Title:
Überprüfung der Funktionsfähigkeit von Vermittlungseinrichtungen eines Mobilfunknetzes
Kind Code:
B4


Abstract:

Verfahren zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit von mobilfunknetzspezifische Protokolle nutzenden Vermittlungseinrichtungen (2, 3, SGSN, GGSN) des Basisnetzes (Backbone) eines Mobilfunknetzes (1), wobei
eine Recheneinrichtung (4, Local BIND (DNS)/GTP-Probe) seitens des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1)
wenigstens eine Anfrage nach der Funktionsfähigkeit (Funktionsfähigkeitsanfrage) wenigstens einer Vermittlungseinrichtung (2, 3, SGSN, GGSN) des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1)
an die wenigstens eine Vermittlungseinrichtung (2, 3, SGSN, GGSN) des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) sendet, wobei die Funktionsfähigkeitsanfrage ein GTP ECHO V1 ist,
die wenigstens eine Vermittlungseinrichtung (2, 3, SGSN, GGSN) des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) auf die empfangene Funktionsfähigkeitsanfrage (GTP ECHO V1) wenigstens eine Funktionsüberprüfung entsprechend der Funktionsfähigkeitsanfrage (GTP ECHO V1) durchführt,
die wenigstens eine Vermittlungseinrichtung (2, 3, SGSN, GGSN) des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) das Ergebnis der wenigstens einen Funktionsüberprüfung an die Recheneinrichtung (4, Local BIND (DNS)/GTP-Probe) seitens des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) sendet und
die Recheneinrichtung (4, Local BIND (DNS)/GTP-Probe) seitens des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) eine Signalisierung des Ergebnisses der wenigstens einen Funktionsüberprüfung seitens einer Anzeigeeinrichtung (7) zumindest initiiert,
die Recheneinrichtung (4, Local BIND (DNS)/GTP-Probe) seitens des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) die wenigstens eine Funktionsfähigkeitsanfrage (GTP ECHO V1) wenigstens ein weiteres Mal an die wenigstens eine Vermittlungseinrichtung (2, 3, SGSN, GGSN) des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) sendet, wenn innerhalb einer bestimmten Zeit kein Ergebnis auf die initiale Funktionsfähigkeitsanfrage (GTP ECHO V1) seitens der Recheneinrichtung (4, Local BIND (DNS)/GTP-Probe) seitens des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) empfangen wurde,
und
die Recheneinrichtung (4, Local BIND (DNS)/GTP-Probe) seitens des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) eine weitere Funktionsfähigkeitsanfrage an die wenigstens eine Vermittlungseinrichtung (2, 3, SGSN, GGSN) des ...




Inventors:
Schulz, Sebastian (42579, Heiligenhaus, DE)
Stanke, Jürgen (59425, Unna, DE)
Application Number:
DE102009016403A
Publication Date:
03/29/2018
Filing Date:
04/07/2009
Assignee:
Vodafone Holding GmbH, 40549 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102007022066A1N/A2008-11-13



Foreign References:
GB2406474A2005-03-30
200301179482003-06-26
200301697122003-09-11
200400810862004-04-29
200502276902005-10-13
EP15809422005-09-28
EP18683982007-12-19
Other References:
Cisco: Cisco GGSN Release 6.0 Configuration Guide. San Jose, Juli 2008, pp. 1 – 412. Aufgerufen über: URL: http://www.cisco.com [recherchiert am 22.11.2012].
Attorney, Agent or Firm:
Ring & Weisbrodt Patentanwaltsgesellschaft mbH, 40213, Düsseldorf, DE
Claims:
1. Verfahren zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit von mobilfunknetzspezifische Protokolle nutzenden Vermittlungseinrichtungen (2, 3, SGSN, GGSN) des Basisnetzes (Backbone) eines Mobilfunknetzes (1), wobei
eine Recheneinrichtung (4, Local BIND (DNS)/GTP-Probe) seitens des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1)
wenigstens eine Anfrage nach der Funktionsfähigkeit (Funktionsfähigkeitsanfrage) wenigstens einer Vermittlungseinrichtung (2, 3, SGSN, GGSN) des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1)
an die wenigstens eine Vermittlungseinrichtung (2, 3, SGSN, GGSN) des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) sendet, wobei die Funktionsfähigkeitsanfrage ein GTP ECHO V1 ist,
die wenigstens eine Vermittlungseinrichtung (2, 3, SGSN, GGSN) des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) auf die empfangene Funktionsfähigkeitsanfrage (GTP ECHO V1) wenigstens eine Funktionsüberprüfung entsprechend der Funktionsfähigkeitsanfrage (GTP ECHO V1) durchführt,
die wenigstens eine Vermittlungseinrichtung (2, 3, SGSN, GGSN) des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) das Ergebnis der wenigstens einen Funktionsüberprüfung an die Recheneinrichtung (4, Local BIND (DNS)/GTP-Probe) seitens des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) sendet und
die Recheneinrichtung (4, Local BIND (DNS)/GTP-Probe) seitens des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) eine Signalisierung des Ergebnisses der wenigstens einen Funktionsüberprüfung seitens einer Anzeigeeinrichtung (7) zumindest initiiert,
die Recheneinrichtung (4, Local BIND (DNS)/GTP-Probe) seitens des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) die wenigstens eine Funktionsfähigkeitsanfrage (GTP ECHO V1) wenigstens ein weiteres Mal an die wenigstens eine Vermittlungseinrichtung (2, 3, SGSN, GGSN) des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) sendet, wenn innerhalb einer bestimmten Zeit kein Ergebnis auf die initiale Funktionsfähigkeitsanfrage (GTP ECHO V1) seitens der Recheneinrichtung (4, Local BIND (DNS)/GTP-Probe) seitens des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) empfangen wurde,
und
die Recheneinrichtung (4, Local BIND (DNS)/GTP-Probe) seitens des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) eine weitere Funktionsfähigkeitsanfrage an die wenigstens eine Vermittlungseinrichtung (2, 3, SGSN, GGSN) des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) sendet, wobei die weitere Funktionsfähigkeitsanfrage ein GTP ECHO V0 ist, wenn innerhalb einer bestimmten Zeit kein Ergebnis auf die ein weiteres Mal versendete Funktionsfähigkeitsanfrage (GTP ECHO V0) seitens der Recheneinrichtung (4, Local BIND (DNS)/GTP-Probe) seitens des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) empfangen wurde.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass seitens der Recheneinrichtung (4, Local BIND (DNS)/GTP-Probe) seitens des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) vor dem Senden der Funktionsfähigkeitsanfrage (GTP ECHO V1) zunächst die wenigstens eine IP-Adresse der wenigstens einen Vermittlungseinrichtung (2, 3, SGSN, GGSN) des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) ermittelt wird und die Funktionsfähigkeitsanfrage (GTP ECHO V1) an die wenigstens eine ermittelte IP-Adresse gesendet wird.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine IP-Adresse der wenigstens einen Vermittlungseinrichtung (2, 3, SGSN, GGSN) des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) unter Nutzung des Namens eines Netzzugangspunkts (APN) der wenigstens einen Vermittlungseinrichtung (2, 3, SGSN, GGSN) des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) bestimmt wird, vorzugsweise unter Nutzung eines DNS Services.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinrichtung (4, Local BIND (DNS)/GTP-Probe) seitens des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) die wenigstens eine weiteres Funktionsfähigkeitsanfrage (GTP ECHO V0) wenigstens ein weiteres Mal an die wenigstens eine Vermittlungseinrichtung (2, 3, SGSN, GGSN) des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) sendet, wenn innerhalb einer bestimmten Zeit kein Ergebnis auf die weitere Funktionsfähigkeitsanfrage (GTP ECHO V0) seitens der Recheneinrichtung (4, Local BIND (DNS)/GTP-Probe) seitens des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) empfangen wurde.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeit vorggebar ist.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das von der Recheneinrichtung (4, Local BIND (DNS)/GTP-Probe) seitens des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) empfangene Ergebnis auf die wenigstens eine Funktionsfähigkeitsanfrage (GTP ECHO V1) oder auf die weitere Funktionsfähigskeitsanfrage (GTP ECHO V0) seitens der Recheneinrichtung (4, Local BIND (DNS)/GTP-Probe) seitens des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) und/oder seitens wenigstens einer Serviceeinrichtung (5, 6, Service Probe (WCP); PM DB) des Mobilfunknetzes (1) erfasst und/oder vorgehalten wird.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinrichtung (4, Local BIND (DNS)/GTP-Probe) seitens des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) ein Local BIND (DNS) Server (4) des Basisnetzes (Backbone) des Mobilfunknetzes (1) ist.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Mobilfunknetz (1) ein Mobilfunknetz (1) gemäß einem GSM-, GPRS-, UMTS- und/oder LTE-Funknetzstandard ist.

9. Netzknoten in einem Mobilfunknetz (1), dadurch gekennzeichnet, dass dieser ausgebildet und/oder eingerichtet ist ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8 auszuführen.

10. Netzknoten nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Mobilfunknetz (1) ein Mobilfunknetz (1) gemäß einem GSM-, GPRS-, UMTS- und/oder LTE-Funknetzstandard ist.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit von mobilfunknetzspezifische Protokolle nutzenden Vermittlungseinrichtungen des Basisnetzes eines Mobilfunknetzes.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ferner ein Netzknoten in einem Mobilfunknetz, insbesondere einem Mobilfunknetz gemäß einem GSM-, GPRS-, UMTS- und/oder LTE-Funknetzstandard, welcher ausgebildet und/oder eingerichtet ist ein erfindungsgemäßes Verfahrens zumindest teilweise auszuführen.

Im Stand der Technik sind Verfahren und Vorrichtungen zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit von Diensten und/oder Einrichtungen eines Mobilfunknetzes, insbesondere Vermittlungseinrichtungen des Mobilfunknetzes in zahlreichen Ausgestaltungen für verschiedene Kommunikationsanwendungen bzw. Kommunikationsdienste des Mobilfunknetzes bekannt. So offenbaren beispielsweise die GB 2 406 474 A oder die EP 1 868 398 A1 Verfahren und Vorrichtungen, die eine Überprüfung der Funktionsfähigkeit von Kommunikationsdiensten für in Mobilfunknetzen betreibbare mobile Endgeräte bei einem Roaming-Betrieb in wenigstens zwei Mobilfunknetzen ermöglichen.

So ist aus der DE 10 2007 022 066 A1 ein Verfahren zur Überwachung eines GTP-Kommunikationspfades in einem UMTS/GPRS-Netzwerk und ein entsprechendes Monitoring System bekannt, welches mit dem UMTS/GPRS-Netzwerk verbunden ist. Das Monitoring System umfasst Mittel zu Generierung einer GTP-C Nachricht in Form einer GTP ECHO Request Nachricht, wobei die GTP ECHO Request Nachricht als Ursprungsadresse eine IP-Adresse des Monitoring System und als Zieladresse eine IP-Adresse eines Netzknotens des UMTS/GPRS-Netzwerks enthält. In regelmäßigen Abständen kann beispielsweise die Umlaufzeit einer derartigen GTP ECHO Request Nachricht gemessen werden und als Qualitätsindikator des Kommunikationspfades, sowie zur Ermittlung eventuell vorliegender Fehler verwendet werden.

Mit dem „CISCO GGSN Release 6.0 Configuration Guide” (Stand: Juli 2008) existiert ferner eine Konfigurationsanleitung zum Konfigurieren eines GGSN-Netzwerkknotens und zum Konfigurieren von GTP-Optionen. Zum Überprüfen der Funktionsfähigkeit eines SGSN-Netzwerkelementes wird dabei die Verwendung von GTP ECHO Nachrichten beschrieben, die von dem GGSN generiert und verwendet werden. Im positiven Fall der Überprüfung wird seitens des SGSN-Netzwerkelementes eine Echo Response Nachricht an den anfragenden GGSN übersendet.

Die EP 1 580 942 A2 offenbart zudem die Verwendung von Tabellen in Netzwerken eines Kommunikationsnetzes, welche Informationen über die Intaktheit der verwendeten Kommunikationspfade enthält. Ein Pfad ist durch eine Quelladresse, eine Zieladresse und einen zu verwendenden Port definiert. Durch das Versenden von Echo Request Nachrichten und im Falle der Funktion eines Mittels einer ECHO Response Nachricht antwortenden Netzwerkelementes wird die Tabelle aktualisiert.

Die US 2003/0169712 A1 offenbart ein Load Balancing in einem verteilten GGSN System, welches einen GGSN-Controller verwendet zum aktiven Überwachen von an den GGSN-Netzwerkelementen vorhandenen Überlasten. Entsprechend des Ergebnisses der Überwachung kann mit dem System ein dynamisches Load Balancing vorgenommen werden, um die Auslastungen der GGSN-Netzwerkelemente zu steuern.

Aus der US 2005/0227690 A1 ist ein Verfahren eines mobilen Kommunikationsnetzes bekannt, welches einem mobilen Endgerät ermöglicht, eine bestehende Verbindung zu einem SGSN-Netzwerkelement zu einem zweiten SGSN Netzwerkelement ermöglicht, im Falle einer Überlastung oder eines Fehlers des ersten SGSN-Netzwerkelementes. Das zweite SGSN-Netzwerkelement befindet sich dabei in der Nähe des ersten SGSN-Netzwerkelementes, so dass das mobile Endgerät von seinem gegenwärtigen Standort aus eine Verbindung zu beiden SGSN-Elementen unterhalten kann.

Die US 2004/0081086 A1 betrifft des Weiteren das Überwachen von Datenverbindungen seitens eines Netzwerkelementes. Im Falle einer fehlerhaften Verbindung wird seitens des Netzwerkes die Verbindung umgeleitet, wobei alternative Access Points verwendet werden können. Hierzu speichert das überwachende Netzwerkelement Daten der überwachten Verbindungen ab, welche im Fehlerfall zur Umleitung verwendet werden können.

Überdies hinaus zeigt die US 2003/0117948 A1 ein Verfahren für GGSN-Netzwerke. Es werden die GTP-C Verbindungen zwischen SGSN und GGSN-Elementen überwacht. Im Fehlerfall oder eines Abrechens einer derartigen Verbindung werden eventuell bestehende Datenverbindungen geschlossen. Ferner umfassen die GGSN-Netzwerkelemente die Möglichkeit, ein Load Balancing und eine Task Distribution zwischen den aktiven GTP-C Verbindungen vorzunehmen.

Die EP 1 868 398 A1 betrifft ein Verfahren zur Lokalisierung von Störungen in einer Kommunikationsverbindung eines mobilen Endgerätes, wobei das mobile Endgerät für einen Zugang zu einem Mobilfunknetz ein Mobilfunkteilnehmer-Identifikations-Modul nutzt. Das Heimatregister des Mobilfunkteilnehmer-Identifikations-Moduls befindet sich dabei in einem ersten Mobilfunknetz, das mobile Endgerät wird in einem zweiten Mobilfunknetz betrieben und Einrichtungen des ersten Mobilfunknetzes und Einrichtungen des zweiten Mobilfunknetzes sind zu Kommunikationszwecken miteinander verbindbar. Um eine Lokalisierung von Störungen in einer Kommunikationsverbindung bei einem Betrieb eines mobilen Endgerätes eines ersten Mobilfunknetzes in einem zweiten Mobilfunknetz zu ermöglichen, wird von wenigstens einer Einrichtung des ersten Mobilfunknetzes eine Verfügbarkeitsabfrage und/oder eine Leistungsfähigkeitsabfrage an wenigstens eine an der Verwaltung des Aufenthalts eines mobilen Endgerätes beteiligte Einrichtung gesendet.

Die GB 2 406 474 A offenbart eine Proxy-Operations- und Verwaltungssteuereinheit, welche operativ mit einer Anzahl von Kommunikationsnetzen gekoppelt ist, die im Wesentlichen verschiedene Technologien unterstützen. Dabei kann mindestens eine Teilnehmereinheit von einem Heimkommunikationsnetz zu einem besuchten Kommunikationsnetzwerk wandern. Ein Prozessor verarbeitet Informationen bezüglich eines Dienstniveaus, welche an die Roamingteilnehmereinheit in dem besuchten Kommunikationsnetzwerk bereitgestellt werden.

Die bisher bekannten Lösungen ermöglichen keine gezielte Überprüfung der Funktionsfähigkeit von mobilfunknetzspezifische Protokolle nutzenden Vermittlungseinrichtungen, insbesondere SGSN (SGSN: Serving GPRS Support Node; GPRS: General Packet Radio Service) und/oder GGSN (GSGN: Gateway GPRS Support Node; GPRS: General Packet Radio Service) des Basisnetzes, dem so genannten Backbone, eines Mobilfunknetzes.

Der vorliegenden Erfindung liegt in Anbetracht dieses Standes der Technik die Aufgabe zugrunde, auf einfache und kostengünstige Art und Weise und eine gezielte Überprüfung der Funktionsfähigkeit von mobilfunknetzspezifische Protokolle nutzenden Vermittlungseinrichtungen eines Mobilfunknetzes zu ermöglichen, insbesondere ohne aufwändige Änderungen an der Netzstruktur des Mobilfunknetzes und/oder den von dem Mobilfunknetz genutzten Protokollen vornehmen zu müssen.

Zur technischen Lösung wird mit der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit von mobilfunknetzspezifische Protokolle nutzenden Vermittlungseinrichtungen des Basisnetzes eines Mobilfunknetzes, wobei eine Recheneinrichtung seitens des Basisnetzes des Mobilfunknetzes wenigstens eine Anfrage nach der Funktionsfähigkeit, nachfolgend auch Funktionsfähigkeitsanfrage genannt, wenigstens einer Vermittlungseinrichtung des Basisnetzes des Mobilfunknetzes an die wenigstens eine Vermittlungseinrichtung des Basisnetzes des Mobilfunknetzes sendet, die wenigstens eine Vermittlungseinrichtung des Basisnetzes des Mobilfunknetzes auf die empfangene Funktionsfähigkeitsanfrage wenigstens eine Funktionsüberprüfung entsprechend der Funktionsfähigkeitsanfrage durchführt, die wenigstens eine Vermittlungseinrichtung des Basisnetzes des Mobilfunknetzes das Ergebnis der wenigstens einen Funktionsüberprüfung an die Recheneinrichtung seitens des Basisnetzes des Mobilfunknetzes sendet und die Recheneinrichtung seitens des Basisnetzes des Mobilfunknetzes eine Signalisierung des Ergebnisses der wenigstens einen Funktionsüberprüfung seitens einer Anzeigeeinrichtung zumindest initiiert.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird seitens der Recheneinrichtung seitens des Basisnetzes des Mobilfunknetzes vor dem Senden der Funktionsfähigkeitsanfrage zunächst die wenigstens eine IP-Adresse der wenigstens einen Vermittlungseinrichtung des Basisnetzes des Mobilfunknetzes ermittelt und wird die Funktionsfähigkeitsanfrage an die wenigstens eine ermittelte IP-Adresse gesendet. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die wenigstens eine IP-Adresse der wenigstens einen Vermittlungseinrichtung des Basisnetzes des Mobilfunknetzes vorteilhafterweise unter Nutzung des Namens eines Netzzugangspunkts, einem so genannten APN (APN: Access Point Name), der wenigstens einen Vermittlungseinrichtung des Basisnetzes des Mobilfunknetzes bestimmt wird, vorzugsweise unter Nutzung eines DNS Services (DNS: Domain Name System).

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sendet die Recheneinrichtung seitens des Basisnetzes des Mobilfunknetzes die wenigstens eine Funktionsfähigkeitsanfrage wenigstens ein weiteres mal an die wenigstens eine Vermittlungseinrichtung des Basisnetzes des Mobilfunknetzes, wenn innerhalb einer vorzugsweise vorgebbaren Zeit kein Ergebnis auf die initiale Funktionsfähigkeitsanfrage seitens der Recheneinrichtung seitens des Basisnetzes des Mobilfunknetzes empfangen wurde. In einer konkreten Ausgestaltung der Erfindung sendet die Recheneinrichtung seitens des Basisnetzes des Mobilfunknetzes die wenigstens eine Funktionsfähigkeitsanfrage insgesamt dreimal an die wenigstens eine Vermittlungseinrichtung des Basisnetzes des Mobilfunknetzes. Sollte nach einem erfindungsgemäßen Senden der wenigstens eine Funktionsfähigkeitsanfrage auf die vorzugsweise vorgebbare Sendungswiederholungsanzahl innerhalb der vorgebbaren Zeitdauer kein Ergebnis auf die Funktionsfähigkeitsanfrage seitens der Recheneinrichtung seitens des Basisnetzes des Mobilfunknetzes empfangen werden, so wird als Ergebnis vorteilhafterweise der Ausfall der wenigstens einen Vermittlungseinrichtung des Basisnetzes des Mobilfunknetzes erfasst.

Gemäß einem weiteren vorteilhaften Vorschlag der Erfindung wird das von der Recheneinrichtung seitens des Basisnetzes des Mobilfunknetzes empfangene Ergebnis auf die wenigstens eine Funktionsfähigkeitsanfrage seitens der Recheneinrichtung seitens des Basisnetzes des Mobilfunknetzes und/oder seitens wenigstens einer Serviceeinrichtung des Mobilfunknetzes erfasst und/oder vorgehalten.

Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die wenigstens eine Funktionsfähigkeitsanfrage ein GTP ECHO (GTP: GPRS Tunneling Protocol) ist.

Vorteilhafterweise ist die Recheneinrichtung seitens des Basisnetzes des Mobilfunknetzes ein Local BIND (DNS) Server des Basisnetzes des Mobilfunknetzes.

Vorteilhafterweise ist das Mobilfunknetz ein Mobilfunknetz gemäß einem GSM-, GPS-, UMTS- und/oder LTE-Funknetzstandard.

Zur technischen Lösung der eingangs genannten Aufgabe wird mit der vorliegenden Erfindung ferner ein Netzknoten in einem Mobilfunknetz, insbesondere einem Mobilfunknetz gemäß einem GSM-, GPRS-, UMTS- und/oder LTE-Funknetzstandard, vorgeschlagen, welcher ausgebildet und/oder eingerichtet ist ein erfindungsgemäßes Verfahrens zumindest teilweise auszuführen.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand der in den Figuren der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Dabei zeigen:

1 in einer schematischen Übersichtsansicht ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Überprüfung der Funktionsfähigkeit von mobilfunknetzspezifische Protokolle nutzenden Vermittlungseinrichtungen des Basisnetzes eines Mobilfunknetzes;

2 in einer schematischen Detailansicht ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Überprüfung der Funktionsfähigkeit von mobilfunknetzspezifische Protokolle nutzenden Vermittlungseinrichtungen (SGSN) des Basisnetzes eines Mobilfunknetzes nach 1 und

3 in einer schematischen Detailansicht ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Überprüfung der Funktionsfähigkeit von mobilfunknetzspezifische Protokolle nutzenden Vermittlungseinrichtungen (GGSN) des Basisnetzes eines Mobilfunknetzes nach 1.

1 zeigt das Backbone eines Mobilfunknetzes 1, vorliegend gemäß einem GSM-, GPS-, UMTS- und/oder LTE-Funknetzstandard, mit Vermittlungseinrichtungen 2 und 3, vorliegend SGSNs 2 und GGSNs 3, und einer Recheneinrichtung 4, vorliegend einem so genannten GTP-Probe zum Abhören und/oder Mitschneiden bzw. zu Abrechnungszwecken von GPRS Daten. Die Dabei zwischen dem GTP-Probe 4 und den Vermittlungseinrichtrungen SGSNs 2 und GGSNs 3 anfallende Kommunikation, insbesondere umfassend Anfragen und Antworten, ist in 1 symbolisch durch die mit GTP ECHO bezeichneten Doppelpfeile dargestellt.

Zur erfindungsgemäßen Überprüfung der Funktionsfähigkeit der mobilfunknetzspezifische Protokolle nutzenden Vermittlungseinrichtungen SGSNs 2 und GGSNs 3 des Backbones des Mobilfunknetzes 1 ist seitens der Recheneinrichtung GTP-Probe 4 vorteilhafterweise ein lokaler BIND-Server (DNS) (BIND: Berkeley Internet Name Domain; DNS: Domain Name System) installiert, welcher vorliegend vorteilhafterweise konfiguriert wird hinsichtlich BIND, das heißt insbesondere hinsichtlich der APNs der GGSNs 3 und der IP-Adressen der SGSNs 2.

Zur erfindungsgemäßen Überprüfung der Funktionsfähigkeit der mobilfunknetzspezifische Protokolle nutzenden Vermittlungseinrichtungen SGSNs 2 und GGSNs 3 des Backbones des Mobilfunknetzes 1 wird vorteilhafterweise über eine Serviceeinrichtung 5, vorliegend einem Service Probe (WCP) 5, eines OSSs (OSS: Operations Support System) des Mobilfunknetzes 1, welche nicht zum Backbone des Mobilfunknetzes 1 gehört, eine Konfiguration des GTP-Probe 4 durchgeführt. In 1 ist die Konfiguration des GTP-Probe 4 symbolisch durch den oberen Doppelpfeil zwischen der Recheneinrichtung GTP-Probe 4 und der Serviceeinrichtung Service Probe (WCP) 5 dargestellt. Zu der Serviceeinrichtung Service Probe (WCP) 5 gehört ferner eine weitere, eine vorliegend eine Datenbank verwaltende und/oder unterhaltende Recheneinrichtung 6, vorliegend PM DB genannt, und ein wenigstens eine Anzeigeeinrichtung und optional eine Eingabeeinrichtung aufweisendes Alarmsystem 7.

Im Rahmen einer erfindungsgemäßen Funktionsüberprüfung anfallende Ergebnisse, insbesondere Messergebnisse durchgeführter Testfälle, werden von der Recheneinrichtung GTP-Probe 4 an die Serviceeinrichtung Service Probe (WCP) 5 übermittelt. In 1 ist die Übermittlung symbolisch durch den unteren Doppelpfeil zwischen der Recheneinrichtung GTP-Probe 4 und der Serviceeinrichtung Service Probe (WCP) 5 dargestellt. Die Ergebnisse werden vorliegend seitens der Datenbank der Recheneinrichtung PM DB 6 gespeichert und dort für weitere Nutzungen bereitgehalten. In 1 ist die Speicherung und/oder der Abruf von Ergebnissen symbolisch durch den Doppelpfeil zwischen der Serviceeinrichtung Service Probe (WCP) 5 und der Recheneinrichtung PM DB 6 dargestellt. Bei vorliegen entsprechender Ergebnisse initiiert die Recheneinrichtung PM DB 6 die Signalisierung eines Ausfalls und/oder einer Störung wenigstens einer Vermittlungseinrichtung SGSN 2 bzw. GGSN 3 seitens des Alarmsystems 7.

2 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Funktionsfähigkeitsüberprüfung eines SGSN 2. In dem in 2 mit A gekennzeichneten optionalen Verfahrensschritt wird zunächst ein virtueller APN aufgelöst. Dabei wird ein BIND (DNS) Server seitens der Recheneinrichtung GTP-Probe 4 installiert, welcher eine Zonendatei (zone file) und einen APN erzeugt. In einer Konfigurationsdatei (configuration file) werden dann alle IP-Adressen der hinsichtlich ihrer Funktionsfähigkeit zu überprüfenden SGSNs 2 für den APN eingetragen, vorliegend also die so genannten IP/GTP cards der SGSNs 2. Anschließend wird der virtuelle APN aufgelöst und sind alle IP-Adressen der SGSNs 2 für den nächsten, in 2 mit B gekennzeichneten Verfahrensschritt (GTP ECHO) bekannt.

In einer alternativen Verfahrensführung ist es ferner möglich, einen GTP ECHO direkt an den jeweiligen SGSN 2 zu senden, allerdings muss dann die IP-Adresse des SGSN 2 separat eingegeben werden. Bei Nutzung eines DNS-Services kann ein APN aufgelöst werden, indem eine Änderung an der Konfigurationsdatei (configuration file) vorgenommen wird und der APN für die jeweils zu überprüfende SGSN 2 kopiert wird.

In dem in 2 mit B gekennzeichneten optionalen Verfahrensschritt wird zunächst erfindungsgemäß ein GTP ECHO als Teil des GPRS Tunneling Protocols zur Funktionsüberprüfung von SGSNs 2 genutzt. Dabei wird mittels des GTP ECHOS überprüft, ob die IP/GTP card in dem jeweiligen SGSN 2 keinen Ausgang hat und ob das Routing des SGSN 2 korrekt ist.

In einer ersten erfindungsgemäßen Funktionsüberprüfung versucht das GTP Modul des GTP-Probe 4 einen GTP ECHO V1 an den jeweiligen SGSN 2 zu richten. In dem Fall, dass der SGSN 2 auf den GTP ECHO V1 nicht antwortet, wird die Anfrage (GTP ECHO V1) vorliegend drei weitere male wiederholt. Anschließend wird als Ergebnis des Tests seitens des GTP-Probe 4 ein „V0” erfasst und die gesamte Anfrage wird anschließend wiederholt.

Wenn auf einen GTP ECHO V0 – nach 3 Wiederholungen – keine Antwort von dem SGSN 2 vorliegt, ist die Funktionsfähigkeitsüberprüfung für den SGSN 2 fehlgeschlagen. Mit dem GTP V0 Protokoll wird der Datentransfer und die Signalisierung in demselben GTP Tunnel durchgeführt, vorliegend vorteilhafterweise unter Nutzung von so genannten UDP Packages (UDP: User Datagram Protocol) via port 3386. Das GTP V1 Protokoll verwendet vorteilhafterweise zwei GTP Tunnel. Der erste Tunnel wird für die Signalisierung genutzt, vorliegend mittels eines so genannten, port in 2123 nutzendes control plane (GTP-C). Der zweite Tunnel wird für den Datentransfer genutzt, vorliegend mittels einer so genannten, port 2152 nutzenden user plane (GTP-U).

3 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Funktionsfähigkeitsüberprüfung eines GGSN 3. In dem in 3 mit A gekennzeichneten optionalen Verfahrensschritt wird zunächst ein bekannter APN, beispielsweise ein Internet APN, aufgelöst um die IP-Adressen der GGSNs 3 für den nächsten, in 3 mit B gekennzeichneten Verfahrensschritt (GTP ECHO) zu bestimmen.

In dem in 3 mit B gekennzeichneten optionalen Verfahrensschritt wird zunächst erfindungsgemäß ein GTP ECHO als Teil des GPRS Tunneling Protocols zur Funktionsüberprüfung von GGSNs 3 genutzt. Dabei wird mittels des GTP ECHOS überprüft, ob die IP/GTP card in dem jeweiligen GGSN 3 keinen Ausgang hat und ob das Routing des GGSN 3 korrekt ist.

In einer ersten erfindungsgemäßen Funktionsüberprüfung versucht das GTP Modul des GTP-Probe 4 einen GTP ECHO V1 an den jeweiligen GGSN 3 zu richten. In dem Fall, dass der GGSN 3 auf den GTP ECHO V1 nicht antwortet, wird die Anfrage (GTP ECHO V1) vorliegend drei weitere male wiederholt. Anschließend wird als Ergebnis des Tests seitens des GTP-Probe 4 ein „V0” erfasst und die gesamte Anfrage wird anschließend wiederholt.

Wenn auf einen GTP ECHO V0 – nach 3 Wiederholungen – keine Antwort von dem GGSN 3 vorliegt, ist die Funktionsfähigkeitsüberprüfung für den GGSN 3 fehlgeschlagen. Mit dem GTP V0 Protokoll wird der Datentransfer und die Signalisierung in demselben GTP Tunnel durchgeführt, vorliegend vorteilhafterweise unter Nutzung von so genannten UDP Packages (UDP: User Datagram Protocol) via port 3386. Das GTP V1 Protokoll verwendet vorteilhafterweise zwei GTP Tunnel. Der erste Tunnel wird für die Signalisierung genutzt, vorliegend mittels eines so genannten, port in 2123 nutzendes control plane (GTP-C). Der zweite Tunnel wird für den Datentransfer genutzt, vorliegend mittels einer so genannten, port 2152 nutzenden user plane (GTP-U).

Die in den Figuren der Zeichnung dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele der Erfindung dienen lediglich der Erläuterung der Erfindung und sind für diese nicht beschränkend.

Bezugszeichenliste

1
Mobilfunknetz
2
Vermittlungseinrichtung/SGSN
3
Vermittlungseinrichtung/GGSN
4
Recheneinrichtung/GTP-Probe
5
Serviceeinrichtung/Service-Probe (WCP)
6
Recheneinrichtung/Datenbank PM DB
7
Alarmssystem (Anzeigeeinrichtung/Eingabeeinrichtung)
8
Router
A
Verfahrensschritt (Auflösung APN)
B
Verfahrensschritt (Sendung GTP ECHO)