Title:
Verfahren zum Auswählen eines Mobilfunkbereichs, Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung, Verfahren zum Übertragen von Signalen in einen Mobilfunkbereich, und Mobilfunk-Netzwerkeinheit
Kind Code:
B4


Abstract:

Verfahren zum Auswählen eines Mobilfunkbereichs, aufweisend:
– eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung, (110, 710), die in einem Zustand ohne eine Signalisierungs-Kommunikationsverbindung und ohne eine Daten-Kommunikationsverbindung mit einer Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) in einem ersten Mobilfunkbereich (702) ist, wobei die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) den ersten Mobilfunkbereich (702) verlässt,
– Eintreten der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) in einen zweiten Mobilfunkbereich (706), und Empfangen in der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) von ersten Signalen von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) des ersten Mobilfunkbereichs (702) und von zweiten Signalen von einer Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) des zweiten Mobilfunkbereichs (706),
– temporäres Speichern erster Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den ersten Mobilfunkbereich (702) für einen vorbestimmten Zeitraum durch die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710), wobei die ersten Mobilfunk-Ressourcen-Daten zum Empfangen der ersten Signale von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) des ersten Mobilfunkbereichs (702) verwendet werden, und wobei der vorbestimmte Zeitraum nach dem Eintreten der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) in den zweiten Mobilfunkbereich (706) und dem Verlassen der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) des ersten Mobilfunkbereichs (702) beginnt,
– zumindest für einen Teil des vorbestimmten Zeitraums Speichern von zweiten Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den zweiten Mobilfunkbereich (706) durch die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710), ...




Inventors:
Choi, Hyung-Nam (22117, Hamburg, DE)
Eckert, Michael (38122, Braunschweig, DE)
Hans, Martin (31162, Bad Salzdetfurth, DE)
Application Number:
DE102008007921A
Publication Date:
10/09/2014
Filing Date:
02/07/2008
Assignee:
Intel Mobile Communications GmbH, 85579 (DE)
Domestic Patent References:
DE102005009897A1N/A2006-09-14
DE102004027811A1N/A2006-01-05



Foreign References:
200500489822005-03-03
59307101999-07-27
Attorney, Agent or Firm:
BOEHMERT & BOEHMERT Anwaltspartnerschaft mbB - Patentanwälte Rechtsanwälte, 28209, Bremen, DE
Claims:
1. Verfahren zum Auswählen eines Mobilfunkbereichs, aufweisend:
– eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung, (110, 710), die in einem Zustand ohne eine Signalisierungs-Kommunikationsverbindung und ohne eine Daten-Kommunikationsverbindung mit einer Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) in einem ersten Mobilfunkbereich (702) ist, wobei die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) den ersten Mobilfunkbereich (702) verlässt,
– Eintreten der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) in einen zweiten Mobilfunkbereich (706), und Empfangen in der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) von ersten Signalen von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) des ersten Mobilfunkbereichs (702) und von zweiten Signalen von einer Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) des zweiten Mobilfunkbereichs (706),
– temporäres Speichern erster Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den ersten Mobilfunkbereich (702) für einen vorbestimmten Zeitraum durch die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710), wobei die ersten Mobilfunk-Ressourcen-Daten zum Empfangen der ersten Signale von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) des ersten Mobilfunkbereichs (702) verwendet werden, und wobei der vorbestimmte Zeitraum nach dem Eintreten der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) in den zweiten Mobilfunkbereich (706) und dem Verlassen der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) des ersten Mobilfunkbereichs (702) beginnt,
– zumindest für einen Teil des vorbestimmten Zeitraums Speichern von zweiten Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den zweiten Mobilfunkbereich (706) durch die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710),
wobei die zweiten Mobilfunk-Ressourcen-Daten zum Empfangen der zweiten Signale von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) des zweiten Mobilfunkbereichs (706) verwendet werden, und
– zumindest für einen Teil des vorbestimmten Zeitraums Nutzen der ersten Mobilfunk-Ressourcen-Daten zum Senden von Daten an die Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) des ersten Mobilfunkbereichs (702) und Nutzen der zweiten Mobilfunk-Ressourcen-Daten zum Senden von Daten an die Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) des zweiten Mobilfunkbereichs (706).

2. Verfahren gemäß Anspruch 1,
– wobei die ersten Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den ersten Mobilfunkbereich (702) Daten über einen von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) des ersten Mobilfunkbereichs (702) genutzten Paging-Kanal aufweisen, und
– wobei die zweiten Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den zweiten Mobilfunkbereich (706) Daten über einen von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) des zweiten Mobilfunkbereichs (706) genutzten Paging-Kanal aufweisen.

3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2,
– wobei die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) ihren Empfänger zum Empfangen der ersten Signale von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) über einen ersten Paging-Kanal des ersten Mobilfunkbereichs (702) einstellt, und
– wobei die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) zur gleichen Zeit ihren Empfänger zum Empfangen der zweiten Signale von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) über einen zweiten Paging-Kanal des zweiten Mobilfunkbereichs (706) einstellt.

4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der erste Mobilfunkbereich (702) mindestens eine Mobilfunkzelle aufweist.

5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der zweite Mobilfunkbereich (706) mindestens eine Mobilfunkzelle aufweist.

6. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, ferner aufweisend:
– Empfangen von Systeminformation über den zweiten Mobilfunkbereich (706) durch die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) vor dem Verlassen des ersten Mobilfunkbereichs (702), und
– Verlassen des ersten Mobilfunkbereichs (702) durch die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710), wenn ein vorbestimmtes Kriterium erfüllt wird.

7. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) in einem Funk-Ressourcen-Steuerungs-Kommunikationsprotokoll-Ruhezustand ist.

8. Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710), aufweisend:
– eine Mobilfunkbereichswechsel-Steuerungseinheit zum Steuern eines Kommunikationswechsels der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) von einem ersten Mobilfunkbereich (702) in einen zweiten Mobilfunkbereich (706), wenn sich die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) in einem Zustand ohne eine Signalisierungs-Kommunikationsverbindung und ohne eine Daten-Kommunikationsverbindung mit einer Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) in dem ersten Mobilfunkbereich (702) befindet;
– einen Empfänger zum Empfangen von ersten Signalen von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) des ersten Mobilfunkbereichs (702) und von zweiten Signalen von einer Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) des zweiten Mobilfunkbereichs (706), wenn die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) den ersten Mobilfunkbereich (702) verlässt und in den zweiten Mobilfunkbereich (706) eintritt,
– einen ersten Speicherabschnitt zum temporären Speichern von ersten Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den ersten Mobilfunkbereich (702) für einen vorbestimmten Zeitraum, wobei die ersten Mobilfunk-Ressourcen-Daten zum Empfangen der ersten Signale von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) des ersten Mobilfunkbereichs (702) genutzt werden, und wobei der vorbestimmte Zeitraum nach dem Vollenden des Eintretens der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) in den ersten zweiten Mobilfunkbereich (706) und dem Verlassen der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) des ersten Mobilfunkbereichs (702) beginnt,
– einen zweiten Speicherabschnitt zum Speichern für zumindest einen Teil des vorbestimmten Zeitraums von zweiten Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den zweiten Mobilfunkbereich (706), wobei die zweiten Mobilfunk-Ressourcen-Daten zum Empfangen der zweiten Signale von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) des zweiten Mobilfunkbereichs (706) genutzt werden, und
– wobei die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) derart eingerichtet ist, dass sie zumindest für einen Teil des vorbestimmten Zeitraums die ersten Mobilfunk-Ressourcen-Daten zum Senden von Daten an die Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) des ersten Mobilfunkbereichs (702) nutzen kann und die zweiten Mobilfunk-Ressourcen-Daten zum Senden von Daten an die Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) des zweiten Mobilfunkbereichs (706) nutzen kann.

9. Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) gemäß Anspruch 8,
– wobei die ersten Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den ersten Mobilfunkbereich (702) Daten über einen Paging-Kanal aufweisen, der von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) des ersten Mobilfunkbereichs (702) genutzt wird, und
– wobei die zweiten Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den zweiten Mobilfunkbereich (706) Daten über einen Paging-Kanal aufweisen, der von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) des zweiten Mobilfunkbereichs (706) genutzt wird.

10. Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) gemäß Anspruch 8 oder 9,
– wobei der Empfänger zum Empfangen der ersten Signale von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) über einen ersten Paging-Kanal des ersten Mobilfunkbereichs (702) eingestellt ist, und
– wobei der Empfänger zur gleichen Zeit zum Empfangen der zweiten Signale von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) über einen zweiten Paging-Kanal des zweiten Mobilfunkbereichs (706) eingestellt ist.

11. Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) gemäß einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei der erste Mobilfunkbereich (702) mindestens eine Mobilfunkzelle aufweist.

12. Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) gemäß einem der Ansprüche 8 bis 11, wobei der zweite Mobilfunkbereich (706) mindestens eine Mobilfunkzelle aufweist.

13. Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) gemäß Anspruch 8, ferner aufweisend:
einen Timer, der Zeitinformation zum Bestimmen des vorbestimmten Zeitraums bereitstellt.

14. Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) gemäß einem der Ansprüche 8 bis 13,
– wobei der Empfänger vor dem Verlassen des ersten Mobilfunkbereichs (702) Systeminformation über den zweiten Mobilfunkbereich (706) empfängt,
– wobei die Mobilfunkbereich-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) ferner zum Bestimmen, ob ein vorbestimmtes Kriterium erfüllt ist, eine Ermittlungs-Einheit unter Berücksichtigung der empfangenen Systeminformation aufweist, und
– wobei die Steuerungseinheit den Kommunikationswechsel der Mobilfunk Kommunikationsvorrichtung (110, 710) von dem ersten Mobilfunkbereich (702) zu dem zweiten Mobilfunkbereich (706) steuert, wenn das vorbestimmte Kriterium erfüllt ist.

15. Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) gemäß einem der Ansprüche 8 bis 14, ferner aufweisend: einen weiteren Timer zum Bereitstellen von weiterer Zeitinformation zum Ermitteln eines weiteren Zeitraums, während dessen kein Versorgungsbereich-Aktualisierungsvorgang durchgeführt wird.

16. Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) gemäß einem der Ansprüche 8 bis 15, wobei die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) in einem Funk-Ressourcen-Steuerungs-Kommunikationsprotokoll-Ruhestand ist.

17. Verfahren zum Übertragen von Signalen in einen Mobilfunkbereich (702, 706), aufweisend: Steuern zum Übertragen von Paging-Signalen in einem Mobilfunkbereich (702, 706), aufweisend:
Steuern der Übertragung von Paging-Signalen in den Mobilfunkbereich (702), wobei die Übertragung der Paging-Signale in den Mobilfunkbereich (702) zeitlich so abgestimmt wird, dass eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710), die sich in dem Mobilfunkbereich (702) befindet, die Paging-Signale des Mobilfunkbereichs (702) und in einen anderen Mobilfunkbereich (706) übertragene Paging-Signale empfangen kann, und wobei die Übertragung der Paging-Signale so koordiniert wird, dass die Paging-Signale des Mobilfunkbereichs (702) und die in den anderen Mobilfunkbereich (706) übertragenen Paging-Signale nicht zur gleichen Zeit auftreten.

18. Verfahren gemäß Anspruch 17, wobei der Mobilfunkbereich (702) mindestens eine Mobilfunkzelle aufweist.

19. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 17 oder 18, wobei die Paging-Signale für einen vorbestimmten Zeitraum in den Mobilfunkbereich (702) übertragen werden.

20. Verfahren gemäß Anspruch 19, wobei der vorbestimmte Zeitraum nach dem Eintreten der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) in den anderen Mobilfunkbereich (706) und dem Verlassen der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) des Mobilfunkbereichs (702) beginnt.

21. Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600), aufweisend:
– einen Sender zum Übermitteln von Paging-Signalen in einen Mobilfunkbereich (702), welchem die Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) zugeordnet ist,
– eine Steuerungseinheit zum Steuern des Übermittelns der Paging-Signale in den Mobilfunkbereich (702), wobei das Übermitteln der Paging-Signale in den Mobilfunkbereich (702) zeitlich so abgestimmt ist, dass eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710), die sich in dem Mobilfunkbereich (702) befindet, die Paging-Signale von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) sowie in einen anderen Mobilfunkbereich (706) übertragene Paging-Signale empfangen kann,
– wobei das Übermitteln der Paging-Signale so koordiniert ist, dass die Paging-Signale des Mobilfunkbereichs (702) und die in den anderen Mobilfunkbereich (706) übertragenen Paging-Signale nicht zur gleichen Zeit auftreten.

22. Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) gemäß Anspruch 21, wobei der Sender die Paging-Signale in einen Paging-Kanal des Mobilfunkbereichs übermittelt.

23. Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) gemäß einem der Ansprüche 21 oder 22, wobei die Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) eine Mobilfunk-Basisstation ist.

24. Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) gemäß Anspruch 22 oder 23, wobei der Sender die Paging Signale für einen vorbestimmten Zeitraum in den Paging-Kanal des Mobilfunkbereichs übermittelt.

25. Mobilfunk-Netzwerkeinheit (600) gemäß Anspruch 24, wobei der vorbestimmte Zeitraum nach dem Eintreten der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) in den anderen Mobilfunkbereich (706) und dem Verlassen der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (110, 710) des Mobilfunkbereichs (702) beginnt.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auswählen eines Mobilfunkbereichs, eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung, ein Verfahren zum Übermitteln von Signalen in einen Mobilfunkbereich und eine Mobilfunk-Netzwerkeinheit.

Gemäß einem Kommunikationssystem, das wie ein universelles mobiles Telekommunikationssystem (engl. Universal Mobile Telecommunications System, UMTS) eingerichtet ist, kann sich eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung in einem Ruhezustand befinden, in welchem ihre Position dem Kommunikationsnetzwerk auf der Ebene eines Versorgungsgebiets, zum Beispiel eines sogenannten Registrierungsbereichs (RA, engl. Registration Area) gemäß UMTS oder eines Tracking-Bereichs (TA, engl. Tracking Area) gemäß Long-Term-Evolution (LTE) bekannt ist.

Aufgrund der Mobilität der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung kann sie eine Mobilfunkzelle oder einen Versorgungsbereich auswählen oder erneut auswählen. Nach der Auswahl oder der Neu-Auswahl empfängt die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung dann über einen oder mehrere Kanäle Signale, die von der neuen Mobilfunkzelle oder dem neuen Versorgungsbereich bereitgestellt werden.

Somit besteht ein Bedarf an einem effizienten Bereitstellen einer Auswahl oder einer Neu-Auswahl einer Mobilfunkzelle oder eines Versorgungsbereichs in einem Mobilfunk-Kommunikations-System.

Die Druckschrift DE 10 2004 027 811 A1 beschreibt ein Kommunikationssystem, bei dem beim Abbau einer Funkverbindung mit mindestens einem physikalischen Kanal zwischen einem Teilnehmergerät und einem Kommunikationsnetzwerk Werte von Parametern, die die Eigenschaften des physikalischen Kanals spezifizieren, gespeichert werden. Eine Funkverbindung kann gemäß den gespeicherten Parameterwerten aufgebaut werden.

In der Druckschrift US 5,930,710 A ist ein zelluläres Telefonsystem mit einer Mehrzahl von Mobilfunkzellen beschrieben, wobei die Mobilfunkzellen von Basisstationen betrieben werden, die mit einer zentralen Kontrolleinheit (z. B. einem Mobile Switching Center) kommunizieren, die die Funktion des Netzwerks steuert. Jeder Mobilfunkzelle ist ein Zellauswahl-Hysteresewert zugeordnet.

Die Druckschrift DE 10 2005 009 897 A1 beschreibt ein Verfahren zu Optimierung der Cell-Reselection-Prozedur, so dass eine individuelle Anpassung aufgrund der Mobilfunkendgerätegeschwindigkeit durchführbar ist.

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist ein Verfahren zum Auswählen eines Mobilfunkbereichs vorgesehen, aufweisend: eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung, die in einem Zustand ohne eine Signalisierungs-Kommunikationsverbindung und ohne eine Daten-Kommunikationsverbindung mit einer Mobilfunk-Netzwerkeinheit in einem ersten Mobilfunkbereich ist, wobei die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung den ersten Mobilfunkbereich verlässt, Eintreten der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung in einen zweiten Mobilfunkbereich, und Empfangen in der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung von ersten Signalen von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit des ersten Mobilfunkbereichs und von zweiten Signalen von einer Mobilfunk-Netzwerkeinheit des zweiten Mobilfunkbereichs, temporäres Speichern erster Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den ersten Mobilfunkbereich für einen vorbestimmten Zeitraum durch die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung, wobei die ersten Mobilfunk-Ressourcen-Daten zum Empfangen der ersten Signale von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit des ersten Mobilfunkbereichs verwendet werden, und wobei der vorbestimmte Zeitraum nach dem Eintreten der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung in den zweiten Mobilfunkbereich und dem Verlassen der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung des ersten Mobilfunkbereichs beginnt und Speichern zumindest für einen Teil des vorbestimmten Zeitraums von zweiten Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den zweiten Mobilfunkbereich durch die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung, wobei die zweiten Mobilfunk-Ressourcen-Daten zum Empfangen der zweiten Signale von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit des zweiten Mobilfunkbereichs verwendet werden.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die ersten Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den ersten Mobilfunkbereich Daten über einen von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit des ersten Mobilfunkbereichs genutzten Paging-Kanal (Funkruf-Kanal) aufweisen, und/oder dass die zweiten Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den zweiten Mobilfunkbereich Daten über einen von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit des zweiten Mobilfunkbereichs genutzten Paging-Kanal aufweisen.

Gemäß noch einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung ihren Empfänger zum Empfangen der ersten Signale von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit über einen ersten Paging-Kanal des ersten Mobilfunkbereichs einstellt, und dass die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung zur gleichen Zeit ihren Empfänger zum Empfangen der zweiten Signale von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit über einen zweiten Paging-Kanal des zweiten Mobilfunkbereichs einstellt.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass der erste Mobilfunkbereich mindestens eine Mobilfunkzelle aufweist.

Es kann vorgesehen sein, dass der zweite Mobilfunkbereich mindestens eine Mobilfunkzelle aufweist.

Ferner kann ein Verfahren vorgesehen sein, aufweisend: Empfangen von Systeminformation über den zweiten Mobilfunkbereich durch die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung vor dem Verlassen des ersten Mobilfunkbereichs, und Verlassen des ersten Mobilfunkbereichs durch die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung, wenn ein vorbestimmtes Kriterium erfüllt wird.

Die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung kann in einem Funk-Ressourcen-Steuerungs-Kommunikationsprotokoll-Ruhezustand sein.

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung vorgesehen sein, aufweisend: eine Mobilfunkbereichswechsel-Steuerungseinheit zum Steuern eines Kommunikationswechsels der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung von einem ersten Mobilfunkbereich in einen zweiten Mobilfunkbereich, wenn sich die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung in einem Zustand ohne eine Signalisierungs-Kommunikationsverbindung und ohne eine Daten-Kommunikationsverbindung mit einer Mobilfunk-Netzwerkeinheit in dem ersten Mobilfunkbereich befindet; einen Empfänger zum Empfangen von ersten Signalen von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit des ersten Mobilfunkbereichs und von zweiten Signalen von einer Mobilfunk-Netzwerkeinheit des zweiten Mobilfunkbereichs, wenn die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung den ersten Mobilfunkbereich verlässt und in den zweiten Mobilfunkbereich eintritt, einen ersten Speicherabschnitt zum temporären Speichern von ersten Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den ersten Mobilfunkbereich für einen vorbestimmten Zeitraum, wobei die ersten Mobilfunk-Ressourcen-Daten zum Empfangen der ersten Signale von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit des ersten Mobilfunkbereichs genutzt werden und wobei der vorbestimmte Zeitraum nach dem Eintreten der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung in den zweiten Mobilfunkbereich und dem Verlassen der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung des ersten Mobilfunkbereichs beginnt, und einen zweiten Speicherabschnitt zum Speichern für zumindest einen Teil des vorbestimmten Zeitraums von zweiten Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den zweiten Mobilfunkbereich, wobei die zweiten Mobilfunk-Ressourcen-Daten zum Empfangen der zweiten Signale von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit des zweiten Mobilfunkbereichs genutzt werden.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die ersten Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den ersten Mobilfunkbereich Daten über einen Paging-Kanal aufweisen, der von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit des ersten Mobilfunkbereichs genutzt wird, und dass die zweiten Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den zweiten Mobilfunkbereich Daten über einen Paging-Kanal aufweisen, der von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit des zweiten Mobilfunkbereichs genutzt wird.

Es kann vorgesehen sein, dass der Empfänger zum Empfangen der ersten Signale von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit über einen ersten Paging-Kanal des ersten Mobilfunkbereichs. eingestellt ist, und dass der Empfänger zur gleichen Zeit zum Empfangen der zweiten Signale von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit über einen zweiten Paging-Kanal des zweiten Mobilfunkbereichs eingestellt ist.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der erste Mobilfunkbereich mindestens eine Mobilfunkzelle aufweist.

Gemäß noch einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der zweite Mobilfunkbereich mindestens eine Mobilfunkzelle aufweist.

Die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung kann ferner einen Timer aufweisen, der Zeitinformation zum Bestimmen des vorbestimmten Zeitraums bereitstellt.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass der Empfänger vor dem Verlassen des ersten Mobilfunkbereichs Systeminformation über den zweiten Mobilfunkbereich empfängt, dass die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung ferner zum Bestimmen, ob ein vorbestimmtes Kriterium erfüllt ist, eine Bestimmungs-Einheit unter Berücksichtigung der empfangenen Systeminformation aufweist, und dass die Steuerungseinheit den Kommunikationswechsel der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung von dem ersten Mobilfunkbereich zu dem zweiten Mobilfunkbereich steuert, wenn das vorbestimmte Kriterium erfüllt ist.

Es kann vorgesehen sein, dass die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung ferner einen weiteren Timer zum Bereitstellen von weiterer Zeitinformation zum Bestimmen eines weiteren Zeitraums aufweist, während dessen kein Versorgungsbereich-Aktualisierungsvorgang durchgeführt wird.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung in einem Funk-Ressourcen-Steuerungs-Kommunikationsprotokoll-Ruhezustand ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann ein Verfahren zum Übertragen von Signalen in einen Mobilfunkbereich vorgesehen sein, aufweisend: Steuern der Übertragung von Paging-Signalen in den Mobilfunkbereich, so dass eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung, die sich in dem Mobilfunkbereich befindet, die Paging-Signale des Mobilfunkbereichs und in einen anderen Mobilfunkbereich übertragene Paging-Signale empfangen kann.

Es kann vorgesehen sein, dass der Mobilfunkbereich mindestens eine Mobilfunkzelle aufweist.

Ferner kann vorgesehen sein, dass die Paging-Signale für einen vorbestimmten Zeitraum in den Mobilfunkbereich übertragen werden.

Weiterhin kann vorgesehen sein, dass der vorbestimmte Zeitraum nach einem Auftreten eines vorbestimmten Ereignisses gestartet wird.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass das vorbestimmte Ereignis ein Ereignis ist, das aus einer Gruppe von Ereignissen ausgewählt wird, die aufweist: Vollenden des Eintretens der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung in den zweiten Mobilfunkbereich, und Erfülltsein des vorbestimmten Kriteriums zum Verlassen des ersten Mobilfunkbereichs.

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann eine Mobilfunk-Netzwerkeinheit vorgesehen sein, aufweisend: einen Sender zum Übermitteln von Paging-Signalen in einen Mobilfunkbereich, welchem die Mobilfunk-Netzwerkeinheit zugeordnet ist, eine Steuerungseinheit zum Steuern des Übermittelns der Paging-Signale in den Mobilfunkbereich, so dass eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung, die sich in dem Mobilfunkbereich befindet, die Paging-Signale von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit sowie in einen anderen Mobilfunkbereich übertragene Paging-Signale empfangen kann.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass der Sender die Paging-Signale in einen Paging-Kanal des Mobilfunkbereichs übermittelt.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Mobilfunk-Netzwerkeinheit eine Mobilfunk-Basisstation ist.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Sender die Paging-Signale für einen vorbestimmten Zeitraum in den Paging-Kanal des Mobilfunkbereichs übermittelt.

Gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der vorbestimmte Zeitraum nach einem Auftreten eines vorbestimmten Ereignisses beginnt.

Ferner kann vorgesehen sein, dass das vorbestimmte Ereignis ein Ereignis ist, das aus einer Gruppe von Ereignissen ausgewählt wird, die aufweist: Vollenden des Eintretens der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung in den zweiten Mobilfunkbereich, und Erfülltsein des vorbestimmten Kriteriums zum Verlassen des ersten Mobilfunkbereichs.

In den Zeichnungen beziehen sich gleiche Bezugszeichen im Allgemeinen auf die gleichen Teile durch die verschiedenen Ansichten. Die Zeichnungen sind nicht zwangsläufig maßstabsgetreu, stattdessen liegt der Schwerpunkt im Allgemeinen darauf, die Prinzipien der Ausführungsbeispiele der Erfindung zu veranschaulichen. In der folgenden Beschreibung sind verschiedene Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die folgenden Figuren beschrieben.

Es zeigen

1 ein Mobilfunk-Kommunikationssystem gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

2 ein Verfahren zum Auswählen eines Mobilfunkbereichs gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

3 eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

4 eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;

5 ein Verfahren zum Übermitteln von Signalen in einen Mobilfunkbereich gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

6 eine Mobilfunk-Netzwerkeinheit gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

7 eine Ausführungsform der Erfindung; und

8 eine Ausführungsform der Erfindung.

In den beschriebenen Ausführungsformen wird ein Mobilfunk-Kommunikationssystem bereitgestellt, zum Beispiel ein zellulares Mobilfunk-Kommunikationssystem, zum Beispiel eines der folgenden Kommunikationssysteme:

  • • ein Mobilfunk-Kommunikationssystem gemäß einem Groupe-Speciale-Mobile-Standard (GSM)
  • • ein Mobilfunk-Kommunikationssystem gemäß einem 3GPP-Standard (3GPP, engl. Third Generation Partnership Project), wie zum Beispiel gemäß einem GPRS-Standard (GPRS, engl. General Packet Radio System), gemäß einem EDGE-Standard (EDGE, engl. Enhanced Data rates for GSM Evolution), gemäß einem UMTS-Standard (UMTS, engl. Universal Mobile Telephone System), gemäß einem LTE-Standard (LTE, engl. Long Term Evolution), und so weiter,
  • • ein Mobilfunk-Kommunikationssystem gemäß einem FOMA-Standard (FOMA, engl. Freedom of Mobile Multimedia Access),
  • • ein Mobilfunk-Kommunikationssystem gemäß einem CDMA-Standard (CDMA, engl. Code Division Multiple Access, Code-Teilungs-Mehrfachzugriff),
  • • ein Mobilfunk-Kommunikationssystem gemäß einem CDMA-200-Standard (CDMA, engl. Code Division Multiple Access, Code-Teilungs-Mehrfachzugriff).

In einer alternativen Ausführungsform der Erfindung kann jedes andere geeignete Mobilfunk-Kommunikationssystem bereitgestellt werden.

In einer Ausführungsform der Erfindung ist das Mobilfunk-Kommunikationssystem ein LTE-Mobilfunk-Kommunikationssystem, das heißt ein weiter entwickeltes UMTS-Mobilfunk-Kommunikationssystem auf der Grundlage eines OFDMA-Mehrfach-Zugriffs-Schemas (OFDMA, engl. Orthogonal Frequency Division Multiple Access, Orthogonale-Frequenz-Teilungs-Mehrfachzugriff) in einer Downlink-Verbindungs-Übertragungsrichtung (das heißt, zum Beispiel in einer Übertragungsrichtung von einer Mobilfunk-Kommunikationsnetzwerk-Einheit, wie zum Beispiel einer Mobilfunk-Basisstation zu der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung, wie zum Beispiel einem Teilnehmergerät (UE, engl. User Equipment), und in Uplink-Verbindungs-Übertragungsrichtung (zum Beispiel in einer Übertragungsrichtung von einer Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung, wie zum Beispiel einem Teilnehmergerät (UE, engl. User Equipment) zu einer Mobilfunk-Kommunikationsnetzwerk-Einheit, wie zum Beispiel einer Mobilfunk-Basisstation.

Bei einem LTE-Mobilfunk-Kommunikationssystem werden die Mobilfunk-Vorrichtungen, wie gemäß UMTS, weiterhin zum Beispiel als Teilnehmergeräte (engl. User Equipment, UE) bezeichnet. Das Mobilfunk-Kommunikationsnetzwerk weist das sogenannte Kernnetzwerk (engl. Core Network, CN) und das Funk-Zugangs-Netzwerk (engl. Radio Access Network, RAN) auf.

1 zeigt ein LTE-Mobilfunk-Kommunikationssystem 100 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, welches das Kernnetzwerk 102 und das Funk-Zugangs-Netzwerk 104 aufweist.

In einer Ausführungsform der Erfindung weist das Funk-Zugangs-Netzwerk 104 eine Basisstation oder eine Mehrzahl von Basisstationen (eNB) 106 auf. Obwohl in 1 nur eine Basisstation dargestellt ist, kann in einer alternativen Ausführungsform der Erfindung eine beliebige Anzahl von Basisstationen 106 vorgesehen sein. In einer Ausführungsform der Erfindung weist das LTE-Mobilfunk-Kommunikationssystem 100 eine Mehrzahl von Mobilfunk-Versorgungsbereichen, zum Beispiel Mobilfunk-Kommunikationszellen 108 auf. In einer Ausführungsform der Erfindung ist jeweils eine oder eine Mehrzahl von Basisstationen 106 jedem Mobilfunk-Versorgungsbereich zugeordnet. Die Basisstation 106 stellt eine Funk-Kommunikationsverbindung zu einer Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 bereit (zum Beispiel einem Mobilfunk-Kommunikations-Endgerät, wie zum Beispiel einem Teilnehmergerät (UE)), das in der Reichweite des Mobilfunk-Versorgungsbereichs 108 positioniert ist, für den die Basisstation 106 zuständig ist. Im Allgemeinen kann eine beliebige Anzahl von Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtungen 110 vorgesehen sein und in jedem Mobilfunk-Versorgungsbereich 108 versorgt werden.

Gemäß LTE weist das Kernnetzwerk 102 unter anderem ein Zugangs-Gateway (aGW) 112 auf, das zum Beispiel das Kommunikationsprotokoll zum Handhaben der Mobilität der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtungen bereitstellt (Mobilitäts-Management, MM).

Die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 kann sich in verschiedenen Kommunikationsprotokoll-Zuständen befinden. Beispielsweise kann sich die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 in den folgenden Kommunikationsprotokoll-Zuständen gemäß einem Schicht-3-Protokoll, zum Beispiel gemäß dem RRC-Protokoll (RRC, Radio Resource Control Protocol, Funkressourcen-Steuerungsprotokoll) befinden:

Ruhezustand (Idle Mode State):

Im Ruhezustand hat die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 weder eine Signalisierungs-Kommunikationsverbindung noch eine Daten-Kommunikationsverbindung mit einer Mobilfunk-Netzwerkeinheit, zum Beispiel einer Basisstation. Die Position der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 ist auf einer UTRAN-Registrierungsbereichs-Ebene (UTRAN, engl. UMTS Terrestrial Radio Access Network, UMTS-terrestrisches-Funkzugangs-Netzwerk) bekannt (gemäß LTE ist die Position der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 zum Beispiel auf einer URA-Tracking-Bereichs-Ebene bekannt).

URA_PCH-Zustand:

Im URA_PCH-Zustand hat die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 keinen zugeordneten dedizierten Kanal zu der Mobilfunk-Netzwerk-Einheit, zum Beispiel eine Basisstation. Die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 kann einen Paging-Kanal (PCH, engl. Paging Channel) auswählen und verwendet diskontinuierlichen Empfang (DRX, engl. Discontinuous Reception) zum Überwachen des ausgewählten PCH über einen assoziierten Paging-Anzeiger-Kanal (PICH, Paging Indicator Channel). In diesem Kommunikationsprotokoll-Zustand ist keine Uplink-Aktivität möglich. Die Position der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 ist auf einer UTRAN-Registrierungsbereichs-Ebene (UTRAN, engl. UMTS Terrestrial Radio Access Network, UMTS-terrestrisches-Funkzugangs-Netzwerk) bekannt, gemäß dem URA, der der MobilfunkKommunikationsvorrichtung 110 während der letzten URA-Aktualisierung in dem CELL_FACH-Zustand zugeordnet wurde (gemäß LTE ist die Position der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 zum Beispiel auf einer URA-Tracking-Bereich-Ebene bekannt).

CELL_PCH-Zustand:

Im CELL_PCH-Zustand hat die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 keinen zugewiesenen physikalischen Kanal zu der Mobilfunk-Netzwerkeinheit, zum Beispiel eine Basisstation. Die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 kann einen Paging-Kanal (PCH) auswählen und verwendet diskontinuierlichen Empfang (DRX, engl. Discontinuous Reception) zum Überwachen des ausgewählten PCH über einen assoziierten Paging-Anzeiger-Kanal (PICH). In diesem Kommunikationsprotokoll-Zustand ist keine Uplink-Aktivität möglich. Die Position der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 ist durch UTRAN (gemäß LTE zum Beispiel durch URA) auf Mobilfunkzellen-Ebene gemäß der Mobilfunkzelle bekannt, wo die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 zuletzt eine Mobilfunkzellen-Aktualisierung im CELL_FACH-Zustand durchgeführt hat.

CELL_FACH-Zustand:

Im CELL_FACH-Zustand hat die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 keinen zugewiesenen dedizierten physikalischen Kanal zu der Mobilfunk-Netzwerkeinheit, zum Beispiel eine Basisstation. Die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 überwacht kontinuierlich einen Vorwärts-Zugangskanal (engl. Forward Access Channel, FACH) im Downlink. Der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 ist ein vorgegebener gemeinsamer oder geteilter Transport-Kanal im Uplink (zum Beispiel ein Vielfachzugriffs-Kanal, [RACH, Random Access Channel]) zugeordnet, den sie zu jeder Zeit gemäß dem Zugangsvorgang für diesen Transportkanal nutzen kann. Die Position der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 ist durch UTRAN (gemäß LTE zum Beispiel durch URA) auf einer Mobilfunkzellen-Ebene gemäß der Mobilfunkzelle bekannt, wo die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 zuletzt eine Mobilfunkzellen-Aktualisierung durchgeführt hat. Im Zeitteilungs-Duplex-Modus (TDD, engl. Time Division Duplex) können ein oder mehrere Uplink-geteilte-Kanäle-(USCH, engl. Uplink Shared Channels) oder Downlink-geteilte-Kanäle-(DSCH, engl. Downlink Shared Channels)-Transportkanäle gebildet worden sein.

CELL_DCH-Zustand:

Im CELL_DCH-Zustand hat die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 einen zugewiesenen dedizierten physikalischen Kanal zu der Mobilfunk-Netzwerk-Einheit, zum Beispiel eine Basisstation in Uplink und in Downlink. Die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 ist auf Mobilfunkzellen-Ebene gemäß ihrer aktuellen aktiven Einstellung bekannt. Dedizierte Transportkanäle, Downlink- und Uplink-(TDD)-geteilte Transportkanäle und eine Kombination dieser Transportkanüle können von der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 genutzt werden.

Somit ist die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 und damit auch ihre Position im Ruhezustand auf Mobilitäts-Management-Protokoll-Ebene innerhalb eines Versorgungsbereichs (zum Beispiel des Registrierungsbereichs oder des Tracking-Bereichs) bekannt, der von dem Mobilfunk-Anbieter eingerichtet werden kann. Der Versorgungsbereich (zum Beispiel der Registrierungsbereich oder der Tracking-Bereich) kann eine Mobilfunkzelle oder eine Mehrzahl von Mobilfunkzellen aufweisen. Bei LTE zum Beispiel wird der Versorgungsbereich auch als Tracking-Bereich (TA, Tracking Area) bezeichnet. In Fall eines eingehenden Anrufs oder einer beginnenden Datenübertragung wird zuerst die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung110 in dem gesamten Versorgungsbereich mittels einer sogenannten Paging-Nachricht ausgerufen (auch als ”gepaged” bezeichnet), damit der Aufenthaltsort der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 auf Mobilfunkzellen-Ebene bestimmt werden kann.

Aufgrund der Mobilität einer Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung sind Mobilfunkzellenwechsel (auch als Umschalten oder Neuauswählen bezeichnet) innerhalb eines Mobilfunk-Kommunikationssystems, zum Beispiel innerhalb eines LTE-Mobilfunk-Kommunikationssystems zu jeder Zeit möglich. Bevor eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung in eine andere Mobilfunkzelle wechselt (mit anderen Worten, bevor eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung eine andere Mobilfunkzelle zum Einbuchen neu auswählt), liest die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung, die sich im Ruhezustand befindet, die von der möglichen neuen Mobilfunkzelle gesendete Systeminformation (die über sogenannte System-Informationsblöcke (SIB) empfangen werden kann). In dem Fall, dass die mögliche neue Mobilfunkzelle vordefinierte Kriterien für einen vorbestimmten Zeitraum erfüllt (der auch als TNeuauswahl bezeichnet wird), schaltet die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung in diese neue Mobilfunkzelle. In diesem Fall führt die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung einen Zellen-Neuauswahl-Vorgang durch (Zellen-Neuauswahl). Anschließend empfängt und sendet die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung ihre Informationen mittels der Funkkanäle dieser neuen Mobilfunkzelle.

In diesem Fall kann die neue Mobilfunkzelle zu dem gleichen Versorgungsbereich gehören wie die alte Mobilfunkzelle. Die neue Mobilfunkzelle kann jedoch auch zu einem anderen Versorgungsbereich gehören, als die alte Mobilfunkzelle.

Wenn die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung ermittelt, dass sie sich in dem Versorgungsbereich eines neuen Versorgungsgebietes befindet, wenn sie die Systeminformation liest (zum Beispiel wenn sie die NAS-System-Information im System-Informationsblock 1 (SIB1) gemäß UMTS oder LTE liest), informiert die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung die MM-Schicht-Einheit in der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung darüber. In Antwort auf diese Benachrichtigung initiiert die MM-Schicht-Einheit in der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung einen Versorgungsbereich-Aktualisierungs-Vorgang (zum Beispiel einen Tracking-Bereich-Aktualisierungsvorgang [TAU, engl. Tracking Area Update Procedure]), bei welchem die MM-Schicht-Einheit in der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung die jeweilige MM-Schicht-Einheit in dem Kernnetzwerk (CN) informiert, in welchem neuen Versorgungsbereich die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung jetzt positioniert ist und in welchem neuen Versorgungsbereich die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung von nun an gepaged werden soll.

Um zu verhindern, dass die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung nach dem erfolgreichen Vollenden einer Zellen-Neuauswahl sofort in die alte Mobilfunkzelle zurückschaltet (sogenannter Ping-Pong-Effekt), da sich die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung zum Beispiel nahe bei der Mobilfunkzellen-Grenze befindet, müssen die Zellen-Neuauswahl-Kriterien normalerweise vordefinierte Werte für einen vorbestimmten Zeitraum TNeuauswahl erfüllen, bevor ein weiterer Zellen-Neuauswahl-Vorgang (und wenn erforderlich ein weiterer TAU-Vorgang) initiiert werden könnte. Beispielsweise kann der Zeitraum TNeuauswahl bis zu 31 Sekunden betragen.

Wenn sich die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung, nachdem sie eine Zellen-Neuauswahl erfolgreich vollendet hat, in dem Mobilfunkzellen-Grenzbereich befindet oder wenn die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung sich in das Versorgungsgebiet der alten Mobilfunkzelle bewegt, dann kann die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung in besonderen Fällen nicht erreichbar sein, mit anderen Worten könnte es nicht länger möglich sein, die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung zu pagen und die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung kann ihre Nachrichten nicht mehr länger ablegen. Erst nach einer weiteren Zellen-Neuauswahl kann sie wieder auf die ”alten” Ressourcen zugreifen.

Somit kann es sein, dass die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung in diesem Fall möglicherweise für einen längeren Zeitraum nicht erreichbar ist. Ferner ist in diesem Fall ein hoher Signalisierungs-Aufwand für zusätzliche Zellen-Neuauswahl-Vorgänge und Versorgungsgebiet-Aktualisierungs-Vorgänge (zum Beispiel TAU-Vorgänge) erforderlich.

In einer Ausführungsform der Erfindung sind sowohl in der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung als auch in dem Mobilfunk-Netzwerk durchgeführte Verfahren vorgesehen, die die Erreichbarkeit von Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtungen verbessern.

2 zeigt ein Verfahren 200 zum Auswählen eines Mobilfunkbereichs gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.

In 202 verlässt eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (zum Beispiel eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110), die in einem Zustand ohne eine Signalisierungs-Kommunikations-Verbindung und eine Daten-Kommunikationsverbindung mit einer Mobilfunk-Netzwerkeinheit in einem ersten Mobilfunkbereich ist (zum Beispiel im Ruhezustand) den ersten Mobilfunkbereich.

In 204 tritt die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung in einen zweiten Mobilfunkbereich ein (in einer Ausführungsform der Erfindung befindet sich die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung bei 204 noch immer in einem Zustand ohne eine Signalisierungs-Kommunikationsverbindung und eine Daten-Kommunikationsverbindung mit einer Mobilfunk-Netzwerkeinheit in einem ersten Mobilfunkbereich (zum Beispiel im Ruhezustand)).

In 206 empfängt die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung erste Signale von der Mobilfunk-Netzwerkeinheit des ersten Mobilfunkbereichs und zweite Signale von einer Mobilfunk-Netzwerkeinheit des zweiten Mobilfunkbereichs (in einer Ausführungsform der Erfindung befindet sich die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung in 206 noch immer in einem Zustand ohne eine Signalisierungs-Kommunikations-Verbindung und eine Daten-Kommunikationsverbindung mit einer Mobilfunk-Netzwerk-Einheit in einem ersten Mobilfunkbereich (zum Beispiel im Ruhezustand)).

In einer Ausführungsform der Erfindung speichert die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung in 208 temporär erste Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den ersten Mobilfunkbereich für einen vorbestimmten Zeitraum, wobei die ersten Mobilfunk-Ressourcen-Daten zum Empfangen der ersten Signale von der Mobilfunk-Netzwerk-Einheit des ersten Mobilfunkbereichs verwendet werden.

Des Weiteren speichert die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung in einer Ausführungsform in 210 zumindest teilweise zur gleichen Zeit zweite Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den zweiten Mobilfunkbereich, wobei die zweiten Mobilfunk-Ressourcen-Daten zum Empfangen der zweiten Signale von der Mobilfunk-Netzwerk-Einheit des zweiten Mobilfunkbereichs verwendet werden.

In einer Ausführungsform der Erfindung stellt die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung ihren Empfänger so ein, dass sie die ersten Signale von der Mobilfunk-Netzwerk-Einheit über einen ersten Paging-Kanal des ersten Mobilfunkbereichs empfängt. Des Weiteren stellt die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung in einer Ausführungsform der Erfindung zur gleichen Zeit ihren Empfänger so ein, dass sie die zweiten Signale von der Mobilfunk-Netzwerk-Einheit über einen zweiten Paging-Kanal des zweiten Mobilfunkbereichs empfängt.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weisen die ersten Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den ersten Mobilfunkbereich Daten über einen Paging-Kanal auf, der von der Mobilfunk-Netzwerk-Einheit des ersten Mobilfunkbereichs verwendet wird, und die zweiten Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den zweiten Mobilfunkbereich weisen Daten über einen Paging-Kanal auf, der von der Mobilfunk-Netzwerk-Einheit des zweiten Mobilfunkbereichs verwendet wird. In einer Ausführungsform der Erfindung können die ersten Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den ersten Mobilfunkbereich Daten über den (die) Frequenzbereich(e) aufweisen, der (die) von der ersten Mobilfunk-Basisstation 704 für den Paging-Kanal (die Paging-Kanäle) genutzt wird (werden). Des Weiteren können die ersten Mobilfunk-Ressourcen-Daten Daten über den (die) Frequenzbereich(e) aufweisen, der (die) für den Uplink-Kanal (die Uplink-Kanäle) genutzt wird, der (die) zum Übertragen von Daten von der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung zu der ersten Mobilfunk-Basisstation 704 genutzt werden kann (können). In einer Ausführungsform der Erfindung können die zweiten Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den zweiten Mobilfunkbereich Daten über den Frequenzbereich (die Frequenzbereiche) aufweisen, der (die) für den Paging-Kanal (die Paging-Kanäle) von der zweiten Mobilfunk-Basisstation 708 genutzt wird (werden). Des Weiteren können die zweiten Mobilfunk-Ressourcen-Daten Daten über den Frequenzbereich (die Frequenzbereiche) aufweisen, der (die) für den Uplink-Kanal (die Uplink-Kanäle) genutzt wird (werden), der (die) zum übertragen von Daten von der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung zu der zweiten Mobilfunk-Basisstation 708 genutzt werden kann (können).

Des Weiteren kann der erste Mobilfunkbereich mindestens eine Mobilfunkzelle aufweisen und der zweite Mobilfunkbereich weist mindestens eine Mobilfunkzelle auf. In einer Ausführungsform der Erfindung können der erste Mobilfunkbereich und/oder der zweite Mobilfunkbereich ein Registrierungsbereich (zum Beispiel in einem UMTS-System) oder ein Tracking-Bereich (zum Beispiel in einem LTE-System sein). Jeder andere Versorgungsbereich kann in einer alternativen Ausführungsform der Erfindung als der erste Mobilfunkbereich und/oder der zweite Mobilfunkbereich vorgesehen sein.

Des Weiteren kann die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung in einer Ausführungsform der Erfindung Systeminformationen über den zweiten Mobilfunkbereich empfangen, bevor sie den ersten Mobilfunkbereich verlässt, zum Beispiel durch Empfangen von Systeminformationsblöcken (zum Beispiel SIB1) über einen gemeinsam genutzten Kanal. Die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung kann den ersten Mobilfunkbereich verlassen, wenn ein vorbestimmtes Kriterium erfüllt wird.

In einer Ausführungsform der Erfindung beginnt der vorbestimmte Zeitraum nach dem Auftreten eines vorbestimmten Ereignisses, wobei das vorbestimmte Ereignis ein Ereignis sein kann, das aus einer Gruppe von Ereignissen ausgewählt wird, die aufweist:

  • • Vollenden des Eintretens der Mobilfunkkommunikationsvorrichtung in den zweiten Mobilfunkbereich, und
  • • Erfülltsein des vorbestimmten Kriteriums zum Verlassen des ersten Mobilfunkbereichs.

In einer Ausführungsform der Erfindung befindet sich die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung in einem Ruhezustand, zum Beispiel im Ruhezustand gemäß dem RRC-Kommunikationsprotokoll.

3 zeigt eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (zum Beispiel 110) gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.

In einer Ausführungsform der Erfindung weist die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 eine Mobilfunkbereichswechsel-Steuerungseinheit 302 auf, die den Kommunikationswechsel der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 von einem ersten Mobilfunkbereich zu einem zweiten Mobilfunkbereich steuert, wenn sich die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 in einem Zustand ohne eine Signalisierungs-Kommunikationsverbindung und ohne eine Daten-Kommunikationsverbindung mit einer Mobilfunk-Netzwerk-Einheit in einem ersten Mobilfunkbereich befindet. Des Weiteren weist die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 einen Empfänger 304 auf, der erste Signale von der Mobilfunk-Netzwerk-Einheit des ersten Mobilfunkbereichs und zweite Signale von einer Mobilfunk-Netzwerk-Einheit eines zweiten Mobilfunkbereichs empfängt, wenn die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 den ersten Mobilfunkbereich verlässt und in den zweiten Mobilfunkbereich eintritt.

In einer Ausführungsform der Erfindung ist der Empfänger 304 derart eingestellt, dass er die ersten Signale von der Mobilfunk-Netzwerk-Einheit über einen ersten Paging-Kanal des ersten Mobilfunkbereichs empfängt. Des Weiteren ist der Empfänger 304 in einer Ausführungsform der Erfindung zur gleichen Zeit so eingestellt, dass er die zweiten Signale von der Mobilfunk-Netzwerk-Einheit über einen zweiten Paging-Kanal des zweiten Mobilfunkbereichs empfängt.

4 zeigt eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (zum Beispiel 110) gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.

Zusätzlich zu der in 3 dargestellten Ausführungsform weist die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 auf: einen ersten Speicherabschnitt 402, der temporär erste Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den ersten Mobilfunkbereich für einen vorbestimmten Zeitraum speichert, wobei die ersten Mobilfunk-Ressourcen-Daten zum Empfangen der ersten Signale von der Mobilfunk-Netzwerk-Einheit des ersten Mobilfunkbereichs verwendet werden, und einen zweiten Speicherabschnitt 404, der zumindest teilweise zur gleichen Zeit zweite Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den zweiten Mobilfunkbereich speichert, wobei die zweiten Mobilfunk-Ressourcen-Daten zum Empfangen der zweiten Signale von der Mobilfunk-Netzwerk-Einheit des zweiten Mobilfunkbereichs genutzt werden. Der erste Speicherabschnitt 402 und der zweite Speicherabschnitt 404 können in einem gemeinsamen Speicher vorgesehen sein (zum Beispiel in einem flüchtigen Speicher (wie zum Beispiel in einem dynamischen Vielfachzugriffsspeicher (DRAM, Dynamic Random Access Memory), oder in einem nichtflüchtigen Speicher (wie zum Beispiel in einem Flash-Speicher, zum Beispiel einem Floating-Gate-Speicher (Schwebendes-Gate-Speicher) oder einem Ladungsfänger-Speicher (Charge Trapping-Speicher)), oder sie können in getrennten Speichern vorgesehen sein.

Die ersten Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den ersten Mobilfunkbereich können Daten über einen von der Mobilfunk-Netzwerk-Einheit des ersten Mobilfunkbereichs genutzten Paging-Kanal aufweisen, und die zweiten Mobilfunk-Ressourcen-Daten über den zweiten Mobilfunkbereich können Daten über einen von der Mobilfunk-Netzwerk-Einheit des zweiten Mobilfunkbereichs genutzten Paging-Kanal aufweisen.

Ferner kann der Empfänger eingerichtet sein zum Empfangen von Systeminformationen über den zweiten Mobilfunkbereich vor dem Verlassen des ersten Mobilfunkbereichs.

In einer Ausführungsform der Erfindung weist die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 eine Bestimmungs-Einheit 406 auf, die bestimmt, ob ein vorbestimmtes Kriterium erfüllt ist, wobei die empfangenen Systeminformationen berücksichtigt werden. Ferner kann die Mobilfunkbereichswechsel-Steuerungseinheit 302 eingerichtet sein zum Steuern des Kommunikationswechsels der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung von dem ersten Mobilfunkbereich zu dem zweiten Mobilfunkbereich, wenn ein vorbestimmtes Kriterium erfüllt ist (mit anderen Worten zum Steuern des Umschaltens von dem ersten Mobilfunkbereich zu dem zweiten Mobilfunkbereich, wenn das vorbestimmte Kriterium erfüllt ist).

Des Weiteren kann ein Timer 408 vorgesehen sein, der Zeitinformationen zum Bestimmen des vorbestimmten Zeitraums bereitstellt. In einer Ausführungsform startet der Timer den vorbestimmten Zeitraum nach dem Auftreten eines vorbestimmten Ereignisses.

In einer Ausführungsform der Erfindung ist das vorbestimmte Ereignis ein Ereignis, das aus einer Gruppe von Ereignissen ausgewählt ist, die aufweisen:

  • • Vollenden des Eintretens der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung in den zweiten Mobilfunkbereich, und
  • • Erfülltsein des vorbestimmten Kriteriums zum Verlassen des ersten Mobilfunkbereichs.

In einer Ausführungsform der Erfindung kann ein weiterer Timer vorgesehen sein, der weitere Zeitinformation zum Ermitteln eines weiteren Zeitraums bereitstellt, während dessen kein Mobilfunkbereichs-Aktualisierungs-Vorgang durchgeführt wird.

5 zeigt ein Verfahren 500 zum übermitteln von Signalen in einen Mobilfunkbereich gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.

Das Verfahren weist das zeitliche Abstimmen der Übertragung von Paging-Signalen in den Mobilfunkbereich auf, so dass eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung, die sich in dem Mobilfunkbereich befindet, die Paging-Signale des Mobilfunkbereichs und in einen anderen Mobilfunkbereich übertragene Paging-Signale empfangen kann (Block 502).

6 zeigt eine Mobilfunk-Netzwerk-Einheit 600 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.

Die Mobilfunk-Netzwerk-Einheit 600 (die zum Beispiel eine Basisstation sein kann (zum Beispiel eine eNB)) weist einen Sender 602 auf, der eingerichtet ist zum übermitteln von Paging-Signalen in einen Mobilfunkbereich, dem die Mobilfunk-Netzwerk-Einheit 600 zugeordnet ist. Ferner weist die Mobilfunk-Netzwerk-Einheit 600 eine Steuerungseinheit 604 auf, die eingerichtet ist zum Steuern der Übertragung von Paging-Signalen in den Mobilfunkbereich, so dass eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung (zum Beispiel 110), die sich in dem Mobilfunkbereich befindet, die Paging-Signale von der Mobilfunk-Netzwerk-Einheit 600 und in einen anderen Mobilfunkbereich übermittelte Paging-Signale empfangen kann.

In einer Ausführungsform der Erfindung übermittelt der Sender Paging-Signale in den Paging-Kanal des Mobilfunkbereichs.

Wie weiter oben dargelegt, speichert die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 (zum Beispiel in dem ersten Speicherabschnitt 402) in einer Ausführungsform der Erfindung die Information über die Mobilfunk-Ressourcen der ”alten” (mit anderen Worten vorherigen) Mobilfunkzelle, nachdem ein Zellen-Neuauswahl-Vorgang erfolgreich beendet wurde, wobei diese Information zum Empfangen (insbesondere Paging) von einer Basisstation des ersten Mobilfunkbereichs und zum Übertragen von Information an eine Basisstation des ersten Mobilfunkbereichs erforderlich ist. Diese Information wird in der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 (zum Beispiel in dem ersten Speicherabschnitt 402) für einen vordefinierten Zeitraum TX gespeichert. In einer Ausführungsform der Erfindung ist der vorbestimmte Zeitraum TX im Bereich von ungefähr 0 Sekunden bis ungefähr 127 Sekunden, zum Beispiel im Bereich von ungefähr 30 Sekunden bis ungefähr 100 Sekunden, zum Beispiel im Bereich von ungefähr 50 Sekunden bis ungefähr 80 Sekunden.

In einer Ausführungsform der Erfindung startet die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 nach dem erfolgreichen Beenden eines Zellen-Neuauswahl-Vorgangs einen neuen Timer TX.

In dem Fall, dass sich die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 aus dem Versorgungsbereich der neuen Mobilfunkzelle (oder Versorgungsgebiet, zum Beispiel dem Registrierungsbereich oder dem Tracking-Bereich) hinausbewegt und wieder den Versorgungsbereich der alten Mobilfunkzelle (oder Versorgungsgebiet, zum Beispiel Registrierungsbereich oder Tracking-Bereich) betritt, bis der Timer TX abläuft (mit anderen Worten bis der vordefinierte Zeitraum abläuft), greift die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 auf die Mobilfunk-Ressourcen der neuen Mobilfunkzelle und zusätzlich auf die Mobilfunk-Ressourcen der alten Mobilfunkzelle zu. In einer Ausführungsform der Erfindung hört die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 in diesem Fall für den vorbestimmten Zeitraum sowohl den Paging-Kanal (die Paging-Kanäle) der alten Mobilfunkzelle, als auch den Paging-Kanal (die Paging-Kanäle) der neuen Mobilfunkzelle. Ferner sendet die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 ihre Nachrichten für den vorbestimmten Zeitraum an den Funkkanal (die Funkkanäle) der alten Mobilfunkzelle ebenso wie an den Funkkanal (die Funkkanäle) der neuen Mobilfunkzelle.

In einer Ausführungsform der Erfindung speichert das Mobilfunk-Netzwerk (das zum Beispiel die eine Basisstation oder eine Mehrzahl von Basisstationen (eNB) 106 und das Zugangs-Gateway (aGW) 112 aufweist) die Information über den letzten Standort, das heißt die letzte Mobilfunkzelle und/oder den letzten Versorgungsbereich, in dem sich die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 nach dem erfolgreichen Beenden eines Versorgungsbereichs-Aktualisierungs-Vorgangs (zum Beispiel nach dem erfolgreichen Beenden eines Registrierungsbereichs-Aktualisierungsvorgangs oder eines Tracking-Bereichs-Aktualisierungsvorgangs) für einen vordefinierten Zeitraum TX befunden hat. Während des vordefinierten Zeitraums TX paged dann das Mobilfunk-Netzwerk die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 in der neuen Mobilfunkzelle (oder dem neuen Versorgungsgebiet) sowie in der alten Mobilfunkzelle (oder dem alten Versorgungsgebiet).

In einer Ausführungsform der Erfindung startet das Mobilfunk-Netzwerk nach dem erfolgreichen Beenden eines Versorgungsbereichs-Aktualisierungsvorgangs (zum Beispiel nach dem erfolgreichen Beenden eines Registrierungsbereichs-Aktualisierungsvorgangs oder eines Tracking-Bereichs-Aktualisierungsvorgangs) auch einen ähnlichen Timer TX (in einer Ausführungsform der Erfindung wird der Timer TX in dem Mobilfunk-Netzwerk unabhängig von dem Timer TX in der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 gestartet). Während des Zeitraums TX paget das Mobilfunk-Netzwerk die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 in der neuen Mobilfunkzelle (oder dem neuen Versorgungsbereich) sowie in der alten Mobilfunkzelle (oder dem alten Versorgungsbereich).

In einer Ausführungsform der Erfindung werden keine zusätzlichen Funktionen oder Anforderungen für das Mobilfunk-Netzwerk bereitgestellt, in dem Fall, dass kein Versorgungsgebiet-Aktualisierungs-Vorgang (zum Beispiel nach dem erfolgreichen Beenden einer Registrierungsbereichs-Aktualisierung oder einer Tracking-Bereichs-Aktualisierung) im Zusammenhang mit einem Mobilfunkzellenwechsel erfolgt.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung koordiniert das Mobilfunk-Netzwerk zum Beispiel die Paging-Ereignisse, das heißt, das Mobilfunk-Netzwerk koordiniert, zu welchen Zeitpunkten ein Benutzer in einer Mobilfunkzelle über die Übertragung von Daten informiert wird, zwischen den Mobilfunkzellen, so dass es für die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 110 möglich wird, die Paging-Ereignisse zu hören (das heißt, zum Beispiel die Übermittlung von Paging-Nachrichten von dem Mobilfunk-Netzwerk), die von der Basisstation der neuen Mobilfunkzelle und von der Basisstation der alten Mobilfunkzelle gesendet werden. Um dies zu erreichen, koordiniert das Mobilfunk-Netzwerk in einer Ausführungsform der Erfindung das Senden der Paging-Ereignisse (zum Beispiel Paging-Nachrichten), so dass die Paging-Ereignisse der neuen Mobilfunkzelle und der alten Mobilfunkzelle nicht zur gleichen Zeit auftreten.

In einer Ausführungsform der Erfindung kann der Zeitraum T in Abhängigkeit von verschiedenen System-Parametern eingestellt werden, wie zum Beispiel in Abhängigkeit von der Verkehrsbelastung in dem Mobilfunk-Netzwerk oder der (den) Mobilfunkzelle(n) (zum Beispiel der neuen Mobilfunkzelle und/oder der alten Mobilfunkzelle), der Größe der Mobilfunkzelle(n) (zum Beispiel der neuen Mobilfunkzelle und/oder der alten Mobilfunkzelle), der Geschwindigkeit der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung, und so weiter.

Beispielsweise kann der Zeitraum TX mit einer wachsenden Geschwindigkeit der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung erhöht werden. Ferner kann der Zeitraum TX vergrößert werden, wenn die Verkehrsbelastung in dem Mobilfunk-Netzwerk oder der (den) Mobilfunkzelle(n) (zum Beispiel der neuen Mobilfunkzelle und/oder der alten Mobilfunkzelle) ansteigt.

In einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass bis zum Ablauf des Zeitraums TX kein Versorgungsbereichs-Aktualisierungsvorgang initiiert wird, selbst wenn ein erfolgreicher Zellen-Neuauswahl-Vorgang zum Beispiel zurück in die alte Mobilfunkzelle des alten Versorgungsbereichs durchgeführt wird. Auf diese Weise wird das Signalisierungs-Aufkommen auf der Funk-Schnittstelle verringert.

In einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung weiterhin die Funk-Ressourcen aus der alten Mobilfunkzelle, die sie verlässt, nutzen kann (für einen vorbestimmten Zeitraum TX), selbst wenn sie das Versorgungsgebiet ihrer Mobilfunkzelle zeitweise verlässt, wodurch die Wahrscheinlichkeit erhöht wird, dass sie weiterhin erreicht werden kann.

Des Weiteren sind die in der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung und in dem Mobilfunk-Netzwerk verwendeten Timer unabhängig voneinander und für ihre Synchronisierung ist keine Signalisierung über die Luft-Schnittstelle erforderlich. Des Weiteren werden die Funk-Ressourcen keiner zusätzlichen Belastung ausgesetzt.

7 zeigt eine Ausführungsform 700 der Erfindung.

Die Ausführungsform 700 stellt eine erste Mobilfunkzelle 702 (mit einer zugeordneten ersten Basisstation 704) und eine zweite Mobilfunkzelle 706 (mit einer zugeordneten zweiten Basisstation 708) dar. In dieser Ausführungsform der Erfindung wird angenommen, dass sich anfangs eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 zuerst in dem Versorgungsbereich der ersten Mobilfunkzelle 702 befindet und sich entlang einem Weg bewegt, wobei sie zeitweise die erste Mobilfunkzelle 702 verlässt und in den Versorgungsbereich der zweiten Mobilfunkzelle 706 eintritt, und erneut in den Versorgungsbereich der ersten Mobilfunkzelle 702 eintritt. Der Weg der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 gemäß dieser Ausführungsform der Erfindung ist in 7 mit einem Pfeil 712 dargestellt.

In einer Ausführungsform der Erfindung misst die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 fortlaufend Signaleigenschaften von Signalen, die von der ersten Basisstation 704 der ersten Mobilfunkzelle 702 empfangen werden, und Signaleigenschaften von Signalen, die von einer Basisstation von einer oder mehreren Mobilfunkzellen empfangen werden, die benachbart zu der ersten Mobilfunkzelle 702 ist/sind (zum Beispiel von der zweiten Basisstation 708 der zweiten Mobilfunkzelle 706). Unter Berücksichtigung der gemessenen Signal-Eigenschaften der empfangenen Signale ermittelt die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710, ob ein vorbestimmtes Zellen-Neuauswahl-Kriterium für einen vordefinierten Zeitraum erfüllt ist (zum Beispiel wird bestimmt, ob die Signal-Qualität (zum Beispiel das Signal-Rausch-Verhältnis) der von einer bestimmten Basisstation empfangenen Signale besser ist als eine vordefinierte Schwelle).

In einer Ausführungsform der Erfindung hat die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 keine aktive Kommunikationsverbindung für Daten-Kommunikation (zum Beispiel Datenübertragung oder Sprachübertragung) (weder eine Signalisierungs-Kommunikationsverbindung noch eine Daten-Kommunikationsverbindung). Somit befindet sich die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 in einer Ausführungsform der Erfindung in dem RRC-Ruhezustand. Aus diesem Grund ist die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 auf Mobilitäts-Management-(MM)-Protokollschicht-Ebene bekannt, die in dem Kernnetzwerk (zum Beispiel 102) nur in einem Versorgungsbereich bekannt ist (zum Beispiel dem Registrierungsbereich oder dem Tracking-Bereich). Ferner wird, wie weiter oben beschrieben, angenommen, dass der Benutzer der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 und mit dem Benutzer die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 sich in einem Grenzgebiet der ersten Mobilfunk-Zelle 702 und der zweiten Mobilfunkzelle 706 bewegt. In einer Ausführungsform der Erfindung gehören die erste Mobilfunkzelle 702 und die zweite Mobilfunkzelle 706 zu zwei verschiedenen Versorgungsbereichen. Die erste Mobilfunkzelle 702 gehört zu einem ersten Versorgungsbereich (zum Beispiel einem ersten Registrierungsbereich oder einem ersten Tracking-Bereich) und die zweite Mobilfunkzelle 706 gehört zu einem zweiten Versorgungsbereich (zum Beispiel einem zweiten Registrierungsbereich oder einem zweiten Tracking-Bereich).

Zu Beginn wird bei einem Start-Zeitpunkt t0714 angenommen, dass die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 auf der ersten Mobilfunkzelle 702 des ersten Versorgungsbereichs eingebucht ist.

Bei einem ersten Zeitpunkt t1716 wird angenommen, dass die Signalqualität der von der zweiten Basisstation 708 empfangenen Signale ausreichend hoch ist, so dass das Zellen-Neuauswahl-Kriterium zum Durchführen eines Zellen-Neuauswahl-Vorgangs zum Wechseln in die zweite Funkzelle 706 erfüllt ist. Die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 ist jedoch immer noch auf der ersten Mobilfunkzelle 702 des ersten Versorgungsbereichs eingebucht, hat jedoch das Versorgungsgebiet der ersten Mobilfunkzelle 702 bereits verlassen und befindet sich derzeit in dem Versorgungsgebiet der zweiten Mobilfunkzelle 706.

Zum Zweck einer möglichen Mobilfunkzellen-Neuauswahl führt die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 Messungen in Bezug auf die zweite Mobilfunkzelle 706 durch und liest zum Beispiel die Systeminformation, die von der zweiten Basisstation 708 der zweiten Mobilfunkzelle 706 übertragen wird (zum Beispiel die Systeminformationsblöcke, zum Beispiel SIB1). Die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 kann von der von der zweiten Basisstation 708 der zweiten Mobilfunkzelle 706 erhaltenen Systeminformation bestimmen, dass die zweite Mobilfunkzelle 706 zu dem zweiten Versorgungsbereich gehört.

Sobald die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 ermittelt hat, dass das Zellen-Neuauswahl-Kriterium (oder die Zellen-Neuauswahl-Kriterien) erfüllt ist, startet die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 in einer Ausführungsform der Erfindung den Timer TNeuauswahl718.

Da in dieser Ausführungsform die empfangenen Signale der zweiten Mobilfunkzelle 706 das Zellen-Neuauswahl-Kriterium (oder die Zellen-Neuauswahl-Kriterien) für den gesamten Zeitraum TNeuauswahl718 erfüllen, führt die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 nun den Zellen-Neuauswahl-Vorgang aus, um sich auf der zweiten Mobilfunkzelle 706 des zweiten Versorgungsbereichs einzubuchen (bei 720).

Da die zweite Mobilfunkzelle 706 zu dem zweiten Versorgungsbereich gehört (zum Beispiel dem zweiten Registrierungsbereich oder dem zweiten Tracking-Bereich), initiiert die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 einen Versorgungsbereich-Aktualisierungsvorgang (zum Beispiel einen Registrierungsbereichs-Aktualisierungsvorgang (RAU, engl. Registration Area Update), oder einen Tracking-Bereichs-Aktualisierungsvorgang (TAU, engl. Tracking Area Update). In einer Ausführungsform der Erfindung starten sowohl die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 als auch das Mobilfunk-Netzwerk beide einen Timer TX722. Bis zum Ablauf des Timers TX722 führt das Mobilfunknetzwerk in einer Ausführungsform der Erfindung das Pagen in der alten Mobilfunkzelle (zum Beispiel in der ersten Mobilfunkzelle 702) des alten Versorgungsbereichs (zum Beispiel des alten Registrierungsbereich oder des alten Tracking-Bereichs), zum Beispiel des ersten Versorgungsbereichs (zum Beispiel des ersten Registrierungsbereichs oder des ersten Tracking-Bereichs) durch.

In einer Ausführungsform hört die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 die Paging-Kanäle (stellt zum Beispiel den Empfänger zum Empfangen der Paging-Kanäle ein) der ersten Mobilfunkzelle 702 und der zweiten Mobilfunkzelle 706 und ist derart eingerichtet, dass sie fähig ist zum Nutzen der Mobilfunk-Ressourcen der ersten Mobilfunkzelle 702 und der Mobilfunk-Ressourcen der zweiten Mobilfunkzelle 706 zur Datenübertragung, zum Beispiel an die erste Basisstation 704 beziehungsweise an die zweite Basisstation 708 für den durch den Timer TX722 repräsentierten Zeitraum.

In einer Ausführungsform empfängt die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 bei 724 zu einem Zeitpunkt, bei welchem der Timer TX722 noch in der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 und im Mobilfunk-Netzwerk läuft, einen Anruf.

In diesem Fall sendet das Mobilfunk-Netzwerk zum Informieren der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 über den eingehenden Anruf (zum Beispiel mittels der ersten Basisstation 704 beziehungsweise der zweiten Basisstation 708) ein Paging-Signal in den ersten Versorgungsbereich (zum Beispiel den ersten Registrierungsbereich oder den ersten Tracking-Bereich) (dargestellt in 7 mittels einer Linie 730) und in den zweiten Versorgungsbereich (zum Beispiel den zweiten Registrierungsbereich oder den zweiten Tracking-Bereich) (dargestellt in 7 mittels eines Pfeils 726).

Da sich die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 zu diesem Zeitpunkt außerhalb des Versorgungsbereichs der zweiten Mobilfunkzelle 706 befindet, kann sie das Paging-Signal von der zweiten Mobilfunkzelle 706 nicht hören (empfangen). In einer Ausführungsform der Erfindung jedoch hört die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 auch den Paging-Kanal der ersten Mobilfunkelle 702 und kann so die Paging-Signale empfangen, die von der ersten Basisstation 704 gesendet werden. So wird die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 über den eingehenden Anruf informiert (in diesem Fall durch die erste Basisstation 704 der ersten Mobilfunkzelle 702 auf welcher sie derzeit nicht eingebucht ist).

Anschließend nutzt die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 die Information über die Mobilfunk-Kanäle der alten Mobilfunkzelle (zum Beispiel der ersten Mobilfunkzelle 702), die gemäß einer Ausführungsform der Erfindung gespeichert wird, und initiiert einen Kommunikationsaufbau 728 auf eine an sich herkömmliche Weise.

8 zeigt eine Ausführungsform 800 der Erfindung.

In dieser Ausführungsform gelten die gleichen Voraussetzungen wie im Vergleich zu der in 7 dargestellten Ausführungsform 700.

Die Ausführungsform 800 stellt eine erste Mobilfunkzelle 702 (mit einer zugeordneten ersten Basisstation 704) und eine zweite Mobilfunkzelle 706 (mit einer zugeordneten Basisstation 708) dar. In dieser Ausführungsform der Erfindung wird angenommen, dass zu Beginn eine Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 sich zuerst in dem Versorgungsbereich der ersten Mobilfunkzelle 702 befindet und sich entlang einem Weg bewegt, wobei sie zeitweise die erste Mobilfunkzelle 702 verlässt, in den Versorgungsbereich der zweiten Mobilfunkzelle 706 eintritt und erneut in den Versorgungsbereich der ersten Mobilfunkzelle 702 eintritt. Der Weg der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 gemäß dieser Ausführungsform der Erfindung ist in 8 durch einen Pfeil 712 symbolisiert.

In einer Ausführungsform der Erfindung misst die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 kontinuierlich Signaleigenschaften von Signalen, die von der ersten Basisstation 704 der ersten Mobilfunkzelle 702 empfangen werden, und Signaleigenschaften von Signalen, die von einer Basisstation von einer oder mehreren Mobilfunkzellen empfangen werden, die benachbart zu der ersten Mobilfunkzelle 702 ist/sind (zum Beispiel von der zweiten Basisstation 708 der zweiten Mobilfunkzelle 706). Unter Berücksichtigung der gemessenen Signaleigenschaften der empfangenen Signale bestimmt die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710, ob ein vorbestimmtes Zellen-Neuauswahl-Kriterium für einen vordefinierten Zeitraum erfüllt ist (zum Beispiel wird bestimmt, ob die Signalqualität (zum Beispiel das Signal-Rausch-Verhältnis) der von einer jeweiligen Basisstation empfangenen Signale besser ist als eine vordefinierte Schwelle.

In einer Ausführungsform der Erfindung hat die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 keine aktive Kommunikationsverbindung für Datenkommunikation (zum Beispiel Datenübertragung oder Sprachübertragung) (weder eine Signalisierungs-Kommunikationsverbindung noch eine Daten-Kommunikationsverbindung). Somit befindet sich die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 in einer Ausführungsform der Erfindung im RRC-Ruhezustand. Aus diesem Grund ist die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 auf Mobilitäts-Management-(MM)-Protokollschicht-Ebene bekannt, die im Kernnetzwerk (zum Beispiel 102) nur in einem Versorgungsbereich (zum Beispiel Registrierungsbereich oder Tracking-Bereich) bekannt ist. Wie oben beschrieben, wird ferner angenommen, dass sich der Benutzer der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 und mit ihm die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 in einen Grenzbereich der ersten Mobilfunkzelle 702 und der zweiten Mobilfunkzelle 706 bewegt. In einer Ausführungsform der Erfindung gehören die erste Mobilfunkzelle 702 und die zweite Mobilfunkzelle 706 zu zwei verschiedenen Versorgungsbereichen. Die erste Mobilfunkzelle 702 gehört zu einem ersten Versorgungsbereich (zum Beispiel dem ersten Registrierungsbereich oder dem ersten Tracking-Bereich) und die zweite Mobilfunkzelle 706 gehört zu einem zweiten Versorgungsbereich (zum Beispiel dem zweiten Registrierungsbereich oder dem zweiten Tracking-Bereich).

Zu Beginn wird bei einem Anfangszeitpunkt t0714 angenommen, dass die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 auf der ersten Mobilfunkzelle 702 des ersten Versorgungsbereichs eingebucht ist.

Bei einem ersten Zeitpunkt t1716 wird angenommen, dass die Signalqualität der von der zweiten Basisstation 708 empfangenen Signale ausreichend hoch ist, so dass das Zellen-Neuauswahl-Kriterium zum Durchführen eines Zellen-Neuauswahl-Vorgangs zum Umschalten in die zweite Mobilfunkzelle 706 erfüllt ist. Die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 ist jedoch weiterhin auf der ersten Mobilfunkzelle 702 des ersten Versorgungsbereichs eingebucht, hat jedoch das Versorgungsgebiet der ersten Mobilfunkzelle 702 bereits verlassen und befindet sich derzeit im Versorgungsbereich der zweiten Mobilfunkzelle 706.

Zum Zweck einer möglichen Mobilfunk-Zellen-Neuauswahl führt die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 Messungen in Bezug auf die zweite Mobilfunkzelle 706 durch und liest zum Beispiel die von der zweiten Basisstation 708 der zweiten Mobilfunkzelle 706 gesendete Information (zum Beispiel die Systeminformationsblöcke, zum Beispiel SIB1). Die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 kann von der Systeminformation, die von der zweiten Basisstation 708 der zweiten Mobilfunk-Zelle 706 empfangen wird, bestimmten, dass die zweite Mobilfunkzelle 706 zu dem zweiten Versorgungsbereich gehört.

In einer Ausführungsform der Erfindung startet die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 den Timer TNeuauswahl718, sobald die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 ermittelt hat, dass das Zellen-Neuauswahlkriterium (oder Zellen-Neuauswahl-Kriterien) erfüllt ist (sind).

Da in dieser Ausführungsform die empfangenen Signale der zweiten Mobilfunkzelle 706 das Zellen-Neuauswahlkriterium (oder Zellen-Neuauswahlkriterien) für den gesamten Zeitraum TNeuauswahl718 erfüllen, führt die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 nun den Zellen-Neuauswahlvorgang zum Einbuchen in die zweiten Mobilfunkzelle 706 des zweiten Versorgungsbereichs (bei 720) aus.

Da die zweite Mobilfunkzelle 706 zu dem zweiten Versorgungsbereich gehört (zum Beispiel dem zweiten Registrierungsbereich oder dem zweiten Tracking-Bereich), initiiert die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 einen Versorgungsbereich-Aktualisierungs-Vorgang (zum Beispiel einen Registrierungsbereich-Aktualisierungs-Vorgang (RAU, engl. Registration Area Update) oder einen Tracking-Bereichs-Aktualisierungsvorgang (TAU, engl. Tracking Area Update)). In einer Ausführungsform der Erfindung starten sowohl die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 als auch das Mobilfunk-Netzwerk beide einen Timer TX722. Bis zum Ablauf des Timers TX722, führt das Mobilfunk-Netzwerk in einer Ausführungsform der Erfindung das Paging in der alten Mobilfunkzelle (zum Beispiel der ersten Mobilfunkzelle 702) des alten Versorgungsbereichs durch (zum Beispiel des alten Registrierungsbereichs oder des alten Tracking-Bereichs), zum Beispiel des ersten Versorgungsbereichs (zum Beispiel des ersten Registrierungsbereichs oder des ersten Tracking-Bereichs).

In einer Ausführungsform hört die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 die Paging-Kanäle (stellt zum Beispiel den Empfänger zum Empfangen der Paging-Kanäle ein) der ersten Mobilfunkzelle 702 und der zweiten Mobilfunkzelle 706 und ist derart eingerichtet, dass sie die Mobilfunk-Ressourcen der ersten Mobilfunkzelle 702 und die Mobilfunk-Ressourcen der zweiten Mobilfunkzelle 706 zum Senden von Daten zum Beispiel an die erste Basisstation 704 beziehungsweise die zweite Basisstation 708 für den durch den Timer TX722 repräsentierten Zeitraum nutzen kann.

In einer Ausführungsform der Erfindung bewegt sich die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 zu einem Zeitpunk t2802 zurück in das Versorgungsgebiet der ersten Mobilfunkzelle 702.

Zum Zweck einer möglichen neuen Mobilfunkzellen-Neuauswahl führt die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 Messungen in Bezug auf die erste Mobilfunkzelle 702 durch und liest zum Beispiel die Systeminformation, die von der ersten Basisstation 704 der ersten Mobilfunkzelle 702 gesendet wird (zum Beispiel die Systeminformationsblöcke, zum Beispiel SIB1). Die Mobilfunkkommunikationsvorrichtung 710 kann von der Systeminformation, die von der ersten Basisstation 704 der ersten Mobilfunkzelle 702 empfangen wird, ermitteln, dass die erste Mobilfunkzelle 702 zu dem ersten Versorgungsbereich gehört.

In einer Ausführungsform der Erfindung startet die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 den Timer TNeuauswahl718 erneut, sobald die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 ermittelt hat, dass das Zellen-Neuauswahl-Kriterium (oder Zellen-Neuauswahl-Kriterien) für die erste Mobilfunkzelle 702 (in einer Ausführungsform zu dem Zeitpunkt T3804) erfüllt ist (sind).

Da in dieser Ausführungsform die empfangenen Signale der ersten Mobilfunkzelle 702 das Zellen-Neuauswahl-Kriterium (oder Zellen-Neuauswahl-Kriterien) für den gesamten Zeitraum TNeuauswahl718 erfüllen, führt die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 nun zum Einbuchen in die erste Mobilfunkzelle 702 des ersten Versorgungsbereichs (bei 806) den Zellen-Neuauswahl-Vorgang aus. In diesem Fall wird jedoch kein Versorgungsbereichs-Aktualisierungs-Vorgang (zum Beispiel kein Registrierungsbereichs-Aktualisierungsvorgang oder kein Tracking-Bereichs-Aktualisierungsvorgang) durchgeführt, da der Timer TX722 noch läuft.

Nachdem der Timer TX722 abgelaufen ist (in einer Ausführungsform der Erfindung zu einem Zeitpunkt t4808), initiiert die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 eine Versorgungsbereich-Aktualisierung (zum Beispiel eine Registrierungsbereichs-Aktualisierung oder eine Tracking-Bereichs-Aktualisierung) zurück zu dem ersten Versorgungsbereich (zum Beispiel dem ersten Registrierungsbereich oder dem ersten Tracking-Bereich) (Block 810).

In einer alternativen Ausführungsform der Erfindung kann der Timer TX722 zu jedem anderen geeigneten Zeitpunkt oder in Antwort auf ein anderes geeignetes Ereignis gestartet werden. In einer Ausführungsform der Erfindung kann der Timer TX722 neu gestartet werden, nachdem der Zellen-Neuauswahl-Vorgang zum Einbuchen in die erste Mobilfunkzelle 702 des ersten Versorgungsbereichs (bei 806) erfolgreich beendet wurde.

In einer Ausführungsform der Erfindung starten sowohl die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 als auch das Mobilfunknetzwerk beide einen Timer TX722. Bis zum Ablaufen des Timers TX722 führt in einer Ausführungsform der Erfindung das Mobilfunk-Netzwerk das Paging in der alten Mobilfunkzelle (zum Beispiel in der ersten Mobilfunkzelle 702) des alten Versorgungsbereichs (zum Beispiel des alten Registrierungsbereichs oder des alten Tracking-Bereichs) zum Beispiel des ersten Versorgungsbereichs (zum Beispiel des ersten Registrierungsbereichs oder des ersten Tracking-Bereichs) durch.

In einer Ausführungsform der Erfindung hört die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 die Paging-Kanäle (stellt zum Beispiel den Empfänger zum Empfangen der Paging-Kanäle ein) der ersten Mobilfunkzelle 702 und der zweiten Mobilfunkzelle 706 und ist derart eingerichtet, dass sie die Mobilfunk-Ressourcen der ersten Mobilfunkzelle 702 und die Mobilfunk-Ressourcen der zweiten Mobilfunkzelle 706 zum Senden von Daten zum Beispiel an die erste Basisstation 704 beziehungsweise die zweite Basisstation 708 für den durch den Timer TX722 repräsentierten Zeitraum nutzen kann.

Dann empfängt die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 wie in der Ausführungsform 700 einen Anruf zu einem Zeitpunkt, bei welchem der Timer TX722 noch in der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 und in dem Mobilfunk-Netzwerk läuft.

In diesem Fall sendet das Mobilfunk-Netzwerk zum Informieren der Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 über den eingehenden Anruf (zum Beispiel mittels der ersten Basisstation 704 beziehungsweise der zweiten Basisstation 708) ein Paging-Signal in den ersten Versorgungsbereich (zum Beispiel den ersten Registrierungsbereich oder den ersten Tracking-Bereich) und in den zweiten Versorgungsbereich (zum Beispiel den zweiten Registrierungsbereich oder den zweiten Tracking-Bereich).

Da sich die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 zu diesem Zeitpunkt außerhalb des Versorgungsgebietes der zweiten Mobilfunkzelle 706 befindet, kann sie das Paging-Signal von der zweiten Mobilfunkzelle 706 nicht hören (empfangen). In einer Ausführungsform der Erfindung jedoch hört die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 auch den Paging-Kanal der ersten Mobilfunkzelle 702 und kann so die Paging-Signale empfangen, die von der ersten Basisstation 704 ausgesendet werden. Somit wird die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 über den eingehenden Anruf informiert (in diesem Fall durch die erste Basisstation 704 der ersten Mobilfunkzelle 702, in der sie derzeit nicht eingebucht ist).

Anschließend nutzt die Mobilfunk-Kommunikationsvorrichtung 710 die Information über die Mobilfunk-Kanäle der alten Mobilfunkzelle (zum Beispiel der ersten Mobilfunkzelle 702), die gemäß einer Ausführungsform der Erfindung gespeichert ist, und initiiert einen Kommunikations-Verbindungsaufbau 728 auf eine an sich herkömmliche Weise.