Title:
Warnbake mit Leuchte
Kind Code:
A1


Abstract:

Die vorliegende Erfindung beinhaltet die Leuchte für eine Warnbarke im Straßenbau. Auf dem Gebiet der Verkehrstechnik sind solche Warnbarken bekannt. Sie werden zum Leiten des Verkehrs um eventuelle Gefahrenstellen oder Baustellen genutzt. Hierbei werden die Leuchten mittels einer ständigen Stromversorgung aus dem Netz oder über ein Akku betrieben. Es muss sichergestellt sein, dass die Leuchten ständig über die entsprechende Stromversorgung betrieben werden können.
Die durch das Festnetz betriebenen Leuchten müssen hierzu auch an entlegenen Stellen einen relativ aufwendigen Anschluss an die Stromversorgung sicherstellen. Dies kann nur dann kostengünstig sein, wenn die Warnbarke über einen längeren Zeitraum betrieben werden muss. Bei kurzfristig eingerichteten und betriebenen Baustellen wird die Leuchte über ein Akku mit Strom versorgt. Die Ladung des Akkus reicht jedoch nur für einen relativ kurzen Zeitraum aus. Um den Betrieb der Lampe zu gewährleisten, muss eine Überprüfung bzw. Aufladung des Akkus vorgenommen werden.
Die Aufladung des Akkus könnte auch über einen Sonnenkollektor vorgenommen werden, wobei jedoch nicht sichergestellt ist, dass dieser genug Energie, auch bei schlechten Wetterverhältnissen, erzeugt. Weitere Nachteile sind die Baugröße sowie die Produktionskosten.
Der im Schutzanspruch angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Leuchte zu schaffen, die unabhängig von einer Festnetzstromversorgung oder von Sonnenenergie einen langfristigen ...




Inventors:
gleich Anmelder
Application Number:
DE102008035053
Publication Date:
07/23/2009
Filing Date:
07/26/2008
Assignee:
Gövert, Arne (Wilsum, 49849, DE)
International Classes:



Claims:
1. Warnbake (1) mit einem Fußteil (5), einem Gehäuse und einem daran befestigten optischen Funktionselement, dadurch gekennzeichnet, dass die Warnbake (1) einen windbetriebenen Generator (6), einen Akkumulator (3) und eine mit Strom aus dem Generator (6) und/oder Akkumulator (3) betreibbare Leuchte (2) als optischem Funktionselement aufweist.

2. Warnbake (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den Generator (6) eine drehbare Welle angeschlossen ist, an der Luftschaufeln (4) befestigt sind.

3. Warnbake (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Generator (6) und der Akkumulator (3) in einer Baueinheit zusammengefasst sind.

4. Warnbake (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fußteil (5) so gestaltet ist, dass es in eine Halterung einer herkömmlichen Warnbake (1) einsteckbar ist.

5. Warnbake (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Warnbake (1) einen ortsfesten Ständer, an dem die Leuchte (2), der Akkumulator (3) und zumindest Teile des Generators (6) befestigt sind, und zumindest eine sich um den ortsfesten Ständer drehende Luftschaufel (4) aufweist.

6. Warnbake (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Warnbake (1) in mehrere Teile zerlegbar ist.

7. Warnbake (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftschaufeln (4) aus einem leichten Werkstoff hergestellt sind.

Description:

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Warnbake mit einem Fußteil, einem Gehäuse und einem daran befestigten optischen Funktionselement.

Mit dem Fußteil wird die Warnbake befestigt, meistens auf dem Boden oder an einer Leitplanke. Das Gehäuse gibt der Warnbake eine Gestalt, durch die sie gut sichtbar wird, und über ein optisches Funktionselement in Gestalt eines Reflektors verfügt die Warnbake, um auch bei Nacht oder schlechten Sichtverhältnissen gut sichtbar zu sein, wenn die Warnbake von einer Lichtquelle angestrahlt wird.

Die gattungsgemäßen Warnbaken sind beispielsweise aus dem Straßenverkehr bekannt, wo sie als passive Warnbaken in grosser Stückzahl als Leitpfosten an den Straßenrändern stehen, um den Straßenbenutzern den Strassenrand sowie den Straßenverlauf anzuzeigen und ihnen die Orientierung zu erleichtern. Während die Warnbaken und der Straßenverlauf bei guten Sichtverhältnissen gut erkennbar sind, lässt die Erkennbarkeit des Strassenverlaufs bei schlechter Sicht trotz der eingebauten Reflektoren noch zu wünschen übrig. Die schlechte Erkennbarkeit liegt daran, dass die Reflektoren immer erst von einer Lichtquelle angestrahlt werden müssen, bevor sie das einfallende Licht reflektieren und sie dadurch für einen Verkehrsteilnehmer wahrnehmbar werden. Auch verringert sich die Menge des reflektierten Lichts, wenn die Warnbake verschmutzt ist oder die Oberfläche des Reflektors im Verlauf der Zeit stumpf geworden ist, wodurch sich die Erkennbarkeit ebenfalls verschlechtert.

Neben den Warnbaken, die nur über einen Reflektor als optisches Funktionselement verfügen wie die Leitpfosten, gibt es insbesondere im Bereich von Baustellen und besonderen Gefahrenstellen auch aktive Warnbaken, die mit einem Blink- oder Dauerlicht als optischem Funktionselement versehen sind. Für diese Warnbaken muss jedoch eine gesonderte Stromversorgung sichergestellt werden, die sehr aufwendig ist. Häufig sind auch die Kabel, die zur Stromversorgung verlegt werden, für den Verkehr hinderlich und werden beschädigt. Da zur Stromversorgung der beleuchteten Warnbaken grosse Batterien verwendet werden, entsteht durch die Kontrolle und den Austausch der Batterien ein erheblicher Wartungsaufwand. Schließlich wird von den Warnbaken auch eine nicht unerhebliche Menge an Strom verbraucht.

Demgemäß ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Erkennbarkeit einer passiven Warnbake insbesondere bei schlechten Sichtverhältnissen zu verbessern und die aktiven Warnbaken unabhängiger von externen Stromquellen zu machen.

Die Aufgabe wird für eine gattungsgemäße Warnbake gelöst, indem die Warnbake einen windbetriebenen Generator, einen Akkumulator und eine mit Strom aus dem Generator und/oder dem Akkumulator betreibbare Leuchte als optischem Funktionselement aufweist.

Der windbetriebene Generator ist dazu da, mit Windkraft Strom zu erzeugen. Aufgrund der Fahrzeuge, die die Warnbake im Regelfall mit nur geringem Abstand passieren, kann neben dem natürlichen Wind, der in wechselnder Stärke verfügbar ist, insbesondere auch der von vorbeifahrenden Fahrzeugen erzeugte Fahrtwind dazu genutzt werden, um über den Generator Energie zu erzeugen.

Im Akkumulator ist der vom Generator erzeugte Strom speicherbar. Mit dem Strom des Generators und/oder mit dem im Akkumulator gespeicherten Strom wird die Leuchte betrieben. Der Einsatz eines Generators ist sinnvoll, da nachts häufig weniger natürlicher Wind weht als tagsüber, wenn die Atmosphäre durch Sonneneinstrahlung aufgeheizt wird. Nachts fahren üblicherweise auch weniger Fahrzeuge, so dass auch weniger Fahrtwind zur Verfügung steht, um den Generator anzutreiben. Da aber gerade nachts Energie benötigt wird, um die Leuchte zu betreiben, um dadurch die Erkennbarkeit der Warnbake und dadurch mittelbar des Strassenverlaufs zu verbessern, ist es vorteilhaft, die Menge des über einen ganzen Tages erzeugten Stroms im Akkumulator anzusammeln, um sie dann insbesondere nachts oder bei sonstigen schlechten Sichtverhältnissen zu verbrauchen.

Durch den Betrieb der Leuchte mit dem Strom vom Generator und/oder vom Akkumulator kann auch eine aufwendige Kabelverlegung verzichtet werden. Es genügt, die Warnbake an der gewünschten Stelle aufzustellen, da sie sich selbst mit dem für den Betrieb der Leuchte benötigten Strom versorgt. Auch der Wartungsaufwand ist erheblich geringer, da nicht mehr nachgeprüft zu werden braucht, ob die zur Stromversorgung verwendete Batterie noch ausreichend Spannung aufweist und ausgewechselt werden muss. Schließlich wird eine Menge Strom eingespart, da die Energie nicht mehr separat erzeugt werden muss, sondern direkt von der Warnbake unter Ausnutzung des natürlichen Windes sowie des Fahrtwindes der an der Warnbake vorbei fahrenden Fahrzeuge erzeugt wird. Die für die Umwandlung von Wind in Strom erforderlichen Bauteile sind vergleichsweise kostengünstig und robust und deshalb zur Verwendung im Strassenverkehr besonders geeignet. Anders als Sonnenkollektoren sind die erfindungsgemäß zu verwendenden Bauteile unempfindlich gegen Schmutz, gegen Berührungen mit Fahrzeugen und Beschädigungen beim Transport.

Die Warnbake kann so gestaltet sein, dass sie nur vom Generator mit Strom versorgt wird. Bei dieser Ausgestaltung kann auf den Akkumulator verzichtet werden. Dies ist vorteilhaft, wenn die Warnbaken möglichst leicht sein sollen, der Akkumulator zu teuer ist oder kein Akkumulator benötigt wird, weil die Verkehrsfrequenz am Aufstellungsort so hoch ist, dass eine Zwischenspeicherung von Strom nicht erforderlich ist. Ist die Warnbake so gestaltet, dass sie sowohl mit dem Strom des Generators als auch mit dem im Akkumulator gespeicherten Strom betreibbar ist, so kann aus dem Akkumulator eine bestimmte Stromstärke entnommen werden, solange die darin gespeicherte Energie dazu ausreicht. Ist die im Akkumulator gespeicherte Energiemenge erschöpft, kann die Leuchte zumindest noch mit dem Strom des Generators weiterbetrieben werden, der Generator stellt auf diese Weise eine Art Notbetrieb sicher. Es kann auch eine manuelle oder automatische Umschaltung vorgesehen sein, beispielsweise zur Umschaltung zwischen Tag-/Nachtbetrieb oder um eine Überspannung im System zu vermeiden. Schließlich kann es auch vorgesehen sein, die Leuchte nur aus dem Akkumulator zu betreiben, um eine gleichmäßige Stromspannung sicher zu stellen. Unabhängig von diesen Ausgestaltungen kann es zusätzlich möglich sein, die Warnbake trotz der möglichen autarken Stromversorgung zusätzlich oder alternativ an eine externe Stromquelle anzuschließen, beispielsweise, um bei wenig Windanfall trotzdem einen sicheren Betrieb zu ermöglichen, oder um die Warnbake zusammen mit herkömmlichen Warnbaken zu verwenden.

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist an den Generator eine drehbare Welle angeschlossen, an der Luftschaufeln befestigt sind. Die Luftschaufeln sind so gestaltet, dass sie eine auf sie einwirkende Windkraft möglichst effektiv in eine Drehbewegung der drehbaren Welle umwandeln.

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind der Generator und der Akkumulator in einer Baueinheit zusammengefasst. Dadurch wird der Verkabelungsaufwand in der erfindungsgemäßen Warnbake niedrig gehalten. Durch die Beschränkung des für den Generator und den Akkumulator benötigten Bauraums auf eine einzige Baueinheit können die Luftschaufeln entsprechend groß gestaltet werden, um den übrigen verfügbaren Bauraum voll zur Energieerzeugung auszunutzen. Auch die Mechanik kann zumindest im Wesentlichen in der einzelnen Baueinheit zusammengefasst werden. Zudem ist es so möglich, die stromführenden Teile gut gegen Witterungseinflüsse und Schmutz zu schützen. Schließlich ergibt sich ein für die erfindungsgemäße Warnbake ein niedriger Schwerpunkt, wenn der Generator und der Akkumulator gemeinsam bodennah in einer Baueinheit untergebracht sind, so dass die Warnbake nicht so leicht umfällt, beispielsweise durch den Fahrtwind von vorbeifahrenden Fahrzeugen. Die Bodenhalterung kann bei dieser Ausgestaltung kleiner ausfallen.

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist das Fußteil so gestaltet, dass es in eine Halterung einer herkömmlichen Warnbake einsteckbar ist. Dadurch kann darauf verzichtet werden, komplett neue Systeme anzuschaffen. Anstelle einer herkömmlichen Warnbake kann bei Bedarf eine erfindungsgemäße Warnbake in eine Halterung eingesteckt werden. Der Umrüstungsaufwand kann so möglichst niedrig gehalten werden.

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Warnbake einen ortsfesten Ständer, an dem die Leuchte, der Akkumulator und zumindest Teile des Generators befestigt sind, und ein sich um den ortsfesten Ständer drehendes Rotorelement auf. Bei dieser Ausgestaltung bleiben die Leuchte und der Akkumulator in einer ruhigen Lage. Die Leuchte kann auf eine gewünschte Leuchtrichtung ausgerichtet werden, in der sie gesehen werden soll. Der Akkumulator muss bei einer ortsfesten Lagerung nicht vom Wind mit beschleunigt werden, was den energetischen Wirkungsgrad der Vorrichtung nachteilig beeinflussen würde.

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Warnbake in mehrere Teile zerlegbar, wobei die Verbindungsstellen zwischen den Teilen nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werkzeuglos trennbar ausgestaltet sind. Durch die Zerlegbarkeit wird der Transport und die Lagerung der Warnbaken erleichtert.

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Luftschaufeln aus einem leichten Werkstoff hergestellt, wie beispielsweise Kunststoff oder Aluminium, um die bewegten Massen der drehenden Teile möglichst niedrig zu halten. Dadurch kann die erfindungsgemäße Warnbake auch schon vergleichsweise geringe Luftzüge in elektrischen Strom umwandeln.

Die vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausgestaltungen sind nicht nur in Kombination mit den Merkmalen des Anspruchs 1, sondern für den Fachmann erkennbar einzeln oder zu mehreren oder gesamthaft auf beliebige Weise miteinander in einer einzigen Vorrichtung kombinierbar, soweit dies dem Fachmann als sinnvoll erscheint.

Die Erfindung soll nun anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. In der beigefügten Zeichnung ist die Warnbake 1 zu sehen, die mit einer Leuchte 2 versehen ist, die sich der besseren Sichtbarkeit willen bevorzugt am oberen Ende der Warnbake 1 befindet. Unter der Leuchte 2 befindet sich im Ausführungsbeispiel der Akkumulator 3, der jedoch auch an anderer Stelle der Warnbake 1 positioniert werden kann. Die Warnbake 1 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel mit zwei Luftschaufeln 4 versehen, die eine aerodynamisch günstige Gestaltung aufweisen. Um eine möglichst gute Energieausbeute zu erzielen, erstrecken sich die Luftschaufeln 4 über einen großen Teil der gesamten Bauhöhe der Warnbake 1. Die Warnbake 1 stützt sich mit dem Fußteil 5 auf dem Boden ab. Im Schaft der Warnbake 1 befindet sich der Generator 6, der ebenfalls abweichend vom Ausführungsbeispiel auch an einer anderen Stelle an der Warnbake 1 positioniert werden kann.

Die vorstehende gegenständliche Beschreibung dient nur dem Zweck der Erläuterung der Erfindung. Keinesfalls ist die Erfindung auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern dem Fachmann bereitet es keine Schwierigkeiten, die Gestaltung auf eine ihm als sinnvoll erscheinende Art abzuwandeln, um sie auf die technischen Anforderungen in einem konkreten Anwendungsfall anzupassen.