Title:
Avermectinderivate
Kind Code:
A1


Abstract:

Neue Avermectinderivate der Formel (I), in welcher -C22R1-A-C23R2, R3, R4 und R5 die in der Beschreibung angegebenen Bedeutungen haben,
Verfahren zum Herstellen dieser Stoffe und deren Verwendung zum Bekämpfen tierischer Schädlinge sowie neue Zwischenprodukte und deren Herstellung.




Inventors:
Jeschke, Peter, Dr. (51467 Bergisch Gladbach, DE)
Karig, Gunter, Dr. (Köln, 51069, DE)
Velten, Robert, Dr. (Langenfeld, 40764, DE)
Fischer, Reiner, Dr. (Monheim, 40789, DE)
Malsam, Olga, Dr. (Rösrath, 51503, DE)
Görgens, Ulrich (Ratingen, 40882, DE)
Arnold, Christian, Dr. (Langenfeld, 40764, DE)
Sanwald, Erich, Dr. (Kiel, 24159, DE)
Harder, Achim, Dr. (Köln, 51109, DE)
Turberg, Andreas, Dr. (Haan, 42781, DE)
Application Number:
DE102007007750
Publication Date:
02/21/2008
Filing Date:
02/16/2007
Assignee:
Bayer CropScience AG (Monheim, 40789, DE)
International Classes:



Claims:
1. Avermectinderivate der allgemeinen Formel (I), in welcher
die Gruppierung -C22R1-A-C23R2- für
-HC=CH-,
-H2C-CH(OH)- oder
-H2C-CH2- steht,
R3 für sec-Butyl, iso-Propyl oder Cyclohexyl steht,
R4 für gegebenenfalls substituiertes C2-6-Alkyl, C1-6-Alkoxy-C1-4-alkyl, C1-4-Alkoxy-C1-4-alkoxy-C1-4-alkyl, Cycloalkyl, Cycloalkyl-C1-4-alkyl, Aryl, Aryl-C1-4alkyl, Hetaryl oder Hetaryl-C1-4-alkyl mit der Einschränkung, dass R4 ungleich 4-Chlorphenyl ist, steht
oder für einen Rest aus der Gruppe (G7) bis (G12) worin
B für gegebenenfalls mit einem Rest aus der Reihe R8, R9 und R10 substituiertes Aryl oder Hetaryl steht,
D für gegebenenfalls mit einem Rest aus der Reihe R8, R9 und R10 substituiertes Aryl steht,
R6 für Wasserstoff, Halogen, insbesondere Fluor, gegebenenfalls substituiertes Alkyl, Alkenyl, Alkinyl oder Cycloalkyl steht,
R7 für Wasserstoff, Halogen, insbesondere Fluor, gegebenenfalls substituiertes Alkyl, Alkenyl, Alkinyl steht,
R6 und R7 gemeinsam mit dem Atom, an dem sie gebunden sind, für einen 3-, 4-, 5-, 6- oder 7-gliedrigen Ring stehen, oder
R6 und R7 gemeinsam mit dem Atom, an dem sie gebunden sind, für eine exo-Methylenbindung stehen,
R8 für Wasserstoff, gegebenenfalls substituiertes C1-4-Alkyl, C1-4-Halogenalkyl, C1-4-Alkoxy, C1-4-Alkoxy-C1-4-alkoxy, C1-4-Halogenalkoxy, C1-4-Alkylthio, C1-4-Halogenalkylthio, C1-4-Alkylsulfinyl, C1-4-Halogenalkylsulfinyl, C1-4-Alkylsulfonyl, C1-4-Halogenalkylsulfonyl, Halogen, Nitro, Cyan, Amino, C1-4-Alkylamino, Di-(C1-4-alkyl)-amino, steht,
oder
für einen Rest aus der Reihe CO-OH, COO(-), P(O)(OH)2, P(O)O(-)2, CO-NH2, CS-NH2, C(=NH)-NH2, C(=N-OH)-NH2, CO-NH-C1-4-alkyl, CO-N-(C1-4-alkyl)2, CO-NH-C1-4-alkoxy, CO-NH-CO-C1-4-alkyl, CO-NH-CO-C1-4-halogenalkyl, CO-NH-CO-C3-7-cycloalkyl, CO-NH-CO-C1-4-alkoxy, CO-NH-CO-(aryl-C1-2-alkyloxy), SO2-OH, SO2-O(-), SO2-NH2, SO2-NH-C1-4-alkyl, SO2-N-(C1-4-alkyl)2, CO-NH-SO2-NH-C1-4-alkyl, CO-NH-SO2-N[di(C1-4-alkyl), CO-O-C1-6-alkyl, steht,
R9 für Wasserstoff oder gegebenenfalls substituiertes C1-4-Alkyl, C1-4-Halogenalkyl, C1-4-Alkoxy, C1-4-Halogenalkoxy, C1-4-Alkylthio, C1-4-Alkylsulfinyl, C1-4-Alkylsulfonyl, Halogen, Nitro, Cyan, Formyl, C1-4-Alkylcarbonyl, Amino, C1-4-Alkylamino, Di-(C1-4-alkyl)-amino, gegebenenfalls substituiertes Aryl, gegebenenfalls substituiertes Hetaryl steht,
R10 für Wasserstoff oder gegebenenfalls substituiertes C1-4-Alkyl, C1-4-Halogenalkyl, C1-4-Alkylcarbonyl, C1-4-Alkoxycarbonyl steht,
R11 für gegebenenfalls substituiertes C1-6-Alkyl steht,
R12 und R13 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder gegebenenfalls substituiertes C1-4-Alkyl, gegebebenfalls substituiertes Aryl, Aryl-C1-4-alkyl oder Hetaryl steht,
X für Sauerstoff, Schwefel, Sulfinyl, Sulfonyl oder N-R14 steht,
worin R14 für Wasserstoff oder gegebenenfalls substituiertes C1-4-Alkyl steht,
Y für Sauerstoff, Schwefel, Sulfinyl, Sulfonyl oder N-R15 steht,
worin R15 für Wasserstoff substituiertes C1-4-Alkyl steht,
R16 für Methyl, Chlor, Brom oder Trifluormethyl steht,
R17 für Methyl, Chlor oder Brom steht,
R18 für gegebenenfalls substituiertes C1-4-Alkyl, Aryl-C1-4-alkyl steht,
R19 und R20 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder gegebenenfalls substituiertes C1-4-Alkyl, C1-4-Alkoxycarbonyl, C1-4-Alkoxycarbamoyl, C2-6-Alkenyl, C2-6-Alkinyl, Aryl-C1-4-alkyl, Hetaryl-C1-4-alkyl steht, oder
R19 und R20 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an dem sie gebunden sind, für eine cyclische Aminogruppe steht, oder
für einen 3-, 4-, 5-, 6- oder 7-gliedrigen Ring stehen, der gegebenenfalls durch Sauerstoff, Schwefel, Stickstoff Sulfinyl oder Sulfonyl unterbrochen sein,
R5 für Wasserstoff, Methyl oder C1-4-Alkylcarbonyl steht.

2. Verfahren zur Herstellung von Avermectinderivaten der allgemeinen Formel (I) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der allgemeinen Formel (II) in einem ersten Reaktionsschritt in Gegenwart eines Verdünnungsmittels und in Gegenwart eines sauren Reaktionshilfsmittels zu entsprechenden Verbindungen der allgemeinen Formel (III) umsetzt und diese in einem zweiten Reaktionsschritt in Gegenwart eines Verdünnungsmittels und gegebenenfalls in Gegenwart eines basischen Reaktionshilfsmittels mit geeigneten Schutzgruppen (SG) in makrocyclische Lactone der allgemeinen Formel (IV) überführt und diese dann in einem dritten Reaktionsschritt in Gegenwart eines Verdünnungsmittels und gegebenenfalls in Gegenwart eines basischen Reaktionshilfsmittels mit Verbindungen der allgemeinen Formel (V) umsetzt, R4-CO-LG(V)in der LG für eine gegebenenfalls in-situ erzeugte nucleofuge Abgangsgruppe (Leaving Group) steht,
und anschließend gegebenenfalls in Gegenwart eines Verdünnungsmittels und gegebenenfalls in gegebenenfalls in Gegenwart eines basischen Reaktionshilfsmittels zu Verbindungen der allgemeinen Formel (VI) umsetzt, und diese dann in einem vierten Reaktionsschritt unter den Reaktionsbedingungen einer Schutzgruppendeblockierung gegebenenfalls in Gegenwart eines Verdünnungsmittels und gegebenenfalls in Gegenwart eines geeigneten sauren oder basischen Reaktionshilfsmittels umsetzt.

3. Verfahren zur Herstellung von Avermectinderivaten der allgemeinen Formel (I) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der allgemeinen Formel (VI) unter den Reaktionsbedingungen einer Schutzgruppendeblockierung gegebenenfalls in Gegenwart eines Verdünnungsmittels und gegebenenfalls in Gegenwart eines geeigneten sauren oder basischen Reaktionshilfsmittels umsetzt, wobei SG eine geeignete Schutzgruppe darstellt.

4. Mittel zum Bekämpfen tierischer Schädlinge, gekennzeichnet durch einen Gehalt an mindestens einem Avermectinderivat der Formel (I) gemäß Anspruch 1 neben Streckmitteln und/oder oberflächenaktiven Stoffen.

5. Verwendung von Avermectinderivaten der Formel (I) gemäß Anspruch 1 zum Bekämpfen tierischer Schädlinge.

6. Verfahren zum Bekämpfen tierischer Schädlinge, dadurch gekennzeichnet, dass man Avermectinderivate der Formel (I) gemäß Anspruch 1 auf die tierischen Schädlinge und/oder deren Lebensraum ausbringt.

7. Verfahren zum Herstellen von Mitteln zum Bekämpfen tierischer Schädlinge, dadurch gekennzeichnet, dass man Avermectinderivate der Formel (I) gemäß Anspruch 1 mit Streckmitteln und/oder oberflächenaktiven Stoffen vermischt.

8. Verwendung von Avermectinderivaten der Formel (I) gemäß Anspruch 1 zur Behandlung von Saatgut.

9. Verwendung von Avermectinderivaten der Formel (I) gemäß Anspruch 1 zur Behandlung transgener Pflanzen.

10. Verwendung von Avermectinderivaten der Formel (I) gemäß Anspruch 1 zur Behandlung des Saatguts transgener Pflanzen.

11. Avermectinderivate der allgemeinen Formel (VI) gemäß Anspruch 1, in der SG für eine geeignete Schutzgruppe steht.

Description:

Die vorliegende Anmeldung betrifft neue Avermectinderivate, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zur Bekämpfung von tierischen Schädlingen, vor allem von Arthropoden, insbesondere Insekten, in Veterinärmedizin, Hygiene, Landwirtschaft, Forsten und Materialschutz sowie Schädlingsbekämpfungsmittel die Avermectinderivate enthalten. Desweiteren betrifft die vorliegende Anmeldung neue Avermectinderivate, Verfahren zu Ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Parasitizide gegen Helminthen, Nematoden und Trematoden (Endoparasitizide) in Tieren sowie Endo- und Ectoparasitizide die Avermectinderivate enthalten.

Bestimmte Avermectin Ala Derivate sind als Insektizide oder Parasitizide bereits bekannt geworden, beispielsweise das 4'-O-(4-amino-1,4-dioxobutyl)-4'-O-de(2,6-dideoxy-3-O-methyl-α-L-arabinohexopyranosyl)-5-O-demethyl-22,23-dihydro-avermectin Ala (R. A. Dybas, A. S. J. Green, British Crop Protection Conference-Pests and Dis., Proc. (1984), 3, 947-54) als Insektizid, das 4'-O-Acetyl-4'-O-de(2,6-dideoxy-3-O-methyl-α-L-arabino-hexopyranosyl)-5-O-demethyl- und das 4'-O-(4-chloro-benzoyl)-4'-O-de(2,6-dideoxy-3-O-methyl-α-L-arabino-hexopyranosyl)-5-O-demethyl-avermectin Ala (US 4201861, JP 5406197) als Insektizide und Parasitizide und das 4'-O-Acetyl-4'-O-de(2,6-dideoxy-3-O-methyl-α-L-arabino-hexopyranosyl)-5-O-demethyl-25-de(1-methyl-propyl)-22,23-dihydro-25-(1-methyl-ethyl)- avermectin Ala (EP 235085 A1) sowie das 4'-O-acetyl-25-cyclohexyl-4'-O-de(2,6-dideoxy-3-O-methyl-α-L-arabino-hexo-pyranosyl)-5-O-demethyl-25-de(1-methylpropyl)-22,23-dihydro-averme ctin Ala (US 5981500 A, WO 9415944 A1) als Endo- und Ectoparasitizide.

Die Wirkung dieser vorbekannten Verbindungen ist jedoch nicht in jeder Hinsicht, insbesondere aber bei niedrigen Aufwandmengen und -konzentrationen, in allen Anwendungsgebieten völlig zufriedenstellend. Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es deshalb, weitere Verbindungen zur Verfügung zu stellen, die eine überzeugende Wirkung gegen tierische Schädlinge und Parasiten zeigen.

Es wurden nun neue Avermectinderivate der Formel (I) gefunden, in welcher
die Gruppierung -C22R1-A-C23R2- für eine der Gruppierungen aus der nachfolgenden Gruppe von Gruppierungen -HC=CH-, -H2C-CH(OH)- oder -H2C-CH2- steht,
R3 für sec-Butyl, iso-Propyl oder Cyclohexyl steht,
R4 für gegebenenfalls substituiertes C2-6-Alkyl, C1-6-Alkoxy-C1-4-alkyl, C1-4-Alkoxy-C1-4-alkoxy-C 1-4-alkyl, Cycloalkyl, Cycloalkyl-C1-4-alkyl, Aryl, Aryl-C1-4-alkyl, Hetaryl oder Hetaryl-C1-4-alkyl steht,
wobei R4 jedoch nicht für 4-Chlorphenyl steht (bekannt aus US 4201861, JP 5406197), oder für einen Rest aus der Gruppe (G1) bis (G6) bzw. für einen Rest aus der Gruppe (G7) bis (G12) steht,
worin
B für gegebenenfalls mit einem Rest aus der Reihe R8, R9 und R10 substituiertes Aryl oder Hetaryl steht,
D für gegebenenfalls mit einem Rest aus der Reihe R8, R9 und R10 substituiertes Aryl steht,
R6 für Wasserstoff, Halogen, insbesondere Fluor, gegebenenfalls substituiertes Alkyl, Alkenyl, Alkinyl oder Cycloalkyl steht
R7 für Wasserstoff, Halogen, insbesondere Fluor, gegebenenfalls substituiertes Alkyl, Alkenyl, Alkinyl steht
R6 und R7 gemeinsam mit dem Atom, an dem sie gebunden sind, für einen 3-, 4-, 5-, 6- oder 7-gliedrigen Ring stehen, oder
R6 und R7 gemeinsam mit dem Atom, an dem sie gebunden sind, für eine exo-Methylenbindung stehen,
R8 für Wasserstoff, gegebenenfalls substituiertes C1-4-Alkyl, C1-4-Halogenalkyl, C1-4-Alkoxy, C1-4-Alkoxy-C1-4-alkoxy, C1-4-Halogenalkoxy, C1-4-Alkylthio, C1-4-Halogenalkylthio, C1-4-Alkylsulfinyl, C1-4-Halogenalkylsulfinyl, C1-4-Alkylsulfonyl, C1-4-Halogenalkylsulfonyl, Halogen, Nitro, Cyan, Amino, C1-4-Alkylamino, Di-(C1-4-alkyl)-amino, steht,
oder
für einen Rest aus der Reihe CO-OH, COO(-), P(O)(OH)2, P(O)O(-)2, CO-NH2, CS-NH2, C(=NH)-NH2, C(=N-OH)-NH2, CO-NH-C1-4-alkyl, CO-N-(C1-4-alkyl)2, CO-NH-C1-4-alkoxy, CO-NH-CO-C1-4-alkyl, CO-NH-CO-C1-4-halogenalkyl, CO-NH-CO-C3-7-cycloalkyl, CO-NH-CO-C1-4-alkoxy, CO-NH-CO-(aryl-C1-2-alkyloxy), SO2-OH, SO2-O(-), SO2-NH2, SO2-NH-C1-4-alkyl, SO2-N-(C1-4-alkyl)2, CO-NH-SO2-NH-C1-4-alkyl, CO-NH-SO2-N[di(C1-4-alkyl), CO-O-C1-6-alkyl, steht,
R9 für Wasserstoff oder gegebenenfalls substituiertes C1-4-Alkyl, C1-4-Halogenalkyl, C1-4-Alkoxy, C1-4-Halogenalkoxy, C1-4-Alkylthio, C1-4-Alkylsulfinyl, C1-4-Alkylsulfonyl, Halogen, Nitro, Cyan, Formyl, C1-4-Alkylcarbonyl, Amino, C1-4-Alkylamino, Di-(C1-4-alkyl)-amino, gegebenenfalls substituiertes Aryl, gegebenenfalls substituiertes Hetaryl steht,
R10 für Wasserstoff oder gegebenenfalls substituiertes C1-4-Alkyl, C1-4-Halogenalkyl, C1-4-Alkylcarbonyl, C1-4-Alkoxycarbonyl steht,
R11 für gegebenenfalls substituiertes C1-6-Alkyl steht,
R12 und R13 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder gegebenenfalls substituiertes C1-4-Alkyl, gegebenenfalls substituiertes Aryl, Aryl-C1-4-alkyl oder Hetaryl steht,
X für Sauerstoff, Schwefel, Sulfinyl, Sulfonyl oder N-R14 steht,
worin R14 für Wasserstoff oder gegebenenfalls substituiertes C1-4-Alkyl steht,
Y für Sauerstoff, Schwefel, Sulfinyl, Sulfonyl oder N-R15 steht,
worin R15 für Wasserstoff, gegebenenfalls substituiertes C1-4-Alkyl steht,
R16 für Methyl, Chlor, Brom oder Trifluormethyl steht,
R17 für Methyl, Chlor oder Brom steht,
R18 für gegebenenfalls substituiertes C1-4-Alkyl, Aryl-C1-4-alkyl steht
R19 und R20 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder gegebenenfalls substituiertes C1-4-Alkyl, C1-4-Alkoxycarbonyl, C1-4-Alkoxycarbamoyl, C2-6-Alkenyl, C2-6-Alkinyl, Aryl-C1-4-alkyl, Hetaryl-C1-4-alkyl steht, oder
R19 und R20 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an dem sie gebunden sind, für eine cyclische Aminogruppe steht, oder
für einen 3-, 4-, 5-, 6- oder 7-gliedrigen Ring stehen, der gegebenenfalls durch Sauerstoff, Schwefel, Stickstoff Sulfinyl oder Sulfonyl unterbrochen sein,
R5 für Wasserstoff, Methyl oder C1-4-Alkylcarbonyl steht.

Weiter wurde gefunden, dass man die neuen neue makrocyclischen Lactone der Formel (I) erhält, wenn man gemäß der Herstellungsmethode 1
Verbindungen der allgemeinen Formel (II) in welcher
die Gruppierung -C22R1-A-C23R2- und R3 die weiter oben genannte Bedeutung haben,
in einem ersten Reaktionsschritt in Gegenwart eines Verdünnungsmittels und in Gegenwart eines sauren Reaktionshilfsmittels zu entsprechenden Verbindungen der allgemeinen Formel (III) umsetzt in welcher
die Gruppierung -C22R1-A-C23R2- und R3 die weiter oben genannte Bedeutung haben,
und diese dann in einem zweiten Reaktionsschritt in Gegenwart eines Verdünnungsmittels und gegebenenfalls in Gegenwart eines basischen Reaktionshilfsmittels mit geeigneten Schutzgruppen (SG) in makrocyclische Lactone der allgemeinen Formel (IV) überführt in welcher
die Gruppierung -C22R1-A-C23R2- und R3 die weiter oben genannte Bedeutung haben,
SG für eine geeignete Schutzgruppe steht,
und diese dann in einem dritten Reaktionsschritt in Gegenwart eines Verdünnungsmittels und gegebenenfalls in Gegenwart eines basischen Reaktionshilfsmittels mit Verbindungen der allgemeinen Formel (V) umsetzt R4-CO-LG(V)in welcher
R4 die weiter oben genannte Bedeutung haben,
LG für eine gegebenenfalls in-situ erzeugte nucleofuge Abgangsgruppe (Leaving Group) steht,
gegebenenfalls in Gegenwart eines Verdünnungsmittels und gegebenenfalls in gegebenenfalls in Gegenwart eines basischen Reaktionshilfsmittels zu Verbindungen der allgemeinen Formel (VI) umsetzt, die Gruppierung -C22R1-A-C23R2- und R3 die weiter oben genannte Bedeutung haben,
SG für eine geeignete Schutzgruppe steht,
und diese dann in einem vierten Reaktionsschritt unter den Reaktionsbedingungen einer Schutzgruppendeblockierung gegebenenfalls in Gegenwart eines Verdünnungsmittels und gegebenenfalls in Gegenwart eines geeigneten sauren oder basischen Reaktionshilfsmittels umsetzt.

Gegebenenfalls substituiertes Alkyl allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln bedeutet geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit vorzugsweise 1 bis 6, insbesondere 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispielhaft seien Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, sec-Butyl, tert-Butyl, Pentyl, 1-Methylbutyl, 2-Methylbutyl, 3-Methylbutyl, 1,2-Dimethylpropyl, 1,1-Dimethylpropyl, 2,2-Dimethylpropyl, 1-Ethylpropyl, Hexyl, 1-Methylpentyl, 2-Methylpentyl, 3-Methylpentyl, 4-Methylpentyl, 1,2-Dimethylpropyl, 1,3-Dimethylbutyl, 1,4-Dimethylbutyl, 2,3-Dimethylbutyl, 1,1-Dimethylbutyl, 2,2-Dimethylbutyl, 3,3-Dimethylbutyl, 1,1,2-Trimethylpropyl, 1,2,2-Trimethylpropyl und 1-Ethylbutyl und 2-Ethylbutyl genannt.

Vorzugsweise seien gegebenenfalls substituiertes Methyl, Ethyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, sec-Butyl und tert-Butyl genannt.

Gegebenenfalls substituiertes Alkenyl allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln bedeutet geradkettiges oder verzweigtes Alkenyl mit vorzugsweise 2 bis 6, insbesondere 2 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispielhaft seien gegebenenfalls substituiertes Vinyl, 2-Propenyl, 2-Butenyl, 3-Butenyl, 1-Methyl-2-propenyl, 2-Methyl-2-propenyl, 2-Pentenyl, 3-Pentenyl, 4-Pentenyl, 1-Methyl-2-butenyl, 2-Methyl-2-butenyl, 3-Methyl-2-butenyl, 1-Methyl-3-butenyl, 2-Methyl-3-butenyl, 3-Methyl-3-butenyl, 1,1-Dimethyl-2-propenyl, 1,2-Dimethyl-2-propenyl, 1-Ethyl-2-propenyl, 2-Hexenyl, 3-Hexenyl, 4-Hexenyl, 5-Hexenyl, 1-Methyl-2-pentenyl, 2-Methyl-2-pentenyl, 3-Methyl-2-pentenyl, 4-Methyl-2-pentenyl, 3-Methyl-3-pentenyl, 4-Methyl-3-pentenyl, 1-Methyl-4-pentenyl, 2-Methyl-4-pentenyl, 3-Methyl-4-pentenyl, 4-Methyl-4-pentenyl, 1,1-Dimethyl-2-butenyl, 1,1-dmethyl-3-butenyl, 1,2-Dimethyl-2-butenyl, 1,2-Dimethyl-3-butenyl, 1,3-Dimethyl-2-butenyl, 2,2-Dimethyl-3-butenyl, 2,3-Dimethyl-2-butenyl, 2,3-Dimethyl-3-butenyl, 1-Ethyl-2-butenyl, 1-Ethyl-3-butenyl, 2-Ethyl-2-butenyl, 2-Ethyl-3-butenyl, 1,1,2-Trimethyl-2-propenyl, 1-Ethyl-1-methyl-2-propenyl und 1-Ethyl-2-methyl-2-propenyl genannt.

Vorzugsweise seien gegebenenfalls substituiertes 2-Propenyl, 2-Butenyl oder 1-Methyl-2-propenyl genannt.

Gegebenenfalls substituiertes Alkinyl allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln bedeutet geradkettiges oder verzweigtes Alkinyl mit vorzugsweise 2 bis 6, insbesondere 3 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispielhaft seien gegebenenfalls substituiertes 2-Propinyl, 2-Butinyl, 3-Butinyl, 1-Methyl-2-propinyl, 2-Pentinyl, 3-Pentinyl, 4-Pentinyl, 1-Methyl-3-butinyl, 2-Methyl-3-butinyl, 1-Methyl-2-butinyl, 1,1-dmethyl-2-propinyl, 1-Ethyl-2-propinyl, 2-Hexinyl, 3-Hexinyl, 4-Hexinyl, 5-Hexinyl, 1-Methyl-2-pentinyl, 1-Methyl-3-pentinyl, 1-Methyl-4-pentinyl, 2-Methyl-3-pentinyl, 2-Methyl-4-pentinyl, 3-Methyl-4-pentinyl, 4-Methyl-2-pentinyl, 1,1-Dimethyl-3-butinyl, 1,2-Dimethyl-3-butinyl, 2,2-Dimethyl-3-butinyl, 1-Ethyl-3-butinyl, 2-Ethyl-3-butinyl und 1-Ethyl-1-methyl-2-propinyl genannt.

Vorzugsweise seien gegebenenfalls substituiertes Ethinyl, 2-Propinyl oder 2-Butinyl genannt.

Gegebenenfalls substituiertes Cycloalkyl allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln bedeutet mono-, bi- und tricyclisches Cycloalkyl, vorzugsweise mit 3 bis 10, insbesondere 3, 5 oder 7 Kohlenstoffatomen. Beispielhaft seien Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cycloheptyl, Cyclooctyl, Bicyclo[2.2.1]heptyl, Bycyclo[2.2.2]octyl und Adamantyl genannt.

Vorzugsweise seien gegebenenfalls substituiertes Cyclopropyl und Cyclobutyl genannt.

Gegebenenfalls substituiertes Halogencycloalkyl allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln bedeutet mono-, bi- und tricyclisches Halogencycloalkyl, vorzugsweise mit 3 bis 10, insbesondere 3, 5 oder 7 Kohlenstoffatomen. Beispielhaft seien 1-Fluor-cyclopropyl, 2-Fluor-cyclopropyl oder 1-Fluor-cyclobutyl, genannt.

Halogenalkyl allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln enthält 1 bis 4, insbesondere 1 bis 2 Kohlenstoffatome mit vorzugsweise 1 bis 9, insbesondere 1 bis 5 gleichen oder verschiedenen Halogenatomen vorzugsweise Fluor, Chlor oder Brom, insbesondere Fluor oder Chlor. Beispielhaft seien Trifluormethyl, Trichormethyl, Chlordifluormethyl, Dichlorfluormethyl, Chlormethyl, Brommethyl, 1-Fluorethyl, 2-Fluorethyl, 2,2-Difluorethyl, 2,2,2-Triuorethyl, 2,2,2-Trichlorethyl, 2-Chlor-2,2-dfluorethyl, Pentafluorethyl und Pentafluor-tert-butyl genannt.

Vorzugsweise seien Difluormethyl, Trifluormethyl oder 2,2-Difluorethyl genannt.

Gegebenenfalls substituiertes Alkoxy allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln bedeutet geradkettiges oder verzweigtes Alkoxy mit vorzugsweise 1 bis 6, insbesondere 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispielsweise seien Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy, Isopropoxy, n-Butoxy, Isobutoxy, sec-Butoxy und tert-Butoxy genannt.

Gegebenenfalls substituiertes Alkoxyalkoxy allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln bedeutet geradkettiges oder verzweigtes Alkoxyalkoxy mit vorzugsweise 2 bis 6, insbesondere 2 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispielsweise seien gegebenenfalls substituiertes Methoxymethoxy, Methoxyethoxy, Methoxy-n-propoxy und Ethoxyisopropoxy genannt.

Gegebenenfalls substituiertes Halogenalkoxy allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln bedeutet geradkettiges oder verzweigtes Halogenalkoxy mit vorzugsweise 1 bis 6, insbesondere 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispielsweise seien gegebenenfalls substituiertes Difluormethoxy, Trifluormethoxy, Trichlormethoxy, Chlordifluormethoxy, 1-Fluorethoxy, 2-Fluorethoxy, 2,2-Difluorethoxy, 1,1,2,2-Tetrafluorethoxy, 2,2,2-Trifluorethoxy und 2-Chlor-1,1,2-trifluorethoxy genannt.

Gegebenenfalls substituiertes Alkylthio allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln bedeutet geradkettiges oder verzweigtes Alkylthio mit vorzugsweise 1 bis 6, insbesondere 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispielsweise seien Methylthio, Ethylthio, n-Propylthio, Isopropylthio, n-Butylthio, Isobutylthio, sec-Butylthio und tert-Butylthio genannt.

Gegebenenfalls substituiertes Alkylsulfinyl allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln bedeutet geradkettiges oder verzweigtes Alkylsulfinyl mit vorzugsweise 1 bis 6, insbesondere 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispielsweise seien Methylsulfinyl, Ethylsulfinyl, n-Propylsulfinyl, Isopropylsulfinyl, n-Butylsulfinyl, Isobutylsulfinyl, sec-Butylsulfinyl und tert-Butylsulfinyl genannt.

Gegebenenfalls substituiertes Alkylsulfonyl allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln bedeutet geradkettiges oder verzweigtes Alkylsulfonyl mit vorzugsweise 1 bis 6, insbesondere 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispielsweise seien Methylsulfonyl, Ethylsulfonyl, n-Propylsulfonyl, Isopropylsulfonyl, n-Butylsulfonyl, Isobutylsulfonyl, sec-Butylsulfonyl und tert-Butylsulfonyl genannt.

Gegebenenfalls substituiertes Halogenalkylthio allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln bedeutet geradkettiges oder verzweigtes Halogenalkylthio mit vorzugsweise 1 bis 6, insbesondere 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispielsweise seien Difluormethylthio, Trifluormethylthio, Trichlormethylthio, Chlordifluormethylthio, 1-Fluorethylthio, 2-Fluorethylthio, 2,2-Difluorethylthio, 1,1,2,2-Tetrafluorethylthio, 2,2,2-Trifluorethylthio und 2-Chlor-1,1,2-trifluorethylthio genannt.

Gegebenenfalls substituiertes Halogenalkylsulfinyl allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln bedeutet geradkettiges oder verzweigtes Halogenalkylsulfinyl mit vorzugsweise 1 bis 6, insbesondere 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispielsweise seien Difluormethylsulfinyl, Trifluormethylsulfinyl, Trichlormethylsulfinyl, Chlordifluormethylsulfinyl, 1-Fluorethylsulfinyl, 2-Fluorethylsulfinyl, 2,2-Difluorethylsulfinyl, 1,1,2,2-Tetrafluorethylsulfinyl, 2,2,2-Trifluorethylsulfinyl und 2-Chlor-1,1,2-trifluorethylsulfinyl genannt.

Gegebenenfalls substituiertes Halogenalkylsulfonyl allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln bedeutet geradkettiges oder verzweigtes Halogenalkylsulfonyl mit vorzugsweise 1 bis 6, insbesondere 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispielsweise seien Difluormethylsulfonyl, Trifluormethylsulfonyl, Trichlormethylsulfonyl, Chlordifluormethylsulfonyl, 1-Fluorethylsulfonyl, 2-Fluorethylsulfonyl, 2,2-Difluorethylsulfonyl, 1,1,2,2-Tetrafluorethylsulfonyl, 2,2,2-Trifluorethylsulfonyl und 2-Chlor-1,1,2-trifluorethylsulfonyl genannt.

Gegebenenfalls substituiertes Alkylcarbonyl allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln bedeutet geradkettiges oder verzweigtes Alkylcarbonyl mit vorzugsweise 1 bis 6, insbesondere 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispielsweise seien gegebenenfalls substituiertes Methylcarbonyl, Ethylcarbonyl, n-Propylcarbonyl, Isopropylcarbonyl, sec-Butylcarbonyl und tert-Butylcarbonyl genannt.

Gegebenenfalls substituiertes Cycloalkylcarbonyl allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln bedeutet mono-, bi- und tricyclisches Cycloalkylcarbonyl, vorzugsweise mit 3 bis 10, insbesondere 3, 5 oder 7 Kohlenstoffatomen im Cycloalkylteil. Beispielhaft seien Cyclopropylcarbonyl, Cyclobutylcarbonyl, Cyclopentylcarbonyl, Cyclohexyl-carbonyl, Cycloheptyl-carbonyl, Cyclooctylcarbonyl, Bicyclo[2.2.1]heptyl, Bycyclo[2.2.2]octylcarbonyl und Adamantylcarbonyl genannt.

Gegebenenfalls substituiertes Alkoxycarbonyl allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln bedeutet geradkettiges oder verzweigtes Alkoxycarbonyl mit vorzugsweise 1 bis 6, insbesondere 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkoxyteil. Beispielsweise seien Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl, n-Propoxycarbonyl, Isopropoxycarbonyl, sec-Butoxycarbonyl und tert-Butoxycarbonyl genannt.

Gegebenenfalls substituiertes Aryl ist beispielsweise ein ein-, zwei- oder mehrkerniger aromatischer Rest wie Phenyl, Naphthyl, Tetrahydronaphthyl, Indanyl, Fluorenyl, vorzugsweise aber Phenyl oder Naphthyl, insbesondere Phenyl.

Gegebenenfalls substituiertes Arylalkyl in den allgemeinen Formeln bedeutet vorzugsweise gegebenenfalls im Arylteil und/oder Alkylteil substituiertes Arylalkyl mit vorzugsweise 6 oder 10, insbesondere 6 Kohlenstoffatomen im Arylteil (vorzugsweise Phenyl oder Naphthyl, insbesondere Phenyl) und vorzugsweise 1 bis 4, insbesondere 1 oder 2 Kohlenstoffatome im Alkylteil, wobei der Alkylteil geradkettig oder verzweigt sein kann. Beispielhaft und vorzugsweise seien Benzyl und 1-Phenylethyl genannt.

Gegebenenfalls substituiertes Hetaryl allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln bedeutet 5- bis 7-gliedrige Ringe mit vorzugsweise 1 bis 3, insbesondere 1 oder 2 gleichen oder verschiedenen Heteroatomen. Als Heteroatome in den Heteroaromaten stehen Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff. Beispielsweise und vorzugsweise seien gegebenenfalls substituiertes Furyl, Thienyl, Pyrazolyl, Imidazolyl, 1,2,3- und 1,2,4-Triazolyl, Isoxazolyl, Thiazolyl, Isothiazolyl, 1,2,3-, 1,3,4-, 1,2,4- und 1,2,5-Oxadiazolyl, Azepinyl, Pyrrolyl, Pyridyl, Piperazinyl, Pyridazinyl, Pyrimidinyl, Pyrazinyl, 1,3,5-, 1,2,4- und 1,2,3-Triazinyl, 1,2,4-, 1,3,2-, 1,3,6- und 1,2,6-Oxazinyl, Oxepinyl, Thiepinyl und 1,2,4-Diazepinyl genannt.

Gegenenenfalls substituiertes Hetarylalkyl allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln bedeutet 5- bis 7-gliedrige Ringe mit vorzugsweise 1 bis 3, insbesondere 1 oder 2 gleichen oder verschiedenen Heteroatomen. Als Heteroatome in den Heteroaromaten stehen Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff. Beispielsweise und vorzugsweise seien gegebenenfalls substituiertes Furylmethyl, Thienylmethyl, Pyrazolylmethyl, Imidazolylmethyl, 1,2,3- und 1,2,4-Triazolylmethyl, Isoxazolylmethyl, Thiazolylmethyl, Isothiazolylmethyl, 1,2,3-, 1,3,4-, 1,2,4- und 1,2,5-Oxadiazolylmethyl, Azepinylmethyl, Pyrrolylmethyl, Pyridylmethyl, Piperazinymethyl, Pyridazinylmethyl, Pyrimidinylmethyl, Pyrazinylmethyl, 1,3,5-, 1,2,4- und 1,2,3-Triazinylmethyl, 1,2,4-, 1,3,2-, 1,3,6- und 1,2,6-Oxazinylmethyl, Oxepinylmethyl, Thiepinylmethyl und 1,2,4-Diazepinylmethyl genannt.

Die gegebenenfalls substituierten Reste der allgemeinen Formeln können einen oder mehrere, vorzugsweise 1 bis 3, insbesondere 1 bis 2 gleiche oder verschiedene Substituenten tragen. Als Substituenten seien beispielhaft und vorzugsweise aufgeführt:
Alkyl mit vorzugsweise 1 bis 4, insbesondere 1 bis 2 Kohlenstoffatomen, wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, sec-Butyl und tert-Butyl; Alkoxy mit vorzugsweise 1 bis 4, insbesondere 1 bis 2 Kohlenstoffatomen, wie Methoxy, Ethoxyl, n-Propoxy, Isopropoxy, n-Butoxy, Isobutoxy, sec-Butoxy und tert-Butoxy; Alkylthio mit vorzugsweise 1 bis 4, insbesondere 1 bis 2 Kohlenstoffatomen, wie Methylthio, Etylthio, n-Propylthio, Isopropylthio, n-Butylthio, Isobutylthio, sec-Butylthio und tert-Butylthio; Halogenalkyl mit vorzugsweise 1 bis 5, insbesondere 1 bis 3 Halogenatomen, wobei die Halogenatome gleich oder verschieden sind und als Halogenatome, vorzugsweise Fluor, Chlor oder Brom, insbesondere Fluor oder Chlor stehen, wie Difluormethyl, Trifluormethyl, Trichlormethyl; Hydroxy; Halogen, vorzugsweise Fluor, Chlor, Brom und Iod, insbesondere Fluor und Chlor; Cyan; Nitro; Amino; Monoalkyl- und Dialkylamino, mit vorzugsweise 1 bis 4, insbesondere 1 oder 2 Kohlenstoffatomen je Alkylgruppe, wie Methylamino, Methylethylamino, Dimethylamino, n-Propylamino, Isopropylamino, Methyl-n-butylamino; Alkylcarbonylreste wie Methylcarbonyl; Alkoxycarbonyl mit vorzugsweise 2 bis 4, insbesondere 2 bis 3 Kohlenstoffatomen wie Methoxycarbonyl und Ethoxycarbonyl; Alkylsulfinyl mit 1 bis 4, insbesondere 1 bis 2 Kohlenstoffatomen; Halogensulfinyl mit 1 bis 4, insbesondere 1 bis 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Halogenatomen wie Trifluormethylsulfinyl; Halogenalkylsulfonyl mit 1 bis 4, insbesondere 1 bis 2 Kohlenstoffatomen und 1 bis 5 Halogenatomen wie Trifluormethylsulfonyl, Perfluor-n-butylsulfonyl, Perfluorisobutylsulfonyl; Arylsulfonyl mit vorzugsweise 6 oder 10 Arylkohlenstoffatomen wie Phenylsulfonyl; Acyl, Aryl, Aryloxy, die ihrerseits einen der oben genannten Substituenten tragen können sowie den Formiminorest (-HC=N-O-Alkyl).

Das Vorhandensein von zwei gleichen oder unterschiedlichen Substituenten am gleichen Atom ist denkbar.

Für die Mono- oder Dialkylaminogruppen allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln bedeutet Alkyl geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit vorzugsweise 1 bis 6, insbesondere 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispielhaft für substituierte Mono- oder Dialkylaminogruppen seien Methylamino, Ethylamino, Dimethylamino, Diethylamino, Di-n-propylamino, Diisopropylamino oder Dibutylamino genannt.

Für die Mono- oder Dialkoxyalkylaminogruppen allein oder als Bestandteil eines Restes in den allgemeinen Formeln bedeutet Alkoxyalkyl geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit vorzugsweise 2 bis 6, insbesondere 2 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispielhaft für substituierte Mono- oder Dialkoxyalkylaminogruppen seien Methoxymethylamino, Methoxyethylamino, Di-(methoxymethyl)-amino oder Di-(methoxyethyl)-amino genannt.

Als geeignete cyclische Aminogruppen kommen heteroaromatische oder aliphatische Ringsysteme mit einem oder mehreren Stickstoffatomen als Heteroatom in Frage, bei denen die Heterocyclen gesättigt oder ungesättigt, ein Ringsystem oder mehrere kondensierte Ringsysteme sein können, und gegebenenfalls weitere Heteroatome wie beispielsweise ein oder zwei Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel u.s.w. enthalten. Außerdem können cyclische Aminogruppen auch einen Spiroring oder verbrücktes Ringsystem bedeuten. Die Anzahl der Atome, die cyclische Aminogruppen bilden, ist ncht begrenzt, beispielsweise bestehen sie im Falle eines Einringsystems aus 3 bis 8 Atomen und im Falle eines Dreiringsystems aus 7 bis 11 Atomen.

Beispielhaft für cyclische Aminogruppen mit gesättigten und ungesättigten monocyclischen Gruppen mit einem Stickstoffatom als Heteroatom seien 1-Azetidinyl, Pyrrolidino, 2-Pyrrolidin-1-yl, 1-Pyrrolyl, Piperidino, 1,4-Dihydropyrazin-1-yl, 1,2,5,6-Tetrahydropyrazin-1-yl, 1,4-Dihydropyridin-1-yl, 1,2,5,6-Tetrahydropyridin-1-yl, Homopiperidinyl genannt; beispielhaft für cyclische aminogruppen mit gesättigten und ungesättigten monocyclischen Gruppen mit zwei oder mehreren Stickstoffatomen als Heteroatome seien 1-Imidazolidinyl, 1-Imidazolyl, 1-Pyrazolyl, 1-Triazolyl, 1-Tetrazolyl, 1-Piperazinyl, 1-Homopiperazinyl, 1,2-Dihydro-piperazin-1-yl, 1,2-Dihydro-pyrimidin-1-yl, Perhydropyrimidin-1-yl, 1,4-Diazacycloheptan-1-yl, genannt; beispielhaft für cyclische Aminogruppen mit gesättigten und ungesättigten monocyclischen Gruppen mit einem oder zwei Sauerstoffatomen und einem bis drei Stickstoffatomen als Heteroatome, wie beispielsweise Oxazolidin-3-yl, 2,3-Dihydroisoxazol-2-yl, Isoxazol-2-yl, 1,2,3-Oxadiazin-2-yl, Morpholino, beispielhaft für cyclische Aminogruppen mir gesättigten und ungesättigten monocyclischen Gruppen mit einem bis drei Stickstoffatomen und einem bis zwei Schwefelatomen als Heteroatome seien Thiazolidin-3-yl, Isothiazolin-2-yl, Thiomorpholino, oder Dioxothiomorpholino genannt; beispielhaft für cyclische aminogruppen mit gesättigten und ungesättigten kondensierten cyclischen Gruppen seien Indol-1-yl, 1,2-Dihydrobenzimidazol-1-yl, Perhydropyrrolo[1,2-a]pyrazin-2-yl genannt; beispielhaft für cyclische Aminogruppen mit spirocyclischen Gruppen sei das 2-Azaspiro[4,5]decan-2-yl genannt; beispielhaft für cyclische Aminogruppen mit verbrückten heterocyclischen Gruppen sei das 2-Azabicyclo[2,2,1]heptan-7-yl genannt.

Schließlich wurde gefunden, das die neuen Verbindungen der Formel (I) stark ausgeprägte biologische Eigenschaften besitzen und vor allem zur Bekämpfung von tierischen Schädlingen insbesondere von Insekten, Spinnentieren und Nematoden, die in der Landwirtschaft, in den Forsten, im Vorrats- und Materialschutz sowie auf dem Hygienesektor vorkommen, geeignet sind. Darüber hinaus sind die neuen Verbindungen der Formel (I) ebenso zur Bekämpfung von Endo- und Ectoparasiten in der Veterinärmedizin geeignet.

Die Verbindungen der Formel (I) können gegebenenfalls in Abhängigkeit von der Art der Substituenten als geometrische und/oder als optisch Aktive Isomere oder entsprechende Isomerengemische in unterschiedlicher Zusammensetzung vorliegen. Die Erfindung betrifft sowohl die reinen Isomere als auch die Isomerengemische.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind durch die Formel (I) allgemein definiert.

Bevorzugte Substituenten bzw. Bereiche der in den oben und nachstehend erwähnten Formeln aufgeführten Reste werden im Folgenden erläutert.

Die Gruppierung -C22R1-A-C23R2- steht bevorzugt für eine der Gruppierungen aus der nachfolgenden Gruppe von Gruppierungen -HC=CH- oder -H2C-CH2-,
R3 steht bevorzugt für sec-Butyl oder iso-Propyl,
R4 steht bevorzugt für gegebenenfalls substituiertes C2-6-Alkyl, C1-6-Halogenalkyl, C3-6-Cycloalkyl, C3-6-Halogencycloalkyl, Cycloalkyl-C1-4-alkyl, Aryl, insbesondere Phenyl, Aryl-C1-4-alkyl, insbesondere Benzyl oder Phenethyl, Hetaryl, insbesondere Pyridyl, Pyrimidyl, Pyrazinyl, Pyrazolyl, Thiazolyl, Thienyl, Furyl, Hetarylk-C1-4-alkyl, insbesondere Pyridylmethyl, Pyridylethyl, Pyrazinylmethyl, Pyrimidylmethyl, Thiazolylmethyl, die gegebenenfalls durch Reste aus der Reihe Fluor, Chlor, Brom oder Iod, C1-4-Alkyl, insbesondere Methyl, Ethyl, Isopropyl, C3-6-Cycloalkyl, insbesondere Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl oder Cyclohexyl, C3-6-Cycloalkoxy, insbesondere Cyclopropoxy, Cyclobutoxy, Cyclopentoxy oder Cyclohexoxy, C3-6-Cycloalkyl-C1-2-alkoxy, insbesondere Cyclopropylmethoxy oder Cyclopropylethoxy C1-4-Halogenalkyl, insbesondere Trifluormethyl, Amino, Hydroxy, Nitro, Cyan, SO2OH, COOH, Formyl, C1-4-Alkoxy, insbesondere Methoxy, Ethoxy, Isopropoxy, C1-2-Alkylendioxy, insbesondere Methylendioxy oder Ethylendioxy, Alkylenoxy, insbesondere -H2C-C(CH3)-O-, Halogenalkylendioxy, insbesondere Difluormethoxy und Tetrafluorethoxy, C1-4-Halogenalkoxy, insbesondere Trifluormethoxy, Difluormethoxy, C1-4-Alkylthio, insbesondere Methylthio, C1-4-Alkylsulfinyl, insbesondere Methylsulfinyl, C1-4-Alkylsulfonyl, insbesondere Methylsulfonyl, C1-4-Halogenalkylthio, insbesondere Trifluormethylthio, C1-4-Halogenalkylsulfoxyl, insbesondere Trifluormethylsulfoxyl, C1-4-Halogenalkylsulfonyl, insbesondere Trifluormethylsulfonyl, C1-4-Alkylamino, insbesondere Methylamino, Di-(C1-4-alkyl)-amino, insbesondere N,N-Dimethylamino, N,N-Diethylamino, C1-4-Alkylcarbonyl, insbesondere Methylcarbonyl, Ethylcarbonyl, C3-6-Cycloalkylcarbonyl, insbesondere Cyclopropylcarbonyl, Phenylcarbonyl, C1-4-Alkoxycarbonyl, insbesondere Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl, C1-4-Alkoxy-C1-4-alkyl, insbesondere Methoxymethyl, Ethoxymethyl, C1-4-Alkoxy-C1-4-alkoxy-C1-4-alkyl, insbesondere Methoxy-ehoxy-methyl, Ethoxy-ethoxy-methyl, substituiert sein können,
wobei R4 jedoch nicht für 4-Chlorphenyl steht (bekannt aus US 4201861, JP 5406197),
oder bevorzugt für einen Rest aus der Gruppe (G1-1) bis (G1-42) steht oder bevorzugt für einen Rest aus der Gruppe (G7-1) bis (G7-42) steht oder bevorzugt für einen Rest aus der Gruppe (G2-1) bis (G2-6) bzw. für einen Rest aus der Gruppe (G8-1) bis (G8-6) steht worin
R6 und R7 gemeinsam mit dem Kohlenstoff an dem sie gebunden sind bevorzugt für eine der Gruppierungen aus der nachfolgenden Gruppe von Gruppierungen (B-1) bis (B-10) stehen R8 bevorzugt für Wasserstoff, C1-4-Alkyl, insbesondere Methyl, Ethyl oder Propyl, C1-4-Halogenalkyl, insbesondere Trifluormethyl oder Difluormethyl, C1-4-Alkoxy, insbesondere Methoxy, Ethoxy, C1-4-Alkoxy-C1-4-alkoxy, insbesondere Methoxyethoxy, Ethoxyethoxy, C1-4-Halogenalkoxy, insbesondere Trifluormethoxy oder Difluormethoxy, C1-4-Alkylthio, insbesondere Methylthio, C1-4-Alkylsulfinyl, insbesondere Methylsulfinyl, C1-4-Alkylsulfonyl, insbesondere Methylsulfonyl, C1-4-Halogenalkylthio, insbesondere Trifluormethylthio, C1-4-Halogenalkylsulfinyl, insbesondere Trifluormethylsulfinyl, C1-4-Halogenalkylsulfonyl, insbesondere Trifluormethylsulfonyl, Halogen, insbesondere Fluor, Chlor, Brom oder Iod, Nitro, Cyan, Amino, C1-4-Alkylamino, insbesondere Methylamino, Ethylamino, Di-(C1-4-alkyl)-amino, insbesondere Dimethylamino, Diethylamino,
oder
bevorzugt für einen Rest aus der Reihe CO-OH, COO(-), P(O)(OH)2, P(O)O(-)2, CO-NH2, CS-NH2, C(=NH)-NH2, C(=N-OH)-NH2, CO-NH-C1-4-alkyl, insbesondere CO-NHCH3, CO-N-(C1-4-alkyl)2, insbesondere CO-N(CH3)2, CO-NH-C1-4-alkoxy, insbesondere CO-NHOCH3, CO-NH-CO-C1-4-alkyl, insbesondere CO-NH-COCH3, CO-NH-CO-C1-4-halogenalkyl, insbesondere CO-NH-COCF3, CO-NH-CO-C3-7-cycloalkyl, insbesondere CO-NH-CO-cyclopropyl, CO-NH-CO-C1-4-alkoxy, insbesondere CO-NH-COOCH3, CO-NH-CO-(aryl-C1-2-alkyloxy), insbesondere CO-NH-CO-O-benzyl, SO2-OH, SO2-O(-), SO2-NH2, SO2-NH-C1-4-alkyl, insbesondere SO2-NHCH3, SO2-N-(C1-4-alkyl)2, insbesondere SO2-N(CH3)2, CO-NH-SO2-NH-C1-4-alkyl, insbesondere CO-NH-SO2-NHCH3, CO-NH-SO2-N[di(C1-4-alkyl), insbesondere CO-NH-SO2-N(CH3)2, steht,
R9 bevorzugt für Wasserstoff, C1-4-Alkyl, insbesondere Methyl, Ethyl, nPropyl, Isopropyl, Butyl, C1-4-Halogenalkyl, insbesondere Trifluormethyl oder Difluormethyl, C1-4-Alkoxy, insbesondere Methoxy, Ethoxy, C1-4-Halogenalkoxy, insbesondere Trifluormethoxy oder Difluormethoxy, C1-4-Alkylthio, insbesondere Methylthio, C1-4-Alkylsulfinyl, insbesondere Methylsulfinyl, C1-4-Alkylsulfonyl, insbesondere Methylsulfonyl, Halogen, insbesondere Fluor, Chlor, Brom oder Iod, Nitro, Cyan, Formyl, C1-4-Alkylcarbonyl, insbesondere Acetyl, Amino, C1-4-Alkylamino, insbesondere Methylamino, Ethylamino, Di-(C1-4-alkyl)-amino, insbesondere Dimethylamino, Diethylamino, gegebenenfalls substituiertes Aryl, insbesondere Phenyl, 2-, 3- oder 4-Chlorphenyl, gegebenenfalls substituiertes Pyridyl, insbesondere 3-Chlor-pyrid-2-yl, 2-Brom-pyrid-2-yl, steht,
R10 bevorzugt für C1-4-Alkyl, insbesondere Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, Butyl, C1-4-Halogenalkyl, insbesondere Trifluormethyl oder Difluormethyl, C1-4-Alkyl-carbonyl, insbesondere Acetyl, C1-4-Alkoxycarbonyl, insbesondere Methoxycarbonyl, Etoxycarbonyl, tert-Butoxycarbonyl, steht,
oder bevorzugt für einen Rest aus der Gruppe (G3-1) bis (G3-4) bzw. für einen Rest aus der Gruppe (G9-1) bis (G9-4) steht worin
R11 bevorzugt für C1-4-Alkyl, insbesondere Methyl, Ethyl, n-Propyl, n-Butyl, Isopropyl, iso-Butyl oder sec-Butyl, steht,
R12 und R13 unabhängig voneinander bevorzugt für Wasserstoff, C1-4-Alkyl, insbesondere Methyl, Ethyl, n-Propyl, n-Butyl, Isopropyl, iso-Butyl oder sec-Butyl, gegebebenfalls substituiertes Aryl, insbesondere gegebenenfalls substituiertes Phenyl, Aryl-C1-4-alkyl, insbesondere Benzyl oder Phenethyl, Hetaryl, insbesondere Pyridyl, Pyrimidyl, Pyrazinyl, Pyrazolyl, Thiazolyl, Thienyl, Furyl, Hetarylk-C1-4-alkyl, insbesondere Pyridylmethyl, Pyridylethyl, Pyrazinylmethyl, Pyrimidylmethyl, Thiazolylmethyl, die gegebenenfalls durch Reste aus der Reihe Fluor, Chlor, Brom oder Iod, C1-4-Alkyl, insbesondere Methyl, Ethyl, Isopropyl, C3-6-Cycloalkyl, insbesondere Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl oder Cyclohexyl, C3-5-Cycloalkoxy, insbesondere Cyclopropoxy, Cyclobutoxy, Cyclopentoxy oder Cyclohexoxy, C3-6-Cycloalkyl-C1-2-alkoxy, insbesondere Cyclopropylmethoxy oder Cyclopropylethoxy C1-4-Halogenalkyl, insbesondere Trifluormethyl, Amino, Hydroxy, Nitro, Cyan, SO2OH, COOH, Formyl, C1-4-Alkoxy, insbesondere Methoxy, Ethoxy, Isopropoxy, C1-2-Alkylendioxy, insbesondere Methylendioxy oder Ethylendioxy, Alkylenoxy, insbesondere -H2C-C(CH3)-O-, Halogenalkylendioxy, insbesondere Difluormethoxy und Tewtrafluorethoxy, C1-4-Halogenalkoxy, insbesondere Trifluormethoxy, Difluormethoxy, C1-4-Alkylthio, insbesondere Methylthio, C1-4-Alkylsulfinyl, insbesondere Methylsulfinyl, C1-4-Alkylsulfonyl, insbesondere Methylsulfonyl, C1-4-Halogenalkylthio, insbesondere Trifluormethylthio, C1-4-Halogenalkylsulfoxyl, insbesondere Trifluormethylsulfoxyl, C1-4-Halogenalkylsulfonyl, insbesondere Trifluormethylsulfonyl, C1-4-Alkylamino, insbesondere Methylamino, Di-(C1-4-alkyl)-amino, insbesondere N,N-Dimethylamino, N,N-Diethylamino, C1-4-Alkylcarbonyl, insbesondere Methylcarbonyl, Ethylcarbonyl, C3-6-Cycloalkylcarbonyl, insbesondere Cyclopropylcarbonyl, Phenylcarbonyl, C1-4-Alkoxycarbonyl, insbesondere Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl, substituiert sein können,
R13 bevorzugt für Wasserstoff, C1-4-Alkyl, insbesondere Methyl, Ethyl, n-Propyl, n-Butyl, Isopropyl, iso-Butyl oder sec-Butyl, gegebebenfalls substituiertes Aryl, insbesondere gegebenenfalls substituiertes Phenyl, gegebebenfalls substituiertes Aryl-C1-4-alkyl, insbesondere gegebenenfalls substituiertes Benzyl, gegebebenfalls substituiertes Hetaryl, insbesondere Pyridyl, steht,
R14 bevorzugt für Wasserstoff, C1-4-Alkyl, insbesondere Methyl, Ethyl, n-Propyl, n-Butyl, Isopropyl, iso-Butyl oder sec-Butyl, steht,
R15 bevorzugt für Wasserstoff, C1-4-Alkyl, insbesondere Methyl, Ethyl, n-Propyl, n-Butyl, Isopropyl, iso-Butyl oder sec-Butyl, steht,
oder bevorzugt für einen Rest aus der Gruppe (G4-1) bis (G4-3) bzw. für einen Rest aus der Gruppe (G10-1) bis (G10-3) steht oder bevorzugt für einen Rest (G5-1) bzw. für einen Rest (G11-1) steht worin
R8, R9, R10 bevorzugt die weiter oben genannte Bedeutung haben, und
R18 bevorzugt für gegebenenfalls substituiertes C1-4-Alkyl, insbesondere Methyl, Ethyl steht,
oder bevorzugt für einen Rest (G6-1) bzw. für einen Rest (G12-1) steht worin
R6 und R7 bevorzugt die weiter oben genannte Bedeutung haben, und
R19 und R20 unabhängig voneinander bevorzugt für Wasserstoff oder gegebenenfalls substituiertes C1-4-Alkyl, insbesondere Methyl, Ethyl steht, oder
R19 und R20 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an dem sie gebunden sind, bevorzugt für Pyrrolodin, Morpholin, Thiomorpholin, 2,6-Dimethyl-morpholin, Piperidin, gegebenenfalls substituiertes Piperazin, insbesondere für tert-Butyloxycarbonyl-substituiertes Piperazin, oder 2,5-Diketo-morpholin steht,
R5 bevorzugt für Wasserstoff steht.

Besonders bevorzugte Substituenten bzw. Bereiche der in den oben und nachstehend erwähnten Formeln aufgeführten Reste werden im Folgenden erläutert.

Die Gruppierung -C22R1-A-C23R2- steht besonders bevorzugt für eine der Gruppierungen aus der nachfolgenden Gruppe von Gruppierungen -HC=CH- oder -H2C-CH2-,
R3 steht besonders bevorzugt für sec-Butyl oder iso-Propyl,
R4 steht besonders bevorzugt für Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, sec-Butyl, tert-Butyl, Pentyl, 1-Methylbutyl, 2-Methylbutyl, 3-Methylbutyl, 1,2-Dimethylpropyl, 1,1-Dimethylpropyl, 2,2-Dimethylpropyl, 1-Ethylpropyl, 2-Ethylpropyl, Hexyl, 1-Methylpentyl, 2-Methylpentyl, 3-Methylpentyl, 4-Methylpentyl, 1,2-Dimethylpropyl, 1,3-Dimethylbutyl, 1,4-Dimethylbutyl, 2,3-Dimethylbutyl, 1,1-Dimethylbutyl, 2,2-Dimethylbutyl, 3,3-Dimethylbutyl, 1,1,2-Trimethylpropyl, 1,2,2-Trimethylpropyl und 1-Ethylbutyl und 2-Ethylbutyl; Cyclopropyl, 1-Methyl-Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Methoxymethyl, Methoyethyl, 2-Fluorethyl, 3,3,3-Trifluorethyl, 2,2-Dichlor-cyclopropyl, Phenyl, Benzyl, Phenethyl, Pyridyl, Pyrimidyl, Pyrazinyl, Pyrazolyl, Thiazolyl, Thienyl, Furyl, Pyridylmethyl, Pyridylethyl, Pyrazinylmethyl, Pyrimidylmethyl, Thiazolylmethyl, die gegebenenfalls durch Reste aus der Reihe Fluor, Chlor, Brom, Iod, Methyl, Ethyl, Isopropyl, Cyclopropyl, Cyclopropoxy, Cyclopropylmethoxy, Trifluormethyl, Amino, Hydroxy, Nitro, Cyan, SO2OH, COOH, Formyl, Methoxy, Ethoxy, Isopropoxy, Methylendioxy, Ethylendioxy, Difluormethoxy, Tetrafluorethoxy, Trifluormethoxy, Difluormethoxy, Methylthio, Methylsulfonyl, Trifluormethylthio, Trifluormethylsulfoxyl, Methylamino, N,N-Dimethylamino, Methylcarbonyl, Cyclopropylcarbonyl, Methoxycarbonyl, Methoxyethoxymethyl, substituiert sein können
wobei R4 nicht für 4-Chlophenyl steht (bekannt aus US 4201861, JP 5406197),
oder besonders bevorzugt für einen Rest der aus der nachfolgenden Gruppe (G1) ausgewählt ist, steht bzw. für einen Rest steht, der aus der nachfolgenden Gruppe (G7) ausgewählt ist oder besonders bevorzugt für einen Rest aus der nachfolgenden Gruppe (G2-1) bis (G2-3) bzw. für einen Rest aus der nachfolgenden Gruppe (G7-1) bis (G7-3) steht worin
R6 und R7 gemeinsam mit dem Kohlenstoff an dem sie gebunden sind besonders bevorzugt für eine der Gruppierungen aus der nachfolgenden Gruppe von Gruppierungen (B-1), (B-2), (B-3), (B-9) oder (B-10) stehen R8 besonders bevorzugt bevorzugt für Wasserstoff, Methyl, Trifluormethyl, Difluormethyl, Methoxy, Methoxyethoxy, Trifluormethoxy, Difluormethoxy, Methylthio, Methylsulfinyl, Methylsulfonyl, Trifluormethylthio, Trifluormethylsulfinyl, Trifluormethylsulfonyl, Fluor, Chlor, Brom, Iod, Nitro, Cyan, Amino, Methylamino, Dimethylamino, Diethylamino, oder
besonders bevorzugt für einen Rest aus der Reihe CO-OH, COO(-), CO-NH2, CS-NH2, C(=NH)-NH2, C(=N-OH)-NH2, CO-NHCH3, CO-N(CH3)2, CO-NHOCH3, CO-NH-COCH3, CO-NH-COOCH3, CO-NH-CO-O-benzyl, SO2-OH, SO2-O(-), SO2-NH2, SO2-NHCH3, SO2-N(CH3)2, CO-NH-SO2-NHCH3, CO-NH-SO2-N(CH3)2, steht,
R9 besonders bevorzugt für Wasserstoff, Methyl, Trifluormethyl Methoxy, Trifluormethoxy, Methylthio, Methylsulfinyl, Methylsulfonyl, Fluor, Chlor, Brom, Iod, Nitro, Cyan, Formyl, Acetyl, Amino, Methylamino, Dimethylamino, Diethylamino, Phenyl, 2-, 3- oder 4-Chlorphenyl, 3-Chlorpyrid-2-yl, Pyrid-4-yl, 2-Brom-pyrid-2-yl, steht,
R10 besonders bevorzugt Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, Butyl, Trifluormethyl, Difluormethyl, Acetyl, Methoxycarbonyl, Etoxycarbonyl, tert-Butoxycarbonyl, steht,
oder besonders bevorzugt für einen Rest (G3-1) bzw. für einen Rest (G9-1) steht worin
R11 besonders bevorzugt für Methyl steht,
R12 und R13 unabhängig voneinander besonders bevorzugt für Wasserstoff, Methyl, Ethyl, n-Propyl, n-Butyl, Isopropyl, Phenyl, Benzyl, Phenethyl, Pyridyl, Pyrimidyl, Pyrazinyl, Pyrazolyl, Thiazolyl, Thienyl, Furyl, Pyridylmethyl, Pyridylethyl, Pyrazinylmethyl, Pyrimidylmethyl, Thiazolylmethyl, die gegebenenfalls durch Reste aus der Reihe Fluor, Chlor, Brom, Iod, Methyl, Ethyl, Isopropyl, Cyclopropyl, Cyclopropoxy, Cyclopropylmethoxy, Trifluormethyl, Amino, Hydroxy, Nitro, Cyan, SO2OH, COOH, Formyl, Methoxy, Ethoxy, Isopropoxy, Methylendioxy, Ethylendioxy, Difluormethoxy, Tetrafluorethoxy, Trifluormethoxy, Difluormethoxy, Methylthio, Methylsulfonyl, Trifluormethylthio, Trifluormethylsulfoxyl, Methylamino, N,N-Dimethylamino, Methylcarbonyl, Cyclopropylcarbonyl, Methoxycarbonyl substituiert sein können
R5 besonders bevorzugt für Wasserstoff steht.

Ganz besonders bevorzugte Substituenten bzw. Bereiche der in den oben und nachstehend erwähnten Formeln aufgeführten Reste werden im Folgenden erläutert.

Die Gruppierung -C22R1-A-C23R2- steht besonders bevorzugt für eine der Gruppierungen aus der nachfolgenden Gruppe von Gruppierungen -HC=CH- oder -H2C-CH2-,
R3 steht ganz besonders bevorzugt für sec-Butyl,
R4 steht ganz bevorzugt für Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, sec-Butyl, tert-Butyl, Pentyl, 1-Methylbutyl, 2-Methylbutyl, 3-Methylbutyl, 1,2-Dimethylpropyl, 1,1-Dimethylpropyl, 2,2-Dimethylpropyl, 1-Ethylpropyl, 2-Ethylpropyl, Hexyl, 1-Methylpentyl, 2-Methylpentyl, 3-Methylpentyl, 4-Methylpentyl, 1,2-Dimethylpropyl, 1,3-Dimethylbutyl, 1,4-Dimethylbutyl, 2,3-Dimethylbutyl, 1,1-Dimethylbutyl, 2,2-Dimethylbutyl, 3,3-Dimethylbutyl, 1,1,2-Trimethylpropyl, 1,2,2-Trimethylpropyl und 1-Ethylbutyl und 2-Ethylbutyl; Cyclopropyl, 1-Methyl-Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Methoxymethyl, Methoyethyl, 2-Fluorethyl, 3,3,3-Trifluorethyl, 2,2-Dichlor-cyclopropyl, Phenethyl, Pyridylmethyl, Pyridylethyl, die gegebenenfalls durch Reste aus der Reihe Fluor, Chlor, Brom, Iod, Methyl, Trifluormethyl, Amino, Hydroxy, SO2OH, COOH, Formyl, Methoxy, Trifluormethoxy, Difluormethoxy, Methylamino, N,N-Dimethylamino, Methylcarbonyl, Cyclopropylcarbonyl, Methoxycarbonyl substituiert sein können
oder
ganz besonders bevorzugt für einen Rest ausgewählt aus der nachfolgenden Gruppe (G1) bzw. für einen Rest ausgewählt aus der nachfolgenden Gruppe (G7) steht worin
R6 und R7 gemeinsam mit dem Kohlenstoff an dem sie gebunden sind ganz besonders bevorzugt für eine der Gruppierungen aus der nachfolgenden Gruppe von Gruppierungen (B-1), (B-2) oder (B-3) stehen R8 ganz besonders für Wasserstoff, Methyl, Trifluormethyl, Methoxy, Trifluormethoxy, Fluor, Chlor, Brom, Iod, Methylamino, Dimethylamino,
oder
ganz besonders bevorzugt für einen Rest aus der Reihe CO-NH2, CO-NHCH3, CO-N(CH3)2, CO-NHOCH3, CO-NH-COCH3, CO-NH-COOCH3, CO-NH-CO-O-benzyl, SO2-NH2, SO2-NHCH3, SO2-N(CH3)2, CO-NH-SO2-NHCH3, CO-NH-SO2-N(CH3)2, steht,
R9 ganz besonders bevorzugt für Wasserstoff, Methyl, Trifluormethyl, Methoxy, Trifluormethoxy, Fluor, Chlor, Brom, Iod, Acetyl, Methylamino, Dimethylamino, Diethylamino, Phenyl, 4-Chlorphenyl, Pyrid-4-yl steht,
R10 ganz besonders bevorzugt Methyl, Acetyl, Methoxycarbonyl, tert-Butoxycarbonyl, steht,
oder ganz besondes bevorzugt für einen Rest aus den nachfolgenden Gruppen (G3) und (G9) steht worin
R11 ganz besonders bevorzugt für Methyl steht,
R12 und R13 ganz besonders bevorzugt für Methyl, oder
R12 ganz besonders bevorzugt für Wasserstoff und
R13 ganz besonders für Methyl, Ethyl, n-Propyl, Phenyl, Benzyl, Phenethyl, Pyridyl, Pyrimidyl, Pyrazinyl, Pyrazolyl, Thiazolyl, Thienyl, Furyl, Pyridylmethyl, Pyridylethyl, Pyrazinylmethyl, Pyrimidylmethyl, Thiazolylmethyl, die gegebenenfalls durch Reste aus der Reihe Fluor, Chlor, Brom, Iod, Methyl, Ethyl, Isopropyl, Cyclopropyl, Cyclopropoxy, Cyclopropylmethoxy, Trifluormethyl, Amino, Hydroxy, Nitro, Cyan, SO2OH, COOH, Formyl, Methoxy, Ethoxy, Isopropoxy, Methylendioxy, Ethylendioxy, Difluormethoxy, Tetrafluorethoxy, Trifluormethoxy, Difluormethoxy, Methylthio, Methylsulfonyl, Trifluormethylthio, Trifluormethylsulfoxyl, Methylamino, N,N-Dimethylamino, Methylcarbonyl, Cyclopropylcarbonyl, Methoxycarbonyl substituiert sein können
R5 ganz besonders bevorzugt für Wasserstoff steht.

Die oben aufgeführten allgemeinen oder in Vorzugsbereichen aufgeführten Reste-definitionen bzw. Erläuterungen gelten für die Endprodukte und für die Ausgangsprodukte und Zwischenprodukte entsprechend. Diese Restedefinitionen können untereinander, als auch zwischen den jeweiligen Vorzugsbereichen, beliebig kombiniert werden.

Erfindungsgemäß bevorzugt werden Verbindungen der Formel (I), in welchen eine Kombination der vorstehend als bevorzugt aufgeführten Bedeutungen vorliegt.

Erfindungsgemäß besonders bevorzugt werden Verbindungen der Formel (I), in welchen eine Kombination der vorstehend als besonders bevorzugt aufgeführten Bedeutungen vorliegt.

Erfindungsgemäß ganz besonders bevorzugt werden Verbindungen der Formel (I), in welchen eine Kombination der vorstehend als ganz besonders bevorzugt aufgeführten Bedeutungen vorliegt.

Die Erfindung betrifft auch bestimmte Verbindungen der allgemeinen Formel (I), die gegebenenfalls in Form eines Säureadditionssalzes vorliegen können. Säuren die zur Salzbildung herangezogen werden können sind anorganische Säuren, wie Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Salpetersäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure oder organische Säuren wie Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Malonsäure, Oxalsäure, Fumarsäure, Adipinsäure, Stearinsäure, Weinsäure, Ölsäure, Methansulfonsäure, Benzolsulfonsäure oder Toluolsulfonsäure.

Als geeignete Salze der Verbindungen der allgemeinen Formel (I) können übliche nicht toxische Salze, d.h. Salze mit verschiedenen Basen und Salze mit zugesetzten Säuren, genannt werden. Vorzugsweise sind Salze mit anorganischen Basen wie Alkalimetallsalze, beispielsweise Natrium-, Kalium- oder Cäsiumsalze, Erdalkalimetallsalze, beispielsweise Kalzium- oder Magnesiumsalze, Ammoniumsalze, Salze mit organischen Basen sowie mit organischen Aminen, beispielsweise Triethylammonium-, Pyridinium-, Picolinium-, Ethanolammonium-, Triethanolammonium-, Dicyclohexylammonium- oder N,N'-Dibenzylethylen-diammoniumsalze, Salze mit anorganischen Säuren, beispielsweise Hydrochloride, Hydrobromide, Dihydrosulfate oder Trihydrophosphate, Salze mit organischen Carbonsäuren oder organischen Sulfosäuren, beispielsweise Formiate, Acetate, Trifluoracetate, Malente, Tartrate, Methansulfonate, Benzolsulfonate oder para-Toluolsulfonate, Salze mit basischen Aminosäuren oder sauren Aminosäuren, beispielsweise Arginate, Aspartate oder Glutamate, zu nennen.

Setzt man zur Herstellung der neuen makrocyclischen Lactone der allgemeinen Formel (I) als Verbindungen der Formel (II) beispielsweise Abamectin ein und als Verbindungen der allgemeinen Formel (V) beispielsweise Cyclopropylcarbon-säurechlorid in Gegenwart eines basischen Reaktionshilfsmittels ein, so lässt sich das über vier Reaktionsstufen verlaufende Herstellungsverfahren 1 durch das folgende Reaktionsschema 1 wiedergeben: Schema I

Die zur Herstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens 1 als Ausgangsstoffe benötigten Verbindungen sind durch die Formel (II) allgemein definiert.

In dieser Formel (II) stehen R1 bis R4 vorzugsweise für diejenigen Reste, die bereits im Zusammenhang mit der Beschreibung der erfindungsgemäßen Stoffe der allgemeinen Formel (I) als bevorzugte Substituenten genannt werden.

Als geeignete Ausgangsverbindungen der allgemeinen Formel (II) werden makrocyclische Lactone, insbesondere Avermectine verwendet. Avermectine lassen sich aus dem Mikroorganismus Strepomyces avermitilis als mikrobieller Metabolit islolieren (vgl. US 4310519) und können im wesentlichen als Gemisch, bestehend aus acht Komponenten A1a, A1b, A2a, A2b, B1a, B1b, B2a und B2b, auftreten (I. Puffer et al., Experentia (1981) 37, S. 963, Birkhäuser Verlag, Schweiz). Daneben besitzen auch die synthetischen Derivate, insbesondere das 22,23 Dihydroavermectin B1 (Ivermectin), Interesse.

Beispielhaft seien als Ausgangsverbindungen der allgemeinen Formel (II) aus der Gruppe der Metabolite die Avermectine und deren Derivate genannt. Bei diesen Verbindungen handelt es sich um ein Stoffgemisch von makrocyclischen Lactonen der allgemeinen Formel (II). in welcher die Reste R1 bis R4 die in der nachfolgenden Tabelle 1 angegebene Bedeutung haben und A für eine Einfach- oder Doppelbindung zwischen der C22- und C23-Position (-C22R1-A-C23R2-) stehen kann. Tabelle 1

Makrocyclisches Lacton (II)-C22R1-A-C23R2-R3R4Avermectin A1a-HC=CH-sec-BuMeAvermectin A1b-HC=CH-iso-PrMeAvermectin A2a-H2C-CH(OH)sec-BuMeAvermectin A2b-H2C-CH(OH)iso-PrMeAvermectin B1a-HC=CH-sec-BuHAvermectin B1b-HC=CH-iso-PrHAvermectin B2a-H2C-CH(OH)-sec-BuHAvermectin B2b-H2C-CH(OH)-iso-PrH22,23-Dihydroavermectin B1a-H2C-CH2-sec-BuH22,23-Dihydroavermectin B1b-H2C-CH2-iso-PrHDoramectin-HC=CH-Chx-H
  • 22,23-Dihydroavermectin B1 steht für Ivermectin B1; sec-Bu = sekundär Butyl; iso-Pr = Isopropyl; Chx = Cyclohexyl; Me = Methyl

Im Falle einer Doppelbindung befinden sich keine Substituenten (R1, R2) an der C22- und C23-Position.

Die Avermectine und 22,23-Dihydroavermectin B1(Ivermectine) der allgemeinen Formel (II) werden in der Regel als Gemische eingesetzt. Von besonderem Interesse ist hierbei das Produkt Abamectin, das im Wesentlichen die Avermectine B1 enthält, und deren Hydrierungsprodukte, die 22,23-Dihydroavermectine B1 (Ivermectin).

Die mit „b" bezeichneten Verbindungen der makrocyclischen Lactone, die in der C25-Position einen iso-Propylrest besitzen, müssen nicht notwendiger Weise von den „a" Verbindungen, welche eine sec-Butylgruppe in der C25-Position haben, getrennt werden. Es wird generell das Gemisch beider Substanzen, bestehend aus > 80% sec-Butylderivat (B1a) und < 20% iso-Propylderivat (B1b) isoliert, und kann erfindungsgemäß verwendet werden. Zudem können bei den Stereoisomeren die Substituenten in der C13- und C23-Position sowohl α- als auch β-ständig am Ringsystem angeordnet sein, d. h. sich oberhalb oder unterhalb der Molekülebene befinden. In jedem Fall werden alle Stereoisomeren erfindungsgemäß berücksichtigt.

Die Verwendung von Abamectin, 22,23 Dihydroavermectin B1 (Ivermectin) aus der Klasse der macrocyclischen Lactone als Pesticide und Endoparasitizide ist lange bekannt und Gegenstand zahlreicher Übersichtsartikel geworden, z. B. D. J. Wright „Avermectins: action an target pest species", Biochem. Soc. Trans. (1987) 15, 65-67; L. Strong, T. A. Brown, "Avermectins in insect control and biology: a review", Bull. Entomol. Res. (1987), 77, 357-389; J. A. Lasota, R. A. Dybas, „Abamectin as a pesticide for agricultural use", Acta Leidensia (1990), 59, 217-225; J. A. Lasota, R. A. Dybas, "Avermectins, a novel class of compounds: implications for use in arthropod pest control", Ann. Rev. Entomol. (1991) 36, 91-117; L. Strong „Overview: the impact of avermectins an pastureland ecology", Vet. Parasitol. (1993), 48, 3-17; W. "Ivermectin and Abamectin" (Ed. C. Campbell), Springer-Verlag, New York, N. Y. 1989; I. H. Sutherland, "Veterinary use of ivermectin", Acta Leidensia (1990) 59, 211-216; A. Datry, M. Thellier "Ivermectin, a broad spectrum antiparasitic drug", Presse medicale (Paris, France: 1983) (2002) 31, 607-611; R. O. Drummond "Effectiveness of ivermectin for control of arthropod pests of livestock", (1985) 7, 34-42; W. C. Campbell "Ivermectin, an antiparasitic agent" Med. Res. Rev. (1993), 13, 61-79; G. A. Conder "Chemistry, pharmacology and safety: doramectin and selamectin" Macrocyclic Lactones in Antiparasitic Therapy (2002), 30-50; A. C. Goudie et al., „Doramectin – a potent novel endectozide", Vet. Parasitol. 1993, 49, 5-15).

Zur Darstellung der Monosaccharid-haltigen makrocyclischen Lactone der allgemeinen Formel (I) werden die Disaccharid-haltigen makrocyclischen Lactone der allgemeinen Formel (II) in einem ersten Reaktionsschritt in Gegenwart von sauren Reaktionshilfsmitteln gemäß literaturbekannten Methoden unter Bildung der Monosaccharid-haltigen makrocyclischen Lactone der allgemeinen Formel (III) gespalten und bei diesen dann in einem zweiten Reaktionsschritt die Hydroxygruppe in 5-Position mit einer geeigneten Schutzgruppe geschützt (Schema II). Schema II

In dieser Formel (III) stehen B und R1 bis R3 vorzugsweise für diejenigen Reste, die bereits im Zusammenhang mit der Beschreibung der erfindungsgemäßen Stoffe der allgemeinen Formel (I) als bevorzugte Substituenten genannt werden.

Verbindungen der allgemeinen Formel (III) sind bekannt und können entsprechend den vorbeschriebenen Methoden erhalten werden:

  • a) -C22R1-A-C23R2- steht für -HC=CH-, R3=sec-Butyl: JP 54061198, EP 4812, J. C. Chabala et al. J. Med. Chem. (1980), 23, 1134-1136, US 4201861, H. Mrozik et al., J. Org. Chem (1982), 47, 489-492, EP 411897, WO 2002012248, Q. Wu et al., Nongyao (2004), 43, 28-29, CN 1502239; R3=iso-Propyl: WO 9318779 A1, J. C. Chabala et al. J. Med. Chem (1980), 23, 1134-1136; R3=Cyclohexyl: US 5981500, WO 9415944 A1.
  • b) -C22R1-A-C23R2- steht für -H2C-CH2-, R3=sec-Butyl: JP 54061198, US 4199569, EP 4812, J. C. Chabala et al. J. Med. Chem. (1980), 23, 1134-1136, WO 9318779 A1, WO 9415944 A1, US 5981500,WO 2002012248; R3=iso-Propyl: EP 411897, J. C. Chabala et al. J. Med. Chem (1980), 23, 1134-1136, WO 9318779 A1; R3=Cyclohexyl: US 5981500, WO 9415944 A1, WO 9429328 A1, WO 9503317 A1.
  • c) -C22R1-A-C23R2- steht für -H2C-CH(OH)-; R3=sec-Butyl: JP 54061198, US 4199569, J. C. Chabala et al. J. Med. Chem (1980), 23, 1134-1136, US 4201861, EP 4812, US 4206205, H. Mrozik et al., J. Org. Chem (1982), 47, 489-492; R3=iso-Propyl: J. C. Chabala et al. J. Med. Chem. (1980), 23, 1134-1136; R3=Cyclohexyl: WO 9429328 A1.

Als saure Reaktionshilfsmittel kommen dabei praktisch alle Mineralsäuren, organische Säuren oder Lewis Säuren in Frage. Zu den Mineralsäuren gehören vorzugsweise Halogenwasserstoff-säuren wie Fluorwasserstoffsäure, Chlorwasser-stoffsäure, Bromwasserstoffsäure oder Iodwasserstoffsäure sowie Schwefelsäure, Phosphorsäure, Phosphorige Säure, Salpetersäure und zu den Lewis Säure gehören vorzugsweise Aluminium(III)-chlorid, Bortrifluorid oder sein Etherat, Titan(V)chlorid, zinn(V)-chlorid. Zu den organischen Säuren gehören Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Malonsäure, Milchsäure, Oxalsäure, Fumarsäure, Adipinsäure, Stearinsäure, Weinsäure, Ölsäure, Methansulfonsäure, Benzoesäure, Benzolsul-fonsäure oder para-Toluolsulfonsäure.

Bevorzugt wird der erste Reaktionsschritt in Gegenwart von Mineralsäuren, insbesondere Schwefelsäure durchgeführt.

Zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel (IV), in welcher R4 beispielsweise für Wasserstoff steht, können beispielsweise als geeignete Schutzgruppen (SG) für Hydroxylgruppen, substituierte Methylether und Ether, substituierte Ethylether, substituierte Benzylether, Silylether, Ester, Carbonate oder Sulfonate verwendet werden (vgl. Greene T. W., Wuts P. G. W. in Protective Groups in Organic Synthesis; John Wiley & Sons, Inc. 1999, „Protection for the hydroxyl group including 1,2- and 1,3-diols").

Als Schutzgruppen vom substituierten Methylether-Typ sind beispielsweise zu nennen: Methoxymethylether (MOM), Methylthiomethylether (MTM), (Phenyl-dimethylsilyl)methoxymethylether (SNOM-OR), Benzyloxymethylether (BOM-OR) para-Methoxybenzyloxymethylether (PMBM-OR), para-Nitrobenzyloxymethyl-ether, ortho-Nitrobenzyloxymethylether (NBOM-OR), (4-Methoxyphenoxy)-methylether (p-AOM-OR), Guaiacolmethylether (GUM-OR), tert-Butoxymethylether, 4-Pentyloxy-methylether (POM-OR), Silyloxymethylether, 2-Methoxy-ethoxymethylether (MEM-OR), 2,2,2-Trichlorethoxymethylether, Bis(2-chlorethoxy)-methylether, 2-(Trimethyl-silyl)ethoxymethylether (SEM-OR), Methoxymethylether (MM-OR).

Als Schutzgruppen (SG) vom substituierten Ethylether Typ sind beispielsweise zu nennen: 1-Ethoxyethylether (EE-OR), 1-(2-Chlorethoxy)ethylether (CEE-OR), 1-[2-(Trimethylsilyl)ethoxy]ethylether (SEE-OR), 1-Methyl-1-methoxyethylether (MIP-OR), 1-Methyl-1-benzyloxyethylether (MBE-OR), 1-Methyl-1-benzyloxy-2-fluor-ethylether (MIP-OR), 1-Methyl-1-phenoxyethylether, 2,2,-Trichlorethylether, 1,1-Dianisyl-2,2,2-trichlorethylether (DATE-OR), 1,1,1,3,3,3-Hexafluor-2-phenylisopropylether (HIP-OR), 2-Trimethylsilylethylether, 2-(Benzylthio)ethylether, 2-(Phenylselenyl)ethylether. Als weitere Schutzgruppen (SG) vom Ether-Typ sind beispielsweise zu nennen: Tetrahydropyranylether (THP-OR), 3-Brom-tetrahydropyranylether (3-BrTHP-OR), Tetrahydrothiopyranylether, 1-Methoxy-cyclohexylether, 2- und 4-Picolylether, 3-Methyl-2-picolyl-N-oxido-ether, 2-Quinolinylmethylether (Qm-OR), 1-Pyrenylmethylether, Dipenylmethylether (DPM-OR), para, para'-Dinitrobenzhydrylether (DNB-OR), 5-Dibenzosuberylether, Triphenylmethylether (Tr-OR), alpha-Naphthyldiphenylmethylether, para-Methoxy-phenyldiphenylmethylether (MMTrOR), Di(para-methoxy-phenyl)phenylmethylether (DMTr-OR), Tri(para-methoxy-phenyl)phenylmethylether (TMTr-OR), 4-(4'-Brom-phenacyloxy) phenyldiphenylmethylether, 4,4',4''-Tris(4,5-dichlorphthalimido-phenyl)methylether (CPTr-OR), 4,4',4''-Tris(benzoyloxyphenyl)-methylether (TBTr-OR), 4,4'-Dimethoxy-3''-[N-(imidazolylmethyl)]-tritylether (IDTr-OR), 4,4'-Dimethoxy-3''-[N-(imidazolyl-ethyl)carbamoyl]tritylether (IETr-OR), 1,1-Bis(4-methoxy-phenyl)-1'-pyrenylmethylether (Bmpm-OR), 9-Anthrylether, 9-(9-Phenyl)xanthenylether (Pixyl-OR), 9-(9-Phenyl-10-oxo)anthryl (Tritylon-Ether), 4-Methoxy-tetrahydropyranylether (MTHP-OR), 4-Methoxy-tetrahydrothiopyranylether, 4-Methoxy-tetrahydrothiopyranyl-S,S-dioxid, 1-[(2-Chlor-4-methyl)phenyl]-4-methoxypiperidin-4-yl-ether (CTMP-OR), 1-(2-Fluorphenyl)-4-methoxy-piperidin-4-yl-ether (Fpmp-OR), 1,4-Dioxan-2-yl-ether, Tetrahydrofuranylether, Tetrahydrothiofuranylether, 2,3,3a,4,5,6,7,7a-Octahydro-7,8,8-trimethyl-4,7-methanbenzofuran-2-yl-ether (MBF-OR), tert-Butylether, Allylether, Propargylether, para-Chlor-phenylether, para-Methoxy-phenylether, para-Nitro-phenylether, para-2,4-Dinitro-phenylether (DNP-OR), 2,3,5,6-Tetrafluor-4-(trifluormethyl)phenylether, Benzylether (Bn-OR). Als Schutzgruppen (SG) vom substituierten Benzylether-Typ sind beispielsweise zu nennen: para-Methoxy-benzylether (MPM-OR), 3,4-Dimethoxy-benzylether (DMPM-OR), ortho-Nitro-benzylether, para-Nitro-benzylether, para-Halobenzylether, 2,6-Dichlor-benzylether, para-Aminoacyl-benzylether (PAB-OR), para-Azidobenzylether (Azb-OR), 4-Azido-3-chlor-benzylether, 2-Trifluormethyl-benzylether, para-(Methylsulfinyl)benzylether (Msib-OR). Als Schutzgruppen (SG) vom Silylether-Typ sind beispielsweise zu nennen: Trimethylsilylether (TMS-OR), Triethylsilylether (TES-OR), Triisopropylsilylether (TIPS-OR), Dimethylisopropylsilylether (IPDMS-OR), Diethylisopropylsilylether (DEIPS-OR), Dimethylhexylsilylether (TDS-OR), tert-Butyldimethylsilylether (TBDMS-OR), tert-Butyldiphenylsilylether(TBDPS-OR), Tribenzylsilylether, Tri-para-xylylsilylether, Triphenylsilylether (TPS-OR), Diphenylmethylsilylether (DPMS-OR), Di-tert-butylmethylsilylether (DTBMS-OR), Tris(trimethylsilyl)silylether (Sisylether), Di-tert-butylmethylsilylether (DTBMS-OR), Tris(trimethylsilyl)silylether (Sisylether), (2-Hydroxystyryl)-dimethylsilylether (HSDMS-OR), (2-Hydroxystyryl)diisopropylsilylether (HSDIS-OR), tert-Butylmethoxyphenyl-silylether (TBMPS-OR), tert-Butoxydiphenylsilylether (DPTBOS-OR). Als Schutzgruppen (SG) vom Ester Typ sind beispielsweise zu nennen: Formiatester, Benzoylformiatester, Acetatester (Ac-OR), Chloracetatester, Dichloracetatester, Trichloracetatester, Trifluoracetatester, (TFA-OR), Methoxyacetatester, Triphenylmethoxyacetatester, Phenoxyacetatester, para-Chlor-phenoxyacetatester, Phenylacetatester, Diphenylacetatester (DPA-OR), Nicotinatester, 3-Phenyl-propionatester, 4-Pentoatester, 4-Oxopentoatester (Levulinate) (Lev-OR) 4,4-(Ethylendithio)-pentanoatester (LevS-OR), 5-[3-Bis(4-methoxyphenyl)hydroxy-methoxyphenoxy]-levulinatester, Pivaloatester (Pv-OR), 1-Adamantanoatester, Crotonatester, 4-Methoxy-crotonatester, Benzoatester (Bz-OR), para-Phenylbenzoatester, 2,4,6-Trimethyl-benzoatester (Mesitoate), 4-(Methylthiomethoxy)-butyratester (MTMB-OR), 2-(Methylthiomethoxymethyl)-benzoatester (MTMT-OR). Als Schutzgruppen (SG) vom Ester-Typ sind beispielsweise zu nennen: Methylcarbonat, Methoxymethylcarbonat, 9-Fluorenylmethylcarbonat (Fmoc-OR), Ethylcarbonat, 2,2,2-Trichlorethylcarbonat (Troc-OR), 1,1-Dimethyl-2,2,2-trichlor-ethylcarbonat (TCBOC-OR), 2-(Trimethylsilyl)ethylcarbonat (TMSEC-OR), 2-(Phenylsulfonyl)-ethylcarbonat (Psec-OR), 2-(Triphenylphosphonio)-ethylcarbonat (Peoc-OR), tert-Butylcarbonat (Boc-OR), Isobutylcarbonat, Vinylcarbonat, Allylcarbonat (Alloc-OR), para-Nitrophenylcarbonat, Benzylcarbonat (Z-OR), para-Methoxy-benzylcarbonat, 3,4-Dimethoxybenzylcarbonat, ortho-Nitro-benzylcarbonat, para-Nitro-benzylcarbonat, 2-Dansylethylcarbonat (Dnseoc-OR), 2-(4-Nitrophenyl)ethylcarbonat (Npeoc-OR), 2-(2,4-Dinitrophenyl)ethylcarbonat (Dnpeoc). Als Schutzgruppen (SG) vom Sulfat-Typ sind beispielsweise zu nennen: Allylsulfonat (Als-OR), Methansulfonat (Ms-OR), Benzylsulfonat, Tosylat (Ts-OR), 2-[(4-Nitrophenyl)ethyl]sulfonat (Npes-OR).

Als bevorzugte Schutzgruppen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens 1 werden Silylreste wie beispielsweise der SiMe2-tert-Bu Rest eingesetzt.

In dieser Formel (IV) stehen A und R1 bis R3 vorzugsweise für diejenigen Reste, die bereits im Zusammenhang mit der Beschreibung der erfindungsgemäßen Stoffe der allgemeinen Formel (I) als bevorzugte Substituenten genannt werden.

Verbindungen der allgemeinen Formel (IV) sind teilweise bekannt und können entsprechend den vorbeschriebenen Methoden erhalten werden, beispielsweise für SG=SiMe2-tert-Bu:

  • a) -C22R1-A-C23R2- steht für –HC=CH2-, R3=sec-Butyl: Ch. Bliard et al., J. Chem. Soc., Chem. Commun. (1987), 5, 368-370, US 5229416, Y. Tsukamoto et al, Bioorg. Med. Chem. Lett. (2000) 8, 19-26, WO 2002012248 A1, WO 2005021569 A1, R3=iso-Propyl: EP 411897 A2, WO 2005021569 A1.
  • b) -C22R1-A-C23R2- steht für -H2C-CH2-, R3=sec-Butyl: WO 2002012248, EP 411997 A2; R3=iso-Propyl: US 5229415; R3=Cyclohexyl: US 5981500, WO 9415944 A1, B. J. Ranks et al., Bioorg. Med. Chem. Lett. (2000), 8, 2017-2025.

Weitere geeignete Ausgangsverbindungen zur Darstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel (I) sind die Carbonsäuren (V).

Carbonsäuren (V), die als Startkomponenten für die Verbindungen fungieren, sind z. T. kommerziell erhältlich oder können nach literaturbekannten Methoden erhalten werden. Allgemeine Wege zur Herstellung von Carbonsäuren (Reste G1 bis G3) der allgemeinen Formel (V) werden im Schema III beschrieben: Schema III

Ein allgemeiner Weg zur Herstellung von (het)aryl-substituierten Carbonsäuren (G1a, b; Rest G1) der allgemeinen Formel (V) besteht beispielsweise darin, dass gegebenenfalls geschützte Malonsäurederivate (G-I) (het)aryliert werden und die gebildeten (Het)aryl-malonsäuren (G-II) anschließend O-deblockiert und danach decarboxyliert werden (vgl. z. B. (G1a): R6, R7=H, B=Phenyl: Synth. Commun. (2000) 30, 2099-2104; (G1b): R6, R7=H, B=N-Pyrazolyl: DE 19503827 A1). Die N-hetaryl-substituierten Carbonsäuren (G1b; Rest G1) und (het)aryl-substituierten Carbonsäuren (G2a, b; Rest G2) der allgemeinen Formel (V) können aus den Verbindungen (G-III), in der LG für eine geeignete Abgangsgruppe („leaving group") steht, erhalten werden. Anschließend erfolgt die Abspaltung der Schutzgruppe in den Verbindungen (G-IV) oder (G-V) nach literaturbekannter Verfahrensweise (vgl. z. B. (G2a): R6=H, R7=Me, X=O, B=4-CF3-Phenyl: D. Kato et al., J. Org. Chem. (2003), 68, 7234-7242; (G2b): R6=H, R7=Me, X=O, B=3-Cl-pyrid-2-yl: D. Heilmann, G. Kempter, Wiss. Zeitschrift Paedag. Hochschule Karl Liebknecht Potsdam (1981), 25, 35-8).

Zur Darstellung der Carbonsäuren (G3a, Rest G3) der allgemeinen Formel (V) werden die Verbindungen (G-VI) mit gegeigneten Carbonylverbindungen (z. B. Aldehyde, falls R12 und/oder R13=H; Ketone, falls R12 oder R13=aryl, hetaryl, alkyl etc.) zu den funktionalisierten Ringsystemen (G-VII) cyclisiert und anschließend O-deblockiert. Gegebenenfalls kann auch ohne Verwendung einer Schutzgruppe (SG), beispielsweise wenn X, Y=O und SG=OH, gearbeitet werden (vgl. z. B. (G3a): R8=Me, R12, R13=H: DE 1900202; R8=Me, R12=H, R13=Ph: T. Parkkari et al., Bioorg. Med. Chem. Lett. (2004), 14, 3231-3234).

Die Verwendung der Reste (G4) und deren Herstellung ist hinreichend bekannt (vgl. z. B. R16, R17=Me: S. Julia et al., Bull. Soc. Chim. Franc. (1966), 11, 3499-507; R16, R17=Cl: DE 2439177; R16=Cl, R17=CF3: DE 2802962; R16, R17=Br: M. Elliott et al., Pest. Sci. (1975), 6, 537-42).

Die Verwendung der Reste (G5) und deren Herstellung sind beispielsweise aus WO 2002059078 A1 bekannt geworden.

Weiterhin als Ausgangsstoffe verwendete Carbonsäuren der allgemeinen Formel (V), wenn A für gegebenenfalls substituiertes Amino steht, sind natürliche oder synthetische Aminosäuren. Diese können, falls chiral, in der (S)- oder (R)-Form (bzw. L- oder D-Form) vorliegen.

Beispielsweise seien die folgenden natürliche oder synthetische Aminosäuren genannt: Aad, Abu, j-Abu, Abz, 2Abz, ε-Aca, Acp, Adpd, Ahb, Aib, β-Aib, Ala, β-Ala, Δ-Ala, Alg, All, Ama, Amt, Ape, Apm, Apr, Arg, Asn, Asp, Asu, Aze, Azi, Bai, Bph, Can, Cit, Cys, (Cys)2, Cyta, Daad, Dab, Dadd, Dap, Dapm, Dasu, Djen, Dpa, Dtc, Fel, Gin, Glu, Gly, Guv, hAla, hArg, hCys, hGln, hGlu, His, hIle, hLeu, hLys, hMet, hPhe, Pro, hSer, hThr, hTrp, hTyr, HyI, Hyp, 3Hyp, Ile, Ise, Iva, Kyn, Lant, Lcn, Leu, Lsg, Lys, β-Lys, Δ-Lys, Met, Mim, Min, nArg, Nie, Nva, Oly, Orn, Pan, Pec, Pen, Phe, Phg, Pic, Pro, Δ-Pro, Pse, Pya, Pyr, Pza, Qin, Ros, Sar, Sec, Sem, Ser, Thi, β-Thi, Thr, Thy, Thx, Tia, Tle, Tly, Trp, Trta, Tyr, Val, Nal, Tbg, Npg, Chg, Thia (vgl. z. B. Houben-Weyl, Methoden der Organischen Chemie, Band XV/1 und 2, Stuttgart, 1974).

Die natürliche oder synthetische Aminosäuren der allgemeinen Formel (V) können z. T. kommerziell oder nach literaturbekannten Methoden erhalten werden (vgl. z. B. N-Methylaminosäuren: R. Bowmann et al., J. Chem Soc. (1950), S. 1346; J. R. McDermott et al., Can. J. Chem (1973) 51, S. 1915; H. Wurziger et al., Kontakte (Merck, Darmstadt) (1987) 3, S. 8).

Im Allgemeinen ist es vorteilhaft, das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren 1 gegebenenfalls in Gegenwart von Verdünnungsmitteln und gegebenenfalls in Gegenwart basischer Reaktionshilfsmittel durchzuführen.

Verdünnungsmittel werden vorteilhaft in einer solchen Menge eingesetzt, dass das Reaktionsgemisch während des ganzen Verfahrens gut rührbar bleibt. Als Verdünnungsmittel zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens 1 kommen alle inerten organischen Lösungsmittel in Frage.

Als Beispiele sind zu nennen: Halogenkohlenwasserstoffe, insbesondere Chlorkohlenwasserstoffe, wie Tetraethylen, Tetrachlorethan, Dichlorpropan, Methylenchlorid, Dichlorbutan, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Trichlorethan, Trichlorethylen, Pentachlorethan, Difluorbenzol, 1,2-Dichlorethan, Chlorbenzol, Brombenzol, Dichlorbenzol, Chlortoluol, Trichlorbenzol; Alkohole wie Methanol, Ethanol, Isopropanol, Butanol; Ether wie Ethylpropylether, Methyl-tert-butylether, n-Butylether, Anisol, Phenetol, Cyclohexylmethylether, Dimethylether, Diethylether, Dipropylether, Diisopropylether, Di-n-butylether, Diisobutylether, Diisoamylether, Ethylenglycoldimethylether, Tetrahydrofuran, Dioxan, Dichlordiethylether und Polyether des Ethylenoxids und/oder Propylenoxids; Amine wie Trimethyl-, Triethyl-, Tripropyl-, Tributylamin, N-Methylmorpholin, Pyridin und Tetramethylendiamin; Nitrokohlenwasserstoffe wie Nitromethan, Nitroethan, Nitropropan, Nitrobenzol, Chlornitrobenzol, o-Nitrotoluol; Nitrile wie Acetonitril, Propionitril, Butyronitril, Isobutyronitril, Benzonitril, m-Chlorbenzonitril sowie Verbindungen wie Tetrahydrothiophendioxid und Dimethylsulfoxid, Tetramethylensulfoxid, Dipropylsulfoxid, Benzylmethylsulfoxid, Diisobutylsulfoxid, Dibutylsulfoxid, Diisoamylsulfoxid; Sulfone wie dimethyl-, Diethyl-, Dipropyl-, Dibutyl-, Diphenyl-, Dihexyl-, Methylethyl-, Ethylpropyl-, Ethylisobutyl- und Pentamethylensulfon; aliphatische, cycloaliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffe wie Pentan, Hexan, Heptan, Oktav, Nonan und technische Kohlenwasserstoffe; beispielsweise sogenannte White Spirits mit Komponenten mit Siedepunkten im Bereich beispielsweise von 40°C bis 250 °C, Cymol, Benzinfraktionen innerhalb eines siedeintervalles von 70 °C bis 190 °C, Cyclohexan, Methylcyclohexan, Petrolether, Ligroin, Octan, Benzol, Toluol, Chlorbenzol, Brombenzol, Nitrobenzol, Xylol; Ester wie Methyl-, Ethyl-, Butyl-, Isobutylacetat, sowie Dimethyl-, Dibutyl-, Ethylencarbonat; Amide wie Hexamethylenphosphorsäuretriamid, Formamid, N-Methyl-formamid, N,N-Dimethyl-formamid, N,N-Dipropyl-formamid, N,N-Dibutyl-formamid, N-Methyl-pyrrolidin, N-Methyl-caprolactam, 1,3-Dimethyl-3,4,5,6-tetrahydro-2(1H)-pyrimidin, Octylpyrrolidon, Octylcaprolactam, 1,3-Dimethyl-2-imidazolindion, N-Formyl-piperidin, N,N'-1,4-Diformyl-piperazin; Ketone wie Aceton, Acetophenon, Methylethylketon, Methylbutylketon.

Selbstverständlich kann man in das erfindungsgemäße Verfahren auch Gemische der genannten Lösungs- und Verdünnungsmittel einsetzen.

Bevorzugte Verdünnungsmittel zur Durchführung des dritten Reaktionsschrittes des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens 1 sind jedoch Halogenkohlen-wasserstoffe, insbesondere Chlorkohlenwasserstoffe, wie Tetraethylen, Tetrachlorethan, Dichlorpropan, Methylenchlorid, Dichlorbutan, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Trichlorethan, Trichlorethylen, Pentachlorethan, Difluorbenzol, 1,2-Dichlorethan, Chlorbenzol, Brombenzol, Dichlorbenzol, Chlortoluol oder Trichlorbenzol, besonders bevorzugt Dichlorpropan, Methylenchlorid, Dichlorbutan oder Chloroform.

Als basische Reaktionshilfsmittel zur Durchführung des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens 1 können alle geeigneten Säurebindemittel eingesetzt werden wie Amine, insbesondere tertiäre Amine sowie Alkali- und Erdalkaliverbindungen.

Beispielhaft seien dafür erwähnt die Hydroxide, Hydride, Oxide und Carbonate des Lithiums, Natriums, Kaliums, Magnesiums, Calciums und Bariums, ferner weitere basische Verbindungen wie Amidinbasen oder Guanidinbasen wie 7-Methyl-1,5,7-triaza-bicyclo(4.4.0)dec-5-en (MTBD); Diazabicyclo(4.3.0)nonen (DBN), Diazabicyclo (2.2.2)octan (DABCO), 1,8-Diazabicyclo(5.4.0)undecen (DBU), Cyclohexyltetrabutyl-guanidin (CyTBG), Cyclohexyltetramethylguanidin (CyTMG), N,N,N,N-Tetramethyl-1,8-naphthalindiamin, Pentamethylpiperidin, tertiäre Amine wie Triethylamin, Trimethylamin, Tribenzylamin, Triisopropylamin, Tributylamin, Tricyclohexylamin, Triamylamin, Trihexylamin, N,N-Dimethylanilin, N,N-Dimethyl-toluidin, N,N-Dimethyl-p-aminopyridin, N-Methyl-pyrrolidin, N-Methyl-piperidin, N-Methyl-imidazol, N-Methyl-pyrazol, N-Methyl-morpholin, N-Methyl-hexamethylendiamin, Pyridin, 4-Pyrrolidinopyridin, 4-Dimethylamino-pyridin, Chinolin, α-Picolin, β-Picolin, Isochinolin, Pyrimidin, Acridin, N,N,N',N'-Tetramethylendiamin, N,N',N'-Tetraethylendiamin, Chinoxalin, N-Propyldiisopropylamin, N-Ethyl-diisopropylamin, N,N'-Dimethyl-cyclohexylamin, 2,6-Lutidin, 2,4-Lutidin oder Triethyldiamin.

Vorzugsweise finden tertiäre Amine wie Triethylamin, Trimethylamin, Triisopropylamin, Tributylamin, Tricyclohexylamin, N,N-Dimethyl-p-aminopyridin, N-Methyl-pyrrolidin, N-Methyl-piperidin oder N-Methyl-imidazol, besonders bevorzugt finden Triethylamin und N,N-Dimethyl-p-aminopyridin Verwendung.

Die Umsetzung von Verbindungen der allgemeinen Formel (IV) nach dem Herstellungsverfahren 1 wird durchgeführt, indem man in einem dritten Reaktionsschritt die in 5-Position geschützten Verbindungen der allgemeinen Formel (IV) in Gegenwart eines basischen Reaktionshilfsmittels, beispielsweise Triethylamin oder N,N-Dimethyl-p-aminopyridin, in einem der angegebenen Verdünnungsmittel mit einer aktivierten Carbonsäure der allgemeinen Formel (V) gegebenenfalls in Gegenwart eines Kupplungsreagens umsetzt.

Als Kupplungsagenzien zur Durchführung des Herstellungsverfahrens 3a finden alle, die zur Herstellung einer Ester- oder Amidbindung geeignet sind (vgl. z. B. Houben-Weyl, Methoden der Organischen Chemie, Band 15/2; Bodansky et al., Peptide Synthesis 2nd ed. (Wiley & Sons, New York 1976) oder Gross, Meienhofer, The Peptides: Analysis, Synthesis, Biology (Academic Press, New York 1979), Verwendung. Vorzugsweise werden folgende Methoden herangezogen: Aktivestermethode mit Pentachlor (Pcp) und Pentafluorphenol (Pfp), N-Hydroxysuccinimid (HOSu), N-Hydroxy5-norbornen-2,3-dicarboxamid (HONB), 1-Hydroxy-benzotriazol (HOBt) oder 3-Hydroxy-4-oxo-3,4-dihydro-1,2,3-benzotriazin als Alkoholkomponente, Kupplung mit Carbodiimiden wie Dicyclohexylcarbodiimid (DCCI), nach dem DCC-Additiv-Verfahren, oder mit n-Propanphosphonsäureanhydrid (PPA) und Gemischt-Anhydrid-Methode mit Pivaloylchlorid, Ethyl(EEDQ) und Isobutylchlorformiat) (IIDQ) oder Kupplung mit Phosphoniumreagenzien, wie Benzotriazol-1-yl-oxy-tris(dimethylamino-phos-phonium)-hexafluorophosphat (BOP), Bis(2-oxo-3-oxazolidinyl)-phosphonium-säurechlorid (BOP-Cl), Benzotriazol-1-yl-trispyrrolidino-phosphoniumhexafluoro-phosphat (PyBOP®) Bromo-tris-pyrrolidino-phosphonium-hexafluoro-phosphat (PyBroP®) oder mit Phosphonsäurereagenzien, wie Cyanphosphon-säurediethylester (DEPC) und Diphenylphosphorylazid (DPPA), Uroniumreagenzien, wie 2-(1H-Benzotriazol-1-yl)-1,1,3,3-tetramethyluronium-tetrafluoroborat (TNTU), 2-(2-Oxo-1(2H)-pyridyl)-1,1,3,3-bis-pentamethylentetramethyluronium-tetrafluoroborat (TOPPipU), O-(N-Succinimidyl-1,1,3,3-tetramethyluronium-tetrafluoroborat (TSTU) oder wie 2-(1H-Benzo-triazol-1-yl)-1,1,3,3-tetramethyluronium hexafluorophosphat (HBTU) oder Reagenzien vom Onium Typ, wie beispielsweise 1-Ethyl-2-fluoropyridiniumtetrafluoroborat (FEP).

Ein bevorzugtes Aktivierungsmittel für die Carbonsäuren der allgemeinen Formel (V) ist beispielsweise N-(3-Dimethylaminopropyl)-N'-ethylcarbodiimid.

Die Reaktionsdauer beträgt 5 Minuten bis 48 Stunden. Die Umsetzung erfolgt bei Temperaturen zwischen -100 °C und +200 °C, bevorzugt zwischen -50 °C und 150 °C, besonders bevorzugt bei Raumtemperatur.

Es kann grundsätzlich unter Normaldruck gearbeitet werden. Vorzugsweise arbeitet man bei Normaldruck oder bei Drucken bis zu 15 bar und gegebenenfalls unter Schutzgasatmosphäre (Stickstoff, Helium oder Argon).

Zur Durchführung des dritten Reaktionsschrittes des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens 1 setzt man pro Mol Verbindung der allgemeinen Formel (IV) im allgemeinen 0,5 bis 4,0 Mol, vorzugsweise 0,7 bis 3,0 Mol, besonders bevorzugt 2,0 bis 3,0 Mol an aktivierter Carbonsäure der allgemeinen Formel (V) ein.

Nach vollendeter Umsetzung wird der gesamte Reaktionsansatz eingeengt. Die nach Aufarbeitung anfallenden Produkte der allgemeinen Formel (VI) lassen sich in üblicher Weise durch Umkristallisieren, Vakuumdestillation oder Säulen-chromatographie reinigen (vgl. auch die Herstellungsbeispiele).

Die Umsetzung von Verbindungen der allgemeinen Formel (VI) gemäß dem vierten Reaktionsschritt im Herstellungsverfahren 1 wird durchgeführt, indem man die Verbindungen der allgemeinen Formel (VI) in Gegenwart eines weiter oben genannten sauren Hilfsmittels und in einem der weiter oben angegebenen Verdünnungsmittel umsetzt.

Bevorzugt wird der vierte Reaktionsschritt in Gegenwart von Benzolsulfonsäure oder para-Toluolsulfonsäure, insbesondere para-Toluolsulfonsäure durchgeführt.

Bevorzugte Verdünnungsmittel zur Durchführung des zweiten Reaktionsschrittes des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens 1 sind Methanol, Ethanol, Isopropanol oder Butanol, insbesondere Methanol.

Die Reaktionsdauer beträgt 5 Minuten bis 48 Stunden. Die Umsetzung erfolgt bei Temperaturen zwischen -100 °C und +200 °C, bevorzugt zwischen -50 °C und 150 °C, besonders bevorzugt bei Raumtemperatur.

Es kann grundsätzlich unter Normaldruck gearbeitet werden. Vorzugsweise arbeitet man bei normaldruck oder bei Drucken bis zu 15 bar und gegebenenfalls unter Schutzgasatmosphäre (Stickstoff, Helium oder Argon).

Zur Durchführung des vierten Reaktionschrittes des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens 1 setzt man pro Mol Verbindung der allgemeinen Formel (VI) im allgemeinen 0,1 bis 4,0 Mol, vorzugsweise 0,1 bis 1,0 Mol, besonders bevorzugt 10,2 Mol anpara-Toluolsulfonsäure ein.

Nach vollendeter Umsetzung wird der gesamte Reaktionsansatz eingeengt. Die nach Aufarbeitung anfallenden Produkte der allgemeinen Formel (I) lassen sich in üblicher Weise durch Umkristallisieren, Vakuumdestillation oder Säulenchromatographie, insbesondere präparativer HPLC reinigen (vgl. auch die Herstellungsbeispiele).

Die Verbindungen der Formel (I) können gegebenenfalls in verschiedenen polymorphen Formen oder als Mischung verschiedener polymorpher Formen vorliegen. Sowohl die reinen Polymorphe als auch die Polymorphgemische sind Gegenstand der Erfindung und können erfindungsgemäß verwendet werden.

Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe eignen sich bei guter Pflanzenverträglichkeit, günstiger Warmblütertoxizität und guter Umweltverträglichkeit zum Schutz von Pflanzen und Pflanzenorganen, zur Steigerung der Ernteerträge, Verbesserung der Qualität des Erntegutes und zur Bekämpfung von tierischen Schädlingen, insbesondere Insekten, Spinnentieren, Helminthen, Nematoden und Mollusken, die in der Landwirtschaft, im Gartenbau, bei der Tierzucht, in Forsten, in Gärten und Freizeiteinrichtungen, im Vorrats- und Materialschutz sowie auf dem Hygienesektor vorkommen. Sie können vorzugsweise als Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Sie sind gegen normal sensible und resistente Arten sowie gegen alle oder einzelne Entwicklungsstadien wirksam. Zu den oben erwähnten Schädlingen gehören:
Aus der Ordnung der Anoplura (Phthiraptera) z.B. Damalinia spp., Haematopinus spp., Linognathus spp., Pediculus spp., Trichodectes spp..
Aus der Klasse der Arachnida z.B. Acarus siro, Aceria sheldoni, Aculops spp., Aculus spp., Amblyomma spp., Argas spp., Boophilus spp., Brevipalpus spp., Bryobia praetiosa, Chorioptes spp., Dermanyssus gallinae, Eotetranychus spp., Epitrimerus pyri, Eutetranychus spp., Eriophyes spp., Hemitarsonemus spp., Hyalomma spp., Ixodes spp., Latrodectus mactans, Metatetranychus spp., Oligonychus spp., Ornithodoros spp., Panonychus spp., Phyllocoptruta oleivora, Polyphagotarsonemus latus, Psoroptes spp., Rhipicephalus spp., Rhizoglyphus spp., Sarcoptes spp., Scorpio maurus, Stenotarsonemus spp., Tarsonemus spp., Tetranychus spp., Vasates lycopersici.
Aus der Klasse der Bivalva z.B. Dreissena spp..
Aus der Ordnung der Chilopoda z.B. Geophilus spp., Scutigera spp..
Aus der Ordnung der Coleoptera z.B. Acanthoscelides obtectus, Adoretus spp., Agelastica alni, Agriotes spp., Amphimallon solstitialis, Anobium punctatum, Anoplophora spp., Anthonomus spp., Anthrenus spp., Apogonia spp., Atomaria spp., Attagenus spp., Bruchidius obtectus, Bruchus spp., Ceuthorhynchus spp., Cleonus mendicus, Conoderus spp., Cosmopolites spp., Costelytra zealandica, Curculio spp., Cryptorhynchus lapathi, Dermestes spp., Diabrotica spp., Epilachna spp., Faustinus cubae, Gibbium psylloides, Heteronychus arator, Hylamorpha elegans, Hylotrupes bajulus, Hypera postica, Hypothenemus spp., Lachnosterna consanguinea, Leptinotarsa decemlineata, Lissorhoptrus oryzophilus, Lixus spp., Lyctus spp., Meligethes aeneus, Melolontha melolontha, Migdolus spp., Monochamus spp., Naupactus xanthographus, Niptus hololeucus, Oryctes rhinoceros, Oryzaephilus surinamensis, Otiorrhynchus sulcatus, Oxycetonia jucunda, Phaedon cochleariae, Phyllophaga spp., Popillia japonica, Premnotrypes spp., Psylliodes chrysocephala, Ptinus spp., Rhizobius ventralis, Rhizopertha dominica, Sitophilus spp., Sphenophorus spp., Sternechus spp., Symphyletes spp., Tenebrio molitor, Tribolium spp., Trogoderma spp., Tychius spp., Xylotrechus spp., Zabrus spp..
Aus der Ordnung der Collembola z.B. Onychiurus armatus.
Aus der Ordnung der Dermaptera z.B. Forficula auricularia.
Aus der Ordnung der Diplopoda z.B. Blaniulus guttulatus.
Aus der Ordnung der Diptera z.B. Aedes spp., Anopheles spp., Bibio hortulanus, Calliphora erythrocephala, Ceratitis capitata, Chrysomyia spp., Cochliomyia spp., Cordylobia anthropophaga, Culex spp., Cuterebra spp., Dacus oleae, Dermatobia hominis, Drosophila spp., Fannia spp., Gastrophilus spp., Hylemyia spp., Hyppobosca spp., Hypoderma spp., Liriomyza spp.. Lucilia spp., Musca spp., Nezara spp., Oestrus spp., Oscinella frit, Pegomyia hyoscyami, Phorbia spp., Stomoxys spp., Tabanus spp., Tannia spp., Tipula paludosa, Wohlfahrtia spp.
Aus der Klasse der Gastropoda z.B. Arion spp., Biomphalaria spp., Bulinus spp., Deroceras spp., Galba spp., Lymnaea spp., Oncomelania spp., Succinea spp..
Aus der Klasse der Helminthen z.B. Ancylostoma duodenale, Ancylostoma ceylanicum, Acylostoma braziliensis, Ancylostoma spp., Ascaris lubricoides, Ascaris spp., Brugia malayi, Brugia timori, Bunostomum spp., Chabertia spp., Clonorchis spp., Cooperia spp., Dicrocoelium spp, Dictyocaulus filaria, Diphyllobothrium latum, Dracunculus medinensis, Echinococcus granulosus, Echinococcus multilocularis, Enterobius vermicularis, Faciola spp., Haemonchus spp., Heterakis spp., Hymenolepis nana, Hyostrongulus spp., Loa Loa, Nematodirus spp., Oesophagostomum spp., Opisthorchis spp., Onchocerca volvulus, Ostertagia spp., Paragonimus spp., Schistosomen spp, Strongyloides fuelleborni, Strongyloides stercoralis, Stronyloides spp., Taenia saginata, Taenia solium, Trichinella spiralis, Trichinella nativa, Trichinella britovi, Trichinella nelsoni, Trichinella pseudopsiralis, Trichostrongulus spp., Trichuris trichuria, Wuchereria bancrofti.
Weiterhin lassen sich Protozoen, wie Eimeria, bekämpfen.
Aus der Ordnung der Heteroptera z.B. Anasa tristis, Antestiopsis spp., Blissus spp., Calocoris spp., Campylomma livida, Cavelerius spp., Cimex spp., Creontiades dilutus, Dasynus piperis, Dichelops furcatus, Diconocoris hewetti, Dysdercus spp., Euschistus spp., Eurygaster spp., Heliopeltis spp., Horcias nobilellus, Leptocorisa spp., Leptoglossus phyllopus, Lygus spp., Macropes excavatus, Miridae, Nezara spp., Oebalus spp., Pentomidae, Piesma quadrata, Piezodorus spp., Psallus seriatus, Pseudacysta persea, Rhodnius spp., Sahlbergella singularis, Scotinophora spp., Stephanitis nashi, Tibraca spp., Triatoma spp.
Aus der Ordnung der Homoptera z.B. Acyrthosipon spp., Aeneolamia spp., Agonoscena spp., Aleurodes spp., Aleurolobus barodensis, Aleurothrixus spp., Amrasca spp., Anuraphis cardui, Aonidiella spp., Aphanostigma piri, Aphis spp., Arboridia apicalis, Aspidiella spp., Aspidiotus spp., Atanus spp., Aulacorthum solani, Bemisia spp., Brachycaudus helichrysii, Brachycolus spp., Brevicoryne brassicae, Calligypona marginata, Carneocephala fulgida, Ceratovacuna lanigera, Cercopidae, Ceroplastes spp., Chaetosiphon fragaefolii, Chionaspis tegalensis, Chlorita onukii, Chromaphis juglandicola, Chrysomphalus ficus, Cicadulina mbila, Coccomytilus halli, Coccus spp., Cryptomyzus ribis, Dalbulus spp., Dialeurodes spp., Diaphorina spp., Diaspis spp., Doralis spp., Drosicha spp., Dysaphis spp., Dysmicoccus spp., Empoasca spp., Eriosoma spp., Erythroneura spp., Euscelis bilobatus, Geococcus coffeae, Homalodisca coagulata, Hyalopterus arundinis, Icerya spp., Idiocerus spp., Idioscopus spp., Laodelphax striatellus, Lecanium spp., Lepidosaphes spp., Lipaphis erysimi, Macrosiphum spp., Mahanarva fimbriolata, Melanaphis sacchari, Metcalfiella spp., Metopolophium dirhodum, Monellia costalis, Monelliopsis pecanis, Myzus spp., Nasonovia ribisnigri, Nephotettix spp., Nilaparvata lugens, Oncometopia spp., Orthezia praelonga, Parabemisia myricae, Paratrioza spp., Parlatoria spp., Pemphigus spp., Peregrinus maidis, Phenacoccus spp., Phloeomyzus passerinii, Phorodon humuli, Phylloxera spp., Pinnaspis aspidistrae, Planococcus spp., Protopulvinaria pyriformis, Pseudaulacaspis pentagona, Pseudococcus spp., Psylla spp., Pteromalus spp., Pyrilla spp., Quadraspidiotus spp., Quesada gigas, Rastrococcus spp., Rhopalosiphum spp., Saissetia spp., Scaphoides titanus, Schizaphis graminum, Selenaspidus articulatus, Sogata spp., Sogatella furcifera, Sogatodes spp., Stictocephala fesrina, Tenalaphara malayensis, Tinocallis caryaefoliae, Tomaspis spp., Toxoptera spp., Trialeurodes vaporariorum, Trioza spp., Typhlocyba spp., Unaspis spp., Viteus vitifolii.
Aus der Ordnung der Hymenoptera z.B. Diprion spp., Hoplocampa spp., Lasius spp., Monomorium pharaonis, Vespa spp..
Aus der Ordnung der Isopoda z.B. Armadillidium vulgare, Oniscus asellus, Porcellio scaber.
Aus der Ordnung der Isoptera z.B. Reticulitermes spp., Odontotermes spp..
Aus der Ordnung der Lepidoptera z.B. Acronicta major, Aedia leucomelas, Agrotis spp., Alabama argillacea, Anticarsia spp., Barathra brassicae, Bucculatrix thurberiella, Bupalus piniarius, Cacoecia podana, Capua reticulana, Carpocapsa pomonella, Cheimatobia brumata, Chilo spp., Choristoneura fumiferana, Clysia ambiguella, Cnaphalocerus spp., Earias insulana, Ephestia kuehniella, Euproctis chrysorrhoea, Euxoa spp., Feltia spp., Galleria mellonella, Helicoverpa spp., Heliothis spp., Hofmannophila pseudospretella, Homona magnanima, Hyponomeuta padella, Laphygma spp., Lithocolletis blancardella, Lithophane antennata, Loxagrotis albicosta, Lymantria spp., Malacosoma neustria, Mamestra brassicae, Mocis repanda, Mythimna separata, Oria spp., Oulema oryzae, Panolis flammea, Pectinophora gossypiella, Phyllocnistis citrella, Pieris spp., Plutella xylostella, Prodenia spp., Pseudaletia spp., Pseudoplusia includens, Pyrausta nubilalis, Spodoptera spp., Thermesia gemmatalis, Tinea pellionella, Tineola bisselliella, Tortrix viridana, Trichoplusia spp..
Aus der Ordnung der Orthoptera z.B. Acheta domesticus, Blatta orientalis, Blattella germanica, Gryllotalpa spp., Leucophaea maderae, Locusta spp., Melanoplus spp., Periplaneta americana, Schistocerca gregaria.
Aus der Ordnung der Siphonaptera z.B. Ceratophyllus spp., Xenopsylla cheopis.
Aus der Ordnung der Symphyla z.B. Scutigerella immaculata.
Aus der Ordnung der Thysanoptera z.B. Baliothrips biformis, Enneothrips flavens, Frankliniella spp., Heliothrips spp., Hercinothrips femoralis, Kakothrips spp., Rhipiphorothrips cruentatus, Scirtothrips spp., Taeniothrips cardamoni, Thrips spp..
Aus der Ordnung der Thysanura z.B. Lepisma saccharina.
Zu den pflanzenparasitären Nematoden gehören z.B. Anguina spp., Aphelenchoides spp., Belonoaimus spp., Bursaphelenchus spp., Ditylenchus dipsaci, Globodera spp., Heliocotylenchus spp., Heterodera spp., Longidorus spp., Meloidogyne spp., Pratylenchus spp., Radopholus similis, Rotylenchus spp., Trichodorus spp., Tylenchorhynchus spp., Tylenchulus spp., Tylenchulus semipenetrans, Xiphinema spp..

Die erfindungsgemäßen Verbindungen können gegebenenfalls in bestimmten Konzentrationen bzw. Aufwandmengen auch als Herbizide, Safener, Wachstumsregulatoren oder Mittel zur Verbesserung der Pflanzeneigenschaften, oder als Mikrobizide, beispielsweise als Fungizide, Antimykotika, Bakterizide, Virizide (einschließlich Mittel gegen Viroide) oder als Mittel gegen MLO (Mycoplasmalike-organism) und RLO (Rickettsia-like-organism) verwendet werden. Sie lassen sich gegebenenfalls auch als Zwischen- oder Vorprodukte für die Synthese weiterer Wirkstoffe einsetzen.

Die Wirkstoffe können in die üblichen Formulierungen überführt werden, wie Lösungen, Emulsionen, Spritzpulver, Wasser- und ölbasierte Suspensionen, Pulver, Stäubemittel, Pasten, lösliche Pulver, lösliche Granulate, Streugranulate, Suspension-Emulsion-Konzentrate, Wirkstoff-imprägnierte Naturstoffe, Wirkstoff-imprägnierte synthetische Stoffe, Düngemittel sowie Feinstverkapselungen in polymeren Stoffen.

Diese Formulierungen werden in bekannter Weise hergestellt, z.B. durch Vermischen der Wirkstoffe mit Streckmitteln, also flüssigen Lösungsmitteln und/oder festen Trägerstoffen, gegebenenfalls unter Verwendung von oberflächenaktiven Mitteln, also Emulgiermitteln und/oder Dispergiermitteln und/oder schaumerzeugenden Mitteln. Die Herstellung der Formulierungen erfolgt entweder in geeigneten Anlagen oder auch vor oder während der Anwendung.

Als Hilfsstoffe können solche Stoffe Verwendung finden, die geeignet sind, dem Mittel selbst oder und/oder davon abgeleitete Zubereitungen (z.B. Spritzbrühen, Saatgutbeizen) besondere Eigenschaften zu verleihen, wie bestimmte technische Eigenschaften und/oder auch besondere biologische Eigenschaften. Als typische Hilfsmittel kommen in Frage: Streckmittel, Lösemittel und Trägerstoffe.

Als Streckmittel eignen sich z.B. Wasser, polare und unpolare organische chemische Flüssigkeiten z.B. aus den Klassen der aromatischen und nicht-aromatischen Kohlenwasserstoffe (wie Paraffine, Alkylbenzole, Alkylnaphthaline, Chlorbenzole), der Alkohole und Polyole (die ggf. auch substituiert, verethert und/oder verestert sein können), der Ketone (wie Aceton, Cyclohexanon), Ester (auch Fette und Öle) und (poly-)Ether, der einfachen und substituierten Amine, Amide, Lactame (wie N-Alkylpyrrolidone) und Lactone, der Sulfone und Sulfoxide (wie Dimethylsysulfoxid).

Im Falle der Benutzung von Wasser als Streckmittel können z.B. auch organische Lösemittel als Hilfslösungsmittel verwendet werden. Als flüssige Lösemittel kommen im wesentlichen in Frage: Aromaten, wie Xylol, Toluol, oder Alkylnaphthaline, chlorierte Aromaten und chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Chlorbenzole, Chlorethylene oder Methylenchlorid, aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Cyclohexan oder Paraffine, z.B. Erdölfraktionen, mineralische und pflanzliche Öle, Alkohole, wie Butanol oder Glykol sowie deren Ether und Ester, Ketone wie Aceton, Methylethylketon, Methylisobutylketon oder Cyclohexanon, stark polare Lösungsmittel, wie Dimethylsulfoxid, sowie Wasser.

Als feste Trägerstoffe kommen in Frage:
z.B. Ammoniumsalze und natürliche Gesteinsmehle, wie Kaoline, Tonerden, Talkum, Kreide, Quarz, Attapulgit, Montmorillonit oder Diatomeenerde und synthetische Gesteinsmehle, wie hochdisperse Kieselsäure, Aluminiumoxid und Silikate, als feste Trägerstoffe für Granulate kommen in Frage: z.B. gebrochene und fraktionierte natürliche Gesteine wie Calcit, Marmor, Bims, Sepiolith, Dolomit sowie synthetische Granulate aus anorganischen und organischen Mehlen sowie Granulate aus organischem Material wie Papier, Sägemehl, Kokosnußschalen, Maiskolben und Tabakstengeln; als Emulgier- und/oder schaumerzeugende Mittel kommen in Frage: z.B. nichtionogene und anionische Emulgatoren, wie Polyoxyethylen-Fettsäure-Ester, Polyoxyethylen-Fettalkohol-Ether, z.B. Alkylaryl-polyglykolether, Alkylsulfonate, Alkylsulfate, Arylsulfonate sowie Eiweißhydrolysate; als Dispergiermittel kommen in Frage nicht-ionische und/oder ionische Stoffe, z.B. aus den Klassen der Alkohol-POE- und/oder POP-Ether, Säure- und/oder POP-POE-Ester, Alkyl-Aryl- und/oder POP-POE-Ether, Fett- und/oder POP-POE-Addukte, POE- und/oder POP-Polyol Derivate, POE- und/oder POP-Sorbitan- oder-Zucker-Addukte, Alky- oder Aryl-Sulfate, Sulfonate und Phosphate oder die entsprechenden PO-Ether-Addukte. Ferner geeignete Oligo- oder Polymere, z.B. ausgehend von vinylischen Monomeren, von Acrylsäure, aus EO und/oder PO allein oder in Verbindung mit z.B. (poly) Alkoholen oder (poly) Aminen. Ferner können Einsatz finden Lignin und seine Sulfonsäure-Derivate, einfache und modifizierte Cellulosen, aromatische und/oder aliphatische Sulfonsäuren sowie deren Addukte mit Formaldehyd.

Es können in den Formulierungen Haftmittel wie Carboxymethylcellulose, natürliche und synthetische pulvrige, körnige oder latexförmige Polymere verwendet werden, wie Gummiarabicum, Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat, sowie natürliche Phospholipide, wie Kephaline und Lecithine und synthetische Phospholipide.

Es können Farbstoffe wie anorganische Pigmente, z.B. Eisenoxid, Titanoxid, Ferrocyanblau und organische Farbstoffe, wie Alizarin-, Azo- und Metallphthalocyaninfarbstoffe und Spurennährstoffe wie Salze von Eisen, Mangan, Bor, Kupfer, Kobalt, Molybdän und Zink verwendet werden.

Weitere Additive können Duftstoffe, mineralische oder vegetabile gegebenenfalls modifizierte Öle, Wachse und Nährstoffe (auch Spurennährstoffe), wie Salze von Eisen, Mangan, Bor, Kupfer, Kobalt, Molybdän und Zink sein.

Weiterhin enthalten sein können Stabilisatoren wie Kältestabilisatoren, Konservierungsmittel, Oxidationsschutzmittel, Lichtschutzmittel oder andere die chemische und/oder physikalische Stabilität verbessernde Mittel.

Die Formulierungen enthalten im allgemeinen zwischen 0,01 und 98 Gew.-% Wirkstoff, vorzugsweise zwischen 0,5 und 90 %.

Der erfindungsgemäße Wirkstoff kann in seinen handelsüblichen Formulierungen sowie in den aus diesen Formulierungen bereiteten Anwendungsformen in Mischung mit anderen Wirkstoffen wie Insektiziden, Lockstoffen, Sterilantien, Bakteriziden, Akariziden, Nematiziden, Fungiziden, wachstumsregulierenden Stoffen, Herbiziden, Safenern, Düngemitteln oder Semiochemicals vorliegen. Besonders günstige Mischpartner sind z.B. die folgenden:

Fungizide:Inhibitoren der Nucleinsäure Synthese

  • Benalaxyl, Benalaxyl-M, Bupirimat, Chiralaxyl, Clozylacon, Dimethirimol, Ethirimol, Furalaxyl, Hymexazol, Metalaxyl, Metalaxyl-M, Ofurace, Oxadixyl, Oxolinsäure

Inhibitoren der Mitose und Zellteilung

  • Benomyl, Carbendazim, Diethofencarb, Fuberidazole, Pencycuron, Thiabendazol, Thiophanatmethyl, Zoxamid

Inhibitoren der Atmungskette Komplex I

  • Diflumetorim

Inhibitoren der Atmungskette Komplex II

  • Boscalid, Carboxin, Fenfuram, Flutolanil, Furametpyr, Mepronil, Oxycarboxin, Penthiopyrad, Thifluzamid

Inhibitoren der Atmungskette Komplex III

  • Azoxystrobin, Cyazofamid, Dimoxystrobin, Enestrobin, Famoxadon, Fenamidon, Fluoxastrobin, Kresoximmethyl, Metominostrobin, Orysastrobin, Pyraclostrobin, Picoxystrobin, Trifloxystrobin

Entkoppler

  • Dinocap, Fluazinam

Inhibitoren der ATP Produktion

  • Fentinacetat, Fentinchlorid, Fentinhydroxid, Silthiofam

Inhibitoren der Aminosäure- und Proteinbiosynthese

  • Andoprim, Blasticidin-S, Cyprodinil, Kasugamycin, Kasugamycinhydrochlorid Hydrat, Mepanipyrim, Pyrimethanil

Inhibitoren der Signal-Transduktion

  • Fenpiclonil, Fludioxonil, Quinoxyfen

Inhibitoren der Fett- und Membran Synthese

  • Chlozolinat, Iprodion, Procymidon, Vinclozolin
  • Ampropylfos, Kalium-Ampropylfos, Edifenphos, Iprobenfos (IBP), Isoprothiolan, Pyrazophos
  • Tolclofos-methyl, Biphenyl
  • Iodocarb, Propamocarb, Propamocarb hydrochiorid

Inhibitoren der Ergosterol Biosynthese

  • Fenhexamid,
  • Azaconazol, Bitertanol, Bromuconazol, Cyproconazol, Diclobutrazol, Difenoconazol, Diniconazol, Diniconazol-M, Epoxiconazol, Etaconazol, Fenbuconazol, Fluquinconazol, Flusilazol, Flutriafol, Furconazol, Furconazol-cis, Hexaconazol, Imibenconazol, Ipconazol, Metconazol, Myclobutanil, Paclobutrazol, Penconazol, Propiconazol, Prothioconazol, Simeconazol, Tebuconazol, Tetraconazol, Triadimefon, Triadimenol, Triticonazol, Uniconazol, Voriconazol, Imazalil, Imazalilsulfat, Oxpoconazol, Fenarimol, Flurprimidol, Nuarimol, Pyrifenox, Triforin, Pefurazoat, Prochloraz, Triflumizol, Viniconazol,
  • Aldimorph, Dodemorph, Dodemorphacetat, Fenpropimorph, Tridemorph, Fenpropidin, Spiroxamin,
  • Naftifin, Pyributicarb, Terbinafin

Inhibitoren der Zellwand Synthese

  • Benthiavalicarb, Bialaphos, Dimethomorph, Flumorph, Iprovalicarb, Polyoxins, Polyoxorim, Validamycin A

Inhibitoren der Melanin Biosynthese

  • Capropamid, Diclocymet, Fenoxanil, Phtalid, Pyroquilon, Tricyclazol

Resistenzinduktion

  • Acibenzolar-S-methyl, Probenazol, Tiadinil

Multisite

  • Captafol, Captan, Chlorothalonil, Kupfersalze wie: Kupferhydroxid, Kupfernaphthenat, Kupferoxychlorid, Kupfersulfat, Kupferoxid, Oxin-Kupfer und Bordeaux Mischung, Dichlofluanid, Dithianon, Dodin, Dodin freie Base, Ferbam, Folpet, Fluorofolpet, Guazatin, Guazatinacetat, Iminoctadin, Iminoctadinalbesilat, Iminoctadintriacetat, Marskupfer, Mancozeb, Maneb, Metiram, Metiram Zink, Propineb, Schwefel und Schwefelpräparate enthaltend Calciumpolysulphid, Thiram, Tolylfluanid, Zineb, Ziram

Unbekannter Mechanismus

  • Amibromdol, Benthiazol, Bethoxazin, Capsimycin, Carvon, Chinomethionat, Chloropicrin, Cufraneb, Cyflufenamid, Cymoxanil, Dazomet, Debacarb, Diclomezine, Dichlorophen, Dicloran, Difenzoquat, Difenzoquat Methylsulphat, Diphenylamin, Ethaboxam, Ferimzon, flumetover, Flusulfamid, Fluopicolid, Fluoroimid, Hexachlorobenzol, 8-Hydroxychinolinsulfat, Irumamycin, Methasulphocarb, Metrafenon, Methyl Isothiocyanat, Mildiomycin, Natamycin, Nickel dimethyldithiocarbamat, Nitrothal-isopropyl, Octhilinon, Oxamocarb, Oxyfenthiin, Pentachlorophenol und Salze, 2-Phenylphenol und Salze, Piperalin, Propanosin-Natrium, Proquinazid, Pyrrolnitrin, Quintozen, Tecloftalam, Tecnazen, Triazoxid, Trichlamid, Zarilamid und 2,3,5,6-Tetrachlor-4-(methylsulfonyl)-pyridin, N-(4-Chlor-2-nitrophenyl)-N-ethyl-4-methylbenzenesulfonamid, 2-Amino-4-methyl-N-phenyl-5-thiazolecarboxamid, 2-Chlor-N-(2,3-dihydro-1,1,3-trimethyl-1H-inden-4-yl)-3-pyridincarboxamid, 3-[5-(4-Chlorphenyl)-2,3-dimethylisoxazolidin-3-yl]pyridin, cis-1-(4-Chlorphenyl)-2-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)cycloheptanol, 2,4-Dihydro-5-methoxy-2-methyl-4-[[[[1-[3-(trifluoromethyl)-phenyl]-ethyliden]amino]-oxy]-methyl]-phenyl]-3H-1,2,3-triazol-3-on (185336-79-2), Methyl 1-(2,3-dihydro-2,2-dimethyl-1H-inden-1-yl)-1H-imidazole-5-carboxylat, 3,4,5-Trichlor-2,6-pyridindicarbonitril, Methyl 2-[[[cyclopropyl[(4-methoxyphenyl)imino]methyl]thio]methyl]-.alpha.(methoxymethylen)-benzacetat, 4-Chlor-alpha-propinyloxy-N-[2-[3-methoxy-4-(2-propinyloxy)phenyl]ethyl]-benzacetamide, (2S)-N-[2-[4-[[3-(4-chlorophenyl)-2-propinyl]oxy]-3-methoxyphenyl]ethyl]-3-methyl-2-[(methylsulfonyl)amino]-butanamid, 5-Chlor-7-(4-methylpiperidin-1-yl)-6-(2,4,6-trifluorophenyl)[1,2,4]triazolo[1,5-a]pyrimidin, 5-Chlor-6-(2,4,6-trifluorophenyl)-N-[(1R)-1,2,2-trimethylpropyl][1,2,4]triazolo[1,5-a]pyrimidin-7-amin, 5-Chlor-N-[(1R)-1,2-dimethylpropyl]-6-(2,4,6-trifluorophenyl)[1,2,4]triazolo[1,5-a]pyrimidin-7-amine, N-[1-(5-Brom-3-chloropyridin-2-yl)ethyl]-2,4-dichloronicotinamid, N-(5-Brom-3-chlorpyridin-2-yl)methyl-2,4-dichlornicotinamid, 2-Butoxy-6-iod-3-propyl-benzopyranon-4-on, N-{(Z)-[(cyclopropylmethoxy)imino][6-(difluormethoxy)-2,3-difluorphenyl]methyl}-2-benzacetamid, N-(3-Ethyl-3,5,5-trimethyl-cyclohexyl)-3-formylamino-2-hydroxy-benzamid, 2-[[[[1-[3(1Fluor-2-phenylethyl)oxy]phenyl]ethyliden]amino]oxy]methyl]-alpha-(methoxyimino)-N-methylalphaE-benzacetamid, N-{2-[3-Chlor-5-(trifluormethyl)pyridin-2-yl]ethyl}-2- (trifluoromethyl)benzamid, N-(3',4'-dichlor-5-fluorbiphenyl-2-yl)-3-(difluormethyl)-1-methyl-1H-pyrazol-4-carboxamid, N-(6-Methoxy-3-pyridinyl)-cyclopropan carboxamid, 1-[(4-Methoxyphenoxy)methyl]-2,2-dimethylpropyl-1H-imidazol-1-carbonsäure, O-[1-[(4-Methoxyphenoxy)methyl]-2,2-dimethylpropyl]-1H-imidazol-1-carbothioic acid, 2-(2-{[6-(3-Chlor-2-methylphenoxy)-5-fluorpyrimidin-4-yl]oxy}phenyl)-2-(methoxyimino)-N-methylacetamid

Bakterizide:

  • Bronopol, Dichlorophen, Nitrapyrin, Nickel-Dimethyldithiocarbamat, Kasugamycin, Octhilinon, Furancarbonsäure, Oxytetracyclin, Probenazol, Streptomycin, Tecloftalam, Kupfersulfat und andere Kupfer-Zubereitungen.

Insektizide/Akarizide/Nematizide:Acetylcholinesterase (AChE) Inhibitoren

  • Carbamate,
    zum Beispiel Alanycarb, Aldicarb, Aldoxycarb, Allyxycarb, Aminocarb, Bendiocarb, Benfuracarb, Bufencarb, Butacarb, Butocarboxim, Butoxycarboxim, Carbaryl, Carbofuran, Carbosulfan, Cloethocarb, Dimetilan, Ethiofencarb, Fenobucarb, Fenothiocarb, Formetanate, Furathiocarb, Isoprocarb, Metam-sodium, Methiocarb, Methomyl, Metolcarb, Oxamyl, Pirimicarb, Promecarb, Propoxur, Thiodicarb, Thiofanox, Trimethacarb, XMC, Xylylcarb, Triazamate
  • Organphosphate,
    zum Beispiel Acephate, Azamethiphos, Azinphos (-methyl, -ethyl), Bromophos-ethyl, Bromfenvinfos (-methyl), Butathiofos, Cadusafos, Carbophenothion, Chlorethoxyfos, Chlorfenvinphos, Chlormephos, Chlorpyrifos (-methyl/-ethyl), Coumaphos, Cyanofenphos, Cyanophos, Chlorfenvinphos, Demeton-S-methyl, Demeton-S-methylsulphon, Dialifos, Diazinn, Dichlofenthion, Dichlorvos/DDVP, Dicrotophos, Dimethoate, Dimethylvinphos, Dioxabenzofos, Disulfoton, EPN, Ethion, Ethoprophos, Etrimfos, Famphur, Fenamiphos, Fenitrothion, Fensulfothion, Fenthion, Flupyrazofos, Fonofos, Formothion, Fosmethilan, Fosthiazate, Heptenophos, Iodofenphos, Iprobenfos, Isazofos, Isofenphos, Isopropyl O-salicylate, Isoxathion, Malathion, Mecarbam, Methacrifos, Methamidophos, Methidathion, Mevinphos, Monocrotophos, Naled, Omethoate, Oxydemeton-methyl, Parathion (-methyl/-ethyl), Phenthoate, Phorate, Phosalone, Phosmet, Phosphamidon, Phosphocarb, Phoxim, Pirimiphos (-methyl/-ethyl), Profenofos, Propaphos, Propetamphos, Prothiofos, Prothoate, Pyraclofos, Pyridaphenthion, Pyridathion, Quinalphos, Sebufos, Sulfotep, Sulprofos, Tebupirimfos, Temephos, Terbufos, Tetrachlorvinphos, Thiometon, Triazophos, Triclorfon, Vamidothion

Natrium-Kanal-Modulatoren/Spannungsabhängige Natrium-Kanal-Blocker

  • Pyrethroide,
    zum Beispiel Acrinathrin, Allethrin (d-cis-trans, d-trans), Beta-Cyfluthrin, Bifenthrin, Bioallethrin, Bioallethrin-S-cyclopentyl-isomer, Bioethanomethrin, Biopermethrin, Bioresmethrin, Chlovaporthrin, Cis-Cypermethrin, Cis-Resmethrin, Cis-Permethrin, Clocythrin, Cycloprothrin, Cyfluthrin, Cyhalothrin, Cypermethrin (alpha-, beta-, theta-, zeta-), Cyphenothrin, Deltamethrin, Empenthrin (1R-isomer), Esfenvalerate, Etofenprox, Fenfluthrin, Fenpropathrin, Fenpyrithrin, Fenvalerate, Flubrocythrinate, Flucythrinate, Flufenprox, Flumethrin, Fluvalinate, Fubfenprox, Gamma-Cyhalothrin, Imiprothrin, Kadethrin, Lambda-Cyhalothrin, Metofluthrin, Permethrin (cis-, trans-), Phenothrin (1R-trans isomer), Prallethrin, Profluthrin, Protrifenbute, Pyresmethrin, Resmethrin, RU 15525, Silafluofen, Tau-Fluvalinate, Tefluthrin, Terallethrin, Tetramethrin (-1R-isomer), Tralomethrin, Transfluthrin, ZXI 8901, Pyrethrins (pyrethrum)
  • DDT
  • Oxadiazine,
    zum Beispiel Indoxacarb
  • Semicarbazon,
    zum Beispiel Metaflumizon (BAS3201)

Acetylcholin-Rezeptor-Agonisten/-Antagonisten

  • Chloronicotinyle,
    zum Beispiel Acetamiprid, Clothianidin, Dinotefuran, Imidacloprid, Nitenpyram, Nithiazine, Thiacloprid, Thiamethoxam
  • Nicotine, Bensultap, Cartap

Acetylcholin-Rezeptor-Modulatoren

  • Spinosyne,
    zum Beispiel Spinosad

GABA-gesteuerte Chlorid-Kanal-Antagonisten

  • Organochlorine,
    zum Beispiel Camphechlor, Chlordane, Endosulfan, Gamma-HCH, HCH, Heptachlor, Lindane, Methoxychlor
  • Fiprole,
    zum Beispiel Acetoprole, Ethiprole, Fipronil, Pyrafluprole, Pyriprole, Vaniliprole

Chlorid-Kanal-Aktivatoren

  • Mectine,
    zum Beispiel Abamectin, Emamectin, Emamectin-benzoate, Ivermectin, Lepimectin, Milbemycin

Juvenilhormon-Mimetika,

  • zum Beispiel Diofenolan, Epofenonane, Fenoxycarb, Hydroprene, Kinoprene, Methoprene, Pyriproxifen, Triprene

Ecdysonagonisten/disruptoren

  • Diacylhydrazine,
    zum Beispiel Chromafenozide, Halofenozide, Methoxyfenozide, Tebufenozide

Inhibitoren der Chitinbiosynthese

  • Benzoylharnstoffe,
    zum Beispiel Bistrifluron, Chlofluazuron, Diflubenzuron, Fluazuron, Flucycloxuron, Flufenoxuron, Hexaflumuron, Lufenuron, Novaluron, Noviflumuron, Penfluron, Teflubenzuron, Triflumuron
  • Buprofezin
  • Cyromazine

Inhibitoren der oxidativen Phosphorylierung, ATP-Disruptoren

  • Diafenthiuron
  • Organozinnverbindungen,
    zum Beispiel Azocyclotin, Cyhexatin, Fenbutatin-oxide

Entkoppler der oxidativen Phoshorylierung durch Unterbrechung des H-Protongradienten

  • Pyrrole,
    zum Beispiel Chlorfenapyr
  • Dinitrophenole,
    zum Beispiel Binapacyrl, Dinobuton, Dinocap, DNOC

Seite-I-Elektronentransportinhibitoren

  • METI's,
    zum Beispiel Fenazaquin, Fenpyroximate, Pyrimidifen, Pyridaben, Tebufenpyrad,
  • Tolfenpyrad
  • Hydramethylnon
  • Dicofol

Seite-II-Elektronentransportinhibitoren

  • Rotenone

Seite-III-Elektronentransportinhibitoren

  • Acequinocyl, Fluacrypyrim

Mikrobielle Disruptoren der Insektendarmmembran

  • Bacillus thuringiensis-Stämme

Inhibitoren der Fettsynthese

  • Tetronsäuren,
    zum Beispiel Spirodiclofen, Spiromesifen,
  • Tetramsäuren,
    zum Beispiel Spirotetramat, cis-3-(2,5-dimethylphenyl)-4-hydroxy-8-methoxy-1-azaspiro[4.5]dec-3-en-2-on
  • Carboxamide,
    zum Beispiel Flonicamid
  • Oktopaminerge Agonisten,
    zum Beispiel Amitraz

Inhibitoren der Magnesium-stimulierten ATPase,

  • Propargite
  • Nereistoxin-Analoge,
    zum Beispiel Thiocyclam hydrogen oxalate, Thiosultap-sodium

Agonisten des Ryanodin-Rezeptors,

  • Benzoesäuredicarboxamide,
    zum Beispiel Flubendiamid
  • Anthranilamide,
    zum Beispiel Rynaxypyr (3-bromo-N-{4-chloro-2-methyl-6-[(methylamino)carbonyl]phenyl}-1-(3-chloropyridin-2-yl)-1H-pyrazole-5-carboxamide)

Biologika, Hormone oder Pheromone

  • Azadirachtin, Bacillus spec., Beauveria spec., Codlemone, Metarrhizium spec., Paecilomyces spec., Thuringiensin, Verticillium spec.

Wirkstoffe mit unbekannten oder nicht spezifischen Wirkmechanismen

  • Begasungsmittel,
    zum Beispiel Aluminium phosphide, Methyl bromide, Sulfuryl fluoride
  • Fraßhemmer,
    zum Beispiel Cryolite, Flonicamid, Pymetrozine
  • Milbenwachstumsinhibitoren,
    zum Beispiel Clofentezine, Etoxazole, Hexythiazox
    Amidoflumet, Benclothiaz, Benzoximate, Bifenazate, Bromopropylate, Buprofezin, Chinomethionat, Chlordimeform, Chlorobenzilate, Chloropicrin, Clothiazoben, Cycloprene, Cyflumetofen, Dicyclanil, Fenoxacrim, Fentrifanil, Flubenzimine, Flufenerim, Flutenzin, Gossyplure, Hydramethylnone, Japonilure, Metoxadiazone, Petroleum, Piperonyl butoxide, Potassium oleate, Pyridalyl, Sulfluramid, Tetradifon, Tetrasul, Triarathene, Verbutin

Auch eine Mischung mit anderen bekannten Wirkstoffen, wie Herbiziden, Düngemitteln, Wachstumsregulatoren, Safenern, Semiochemicals, oder auch mit Mitteln zur Verbesserung der Pflanzeneigenschaften ist möglich.

Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe können ferner beim Einsatz als Insektizide in ihren handelsüblichen Formulierungen sowie in den aus diesen Formulierungen bereiteten Anwendungsformen in Mischung mit Synergisten vorliegen. Synergisten sind Verbindungen, durch die die Wirkung der Wirkstoffe gesteigert wird, ohne daß der zugesetzte Synergist selbst aktiv wirksam sein muß.

Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe können ferner beim Einsatz als Insektizide in ihren handelsüblichen Formulierungen sowie in den aus diesen Formulierungen bereiteten Anwendungsformen in Mischungen mit Hemmstoffen vorliegen, die einen Abbau des Wirkstoffes nach Anwendung in der Umgebung der Pflanze, auf der Oberfläche von Pflanzenteilen oder in pflanzlichen Geweben vermindern.

Der Wirkstoffgehalt der aus den handelsüblichen Formulierungen bereiteten Anwendungsformen kann in weiten Bereichen variieren. Die Wirkstoffkonzentration der Anwendungsformen kann von 0,00000001 bis zu 95 Gew.-% Wirkstoff, vorzugsweise zwischen 0,00001 und 1 Gew.-% liegen.

Die Anwendung geschieht in einer den Anwendungsformen angepaßten üblichen Weise.

Erfindungsgemäß können alle Pflanzen und Pflanzenteile behandelt werden. Unter Pflanzen werden hierbei alle Pflanzen und Pflanzenpopulationen verstanden, wie erwünschte und unerwünschte Wildpflanzen oder Kulturpflanzen (einschließlich natürlich vorkommender Kulturpflanzen). Kulturpflanzen können Pflanzen sein, die durch konventionelle Züchtungs- und Optimierungsmethoden oder durch biotechnologische und gentechnologische Methoden oder Kombinationen dieser Methoden erhalten werden können, einschließlich der transgenen Pflanzen und einschließlich der durch Sortenschutzrechte schätzbaren oder nicht schätzbaren Pflanzensorten. Unter Pflanzenteilen sollen alle oberirdischen und unterirdischen Teile und Organe der Pflanzen, wie Sproß, Blatt, Blüte und Wurzel verstanden werden, wobei beispielhaft Blätter, Nadeln, Stengel, Stämme, Blüten, Fruchtkörper, Früchte und Saatgut sowie Wurzeln, Knollen und Rhizome aufgeführt werden. Zu den Pflanzenteilen gehört auch Erntegut sowie vegetatives und generatives Vermehrungsmaterial, beispielsweise Stecklinge, Knollen, Rhizome, Ableger und Saatgut.

Die erfindungsgemäße Behandlung der Pflanzen und Pflanzenteile mit den Wirkstoffen erfolgt direkt oder durch Einwirkung auf deren Umgebung, Lebensraum oder Lagerraum nach den üblichen Behandlungsmethoden, z.B. durch Tauchen, Sprühen, Verdampfen, Vernebeln, Streuen, Aufstreichen, Injizieren und bei Vermehrungsmaterial, insbesondere bei Saatgut, weiterhin durch ein- oder mehrschichtiges Umhüllen.

Wie bereits oben erwähnt, können erfindungsgemäß alle Pflanzen und deren Teile behandelt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform werden wild vorkommende oder durch konventionelle biologische Zuchtmethoden, wie Kreuzung oder Protoplastenfusion erhaltenen Pflanzenarten und Pflanzensorten sowie deren Teile behandelt. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform werden transgene Pflanzen und Pflanzensorten, die durch gentechnologische Methoden gegebenenfalls in Kombination mit konventionellen Methoden erhalten wurden (Genetically Modified Organisms) und deren Teile behandelt. Die Begriffe "Teile" bzw. "Teile von Pflanzen" oder "Pflanzenteile" wurden oben erläutert.

Besonders bevorzugt werden erfindungsgemäß Pflanzen der jeweils handelsüblichen oder in Gebrauch befindlichen Pflanzensorten behandelt. Unter Pflanzensorten versteht man Pflanzen mit neuen Eigenschaften ("Traits"), die sowohl durch konventionelle Züchtung, durch Mutagenese oder durch rekombinante DNA-Techniken gezüchtet worden sind. Dies können Sorten, Bio- und Genotypen sein. Je nach Pflanzenarten bzw. Pflanzensorten, deren Standort und Wachstumsbedingungen (Böden, Klima, Vegetationsperiode, Ernährung) können durch die erfindungsgemäße Behandlung auch überadditive ("synergistische") Effekte auftreten. So sind beispielsweise erniedrigte Aufwandmengen und/oder Erweiterungen des Wirkungsspektrums und/oder eine Verstärkung der Wirkung der erfindungsgemäß verwendbaren Stoffe und Mittel, besseres Pflanzenwachstum, erhöhte Toleranz gegenüber hohen oder niedrigen Temperaturen, erhöhte Toleranz gegen Trockenheit oder gegen Wasser- bzw. Bodensalzgehalt, erhöhte Blühleistung, erleichterte Ernte, Beschleunigung der Reife, höhere Ernteerträge, höhere Qualität und/oder höherer Ernährungswert der Ernteprodukte, höhere Lagerfähigkeit und/oder Bearbeitbarkeit der Ernteprodukte möglich, die über die eigentlich zu erwartenden Effekte hinausgehen.

Zu den bevorzugten erfindungsgemäß zu behandelnden transgenen (gentechnologisch erhaltenen) Pflanzen bzw. Pflanzensorten gehören alle Pflanzen, die durch die gentechnologische Modifikation genetisches Material erhielten, welches diesen Pflanzen besondere vorteilhafte wertvolle Eigenschaften ("Traits") verleiht. Beispiele für solche Eigenschaften sind besseres Pflanzenwachstum, erhöhte Toleranz gegenüber hohen oder niedrigen Temperaturen, erhöhte Toleranz gegen Trockenheit oder gegen Wasser- bzw. Bodensalzgehalt, erhöhte Blühleistung, erleichterte Ernte, Beschleunigung der Reife, höhere Ernteerträge, höhere Qualität und/oder höherer Ernährungswert der Ernteprodukte, höhere Lagerfähigkeit und/oder Bearbeitbarkeit der Ernteprodukte. Weitere und besonders hervorgehobene Beispiele für solche Eigenschaften sind eine erhöhte Abwehr der Pflanzen gegen tierische und mikrobielle Schädlinge, wie gegenüber Insekten, Milben, pflanzenpathogenen Pilzen, Bakterien und/oder Viren sowie eine erhöhte Toleranz der Pflanzen gegen bestimmte herbizide Wirkstoffe. Als Beispiele transgener Pflanzen werden die wichtigen Kulturpflanzen, wie Getreide (Weizen, Reis), Mais, Soja, Kartoffel, Zuckerrüben, Tomaten, Erbsen und andere Gemüsesorten, Baumwolle, Tabak, Raps, sowie Obstpflanzen (mit den Früchten Apfel, Birnen, Zitrusfrüchten und Weintrauben) erwähnt, wobei Mais, Soja, Kartoffel, Baumwolle, Tabak und Raps besonders hervorgehoben werden. Als Eigenschaften ("Traits") werden besonders hervorgehoben die erhöhte Abwehr der Pflanzen gegen Insekten, Spinnentiere, Nematoden und Schnecken durch in den Pflanzen entstehende Toxine, insbesondere solche, die durch das genetische Material aus Bacillus Thuringiensis (z.B. durch die Gene CryIA(a), CryIA(b), CryIA(c), CryIIA, CryIIIA, CryIIIB2, Cry9c Cry2Ab, Cry3Bb und CryIF sowie deren Kombinationen) in den Pflanzen erzeugt werden (im folgenden "Bt Pflanzen"). Als Eigenschaften ("Traits") werden auch besonders hervorgehoben die erhöhte Abwehr von Pflanzen gegen Pilze, Bakterien und Viren durch Systemische Akquirierte Resistenz (SAR), Systemin, Phytoalexine, Elicitoren sowie Resistenzgene und entsprechend exprimierte Proteine und Toxine. Als Eigenschaften ("Traits") werden weiterhin besonders hervorgehoben die erhöhte Toleranz der Pflanzen gegenüber bestimmten herbiziden Wirkstoffen, beispielsweise Imidazolinonen, Sulfonylharnstoffen, Glyphosate oder Phosphinotricin (z.B. "PAT"-Gen). Die jeweils die gewünschten Eigenschaften ("Traits") verleihenden Gene können auch in Kombinationen miteinander in den transgenen Pflanzen vorkommen. Als Beispiele für "Bt Pflanzen" seien Maissorten, Baumwollsorten, Sojasorten und Kartoffelsorten genannt, die unter den Handelsbezeichnungen YIELD GARD® (z.B. Mais, Baumwolle, Soja), KnockOut® (z.B. Mais), StarLink® (z.B. Mais), Bollgard® (Baumwolle), Nucotn® (Baumwolle) und NewLeaf® (Kartoffel) vertrieben werden. Als Beispiele für Herbizidtolerante Pflanzen seien Maissorten, Baumwollsorten und Sojasorten genannt, die unter den Handelsbezeichnungen Roundup Ready® (Toleranz gegen Glyphosate z.B. Mais, Baumwolle, Soja), Liberty Link® (Toleranz gegen Phosphinotricin, z.B. Raps), IMI® (Toleranz gegen Imidazolinone) und STS® (Toleranz gegen Sulfonylharnstoffe z.B. Mais) vertrieben werden. Als Herbizid- resistente (konventionell auf Herbizid-Toleranz gezüchtete) Pflanzen seien auch die unter der Bezeichnung Clearfield® vertriebenen Sorten (z.B. Mais) erwähnt. Selbstverständlich gelten diese Aussagen auch für in der Zukunft entwickelte bzw. zukünftig auf den Markt kommende Pflanzensorten mit diesen oder zukünftig entwickelten genetischen Eigenschaften ("Traits").

Die aufgeführten Pflanzen können besonders vorteilhaft erfindungsgemäß mit den Verbindungen der allgemeinen Formel I bzw. den erfindungsgemäßen Wirkstoffmischungen behandelt werden. Die bei den Wirkstoffen bzw. Mischungen oben angegebenen Vorzugsbereiche gelten auch für die Behandlung dieser Pflanzen. Besonders hervorgehoben sei die Pflanzenbehandlung mit den im vorliegenden Text speziell aufgeführten Verbindungen bzw. Mischungen.

Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe wirken nicht nur gegen Pflanzen-, Hygiene- und Vorratsschädlinge, sondern auch auf dem veterinärmedizinischen Sektor gegen tierische Parasiten (Ekto- und Endoparasiten) wie Schildzecken, Lederzecken, Räudemilben, Laufmilben, Fliegen (stechend und leckend), parasitierende Fliegenlarven, Läuse, Haarlinge, Federlinge und Flöhe. Zu diesen Parasiten gehören:
Aus der Ordnung der Anoplurida z.B. Haematopinus spp., Linognathus spp., Pediculus spp., Phtirus spp., Solenopotes spp..
Aus der Ordnung der Mallophagida und den Unterordnungen Amblycerina sowie Ischnocerina z.B. Trimenopon spp., Menopon spp., Trinoton spp., Bovicola spp., Werneckiella spp., Lepikentron spp., Damalina spp., Trichodectes spp., Felicola spp..
Aus der Ordnung Diptera und den Unterordnungen Nematocerina sowie Brachycerina z.B. Aedes spp., Anopheles spp., Culex spp., Simulium spp., Eusimulium spp., Phlebotomus spp., Lutzomyia spp., Culicoides spp., Chrysops spp., Hybomitra spp., Atylotus spp., Tabanus spp., Haematopota spp., Philipomyia spp., Braula spp., Musca spp., Hydrotaea spp., Stomoxys spp., Haematobia spp., Morellia spp., Fannia spp., Glossina spp., Calliphora spp., Lucilia spp., Chrysomyia spp., Wohlfahrtia spp., Sarcophaga spp., Oestrus spp., Hypoderma spp., Gasterophilus spp., Hippobosca spp., Lipoptena spp., Melophagus spp..
Aus der Ordnung der Siphonapterida z.B. Pulex spp., Ctenocephalides spp., Xenopsylla spp., Ceratophyllus spp..
Aus der Ordnung der Heteropterida z.B. Cimex spp., Triatoma spp., Rhodnius spp., Panstrongylus spp..
Aus der Ordnung der Blattarida z.B. Blatta orientalis, Periplaneta americana, Blattela germanica, Supella spp..
Aus der Unterklasse der Acari (Acarina) und den Ordnungen der Meta- sowie Mesostigmata z.B. Argas spp., Ornithodorus spp., Otobius spp., Ixodes spp., Amblyomma spp., Boophilus spp., Dermacentor spp., Haemophysalis spp., Hyalomma spp., Rhipicephalus spp., Dermanyssus spp., Raillietia spp., Pneumonyssus spp., Sternostoma spp., Varroa spp..
Aus der Ordnung der Actinedida (Prostigmata) und Acaridida (Astigmata) z.B. Acarapis spp., Cheyletiella spp., Ornithocheyletia spp., Myobia spp., Psorergates spp., Demodex spp., Trombicula spp., Listrophorus spp., Acarus spp., Tyrophagus spp., Caloglyphus spp., Hypodectes spp., Pterolichus spp., Psoroptes spp., Chorioptes spp., Otodectes spp., Sarcoptes spp., Notoedres spp., Knemidocoptes spp., Cytodites spp., Laminosioptes spp..

Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe der Formel (I) eignen sich auch zur Bekämpfung von Arthropoden, die landwirtschaftliche Nutztiere, wie z.B. Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde, Schweine, Esel, Kamele, Büffel, Kaninchen, Hühner, Puten, Enten, Gänse, Bienen, sonstige Haustiere wie z.B. Hunde, Katzen, Stubenvögel, Aquarienfische sowie sogenannte Versuchstiere, wie z.B. Hamster, Meerschweinchen, Ratten und Mäuse befallen. Durch die Bekämpfung dieser Arthropoden sollen Todesfälle und Leistungsminderungen (bei Fleisch, Milch, Wolle, Häuten, Eiern, Honig usw.) vermindert werden, so daß durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Wirkstoffe eine wirtschaftlichere und einfachere Tierhaltung möglich ist.

Die Anwendung der erfindungsgemäßen Wirkstoffe geschieht im Veterinärsektor und bei der Tierhaltung in bekannter Weise durch enterale Verabreichung in Form von beispielsweise Tabletten, Kapseln, Tränken, Drenchen, Granulaten, Pasten, Boli, des feed-through-Verfahrens, von Zäpfchen, durch parenterale Verabreichung, wie zum Beispiel durch Injektionen (intramuskulär, subcutan, intravenös, intraperitonal u.a.), Implantate, durch nasale Applikation, durch dermale Anwendung in Form beispielsweise des Tauchens oder Badens (Dippen), Sprühens (Spray), Aufgießens (Pour-on und Spot-on), des Waschens, des Einpuderns sowie mit Hilfe von wirkstoffhaltigen Formkörpern, wie Halsbändern, Ohrmarken, Schwanzmarken, Gliedmaßenbändern, Halftern, Markierungsvorrichtungen usw.

Bei der Anwendung für Vieh, Geflügel, Haustiere etc. kann man die Wirkstoffe der Formel (I) als Formulierungen (beispielsweise Pulver, Emulsionen, fließfähige Mittel), die die Wirkstoffe in einer Menge von 1 bis 80 Gew.-% enthalten, direkt oder nach 100 bis 10 000-facher Verdünnung anwenden oder sie als chemisches Bad verwenden.

Außerdem wurde gefunden, daß die erfindungsgemäßen Verbindungen eine hohe insektizide Wirkung gegen Insekten zeigen, die technische Materialien zerstören.

Beispielhaft und vorzugsweise – ohne jedoch zu limitieren – seien die folgenden Insekten genannt:
Käfer wie Hylotrupes bajulus, Chlorophorus pilosis, Anobium punctatum, Xestobium rufovillosum, Ptilinus pecticornis, Dendrobium pertinex, Ernobius mollis, Priobium carpini, Lyctus brunneus, Lyctus africanus, Lyctus planicollis, Lyctus linearis, Lyctus pubescens, Trogoxylon aequale, Minthes rugicollis, Xyleborus spec. Tryptodendron spec. Apate monachus, Bostrychus capucins, Heterobostrychus brunneus, Sinoxylon spec. Dinoderus minutus;
Hautflügler wie Sirex juvencus, Urocerus gigas, Urocerus gigas taignus, Urocerus augur;
Termiten wie Kalotermes flavicollis, Cryptotermes brevis, Heterotermes indicola, Reticulitermes flavipes, Reticulitermes santonensis, Reticulitermes lucifugus, Mastotermes darwiniensis, Zootermopsis nevadensis, Coptotermes formosanus;
Borstenschwänze wie Lepisma saccharina.

Unter technischen Materialien sind im vorliegenden Zusammenhang nicht-lebende Materialien zu verstehen, wie vorzugsweise Kunststoffe, Klebstoffe, Leime, Papiere und Kartone, Leder, Holz, Holzverarbeitungsprodukte und Anstrichmittel.

Die anwendungsfertigen Mittel können gegebenenfalls noch weitere Insektizide und gegebenenfalls noch ein oder mehrere Fungizide enthalten.

Hinsichtlich möglicher zusätzlicher Zumischpartner sei auf die oben genannten Insektizide und Fungizide verwiesen.

Zugleich können die erfindungsgemäßen Verbindungen zum Schutz vor Bewuchs von Gegenständen, insbesondere von Schiffskörpern, Sieben, Netzen, Bauwerken, Kaianlagen und Signalanlagen, welche mit See- oder Brackwasser in Verbindung kommen, eingesetzt werden.

Weiter können die erfindungsgemäßen Verbindungen allein oder in Kombinationen mit anderen Wirkstoffen als Antifouling-Mittel eingesetzt werden.

Die Wirkstoffe eignen sich auch zur Bekämpfung von tierischen Schädlingen im Haushalts-, Hygiene- und Vorratsschutz, insbesondere von Insekten, Spinnentieren und Milben, die in geschlossenen Räumen, wie beispielsweise Wohnungen, Fabrikhallen, Büros, Fahrzeugkabinen u.ä. vorkommen. Sie können zur Bekämpfung dieser Schädlinge allein oder in Kombination mit anderen Wirk- und Hilfsstoffen in Haushaltsinsektizid-Produkten verwendet werden. Sie sind gegen sensible und resistente Arten sowie gegen alle Entwicklungsstadien wirksam. Zu diesen Schädlingen gehören:
Aus der Ordnung der Scorpionidea z.B. Buthus occitanus.
Aus der Ordnung der Acarina z.B. Argas persicus, Argas reflexus, Bryobia ssp., Dermanyssus gallinae, Glyciphagus domesticus, Omithodorus moubat, Rhipicephalus sanguineus, Trombicula alfreddugesi, Neutrombicula autumnalis, Dermatophagoides pteronissimus, Dermatophagoides forinae.
Aus der Ordnung der Araneae z.B. Aviculariidae, Araneidae.
Aus der Ordnung der Opiliones z.B. Pseudoscorpiones chelifer, Pseudoscorpiones cheiridium, Opiliones phalangium
Aus der Ordnung der Isopoda z.B. Oniscus asellus, Porcellio scaber.
Aus der Ordnung der Diplopoda z.B. Blaniulus guttulatus, Polydesmus spp..
Aus der Ordnung der Chilopoda z.B. Geophilus spp..
Aus der Ordnung der Zygentoma z.B. Ctenolepisma spp., Lepisma saccharina, Lepismodes inquilinus.
Aus der Ordnung der Blattaria z.B. Blatta orientalies, Blattella germanica, Blattella asahinai, Leucophaea maderae, Panchlora spp., Parcoblatta spp., Periplaneta australasiae, Periplaneta americana, Periplaneta brunnea, Periplaneta fuliginosa, Supella longipalpa.
Aus der Ordnung der Saltatoria z.B. Acheta domesticus.
Aus der Ordnung der Dermaptera z.B. Forficula auricularia.
Aus der Ordnung der Isoptera z.B. Kalotermes spp., Reticulitermes spp.
Aus der Ordnung der Psocoptera z.B. Lepinatus spp., Liposcelis spp.
Aus der Ordnung der Coleoptera z.B. Anthrenus spp., Attagenus spp., Dermestes spp., Latheticus oryzae, Necrobia spp., Ptinus spp., Rhizopertha dominica, Sitophilus granarius, Sitophilus oryzae, Sitophilus zeamais, Stegobium paniceum.
Aus der Ordnung der Diptera z.B. Aedes aegypti, Aedes albopictus, Aedes taeniorhynchus, Anopheles spp., Calliphora erythrocephala, Chrysozona pluvialis, Culex quinquefasciatus, Culex pipiens, Culex tarsalis, Drosophila spp., Fannia canicularis, Musca domestica, Phlebotomus spp., Sarcophaga carnaria, Simulium spp., Stomoxys calcitrans, Tipula paludosa.
Aus der Ordnung der Lepidoptera z.B. Achroia grisella, Galleria mellonella, Plodia interpunctella, Tinea cloacella, Tinea pellionella, Tineola bisselliella.
Aus der Ordnung der Siphonaptera z.B. Ctenocephalides canis, Ctenocephalides felis, Pulex irritans, Tunga penetrans, Xenopsylla cheopis.
Aus der Ordnung der Hymenoptera z.B. Camponotus herculeanus, Lasius fuliginosus, Lasius niger, Lasius umbratus, Monomorium pharaonis, Paravespula spp., Tetramorium caespitum.
Aus der Ordnung der Anoplura z.B. Pediculus humanus capitis, Pediculus humanus corporis, Pemphigus spp., Phylloera vastatrix, Phthirus pubis.
Aus der Ordnung der Heteroptera z.B. Cimex hemipterus, Cimex lectularius, Rhodinus prolixus, Triatoma infestans.

Die Anwendung im Bereich der Haushaltsinsektizide erfolgt allein oder in Kombination mit anderen geeigneten Wirkstoffen wie Phosphorsäureestern, Carbamaten, Pyrethroiden, Neo-nicotinoiden, Wachstumsregulatoren oder Wirkstoffen aus anderen bekannten Insektizidklassen.

Die Anwendung erfolgt in Aerosolen, drucklosen Sprühmitteln, z.B. Pump- und Zerstäubersprays, Nebelautomaten, Foggern, Schäumen, Gelen, Verdampferprodukten mit Verdampferplättchen aus Cellulose oder Kunststoff, Flüssigverdampfern, Gel- und Membranverdampfern, propellergetriebenen Verdampfern, energielosen bzw. passiven Verdampfungssystemen, Mottenpapieren, Mottensäckchen und Mottengelen, als Granulate oder Stäube, in Streuködern oder Köderstationen.

Die erfindungsgemäße Behandlung der Pflanzen und Pflanzenteile mit den Wirkstoffkombinationen erfolgt direkt oder durch Einwirkung auf deren Umgebung, Lebensraum oder Lagerraum nach den üblichen Behandlungsmethoden, z.B. durch Tauchen, Sprühen, Verdampfen, Vernebeln, Streuen, Aufstreichen und bei Vermehrungsmaterial, insbesondere bei Saatgut, weiterhin durch ein- oder mehrschichtiges Umhüllen.

Insbesondere eignen sich die erfindungsgemäßen Mischungen zur Behandlung von Saatgut. Bevorzugt sind dabei die vorstehend als bevorzugt oder besonders bevorzugt genannten erfindungsgemäßen Kombinationen zu nennen. So entsteht ein großer Teil des durch Schädlinge verursachten Schadens an Kulturpflanzen bereits durch den Befall des Saatguts während der Lagerung und nach dem Einbringen des Saatguts in den Boden sowie während und unmittelbar nach der Keimung der Pflanzen. Diese Phase ist besonders kritisch, da die Wurzeln und Sprosse der wachsenden Pflanze besonders empfindlich sind und bereits ein geringer Schaden zum Absterben der ganzen Pflanze führen kann. Es besteht daher ein insbesondere großes Interesse daran, das Saatgut und die keimende Pflanze durch den Einsatz geeigneter Mittel zu schützen.

Die Bekämpfung von Schädlingen durch die Behandlung des Saatguts von Pflanzen ist seit langem bekannt und ist Gegenstand ständiger Verbesserungen. Dennoch ergeben sich bei der Behandlung von Saatgut eine Reihe von Problemen, die nicht immer zufriedenstellend gelöst werden können. So ist es erstrebenswert, Verfahren zum Schutz des Saatguts und der keimenden Pflanze zu entwickeln, die das zusätzliche Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln nach der Saat oder nach dem Auflaufen der Pflanzen überflüssig machen. Es ist weiterhin erstrebenswert, die Menge des eingesetzten Wirkstoffs dahingehend zu optimieren, dass das Saatgut und die keimende Pflanze vor dem Befall durch Schädlinge bestmöglich geschützt wird, ohne jedoch die Pflanze selbst durch den eingesetzten Wirkstoff zu schädigen. Insbesondere sollten Verfahren zur Behandlung von Saatgut auch die intrinsischen insektiziden Eigenschaften transgener Pflanzen einbeziehen, um einen optimalen Schutz des Saatguts und auch der keimenden Pflanze bei einem minimalen Aufwand an Pflanzenschutzmitteln zu erreichen.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich daher insbesondere auch auf ein Verfahren zum Schutz von Saatgut und keimenden Pflanzen vor dem Befall von Schädlingen, indem das Saatgut mit einem erfindungsgemäßen Mittel behandelt wird. Die Erfindung bezieht sich ebenfalls auf die Verwendung der erfindungsgemäßen Mittel zur Behandlung von Saatgut zum Schutz des Saatguts und der daraus entstehenden Pflanze vor Schädlingen. Weiterhin bezieht sich die Erfindung auf Saatgut, welches zum Schutz vor Schädlingen mit einem erfindungsgemäßen Mittel behandelt wurde.

Einer der Vorteile der vorliegenden Erfindung ist es, dass aufgrund der besonderen systemischen Eigenschaften der erfindungsgemäßen Mittel die Behandlung des Saatguts mit diesen Mitteln nicht nur das Saatgut selbst, sondern auch die daraus hervorgehenden Pflanzen nach dem Auflaufen vor Schädlingen schützt. Auf diese Weise kann die unmittelbare Behandlung der Kultur zum Zeitpunkt der Aussaat oder kurz danach entfallen.

Ein weiterer Vorteil besteht in der synergistischen Erhöhung der insektiziden Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Mittel gegenüber dem insektiziden Einzelwirkstoff über die zu erwartende Wirksamkeit der beiden einzeln angewendeten Wirkstoffe hinausgeht. Vorteilhaft ist auch die synergistische Erhöhung der fungiziden Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Mittel gegenüber dem fungiziden Einzelwirkstoff, die über die zu erwartende Wirksamkeit des einzeln angewendeten Wirkstoffs hinausgeht. Damit wird eine Optimierung der Menge der eingesetzten Wirkstoffe ermöglicht.

Ebenso ist es als vorteilhaft anzusehen, dass die erfindungsgemäßen Mischungen insbesondere auch bei transgenem Saatgut eingesetzt werden können, wobei die aus diesem Saatgut hervorgehenden Pflanzen zur Expression eines gegen Schädlinge gerichteten Proteins befähigt sind. Durch die Behandlung solchen Saatguts mit den erfindungsgemäßen Mitteln können bestimmte Schädlinge bereits durch die Expression des z.B. insektiziden Proteins kontrolliert werden, und zusätzlich durch die erfindungsgemäßen Mittel vor Schäden bewahrt werden.

Die erfindungsgemäßen Mittel eignen sich zum Schutz von Saatgut jeglicher Pflanzensorte wie bereits vorstehend genannt, die in der Landwirtschaft, im Gewächshaus, in Forsten oder im Gartenbau eingesetzt wird. Insbesondere handelt es sich dabei um Saatgut von Mais, Erdnuss, Canola, Raps, Mohn, Soja, Baumwolle, Rübe (z.B. Zuckerrübe und Futterrübe), Reis, Hirse, Weizen, Gerste, Hafer, Roggen, Sonnenblume, Tabak, Kartoffeln oder Gemüse (z.B. Tomaten, Kohlgewächs). Die erfindungsgemäßen Mittel eignen sich ebenfalls zur Behandlung des Saatguts von Obstpflanzen und Gemüse wie vorstehend bereits genannt. Besondere Bedeutung kommt der Behandlung des Saatguts von Mais, Soja, Baumwolle, Weizen und Canola oder Raps zu.

Wie vorstehend bereits erwähnt, kommt auch der Behandlung von transgenem Saatgut mit einem erfindungsgemäßen Mittel eine besondere Bedeutung zu. Dabei handelt es sich um das Saatgut von Pflanzen, die in der Regel zumindest ein heterologes Gen enthalten, das die Expression eines Polypeptids mit insbesondere insektiziden Eigenschaften steuert. Die heterologen Gene in transgenem Saatgut können dabei aus Mikroorganismen wie Bacillus, Rhizobium, Pseudomonas, Serratia, Trichoderma, Clavibacter, Glomus oder Gliocladium stammen. Die vorliegende Erfindung eignet sich besonders für die Behandlung von transgenem Saatgut, das zumindest ein heterologes Gen enthält, das aus Bacillus sp. stammt und dessen Genprodukt Wirksamkeit gegen Maiszünsler und/oder Maiswurzel-Bohrer zeigt. Besonders bevorzugt handelt es sich dabei um ein heterologes Gen, das aus Bacillus thuringiensis stammt.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird das erfindungsgemäßes Mittel alleine oder in einer geeigneten Formulierung auf das Saatgut aufgebracht. Vorzugsweise wird das Saatgut in einem Zustand behandelt, in dem so stabil ist, dass keine Schäden bei der Behandlung auftreten. Im Allgemeinen kann die Behandlung des Saatguts zu jedem Zeitpunkt zwischen der Ernte und der Aussaat erfolgen. Üblicherweise wird Saatgut verwendet, das von der Pflanze getrennt und von Kolben, Schalen, Stängeln, Hülle, Wolle oder Fruchtfleisch befreit wurde.

Im Allgemeinen muss bei der Behandlung des Saatguts darauf geachtet werden, dass die Menge des auf das Saatgut aufgebrachten erfindungsgemäßen Mittels und/oder weiterer Zusatzstoffe so gewählt wird, dass die Keimung des Saatguts nicht beeinträchtigt bzw. die daraus hervorgehende Pflanze nicht geschädigt wird. Dies ist vor allem bei Wirkstoffen zu beachten, die in bestimmten Aufwandmengen phytotoxische Effekte zeigen können. Herstellungsbeispiele:Beispiel 1 4'-O-(Cyclopropylcarbonyl)-avermectin B1 Monosaccharid

III-1 Avermectin B1 Monosaccharid (-C22R1-A-C23R2-: -HC=CH-)

Eine Lösung von 13.52 g Abamectin (II-1) in 170 ml 2-Propanol und 1.7 ml konz. Schwefelsäure wird 20 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Nach Zugabe von gesättigter Natriumhydrogencarbonat-Lösung wird mit Dichlormethan extrahiert, die organische Phase über Natriumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel im Vakuum entfernt. Der Rückstand wird über Kieselgel (Kieselgel 60 – Merck, Korngröße: 0.04 bis 0.063 mm) mit Cyclohexan/Essigester (5:2) gereinigt. Man erhält 6.83 g Avermectin B1 Monosaccharid (III-1) als farblosen Feststoff.

IV-1 5-O-tert-Butyldimethylsilyl-avermectin B1 Monosaccharid (-C22R1-A-C23R2-: -HC=CH-)

Zu einer Lösung von 6.8 g Avermectin B1 Monosaccharid (III-1) in 31 ml N,N-Dimethylformamid werden 4.1 g Imidazol und 2.2 g tert-Butyldimethylsilylchlorid gegeben und der Ansatz 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Nach Zugabe von Cyclohexan und Essigester (1:1) wird mit Wasser und gesättigter Natriumchlorid-Lösung gewaschen, die organische Phase über Natriumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel im Vakuum entfernt. Der Rückstand wird über Kieselgel (Kieselgel 60 – Merck, Korngröße: 0.04 bis 0.063 mm) mit Cyclohexan/Essigester (4:1) gereinigt. Man erhält 4.4 g 5-O-tert-Butyldimethylsilyl-avermectin B1 Monosaccharid(IV-1) als farblosen Feststoff.

VI-1 5-O-tert-Butyldimethylsilyl-4'-O-(cyclopropylcarbonyl)-avermectin B1 Monosaccharid (-C22R1-A-C23R2-:-HC=CH-)

Man löst 150 mg 5-O-tert-Butyldimethylsilyl-avermectin B1 Monosaccharid (IV-1) in 15 ml Dichlormethan. Unter Argon werden 102 mg N-(3-Dimethylaminopropyl)-N'-ethylcarbodiimid, 65 mg 4-Dimethylaminopyridin (DMAP), 46 mg Cyclopropan-carbonsäure und etwas Molsieb zugegeben und der Ansatz 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Nach Zugabe von gesättigter Natriumhydrogencarbonat-Lösung wird mit Dichlormethan extrahiert, die organische Phase über Natriumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel im Vakuum entfernt. Der Rückstand wird über Kieselgel (Kieselgel 60 – Merck, Korngröße: 0.04 bis 0.063 mm) mit Cyclohexan/Essigester (4:1) filtriert. Man erhält 150 mg 5-O-tert-Butyldimethylsilyl-4'-O-(cyclopropylcarbonyl)-avermectin B1 Monosaccharid (VI-1).
LC-MS: 933.6 (M+Na, 80%)
C51H78O12Si (911.251)
Retentionszeit: 20.5 min (22 min)

4'-O-(Cyclopropylcarbonyl)-avermectin B1 Monosaccharid (-C22R1-A-C23R2-:-HC=CH-)

Zu einer Lösung von 150 mg 5-O-tert-Butyldimethylsilyl-4'-O-(cyclopropyl-carbonyl)-avermectin B1 Monosaccharid (VI-1) in absolutem Methanol werden 6 mg 4-Toluolsulfonsäure gegeben und der Ansatz 4 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Nach Zugabe von gesättigter Natriumhydrogencarbonat-Lösung wird mit Essigester extrahiert, die organische Phase über Natriumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel im Vakuum entfernt. Der Rückstand wird durch präparative HPLC (Waters 2996 Photodiode Array Detector, 245nm, x Terra Prep MS C18 Column 5 μm 19 × 100 mm, Flow 20 ml/min Wasser/Acetonitril) gereinigt. Man erhält 47 mg 4'-O-(Cyclopropylcarbonyl)-avermectin B1 Monosaccharid.
LC-MS: 797.6 (M+H, 60%)
C45H64O12, MW: 796.989
Retentionszeit: 15.70 min (22 min)
1H-NMR (600 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 0.85-0.96 (m, 11H), 1.05 (m, sym, 2H), 1.13 (d, J = 6.3, 3H), 1.17 (d, J = 7.0, 3H), 1.45-1.71 (m, 10H), 1.78 (m, sym, 1H), 1.88 (s, 3H), 2.02 (ddd, J = 12.1, 4.8, 1.6, 1H), 2.21-2-38 (m, 5H), 2.54 (m, sym, 1H), 3.30 (q, J = 2.2, 1H), 3.45 (s, 3H), 3.49 (dd, J = 11.4, 1.5, 1H), 3.68 (m, sym, 1H), 3.88 (m, sym, 1H), 3.92-3.96 (m, 2H), 3.98 (d, J = 6.3, 1H), 4.06 (s, 1H), 4.30 (s, breit, 1H), 4.65-4.73 (m, 3H), 4.82 (d, J = 3.4, 1H), 4.99 (d, J = 8.8, 1H), 5.38-5.44 (m, 2H), 5.55 (dd, J = 9.9, 2.6, 1H), 5.73-5.79 (m, 3H), 5.88 (m, sym, 1H).
13C-NMR (150 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 8.41, 8.54, 12.03, 12.93, 12.96, 15.11, 16.36, 17.38, 19.98, 20.20, 27.49, 30.55, 34.23, 34.85, 35.11, 36.61, 39.70, 40.42, 45.66, 57.32, 66.57, 67.68, 68.29, 68.32, 68.45, 74.89, 75.81, 76.14, 79.00, 80.35, 81.95, 94.94, 95.73, 118.00, 118.33, 120.35, 124.80, 127.67, 134.99, 136.34, 137.88, 137.96, 139.69, 173.76, 174.29.

Analog können die in der nachstehenden Tabelle 2 aufgeführten Verbindungen der allgemeinen Formel (I, R5 = H) hergestellt werden. Tabelle 2

  • a) Bei LC-MS wird die Retentionszeit (Rt) sowie in Klammern die Gesamtlaufzeit des Chromatogramms in Minuten angegeben; die Prozentangabe der gefundenen Masse bezieht sich auf die relative Intensität, normiert auf 100. Zur Beschreibung der 1H-NMR-Signale werden als Abkürzungen verwendet: s (Singulett), d (Dublett), t (Triplett), q (Quartett), sym (symmetrisch).

Herstellung der AusgangsverbindungenV-1 (2S)-2-(1H-Pyrazol-1-yl)propansäure

  • a) Zu einer Lösung aus 82 mg Pyrazol in 5 ml Dichlormethan werden 200 mg N-Ethyldiisopropylamin („Hünig's Base") gegeben und 300 mg (2R)-2-{[(Trifluoromethyl)sulfonyl]oxy}propansäure-ethylester in 2 ml Dichlormethan zugetropft. Man rührt weitere 16 Stunden bei Raumtemperatur. Nach Zugabe von gesättigter Natrium-hydrogencarbonat-Lösung wird mit Essigester extrahiert, die organische Phase über Natriumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel im Vakuum entfernt. Man erhält 250 mg (2S)-2-(1H-Pyrazol-1-yl)propansäureethylester in 96% Reinheit (LCMS).

  • LC-MS: 169.1 (M+H, 100%).
  • C8H12N2O2 (168.195)
  • Retentionszeit: 3.13 min (12 min)
  • 1H-NMR (400 MHz, CD3CN): δ (ppm) = 1.19 (t, J = 7.1, 3H), 1.70 (d, J = 7.3, 3H), 4.13 (dq, J = 7.1, 2.1, 2H), 5.10 (q, J = 7.3, 1H), 6.28 (t, J = 2.3, 1H), 7.46 (d, J = 1.4, 1H), 7.62 (dd, J = 2.3, 0.4, 1H).

  • b) Zu einer Lösung von 250 mg (2S)-2-(1H-Pyrazol-1-yl)propansäureethylester in 3 ml Tetrahydrofuran werden 62 mg Lithiumhydroxid und 1 ml Wasser gegeben. Man röhrt 4 Stunden bei Raumtemperatur. Nach Zugabe von 1N wässriger Salzsäure wird mit Essigester extrahiert, die organische Phase über Natriumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel im Vakuum entfernt. Man erhält 195 mg der (2S)-2-(1H-Pyrazol-1-yl)propansäur in 93% Reinheit (LC-MS).

  • LC-MS: 141.1 (M+H, 100%)
  • C6H8N2O2 (140.141)
  • Retentionszeit: 1.12 min (12 min)
  • 1H-NMR (400 MHz, DMSO-d6): δ (ppm) = 1.64 (d, J = 7.3, 3H), 5.12 (q, J = 7.3, 1H), 6.26 (t, J = 2.2, 1H), 7.44 (dd, J = 1.2, 0.5, 1H), 7.79 (dd, J = 1.8, 0.5, 1H), 12.9 (s, breit, 1H).

Analog können die in der nachstehenden Tabelle 3 aufgeführten Verbindungen der allgemeinen Formel (V, LG=OH) hergestellt werden. Tabelle 3

  • a) Bei LC-MS wird die Retentionszeit (Rt) sowie in Klammern die Gesamtlaufzeit des Chromatogramms in Minuten angegeben; die Prozentangabe der gefundenen Masse bezieht sich auf die relative Intensität, normiert auf 100.

Biologische VergleichsbeipieleI) Verbindungen der allgemeinen Formel (I); -C22R1-A-C23R2- steht für eine -HC=CH-GruppierungBeispiel ALucilia cuprina–Test (LUCICU)Beschreibung für Beispiele A und B

  • Lösungsmittel: Dimethylsulfoxid

Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit der angegebenen Menge Wasser und verdünnt das Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte Konzentration.

Gefäße, die Pferdefleisch enthalten, das mit der Wirkstoffzubereitung der gewünschten Konzentration behandelt wurde, werden mit Lucilia cuprina Larven besetzt.

Nach der gewünschten Zeit wird die Abtötung in % bestimmt. Dabei bedeutet 100 %, dass alle Larven abgetötet wurden; 0 % bedeutet, dass keine Larven abgetötet wurden.

Bei diesem Test zeigen z.B. die folgenden Verbindungen der Herstellungsbeispiele gute Wirksamkeit: siehe Tabelle Lucilia cuprina–Test (LUCICU)

Beispiel-Nr.Wirkstoffkonzentration in ppmAbtötungsgrad in % nach 2 Tagen4'-O-Acetyl-4'-O-de(2,6-dideoxy-3-O-methyl-α-L-arabino-hexopyranosyl)-5-O-demethyl-avermectin Ala a)0.83010.810040.810050.810060.89870.89880.810090.8100110.8100120.8100140.8100150.8100160.8100200.8100

Beispiel-Nr.Wirkstoffkonzentration in ppmAbtötungsgrad in % nach 2 Tagen250.895260.8100270.8100
  • a) vgl. US 4201861, JP 5406197

Beispiel B

Lucilia cuprina–Test (LUCICU)

Beispiel Nr. Wirkstoffkonzentration in ppm Abtötungsgrad in % nach 2 Tagen4'-O-Acetyl-4'-O-de(2,6-dideoxy-3-O-methyl-α-L-arabino-hexopyranosyl)-5-O-demethyl-avermectin Ala a) 0.16 0 1 0.16 80 14 0.16 100 18 0.16 100 19 0.16 100
  • a) vgl. US 4201861, JP 5406197

Beispiel C Musca domestica–Test (MUSCDO)

  • Lösungsmittel: Dimethylsulfoxid

Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit der angegebenen Menge Wasser und verdünnt das Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte Konzentration.

Gefäße, die einen Schwamm enthalten, der mit der Wirkstoffzubereitung der gewünschten Konzentration behandelt wurde, werden mit Musca domestica Adulten besetzt.

Nach der gewünschten Zeit wird die Abtötung in % bestimmt. Dabei bedeutet 100 %, dass alle Fliegen abgetötet wurden; 0 % bedeutet, dass keine Fliegen abgetötet wurden.

Bei diesem Test zeigen z.B. die folgenden Verbindungen der Herstellungsbeispiele gute Wirksamkeit: siehe Tabelle Musca domestica–Test (MUSCDO)

Beispiel Nr.Wirkstoffkonzentration in ppmAbtötungsgrad in % nach 2 Tagen4'-O-Acetyl-4'-O-de(2,6-dideoxy-3-O-methyl-α-L-arabino-hexopyranosyl)-5-O-demethyl-avermectin Ala a)0.80130.850
  • a) vgl. US 4201861, JP 5406197

Beispiel D

Phaedon-Test (PHAECO Spritzbehandlung)

Lösungsmittel: 78 Gewichtsteile Aceton1,5 Gewichtsteile DimethylformamidEmulgator: 0,5 Gewichtsteile Alkylarylpolyglykolether

Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit den angegebenen Mengen Lösungsmittel und Emulgator und verdünnt das Konzentrat mit emulgatorhaltigem Wasser auf die gewünschte Konzentration.

Chinakohlblattscheiben (Brassica pekinensis) werden mit einer Wirkstoffzubereitung der gewünschten Konzentration gespritzt und nach dem Abtrocknen mit Larven des Meerrettichblattkäfers (Phaedon cochleariae) besetzt.

Nach der gewünschten Zeit wird die Wirkung in % bestimmt. Dabei bedeutet 100 %, dass alle Käferlarven abgetötet wurden; 0 % bedeutet, dass keine Käferlarven abgetötet wurden.

Bei diesem Test zeigen z. B. die folgenden Verbindungen der Herstellungsbeispiele gute Wirksamkeit: siehe Tabelle Phaedon-Test (PHAECO Spritzbehandlung)

Beispiel Nr. Wirkstoffkonzentration in ppm Abtötungsgrad in % nach 7 Tagen4'-O-Acetyl-4'-O-de(2,6-dideoxy-3-O-methyl-α-L-arabinohexopyrano-syl)-5-O-demethylavermectin Ala a) 4 01 4 903 4 8020 4 80
  • a) vgl. US 4201861, JP 5406197

Beispiel E

Bemisia tabaci – Test, normal sensibler Stamm, (BEMITA)

Lösungsmittel: 7 Gewichtsteile DimethylformamidEmulgator:10 Gewichtsteile Alkylarylpolyglykolether

Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit den angegebenen Mengen Lösungsmittel und Emulgator und verdünnt das Konzentrat mit emulgatorhaltigem Wasser auf die gewünschte Konzentration.

Baumwollpflanzen (Gossypium hirsutum), die von Eiern, Larven und Puparien der Weißen Fliege (Bemisia tabaci) befallen sind, werden durch Sprühen mit der Wirkstoffzubereitung in der gewünschten Konzentration behandelt.

Nach der gewünschten Zeit wird die Abtötung in % bestimmt. Dabei bedeutet 100 %, dass alle Tiere abgetötet wurden; 0 % bedeutet, dass keine Tiere abgetötet wurden.

Bei diesem Test zeigen z. B. die folgenden Verbindungen der Herstellungsbeispiele gute Wirksamkeit: siehe Tabelle Bemisia tabaci – Test, normal sensibler Stamm, (BEMITA)

Beispiel Nr. Wirkstoffkonzentration in ppm Abtötungsgrad in % nach 7 Tagen4'-O-Acetyl-4'-O-de(2,6-dideoxy-3-O-methyl-α-L-arabino-hexopyranosyl)-5-O-demethyl-avermectin Ala a) 0.8 014 0.8 80
  • a) vgl. US 4201861, JP 5406197

Beispiel F

Tetranychus-Test, OP-resistent (TETRUR Spritzbehandlung)

Lösungsmittel: 78 Gewichtsteile Aceton1,5 Gewichtsteile DimethylformamidEmulgator: 0,5 Gewichtsteile Alkylarylpolyglykolether

Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit den angegebenen Mengen Lösungsmittel und Emulgator und verdünnt das Konzentrat mit emulgatorhaltigem Wasser auf die gewünschte Konzentration.

Bohnenblattscheiben (Phaseolus vulgaris), die von allen Stadien der Gemeinen Spinnmilbe (Tetranychus urticae) befallen sind, werden mit einer Wirkstoffzubereitung der gewünschten Konzentration gespritzt.

Nach der gewünschten Zeit wird die Wirkung in % bestimmt. Dabei bedeutet 100 %, dass alle Spinnmilben abgetötet wurden; 0 % bedeutet, dass keine Spinnmilben abgetötet wurden.

Bei diesem Test zeigen z. B. die folgenden Verbindungen der Herstellungsbeispiele gute Wirksamkeit: siehe Tabelle Tetranychus-Test, OP-resistent (TETRUR Spritzbehandlung)

Beispiel Nr. Wirkstoffkonzentration in g/ha Abtötungsgrad in % nach 5 Tagen4'-O-Acetyl-4'-O-de(2,6-dideoxy-3-O-methyl-α-L-arabino-hexopyranosyl)-5-O-demethyl-avermectin Ala a) 0.00128 02 0.00128 80
  • a) vgl. US 4201861, JP 5406197

II) Verbindungen der allgemeinen Formel (I); -C22R1-A-C23R2- steht für eine -H2C-CH2- GruppierungBeispiel G

Phaedon-Test (PHAECO Spritzbehandlung)

Lösungsmittel: 78 Gewichtsteile Aceton1,5 Gewichtsteile DimethylformamidEmulgator: 0,5 Gewichtsteile Alkylarylpolyglykolether

Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit den angegebenen Mengen Lösungsmittel und Emulgator und verdünnt das Konzentrat mit emulgatorhaltigem Wasser auf die gewünschte Konzentration.

Chinakohlblattscheiben (Brassica pekinensis) werden mit einer Wirkstoffzubereitung der gewünschten Konzentration gespritzt und nach dem Abtrocknen mit Larven des Meerrettichblattkäfers (Phaedon cochleariae) besetzt.

Nach der gewünschten Zeit wird die Wirkung in % bestimmt. Dabei bedeutet 100 %, dass alle Käferlarven abgetötet wurden; 0 % bedeutet, dass keine Käferlarven abgetötet wurden.

Bei diesem Test zeigen z. B. die folgenden Verbindungen der Herstellungsbeispiele gute Wirksamkeit: siehe Tabelle Phaedon-Test (PHAECO Spritzbehandlung)

Beispiel Nr. Wirkstoffkonzentration in ppm Abtötungsgrad in % nach 7 Tagen 4'-O-Acetyl-4'-O-de(2,6-dideoxy-3-O-methyl-α-L-arabinohexopyrano-syl)-5-O-demethyl-25-de(1-methyl-propyl)-22,23-dihydro-25-(1-methylethyl)av ermectin Ala a) 4 017 4 100 18 4 100 21 4 83 22 4 100 23 4 100

Beispiel Nr.Wirkstoffkonzentration in ppmAbtötungsgrad in % nach 7 Tagen244834'-O-Acetyl-4'-O-de(2,6-dideoxy-3-O-methyl-α-L-arabinohexopyranosyl)-5-O-demethyl-25-de(1-methyl-propyl)-22,23-dihydro-25-(1-met hylethyl)avermectin Ala a)0.80180.8100220.8100230.8100
  • a) vgl. EP 235085 A1

Beispiel H

Tetranychus-Test, OP-resistent (TETRUR Spritzbehandlung)

Lösungsmittel: 78 Gewichtsteile Aceton1,5 Gewichtsteile DimethylformamidEmulgator: 0,5 Gewichtsteile Alkylarylpolyglykolether

Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit den angegebenen Mengen Lösungsmittel und Emulgator und verdünnt das Konzentrat mit emulgatorhaltigem Wasser auf die gewünschte Konzentration.

Bohnenblattscheiben (Phaseolus vulgaris), die von allen Stadien der Gemeinen Spinnmilbe (Tetranychus urticae) befallen sind, werden mit einer Wirkstoffzubereitung der gewünschten Konzentration gespritzt.

Nach der gewünschten Zeit wird die Wirkung in % bestimmt. Dabei bedeutet 100 %, dass alle Spinnmilben abgetötet wurden; 0 % bedeutet, dass keine Spinnmilben abgetötet wurden.

Bei diesem Test zeigen z. B. die folgenden Verbindungen der Herstellungsbeispiele gute Wirksamkeit: siehe Tabelle Tetranychus-Test, OP-resistent (TETRUR Spritzbehandlung)

Beispiel Wirkstoffkonzentration in ppm Abtötungsgrad in % nach 5 Tagen4'-O-Acetyl-4'-O-de(2,6-dideoxy-3-O-methyl-α-L-arabinohexopyrano-syl)-5-O-demethyl-25-de(1-methyl-propyl)-22,23-dihydro-25-(1-me thylethyl)avermectin Ala a) 0.032 017 0.032 70 21 0.032 70 23 0.032 70
  • a) vgl. EP 235085 A1