Title:
Method for transmission of current traffic condition of motor car to information receiver, involves transmitting common transport information of motor vehicle to information recipient for predetermined time period over communication module
Kind Code:
B3


Abstract:
The method involves sending traffic information to information receiver via a specific communication link. A communication device is located on motor car (1), to send traffic information to recipient trained communication device. A communication protocol is used to determine vehicle according to specific joint traffic information. The comprehensive traffic information is sent to information recipient over second communication module. The common transport information of motor vehicle is transmitted to information recipient for predetermined time period over another communication module. An independent claim is included for motor car.



Inventors:
Siegel, Andreas (85049, Ingolstadt, DE)
Application Number:
DE102011009812A
Publication Date:
05/03/2012
Filing Date:
01/31/2011
Assignee:
AUDI AG, 85057 (DE)
Audi Electronics Venture GmbH, 85080 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE112006001993B4N/A2010-08-19
DE19517309A1N/A1996-06-05



Claims:
1. Verfahren zur Übermittlung wenigstens einer den aktuellen Verkehrszustand eines Streckenabschnitts beschreibenden Verkehrsinformation an einen Informationsempfänger, wobei ein erstes Kommunikationsmodul einer Kommunikationseinrichtung eines auf dem Streckenabschnitt befindlichen Kraftfahrzeugs die Verkehrsinformation über eine gezielte Kommunikationsverbindung an den Informationsempfänger überträgt, wobei bei mehreren auf dem Streckenabschnitt fahrenden Kraftfahrzeugen mit zum Senden an den Informationsempfänger ausgebildeter Kommunikationseinrichtung durch Kommunikation, insbesondere Broadcast-Kommunikation, von wenigstens zwei Kraftfahrzeugen auf dem Streckenabschnitt mittels eines zweiten Kommunikationsmoduls der Kommunikationseinrichtung die Zahl der die Verkehrsinformation an den Informationsempfänger sendenden Kraftfahrzeuge reduziert wird, und wobei unter Verwendung eines Kommunikationsprotokolls durch die Kommunikation eine gemeinsame Verkehrsinformation und ein diese Verkehrsinformation an den Informationsempfänger übermittelndes Kraftfahrzeug bestimmt wird, wonach das bestimmte Kraftfahrzeug die bestimmte gemeinsame Verkehrsinformation an den Informationsempfänger übermittelt, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Kraftfahrzeug über das zweite Kommunikationsmodul eine insbesondere eine voraussichtlich zu übermittelnde Verkehrsinformation umfassende Übermittlungsabsicht an das wenigstens eine weitere Kraftfahrzeug sendet und nach einer vorbestimmten Zeitdauer die gemeinsame Verkehrsinformation an den Informationsempfänger übermittelt.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkehrsinformation über ein Mobilfunknetz an den Informationsempfänger übermittelt wird und/oder zur Kommunikation zwischen den Kraftfahrzeugen ein WLAN verwendet wird.

3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Übermittlungsabsicht nur dann gesendet wird, wenn nicht innerhalb eines vorbestimmten Zeitraums eine Übermittlungsabsicht empfangen wurde und/oder eine Übermittlungsinformation eines anderen Kraftfahrzeugs empfangen wurde und/oder eine eigene Übermittlung an den Informationsempfänger vorgenommen wurde.

4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Empfang einer Übermittlungsabsicht das empfangende Kraftfahrzeug die von ihm ermittelte Verkehrsinformation über das zweite Kommunikationsmodul sendet, wobei das Kraftfahrzeug, das die Übermittlungsabsicht ausgesendet hat, insbesondere nach Ablauf der Zeitdauer, aus den empfangenden Verkehrsinformationen die gemeinsame Verkehrsinformation ermittelt.

5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das übermittelnde Kraftfahrzeug nach Übermittlung der gemeinsamen Verkehrsinformation eine insbesondere die gemeinsame Verkehrsinformation umfassende Übermittlungsinformation über das zweite Kommunikationsmodul sendet.

6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine über das zweite Kommunikationsmodul empfangene Information unter Angabe des ursprünglichen Senders durch das empfangende Kraftfahrzeug weitergeleitet wird.

7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Verkehrsinformation eine Höchstgeschwindigkeit und/oder eine mittlere Geschwindigkeit, insbesondere gemeinsam mit einer den Streckenabschnitt identifizierenden Streckeninformation, gesendet wird.

8. Kraftfahrzeug (1, 1'), umfassend eine Kommunikationseinrichtung (2) mit einem ersten Kommunikationsmodul (3) zum Senden wenigstens einer den aktuellen Verkehrszustand eines Streckenabschnitts (8) beschreibenden Verkehrsinformation an einen Informationsempfänger und einem zweiten Kommunikationsmodul (4) zur Kommunikation mit auf dem selben Streckenabschnitt (8) befindlichen Kraftfahrzeugen (1, 1') und eine Steuereinrichtung (5), wobei die Steuereinrichtung (5) zur Übermittlung oder Nichtübermittlung der Verkehrsinformation an den Informationsempfänger in Abhängigkeit einer mittels des zweiten Kommunikationsmoduls (4) erfolgten Kommunikation mit wenigstens einem anderen Kraftfahrzeug (1, 1'), wobei eine Übermittlung einer gemeinsamen, unter Verwendung eines Kommunikationsprotokolls bestimmten Verkehrsinformationen an den Informationsempfänger in Abhängigkeit einer Bestimmung des Kraftfahrzeugs als übermittelndes Kraftfahrzeug unter Verwendung des Kommunikationsprotokolls erfolgt, und zum Aussenden einer insbesondere eine voraussichtlich zu übermittelnde Verkehrsinformation umfassenden Übermittlungsabsicht an das wenigstens eine weitere Kraftfahrzeug über das zweite Kommunikationsmodul und zur Übermittlung der gemeinsamen Verkehrsinformation an den Informationsempfänger nach einer vorbestimmten Zeit ausgebildet ist.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Übermittlung wenigstens einer den aktuellen Verkehrszustand eines Streckenabschnitts beschreibenden Verkehrsinformation an einen Informationsempfänger, wobei ein erstes Kommunikationsmodul einer Kommunikationseinrichtung eines auf dem Streckenabschnitt befindlichen Kraftfahrzeugs die Verkehrsinformation über eine gezielte Kommunikationsverbindung an den Informationsempfänger überträgt, wobei wobei bei mehreren auf dem Streckenabschnitt fahrenden Kraftfahrzeugen mit zum Senden an den Informationsempfänger ausgebildeter Kommunikationseinrichtung durch Kommunikation, insbesondere Broadcast-Kommunikation, von wenigstens zwei Kraftfahrzeugen auf dem Streckenabschnitt mittels eines zweiten Kommunikationsmoduls der Kommunikationseinrichtung die Zahl der die Verkehrsinformation an den Informationsempfänger sendenden Kraftfahrzeuge reduziert wird, und wobei unter Verwendung eines Kommunikationsprotokolls durch die Kommunikation eine gemeinsame Verkehrsinformation und ein diese Verkehrsinformation an den Informationsempfänger übermittelndes Kraftfahrzeug bestimmt wird, wonach das bestimmte Kraftfahrzeug die bestimmte gemeinsame Verkehrsinformation an den Informationsempfänger übermittelt, sowie ein Kraftfahrzeug.

Zur Verwendung in intelligenten Navigationssystemen und um auf andere Weise Informationen zum aktuellen Verkehrsfluss bereitstellen zu können, wurden Systeme vorgeschlagen, die ständig ein hochaktuelles Verkehrslagebild für möglichst alle Streckenabschnitte von Straßen liefern können. Streckenabschnitte können beispielsweise in digitalen Kartendaten, beispielsweise denen eines Navigationssystems, selbst schon definiert sein, insbesondere als zwischen zwei Kreuzungen oder zwischen zwei Ausfahrten liegende Abschnitte. Als Verkehrsinformation, die den aktuellen Verkehrszustand beschreibt, wird dann beispielsweise eine Geschwindigkeit, also eine Durchschnittsgeschwindigkeit, eine höchste Geschwindigkeit oder dergleichen, angesetzt.

Ein bekanntes Verfahren, um an die Verkehrsinformationen zu gelangen, wird „Floating Car Data” (FCD) genannt. Bei diesem Verfahren werden Kraftfahrzeuge mit Kommunikationseinrichtungen ausgestattet, die über ein Kommunikationsmodul eine gezielte (point to point) Verbindung zu einem die Daten sammelnden Informationsempfänger aufbauen können, beispielsweise einem zentralen Server für das Verkehrslagebild, auf dem die Verkehrsinformationen gesammelt und ausgewertet werden, um das Verkehrslagebild zu erzeugen. Häufig wird dabei ein Mobilfunknetz genutzt, um die Verkehrsinformation zu übertragen.

Dabei ist es üblich, dass ein Kraftfahrzeug neben der von ihm selbst ermittelten Verkehrsinformation, beispielsweise seiner aktuellen oder durchschnittlichen Geschwindigkeit, auch den Streckenabschnitt, auf dem es sich befindet, und die Fahrtrichtung überträgt, so dass die Information zugeordnet werden kann. Der Streckenabschnitt kann durch üblichen „map matching”-Verfahren bestimmt werden, bei denen mittels eines Positionssensors, insbesondere eines GPS-Sensors, eine Position bestimmt und einer Straße/einem speziellen Streckenabschnitt, der durch digitale Kartendaten definiert ist, zugeordnet wird. Häufig geschieht dies in Zusammenhang mit einem Navigationssystem, das auch die Verkehrsinformation bereits ermittelt.

Dabei tritt jedoch das Problem auf, dass spätestens dann, wenn sich mehrere mit einer derartigen Kommunikationseinrichtung ausgestattete Kraftfahrzeuge auf der Straße befinden, ein enormes Datenaufkommen am Server gegeben ist, da jedes dieser Kraftfahrzeuge, beispielsweise zyklisch, ein die Verkehrsinformation umfassendes Datenpaket über Mobilfunk an den Informationsempfänger sendet. Sind alle Kraftfahrzeuge mit einem solchen Kommunikationsmodul (auch „FCD-Modul” genannt) ausgestattet, so würden alle Kraftfahrzeuge die Datenpakete gleichzeitig an den Server senden. Dabei besteht die Gefahr, dass der Informationsempfänger durch das Datenaufkommen überlastet wird und gegebenenfalls ausfällt.

DE 195 17 309 A1 betrifft ein Verfahren zur Reduzierung einer aus den Fahrzeugen einer Stichprobenfahrzeugflotte zu übertragenden Datenmenge, wobei Informationen über den Betriebszustand und/oder die Umgebung der Fahrzeuge drahtlos an einen Zentralrechner übertragen werden sollen. Fahrzeuge der Stichprobenfahrzeugflotte können eine Austauschgruppe bilden, wobei die aufbereiteten Fahrzeug- und Positionsdaten einer Austauschgruppe jeweils durch ein ausgewähltes Fahrzeug dieser Austauschgruppe an den Zentralrechner übertragen werden. Die Auswahl des Fahrzeuges, das die Daten zum Zentralrechner überträgt, kann anhand einer Prioritätszahl, die den Fahrzeugen zugeordnet wird, ermittelt werden.

DE 11 2006 001 993 B4 betrifft ein System und ein Verfahren zum Bilden von Clustern aus Sondenfahrzeugen in einer Echtzeit-Verkehrsanwendung, bei dem ein Cluster-Kopf als ein Fahrzeug des Clusters festgelegt wird, welcher die Verkehrsdaten verarbeitet und wobei nur der Cluster-Kopf die verarbeiteten Verkehrsdaten an die Empfangszentrale übermittelt. Die Festlegung des Cluster-Kopfes erfolgt durch Austausch vordefinierter Nachrichten.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit dem eine Reduzierung des Datenaufkommens bei der durch das Kommunikationsmodul genutzten Übertragungsart, insbesondere dem Mobilfunk, und des Dateneingangs am Informationsempfänger erreicht wird.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß vorgesehen, dass wenigstens ein Kraftfahrzeug über das zweite Kommunikationsmodul eine insbesondere eine voraussichtlich zu übermittelnde Verkehrsinformation umfassende Übermittlungsabsicht an das wenigstens eine weitere Kraftfahrzeug sendet und nach einer vorbestimmten Zeitdauer die gemeinsame Verkehrsinformation an den Informationsempfänger übermittelt.

Die Erfindung schlägt also vor, ein zweites Kommunikationsmodul vorzusehen, welches eine Kommunikation zwischen verschiedenen Kraftfahrzeugen ermöglicht. Die auf einem Streckenabschnitt in der selben Fahrtrichtung fahrenden Kraftfahrzeuge kommunizieren mithin nicht nur ausschließlich mit dem Informationsempfänger, sondern auch untereinander, wobei diese lokale Kommunikation zur Reduzierung des Datenaufkommens zu dem Informationsempfänger, insbesondere einem feststehenden, zentralen Server, durchgeführt wird. Dabei erfolgt die Kommunikation mittels des zweiten Kommunikationsmoduls vorzugsweise auf einer lokalen Broadcast-Frequenz, so dass eine Information an alle im Sendebereich des sendenden Kraftfahrzeugs befindliche Kraftfahrzeuge, also idealerweise über den ganzen Streckenabschnitt, weitergegeben werden kann, wobei auch eine Art von „hopping” vorgesehen sein kann, bei dem Informationen auch außerhalb des eigenen Sendebereichs weitergereicht werden können. Die Kommunikationseinrichtung umfasst mithin zwei Kommunikationsmodule, wobei das erste Kommunikationsmodul lediglich zur Kommunikation mit dem Informationsempfänger, insbesondere dem zentralen Server, und das zweite Kommunikationsmodul nur zwischen den Fahrzeugen benutzt wird, wobei das Ziel der Verkehrsinformation, welche wie üblich mit dem aktuell befahrenen Streckenabschnitt und der Fahrtrichtung versendet werden kann, der Informationsempfänger ist. An dieser Stelle sei noch angemerkt, dass die Einteilung in Streckenabschnitte bereits gezielt so erfolgen kann, dass die Fahrtrichtung in der Definition enthalten ist, so dass diese Information nicht zusätzlich versendet werden muss.

Durch die Kommunikation der Kraftfahrzeuge auf einem Streckenabschnitt untereinander wird vorteilhafterweise eine Datenreduktion für den Informationsempfänger erreicht, das bedeutet, Ziel der Kommunikation ist es, Kraftfahrzeuge wenigstens teilweise daran zu hindern, ihre gegebenenfalls redundante Verkehrsinformation auch an den Informationsempfänger über das erste Kommunikationsmodul zu senden. Es soll also eine Art „Absprache” zwischen den einzelnen Kraftfahrzeugen erzielt werden, so dass letztlich nicht jedes auf einem Streckenabschnitt fahrende Kraftfahrzeug die Verkehrsinformation bezüglich dieses Streckenabschnittes an den Informationsempfänger senden muss.

Dabei kann vorgesehen sein, dass die Verkehrsinformation, wie grundsätzlich bekannt, über ein Mobilfunknetz an den Informationsempfänger übermittelt wird. Dabei liegt eine gezielte Punkt-Zu-Punkt-Kommunikation vor. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass zur Kommunikation zwischen den Kraftfahrzeugen ein WLAN (wireless local area network) verwendet wird. In diesem Fall ist also das zweite Kommunikationsmodul ein WLAN-Modul, über das verschiedene Informationen per Broadcast an die anderen Kraftfahrzeuge gesendet werden kann. Ein WLAN-Modul ist besonders geeignet, um Kontakt zu anderen Kraftfahrzeugen in der lokalen Umgebung aufzunehmen, die sich zur gleichen Zeit auf demselben Streckenabschnitt befinden.

Im erfindungsgemäßen Verfahren ist vorgesehen, dass unter Verwendung eines Kommunikationsprotokolls durch die Kommunikation eine gemeinsame Verkehrsinformation und ein diese Verkehrsinformation an den Informationsempfänger übermittelndes Kraftfahrzeug bestimmt wird, wonach das bestimmte Kraftfahrzeug die bestimmte gemeinsame Verkehrsinformation an den Informationsempfänger übermittelt. Es ist also vorgesehen, dass die einzelnen Kraftfahrzeuge auf dem gleichen Streckenabschnitt, beispielsweise regelmäßig, automatisch untereinander aushandeln, welches Datenpaket (beispielsweise Straße, Streckenabschnitt, Fahrtrichtung und aktuelle Verkehrsinformationen), insbesondere welche Verkehrsinformation, beispielsweise die aktuelle Geschwindigkeit, an den Informationsempfänger übermittelt wird und bestimmen einen Kommunikationsteilnehmer, der diese Daten dann stellvertretend für alle einmal übermittelt. Kommunikationsprotokolle, die in der Kraftfahrzeug-zu-Kraftfahrzeug-Kommunikation (car2car-Kommunikation) eingesetzt werden können, sind weithin bekannt und sollen hier nicht näher dargelegt werden.

Konkret ist vorgesehen, dass wenigstens ein Kraftfahrzeug über das zweite Kommunikationsmodul eine insbesondere eine voraussichtlich zu übermittelnde Verkehrsinformation umfassende Übermittlungsabsicht an das wenigstens eine weitere Kraftfahrzeug sendet und nach einer vorbestimmten Zeitdauer die gemeinsame Verkehrsinformation an den Informationsempfänger übermittelt. In diesem Falle wird die „Verhandlung” letztlich durch ein bestimmtes Kraftfahrzeug eröffnet, welches am Ende auch das bestimmte Kraftfahrzeug ist, das die gemeinsame Verkehrsinformation an den Informationsempfänger über das erste Kommunikationsmodul übermittelt. Es wird dann eine vorbestimmte Zeitdauer, beispielsweise einige Sekunden, gewartet, ob eine Antwort von einem weiteren Kraftfahrzeug verzeichnet wird, die beispielsweise eine Änderung der zu sendenden Verkehrsinformationen bedingt.

Zweckmäßigerweise kann vorgesehen sein, dass eine Übermittlungsabsicht nur dann gesendet wird, wenn nicht innerhalb eines vorbestimmten Zeitraums eine Übermittlungsabsicht empfangen wurde und/oder eine Übermittlungsinformation eines anderen Kraftfahrzeugs empfangen wurde und/oder eine eigene Übermittlung an den Informationsempfänger vorgenommen wurde. Damit tritt eine Art Selbstregulierung auf, die wiederum dafür sorgt, dass nicht zu häufig eine Verkehrsinformation gesendet wird, sondern sich eine gewisse Regelmäßigkeit einpendelt, wenn ein Kraftfahrzeug feststellt, dass die Bedingungen für das Aussenden einer Übermittlungsabsicht gegeben sind.

In Weiterbildung des Erfindungsgedankens kann vorgesehen sein, dass bei Empfang einer Übermittlungsabsicht das empfangende Kraftfahrzeug die von ihm ermittelte Verkehrsinformation über das zweite Kommunikationsmodul sendet, wobei das Kraftfahrzeug, das die Übermittlungsabsicht ausgesendet hat, insbesondere nach Ablauf der Zeitdauer, aus den empfangenen Verkehrsinformationen die gemeinsame Verkehrsinformation ermittelt. In diesem Fall ist es beispielsweise möglich, dass durch das bestimmte Kraftfahrzeug die übersandten Daten weiter verarbeitet werden, beispielsweise indem eine mittlere Geschwindigkeit mehrerer Kraftfahrzeuge gebildet wird oder die höchste in den von den anderen Kraftfahrzeugen erhaltenen Verkehrsinformationen enthaltene Geschwindigkeit herausgefiltert wird, um gemeinsame Verkehrsinformationen zu nutzen und zu übermitteln. In diesem Fall übernimmt das bestimmte Kraftfahrzeug also eine Art Moderations- und Sammelfunktion im Rahmen des automatischen Aushandelns der zu übermittelnden Daten.

Selbstverständlich sind auch andere Ausgestaltungen denkbar, wie auf eine empfangene Übermittlungsabsicht reagiert werden kann. Beispielsweise ist es möglich, dass ein anderes Kraftfahrzeug die mit der Übermittlungsabsicht gesendete Verkehrsinformation des die Übermittlungsabsicht aussendenden Kraftfahrzeugs auswertet und bei Vorliegen bestimmter Kriterien seine Verkehrsinformation sendet oder einen Hinweis aussendet, selbst senden zu wollen, folglich selbst das bestimmte Kraftfahrzeug zu sein. Dabei können die Kriterien eingesetzt werden, die bereits bezüglich der ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens dargelegt wurden.

Ferner kann vorgesehen sein, dass das übermittelnde Kraftfahrzeug nach Übermittlung der gemeinsamen Verkehrsinformation eine insbesondere die gemeinsame Verkehrsinformation umfassende Übermittlungsinformation über das zweite Kommunikationsmodul sendet. Nach Abschluss der Übermittlung erhalten also die anderen Kraftfahrzeuge auch eine Information, dass die Übermittlung an den Informationsempfänger vorgenommen wurde, so dass ihnen bekannt ist, wann der Zeitpunkt der letzten Übermittlung gewesen ist, so dass dies gegebenenfalls berücksichtigt werden kann.

Grundsätzlich sind selbstverständlich auch andere Ausgestaltungen der Kommunikation oder konkret des Kommunikationsmoduls im Rahmen der vorliegenden Erfindung denkbar, beispielsweise auch Protokolle, in denen eine Vielzahl zusätzlicher Informationen zwischen den Kraftfahrzeugen ausgetauscht wird, was beispielsweise bei den Streckenabschnitt wechselnden Kraftfahrzeugen nützlich sein kann, indem diese beispielsweise Informationen darüber erhalten, wann das letzte mal von diesem Streckenabschnitt eine Übermittlung an die Informationsempfänger stattfand und dergleichen.

In weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann wenigstens eine über das zweite Kommunikationsmodul empfangene Information unter Angabe des ursprünglichen Senders durch das empfangende Kraftfahrzeug weitergeleitet werden. Dieses Verfahren, das häufig auch als „hopping” bezeichnet wird, ermöglicht es, eine Information auch zu Kraftfahrzeugen weiterzutransportieren, die sich außerhalb des eigenen Sendebereichs befinden, so dass letztlich eine Absprache aller Kraftfahrzeuge auf einem Streckenabschnitt ermöglicht wird, ohne dass eine zu große Sendereichweite des zweiten Kommunikationsmoduls erforderlich wäre.

Wie bereits erwähnt, kann als Verkehrsinformation eine Höchstgeschwindigkeit und/oder eine mittlere Geschwindigkeit, insbesondere gemeinsam mit einer den Streckenabschnitt identifizierenden Streckeninformation, gesendet werden. Die Streckeninformation kann beispielsweise einen Identifikator für die befahrene Straße enthalten, eine Nummer des Streckenabschnitts oder dergleichen. Insbesondere wird in dem die Streckeninformation und Verkehrsinformation enthaltenden Datenpaket auch eine Fahrtrichtungsinformation an den Informationsempfänger übermittelt, da es ja zu einem unterschiedlichen Verkehrsfluss in den unterschiedlichen Fahrtrichtungen kommen kann.

Es sei an dieser Stelle noch angemerkt, dass es besonders zweckmäßig ist, wenn bei einer Kommunikation zwischen Kraftfahrzeugen über das zweite Kommunikationsmodul immer eine Information zu dem betreffenden Streckenabschnitt enthalten ist, um insbesondere in Überlappungsbereichen eine Verwirrung zu vermeiden.

Neben dem Verfahren betrifft die Erfindung auch ein Kraftfahrzeug, umfassend eine Kommunikationseinrichtung mit einem ersten Kommunikationsmodul zum Senden wenigstens einer den aktuellen Verkehrszustand eines Streckenabschnitts beschreibenden Verkehrsinformation an einen Informationsempfänger und einem zweiten Kommunikationsmodul zur Kommunikation mit auf demselben Streckenabschnitt befindlichen Kraftfahrzeugen und eine Steuereinrichtung, wobei die Steuereinrichtung zur Übermittlung oder Nichtübermittlung der Verkehrsinformation an den Informationsempfänger in Abhängigkeit einer mittels des zweiten Kommunikationsmoduls erfolgten Kommunikation mit wenigstens einem anderen Kraftfahrzeug auf dem Streckenabschnitt, wobei eine Übermittlung einer gemeinsamen, unter Verwendung eines Kommunikationsprotokolls bestimmte Verkehrsinformationen an den Informationsempfänger in Abhängigkeit einer Bestimmung des Kraftfahrzeugs als übermittelndes Kraftfahrzeug unter Verwendung des Kommunikationsprotokolls erfolgt, und zum Aussenden einer insbesondere eine voraussichtlich zu übermittelnde Verkehrsinformation umfassende Übermittlungsabsicht an das wenigstens eine weitere Kraftfahrzeug über das zweite Kommunikationsmodul und zur Übermittlung der gemeinsamen Verkehrsinformation an den Informationsempfänger nach einer vorbestimmten Zeit ausgebildet ist. Das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug kann mithin eingesetzt werden, um das erfindungsgemäße Verfahren durchzuführen. Es bildet Teil eines Kommunikationssystems, das neben dem Informationsempfänger mit einer entsprechenden Kommunikationseinrichtung ausgestattete Kraftfahrzeuge umfasst, welches Kommunikationssystem zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ausgebildet ist.

Das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug umfasst mithin zwei Kommunikationsmodule in seiner Kommunikationseinrichtung, wobei ein Kommunikationsmodul zur gezielten Übertragung der Verkehrsinformation sowie des Streckenabschnitts und der Fahrtrichtung an den Informationsempfänger ausgebildet ist, das zweite Kommunikationsmodul jedoch allein zur Kommunikation mit auf dem gleichen Streckenabschnitt befindlichen Kraftfahrzeugen mit dem Ziel dient, das Gesamtdatenaufkommen am Informationsempfänger zu verringern. Die Steuereinrichtung ist dabei ausgebildet, die mittels der Kommunikationsmodule gesendeten und/oder empfangenen Daten zu nutzen, um die entsprechenden Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens, die im eigenen Kraftfahrzeug ablaufen, durchzuführen. Mithin können mit dem erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug dieselben Vorteile wie mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielt werden, nämlich die Reduzierung des Datenaufkommens in der Kommunikationsart mit dem Informationsempfänger, insbesondere einem zentralen Server, wobei hier insbesondere ein Mobilfunknetz genutzt wird, sowie die Reduzierung der Datenmenge am Informationsempfänger selbst, wo das hochaktuelle Verkehrslagebild aus den Verkehrsinformationen ermittelt wird.

Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus den im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigen:

1 ein erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug, und

2 ein Kommunikationssystem mit dem erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug.

1 zeigt eine Prinzipskizze eines erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs 1. Es umfasst eine Kommunikationseinrichtung 2 mit einem ersten Kommunikationsmodul 3, welches zum Aufbau einer Kommunikationsverbindung über ein Mobilfunknetz an einen als zentralen Server ausgebildeten Informationsempfänger ausgebildet ist. Zusätzlich umfasst die Kommunikationseinrichtung 2 ein zweites Kommunikationsmodul 4, hier ein WLAN-Modul, über das über eine bestimmte Broadcast-Frequenz eine Kommunikation mit im Sendebereich des zweiten Kommunikationsmoduls 4 angeordneten weiteren Kraftfahrzeugen, die sich auf demselben Streckenabschnitt mit der selben Fahrtrichtung befinden, möglich ist. Die Ansteuerung der Kommunikationseinrichtung 2 erfolgt über eine Steuereinrichtung 5. Die Steuereinrichtung 5 steuert die Kommunikationseinrichtung 2 mit den Kommunikationsmodulen 3, 4 nun so an und wertet die empfangenen Daten derart aus, dass zumindest teilweise ein Senden einer den aktuellen Verkehrszustand eines Streckenabschnitts beschreibenden Verkehrsinformation an den zentralen Server unterbleiben kann, letztlich also das Datenaufkommen und die Auslastung des Mobilfunknetzes reduziert werden.

Die Steuereinrichtung 5 steht ferner in Verbindung mit einem Navigationssystem 11, welches ein Ortungsmodul und digitale Kartendaten umfasst. In dem Navigationssystem 11 kann festgestellt werden, auf welchem Streckenabschnitt sich das Kraftfahrzeug 1 gerade befindet. Die Streckenabschnitte können dabei innerhalb der digitalen Karte definiert sein, wobei angemerkt sei, dass zweckmäßigerweise vorgesehen sein kann, dass unterschiedliche Fahrtrichtungen auch als unterschiedliche Streckenabschnitte aufgefasst werden können, da dann zum einen die Fahrtrichtung nicht mehr explizit an einen Informationsempfänger übermittelt werden muss. Zudem wird es einfacher, sicherzustellen, dass nur die Kraftfahrzeuge 1, die sich auf genau demselben Streckenabschnitt mit der selben Fahrtrichtung bewegen, mit dem zweiten Kommunikationsmodul 4 kontaktiert werden.

Zur Ermittlung des Streckenabschnitts wird zunächst eine geodätische Position durch das Ortungsmodul, welches hierzu einen GPS-Sensor umfassen kann, ermittelt, die dann einer Punkt und somit einer Straße und einem Streckenabschnitt in den digitalen Kartendaten zugeordnet wird („map matching”). Wie bereits erwähnt, kann hier auch die Fahrtrichtung, beispielsweise durch Betrachtung der Historie, schon einfließen. Das Kraftfahrzeug 1 kann also zu jedem Zeitpunkt bestimmen, auf welchem Streckenabschnitt mit welcher Fahrtrichtung gefahren wird. Das Navigationssystem 11 kann zudem auch Geschwindigkeitsinformationen liefern, die die Grundlage für eine an den Server 10 zu übermittelnde Verkehrsinformation bilden können.

Die Steuereinrichtung 5 ist nun zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ausgebildet, welches durch die 2 näher erläutert werden soll, die ein Kommunikationssystem 6 zeigt, in dem auch das Kraftfahrzeug 1 eingesetzt wird. Dabei befindet sich das Kraftfahrzeug 1 in einer bestimmten Fahrtrichtung 7 auf einem Streckenabschnitt 8 einer Straße, hier beispielsweise einer zweispurigen Autobahn, von der nur die eine Fahrtrichtung gezeigt ist. Weitere ebenso erfindungsgemäß ausgestaltete Kraftfahrzeuge 1' mit einer Kommunikationseinrichtung 2 und einer Steuereinrichtung 5 fahren in derselben Fahrtrichtung 7 auf dem Streckenabschnitt 8.

Herkömmlicherweise würden nun alle Kraftfahrzeug 1, 1', insbesondere zyklisch, ein Datenpaket über das Mobilfunknetz 9 an den zentralen Server 10 senden, wobei das Datenpaket eine Streckeninformation zur Identifizierung des Streckenabschnitts 8, eine Verkehrsinformation, hier eine Geschwindigkeit, und, falls sie nicht schon implizit im Streckenabschnitt enthalten ist, die Fahrtrichtung des jeweiligen Kraftfahrzeugs 1, 1' enthält. Der Server 10 soll aus den Verkehrsinformationen ein hochaktuelles Verkehrslagebild ermitteln und anderen Applikationen, beispielsweise einem intelligentem Navigationssystem, zur Verfügung stellen.

Im vorliegenden Fall wird jedoch das Datenaufkommen über das Mobilfunknetz 9 und am Server 10 reduziert, indem das zweite Kommunikationsmodul genutzt wird, um unter Verwendung eines Kommunikationsprotokolls eine gemeinsame Verkehrsinformation und ein diese Verkehrsinformation an den Server 10 übermittelndes Kraftfahrzeug 1 zu bestimmen. Dabei findet die Kommunikation unter Kraftfahrzeugen 1, 1' statt, die auf dem selben Streckenabschnitt 8 in der selben Fahrtrichtung 7 fahren. Vorliegend ist die konkrete Realisierung so, dass das Kraftfahrzeug 1 zu einem ersten Zeitpunkt eine Übermittlungsabsicht über das zweite Kommunikationsmodul 4 broadcastet. Dies wird vom Kraftfahrzeug 1 nur dann durchgeführt, wenn nicht innerhalb eines vorbestimmten Zeitraums eine Übermittlungsabsicht empfangen wurde, eine Übermittlungsinformation eines anderen Kraftfahrzeugs empfangen wurde oder bereits eine eigene Übermittlung an den Server 10 vorgenommen wurde.

Ersichtlich empfangen die weiteren Kraftfahrzeuge 1 die Übermittlungsabsicht und können diese mittels ihrer Steuereinrichtung 5 auswerten. In diesem Ausführungsbeispiel wird bei einer empfangenen Übermittlungsabsicht die im eigenen Kraftfahrzeug 1' ermittelte Verkehrsinformation, hier also die Geschwindigkeit, an das Kraftfahrzeug 1 zurückübermittelt, welches die Übermittlungsabsicht ausgesendet hat. Die Steuereinrichtung 5 des Kraftfahrzeugs 1, das die Übermittlungsabsicht ausgesendet hat, wartet für eine vorbestimmte Zeitdauer auf Antworten und sammelt die in dieser Zeitdauer erhaltenen Verkehrsinformationen der weiteren Kraftfahrzeuge 1'. Diese werden zum Ende dieser Zeitdauer ausgewertet, so dass eine gemeinsame Verkehrsinformation ermittelt ist. Diese gemeinsame Verkehrsinformation wird dann, in einem Datenpaket gemeinsam mit der den Streckenabschnitt identifizierenden Streckenabschnittsinformation und der Fahrtrichtung 7, über das erste Kommunikationsmodul 3 an den Server 10 übermittelt. Unmittelbar nach der Übermittlung wird eine Übermittlungsinformation, insbesondere enthaltend die gemeinsame Verkehrsinformation, an die weiteren Kraftfahrzeuge 1' gebroadcastet, so dass diese von der erfolgten Übermittlung wissen.

Es sei an dieser Stelle noch angemerkt, dass es selbstverständlich auch andere Möglichkeiten gibt, das erfindungsgemäße Verfahren auszuführen, beispielsweise, indem nach Empfang einer Übermittlungsabsicht von dem Kraftfahrzeug 1 die Steuereinrichtungen 5 der weiteren Kraftfahrzeuge 1' die die Verkehrsinformation des Kraftfahrzeugs 1 enthaltenden Daten unter Berücksichtigung wenigstens eines Kriteriums auszuwerten und daraufhin beispielsweise ihre Verkehrsinformationen als besser geeignete Verkehrsinformationen übersenden oder gar sich selbst als bestimmtes Kraftfahrzeug, das letztlich die Übermittlung vornehmen will, vorschlagen. Verschiedenste Ausgestaltungen sind hier ersichtlich denkbar.

In einer alternativen, nicht erfindungsgemäßen Ausführungsform ist es im Übrigen auch möglich, dass ein Kraftfahrzeug 1, 1' ein Datenpaket mit einer Verkehrsinformation an den Server 10 übermittelt und die Verkehrsinformation und die Tatsache, dass übermittelt wurde, als Übermittlungsinformation broadcastet. Die anderen Kraftfahrzeuge 1, 1' können die empfangene Übermittlungsinformation dann dahingehend auswerten, ob eine Übermittlung ihrerseits innerhalb beispielsweise eines vorbestimmten Zeitraums nun überhaupt noch notwendig ist oder ob ihre Verkehrsinformation ein weiteres Senden an den Server 10 überhaupt rechtfertigt.