Title:
Farbmarkierte Oligo- oder Polysaccharide
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft farbmarkierte Oligo- oder Polysaccharide, Verfahren zur Herstellung dieser farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharide und ihre Verwendung zur Nierenfunktionsbestimmung.




Inventors:
Kowalczyk, Jörg, Dr. (Eisenberg, 67304, DE)
Rose, Thomas, Dr. (Worms, 67549, DE)
Hausmanns, Stephan, Dr. (Wiesbaden, 65185, DE)
Walter, Thomas, Dr. (Mühlhausen, 69242, DE)
Wach, Wolfgang, Dr. (Worms, 67549, DE)
Gretz, Norbert, Prof. Dr. (Mannheim, 68259, DE)
Sadick, Maliha, Dr.med. (Haßloch, 67454, DE)
Schock, Daniel (Mannheim, 68165, DE)
Application Number:
DE102007007738
Publication Date:
08/14/2008
Filing Date:
02/09/2007
Assignee:
Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt (Mannheim, 68165, DE)



Foreign References:
69950192006-02-07
Other References:
Gretz et al (Pediatr Nephrol. 22 (2007); 167-169)
Lorenz und Gruenstein (Renal Physiol. 45 (1999); 172-177)
Mujumdar et al., Cytometry 10 (1989); S. 11-19
Ernst et al., Cytometry 10 (1989); S. 3-10
Sohtell et al., Acta Physiol. Scand. 119 (1983); S. 313 bis 316
Lorenz und Gruenstein, Am. J. Physiol. 276 (1999) Seite 172-177)
Attorney, Agent or Firm:
Gleiss Große Schrell & Partner Patentanwälte Rechtsanwälte (Stuttgart, 70469)
Claims:
1. Farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid, umfassend ein mit einem Farbstoff gekoppeltes Oligo- oder Polysaccharid, wobei der Farbstoff ein Emissionsmaximum von mindestens 725 nm und höchstens 875 nm aufweist.

2. Farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid, umfassend ein mit einem Cyaninfarbstoff gekoppeltes Oligo- oder Polysaccharid.

3. Farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid, umfassend ein mit einem Cyaninfarbstoff gekoppeltes Oligo- oder Polysaccharid, wobei der Cyaninfarbstoff ein Emissionsmaximum von mindestens 725 nm und höchstens 875 nm aufweist.

4. Farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Farbstoff ein Fluoreszenzfarbstoff ist.

5. Farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Farbstoff ein Cyaninfarbstoff ist.

6. Farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Farbstoff ein monofunktioneller oder ein bifunktioneller Isothiocyanat-Cyannin-Farbstoff ist.

7. Farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Farbstoff ein Indocyaningründerivat ist.

8. Farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit dem Aufbau CY-ITC-SAC, wobei CY ein Cyaninfarbstoff ist, ITC Isothiocyanat ist und SAC ein Oligosaccharid oder ein Polysaccharid ist.

9. Farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid nach Anspruch 1, wobei das Indocyaningründerivat aus Indocyaningrün und Isothiocyanat hergestellt ist.

10. Farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend ein Agens mit der Formel VIII, Formel VIII: wobei SAC ein Oligo- oder Polysaccharid ist.

11. Farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Oligosaccharid oder das Polysaccharid einen DP von 2 bis 65, bevorzugt einen DP von 3 bis 25, mehr bevorzugt einen DP von 4 bis 25, besonders bevorzugt einen DP von 5 bis 10 aufweist.

12. Farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Oligosaccharid oder das Polysaccharid verzweigt ist.

13. Farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Oligosaccharid oder das Polysaccharid nicht verzweigt ist.

14. Farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Oligosaccharid oder das Polysaccharid ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Oligofructanen, Polyfructanen, Inulin, Sinistrin und unlöslichen Maltodextrinen oder Dextrinen, die neben der α-1,4-Bindung mindestens eine α-1,3-, α-1,2- und/oder eine α-1,6-Bindung aufweisen.

15. Farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Oligosaccharid oder das Polysaccharid Sinistrin ist.

16. Farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei das Oligosaccharid oder das Polysaccharid ein Oligofructan ist.

17. Farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei das Oligosaccharid oder das Polysaccharid ein Polyfructan ist.

18. Farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei das Oligosaccharid 1-F-Fructofuranosyl-D-Nystose ist.

19. Farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei das Oligosaccharid oder das Polysaccharid ein unlösliches Maltodextrin, das neben der α-1,4-Bindung mindestens eine α-1,3-, α-1,2- und/oder eine α-1,6-Bindung aufweist, ist.

20. Farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei das Oligosaccharid oder das Polysaccharid ein unlösliches Dextrin, das neben der α-1,4-Bindung mindestens eine α-1,3-, α-1,2- und/oder eine α-1,6-Bindung aufweist, ist.

21. Verfahren zur Herstellung eines farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharids nach einem der Ansprüche 1 bis 20, wobei
a) das Oligosaccharid oder das Polysaccharid in einem Lösungsmittel gelöst wird,
b) zu dem gelösten Oligosaccharid oder Polysaccharid Natriumhydrid zugegeben wird,
c) ein gelöster Farbstoff, insbesondere ein Fluoreszenzfarbstoff, dazugegeben wird, und
d) das farbmarkierte Oligo- oder Polysaccharid als Feststoff isoliert wird.

22. Verfahren nach Anspruch 21, wobei das Lösungsmittel in Schritt a) anhydriertes Dimethylformamid ist.

23. Verfahren nach Anspruch 21 oder 22, wobei das farbmarkierte Oligo- oder Polysaccharid in Schritt d) durch Zugabe von wässrigem Ammoniumchlorid, anschließendem Extrahieren und anschließendem Lyophilisieren isoliert wird.

24. Verwendung eines farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharids nach einem der Ansprüche 1 bis 20 zur Nierenfunktionsbestimmung.

25. Verwendung eines farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharids nach einem der Ansprüche 1 bis 20 zur Herstellung eines Mittels zur Nierenfunktionsbestimmung.

26. Diagnostisches Mittel, insbesondere zur Nierenfunktionsbestimmung, enthaltend ein farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid nach einem der Ansprüche 1 bis 20 und Stoffe ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Additiven, Trägerstoffen, Hilfsstoffen und Mischungen davon.

27. Diagnoseverfahren, insbesondere zur Nierenfunktionsbestimmung, dadurch gekennzeichnet, dass ein farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid nach einem der Ansprüche 1 bis 20 oder ein diagnostisches Mittel nach Anspruch 26 einem Wirbeltier, bevorzugt einem Säugetier, besonders bevorzugt einem Menschen, verabreicht wird.

Description:

Die Erfindung betrifft farbmarkierte Oligo- oder Polysaccharide, Verfahren zur Herstellung dieser farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharide, ihre Verwendung zur Herstellung eines Mittels zur Nierenfunktionsbestimmung und ihre Verwendung zur Nierenfunktionsbestimmung.

In der Nierendiagnostik spielt die quantitative und qualitative Funktionsprüfung eine große Rolle. Unter anderem wird dabei die glomeruläre Filtrationsrate gemessen. Die glomeruläre Filtrationsrate ist für die Abschätzung der Nierenfunktion eine wichtige Größe. Sie kann aus der renalen Clearance zumindest annäherungsweise bestimmt werden. Die renale Clearance bezeichnet die Entfernung einer bestimmten exogenen oder endogenen Substanz aus dem Blut als spezifische Leistung der Niere. Zur Bestimmung der renalen Clearance und damit der glomerulären Filtrationsrate sind verschiedene Indikatorsubstanzen bekannt. Die am häufigsten verwendete Indikatorsubstanz ist dabei Kreatinin. Ein weiteres Beispiel für eine endogene Indikatorsubstanz ist Cystatin C. Eine exogene Indikatorsubstanz ist Inulin. Gretz et al (Pediatr Nephrol. 22 (2007); 167–169) beschreibt verschiedene Messmethoden der glomerulären Filtrationsrate.

US 6,995,019 B2 beschreibt eine Indikatorsubstanz, bei der Fluorescinisothiocyanat (FITC) an Sinestrin gebunden ist. Auch FITC gekoppeltes Inulin ist aus Lorenz und Gruenstein (Renal Physiol. 45 (1999); 172–177) bekannt.

Das Emissionsmaximum von FITC liegt bei 520 nm. Hämoglobin zeigt bei 520 nm eine sehr starke Absorption. Dies führt bei der Messung der glomerulären Filtrationsrate mit FITC markierten Indikatorsubstanzen in Anwesenheit von Hämoglobin, beispielsweise bei hämolytischen Prozessen, zu Fehlern und Ungenauigkeiten.

Ein der Erfindung zugrunde liegendes technisches Problem ist daher die Bereitstellung von Indikatorsubstanzen, die es ermöglichen, genaue Messungen der renalen Clearance durchzuführen, wobei die Anwesenheit von Hämoglobin sich nicht störend auf die Messung auswirkt.

Ein anderes der Erfindung zugrunde liegendes technisches Problem ist die Bereitstellung verbesserter Indikatorsubstanzen zur Messung der renalen Clearance.

Die Erfindung löst das ihr zugrunde liegende technische Problem durch farbmarkierte Oligo- oder Polysaccharide gemäß der unabhängigen Ansprüche, insbesondere durch farbmarkierte Oligo- oder Polysaccharide, umfassend ein mit einem Farbstoff gekoppeltes Oligo- oder Polysaccharid, wobei der Farbstoff ein Emissionsmaximum von mindestens 725 nm und höchstens 875 nm aufweist. Weiterhin löst die vorliegende Erfindung das ihr zugrunde liegende technische Problem durch farbmarkierte Oligo- oder Polysaccharide, die ein mit einem Cyaninfarbstoff gekoppeltes Oligo- oder Polysaccharid umfassen.

Die Erfindung löst das ihr zugrunde liegende technische Problem auch durch die Bereitstellung eines farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharids, umfassend ein mit einem Cyaninfarbstoff gekoppeltes Oligo- oder Polysaccharid, wobei der Cyaninfarbstoff ein Emissionsmaximum von mindestens 725 nm und höchstens 875 nm aufweist.

Zur Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate müssen Indikatorsubstanzen verwendet werden, die von der Niere ausgeschieden werden. Die Niere scheidet hydrophile Stoffe aus. Es zeigte sich überraschender Weise, dass hydrophobe Farbstoffe von der Niere entweder überhaupt ausgeschieden oder besonders gut ausgeschieden werden, wenn sie an bestimmte hydrophile Oligo- oder Polysaccharide gebunden sind. Insbesondere zeigte sich, dass sich in bevorzugter Ausführungsform die Verwendbarkeit der farbmarkierten Indikatorsubstanzen durch die Kettenlänge des Oligo- oder Polysaccharids beeinflussen lässt.

Weiterhin zeigte sich überraschender Weise, dass sich in bevorzugter Ausführungsform die Halbwertszeit des Farbstoffs durch die Wahl bestimmter Oligo- oder Polysaccharide einstellen lässt. So ist beispielsweise die Halbwertszeit von farbstoffmarkierter 1-F-Fructofuranosyl-D-Nystose höher als die Halbwertszeit von farbstoffmarkiertem Sinistrin.

Es zeigte sich darüber hinaus in bevorzugter Ausführungsform, dass auch Oligosaccharide, insbesondere mit einem DP von 2 bis 10 und sogar mit einem DP von 2 bis 7 mit einer Farbmarkierung als Indikatorsubstanz verwendet werden können.

Die erfindungsgemäßen farbmarkierten Oligo- und Polysaccharide ermöglichen genaue und zeitsparende Verfahren zur Messung der Nierenfunktion.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist das farbmarkierte Oligo- oder Polysaccharid ein Oligosaccharid. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das farbmarkierte Oligo- oder Polysaccharid ein Polysaccharid.

Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen Polymerisationsgrad, auch DP genannt, von 2 bis 65 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 3 bis 65 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 4 bis 65 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 5 bis 65 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 6 bis 65 auf.

Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 2 bis 50 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 3 bis 50 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 4 bis 50 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 5 bis 50 auf.

Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 2 bis 40 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 3 bis 40 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 4 bis 40 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 5 bis 40 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 10 bis 40 auf.

Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 2 bis 25 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 3 bis 25 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 4 bis 25 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 5 bis 25 auf.

Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 2 bis 12 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 3 bis 12 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 4 bis 12 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 5 bis 12 auf.

Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 2 bis 10 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 3 bis 10 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 4 bis 10 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 5 bis 10 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 6 bis 10 auf.

Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von mindestens 2 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von mindestens 3 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von mindestens 4 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von mindestens 5 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von mindestens 6 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von mindestens 7 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von mindestens 8 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von höchstens 10 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von höchstens 25 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von höchstens 30 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von höchstens 40 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von höchstens 50 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von höchstens 65 auf.

Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 2 oder 3 auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59, 60, 61, 62, 63, 64 oder 65 auf.

Erfindungsgemäß bevorzugt weist das Oligo- oder Polysaccharid einen DP von über 65 auf.

Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung wird unter einem Oligosaccharid ein Kohlenhydrat verstanden, das aus zwei bis ca. 10, insbesondere aus 2 bis 10, ganz besonders aus 2 bis 7 Monosaccharideinheiten besteht. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung wird unter einem Polysaccharid ein Kohlenhydrat verstanden, das aus mindestens 10, bevorzugt mehr als 10, Monosaccharideinheiten besteht.

Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Oligosaccharid einen DP von 2. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Oligosaccharid einen DP von 3. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Oligosaccharid einen DP von 4. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Oligossaccharid einen DP von 5. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Oligosaccharid einen DP von 6. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Oligosaccharid einen DP von 7. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Oligosaccharid einen DP von 8. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Oligossacharid einen DP von 9. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Oligosaccharid einen DP von 10. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Oligosaccharid einen DP von 2 bis 10. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Oligosaccharid einen DP von 3 bis 10. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Oligosaccharid einen DP von 4 bis 10. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Oligosaccharid einen DP von 5 bis 10. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Oligosaccharid einen DP von 2 bis 7. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Oligosaccharid einen DP von 3 bis 7. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Oligosaccharid einen DP von 4 bis 7. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Oligosaccharid einen DP von 5 bis 7.

Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Polysaccharid einen DP von mindestens 10. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Polysaccharid einen DP von mindestens 11. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Polysaccharid einen DP von 10 bis 65. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Polysaccharid einen DP von 11 bis 65. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Polysaccharid einen DP von 20 bis 65. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Polysaccharid einen DP von 40 bis 65. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Polysaccharid einen DP von 10. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Polysaccharid einen DP von 11. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Polysaccharid einen DP von 12. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Polysaccharid einen DP von 10 bis 12.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligo- oder Polysaccharid verzweigt. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligosaccharid verzweigt. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Polysaccharid verzweigt.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligo- oder Polysaccharid nicht verzweigt. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligosaccharid nicht verzweigt. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Polysaccharid nicht verzweigt.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligosaccharid oder das Polysaccharid ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Oligofructanen, Polyfructanen, Inulin, Sinistrin und unlösliche Maltodextrine oder Dextrine, die neben der α-1,4-Bindung mindestens eine α-1,3-, α-1,2- oder/und eine α-1,6-Bindung aufweisen.

Erfindungsgemäß bevorzugt sind die Fructosemoleküle in den Oligofructanen oder in den Polyfructanen über β-2-1-Bindungen miteinander verknüpft. Erfindungsgemäß bevorzugt sind die Fructosemoleküle in den Oligofructanen über β-2,1-Bindungen miteinander verknüpft. Erfindungsgemäß bevorzugt sind die Fructosemoleküle in den Polyfructanen über β-2,1-Bindungen miteinander verknüpft.

Erfindungsgemäß bevorzugt sind die Oligofructane Oligofructose und/oder Fructooligosaccharide (FOS). Erfindungsgemäß bevorzugt sind die Fructooligosaccharide vom Typ GFn (Glucose-Fructosen) oder vom Typ Fn (Fructosen). Erfindungsgemäß bevorzugt enthalten die Fructooligosaccharide ein endständiges Glucosemolekül. Erfindungsgemäß bevorzugt enthalten die Fructooligosaccharide kein endständiges Glucosemolekül.

Erfindungsgemäß bevorzugt sind die Polyfructane vom Typ GFn oder vom Typ Fn. Erfindungsgemäß bevorzugt enthalten die Polyfructane ein endständiges Glucosemolekül. Erfindungsgemäß bevorzugt enthalten die Polyfructane kein endständiges Glucosemolekül.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligosaccharid oder das Polysaccharid Sinistrin. Erfindungsgemäß bevorzugt ist Oligosaccharid oder das Polysaccharid Inulin. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligosaccharid oder das Polysaccharid ein Oligofructan. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligosaccharid oder das Polysaccharid ein Polyfructan. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligosaccharid ein Oligofructan. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Polysaccharid ein Polyfructan.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligosaccharid oder das Polysaccharid ein unlösliches Maltodextrin oder Dextrin, die neben der α-1,4-Bindung mindestens eine α-1,3-, α-1,2- oder/und eine α-1,6-Bindung aufweien. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligosaccharid ein Maltodextrin oder Dextrin, die neben der α-1,4-Bindung mindestens eine α-1,3-, α-1,2- oder/und eine α-1,6-Bindung aufweisen. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Polysaccharid ein Maltodextrin oder Dextrin, die neben der α-1,4-Bindung mindestens eine α-1,3-, α-1,2- oder/und eine α-1,6-Bindung aufweisen.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligosaccharid oder das Polysaccharid ein unlösliches Maltodextrin, das neben der α-1,4-Bindung mindestens eine α-1,3-, α-1,2- oder/und eine α-1,6-Bindung aufweist. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligosaccharid ein Maltodextrin, das neben der α-1,4-Bindung mindestens eine α-1,3-, α-1,2- oder/und eine α-1,6-Bindung aufweist. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Polysaccharid ein Maltodextrin, das neben der α-1,4-Bindung mindestens eine α-1,3-, α-1,2- oder/und eine α-1,6-Bindung aufweist. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligosaccharid oder das Polysaccharid ein unlösliches Dextrin, das neben der α-1,4-Bindung mindestens eine α-1,3-, α-1,2- oder/und eine α-1,6-Bindung aufweist. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligosaccharid ein Dextrin, das neben der α-1,4-Bindung mindestens eine α-1,3-, α-1,2- oder/und eine α-1,6-Bindung aufweist. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Polysaccharid ein Dextrin, das neben der α-1,4-Bindung mindestens eine α-1,3-, α-1,2- oder/und eine α-1,6-Bindung aufweist.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligosaccharid 1-F-Fructofuranosyl-D-Nystose.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligosaccharid Kestose. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligosaccharid Nystose.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligosaccharid vom Typ F4. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligosaccharid vom Typ F5. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligosaccharid vom Typ GF3. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligosaccharid vom Typ GF4.

Erfindungsgemäß bevorzugt besteht das Oligosaccharid aus 4 Fructosemolekülen. Erfindungsgemäß bevorzugt besteht das Oligosaccharid aus 5 Fructosemolekülen. Erfindungsgemäß bevorzugt besteht das Oligosaccharid aus 3 Fructosemolekülen und einem Glucosemolekül. Erfindungsgemäß bevorzugt besteht das Oligosaccharid aus 4 Fructosemolekülen und einem Glucosemolekül. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Oligosaccharid einen DP von 4. Erfindungsgemäß bevorzugt hat das Oligosaccharid einen DP von 5. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligo- oder Polysaccharid ein Polyfructosan. Erfindungsgemäß bevorzugt besteht das Oligo- oder Polysaccharid aus Fructoseeinheiten. Erfindungsgemäß bevorzugt enthält das Oligo- oder Polysaccharid überwiegend Fructoseeinheiten. Erfindungsgemäß bevorzugt enthält das Oligo- oder Polysaccharid im wesentlichen keine Glucoseeinheiten, insbesondere keine Glucoseeinheiten. Erfindungsgemäß bevorzugt enthält das Oligo- oder Polysaccharid nur endständige Glucoseeinheiten. Erfindungsgemäß bevorzugt enthält das Oligo- oder Polysaccharid Glucose in einem Gesamtanteil von höchstens 0 bis 10%, besonders bevorzugt von höchstens 1 bis 10%, mehr bevorzugt von höchstens 1 bis 5%, insbesondere von höchstens 2 bis 3%, insbesondere von höchstens 1%. Erfindungsgemäß bevorzugt enthält das Oligo- oder Polysaccharid Glucose in einem Gesamtanteil von höchstens 0 bis 5%. Erfindungsgemäß bevorzugt enthält das Oligo- oder Polysaccharid Glucose in einem Gesamtanteil von höchstens 0 bis 3%.

Erfindungsgemäß bevorzugt weist der an das Oligo- oder Polysaccharid gekoppelte Farbstoff ein Emissionsmaximum von mindestens 725 nm und höchstens 875 nm auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist der Farbstoff ein Emissionsmaximum von mindestens 750 und höchstens 850 nm auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist der Farbstoff ein Emissionsmaximum von mindestens 775 und höchstens 825 nm auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist der Farbstoff ein Emissionsmaximum von mindestens 790 und höchstens 810 nm auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist der Farbstoff ein Emissionsmaximum von mindestens 700 nm auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist der Farbstoff ein Emissionsmaximum von mindestens 725 nm auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist der Farbstoff ein Emissionsmaximum von mindestens 750 nm auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist der Farbstoff ein Emissionsmaximum von mindestens 775 nm auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist der Farbstoff ein Emissionsmaximum von etwa 800 nm auf. Erfindungsgemäß bevorzugt weist der Farbstoff ein Emissionsmaximum von 800 nm auf.

Die Bestimmung des Emissionsmaximums des an das Oligo- oder Polysaccharid gekoppelten Farbstoffs, insbesondere Fluoreszenzfarbstoffs, erfolgt erfindungsgemäß bevorzugt nach der im Europäisches Arzneibuch beschrieben Methode. Die Bestimmung des Emissionsmaximums des an das Oligo- oder Polysaccharid gekoppelten Farbstoffs, insbesondere Fluoreszenzfarbstoffs, erfolgt erfindungsgemäß bevorzugt in Anlehnung an die im Europäisches Arzneibuch beschrieben Methode. Erfindungsgemäß bevorzugt wird die Lösung des Farbstoffs in eine geeignete Küvette gefüllt, mit monochromatischem Licht bestrahlt und die Intensität der von der Probe ausgehenden Fluoreszenzstrahlung anschließend in einem Winkel von 90° zum eingehenden Lichtstrahl gemessen. Als Gerät für diese Messungen kann Beispielsweise ein Hitachi Fluorometer F-3010 eingesetzt werden. Erfindungsgemäß bevorzugt wird die Messung bei Raumtemperatur, insbesondere 25°C durchgeführt. Erfindungsgemäß bevorzugt liegt die Konzentration der Probenlösung zwischen 5 und 50 μg/ml, insbesondere bei etwa 30 μg/ml bzw. 10–6 mol/l.

Im Zusammenhang mit dieser Erfindung wird unter einem Farbstoff insbesondere ein vorgenannter Farbstoff mit den genannten Emissionsmaxima verstanden.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff ein Cyaninfarbstoff.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff ein Fluoreszenzfarbstoff.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff nicht Fluoresceinisothiocyanat, dem Fachmann auch als FITC bekannt. Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff kein FITC-Derivat.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff ein monofunktioneller oder ein bifunktioneller Isothiocyanat-Cyanin-Farbstoff. Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff ein Isothiocyanat-Cyanin-Farbstoff. Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff ein monofunktioneller Isothiocyanat-Cyanin-Farbstoff. Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff ein bifunktioneller Isothiocyanat-Cyanin-Farbstoff. Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff ein Isothiocyanat-Cyanin-derivat.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff ein Indocyaningründerivat. Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff Indocyaningrün.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist ein farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid mit dem Aufbau CY-ITC-SAC, wobei CY ein Cyaninfarbstoff ist, ITC ein Isothiocyanat ist und SAC ein Oligosaccharid oder ein Polysaccharid ist. Erfindungsgemäß bevorzugt ist CY ein vorliegend offenbarter Farbstoff. Erfindungsgemäß bevorzugt ist CY ein Indocyaningründerivat. Erfindungsgemäß bevorzugt ist CY Indocyaningrün.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist ein farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid, wobei der Farbstoff Indocyaningrün ist und das Indocyaningründerivat aus Indocyaningrün und Isothiocyanat hergestellt ist.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff ein CY-Farbstoff. CY-Farbstoffe und ihre Nomenklatur sind in Mujumdar et al., Cytometry 10 (1989); S. 11–19 und in Ernst et al., Cytometry 10 (1989); S. 3–10 beschrieben.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff CY7.4. Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff CY7.4-Iodoacetamid. Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff CY7.4-Isothiocyanat.

Erfindungsgemäß bevorzugt hat der Farbstoff die Struktur nach Formel I: Formel I: X, Y, R1, R2 und R3 können in Formel I erfindungsgemäß bevorzugt verschiedenste Gruppen sein. Erfindungsgemäß bevorzugt ist m 1, 2 oder 3. Erfindungsgemäß bevorzugt ist m 3. Erfindungsgemäß bevorzugt ist X S, O, eine N-R- oder eine Isopropyliden-Gruppe. Erfindungsgemäß bevorzugt ist Y S, O, eine N-R- oder eine Isopropyliden-Gruppe. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R1 eine Methylgruppe. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R2 eine Sulfopropylgruppe oder eine Sulfobutylgruppe. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R2 eine Sulfopropylgruppe. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R2 eine Sulfobutylgruppe. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R3 ITC, H, NH2, NCS, NHBOC oder NHCSNHCH3. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R3 = ITC. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R3 = NHBOC, also eine 5-t-butyl Carbamido-Gruppe. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R3 = NH2. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R3 = NCS. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R3 = NHCSNHCH3.

Erfindungsgemäß bevorzugt hat der Farbstoff die Struktur nach Formel II: Formel II: X, Y, R1, R2, R3 und R4 können in Formel II erfindungsgemäß bevorzugt verschiedenste Gruppen sein. Erfindungsgemäß bevorzugt ist m 1, 2 oder 3. Erfindungsgemäß bevorzugt ist m 3. Erfindungsgemäß bevorzugt ist X S, O, eine N-R- oder eine Isopropyliden-Gruppe. Erfindungsgemäß bevorzugt ist Y S, O, eine N-R- oder eine Isopropyliden-Gruppe. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R1 eine Methylgruppe. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R2 eine Sulfopropylgruppe oder eine Sulfobutylgruppe. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R2 eine Sulfopropylgruppe. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R2 eine Sulfobutylgruppe. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R3 ITC, H, NH2, NCS, NHBOC oder NHCSNHCH3. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R3 = ITC. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R3 = NHBOC, also eine 5-t-butyl Carbamido-Gruppe. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R3 = NH2. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R3 = NCS. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R3 = NHCSNHCH3. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R4 ITC, H, NH2, NCS, NHBOC oder NHCSNHCH3. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R4 = ITC. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R4 = NHBOC, also eine 5-t-butyl Carbamido-Gruppe. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R4 = NH2. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R4 = NCS. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R4 = NHCSNHCH3.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff CY7.8. Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff CY7.8-Isothiocyanat.

Erfindungsgemäß bevorzugt hat der Farbstoff die Struktur nach Formel III: Formel III:

Erfindungsgemäß bevorzugt ist in Formel II m 1, 2 oder 3. Erfindungsgemäß bevorzugt ist m 3. BOC steht in Formel III für t-butoxycarbonyl.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff ein Merocyaninfarbstoff. Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff MC6.1. Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff MC6.2. Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff MC6.1-Iodoacetamid. Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff MC6.2-Iodoacetamid.

Erfindungsgemäß bevorzugt hat der Farbstoff die Struktur nach Formel IV: Formel IV: X, Y, R1, R2 und R3 können in Formel IV erfindungsgemäß bevorzugt verschiedenste Gruppen sein. Erfindungsgemäß bevorzugt ist m 1, 2 oder 3. Erfindungsgemäß bevorzugt ist m 3. Erfindungsgemäß bevorzugt ist X S, O, eine N-R- oder eine Isopropyliden-Gruppe. Erfindungsgemäß bevorzugt ist Y S, O, eine N-R- oder eine Isopropyliden-Gruppe. Erfindungsgemäß bevorzugt ist X eine Isopropyliden-Gruppe. Erfindungsgemäß bevorzugt ist Y Schwefel. Erfindungsgemäß bevorzugt ist Y Sauerstoff. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R1 eine Methylgruppe. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R2 eine Ethylgruppe. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R2 eine Butylgruppe. Erfindungsgemäß bevorzugt ist R3 IA, wobei IA für Iodoacetamid steht.

Erfindungsgemäß bevorzugt hat der Farbstoff die Struktur nach Formel V: Formel V:

Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff ein Derivat des Farbstoffes nach Formel V.

Erfindungsgemäß bevorzugt hat der Farbstoff die Struktur nach Formel VI: Formel VI: Erfindungsgemäß bevorzugt ist R1 in Formel VI Isothiocyanat.

Erfindungsgemäß bevorzugt hat der Farbstoff die Struktur nach Formel VII: Formel VII:

Erfindungsgemäß bevorzugt ist ein farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid umfassend ein Agens mit der Formel VIII, Formel VIII: wobei SAC ein Oligo- oder Polysaccharid ist.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist ein farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid umfassend ein Agens mit der Formel IX, Formel IX: wobei R für mindestens eine weitere Fructoseeinheit steht.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligo- oder Polysaccharid direkt an den Farbstoff gekoppelt. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Oligo- oder Polysaccharid über Isothiocyanat an den Farbstoff gekoppelt. Erfindungsgemäß bevorzugt dient Isothiocyanat als Kopplung zwischen Farbstoff und Oligo- oder Polysaccharid. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Isothiocyanat Bestandteil des Farbstoffs. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Isothiocyanat kein Bestandteil des Farbstoffs. Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff an eine OH-Gruppe einer Fructoseeinheit oder einer Glucoseeinheit des Oligo- oder Polysaccharids gekoppelt. Der Farbstoff kann dabei an jede freie OH-Gruppe einer Fructoseeinheit oder einer Glucoseeinheit gekoppelt sein. Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff an eine endständige Fructoseeinheit des Oligo- oder Polysaccharids gekoppelt. Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff an eine endständige Glucoseeinheit des Oligo- oder Polysaccharids gekoppelt. Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff an eine mittelständige Fructoseeinheit des Oligo- oder Polysaccharids gekoppelt.

Die Erfindung löst das ihr zugrunde liegende Problem auch durch die Bereitstellung von Verfahren zur Herstellung eines farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharids, insbesondere eines erfindungsgemäßen Oligo- oder Polysaccharids. Erfindungsgemäß bevorzugt ist ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharids, wobei a) das Oligosaccharid oder das Polysaccharid in einem Lösungsmittel gelöst wird, b) zu dem gelösten Oligosaccharid oder Polysaccharid ein Hydrid, insbesondere Natriumhydrid, zugegeben wird, c) ein gelöster Farbstoff, insbesondere ein Fluoreszenzfarbstoff, dazugegeben wird, und d) das farbmarkierte Oligo- oder Polysaccharid als Feststoff isoliert wird.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Hydrid in Schritt b) Natriumhydrid. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Hydrid in Schritt b) Natriumborhydrid, also NABH4. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Hydrid in Schritt b) Lithiumaluminiumhydrid, also LiAlH4.

Die Erfindung betrifft auch die mittels diese Verfahrens hergestellten farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharide.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff ein Fluoreszenzfarbstoff, vorzugsweise ein vorstehend genannter Fluoreszenzfarbstoff.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist der Farbstoff ein vorstehend genannter Farbstoff.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Lösungsmittel in Schritt a) ein polares Lösungsmittel. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Lösungsmittel in Schritt a) ein aprotisches Lösungsmittel. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Lösungsmittel in Schritt a) ein polares, aprotisches Lösungsmittel. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Lösungsmittel in Schritt a) anhydriertes Dimethylformamid.

Erfindungsgemäß bevorzugt wird das farbmarkierte Oligo- oder Polysaccharid in Schritt d) durch Zugabe von wässrigem Ammoniumchlorid, anschließendem Extrahieren und anschließendem Lyophilisieren isoliert.

Erfindungsgemäß bevorzugt wird das farbmarkierte Oligo- oder Polysaccharid in Schritt d) durch Umkristallisieren und/oder Gelfiltration gereinigt.

Die Erfindung betrifft auch farbmarkierte Oligo- oder Polysaccharide, die durch ein erfindungsgemäßes Verfahren hergestellt wurden.

Die Erfindung betrifft auch die Verwendung eines erfindungsgemäßen farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharids zur Nierenfunktionsbestimmung. Die Erfindung betrifft auch Verwendung eines erfindungsgemäßen farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharids zur Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate. Die Erfindung betrifft auch die Verwendung eines erfindungsgemäßen farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharids zur Bestimmung der renalen Clearance.

Die Verwendung der erfindungsgemäßen farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharide zur Nierenfunktionsbestimmung und/oder als Diagnosemittel erlaubt eine nicht-invasive Detektion. Dies trägt zur Reduzierung der körperlichen Beeinträchtigung des zu untersuchenden Individuums bei.

Die Erfindung betrifft auch die Verwendung eines erfindungsgemäßen farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharids zur Herstellung eines Mittels zur Nierenfunktionsbestimmung. Die Erfindung betrifft auch die Verwendung eines erfindungsgemäßen farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharids zur Herstellung eines Mittels zur Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate. Die Erfindung betrifft auch die Verwendung eines erfindungsgemäßen farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharids zur Herstellung eines Mittels zur Bestimmung der renalen Clearance.

Die Erfindung betrifft auch diagnostische Mittel, insbesondere zur Nierenfunktionsbestimmung, enthaltend ein erfindungsgemäßes farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharids. Erfindungsgemäß bevorzugt dient das diagnostische Mittel zur Nierenfunktionsbestimmung. Erfindungsgemäß bevorzugt dient das diagnostische Mittel zur Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate. Erfindungsgemäß bevorzugt dient das diagnostische Mittel zur Bestimmung der renalen Clearance.

Erfindungsgemäß bevorzugt enthält das diagnostische Mittel ein erfindungsgemäßes farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid. Erfindungsgemäß bevorzugt enthält das diagnostische Mittel mindestens zwei unterschiedliche erfindungsgemäße farbmarkierte Oligo- oder Polysaccharide.

Erfindungsgemäß bevorzugt enthält das diagnostische Mittel Stoffe, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Additiven, Trägerstoffen, Hilfsstoffen und Mischungen davon. Erfindungsgemäß bevorzugt enthält das diagnostische Mittel Additive. Erfindungsgemäß bevorzugt enthält das diagnostische Mittel Trägerstoffe. Erfindungsgemäß bevorzugt enthält das diagnostische Mittel Hilfsstoffe. Erfindungsgemäß bevorzugt enthält das diagnostische Mittel physiologisch verträglicher Puffersubstanzen.

Das erfindungsgemäße farbmarkierte Oligo- oder Polysaccharid wird erfindungsgemäß bevorzugt als Bestandteil eines parental zu verabreichenden diagnostischen Mittels verwendet. Zur Herstellung des diagnostischen Mittels wird erfindungsgemäß bevorzugt, das erfindungsgemäße farbmarkierte Oligo- oder Polysaccharid in Wasser, insbesondere Wasser für Injektionszwecke gemäß DAB10, oder physiologische Kochsalzlösung, insbesondere isotonische Natriumchloridlösung, gelöst. Erfindungsgemäß bevorzugt liegt die Konzentration des erfindungsgemäßen farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharids in dem diagnostischen Mittel im Bereich von 10 bis 250 mg/ml, insbesondere von 25 bis 125 mg/ml.

Die Erfindung betrifft auch ein Diagnoseverfahren, insbesondere zur Nierenfunktionsbestimmung, dadurch gekennzeichnet, dass ein erfindungsgemäßes farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid oder ein erfindungsgemäßes diagnostisches Mittel verabreicht wird. Erfindungsgemäß bevorzugt dient das Diagnoseverfahren zur Nierenfunktionsbestimmung. Erfindungsgemäß bevorzugt dient das Diagnoseverfahren zur Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate. Erfindungsgemäß bevorzugt dient das Diagnoseverfahren zur Bestimmung der renalen Clearance.

Erfindungsgemäß bevorzugt wird das erfindungsgemäße farbmarkierte Oligo- oder Polysaccharid oder das erfindungsgemäße diagnostische Mittel einem Wirbeltier, besonders bevorzugt einem Säugetier, insbesondere einem Menschen verabreicht. Erfindungsgemäß bevorzugt wird das Diagnoseverfahren bei einem Säugetier angewendet. Erfindungsgemäß bevorzugt wird das Diagnoseverfahren bei einem Menschen angewendet.

Erfindungsgemäß bevorzugt wird das Diagnoseverfahren mit einem erfindungsgemäßen farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharid durchgeführt. Erfindungsgemäß bevorzugt wird das Diagnoseverfahren mit mindestens zwei verschiedenen erfindungsgemäßen farbmarkierten Oligo- oder Polysacchariden durchgeführt.

Zur Beurteilung der Nierenfunktion wird erfindungsgemäß bevorzugt der zeitliche Verlauf der Konzentration des erfindungsgemäßen farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharids im Blut nach parentaler Gabe einer bestimmten Dosis des erfindungsgemäßen farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharids bestimmt.

Erfindungsgemäß bevorzugt enthält das Diagnoseverfahren eine Fluoreszenzmessung. Erfindungsgemäß bevorzugt erfolgt die Diagnose durch Bestimmung der Konzentration des erfindungsgemäßen farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharids mittels Fluoreszenzmessung. Erfindungsgemäß bevorzugt erfolgt die Fluoreszenzmessung nach Methoden aus dem Stand der Technik (vergleiche zum Beispiel Sohtell et al., Acta Physiol. Scand. 119 (1983); S. 313 bis 316, Lorenz und Gruenstein, Am. J. Physiol. 276 (1999) Seite 172–177).

Die Fluoreszenzmessung bietet den Vorteil einer hohen Empfindlichkeit und Schnelligkeit der Messung.

Erfindungsgemäß bevorzugt erfolgt die Diagnose transkutan.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist ein nicht-invasives Diagnoseverfahren zur Nierenfunktionsbestimmung, umfassend das Einstrahlen von Licht auf die Haut eines zu untersuchenden Säugetiers, insbesondere Menschen, und das Erfassen des Fluoreszenzlichts aus der Haut, das durch ein erfindungsgemäßes farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid oder durch ein diagnostisches Mittel, das ein erfindungsgemäßes farbmarkiertes Oligo- oder Polysaccharid enthält, erzeugt wird.

Erfindungsgemäß bevorzugt wird die Fluoreszenzmessung des erfindungsgemäß farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharids in vitro durchgeführt, beispielsweise in Blutproben. Erfindungsgemäß bevorzugt wird für die Fluoreszenzmessung keine enzymatische Vorbehandlung durchgeführt.

Erfindungsgemäß bevorzugt wird die Fluoreszenzmessung mit üblichen Standardgeräten durchgeführt. Erfindungsgemäß bevorzugt erfolgt die Fluoreszenzmessung des erfindungsgemäßen farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharids mit einer nicht-invasiven Nachweismethode. Nicht-invasive Nachweismethoden sind Methoden, die den Nachweis des erfindungsgemäßen farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharids in Gewebe oder Körperflüssigkeiten ohne vorherige Probennahme beispielsweise durch Blutabnahme erlauben. Erfindungsgemäß bevorzugt erfolgt die Fluoreszenzmessung von dem erfindungsgemäß farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharid im Gewebe oder in Körperflüssigkeiten. Erfindungsgemäß bevorzugt wird ein Fluoreszenzmessung eingesetzt, bei der Licht zur Anregung der Fluoreszenz in die Haut des zu untersuchenden Individuums eingestrahlt wird und das aus der Haut austretende Fluoreszenzlicht detektiert wird. Erfindungsgemäß bevorzugt geschieht dies mit Hilfe eines nicht-invasiven Messkopfes. Erfindungsgemäß bevorzugt beleuchtet eine Lichtquelle des Messkopfes, beispielsweise ein im UV-Bereich emittierender Laser, über eine Glasfaseroptik die Haut und regt die darin enthaltenden Farbstoffe der erfindungsgemäßen farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharide zur Fluoreszenz an. Erfindungsgemäß bevorzugt wird das Fluoreszenzlicht mit einer Glasfaseroptik aufgenommen und mit einem entsprechenden Detektor, beispielsweise einem CCD-Spektrographen, gemessen. Die Lichtquelle und/oder der Detektor kann dabei in den Messkopf integriert oder außerhalb des Messkopfes angeordnet sein. Erfindungsgemäß bevorzugt wird der Messkopf mit einem Kleber, beispielsweise einer transparenten Klebefolie, auf die Haut des zu untersuchenden Individuums aufgebracht und verbleibt dort für die gesamte Messzeit.

Erfindungsgemäß bevorzugt erfolgt die nicht-invasive Messung des erfindungsgemäßen farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharids kontinuierlich über einen längeren Zeitraum. Erfindungsgemäß bevorzugt erfolgt die nicht-invasive Messung über eine klinisch relevante Messzeit. Erfindungsgemäß bevorzugt erfolgt die nicht-invasive Messung über einen Zeitraum von 2 bis 4 Stunden, insbesondere von etwa 3 Stunden, insbesondere von 3 Stunden.

Erfindungsgemäß bevorzugt beträgt die Dosis des als Diagnosemittel eingesetzten erfindungsgemäßen farbmarkierten Oligo- oder Polysaccharids 5 bis 200 mg Substanz je kg Körpergewicht, besonders bevorzugt 5 bis 100 mg Substanz je kg Körpergewicht, mehr bevorzugt 5 bis 50 mg Substanz je kg Körpergewicht, vorzugsweise 5 bis 20 mg Substanz je kg Körpergewicht.

Beispiel:Synthese und Aufreinigung von ICG-ITC markiertem Sinistrin

  • • 2 g Sinistrin in 80 ml DMF bei 35°C unter N2 Begasung im Dreihalskolben unter Rückflusskühler lösen
  • • Lösung auf Raumtemperatur abkühlen lassen
  • • 0,44 g NaH in kleinen Teilen zugeben (Lösung wird leicht gelb und viskos)
  • • Lösung bei 45°C 30 min rühren
  • • Lösung bei 55°C 30 min rühren
  • • 0,072 g ICG-ITC gelöst in 35 ml DMF auf ein mal zugeben
  • • Lösung bei 55°C 60 min rühren
  • • Über Nacht bei Raumtemperatur rühren
  • • Lösung auf 5°C kühlen und unter starkem Rühren 0,95 g NH4CL gelöst in 5 ml H2O zugeben (Lösung verfärbt sich von braun zu dunkel grün)
  • • Lösungsmittel im Rotationsverdampfer abtrennen
  • • Es bleibt ein grüner Feststoff
  • • Produkt in Methanol/H2O 1/1 lösen
  • • In Aceton ausfällen
  • • Feststoff in 40 ml Methanol/H2O 1/1 resuspendieren
  • • 2 g Silica 60 zugeben
  • • Lösungsmittel im Rotationsverdampfer abtrennen
  • • Produkt wird auf eine mit Silica60/Methanol/Toluol (2/1) geladene Säule gegeben
  • • Verunreinigungen werden mit Methanol/Toluol (2/1) abgetrennt
  • • Produkt mit Methanol/H2O eluieren
  • • Erneut auf Silica 60 aufziehen und mit den selben Lösungsmitteln eluieren
  • • Produkt wird bei –80°C gefroren
  • • Beim Lyophilisieren entsteht ein grüner Feststoff.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • - US 6995019 B2 [0003]

Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • - Gretz et al (Pediatr Nephrol. 22 (2007); 167–169) [0002]
  • - Lorenz und Gruenstein (Renal Physiol. 45 (1999); 172–177) [0003]
  • - Mujumdar et al., Cytometry 10 (1989); S. 11–19 [0049]
  • - Ernst et al., Cytometry 10 (1989); S. 3–10 [0049]
  • - Sohtell et al., Acta Physiol. Scand. 119 (1983); S. 313 bis 316 [0085]
  • - Lorenz und Gruenstein, Am. J. Physiol. 276 (1999) Seite 172–177) [0085]