Title:
Biogas-Anlage mit Zustandskontrolle für die Fermentierung
Kind Code:
A1


Abstract:

Es wird eine Biogas-Anlage angegeben, bei der eine Zustandskontrolle zum Zustand der Fabrikation durchgeführt wird. Die Zustandskontrolle basiert auf der Untersuchung des Fermenterinhalts auf grampositive und gegebenenfalls gramnegative Bakterien. Die Menge grampositiver Bakterien oder das Verhältnis von grampositiven zu gramnegativen Bakterien kann als Indikator für eine Übersäuerung des Inhalts verwendet werden.




Inventors:
Fleischer, Maximilian, Dr. (Höhenkirchen-Siegertsbrunn, 85635, DE)
Pastusiak, Remigiusz, Dr. (München, 81549, DE)
Wiesner, Kerstin, Dr. (Putzbrunn, 85640, DE)
Kubisch, Rebekka (München, 81543, DE)
Guijarro-Reznickova, Jarmila, Dr. (München, 81543, DE)
Application Number:
DE102009042418
Publication Date:
07/29/2010
Filing Date:
09/21/2009
Assignee:
Siemens Aktiengesellschaft (München, 80333, DE)
International Classes:



Claims:
1. Verfahren zur Detektion eines Ungleichgewichts der Fermentation in einer Biogas-Anlage (10, 20) mit einem Fermenter (11), bei dem eine erste Menge von grampositiven Bakterien in wenigstens einem Teil des Fermenterinhalts ermittelt wird und aus der ersten Menge von grampositiven Bakterien bestimmt wird, ob ein Ungleichgewicht der Fermentation vorliegt.

2. Verfahren gemäß Anspruch 1, bei dem zusätzlich eine zweite Menge von gramnegativen Bakterien in wenigstens einem Teil des Fermenterinhalts ermittelt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem aus dem Verhältnis der ersten Menge und der zweiten Menge bestimmt wird, ob ein Ungleichgewicht der Fermentation vorliegt.

4. Verfahren gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem in der Sensoranordnung (12...16, 21) Infrarotspektroskopie verwendet wird.

5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem zur Bestimmung der Menge oder Mengen eine Probe aus dem Fermenterinhalt entnommen und außerhalb des Fermenters (11) untersucht wird.

6. Verfahren gemäß Anspruch 5, bei dem die Probe vor der Messung durch die Sensoranordnung (12...16, 21) verdünnt wird.

7. Verfahren gemäß Anspruch 5, bei dem zur Bestimmung der Menge oder Mengen ein mikrobiologisches Verfahren verwendet wird.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die Bestimmung der Menge oder Mengen direkt im Fermenterinhalt stattfindet.

9. Biogas-Anlage (10, 20) mit einem Fermenter (11), ausgestaltet zur Detektion eines Ungleichgewichts der Fermentation im Fermenter (11), umfassend eine Sensoranordnung (12...16, 21) zur Bestimmung einer ersten Menge von grampositiven Bakterien in wenigstens einem Teil des Fermenterinhalts.

10. Biogas-Anlage (10, 20) gemäß Anspruch 9, bei der die Sensoranordnung (12...16, 21 ) ausgestaltet ist, zusätzlich eine zweite Menge von gramnegativen Bakterien in wenigstens einem Teil des Fermenterinhalts zu bestimmen.

11. Biogas-Anlage (10, 20) gemäß Anspruch 10, bei der die Sensoranordnung (12...16, 21) ausgestaltet ist, eine Infrarot-Spektroskopie durchzuführen.

12. Biogas-Anlage (10, 20) gemäß einem der Ansprüche 9 bis 11, die eine erste Einrichtung zur Entnahme einer Probe aus dem Fermenter (11) und eine zweite Einrichtung (12) zur Verdünnung der Probe umfasst.

13. Biogas-Anlage (10, 20) gemäß einem der Ansprüche 9 bis 11, bei der die Sensoranordnung (12...16, 21) eine Reflexionssonde (21) im Inneren des Fermenters (11) umfasst.

14. Biogas-Anlage (10, 20) gemäß Anspruch 11, bei der die Sensoranordnung (12...16, 21) ausgestaltet ist, die Infrarot-Spektroskopie im Bereich des Nahinfrarotspektrums durchzuführen.

15. Biogas-Anlage (10, 20) gemäß einem der Ansprüche 9 bis 14, bei der Mittel für eine statistische Datenauswertung für die spektroskopischen Daten vorgesehen sind.

Description:

Für Biogas-Anlagen ist es wichtig, dass die Fermentation in der richtigen Weise abläuft. Daher werden auch moderne Biogasanlagen heutzutage aufgrund fehlender Messtechnik überwiegend im Unterlastbetrieb gefahren, um Instabilitäten und im Extremfall ein Kippen des Fermentationsprozesses zu verhindern. Daraus resultiert eine reduzierte Energieausbeute. Ein großes Problem dabei ist die Heterogenität der Rohsubstrate – derzeit überwiegend Silage und Gülle – denn die Dosierung der Substrate auf Basis der Frischmasse führt zu erheblichen Variationen der zugeführten Nährstofffracht. Diese Variationen führen zu einem Ungleichgewicht im Gesamtprozess, da der enzymatische und bakterielle Abbau der komplexen Polymere zu einer Anreicherung von kurzkettigen organischen Säuren führen kann, wenn diese nicht hinreichend schnell durch die methanbildenden Mikroorganismen verbraucht werden. Hohe Säurekonzentration, vor allem der Essig- und Propionsäure, hemmen die Methanbildung und können im Extremfall zu einem Absterben der entsprechenden Bakterien-Populationen führen.

Derzeit erfolgt die Überwachung des Fermenterprozesses von Biogas-Anlagen in den meisten Fällen stichprobenartig. Dabei werden Proben des Fermenterinhalts in bestimmten Abständen durch ein externes Analytiklabor untersucht. Die Untersuchung konzentriert sich dabei auf den Gehalt der Probe an niedermolekularen organischen Säuren. Diese Untersuchungsmethodik basiert darauf, dass sich die säurebildenden Bakterien zum Teil sehr schnell vermehren können, während sich die methanbildenden Bakterien nur langsam vermehren. Eine Zugabe von chemisch leicht aufschließbarem Material kann daher zu einer raschen Absenkung des pH-Werts führen. Die methanbildenden Bakterien reagieren darauf empfindlich. Zwar stellen die Säuren für sie das Substrat dar, doch führt ein Überangebot davon tatsächlich zu einer Leistungshemmung. Im Extremfall wird sogar eine Einstellung der Aktivität, d. h. der Methanbildung bewirkt, was als „Umkippen” der Fermentation bezeichnet wird.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Verfahren anzugeben, eine Biogas-Anlage auf ein Ungleichgewicht, speziell die Übersäuerung, in der Fermentation zu überwachen. Eine weitere Aufgabe besteht darin, eine entsprechend ausgestaltete Biogas-Anlage anzugeben.

Hinsichtlich des Verfahrens wird die Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Hinsichtlich der Biogas-Anlage wird die Aufgabe durch eine Biogas-Anlage mit den Merkmalen von Anspruch 8 gelöst. Die abhängigen Ansprüche beziehen sich auf vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildung der Erfindung.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Detektion eines Ungleichgewichts der Fermentation im Fermenter in einer Biogas-Anlage wird eine erste Menge von grampositiven Bakterien in wenigstens einen Teils des Fermenterinhalts ermittelt und aus der ersten Menge von grampositiven Bakterien bestimmt, ob ein Ungleichgewicht der Fermentation vorliegt.

Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe basiert auf folgender Annahme, die mittels Untersuchungen verifiziert werden konnte: es besteht eine Analogie zwischen der Mikroorganismenflora des Pansens eines Wiederkäuers und dem Fermenterreaktor einer Biogas-Anlage. Im weitaus besser untersuchten und studierten Pansen wurde aus tiermedizinischen Studien folgende bekannte bakterielle Zusammensetzung belegt: bei einem gesunden Tier mit einer gemischten Rationsfütterung ist die Pansenflora überwiegend gramnegativ und durch eine Vielfalt der Formen gekennzeichnet, während bei einer fehlerhaften Fütterung, beispielsweise einem zu hohen Anteil an leicht verdaulichen Kohlenhydraten, diese Vielfalt abnimmt und bald grampositive, milchsäureproduzierende Streptokokken und Laktobazillen dominieren. Letzteres ist als Pansenazidose-Krankheit bekannt. Eine analoge Veränderung der Bakterienpopulation im Fermenter wird erfindungsgemäß als Indikator für eine Prozessstörung in der Biogas-Anlage verwendet.

Im Sinne eines Beispiels zeigt 1 ein MIR-Spektrum 30, MIR = mittleres Infrarot, von E. coli, einer repräsentativen Kultur für gramnegative Bakterien in einem Puffer (Ringerlösung). Die Probe wurde auf einem Zinkselenidkristall als Film mit der Attenuated Total Reflection-Technik im Wellenlängenbereich von 800–2000 cm–1 gemessen. Das Lösungsmittel, in diesem Fall Ringerpuffer, wurde als Hintergrund vom Absolutspektrum abgezogen. Zusätzlich zeigt 1 ein analoges Spektrum 31, das mit der gleichen Methode und Auswertung erstellt wurde. In diesem Fall wurde jedoch eine Fermenter-Probe, ebenfalls in Ringer-Lösung verdünnt, gemessen. Diese Probe wurde aus einem einwandfreien Fermentationsreaktor entnommen. Die Ähnlichkeit zwischen den beiden Spektren 30, 31 der 1 ist unverkennbar.

2 zeigt wiederum das Spektrum 31 der Fermenter-Probe. Zusätzlich zeigt 2 ein Spektrum 32 einer „umgekippten” Fermenter-Probe. Diese wurde simuliert, indem einer frischen Fermenterprobe ein Überschuss an Stärke als leicht verdaulichem Substrat hinzugefügt wurde. In einem parallelen Versuch wurde einer anderen frischen Fermenterprobe direkt ein Überschuss an Glukose hinzugefügt. Glukose stellt ein wichtiges Endprodukt der ersten Abbauprozesse, der Hydrolyse, dar. Nach einer mehrtägigen Inkubation dieser behandelten Fermenterproben bei 39°C wurden diese wie oben beschrieben spektroskopisch vermessen. 2 zeigt den Unterschied zwischen den umgekippten Fermenterproben und den neutralen Fermenterproben deutlich.

Um sicherzustellen, dass die spektralen Unterschiede auf einer tatsächlichen unterschiedlichen Präsenz der beiden Bakterienarten beruhen und nicht ein Artefakt die jeweiligen Probe darstellen, wurden in der Petrischale auf speziellen Nährböden die beiden aktiven Sorten kultiviert. Mit zusätzlichen biochemischen Verfahren, beispielsweise Kolonieauszählung und Farbindikatoren wurde sichergestellt, dass die vorgesehene Kultivierung auch erreicht wurde. Diese definierten Proben wurden ebenfalls spektroskopiert und es zeigen sich die gleichen Veränderungen im Spektrum wie bei den Fermenterproben, siehe 3. 3 zeigt wiederum das Spektrum 30 der E. coli-Bakterien und zusätzlich ein Spektrum 33 der gramnegativen und ein Spektrum 34 der grampositiven Bakterien.

Erfindungsgemäß werden also vorteilhaft nicht die kumulierten Abbauprodukte, d. h. die organischen Säuren, sondern direkt deren Verursacher, also die Menge der Bakterien selbst, detektiert. Das ermöglicht ein frühzeitiges Entgegenwirken bei einer Prozessstörung. Dadurch wird nicht nur das Umkippen der Fermentation verhindert. Es wird auch möglich, den Fermentationsprozess allgemein optimaler zu gestalten, da Sicherheitsmargen bei der Gestaltung des Prozesses verringert werden können. Dabei kann vorteilhaft kontinuierlich auf die Menge an grampositiven Bakterien oder das Verhältnis zu den gramnegativen Bakterien geachtet und auf die Fermentation eingewirkt werden.

Bevorzugt wird zusätzlich eine zweite Menge von gramnegativen Bakterien in wenigstens einem Teil des Fermenterinhalts ermittelt. Diese zweite Menge kann vorteilhaft zusammen mit der ersten Menge dazu verwendet werden, zu bestimmen, ob ein Ungleichgewicht der Fermentation vorliegt. Dazu kann beispielsweise das Verhältnis der ersten Menge und der zweiten Menge zueinander verwendet werden.

Eine Möglichkeit zur Bestimmung der ersten Menge und gegebenenfalls der zweiten Menge besteht in einer labortechnischen Untersuchung einer Probe aus dem Fermenterinhalt. Dabei kommen bevorzugt mikrobiologische Verfahren zur Verwendung, beispielsweise ein Gram-Test, eine Kultivierung auf selektiven Nährböden oder eine Auswertung der Zellmorphologie. Dabei werden die Proben zur Untersuchung zweckmäßig regelmäßig entnommen und, ebenso wie bei der Untersuchung mittels Infrarotspektroskopie die Menge oder Mengen der grampositiven und gramnegativen Bakterien oder das Verhältnis der Mengen oder ein aus den Einzelwerten abgeleiteter Wert betrachtet und ausgewertet.

Vorteilhaft ist es, wenn die Ermittlung der ersten Menge und gegebenenfalls der zweiten Menge direkt im Fermenter oder im Bereich des Fermenters passiert. Dabei kann insbesondere vorteilhaft eine Online-Untersuchung stattfinden, das heißt die ermittelten ersten und zweiten Mengen stehen zeitnah zur Verfügung. Dadurch kann vorteilhaft ausreichend schnell in den Arbeitsablauf des Fermenters eingegriffen werden, um ein Umkippen des Fermentationsprozess zu verhindern. Hierzu ist es besonders vorteilhaft, zur Bestimmung der ersten Menge und gegebenenfalls der zweiten Menge Infrarotspektroskopie zu verwenden. Dabei können sowohl eine Infrarotspektroskopie im nahen Infrarotbereich (NIR) als auch im mittleren Infrarotbereich (MIR) verwendet werden.

Bei der Verwendung des mittleren Infrarotbereichs können zur Signalextraktion regelbasierte analytische verfahren angewendet werden. Diese sind im Fall des nahen Infrarotbereichs schlecht anwendbar, da eindeutige chemischen Spezies zuzuordnende spektrale Strukturen hier nicht vorliegen. In diesem Fall sind die Methoden der statistischen Mathematik im Sinne einer sogenannten multivariaten Signalverarbeitung anzuwenden. Diese werten die komplette Form des eingegebenen Spektrums aus, ohne das bekannt sein muss, in welchen Bereichen die relevante Information enthalten ist. Zu diesen gehören beispielsweise die Hauptkomponentenanalyse (PCA), lineare Regression (LDA), partial least square Verfahren (PLS oder PLSDA), wie auch die Methode der neuronalen Netzwerke (ANN). Zur Reduktion der benötigten Rechenzeit wie auch zur Erhöhung der Empfindlichkeit gegenüber Störungen können hierbei nur vorselektive Bereiche des Spektrums der Auswertung zugeführt werden. Vor diesen statistischen Verfahren wird günstigerweise eine Signalvorverarbeitung (Glättung, Normierung bzw. die Elimination von Messausreißern) durchgeführt.

Die Auswertung der Messergebnisse einer Infrarotsensorik findet zweckmäßig außerhalb des Fermenters statt. Die Sensorik selbst, also die Anordnung des eigentlichen Infrarot-Sensors, kann jedoch innerhalb des Fermenters oder außerhalb des Fermenters stattfinden. Für eine Verwendung innerhalb des Fermenters kommt dabei bevorzugt eine Reflexions-Sonde zum Einsatz. Bei dieser Art von Messung ist es zweckmäßig, die Reflexions-Sonde zu eichen und Referenzspektren aufzunehmen. Dafür besteht der Vorteil einer Messung direkt im Fermenter darin, eine automatisierte Online-Überwachung des Fermentationsprozesses zu ermöglichen.

Bei einer Sensorik außerhalb des Fermenters kann beispielsweise eine Probenentnahme erfolgen, wobei die entnommene Probe verdünnt wird und bevorzugt mittels einer Durchfluss-Sonde vermessen wird. Die Signale der Durchfluss-Sonde wobei eine Durchstrahlungs- oder aber auch Reflexions-Geometrie verwendet wird, werden dabei zweckmäßig an ein Spektrometer übermittelt und mittels eines Mikroprozessors oder eines Computers ausgewertet. Der Vorteil einer Messung außerhalb des Fermenters besteht darin, dass die meisten Teile der Sensoranordnung sich außerhalb des Fermenters und somit im leichten Zugriff von außen befinden.

Bevorzugte, jedoch keinesfalls einschränkende Ausführungsbeispiele für die Erfindung werden nunmehr anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei sind die Merkmale schematisiert dargestellt und sich entsprechende Merkmale sind mit gleichen Bezugszeichen markiert. Die Figuren zeigen dabei im Einzelnen

4 eine Biogas-Anlage mit einer externen Sensoranordnung und

5 eine Biogas-Anlage mit einer internen Sensoranordnung.

Eine erste Biogasanlage 10 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel, dargestellt in 4, umfasst einen Fermenter 11, einen Mixer 12, eine Tauchsonde 14 und ein Tauchbehältnis 13, ein Spektrometer 15 und einen Auswerterechner 16. Bei der ersten Biogasanlage 10 findet die eigentliche Infrarotmessung außerhalb des Fermenters 11 statt. Der eigentlichen Messung sind dabei zwei Schritte vorgelagert, die der Probenvorbereitung dienen. Dabei wird im Mixer 12 eine im ersten Schritt aus dem Fermenter 11 entnommene Probe des Fermenterinhalts zerkleinert und homogenisiert und im zweiten Schritt verdünnt. Die verdünnte Probe des Fermenterinhalts wird im Tauchbehältnis 13 für die Tauchsonde 14 bereitgehalten. Das Messergebnis der Tauchsonde 14 wird an das Spektrometer 15 weitergegeben. Bei dem Spektrometer 15 handelt es sich in diesem Ausführungsbeispiel um ein prozessfähiges FT-MIR-Spektrometer in Verbindung mit einer fasergekoppelten Tauchsonde 14.

Das Spektrometer 15 liefert die sich ergebenden Infrarotspektren an den Auswerterechner 16. Der Auswerterechner 16 führt einen Vergleich der Infrarotspektren mit gespeicherten Referenzspektren von grampositiven und gramnegativen Proben durch und ermittelt daraus, ob ein Ungleichgewicht im Fermenter 11 vorliegt.

In einer zweiten Biogasanlage 20 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel, dargestellt in 5, wird die externe Probenprozessierung vermieden. Dazu ist in diesem Fall der Sensor, im zweiten Ausführungsbeispiel eine Reflexions-Sonde 21, in den Fermenter 11 direkt integriert. Die Reflexions-Sonde 21 ist mit dem Spektrometer 15 verbunden. Analog zum ersten Ausführungsbeispiel liefert auch hier das Spektrometer 15 Spektrallinieninformationen an den Auswerterechner 16, der daraus durch einen Vergleich auf ein Ungleichgewicht im Fermenter 11 schließt.