Title:
Kühlsystem zum Kühlen von Gegenständen aus einer Lackierstraße, sowie Beschichtungsanlage
Kind Code:
B4


Abstract:

Kühlsystem (60, 60') zum Kühlen von Gegenständen (12) aus einer Lackierstraße (14), mit einer ersten und einer zweiten Kühlvorrichtung (10, 10'), jeweils mit einer Umhäusung (16), die eine Kühlzone (18) aufweist, mit einer Transporteinrichtung (20), die zum Transportieren der Gegenstände (12) entlang einer Transportrichtung (22) von einem Eingangsbereich (24) durch die Kühlzone (18) zu einem Ausgangsbereich (26) ausgebildet ist, mit einem Wärmetauscher (28), der dafür ausgebildet ist, Luft (30) aus der Kühlzone (18) von einer Eintrittstemperatur (T1) unter Wärmeabgabe auf eine Austrittstemperatur (T2) abzukühlen, wobei der Wärmetauscher (28) an einen Fluidkreislauf (32) angeschlossen ist, an den die Wärmeabgabe erfolgt und wobei die Eintrittstemperatur (T1) der Luft in den Wärmetauscher (28) zwischen 40°C und 250°C liegt, wobei der Ausgangsbereich (26) der ersten Kühlvorrichtung (10) mit dem Eingangsbereich (24') der zweiten Kühlvorrichtung (10') derart verbunden ist, dass die Gegenstände (12) nach Durchlaufen der ersten Kühlvorrichtung (10) in die zweite Kühlvorrichtung (10') gelangen, wobei ein zweiter Wärmetauscher (28') der zweiten Kühlvorrichtung (10') an einen zweiten Fluidkreislauf (32') angeschlossen ist, und wobei eine zweite Fluidtemperatur (TF') in dem zweiten Fluidkreislauf (32') kleiner als 70°C ist.




Inventors:
Wurster, Gerd (70191, Stuttgart, DE)
Application Number:
DE102007062266A
Publication Date:
12/22/2016
Filing Date:
12/13/2007
Assignee:
Dürr Systems AG (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE19941760A1N/A2001-03-22
DE9318217U1N/A1994-03-17
DE3317230A1N/A1984-03-01



Attorney, Agent or Firm:
WITTE, WELLER & PARTNER Patentanwälte mbB, 70173, Stuttgart, DE
Claims:
1. Kühlsystem (60, 60') zum Kühlen von Gegenständen (12) aus einer Lackierstraße (14), mit einer ersten und einer zweiten Kühlvorrichtung (10, 10'), jeweils mit einer Umhäusung (16), die eine Kühlzone (18) aufweist, mit einer Transporteinrichtung (20), die zum Transportieren der Gegenstände (12) entlang einer Transportrichtung (22) von einem Eingangsbereich (24) durch die Kühlzone (18) zu einem Ausgangsbereich (26) ausgebildet ist, mit einem Wärmetauscher (28), der dafür ausgebildet ist, Luft (30) aus der Kühlzone (18) von einer Eintrittstemperatur (T1) unter Wärmeabgabe auf eine Austrittstemperatur (T2) abzukühlen, wobei der Wärmetauscher (28) an einen Fluidkreislauf (32) angeschlossen ist, an den die Wärmeabgabe erfolgt und wobei die Eintrittstemperatur (T1) der Luft in den Wärmetauscher (28) zwischen 40°C und 250°C liegt, wobei der Ausgangsbereich (26) der ersten Kühlvorrichtung (10) mit dem Eingangsbereich (24') der zweiten Kühlvorrichtung (10') derart verbunden ist, dass die Gegenstände (12) nach Durchlaufen der ersten Kühlvorrichtung (10) in die zweite Kühlvorrichtung (10') gelangen, wobei ein zweiter Wärmetauscher (28') der zweiten Kühlvorrichtung (10') an einen zweiten Fluidkreislauf (32') angeschlossen ist, und wobei eine zweite Fluidtemperatur (TF') in dem zweiten Fluidkreislauf (32') kleiner als 70°C ist.

2. Kühlsystem nach Anspruch 1, ferner mit einer Kühlluftleiteinrichtung (34), die Luft (30) zum Kühlen in die Kühlzone (18) führt, und mit einer Warmluftleiteinrichtung (36), die durch die Gegenstände (12) erwärmte Luft (30) aus der Kühlzone (18) führt, wobei der Wärmetauscher (28) zwischen der Warmluftleiteinrichtung (36) und der Kühlluftleiteinrichtung (34) angeordnet ist.

3. Kühlsystem nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Kühlluftleiteinrichtung (34) eine Mehrzahl von Düsen (44) aufweist, die dafür ausgebildet sind, die gekühlte Luft (30) entgegen der Transportrichtung (22) in die Kühlzone (18) einzublasen.

4. Kühlsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei dem Wärmetauscher (28) ein Ventilator (46) zugeordnet ist, der einen Luftstrom durch den Wärmetauscher (28) erzeugt.

5. Kühlsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei vor oder nach dem Wärmetauscher (28) ein Filterelement (48) angeordnet ist.

6. Kühlsystem nach einem der Ansprüche 2 bis 5, wobei die Kühlluftleiteinrichtung (34) und die Warmluftleiteinrichtung (36) so ausgebildet sind, dass die Luft in einem vorderen Bereich (38) der Kühlzone (18) entnommen wird und einem mittleren oder hinteren Bereich (40, 42) der Kühlzone (18) zugeführt wird.

7. Kühlsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Transporteinrichtung (20) eine Mehrzahl von Tragelementen (56) aufweist, an denen die Gegenstände (12) hängend oder liegend transportiert werden können.

8. Kühlsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Wärmetauscher (28) innerhalb der Umhäusung (16) angeordnet ist.

9. Kühlsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei unterhalb des Wärmetauschers (28) eine Auffangwanne (50) für Flüssigkeit angeordnet ist.

10. Kühlsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Umhäusung (16) gegenüber der Atmosphäre (54) außerhalb der Umhäusung (16) so abgeschlossen ist, dass keine Luft (30) aus der Kühlzone (18) in die Atmosphäre (54) gelangt.

11. Kühlsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Temperatur (TP) der Gegenstände (12) im Eingangsbereich (24) kleiner als 300°C ist und im Ausgangsbereich (26) kleiner als 150°C ist.

12. Kühlsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kühlvorrichtung (10) dafür ausgebildet ist, die Gegenstände (12) von einer Temperatur (TP) zwischen 300°C und 100°C auf eine Temperatur (TP) zwischen 150°C und 40°C abzukühlen.

13. Kühlsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Fluidtemperatur (TF) im Fluidkreislauf (32) kleiner als 150°C ist.

14. Kühlsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei vor der Kühlvorrichtung (10) eine Kondensatabführeinrichtung (70) angeordnet ist.

15. Kühlsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei nach der Kühlvorrichtung (10') eine Abluftkühlvorrichtung (72) angeordnet ist.

16. Kühlsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Fluidtemperatur (TF') in dem zweiten Fluidkreislauf (32') kleiner als 50°C ist.

17. Kühlsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Kühlvorrichtung (10') dafür ausgebildet ist, die Gegenstände (12) von einer Temperatur (TP) zwischen 150°C und 40°C auf eine Temperatur (TP) zwischen 80°C und 20°C abzukühlen.

18. Beschichtungsanlage (62, 62') mit einem Trockner (66, 66') und einem Kühlsystem (60, 60') nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Ausgangsseite (68, 68', 68'') des Trockners (66, 66') mit einer Eingangsseite (24) des Kühlsystems (60, 60') derart verbunden ist, dass zumindest ein Teil einer Frischluftzufuhr (74) in den Trockner (66, 66') aus dem Kühlsystem (60, 60') bereitgestellt wird.

19. Beschichtungsanlage (62'') nach Anspruch 18, wobei die Ausgangsseite (68'') des Trockners (66'') mit einer Eingangsseite (76) des Trockners (66'') zusammenfällt.

20. Beschichtungsanlage (62'') nach Anspruch 19, wobei die Transporteinrichtung (20) derart ausgebildet ist, dass die Gegenstände (12) durch eine Kühlvorrichtung (10, 10') in die Beschichtungsanlage (62'') eintreten.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kühlsystem zum Kühlen von Gegenständen aus einer Lackierstraße oder einer Pulverbeschichtungsanlage. Die Erfindung betrifft ferner eine Beschichtungsanlage mit einem Trockner und einem Kühlsystem.

Eine der weit verbreiteten Techniken bei der Oberflächenbeschichtung ist das Lackieren. Beim Lackieren wird üblicherweise ein flüssiger oder pulverförmiger Beschichtungsstoff bzw. Lack dünn auf den zu lackierenden Gegenstand aufgetragen. Durch chemische und/oder physikalische Vorgänge bildet sich ein meist durchgehender Film auf der Oberfläche des Gegenstands. Der Film kann dann sowohl technische Wirkungen, wie z. B. einen Korrosionsschutz, als auch ästhetische Wirkungen entfalten, wie z. B. eine bestimmte Farbgebung.

Ein weit verbreitetes Verfahren zum Erzeugen von besonders hochwertigen und widerstandsfähigen Lackierungen ist das Einbrennlackieren. Dabei werden die zu lackierenden Gegenstände vor dem Lackiervorgang erhitzt. Der auf die Gegenstände aufgebrachte Lack kann schnell und gleichmäßig trocknen, wodurch sich eine qualitativ hochwertige Lackierung ergibt.

Beim Einbrennlackieren ist jedoch festzustellen, dass es sich um ein sehr energieintensives Verfahren handelt. Zum einen müssen die Gegenstände nach dem Lackieren in einem Trockner bzw. Ofen erhitzt werden. Dies erfordert eine erhebliche Energiezufuhr, da die Gegenstände möglichst schnell auf die typische Temperatur zwischen 125°C und 250°C, insbesondere zwischen 150°C und 200°C erhitzt werden müssen. Nach dem Einbrennvorgang müssen die Gegenstände wieder abgekühlt werden, um dann für weitere Bearbeitungsprozesse zur Verfügung zu stehen. Durch das Erhitzen und Abkühlen entsteht ein erheblicher Energieaufwand, obwohl der zu lackierende Gegenstand am Eingang und am Ausgang der Beschichtungsanlage (einschließlich der Kühlung) ungefähr die gleiche Temperatur hat.

In der Vergangenheit ist bspw. vorgeschlagen worden, für den Kühlvorgang Frischluft in eine Kühlvorrichtung einzubringen und die von den abzukühlenden Gegenständen erhitzte Luft in eine Lagerhalle einzuströmen, die geheizt werden soll. Die Abluft aus einer Kühlvorrichtung ist jedoch in der Regel nicht geruchsneutral und kann möglicherweise auch verbliebene Schadstoffanteile enthalten.

Aus der DE 199 41 760 A1 ist eine Kühlvorrichtung zum Kühlen von Gegenständen aus einer Lackierstraße mit einer Umhäusung bekannt, die eine Kühlzone aufweist, mit einer Transporteinrichtung, die zum Transportieren der Gegenstände entlang einer Transportrichtung von einem Eingangsbereich durch die Kühlzone zu einem Ausgangsbereich ausgebildet ist, mit einem Wärmetauscher, der dafür ausgebildet ist, Luft aus der Kühlzone von einer Eintrittstemperatur unter Wärmeabgabe auf eine Austrittstemperatur abzukühlen, wobei der Wärmetauscher an einen Fluidkreislauf angeschlossen ist, an den die Wärmeabgabe erfolgt und wobei die Eintrittstemperatur der Luft in den Wärmetauscher zwischen 40°C und 250°C liegt.

Auf diese Weise ist eine gewisse Energierückgewinnung mittels der Kühlvorrichtung ermöglicht.

Eine Kühlvorrichtung ähnlicher Art ist aus der DE 93 18 217 U1 bekannt.

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Kühlsystem zum Kühlen von Gegenständen aus einer Lackierstraße aufzuzeigen, das energetisch vorteilhaft ist und einen wirksamen Beitrag zur Reduzierung des Energiebedarfs beim Lackieren bieten kann. Gemäß der Aufgabe soll auch eine energetisch vorteilhafte Beschichtungsanlage mit einem Trockner und einem Kühlsystem aufgezeigt werden.

Die Aufgabe wird gelöst durch ein Kühlsystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

Die Aufgabe wird außerdem durch eine Beschichtungsanlage mit einem Trockner und einem Kühlsystem gemäß den Merkmalen des Anspruchs 18 gelöst. Unter einer Beschichtungsanlage sollen dabei insbesondere eine Lackieranlage und/oder eine Pulverbeschichtungsanlage verstanden werden.

Bei dem erfindungsgemäßen Kühlsystem werden zwei Kühlvorrichtungen hintereinander geschaltet. Dabei ist ein zweiter Wärmetauscher der zweiten Kühlvorrichtung an einen zweiten Fluidkreislauf angeschlossen, wobei eine zweite Fluidtemperatur in dem zweiten Fluidkreislauf kleiner als 70°C, bevorzugt kleiner als 60°C und insbesondere kleiner als 50°C ist.

Auf diese Weise lässt sich eine zweistufige Kühlung realisieren, wobei die erste Kühlzone die Gegenstände von einer Maximaltemperatur auf eine Zwischentemperatur abkühlt und die zweite Kühlzone die Gegenstände von der Zwischentemperatur auf eine Zieltemperatur abkühlt. Dieser zweistufige Prozess ist energetisch vorteilhaft und ist konstruktiv einfacher zu realisieren. So können nun insbesondere statt großer Ventilatoren für die Zuluft und die Abluft, jeweils ein kleiner Ventilator in jeder der Kühlvorrichtungen eingesetzt werden.

Damit ist die eingangs genannte Aufgabe vollständig gelöst.

Insbesondere ist es dabei vorteilhaft, wenn die erste Kühlvorrichtung eine Abkühlung zwischen 50 K und 90 K, insbesondere zwischen 60 K und 80 K, erzielt und die zweite Kühlvorrichtung eine Abkühlung zwischen 20 K bis 60 K, insbesondere zwischen 30 K und 50 K, erzielt.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Kühlsystems ist die zweite Kühlvorrichtung dafür ausgebildet, die Gegenstände von einer Temperatur zwischen 150°C und 40°C auf eine Temperatur zwischen 80°C und 20°C abzukühlen.

Damit beschreitet die Erfindung einen ganz neuen Weg für die Abkühlung von lackierten Gegenständen. Diese Gegenstände werden auf dem Gebiet der Oberflächenbeschichtungstechnik oft als Substrate bezeichnet. Während man im Zusammenhang mit Beschichtungsanlagen bisher davon ausgegangen ist, dass die Abkühlung der Luft in der Kühlzone am besten durch eine Luftabfuhr bzw. einen Luftaustausch zu bewerkstelligen ist, zeigt die Erfindung die Möglichkeit auf, die Luft im Wesentlichen innerhalb einer Umhäusung zu halten und der Luft die Wärme innerhalb der Umhäusung zu entziehen. Durch einen zweistufigen Aufbau ergibt sich hierbei eine energetisch besonders günstige Betriebsweise. Dabei wird es insbesondere möglich, die Wärme in der Umhäusung selbst abgegeben, so dass in diesem Teil bzw. Sektor keine Zuluft- und Abluftkanäle benötigt werden.

Bisher wurde davon ausgegangen, dass eine Wärmerückgewinnung nur im Zusammenhang mit viel höheren Temperaturen, wie sie z. B. beim Brennen von Keramik entstehen, sinnvoll einzusetzen ist, insbesondere zur Dampferzeugung mittels einer Turbine (siehe DE 43 28 301 C2), wohingegen eine Rückgewinnung bei den vergleichsweise geringen Temperaturen einer Beschichtungsanlage zu aufwändig sei. Die Erfindung zeigt nun aber eine Möglichkeit auf, die Abluft aus der Kühlvorrichtung zu reduzieren und die Kühlvorrichtung mit verbesserter Energieeffizienz zu betreiben.

Um dies zu erreichen, ist die Kühlvorrichtung derart ausgebildet, dass Luft aus der Kühlzone mit einer Eintrittstemperatur zu einem Wärmetauscher geführt wird. Da die Eintrittstemperatur der Luft zwischen 40°C und 250°C liegt, können eine Vielzahl von bekannten Wärmetauschern verwendet werden. Während die Luft den Wärmetauscher durchströmt, gibt sie Wärme an den Fluidkreislauf ab und wird so auf eine Austrittstemperatur abgekühlt. Die Luft mit der Austrittstemperatur wird dann wieder der Kühlzone zugeführt. Das neue Konzept ist grundsätzlich auch bei Eintrittstemperaturen der Luft größer gleich 250°C anwendbar.

Die vom Fluid im Fluidkreislauf aufgenommene Energie kann dann bevorzugt zum Heizen von Bädern für den Lackiervorgang verwendet werden, wobei dann die Vorlauftemperatur insbesondere 80°C beträgt und/oder die Rücklauftemperatur bevorzugt 70°C beträgt. Sind die Gegenstände bereits teilweise abgekühlt und geben weniger Energie ab, so kann das Fluid insbesondere zum Heizen von Zuluft verwendet werden, wobei dann die Vorlauftemperatur insbesondere 40°C beträgt und/oder die Rücklauftemperatur bevorzugt 30°C beträgt. Damit bleibt die Energie zum erheblichen Teil im System der Beschichtungsanlage erhalten, so dass eine verbesserte Gesamtenergieeffizienz erzielt wird.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Kühlvorrichtung ferner eine Kühlluftleiteinrichtung, die Luft zum Kühlen in die Kühlzone führt, und eine Warmlufteinrichtung auf, die durch die Gegenstände erwärmte Luft aus der Kühlzone führt, wobei der Wärmetauscher zwischen der Warmlufteinrichtung und der Kühllufteinrichtung angeordnet ist.

Auf diese Weise lässt sich die Luftzirkulation innerhalb der Kühlzone und durch den Wärmetauscher gut festlegen. Dabei kann insbesondere bestimmt werden, an welcher Stelle der Kühlzone die Luft mit der Eintrittstemperatur entnommen wird und an welcher Stelle die Luft mit der Austrittstemperatur zurückgeführt wird.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist die Kühllufteinrichtung eine Mehrzahl von Düsen, insbesondere Luftdüsen, auf, die dafür ausgebildet sind, die gekühlte Luft entgegen der Transportrichtung in die Kühlzone einzublasen, wobei die Kühllufteinrichtung insbesondere als Kanalsystem ausgebildet ist.

Diese Ausgestaltung ermöglicht einerseits einen besonders guten Wärmetransfer zwischen den Gegenständen und der Luft in der Kühlzone. Andererseits kann auf diese Weise erreicht werden, dass die Luft im Wesentlichen innerhalb der Umhäusung zirkuliert und nur zu einem unerheblichen Teil die Umhäusung durch den Eingangsbereich und/oder Ausgangsbereich verlässt. Die gekühlte Luft wird insbesondere über das genannte Kanalsystem geführt.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist dem Wärmetauscher ein Ventilator, insbesondere ein Radialventilator, zugeordnet, der einen Luftstrom durch den Wärmetauscher erzeugt.

Diese Ausgestaltung ermöglicht es, die Luftzirkulation in der Umhäusung zu steuern. Im Zusammenspiel mit dem Fluidkreislauf lassen sich so verschiedene Parameter, wie z. B. Austrittstemperatur oder Vorlauftemperatur variieren. Mittels eines Radialventilators kann eine besonders kompakte Bauweise erzielt werden.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vor oder nach dem Wärmetauscher ein Filterelement angeordnet.

Mittels des Filterelements kann sichergestellt werden, dass der Wärmetauscher und auch die Gegenstände bzw. Substrate nicht oder nur in erheblich reduziertem Maße verschmutzen. Vorzugsweise handelt es sich um einen austauschbaren Filter, der insbesondere auch während des Betriebs gewechselt werden kann. Ferner ist es bevorzugt Filter der Filterklasse F7 zu verwenden.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Kühlluftleiteinrichtung und die Warmluftleiteinrichtung derart ausgebildet, dass die Luft in einem vorderen Bereich der Kühlzone entnommen wird und in einem mittleren und/oder hinteren Bereich der Kühlzone zugeführt wird.

Diese Ausgestaltung ist energetisch vorteilhaft, da die Luft im Bereich der Kühlzone mit der höchsten Temperatur, nämlich im vorderen Bereich, entnommen wird und in einem kühleren Abschnitt der Kühlzone, nämlich im mittleren und/oder hinteren Bereich wieder zugeführt wird. Die Begriffe „vorne” und „hinten” beziehen sich dabei auf die Transportrichtung, d. h., die Gegenstände treten vorne am Eingangsbereich in die Kühlzone ein und verlassen die Kühlzone hinten am Ausgangsbereich.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Transporteinrichtung eine Mehrzahl von Tragelementen auf, an denen die Gegenstände hängend oder liegend transportiert werden können.

Diese Ausgestaltung ist vorteilhaft, da die Tragelemente eine Vielzahl verschiedener Gegenstände transportieren können. Ferner kann so sichergestellt werden, dass der größte Teil der Oberfläche des Gegenstands mit der zirkulierenden Luft in der Kühlzone intensiv in Berührung kommt und so schnell abgekühlt wird.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Wärmetauscher innerhalb der Umhäusung angeordnet, insbesondere oberhalb der Kühlzone.

Diese Ausgestaltung ist energetisch vorteilhaft, da die Luft in der Umhäusung gehalten wird. Zudem ist die Umhäusung dann bautechnisch einfacher zu realisieren. Bei Bedarf kann der Wärmetauscher auch als getrenntes Umluftgerät von der Kühlzone abgekoppelt ausgeführt sein.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist unterhalb des Wärmetauschers eine Auffangwanne für Flüssigkeit angeordnet.

Dies ermöglicht eine besonders einfache Reinigung des Wärmetauschers, da herunterlaufende oder -tropfende Reinigungsflüssigkeit von der Auffangwanne aufgefangen wird. Dadurch wird insbesondere eine Reinigung mittels eines Hochdruckreinigers leicht möglich, der eine schnelle Reinigung – sogar während des Betriebs – erlaubt.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Umhäusung gegenüber der Atmosphäre außerhalb der Umhäusung so abgeschlossen, dass im Wesentlichen keine Luft aus der Kühlzone in die Atmosphäre gelangt.

Diese Ausgestaltung stellt sicher, dass nur ein unerheblicher Anteil an Wärme die Kühlvorrichtung bzw. die Beschichtungsanlage verlässt. Vielmehr erreicht man auf diese Weise, dass der größte Teil der Energie die Beschichtungsanlage nicht verlässt und so weiter genutzt werden kann, bspw. um Bäder oder Zuluftanlagen zu heizen. Ferner ist es zur Verbesserung der Energiebilanz vorteilhaft, wenn die Kühlvorrichtung, insbesondere die Umhäusung, teilweise oder vollständig isoliert ist, so dass keine oder nur eine geringe Wärmeabgabe erfolgt.

Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Temperatur der Gegenstände im Eingangsbereich kleiner als 300°C, insbesondere kleiner als 200°C, und ist im Ausgangsbereich kleiner als 150°C, insbesondere kleiner als 120°C.

Es hat sich herausgestellt, dass die Erfindung in diesen Temperaturbereichen besonders effizient ist.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Kühlvorrichtung dafür ausgebildet, die Gegenstände von einer Temperatur zwischen 300°C und 100°C auf eine Temperatur zwischen 150°C und 40°C abzukühlen.

Auch bei diesen Vorgaben lässt sich die Erfindung besonders effizient einsetzen, wobei sich – wie nachfolgend noch beschrieben wird – zur Erzielung dieser Temperaturabsenkung ein zweistufiges Kühlsystem besonders vorteilhaft ist.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist eine Fluidtemperatur im Fluidkreislauf kleiner als 150°C, bevorzugt kleiner als 120°C und insbesondere kleiner als 100°C.

Bei dieser Fluidtemperatur kann der Fluidkreislauf, insbesondere wenn das Fluid dann noch unterhalb seiner Siedetemperatur ist, konstruktiv einfach ausgestaltet werden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn es sich bei dem Fluid um Wasser handelt und die Fluidtemperatur kleiner als 100°C ist.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vor der Kühlvorrichtung, insbesondere vor der Kühlvorrichtung, die einem Trockner einer Beschichtungsanlage folgt, eine Kondensatabführeinrichtung angeordnet.

Dies ermöglicht es auf einfache Weise Kondensat vom Trockner bzw. Einbrennofen, der Transporteinrichtung oder der Gegenstände bzw. Substrate abzuführen.

Schließlich liegt ein Vorteil der eingangs beschriebenen Beschichtungsanlage darin, dass durch die hohe Temperatur in der ersten Kühlzone die Frischluft in den Trockner vorgewärmt wird. Dies wird insbesondere dadurch erreicht, dass die Warmluftleiteinrichtung die Luft aus der Kühlzone an der Eingangsseite des Kühlsystems ansaugt, also dort wo die Temperatur am höchsten ist. Damit kann der Trockner dann Luft ansaugen, die 20 K bis 160 K über der Temperatur bei einem herkömmlichen Aufbau ist. Konkret bedeutet dies, dass ein Trockner bei einer erfindungsgemäßen Beschichtungsanlage die Luft mit ungefähr 100°C ansaugen kann, während dies beim Stand der Technik lediglich 20°C bis 60°C sind. Werden Filter im Umluftkreislauf eingesetzt, wird dem Trockner bevorzugt filtrierte Luft zugeführt.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Beschichtungsanlage fällt die Ausgangsseite des Trockners mit einer Eingangsseite des Trockners zusammen.

Damit kann der Trockner als eine nach außen im Wesentlichen geschlossene Einheit ausgestaltet werden, so dass die Energieverluste reduziert und damit der Energieverbrauch gesenkt werden kann. Dabei sind Einsparungen von 30% möglich.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Beschichtungsanlage ist die Transporteinrichtung derart ausgebildet, dass die Gegenstände durch eine Kühlvorrichtung in die Beschichtungsanlage eintreten.

Dabei ergibt sich, insbesondere im Zusammenspiel mit der zuvor genannten Ausgestaltung, eine weiter verbesserte Energieeffizienz, da zum einen die Energieverluste aus dem Trockner weiter verringert werden können und ein Energieaustausch zwischen den Gegenständen, die den Trockner verlassen, und den Gegenständen, die zum Trockner geführt werden, stattfinden kann.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung näher dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Ausführungsform der Kühlvorrichtung für ein Kühlsystem gemäß der vorliegenden Erfindung;

2 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Beschichtungsanlage mit einem Kühlsystem gemäß der vorliegenden Erfindung;

3 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Beschichtungsanlage mit einem Kühlsystem gemäß der vorliegenden Erfindung; und

4 ein drittes Ausführungsbeispiel einer Beschichtungsanlage mit einem Kühlsystem gemäß der vorliegenden Erfindung.

1 zeigt eine Kühlvorrichtung 10 zum Kühlen von Gegenständen 12 aus einer – nicht näher dargestellten – Lackierstraße 14. Die Kühlvorrichtung 10 hat eine isolierte Umhausung 16, die eine Kühlzone 18 aufweist. Ferner weist die Kühlvorrichtung 10 eine Transporteinrichtung 20 auf, die hier durch eine grob gestrichelte Linie symbolisch dargestellt ist. Die Transporteinrichtung 20 dient dem Transportieren der Gegenstände 12 entlang einer Transportrichtung 22, die hier symbolisch durch Pfeilspitzen dargestellt ist. Demnach werden die Gegenstände 12 von einem Eingangsbereich 24 durch die Kühlzone 18 zu einem Ausgangsbereich 26 transportiert und dabei abgekühlt. Oberhalb der Kühlzone 18 und innerhalb der Umhäusung 16 ist ein Wärmetauscher 28 angeordnet, der dafür ausgebildet ist, Luft 30 – mittels der entsprechenden Pfeile symbolisch angedeutet – aus der Kühlzone 18 von einer Eintrittstemperatur T1 unter Wärmeabgabe auf eine Austrittstemperatur T2 abzukühlen. Der Wärmetauscher 28 ist an einen – lediglich angedeuteten – Fluidkreislauf 32 angeschlossen, an den die Wärmeabgabe erfolgt und wobei die Eintrittstemperatur T1 der Luft 30 in den Wärmetauscher 28 zwischen 40°C und 250°C liegt.

Die Kühlvorrichtung 10 weist eine Kühlluftleiteinrichtung 34, die Luft 30 zum Kühlen in die Kühlzone 18 führt, und eine Warmluftleiteinrichtung 36 auf, die durch die Gegenstände 12 erwärmte Luft 30 aus der Kühlzone 18 führt, wobei der Wärmetauscher 28 zwischen der Warmluftleiteinrichtung 36 und der Kühlluftleiteinrichtung 34 angeordnet ist.

Die Kühlluftleiteinrichtung 34 und die Warmluftleiteinrichtung 36 sind so ausgebildet, dass die Luft 30 in einem vorderen Bereich 38 der Kühlzone 18 entnommen wird und einem mittleren und/oder hinteren Bereich 40, 42 der Kühlzone 18 zugeführt wird. Dabei weist die Kühlluftleiteinrichtung 34 eine Mehrzahl von (Luft-)Düsen 44 auf, die dafür ausgebildet sind, die gekühlte Luft 30 entgegen der Transportrichtung 22 in die Kühlzone 18 einzublasen, wobei die Kühlluftleiteinrichtung 34 insbesondere als Kanalsystem ausgebildet ist.

Dem Wärmetauscher 28 ist ein Ventilator 46 zugeordnet, der einen Luftstrom durch den Wärmetauscher 28 erzeugt. Der Ventilator 46 ist hier als Radialventilator ausgeführt. Vor dem Wärmetauscher 28 ist ein Filterelement 48 angeordnet, das mittels einer fein gestrichelten Linie angedeutet ist. Das Filterelement 48 verbessert die Luftqualität in der Kühlzone 18 und schützt den Wärmetauscher 28 vor Verschmutzungen.

Unterhalb des Wärmetauschers 28 ist eine Auffangwanne 50 für Flüssigkeit angeordnet, die eine Reinigungsflüssigkeit zum Reinigen des Wärmetauschers 28 aufnehmen und über eine Ableitung 51 abführen.

Mittels der Schleusenelemente 52 wird die Umhäusung 16 so gegenüber der Atmosphäre 54 außerhalb der Umhäusung 16 abgeschlossen, dass im Wesentlichen keine Luft 30 aus der Kühlzone 18 in die Atmosphäre 54 gelangt. Schließlich sei darauf hingewiesen, dass die Transporteinrichtung 20 eine Mehrzahl von Tragelementen 56 aufweist, an denen die Gegenstände 12 hängend oder auch liegend transportiert werden können.

Die Temperatur TP der Gegenstände 12 im Eingangsbereich 24 ist hier kleiner als 200°C und ist im Ausgangsbereich 26 kleiner als 120°C. Die Fluidtemperatur TF im Fluidkreislauf 32, genauer gesagt im Vorlauf des Fluidkreislaufs 32, ist kleiner als 100°C. Als Fluid wird hier daher bevorzugt Wasser verwendet.

Das Kühlen der Gegenstände 12 findet dabei wie folgt statt. Die Gegenstände werden im Eingangsbereich 24 in die Kühlvorrichtung 10 gebracht und dann durch die Kühlzone 18 zum Ausgangsbereich 26 transportiert. Nach dem Ansaugen über die Warmluftleiteinrichtung 36 wird die Luft 30 aus der Kühlzone 18 abgekühlt, indem in der Luft 30 enthaltene Wärme mittels des Wärmetauschers 28 an den Fluidkreislauf 32 abgegeben wird. Die auf die Austrittstemperatur T2 abgekühlte Luft 30 wird dann über die Kühlluftleiteinrichtung 34 wieder in die Kühlzone 18 geführt. Die mittels des Fluidkreislaufs 32 abgeführte Wärme wird an anderer Stelle zum Heizen verwendet, insbesondere von Bädern oder von Zuluftanlagen, so dass eine effiziente Energienutzung gegeben ist.

Die Leistungsfähigkeit der erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung 10 kommt insbesondere dann zum Vorschein, wenn eine erste und eine zweite Kühlvorrichtung 10, 10' zu einem Kühlsystem 60 verbunden werden. Dabei ist der Ausgangsbereich 26 der ersten Kühlvorrichtung 10 mit dem Eingangsbereich 24' der zweiten Kühlvorrichtung 10' derart verbunden, dass die Gegenstände 12 nach Durchlaufen der ersten Kühlvorrichtung 10 in die zweite Kühlvorrichtung 10' gelangen. Um dies zu verdeutlichen, werden in den 2 und 3 zwei Ausgestaltungen von Beschichtungsanlagen 62, 62' gezeigt.

Die Beschichtungsanlage 62 gemäß der 2 weist einen Trockner 66 (auch Ofen genannt) auf, wobei die Ausgangsseite 68 des Trockners mit einer Kondensatabführeinrichtung 70 verbunden ist, die wiederum mit dem genannten Kühlsystem 60 verbunden ist. Auf diese Weise kann an den Gegenständen 12 anhaftendes Kondensat nach dem Verlassen des Trockners 66 abgeführt werden (durch den senkrechten Pfeil symbolisiert).

Nachdem die Gegenstände 12 die Kondensatabführeinrichtung 70 durchlaufen haben, gelangen sie in die erste Kühlvorrichtung 10. Hier werden die Gegenstände von einer Maximaltemperatur TM auf eine Zwischentemperatur TW abgekühlt. Die Gegenstände 12 gelangen dann von der ersten Kühlvorrichtung 10 in die zweite Kühlvorrichtung 10'. Hier werden sie von der Zwischentemperatur TW auf eine Zieltemperatur TZ abgekühlt. Damit realisiert das Kühlsystem 60 einen zweistufigen Kühlungsprozess.

Im Gegensatz zu den Lehren im Stand der Technik, demnach die abzukühlenden Gegenstände 12 mit maximalem technischen Aufwand so schnell wie möglich abzukühlen sind, verfolgt das Kühlsystem 60 das Ziel, die Kühlung in einem zweistufigen Prozess durchzuführen, auch wenn sich dadurch die Gesamtverweilzeit im Kühlsystem 60 erhöht. Es hat sich nämlich gezeigt, dass der ausgedehnte Kühlprozess eine sehr gute Wärmeabgabe an den jeweiligen Fluidkreislauf 32, 32' ermöglicht, so dass die Energieersparnis die möglicherweise entstehenden Kosten für eine längere Verweilzeit der Gegenstände überwiegen. Für die hier gezeigte Beschichtungsanlage 62 werden TM = 170°C, TW = 100°C und TZ = 60°C eingestellt.

In der 3 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer Beschichtungsanlage 62' dargestellt. Die Beschichtungsanlage 62' weist einen Trockner 66' auf, aus dem die Gegenstände 12 in das nachfolgende Kühlsystem 60' transportiert werden und schließlich in eine konventionelle Abluftkühlvorrichtung 72 gelangen. Eine Besonderheit der Beschichtungsanlage 62' liegt darin, dass eine Frischluftzufuhr 74, der anhand der großen Pfeile symbolisiert ist, gegen die Transportrichtung 22 in Richtung des Trockners 66' geführt wird. Dies bewirkt, dass eine von der ersten Kühlzone 18 erhitzte Frischluftzufuhr 74 in den Trockner 66' gelangt. Dadurch ergibt sich zum einen der Vorteil, dass eine besonders gute Kühlung in den Kühlzonen 18, 18' ermöglicht wird und dass zum anderen die Frischluftzufuhr 74 für den Trockner 66' eine deutlich höhere Temperatur hat, als sich dies bei einer herkömmlichen Frischluftzufuhr gemäß dem Stand der Technik erzielen lässt.

4 zeigt schließlich ein drittes Ausführungsbeispiel einer Beschichtungsanlage 62''. Bei dem Trockner 66'' handelt es sich um eine nach außen im Wesentlichen geschlossene Einheit, bei der die Ausgangsseite 68'' und die Eingangsseite 76 zusammenfallen. Das heißt, die Gegenstände treten an der Schnittstelle 78 zwischen der ersten Kühlvorrichtung 10 und dem Trockner 66'' in den Trockner 66'' ein und verlassen den Trockner 66'' auch wieder an dieser Schnittstelle 78.

Ferner ist gezeigt, dass die Gegenstände 12 durch die erste Kühlzone 10 in die Beschichtungsanlage 62'' eingebracht werden. Die Gegenstände 12 können auch durch die zweite Kühlzone 10' in die Beschichtungsanlage 62'' eingebracht werden. Die dafür benötigte Transporteinrichtung 20'' kann dafür auf viele verschiedene Weisen ausgestaltet sein.

Diese Ausgestaltung hat zwei wesentliche Vorteile. Zum einen findet in der ersten Kühlzone 10 ein Wärmeaustausch zwischen Gegenständen 12 statt, die zum Trockner 66'' transportiert werden, und Gegenständen 12, die vom Trockner 66'' kommen, weil die Gegenstände 12 durch dieselbe Kühlzone 18 geführt werden, insbesondere aneinander vorbei geführt werden. Dies verbessert die Kühlung der heißen Gegenstände 12 und wärmt die kalten Gegenstände 12 vor.

Zum anderen kann der Trockner 66'' seine Luft nun aus der Kühlzone 10 bekommen. Insbesondere werden alle Frischluftansaugestellen des Trockners 66'' mit warmer Luft versorgt. Diese Ausgestaltung kann zu erheblichen Energieeinsparungen führen, insbesondere in der Größenordnung von 30% der Trocknerenergie. Wie in der Figur gezeigt ist, kann auch hier eine Frischluftzufuhr 74 durch die Kühlvorrichtungen 10, 10' erfolgen, wobei die Frischluftzufuhr 74 aber kleiner gewählt werden kann als bei den vorherigen Ausführungsbeispielen.

Schließlich ist bei dieser Ausführungsform explizit gezeigt, dass die der ersten Kühlzone entnommene Wärme einer Heizung 80 für (Vorbehandlungs-)Bäder zugeführt wird und dass die der zweiten Kühlzone entnommene Wärme einer Heizung 82 für Zuluftanlagen zugeführt wird. Diese Wärmenutzung lässt sich auch bei den anderen Beschichtungsanlagen 62, 62' realisieren.

Insgesamt ist festzustellen, dass die Erfindung eine kostengünstige Möglichkeit für eine Wärmerückgewinnung im Zusammenhang mit einer Beschichtungsanlage 62, 62', 62'' aufzeigt, wohingegen der Stand der Technik eine Wärmerückgewinnung bei Beschichtungsanlagen als aufwändig und unrentabel angesehen hatte. Die Erfindung nimmt auch Abstand davon, eine maximal mögliche Kühlung in kürzestmöglicher Zeit zu erzielen, da im Rahmen der Erfindung festgestellt wurde, dass sich bei einer Ausdehnung der Kühlungsprozesses eine bessere Wärmerückgewinnung erzielen lässt.

Ferner bietet das zweistufige Konzept die Möglichkeit, auf einfache Weise Wärme in zwei verschiedenen Temperaturbereichen zu gewinnen und so die verschiedenen Heizanforderungen einer Beschichtungsanlage, insbesondere die genannten Bäder und Heizungen für Zuluft, zu berücksichtigen. Dadurch ergibt sich insgesamt ein energetisch effizientes System, was bereits jetzt rentabler arbeitet als herkömmliche Systeme. Dieser Vorteil wird sich mit steigenden Energiepreisen noch drastisch vergrößern.