Title:
Conveying device for round baler, has stripping device intended for area of rotor between side panel and one of attachments that comprises stripping edge, where edge is attached to outer circumference surface of rotor
Kind Code:
A1


Abstract:
The device has cutting blades (13) engaged in an intermediate area between two attachments (14). A stripping device (16) is formed by a stripping comb (20) whose stripping elements (21) lie in a cutting blade plane. Stripping elements (23) of another stripping comb (22) are provided in an area between the attachments. Another stripping device (17) is intended for an area of a rotor (9) between a side panel and one of the attachments that has a stripping edge in a goods flowing direction in front of a rotational axis. The edge is attached to an outer circumference surface (18) of the rotor.



Inventors:
Rodewald, Peter (Denkte, 38321, DE)
Application Number:
DE102008053267
Publication Date:
04/29/2010
Filing Date:
10/27/2008
Assignee:
Welger Maschinenfabrik GmbH (Wolfenbüttel, 38304, DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE10151572A1N/A2003-10-16
DE29809295U1N/A1999-06-24
DE2750501A1N/A1979-05-17
DE2439500A1N/A1976-02-26
DE2425087A1N/A1975-12-11



Claims:
1. Fördervorrichtung einer landwirtschaftlichen Erntebergungsmaschine, bestehend aus einem Förderkanal (7), einem Rotor (9) mit Mitnehmern (10, 14, 15) und von unten in den axialen Zwischenraum zwischen zwei Mitnehmern (14, 15) eingreifbaren Schneidmessern (13), wobei in Gutflussrichtung (8a) hinter der Drehachse (19) des Rotors (9) eine Abstreifvorrichtung (16) für die Mitnehmer (10, 14, 15) und die Außenumfangsfläche (18) des Rotors (9) vorgesehen ist, welche von einem ersten Abstreifkamm (20) gebildet wird, dessen Abstreifelemente (21) in einer Schneidmesserebene liegen und einem zweiten Abstreifkamm (22), dessen Abstreifelemente (23) im Bereich zwischen zwei benachbarten Mitnehmern (14, 15) vorgesehen sind, in dem keine Schneidmesser (13) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abstreifvorrichtung (17) vorgesehen ist für den Bereich des Rotors (9) zwischen Förderkanalseitenwand (12) und erstem Mitnehmer (14), welche wenigstens eine in Gutflussrichtung (8a) vor der Drehachse (19) des Rotors (9), an der Außenumfangsfläche (18) des Rotors angreifende Abstreifkante (37) aufweist.

2. Fördervorrichtung nach Anspruch 1 mit einer beidseitig des Förderkanals (7) angeordneten Querfördereinrichtung (46), welche einen Erntegutstrom von beiden Seiten zur Mitte hin auf die Breite des Förderkanals (7) zusammenführt, wobei der Erntegutstrom um eine Umlenkkante (48) in den Förderkanal (7) geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstreifkante (37) oberhalb der oberen Umlenkkante (48) angeordnet ist.

3. Fördervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abstreiffläche (38) der Abstreifvorrichtung (17), ausgehend von der Abstreifkante (37), etwa die untere Hälfte der Außenumfangsfläche (18) des Rotors (9) umgreift.

4. Fördervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstreifvorrichtung (17) in Seitenansicht gesehen eine spiralförmig verlaufende Abstreiffläche (38) aufweist, wobei sich der radiale Abstand zwischen Rotordrehachse (19) und Abstreiffläche (38) in Drehrichtung (8) des Rotors (9) vergrößert.

5. Fördervorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich an die spiralförmig verlaufende Abstreiffläche (38) eine gerade verlaufende Abstreiffläche (39) anschließt, die in Querrichtung des Förderkanals (7) gesehen etwa in einer Flucht mit den Abstreifflächen (33) des zweiten Abstreifkammes (22) liegt.

6. Fördervorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstreifvorrichtung (17) über Tragbleche (30, 40) an der Förderkanalseitenwand (12) und/oder am zweiten Abstreifkamm (22) lösbar befestigt ist.

7. Fördervorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstreifvorrichtung (17) eine Abstreifkante (44) für den zwischen Förderkanalseitenwand (12) und Rotorrohrende gebildeten Ringspalt (43) aufweist.

8. Fördervorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringspalt (43) zumindest entlang eines Teilumfanges mittels einer ortsfesten Abdeckung verschlossen ist, die den Rotorrohrquerschnitt im Ringspalt (43) zumindest teilweise überdeckt.

9. Fördervorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragblech (40) für die Abstreifvorrichtung (17) als Abdeckung für den Ringspalt (43) ausgestaltet ist und die Abstreifkante (44) für den Ringspalt (43) aufweist.

10. Fördervorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung von einem Teil-Kreisausschnitt (45) im Tragblech (40) gebildet wird.

11. Fördervorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstreifkante (44) gegenüber der Abstreifkante (37) nach oben umfangsversetzt ist.

12. Fördervorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens der erste Abstreifkamm (20) beidseitig an den Förderkanalseitenwänden (12) lösbar befestigt ist.

13. Fördervorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstreifkanten (24, 32) der beiden Abstreifkämme (20, 22) mit einem Abstand umfangsversetzt an der Außenumfangsfläche (18) des Rotors (9) angreifen.

14. Fördervorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstreifflächen (26, 33) der Abstreifkämme (20, 22) in unterschiedlichem Abstand zum Förderkanalboden (11) angeordnet sind.

15. Fördervorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstreifflächen (33) des zweiten Abstreifkammes (22 ) im Umlaufbereich der Mitnehmerspitzen enden.

16. Fördervorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Abstreifkante (24) des ersten Abstreifkammes (20) unmittelbar an die Schneidkante (25) des Schneidmessers (13) anschließt.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Fördervorrichtung einer landwirtschaftlichen Erntebergungsmaschine nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Die vorstehend beschriebene Fördervorrichtung lässt sich dem deutschen Gebrauchsmuster DE 298 09 295 U1 entnehmen. Hier ist den Mitnehmern eines mit Schneidmessern zusammenwirkenden Rotors sowohl ein Abstreifkamm in der Schneidmesserebene als auch ein Abstreifkamm für den keine Messer aufweisenden Rotorbereich zugeordnet. Die Abstreifelemente beider Abstreifkämme sind an ein gemeinsames Querrohr angeschweißt.

Mit dieser vorbekannten Vorrichtung lässt sich eine Vielzahl von Erntegütern unterschiedlicher Eigenschaften hinsichtlich Feuchte und Schnittlänge des Erntegutes verarbeiten. Die Vorrichtung weist jedoch den großen Nachteil auf, dass die auch an den Rotorstirnseiten eingesetzten, bekannten Abstreifelemente, siehe z. B. DE-OS 24 25 087, bei bestimmten Erntegütern und insbesondere in Verbindung mit einem Breitaufsammler, dessen Breite wesentlich größer ist als die Förderkanalbreite, keine ausreichende Wirkung haben. Insbesondere bei relativ bruchfestem und langem Reisstroh, das zum Aufwickeln nach Art eines Seiles neigt, setzt sich der Spalt zwischen Förderkanalseitenwand und erstem Mitnehmer zu und führt schließlich zum Verbiegen der Mitnehmer und Abstreifelemente. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass das Material in den zwischen Förderkanalseitenwand und Rotorrohrende gebildeten Ringspalt eingezogen und um den innenliegenden Schutztopf gewickelt wird, was ebenfalls zu Störungen führen kann. Schließlich besteht ein weiterer Nachteil darin, dass beispielsweise der in Schneidmesserebene angeordnete Abstreifkamm nicht entnehmbar ist, wie es für den wahlweisen Betrieb mit und ohne Abstreifkamm bei bestimmten Erntegütern wünschenswert wäre.

Bei einer Vorrichtung gemäß DE OS 27 50 501 wurde bereits durch kreisrunde Abdeckungen versucht, das Wickelproblem zu beseitigen. Hierbei besteht jedoch der Nachteil, dass sich Material in geschlossenen Abdeckungen ansammelt. Da kein Spaltmaß vorhanden ist, das in Förderrichtung größer wird, kann das angesammelte Material nicht wieder hinaus.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs beschriebene Vorrichtung hinsichtlich der Abstreifvorrichtung zu verbessern und für den Stirnseitenbereich des Rotors eine einfache und in allen Erntegütern wirksame Lösung eines Abstreifers zu entwickeln.

Ausgehend von der eingangs beschriebenen Vorrichtung, wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch die Lehre des Patentanspruches 1 gelöst, wobei in den weiteren Patentansprüchen Merkmale aufgeführt sind, die die Lösung in vorteilhafter Weise weiterentwickeln.

Erfindungsgemäß ist die den Stirnseiten zugeordnete Abstreifkante nunmehr auf der Eingangsseite des Rotors angeordnet, so dass eine Abstreifwirkung eintritt, bevor eine Verdichtung bzw. eine Querverdichtung des Erntegutes stattfindet. Auf diese Art und Weise werden somit die bekannten Wickel- und Stopfprobleme bereits vor ihrer Entstehung vermieden, weil das Abstreifen entscheidend früher beginnt als bei allen bisher bekannten Abstreifvorrichtungen.

Um bei Fördervorrichtungen mit einer Querfördereinrichtung ein sicheres Abstreifen des querverdichtenden Erntegutstromes in dem kritischen Umlenkbereich in den Förderkanal zu erreichen, ist nach einem weiteren Kennzeichen der Erfindung vorgesehen, dass die Abstreifkante oberhalb der oberen Umlenkkante der Querfördereinrichtung angeordnet ist. Dadurch findet das Abstreifen des seitlichen Erntegutstroms im kritischen Umlenkkantenbereich schon statt, bevor der Rotor den seitlichen Erntegutstrom um die Umlenkkante in den Förderkanal zieht.

Zweckmäßig gestaltet man die Abstreifvorrichtung so, dass deren Abstreiffläche, ausgehend von der Abstreifkante, etwa die untere Hälfte der Außenumfangsfläche des Rotors umgreift.

Materialansammlungen zwischen Außenumfangsfläche des Rotors und Abstreifvorrichtung werden dadurch vermieden, dass die Abstreifvorrichtung in Seitenansicht gesehen eine spiralförmig verlaufende Abstreiffläche aufweist, wobei sich der radiale Abstand zwischen Rotordrehachse und Abstreiffläche in Drehrichtung des Rotors vergrößert.

In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Abstreifvorrichtung über Tragbleche an der Förderkanalseitenwand und/oder am zweiten Abstreifkamm lösbar befestigt ist. Hierdurch kann die Abstreifvorrichtung auch nachträglich an vorhandenen Ballenpressen eingebaut werden.

Für den wahlweisen Betrieb der Fördervorrichtung mit und ohne Schneidmesser wird nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgeschlagen, dass wenigstens der erste Abstreifkamm beidseitig an den Förderkanalseitenwänden lösbar befestigt ist, so dass der Abstreifkamm für den Betrieb ohne Schneidmesser ausbaubar ist.

In der Zeichnung ist eine als Beispiel dienende Ausführungsform der Erfindung schematisch dargestellt.

Es zeigen:

1 eine schematische Seitenansicht einer Fördervorrichtung mit einer erfindungsgemäßen Abstreifvorrichtung;

2 eine Teilvorderansicht auf die Fördervorrichtung gemäß 1 in perspektivischer Darstellung mit einer Querfördereinrichtung;

3 eine Ansicht in Blickrichtung des Pfeiles A in 1 auf die gesamte Abstreifvorrichtung als ausgebaute Baugruppe gemäß 1 in perspektivischer Darstellung;

4 eine Ansicht gemäß 3 eines einzelnen Abstreifkammes für die Rotorbereiche ohne Schneidmesser und montierter Abstreifvorrichtung für die Rotorendbereiche;

5 eine perspektivische Ansicht auf eine demontierte Abstreifvorrichtung für den in Fahrtrichtung gesehen linken Rotorendbereich und

6 eine schematische Seitenansicht einer Fördervorrichtung mit eingebauter Abstreifvorrichtung gemäß 4 und 5, jedoch ohne Abstreifkämme.

1 zeigt einen Abschnitt einer Erntebergungsmaschine mit einer Fördervorrichtung 1 und einer erfindungsgemäßen Abstreifvorrichtung 2. Die Erntebergungsmaschine ist in der Form einer Rundballenpresse mit einem konstanten Ballenpressraum ausgebildet. Anstatt einer solchen Ausbildung könnte es sich auch um eine Rundballenpresse mit variablem Ballenpressraum, um eine Rechteckballenpresse, um einen Ladewagen oder dergleichen handeln.

Von der Rundballenpresse ist lediglich der vordere Bereich eines Pressraumes 3 dargestellt mit einer oberen Presswalze 4 und einer unteren Presswalze 5 und einer dazwischenliegenden Zuführöffnung 6. Das in Schwaden auf dem Boden liegende Halmgut wird mittels eines nicht dargestellten Aufsammlers (Pick up) aufgenommen und durch einen Förderkanal 7 sowie durch die Zuführöffnung 6 in den Pressraum 3 gefördert. Der Förderkanal 7 wird nach oben durch einen in Richtung des Pfeils 8 antreibbaren Rotor 9 mit Mitnehmern 10 begrenzt, die auf dem Umfang des Rotors 9 verteilt angeordnet sind. Nach unten wird der Zuführkanal 7 durch einen Förderkanalboden 11 und seitlich durch Förderkanalseitenwände 12 begrenzt. Der Förderkanalboden 11 weist im Abstand nebeneinander angeordnete Langlochschlitze auf, durch die Schneidmesser 13 hindurchgreifen. Die Schneidmesser 13 sind in 1 in voll in den Förderkanal 7 eingeschwenkter Schneidstellung dargestellt und greifen in die Lücken zwischen benachbarten Mitnehmern 14, 15, siehe 2 ein. Die Fördervorrichtung 1 enthält als wesentliche Funktionselemente zwei Abstreifvorrichtungen 16, 17, die dazu dienen, von dem Rotor 9 angefördertes Erntegut von der Außenumfangsfläche 18 des Rotors 9 und den Mitnehmern 10, 14, 15 abzustreifen und in den Pressraum 3 weiterzuleiten.

In durch einen Pfeil 8a gekennzeichnete Flussrichtung des Erntegutstromes gesehen ist hinter der Rotordrehachse 19 die Abstreifvorrichtung 16 vorgesehen, die aus einem ersten Abstreifkamm 20 besteht, dessen Abstreifelemente 21 in einer Schneidmesserebene liegen und aus einen zweiten Abstreifkamm 22, dessen Abstreifelemente 23 im Bereich zwischen zwei Mitnehmern liegen, in dem keine Schneidmesser 13 angeordnet sind.

Die Abstreifelemente 21 des ersten Abstreifkamms 20 weisen eine Abstreifkante 24 auf, die sich unmittelbar an die obere Schneidkante 25 der Schneidmesser, in deren in den Förderkanal 7 eingeschwenkter Stellung anschließt. Eine sich an die Abstreifkante 24 anschließende Abstreiffläche 26 verläuft in einem Abstand etwa parallel zum Förderkanalboden 11 schräg nach oben in Richtung Zuführöffnung 6. Die Abstreifelemente 21 sind an einem Querträger 27 angeschweißt, der mittels einer Schraubverbindung 28 beidseitig an den Förderkanalseitenwänden 12 befestigt ist.

Die Abstreifelemente 23 des zweiten Abstreifkammes 22 sind an einem Querträger 29 befestigt, der in gleicher Höhe aber mit Abstand zum Rotor 9 versetzt unterhalb der Presswalze 4 mittels Tragblechen 30 und einer Schraubverbindung 31 beidseitig an den Förderkanalseitenwänden 12 befestigt ist. Die Abstreifelemente 23 weisen eine Abstreifkante 32 auf, die unterhalb der Drehachse 19 des Rotors mit einem Abstand zur Abstreifkante 24 nach unten umfangsversetzt an der Außenumfangsfläche 18 des Rotors 9 angreift und dessen der Abstreifkante 32 folgende Abstreiffläche 33 in einem Abstand zur Abstreiffläche 24 nach unten versetzt schräg nach oben zur Zuführöffnung 6 verläuft und etwa auf der Umlaufbahn 34 der Mitnehmerspitzen des Rotors 9 endet. Die Abstreifelemente 23 bestehen aus Tragplatten 35 auf, denen in rechtem Winkel jeweils ein Flachstahl als Abstreiffläche 33 aufgesetzt ist, dessen Breite etwas kleiner ist als der Abstand zwischen zwei Mitnehmern im messerfreien Rotorbereich. Zwischen Querträger 29 und oberem Ende der Abstreiffläche 33 ist eine etwa rechteckförmige Aussparung 36 in den Tragplatten 35 vorgesehen. Dadurch kann das geförderte Erntegut in dem ausgesparten Bereich expandieren. Das Einklemmen des Materials wird somit im Bereich der Querträger 27, 29 vermieden.

Neu ist die in durch den Pfeil 8a gekennzeichneter Flussrichtung des Erntegutstroms vor der Rotordrehachse 19 angeordnete Abstreifvorrichtung 17 für den Bereich des Rotors 9 zwischen Förderkanalseitenwand 12 und erstem Mitnehmer 14.

Die Abstreifvorrichtung 17 besteht aus einer auf der Außenumfangsfläche 18 des Rotors 9 oder mit geringem Abstand zu dieser gleitenden Abstreifkante 37, die im gezeigten Beispiel ungefähr in 15 – Uhr Stellung am Rotor 9 angreift. An die Abstreifkante 37 schließt sich ein spiralförmig verlaufender Abschnitt einer Abstreiffläche 38 an, der etwa die untere Hälfte der Außenumfangsfläche 18 des Rotors 9 umschließt, wobei sich der radiale Abstand zwischen Rotordrehachse 19 und Abstreiffläche 38 in Drehrichtung 8 des Rotors 9 vergrößert. An den spiralförmig verlaufenden Abschnitt schließt sich ein gerade verlaufender Abschnitt einer Abstreiffläche 39 an, der etwa mit der Abstreiffläche 33 des zweiten Abstreifkamms 23 fluchtet und mit dieser auf gleicher Höhe endet.

Der spiralförmig verlaufende Abschnitt der Abstreiffläche 38 ist über ein Tragblech 40 mittels einer Schraubverbindung 41 an der Förderkanalseitenwand 12 befestigt, während der gerade verlaufende Abschnitt der Abstreiffläche 39 auf eine Abstreiffläche 33 des zweiten Abstreifkammes 23 aufgesetzt und an dieser mittels einer Schraubverbindung 42 befestigt ist.

Das Tragblech 40 ist gleichzeitig als Abdeckung für den zwischen Rotorrohrende und Förderkanalseitenwand 12 gebildeten Ringspalt 43 ausgestaltet und weist eine entgegengesetzt zur Drehrichtung 8 des Rotors 9 umfangsversetzte Abstreifkante 44 für den Ringspalt 43 auf. Ein Teilkreisausschnitt 45 des Tragbleches 40, dessen Radius etwas kleiner ist als der Rohraußenradius, greift auf der in Flussrichtung 8a gesehen vorderen Rohraußenseite entlang eines Teilumfanges des Rotors in das Rohrinnere hinein und dichtet das Rotorrohrende gegenüber der Förderkanalwandseitenwand 12 ab, siehe 6.

Die Montage der erfindungsgemäßen Abstreifvorrichtung 17 ist problemlos an bereits im Einsatz befindlichen Erntebergungsmaschinen möglich. Wie aus 4 ersichtlich, sind hierzu nur zwei zusätzliche Bohrungen in den Abstreifelementen 33 des Abstreifkamms 20 und zwei zusätzliche Bohrungen in den Förderkanalseitenwänden 12 notwendig. Besonders vorteilhaft ist auch der leichte Ausbau des ersten Abstreifkammes 20. Dadurch ist auch ein problemloser Betrieb ohne Schneidmesser 13 möglich.

Die Montage erfolgt bei Neumaschinen derart, dass zunächst der zweite Abstreifkamm 22, dann die seitliche Abstreifvorrichtung 17 und schließlich der erste Abstreifkamm 20 eingebaut wird.

Die Arbeitsweise der Fördervorrichtung ist wie folgt:
In 2 und 6 ist eine nicht zwingend notwendige Querfördereinrichtung 46 dargestellt, die auf beiden Seiten des Förderkanals 7 angeordnet ist. Die Querfördereinrichtung 46 weist eine antreibbare Schnecke 47 auf, welche einen breiteren Erntegutstrom als die Förderkanalbreite auf die Breite des Förderkanals 7 zusammenführt und in axialer Richtung vor den Rotor 9 fördert, der den Erntegutstrom in den Förderkanal 7 zieht und in den Pressraum 3 fördert. Der Übergang von Querfördereinrichtung 46 zu Förderkanal 7 wird von einer bogenförmigen Umlenkkante 48 gebildet, an der der Erntegutstrom um etwa 90° umgelenkt wird. Dieser Umlenkbereich und der folgende Spalt zwischen feststehender Förderkanalseitenwand 12 und rotierendem Rotor 9 sind wegen der erfolgten Querverdichtung und der großen Erntegutmenge besonders kritisch. Da die Abstreifkante 37 oberhalb der oberen Umlenkkante 48 des Erntegutstromes angeordnet ist, und die Abstreiffläche 38 die untere Rotorhälfte umgreift, streift die neue Abstreifvorrichtung 17 das Erntegut erfindungsgemäß von der Außenumfangsfläche 18 des Rotors 9 ab, bevor die Mitnehmer 14, 15 das Erntegut durch den kritischen Spaltbereich zwischen Mitnehmer 14 und Förderkanalseitenwand 12 ziehen. Ein Zusetzen des Spaltes und/oder ein Wickeln von Erntegut ist in allen Fällen sicher vermieden. Durch die Kombination der beiden Abstreifvorrichtungen 16, 17 ist somit einerseits die kritische Randzone des Rotors 9 und andererseits auch der mittlere Rotorbereich mit optimalen Abstreifmitteln ausgestaltet und somit ein störungsfreier Betrieb unter allen Erntegutbedingungen gewährleistet.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • - DE 29809295 U1 [0002]
  • - DE 2425087 A [0003]
  • - DE 2750501 A [0004]