Title:
Water barrier to protect against floods, has waterproof film, which is held up at multiple retaining brackets with their long side facing away from water, so that longitudinal edge runs with gap above ground
Kind Code:
A1
Abstract:
The water barrier has a waterproof film, which is held up at multiple retaining brackets with their long side facing away from the water, so that the longitudinal edge runs with gap above the ground. The retaining bracket has an approximately L-shaped form, seen from the side, and reclining shank runs partially under the film in the assembled condition, where the erect shank (13) has a holding device (21) for holding up the film.


Inventors:
gleich Anmelder
Application Number:
DE102008061284
Publication Date:
06/17/2010
Filing Date:
12/11/2008
Assignee:
Laschke, Matthias (Essen, 45136, DE)
Raupach, Philipp (Essen, 45141, DE)
International Classes:
Attorney, Agent or Firm:
Jaeschke, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw. (Norderstedt, 22851)
Claims:
1. Wassersperre zum Schutz gegen Hochwasser mit einer wasserdichten Folie (16), die an wenigstens zwei und insbesondere mehreren Halteböcken mit ihrer dem Wasser abgekehrten Längskante (22) hochgehalten wird, so dass diese Längskante mit Abstand oberhalb des Bodens verläuft, wobei die Halteböcke auf der dem Wasser abgekehrten Seite der Folie auf dem Boden stehen, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebock von der Seite gesehen eine in etwa L-förmige Gestalt aufweist, und der liegende Schenkel (18) in der zusammengebauten Lage zumindest teilweise unterhalb der Folie (16) verläuft und der aufrechte Schenkel (13) Haltemittel (21) zum Hochhalten der Folie aufweist.

2. Wassersperre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie auf ihrer dem Boden zugekehrten Flachseite im Bereich des freien Endes (17) des liegenden Schenkels (18) des Haltebocks Einschübe oder Taschen (19) aufweist, in die das freie Ende (17) des liegenden Schenkels eingreift.

3. Wassersperre nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie auf ihrer dem Haltebock zugekehrten Flachseite im Bereich der Kehle zwischen den Schenkeln (13, 18) des Haltebocks wenigstens ein erstes Befestigungsmittel (20) aufweist, das im Bereich der Kehle mit dem Haltebock zusammenwirkt.

4. Wassersperre nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Befestigungsmittel (20) als Stange (26) ausgebildet ist, die durch Schlaufen an der Folie geführt ist und die in entsprechende Aufnahmen (29) des Haltebocks eingreift.

5. Wassersperre nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie an ihrer hochgehaltenen Längskante (22) wenigstens ein zweites Befestigungsmittel aufweist, das an dem Haltebock befestigbar ist.

6. Wassersperre nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Befestigungsmittel eine Stange (26) aufweist, die in entsprechende Aufnahmen des Haltebocks einhängbar sind und an der die Folie befestigt ist.

7. Wassersperre nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie an ihrer hochgehaltenen Längskante (22) wenigstens eine Verlängerung (23) aufweist, die über den Haltebock geführt ist und an der Stange (26) des zweiten Befestigungsmittels einhängbar ist.

8. Wassersperre nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebock an seinem liegenden Schenkel Ösen (38) oder Haken zum Verankern auf dem Boden aufweist.

9. Wassersperre nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebock zwei Seitenteile (11, 12) aufweist, die an ihrem oberen Ende gelenkig miteinander verbunden und zum Gebrauch aufklappbar sind.

10. Wassersperre nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenteile (11, 12) mit Abstand zum Gelenk mit wenigstens einem Gurt (15) oder Band verbunden sind, der beziehungsweise das den Aufklappwinkel (α) begrenzt.

11. Wassersperre nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufklappwinkel (α) zwischen 15° und 45° liegt.

12. Wassersperre nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Stangen (26) des ersten oder zweiten Befestigungsmittels an ihren Enden wenigstens eine umlaufende Nut (28) aufweisen, deren Breite größer oder gleich der Stärke der Seitenteile im Bereich der Aufnahmen (29) bemessen ist, so dass die Seitenteile in die Nuten eingreifen und in der aufgeklappten Lage gehalten sind.

13. Wassersperre nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Stangen (26) des ersten oder zweiten Befestigungsmittels eine Hülse (36) aufweisen, in der an jedem Ende ein Stift (31) axial geführt ist und an seinem freien Ende eine Verdickung (32) aufweist, so dass zwischen der Verdickung (32) und den Stirnseiten (33) der Hülse (36) die Nut gebildet wird.

14. Wassersperre nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Stifte (31) federnd in der Hülse gelagert sind und durch die Federkraft in der eingezogenen Lage gehalten werden.

15. Wassersperre nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Stifte (31) an ihren in der Hülse (36) geführten Enden über ein Federelement (34) miteinander verbunden sind.

16. Wassersperre nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (16) sich entlang dem Boden von dem Haltebock weg über das freie Ende (17) des liegenden Schenkels (18) des Haltebocks erstreckt.

17. Wassersperre nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Haltebock abgekehrte Längskante (25) der Folie mit Beschwerungen versehen ist, um die Folie auf dem Boden zu halten.

18. Wassersperre nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschwerung als Gummimatte oder Gummistreifen (37) ausgebildet ist.

19. Wassersperre nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (16) eine Verstärkung aus Gewebe aufweist oder als Gewebefolie ausgebildet ist.

20. Wassersperre nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteböcke aus Metall oder Kunststoff bestehen.

21. Haltebock für eine Wassersperre mit wenigstens einem der Merkmale gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche.

22. Folie für eine Wassersperre mit wenigstens einem der Merkmale gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Wassersperre zum Schutz gegen Hochwasser mit einer wasserdichten Folie, die an wenigstens zwei und insbesondere mehreren Halteböcken mit ihrer dem Wasser abgekehrten Längskante hochgehalten wird, so dass diese Längskante mit Abstand oberhalb des Bodens verläuft, wobei die Halteböcke auf der dem Wasser abgekehrten Seite der Folie auf dem Boden stehen.

Zum Schutz gegen Hochwasser und insbesondere zum Schutz gegen übertretendes Wasser ist es erforderlich, das Wasser beispielsweise von tiefer gelegten Innenstädten oder dergleichen fernzuhalten. In der Regel werden hierfür Sandsäcke benutzt, die übereinander gestapelt ein Eindringen des Wassers in Straßen oder auf Plätze verhindern sollen. Die Handhabung derartiger Sandsäcke ist zwar einfach, jedoch benötigen diese im nicht benutzten Zustand einen erhöhten Platzbedarf. Auch wird für eine Eindämmung eine große Anzahl derartiger Sandsäcke benötigt, so dass deren Lagerung und der Transport zu den Hochwassergebieten Schwierigkeiten bereiten kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Wassersperre der eingangs geschilderten Art so auszubilden, dass zum einen ein wirksamer Schutz gegen Hochwasser bereitgestellt werden kann. Zum anderen sollen die Lagerung und auch die Handhabung der Wassersperre einfach sein.

Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass der Haltebock von der Seite gesehen eine in etwa L-förmige Gestalt aufweist und der liegende Schenkel in der zusammengebauten Lage zumindest teilweise unterhalb der Folie verläuft und der aufrechte Schenkel Haltemittel zum Hochhalten der Folie aufweist. Mit einem derartigen Haltebock kann die wasserdichte Folie in einfacher Weise und sicher hochgehalten werden. Der aufrechte Schenkel ermöglicht eine hohe Barriere, deren Oberkante etwa 1,2 m bis 1,8 m oberhalb des Bodens verläuft. Der liegende Schenkel bewirkt einen sicheren Halt des Haltebockes auf dem Boden. Auch wird der liegende Schenkel durch sich das auf der Folie ansammelnde Wasser beschwert, so dass ein Wegrutschen des Haltebocks bei Belastung nicht zu befürchten ist.

Es kann vorgesehen werden, dass die Folie auf ihrer dem Boden zugekehrten Flachseite im Bereich des freien Endes des liegenden Schenkels des Haltebocks Einschübe oder Taschen aufweist, in die das freie Ende des liegenden Schenkels eingreift. Hierdurch wird ein fester Halt der Folie während des auflaufenden Wassers bewirkt. Ein Hochwandern der Folie oder ein Verrutschen der Halteböcke wird sicher vermieden.

Weiterhin ist es zweckmäßig, wenn die Folie auf ihrer dem Haltebock zugekehrten Flachseite im Bereich der Kehle zwischen den Schenkeln des Haltebocks wenigstens ein erstes Befestigungsmittel aufweist, das im Bereich der Kehle mit dem Haltebock zusammen wirkt. Hierdurch wird gewährleistet, dass die Folie vor der Belastung durch das auflaufende Wasser sicher auf den Schenkeln gehalten wird. Ein Verspannen der Folie derart, dass die Folie die freien Enden der Schenkel überbrückt, wird vermieden. Ein Einreißen der Folie ist demnach nicht zu befürchten.

Es kann vorgesehen sein, dass das erste Befestigungsmittel als Stange ausgebildet ist, die durch Schlaufen an der Folie geführt ist und die in entsprechende Aufnahmen des Haltebocks eingreift. Derartige Stangen sind einfach handhabbar. Auch können die Stangen bei Nichtgebrauch der Wassersperre unabhängig von der Folie gelagert werden und erst bei Bedarf durch die Schlaufen geführt und in die Aufnahmen eingesetzt werden.

Weiterhin ist es zweckmäßig, wenn die Folie an ihrer hochgehaltenen Längskante wenigstens ein zweites Befestigungsmittel aufweist, das an dem Haltebock befestigbar ist. Hierdurch wird erreicht, dass die Folie vor der Belastung durch das Wasser sicher am Haltebock gehalten ist. Auch sichert das zweite Befestigungsmittel ein Herabrutschen der Folie, wodurch die Wassersperre ansonsten ihre Wirkung verlieren würde.

Es kann vorgesehen werden, dass das zweite Befestigungsmittel eine Stange aufweist, die in entsprechende Aufnahmen des Haltebocks einhängbar und an der Folie befestigt ist. Die Stange kann lösbar mit der Folie befestigt sein. Dies hat den Vorteil, dass auch bei diesem Befestigungsmittel die Stange unabhängig von der Folie gelagert werden kann. Insbesondere kann vorgesehen werden, dass das zweite Befestigungsmittel einen Gurt aufweist, der um die Stange geführt wird, die auf der der Folie abgekehrten Seite des aufrechten Schenkels des Haltebocks in etwa waagerecht in der Aufnahme gehalten ist, so dass die Folie mit einfachen Mitteln hochgehalten wird.

Hierbei kann es günstig sein, wenn die Folie an ihrer hochgehaltenen Längskante wenigstens eine Verlängerung aufweist, die über den Haltebock geführt ist und an der Stange des zweiten Befestigungsmittels einhängbar ist. Die Folie wird somit formschlüssig auf dem aufrechten Schenkel des Haltebocks abgestützt, so dass ein Verrutschen oder ein Einreißen der Folie in diesem Bereich nicht zu befürchten sind. An der Verlängerung kann der Gurt befestigt sein, der um die Stange geführt ist.

Weiterhin ist es zweckmäßig, wenn der Haltebock an seinem liegenden Schenkel Ösen oder Haken zum Verankern auf dem Boden aufweist. Hierdurch wird ein sicherer Stand des Haltebocks bewirkt. Insbesondere wird erreicht, dass der Haltebock sicher gegen Verschieben auf dem Boden an diesem befestigt ist. Das Wasser kann sich daher auf der Folie sammeln, so dass ab einer bestimmten Höhe der liegende Schenkel durch das Gewicht des Wassers sicher und fest auf dem Boden gehalten wird.

Der Haltebock kann zwei Seitenteile aufweisen, die an ihrem oberen Ende gelenkig miteinander verbunden und zum Gebrauch aufklappbar sind. Hierdurch wird erreicht, dass der Haltebock in der nicht gebrauchten Lage flach zusammengelegt werden kann, so dass der Lagerplatz minimiert wird. Auch wird erreicht, dass der Haltebock durch Aufklappen der Seitenteile eine breite Standfläche erhält, so dass die Folie und die daraus gebildete Wassersperre einen sicheren Stand insbesondere vor der Belastung durch das auflaufende Wasser erhalten. Ein Verrutschen der Wassersperre oder ein Umkippen eines Haltebocks vor und bei der Belastung werden sicher vermieden.

Es ist zweckmäßig, wenn die Seitenteile mit Abstand zum Gelenk mit wenigstens einem Gurt oder Band verbunden sind, der bzw. das den Aufklappwinkel begrenzt. Hierdurch wird die Stabilität des aufgeklappten Haltebocks weiter erhöht. Insbesondere ist nicht zu befürchten, dass die Seitenteile seitlich wegklappen, so dass die Folie nicht mehr hochgehalten werden kann. Der Aufklappwinkel kann zwischen 15° und 45° liegen. Weiterhin ist es zweckmäßig, wenn die Schwenkachse der beiden Seitenteile nicht parallel zu dem Boden verläuft sondern einen geneigten Verlauf aufweist derart, dass die liegenden Schenkel an ihren freien Enden dichter beieinander liegen als die von der Folie abgekehrten Enden. Hierdurch wird die Standfestigkeit des Haltebocks im Bezug auf das auflaufende Wasser weiter erhöht.

Gemäß einer weitergehenden Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Stangen des ersten oder zweiten Befestigungsmittels an ihren Enden wenigstens eine umlaufende Nut aufweisen, deren Breite größer oder gleich der Stärke der Seitenteile im Bereich der Aufnahmen bemessen ist, so dass die Seitenteile in die Nuten eingreifen und in der aufgeklappten Lage gehalten sind. Hierdurch wird ein besonders stabiler Aufbau der Wassersperre insbesondere vor der Belastung durch das auflaufende Wasser bewirkt. Die Gurte oder Bänder bewirken eine Begrenzung des Aufklappwinkels, während die umlaufenden Nuten der Haltestangen ein Zusammenklappen der Seitenteile verhindern. Es wird gewährleistet, dass der Haltebock in der wirksamen Lage bleibt.

Die Stangen des ersten oder zweiten Befestigungsmittels können eine Hülse aufweisen, in der an jedem Ende ein Stift axial geführt ist und an seinem freien Ende eine Verdickung aufweist, so dass zwischen der Verdickung und den Stirnseiten der Hülse die Nut gebildet wird. Der Stift kann dabei federnd in der Hülse gelagert sein und durch die Federkraft in der eingezogenen Lage gehalten werden. Hierdurch wird bewirkt, dass die Stange federnd und klemmend in der zugeordneten Aufnahme der Seitenteile gehalten wird. Ein sicherer Halt wird gewährleistet. Besonders zweckmäßig ist es, wenn die beiden Stifte an ihren in der Hülse geführten Enden über ein Federelement miteinander verbunden sind. Ein derartiger Aufbau ist mit einfachen Mitteln möglich.

Für eine wirksame Wassersperre ist es erforderlich, dass die Folie in der vorgesehenen Lage vor dem auflaufenden Wasser sicher gehalten wird. Eine einfach auf dem Boden liegende Folie kann mit Wasser unterspült werden, so dass die Wassersperre wirkungslos werden würde. Erst wenn sich eine gewisse Menge Wasser auf der Folie gesammelt hat, wird diese hinreichend beschwert, so dass die Wassersperre an der gewünschten Lage gehalten wird. Um dies zu gewährleisten, ist vorgesehen, dass die Folie sich entlang dem Boden von dem Haltebock weg über das freie Ende des liegenden Schenkels des Haltebocks erstreckt. Der Abstand zwischen der dem Wasser zugekehrten Längskante der Folie und dem freien Ende des liegenden Schenkels des Haltebocks kann etwa 1 m bis 2 m betragen. Hierdurch wird erreicht, dass die Folie zunächst flach auf dem Boden liegt und erst mit Abstand zu der vorderen Längskante auf dem liegenden Schenkel aufliegt. Das auflaufende Wasser wird sich demnach zunächst auf dem liegenden Teil der Folie sammeln und diese beschweren. Bei weiter steigendem Wasser wird die Folie und somit der Haltebock sicher in der gewünschten Position gehalten. Ein Verrutschen der Wassersperre wird sicher vermieden.

Weiterhin ist vorgesehen, dass die dem Haltebock abgekehrte Längskante der Folie, also die dem Wasser zugekehrte Längskante der Folie mit Beschwerungen versehen ist, um die Folie auf dem Boden zu halten. Durch diese Beschwerungen wird ein Unterspülen der Folie sicher vermieden. Die Beschwerung kann als Gummimatte oder als Gummistreifen ausgebildet sein.

Die Folie wird zwischen den Halteböcken freitragend gehalten. Um ein Einreißen der Folie zu vermeiden, ist es zweckmäßig, wenn die Folie eine Verstärkung aus Gewebe aufweist. Derartige Gewebefolien sind äußerst reißfest und weisen eine hohe Stabilität auf.

Die Halteböcke können aus Metall oder Kunststoff bestehen. Insbesondere die Verwendung aus Kunststoff hat den Vorteil, dass die Halteböcke in einfacher Weise getragen und vor Ort aufgestellt werden können. Auch sind derartige Kunststoffe sehr witterungsbeständig, so dass ein länger andauernder Gebrauch in solchen feuchten Gebieten möglich ist.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der schematischen Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 einen Haltebock gemäß der Erfindung in perspektivischer Darstellung,

2 die Rückansicht der Wassersperre gemäß der Erfindung und

3a–b die Einzelheit der Befestigungsmittel gemäß der Erfindung.

Der in der Zeichnung dargestellte Haltebock für eine Wassersperre ist von der Seite gesehen in etwa L-förmig ausgestaltet. Er weist zwei Seitenteile 11, 12 auf, die am freien Ende des aufrechten Schenkels 13 über eine Achse 14 gelenkig miteinander verbunden sind. Hierdurch wird erreicht, dass die Seitenteile 11, 12 bei Nichtgebrauch flach aufeinander gelegt werden können, so dass mehrere Halteböcke übereinander gestapelt werden können.

Die Gelenkachse 14 verläuft dabei nicht parallel zum Boden sondern geneigt zu diesem. Hierdurch wird erreicht, dass der Haltebock in der in 1 gezeigten aufgeklappten Lage eine in etwa dreieckige Grundfläche einschließt, so dass ein stabiler Stand des Haltebocks bewirkt wird. Der Haltebock wird in seiner aufgeklappten Lage durch Gurtbänder 15 gehalten, die an den Seitenteilen 11, 12 befestigt sind. Hierdurch wird der Aufklappwinkel begrenzt, so dass der Haltebock gut aufgestellt werden kann. Der Aufklappwinkel α zwischen den Seitenteilen kann 15°–45° betragen.

An diesem Haltebock wird eine Folie 16 zur Bildung der Wassersperre gehalten. Im Einzelnen ist die Anordnung so getroffen, dass die Folie auf ihrer dem Wasser abgekehrten Seite im Bereich der freien Enden 17 des liegenden Schenkels 18 eine Tasche 19 aufweist, in die die freien Enden 17 einschiebbar sind. Weiterhin weist die Folie 16 im Bereich der Kehle zwischen den Schenkeln 13, 18 ein erstes Befestigungsmittel 20 auf, so dass die Folie sicher in der Kehle gehalten wird. Weiterhin ist ein zweites Befestigungsmittel 21 vorgesehen, dass auf der Rückseite des aufrechten Schenkels 13 angeordnet ist. Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel wirkt das zweite Befestigungsmittel 21 mit der oberen Längskante 22 der Folie 16 zusammen, um die obere Längskante sicher an dem aufrechten Schenkel 13 zu halten.

Im Einzelnen ist die Anordnung so getroffen, dass die Folie 16 im Bereich des Haltebocks in der aufgestellten Lage eine Verlängerung 23 aufweist, an der ein Haltegurt 24 befestigt ist. Dieser Haltegurt wird mit dem zweiten Befestigungsmittel 21 an dem Haltebock befestigt.

Durch die Tasche 19 auf der Unterseite der Folie und die ersten und zweiten Befestigungsmittel am Haltebock wird die Folie 16 stabil in der gewünschten Form an dem Haltebock gehalten. Die in etwa L-förmige Ausgestaltung des Haltebocks bewirkt die Ausbildung einer wannenförmigen Wassersperre, durch die das Wasser sicher zurückgehalten werden kann. Dabei ist vorgesehen, dass die der Folie zugewandten Kanten der liegenden Schenkel 18 nach hinten, also von der Folie 16 weg, leicht ansteigend ausgebildet sind. Es wird eine Böschung gebildet, so dass das Wasser mit zunehmender Höhe den Haltebock sicher beschwert.

In der montierten Lage überragt die Folie die liegenden Schenkel 18 derart, dass die dem Wasser zugekehrte Längskante 25 mit Abstand zu den freien Enden 17 der Seitenteile 11, 12 verläuft. Die dem Wasser zugekehrte Längskante 25 der Folie 16 ist mit Beschwerungen, beispielsweise einem Gummistreifen 37 versehen, so dass die Folie 16 mit ihrer vorderen Längskante 24 fest auf dem Boden aufliegt. Durch die Beschwerung 37 wird erreicht, dass die Folie nicht unterspült wird. Es wird sichergestellt, dass das Wasser oberhalb der Folie verläuft und die Wassersperre dadurch die gewünschte und erforderliche Stabilität erhält. Durch das auf der Folie vorhandene Wasser wird diese und damit auch die Halteböcke in der gewünschten Lage gehalten. Es wird sichergestellt, dass das Wasser durch diese Wassersperre zurückgehalten wird.

In den 3a–b sind das erste und das zweite Befestigungsmittel 20, 21 näher dargestellt. Das Befestigungsmittel 20, 21 weist eine Stange 26 auf, die an ihren freien Enden 27 jeweils eine umlaufende Nut 28 aufweist. Diese Nut greift in entsprechende als Aussparungen 29 ausgebildete Aufnahmen der Seitenteile 11, 12 ein.

Die Aussparungen 29 können hinterschnitten ausgebildet sein, so dass die Haltestangen 26 eingehängt werden können. Die der Aussparung zugewandten Stirnkanten der Seitenteile können abgeschrägt ausgebildet sein, so dass ein sicheres Eingreifen der Nuten in die Aussparungen erreicht wird. Durch die Ausbildung der Haltestangen mit den Nuten wird der Haltebock in der aufgeklappten Lage gehalten. Ein Zusammenklappen während der Belastung ist nicht zu befürchten.

Grundsätzlich ist es möglich, dass die Haltestange 26 starr ausgebildet ist. Es kann aber auch vorgesehen werden, dass die Haltestange eine Hülse 36 aufweist, in der auf jeder Seite jeweils ein Stift 30 axial verschiebbar gehalten ist. Der Stift weist an seinem freien Ende eine Verdickung 31 auf, so dass zwischen der Stirnkante 32 der Hülse 36 und der Verdickung die umlaufende Nut 28 gebildet wird. Durch diese Ausbildung wird erreicht, dass die Haltestange in einfacher Weise in die Aussparung 29 eingehängt werden kann. Zweckmäßig ist es hierbei, wenn die Stifte 30 miteinander über ein Federelement 33, beispielsweise ein Gummiband, miteinander verbunden sind. Der Aufbau der Wassersperre wird hierdurch erleichtert.

Der Haltebock hat eine prismenförmige Gestalt derart, dass er nach vorne und nach oben spitz zuläuft. Es kann daher vorgesehen werden, dass sich die Aussparungen 29 für die Haltestangen 26 in einer Lage an den Seitenteilen befinden, so dass der jeweils dortige waagerechte Abstand der Seitenteile in etwa gleich groß ist. Dann ist es möglich, dass die gleiche Haltestange 26 sowohl für das erste als auch für das zweite Befestigungsmittel 20, 21 verwendet wird. Ein schneller Aufbau der Wassersperre ist damit möglich, da letztlich nur ein separates Haltemittel montiert zu werden braucht.

Durch die Haltestangen 26 wird die Folie 16 sowohl im Bereich der Kehle auch als im oberen Bereich des aufrechten Schenkels sicher gehalten. Hierzu weist die Folie im Bereich der Kehle der Halteböcke in der Zeichnung nicht gezeigte Schlaufen auf, durch die die Haltestange 26 geführt und anschließend in die Aussparungen 29 eingehängt wird. Die Verlängerung 23 wird über den aufrechten Schenkel 13 geführt und auf der Rückseite des Haltebocks mittels des Gurtes 24 an der Haltestange 26 befestigt. Die Folie 13 ist somit an drei Stellen an dem Haltebock befestigt, nämlich im vorderen Bereich des Haltebocks durch die Taschen 19, in die die freien Enden 17 des liegenden Schenkels 18 eingreifen. Im mittleren Bereich wird die Folie durch das erste Befestigungsmittel 20 derart gehalten, dass die Folie sich dem Verlauf des Haltebocks anpasst. Durch das zweite Befestigungsmittel 21 wird die obere Längskante 22 der Folie mit Abstand zum Boden gehalten. Insgesamt wird hierdurch eine hohe Wassersperre gebildet, die mit einfachen Mitteln und in einfacher Weise aufgebaut werden kann. Bei Nichtgebrauch wird wenig Lagerplatz benötigt.

Die Seitenteile können zur Gewichtsersparnis mit Durchbrechungen 34 versehen sein. Diese Durchbrechungen 34 können mit erhöhten Seitenkanten ausgebildet sein derart, dass mehrere Halteböcke sicher übereinander gestapelt werden können. Auch wird hierdurch die Stabilität erhöht. Es können Ösen 38 oder Haken am liegenden Schenkel 18 zum Verankern des Haltebocks auf dem Boden vorhanden sein.

Die Wassersperre gemäß der Erfindung wird in der Weise aufgebaut, dass zunächst die Folie und die gewünschte bzw. erforderliche Anzahl der Halteböcke bereitgestellt werden. Die Folie wird ausgebreitet und anschließend werden die Halteböcke in der aufgeklappten Lage unter die Folie geschoben. Dabei greifen die freien Enden der liegenden Schenkel in die dafür vorgesehenen Taschen und begrenzen die Einschubtiefe. Schließlich wird die Folie im Bereich der Kehle des Haltebocks mit der Haltestange an dem Haltebock befestigt. Dann wird die obere Längskante über den aufrechten Schenkel des Haltebocks geführt und mit der dafür vorgesehenen Verlängerung und dem dazugehörigen Haltegurt an dem Haltebock befestigt. Es entsteht eine wannenförmige Wassersperre, die das Wasser sicher zurückhält. Nach Ablauf des Hochwassers werden die Befestigungen wieder gelöst und die Folie getrocknet. Anschließend werden die Halteböcke, die Haltestangen und die Folie abtransportiert und gelagert.