Title:
Funkkommunikationsvorrichtung, Empfängersteuereinheit einer Funkkommunikationsvorrichtung und Verfahren zum Suchen nach einer Funkzelle
Kind Code:
B4


Abstract:

Funkkommunikationsvorrichtung, aufweisend:
einen Empfänger eingerichtet zum Empfangen von Funksignalen; und
eine Empfängersteuereinheit eingerichtet zum Steuern von Empfangsfrequenzen des Empfängers, wobei die Empfängersteuereinheit eingerichtet ist zum Steuern des Empfängers während einer Suche nach einer Funkzelle, so dass
• mindestens ein Frequenzband einer ersten Funkzugriffstechnologie abgetastet wird;
• mindestens ein Frequenzteilband der ersten Funkzugriffstechnologie, das ein vorbestimmtes Kriterium erfüllt, ermittelt wird;
• mindestens ein Frequenzband einer zweiten Funkzugriffstechnologie abgetastet wird, wobei das mindestens eine Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie sich zumindest teilweise mit dem mindestens einen Frequenzband der ersten Funkzugriffstechnologie überschneidet; und
• das ermittelte mindestens eine Frequenzteilband der ersten Funkzugriffstechnologie nicht in dem mindestens einen Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie abgetastet wird.




Inventors:
Hildebrand, Uwe, Dr. (90453, Nürnberg, DE)
Höpfner, Marcus (90431, Nürnberg, DE)
Bauernfeind, Hans (90409, Nürnberg, DE)
Application Number:
DE102008057064A
Publication Date:
03/08/2012
Filing Date:
11/13/2008
Assignee:
Infineon Technologies Delta GmbH, 85579 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102005033464A1N/A2007-02-01



Foreign References:
200200876742002-07-04
200402246842004-11-11
Attorney, Agent or Firm:
Viering, Jentschura & Partner, 81675, München, DE
Claims:
1. Funkkommunikationsvorrichtung, aufweisend:
einen Empfänger eingerichtet zum Empfangen von Funksignalen; und
eine Empfängersteuereinheit eingerichtet zum Steuern von Empfangsfrequenzen des Empfängers, wobei die Empfängersteuereinheit eingerichtet ist zum Steuern des Empfängers während einer Suche nach einer Funkzelle, so dass
• mindestens ein Frequenzband einer ersten Funkzugriffstechnologie abgetastet wird;
• mindestens ein Frequenzteilband der ersten Funkzugriffstechnologie, das ein vorbestimmtes Kriterium erfüllt, ermittelt wird;
• mindestens ein Frequenzband einer zweiten Funkzugriffstechnologie abgetastet wird, wobei das mindestens eine Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie sich zumindest teilweise mit dem mindestens einen Frequenzband der ersten Funkzugriffstechnologie überschneidet; und
• das ermittelte mindestens eine Frequenzteilband der ersten Funkzugriffstechnologie nicht in dem mindestens einen Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie abgetastet wird.

2. Funkkommunikationsvorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei die Empfängersteuereinheit weiterhin eingerichtet ist, den Empfänger während einer Suche nach einer Funkzelle so zu steuern, dass
• mindestens ein Frequenzteilband der zweiten Funkzugriffstechnologie, das ein vorbestimmtes Kriterium erfüllt, ermittelt wird;
• mindestens ein Frequenzband einer dritten Funkzugriffstechnologie abgetastet wird, wobei sich das mindestens eine Frequenzband der dritten Funkzugriffstechnologie zumindest teilweise mit dem mindestens einen Frequenzband der ersten Funkzugriffstechnologie und mit dem mindestens einen Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie überschneidet; und
• das ermittelte mindestens eine Frequenzteilband der ersten Funkzugriffstechnologie und das ermittelte mindestens eine Frequenzteilband der zweiten Funkzugriffstechnologie nicht abgetastet werden in dem mindestens einen Frequenzband der dritten Funkzugriffstechnologie.

3. Funkkommunikationsvorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei mindestens eine Funkzugriffstechnologie der Funkzugriffstechnologien aus einer Gruppe von Funkzugriffstechnologien ausgewählt wird, bestehend aus:
• GSM-Funkzugriffstechnologie;
• UMTS-Funkzugriffstechnologie;
• UMTS-LTE-Funkzugriffstechnologie;
• CDMA-Funkzugriffstechnologie;
• CDMA2000-Funkzugriffstechnologie;
• FOMA-Funkzugriffstechnologie;
• Flash-OFDM-Funkzugriffstechnologie; und
• TD-SCDMA-Funkzugriffstechnologie.

4. Funkkommunikationsvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, eingerichtet als Funkkommunikations-Endgerät.

5. Funkkommunikationsvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei mindestens eine Funkzellbandbreite der ersten Funkzugriffstechnologie größer ist als mindestens eine Funkzellbandbreite der zweiten Funkzugriffstechnologie.

6. Funkkommunikationsvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das mindestens eine Frequenzband der ersten Funkzugriffstechnologie schneller abgetastet werden kann als mindestens ein Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie.

7. Funkkommunikationsvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, ferner aufweisend:
einen Speicher eingerichtet zum Speichern von Informationen über die empfangenen Signale, empfangen gemäß der ersten Funkzugriffstechnologie, und über die empfangenen Signale, empfangen gemäß der zweiten Funkzugriffstechnologie.

8. Funkkommunikationsvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, ferner aufweisend:
einen Auswahlschaltkreis eingerichtet zum Auswählen einer Funkzelle abhängig von dem Abtasten von dem mindestens einen Frequenzband der ersten Funkzugriffstechnologie und dem Abtasten von dem mindestens einen Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie.

9. Empfängersteuereinheit einer Funkkommunikationsvorrichtung, wobei die Empfängersteuereinheit aufweist:
einen Prozessor, eingerichtet zum Steuern von Empfangsfrequenzen eines Empfängers, wobei der Prozessor eingerichtet ist, den Empfänger während einer Funkzellensuche so zu steuern, dass:
• mindestens ein Frequenzband einer ersten Funkzugriffstechnologie abgetastet wird;
• mindestens ein Frequenzteilband der ersten Funkzugriffstechnologie, das ein vorbestimmtes Kriterium erfüllt, ermittelt wird;
• mindestens ein Frequenzband einer zweiten Funkzugriffstechnologie abgetastet wird, wobei das mindestens eine Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie sich zumindest teilweise mit dem mindestens einen Frequenzband der ersten Funkzugriffstechnologie überschneidet; und
• das ermittelte mindestens eine Frequenzteilband der ersten Funkzugriffstechnologie nicht in dem mindestens einen Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie abgetastet wird.

10. Empfängersteuereinheit gemäß Anspruch 9, wobei die Empfängersteuereinheit weiterhin so eingerichtet ist, den Empfänger während einer Suche nach einer Funkzelle so zu steuern, dass
• mindestens ein Frequenzteilband der zweiten Funkzugriffstechnologie, das ein vorbestimmtes Kriterium erfüllt, ermittelt wird;
• mindestens ein Frequenzband einer dritten Funkzugriffstechnologie abgetastet wird, wobei sich das mindestens eine Frequenzband der dritten Funkzugriffstechnologie zumindest teilweise mit dem mindestens einen Frequenzband der ersten Funkzugriffstechnologie und mit dem mindestens einen Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie überschneidet; und
• das ermittelte mindestens eine Frequenzteilband der ersten Funkzugriffstechnologie und das ermittelte mindestens eine Frequenzteilband der zweiten Funkzugriffstechnologie nicht abgetastet werden in dem mindestens einen Frequenzband der dritten Funkzugriffstechnologie.

11. Empfängersteuereinheit gemäß Anspruch 9 oder 10, wobei mindestens eine Funkzugriffstechnologie der Funkzugriffstechnologien aus einer Gruppe von Funkzugriffstechnologien ausgewählt wird, bestehend aus:
• GSM-Funkzugriffstechnologie;
• UMTS-Funkzugriffstechnologie;
• UMTS-LTE-Funkzugriffstechnologie;
• CDMA-Funkzugriffstechnologie;
• CDMA2000-Funkzugriffstechnologie;
• FOMA-Funkzugriffstechnologie;
• Flash-OFDM-Funkzugriffstechnologie; und
• TD-SCDMA-Funkzugriffstechnologie.

12. Empfängersteuereinheit gemäß einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei die Funkzellbandbreite der ersten Funkzugriffstechnologie größer ist als die Funkzellbandbreite der zweiten Funkzugriffstechnologie.

13. Empfängersteuereinheit gemäß einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei das mindestens eine Frequenzband der ersten Funkzugriffstechnologie schneller abgetastet werden kann als mindestens ein Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie.

14. Empfängersteuereinheit gemäß einem der Ansprüche 9 bis 13, ferner aufweisend:
einen Speicher eingerichtet zum Speichern von Informationen über die empfangenen Signale, empfangen gemäß der ersten Funkzugriffstechnologie, und über die empfangenen Signale, empfangen gemäß der zweiten Funkzugriffstechnologie.

15. Verfahren zum Suchen nach einer Funkzelle, wobei das Verfahren aufweist:
• Abtasten mindestens eines Frequenzbandes einer ersten Funkzugriffstechnologie;
• Ermitteln von mindestens einem Frequenzteilband der ersten Funkzugriffstechnologie, das ein vorbestimmtes Kriterium erfüllt; und
• Abtasten mindestens eines Frequenzbandes einer zweiten Funkzugriffstechnologie, wobei das mindestens eine Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie sich zumindest teilweise mit dem mindestens einen Frequenzband der ersten Funkzugriffstechnologie überschneidet;
• wobei das ermittelte mindestens eine Frequenzteilband der ersten Funkzugriffstechnologie nicht in dem mindestens einen Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie abgetastet wird.

16. Verfahren gemäß Anspruch 15, ferner aufweisend:
• Ermitteln von mindestens einem Frequenzteilband der zweiten Funkzugriffstechnologie, das ein vorbestimmtes Kriterium erfüllt; und
• Ermitteln von mindestens einem Frequenzband einer dritten Funkzugriffstechnologie, wobei das mindestens eine Frequenzband der dritten Funkzugriffstechnologie sich zumindest teilweise mit dem mindestens einen Frequenzband der ersten Funkzugriffstechnologie und mit dem mindestens einen Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie überschneidet;
• wobei das ermittelte mindestens eine Frequenzteilband der ersten Funkzugriffstechnologie und das ermittelte mindestens eine Frequenzteilband der zweiten Funkzugriffstechnologie nicht in dem mindestens einen Frequenzband der dritten Funkzugriffstechnologie abgetastet werden.

17. Verfahren gemäß Anspruch 15 oder 16,
wobei mindestens eine Funkzugriffstechnologie der Funkzugriffstechnologien aus einer Gruppe von Funkzugriffstechnologien ausgewählt wird, bestehend aus:
• GSM-Funkzugriffstechnologie;
• UMTS-Funkzugriffstechnologie;
• UMTS-LTE-Funkzugriffstechnologie;
• CDMA-Funkzugriffstechnologie;
• CDMA2000-Funkzugriffstechnologie;
• FOMA-Funkzugriffstechnologie;
• Flash-OFDM-Funkzugriffstechnologie; und
• TD-SCDMA-Funkzugriffstechnologie.

18. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 15 bis 17, ausgeführt von einem Funkkommunikations-Endgerät.

19. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 15 bis 18, wobei die erste Funkzugriffstechnologie so ausgewählt wird, dass eine Funkzellbandbreite der ersten Funkzugriffstechnologie größer ist als eine Funkzellbandbreite der zweiten Funkzugriffstechnologie.

20. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 15 bis 19, wobei die erste Funkzugriffstechnologie so ausgewählt wird, dass mindestens ein Frequenzband der ersten Funkzugriffstechnologie schneller abgetastet werden kann, als mindestens ein Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie.

21. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 15 bis 20, ferner aufweisend:
Speichern von Information über die empfangenen Signale, empfangen gemäß der ersten Funkzugriffstechnologie, und über die empfangenen Signale, empfangen gemäß der zweiten Funkzugriffstechnologie.

22. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 15 bis 21, ferner aufweisend:
Auswählen einer Funkzelle abhängig von dem Abtasten des mindestens einen Frequenzbandes der ersten Funkzugriffstechnologie und dem Abtasten des mindestens einen Frequenzbandes der zweiten Funkzugriffstechnologie.

23. Funkkommunikationseinrichtung, aufweisend:
einen Empfänger eingerichtet zum Empfangen von Funksignalen;
eine Empfängersteuereinheit eingerichtet zum Steuern von Empfangsfrequenzen des Empfängers, wobei die Empfängersteuereinheit eingerichtet ist zum Steuern des Empfängers während einer Suche nach einer Funkzelle, so dass
• mindestens ein Frequenzband einer ersten Funkzugriffstechnologie abgetastet wird;
• mindestens ein Frequenzteilband einer zweiten Funkzugriffstechnologie abgetastet wird, wobei das mindestens eine Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie sich zumindest teilweise mit dem mindestens einen Frequenzband der ersten Funkzugriffstechnologie überschneidet;
• mindestens ein Frequenzteilband der ersten Funkzugriffstechnologie nicht in dem mindestens einen Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie abgetastet wird.

24. Funkkommunikationseinrichtung gemäß Anspruch 23, wobei mindestens eine Funkzugriffstechnologie der Funkzugriffstechnologien aus einer Gruppe von Funkzugriffstechnologien ausgewählt wird, aufweisend:
• GSM-Funkzugriffstechnologie;
• UMTS-Funkzugriffstechnologie;
• UMTS-LTE-Funkzugriffstechnologie;
• CDMA-Funkzugriffstechnologie;
• CDMA2000-Funkzugriffstechnologie;
• FOMA-Funkzugriffstechnologie;
• Flash-OFDM-Funkzugriffstechnologie; und
• TD-SCDMA-Funkzugriffstechnologie.

25. Verfahren zum Suchen nach einer Funkzelle, wobei das Verfahren aufweist:
• Abtasten mindestens eines Frequenzbandes einer ersten Funkzugriffstechnologie; und
• Abtasten mindestens eines Frequenzbandes einer zweiten Funkzugriffstechnologie, wobei sich das mindestens eine Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie zumindest teilweise mit dem mindestens einen Frequenzband der ersten Funkzugriffstechnologie überschneidet;
• wobei das mindestens eine Frequenzteilband der ersten Funkzugriffstechnologie nicht in dem mindestens einen Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie abgetastet wird.

Description:

Ausführungen der Erfindung betreffen im Allgemeinen Funkkommunikationsvorrichtungen, eine Empfängersteuereinheit einer Funkkommunikationsvorrichtung, und Verfahren zum Suchen von Funkzellen.

Schon heutzutage können zelluläre Mobiltelefonvorrichtungen eine Mehrzahl von unterschiedlichen Funkzugriffstechnologien unterstützen, um eine Funkzugriffstechnologie automatisch auszuwählen, um dem Benutzer Dienste bereitzustellen und um es dem Benutzer zu ermöglichen eine der Funkzugriffstechnologien zum Bereitstellen ihrer Dienste auszuwählen, oder selbständig auf eine andere Funkzugriffstechnologie zurückzugreifen, falls keine Abdeckung durch die aktuell ausgewählte Funkzugriffstechnologie vorhanden ist. Ein Beispiel für solch einen Typ einer zellulären Mobiltelefonvorrichtung ist eine herkömmliche zelluläre Dual-Modus-Mobiltelefonvorrichtung, die GSM (Global System for Mobile Communications)/(E)GPRS ((Enhanced) General Packet Radio Service) und UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) unterstützt. In Zukunft, z. B. mit dem Einsatz des eUTRAN (evolved UMTS Radio Access Network) gemäß LTE (Long Term Evolution), werden sogar zelluläre Dreifach-Modus-Mobiltelefonvorrichtungen immer gebräuchlicher werden.

Für ein zelluläres Mobilfunkkommunikationssystem, das eine bestimmte Funkzugriffstechnologie aufweist, können mehrere Frequenzen für jede Funkzugriffstechnologie standardisiert und zugeteilt werden. Zum Beispiel sind mögliche Frequenzbänder für die GSM-Technologie GSM 850, GSM 900, GSM 1800 und GSM 1900. Ferner sind mögliche Frequenzbänder für UMTS Band I (2100), Band II (1900), Band III (1800), Band IV (2100), Band V (850), Band VI (850) und Band VII (2600) und andere.

Während einer initialen Funkzellen-Suche (oder während eines anderen Typs einer globalen Funkzellen-Suche), tastet ein Multi-Modus-Multi-Frequenzband-Funktelefon üblicherweise alle möglichen und unterstützten Frequenzbänder von allen unterstützten Funkzugriffstechnologien für Funkzellen-Träger ab, um zu entscheiden, welche Funkzelle ausgewählt werden soll, d. h. welche Funkzelle der Teilnehmer nutzen soll. Offensichtlich erhöht sich die benötigte Zeit für so eine Funkzellen-Suche mit der Anzahl der unterstützten Funkzugriffstechnologien und Frequenzbänder. Und es sollte bemerkt werden, dass diese Zeit auch von dem Benutzer der Funktelefon-Vorrichtung als die Zeit bemerkt wird, bis er mit der Funktelefon-Vorrichtung Zelldienste nutzen kann.

In der US 2002 087 674 A1 werden parallel zur Nutzung eines Kanals in einer Funktechnologie andere benachbarte Funktechnologien abgetastet, damit auf diese gewechselt werden kann, falls diese die Anforderungen besser erfüllen.

Aus der US 2004 224 684 A1 werden alle benachbarten Funktechnologien gescannt und analysiert. Funktechnologien mit geringerer Priorität werden in einer Liste abgespeichert und für weitere Scans nicht mehr berücksichtigt.

In der DE 10 2005 033 464 A1 wird das Suchen nach einer benachbarten Funktechnologie beschleunigt, indem das Scannen nach bestimmten Frequenzbereichen oder Funktechnologien anhand von Kriterien eingeschränkt oder unterlassen wird.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Figuren dargestellt und werden zum besseren Verständnis der Charakteristiken und des technischen Inhalts der Erfindung im Folgenden näher erläutert. In den Figuren beziehen sich Bezugszeichen im Allgemeinen auf dieselben Teile durchgehend über alle unterschiedlichen Ansichten. Die Zeichnungen geben nicht notwendigerweise die tatsächlichen Größenverhältnisse wieder, sondern dienen im Allgemeinen dazu, die Prinzipien der Erfindung zu erläutern.

Es zeigen

1 eine Mobilfunkkommunikationssystem-Anordnung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

2 ein Mobilfunkkommunikations-Endgerät gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

3 ein Flussdiagramm, das ein Verfahren zum Suchen einer Funkzelle darstellt, gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

4A bis 4D eine Multi-Funkzugriffstechnologie-Umgebung und ein Verwendungsszenario gemäß einer Ausführungsform der Erfindung; und

5 ein Flussdiagramm, das ein Verfahren zum Suchen einer Funkzelle darstellt, gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.

Im Rahmen dieser Beschreibung werden die Begriffe ”verbunden”, ”angeschlossen” sowie ”gekoppelt” verwendet zum Beschreiben sowohl einer direkten als auch einer indirekten Verbindung, eines direkten oder indirekten Anschlusses sowie einer direkten oder indirekten Kopplung. In den Figuren werden identische oder ähnliche Elemente mit identischen Bezugszeichen versehen, soweit dies zweckmäßig ist.

1 zeigt eine Mobilfunkkommunikationssystem-Anordnung 100 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.

In einer Ausführungsform der Erfindung weist die mobile Mobilfunkkommunikationssystem-Anordnung 100 eine Mehrzahl an unterschiedlichen Funkzugriffstechnologien auf, wie z. B. mindestens zwei unterschiedliche Funkzugriffstechnologien, gewählt aus einer Gruppe von Funkzugriffstechnologien, bestehend aus:

  • • einer GSM(Global System for Mobile Communication)-Funkzugriffstechnologie;
  • • einer GSM(Global System for Mobile Communication)-GPRS(General Packet Radio Service)-Funkzugriffstechnologie;
  • • einer GSM(Global System for Mobile Communication)-EGPRS(Enhanced General Packet Radio Service)-Funkzugriffstechnologie;
  • • einer UMTS(Universal Mobile Telecommunications System)-Funkzugriffstechnologie;
  • • einer LTE(Long Term Evolution)-Funkzugriffstechnologie (z. B.: eUTRAN);
  • • einer CDMA(Code Division Multiple Access)-Funkzugriffstechnologie;
  • • einer CDMA 2000(Code Division Multiple Access 2000)-Funkzugriffstechnologie;
  • • einer FOMA(Freedom of Mobile Multimedia Access)-Funkzugriffstechnologie;
  • • einer Flash OFDM(Fast Low-latency Access with Seamless Handoff – Orthogonal Frequency Division Multiplexing)-Funkzugriffstechnologie;
  • • einer TD-SCDMA(Time Division Synchronous Code Division Multiple Access)-Funkzugriffstechnologie.

Jegliche andere zellenartige Funkkommunikation-Funkzugriffstechnologie kann in einer alternativen Ausführungsform der Erfindung vorgesehen sein.

Wie in 1 gezeigt wird, kann die Funkkommunikationssystem-Anordnung 100 eine Mehrzahl von Funk-Basisstationen aufweisen, wobei mindestens einige der Funk-Basisstationen so eingerichtet sein können, so dass sie unterschiedliche Funkzugriffstechnologien bereitstellen können, mit anderen Worten, jede der mindestens einigen Funk-Basisstationen stellt jeweils eine unterschiedliche Funkzugriffstechnologie verglichen mit den anderen Funk-Basisstationen bereit. Optional können einige der Funk-Basisstationen dieselben Funkzugriffstechnologien bereitstellen, aber können von unterschiedlichen Funk-Dienst-Anbietern bereitgestellt werden.

In einer Ausführungsform der Erfindung kann die Funkkommunikationssystem-Anordnung 100 aufweisen:

  • • eine erste Funk-Basisstation 102 eingerichtet gemäß GSM, betrieben von einem ersten GSM-Funk-Dienst-Anbieter;
  • • eine zweite Funk-Basisstation 104 eingerichtet gemäß GSM, betrieben von einem zweiten GSM-Funk-Dienst-Anbieter;
  • • eine dritte Funk-Basisstation 106 eingerichtet gemäß GSM, betrieben von einem dritten GSM-Funk-Dienst-Anbieter;
  • • eine vierte Funk-Basisstation 108 (im Folgenden auch als eine erste NodeB 108 bezeichnet) eingerichtet gemäß UMTS, betrieben von einem ersten UMTS-Funk-Dienst-Anbieter;
  • • eine fünfte Funk-Basisstation 110 (im Folgenden auch als eine zweite NodeB 110 bezeichnet) eingerichtet gemäß UMTS, betrieben von einem zweiten UMTS-Funk-Dienst-Anbieter; und
  • • eine sechste Funk-Basisstation 112 eingerichtet gemäß LTE eUTRAN, betrieben von einem LTE-eUTRAN-Funk-Dienst-Anbieter.

Zu bemerken ist, dass in einer anderen Ausführungsform der Erfindung jegliche Anzahl von Basisstationen, die verschiedene Funkzugriffstechnologien unterstützen, oder die von verschiedenen Funk-Dienst-Anbietern bereitgestellt werden, in der Mobilfunkkommunikationssystemanordnung 100 bereitgestellt werden können. In einer Ausführungsform der Erfindung kann die Mobilfunkkommunikationssystemanordnung 100 eine Basisstation, die gemäß einer Funkzugriffs-Technologie eingerichtet ist, und eine andere Basisstation, die gemäß einer anderen Funkzugriffstechnologie eingerichtet ist, aufweisen, wobei die Funkzugriffstechnologien unterschiedlich sind.

Weiterhin kann die Mobilfunkkommunikationsanordnung 100 eine Mehrzahl von Funkkommunikations-Endgeräten (wie z. B. Mobilfunkkommunikations-Endgeräten) 114, 116, 118, 120, 122 aufweisen, deren Struktur im Weiteren ausführlicher beschrieben wird.

In einer Ausführungsform stellt jede Basisstation 102, 104, 106, 108, 110, 112 Kommunikationsverbindungen zu den Funkkommunikations-Endgeräten 114, 116, 118, 120, 122, mit anderen Worten, die Übertragung von Funksignalen innerhalb mindestens einer Funkzelle zu den Funkkommunikations-Endgeräten 114, 116, 118, 120, 122, bereit. Die Übertragung von Funksignalen kann in der Downlink-Richtung (d. h. in der Übertragungsrichtung von einem Netzwerk zu einem Funkkommunikations-Endgerät) und in Uplink-Richtung (d. h. in der Übertragungsrichtung von einem Funkkommunikations-Endgerät zu einem Netzwerk) gemäß Kommunikationsprotokollen gemäß der jeweils bereitgestellten Funkzugriffs-Technologie bereitgestellt werden.

Eine herkömmliche globale Zellsuche in einer Multi-Funkzugriffstechnologie-Umgebung wird in jeder unterstützten Funkzugriffstechnologie unabhängig ausgeführt. Das bedeutet z. B. in einem Dual-Modus-Multi-Band-Funkkommunikations-Endgerät, dass zuerst alle möglichen und unterstützten Frequenzbänder der ersten Funkzugriffstechnologie nach Zellträgern von dem lokalen Zellsuchverfahren für die erste Funkzugriffstechnologie abgetastet werden und dann alle möglichen und unterstützen Frequenzbändern der zweiten Funkzugriffstechnologie nach Zellträgern wiederum von dem lokalen Zellsuchverfahren für die zweite Funkzugriffstechnologie abgetastet werden.

Ein Ergebnis der herkömmlichen Zellsuchverfahren kann sein, dass dasselbe Frequenzband (oder Frequenzteilband) komplett zweimal oder sogar öfter abgetastet wird, wobei schon identifizierte Zellträger in schon abgetasteten Funkzugriffstechnologien nicht berücksichtigt werden. Dieses Szenario kann z. B. auftreten, falls der gleiche oder ein Teil eines festgelegten Frequenzbands einer Funkzugriffstechnologie auch für eine andere Funkzugriffstechnologie verwendet wird. Beispielsweise GSM 1900 und UMTS-Band II, GSM 1800 und UMTS-Band III, GSM 850 und UMTS-Band V und UMTS-Band VI verwenden jeweils sich zumindest teilweise überschneidende Frequenzbereiche.

  • • GSM 850:
    824 MHz bis 849 MHz (zur Signalübertragung in Uplink-Richtung) und
    869 MHz bis 894 MHz (zur Signalübertragung in Downlink-Richtung);
  • • GSM 900 (zum Beispiel):
    890 MHz bis 915 MHz (zur Signalübertragung in Uplink-Richtung) und
    935 MHz bis 960 MHz (zur Signalübertragung in Downlink-Richtung);
  • • GSM (Digital Cellular System – Digitales Zellsystem, DCS) 1800:
    1710 MHz bis 1785 MHz (zur Signalübertragung in Uplink-Richtung) und
    1805 MHz bis 1880 MHz (zur Signalübertragung in Downlink-Richtung);
  • • GSM (Personal Communication Services – persönliche Kommunikations-Services, PCS) 1900:
    1850 MHz bis 1910 MHz (zur Signalübertragung in Uplink-Richtung) und
    1930 MHz bis 1990 MHz (zur Signalübertragung in Downlink-Richtung).

In einer Ausführungsform der Erfindung werden die folgenden Frequenzbänder für die jeweiligen Funkzugriffstechnologien für UMTS bereitgestellt:

  • • UMTS Band I (2100):
    1920 MHz bis 1980 MHz (zur Signalübertragung in Uplink-Richtung) und
    2110 MHz bis 2170 MHz (zur Signalübertragung in Downlink-Richtung);
  • • UMTS Band II (1900):
    1850 MHz bis 1910 MHz (zur Signalübertragung in Uplink-Richtung) und
    1930 MHz bis 1990 MHz (zur Signalübertragung in Downlink-Richtung);
  • • UMTS Band III (1800):
    1710 MHz bis 1785 MHz (zur Signalübertragung in Uplink-Richtung) und
    1805 MHz bis 1880 MHz (zur Signalübertragung in Downlink-Richtung);
  • • UMTS Band IV (2100):
    1710 MHz bis 1755 MHz (zur Signalübertragung in Uplink-Richtung) und
    2110 MHz bis 2155 MHz (zur Signalübertragung in Downlink-Richtung);
  • • UMTS Band V (850):
    824 MHz bis 849 MHz (zur Signalübertragung in Uplink-Richtung) und
    869 MHz bis 894 MHz (zur Signalübertragung in Downlink-Richtung);
  • • UMTS Band VI (850):
    830 MHz bis 840 MHz (zur Signalübertragung in Uplink-Richtung) und
    875 MHz bis 885 MHz (zur Signalübertragung in Downlink-Richtung);
  • • UMTS Band VII (2600):
    2500 MHz bis 2570 MHz (zur Signalübertragung in Uplink-Richtung) und
    2620 MHz bis 2690 MHz (zur Signalübertragung in Downlink-Richtung);
  • • UMTS Band VIII:
    880 MHz bis 915 MHz (zur Signalübertragung in Uplink-Richtung) und
    925 MHz bis 960 MHz (zur Signalübertragung in Downlink-Richtung);
  • • UMTS Band IX:
    1749,9 MHz bis 1784,9 MHz (zur Signalübertragung in Uplink-Richtung) und
    1844,9 MHz bis 1879,9 MHz (zur Signalübertragung in Downlink-Richtung);
  • • UMTS Band X:
    1710 MHz bis 1770 MHz (zur Signalübertragung in Uplink-Richtung) und
    2110 MHz bis 2170 MHz (zur Signalübertragung in Downlink-Richtung);
  • • UMTS Band XI:
    1427,9 MHz bis 1452,9 MHz (zur Signalübertragung in Uplink-Richtung) und
    1475,9 MHz bis 1500,9 MHz (zur Signalübertragung in Downlink-Richtung);

2 zeigt ein Mobilfunkkommunikations-Endgerät 114 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Die anderen Mobilfunkkommunikations-Endgeräte 116, 118, 120, 122 können eine ähnliche Struktur haben. In einer Ausführungsform der Erfindung ist das Mobilfunkkommunikations-Endgerät 114 ein Dual-Modus-Mobilfunkkommunikations-Endgerät. In einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist das Mobilfunkkommunikations-Endgerät 114 ein Dreifach-Modus-Mobilfunkkommunikations-Endgerät. In einer Ausführungsform der Erfindung ist das Mobilfunkkommunikations-Endgerät 114 eingerichtet zum Unterstützen von vier oder sogar mehr unterschiedlichen Funkzugriffstechnologien, wie die, die oben erwähnt sind.

In einer Ausführungsform der Erfindung ist das Mobilfunkkommunikations-Endgerät 114 eingerichtet zum Unterstützen von GSM, UMTS und LTE eUTRAN.

Das Mobilfunkkommunikations-Endgerät 114 kann eine Antenne 202, einen Empfänger 204, der mit der Antenne 202 gekoppelt ist, eine Empfänger-Steuereinheit 206, die mit dem Empfänger 204 gekoppelt ist, einen Prozessor 208, einen flüchtigen oder nichtflüchtigen Direktzugriffsspeicher (random access memory – RAM) 210, einen nichtflüchtigen Nur-Lese-Speicher (read only memory – ROM) 212, und einen Sender 214 aufweisen, der auch mit der Antenne 202 gekoppelt ist. Weiterhin kann das Mobilfunkkommunikations-Endgerät 114 z. B. eine Anzeigeeinheit, Tasten, ein Mikrofon, einen Lautsprecher und andere herkömmliche Komponenten eines Mobilfunkkommunikations-Endgeräts aufweisen. In einer Ausführungsform der Erfindung können die Antenne 202, der Empfänger 204, Die Empfänger-Steuereinheit 206, der Prozessor 208, der RAM 210, der ROM 212 und der Sender 214 miteinander gekoppelt sein, beispielsweise über eine Verbindungsstruktur, wie zum Beispiel über einen Verbindungs-Bus 216. Der Empfänger 204 empfängt Funksignale, z. B. von einer oder mehreren Basisstationen 102, 104, 106, 108, 110, 112, oder von einem der anderen Mobilfunkkommunikations-Endgeräten 116, 118, 120, 122, und der Sender 214 sendet Funksignale an eine oder mehrere Basisstationen 102, 104, 106, 108, 110, 112, oder zu einem anderen der Mobilfunkkommunikations-Endgeräte 116, 118, 120, 122. Weiterhin speichert der Empfänger 204 die empfangenen Funksignale in einem Speicher, wie z. B. in dem RAM 210. Die Empfänger-Steuereinheit 206 steuert den Empfänger 204. In einer Ausführungsform der Erfindung kann die Empfänger-Steuereinheit 206 die Empfangsfrequenz (z. B. das Empfangsfrequenz-Fenster) steuern, z. B. einschließlich der Mittenempfangsfrequenz des Empfängers 204. Die Empfänger-Steuereinheit kann eingerichtet sein zum Steuern des Empfängers 204 während einer Suche nach eine Funkzelle (in anderen Worten, während eines Zellsuch-Verfahrens), so dass mindestens ein Frequenzband einer ersten Funkzugriffs-Technologie abgetastet wird, mindestens ein Frequenzteilband der ersten Funkzugriffstechnologie, das ein vorbestimmtes Kriterium erfüllt, ermittelt wird, mindestens ein Frequenzband einer zweiten Funkzugriffs-Technologie abgetastet wird, wobei das mindestens eine Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie sich zumindest teilweise mit dem mindestens einen Frequenzband der ersten Funkzugriffstechnologie überschneidet, wobei das vorbestimmte mindestens eine Frequenzteilband der ersten Funkzugriffstechnologie nicht abgetastet wird in dem mindestens einen Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie.

Der Empfänger 204 empfängt Funksignale, z. B. von einer oder mehreren Basisstationen 102, 104, 106, 108, 110, 112, oder von einem der anderen Mobilfunkkommunikations-Endgeräten 116, 118, 120, 122, und der Sender 214 sendet Funksignale an eine oder mehrere Basisstationen 102, 104, 106, 108, 110, 112, oder zu einem anderen der Mobilfunkkommunikations-Endgeräte 116, 118, 120, 122. Weiterhin speichert der Empfänger 204 die empfangenen Funksignale in einem Speicher, wie z. B. in dem RAM 210. Die Empfänger-Steuereinheit 206 steuert den Empfänger 204. In einer Ausführungsform der Erfindung kann die Empfänger-Steuereinheit 206 die Empfangsfrequenz (z. B. das Empfangsfrequenz-Fenster) steuern, z. B. einschließlich der Mittenempfangsfrequenz des Empfängers 204. Die Empfänger-Steuereinheit kann eingerichtet sein zum Steuern des Empfängers 204 während einer Suche nach eine Funkzelle (in anderen Worten, während eines Zellsuch-Verfahrens), so dass mindestens ein Frequenzband einer ersten Funkzugriffs-Technologie abgetastet wird, mindestens ein Frequenzteilband der ersten Funkzugriffstechnologie, das ein vorbestimmtes Kriterium erfüllt, ermittelt wird, mindestens ein Frequenzband einer zweiten Funkzugriffs-Technologie abgetastet wird, wobei das mindestens eine Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie sich zumindest teilweise mit dem mindestens einen Frequenzband der ersten Funkzugriffstechnologie überschneidet, wobei das vorbestimmte mindestens eine Frequenzteilband der ersten Funkzugriffstechnologie nicht abgetastet wird in dem mindestens einen Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie.

Die Empfänger-Steuereinheit 206, sowie der Prozessor 208 können jeden Typs festverdrahteter Logik oder programmierbarer Logik sein, die die benötigte Funktionalität implementiert, z. B. die Verfahren gemäß den beschriebenen Ausführungsformen implementiert. Eine programmierbare Logik kann z. B. ein programmierbarer Prozessor wie z. B. ein Mikroprozessor (z. B. ein CISC(Complex Instruction Set Computer)-Prozessor oder ein RISC(Reduced Instruction Set)-Prozessor sein. Der Computer-Programmcode für die Empfängersteuereinheit 206 sowie für den Prozessor 208 kann in dem ROM 212 gespeichert werden. In einer Ausführungsform der Erfindung können die Empfängersteuereinheit 206 und der Prozessor 208 monolithisch in einem Prozessor integriert sein. Mit anderen Worten wird in einer Ausführungsform der Erfindung ein Prozessor bereitgestellt zum Bereitstellen der Funktionen der Empfängersteuereinheit 206 und des Prozessors 208. Der Prozessor 208 kann für herkömmliche Funktionen eines Mobilfunkkommunikations-Endgeräts bereitgestellt werden.

Wenn das Mobilfunkkommunikations-Endgerät 114 eine Funk-Basisstation 102, 104, 106, 108, 110, 112 auswählen möchte und daher eine Funkzelle, die es nutzen kann, auswählen möchte, kann es ein Funkzellensuchverfahren ausführen. In einer Ausführungsform der Erfindung führt das Mobilfunkkommunikations-Endgerät 114 ein Funkzellensuchverfahren aus, direkt nachdem es angeschaltet wurde. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung führt das Mobilfunkkommunikations-Endgerät 114 ein Funkzellensuchverfahren aus, nachdem es in eine Region bewegt wurde, wo es die Abdeckung der Funkzelle, die es genutzt hat, verloren hat.

Wie weiter unten ausführlicher beschrieben wird, erfüllen verschiedene Ausführungsformen der Erfindung erhöhte Zeit-Anforderungen zur Zellsuche in einer Multi-Funkzugriffstechnologie-Umgebung, mit anderen Worten, in einer Funkkommunikations-System-Anordnung, die eine Mehrzahl an unterschiedlichen Funkzugriffstechnologien aufweist. Weiterhin stellen unterschiedliche Ausführungsformen der Erfindung neue Lösungen für ein weiter fortgeschrittenes globales Zellsuchverfahren zur Verfügung, das die globale Zellsuchzeit in einer Multi-Funkzugriffstechnologie-Umgebung verbessert.

In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Empfänger-Steuereinheit 206 ferner eingerichtet zum Steuern des Empfängers 204 während einer Suche nach einer Funkzelle, so dass mindestens ein Frequenzteilband der zweiten Funkzugriffstechnologie, das ein vorbestimmtes Kriterium erfüllt, ermittelt wird, mindestens ein Frequenzband einer dritten Funkzugriffstechnologie abgetastet wird, wobei das mindestens eine Frequenzband der dritten Funkzugriffstechnologie sich zumindest teilweise mit dem mindestens einen Frequenzband der ersten Funkzugriffstechnologie und mit dem mindestens einen Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie überschneidet, wobei das ermittelte mindestens eine Frequenzteilband der ersten Funkzugriffstechnologie und das ermittelte mindestens eine Frequenzteilband der zweiten Funkzugriffstechnologie nicht abgetastet werden in dem mindestens einen Frequenzband der dritten Funkzugriffstechnologie.

Wie oben beschrieben kann mindestens eine Funkzugriffstechnologie der Funkzugriffstechnologien aus einer Gruppe von Funkzugriffstechnologien ausgewählt werden, bestehend aus (in welchem Fall das Mobilfunkkommunikations-Endgerät so eingerichtet ist, zum Bereitstellen des jeweils bereitgestellten Kommunikationsprotokolls gemäß der jeweiligen Funkzugriffstechnologie):

  • • Globales-System-für-mobile-Kommunikations-Funkzugriffstechnologie (GSM: Global System for Mobile Communication);
  • • eine Globales-System-für-mobile-Kommunikation(GSM)Generelle-Datenpaket-Funkservice(GPRS: General Packet Radio Service)-Funkzugriffstechnologie;
  • • eine Globales-System-für-mobile-Kommunikation(GSM)-Verbesserte-Generelle-Datenpaket-Funkservice-(EGPRS: Enhanced General Packet Radio Service)-Funkzugriffstechnologie;
  • • Universelle-mobile-Telekommunikationssystem(UMTS: Universal Mobile Telecommunications System)-Funkzugriffstechnologie;
  • • Universelle-mobile-Telekommunikationssystemlangfristige-Verbesserungs(UMTS LTS: Universal Mobile Telecommunications System Long Term Evolution)-Funkzugriffstechnologie;
  • • Code-Verteilung-Multiple-Zugriffs-Funkzugriffstechnologie (CDMA: Code Division Multiple Access);
  • • Code-Verteilung-Multiple-Zugriffs-2000-Funkzugriffstechnologie (CDMA2000: Code Division Multiple Access 2000);
  • • Freiheit-für-mobilen-Multimediazugriff-Funkzugriffstechnologie (FOMA: Freedom of Mobile Multimedia Access radio access technology);
  • • Schnelle-Niedrig-Latenzzeit-Zugriff-mit-nahtloser-Übergabe-Orthogonal-Frequenz-Verteilung-Multiplexing(Flash OFDM: Fast Low-latency Access with Seamless Handoff-Orthogonal Frequency Division Multiplexing)-Funkzugriffstechnologie;
  • • Zeit-Verteilung-Synchron-Code-Aufspaltung-Multiple-Zugriffs(TD-SCDMA: Time Division Synchronous Code Division Multiple Access)-Funkzugriffstechnologie.

Wie weiter unten ausführlicher beschrieben wird, kann die Reihenfolge, in welcher die jeweiligen Funkzugriffstechnologien abgetastet werden, voneinander abweichen. In einer Ausführungsform der Erfindung kann es vorgesehen sein, mit der Funkzugriffstechnologie mit der höchsten Frequenzbandbreite zu beginnen und dann die Funkzugriffstechnologie mit der zweithöchsten Frequenzbandbreite abzutasten, usw. In einer Ausführungsform der Erfindung kann es vorgesehen sein mit der Funkzugriffstechnologie mit der größten Funkzellbandbreite zu beginnen und dann die Funkzugriffstechnologie mit der zweitgrößten Funkzellbandbreite fortzufahren, usw.

Daher ist in dieser Ausführungsform der Erfindung das Frequenzband der ersten Funkzugriffstechnologie (in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, die Funkzellbandbreite der ersten Funkzugriffstechnologie) größer als das Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie (in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, als die Funkzellbandbreite der zweiten Funkzugriffstechnologie). In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, kann es vorgesehen sein, mit der Funkzugriffstechnologie zu beginnen, deren Frequenzen am schnellsten abgetastet werden können, und dann die Funkzugriffstechnologie abzutasten, deren Frequenzen als zweitschnellstes abgetastet werden können, usw. Mit anderen Worten kann in dieser Ausführungsform das Frequenzband der ersten Funkzugriffstechnologie schneller abgetastet werden als das Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie.

Weiterhin kann das Mobilfunkkommunikations-Endgerät 114 einen Auswahlschaltkreis aufweisen, eingerichtet zum Auswählen einer Funkzelle abhängig von der Abtastung des Frequenzbandes der ersten Funkzugriffstechnologie und dem Abtasten des Frequenzbandes der zweiten Funkzugriffstechnologie. In einer Ausführungsform der Erfindung kann der Auswahlschaltkreis in den Prozessor 208 implementiert werden. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann ein separater Schaltkreis bereitgestellt werden.

3 zeigt ein Flussdiagramm 300, das ein Verfahren zum Suchen einer Funkzelle gemäß einer Ausführungsform der Erfindung darstellt.

In 302 wird mindestens ein Frequenzband einer ersten Funkzugriffstechnologie abgetastet.

In 304 wird mindestens ein Frequenzteilband der ersten Funkzugriffstechnologie, das ein vorbestimmtes Kriterium erfüllt, bestimmt. In einer Ausführungsform der Erfindung kann das vorbestimmte Kriterium sein, dass ein Trägersignal der ersten Funkzugriffstechnologie in dem mindestens einen Frequenzteilband detektiert wurde, mit anderen Worten kann ein vorbestimmtes Kriterium sein, dass eine Zelle in dem mindestens einen Frequenzteilband detektiert wurde, und die benötigte Zellinformation decodiert wurde (z. B. benötigt zum Identifizieren der Funkzelle und zum Bestimmen der verwendeten Frequenzbandbreite). Alternativ kann das vorbestimmte Kriterium ein Signal mit einer Signalstärke sein, die größer als ein vorbestimmter Signalschwellwert ist, das in dem mindestens einen Frequenzteilband detektiert worden ist.

In 306 wird mindestens ein Frequenzband einer zweiten Funkzugriffstechnologie abgetastet. In einer Ausführungsform der Erfindung überschneidet sich das mindestens eine Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie zumindest teilweise (mit anderen Worten teilweise oder völlige Überschneidung) mit dem mindestens einen Frequenzband der ersten Funkzugriffstechnologie. Weiterhin wird das mindestens eine Frequenzteilband der ersten Funkzugriffstechnologie nicht in dem mindestens einen Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie abgetastet. Mit anderen Worten werden die ermittelten Teilbänder während des Abtastprozesses des zweiten Frequenzteilbandes übersprungen.

In einer Ausführungsform der Erfindung kann das Verfahren weiterhin aufweisen Ermitteln von mindestens einem Frequenzteilband der zweiten Funkzugriffstechnologie, das ein vorbestimmtes Kriterium erfüllt, und Abtasten von mindestens einem Frequenzband einer dritten Funkzugriffstechnologie, wobei das mindestens eine Frequenzband der dritten Funkzugriffstechnologie sich zumindest teilweise mit dem mindestens einen Frequenzband der ersten Funkzugriffstechnologie und mit dem mindestens einen Frequenzband der zweiten Funkzugriffstechnologie überschneidet, wobei das ermittelte mindestens eine Frequenzteilband der ersten Funkzugriffstechnologie und das ermittelte Frequenzteilband der zweiten Funkzugriffstechnologie nicht in dem mindestens einen Frequenzband der dritten Funkzugriffstechnologie abgetastet werden.

Dieses Verfahren kann generell in analoger Art und Weise auf eine beliebige Anzahl von Funkzugriffstechnologien angewendet werden.

Wie weiter unten ausführlicher beschrieben wird, stellen verschiedene Ausführungsformen der Erfindung die Basis für ein schnelleres (globales) Zellsuchverfahren in einer Multi-Funkzugriffstechnolgie-Umgebung durch Verwenden von Informationen, die innerhalb des (lokalen) Zellsuchverfahrens durchgeführt in einer Funkzugriffstechnologie während des (lokalen) Zellsuchverfahrens von anderen Funkzugriffstechnologien erhalten wurden, bereit. In einer Ausführungsform der Erfindung werden alle identifizierten Funkzellenträger, die in einem (lokalen) Zellsuchverfahren gefunden wurden, gespeichert und auf diese Weise anschaulich global gespeichert und diese gespeicherten identifizierten Funkzellenträger werden von nachfolgenden (lokalen) Zellsuchen in anderen Funkzugriffstechnologien ausgeschlossen.

4A bis 4D zeigen eine Multi-Funkzugriffstechnologie-Umgebung und ein Verwendungsszenario gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.

Als ein Beispiel wird in 4A ein 60-MHz-Frequenzbandanteil eines Spektrums in einem 1900-MHz-Frequenzband dargestellt. Weiterhin zeigt 4A 48 potentielle LTE-Synchronisations-Kanäle (SCH: Synchronization Channels) 402 in einem ersten Diagramm 400. Weiterhin zeigt 4B 299 potentielle GSM-Rundfunk-Steuerkanäle (BCCH: Broadcast Control Channels) 412 in einem zweiten Diagramm 410. In einer Ausführungsform der Erfindung wird angenommen, dass das lokale GSM-Zellsuchverfahren das letzte ist, das in einer Sequenz eines Funkzellensuchverfahrens in einem Dreifach-Modus-Mobilfunkkommunikations-Endgerät (in dieser Ausführungsform eines, das Funkzugriffstechnologien GSM, UMTS und LTE unterstützt) ausgeführt wird. In diesem Beispiel hat das UMTS-Zellsuchverfahren schon zwei UMTS-Zellträger identifiziert, und zwar einen ersten UMTS-Zellträger 422 und einen zweiten UMTS-Zellträger 424 (siehe drittes Diagramm 420 in 4C). Jeder der UMTS-Zellträger 422, 424 belegt 5-MHZ-Bandbreiten in dem betrachteten Frequenzband. Weiterhin hat das LTE-Zellsuchverfahren zwei LTE-Zellen, einen ersten LTE-Zellträger 426, der 5 MHz belegt, und einen zweiten LTE-Zellträger 428, der 10 MHz Bandbreite in dem betrachteten Frequenzband belegt, identifiziert. Durch Verwenden von Informationen von dem UMTS-Zellsuchverfahren und dem LTE-Zellsuchverfahren für das nachfolgende GSM-Zellsuchverfahren können z. B. 25 MHz aus einem 60-MHz-Frequenzband während eines GSM-Zellsuchverfahrens übersprungen werden (da die schon gefundenen UMTS-Zellträger 422, 424 und LTE-Zellträger 426, 428 nicht während eines GSM-Zellsuchverfahrens abgetastet werden), was zu einer signifikanten Reduktion der GSM-Zellsuchzeit führt. 4D zeigt den zweiten LTE-Zellträger 428, der 10 MHz Bandbreite belegt, detaillierter in einem vierten Diagramm 440. In diesem Beispiel weist der zweite LTE-Zellträger 428 einen Synchronisationskanal (SCH) 428 mit einer Bandbreite von 1,25 MHz auf.

5 zeigt ein Flussdiagramm, das ein Verfahren zum Suchen einer Radiozelle gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung darstellt.

Das Verfahren beginnt in 502.

In einer Ausführungsform der Erfindung wird in 504 die Funkzellsuche durch Abtasten von allen unterstützten Frequenzbändern zur Zellträger-Erkennung in Schritten von 200 kHz ausgeführt. Um das zu tun, werden in einer Ausführungsform der Erfindung Empfangssignalstärkenmessungen in 200-kHz-Schritten innerhalb des ganzen Multi-Funkzugriffstechnologie-Downlink-Frequenzbandes ausgeführt. Weiterhin weist die Ausführungsform, die in 5 gezeigt ist, eine Reihenfolge von lokalen Zellsuchen aus, beginnend mit der Funkzugriffstechnologie, die die größte Zellträger-Bandbreite zulässt.

Dann wird in 506 ein Empfangssignalstärkenprofil aus den gemessenen Empfangssignalstärken ermittelt und in einem Speicher des Mobilfunkkommunikations-Endgeräts gespeichert (wie z. B. dem Mobilfunkkommunikations-Endgerät 114).

In 508 werden alle vorher gesetzten Ignorier-Flags (IGNORE-Flags), die Frequenzteilbändern zugewiesen sind, für alle Funkzugriffstechnologien der betrachteten Multi-Funkzugriffstechnologie-Umgebung gelöscht.

Als nächstes wird in 510 die Funkzugriffstechnologie mit der höchsten Funkzellbandbreite ausgewählt, z. B. die erste Funkzugriffstechnologie.

In einer Ausführungsform der Erfindung kann es vorgesehen sein, eine Höhere-Kommunikationsprotokollschicht-Information zu lesen und zu interpretieren, die verteilt werden kann, z. B. über einen Funkzellen Rundfunkkanal (BCH), so dass letztendlich die tatsächliche Bandbreite einer Funkzelle ermittelt wird. Das trifft zu z. B. für LTE-Funkzellen mit einer festen BCH-Bandbreite und einer „konfigurierbaren” Funkzellen-Bandbreite. Beispielsweise sollen für LTE der SCH und der BCH eine feste konstante Bandbreite von 1,25 MHz verwenden, wobei die tatsächliche Downlink-Übertragungsbandbreite der Zelle zwischen 1,25 MHz bis zu 20 MHz variieren kann. Die tatsächliche Übertragungsbandbreite einer Funkzelle wird ermittelt durch Empfang von entsprechenden Informationen, die innerhalb einer Funkzelle auf dem BCH der Funkzellen ausgestrahlt werden. Diese Art der Zell-Bandbreiten-Information wird üblicherweise periodisch auf dem BCH übermittelt. Für LTE kann eine Wiederholungsrate von 40 ms vorgesehen sein. Wenn der SCH/BCH an der Mittenträgerfrequenz der Funkzelle identifiziert und die tatsächliche Funkzellen-Übertragungsbandbreite nachträglich gelesen wurde, kann das komplette Funkzellenübertragungs-Frequenzteilband als „zu ignorieren” für andere Funkzugriffstechnologien in einem nachträglichen Funkzellensuchverfahren markiert werden.

Alle erkannten Zellträger, die in einem lokalen Zellsuchverfahren erkannt wurden, sind als „zu ignorieren” markiert (z. B. durch setzen eines entsprechend bereitgestellten Ignorieren-Flags) und diese globale oder ausgetauschte Information kann von allen anderen lokalen Zellsuchverfahren verwendet werden. Die Zeit, die für ein lokales Zellsuchverfahren benötigt wird, kann nun durch Überspringen aller Frequenzbereiche (z. B. aller Frequenzteilbänder), die zu solchen markierten Zellträgern gehören, optimiert werden.

In 514 wird die Funkzellensuche für Frequenzteilbänder übersprungen, die schon als „zu ignorieren” markiert wurden.

Weiterhin wird in 526 ermittelt, ob eine gültige Funkzelle für die ausgewählte Funkzugriffstechnologie identifiziert wurde.

Für den Fall, dass eine gültige Funkzelle für die ausgewählte Funkzugriffstechnologie identifiziert wurde („Ja” in 516), wird in 518, falls benötigt oder falls geeignet, die tatsächliche Bandbreite aus dem BCH Info-Feld des BCH-Signals ermittelt.

Weiterhin wird in 520 das Frequenzteilband, das von der ermittelten gültigen Funkzelle belegt wird, als „zu ignorieren” markiert (z. B. entsprechendes Flag, das dem Frequenzteilband zugewiesen wurde, wird auf „Ignorieren” gesetzt) für alle anderen Funkzugriffstechnologien der betrachteten Multi-Funkzugriffstechnologie-Umgebung.

Die Abläufe 512, 514, 516, 518, 520, werden wiederholt bis die Funkzellensuche in der ausgewählten Funkzugriffstechnologie fertig ist (mit anderen Worten, abgeschlossen wurde) für den gesamten Downlink-Frequenzbereich (symbolisiert in 5 durch Mittel von Block 522).

Für den Fall, dass keine gültige Funkzelle für die ausgewählten Funkzugriffstechnologien identifiziert wurde („Nein” in 516), wird das Verfahren in Block 522 fortgesetzt.

Falls die Funkzellensuche in der ausgewählten Funkzugriffstechnologie für den gesamten Downlink-Frequenzbereich abgeschlossen wurde, wird das Verfahren in 524 fortgesetzt, wo ermittelt wird, ob alle Funkzugriffstechnologien abgearbeitet wurden oder nicht.

Falls noch nicht alle Funkzugriffstechnologien abgearbeitet wurden („Nein” in 524), wird eine nächste Funkzugriffstechnologie ausgewählt. In einer Ausführungsform der Erfindung kann die nächste ausgewählte Funkzugriffstechnologie die noch nicht abgearbeitete Funkzugriffstechnologie sein mit der höchsten Bandbreite innerhalb der noch nicht abgearbeiteten Funkzugriffstechnologien. Dann wird das Verfahren mit der neu ausgewählten Funkzugriffstechnologie in 512 fortgesetzt.

Falls alle Funkzugriffstechnologien abgearbeitet wurden („Ja” in 524), endet das Verfahren in 528.

In einer Ausführungsform der Erfindung kann vorher bekanntes Wissen über die jeweilige Funkzugriffstechnologie auch während des globalen Funkzellensuchverfahrens berücksichtigt werden.

Beispielsweise verwenden viele Funkzugriffstechnologien gepaarte Spektren (auch im Folgenden als gepaarte Frequenzbänder bezeichnet) für die Übertragung von Signalen in der Downlink-Richtung und in der Uplink-Richtung. Wissen über Funkzugriffstechnologien, die gepaarte Frequenzbänder verwenden, können zum Beschleunigen des Zellsuchverfahrens gemäß einer Ausführungsform der Erfindung verwendet werden.

Falls ein Downlink-Signal von dem Mobilfunkkommunikations-Endgerät als zu einer solchen Funkzugriffstechnologie zugehörig erkannt wurde, ist in dem oben erwähnten Fall implizit klar, das in dem Uplink-Spektrum der gepaarten Bänder eine andere Funkzugriffstechnologie nicht angewendet werden kann, und der betreffende Frequenzbereich kann als belegt markiert werden (mit anderen Worten, als „zu ignorieren”). Keine Suche für Funkzellen, die zu einer anderen Funkzugriffstechnologie gehören, muss in diesem Frequenzbereich ausgeführt werden.

Beispiele von Funkzugriffstechnolgien, die gepaarte Bänder verwenden, sind GSM, UMTS im Frequenz-Einteilungs-Duplex(FDD: Frequency Division Duplex)-Modus, und LTE eUTRAN im FDD-Modus.

Um zu demonstrieren, wie Vorwissen über die Funkzugriffstechnologie, die in einem bestimmten Gebiet eingesetzt wird, helfen kann, die Funkzellensuche zu beschleunigen, wird das folgende Beispiel gezeigt: ein UMTS Träger wird im Frequenzband IV gefunden (siehe oben), der einen Downlink-Frequenzbereich von 2112,4 MHz bis 2217,4 MHz überspannt. Dieser Downlink-Träger wird gepaart mit einem Frequenzbereich für den Uplink von 1712,4 MHz bis 1717,4 MHz, das den Teil des DCS-1800-Uplink-Frequenzbereichs (1710 MHz bis 1785 MHz, siehe oben) abdeckt. Das bedeutet, dass die entsprechenden Downlink-Frequenzen von dem DCS-1800-System nicht nach Trägern abgesucht werden müssen, die zu GERAN gehören.

In einer Ausführungsform der Erfindung kann die zu verwendende Funkzelle ausgewählt werden und die Zeitsynchronisation und die Rahmensynchronisation können z. B. für die ausgewählte Funkzelle ausführt werden. In diesem Kontext können beispielsweise auch Verwürfelungscodes, die für die Datenübertragung verwendet werden können, ermittelt werden.

In einer Ausführungsform der Erfindung kann die Reihenfolge der Ausführung der lokalen Funkzellsuche konfigurierbar sein, d. h. es kann durch Konfiguration in einem globalen Zellsuchverfahren ermittelt werden, welche Funkzugriffstechnologie zuerst abgefertigt werden soll, welche als zweites, welche als drittes, usw.

In einer Ausführungsform der Erfindung können die folgenden Aspekte für die Entscheidung in welcher Reihenfolge die Funkzugriffstechnologien während einer globalen Funkzellensuche abgearbeitet werden, berücksichtigt werden:

  • • (Maximum) Zellträgerbandbreite, wie für ein Funkzugriffstechnologie durch Standardisierung definiert ist:
    In diesem Fall wird die Reihenfolge der Durchführung der lokalen Funkzellsuchen für die berücksichtigten Funkzugriffstechnologien durch die maximale Bandbreite, die ein Zellträger belegen kann, ermittelt. Funkzugriffstechnologien können in einer Reihenfolge von steigender maximaler Funkzellenträgerbandbreite abgearbeitet werden. Das ist die Herangehensweise, die in 5 dargestellt wird.
  • • Zeit, um einen Zellträger einer Funkzugriffstechnologie zu erkennen, wie bei der Implementierung ermittelt wird:
    Es kann passieren, dass aufgrund der Implementierung oder technischen Beschränkungen das Abtasten eines bestimmten Frequenzbandes für Zellträger in einer Funkzugriffstechnologie erheblich mehr Zeit in Anspruch nimmt als das Abtasten desselben Frequenzbandes für Zellträger einer anderen Funkzugriffstechnologie. Dann, sogar falls eine andere Funkzugriffstechnologie größere Zellträgerfrequenzbänder unterstützt, kann es ratsam sein, das globale Zellsuchverfahren mit der Funkzugriffstechnologie zu beginnen, die schnelleres Abtasten eines gegebenen Frequenzbandes oder eines Frequenzteilbandes erlaubt.

Wie oben bereits beschrieben, erlauben verschiedene Ausführungsformen der Erfindung die Beschleunigung eines globalen Zellsuchverfahrens in einer Multi-Funkzugriffstechnologie-Umgebung durch Austausch und Gebrauch von Informationen der einzelnen lokalen Zellsuchverfahren, die in einer solchen Umgebung ausgeführt werden. In einer Ausführungsform der Erfindung können schon erkannte Zellträger in einer Funkzugriffstechnologie innerhalb von nachfolgenden Zellsuchverfahren von anderen Funkzugriffstechnologien ignoriert werden.

Diese Herangehensweise kann für alle Funkzugriffstechnologie angewendet werden, die sich das/die selbe/selben Frequenzband/Frequenzbänder komplett oder teilweise teilen, für die die Zellen nicht bei exakt derselben Trägerfrequenz nebeneinander existieren können. Das ist z. B. der Fall für UMTS-Zellen und GSM-Zellen, wobei keine GSM-Zellträger innerhalb des 5-MHz-Frequenzbandes, das von einem UMTS-Zellträger belegt wird, auftreten können.

Es sollte erwähnt werden, dass die Ausführungsformen der Erfindung nicht auf Mobilfunkkommunikationstechnologie oder Mobilfunkkommunikationsvorrichtungen beschränkt sind, nicht einmal auf terrestrische Funkkommunikationstechnologie oder terrestrischen Funkkommunikationsvorrichtungen. Ausführungsformen der Erfindung können auch auf satellitenbasierte Funkkommunikationstechnologie oder satellitenbasierte Funkkommunikationsvorrichtungen angewendet werden.