gelenkig mit der übrigen Saugdüse 12 verbundenen Anschlussstutzens 11 weist die Saugdüse 12 ferner ein Saugdüsengehäuse 13 und eine über die zu reinigende Bodenfläche zu führende Gleitsohle 14 mit einem Saugmund 15 auf. Die Saugdüse 12 ist ferner mit einer Rollenanordnung 16 zur Abstützung des Schubrohrs 10 versehen.

Beim Reinigungsvorgang liegt die Gleitsohle 14 dichtend an der Bodenfläche an, wobei durch den am Saugmund 15 anliegenden Unterdruck ein Luftstrom angesaugt wird und den auf der Bodenfläche befindlichen Staub mitführt. Der Schmutz führende Luftstrom wird durch das Schubrohr 10 und den Saugschlauch 9 in die Staubabscheideeinrichtung 6 geleitet, wo der Staub im Staubfilterbeutel 7 abgeschieden wird. Der nunmehr gereinigte Luftstrom durchquert das Sauggebläse 5 und wird anschließend durch eine Öffnung 17 im Gehäuse 4 des Aggregateträgers 2 in die Umgebung abgeführt.

Der in 2 abgebildete Saugschlauch 9 ist aus einem aus Kunststoff extrudierten Profilstrang 18 helixförmig gewickelt, wobei der Profilstrang 18 im zur Verbindung vorgesehenen Stossbereich durch Einbringen eines Klebstoffs 19 stoffschlüssig dichtend verbunden ist. Der Profilstrang 18 weist an einem Rand einen U-förmig verlaufenden Bereich 20 mit einem endseitigen Schenkel 21 auf, der senkrecht zur Haupterstreckungsrichtung des Profilstangs 18 verläuft. An das dem U-förmigen Bereich 20 gegenüberliegenden Ende des Profilstrangs 18 ist ferner eine nach außen abragende Lasche 22 angeformt.

Bei der Fertigung des Saugschlauchs 9 wird der Profilsstrang 18 schraubenförmig aufgewickelt, wobei der Schenkel 21 in Anlage an die Lasche 22 gelangt und mit dieser durch Stoffschluss unlösbar und gasdicht verbunden wird. Der U-förmige Bereich 20 des Profilsstrangs 18 bildet nachfolgend das Wellental 23 des gewellten Saugschlauchs 9 aus, welches mit einem kompressiblen Schaum 24 ausgefüllt wird. Durch die Barrierewirkung des Schaums 24 wird der Saugschlauch 9 innen pneumatisch deutlich glatter, wodurch sich der Strömungswiderstand und damit der Druckverlust beim Staubsaugen verringern. Ferner wird der Ablagerung von Staub und anderen Verschmutzungen entgegengewirkt. Bei einer Biegung des Saugschlauchs 9 verformt sich zunächst der U-förmige Bereich 20 und damit das Wellental 23, welches auf der Innenseite der Krümmung durch Verengen der Wellentäler 23 gestaucht wird, während der Saugschlauch 9 auf seiner Außenseite gestreckt wird, indem sich die Wellentäler 23 dort erweitern. Dabei wird der dort befindliche Schaum elastisch komprimiert. Die Verbreiterung des Wellentals 23 auf der Außenseite der Krümmung wird durch ein Strecken des Schaums 24 kompensiert, so dass das die Barrierewirkung dort nicht unterbrochen wird.

Wie aus 3 ersichtlich, wird bei der Fertigung der zuvor beschriebenen Schlauchleitung zunächst unter Einsatz eines ersten Extruders 25 und einer nicht gezeigten Kalibrier- und Kühleinrichtung der Profilstrang 18 mit dem U-förmigen Bereich 20 ausgeformt, welcher nachfolgend unter Verwendung eines zweiten Extruders 26 mit dem kompressiblen und geschlossenzelligen Schaum 24 gefüllt wird. Dabei können dem Schaumwerkstoff flexible, vorzugsweise gleichfalls geschäumte Füllkörper beigefügt werden. Der Profilstrang 18 wird abschließend zu einem flexiblen Saugschlauch 9 gewickelt, wobei ein dritter Extruder den Klebstoff 19 zur Abdichtung und Fixierung des Verbindungsbereichs bereitstellt. Der Saugschlauch wird dabei durch Verwendung eines Förderritzels fortlaufend um seine Längsachse gedreht, um den Wickelvorgang aufrecht zu erhalten.

Die erfindungsgemäße Saugschlauch 9 weist aufgrund des Schaums 24 einen geringen Strömungswiderstand auf und ist dennoch einfach und preiswert herzustellen. Durch den geringen Strömungswiederstand wird der Druckverlust im Saugschlauch verringert und dadurch das Verhältnis von Saugleistung und Energieeinsatz verbessert. Bei der Herstellung wird das Einbringen des Schaums 24 in das innere Wellental 23 des Saugschlauchs 9 erheblich vereinfacht, da der Schaum 24 nicht in das Innere eines Hohlprofils, sondern nur von außen in eine Einwölbung eines im Übrigen flachen Profilstrangs 18 eingebracht werden muss. Die in der vorstehenden Beschreibung, den Ansprüchen und den Zeichnungen offenbarten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausgestaltungen von Bedeutung sein.

Bezugszeichenliste

1
Staubsauger
2
Aggregateträger
3
Fahrwerk
4
Gehäuse
5
Sauggebläse
6
Staubabscheideeinrichtung
7
Staubfilterbeutel
8
Anschluss
9
Saugschlauch
10
Schubrohr
11
Anschlussstutzen
12
Saugdüse
13
Saugdüsengehäuse
14
Gleitsohle
15
Saugmund
16
Rollenanordnung
17
Öffnung
18
Profilstrang
19
Klebstoff
20
Bereich (des Profilstrangs)
21
Schenkel
22
Lasche
23
Wellental
24
Schaum
25
Extruder (für den Profilstrang 18)
26
Extruder (für den Schaum 24)
27
Extruder (für den Klebstoff 19)