Title:
Türband
Kind Code:
C5


Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Türband, insbesondere für Türen aus Holzwerkstoffen, mit einem Gelenktürband (1), das türblattseitig und türzargenseitig befestigbare Bandlappen (2, 2') sowie durch einen Stift (3) drehbeweglich verbundene Bandrollen (4, 4') aufweist. Außerdem umfasst das erfindungsgemäße Türband Adapter (5), die an den Bandlappen (2, 2') des Gelenktürbandes (1) befestigbar sind. Dabei sind die Form und Außenabmessungen der Adapter an Ausfräsungen (8, 8') in der Schmalseite eines Türblattes (7) sowie einer Türzarge (6) angepasst, welche die Aufnahme von Aufnahmekörpern eines Verdecktürbandes ermöglichen.




Inventors:
Neukötter, Hubert (48361, Beelen, DE)
Application Number:
DE102008027208A
Publication Date:
12/14/2017
Filing Date:
06/06/2008
Assignee:
Simonswerk, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, 33378 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE10164979B4N/A
DE20311069U1N/A
DE29514335U1N/A



Attorney, Agent or Firm:
Andrejewski - Honke Patent- und Rechtsanwälte GbR, 45127, Essen, DE
Claims:
1. Türband insbesondere für Türen aus Holzwerkstoffen, mit
einem Gelenktürband (1), das auf der Schmalseite eines Türblattes und auf einer Türzarge aufschraubbare Bandlappen (2, 2') sowie durch einen Stift (3) drehbeweglich verbundene Bandrollen (4, 4') aufweist, und
Adaptern (5), die an den Bandlappen (2, 2') des Gelenktürbandes (1) befestigbar sind,
wobei die Form und die Außenabmessungen der Adapter (5) an Ausfräsungen (8) in der Schmalseite des Türblattes (7) sowie der Türzarge (6) angepasst sind, welche die Aufnahme von Aufnahmekörpern eines Verdecktürbandes ermöglichen.

2. Türband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Bandlappen (2) ein spiegelsymmetrisches Lochbild mit Löchern (9) zur Befestigung des Türblattes (7) aufweist und der andere Bandlappen (2') ein davon abweichendes, punktsymmetrisches Lochbild mit Löchern (9') aufweist und dass die Adapter (5) ein Lochbild mit mindestens zwei Langlöchern (16) aufweisen, so dass das Lochbild sowohl mit den Löchern (9) des punktsymmetrischen Lochbildes des einen Bandlappens (2') des Gelenktürbandes (1) als auch mit den Löchern (9') des spiegelsymmetrischen Lochbildes des anderen Bandlappens (2) des Gelenktürbandes (1) kombinierbar ist.

3. Türband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Bandlappen (2, 2') des Gelenktürbandes (1) ein einheitliches Lochbild aufweisen, das mit dem Lochbild des Adapters (5) identisch ist.

4. Türband nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandlappen (2, 2') des Gelenktürbandes (1) Löcher (9, 9') zur Befestigung aufweisen, deren Berandungen jeweils einen durch Tiefziehen oder Stanzen geformten Kragen bilden, und dass die Kragen in zugeordnete Löcher (15, 16) der Adapter (5) eingreifen und diese passgenau an den Bandlappen (2, 2') fixieren.

5. Türband nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapter (5) eine oder mehrere Gewindebohrungen (14) aufweisen und dass die Bandlappen (2, 2') des Gelenktürbandes (1) korrespondierende Löcher (10) aufweisen, so dass die Adapter (5) mit den Bandlappen (2, 2') verschraubbar sind.

6. Türband nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapter (5) als einstückige Kunststoff-Spritzgussteile ausgebildet sind.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Türband, insbesondere für Türen aus Holzwerkstoffen.

Türbänder gibt es in verschiedenen Ausführungen. In der Praxis verbreitet sind Türbänder mit einer Bandrolle, in die ein Zapfen eingreift. Diese Türbänder werden im Folgenden als Gelenktürbänder bezeichnet. Ein Gelenktürband ist beispielsweise in DE 203 11 069 U1 beschrieben. Es weist türblattseitig und türzargenseitig befestigbare Bandlappen sowie eine Bandrolle auf, die bei geschlossener Tür sichtbar ist. Die Sichtbarkeit der Bandrolle wird zuweilen als ästhetisch störend empfunden. Dafür sind Gelenktürbänder aufgrund ihres einfachen Aufbaus robust und können kostengünstig gefertigt werden. Wenn die Türbänder bei geschlossener Tür nicht sichtbar sein sollen, kommen Verdecktürbänder zur Anwendung. Diese weisen Aufnahmekörper auf, die in tiefe Ausfräsungen in der Schmalseite des Türblattes sowie in der Türzarge eingesetzt werden und durch eine Scharnierbügelanordnung gelenkig verbunden sind. Ein Verdecktürband ist beispielsweise in DE 101 64 979 B4 beschrieben.

Bei großen Bauobjekten wie beispielsweise Hotelanlagen oder Bürokomplexen werden eine Vielzahl unterschiedlicher Türen in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt. Dabei können sowohl Türen mit verdeckt angeordneten Bändern wie auch sichtbar angeordnete Gelenktürbänder vorgesehen sein. Die Tür für einen Büroraum würde man beispielsweise bevorzugt mit einem Gelenktürband bestücken, wohingegen in einem Eingangs- und Empfangsbereich eher die eleganteren Verdecktürbänder eingesetzt werden. Dementsprechend unterscheiden sich auch die Türflügel und -zargen, da bei je nach zu verwendendem Türband unterschiedliche Ausfräsungen erforderlich sind. Dies erfordert bereits bei der Planung des Bauobjektes genaue Überlegungen hinsichtlich der zu verwendenden Türbänder und demzufolge auch hinsichtlich der Vorbearbeitung der Türblätter und -zargen mit den entsprechenden Ausnehmungen, sofern sie erforderlich sind. Planungsfehler oder Korrekturen bewirken beträchtlichen Kosten- und Zeitaufwand, da ggf. einzelne Zargen oder Türblätter auszutauschen sind.

Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein hinsichtlich der Fertigung möglichst einfaches Türband anzugeben, welches ohne aufwendige Vorbereitung universell auch in Türen einsetzbar ist, in denen alternativ Verdecktürbänder vorgesehen sein können.

Die Erfindung wird durch ein Türband gemäß Anspruch 1 gelöst. Erfindungsgemäß umfasst das Türband, welches insbesondere für Türen aus Holzwerkstoffen geeignet ist, ein Gelenktürband, das türblattseitig und türzargenseitig befestigbare Bandlappen sowie durch einen Stift drehbeweglich verbundene Bandrollen aufweist. Das Türband umfasst darüber hinaus Adapter, die an den Bandlappen des Gelenktürbandes befestigbar sind. Dabei sind die Form und Außenabmessungen der Adapter an Ausfräsungen in der Schmalseite eines Türblattes sowie in einer Türzarge angepasst, welche die Aufnahme von Aufnahmekörpern eines Verdecktürbandes ermöglichen. Die Tür kann somit wahlweise mit einem Verdecktürband oder einem Gelenktürband bestückt werden. Soll das Türband beispielsweise sichtbar angeordnet sein, so wird das Gelenktürband, welches über eine Bandrolle mit schmalen Bandlappen verfügt, mit den Adaptern versehen, wodurch das Gelenktürband in die zur Verwendung eines Verdecktürbandes vorbereiteten Ausfräsungen einsetzbar ist. Eine Entscheidung, welches Türband eingesetzt werden soll, ist erst nach dem Einbau der Türzarge erforderlich. Außerdem wird durch die einheitliche Anordnung der Ausfräsungen ein nachträgliches Auswechseln der Türen erleichtert. Wird ein Türblatt beispielsweise nach seinem Einbau beschädigt, kann es problemlos gegen ein bevorratetes Türblatt ausgewechselt werden, da dieses ebenfalls über die einheitlichen Ausfräsungen verfügt und somit unmittelbar in der Zarge einsetzbar ist. Schließlich können Türen, die zunächst mit Gelenktürbändern ausgeliefert wurden, jederzeit problemlos umgerüstet und nachträglich mit höherwertigen Verdecktürbändern versehen werden. In diesem Zusammenhang mag es sinnvoll erscheinen, wenn sowohl die Gelenktürbänder mit den Adaptern als auch die Verdecktürbänder einem einheitlichen Türband-System entstammen. Vorzugsweise sind die Ausfräsungen im Türblatt bezogen auf die Dickenrichtung des Türblattes mittig angeordnet. Dadurch ist es möglich, das Türblatt wahlweise so einzubauen, dass die Tür nach innen oder außen geöffnet werden kann.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass einer der Bandlappen des Gelenktürbandes ein spiegelsymmetrisches Lochbild mit Löchern zur Befestigung des Türblattes aufweist und der andere Bandlappen ein davon abweichendes, punktsymmetrisches Lochbild. Dadurch ist sichergestellt, dass bei geschlossener Tür nicht alle Löcher des einen Bandlappens den Löchern des anderen Bandlappens exakt gegenüberliegen sondern zumindest zwei Lochpaare zueinander beispielsweise vertikal versetzt sind. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn es vorkommen kann, dass die in den Löchern eingesetzten Befestigungselemente aus dem Bandlappen etwas hervorstehen. Durch den Versatz, der sich aus den unterschiedlichen Lochbildern ergibt, wird vermieden, dass derart hervorstehende Befestigungselemente in geschlossener Türblattstellung kollidieren. Dadurch, dass die Lochbilder zwar unterschiedlich, aber weiterhin symmetrisch sind, kann das Gelenktürband wahlweise rechtsseitig oder linksseitig eingesetzt werden. Zudem kann vorgesehen sein, dass die Adapter ein Lochbild mit mindestens zwei Langlöchern aufweisen, so dass das Lochbild sowohl mit dem punktsymmetrischen Lochbild des einen Bandlappens des Gelenktürbandes als auch mit dem spiegelsymmetrischen Lochbild des anderen Bandlappens des Gelenktürbandes kombinierbar ist. Auf diese Weise kann der Adapter wahlweise auf jedem Bandlappen angebracht werden. Eine Unterscheidung zwischen unterschiedlichen Adaptern ist nicht erforderlich. Dies ist gerade im Hinblick auf eine Fertigung des erfindungsgemäßen Türbandes in großer Stückzahl ein wichtiger Aspekt, da die Fertigung und Lagerhaltung eines zweiten Adapters entfällt.

Gemäß einer alternativen Ausführung weisen die beiden Bandlappen des Gelenktürbandes ein einheitliches Lochbild auf, das mit dem Lochbild des Adapters identisch ist. Sowohl im Hinblick auf die Fertigung als auch auf die Verwendung stellt ein einheitliches Lochbild eine Vereinfachung des Adapters als Bestandteil eines Türband-Systems dar.

In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Türbandes ist vorgesehen, dass die Bandlappen des Gelenktürbandes Löcher zur Befestigung aufweisen, deren Berandungen jeweils einen durch Tiefziehen oder Stanzen geformten Kragen bilden, und dass die Kragen in zugeordnete Löcher der Adapter eingreifen und diese passgenau an den Bandlappen fixieren. Die Adapter können dann auf die Bandlappen aufgesteckt werden. Durch die passgenaue Fixierung der Adapter ist ein müheloses Einsetzen des Türbandes in die Ausfräsungen der Türzarge oder des Türblattes möglich, wobei die Adapter die Ausfräsungen ausfüllen und eine stabilisierende Funktion erfüllen. Die Adapter können kostengünstig als einteilige Kunststoff-Spritzgussteile gefertigt werden.

Es erweist sich ferner als zweckmäßig, dass die Adapter eine oder mehrere Gewindebohrungen aufweisen, und dass die Bandlappen des Gelenktürbandes korrespondierende Löcher aufweisen, so dass die Adapter mit den Bandlappen verschraubbar sind. Auf diese Weise bilden Bandlappen und Adapter stabile Einheiten, welche die Kräfte des Türblattes auf die Zarge übertragen.

Im Hinblick auf eine Fertigung der erfindungsgemäßen Türbänder in großer Stückzahl erweist es sich als vorteilhaft, wenn das mit den fixierten Adaptern bestückte Gelenktürband beidseitig in die Ausfräsungen der Türzarge einsetzbar ist, so dass die Tür wahlweise rechts oder links anschlagbar ist. Dies ermöglicht in Verbindung mit der mittigen Anordnung der Ausfräsungen in Türblatt und -zarge eine größere Flexibilität bei der Montage der Tür.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung erläutert. Die Figuren zeigen schematisch:

1 eine seitliche Ansicht eines Gelenktürbandes,

2 einen horizontalen Schnitt durch das mit Adaptern versehene Gelenktürband in der Schnittebene A-A aus 1,

3 einen Ausschnitt einer Tür bestehend aus einer Türzarge und einem Türblatt, wobei das Türblatt mit einem Gelenktürband an der Türzarge angeschlagen ist,

4a und b ein Fräsbild der Ausfräsungen zur Aufnahme der mit Adaptern versehenen Bandlappen des Gelenktürbandes oder zur Aufnahme von Aufnahmekörpern eines Verdecktürbandes in der Draufsicht und in einem Langschnitt,

5 eine Ansicht eines mit einem Adapter versehenen Bandlappens des Gelenktürbandes.

In 1 ist ein Gelenktürband 1 abgebildet, das türblattseitig und türzargenseitig befestigbare Bandlappen 2, 2' sowie durch einen Stift 3 drehbeweglich verbundene Bandrollen 4, 4' aufweist. Mit einem solchen Gelenktürband 1 können vorzugsweise Türen aus Holzwerkstoffen in einer Türzarge dadurch befestigt werden, dass die Bandlappen 2, 2' auf der Schmalseite des Türblattes und auf der Türzarge aufgeschraubt werden.

In 2 ist ein Horizontalschnitt des Gelenktürbandes 1 dargestellt. Es sind zwei Adapter 5 zu sehen, die an den Bandlappen 2, 2' des Gelenktürbandes befestigbar sind, wobei die Form und Abmessungen der Adapter 5 an Ausfräsungen in der Schmalseite eines Türblattes sowie einer Türzarge angepasst sind, welche die Aufnahme von Aufnahmekörpern eines Verdecktürbandes ermöglichen. Die Form der Ausfräsungen ist in 4a in der Draufsicht und in 4b in einem Längsschnitt dargestellt. Die Ausfräsungen 8 in der Schmalseite des Türblatts und in der Türzarge sind identisch.

In 3 ist das Gelenktürband 1 mit den daran befestigten Adaptern 5 in eingebauter Situation dargestellt. Zu sehen sind ein Ausschnitt der Türzarge 6 und des Türflügels 7, wobei der Türflügel 7 mit dem Gelenktürband 1 an der Türzarge 6 befestigt ist. Sowohl in der Türzarge 6 als auch in dem Türflügel 7 sind Ausfräsungen 8 angeordnet, welche auch die Aufnahme zweier Aufnahmekörper eines Verdecktürbandes ermöglichten. Dadurch ist es möglich, die Tür wahlweise mit einem Verdecktürband auszustatten oder mit einem Gelenktürband 1, wie in der Figur dargestellt.

Die 5 zeigt die Rückseite bzw. Befestigungsseite eines Gelenktürbandes 1, wobei aus Darstellungsgründen lediglich einer der Bandlappen 2, 2' mit einem Adapter 5 versehen ist. Dabei weist der Bandlappen 2 des Gelenktürbandes 1 ein spiegelsymmetrisches Lochbild mit Löchern 9 zur Befestigung des Türbandes auf und der andere Bandlappen 2' ein davon abweichendes, punktsymmetrisches Lochbild mit Löchern 9'. An dem in 5 dargestellten rechten Bandlappen 2' des Gelenktürbandes 1 ist der Adapter 5 befestigt, der ein Lochbild mit zwei Langlöchern 16 aufweist, so dass das Lochbild sowohl mit dem punktsymmetrischen Lochbild 9' des einen Bandlappens 2' des Gelenktürbandes 1 als auch mit dem spiegelsymmetrischen Lochbild 9 des anderen Bandlappens 2 kombinierbar ist. Zur Befestigung des Adapters 5 weisen die Bandlappen 2, 2' des Türbandes 1 Löcher 10 auf, die mit Gewindebohrungen 14 korrespondieren, so dass der Adapter 5 mit dem Bandlappen 2, 2' verschraubbar ist. Zum Zwecke der passgenauen Fixierung des Adapters 5 bilden ferner die Berandungen der Löcher 9, 9' jeweils einen durch Tiefziehen oder Stanzen geformten Kragen, der in die zugeordneten Durchgangslöcher 15, 16 des Adapters 5 eingreift. Der Adapter 5 ist als einstückiges Kunststoff-Spritzgussteil ausgebildet und weist einen Steg 13 auf, der an die Form und Abmessungen der in den 4a und 4b dargestellten Ausfräsungen im Türblatt und in der Türzarge angepasst ist.