Title:
Kosmetische und dermatologische Zusammensetzungen zur Reduktion von Mimikfalten
Kind Code:
A1


Abstract:

Zusammensetzungen, die zur deutlichen Reduzierung von Falten in drei Dimensionen geeignet sind, enthalten mindestens ein DNA-Reparaturenzym und mindestens ein Oligopeptid, das mindestens einen N-C2-C24-Acylrest aufweisen und/oder verestert sein kann, und zusätzlich - jeweils bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung - in einem kosmetisch akzeptablen Träger - 0,001 bis 1 Gew.-% mindestens eines Hydroxystilben-Oligomeren, dessen bzw. deren Alkylethern und/oder dessen bzw. deren Estern, 0,001 bis 2 Gew-% mindestens eines Apfelkernextraktes, mindestens einen öllöslichen UV-Filter, umfassend mindestens ein Alkyl- und/oder Alkoxy-substituiertes Dibenzoylmethanderivat.




Inventors:
Heinen, Soraya (Köln, 50858, DE)
Waldmann-Laue, Marianne, Dr. (Monheim, 40789, DE)
Holtkötter, Olaf, Dr. (Hürth, 50354, DE)
Application Number:
DE102008053271
Publication Date:
04/29/2010
Filing Date:
10/27/2008
Assignee:
Henkel AG & Co. KGaA (Düsseldorf, 40589, DE)



Foreign References:
EP1634576
Claims:
1. Kosmetische oder dermatologische topische Zusammensetzung mit einem Gehalt an mindestens einem DNA-Reparaturenzym und mindestens einem Oligopeptid, das mindestens einen N-C2-C24-Acylrest aufweisen und/oder verestert sein kann, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich – jeweils bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung – in einem kosmetische akzeptablen Träger:
a) 0,001 bis 1 Gew.-% mindestens eines Hydroxystilben-Oligomeren, dessen bzw. deren Alkylethern und/oder dessen bzw. deren Estern,
b) 0,001 bis 2 Gew.-% mindestens eines Apfelkernextraktes,
c) mindestens einen öllöslichen UV-Filter, umfassend mindestens ein Alkyl- und/oder Alkoxy-substituiertes Dibenzoylmethanderivat,
enthält.

2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie – bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung – 0,00001–1 Gew.-%, bevorzugt 0,0001–0,1 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,001–0,05 Gew.-% und außerordentlich bevorzugt 0,002–0,005 Gew.-% mindestens eines DNA-Reparaturenzyms aus der Gruppe Photolyase und T 4 Endonuclease V sowie Mischungen dieser Enzyme, enthält.

3. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie – bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung – 0,00001–1 Gew.-%, bevorzugt 0,0001–0,1 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,001–0,05 Gew.-% und außerordentlich bevorzugt 0,002–0,005 Gew.-% mindestens eines Di-, Tri-, Tetra-, Penta- oder Hexapeptids, die mit mindestens einem N-C2-C24-Acylrest acyliert und/oder verestert sein können, sowie Mischungen dieser Substanzen, enthält.

4. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie – bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung – 0,00001–1 Gew.-%, bevorzugt 0,0001–0,1 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,001–0,05 Gew.-% und außerordentlich bevorzugt 0,002–0,005 Gew.-% mindestens eines Oligopeptids aus der Gruppe Tyr-Arg und seinen N-acylierten Derivaten, insbesondere N-Acetyl-Tyr-Arg-hexyldecylester, Gly-His-Lys und seinen N-acylierten Derivaten, insbesondere N-Palmitoyl-Gly-His-Lys, Gly-His-Arg, und seinen N-acylierten Derivaten, insbesondere N-Myristoyl-Gly-His-Arg, Lys-Val-Lys und seinen N-acylierten Derivaten, insbesondere Palmitoyl-Lys-Val-Lys, Val-Tyr-Val, Gly-Gln-Pro-Arg (Rigin), Rigin-Analoga und Rigin-Derivaten, insbesondere N-Palmitoyl-Gly-Gln-Pro-Arg, Lys-Thr-Thr-Lys-Ser und seinen N-acylierten Derivaten, insbesondere N-Palmitoyl-Lys-Thr-Thr-Lys-Ser, Val-Gly-Val-Ala-Pro-Gly und seinen N-acylierten Derivaten, insbesondere N-Palmitoyl-Val-Gly-Val-Ala-Pro-Gly, Acetyl-Hexapeptide-3, Hexapeptide-4, Hexapeptide-5, Myristoyl Hexapeptide-5, Myristoyl Hexapeptide-6, Hexapeptide-8, Hexapeptide-9, Hexapeptide-10, L-Glutamylaminoethylindol, sowie Kombinationen dieser Substanzen, insbesondere Kombinationen aus N-Palmitoyl-Gly-His-Lys und N-Palmitoyl-Gly-Gln-Pro-Arg, enthält.

5. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie – bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung – 0,002 bis 0,75 Gew.-%, vorzugsweise 0,003 bis 0,5 Gew.-%, weiter bevorzugt 0,004 bis 0,25 Gew.-% und insbesondere 0,005 bis 0,1 Gew.-% mindestens eines Hydroxystilben-Oligomers aus der Gruppe der Hydroxystilben-Monomeren der allgemeinen Formel (RESV-Ia) oder (RESV-Ib) enthält: (E)-Hydroxystilbene (RESV-Ia) (Z)-Hydroxystilbene (RESV-Ib),
wobei die Reste R1 bis R10 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine OH-Gruppe, eine Alkylgruppe, die bevorzugt eine C1-C4-Alkylgruppe darstellt, eine Alkoxygruppe, die bevorzugt einen C1-C4-Alkylrest trägt, ein Glycosid-Rest, eine ganz oder teilweise neutralisierte Phosphatgruppe -OPO3, eine ganz oder teilweise neutralisierte Sulfatgruppe -OSO3 oder eine Estergruppe -OCOR' mit R'COOH = organische Säure sein können, wobei mindestens einer der Reste R1 bis R10 ausgewählt ist aus einer OH-Gruppe, einer Alkoxygruppe, die bevorzugt einen C1-C4-Alkylrest trägt, einem Glycosid-Rest, einer ganz oder teilweise neutralisierten Phosphatgruppe -OPO3, einer ganz oder teilweise neutralisierten Sulfatgruppe -OSO3 und einer Estergruppe -OCOR' mit R'COOH = organische Säure.

6. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie – bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung – 0,0015 bis 0,5 Gew.-%, vorzugsweise 0,002 bis 0,25 Gew.-%, weiter bevorzugt 0,003 bis 0,1 Gew.-% und insbesondere 0,004 bis 0,05 Gew.-% trans-epsilon-Viniferin, Vitisin E und Vitisin D sowie Mischungen hiervon enthalten.

7. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie – bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung – 0,001–2 Gew.-%, bevorzugt 0,01–1,6 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,03–1 Gew.-% Apfelkernextrakt(e) (Bezogen auf den Gehalt an aktiven Wirkstoffen), enthält.

8. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie – bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung – 0,01 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,05 bis 4 Gew.-%, weiter bevorzugt 0,1 bis 3 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,25 bis 2 Gew.-% und insbesondere 0,5 bis 1,5 Gew.-% 4-(tert.-Butyl)-4'-methoxydibenzoylmethan enthält.

9. Verwendung einer kosmetischen oder dermatologischen topischen Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 zur nicht-therapeutischen, kosmetischen Behandlung und/oder Minimierung von Hautfalten und -fältchen, den Anzeichen der intrinsischen und extrinsischen Hautalterung, müder und/oder schlaffer Haut, UV-geschädigter Haut und/oder gereizter Haut.

10. Verwendung einer kosmetischen oder dermatologischen topischen Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 zur nicht-therapeutischen, kosmetischen Entspannung der Muskulatur, insbesondere der Gesichtsmuskulatur.

11. Nicht-therapeutisches Verfahren zur nicht-therapeutischen, kosmetischen Behandlung und/oder Minimierung von Hautfalten und -fältchen, den Anzeichen der intrinsischen und extrinsischen Hautalterung, müder und/oder schlaffer Haut, UV-geschädigter Haut und/oder gereizter Haut, das dadurch gekennzeichnet ist, dass eine kosmetische oder dermatologische topische Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 auf die Haut aufgetragen wird.

12. Nicht-therapeutisches Verfahren zur nicht-therapeutischen, kosmetischen Entspannung der Muskulatur, insbesondere der Gesichtsmuskulatur, das dadurch gekennzeichnet ist, dass eine kosmetische oder dermatologische topische Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 auf die Haut aufgetragen wird.

Description:

Die Erfindung betrifft topische kosmetische oder dermatologische Zusammensetzungen zur Faltenreduktion.

Mittel und Behandlungsmethoden zur Behandlung reifer oder intrinsisch oder extrinsisch gealterter oder lichtgeschädigter Haut, insbesondere zur Antifaltenbehandlung, sind eine bedeutende kosmetische Herausforderung.

Jede Veränderung unseres Gesichtsausdrucks durch die Muskulatur setzt Mikro-Kontraktionen der Haut in Gang. Durch deren ständige Wiederholung prägen sich im Lauf der Zeit immer deutlichere Mimikfalten aus. Während diese Mimikfalten zum Teil erwünscht sein können, weil sie ein sympathisches Aussehen verleihen (Lachfältchen), stellen Sie in Form von Stirnfalten, Zwischenbrauenfalte (Zornesfalte), sogenannten „Krähenfüßen” und auch Oberlippenfältchen insbesondere in der zweiten Lebenshälfte eine kosmetische Herausforderung dar. Medizinisch kann Mimikfalten dadurch begegnet werden, daß man die Aktivität der Mimikmuskeln für einen Zeitraum von maximal einem Jahr schwächt oder sogar ganz lähmt. Hierzu hat sich die Behandlung mit Botulismustoxin etabliert, die aber den Nachteil hoher Preise, einer medizinischen Behandlung und der damit verbundenen Risiken sowie möglicher Überempfindlichkeiten, die die Natürlichkeit des Gesichtsausdruckes beeinträchtigen können, beinhaltet.

Der vorliegenden Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, Zubereitungen zur Behandlung und deutlichen Reduzierung von Mimikfalten bereitzustellen, die bislang marktübliche Produkte in der Leistung übertreffen.

Kosmetische oder dermatologische topische Zusammensetzungen, die eine verbesserte Behandlung von Fältchen, insbesondere von Fältchen, die auf die lichtinduzierte Hautalterung zurückzuführen sind, ermöglichen, werden in der Europäischen Patentanmeldung EP 1 634 576 A1 offenbart und enthalten in einem geeigneten kosmetischen oder dermatologischen Träger mindestens ein DNA-Reparaturenzym und mindestens ein Oligopeptid, das mindestens einen N-C2-C24-Acylrest aufweisen und/oder verestert sein kann. In einer dort beispielhaft erwähnten Nachtcreme ist auch Apfelkernextrakt enthalten.

Es wurde nun festgestellt, dass die bekannten Zusammensetzungen, die mindestens ein DNA-Reparaturenzym und mindestens ein Oligopeptid, das mindestens einen N-C2-C24-Acylrest aufweisen und/oder verestert sein kann, enthalten, auch zur Entspannung der Muskulatur und damit zur deutlicheren Reduzierung von Mimikfalten geeignet sind, wenn weitere Inhaltsstoffe in die Zusammensetzungen inkorporiert werden.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist in einer ersten Ausführungsform eine kosmetische oder dermatologische topische Zusammensetzung mit einem Gehalt an mindestens einem DNA-Reparaturenzym und mindestens einem Oligopeptid, das mindestens einen N-C2-C24-Acylrest aufweisen und/oder verestert sein kann, die zusätzlich – jeweils bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung – in einem kosmetische akzeptablen Träger:

  • a) 0,001 bis 1 Gew.-% mindestens eines Hydroxystilben-Oligomeren, dessen bzw. deren Alkylethern und/oder dessen bzw. deren Estern,
  • b) 0,001 bis 2 Gew.-% mindestens eines Apfelkernextraktes,
  • c) mindestens einen öllöslichen UV-Filter, umfassend mindestens ein Alkyl- und/oder Alkoxy-substituiertes Dibenzoylmethanderivat,
enthält.

Bevorzugte erfindungsgemäße Zusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, daß das DNA-Reparaturenzym ausgewählt ist aus Photolyase und T 4 Endonuclease V sowie Mischungen dieser Enzyme.

Die DNA-Reparaturenzyme können sowohl in Liposomen verkapselt als auch frei, das heißt unverkapselt, vorliegen. Die Liposomenverkapselung kann bevorzugt mit Phospholipiden, besonders bevorzugt mit Lecithin, erfolgen. Erfindungsgemäß besonders bevorzugt ist der Einsatz von mindestens einem liposomenverkapselten DNA-Reparaturenzym. Liposomenverkapselte Photolyase ist im Handel z. B. unter der Produktbezeichnung PhotosomesTM (INCI-Bezeichnung: Aqua, Lecithin, Plankton Extract) liposomenverkapselte T4N5 z. B. unter der Bezeichnung UltrasomesTM (INCI-Bezeichnung: Aqua, Lecithin, Micrococcus Lysate) von der Firma AGI Dermatics, USA, erhältlich. Da sich bei längerer Lagerung sowohl des Handelsproduktes als auch der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen zwischen der verkapselten wässrigen, das Enzym enthaltenden Phase und der nicht-verkapselten, äußeren wässrigen Phase ein Gleichgewicht einstellt, liegt ein Teil der DNA-Reparaturenzyme unverkapselt vor.

In den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen sind die Handelsprodukte PhotosomesTM oder UltrasomesTM bevorzugt in Mengen von 0,1–10 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,5–5,0 Gew.-% und außerordentlich bevorzugt 1,0–4,0 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel, enthalten. Bevorzugte erfindungsgemäße Zusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein DNA-Reparaturenzym in Gesamtmengen von 0,00001–1 Gew.-%, bevorzugt 0,0001–0,1 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,001–0,01–0,05 Gew.-% und außerordentlich bevorzugt 0,002–0,005 Gew.-%, enthalten ist.

Ganz besonders bevorzugte erfindungsgemäße Zusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, daß sie – bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung – 0,00001–1 Gew.-%, bevorzugt 0,0001–0,1 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,001–0,05 Gew.-% und außerordentlich bevorzugt 0,002–0,005 Gew.-% mindestens eines DNA-Reparaturenzyms aus der Gruppe Photolyase und T 4 Endonuclease V sowie Mischungen dieser Enzyme, enthalten.

Unter den in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthaltenen Oligopeptiden, die man auch als Aminosäureoligomere bezeichnen kann, werden erfindungsgemäß Peptide mit 2-30, bevorzugt 2-15, Aminosäuren, verstanden.

Die Aminosäuren und/oder die N-C2-C24-Acylaminosäuren sind erfindungsgemäß ausgewählt aus Alanin, Arginin, Asparagin, Asparaginsäure, Canavanin, Citrullin, Cystein, Cystin, Dipalmitoylhydroxyprolin, Desmosin, Glutamin, Glutaminsäure, Glycin, Histidin, Homophenylalanin, Hydroxylysin, Hydroxyprolin, Isodesmosin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Methylnorleucin, Ornithin, Phenylalanin, Prolin, Pyroglutaminsäure, Sarcosin, Serin, Taurin, Threonin, Thyroxin, Tryptophan, Tyrosin, Valin, N-Acetyl-L-cystein, Zinkpyroglutamat, Natriumoctanoylglutamat, Natriumdecanoylglutamat, Natriumlauroylglutamat, Natriummyristoylglutamat, Natriumcetoylglutamat und Natriumstearoylglutamat. Besonders bevorzugt sind Lysin, Serin, Zink- und Natriumpyroglutamat und Natriumlauroylglutamat. Der C2-C24-Acylrest, mit dem die genannten Aminosäuren an der Aminogruppe derivatisiert sein können, ist ausgewählt aus einem Acetyl-, Propanoyl-, Butanoyl-, Pentanoyl-, Hexanoyl-, Heptanoyl-, Octanoyl-, Nonanoyl-, Decanoyl-, Undecanoyl-, Lauroyl-, Tridecanoyl-, Myristoyl-, Pentadecanoyl-, Cetoyl-, Palmitoyl-, Stearoyl-, Elaidoyl-, Arachidoyl- oder Behenoyl-Rest. Mischungen von C8-C18-Acylresten werden auch als Cocoyl-Rest bezeichnet und sind ebenfalls bevorzugte Substituenten.

Mit den vorgenannten C2-C24-Acylresten können die Aminosäuren, die eine OH-Gruppe tragen, auch an dieser OH-Gruppe verestert sein. Ein erfindungsgemäß bevorzugtes Beispiel hierfür ist Hydroxyprolin, das mit zwei, bevorzugt linearen, C2-C22-Fettsäureresten N-acyliert und verestert ist, besonders bevorzugt Dipalmitoylhydroxyprolin, das z. B. unter der Bezeichnung Sepilift PDHP von der Firma Seppic erhältlich ist.

Die physiologisch verträglichen Salze der erfindungsgemäß bevorzugten Oligopeptide, die Säuregruppen enthalten und Salze bilden können, sind ausgewählt aus den Ammonium-, Alkalimetall-, Magnesium-, Calcium-, Aluminium-, Zink- und Mangan-Salzen. Bevorzugt sind die Natrium-, Kalium-, Magnesium-, Aluminium-, Zink- und Mangan-Salze.

Die Oligomere der Aminosäuren und/oder der N-C2-C24-Acylaminosäuren sind bevorzugt ausgewählt aus Di-, Tri-, Tetra-, Penta-, Hexa- oder Pentadecapeptiden, die N-acyliert und/oder verestert sein können. Zahlreiche dieser Aminosäureoligomere oder Oligopeptide stimulieren die Collagensynthese beziehungsweise sind in der Lage, Zellen des Immunsystems, wie Mastzellen und Makrophagen, zu rekrutieren, die dann über die Freisetzung von Wachstumsfaktoren Reparaturprozesse im Gewebe, z. B. die Collagensynthese, induzieren, beziehungsweise sind in der Lage, an die Sequenz Arg-Phe-Lys in Thrombospondin I (TSP-1) zu binden und damit aktives TGF-β (tissue growth factor), der die Synthese von Collagen in dermalen Fibroblasten induziert, freizusetzen. Derartige Aminosäureoligomere oder Oligopeptide können als Wirkstoffe gegen die Hautalterung verwendet werden.

Ganz besonders bevorzugte erfindungsgemäße Zusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, daß sie – bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung – 0,00001–1 Gew.-%, bevorzugt 0,0001–0,1 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,001–0,05 Gew.-% und außerordentlich bevorzugt 0,002–0,005 Gew.-% mindestens eines Di-, Tri-, Tetra-, Penta- oder Hexapeptids, die mit mindestens einem N-C2-C24-Acylrest acyliert und/oder verestert sein können, sowie Mischungen dieser Substanzen, enthalten.

Erfindungsgemäß bevorzugte, gegebenenfalls N-acylierte und/oder veresterte Dipeptide sind Acetyl-Citrullyl-Arginin (z. B. Exsy-Algine von Exsymol mit der INCI-Bezeichnung Acetyl Citrull Amido Arginine), Tyr-Arg (Dipeptide-1), Val-Trp (Dipeptide-2), Asn-Phe, Asp-Phe, N-Palmitoyl-β-Ala-His, N-Acetyl-Tyr-Arg-hexyldecylester (z. B. Calmosensine von Sederma, Carnosin (β-Ala-His) und N-Palmitoyl-Pro-Arg. Erfindungsgemäß bevorzugte, gegebenenfalls N-acylierte und/oder veresterte Tripeptide sind Gly-His-Lys, das z. B. unter der Bezeichnung „Omega-CH-Aktivator” von der Firma GfN oder in acylierter Form (N-Palmitoyl-Gly-His-Lys) unter der Bezeichnung Biopeptide CL von Sederma erhältlich ist, aber (in acylierter Form) auch einen Bestandteil des Produktes Matrixyl 3000 von Sederma darstellt. Das Tripeptid Gly-His-Lys kann auch als Kupfersalz (Cu2+) eingesetzt werden und ist als solches über ProCyte Corporation zu beziehen. Weiterhin können Analoga von Gly-His-Lys eingesetzt werden, wobei maximal zwei Aminosäuren durch geeignete andere Aminosäuren substituiert sind. Zur Substitution von Gly sind erfindungsgemäß Ala, Leu und Ile geeignet. Die erfindungsgemäß bevorzugten Aminosäuren, die His oder Lys ersetzen können, beinhalten eine Seitenkette mit einem Stickstoffatom, das bei pH 6 überwiegend geladen vorliegt, z. B. Pro, Lys, Arg, His, Desmosin und Isodesmosin. Besonders bevorzugt wird Lys durch Arg, Orn, oder Citrullin ersetzt. Ein weiteres erfindungsgemäß bevorzugtes Tripeptid ist Gly-His-Arg (INCI-Bezeichnung: Tripeptide-3) sowie dessen Derivat N-Myristoyl-Gly-His-Arg, das z. B. unter der Bezeichnung Collasyn 314-GR von Therapeutic Peptide Inc. erhältlich ist; weitere erfindungsgemäß bevorzugte Tripeptide sind ausgewählt aus Lys-Val-Lys, Lys-Val-Dab (Dab = Diaminobuttersäure), Lys-Phe-Lys, Lys-Ile-Lys, Dab-Val-Lys, Lys-Val-Orn, Lys-Val-Dap (Dap = Diaminopropionsäure), Dap-Val-Lys, Palmitoyl-Lys-Val-Lys, z. B. erhältlich von der Firma Pentapharm unter der Bezeichnung SYN®-COLL, Lys-Pro-Val, Tyr-Tyr-Val, Tyr-Val-Tyr, Val-Tyr-Val (Tripeptide-2), Tripeptide-4 (z. B. ATPeptide, zu beziehen über IMPAG), His-Ala-Orn N-Elaidoyl-Lys-Phe-Lys und N-Acetyl-Arg-Lys-Arg-NH2. Erfindungsgemäß bevorzugte, gegebenenfalls N-acylierte und/oder veresterte Tetrapeptide sind ausgewählt aus Rigin und Rigin-basierten Tetrapeptiden sowie ALAMCAT-Tetrapeptiden. Rigin weist die Sequenz Gly-Gln-Pro-Arg auf. Rigin-basierte Tetrapeptide umfassen die Rigin-Analoga und Rigin-Derivate, insbesondere das erfindungsgemäß besonders bevorzugte N-Palmitoyl-Gly-Gln-Pro-Arg, das z. B. unter der Bezeichnung Eyeliss von Sederma erhältlich ist, aber auch einen Bestandteil des Produktes Matrixyl 3000 von Sederma darstellt. Zu den Rigin-Analoga zählen solche, bei denen die vier Aminosäuren umarrangiert sind und/oder bei denen gegenüber Rigin maximal zwei Aminosäuren substituiert sind, z. B. die Sequenz Ala-Gln-Thr-Arg. Bevorzugt hat mindestens eine der Aminosäuren der Sequenz ein Pro oder Arg und besonders bevorzugt beinhaltet das Tetrapeptid sowohl Pro als auch Arg, wobei ihre Reihenfolge und Position variieren können. Die substituierenden Aminosäuren können aus jeder Aminosäure, die im folgenden definiert ist, ausgewählt werden. Besonders bevorzugte Rigin-basierte Tetrapetide umfassen: Xaa-Xbb-Arg-Xcc, Xaa-Xbb-Xcc-Pro, Xaa-Xbb-Pro-Arg, Xaa-Xbb-Pro-Xcc, Xaa-Xbb-Xcc-Arg, wobei Xaa, Xbb und Xcc gleiche oder voneinander verschiedene Aminosäuren sein können und wobei Xaa ausgewählt ist aus Gly und den Aminosäuren, die Gly substituieren können, Xbb ausgewählt ist aus Gln und den Aminosäuren, die Gln substituieren können, Xcc ausgewählt ist aus Pro oder Arg und den Aminosäuren, die Pro und Arg substituieren können.

Die bevorzugten Aminosäuren, die Gly ersetzen können, beinhalten eine aliphatische Seitenkette, z. B. β-Ala, Ala, Val, Leu, Pro, Sarcosin (Sar) und Isoleucin (Ile).

Die bevorzugten Aminosäuren, die Gln ersetzen können, beinhalten eine Seitenkette mit einer Aminogruppe, die bei neutralem pH (pH 6–7) überwiegend ungeladen vorliegt, z. B. Asn, Lys, Orn, 5-Hydroxyprolin, Citrullin und Canavanin.

Die bevorzugten Aminosäuren, die Arg ersetzen können, beinhalten eine Seitenkette mit einem Stickstoffatom, das bei pH 6 überwiegend geladen vorliegt, z. B. Pro, Lys, His, Desmosin und Isodesmosin.

Als Rigin-Analoga sind erfindungsgemäß Gly-Gln-Arg-Pro und Val-Val-Arg-Pro bevorzugt.

ALAMCAT-Tetrapeptide sind Tetrapeptide, die mindestens eine Aminosäure mit einer aliphatischen Seitenkette enthalten, z. B. β-Ala, Ala, Val, Leu, Pro, Sarcosin (Sar) und Isoleucin (Ile). Weiterhin beinhalten ALAMCAT-Tetrapeptide mindestens eine Aminosäure mit einer Seitenkette mit einer Aminogruppe, die bei neutralem pH (pH 6–7) überwiegend ungeladen vorliegt, z. B. Gln, Asn, Lys, Orn, 5-Hydroxyprolin, Citrullin und Canavanin. Weiterhin beinhalten ALAMCAT-Tetrapeptide mindestens eine Aminosäure mit einer Seitenkette mit einem Stickstoffatom, das bei pH 6 überwiegend geladen vorliegt, z. B. Arg, Pro, Lys, His, Desmosin und Isodesmosin. Als vierte Aminosäure können ALAMCAT-Tetrapeptide jede beliebige Aminosäure enthalten; bevorzugt ist jedoch auch die vierte Aminosäure aus den drei vorstehend genannten Gruppen ausgewählt.

Erfindungsgemäß bevorzugte, gegebenenfalls N-acylierte und/oder veresterte Pentapeptide sind ausgewählt aus Lys-Thr-Thr-Lys-Ser und seinen N-acylierten Derivaten, besonders bevorzugt N-Palmitoyl-Lys-Thr-Thr-Lys-Ser, das unter der Bezeichnung Matrixyl von der Firma Sederma erhältlich ist, weiterhin N-Palmitoyl-Tyr-Gly-Gly-Phe-Met, Val-Val-Arg-Pro-Pro, N-Palmitoyl-Tyr-Gly-Gly-Phe-Leu, Gly-Pro-Phe-Pro-Leu und N-Benzyloxycarbonyl-Gly-Pro-Phe-Pro-Leu (die beiden letztgenannten stellen Serinproteinase-Inhibitoren zur Inhibition der Desquamation dar). Erfindungsgemäß bevorzugte, gegebenenfalls N-acylierte und/oder veresterte Hexapeptide sind Val-Gly-Val-Ala-Pro-Gly und seine N-acylierten Derivate, besonders bevorzugt N-Palmitoyl-Val-Gly-Val-Ala-Pro-Gly, das unter der Bezeichnung Biopeptide EL von der Firma Sederma erhältlich ist, weiterhin Ala-Asp-Leu-Lys-Pro-Thr (Hexapeptide-3, z. B. Peptide 02 von Vincience), Acetyl-Hexapeptide-3 (Argireline von Lipotec), Hexapeptide-4 (z. B. Collasyn 6KS von Therapeutic Peptide Inc. (TPI)), Hexapeptide-5 (z. B. Collasyn 6VY von TPI), Myristoyl Hexapeptide-5 (z. B. Collasyn 614VY von TPI), Myristoyl Hexapeptide-6 (z. B. Collasyn 614VG von TPI), Ala-Arg-His-Methylnorleucin-Homophenylalanin-Trp (Hexapeptide-7), Hexapeptide-8 (z. B. Collasyn 6KS von TPI), Myristoyl Hexapeptide-8 (z. B. Collasyn Lipo-6KS von TPI), Hexapeptide-9 (z. B. Collaxyl von Vincience) und Hexapeptide-10 (z. B. Collaxyl von Vincience oder Seriseline von Lipotec), Hexapeptide-11 (z. B. Peptamide-6 von Arch Personal Care), Ala-Arg-His-Leu-Phe-Trp (Hexapeptide-1), Acetyl Hexapeptide-1 (z. B. Modulene von Vincience), Acetyl Glutamyl Hexapeptide-1 (z. B. SNAP-7 von Centerchem), Hexapeptide-2 (z. B. Melanostatine-DM von Vincience), und Val-Val-Arg-Pro-Pro-Pro. Ein erfindungsgemäß bevorzugtes Pentadecapeptid ist z. B. der Rohstoff Vinci 01 von Vincience (Pentadecapeptide-1). Ein weiteres bevorzugtes Aminosäureoligomer ist das Peptidderivat L-Glutamylaminoethyl-indol (Glistin von Exsymol).

Es kann erfindungsgemäß besonders bevorzugt sein, Kombinationen aus mindestens zwei Oligopeptiden einzusetzen. Erfindungsgemäß besonders bevorzugt sind Kombinationen aus N-Palmitoyl-Gly-His-Lys und N-Palmitoyl-Gly-Gln-Pro-Arg, wie sie beispielsweise in dem Rohstoff Matrixyl 3000 von der Firma Sederma erhältlich sind.

Erfindungsgemäß bevorzugte Zusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens ein Oligopeptid enthalten, das mindestens einen N-C2-C24-Acylrest aufweisen und/oder verestert sein kann und das ausgewählt ist aus Tyr-Arg und seinen N-acylierten Derivaten, insbesondere N-Acetyl-Tyr-Arg-hexyldecylester, Gly-His-Lys und seinen N-acylierten Derivaten, insbesondere N-Palmitoyl-Gly-His-Lys, Gly-His-Arg, und seinen N-acylierten Derivaten, insbesondere N-Myristoyl-Gly-His-Arg, Lys-Val-Lys und seinen N-acylierten Derivaten, insbesondere Palmitoyl-Lys-Val-Lys, Val-Tyr-Val, Gly-Gln-Pro-Arg (Rigin), Rigin-Analoga und Rigin-Derivaten, insbesondere N-Palmitoyl-Gly-Gln-Pro-Arg, Lys-Thr-Thr-Lys-Ser und seinen N-acylierten Derivaten, insbesondere N-Palmitoyl-Lys-Thr-Thr-Lys-Ser, Val-Gly-Val-Ala-Pro-Gly und seinen N-acylierten Derivaten, insbesondere N-Palmitoyl-Val-Gly-Val-Ala-Pro-Gly, Acetyl-Hexapeptide-3, Hexapeptide-4, Hexapeptide-5, Myristoyl Hexapeptide-5, Myristoyl Hexapeptide-6, Hexapeptide-8, Hexapeptide-9, Hexapeptide-10, L-Glutamylaminoethyl-indol, sowie Kombinationen dieser Substanzen, insbesondere Kombinationen aus N-Palmitoyl-Gly-His-Lys und N-Palmitoyl-Gly-Gln-Pro-Arg.

Besonders bevorzugte erfindungsgemäße Zusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Oligopeptid in Gesamtmengen von 0,000001–1 Gew.-%, bevorzugt 0,00001–0,1 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,0001–0,001–0,01–0,05 Gew.-% und außerordentlich bevorzugt 0,002–0,005 Gew.-%, enthalten ist.

Ganz besonders bevorzugte erfindungsgemäße Zusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, daß sie – bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung – 0,00001–1 Gew.-%, bevorzugt 0,0001–0,1 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,001–0,05 Gew.-% und außerordentlich bevorzugt 0,002–0,005 Gew.-% mindestens eines Oligopeptids aus der Gruppe Tyr-Arg und seinen N-acylierten Derivaten, insbesondere N-Acetyl-Tyr-Arg-hexyldecylester, Gly-His-Lys und seinen N-acylierten Derivaten, insbesondere N-Palmitoyl-Gly-His-Lys, Gly-His-Arg, und seinen N-acylierten Derivaten, insbesondere N-Myristoyl-Gly-His-Arg, Lys-Val-Lys und seinen N-acylierten Derivaten, insbesondere Palmitoyl-Lys-Val-Lys, Val-Tyr-Val, Gly-Gln-Pro-Arg (Rigin), Rigin-Analoga und Rigin-Derivaten, insbesondere N-Palmitoyl-Gly-Gln-Pro-Arg, Lys-Thr-Thr-Lys-Ser und seinen N-acylierten Derivaten, insbesondere N-Palmitoyl-Lys-Thr-Thr-Lys-Ser, Val-Gly-Val-Ala-Pro-Gly und seinen N-acylierten Derivaten, insbesondere N-Palmitoyl-Val-Gly-Val-Ala-Pro-Gly, Acetyl-Hexapeptide-3, Hexapeptide-4, Hexapeptide-5, Myristoyl Hexapeptide-5, Myristoyl Hexapeptide-6, Hexapeptide-8, Hexapeptide-9, Hexapeptide-10, L-Glutamylaminoethylindol, sowie Kombinationen dieser Substanzen, insbesondere Kombinationen aus N-Palmitoyl-Gly-His-Lys und N-Palmitoyl-Gly-Gln-Pro-Arg, enthalten.

Die erfindungsgemäßen Mittel enthalten zusätzlich – bezogen auf ihr Gewicht – 0,001 bis 1 Gew.-% mindestens eines Hydroxystilben-Oligomeren, dessen bzw. deren Alkylethern und/oder dessen bzw. deren Estern.

Bei Hydroxystilbenen handelt es sich um eine umfangreiche Gruppe von Naturstoffen, meist Phytoalexine; viele davon werden aus Koniferen gewonnen und liegen häufig als Glycoside und/oder Methylether vor. Sie können aber auch synthetisch hergestellt werden. Auch mit Säuren, beispielsweise mit Phosphorsäure, veresterte Hydroxystilbene sind für die erfindungsgemäßen Verwendungen geeignet. Die meisten Hydroxystilbene liegen in der (E)-Form vor, einige kommen aber auch in der (Z)-Form vor. Zu den wichtigsten Vertretern zählt Pinosylvin (3,5-Stilbendiol). In der (E)-Form bildet Pinosylvin Nadeln, die in Wasser unlöslich, in Aceton löslich sind. (E)- u. (Z)-Isomere kommen neben den entsprechenden Mono- und Dimethylethern in Pinien, Kiefern und anderen Nadelhölzern vor. Pinosylvin besitzt fungizide und antibakterielle Eigenschaften. Pinosylvin-monomethylether wirkt als Fraßhemmstoff.

Resveratrol (3,4',5-Stilbentriol, 3,4',5-Trihydroxystilben, Struktur siehe allgemeine Formel RESV-I, mit R1 = OH und R2 = H) ist ein Phytoalexin aus den Wurzeln von Veratrum grandiflorum und der Rinde von Pinus sibirica und kommt unter anderem in Eucalyptus-, Polygonum- u. Nothofagus-Arten vor, insbesondere in dem Rhizom von Polygonum cuspidatum. Piceatannol (3,3',4,5'-Stilbentetrol, 3,3',4,5'-Tetrahydroxystilben, Astringenin) bildet in der (E)-Form Nadeln, wurde aus Fichten isoliert und ist ebenfalls fungitoxisch, hemmt das Pflanzenwachstum und wirkt ichthyotoxisch.

(RESV-I)

Über den Angriff einer Hydroxylgruppe an die ethylenische Doppelbindung eines weiteren Hydroxystilben-Moleküls unter Ausbildung eines Dihydrofuranrings können Hydroxystilbene oligomerisieren. Bekannte Beispiele für die Oligomere von Hydroxystilbenen sind die Dimere des Resveratrols, insbesondere des (E)-Resveratrols, sind die sogenannten Viniferine, insbesondere das trans-epsilon-Viniferin (siehe Formel RESV-II). trans-epsilon-Viniferin (RESV-II)

Bekannte Trimere und Tetramere des Resveratrols sind Vitisin E (siehe Formel RESV-III) und Vitisin D (siehe Formel RESV-IV). Vitisin E (RESV-III)Vitisin D (RESV-IV)

Die Summenformel von trans-epsilon-Viniferin lautet C28H22O6 (CAS: 62218-08-0). Man findet diese Substanz in freier Form oder als Glycosid in variablen Mengen in diversen Pflanzenarten, darunter Vitaceae, Umbelliferae, Myrtaceae, Dipterocarpaceae, Cyperaceae, Gnetaceae, Leguminosen, Gramineae, Sericeae, Haemodoraceae, Musaceae, Polygonaceae, Pinaceae, Cupressaceae, Cesalpiniaceae, Poaceae, et Solanaceae, insbesondere in Balanocarpus zeylanicus, Caragana chamlagu, Caragana sinica, Carex fedia, Carex humilis, Carex kobomugi, Carex pendula, Carex pumila Thunb, Cyphostemma crotalarioides, Gnetum hainanense, Gnetum ula, Gnetum venosum, Hopea parviflora, Iris clarkei, Neobalanocarpus heimii, Paeoni lactiflora, Parthenocissus tricuspidata, Polygonum cuspidatum, Polygonum multiflorum, Shorea disticha, Shorea hemsleyana, Sophora davidii, Sophora leachiana, Sophora nuttaliana, Vatica rassak, Vatica affinis, Vitis amurensis, Vitis betulifolia, Vitis flexuosa, Vitis heyneana, Vitis quinquangularis, Vitis coignetiae, Vitis vinifera. Im Stand der Technik bekannt ist die hormonähnliche Wirkung des trans-epsilon-Viniferins, die wiederum der Wirkung der Retinoide ähnelt.

Besonders bevorzugt werden die Hydroxystilben-Oligomere aus den Vitaceae extrahiert, insbesondere aus den Stielen von Weintrauben, da diese mengenmäßig gut verfügbar sind. Als Extraktionsmittel eignen sich sowohl Wasser als auch organische Lösemittel. Bevorzugte organische Lösemittel sind Ethylacetat und/oder Diethylether. Störende Lipide, die ebenfalls mit extrahiert werden, können beispielsweise mittels Petrolether, Hexan oder Chloroform entfernt werden. Bevorzugte Extraktionsverfahren erfolgen mit Hilfe organischer Lösemittel und Mikrowellen- oder Ultraschall-Behandlung, oder mittels Maceration-Lixiviation oder mittels Extraktion durch superkritische Fluide. Die so angereicherten Extrakte werden vorteilhafterweise filtriert, gewaschen und besonders bevorzugt gefriergetrocknet.

Unter den Oligomeren von Hydroxystilbenen werden erfindungsgemäß Dimere, Trimere, Tetramere, Pentamere und Hexamere von Hydroxystilbenen verstanden. Besonders bevorzugt sind die Dimere, Trimere und Tetramere, außerordentlich bevorzugt sind die Dimere von Hydroxystilbenen.

Die Oligomerisierung erfolgt erfindungsgemäß besonders bevorzugt durch den Angriff einer Hydroxylgruppe an die ethylenische Doppelbindung eines weiteren Hydroxystilben-Moleküls unter Ausbildung eines Dihydrofuranrings, wie es oben exemplarisch am Beispiel von (E)-Resveratrol und den daraus gebildeten Oligomeren trans-epsilon-Viniferin, Vitisin E und Vitisin D beschrieben ist.

Prinzipiell sind aber auch andere Oligomerisierungsreaktionen möglich und können bevorzugt sein, beispielsweise die Kondensation von zwei und mehr Hydroxystilben-Molekülen über die Hydroxylgruppen unter Bildung von Etherbindungen. Da die durch Kondensation gebildeten Oligomere sterisch weniger stark gehindert sind als die Oligomere, die an der ethylenischen Stilben-Doppelbindung entstehen, sind hierbei neben den Dimeren, Trimeren, Tetrameren, Pentameren und Hexameren auch höhere Oligomere, beispielsweise Heptamere und Octamere, möglich.

Die Hydroxystilben-Oligomere können aus gleichen Monomeren (= Homooligomerisierung) oder aus verschiedenen Monomeren (= Heterooligomerisierung) gebildet sein. Erfindungsgemäß bevorzugt sind die Homooligomere, bezogen auf die nicht-derivatisierten, das heißt beispielsweise, nicht veretherten oder nicht-veresterten, Hydroxystilben-Monomere.

Die Derivatisierung der Hydroxystilbene, beispielsweise die Veretherung oder Veresterung der OH-Gruppen, kann vor oder nach der Oligomerisierung erfolgen. Die Derivatisierung nach der Oligomerisierung kann zu einem unsymmetrischen Substitutionsmuster führen.

Erfindungsgemäß besonders bevorzugte Zusammensetzungen enthalten – bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung – 0,002 bis 0,75 Gew.-%, vorzugsweise 0,003 bis 0,5 Gew.-%, weiter bevorzugt 0,004 bis 0,25 Gew.-% und insbesondere 0,005 bis 0,1 Gew.-% mindestens eines Hydroxystilben-Oligomers aus der Gruppe der Hydroxystilben-Monomeren der allgemeinen Formel (RESV-Ia) oder (RESV-Ib): (E)-Hydroxystilbene (RESV-Ia)(Z)-Hydroxystilbene (RESV-Ib),wobei die Reste R1 bis R10 unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine OH-Gruppe, eine Alkylgruppe, die bevorzugt eine C1-C4-Alkylgruppe darstellt, eine Alkoxygruppe, die bevorzugt einen C1-C4-Alkylrest trägt, ein Glycosid-Rest, eine ganz oder teilweise neutralisierte Phosphatgruppe -OPO3, eine ganz oder teilweise neutralisierte Sulfatgruppe -OSO3 oder eine Estergruppe -OCOR' mit R'COOH = organische Säure sein können, wobei mindestens einer der Reste R1 bis R10 ausgewählt ist aus einer OH-Gruppe, einer Alkoxygruppe, die bevorzugt einen C1-C4-Alkylrest trägt, einem Glycosid-Rest, einer ganz oder teilweise neutralisierten Phosphatgruppe -OPO3, einer ganz oder teilweise neutralisierten Sulfatgruppe -OSO3 und einer Estergruppe -OCOR' mit R'COOH = organische Säure.

Die Alkylgruppe in den Formeln RESV-Ia und RESV-Ib ist erfindungsgemäß bevorzugt ausgewählt aus einer Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, i-Propyl-, n-Butyl-, sec-Butyl-, tert.-Butyl-Gruppe und 2-Ethylhexyl-Gruppe, besonders bevorzugt ausgewählt aus einer Methyl-Gruppe.

Die Alkoxygruppe in den Formeln RESV-Ia und RESV-Ib ist erfindungsgemäß bevorzugt ausgewählt aus einer Methoxy-, Ethoxy-, n-Propoxy-, i-Propoxy-, n-Butoxy-, sec-Butoxy-, tert.-Butoxy-Gruppe und 2-Ethylhexoxy-Gruppe, besonders bevorzugt ausgewählt aus einer Methoxy-Gruppe. Der Glycosid-Rest in den Formeln RESV-Ia und RESV-Ib ist erfindungsgemäß bevorzugt ausgewählt aus einem Rest, abstammend von D-Glucose, Fructose, D-Galactose, L-Arabinose, Ribose, D-Xylose, Lyxose, Allose, Altrose, Mannose, Gulose, Idose, Talose, Fucose, und Sucrose, wobei D-Glucose, D-Apiose, L-Rhamnose, L-Rhamnoglycosiden, Rutinose (6-O-alpha-L-Rhamnopyranosyl-D-glucose), D-Glucuronsäure, D-Galacturonsäure und Neohesperidose besonders bevorzugt sind.

Die organische Säure R'COOH, die zur Veresterung der in den Formeln RESV-Ia und RESV-Ib dargestellten Verbindungen verwendet wird, ist erfindungsgemäß bevorzugt ausgewählt aus den linearen und verzweigten, gesättigten, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten, ggf. aromatischen C1-C30-Monocarbonsäuren, insbesondere Ameisensäure, Essigsäure, Propansäure, Butansäure, Pentansäure, Valeriansäure, Isovaleriansäure, Hexansäure, Sorbinsäure ((E,E)-2,4-Hexadiensäure), 2-Ethylhexansäure, Heptansäure, Benzoesäure, Octansäure, Nonansäure, Decansäure, Undecansäure, Laurinsäure, Tridecansäure, Tetradecansäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Palmitoleinsäure, Stearinsäure, Ölsäure, Elaidinsäure, Petroselinsäure ((Z)-6-Octadecensäure), Linolsäure, Linolensäure, Arachinsäure, Arachidonsäure, (all-Z)-5,8,11,14,17-Eicosapentaensäure, Behensäure, Erucasäure, (all-Z)-4,7,10,13,16,19-Docosahexaensäure, weiterhin bevorzugt ausgewählt aus den linearen und verzweigten, gesättigten, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten, ggf. aromatischen C2-C20-Hydroxymono-, -di- und tricarbonsäuren, insbesondere Glycolsäure, Milchsäure, Weinsäure, Citronensäure, 2-Hydroxybutansäure, 2,3-Dihydroxypropansäure, 2-Hydroxypentansäure, 2-Hydroxyhexansäure, 2-Hydroxyheptansäure, 2-Hydroxyoctansäure, 2-Hydroxydecansäure, 2-Hydroxydodecansäure, 2-Hydroxytetradecansäure, 2-Hydroxyhexadecansäure, 2-Hydroxyoctadecansäure, Ricinolsäure, Mandelsäure (Hydroxyphenylessigsäure), 4-Hydroxymandelsäure, Äpfelsäure (Hydroxybernsteinsäure), Erythrarsäure, Threarsäure, Glucarsäure, Galactarsäure, Mannarsäure, Gularsäure, 2-Hydroxy-2-methylbernsteinsäure, Gluconsäure, Glucuronsäure, Galacturonsäure und Salicylsäure, wobei Hexansäure, Sorbinsäure ((E,E)-2,4-Hexadiensäure), 2-Ethylhexansäure, Octansäure, Decansäure, Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Glycolsäure und Milchsäure besonders bevorzugt sind.

Erfindungsgemäß besonders bevorzugt sind die Oligomere der (E)-Hydroxystilbene, insbesondere die Dimere der (E)-Hydroxystilbene.

Erfindungsgemäß besonders bevorzugte Hydroxystilben-Oligomere sind aus folgenden Hydroxystilben-Monomeren gebildet:
4'-Hydroxystilben (R1 = OH),
2',4'-Dihydroxystilben (R1 = R5 = OH),
3',4'-Dihydroxystilben (R2 = R5 = OH),
4,4'-Dihydroxystilben (R1 = R9 = OH),
3,5-Dihydroxystilben (Pinosylvin) (R3 = R4 = OH),
3-Hydroxy-5-methoxystilben (Pinosylvinmonomethylether, (R3 = OH, R4 = -OCH3)
2',4',4-Trihydroxystilben (R1 = R5 = R9 = OH),
3',4',4-Trihydroxystilben (R2 = R5 = R9 = OH),
2,4,4'-Trihydroxystilben (R1 = R8 = R9 = OH),
3,4,4'-Trihydroxystilben (R1 = R3 = R9 = OH),
3,4',5-Trihydroxystilben (Resveratrol) (R1 = R3 = R4 = OH),
2',3,4-Trihydroxystilben (R1 = R5 = R6 = OH),
2,3',4-Trihydroxystilben (R5 = R6 = R8 = OH),
2',2,4'-Trihydroxystilben (R1 = R5 = R8 = OH),
2,4,4',5-Tetrahydroxystilben (R1 = R4 = R8 = R9 = OH),
2',3,4',5-Tetrahydroxystilben (R1 = R3 = R4 = R5 = OH),
2,2',4,4'-Tetrahydroxystilben (R1 = R5 = R8 = R9 = OH),
3,3',4',5-Tetrahydroxystilben (Piceatannol) (R1 = R3 = R4 = R6 = OH),
2,3',4,4'-Tetrahydroxystilben (R1 = R6 = R8 = R9 = OH),
3,3',4,4'-Tetrahydroxystilben (R1 = R3 = R6 = R9 = OH),
3,3',4',5,5'-Pentahydroxystilben (R1 = R2 = R3 = R4 = R6 = OH),
2,2',4,4',6-Pentahydroxystilben (R1 = R5 = R8 = R9 = R10 = OH),
2,3',4,4',6-Pentahydroxystilben (R1 = R6 = R8 = R9 = R10 = OH),
2,2',4,4',6,6'-Hexahydroxystilben (R1 = R5 = R7 = R8 = R9 = R10 = OH),
wobei für die nicht genannten Rx = H gilt, das heißt, alle übrigen Substituenten R stellen ein Wasserstoffatom dar, und wobei alle Verbindungen sowohl in der (E)-Form als auch in der (Z)-Form vorliegen, wobei die Verbindungen, die in der (E)-Form vorliegen, besonders bevorzugt sind.

Erfindungsgemäß besonders bevorzugt verwendete Hydroxystilben-Oligomere sind ausgewählt aus trans-epsilon-Viniferin, Vitisin E und Vitisin D sowie Mischungen hiervon, weiterhin ausgewählt aus Mono-, Di-, Tri-, Tetra- und Pentamethoxy-trans-epsilon-Viniferin, trans-epsilon-Viniferin-Mono-, Di-, Tri-, Tetra- und Pentaalkanoaten, insbesondere trans-epsilon-Viniferin-Mono-, Di-, Tri-, Tetra- und Pentapalmitat, Mono-, Di-, Tri-, Tetra-, Penta-, Hexa- und Heptamethoxy-Vitisin E, Vitisin E-Mono-, Di-, Tri-, Tetra-, Penta-, Hexa- und Heptaalkanoaten, insbesondere Vitisin E-Mono-, Di-, Tri-, Tetra-, Penta-, Hexa- und Heptapalmitat, Mono-, Di-, Tri-, Tetra-, Penta-, Hexa-, Hepta-, Octa-, Nona- und Decamethoxy-Vitisin D, Vitisin D-Mono-, Di-, Tri-, Tetra-, Penta-, Hexa-, Hepta-, Octa-, Nona- und Decaalkanoaten, insbesondere Vitisin D-Mono-, Di-, Tri-, Tetra-, Penta-, Hexa-, Hepta-, Octa-, Nona- und Decapalmitat, sowie Mischungen hiervon.

Erfindungsgemäß besonders bevorzugte Zusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, daß sie – bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung – 0,0015 bis 0,5 Gew.-%, vorzugsweise 0,002 bis 0,25 Gew.-%, weiter bevorzugt 0,003 bis 0,1 Gew.-% und insbesondere 0,004 bis 0,05 Gew.-% trans-epsilon-Viniferin, Vitisin E und Vitisin D sowie Mischungen hiervon enthalten.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthalten weiter 0,001 bis 2 Gew.-% mindestens eines Apfelkernextraktes.

Ein erfindungsgemäß besonders bevorzugter Apfelkernextrakt ist das Handelsprodukt Ederline des Herstellers Seporga. Ederline enthält Phytohormone, Isoflavonoide, Phytosterole, Triterpenoide, Tocopherole und natürliche Wachse. In vitro-Tests mit kultivierten Hautzellen zeigen laut Herstellerangaben Effekte auf die Synthese von Kollagen Typ I und Kollagen Typ III sowie auf Fibronectin. Desweiteren wurde in Probandenstudien eine positive Wirkung von Ederline auf das Hautrelief gemessen. Außerdem machen die Herstellerangaben antioxidative und antiinflammatorische Wirkungen geltend.

Die experimentellen Untersuchungen mit Ederline sind an isolierten Zellen der Haut durchgeführt worden. Beschriebene positive Effekte von Ederline auf Kollagen Typ I und III und Fibronectin konnten jedoch am Ganzhautmodell nicht bestätigt werden. Es wird daher vermutet, dass die an Einzelzellen gewonnenen Erkenntnisse hier nicht auf das Hautorgan in seiner dreidimensionalen Struktur zu übertragen sind.

Das Produkt Ederline ist einmal in wasserlöslicher Form als Ederline-H (INCI: PEG-40 Hydrogenated Castor Oil, PPG-2-Ceteareth-9, Pyrus Malus (Apple) Fruit Extract), zum anderen in fettlöslicher Form als Ederline-L (INCI: Hexyldecanol, Pyrus Malus (Apple) Fruit Extract) erhältlich. Erfindungsgemäß geeignete Mengen an Ederline sind 0,1–10 Gew.-%, bevorzugt 1–8 Gew.-% und besonders bevorzugt 3–5 Gew.-%, jeweils bezogen auf die gesamte Zusammensetzung. Bezogen auf den Gehalt an aktiven Wirkstoffen, werden Apfelkernextrakte erfindungsgemäß in Mengen von 0,001–2 Gew.-%, bevorzugt 0,01–1,6 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,03–1 Gew.-%, jeweils bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, eingesetzt.

Erfindungsgemäß besonders bevorzugte Zusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, daß sie – bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung – 0,001–2 Gew.-%, bevorzugt 0,01–1,6 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,03–1 Gew.-% Apfelkernextrakt(e) (Bezogen auf den Gehalt an aktiven Wirkstoffen), enthalten.

Als weiteren wesentlichen Inhaltsstoff enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen mindestens einen öllöslichen UV-Filter, umfassend mindestens ein Alkyl- und/oder Alkoxy-substituiertes Dibenzoylmethanderivat.

Erfindungsgemäß bevorzugte Alkyl- und/oder Alkoxy-substituierte Dibenzoylmethanderivate sind dadurch gekennzeichnet, dass einer der Phenylreste mit mindestens einer Alkylgruppe, ausgewählt aus Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, sec-Butyl, tert.-Butyl, n-Pentyl, Isopentyl, Neopentyl, 2-Ethylhexyl, und der andere Phenylrest mit mindestens einer Alkoxy-Gruppe, ausgewählt aus Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy, Isopropoxy, n-Butoxy, sec-Butoxy, tert.Butoxy, n-Pentoxy, Isopentoxy, Neopentoxyl, 2-Ethylhexoxy, substituiert ist. Besonders bevorzugte Substituenten sind Isopropyl, tert.-Butyl und Methoxy. Erfindungsgemäß bevorzugte Alkyl- und/oder Alkoxy-substituierte Dibenzoylmethanderivate sind ausgewählt aus 2-Methyldibenzoylmethan, 4-Methyldibenzoylmethan, 4-Isopropyldibenzoylmethan, 4-tert-Butyldibenzoylmethan, 2,4-Dimethyldibenzoylmethan, 2,5-Dimethyldibenzoylmethan, 4,4'-Diisopropyldibenzoylmethan, 4,4'-Dimethoxydibenzoylmethan, 4-tert-Butyl-4'-Methoxydibenzoylmethan, 2-Methyl-5-isopropyl-4'-methoxydibenzoylmethan, 2-Methyl-5-tert-butyl-4'-methoxydibenzoylmethan, 2,4-Dimethyl-4'-methoxydibenzoylmethan, 2,6-Dimethyl-4-tert-butyl-4'-methoxydibenzoylmethan. Besonders bevorzugt ist 4-tert-Butyl-4'-Methoxydibenzoylmethan mit der INCI-Bezeichnung Butyl Methoxydibenzoylmethane (auch als 1-(4'-tert-Butylphenyl)-3-(4'-methoxyphenyl)propan-1,3-dion bezeichnet), ein öllöslicher organischer Lichtschutzfilter, der z. B. als PARSOL® 1789 von DSM oder als Eusolex® 9020 von Merck KGaA erhältlich ist.

Besonders bevorzugte erfindungsgemäße Zusammensetzungen enthalten – bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung – 0,01 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,05 bis 4 Gew.-%, weiter bevorzugt 0,1 bis 3 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,25 bis 2 Gew.-% und insbesondere 0,5 bis 1,5 Gew.-% 4-(tert.-Butyl)-4'-methoxydibenzoylmethan.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können ferner kosmetische Hilfsstoffe und weitere Wirkstoffe enthalten, wie sie üblicherweise in solchen Zusammensetzungen verwendet werden, z. B. Konservierungsmittel, Konservierungshelfer, Bakterizide, Parfüms, Farbstoffe, Verdickungsmittel, anfeuchtende und/oder feuchthaltende Substanzen, Fette, Öle, Wachse, Alkohole, Polyole, Polymere, Elektrolyte, organische Lösemittel oder Siliconderivate.

Vorteilhafte Konservierungsmittel sind beispielsweise Formaldehydabspalter (wie z. B. DMDM Hydantoin), Iodopropylbutylcarbamate, Parabene, Phenoxyethanol, Ethanol, Benzoesäure und dergleichen mehr.

Bevorzugt umfasst das Konservierungssystem ferner auch Konservierungshelfer, wie beispielsweise Octoxyglycerin, 1,2-Pentandiol, 1,5-Pentandiol, 1,2-Hexandiol, 1,6-Hexandiol, 1,2-Heptandiol, 1,2-Octandiol, 1,8-Octandiol, 1,2-Nonandiol, 1,2-Decandiol, 1,10-Decandiol, 1,2-Undecandiol, 1,2-Dodecandiol, 1,2-Tridecandiol oder 1,2-Tetradecandiol.

Besonders bevorzugte Zusammensetzungen werden ferner erhalten, wenn als Zusatz- oder Wirkstoffe Antioxidantien eingesetzt werden. Erfindungsgemäß bevorzugt enthalten die Zusammensetzungen mindestens ein Antioxidans. Als günstige, aber dennoch fakultativ zu verwendende Antioxidantien können alle für kosmetische und/oder dermatologische Anwendungen geeigneten oder gebräuchlichen Antioxidantien verwendet werden, insbesondere Tocopherol, Tocopherylacetat oder Dimethylmethoxy Chromanol, erhältlich unter dem Handelsnamen Lipochroman-6 von Lipotec.

Weiter vorteilhaft werden der oder die Wirkstoffe gewählt aus der Gruppe, die Catechine und Gallensäureester von Catechinen und wässrige bzw. organische Extrakte aus Pflanzen oder Pflanzenteilen umfasst, die einen Gehalt an Catechinen oder Gallensäureestern von Catechinen aufweisen, wie beispielsweise den Blättern der Pflanzenfamilie Theaceae, insbesondere der Spezies Camellia sinensis (grüner Tee). Insbesondere vorteilhaft sind deren typische Inhaltsstoffe (wie z. B. Polyphenole bzw. Catechine, Coffein, Vitamine, Zucker, Mineralien, Aminosäuren, Lipide).

Catechine stellen eine Gruppe von Verbindungen dar, die als hydrierte Flavone oder Anthocyanidine aufzufassen sind und Derivate des ”Catechins” (Catechol, 3,3',4',5,7-Flavanpentaol, 2-(3,4-Dihydroxyphenyl)-chroman-3,5,7-triol) darstellen. Auch Epicatechin ((2R, 3R)-3,3',4',5,7-Flavanpentaol) ist ein vorteilhafter Wirkstoff im Sinne der vorliegenden Erfindung.

Vorteilhaft sind ferner pflanzliche Auszüge mit einem Gehalt an Catechinen, insbesondere Extrakte des grünen Tees, wie z. B. Extrakte aus Blättern der Pflanzen der Spezies Camellia spec., ganz besonders der Teesorten Camellia sinenis, C. assamica, C. taliensis bzw. C. irrawadiensis und Kreuzungen aus diesen mit beispielsweise Camellia japonica. Bevorzugte Wirkstoffe sind ferner Polyphenole bzw. Catechine aus der Gruppe (–)-Catechin, (+)-Catechin, (–)-Catechingallat, (–)-Gallocatechingallat, (+)-Epicatechin, (–)-Epicatechin, (–)-Epicatechingallat, (–)-Epigallocatechin, (–)-Epigallocatechingallat.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen mindestens ein Flavonoid oder mindestens einen Flavonoid-reichen Pflanzenextrakt. Die erfindungsgemäß bevorzugten Flavonoide umfassen die Glycoside der Flavone, der Flavanone, der 3-Hydroxyflavone (Flavonole), der Aurone und der Isoflavone. Besonders bevorzugte Flavonoide sind ausgewählt aus Naringin (Aurantiin, Naringenin-7-rhamnoglucosid), α-Glucosylrutin, α-Glucosylmyricetin, α-Glucosylisoquercetin, α-Glucosylquercetin, Dihydroquercetin (Taxifolin), Hesperidin (3',5,7-Trihydroxy-4'-methoxyflavanon-7-rhamnoglucosid, Hesperitin-7-O-rhamnoglucosid), Neohesperidin, Rutin (3,3',4',5,7-Pentahydroxyflavon-3-rhamnoglucosid, Quercetin-3-rhamnoglucosid), Troxerutin (3,5-Dihydroxy-3',4',7-tris(2-hydroxyethoxy)-flavon-3-(6-O-(6-deoxyα-L-mannopyranosyl)-β-D-glucopyranosid)), Monoxerutin (3,3,4',5-Tetrahydroxy-7-(2-hydroxyethoxy)-flavon-3-(6-O-(6-deoxy-α-L-mannopyranosyl)-β-D-glucopyranosid)), Diosmin (3',4',7-Trihydroxy-5-methoxyflavanon-7-rhamnoglucosid), Eriodictin und Apigenin-7-glucosid (4',5,7-Trihydroxyflavon-7-glucosid).

Erfindungsgemäß außerordentlich bevorzugte Flavonoide sind α-Glucosylrutin, Naringin und Apigenin-7-glucosid.

Ebenfalls bevorzugt sind die aus zwei Flavonoideinheiten aufgebauten Biflavonoide, die z. B. in Gingko-Arten vorkommen. Weitere bevorzugte Flavonoide sind die Chalkone, vor allem Phloricin, Hesperidinmethylchalkon und Neohesperidindihydrochalkon.

Erfindungsgemäß besonders bevorzugte Zusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens ein Flavonoid in einer Gesamtmenge von 0,0001 bis 1 Gew.-%, bevorzugt 0,0005 bis 0,5 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,001 bis 0,1 Gew.-%, jeweils bezogen auf die Flavonoidaktivsubstanz in der gesamten kosmetischen Zusammensetzung, enthalten.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen mindestens ein Ubichinon oder ein Ubichinol oder deren Derivate. Ubichinole sind die reduzierte Form der Ubichinone. Die erfindungsgemäß bevorzugten Ubichinone weisen die Formel (UBI-I) auf: mit n = 6, 7, 8, 9 oder 10.

Besonders bevorzugt ist das Ubichinon der Formel (UBI-I) mit n = 10, auch bekannt als Coenzym Q10.

Erfindungsgemäß besonders bevorzugte Zusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens ein Ubichinon, Ubichinol oder ein Derivat hiervon in einer Gesamtmenge von 0,0001–1 Gew.-%, bevorzugt 0,001–0,5 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,005–0,1 Gew.-%, jeweils bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, enthalten.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen Silymarin. Silymarin stellt erfindungsgemäß ein früher als einheitliche Substanz angesehenes Wirkstoff-Konzentrat aus den Früchten der Mariendistel (Silybum marianum) dar. Die Hauptbestandteile des Silymarins sind Silybin (Silymarin I), Silychristin (Silymarin II) und Silydianin, die zur Gruppe der Flavanolignane gehören.

Erfindungsgemäß besonders bevorzugte Zusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie Silymarin in Mengen von 0,00001 bis 1 Gew.-%, bevorzugt 0,0001 bis 0,01 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,005 bis 0,1 Gew.-%, jeweils bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, enthalten.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen mindestens ein natürlich vorkommendes Xanthin-Derivat, ausgewählt aus Coffein, Theophyllin, Theobromin und Aminophyllin. Erfindungsgemäß bevorzugt sind die natürlich vorkommenden Xanthin-Derivate in Mengen von 0,0001 bis 1 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,001 bis 0,5 Gew.-% und außerordentlich bevorzugt 0,005 bis 0,1 Gew.-%, jeweils bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, enthalten.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen Ectoin. Ectoin ist der Trivialname für 2-Methyl-1,4,5,6-tetrahydropyrimidin-4-carboxylat. Erfindungsgemäß bevorzugt ist Ectoin in Mengen von 0,0001 bis 1 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,001 bis 0,5 Gew.-% und außerordentlich bevorzugt 0,005 bis 0,01 Gew.-%, jeweils bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, enthalten.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen mindestens eine natürliche Betainverbindung. Erfindungsgemäß bevorzugte natürliche Betainverbindungen sind natürlich vorkommende Verbindungen mit der Atomgruppierung R3N+-CH2-X-COO gemäß IUPAC-Regel C-816.1. Sogenannte Betaintenside (synthetisch) fallen nicht unter die erfindungsgemäß verwendeten Betainverbindungen, ebenso wenig andere zwitterionische Verbindungen, in denen sich die positive Ladung an N oder P und die negative Ladung formal an O, S, B oder C befindet, die aber nicht der IUPAC-Regel C-816.1 entsprechen. Erfindungsgemäß bevorzugte Betainverbindungen sind Betain (Me3N+-CH2-COO), Carnitin (Me3N+-CH2-CHOH-CH2-COO), jeweils mit Me = Methyl, und Ergothionein = 2-Mercapto-NαNαNα-trimethyl-L-histidinium-Betain der Formel (BETA-II)

Die Herkunft der eingesetzten natürlichen Betainverbindung kann erfindungsgemäß durchaus synthetisch sein.

Weiterhin können auch Salze und/oder Ester der natürlichen Betainverbindungen erfindungsgemäß bevorzugt eingesetzt werden. Besonders bevorzugte derartige Derivate sind Carnitintartrat, Propionylcarnitin und insbesondere Acetylcarnitin. Beide Enantiomere (D- und L-Form) sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden. Es kann auch von Vorteil sein, beliebige Enantiomerengemische, beispielsweise ein Racemat aus D- und L-Form, zu verwenden.

Bevorzugte erfindungsgemäße Zusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens eine natürliche Betainverbindung in einer Gesamtmenge von 0,01 bis 5 Gew.-%, bevorzugt 0,1 bis 3 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,2 bis 1 Gew.-% und außerordentlich bevorzugt 0,3–0,5 Gew.-%, jeweils bezogen auf die gesamte erfindungsgemäße Zusammensetzung, enthalten.

Weitere erfindungsgemäß bevorzugte Zusammensetzungen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens einen konditionierenden Wirkstoff enthalten. Unter konditionierenden Wirkstoffen sind erfindungsgemäß solche Substanzen zu verstehen, die auf keratinische Materialien, insbesondere auf die Haut, aufziehen und die physikalischen und sensorischen Eigenschaften sowohl der Haut als auch des Produktes als solchem verbessern. Konditionierungsmittel glätten die oberste Schicht der Haut und machen sie weich und geschmeidig. Über die Auswahl der Konditionierungsmittel (fettig – weniger fettig, schnell oder langsam spreitend, schnell oder langsam in die Haut einziehend und so weiter) lässt sich das Hautgefühl des gesamten Produktes einstellen. Erfindungsgemäß bevorzugte konditionierende Wirkstoffe sind ausgewählt aus Fettstoffen, insbesondere pflanzlichen Ölen, wie Sonnenblumenöl, Olivenöl, Sojaöl, Rapsöl, Mandelöl, Jojobaöl, Orangenöl, Weizenkeimöl, Pfirsichkernöl und den flüssigen Anteilen des Kokosöls, Lanolin und seinen Derivaten, flüssigen Paraffinölen, Isoparaffinölen und synthetischen Kohlenwasserstoffen, Di-n-alkylethern mit insgesamt 12 bis 36 C-Atomen, z. B. Di-n-octylether und n-Hexyl-n-octylether, Fettsäuren, besonders linearen und/oder verzweigten, gesättigten und/oder ungesättigten C8-30-Fettsäuren, Fettalkoholen, besonders gesättigten, ein- oder mehrfach ungesättigten, verzweigten oder unverzweigten Fettalkoholen mit 4-30 Kohlenstoffatomen, die mit 1-75, bevorzugt 5-20 Ethylenoxid-Einheiten ethoxyliert und/oder mit 3-30, bevorzugt 9-14 Propylenoxid-Einheiten propoxyliert sein können, Esterölen, das heißt Estern von C6-30-Fettsäuren mit C2-30-Fettalkoholen, Hydroxycarbonsäurealkylestern, Dicarbonsäureestern wie Di-n-butyladipat sowie Diolestern wie Ethylenglykoldioleat oder Propylenglykoldi(2-ethylhexanoat), symmetrischen, unsymmetrischen oder cyclischen Estern der Kohlensäure mit Fettalkoholen, z. B. Glycerincarbonat oder Dicaprylylcarbonat (Cetiol® CC), Mono-, Di- und Trifettsäureestern von gesättigten und/oder ungesättigten linearen und/oder verzweigten Fettsäuren mit Glycerin, die mit 1-10, bevorzugt 7-9 Ethylenoxid-Einheiten ethoxyliert sein können, z. B. PEG-7 Glyceryl Cocoate, Wachsen, insbesondere Insektenwachsen, Pflanzenwachsen, Fruchtwachsen, Ozokerit, Mikrowachsen, Ceresin, Paraffinwachsen, Triglyceriden gesättigter und gegebenenfalls hydroxylierter C16-30-Fettsäuren, z. B. gehärteten Triglyceridfetten, Phospholipiden, beispielsweise Sojalecithin, Ei-Lecithin und Kephalinen, Siliconverbindungen, ausgewählt aus Decamethylcyclopentasiloxan, Dodecamethylcyclohexasiloxan und Siliconpolymeren, die gewünschtenfalls quervernetzt sein können, z. B. Polydialkylsiloxanen, Polyalkylarylsiloxanen, ethoxylierten und/oder propoxylierten Polydialkylsiloxanen mit der früheren INCI-Bezeichnung Dimethicone Copolyol, sowie Polydialkylsiloxanen, die Amin- und/oder Hydroxy-Gruppen enthalten, bevorzugt Substanzen mit den INCI-Bezeichnungen Dimethiconol, Amodimethicone oder Trimethylsilylamodimethicone. Die Einsatzmenge der Fettstoffe beträgt bevorzugt 0,1–99 Gew.-%, besonders bevorzugt 2–50 Gew.-% und außerordentlich bevorzugt 5–20 Gew.-%, jeweils bezogen auf die gesamte erfindungsgemäße Zusammensetzung.

Bevorzugt liegen die erfindungsgemäßen kosmetischen oder dermatologischen Zusammensetzungen in Form einer flüssigen, fließfähigen oder festen Öl-in-Wasser-Emulsion, Wasser-in-Öl-Emulsion, Mehrfach-Emulsion, insbesondere einer Öl-in-Wasser-in-Öl- oder Wasser-in-Öl-in-Wasser-Emulsion, Makroemulsion, Miniemulsion, Mikroemulsion, PIT-Emulsion, Nanoemulsion, Pickering-Emulsion, Hydrodispersion, eines Hydrogels, eines Lipogels, einer ein- oder mehrphasigen Lösung, eines Schaumes, eines Puders oder einer Mischung mit mindestens einem als medizinischen Klebstoff geeigneten Polymer vor. Die Mittel können auch in wasserfreier Form, wie beispielsweise einem Öl oder einem Balsam, dargereicht werden. Hierbei kann der Träger ein pflanzliches oder tierisches Öl, ein Mineralöl, ein synthetisches Öl oder eine Mischung solcher Öle sein.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Mittel liegen die Mittel als Mikroemulsion vor. Unter Mikroemulsionen werden im Rahmen der Erfindung neben den thermodynamisch stabilen Mikroemulsionen auch die so genannten ”PIT”-Emulsionen verstanden. Bei diesen Emulsionen handelt es sich um Systeme mit den 3 Komponenten Wasser, Öl und Emulgator, die bei Raumtemperatur als Öl-in-Wasser-Emulsion vorliegen. Beim Erwärmen dieser Systeme bilden sich in einem bestimmten Temperaturbereich (als Phaseninversiontemperatur oder ”PIT” bezeichnet) Mikroemulsionen aus, die sich bei weiterer Erwärmung in Wasser-in-Öl-Emulsionen umwandeln. Beim anschließenden Abkühlen werden wieder O/W-Emulsionen gebildet, die aber auch bei Raumtemperatur als Mikroemulsionen oder als sehr feinteilige Emulsionen mit einem mittleren Teilchendurchmesser unter 400 nm und insbesondere von etwa 100–300 nm, vorliegen. Erfindungsgemäß können solche Mikro- oder ”PIT”-Emulsionen bevorzugt sein, die einen mittleren Teilchendurchmesser von etwa 200 nm aufweisen.

In der bevorzugten Ausführungsform als Emulsion enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen mindestens eine oberflächenaktive Substanz als Emulgator oder Dispergiermittel. Geeignete Emulgatoren sind beispielsweise Anlagerungsprodukte von 4 bis 30 Mol Ethylenoxid und/oder 0 bis 5 Mol Propylenoxid an lineare C8-C22-Fettalkohole, an C12-C22-Fettsäuren und an C8-C15-Alkylphenole, C12-C22-Fettsäuremono- und -diester von Anlagerungsprodukten von 1 bis 30 Mol Ethylenoxid an C3-C6-Polyole, insbesondere an Glycerin, Ethylenoxid- und Polyglycerin-Anlagerungsprodukte an Methylglucosid-Fettsäureester, Fettsäurealkanolamide und Fettsäureglucamide, C8-C22-Alkylmono- und -oligoglycoside und deren ethoxylierte Analoga, wobei Oligomerisierungsgrade von 1,1 bis 5, insbesondere 1,2 bis 2,0, und Glucose als Zuckerkomponente bevorzugt sind, Gemische aus Alkyl-(oligo)-glucosiden und Fettalkoholen, z. B. das im Handel erhältliche Produkt Montanov®68, Anlagerungsprodukte von 5 bis 60 Mol Ethylenoxid an Rizinusöl und gehärtetes Rizinusöl, Partialester von Polyolen mit 3-6 Kohlenstoffatomen mit gesättigten C8-C22-Fettsäuren, Sterole (Sterine), insbesondere Cholesterol, Lanosterol, Beta-Sitosterol, Stigmasterol, Campesterol und Ergosterol sowie Mykosterole, Phospholipide, vor allem Glucose-Phospolipide, Fettsäureester von Zuckern und Zuckeralkoholen wie Sorbit, Polyglycerine und Polyglycerinderivate, bevorzugt Polyglyceryl-2-dipolyhydroxystearat (Handelsprodukt Dehymuls® PGPH) und Polyglyceryl-3-diisostearat (Handelsprodukt Lameform® TGI) sowie lineare und verzweigte C8-C30-Fettsäuren und deren Na-, K-, Ammonium-, Ca-, Mg- und Zn-Salze.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthalten die Emulgatoren bevorzugt in Mengen von 0,1 bis 25 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,5–15 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist mindestens ein nichtionischer Emulgator mit einem HLB-Wert von 8 und darunter enthalten. Derartige bevorzugte Emulgatoren sind insbesondere Verbindungen der allgemeinen Formel R1-O-R2, in der R1 eine primäre lineare Alkyl-, Alkenyl- oder Acylgruppe mit 20-30 C-Atomen, bevorzugt ein Behenyl-Rest, und R2 Wasserstoff, eine Gruppe mit der Formel -(CnH2nO)x-H mit x = 1 oder 2 und n = 2–4 oder eine Polyhydroxyalkylgruppe mit 4-6 C-Atomen und 2-5 Hydroxylgruppen, bevorzugt Wasserstoff, darstellt. Eine besonders bevorzugte Verbindung R1-O-R2 ist Behenylalkohol. Weitere bevorzugt geeignete Emulgatoren mit einem HLB-Wert von 8 und darunter sind die Anlagerungsprodukte von 1 oder 2 Mol Ethylenoxid oder Propylenoxid an Behenylalkohol, Erucylalkohol, Arachidylalkohol oder auch an Behensäure oder Erucasäure. Bevorzugt eignen sich auch die Monoester von C16-C30-Fettsäuren mit Polyolen wie z. B. Pentaerythrit, Trimethylolpropan, Diglycerin, Sorbit, Glucose oder Methylglucose. Beispiele für solche Produkte sind z. B. Sorbitanmonobehenat oder Pentaerythritmonoerucat. Die Anwesenheit von Emulgatoren der allgemeinen Formel R1-O-R2 kann zu lamellaren Strukturen in der Emulsion führen, die besonders günstige Effekte auf die Wiederherstellung der lamellaren Struktur der Haut haben können. Besonders bevorzugte erfindungsgemäße Zusammensetzungen sind daher dadurch gekennzeichnet, dass sie in Form einer lamellare Strukturen aufweisenden Öl-in-Wasser-Emulsion vorliegen.

In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform liegen die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen in Form einer Wasser-in-Öl-Emulsion vor. Derartige Wasser-in-Öl-Emulsionen können so formuliert werden, dass die eine höhere Viskosität aufweisen, so dass sie sorgfältig in die Haut einzumassieren sind. Dies unterstützt die Anticellulite-Wirkung der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen. Genau so gut lassen sich aber auch niedrig-viskose Wasser-in-Öl-Emulsionen formulieren, insbesondere auf Basis des polymeren Wasser-in-Öl-Emulgators PEG-30 Dipolyhydroxystearat, erhältlich z. B. unter dem Handelsnamen Arlacel P 135 von Uniqema. Insbesondere mit Hilfe dieses Emulgators lassen sich sprühbare Wasser-in-Öl-Emulsionen formulieren.

Weitere geeignete Zusatzstoffe sind Verdickungsmittel, z. B. anionische Polymere aus Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure, Maleinsäureanhydrid und 2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure, wobei die sauren Gruppen ganz oder teilweise als Natrium-, Kalium-, Ammonium-, Mono- oder Triethanolammonium-Salz vorliegen können und wobei mindestens ein nichtionisches Monomer enthalten sein kann. Bevorzugte nichtionogene Monomere sind Acrylamid, Methacrylamid, Acrylsäureester, Methacrylsäureester, Vinylpyrrolidon, Vinylether und Vinylester.

Bevorzugte anionische Copolymere sind Acrylsäure-Acrylamid-Copolymere sowie insbesondere Polyacrylamidcopolymere mit Sulfonsäuregruppen-haltigen Monomeren. Diese Copolymere können auch vernetzt vorliegen. Geeignete Handelsprodukte sind Sepigel®305, Simulgel® 600, Simulgel®NS und Simulgel®EG der Firma SEPPIC. Weitere besonders bevorzugte anionische Homo- und Copolymere sind unvernetzte und vernetzte Polyacrylsäuren. Solche Verbindungen sind zum Beispiel die Handelsprodukte Carbopol®. Ein besonders bevorzugtes anionisches Copolymer enthält als Monomer zu 80–98% eine ungesättigte, gewünschtenfalls substituierte C3-6-Carbonsäure oder ihr Anhydrid sowie zu 2–20% gewünschtenfalls substituierte Acrylsäureester von gesättigten C10-30-Carbonsäuren, wobei das Copolymer mit den vorgenannten Vernetzungsagentien vernetzt sein kann. Entsprechende Handelsprodukte sind Pemulen® und die Carbopol®-Typen 954, 980, 1342 und ETD 2020 (ex B.F. Goodrich).

Geeignete nichtionische Polymere sind beispielsweise Polyvinylalkohole, die teilverseift sein können, z. B. die Handelsprodukte Mowiol® sowie Vinylpyrrolidon/Vinylester-Copolymere und Polyvinylpyrrolidone, die z. B. unter dem Warenzeichen Luviskol® (BASF) vertrieben werden. Weitere bevorzugte Zusatzstoffe sind Lösungsmittel wie Ethanol, Isopropanol, Ethylenglykol, Propylenglykol, Propylenglykolmonoethylether, Glycerin und Diethylenglykol, Parfümöle, Substanzen zur Einstellung des pH-Wertes, Komplexbildner wie EDTA, NTA, β-Alanindiessigsäure und Phosphonsäuren, Treibmittel wie Propan-Butan-Gemische, Pentan, Isopentan, Isobutan, N2O, Dimethylether, CO2 und Luft.

Weitere Gegenstände der vorliegenden Erfindung sind die Verwendung einer erfindungsgemäßen kosmetischen oder dermatologischen topischen Zusammensetzung zur nicht-therapeutischen, kosmetischen Behandlung und/oder Minimierung von Hautfalten und -fältchen, den Anzeichen der intrinsischen und extrinsischen Hautalterung, müder und/oder schlaffer Haut, UV-geschädigter Haut und/oder gereizter Haut und die Verwendung einer erfindungsgemäßen kosmetischen oder dermatologischen topischen Zusammensetzung zur nicht-therapeutischen, kosmetischen Entspannung der Muskulatur, insbesondere der Gesichtsmuskulatur.

Für bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Verwendungen gilt mutatis mutandis das zu den erfindungsgemäßen Mitteln Gesagte.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein nicht-therapeutisches Verfahren zur nicht-therapeutischen, kosmetischen Behandlung und/oder Minimierung von Hautfalten und -fältchen, den Anzeichen der intrinsischen und extrinsischen Hautalterung, müder und/oder schlaffer Haut, UV-geschädigter Haut und/oder gereizter Haut, das dadurch gekennzeichnet ist, dass eine erfindungsgemäße kosmetische oder dermatologische topische Zusammensetzung auf die Haut aufgetragen wird.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein nicht-therapeutisches Verfahren zur nicht-therapeutischen, kosmetischen Entspannung der Muskulatur, insbesondere der Gesichtsmuskulatur, das dadurch gekennzeichnet ist, dass eine kosmetische oder dermatologische topische Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 auf die Haut aufgetragen wird.

Auch für bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Verfahren gilt mutatis mutandis das zu den erfindungsgemäßen Mitteln Gesagte.

Die nachfolgenden Beispiele sollen den Gegenstand der Erfindung erläutern, ohne ihn hierauf zu beschränken.

TagescremeNachtcremeStiftfüllungTagesfluidIsopropylstearat2,0000-2,00003,0000Capryl-/Caprinsäure-Triglycerid-5,0000-3,0000-Vitamin E Acetat1,0000-1,00000,5000Cutina MD2,00001,00000,50001,0000Butylmethoxydibenzoylmethan1,00001,00001,00001,0000Cetearyl Alcohol0,50001,50000,50000,5000Behenylalkohol1,50001,00000,50002,0000Dow Corning 90402,0000-2,00000,9000Glycerin 86%8,00005,00006,00004,5000Hexandiol-1,66,00004,000010,00006,0000Wässrige Lecithin-Liposomenzubereitung1,0000-1,00000,5000Tego Carbomer 1400,20000,50000,20000,4000Lipochroman-60,0100-0,01000,0100Propandiol-1,22,0000-5,00005,0000Weinrebenextrakt, wasserbasiert (1,09 Gew.-% trans-epsilon-Viniferin)0,30000,40000,50000,5000DSH-C N5,00002,00005,00002,0000Phenoip---1,0000Ederline L0,5000-4,00002,00002,0000Matrixyl 30005,00002,00005,00003,0000Ultrasomes0,30000,20000,10000,1000Simulgel NS2,00000,50002,00000,7000Natriumhydroxid0,02200,01000,02200,0360WASSER VOLLENTSALZTad 100ad 100ad 100ad 100
  • Zur Tabelle: Alle Mengenangaben sind in Gew.-%.
Liste der verwendeten RohstoffeCutina MD (Cognis)Glyceryl StearateDow Corning 9040Cyclomethicone and Dimethicone CrosspolymerDSH-C N (Exsymol)Water, Dimethylsilanol-HyaluronateEderline LHexyldecanol, Pyrus Malus (Apple) Fruit ExtractLipochroman-6Dimethylmethoxy ChromanolMatrixyl (Sederma)GLYCERIN, BUTYLENE GLYCOL, AQUA (WATER), CARBOMER, POLYSORBATE-20, PALMITOYL-PENTAPEPTIDE-3Matrixyl 3000 (Sederma)GLYCERIN, AQUA (WATER), BUTYLENE GLYCOL, CARBOMER, POLYSORBATE-20, PALMITOYL OLIGOPEPTIDE, PALMITOYL TETRAPEPTIDE-3 Phenonip®Phenoxyethanol, Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben, Butylparaben, ca. 28% AktivsubstanzSimulgel NS (Seppic)Hydroxyethyl Acrylate/Sodium Acryloyl Dimethyltaurate Copolymer, Squalane, Polysorbate 60Tego Carbomer 140CarbomerUltrasomes (AGI Dermatics)AQUA (WATER), LECITHIN, MICROCOCCUS LYSATE

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • - EP 1634576 A1 [0005]