Title:
Empfänger und Verfahren zum Empfang durch einen Empfänger eines Knotens in einem Funknetz
Kind Code:
B4


Abstract:

Verfahren zum Empfang eines Datenstroms durch einen Empfänger (100) eines Knotens in einem Funknetz,
bei dem ein Empfangssignal aus einem über eine Antenne (900) empfangenen Funksignal (RF) gebildet wird,
bei dem eine erste Zeitbasis (sync1) mittels einer Synchronisation ermittelt wird,
bei dem während des Empfangs eines Rahmens (FRX) fortlaufend ein Energiewert (E(t)) des Empfangssignals ermittelt wird, ein Differenzwert (ΔE1(t)) aus einem aktuellen Energiewert (E(t)) und einem vorherigen Energiewert (E(t-1)) bestimmt wird, und der Differenzwert (ΔE1(t)) mit einer Schwelle (S) verglichen wird,
wobei während des Empfangs des Rahmens (FRX) die erste Zeitbasis (sync1) gelöscht und eine erneute Synchronisation zur Ermittlung einer zweiten Zeitbasis (sync2) gestartet wird, wenn die Schwelle (S) vom Differenzwert (ΔE1(t)) überschritten wird. embedded image




Inventors:
Ferchland, Tilo, Dr. (01277, Dresden, DE)
Jaehne, Rolf, Dr. Phys. (01458, Ottendorf-Okrilla, DE)
Poegel, Frank, Dr. Ing. (01309, Dresden, DE)
Sachse, Eric, Dipl.-Ing. (04155, Leipzig, DE)
Application Number:
DE102010034521A
Publication Date:
08/16/2018
Filing Date:
08/16/2010
Assignee:
Atmel Corp. (Calif., San Jose, US)
International Classes:



Foreign References:
200502723752005-12-08
200901751632009-07-09
200903278892009-12-31
61342832000-10-17
Attorney, Agent or Firm:
Grünecker Patent- und Rechtsanwälte PartG mbB, 80802, München, DE
Claims:
Verfahren zum Empfang eines Datenstroms durch einen Empfänger (100) eines Knotens in einem Funknetz,
bei dem ein Empfangssignal aus einem über eine Antenne (900) empfangenen Funksignal (RF) gebildet wird,
bei dem eine erste Zeitbasis (sync1) mittels einer Synchronisation ermittelt wird,
bei dem während des Empfangs eines Rahmens (FRX) fortlaufend ein Energiewert (E(t)) des Empfangssignals ermittelt wird, ein Differenzwert (ΔE1(t)) aus einem aktuellen Energiewert (E(t)) und einem vorherigen Energiewert (E(t-1)) bestimmt wird, und der Differenzwert (ΔE1(t)) mit einer Schwelle (S) verglichen wird,
wobei während des Empfangs des Rahmens (FRX) die erste Zeitbasis (sync1) gelöscht und eine erneute Synchronisation zur Ermittlung einer zweiten Zeitbasis (sync2) gestartet wird, wenn die Schwelle (S) vom Differenzwert (ΔE1(t)) überschritten wird.

Verfahren nach Anspruch 1,
bei dem der vorherige Energiewert (E(t-1)) und der aktuelle Energiewert (E(t)) durch eine Mittelung einer Anzahl Werten (RSSI) einer Signalfeldstärke des Funksignals (RF) bestimmt werden.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei dem der vorherige Energiewert (E(t-1)) und der aktuelle Energiewert (E(t)) fortlaufend in einem sich verschiebenden Zeitfenster ermittelt werden.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei dem zumindest zwei Differenzwerte (ΔE1(t), ΔE2(t)) für zumindest zwei vorherige Energiewerte (E(t-1), E(t-2)) bestimmt werden, und
bei dem jeder der zumindest zwei Differenzwerte (ΔE1(t), ΔE2(t)) mit der Schwelle (S) verglichen wird.

Empfänger (100) eines Knotens eines Funknetzes zum Empfang eines Datenstroms,
mit einer Digitalschaltung (150), die zur Bildung eines Empfangssignals aus einem über eine Antenne (900) empfangenen Funksignal (RF) eingerichtet ist,
mit einer Synchronisationseinheit (700), die eingerichtet ist, eine erste Zeitbasis (sync1) durch eine Synchronisation zu ermitteln,
mit einer Auswertungsvorrichtung (10, 10'), die eingerichtet ist, während des Empfangs eines Rahmens (FRX) fortlaufend einen Energiewert (E(t)) des Empfangssignals zu ermitteln, einen Differenzwert (ΔE1(t)) aus einem aktuellen Energiewert (E(t)) und einem vorherigen Energiewert (E(t-1)) zu bestimmen und den Differenzwert (ΔE1(t)) mit einer Schwelle (S) zu vergleichen,
bei der die Auswertungsschaltung (10, 10') eingerichtet ist, während des Empfangs des Rahmens (FRX) die erste Zeitbasis (sync1) zu löschen und eine Ermittlung einer zweiten Zeitbasis (sync2) zu steuern, wenn der Differenzwert (ΔE1(t), ΔE2(t)), die Schwelle (S) überschreitet.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Empfänger und ein Verfahren zum Empfang durch einen Empfänger eines Knotens in einem Funknetz.

Aus dem Industriestandard IEEE 802.15.4 ist eine Spezifikation für ein Funknetz WPAN (engl. Wireless Personal Area Network) für niedrige Datenraten bekannt. Das Funknetz hat üblicherweise mehrere Knoten mit jeweils einer Sende-Empfangs-Vorrichtung zur Kommunikation der Knoten untereinander. Jede Sende-Empfangs-Vorrichtung weist einen Sender und einen Empfänger auf.

Der Sender eines sendenden Knotens des Funknetzes wandelt den zu sendenden Datenstrom gemäß dem Industrie-Standard IEEE 802.15.4 in ein über eine Antenne abzustrahlendes Funksignal um. Der zu sendende Datenstrom wird zunächst in sogenannte Symbole umgesetzt, wobei jedem Symbol genau ein Wert mit einer festen Bit-Breite - beispielsweise vier Bit - zugeordnet ist. Die Symbole werden in aufeinander folgende symbolwertspezifische Sequenzen, insbesondere PN-Sequenzen (PN - engl. Pseudo Noise), mit einer Anzahl von zweiwertigen Chips umgesetzt. Jedem Symbol ist dabei genau eine Sequenz zugeordnet. Beispielsweise ist ein Symbol durch eine Sequenz mit einer Abfolge von 32 Chips definiert. Eine 4 Bit breite Übertragung ist beispielsweise durch 16 unterschiedliche Symbole definiert, wobei entsprechend 16 unterschiedliche PN-Sequenzen vorgesehen sind. Die zeitliche Länge eines Symbols entspricht dabei der Dauer der Übertragung aller Chips der zugeordneten PN-Sequenz, wobei der erste und letzte Chip einer PN-Sequenz jeweils zur vorderen bzw. hinteren Grenze des Symbols benachbart ist.

Die aufeinander folgenden PN-Sequenzen werden vom Sender anschließend moduliert und spektral in einen der Übertragungskanäle verschoben und schließlich für die Übertragung verstärkt.

Das gesendete Funksignal wird von einem Empfänger eines empfangenden Knotens mittels einer Antenne empfangen. Der Empfänger wandelt das aus dem empfangenen Funksignal gebildete Empfangssignal möglichst fehlerfrei gemäß den Vorgaben des Industriestandards IEEE 802.15.4 in die Daten um, indem das Empfangssignal vom Empfänger unter anderem gefiltert, in das Basisband transformiert, demoduliert und die Daten detektiert werden. Erfolgt eine Bandspreizung sendeseitig mit Hilfe von sendeseitigen Sequenzen, so wird die Bandspreizung empfängerseitig durch eine entsprechende Entspreizung mit Hilfe von empfängerseitigen Sequenzen rückgängig gemacht. Jede empfängerseitige Sequenz ist einer senderseitigen Sequenz zugeordnet und aus dieser ableitbar oder sogar mit dieser identisch. Beispielsweise wird das Empfangssignal anhand der empfängerseitig bekannten PN-Sequenzen mittels eines Korrelators korreliert. Nehmen die Chips der sendeseitigen Sequenzen z. B. die zwei logischen Werte null und eins oder - hierzu äquivalent - die zwei antipodalen Werte ±1 an, so kommen üblicherweise auch im Empfänger Sequenzen zum Einsatz, deren Chips genau zwei unterschiedliche Werte annehmen, z. B. null und eins oder ±1.

Im Industriestandard IEEE 802.15.4-2006, Seite 21, 43 ist eine Rahmenstruktur für die standardkonforme Übertragung offenbart. Ein Rahmen weist einen Synchronisationskopf SHR (engl. - Synchronization HeadeR) mit einer Präambel (engl. - Preamble) und mit einem Rahmensynchronisationswort SFD (engl. - Start-of-Frame Delimiter) und Datenfelder auf.

Der Synchronisationskopf SHR ermöglicht dem Empfänger, sich für den Empfang der folgenden Daten zu synchronisieren. Vom Empfänger wird die Präambel verwendet, um auf das eingehende Empfangssignal zumindest eine Chip-Synchronisation und eine Symbol-Synchronisation durchzuführen. Die erfolgten Synchronisationen bilden im synchronisierten Zustand des Empfängers eine Zeitbasis, wobei der Empfänger mittels der Zeitbasis nachfolgende Daten empfangen kann. Dem Rahmensynchronisationswort SFD folgen im Empfangssignal Datenfelder, deren Daten mittels der Zeitbasis demoduliert und detektiert werden können.

Zur Detektion von den im Empfangssignal enthaltenen Symbolen bzw. zur Ermittlung von Symbolgrenzen enthält der Synchronisationskopf SHR eine empfangsseitig bekannte Sequenz, z. B. eine PN-Sequenz, in Form der Präambel. Auf der Basis der Präambel wird im Empfänger die Zeitbasis mit Abtastzeitpunkten der Chips und mit den Symbolgrenzen ermittelt.

Zur empfangsseitigen Synchronisation kann das Empfangssignal beispielsweise zunächst einem Kreuzkorrelationsfilter zugeführt werden, das eine Kreuzkorrelation zwischen dem Empfangssignal und der Präambel durchführt. Das Ausgangssignal des Kreuzkorrelationsfilters weist periodische Maximalwerte auf, die jeweils auf ein Korrelationsmaximum hinweisen. Ein Korrelationsmaximum entsteht bei vollständiger oder nahezu vollständiger Überlappung der in dem Empfangssignal enthaltenen Präambel und der empfangsseitig zur Kreuzkorrelation herangezogenen Präambel. Daher kann auf der Basis der Korrelationsmaxima, die beispielsweise mittels eines Schwellwertdetektors detektiert werden können, z. B. auf die jeweilige Symbolgrenze geschlossen werden.

Ein drahtloses Kommunikationsendgerät mit einer Synchronisationseinheit, die fortlaufend die Qualität des Übertragungskanals überwacht und ggf. nach einem besseren Übertragungskanal sucht, ist beispielsweise aus der Druckschrift US 2009/0327889 A1 bekannt.

Die Druckschrift US 2005/0272375 A1 offenbart ein Mobilfunksystem, bei dem die Signalstärke in einer benachbarten Funkzelle ermittelt wird, um eine Entscheidung über einen Wechsel der Funkzelle treffen zu können. Die Druckschrift US 2009/0175163 A1 offenbart zudem, dass ein Mobilfunkgerät die Kanalqualität überwachen kann, um bei einem Unterschreiten einer bestimmten Qualitätsschwelle einen Verbindungsneuaufbau vorzunehmen. Ein Verfahren zur Synchronisation einer Datenübertragung, bei dem die empfangene Signalstärke kontinuierlich überwacht wird, ist auch aus der Druckschrift US 6,134,283 A bekannt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren zum Empfang für einen Empfänger eines Knotens in einem Funknetz anzugeben, das einen möglichst robusten Empfang ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie einen Empfänger gemäß dem nebengeordneten Anspruch 5 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand von abhängigen Ansprüchen und in der Beschreibung enthalten.

Demzufolge ist ein Verfahren zum Empfang eines Datenstroms durch einen Empfänger eines Knotens in einem Funknetz vorgesehen. Das Funknetz weist beispielsweise zwei Knoten - einen ein Funksignal sendenden Knoten und einen das Funksignal empfangenden Knoten - auf. Das Verfahren bezieht sich auf den Empfang durch den Empfänger des empfangenden Knotens, wobei ein Empfangssignal aus dem über eine Antenne empfangenen Funksignal gebildet wird.

Eine erste Zeitbasis wird mittels einer Synchronisation ermittelt. Die Synchronisation kann mehrere Teile umfassen. Mittels der Synchronisation werden geeignete Abtastzeitpunkte bzgl. der Chips und/oder Symbolgrenzen und/oder ein Zeit-Offset und/oder ein Frequenz-Offset für die erste Zeitbasis ermittelt. Die erste Zeitbasis bildet daher den zeitlichen Bezug für die Detektion von Daten, die der Präambel nachfolgen.

Vorzugsweise erfolgt eine Überabtastung der empfangenen Chips des Empfangssignals. Die geeigneten Abtastzeitpunkte der Chips werden gefunden, indem eine in einem Rahmen des Empfangssignals enthaltene Präambel zur Synchronisation mittels eines Synchronisations-Korrelators mit einer empfangsseitig bekannten Präambel korreliert wird. Der Synchronisations-Korrelator ist dabei auf die Präambel abgestimmt. Die Synchronisation erfolgt anhand von Maximalwerten der Korrelation. Mittels der Maximalwerte der Korrelation und der Überabtastung werden zudem Symbolgrenzen empfangener Symbole des Rahmens ermittelt. Zusätzlich erfolgt insbesondere eine Synchronisation des Rahmens mittels eines Rahmensynchronisationsworts (SFD), wobei das Rahmensynchronisationswort (SFD) hierzu eine fest definierte Position innerhalb des Rahmens hat.

Die anhand der Synchronisation ermittelte erste Zeitbasis ermöglicht es dem Empfänger, die dem Rahmensynchronisationswort nachfolgenden Daten des Rahmens zu bestimmen.

Während des Empfangs des Rahmens durch den Empfänger wird fortlaufend ein Energiewert des Empfangssignals ermittelt. Die Energiewerte sind jeweils einer Signalfeldstärke des Funksignals zugeordnet. Die Energiewerte werden zur weiteren Auswertung vorzugsweise in einem Speicher gespeichert.

Ein Differenzwert wird aus einem aktuellen Energiewert und einem vorherigen Energiewert bestimmt. Der Differenzwert wird mit einer Schwelle verglichen. Die Schwelle ist beispielsweise ein zeitlich konstanter Schwellwert oder ein zeitlich veränderlicher Wert, mit dem der Differenzwert verglichen wird. Die Schwelle ist im Empfänger vorzugsweise vorbestimmt und zumindest temporär gespeichert. Alternativ wird die Schwelle anhand zeitlich vorhergehender Energiewerte bestimmt. Um den Differenzwert mit der Schwelle zu vergleichen, kann beispielsweise ein Größer-Kleiner-Vergleich erfolgen.

Während des Empfangs des Rahmens wird die erste Zeitbasis gelöscht und eine erneute Synchronisation zur Ermittlung einer zweiten Zeitbasis gestartet, wenn die Schwelle vom Differenzwert überschritten wird. Der Empfang des Rahmens wird dabei vor einem Ende desselben Rahmens abgebrochen.

Durch eine technische Ausführung des zuvor erläuterten Verfahren - wie beispielsweise zu den Figuren näher erläutert - wird der Vorteil erzielt, dass der Empfang von Rahmen in einem Funknetz deutlich verbessert wird, wobei eine robustere Übertragung auch in gestörten und/oder stark frequentierten Funknetzen erzielt wird. In einem stark gestörten oder stark belegtem Funknetz kommt es dabei vor, dass während des Empfangs eines aktuellen Rahmens ein Energie-stärkerer Rahmen oder ein stärkerer Störer den aktuell empfangenen Rahmen so stark beeinflusst, dass die Rahmendaten nicht mehr ohne Fehler dekodiert werden können. In diesem Fall ist ein weiterer Empfang des aktuellen Rahmens unnötig und der Empfangsprozess wird abgebrochen. Der Energie-stärkere Rahmen kann hingegen empfangen werden.

Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zu Grunde, einen möglichst verbesserten Empfänger eines Knotens eines Funknetzes anzugeben.

Diese Aufgabe wird durch den Empfänger mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 5 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in der Beschreibung enthalten.

Demzufolge ist ein Empfänger eines Knotens eines Funknetzes zum Empfang eines Datenstroms vorgesehen. Der Knoten kann zudem einen Sender und eine Recheneinheit, wie beispielsweise einen Mikrocontroller aufweisen. Die Erfindung bezieht sich dabei auf den Empfänger des Knotens. Der Empfänger weist zumindest eine Digitalschaltung, eine Synchronisationseinheit und eine Auswertungsvorrichtung auf. Zudem kann der Empfänger weitere Bestandteile für den Empfang des Empfangssignals, wie Verstärker, Filter, Mischer, Analog-Digital-Umsetzer und dergleichen aufweisen.

Die Digitalschaltung ist zur Bildung eines Empfangssignals aus einem über eine Antenne empfangenen Funksignals eingerichtet. Die Digitalschaltung weist hierzu insbesondere einen Korrelator für eine Kreuzkorrelation empfängerseitig bekannter Sequenzen mit den Chips im Empfangssignal auf.

Die Synchronisationseinheit ist eingerichtet, eine erste Zeitbasis durch eine Synchronisation zu ermitteln. Die Synchronisationseinheit weist hierzu insbesondere einen Synchronisations-Korrelator zur Kreuzkorrelation einer Präambel im Empfangssignal mit einer empfängerseitig bekannten Präambel auf. Die Digitalschaltung ist eingerichtet, anhand der ersten Zeitbasis die Empfangsdaten des Rahmens zu detektieren.

Die Auswertungsvorrichtung ist zur Steuerung der Digitalschaltung und der Synchronisationseinheit eingerichtet. Vorzugsweise sind hierzu Steuerausgänge der Auswertungsvorrichtung mit zumindest einem Steuereingang der Digitalschaltung und mit zumindest einem Steuereingang der Synchronisationseinheit verbunden.

Insbesondere ist die Auswertungsvorrichtung dazu eingerichtet, während des Empfangs des Rahmens fortlaufend einen Energiewert des Empfangssignals zu ermitteln, einen Differenzwert aus einem aktuellen Energiewert und einem vorherigen Energiewert zu bestimmen und den Differenzwert mit einer Schwelle zu vergleichen. Die Auswertungsschaltung ist dazu eingerichtet, die erste Zeitbasis zu löschen und eine Ermittlung einer zweiten Datenbasis zu steuern, wenn der Differenzwert die Schwelle überschreitet.

Die im Folgenden beschriebenen Weiterbildungen beziehen sich auf das Verfahren zum Empfang und auf den Empfänger.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung werden Werte (RSSI) einer Signalfeldstärke gebildet. Der vorherige Energiewert und der aktuelle Energiewert werden durch eine Mittelung einer Anzahl der Werte (RSSI) für die Signalfeldstärke des Funksignals bestimmt. Beispielsweise wird der vorherige Energiewert durch Mittelung von vier aufeinander folgenden Werten (RSSI) für die Signalfeldstärke bestimmt.

Vorzugsweise wird der aktuelle Energiewert in einem zeitlich konstanten Abstand zum vorherigen Energiewert ermittelt. In einer vorteilhaften Ausgestaltung werden der vorherige Energiewert und der aktuelle Energiewert fortlaufend in einem sich verschiebenden Zeitfenster ermittelt. Die Grenzen des Zeitfensters sind vorzugsweise durch eine feste Anzahl von Energiewerten innerhalb des Zeitfensters definiert.

Gemäß eine vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung werden zumindest zwei Differenzwerte für zumindest zwei vorherige Energiewerte bestimmt. Die zwei vorherigen Energiewerte sind dabei unterschiedlichen Zeitpunkten zugeordnet. Beispielsweise folgen die zwei vorherigen Energiewerte aufeinander. Jeder der zumindest zwei Differenzwerte wird mit der Schwelle verglichen. Die Vergleichsergebnisse für die zumindest zwei Differenzwerte werden mittels einer Logik ausgewertet. Vorzugsweise werden die Vergleichsergebnisse durch die Logik logisch ODER verknüpft.

Die zuvor beschriebenen Weiterbildungsvarianten sind sowohl einzeln als auch in Kombination besonders vorteilhaft. Dabei können sämtliche Weiterbildungsvarianten untereinander kombiniert werden. Einige mögliche Kombinationen sind in der Beschreibung der Ausführungsbeispiele der Figuren erläutert. Diese dort dargestellten Möglichkeiten von Kombinationen der Weiterbildungsvarianten sind jedoch nicht abschließend.

Im Folgenden wird die Erfindung durch Ausführungsbeispiele anhand zeichnerischer Darstellungen näher erläutert. Dabei zeigen

  • 1 ein schematisches Diagramm mit ermittelten Energiewerten,
  • 2 eine schematische Blockdarstellung eines Knotens eines Funknetzes,
  • 3 ein schematisches Diagramm mit ermittelten Qualitätswerten, und
  • 4 eine schematische Blockdarstellung einer weiteren Ausgestaltung eines Knotens eines Funknetzes.

Die folgenden Ausführungsbeispiele werden in Bezug zum Industriestandard IEEE 802.15.4 erläutert, sind entsprechend jedoch auch für andere Funknetze mit mehreren Knoten anwendbar. Jeder Knoten sollte hierzu eine Sende-Empfangs-Vorrichtung mit jeweils einem Sender und einem Empfänger aufweisen. Die im Folgenden anhand der Ausführungsbeispiele erläuterte Erfindung bezieht sich auf den Empfänger eines Knotens und auf ein Verfahren zum Empfang durch den Empfänger des Knotens.

Der Empfänger wandelt das aus dem empfangenen Funksignal gebildete Empfangssignal gemäß den Vorgaben des Industriestandards IEEE 802.15.4 in die gesendeten Daten um, indem das Empfangssignal vom Empfänger unter anderem gefiltert, in das Basisband transformiert, demoduliert, entspreizt und die Daten detektiert werden. Zum Umwandeln des Empfangssignals in die (ursprünglich gesendeten) Daten benötigt der Empfänger eine Zeitbasis, die beispielsweise geeignete Abtastzeitpunkte bzgl. der Chips und/oder Symbolgrenzen und/oder einen Zeit-Offset und/oder einem Frequenz-Offset umfasst.

In 1 ist eine erste Zeitbasis sync1 und eine zweite Zeitbasis sync2 schematisch als Block in einem Diagramm dargestellt. Zur Ermittlung der ersten Zeitbasis sync1 und der zweiten Zeitbasis sync2 erfolgt eine Synchronisation. Zur empfangsseitigen Synchronisation wird beispielsweise zunächst eine Kreuzkorrelation zwischen dem Empfangssignal und der empfangsseitig bekannten Präambel durchführt. Das Ausgangssignal der Kreuzkorrelation weist periodische Maximalwerte auf, die jeweils auf ein Korrelationsmaximum hinweisen. Ein Korrelationsmaximum entsteht bei vollständiger oder nahezu vollständiger Überlappung der in dem Empfangssignal enthaltenen Präambel und der empfangsseitig zur Kreuzkorrelation bekannten Präambel. Daher kann auf der Basis der Korrelationsmaxima insbesondere auf die Symbolgrenzen und Abtastzeitpunkte der Chips für die erste Zeitbasis sync1 bzw. für die zweite Zeitbasis sync2 geschlossen werden.

1 zeigt ein schematisches Diagramm in einem Zeitbereich mit den Zeitpunkten t1 bis t10 der Zeit t. Die Zeitbasen sync1 und sync2 sind im unteren Bereich dargestellt. Oberhalb der Zeitbasen sync1 und sync2 sind Symbole Sym1, Sym2, Sym3, Sym1', Sym2' in ihrer zeitlichen Abfolge als Blöcke schematisch dargestellt. Die Symbolgrenzen sind durch Striche dargestellt. Zu jedem Symbol Sym1, Sym2 usw. werden acht RSSI-Werte (RSSI - engl. Received Signal Strength Indication) ausgegeben. Je vier der RSSI-Werte werden zu einem Energiewert Et1, Et2, Et3, Et4, Et5 gemittelt.

Im mittleren Bereich des schematischen Diagramms der 1 ist der Verlauf des Energiewertes E(t) über die Zeit t für die Zeitpunkte t1, t2, t3, t4, t5, t6, t7, t8, t9, t10 als Beispiel dargestellt. Ebenfalls dargestellt ist als punktierte Linie der Verlauf der RSSI-Werte.

Zu den Zeitpunkten t1, t2, und t3 werden Daten eines Rahmens empfangen. Die zugehörigen Energiewerte Et1, Et2, Et3 sind aufgrund der geringen Signalfeldstärke des empfangenen Funksignals entsprechend niedrig. Während der zweiten Hälfte des zweiten Symbols Sym2 steigt die Signalfeldstärke im Empfangskanal und damit der RSSI-Wert stark an. Der Anstieg der Signalfeldstärke sei im Ausführungsbeispiel der 1 durch den Sendebeginn eines weiteren Knotens im Funknetz des empfangenden Knotens bedingt. Aufgrund des Energieanstiegs im Übertragungskanal steigt der Energiewert E(t) mit den Werten Et4 und Et5 zu den Zeitpunkten t4 und t5 steil an. Der Energiewert E(t) verbleibt danach auch für die folgenden weiteren Zeitpunkte t6, t7, t8, t9 und t10 auf höherem Niveau.

Im oberen Bereich des schematischen Diagramms sind Verläufe von zwei Differenzwerten ΔE1 (t), ΔE2(t) bezüglich der Zeit t dargestellt. Die Bestimmung der Differenzwerte ΔE1(t), ΔE2(t) wird in den folgenden Ausgestaltungsvarianten erläutert. Ebenfalls ist schematisch eine während der Übertragung konstante Schwelle S dargestellt.

In einer ersten Ausgestaltungsvariante der 1 wird während des Empfangs des Rahmens FRX ein erster Energiewert E(t-1) des Empfangssignals und ein zweiter Energiewert E(t) des Empfangssignals ermittelt. Der zweite Energiewert E(t) ist in dieser ersten Ausgestaltungsvariante zu einem aktuellen Zeitpunkt t ermittelt. Der erste Energiewert E(t-1) ist in dieser ersten Ausgestaltungsvariante hingegen zu einem vorhergehenden Zeitpunkt t-1 ermittelt. Der zweite Energiewert E(t) wird also zeitlich nach dem ersten Energiewert E(t-1) ermittelt.

In dieser ersten Ausgestaltungsvariante gilt: ΔE1(t)=E(t)E(t1)embedded image

Dabei ist ΔE1(t) ein Differenzwert, der aus der Differenz des zweiten Energiewertes E(t) und des ersten Energiewertes E(t-1) ermittelt wird. Der Differenzwert ΔE1(t) wird zeitlich unmittelbar nach dem zweiten Energiewert E(t) ermittelt und ist dem Zeitpunkt t des zweiten Energiewertes E(t) zugeordnet.

Beispielsweise gilt für einen Differenzwert ΔE15 für den Zeitpunkt t5 in 1: ΔE1t5=Et5Et4embedded image

Dabei ist t5 der Zeitpunkt, dem der zweite Energiewert Et5 und der Differenzwert ΔE1t5 zugeordnet sind, und t4 ist der Zeitpunkt, dem der erste Energiewert Et4 zugeordnet ist.

In einer zweiten Ausgestaltungsvariante der 1 wird während des Empfangs des Rahmens FRX wiederum ein erster Energiewert E(t-2) des Empfangssignals und ein zweiter Energiewert E(t) des Empfangssignals ermittelt. Der zweite Energiewert E(t) ist auch in dieser zweiten Ausgestaltungsvariante die zeitlich letzte Ermittlung, zugeordnet zum aktuellen Zeitpunkt t.

Hingegen ist der erste Energiewert E(t-2) in dieser zweiten Ausgestaltungsvariante für einen dem aktuellen Zeitpunkt t vor-vorhergehenden Zeitpunkt t-2 ermittelt. Demzufolge erfolgt in dieser zweiten Ausgestaltungsvariante zwischen der Ermittlung des ersten Energiewertes E(t-2) und des zweiten Energiewertes E(t) eine weitere Ermittlung für den Zeitpunkt t-1, die für die Differenzbildung jedoch nicht berücksichtigt wird.

In dieser zweiten Ausgestaltungsvariante gilt: ΔE2(t)=E(t)E(t2)embedded image

Dabei ist ΔE2(t) ein Differenzwert, der aus der Differenz des zweiten Energiewertes E(t) und des ersten Energiewertes E(t-2) ermittelt wird. Der Differenzwert ΔE2(t) wird dem Zeitpunkt t des zweiten Energiewertes E(t) zugeordnet.

Beispielsweise gilt für einen Differenzwert ΔEt5 für den Zeitpunkt t5 in 1: ΔE2t5=Et5Et3embedded image

Dabei ist t5 der Zeitpunkt, dem der zweite Energiewert Et5 und der Differenzwert ΔE2t5 zugeordnet sind, und t3 ist der Zeitpunkt, dem der erste Energiewert Et3 zugeordnet ist.

In der 1 ist dargestellt, dass zum Zeitpunkt t5 der Differenzwert ΔE2t5 der zweiten Ausgestaltungsvariante die Schwelle S übersteigt. Hingegen übersteigt zum Zeitpunkt t5 der Differenzwert ΔE1t5 der ersten Ausgestaltungsvariante die Schwelle S nicht. Beide Ausgestaltungsvarianten können miteinander kombiniert werden. Eine kombinierte Auswertung des Differenzwertes ΔE1(t) der ersten Ausgestaltungsvariante und des Differenzwertes ΔE2(t) der zweiten Ausgestaltungsvariante erfolgt vorzugsweise mittels einer Logik. Beispielsweise werden die Vergleichsergebnisse jedes Vergleichs des jeweiligen Differenzwertes ΔE1(t), ΔE2(t) mit der Schwelle S logisch ODER verknüpft.

Alternativ kann vorgesehen sein, dass der erste Energiewert E0 (nicht dargestellt) zu Beginn der Übertragung des Rahmens FRX ermittelt und für die Dauer des Rahmens FRX gespeichert wird, so dass zur Differenzbildung der für den Rahmen FRX konstante erste Energiewert E0 vom jeweils aktuellen zweiten Energiewert E(t) subtrahiert wird. Die initiale Energiemessung beim Start des Rahmens FRX und der dann fortlaufend gegen den aktuellen Energiewert E(t) durchgeführte Vergleich ermöglichen eine besonders einfache Implementierung.

Wird wiederum das zweite Ausführungsbeispiel der 1 betrachtet, wird die Überschreitung der Schwelle S zum Zeitpunkt t5 durch den Differenzwert ΔE2t5 mittels des Vergleichs bestimmt.

Aufgrund der Überschreitung der Schwelle S durch den Differenzwert ΔE2t5 wird die erste Zeitbasis sync1 gelöscht. Der Empfang des dritten Symbols Sym3 wird durch das Löschen der ersten Zeitbasis sync1 abgebrochen. Das Löschen der ersten Zeitbasis sync1 ist durch einen Pfeil nach dem Zeitpunkt t5 angedeutet. Mit dem Löschen der ersten Zeitbasis sync1 kann zudem ein Löschen der bereits empfangenen Bits/Daten erfolgen.

Dem Ereignis des Löschens der ersten Zeitbasis sync1 schließt sich ein Leerlaufmodus ID an. Nach dem Leerlaufmodus ID und einer Phase LI zum Hören in den Übertragungskanal erfolgt eine neue Synchronisation auf eine Präambel des energiestärkeren Signals FSI, wobei zu den neuen Symbolen Sym1' und Sym2' der neuen Präambel eine zweite Zeitbasis sync2 bestimmt wird.

In 2 ist ein Knoten eines Funknetzes durch ein Blockschaltbild schematisch dargestellt. Vorzugsweise ist der Knoten zum Industriestandard IEEE 802.15.4 konform ausgebildet. Der Knoten weist eine Antenne 900 zum Empfang eines Funksignals RF, einen mit der Antenne 900 verbindbaren Empfänger 100 (RX), einen mit der Antenne 900 verbindbaren Sender 400 (TX) und eine mit dem Empfänger 100 verbindbare Recheinheit 300 auf, die in 2 jeweils als Funktionsblock dargestellt sind. Vorzugsweise ist der Empfänger 100 auf einem Halbleiterplättchen monolithisch integriert. Die Recheneinheit 300 kann beispielsweise als Mikrocontroller uC ausgebildet sein. Die Erfindung bezieht sich auf den Empfänger 100 , so dass der Sender 400 und die Recheneinheit 300 nicht detaillierter dargestellt sind.

Der Empfänger 100 weist im Empfangspfad einen mit der Antenne 900 verbindbaren Eingangsverstärker 110 , einen lokalen Oszillator 120 , einen Mischer 130 , eine Verstärkungsregelung 160 AGC (engl. - Automatic Gain Control) einen Analog-Digital-Umsetzer 140 (A/D) und eine Digitalschaltung 150 auf, wobei die Digitalschaltung 150 die empfangenen Daten am Eingang der Recheneinheit 300 bereitstellt. Die Digitalschaltung 150 ist zur Detektion von Empfangsdaten eines Rahmens FRX eingerichtet.

Zudem weist der Empfänger eine Synchronisationseinheit 700 auf. Die Synchronisationseinheit 700 ist eingerichtet, eine erste Zeitbasis sync1 durch eine Synchronisation zu ermitteln. Die Synchronisationseinheit 700 ist eingerichtet, geeignete Abtastzeitpunkte bzgl. der Chips, Symbolgrenzen, ein Zeit-Offset und/oder ein Frequenz-Offset für die erste Zeitbasis zu ermitteln. Zur Synchronisation weist die Synchronisationseinheit 700 einen Synchronisations-Korrelator 710 auf, der beispielsweise als Kreuzkorrelationsfilter ausgebildet ist. Empfängt der Empfänger 100 eine Präambel, wird das Empfangssignal beispielsweise zunächst dem Synchronisations-Korrelator 710 zugeführt, der eine Korrelation zwischen dem Empfangssignal und der empfängerseitig bekannten Präambel durchführt. Das Ausgangssignal des Synchronisations-Korrelators 710 weist periodische Maximalwerte auf, die jeweils auf ein Korrelationsmaximum hinweisen. Ein Korrelationsmaximum entsteht bei vollständiger oder nahezu vollständiger Überlappung der in dem Empfangssignal enthaltenen Präambel und der empfangsseitig zur Korrelation herangezogenen Präambel, so dass auf der Basis der Korrelationsmaxima beispielsweise auf die jeweilige Symbolgrenze und auf Abtastzeitpunkte der Chips geschlossen werden kann.

Die Digitalschaltung 150 ist eingerichtet, das Empfangssignal zu demodulieren und die Daten zu detektieren. Die Digitalschaltung 150 weist zur Entspreizung des Empfangssignals mit Hilfe von empfängerseitigen Sequenzen ebenfalls einen Korrelator 151 auf. Das Empfangssignal wird anhand empfängerseitig bekannter PN-Sequenzen mittels des Korrelators 151 korreliert. Die Digitalschaltung führt die Demodulation, Entspreizung und Detektion anhand der ersten Zeitbasis sync1 für die Empfangsdaten des Rahmens FRX aus.

Der Empfänger 100 weist zudem eine Auswertungsvorrichtung 10 auf, die zur Steuerung der Digitalschaltung 150 und der Synchronisationseinheit 700 eingerichtet ist. Die Auswertungsschaltung 10 benötigt dabei keine Interaktion mit der Recheneinheit 300 . Die Steuerung durch die Auswertungsschaltung kann daher in der Bitübertragungsschicht - auch PHY-Schicht - (engl. PHYsical layer) des OSI-Modells durchgeführt werden. Die Auswertungsschaltung 10 ist über eine Schnittstelle mit der Recheneinheit 300 verbindbar.

Die Auswertungsvorrichtung 10 weist eine Bestimmungsschaltung 200 auf. Im Ausführungsbeispiel der 2 ist die Bestimmungsschaltung 200 mit der Verstärkungsregelung 160 verbindbar. Die Verstärkungsregelung 160 stellt RSSI-Werte am Eingang der Bestimmungsschaltung 200 bereit. Die RSSI-Werte werden von der Verstärkungsregelung 160 anhand der Signalfeldstärke des Funksignals RF ermittelt. In einem ersten Funktionsblock 210 der Bestimmungsschaltung 200 wird durch Mittelung von vier RSSI-Werten ein erster Energiewert E(t-1), E(t-2) und ein zweiter Energiewert E(t) bestimmt. In einem zweiten Funktionsblock 220 der Bestimmungsschaltung 200 wird ein Differenzwert ΔE1(t), ΔE2(t) bestimmt, entsprechend den Formeln (1) und (3). In einem dritten Funktionsblock 230 der Bestimmungsschaltung 200 wird der Differenzwert ΔE1(t), ΔE2(t) mit der Schwelle S verglichen. Überschreitet der Differenzwert ΔE1(t), ΔE2(t) die Schwelle S, wird von der Bestimmungsschaltung 200 ein erstes Fehlersignal er1 ausgegeben. Mittels des Signals vs3 ist die Schwelle S durch die Recheneinheit 300 einstellbar. Durch das Steuersignal en3 ist der Vergleich durch die Bestimmungsschaltung 200 aktivierbar und deaktivierbar.

Die Auswertungsvorrichtung 10 weist zudem eine Steuerungsschaltung 600 auf, an deren Eingang das erste Fehlersignal er1 eingegeben werden kann. Die Steuerungsschaltung 600 ist zur Steuerung der Synchronisationseinheit 700 mit der Synchronisationseinheit 700 verbindbar. Zum Start einer ersten Synchronisation steuert die Steuerungsschaltung 600 durch das Steuersignal en1 die Aktivierung der Synchronisationseinheit 700 an. Eine zeitlich vorhergehende Synchronisation wird gelöscht, indem die Steuerungsschaltung 600 ein Löschsignal cl1 an die Synchronisationseinheit 700 überträgt. Ist die Zeitbasis sync1, sync2 durch die Synchronisationseinheit 700 ermittelt worden, wird die Zeitbasis sync1, sync2 festgehalten, indem die weitere Synchronisation durch das Steuersignal en1 von der Steuerungsschaltung 600 deaktivierbar ist.

Im Ausführungsbeispiel der 2 steuert die Steuerungsschaltung 600 zudem die Digitalschaltung 150 durch das Steuersignal en2 und das Löschsignal cl2. Mittels des Steuersignals en2 kann der Empfang des aktuellen Rahmens abgebrochen werden. Mittels des Löschsignals cl2 werden bereits empfangene Bits gelöscht.

Die 3 und 4 zeigen Ausführungsbeispiele, in denen während des Empfangs eines Rahmens FRX ein Qualitätswert QW1(t) oder QW2(t) des Empfangssignals fortlaufend ermittelt wird. Der Qualitätswert QW1(t), QW2(t) kann beispielsweise aus dem Signal-Rausch-Verhältnis ermittelt werden. In den vorliegenden Ausführungsbeispielen der 3 und 4 wird der Qualitätswert QW1(t), QW2(t) aus Maximalwerten eines Ausgangssignals eines Korrelators bestimmt.

Das Ausgangssignal des Korrelators weist Maximalwerte auf, die jeweils auf ein Korrelationsmaximum hinweisen. Ein Korrelationsmaximum entsteht bei vollständiger oder nahezu vollständiger Überlappung der in dem Empfangssignal enthaltenen Sequenz eines Symbols und der empfangsseitig zur Korrelation herangezogenen Sequenz. Daher kann auf der Basis der Korrelationsmaxima, die beispielsweise mittels eines Schwellwertdetektors detektiert werden können, auf das jeweilige Symbol - und damit auch auf die dem Symbol zugeordneten Bits - geschlossen werden.

Verschlechterungen der Qualität, also der Eigenschaften des Übertragungskanals, wie beispielsweise ein störendes Funksignal eines weiteren Knotens, Mehrwegeausbreitung oder Kanalrauschen führen zu einer Reduktion des Ausgangssignals für die Korrelationsmaxima am Ausgang des Korrelators. Der jeweilige Ausgangswert für ein Korrelationsmaximum wird nachfolgend als Qualitätsmesswert Q(t) verwendet. Durch Auswertung des Ausgangssignals des Korrelators kann demzufolge ein Qualitätswert QW1(t), QW2(t) aus einem oder mehreren Qualitätsmesswerten Q(t) bestimmt werden.

Auch für die 3 sind eine erste Ausgestaltungsvariante und eine zweite Ausgestaltungsvariante vorgesehen.

In der ersten Ausgestaltungsvariante der 3 entspricht ein Qualitätswert QW1(t) einem aktuellen Qualitätsmesswert Q(t), so dass gilt: QW1(t)=Q(t)embedded image

In dieser ersten Ausgestaltungsvariante der 3 wird eine Qualitätsschwelle SQ1(t) berechnet, indem gilt: SQ1(t)=Q(t3)/2embedded image

Dabei ist SQ(t) die zeitlich veränderliche Qualitätsschwelle, die dem Zeitpunkt t des aktuellen Qualitätswertes QW1(t) zugeordnet ist. Der Qualitätsmesswert Q(t-3) ist zeitlich der dritte Vorgänger des aktuellen Qualitätsmesswertes Q(t).

Mit dem Qualitätswert QW1(t) und der Qualitätsschwelle SQ1(t) wird ein Größer-Kleiner-Vergleich durchgeführt und bestimmt, ob der Qualitätswert QW1(t) die Qualitätsschwelle SQ1(t) unterschreitet. Zwischen dem aktuellen Qualitätsmesswert Q(t) und dem dritten Vorgänger (Q(t-3) werden zwei weitere Qualitätsmesswerte Q(t-1) und Q(t-2) bestimmt, die für den Vergleich in der ersten Ausgestaltungsvariante der 3 jedoch nicht berücksichtigt werden.

Beispielsweise gilt für den Zeitpunkt t4: QW1t4=Qt4embedded imageund SQ1t4=Qt1/2embedded image

Der Qualitätswert QW1(t) wird mit der Qualitätsschwelle SQ1(t) verglichen. Wenn für den Zeitpunkt t4 die Qualitätsschwelle SQ1t4 vom Qualitätswert QW1t4 unterschritten wird, wird während des Empfangs des Rahmens FRX die erste Zeitbasis sync1 gelöscht. Nach einem Leerlaufmodus ID und einer Phase LI zum Hören in den Übertragungskanal wird eine erneute Synchronisation zur Ermittlung einer zweiten Zeitbasis gestartet.

In der zweiten Ausgestaltungsvariante der 3 wird ein Qualitätswert QW2(t) durch Summierung des aktuellen Qualitätsmesswertes Q(t) und des zeitlich vorhergehenden Qualitätsmesswertes Q(t-1) bestimmt, so dass gilt: QW2(t)=Q(t)+Q(t1)embedded image

In der zweiten Ausgestaltungsvariante der 3 entspricht eine zeitlich veränderliche Qualitätsschwelle SQ2(t) einem (zeitlich) dritten Vorgänger Q(t-3) des aktuellen Qualitätsmesswertes Q(t), so dass gilt: SQ2(t)=Q(t3)embedded image

Beispielsweise gilt für den Zeitpunkt t4: QW2t4=Qt4+Qt3embedded imageund SQ2t4=Qt1embedded image

Der Qualitätswert QW2(t) wird mit der Qualitätsschwelle SQ2(t) verglichen. Wenn für den Zeitpunkt t4 die Qualitätsschwelle SQ2t4 vom Qualitätswert QW2t4 unterschritten wird, wird während des Empfangs des Rahmens FRX die erste Zeitbasis sync1 gelöscht. Nach einem Leerlaufmodus ID und einer Phase LI zum Hören in den Übertragungskanal wird auch hier eine erneute Synchronisation zur Ermittlung einer zweiten Zeitbasis gestartet.

In 3 ist dargestellt, wie die Qualitätsmesswerte Qt1 und Qt2 in einem Bereich HQ hoher Qualität bestimmt werden. Hingegen werden die Qualitätsmesswerte Qt3 und Qt4 in einem Bereich LQ geringerer Qualität bestimmt. Zwischen den Zeitpunkten t3 und t4 wird ab dem Zeitpunkt tx ein Symbol symIO eines weiteren Knotens gesendet, das den Empfang der Symbole symRX(k-1), symRX(k) des bisher empfangenen Rahmens FRX stört.

Die Unterschreitung der Qualitätsschwelle SQ1(t), SQ2(t) durch den Qualitätswert QW1(t), QW2(t) bewirkt ein Rücksetzsignal RS mit den Flanken zu den Zeitpunkten tY1 und tY2, das einen Abbruch des Empfangs des aktuellen Rahmens FRX bewirkt. Die dem Rücksetzsignal RS folgenden Symbole symRX0, symRX1 des weiteren Knoten können zur Synchronisation für eine zweite Zeitbasis verwendet werden.

Alternativ kann vorgesehen sein, dass eine vorgegebene, konstante Qualitätsschwelle SQc verwendet wird. Der Qualitätswert QW1(t) entspricht in dieser alternativen Ausgestaltungsvariante dem aktuellen Qualitätsmesswert Q(t), so dass wiederum gilt: QW1(t)=Q(t)embedded image

Die konstante Qualitätsschwelle SQc und der dann fortlaufend für den aktuellen Qualitätswert QW1(t) durchgeführte Vergleich mit der konstanten Qualitätsschwelle SQc ermöglichen eine besonders einfache Implementierung.

Im Ausführungsbeispiel der 4 ist lediglich die Auswertungsvorrichtung 10' gegenüber der 2 geändert. Die Auswertungsvorrichtung 10' der 4 weist eine Ermittlungsschaltung 500 auf, deren Eingang mit der Digitalschaltung 150 verbindbar ist. Am Eingang der Ermittlungsschaltung 500 liegt beispielsweise das Ausgangssignal des Korrelators 151 der Digitalschaltung 150 an. Die Ermittlungsschaltung 500 weist mehrere Funktionsblöcke auf, in denen Qualitätsmesswerte Q(t), ein Qualitätswert QW1(t), QW2(t) gemäß einer der Formeln (5) oder (9), sowie eine Qualitätsschwelle SQ1(t) bzw. SQ2(t) gemäß einer der Formeln (6) oder (10) bestimmt werden. Die Ermittlungsschaltung 500 ist eingerichtet, den Qualitätswert QW1(t), QW2(t) mit der zugehörigen Qualitätsschwelle SQ1(t) bzw. SQ2(t) zu vergleichen. Unterschreitet der Qualitätswert QW1(t), QW2(t) die zugehörige Qualitätsschwelle SQ1(t) bzw. SQ2(t), wird von der Ermittlungsschaltung 500 ein zweites Fehlersignal er2 ausgegeben. Anhand des zweiten Fehlersignals er2 steuert die Steuerschaltung einen Abbruch des Empfangs eines aktuellen Rahmens FRX, ein Löschen der ersten Zeitbasis sync1 und ein Starten der Synchronisation zur Ermittlung einer zweiten Zeitbasis sync2, wie entsprechend in den vorhergehenden Figuren beschrieben ist. Durch das Steuersignal en4 ist die Recheneinheit 300 eingerichtet, die Ermittlungsschaltung 500 zu aktivieren oder zu deaktivieren.

In einer ersten, nicht erfindungsgemäßen Ausgestaltungsvariante der 4 ist es möglich, dass die Auswertungsvorrichtung 10' ausschließlich die Ermittlungsschaltung 500 aufweist. In dieser ersten Ausgestaltungsvariante der 4 erfolgt keine Auswertung der RSSI-Werte.

In einer zweiten, erfindungsgemäßen Ausgestaltungsvariante der 4 weist die Auswertungsvorrichtung 10' sowohl die Ermittlungsschaltung 500 als auch die Bestimmungsschaltung 200 auf. Um das erste Fehlersignal er1 der Bestimmungsschaltung 200 und das zweite Fehlersignal er2 der Ermittlungsschaltung 500 kombiniert auswerten zu können, weist die Steuerschaltung 600 eine Logik 610 auf, an deren Eingängen die Fehlersignale er1 und er2 anliegen. Die Logik ist im Ausführungsbeispiel der 4 als ODER-Verknüpfung ausgebildet. Mittels der ODER-Verknüpfung bewirkt entweder das Überschreiten der Schwelle S durch den Differenzwert ΔE1(t) oder ΔE2(t) oder das Unterschreiten der Qualitätsschwelle SQ1(t), SQ2(t) durch den Qualitätswert QW1(t) bzw. QW2(t) ein Löschen der ersten Zeitbasis sync1 und eine erneute Synchronisation. Zusätzlich kann die Steuerungsschaltung 600 eine Zustandsmaschine 620 zur zeitlichen Steuerung der Verfahrensschritte zur Ausgabe der Steuersignale en1, en2 und der Löschsignale cl1, cl2 aufweisen.

Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausgestaltungsvarianten der 1 bis 4 beschränkt. Beispielsweise ist es möglich, einen Empfänger für ein Funknetz eines anderen Industriestandards (Bluetooth, WLAN) vorzusehen. Auch ist es möglich den Empfänger abzuwandeln, so dass im Empfänger beispielsweise weitere Funktionsblöcke zwischengeschaltet sind. Die Funktionalität des Knotens gemäß 4 kann jedoch besonders vorteilhaft für ein Funknetzwerk des Industriestandards IEEE 802.15.4 verwendet werden.