Title:
Förderschlauch
Kind Code:
B4


Abstract:

Förderschlauch, bestehend aus einer Innenlage und einer auf diese Innenlage aufgebrachten, als Festigkeitsträger (3) ausgebildeten Deckschicht, wobei beide Schichten fest miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenlage aus einzelnen Verschleißschutzringen (1) und einer dünnen Gummilage (2) aufgebaut ist, wobei die Verschleißschutzringe (1) aus keramischem Material bestehen und mit der Gummilage (2) in der Art zusammenvulkanisiert sind, dass die Verschleißschutzringe (1) auf ihrer zum Förderschlauchinneren gerichteten Seite nicht von der Gummilage (2) überdeckt sind und auf ihrer dem Förderschlauchinneren abgewandten, von der Gummilage (2) überdeckten Seite an einer Seite ihres äußeren umlaufenden Randes eine abgerundete oder angeschrägte Fase aufweisen.




Inventors:
Burghardt, Helmut (Schönwald, 95173, DE)
Albert, Heinz (Schleifreisen, 07629, DE)
Prüfer, Hubert (Gera, 07548, DE)
Application Number:
DE102009016951
Publication Date:
03/31/2011
Filing Date:
04/09/2009
Assignee:
Cera System Verschleißschutz GmbH (Hermsdorf, 07629, DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE202007001177U1N/A2007-04-12



Foreign References:
53102911994-05-10
45643191986-01-14
WO2008119395A12008-10-09
Attorney, Agent or Firm:
Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Bock Bieber Donath Partnerschaftsgesellschaft (Jena, 07745)
Claims:
1. Förderschlauch, bestehend aus einer Innenlage und einer auf diese Innenlage aufgebrachten, als Festigkeitsträger (3) ausgebildeten Deckschicht, wobei beide Schichten fest miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenlage aus einzelnen Verschleißschutzringen (1) und einer dünnen Gummilage (2) aufgebaut ist, wobei die Verschleißschutzringe (1) aus keramischem Material bestehen und mit der Gummilage (2) in der Art zusammenvulkanisiert sind, dass die Verschleißschutzringe (1) auf ihrer zum Förderschlauchinneren gerichteten Seite nicht von der Gummilage (2) überdeckt sind und auf ihrer dem Förderschlauchinneren abgewandten, von der Gummilage (2) überdeckten Seite an einer Seite ihres äußeren umlaufenden Randes eine abgerundete oder angeschrägte Fase aufweisen.

2. Förderschlauch gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gummilage (2) eine hohe Dehnung zwischen den einzelnen keramischen Verschleißschutzringen (1) aufweist, so dass eine Flexibilität/Biegsamkeit des Förderschlauchs in Richtung der Fase der Verschleißschutzringe (1) gewährleistet ist.

3. Förderschlauch gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderschlauch an seinen beiden freien Enden metallische Anschlussstücke (4) trägt, die mit einer keramischen Verschleißhülse (5) ausgekleidet und kraft- sowie formschlüssig mit dem eigentlichen Förderschlauch verbunden sind.

4. Förderschlauch gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Gummilage (2) weniger als ein Fünftel der Dicke der Verschleißschutzringe (1) beträgt.

5. Förderschlauch gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasen der Verschleißschutzringe (1) konisch ausgeführt sind.

6. Verfahren zum Betreiben eines Förderschlauchs gemäß einem oder mehrerer der voran stehenden Ansprüche, bei dem der Förderschlauch über die Anschlussstücke (4) mit handelsüblichen Kupplungen verbunden ist, die in Transportsysteme zum Durchleiten abrasiv wirkender Medien münden, und die Gummilage (2) dabei im bestimmungsgemäßen Betriebszustand des Förderschlauchs elastisch den Aufprall der geförderten Feststoffe gegenüber den einzelnen keramischen Verschleißschutzringen (1) dämpft und der Festigkeitsträger (3) den Innendruck aufnimmt, die Längung einschränkt sowie den Biegeradius des Förderschlauchs nur unwesentlich beeinflusst.

Description:

Die Erfindung betrifft einen Förderschlauch mit einem Außen- und einem Innenelement zum Transport, d. h. Durchleiten beliebiger, insbesondere abrasiv wirkender Medien.

Produktförderschläuche für die Förderung von hoch abrasiven Medien sind in der Regel mehrschichtig aufgebaut. Im Allgemeinen bestehen sie aus einer Innen-, einer Zwischen- und einer Außenlage, wobei der Aufbau der Innenlage entscheidend für die Verschleißfestigkeit und somit die Verwendungsdauer der Förderschläuche ist.

Gemäß dem Stand der Technik bestehen die auf dem Markt gängigen Innenlagen aus verschleißfestem Naturkautschuk oder abriebfestem Polyurethan (PU).

DE 20 2007 001 177 U1 offenbart einen Schlauch mit einem Außenrohrelement und einem Innenrohrelement, wobei das in das Außenrohrelement einschiebbare Innenrohrelement Keramikkörper in Form von Keramikkugeln mit einem Durchmesser von 2 bis 10 mm aufweist, die in ein Elastomermaterial (PU-Material) eingebettet sind.

Das Außenrohrelement ist dabei ein gemäß dem Stand der Technik vor dem Jahr 2007 bekannter Industrieschlauch mit eingebetteter Drahtwendel.

Durch die Auswahl der Durchmesser der Keramikkugeln und einer bestimmten Härte des PU-Materials sowie durch die Wanddicke des Innenrohrelements ist die Flexibilität des Schlauches gemäß DE 20 2007 001 177 U1 einstellbar.

Dieser Schlauch verfügt an seinen beiden freien Enden über jeweils eine Anschlussarmatur in Form einer eingeklebten Keramikhülse mit Klemmschalen und Anschlussflansch.

Bei dieser technischen Lösung bewirkt das Innenrohrelement eine Verschleißfestigkeit und das Außenrohrelement die Druck- und Knickfestigkeit des Schlauches, so dass dieser eine hohe mechanische Belastbarkeit aufweist.

Aus US 5,310,291 A ist ein Förderschlauch zum Transport von abrasiven Materialien, bestehend aus einer äußeren und einer inneren Schicht, die beide fest miteinander verbunden sind, bekannt. Die Innenlage besteht dabei abwechselnd aus keramischen und polymeren Segmenten, wobei die keramischen Segmente dem Verschleißschutz dienen. Die polymeren Segmente sind vorzugsweise aus Gummi ausgeführt und mit den keramischen Segmenten verklebt, wobei die äußere Schicht die tragende Hülle bildet.

Der Nachteil dieser technischen Lösung besteht darin, dass die Flexibilität des Förderschlauchs durch die Ausgestaltung der keramischen Segmente eingeschränkt ist.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Förderschlauch mit einem Außen- und einem Innenelement zum Transport, d. h. Durchleiten beliebiger, insbesondere abrasiv wirkender bereit zu stellen, welcher die Nachteile des Standes der Technik vermeidet, insbesondere gegenüber dem Stand der Technik eine höhere Flexibilität besitzt und keine für die Verschleißbeständigkeit ungünstigen Längsfugen aufweist, so dass der Förderschlauch bei seiner bestimmungsgemäßen Verwendung sehr flexibel ist und eine längere Nutzungsdauer aufweist.

Diese Aufgabe wird durch einen Förderschlauch gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen werden in den nachgeordneten Ansprüchen angegeben.

Der erfindungsgemäße Förderschlauch besteht aus einer Innenlage und einer auf diese Innenlage aufgebrachten Deckschicht, wobei beide Schichten fest miteinander verbunden sind.

Erfindungswesentlich ist, dass die Innenlage aus einzelnen keramischen Verschleißschutzringen aufgebaut ist, welche mit einer dünnen Gummilage zusammenvulkanisiert sind. Dabei weist die Gummilage eine hohe Dehnung zwischen den einzelnen keramischen Verschleißschutzringen auf, so dass eine Flexibilität/Biegsamkeit des Förderschlauchs gewährleistet ist. Die Gummilage dämpft im bestimmungsgemäßen Betriebszustand des Förderschlauchs elastisch den Aufprall der geförderten Feststoffe gegenüber den einzelnen keramischen Verschleißschutzringen.

Gleichzeitig weist der Förderschlauch auf diese Art und Weise keine Längsfugen auf, welche das Verschleißverhalten ungünstig beeinflussen würden.

Die Deckschicht, welche gemäß dem Stand der Technik als Festigkeitsträger ausgeführt ist, dient der Aufnahme des Innendrucks, schränkt die Längung ein und beeinflusst dabei den Biegeradius des Förderschlauchs nur unwesentlich.

Vorteilhaft ist der erfindungsgemäße Förderschlauch an seinen beiden freien Enden mit metallischen Anschlussstücken versehen, die mit einer keramischen Verschleißhülse ausgekleidet und kraft- sowie formschlüssig mit dem eigentlichen Förderschlauch verbunden sind.

Über diese Anschlussstücke ist der erfindungsgemäße Förderschlauch mit handelsüblichen Kupplungen verbindbar.

Gegenüber den kugelförmigen Keramikkörper gemäß DE 20 2007 001 177 U1 hat die erfindungsgemäße Lösung den Vorteil, dass die weiche Zwischenschicht durch die geschlossenen Keramikringe geschützt wird, so dass diese weniger verschleißt. Außerdem werden Längsfugen aus Gummi verhindert, so dass das schleißende Korn keine direkte Angriffsmöglichkeit hat.

Die Erfindung soll folgend an Hand des Ausführungsbeispiels und der Figur näher erläutert werden, ohne auf dieses beschränkt zu sein.

Dabei zeigt:

1: eine schematische Darstellung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Förderschlauchs.

Die in 1 dargestellte Ausführungsform des Förderschlauchs aus einer Innenlage und einer auf diese Innenlage aufgebrachten Deckschicht, wobei beide Schichten fest miteinander verbunden sind.

Die Deckschicht ist als Festigkeitsträger (3) ausgebildet.

Die Innenlage ist aus einzelnen Verschleißschutzringen (1) und einer dünnen Gummilage (2) aufgebaut, wobei die Verschleißschutzringe (1) aus keramischem Material bestehen und mit der Gummilage zusammenvulkanisiert sind. Dabei weist die Gummilage (2) eine hohe Dehnung zwischen den einzelnen keramischen Verschleißschutzringen (1) auf, so dass eine Flexibilität/Biegsamkeit des Förderschlauchs gewährleistet ist.

Die Gummilage (2) dämpft im bestimmungsgemäßen Betriebszustand des Förderschlauchs elastisch den Aufprall der geförderten Feststoffe gegenüber den einzelnen keramischen Verschleißschutzringen (1).

Der Festigkeitsträger (3) dient der Aufnahme des Innendrucks, schränkt die Längung ein und beeinflusst dabei den Biegeradius des Förderschlauchs nur unwesentlich.

In diesem Zusammenhang ist besonders vorteilhaft, dass die Verschleißschutzringe (1) an einer Seite ihres äußeren umlaufenden Randes abgerundet oder angeschrägt ausgeführt sind.

Der Förderschlauch trägt an seinen beiden freien Enden metallische Anschlussstücke (4), die mit einer keramischen Verschleißhülse (5) ausgekleidet und kraft- sowie formschlüssig mit dem eigentlichen Förderschlauch verbunden sind.

Über diese Anschlussstücke (4) ist der Förderschlauch mit handelsüblichen Kupplungen verbindbar.

Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und der Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl einzeln, als auch in beliebiger Kombination miteinander, erfindungswesentlich sein.

Bezugszeichenliste

1
Verschleißschutzringe
2
Gummilage
3
Festigkeitsträger
4
Anschlussstück
5
Verschleißschutzhülse