Title:
Arc processing machine has elastic support that is detachably arranged on outer surface of cylinders, and conveyor that is provided with sheet temporary holding unit that is guided in cylinder channel of forme cylinder
Kind Code:
A1


Abstract:
The machine has counter-pressure cylinder (2) and the counter-pressure cylinder (2) and forme cylinder (1). The forme cylinder is provided with cylinder channel (17). The forme cylinder is arranged adjacent to deflecting element (9). The machining tool for smoothing slot or groove is located on cylinders (1,2). The elastic support is detachably arranged on the outer surface of cylinders. The sheet temporary holding unit (12) of the conveyor is guided in the cylinder channel of the forme cylinder.



Inventors:
KEMMERER KLEMENS (DE)
Application Number:
DE102011006701A
Publication Date:
10/04/2012
Filing Date:
04/04/2011
Assignee:
MANROLAND SHEETFED GMBH (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102006051278A1N/A2008-05-15
DE19826974A1N/A1999-12-23
DE19819491C1N/A1999-09-16



Claims:
1. Bogenverarbeitungsmaschine mit einer Auslegevorrichtung, umfassend eine endlos umlaufende Fördereinrichtung (9 bis 12), welche wenigstens ein erstes Umlenkelement (9) und ein zweites Umlenkelement (10), einen Zugmittelmechanismus (11) und in Abständen daran angeordnete Bogenhaltemittel (12) aufweist, sowie wenigstens ein Druckwerk und/oder ein Lackwerk, wobei in Förderrichtung (16) vor einem ersten Auslegerstapel (5) in einem Abstand unterhalb der Ebene eines Zugtrums (11.1) des Zugmittelmechanismus (11) ein Zylinder (2) mit wenigstens einem Bogenhaltemittel (12) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Zylinder (2) ein Gegendruckzylinder (2) ist und dem Gegendruckzylinder (2) ein Formzylinder (1) mit wenigstens einem Zylinderkanal (17) benachbart zugeordnet ist, wobei der Formzylinder (1) dem ersten Umlenkelement (9) nachgeordnet ist,
dass auf einem der beiden Zylinder (1 oder 2) ein Bearbeitungswerkzeug zum Glätten, Nuten, Rillen, Schneiden, Stanzen oder Prägen lösbar angeordnet ist und auf dem anderen Zylinder (1 oder 2) wenigstens eine elastische Unterlage lösbar auf der Mantelfläche angeordnet ist, und
dass in den Zylinderkanal (17) des Formzylinders (1) temporär ein Bogenhaltemittel (12) der Fördereinrichtung (9 bis 12) aufnehmbar ist.

2. Bogenverarbeitungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bearbeitungswerkzeug wahlweise auf dem Formzylinder (1) oder dem Gegendruckzylinder (2) und die elastische Unterlage wahlweise auf dem Formzylinder (1) oder dem Gegendruckzylinder (2) angeordnet ist.

3. Bogenverarbeitungsmaschine nach wenigstens Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsposition des Formzylinders (1) zwischen dem Zugtrum (11.1) und dem Leertrum (11.2) des Zugmittelmechanismus (11) in je einem Seitengestell angeordnet ist.

4. Bogenverarbeitungsmaschine nach wenigstens Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Achspositionen des Formzylinders (1) und des zweiten Umlenkelements (10) fluchtend in je einem Seitengestell angeordnet sind.

5. Bogenverarbeitungsmaschine nach wenigstens Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bogenhaltemittel (12) des umlaufenden Zugmittelmechanismus (11) im Zylinderkanal (17) des Formzylinders (1) temporär verriegelbar ist.

6. Bogenverarbeitungsmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Gegendruckzylinder (2) mit dem Antrieb der Auslegervorrichtung und der Formzylinder (1) über einen Getriebemechanismus mit dem Gegendruckzylinder (2) gekoppelt ist und
dass der Formzylinder (1) mit einem separaten Antrieb gekoppelt ist und zwischen Formzylinder (1) und Gegendruckzylinder (2) eine Schaltkupplung angeordnet ist.

7. Bogenverarbeitungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegendruckzylinder (2) mit dem Antrieb der Auslegervorrichtung und der Formzylinder (1) mit einem vom Gegendruckzylinder (2) mechanisch getrennten, eigenmotorisch antreibbaren Einzelantrieb gekoppelt ist.

8. Bogenverarbeitungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Formzylinder (1) ein plattenförmiges Bearbeitungswerkzeug trägt und eine Werkzeugwechseleinrichtung (13) dem Formzylinder (1) umfangsseitig benachbart zugeordnet ist.

9. Bogenverarbeitungsmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Formzylinder (1) in je einer freilegbaren Lagerung austauschbar oder auswechselbar angeordnet ist.

10. Bogenverarbeitungsmaschine nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Formzylinder (1) ein hülsenförmiges Bearbeitungswerkzeug trägt, welches in Achsrichtung auf den Formzylinder (1) aufschiebbar und abziehbar ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Bogenverarbeitungsmaschine mit einer Auslegervorrichtung nach dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs. Die Bogenverarbeitungsmaschine ist insbesondere als Bogenmaterial verarbeitende Druckmaschine, Beschichtungsmaschine oder Lackiermaschine einsetzbar.

Eine Bogenverarbeitungsmaschine dieser Art ist aus DE 198 19 491 C1 bekannt. Die Auslegervorrichtung umfasst eine endlos umlaufende, das Bogenmaterial zu einem ersten Auslegerstapel zuführende Fördereinrichtung und eine vor dem ersten Auslegerstapel angeordnete zylinderförmige Trommel mit wenigstens einem Greifersystem. Die Trommel ist dem unteren Trum der Fördereinrichtung zugeordnet und kann wahlweise oder ständig Bogenmaterial aus dem Förderstrom entnehmen und auf einen der Trommel benachbarten zweiten Auslegerstapel ablegen.

DE 198 26 974 A1 offenbart eine Verarbeitungsmaschine und eine Vorrichtung, welche das Erzeugen von Prägestrukturen auf einem Bogenmaterial im Inline-Prozess einer Druckmaschine ermöglichen. Ausgehend von wenigstens einem auf das Bogenmaterial aufgebrachten Farbdruck wird anschließend das Bogenmaterial lackiert, insbesondere mittels eines wässrigen Dispersionslacks. Nach dem Lackieren wird die auf dem Bogenmaterial befindliche Lackschicht während des Transports des Bedruckstoffes getrocknet und darauffolgend wird in das die Druckfarbenschicht sowie die Lackschicht tragende Bogenmaterial geprägt. Die Druckmaschine umfasst ferner einen Ausleger für den Bogentransport zwecks Ablage des Bogenmaterials auf einem Auslegerstapel. Bekanntlich weisen für den Bogentransport derartige Ausleger eine umlaufende Fördereinrichtung mit in Abständen angeordneten Bogenhaltemitteln auf.

DE 10 2006 051 278 A1 offenbart ein Bearbeitungsmodul zum Stanzen, Rillen bzw. Prägen eines bedruckten und/oder lackierten Bogens. Der jeweilige Bogen ist zwischen zwei rotierenden Bearbeitungszylindern einführbar und beim Durchlaufen des Bearbeitungsspalts erfolgt eine mechanische Bearbeitung. Dem Bearbeitungsmodul ist hierzu eine erste, umlaufende Fördereinrichtung vorgeordnet, welche den jeweiligen Bogen an einem Greiferwagen fixiert zuführt und an Greifer eines der Bearbeitungszylinder übergibt. Dem Bearbeitungsmodul ist eine zweite, umlaufende Fördereinrichtung nachgeordnet, an die der jeweilige Bogen nach der mechanischen Bearbeitung übergeben wird.

Aufgabe der Erfindung ist es eine Bogenverarbeitungsmaschine der eingangs genannten Art zu schaffen, wobei in einem Inline-Prozess das zu verarbeitende Bogenmaterial durch ein Bearbeitungswerkzeug eine Aufwertung bzw. eine Veredelung erhalten soll.

Die Aufgabe wird durch die Ausbildungsmerkmale des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Ein erster Vorteil ist darin begründet, dass in einer Bogenverarbeitungsmaschine Inline die Oberfläche eines Bogenmaterials bzw. das Bogenmaterial selbst mittels eines Werkzeugs mechanisch bearbeitet wird, so dass dauerhaft eine jeweils gewünschte Aufwertung bzw. Veredelung erzeugt werden kann. Dabei kann das Bogenmaterial in bereits vorhergegangenen Schritten in entsprechenden Werken mit Farbe und/oder Lack und/oder Folie bedruckt, lackiert und/oder beschichtet oder durch sonstige Verfahren bearbeitet sein.

In vorteilhafter Weise wird im Anschluss an die jeweiligen genannten Verfahrensabläufe (Drucken, Lackieren etc.) das Bogenmaterial im Bereich einer Auslegervorrichtung aufgewertet bzw. veredelt und anschließend beispielsweise auf einen Auslegerstapel abgelegt oder einer Weiterverarbeitungsstation zugeführt. Damit wird eine Bogenverarbeitungsmaschine mit mehr Flexibilität geschaffen und stellt eine kostengünstige Lösung für die Veredelung von Bogenmaterial dar.

Als zweiter Vorteil kann genannt werden, dass die Bogenverarbeitungsmaschine zur Verarbeitung von Bogenmaterial ausgebildet ist und Bogenführungszylinder sowie eine Auslegervorrichtung für den Bogentransport umfasst. Dabei können die Bogenführungszylinder mit Bezug zu einem einfachgroßen Platten/Formzylinder einfachgroß (eintourig) oder mehrfachgroß, insbesondere doppeltgroß (1/2-tourig) bzw. (1/3-tourig) etc. ausgebildet sein, einschließlich deren Kombinationen innerhalb der Bogenverarbeitungsmaschine. Ebenso können die Bogenführungszylinder zumindest eine Mantelfläche aufweisen, welche – bezogen auf einen theoretischen Zylinderdurchmesser – als Vollzylinder ausgebildet ist oder vorzugsweise bei mehrfachgroßer Ausbildung innerhalb des theoretischen Zylinderdurchmessers angeordnete Mantelflächen umfasst.

Die Auslegervorrichtung umfasst in an sich bekannter Weise eine endlos umlaufende Fördereinrichtung, welche wenigstens ein erstes Umlenkelement und ein zweites Umlenkelement, einen Zugmittelmechanismus mit Zugtrum und Leertrum und in Abständen daran angeordnete Bogenhaltemittel für den Bogentransport, beispielsweise in Richtung eines ersten Auslegerstapels aufweist. Zumindest das Zugtrum der Fördereinrichtung ist zwischen den beiden Umlenkelementen horizontal angeordnet und in einem Abstand unterhalb der Ebene des Zugtrums ist ein Zylinder, insbesondere ein Gegendruckzylinder, mit Bogenhaltemitteln angeordnet.

Dem Gegendruckzylinder ist ein Formzylinder mit wenigstens einem Zylinderkanal benachbart zugeordnet. Beide Zylinder bilden in Wirkverbindung einen Bearbeitungsspalt durch den im Verarbeitungsprozess das Bogenmaterial gefördert wird. In einer weiteren Ausbildung können das zweite Umlenkelement und der Formzylinder als eine Baugruppe kombiniert sein und der Gegendruckzylinder ist unterhalb der Ebene des Zugtrums dem Formzylinder benachbart zugeordnet.

Auf einem der beiden Zylinder (Formzylinder oder Gegendruckzylinder) ist ein Bearbeitungswerkzeug zum Glätten, Nuten, Rillen, Schneiden, Stanzen oder Prägen des Bogenmaterials lösbar angeordnet und auf dem anderen Zylinder ist wenigstens eine elastische Unterlage lösbar auf der Mantelfläche des anderen Zylinders angeordnet. In einer Ausbildung können die Zylinder wahlweise als Matrizen- oder Patrizenzylinder ausgebildet sein. Der Formzylinder weist zumindest einen Zylinderkanal auf. In dem Zylinderkanal ist bei umlaufendem Zugmittelmechanismus temporär ein Bogenhaltemittel aufnehmbar. Der ein Bearbeitungswerkzeug tragende Formzylinder oder Gegendruckzylinder kann temperierbar sein, beispielsweise mittels einer im Inneren des Formzylinders bzw. Gegendruckzylinders angeordneten Temperiereinrichtung. Alternativ kann eine von Außen auf die Mantelfläche des entsprechenden Zylinders gerichtete Temperiereinrichtung vorgesehen sein. In einer weiteren Ausbildung kann die Abwärme von einer benachbarten Strahlungs-/Trocknungsquelle an den Formzylinder bzw. Gegendruckzylinder zuführbar sein.

Als Bogenmaterial kann Karton, Folie oder Papier eingesetzt werden. Eine derartige Bogenverarbeitungsmaschine kann im Schöndruck oder im Schön- und Widerdruck betrieben werden.

Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Dabei zeigen schematisch:

1 eine Bogenverarbeitungsmaschine mit erster Auslegervorrichtung,

2 eine weitere Ausbildung gem. 1,

3 eine Bogenverarbeitungsmaschine mit zweiter Auslegervorrichtung.

Eine Verarbeitungsmaschine für Bogenmaterial umfasst bevorzugt mehrere Druckwerke für den Schöndruck bzw. für den Schön- und Widerdruck. Die Bogenverarbeitungsmaschine kann Druckwerke und/oder und Lackwerke aufweisen.

Ebenso kann eine derartige Bogenverarbeitungsmaschine wenigstens ein Werk für einen Folientransfer, beispielsweise Kaltfolientransfer, auf das Bogenmaterial umfassen. Diese Werke sind an sich bekannt und in den 1 bis 3 nicht gezeigt.

Gemäß 1 und 2 ist in Forderrichtung 16 dem letzten Druckwerk oder Lackwerk oder sonstigen Werk ein erster Bogenführungszylinder 3, in der Ausbildung als Transferzylinder 3, mit Bogenhaltemitteln 12, beispielsweise Greifern, nachgeordnet. Dem Bogenführungszylinder 3 kann in einem Abstand eine an sich bekannte Bogenleiteinrichtung 7 benachbart zugeordnet sein. Dem ersten Bogenführungszylinder 3 folgt ein zweiter Bogenführungszylinder 4 mit Bogenhaltemitteln 12, welcher zwecks Auflage des Bogenmaterials auf der Mantelfläche beispielsweise als Vollzylinder ausgebildet ist. Dem zweiten Bogenführungszylinder 4 kann in einem Abstand eine Strahlungs-/Trocknungsquelle 8 benachbart angeordnet sein.

In Förderrichtung 16 ist dem zweiten Bogenführungszylinder 4 die weitere Auslegervorrichtung nachgeordnet, welche zumindest eine endlos umlaufende Fördereinrichtung 9 bis 12 umfasst. Die Fördereinrichtung 9 bis 12 kann mit einem Hauptantrieb der Bogenverarbeitungsmaschine oder separat mit einem Einzelantrieb gekoppelt sein. Die Antriebe sind bevorzugt mit einer Maschinensteuerung schaltungs- und signaltechnisch gekoppelt.

Die Fördereinrichtung 9 bis 12 ist zumindest durch ein erstes Umlenkelement 9 und ein dazu in einem Abstand angeordnetes, zweites Umlenkelement 10 sowie einen über die Umlenkelemente 9, 10 geführten Zugmittelmechanismus 11 (11.1, 11.2) gebildet. Beide Umlenkelemente 9, 10 sind in Seitengestellen gelagert und weisen beispielsweise in einer Ebene liegende Achspositionen auf. Die Achspositionen der Umlenkelemente 9, 10 liegen oberhalb der Achsposition des letzten Bogenführungszylinders 4. Die Achsposition des Bogenführungszylinders 4 liegt oberhalb der Achsposition des Bogenführungszylinders 3. Bei Bedarf können mehrere Bogenführungszylinder 3, 4 in dieser Anordnung vorgesehen sein. Der Zugmittelmechanismus 11 weist in Abständen daran angeordnete Bogenhaltemittel 12, zumindest für die Erfassung der Bogenvorderkante auf, welche den Bogentransport in Richtung eines ersten Auslegerstapels 5 realisieren. Zumindest das Zugtrum 11.1 des Zugmittelmechanismus 11 ist in einer horizontalen Erstreckung angeordnet. Das Leertrum 11.2 kann ebenso horizontal angeordnet sein.

Unterhalb des Zugtrums 11.1 ist in einem Abstand eine an sich bekannte Bogenleiteinrichtung 7 angeordnet. Der Bogenleiteinrichtung 7 ist in Förderrichtung 16 eine Bogenbremseinrichtung 14 nachgeordnet. Die Auslegervorrichtung kann oberhalb des Zugtrums 11.1 wenigstens eine angeordnete Strahlungs-/Trocknungsquelle 8 aufweisen.

Bevorzugt sind sämtliche Strahlungs-/Trocknungsquellen 8 schaltungs- und signaltechnisch mit einer Maschinensteuerung der Bogenverarbeitungsmaschine gekoppelt.

In Förderrichtung 16 ist vor dem ersten Auslegerstapel 5 (Hauptstapel) in einem Abstand unterhalb der Ebene des Zugtrums 11.1 des Zugmittelmechanismus 11 ein Zylinder 2, hier als Gegendruckzylinder 2 ausgebildet, mit wenigstens einem Bogenhaltemittel 12 gestellseitig angeordnet. Der Zylinder 2 umfasst wenigstens eine Mantelfläche zwecks Führung eines Bogenmaterials. Dem Gegendruckzylinder 2 ist ein Formzylinder 1 mit wenigstens einem Zylinderkanal 17 (ohne Bogenhaltemittel 12) benachbart zugeordnet. Beim Betrieb der Verarbeitungsmaschine nimmt dieser Zylinderkanal 17 temporär das jeweilige Bogenhaltemittel 12 der Fördereinrichtung 9 bis 12 auf, ansonsten ist der Zylinderkanal 17 frei. Bevorzugt ist das jeweilige Bogenhaltemittel 12 des umlaufenden Zugmittelmechanismus 11 im Zylinderkanal 17 des Formzylinders 1 temporär verriegelbar bzw. fixierbar, beispielsweise formschlüssig mittels Fanggabeln oder kraftschlüssig mittel Magnetkraft.

Die Achsposition des Formzylinders 1 kann bevorzugt zwischen den Umlenkelementen 9, 10 und dem Zugtrum 11.1 und dem Leertrum 11.2 des Zugmittelmechanismus 11 in je einem Seitengestell angeordnet sein, welches ebenso den Gegendruckzylinder 2 aufnehmen kann. Der Formzylinder 1 ist in Förderrichtung 16 dem ersten Umlenkelement 9 nachgeordnet.

In einer Ausbildung können zumindest der Gegendruckzylinder 2 und der Formzylinder 1 in einem Modul 15 aufgenommen sein. Das Modul 15 umfasst zumindest je ein Seitengestell mit Lagerstellen für den Formzylinder 1 und den Gegendruckzylinder 2 sowie bei Bedarf Mittel zum Führen des Zugmittelmechanismus 11. Ein derartiges Modul 15 ist bevorzugt in die vorhandenen Seitengestelle der Auslegervorrichtung integrierbar. In vorteilhafter Weise kann an einer an sich bekannten Auslegervorrichtung zumindest gestellseitig eine Trennstelle definiert sein und an dieser Trennstelle kann ein derartiges Modul 15 zwischen die jeweiligen, vorhandenen Seitengestelle angeordnet werden. Somit ist eine herkömmliche Auslegervorrichtung durch ein derartiges Modul 15 universeller nutzbar.

Auf einem der beiden Zylinder 1, 2 (Formzylinder 1 oder Gegendruckzylinder 2) ist ein Bearbeitungswerkzeug zum Glätten, Nuten, Rillen, Schneiden, Stanzen oder Prägen lösbar angeordnet und auf dem anderen Zylinder 1, 2 (Formzylinder 1 oder Gegendruckzylinder 2) ist wenigstens eine elastische Unterlage lösbar auf der Mantelfläche angeordnet. So kann wahlweise in erster Ausbildung der Formzylinder 1 das Bearbeitungswerkzeug tragen und der Gegendruckzylinder 2 trägt wenigstens eine elastische Unterlage, beispielsweise ein Gummituch. In zweiter Ausbildung kann wahlweise der Formzylinder 1 die wenigstens eine elastische Unterlage tragen und der Gegendruckzylinder 2 trägt das Bearbeitungswerkzeug. Der jeweilige Zylinder 1, 2 kann entsprechende Halte- oder Spannmittel zum Befestigen des beispielsweise plattenförmigen Bearbeitungswerkzeugs sowie der elastischen Unterlage aufweisen. Bei einem doppeltgroßen Gegendruckzylinder 2 (d. h. 1/2-tourig) sind zwei Mantelfläche vorhanden, auf denen beispielsweise jeweils zwei elastische Unterlagen oder Bearbeitungswerkzeuge angeordnet sein können.

Alternativ kann bzw. können das Bearbeitungswerkzeug und/oder die elastische Unterlage hülsenförmig (als Sleeve) für den jeweiligen Zylinder 1, 2 ausgebildet sein. Bevorzugt trägt der Formzylinder 1 ein hülsenförmiges Bearbeitungswerkzeug, welches in Achsrichtung auf den Formzylinder 1 aufschiebbar und abziehbar ist. Das hülsenförmige Bearbeitungswerkzeug für den Formzylinder 1 weist eine achsparallel verlaufende Ausformung auf, welche der Kontur des Zylinderkanals 17 des Formzylinders 1 angepasst ist. Dabei wird der notwendige Freiraum für das temporär im Zylinderkanal 17 aufnehmbare Bogenhaltemittel 12 der Fördereinrichtung 9 bis 12 nicht eingeschränkt.

Unterhalb des Gegendruckzylinders 2 kann in dessen Förderrichtung ein nachgeordneter, zweiter Auslegerstapel 6 oder ein Aufnahmebehälter vorgesehen sein. Alternativ können Transportmittel für das Bogenmaterial und/oder Einrichtungen für die Weiterverarbeitung des Bogenmaterials vorgesehen sein.

Beide Zylinder 1, 2 sind gestellseitig gelagert, bilden einen Kontaktspalt und sind mittels Hauptantrieb oder mittels Einzelantrieb (Einzelmotoren) antreibbar. Die Antriebe sind bevorzugt mit einer Maschinensteuerung schaltungs- und signaltechnisch gekoppelt. In einer Ausbildung kann der Gegendruckzylinder 2 mit dem Antrieb der Auslegervorrichtung, beispielsweise über den Zugmittelmechanismus 11, gekoppelt sein. Der Antrieb der Auslegervorrichtung ist bevorzugt der Hauptantrieb. Mittels eines Getriebemechanismus kann der Gegendruckzylinder 2 mit dem Formzylinder 1 gekoppelt sein, so dass der Antrieb der Auslegervorrichtung ein Moment auf den Formzylinder 1 einspeisen kann. Am Formzylinder 1 sind Mittel zum temporären Trennen des Antriebs der Auslegervorrichtung, beispielsweise eine Schaltkupplung, vorgesehen und der Formzylinder 1 kann ständig oder temporär mit einem Einzelantrieb gekoppelt sein. Die Schaltkupplung sowie der Einzelantrieb und der Antrieb der Auslegervorrichtung sind schaltungs- und signaltechnisch mit der Maschinensteuerung gekoppelt.

Alternativ kann der Gegendruckzylinder 2 mit dem Antrieb der Auslegervorrichtung und der Formzylinder 1 mit einem vom Gegendruckzylinder 2 bzw. dem Antrieb der Auslegervorrichtung mechanisch getrennten, eigenmotorisch antreibbaren Einzelantrieb gekoppelt sein. Der Antrieb der Auslegervorrichtung und der Einzelantrieb sind wiederum schaltungs- und signaltechnisch mit der Maschinensteuerung gekoppelt.

Beispielsweise kann der erste Zylinder 1 die negative Matrize tragen und der zweite Zylinder 2 trägt dann die positive Patrize (oder umgekehrt). Alternativ kann einer der beiden Zylinder 1 oder 2 ein Werkzeug tragen und der jeweils andere Zylinder 1 oder 2 trägt eine relativ elastische oder relativ harte (nicht elastische) Gegendruckunterlage, beispielsweise ein Gummituch.

Trägt bevorzugt der Formzylinder 1 ein plattenförmiges Bearbeitungswerkzeug zum Glätten, Nuten, Rillen, Schneiden, Stanzen oder Prägen so kann diesem Formzylinder 1 eine Werkzeugwechseleinrichtung 13 in Wirkverbindung umfangsseitig benachbart angeordnet sein. 1 zeigt eine gestellseitig in einem Drehgelenk 19 aufgenommene Werkzeugwechseleinrichtung 13. Diese Werkzeugwechseleinrichtung 13 trägt zumindest ein Bearbeitungswerkzeug, alternativ kann diese zusätzlich als Werkzeugmagazin ausgebildet sein. Bei umlaufender Fördereinrichtung 9 bis 12 ist die Werkzeugwechseleinrichtung 13' (1) im Wesentlichen parallel zum Zugmittelmechanismus 11 in einer Bereitschaftsposition angeordnet, so dass Kollisionen mit den umlaufenden Bogenhaltemitteln 12 ausgeschlossen sind. Bei stillgesetzter Fördereinrichtung 9 bis 12 kann die Werkzeugwechseleinrichtung 13' aus der Bereitschaftsposition in Richtung des Formzylinders 1 in eine Arbeitsposition (1, Werkzeugwechseleinrichtung 13) um die Achse eines Drehgelenks 19 geschwenkt werden 8 (und zurück). In dieser Arbeitsposition kann in radialer Richtung zum Formzylinder 1 ein erstes Bearbeitungswerkzeug vom Formzylinder 1 abgefordert und ein zweites Bearbeitungswerkzeug auf den Formzylinder 1 zugefördert und dort fixiert werden.

2 zeigt eine weitere Ausbildung einer Werkzeugwechseleinrichtung 13, die wiederum zumindest ein Bearbeitungswerkzeug trägt bzw. zusätzlich als Werkzeugmagazin ausgebildet sein kann. Diese Werkzeugwechseleinrichtung 13 ist parallel zur Achsposition des Formzylinders 1, im Wesentlichen horizontal angeordnet und kann das jeweilige Bearbeitungswerkzeug seitlich (Doppelpfeil), beispielsweise durch eine Öffnung eines Seitengestells, abfördern bzw. zufördern. Hierzu können Linearführungen vorgesehen sein, die mit der Werkzeugwechseleinrichtung 13 in Wirkverbindung sind. Bevorzugt ist die Werkzeugwechseleinrichtung 13, ggf. mit Linearführungen, zwischen dem Zugmittelmechanismus 11 angeordnet. Ein Bearbeitungswerkzeug kann somit in kombiniert axialer und radialer Richtung zum Formzylinder 1 abgefordert bzw. zugefördert und fixiert werden.

3 zeigt eine weitere Ausbildung der Auslegervorrichtung. Die Werkzeugwechseleinrichtung 13, die wiederum zumindest ein Bearbeitungswerkzeug trägt bzw. zusätzlich als Werkzeugmagazin ausgebildet sein kann, kann in kombiniert axialer/radialer Richtung zum Formzylinder 1 in Wirkverbindung sein. 3 zeigt die kombiniert axiale/radiale Vorgehensweise. Der Formzylinder 1 ist hierbei mit dem zweiten Umlenkelement 10 zu einer Baugruppe kombiniert und trägt das entsprechende Bearbeitungswerkzeug, d. h. Formzylinder 1 und zweites Umlenkelement 10 liegen auf einer gemeinsamen Achsposition. Somit sind hinsichtlich der Relativlage die Achspositionen des Formzylinders 1 und des zweiten Umlenkelements 10 fluchtend in je einem Seitengestell angeordnet.

Endseitig ist auf der Achse des Formzylinders 1 das jeweilige Umlenkelement 10 angeordnet, über welches der Zugmittelmechanismus 11 geführt ist. Dem Formzylinder 1 ist wiederum ein Gegendruckzylinder 2 benachbart angeordnet, welcher beispielsweise ein Gummituch trägt. In Förderrichtung 16 kann dem Gegendruckzylinder 2 eine Transportvorrichtung 18 nachgeordnet sein, welche das Bogenmaterial auf einen nicht gezeigten, ersten Auslegerstapel 5 oder an eine Weiterverarbeitungsstation zuführt. Die Transportvorrichtung 18 kann beispielsweise ein umlaufender Bandförderer, beispielsweise mit wenigstens einem Saugband sein.

Die Formzylinder 1 in den Ausbildungen gemäß 1 bis 3 können in jeweils gestellfesten Lagerungen angeordnet sein. In einer Ausbildung kann jede Lagerung halbschalenförmig ausgeführt sein. Halbschalenförmige Lagerungen sind jeweils wenigstens aus zwei Lagerschalenteilen gebildet, wobei im stillgesetzten Zustand wenigstens ein Lagerschalenteil den Formzylinder 1 abstützt. Das andere Lagerschalenteil kann aus der eigentlichen Lagerposition entfernt werden, so dass der Formzylinder 1 freilegbar ist und bei Bedarf austauschbar bzw. auswechselbar ist. Hierbei kann ein Formzylinder 1 mit Bearbeitungswerkzeug gegen einen weiteren Formzylinder 1 mit Bearbeitungswerkzeug ausgetauscht oder ausgewechselt werden. Bei einer derartigen Ausbildung kann eine Werkzeugwechseleinrichtung 13 entfallen.

Wie bereits angeführt kann der bevorzugt der Formzylinder 1 eines der Bearbeitungswerkzeuge tragen und kann, beispielsweise beim Einsatz einer Glättplatte, temperierbar sein.

Die Wirkungsweise ist wie folgt: Das bedruckte und/oder lackierte und/oder sonst beschichtete Bogenmaterial wird mittels der rotativ antreibbaren Bogenführungszylinder 3, 4 in Förderrichtung 16 transportiert und von einem Bogenhaltemittel 12 des der Auslegervorrichtung unmittelbar vorgeordneten Bogenführungszylinders 4 an ein Bogenhaltemittel 12 des rotativ umlaufenden Zugmittelmechanismus 11 übergeben. Dieses Bogenhaltemittel 12 fördert in Förderrichtung 16 das Bogenmaterial im Wesentlichen horizontal mit Unterstützung der Bogenleiteinrichtung 7 in Richtung der Kontaktstelle von Formzylinder 1 und Gegendruckzylinder 2. Dabei taucht das Bogenhaltemittel 12 temporär in den Zylinderkanal 17 des rotierenden Formzylinders 1 ein. Bei Bedarf wird das Bogenhaltemittel 12 temporär im Zylinderkanal 17 verriegelt. In der Kontaktstelle der rotativ antreibbaren Formzylinder 1 und Gegendruckzylinder 2 erhält das Bogenmaterial die mechanische Bearbeitung, je nach eingesetztem Werkzeug. Beispielsweise wird in der Kontaktstelle das Bogenmaterial zwischen Formzylinder 1 und Gegendruckzylinder 2 nach dem Prinzip Matrize/Patrize geprägt. Bei Bedarf wird die Verriegelung des Bogenhaltemittels 12 gelöst und anschließend verlässt das Bogenhaltemittel 12 den Zylinderkanal 17.

Das Bogenhaltemittel 12 am Zugmittelmechanismus 11 kann in erster Ausbildung (1, 2) das Bogenmaterial in Förderrichtung 16 über die Bogenbremseinrichtung 14 weiter transportieren und legt dieses in an sich bekannter Weise auf den ersten Auslegerstapel 5 ab.

In zweiter Ausbildung (1, 2) kann in der Kontaktstelle von Formzylinder 1 und Gegendruckzylinder 2 das Bogenmaterial an ein Bogenhaltemittel 12 des Gegendruckzylinders 2 übergeben werden und der Gegendruckzylinder 2 schleust das Bogenmaterial in Richtung zweiten Auslegerstapel 6 aus, wie dies aus DE 198 19 491 C1 bekannt ist.

In einer dritten Ausbildung (3) kann in der Kontaktstelle von Formzylinder 1 und Gegendruckzylinder 2 das Bogenmaterial vom Bogenhaltemittel 12 des Zugmittelmechanismus 11 an die nachgeordnete Transportvorrichtung 18 übergeben werden. Der Transportvorrichtung 18 kann ein erster Auslegerstapel 5 nachgeordnet sein. Alternativ kann das Bogenmaterial mittels der Transportvorrichtung 18 an eine nachgeordnete Weiterverarbeitungsstation zugeführt werden.

Bei Bedarf kann das Bogenmaterial an ein Bogenhaltemittel 12 des Gegendruckzylinders 2 übergeben werden und der Gegendruckzylinder 2 schleust das Bogenmaterial in Richtung des zweiten Auslegerstapels 6 aus.

Bei einem Wechsel des plattenförmigen Bearbeitungswerkzeugs wird der Formzylinder 1 in der Kontaktstelle zum Gegendruckzylinder 2 temporär getrennt. In erster Ausbildung wird vorzugsweise der Formzylinder 1 vom Hauptantrieb mittels einer Schaltkupplung getrennt und temporär mit dem zugeordneten Einzelantrieb gekoppelt. Der Einzelantrieb verdreht den Formzylinder 1 und positioniert diesen in der Wechselposition. Das Bearbeitungswerkzeug wird vom Formzylinder 1 aus den Haltemitteln gelöst und der Formzylinder 1 wird mittels Einzelantrieb verdreht, so dass das Bearbeitungswerkzeug in Richtung der Werkzeugwechseleinrichtung 13 abgefördert werden kann. Anschließend wird der Formzylinder 1 gestoppt und ein weiteres Bearbeitungswerkzeug wird mittels Werkzeugwechseleinrichtung 13 dem Formzylinder 1 zugeführt. Der Formzylinder 1 wird mittels Einzelantrieb verdreht und das Bearbeitungswerkzeug wird auf dem Formzylinder 1 lösbar fixiert. Danach kann die Kopplung zum Einzelantrieb getrennt werden und der Formzylinder 1 wird mittels der Schaltkupplung in den Hauptantrieb integriert.

Bezugszeichenliste

1
Formzylinder
2
Gegendruckzylinder
3
erster Bogenführungszylinder
4
zweiter Bogenführungszylinder
5
erster Auslegerstapel
6
zweiter Auslegerstapel
7
Bogenleiteinrichtung
8
Strahlungs-/Trocknungsquelle
9
erstes Umlenkelement
10
zweites Umlenkelement
11
Zugmittelmechanismus
11.1
Zugtrum
11.2
Leertrum
12
Bogenhaltemittel
13
Werkzeugwechseleinrichtung
14
Bogenbremseinrichtung
15
Modul
16
Förderrichtung
17
Zylinderkanal
18
Transportvorrichtung
19
Drehgelenk

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 19819491 C1 [0002, 0042]
  • DE 19826974 A1 [0003]
  • DE 102006051278 A1 [0004]