Title:
Verfahren zum Übertragen von Daten von einer ersten Telekommunikationseinheit zu einer zweiten Telekommunikationseinheit
Kind Code:
B4


Abstract:

Verfahren zum Übertragen von Daten von einer ersten Telekommunikationseinheit zu einer zweiten Telekommunikationseinheit, wobei mindestens die zweite Telekommunikationseinheit eine mobile Einheit ist, wobei das Verfahren umfasst, dass
ein Datensatz identifiziert wird, der der zweiten Einheit bereitgestellt werden soll, wobei der Datensatz einen diesem zugehörigen Datenlängenwert und eine oder mehrere Sicherheitsniveauauflagen aufweist;
ermittelt wird, ob eine PPP-Sitzung zwischen der ersten Telekommunikationseinheit und der zweiten Telekommunikationseinheit geöffnet ist; und
der Datensatz von der ersten Telekommunikationseinheit über die existierende PPP-Sitzung über IP zu der zweiten Telekommunikationseinheit übertragen wird, wenn ermittelt wird, dass eine PPP-Sitzung zwischen der ersten Telekommunikationseinheit und der zweiten Telekommunikationseinheit geöffnet ist;
dadurch gekennzeichnet, dass
ansonsten auf der Grundlage des Datenlängenwerts und/oder der Sicherheitsniveauauflagen ermittelt wird, ob der Datensatz über ein PPP oder stattdessen über eine SMS-Nachricht übertragen werden soll.




Inventors:
Jamali, Hamadi, Mich. (Oakland Charter Township, US)
Madhavan, Sethu K., Mich. (Canton, US)
Yi, Ki Hak (Ontario, Windsor, CA)
Chesnutt, Elizabeth, Mich. (Troy, US)
Fecher, Dana B., Mich. (Farmington Hills, US)
Application Number:
DE102007052019A
Publication Date:
12/17/2015
Filing Date:
10/31/2007
Assignee:
General Motors LLC ( n. d. Ges. d. Staates Delaware ) (Mich., Detroit, US)



Foreign References:
200400522142004-03-18
200401761282004-09-09
Attorney, Agent or Firm:
Manitz, Finsterwald & Partner GbR, 80336, München, DE
Claims:
1. Verfahren zum Übertragen von Daten von einer ersten Telekommunikationseinheit zu einer zweiten Telekommunikationseinheit, wobei mindestens die zweite Telekommunikationseinheit eine mobile Einheit ist, wobei das Verfahren umfasst, dass
ein Datensatz identifiziert wird, der der zweiten Einheit bereitgestellt werden soll, wobei der Datensatz einen diesem zugehörigen Datenlängenwert und eine oder mehrere Sicherheitsniveauauflagen aufweist;
ermittelt wird, ob eine PPP-Sitzung zwischen der ersten Telekommunikationseinheit und der zweiten Telekommunikationseinheit geöffnet ist; und
der Datensatz von der ersten Telekommunikationseinheit über die existierende PPP-Sitzung über IP zu der zweiten Telekommunikationseinheit übertragen wird, wenn ermittelt wird, dass eine PPP-Sitzung zwischen der ersten Telekommunikationseinheit und der zweiten Telekommunikationseinheit geöffnet ist;
dadurch gekennzeichnet, dass
ansonsten auf der Grundlage des Datenlängenwerts und/oder der Sicherheitsniveauauflagen ermittelt wird, ob der Datensatz über ein PPP oder stattdessen über eine SMS-Nachricht übertragen werden soll.

2. Verfahren nach Anspruch 1,
wobei der Schritt des Ermittelns, ob der Datensatz über PPP oder stattdessen über eine SMS-Nachricht übertragen werden soll, ferner umfasst, dass
ermittelt wird, ob die eine oder die mehreren dem Datensatz zugehörigen Sicherheitsniveauauflagen ein Sicherheitsniveau spezifizieren, das innerhalb des SMS-Protokolls nicht verfügbar ist;
bewirkt wird, dass durch die zweite Telekommunikationseinheit eine neue PPP-Sitzung zu der ersten Telekommunikationseinheit initiiert wird, wenn die dem Datensatz zugehörigen Sicherheitsniveauauflagen ein Sicherheitsniveau spezifizieren, das innerhalb des SMS-Protokolls nicht verfügbar ist, und der Datensatz über die neue PPP-Sitzung übertragen wird; und
wenn die dem Datensatz zugehörigen Sicherheitsniveauauflagen kein Sicherheitsniveau spezifizieren, das innerhalb des SMS-Protokolls nicht verfügbar ist:
ermittelt wird, ob der Datenlängenwert eine vorbestimmte SMS-Größengrenze übersteigt;
wenn der Datenlängenwert die vorbestimmte SMS-Größengrenze übersteigt, bewirkt wird, dass durch die zweite Telekommunikationseinheit eine neue PPP-Sitzung zu der ersten Telekommunikationseinheit initiiert wird und der Datensatz über die neue PPP-Sitzung übertragen wird; und
wenn der Datenlängenwert die vorbestimmte SMS-Größengrenze nicht übersteigt, der Datensatz über eine SMS-Nachricht übertragen wird.

3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei der Schritt des Übertragens des Datensatzes über eine SMS-Nachricht ferner umfasst, dass vor der Übertragung zumindest ein Teil des Datensatzes verschlüsselt wird.

4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei der Datensatz einem Dienst zugehörig ist, sodass eine erfolgreiche Übertragung des Datensatzes eine Übermittlung des Diensts bildet.

5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei der Dienst ein ortsbasierter Dienst ist.

6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei der ortsbasierte Dienst eine Information umfasst, die aus der Gruppe ausgewählt wird, die aus Informationen besteht, die mit lokalen Unterhaltungseinrichtungen, lokalen Fahrzeugserviceeinrichtungen, lokalen Radiostationseinrichtungen, lokalem Wetter, lokaler Navigation und lokalen Notfalldiensten in Beziehung stehen.

7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der Schritt des Identifizierens eines Datensatzes, der der zweiten Einheit bereitgestellt werden soll, durch einen Empfang einer Ortsaktualisierung von der zweiten Einheit initiiert wird, die angibt, dass sich die Position der zweiten Einheit von einem ersten Ort auf einen zweiten Ort geändert hat.

8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei der erste Ort aus der Gruppe ausgewählt wird, die aus einem Bezirk, einer Postleitzahl, einer Vorwahl und einem vordefinierten geographischen Bereich besteht.

9. Verfahren nach Anspruch 2, wobei das Bewirken, dass eine neue PPP-Sitzung durch die zweite Telekommunikationseinheit initiiert wird, umfasst, dass bewirkt wird, dass eine neue PPP-Sitzung über einen zellularen Link geöffnet wird.

10. Verfahren nach Anspruch 2, wobei das Bewirken, dass eine neue PPP-Sitzung durch die zweite Telekommunikationseinheit initiiert wird, umfasst, dass bewirkt wird, dass eine neue PPP-Sitzung über einen nicht zellularen drahtlosen Link geöffnet wird.

11. Verfahren nach Anspruch 2, wobei der Schritt des Übertragens des Datensatzes über eine SMS-Nachricht ferner den nachfolgenden Schritt umfasst, dass bewirkt wird, dass durch die zweite Telekommunikationseinheit eine neue PPP-Sitzung zu der ersten Telekommunikationseinheit initiiert wird.

12. Verfahren nach Anspruch 2, wobei der Schritt des Bewirkens, dass durch die zweite Telekommunikationseinheit eine neue PPP-Sitzung zu der ersten Telekommunikationseinheit initiiert wird, umfasst, dass eine SMS-Nachricht von der ersten Telekommunikationseinheit an die zweite Telekommunikationseinheit gesendet wird, die die zweite Telekommunikationseinheit auffordert, die PPP-Sitzung zu öffnen.

Description:
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Diese Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, wie beispielsweise aus der US 2004/0 176 128 A1 bekannt.

Ferner beschreibt die US 2004/0 052 214 A1 ein Verfahren zum Übertragen von Daten von einer ersten Telekommunikationseinheit zu einer zweiten Telekommunikationseinheit, wobei das Verfahren umfasst, dass ein Datensatz identifiziert wird, der der zweiten Einheit bereitgestellt werden soll, wobei der Datensatz einen diesem zugehörigen Datenlängenwert und eine oder mehrere Sicherheitsniveauauflagen aufweist; und auf der Grundlage des Datenlängenwerts und/oder der Sicherheitsniveauauflagen ermittelt wird, ob der Datensatz über ein PPP oder stattdessen über eine SMS-Nachricht übertragen werden soll.

Drahtlose Kommunikationen sind heutzutage weit verbreitet und dienen dazu, die Konnektivität von Einzelpersonen und Organisationen zu verbessern, um einen verbesserten Informationsaustausch, eine verbesserte Sicherheit und eine verbesserte Wirtschaftlichkeit bereitzustellen. Beispielsweise werden heutzutage Telematikeinheiten mit vielen Personenkraftwagen und anderen Fahrzeugen verkauft oder diesen hinzugefügt, und können Telematikeinheiten eine drahtlose Kommunikation und ortsbasierte Dienste bereitstellen.

Typischerweise, jedoch nicht ausnahmslos, arbeiten solche Einheiten über eine Infrastruktur zellularer Netzwerke. Zellulare Netzwerke stellen eine fast weltweite Abdeckung der Weltbevölkerung für Sprachübertragungen und Übertragungen einfacher Daten bereit. In der Tat schätzen einige Experten, dass in weniger als fünf Jahren mindestens 90% der Weltbevölkerung durch zellulare Netzwerke bedient werden. Zellulare Sprachübertragungen verwenden effizient Mechanismen, wie beispielsweise Handover und Roaming, um eine fortwährende Konnektivität sicherzustellen. Die Technologie zum Bereitstellen einer IP-Konnektivität (Internetprotokoll-Konnektivität) für Einrichtungen, die über die gleichen Netzwerke und andere ähnlichen Netzwerke verbunden sind, befindet sich jedoch in einem weitaus schwächeren Entwicklungsstadium.

Beispielsweise gibt es momentan für ein Call Center in dem zellularen Netzwerk keine effektiven Mittel, um die IP-Adresse eines Fahrzeugs (d. h. der Telematikeinheit in dem Fahrzeug) zu ermitteln, sogar, wenn das Fahrzeug über IP mit dem primären Anbieter verbunden ist, mit dem das Call Center einen bestehenden Vertrag hat. Obwohl das Center die Möglichkeit hat, zu Beginn einen Sprachanruf zu verwenden, um die IP-Adresse von dem Fahrzeug zu erhalten, und dann die IP-Adresse für weitere Kommunikationen zu verwenden, ist dies sehr teuer, da es die Verwendung von Sprachminuten erfordert. Zusätzlich ist es für den Benutzer manchmal lästig, jedes Mal, wenn eine IP-Konnektivität benötigt wird oder erwünscht ist, an einer Konversation teilzunehmen.

Heutzutage sind Technologien verfügbar, um Daten mit einer Telematikeinheit auszutauschen. Beispielsweise können Daten durch die Verwendung von SMS (Short Message Service) an eine zellulare Einrichtung gesendet werden. SMS stellt einen Kanal bereit, um begrenzte alphanumerische Nachrichten zu und von zellularen Einrichtungen zu senden und zu empfangen. SMS wird auch als ein Transportmittel für binäre Nutzdaten verwendet. In der Praxis wird SMS oftmals für einen kurzen Austausch verwendet, der ein Übermitteln von Textnachrichten, eine Coupon-Übertragung etc. umfasst. Es existieren auch Anwendungen, die SMS verwenden, um zellulare Einrichtungen aufzuwecken und sie aufzufordern, eine E-Mail abzurufen.

So nützlich und weit verbreitet SMS für bestimmte Aufgaben ist, weist er jedoch allgemein bestimmte Nachteile in Bezug auf Datenübertragungen auf. Beispielsweise stellt SMS typischerweise kein so hohes Sicherheitsniveau bereit wie IP, und kann SMS auch keine Nachrichten über eine bestimmte Länge hinaus wirtschaftlich verarbeiten. Es wird ein Verfahren benötigt, um die Datenkonnektivität von mobilen Einrichtungen zu verbessern.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, diesem Bedarf nachzukommen.

KURZZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Die Erfindung betrifft allgemein ein Verfahren, das für die Übertragung von Daten an eine mobile Einrichtung sorgt, während die Nachteile des Stands der Technik überwunden werden. Bei einem Beispiel kann ein Call Center zu jedem Zeitpunkt und wo auch immer das Fahrzeug sich befindet Daten an eine mobile zellulare Einrichtung, z. B. eine Fahrzeugtelematikeinheit, übertragen. Obwohl der Anrufer SMS verwenden kann, wenn dies geeignet ist, kann er nun auch IP verwenden, wenn es notwendig ist, z. B. für lange und/oder sichere Nachrichten.

Insbesondere kann das Call Center die beschriebenen Techniken verwenden, um Fahrzeugorte zu erfassen und sie auf einer regelmäßigen Basis zu aktualisieren. Dies stellt wiederum die Möglichkeit bereit, zielorientierte ortsbasierte Dienste zu jedem Zeitpunkt an jedes Fahrzeug oder jede andere mobile Einheit zu übermitteln.

Während die Aspekte der Erfindung nachstehend ausführlich erläutert werden, stellt die folgende Kurzzusammenfassung einen Überblick über bestimmte Elemente der beschriebenen Beispiele bereit. Bei einem Beispiel wird zuerst ermittelt, ob bereits eine IP-Verbindung zu dem betreffenden Fahrzeug oder einer anderen betreffenden Einheit existiert. Wenn die Verbindung existiert, wird das Fahrzeug über diese IP-Adresse kontaktiert, und die betreffende Nachricht wird über diese IP-Verbindung nach einer Ausführung der notwendigen Authentifizierungs- und Berechtigungsnachweisverifikationsprozesse an das Fahrzeug gesendet.

Wenn jedoch momentan keine IP-Verbindung zu dem Fahrzeug existiert, wird das auf die Nachricht anzuwendende Sicherheitsniveau geprüft. Wenn ein höchstes Sicherheitsniveau verwendet werden soll, wird eine SMS-Nachricht verwendet, um zu bewirken, dass der Empfänger eine IP-Sitzung mit dem Anrufer, z. B. dem Call Center, initiiert. Wenn das Fahrzeug antwortet und die IP-Verbindung geöffnet ist, sendet das Center die Nachricht nach der notwendigen Authentifizierung und Berechtigungsnachweisverifikation wie zuvor an das Fahrzeug.

Wenn andererseits ein sicherer SMS für das Sicherheitsniveau ausreicht, das auf die Nachricht angewandt werden soll, wird die Nachrichtengrößenanforderung geprüft. Wenn die Nachricht an oder unter einer vorbestimmten Größengrenze liegt, zum Beispiel 140 Byte, dann wird die Nachricht über SMS an das Fahrzeug gesendet.

In diesem Fall kann es, auch wenn der Dienst oder die Nachricht bereits an das Fahrzeug übermittelt wurde, vorteilhaft sein, wenn die Fahrzeugtelematikeinheit trotzdem eine IP-Adresse erhält und eine PPP-Sitzung (Point to Point Protocol-Sitzung) mit dem Netzwerk herstellt. Die IP-Adresse kann dann verwendet werden, um in naher Zukunft (z. B. am gleichen Tag) einen Kontakt zu der Einheit zu vereinfachen, wenn dies notwendig ist.

Wenn die Nachricht, die an das Fahrzeug gesendet werden soll, datenintensiv ist, sodass sie größer als die vorbestimmte Größengrenze ist, wird wie oben erläutert eine SMS-Nachricht an die Fahrzeugeinheit gesendet, um anzufordern, dass die Fahrzeugeinheit eine IP-Sitzung mit dem Anrufer herstellt. Wenn das Fahrzeug antwortet, können die Nachricht oder der Dienst dann nach der notwendigen Authentifizierung und Berechtigungsnachweisverifikation über IP übermittelt werden.

Egal, ob eine IP-Sitzung existiert oder erzeugt wird, sie kann für eine zukünftige Verwendung aufrecht erhalten werden, um Kommunikationen zu optimieren. Insbesondere ist die IP-Verbindung bei einem Beispiel eine immer bestehende Verbindung, sodass diese Sitzung nicht freiwillig beendet wird. Wenn in der PPP-Sitzung nicht mehr geantwortet wird oder sie verloren geht, kann eine SMS-Nachrichtenübertragung verwendet werden, wenn dies notwendig ist, um eine neue Sitzung herzustellen.

Gemäß einem weiteren Beispiel ermöglicht das Verfahren der Telematikeinheit eines Fahrzeugs, durch das Call Center erreicht werden zu können, wenn die Einheit Roaming betreibt, die Fahrzeugzündung abgeschaltet ist, die Einheit sich in einem Modus eines diskontinuierlichen Empfangs oder in einem Standby-Modus befindet, und sogar, nachdem der Modus eines diskontinuierlichen Empfangs abgelaufen ist (solange das Fahrzeug nach dem Senden der Nachricht früh genug angeschaltet wird, um sie abrufen zu können).

Das Fahrzeug muss zum Herstellen der IP-Sitzung mit dem Center kein zellulares Netzwerk verwenden. Alternative Träger, wie beispielsweise WiFi, können in ihrer Verwendung wirtschaftlicher sein und eine bessere Leistung bereitstellen. Somit kann ein Fahrzeug beim Empfangen der SMS-Nachricht stattdessen diese Einrichtungen für eine IP-Konnektivität verwenden, wenn das Fahrzeug geeignet ausgestattet ist, und wenn die Verwendung solcher Alternativen bevorzugt ist.

Bei einem Beispiel ermöglicht das Verfahren einem Dienstanbieter, Fahrzeugen ortsbasierte Dienste bereitzustellen. Jedes Fahrzeug sendet periodisch seinen Ort an das Center. Alternativ kann eine Einheit ihren Ort nur senden, wenn dies durch ein oder mehrere vorbestimmte Ereignisse ausgelöst wird. Der Dienst oder die Daten werden dann auf die Einheit heruntergeladen.

Andere Ziele und Vorteile der Erfindung werden beim Lesen der folgenden detaillierten Beschreibung und in Bezug auf die Zeichnungen ersichtlich.

KURZBESCHREIBUNG DER VERSCHIEDENEN ANSICHTEN DER FIGUREN

1 ist eine schematische Ansicht eines beispielhaften Kommunikationssystems, in dem Beispiele der vorliegenden Erfindung verwendet werden können;

2 ist ein schematisches Diagramm einer Netzwerkkonnektivität zwischen einem Call Center und einer mobilen Telematikeinheit bei einem Beispiel der Erfindung;

3 ist ein Flussdiagramm, das die Schritte zeigt, die gemäß einem Beispiel der Erfindung vorgenommen werden, um Daten oder Dienste an eine Telematikeinheit zu übermitteln;

4 ist ein Flussdiagramm, das einen Prozess zum Übermitteln eines betreffenden Diensts an eine Telematikeinheit über eine existierende PPP-Sitzung zeigt;

5 ist ein Flussdiagramm, das einen Prozess zum Übermitteln einer Nachricht mit hoher Sicherheit hinsichtlich eines betreffenden Diensts an eine Telematikeinheit über eine PPP-Sitzung zeigt, wobei noch keine solche Sitzung existiert;

6 ist eine Fortsetzung des Flussdiagramms von 5;

7 ist ein Flussdiagramm, das einen Prozess zum Übermitteln einer Nachricht mit niedrigen Sicherheitsanforderungen hinsichtlich eines betreffenden Diensts an eine Telematikeinheit zeigt, wenn noch keine PPP-Sitzung zwischen der Dienstverwaltungseinrichtung und der Telematikeinheit existiert; und

8 ist ein Flussdiagramm eines beispielhaften Prozesses zum effizienten und sicheren Bereitstellen eines ortsbasierten Diensts für eine mobile Einheit.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Vor dem ausführlichen Beschreiben der Erfindung wird eine beispielhafte Umgebung beschrieben, in der die Erfindung arbeiten kann. Es sei angemerkt, dass die beschriebene Umgebung lediglich Erläuterungszwecken dient und der Praxis der Erfindung keine Beschränkungen hinsichtlich der Verwendung anderer Umgebungen auferlegt.

In Bezug auf 1 ist ein Beispiel eines Kommunikationssystems 100 gezeigt, das mit dem vorliegenden Verfahren verwendet werden kann und allgemein ein Fahrzeug 102, ein drahtloses Trägersystem 104, ein hier als Bodennetzwerk 106 bezeichnetes landgestütztes Netzwerk 106 und ein Call Center 108 umfasst. Es sei angemerkt, dass die gesamte Architektur, der gesamte Aufbau und Betrieb sowie die einzelnen Komponenten eines Systems wie des hier gezeigten in der Technik allgemein bekannt sind. Somit bieten die folgenden Absätze lediglich einen kurzen Überblick über solch ein beispielhaftes Informationssystem 100; es könnten jedoch auch andere, hier nicht gezeigte Systeme das vorliegende Verfahren einsetzen.

Das Fahrzeug 102 ist vorzugsweise ein mobiles Fahrzeug, wie beispielsweise ein Motorrad, ein Auto, ein Lastwagen, ein Wohnmobil (RV), ein Boot, ein Flugzeug, etc., und ist mit einer geeigneten Hardware und Software ausgestattet, die ihm ermöglichen, über das System 100 zu kommunizieren. Ein Teil der Fahrzeughardware 110 ist in 1 allgemein gezeigt und umfasst eine Telematikeinheit 114, ein Mikrofon 116, einen Lautsprecher 118 und Knöpfe und/oder Bedienelemente 120, die mit der Telematikeinheit 114 verbunden sind. Mit der Telematikeinheit 114 ist eine Netzwerkverbindung oder ein Fahrzeugbus 122 wirksam gekoppelt. Beispiele geeigneter Netzwerkverbindungen umfassen ein Controller Area Network (CAN), einen Media Oriented System Transfer (MOST), ein Local Interconnection Network (LIN), ein Ethernet und andere geeignete Verbindungen, wie beispielsweise jene, die mit bekannten ISO-, SAE- und IEEE-Standards und -Spezifikationen konform sind, nur um einige zu nennen.

Die Telematikeinheit 114 ist eine fahrzeugeigene Einrichtung, die über ihre Kommunikation mit dem Call Center 108 eine Vielzahl von Diensten bereitstellt und allgemein eine elektronische Verarbeitungseinrichtung 128, einen oder mehrere Typen von elektronischem Speicher 130, einen zellularen Chipsatz/eine zellulare Komponente 124, ein Drahtlosmodem 126, eine Dualantenne 160 und eine Navigationseinheit mit einem GPS-Chip/einer GPS-Komponente 132 umfasst. Bei einem Beispiel besteht das Drahtlosmodem 126 aus einem Computerprogramm und/oder einem Satz von Softwareroutinen, die in der Verarbeitungseinrichtung 128 ausgeführt werden.

Die Telematikeinheit 114 stellt zu viele Dienste bereit, um sie alle aufzulisten, einige Beispiele umfassen jedoch: Turn-by-Turn-Anweisungen und andere navigationsbezogene Dienste, die in Verbindung mit dem GPS-basierten Chipsatz/der GPS-basierten Komponente 132 bereitgestellt werden; eine Airbageinsatzbenachrichtigung und andere Notfall- oder Pannenhilfedienste, die in Verbindung mit verschiedenen Crash- und/oder Kollisionssensorschnittstellenmodulen 156 und Sensoren 158 bereitgestellt werden, die sich an dem Fahrzeug 110 befinden, Infotainmentbezogene Dienste, bei denen Musik, Webseiten, Filme, Fernsehprogramme, Videospiele und/oder andere Inhalte durch ein Infotainment-Center 132 herunter geladen werden können, das über den Fahrzeugbus 122 und einen Audiobus 112 wirksam mit der Telematikeinheit 114 verbunden ist. Bei einem Beispiel wird heruntergeladener Inhalt für eine sofortige oder spätere Wiedergabe gespeichert.

Wieder sind die oben aufgelisteten Dienste keinesfalls eine erschöpfende Liste aller Fähigkeiten der Telematikeinheit 114, wie es von Fachleuten verstanden werden sollte, sondern sind lediglich eine Erläuterung einiger der Dienste, die die Telematikeinheit 114 anbieten kann. Es sei angemerkt, dass die Telematikeinheit 114 zusätzlich zu den oben aufgelisteten eine Anzahl von bekannten Komponenten umfassen kann.

Fahrzeugkommunikationen verwenden vorzugsweise Funkübertragungen, um einen Sprachkanal zu dem drahtlosen Trägersystem 104 herzustellen, sodass sowohl Sprach- als auch Datenübertragungen über den Sprachkanal gesendet und empfangen werden können. Es sind Fahrzeugkommunikationen über den zellularen Chipsatz/die zellulare Komponente 124 für Sprachübertragungen und über ein Drahtlosmodem 126 für Datenübertragungen möglich. Um eine erfolgreiche Datenübertragung über den Sprachkanal zu ermöglichen, wendet das Drahtlosmodem 126 einen Typ von Codierung oder Modulation an, um die digitalen Daten derart umzuwandeln, dass sie über einen Vocoder oder einen Sprach-Codec übertragen werden können, der in dem zellularen Chipsatz/der zellularen Komponente 124 angeordnet ist. Bei dem vorliegenden Verfahren kann jede geeignete Codierungs- oder Modulationstechnik verwendet werden, die eine akzeptable Datenrate und Bitfehlerrate bereitstellt. Die Dualantenne 160 steht für den GPS-Chipsatz/die GPS-Komponente 124 und den zellularen Chipsatz/die zellulare Komponente 126 bereit.

Das Mikrofon 116 stellt dem Fahrer oder anderen Fahrzeuginsassen ein Mittel zum Eingeben von verbalen oder anderen auditiven Befehlen bereit, und kann unter Verwendung einer in der Technik bekannten Mensch/Maschine-Schnittstelle-Technologie (HMI-Technologie) mit einer eingebetteten Sprachverarbeitung ausgestattet sein. Im Gegensatz dazu stellt der Lautsprecher 118 den Fahrzeuginsassen einen verbalen Ausgang bereit und kann entweder ein unabhängiger Lautsprecher sein, der speziell der Verwendung mit der Telematikeinheit 114 zugeordnet ist, oder kann ein Teil einer Fahrzeugaudiokomponente 154 sein. In jedem Fall ermöglichen das Mikrofon 116 und der Lautsprecher 118 der Fahrzeughardware 110 und dem Call Center 108, über hörbare Sprache mit den Insassen zu kommunizieren. Die Fahrzeughardware 110 umfasst auch ein(en) oder mehrere Knöpfe oder Bedienelemente 120, um einem Fahrzeuginsassen zu ermöglichen, eine oder mehrere der Komponenten der Fahrzeughardware 110 zu aktivieren oder mit dieser oder diesen in Eingriff zu treten. Beispielsweise kann einer der Knöpfe 120 ein elektronischer Druckknopf sein, der verwendet wird, um Sprachkommunikationen mit dem Call Center 108 zu initiieren (sei es nun ein menschlicher Berater 148 oder ein automatisiertes Anrufbeantwortungssystem). Bei einem anderen Beispiel kann einer der Knöpfe 120 verwendet werden, um Notfalldienste zu initiieren.

Die Audiokomponente 154 ist wirksam mit dem Fahrzeugbus 122 und dem Audiobus 112 verbunden. Die Audiokomponente 154 empfängt analoge Informationen über den Audiobus 112 und gibt sie als Töne aus. Digitale Informationen werden über den Fahrzeugbus 122 empfangen. Die Audiokomponente 154 stellt AM- und FM-Radio, CD, DVD und Multimediafunktionen bereit, die von dem Infotainment-Center 136 unabhängig sind. Die Audiokomponente 154 kann ein Lautsprechersystem enthalten oder über eine Arbitrierung an dem Fahrzeugbus 112 und/oder dem Audiobus 112 den Lautsprecher 118 verwenden.

Die Fahrzeug-Crash- und/oder -Kollisionsdetektionssensorschnittstelle 156 ist mit dem Fahrzeugbus 122 wirksam verbunden. Die Crash-Sensoren 158 liefern der Telematikeinheit 114 über die Crash- und/oder Kollisionsdetektionssensorschnittstellen 156 Informationen hinsichtlich der Schwere einer Fahrzeugkollision, wie beispielsweise des Aufprallwinkels und der erfahrenen Kraft.

Die Fahrzeugsensoren 160, die mit verschiedenen Sensorschnittstellenmodulen 134 verbunden sind, sind mit dem Fahrzeugbus 122 wirksam verbunden. Beispielhafte Fahrzeugsensoren umfassen Gyroskope, Beschleunigungsmesser, Magnetometer, Emissionsdetektions- und/oder -steuersensoren und dergleichen, sind jedoch nicht darauf beschränkt. Beispielhafte Sensorschnittstellenmodule 134 umfassen eine Antriebsstrangsteuerung, eine Klimasteuerung und eine Karosseriesteuerung, nur um einige zu nennen.

Das drahtlose Trägersystem 104 ist vorzugsweise ein Mobiltelefonsystem oder jedes andere geeignete drahtlose System, das Signale zwischen der Fahrzeughardware 110 und dem Bodennetzwerk 106 überträgt. Gemäß einem Beispiel umfasst das drahtlose Trägersystem 104 eine(n) oder mehre Mobilfunktürme 138, Basisstationen und/oder Mobilfunkvermittlungsstellen (MSCs) 140, sowie jegliche anderen Netzwerkkomponenten, die erforderlich sind, um das drahtlose System 104 mit dem Bodennetzwerk 106 zu verbinden. Es wird von Fachleuten erkannt werden, dass verschiedene Mobilfunkturm/Basisstation/MSC-Anordnungen möglich sind und bei dem drahtlosen System 104 verwendet werden können. Beispielsweise könnten eine Basisstation und ein Mobilfunkturm an demselben Ort angeordnet sein, oder sie könnten entfernt voneinander angeordnet sein, und könnte eine einzelne Basisstation mit verschiedenen Mobilfunktürmen gekoppelt sein, oder könnten verschiedene Basisstationen mit einer einzelnen MSC gekoppelt sein, nur um einige der möglichen Anordnungen zu nennen. Vorzugsweise ist ein Sprach-Codec oder Vocoder in einer oder mehreren der Basisstationen 140 umfasst, in Abhängigkeit von der bestimmten Architektur des drahtlosen Netzwerks könnte er jedoch auch in einer Mobilfunkvermittlungsstelle oder einigen anderen Netzwerkkomponenten umfasst sein.

Das Bodennetzwerk 106 kann ein herkömmliches bodenbasiertes Telekommunikationsnetzwerk sein, das mit einem oder mehreren Festnetztelefonen verbunden ist und das drahtlose Trägernetzwerk 104 mit dem Call Center 108 verbindet. Beispielsweise kann das Bodennetzwerk 106 ein Fernsprechnetz (PSTN) und/oder ein Internetprotokoll-Netzwerk (IP-Netzwerk) umfassen, wie es Fachleuten bekannt ist. Natürlich können ein oder mehrere Segmente des Bodennetzwerks 106 in Form eines verdrahteten Standardnetzwerks, eines Glasfaser- oder anderen optischen Netzwerks, eines Kabelnetzwerks, von anderen drahtlosen Netzwerken, wie Wireless Local Networks (WLANs), oder Netzwerken, die einen drahtlosen Breitbandzugriff (BWA) bereitstellen, oder jeder Kombination hiervon realisiert sein.

Das Call Center 108 ist entworfen, um der Fahrzeughardware 110 eine Anzahl von verschiedenen System-Backend-Funktionen bereitzustellen, und umfasst gemäß dem hier gezeigten Beispiel allgemein eine(n) oder mehrere Schalter 142, Server 144, Datenbanken 146, menschliche Berater 148 sowie eine Vielzahl von anderen Telekommunikations- und Computergeräten 150, die Fachleuten bekannt sind. Diese verschiedenen Call Center-Komponenten sind vorzugsweise über eine Netzwerkverbindung oder einen Bus 152 miteinander gekoppelt, wie beispielsweise den zuvor in Verbindung mit der Fahrzeughardware 110 beschriebenen. Der Schalter 142, der ein Telekommunikationsanlagenschalter (PBX-Schalter) sein kann, leitet eingehende Signale derart weiter, dass Sprachübertragungen für gewöhnlich entweder zu dem menschlichen Berater 148 oder zu einem automatisierten Antwortsystem gesendet werden, und Datenübertragungen für eine Demodulation und eine weitere Signalverarbeitung zu einem Modem oder einem anderen Gerät 150 weitergeleitet werden. Das Modem 150 umfasst vorzugsweise einen Codierer, und kann, wie zuvor erklärt, mit verschiedenen Einrichtungen, wie beispielsweise dem Server 144 und der Datenbank 146, verbunden sein. Die Datenbank 146 kann beispielsweise Teilnehmerprofildatensätze, Teilnehmerverhaltensmuster oder beliebige andere entsprechende Teilnehmerinformationen speichern. Obwohl das erläuterte Beispiel als in Verbindung mit einem mit Personal besetzten Call Center 108 verwendet beschrieben wurde, sei angemerkt, dass das Call Center 108 jede zentrale oder entfernte Einrichtung, mit oder ohne Personal, mobil oder fest, sein kann, mit der Sprache und Daten ausgetauscht werden sollen.

Die Beispiele hierin offenbaren eine bevorzugte Technik und ein bevorzugtes System, um einem Call Center zu ermöglichen, Daten an ein Fahrzeug mit einer Telematikeinheit ohne vorheriges Wissen bezüglich des Orts oder der Konnektivität der zu dem Fahrzeug gehörigen Telematikeinheit zu senden. Wie es im Folgenden ersichtlich wird, kann das beschriebene System einem Call Center die Möglichkeit bereitstellen, IP-Verbindungen zu verwenden, um ein ausgewähltes Fahrzeug zu jedem Zeitpunkt im Wesentlichen an jedem Ort, an dem eine Konnektivität bereitgestellt werden kann, zu erreichen. Die gemäß weiteren Beispielen beschriebene Technik stellt die Möglichkeit bereit, Fahrzeugorte zu erfassen und sie auf einer regelmäßigen Basis zu aktualisieren. Schließlich wird aus den folgenden Beispielen ersichtlich, dass das neue System und Verfahren, die hierin beschrieben sind, die Fähigkeit unterstützen, zielorientierte ortsbasierte Dienste an Fahrzeuge zu übermitteln, die mit einer geeigneten Telematikeinheit ausgestattet sind.

In den beschriebenen Beispielen wird eine Anzahl von Kommunikationsprotokollen verwendet. Es sei angemerkt, dass viele der einzelnen Protokolle Fachleuten bekannt sind. Somit mögen Details hinsichtlich der Protokolle selbst bereitgestellt sein, um weniger erfahrenen Lesern zu helfen, wobei zu verstehen ist, dass solche Details zur Unterstützung des Lesers bereitgestellt werden, und nicht, weil dies notwendig ist.

Die Verfahren der folgenden Beispiele werden idealerweise in einer Umgebung eingesetzt, die ein Fahrzeug mit Telematikausstattung und eine vollständig oder teilweise drahtlose Kommunikationsinfrastruktur umfasst, wie es oben in Bezug auf 1 beschrieben ist. Es sei angemerkt, dass die Darstellung von 1 ein beispielhaftes System beschreibt, und dass viele der Elemente von 1 für den Betrieb der hierin in den verschiedenen Beispielen beschriebenen Erfindung nicht notwendig sind. Obwohl die Verwendung des Systems in Bezug auf ein Fahrzeug mit Telematikausstattung beschrieben wird, ist das System beispielsweise auch für mobile Telematikeinheiten nützlich, die einer Person gehören und/oder verschiedenen einer Gruppe von Fahrzeugen gehören.

Allgemein ermittelt ein Call Center-System, wie beispielsweise das Element 108 von 1, wenn ein Datenaustausch in Bezug auf eine Telematikeinheit erwünscht oder erforderlich ist, beispielsweise, um einen Dienst bereitzustellen, zuerst, ob bereits eine IP-Verbindung zu der betreffenden Telematikeinheit hergestellt wurde. Wenn solch eine Verbindung bereits steht, wird die Telematikeinheit durch das Call Center über diese IP-Adresse kontaktiert. Nach dem notwendigen Authentifizierungsprozess und Berechtigungsnachweisverifikationsprozess sendet das Call Center die Nachricht über diese IP-Verbindung an die Telematikeinheit.

Sogar, wenn keine IP-Verbindung zu dem Fahrzeug existiert, kann das System immer noch die notwendigen Verbindungen bereitstellen. Nach dem Ermitteln, dass es keine existierende IP-Verbindung gibt, wählt das Call Center einen Verbindungsmechanismus auf der Grundlage der Größen- und Sicherheitsanforderungen des voraussichtlichen Datentransfers. Für Übertragungen, wie beispielsweise jene, die persönliche oder finanzielle Informationen enthalten und die höchste Sicherheit erfordern, wird eine Nachricht an die Telematikeinheit gesendet, um sie aufzufordern, eine IP-Sitzung mit dem Call Center zu initiieren. Nach dem Antworten der Telematikeinheit und dem Ausführen der notwendigen Authentifizierungs- und Berechtigungsnachweisverifikationsprozesse sendet das Call Center die Nachricht an die Telematikeinheit. Diese Technik kann auch angewandt werden, wenn ein Datentransfer nicht sicherheitsempfindlich ist, jedoch trotzdem zu groß ist, um wirtschaftlich über das Kurznachrichtenprotokoll gesendet zu werden.

Für den Fall, dass die erwartete Übertragung nicht die höchste verfügbare Sicherheit erfordert, und wenn die Nachricht ausreichend klein ist, kann anstatt einer IP-Verbindung ein sicheres Kurznachrichtenübertragungs-Protokoll verwendet werden. In diesem Fall kann es nach der Übermittlung der Daten über das Kurznachrichtenprotokoll erwünscht sein, für eine spätere Verwendung eine IP-Verbindung herzustellen. Somit kann die Telematikeinheit immer noch eine IP-Adresse erhalten und eine Sitzung mit dem Call Center herstellen.

Obwohl die Beispiele hierin primär die Verwendung des zellularen Netzwerks fokussieren, sei angemerkt, dass die Kommunikationen mit der Telematikeinheit zusätzlich oder alternativ über andere drahtlose Technologien ausgeführt werden können, wie beispielsweise WiFi oder Bluetooth. In einzelnen Fällen basiert die Wahl, ob das zellulare Netzwerk für die IP-Verbindung verwendet werden soll oder stattdessen andere drahtlose Technologien verwendet werden sollen, oftmals auf Kosten- und/oder Leistungsparametern. Somit kann die Telematikeinheit beim Empfangen einer Verbindungsanforderung über das zellulare Netzwerk beispielsweise einen WiFi- oder Bluetooth-Kanal verwenden, um eine IP-Konnektivität herzustellen.

Bei einem Beispiel der Erfindung wird das IP-Kommunikationssystem verwendet, um dem Call Center zu ermöglichen, Fahrzeugen ortsbasierte Dienste bereitzustellen. Beispielsweise können von einem Wetteraktualisierungsdienst bereitgestellte Informationen von dem Ort des Fahrzeugs abhängen. Als ein weiteres Beispiel sind Daten bezüglich der nächstliegenden Restaurants, Tankstellen, Unterhaltungsorte und so weiter ortsabhängig.

Nachdem Aspekte der Erfindung im Überblick erläutert wurden, werden nun in Bezug auf 28 verschiedene Beispiele ausführlicher erläutert. 2 ist ein schematisches Diagramm der Netzwerkkonnektivität zwischen dem Call Center und der mobilen Telematikeinheit bei einem Beispiel der Erfindung. Das Call Center 201 kann zu Beginn über das zellulare Netzwerk 205 mit der Telematikeinheit 203 verlinkt werden. Typischerweise werden zwischen dem Call Center 201 und der Telematikeinheit 203 Nachrichten über das SMS-Protokoll ausgetauscht. Das SMS-Protokoll (Short Message Service-Protokoll) ist ein Textnachrichtendienst, der ermöglicht, dass kurze Nachrichten (z. B. jene mit weniger als etwa 140–160 Zeichen) über das zellulare Netzwerk 205 gesendet werden. SMS, der zuerst in dem GSM-System eingeführt wurde, wird durch die meisten digitalen Mobilfunksysteme unterstützt. SMS ist einer E-Mail darin ähnlich, dass die Nachrichten an SMS-Zentralen gespeichert und weitergeleitet werden, und nicht nur an der mobilen Einheit bleiben. Somit kann die mobile Einheit die entsprechenden Nachrichten später abrufen, wenn sie offline war oder anderweitig nicht verfügbar war, als die Nachrichten ursprünglich gesendet wurden. Allgemein gelangen SMS-Nachrichten über den Steuerkanal 207 des zellularen Systems zu der Telematikeinheit 203, der allgemein logisch von dem Sprachkanal 209 des Systems getrennt ist.

Obwohl SMS bekannt und weit verbreitet ist, ist er nicht so sicher wie einige andere Typen von Verbindungen, wie beispielsweise IP-Verbindungen. Somit kann der SMS-Dienst in einigen Fällen anstatt eines Verwendens des SMS zum Übermitteln von empfindlichen Daten verwendet werden, um eine separate IP-Verbindung 211 herzustellen. Die separate IP-Verbindung 211 kann über das zellulare Netzwerk 205 ermöglicht sein oder kann stattdessen ein anderes drahtloses System 213 verwenden, wie beispielsweise ein Bluetooth- oder WiFi-System. Da das zellulare Netzwerk 205 typischerweise nicht für eine umfangreiche Datenübertragung optimiert ist, kann es aus Kosten- oder Leistungsgründen erwünscht sein, das alternative drahtlose Netzwerk 213 zu verwenden. Zusätzlich kann die Verfügbarkeit alternativer drahtloser Netzwerke an einem gegebenen Ort auch darüber entscheiden, ob solche Netzwerke verwendet werden können.

Nachdem die allgemeine Konnektivität erläutert wurde, die zur Verwendung zwischen der Telematikeinheit 203 und dem Call Center 201 zur Verfügung steht, wird nun die Verwendung dieser Infrastruktur in verschiedenen erläuternden Beispielen ausführlicher beschrieben. 3 ist ein Flussdiagramm 300, das die Schritte zeigt, die gemäß einem Beispiel vorgenommen werden, um Daten oder Dienste an eine Telematikeinheit zu übermitteln. Der Prozess beginnt mit Stufe 301, in der ein Dienstverwaltungseinrichtungsmodul des Call Centers bestimmt, dass ein Dienst an eine identifizierte entfernte Telematikeinheit übermittelt werden soll, die beispielsweise zu einem Fahrzeug oder einer anderen Einrichtung gehören kann, und in der das Dienstverwaltungseinrichtungsmodul eine geeignete Nachricht zur Übermittlung bildet. Das Dienstverwaltungseinrichtungsmodul kann sich in dem Server 144 des Call Centers 108 befinden oder diesem zugehörig sein. Die Bestimmung zum Übermitteln eines Diensts kann einem Abonnement, einer Dienstaktualisierung, einer Benutzeranforderung, Benutzerortsdaten etc. entsprechen.

In Stufe 303 ermittelt das Dienstverwaltungseinrichtungsmodul des Call Centers, ob momentan eine PPP-Sitzung mit der entfernten Telematikeinrichtung existiert. Es wird von Fachleuten erkannt werden, dass das PPP (Point-to-Point-Protocol) ein System zum Transportieren von IP-Paketen über einen Link ist, wie beispielsweise an einen ISP. Das PPP stellt eine Sitzung zwischen der Telematikeinheit und dem Call Center unter Verwendung seines eigenen Link Control Protocol (LCP) bereit. Das PPP unterstützt Sicherheitsmerkmale, wie beispielsweise Authentifizierung, z. B. über PAP, CHAP oder EAP. Wie es von Fachleuten erkannt werden wird, befindet sich das PPP an der Sicherungsschicht (Data Link Layer) in dem Netzwerk-Stack. Wenn das PPP verwendet wird, werden Pakete eines Protokolls einer hohen Ebene, wie beispielsweise IP-Pakete, in HDLC-basierten Frames verkapselt. IP ist das Netzwerkschichtprotokoll in der TCP/IP-Kommunikationsprotokollgruppe, und IP über PPP wird manchmal als IPCP bezeichnet.

Wenn in Stufe 303 ermittelt wird, dass eine PPP-Sitzung existiert, veranlasst die Dienstverwaltungseinrichtung in Stufe 305, dass der betreffende Dienst über IP übermittelt wird. Andernfalls fährt der Prozess mit Stufe 307 fort, in der die Dienstverwaltungseinrichtung ermittelt, ob die Daten, die an die Telematikeinheit gesendet werden sollen, eine höhere Sicherheit erfordern als die, die über SMS verfügbar ist.

Wenn in Stufe 307 ermittelt wird, dass die Daten, die an die Telematikeinheit gesendet werden sollen, eine höhere Sicherheit erfordern als die, die SMS bereitstellt, fährt der Prozess mit Stufe 309 fort, in der die Dienstverwaltungseinrichtung eine PPP-Sitzung mit der Telematikeinheit öffnet. Nachfolgend fährt der Prozess mit Stufe 305 fort, in der die Dienstverwaltungseinrichtung über die PPP-Sitzung über IP den geeigneten Dienst übermittelt.

Wenn stattdessen in Stufe 307 ermittelt wird, dass die Daten, die an die Telematikeinheit gesendet werden sollen, nicht mehr Sicherheit erfordern als die, die über SMS verfügbar ist, fährt der Prozess mit Stufe 311 fort. In dieser Stufe ermittelt die Dienstverwaltungseinrichtung, ob die Menge von Daten, die gesendet werden soll, zu groß ist, um über SMS untergebracht zu werden. Wenn in Stufe 311 ermittelt wird, dass die Menge von Daten, die gesendet werden soll, zu groß ist, um über SMS untergebracht zu werden, fährt der Prozess mit Stufe 309 fort, in der die Dienstverwaltungseinrichtung eine PPP-Sitzung mit der Telematikeinheit öffnet, wonach der Prozess mit Stufe 305 fortfährt, in der die Dienstverwaltungseinrichtung den geeigneten Dienst über die PPP-Sitzung über IP übermittelt.

Wenn in Stufe 311 ermittelt wird, dass die Menge von Daten, die gesendet werden soll, nicht zu groß ist, um über SMS untergebracht zu werden, fährt der Prozess mit Stufe 313 fort, in der die Dienstverwaltungseinrichtung den geeigneten Dienst über SMS übermittelt. Zusätzlich kann der Prozess bei einem Beispiel der Erfindung nach einer erfolgreichen Übermittlung des Diensts über SMS mit Stufe 315 fortfahren. In Stufe 315 öffnet die Dienstverwaltungseinrichtung eine PPP-Sitzung mit der Telematikeinheit für eine zukünftige Verwendung. An dieser Stelle, nachdem der betreffende Dienst erfolgreich übermittelt wurde, endet der Prozess.

Die Details der Dienstübermittlung und der Verbindungsherstellung, wenn erforderlich, werden in Bezug auf 47 erläutert. 4 ist ein Flussdiagramm, das einen Prozess zum Übermitteln eines betreffenden Diensts an eine Telematikeinheit über eine existierende PPP-Sitzung wie in Stufe 305 des Flussdiagramms 300 von 3 erläutert. Der Prozess 400 startet mit Stufe 401, in der die Dienstverwaltungseinrichtung eine IP-Nachricht bildet, um die benötigten Daten über die existierende PPP-Verbindung zu übermitteln. In Stufe 403 überträgt die Dienstverwaltungseinrichtung die IP-Nachricht über die existierende PPP-Verbindung. An dieser Stelle wartet die Dienstverwaltungseinrichtung in Stufe 405 auf eine Übertragung einer IP-ACK (IP-Bestätigung) von der Telematikeinheit, um den Empfang der IP-Nachricht zu bestätigen.

In Stufe 407 wird ermittelt, ob eine IP-ACK-Übertragung empfangen wurde. Wenn ermittelt wird, dass keine IP-ACK-Nachricht empfangen wurde, zweigt der Prozess in Stufe 409 ab, in der bestimmt wird, dass die Dienstübermittlung fehlgeschlagen ist, und der Prozess endet. Andernfalls zweigt der Prozess in Stufe 411 ab und bestimmt, dass die Dienstübermittlung erfolgreich war. Nach Stufe 411 fährt der Prozess optional mit Stufe 413 fort, in der er die PPP-Verbindung aufrecht erhält. Nach Stufe 413 endet der Prozess.

5 ist ein Flussdiagramm, das einen Prozess zum Übermitteln einer Nachricht mit hoher Sicherheit bezüglich eines betreffenden Diensts an eine Telematikeinheit über eine PPP-Sitzung erläutert, wobei noch keine Sitzung existiert, wie in den Stufen 309 und 305 des Flussdiagramms 300 von 3. Der Prozess 500 beginnt in Stufe 501, in der die Dienstverwaltungseinrichtung eine IP-Nachricht bildet, um die betreffende Nachricht über PPP zu übermitteln. In Stufe 503 bildet die Dienstverwaltungseinrichtung eine SMS-Signalisierungsnachricht. Die SMS-Signalisierungsnachricht bewirkt, dass die Telematikeinheit eine PPP-Sitzung mit der Dienstverwaltungseinrichtung initiiert.

Die Dienstverwaltungseinrichtung startet in Stufe 505 einen Signalisierungs-Timer TI. In Stufe 507 sendet die Dienstverwaltungseinrichtung die SMS-Signalisierungsnachricht über das zellulare oder ein anderes drahtloses Netzwerk an die Telematikeinheit. In Stufe 509 startet die Dienstverwaltungseinrichtung einen IP-Timer TP. In Stufe 511 wartet die Dienstverwaltungseinrichtung auf eine Antwort, d. h. eine Schicht-3-Bestätigung (L3-ACK), auf die SMS-Signalisierungsnachricht. In Stufe 513 wird ermittelt, ob eine L3-ACK-Nachricht empfangen wurde. Wenn eine Bestätigung empfangen wird, bestimmt der Prozess in Stufe 515, dass der Signalisierungsprozess erfolgreich war, und fährt mit Stufe 517 fort, um auf eine IP-Antwort zu warten. Wenn in Stufe 513 keine L3-ACK empfangen wird, fährt der Prozess sofort mit Stufe 519 fort.

Wenn in Stufe 519 ermittelt wird, dass eine IP-Antwort empfangen wurde, fährt der Prozess mit einem Punkt A fort (Stufe 403 wie oben erläutert). Andernfalls fährt der Prozess mit einem Punkt B (6) fort. In Stufe 601 ermittelt die Dienstverwaltungseinrichtung, ob die Zeit TI, die seit dem Setzen des Signalisierungs-Timers verstrichen ist, eine vorbestimmte Grenze TIL übersteigt. Wenn in Stufe 601 ermittelt wird, dass TI > TIL, dann fährt der Prozess mit Stufe 603 fort, in der bestimmt wird, dass der Signalisierungsprozess fehlgeschlagen ist, und der Prozess endet dann. Wenn stattdessen in Stufe 601 ermittelt wird, dass TI nicht größer als TIL ist, dann fährt der Prozess mit Stufe 605 fort. In Stufe 605 ermittelt die Dienstverwaltungseinrichtung, ob die Zeit TP, die seit dem Setzen des IP-Timers verstrichen ist, eine vorbestimmte Grenze TPL übersteigt.

Wenn in Stufe 605 ermittelt wird, dass TP > TIL, dann fährt der Prozess mit Stufe 607 fort, in der bestimmt wird, dass der Dienstübermittlungsprozess fehlgeschlagen ist. Wenn stattdessen in Stufe 605 ermittelt wird, dass TP nicht größer als TIL ist, dann fährt der Prozess mit Stufe 513 fort, um auf den Empfang einer L3-ACK-Nachricht zu warten, wie es oben in Bezug auf 5 erläutert ist.

7 ist ein Flussdiagramm, das einen Prozess zum Übermitteln einer Nachricht mit Anforderungen einer niedrigen Sicherheit bezüglich eines betreffenden Diensts zu einer Telematikeinheit zeigt, wenn noch keine PPP-Sitzung zwischen der Dienstverwaltungseinrichtung und der Telematikeinheit existiert, wie in den Stufen 311 und folgende des Flussdiagramms 300 von 3. Der Prozess 700 beginnt in Stufe 701, in der die Dienstverwaltungseinrichtung ermittelt, ob die Größe der beabsichtigten Nutzdaten (z. B. einer Nachricht, die den Dienst enthält oder realisiert) eine vorbestimmte Grenze für die Größe von SMS-Nutzdaten übersteigt, z. B. 140 Byte. Wenn in Stufe 701 ermittelt wird, dass die Größe der beabsichtigten Nutzdaten die vorbestimmte SMS-Grenze übersteigt, fährt der Prozess mit Punkt C fort (Stufe 501 von Prozess 500).

Andernfalls fährt der Prozess mit Stufe 703 fort. In Stufe 703 bildet die Dienstverwaltungseinrichtung eine SMS-Nachricht, die den betreffenden Dienst enthält oder realisiert. In Stufe 705 verschlüsselt die Dienstverwaltungseinrichtung die SMS-Nachricht. Die Dienstverwaltungseinrichtung setzt dann in Stufe 707 einen SMS-Timer TS und überträgt in Stufe 709 die verschlüsselte SMS-Nachricht. In Stufe 711 wartet die Dienstverwaltungseinrichtung auf eine L3-ACK-Nachricht.

Die Dienstverwaltungseinrichtung ermittelt in Stufe 713, ob eine L3-ACK empfangen wurde. Wenn in Stufe 713 ermittelt wird, dass keine L3-ACK-Nachricht empfangen wurde, fährt der Prozess mit Stufe 715 fort, in der die Dienstverwaltungseinrichtung ermittelt, ob TS eine vorbestimmte Grenze TSL übersteigt. Wenn in Stufe 715 ermittelt wird, dass TS > TSL, dann ermittelt die Dienstverwaltungseinrichtung in Stufe 717, dass der Dienstprozess fehlgeschlagen ist, und der Prozess endet. Anderenfalls fährt das Verfahren mit Stufe 711 fort.

Wenn in Stufe 713 ermittelt wird, dass eine L3-ACK-Nachricht empfangen wurde, fährt der Prozess stattdessen mit Stufe 719 fort. In Stufe 719 wird ermittelt, dass der Dienstübermittlungsprozess erfolgreich war. Von Stufe 719 aus fährt der Prozess optional mit Stufe 721 fort, in der die Dienstverwaltungseinrichtung die PPP-Verbindung für eine zukünftige Verwendung aufrecht erhält.

Es sei angemerkt, dass in dem Fall des Fehlschlagens des Signalisierens oder Übermittelns das Signalisieren oder Übermitteln erneut versucht werden kann. Bei einem Beispiel wartet der Anrufer, bis eine Timeout-Dauer abläuft, und versucht dann das Signalisieren oder Übermitteln erneut.

Es sei angemerkt, dass das beschriebene beispielhafte System der Telematikeinheit eines Fahrzeugs allgemein ermöglicht, für einen umfangreichen und/oder sicheren Datentransfer durch das Call Center erreichbar zu sein, wenn die Einheit Roaming betreibt, die Fahrzeugzündung abgeschaltet ist, sich die Einheit in einem Modus eines diskontinuierlichen Empfangs oder einem Standby-Modus befindet, oder sogar nach dem Ablauf eines Modus eines diskontinuierlichen Empfangs, solange die Einheit früh genug mit Energie versorgt wird, nachdem die Nachricht gesendet wurde, um sie abrufen zu können.

Ferner ist aus dem Vorangehenden festzustellen, dass die mobile Einheit kein zellulares Netzwerk verwenden muss, um eine IP-Sitzung mit dem Anrufer, z. B. dem Call Center, herzustellen. Heutzutage sind viele Fahrzeuge zusätzlich zu Mobiltelefoneinrichtungen mit Geräten ausgestattet, um andere IP-fähige Träger zu unterstützen, wie beispielsweise WiFi oder Bluetooth. Diese alternativen Träger können in ihrer Verwendung wirtschaftlicher sein und können auch eine bessere Leistung bereitstellen. Somit könnte eine mobile Einheit bei einem Empfang der SMS-Nachricht stattdessen diese alternativen Träger für eine IP-Konnektivität verwenden.

Gemäß einem weiteren Beispiel der Erfindung ist der zu übermittelnde Dienst ein ortsbasierter Dienst. Wie hierin verwendet, sind ”ortsbasierte” Informationen oder Dienste Informationen oder Dienste, die für den Benutzer aufgrund ihrer Beziehung zu dem Ort der Einheit von Interesse sind. Beispielsweise kann der Dienst ein Aktualisieren einer Datenbank von lokalen Einrichtungen, die bestimmte Kriterien erfüllen (Restaurants, Theater, Händler, Werkstätten etc.), eine Aktualisierung oder Bereitstellung einer Information über einen lokalen Radiosender, eine Aktualisierung oder Bereitstellung einer Information über lokales Wetter, eine Bereitstellung oder Aktualisierung von Navigationsdaten oder -anweisungen, die Aktualisierung der Information über den Kontakt zu einem lokalen Notfalldienst usw. umfassen.

Wenn ortsbasierte Dienste oder Informationen bereitgestellt werden, ist es sinnvoll, dass der Anrufer, z. B. das Call Center, den Ort der mobilen Einheit mit einer geeigneten Granularität kennt. Zusätzlich kann es, obwohl es nicht unmöglich ist, ineffizient sein, jede mobile Einheit nach ihrem Ort periodisch abzufragen. Beispielsweise kann es überflüssig sein, eine Einheit wiederholt abzufragen, deren Position sich auf der geeigneten Granularitätsebene nicht geändert hat, z. B. auf der Ebene eines Wechselns von Bezirken, Postleitzahlen, Vorwahlen, oder bei einem Übersteigen einer vorbestimmten Distanz von einem Referenzort.

Hierzu ist es erwünscht, dass die mobile Einheit das Call Center oder eine andere betreffende zentrale Einheit mit ihrem Ort aktualisiert. Dies kann periodisch stattfinden oder stattfinden, wenn sich der Ort ausreichend ändert, um ein oder mehrere vorbestimmte Kriterien zu erfüllen. Beispielsweise kann eine Einheit ihren Ort senden, wenn dies ausgelöst wird, beispielsweise durch Überschreiten einer bestimmten radialen Distanz von einem vorbestimmten Referenzort, durch Übergehen in einen neuen Postleitzahlbereich, durch Überqueren einer Bezirksgrenze und so weiter.

8 zeigt ein Flussdiagramm eines beispielhaften Prozesses zum effizienten und sicheren Bereitstellen eines ortsbasierten Diensts für eine mobile Einheit von einem stationären Anrufer, wie beispielsweise einem Call Center. Der beispielhafte Prozess ist zwischen einem Call Center und einer mobilen Einheit eines Teilnehmers gezeigt, wie beispielsweise in einem Fahrzeug, wie es in 1 gezeigt ist, es sei jedoch angemerkt, dass die offenbarten Prinzipien breiter anwendbar sind.

In Stufe 801 des Prozesses 800 aktualisiert das Call Center 108 Benutzerortsaufzeichnungen, die die Orte von mobilen Einheiten von Teilnehmern speichern. Diese Aktualisierung ist für gewöhnlich das Ergebnis eines Empfangens neuer Teilnehmereinheitsortsinformationen. Die Ortsaufzeichnungen können beispielsweise eine oder mehrere suchbare Aufzeichnungen in der Datenbank 146 umfassen. In Stufe 803 ermittelt das Call Center 108, ob es einen ortsbasierten Dienst gibt, der an eine Teilnehmereinheit übermittelt werden sollte. Obwohl dieses Beispiel zur Verdeutlichung einen einzelnen Teilnehmer fokussiert, sei angemerkt, dass eine Dienstübermittlung mehrere Teilnehmereinheiten betreffen kann. Die Ermittlung, ob ein Dienst übermittelt werden soll, kann von einer Anzahl von Faktoren abhängen, wie beispielsweise, ob ein Dienst für eine Übermittlung verfügbar ist, ob sich der Ort der Einheit des Teilnehmers geändert hat (d. h. innerhalb eines vorbestimmten vorherigen Intervalls), und ob die Teilnehmereinheit den Dienst bereits empfangen hat. Es kann erwünscht sein, eine bestimmte Zeitdauer, wie beispielsweise 10 Minuten, zu warten, nachdem ein Ortswechsel empfangen wurde, um zu ermitteln, ob der Wechsel vorübergehend oder längerfristig ist. Um die Ermittlung in Stufe 803 zu ermöglichen, speichert das Call Center vorzugsweise die betreffenden Informationen, z. B. Ortswechsel, Zeitpunkt des Wechsels etc., in der Datenbank 146.

Wenn in Stufe 803 ermittelt wird, dass es keinen ortsbasierten Dienst gibt, der an die Teilnehmereinheit übermittelt werden sollte, fährt der Prozess mit Stufe 805 fort, in der das Call Center 108 ermittelt, ob eine Aktualisierung für den Ort einer Teilnehmereinheit empfangen wurde. Wenn solch eine Aktualisierung empfangen wurde, fährt der Prozess mit Stufe 801 fort, um die Benutzerortsaufzeichnungen zu aktualisieren. Andernfalls fährt der Prozess mit Stufe 803 fort.

Wenn stattdessen in Stufe 803 ermittelt wird, dass es einen ortsbasierten Dienst gibt, der an eine Teilnehmereinheit übermittelt werden sollte, fährt der Prozess mit Stufe 807 fort, in der das Call Center 108 eine Dienstübermittlung über einen Prozess ausführt, wie beispielsweise den Prozess 300, der in 3 gezeigt ist. Nach der Ausführung von Stufe 807 fährt der Prozess mit Stufe 805 fort, um Benutzerortsaktualisierungen zu überprüfen.

Die Verwendung der Begriffe ”ein” und ”eine” und ”der/die/das” und ähnliche Referenzen im Kontext des Beschreibens der Erfindung (insbesondere im Kontext der folgenden Ansprüche) soll als sowohl Singular als auch Plural abdeckend betrachtet werden, wenn es hierin nicht anders erläutert ist oder durch den Kontext deutlich anderweitig vorgegeben wird. Die Begriffe ”umfassen”, ”aufweisen”, ”einschließen” und ”enthalten” sollen als Begriffe mit offenem Ende betrachtet werden (d. h. mit der Bedeutung ”umfassen, jedoch nicht begrenzt sein auf”), wenn es nicht anderweitig erläutert ist. Angaben von Bereichen von Werten dienen hierin lediglich als eine Abkürzung der einzelnen Bezugnahme auf jeden einzelnen Wert, der in diesen Bereich fällt, wenn es hierin nicht anderweitig erläutert ist, und jeder einzelne Wert ist in der Beschreibung umfasst, als wäre er hierin einzeln genannt. Alle hierin beschriebenen Verfahren können in jeder geeigneten Reihenfolge ausgeführt werden, wenn es hierin nicht anderweitig erläutert ist oder durch den Kontext anderweitig klar vorgegeben wird. Die Verwendung jeglicher und aller Beispiele oder die Verwendung von beispielhafter Sprache (z. B. ”wie beispielsweise”), die hierin bereitgestellt ist, soll die Erfindung lediglich besser erklären und soll dem Schutzumfang der Erfindung keine Beschränkung auferlegen, wenn es nicht anderweitig beansprucht wird. Keine Begrifflichkeit in der Beschreibung sollte derart ausgelegt werden, dass sie angibt, dass irgendein nicht beanspruchtes Element für die Praxis der Erfindung wesentlich ist.